HIStory: Kampf um die eurasische Platte

Das Jahr 2021 startet mit einem neuen Format auf dem Portal KenFM: HIStory

“Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten.” – Helmut Kohl

Der Buchautor und Publizist Hermann Ploppa erläutert in HIStory kurz und sachlich historische Daten und Jahrestage von herausragenden geschichtlichen Ereignissen. Dabei werden in diesem Format Begebenheiten der Gegenwart, die mit einem Blick in die Vergangenheit in ihrer Bedeutung besser einzuordnen sind, künftig alle 14 Tage montags in einen geschichtlichen Kontext gebracht.

Das Thema heute: Das deutsch-russische Verhältnis – der Kampf um die eurasische Platte

Russland: Da sehen wir sofort Wladimir Putin vor unserem geistigen Auge. Dann denken wir vielleicht an Nawalny. Nawalny: ein Kritiker des allmächtigen russischen Dauer-Präsidenten Wladimir Putin. Putin habe seinen Kritiker Nawalny mit dem heimtückischen Gift Nowitschok zum Schweigen bringen wollen. Das ist für alle Medien der westlichen Wertegemeinschaft sonnenklar.

Überhaupt: Putin und die Russen.

Wenn dem so ist, dann wollen wir Deutschen auch kein russisches Erdgas aus der Nordstream-Pipeline beziehen. Darüber denkt zumindest unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel öffentlich nach.

Russland: da müssten wir eigentlich doch auch an die 28 Millionen getöteten Bürger der Sowjetunion denken, die durch die deutsche Wehrmacht oder die Waffen-SS umgebracht worden sind.

Das klingt nun alles in allem nicht sehr angenehm. Eher düster und bedrohlich. Wenn wir an Russland denken, dann denken wir an Kriege. An Konflikte und Spannungen. Unsere Beziehungen mit Russland waren schon immer negativ eingefärbt. Stimmt das denn überhaupt? War das immer so?

Schauen wir uns ein bisschen in der Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen um. Dann sehen wir: Phasen gegenseitigen Misstrauens wurden immer wieder abgelöst von Phasen großen gegenseitigen Vertrauens und einer sehr engen, ja sogar intimen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland. Phasen, in denen Deutsche und Russen fast alles miteinander geteilt haben.

Deswegen machen wir jetzt einen kleinen Streifzug durch die wechselhafte Geschichte der Deutsch-Russischen Beziehungen.

In vergangenen Jahrhunderten gab es keine Nationalstaaten in unserem Sinne. Und auch keine klaren Grenzziehungen. Und auch keine Trennung nach Völkern. Deutsche, Polen, Russen oder Slowaken lebten munter durchmischt in territorialen Flickenteppichen. Nicht ohne Konflikte, aber ohne gewaltsame Auseinandersetzungen. Im Großen und Ganzen friedlich.

Die Zeit der „ethnischen Säuberungen“ lag noch in der Zukunft. In einem großen Raum innerhalb Europas und Asiens konnten sich Händler oder sonstige Reisende frei von Ost nach West und von West nach Ost hin und her bewegen. Es gab keine Mauer. Und auch keine Trennung in politische, verfeindete Blöcke. So war traditionell der Austausch zwischen Deutschland und Russland überaus rege. Die Zarin Katharina die Große stammte aus Deutschland. Michael Wassilijewitsch Lomonossow studierte ausgiebig in Deutschland, bevor er in Russland die Wissenschaft befruchtete. Russische Adlige kurierten ihre Wehwehchen in Baden-Baden aus. Deutsche Siedler fanden in Russland ein neues Zuhause. Zahlreiche deutsche Namen russischer Generäle, Politiker und Wissenschaftler zeugen von diesem lebendigen russisch-deutschen Handel und Wandel.

London, im Jahre 1904: Der überaus einflussreiche englische Gelehrte Halford Mackinder denkt über die Zukunftsperspektiven des Britischen Weltreichs nach. Bislang war das British Empire Herrscher der Welt. Großbritannien stützte sich auf seine übermächtige Marine. Nun stellt Mackinder aber fest: Eisenbahn und das neuartige Automobil können ab jetzt das Binnenland erschließen. Da können nun aber die Binnenländer ihre eigenen Rohstoffe viel besser abbauen und auf den Markt bringen als bisher. Damit entstehen der unangefochtenen Seemacht Großbritannien ganz neue Konkurrenten. England möchte auch gerne die neuen Rohstoffpotentiale in Russland und China für sich selber nutzen. Wenn aber die Binnenländer die Rohstoffe für sich selber nutzen, dann werden die Binnenländer automatisch auch immer mächtiger. Mackinder warnt seine Landsleute: wenn sich jemals Deutschland und Russland zusammentun – mit dem deutschen Ingenieurwissen und den gigantischen russischen Rohstoffen – dann können England und die USA einpacken. Und Mackinder fordert: ein solches deutsch-russisches Bündnis muss auf jeden Fall verhindert werden! Da muss auf dem europäischen Festland ein Verbündeter gefunden werden, der für Großbritannien die Rohstoffe auf dem eurasischen Super-Kontinent sicherstellen. Das kann Frankreich sein. Es kann aber auch irgendein anderer westeuropäischer Staat sein.

Doch zunächst machte der Genius der Geschichte den klugen Plänen von Mackinder und seinen englischen Mitstreitern einen fetten Strich durch die Rechnung. Denn im Jahre 1917 wurde aus dem russischen Reich der Zaren ziemlich schnell die kommunistische Sowjetunion. Das hatten ausgerechnet zwei erzreaktionäre deutsche Generäle auf dem Gewissen. Denn der Erste Weltkrieg, der 1914 mit so viel Schwung begonnen hatte, fraß sich in den nordfranzösischen Schützengräben fest. Neben der Westfront mit englischen und französischen Feinden hatten die Kaiserlichen Deutschen Streitkräfte noch einen kostspieligen Krieg gegen Russland im Rücken. Das Sagen hatten in Deutschland in jenen Tagen die beiden militärischen Oberbefehlshaber General Paul von Hindenburg und dessen Graue Eminenz, General Erich Ludendorff. Im Frühjahr 1917 löste eine liberaldemokratische Regierung das Zarenregime ab.

Jedoch dachten Kerenski und die anderen neuen russischen Führer gar nicht daran, den Krieg gegen Deutschland zu beenden. Sie ließen die russischen Soldaten weiter gegen Deutschland kämpfen und sterben. Hindenburg und Ludendorff ließen daraufhin den bis dahin ziemlich unbedeutenden russischen Sozialdemokraten Wladimir Iljitsch Uljanow, der sich selber Lenin nannte, in dessen kärglicher Dachkammer im Züricher Exil ausgraben. Hindenburg und Ludendorff statteten Lenin mit mächtig viel Geld aus. Sie steckten ihn in einen verschlossenen Sonderzug von Zürich über Deutschland und Skandinavien. Und ließen ihn schließlich in Petrograd, das gerade eben noch Sankt Petersburg hieß, aussteigen. Mit den üppigen deutschen Geldspenden gelang es Lenin sodann, im Handumdrehen zur bekanntesten Figur in der russischen Politik aufzusteigen.

Mit dem Sturm auf das zaristische Winterpalais im Oktober 1917 putschten sich Lenins Bolschewisten an die Macht. Lenin beendete sofort den Krieg gegen Deutschland. Hindenburgs Streitkräfte konnten nun alle Mannschaften an die Westfront schicken. Was allerdings nichts mehr einbrachte. Denn mittlerweile waren die frischen, ausgeruhten Soldaten der Vereinigten Staaten von Amerika auf den westeuropäischen Kriegsschauplätzen aufmarschiert.

Wir alle wissen: der Erste Weltkrieg von 1914 bis 1918 hat die Spielkarten der Geopolitik ganz neu gemischt. Deutschland wurde von einer Koalition der Staaten Großbritannien, USA und Frankreich gänzlich niedergerungen. Aus dem russischen Zarenreich war die Sowjetunion hervorgegangen. Deutschland und die Sowjetunion wurden geächtet und aus der Völkergemeinschaft für einige Zeit ausgeschlossen.

Was lag näher, als dass die beiden Paria-Staaten Deutschland und die Sowjetunion sich zusammentun? Genau das geschah denn auch. Die Kontakte zu den Bolschewisten waren ja schon vom Generalsgespann Hindenburg und Ludendorff hergestellt worden. Und so verwundert es nicht, wenn bereits im Jahre 1920 der Chef der Reichswehr, Hans von Seeckt – alles andere als ein Kommunistenfreund – ganz offen sagt:

„Nur im festen Anschluß an Groß-Rußland hat Deutschland die Aussicht auf Wiedergewinnung seiner Weltmachtstellung … England und Frankreich fürchten den Zusammenschluß der beiden Landmächte und suchen ihn mit allen Mitteln zu hindern – also ist er von uns mit allen Kräften anzustreben …Und wenn Deutschland sich auf Rußlands Seite stellt, so ist es selbst unbesieglich, denn andere Mächte werden dann immer Rücksicht auf Deutschland nehmen müssen, weil sie Rußland nicht unbeachtet lassen können.“

Das sahen Deutschlands Konzernlenker ganz genauso. Und im politischen Spektrum der Weimarer Republik waren sich alle einig: um ein enges Bündnis mit der Sowjetunion führt kein Weg vorbei.

Und durch diese Brille gesehen kam denn auch der deutsch-sowjetische Kooperationsvertrag vom 16. April 1922 im italienischen Badeort Rapallo eigentlich nicht mehr überraschend. Die Sowjets hatten geschickt gepokert. Denn zunächst hatten sie einen solchen Kooperationsvertrag bereits mit Großbritannien und mit Frankreich verabredet. Dann steckten die Sowjets der deutschen Regierung, dass sie diesen Vertrag ebenso gut auch mit Deutschland abschließen könnten. Knapp zwei Stunden bevor die britisch-französische Delegation in Rapallo eintreffen konnte, schlossen die Sowjets den Vertrag mit den Deutschen ab. Sowjets und Deutsche verzichteten auf gegenseitigen Schadensausgleich für die einander zugefügten Kriegsschäden. Der Vertrag von Rapallo sah erleichterten Handel zwischen Russland und Deutschland vor. Eine Konsequenz aus dem Rapallo-Vertrag war die Errichtung der sowjetischen Tankstellenkette DEROP mit 2000 Filialen in Deutschland.

Aber das war noch nicht alles. Weil aufgrund des Versailler Vertrages die Deutschen keine Panzer und keine Flugzeuge in der Reichswehr einsetzen durften, entwickelten sie diese heimlich in der Sowjetunion. Eine klassische Win-Win-Situation. Denn die von dem Ingenieur Junckers entwickelten Kampfflugzeuge konnten die Sowjets in Lizenz ebenfalls bauen und nutzen. Deutsche Kriegstechnik im Schutz der Weite Russlands. Reichswehr und Rote Armee teilten ihre empfindlichsten Geheimnisse miteinander. Sowjetunion und Deutschland waren für viele Jahre eng verbunden.

Das war für fast alle einflussreichen Kreise – von rechts bis ganz links – in der Weimarer Republik absolut der Königsweg aus dem Underdog-Dasein. Nur ein gewisser Adolf Hitler aus München gab kräftig Kontra. In seinem Buch „Mein Kampf“ argumentiert Hitler, dass nur durch die enge Anbindung an die westliche Wertegemeinschaft ein Wiederaufstieg Deutschlands möglich ist. Deutschland soll als deindustrialisierter Bauernstaat für Großbritannien den Juniorpartner abgeben. Für Großbritannien soll Deutschland die Sowjetunion überfallen. Aber das ist noch nicht alles. So wie die europäischen Kolonisatoren in Nordamerika die Indianer ausgerottet haben, so sollten die Deutschen die „slawischen Untervölker“ – wie Hitler sich ausdrückt – ausrotten. Auf dem eroberten „Ostraum“ sollten dann rassereine deutsche Siedler als Bauern die westlichen Völker mit Nahrung versorgen. Hitler schwebt in Mein Kampf ein Staatenbündnis bestehend aus Großbritannien, dem faschistischen Italien und dem ebenfalls faschistisch gewordenen Deutschen Reich vor. Jenseits jeder Polemik kann man sagen: dieses Konzept hat große Ähnlichkeit mit der schon vorgestellten Geostrategie des Engländers Halford Mackinder.

Die Machtergreifung Hitlers und seiner Nazischergen brachte dann wie erwartet den abrupten Abbruch der Beziehungen Deutschlands zur Sowjetunion. Die Reichswehreinheiten wurden bis zum Ende des Jahres 1933 aus der Sowjetunion abgezogen. Der Flugingenieur Junckers fiel in Ungnade. Die deutsche Wirtschaft verbandelte sich nunmehr mit dem Westen – mit den USA und Großbritannien. Die Nazis bereiteten sich konsequent auf den Eroberungskrieg gegen die Sowjetunion vor.

Deswegen wird immer wieder die Frage gestellt: warum kam es dann doch im Jahre 1939 zum erneuten Bündnis Deutschlands mit der Sowjetunion? Nun, die Antwort ist nicht ganz einfach, aber doch klar genug: Hitler war pleite und nahm Hilfe wo er sie kriegen konnte. Im Januar 1939 schrieben die sieben Vorstandsmitglieder der Reichsbank einen Brief, der Hitler wenig erfreute. Reichsbankchef Hjalmar Schacht erinnerte den Führer daran, dass Deutschland die Aufrüstung mit einer Art Kryptowährung, dem Mefo-Fond, bezahlt hatte. Schacht sagte: wir können nicht länger eine Aufrüstung mit ungedeckter Währung, quasi nur durch das Drucken von Papiernoten, finanzieren. Außerdem haben wir seit vielen Jahren mehr Waren aus dem Ausland eingeführt als was wir ins Ausland geliefert haben. Jetzt geht nichts mehr. Gezeichnet Hjalmar Schacht.

Hitler was not amused und feuerte Schacht, den Überbringer der schlechten Nachricht. Daraufhin bemühen sich etliche Konzernchefs, für Hitler international einen Mega-Überbrückungskredit zu schnüren. Der englische Notenbankchef Montagu Norman und der Botschafter der USA in England, Joseph Kennedy – der Vater der legendären Kennedy-Brüder – legen dafür ihr gutes Wort ein. Doch der damalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Franklin Delano Roosevelt, pfeift Kennedy Senior zurück. Aus dem Megadeal für Adolf wird nichts.

Was soll Hitler jetzt tun? Soll er sich aufhängen, was er auch immer wieder gerne androhte, oder sollte er die Unterstützung von woanders herholen? Sein Außenminister Joachim von Ribbentrop hat die Lösung bereit. Er fädelt das Undenkbare ein. Mit dem sowjetischen Außenminister Wjatscheslaw Molotow wird der so genannte Hitler-Stalin-Pakt eingefädelt und dann auch ratifiziert. Wieder eine Win-Win-Situation? Nicht wirklich. Denn Stalin denkt, er hat, indem er Hitler aus der Patsche hilft, das Deutsche Reich aus der antisowjetischen Phalanx der Westmächte herausgebrochen. Tatsächlich kann er mit Hitlers Duldung die Grenzen der Sowjetunion über die Teilung Polens und die Annexion der Baltischen Länder nach Westen verschieben. Das bringt ihm einen Zeitgewinn, um seine Truppen besser auf den möglicherweise unvermeidlichen Krieg einzustellen.

Doch Hitler kehrt zu seiner antisowjetischen Agenda zurück. Durch großzügige Gesten hat Hitler immer wieder den Westmächten signalisiert: ich komme zu meiner prowestlichen Agenda zurück! So verordnet er beispielsweise im berühmten Haltebefehl von Dünkirchen seinen Panzerverbänden, stehen zu bleiben. Damit ermöglicht Hitler den insgesamt 330.000 britischen und französischen Soldaten, die in Dünkirchen eingekesselt waren, ungehindert nach England abzuziehen. Hätte er diese Soldaten gefangen genommen, hätte Hitler den Zweiten Weltkrieg wahrscheinlich schon im Mai 1940 für sich entschieden. Doch durch den Überfall auf die Sowjetunion im Sommer 1941 ist Hitlers Schicksal besiegelt. Nun hat er genau den Zweifrontenkrieg, den er immer vermeiden wollte. Und die Sowjetunion ist für die deutsche Wehrmacht eine Nummer zu groß. Die Panzer und Kanonen der Wehrmacht versinken im Schlamm der Pripjet-Sümpfe. Und an die dringend benötigten sowjetischen Ölvorkommen in Aserbeidschan kommt die Wehrmacht nicht mehr ran. Der Krieg ist verloren.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs existiert kein gesamtdeutscher Staat mehr. Da der Westen es vorzieht, für einen neuen Krieg gegen die Sowjetunion zu rüsten, den Hitler nicht vollenden konnte, entsteht die Ost-West-Spannung. Deutschland wird in zwei Hälften geteilt. Und die beiden deutschen Teilstaaten sind nun Frontstaaten geworden. Aufgerüstet bis zum Anschlag und umfunktioniert zu terrestrischen Flugzeugträgern der verfeindeten Machtblöcke. Den starken Männern in den beiden deutschen Teilstaaten, Konrad Adenauer und Walter Ulbricht, bleibt nichts anderes übrig, als die Politik der Konfrontation an die Bevölkerung runterzureichen.

Doch bereits 1955 wagt der westdeutsche Bundeskanzler Adenauer den ersten Ausbruch aus der Konfrontation. Wieder eine Win-Win-Situation: die sowjetische Regierung unter Leitung von Nikita Chruschtschow entlässt die letzten 10.000 deutschen Kriegsgefangenen in die Freiheit nach Westdeutschland. Im Gegenzug nehmen die Bundesrepublik Deutschland und die Sowjetunion diplomatische Beziehungen auf. Die Sowjets erhoffen sich davon ein gutes Geschäft: sie wollten ihr Rohöl und ihr Erdgas nach Westdeutschland verkaufen. Die westdeutschen Stahlkonzerne sollen für die Pipelines zuverlässige Röhren liefern. Doch Adenauer stellt sich quer: da er von den Amerikanern schon skeptisch beäugt wird wegen seines Flirts mit Frankreichs Präsident de Gaulle, will er es mit dem Großen Bruder aus Übersee nicht auch noch verderben, indem er sowjetisches Öl nach Westdeutschland sprudeln lässt. Die Amerikaner verhängen das so genannte Röhrenembargo: sollten die westdeutschen Stahlbarone tatsächlich Rohre an die Sowjets liefern, würden sie auf von den Amerikanern beherrschten Märkten Platzverweis erhalten. Kommt uns doch irgendwie aus der Gegenwart verdammt bekannt vor…

Mit Adenauers Amtsnachfolger im Kanzleramt, Ludwig Erhard, kommt der sowjetische Führer Chruschtschow besser klar. Chruschtschow schickt seinen Schwiegersohn Adschubej zu Erhard. Im informellen Gespräch soll Adschubej dem deutschen Bundeskanzler ein delikates Angebot unterbreiten: tausche DDR gegen westdeutsche Entwicklungshilfe! Die Westdeutschen sollen in der Sowjetunion vor allem der schwächelnden Chemieindustrie mit modernster Technik unter die Arme greifen. Eine aufgepeppte sowjetische chemische Industrie könnte so vor allem die Landwirtschaft mit optimierten Düngemitteln versorgen. Das würde bessere Ernten bringen. Bislang hatte die Sowjetunion immer noch Weizen aus den USA und aus Kanada importieren müssen. Und war auf diese Weise de facto von den USA jederzeit erpressbar. Die Amerikaner könnten die Sowjets buchstäblich aushungern.

Aus dem sowjetisch-deutschen Deal wäre höchstwahrscheinlich etwas geworden. Denn die deutschen Unternehmer und auch viele Politiker sind ganz entzückt. Die deutsche Wiedervereinigung scheint im Jahre 1964 Realität zu werden. Der deutschen Wirtschaft würden traumhafte neue Geschäftsaussichten im Osten in den Schoß fallen. Doch aus dem Deal wird nichts. Da hat doch der einflussreiche Wallstreet-Banker Averell Harriman schon im Frühjahr 1964 orakelt, Chruschtschow würde im Herbst desselben Jahres gestürzt. An seine Stelle würde dann als Regierungschef Alexej Kossygin treten. Neuer Parteichef würde dann Leonid Breschnew. Nun, was für ein Zufall: im Oktober des Jahres 1964 wird Nikita Chruschtschow tatsächlich gestürzt. Leonid Breschnew wird neuer Chef der Kommunistischen Partei. Und der neue Regierungschef Alexej Kossygin unterrichtet in seiner ersten Amtshandlung eine amerikanische Wallstreet-Delegation über die Grundzüge der Politik der neuen Sowjetregierung. Geführt wird die Wallstreet-Delegation übrigens von einem gewissen Mister Averell Harriman …

Aus dem Chruschtschow-Erhard-Deal wird nichts. Nun, zwanzig Jahre später wiederholt sich genau diese Konstellation, natürlich mit anderen Akteuren. Dieselbe Konstellation heißt: biete DDR gegen Entwicklungshilfe. Es handelt sich nämlich um den Generalsekretär der KPdSU, Michail Gorbatschow, der dem deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl dieses delikate Angebot macht. Gorbatschow ist im Jahre 1985 endlich Führer einer maroden, verschuldeten und überalterten Sowjetunion geworden. Leonid Breschnew hatte Chruschtschows Reformpolitik nicht weitergeführt. Das Land war in eine Agonie verfallen. Militärisch hat die Sowjetunion dem Westen jetzt rein gar nichts mehr entgegenzusetzen. Und die sowjetischen Waren will niemand mehr kaufen. Nur noch Rohstoffe können die Sowjets in den Westen verkaufen, und das obendrein noch zu immer weiter fallenden Verkaufserlösen. Um eine Hungersnot und blankes Massenelend zu vermeiden, muss Gorbatschow die sowjetischen Goldreserven verscherbeln. Gorbatschow ist klar: er muss sich von allen Außenposten, die nur Geld kosten, schnellstmöglich trennen. Und sogar die DDR wurde in den letzten Jahren nur noch von der Sowjetunion bezuschusst. Die Sowjetunion muss gesund geschrumpft werden. Das ist der einzige Weg zur Rettung.

Bundeskanzler Kohl hatte Gorbatschow zuvor völlig unzutreffend als „neuen Goebbels“ verunglimpft. Doch die gemeinsamen Interessen führen die beiden Männer dann doch zusammen. Kohl lässt die Gelegenheit, als Kanzler der deutschen Wiedervereinigung in die Geschichtsbücher einzugehen, nicht verstreichen. Kohl und Gorbatschow treffen sich beim Lagerfeuer in Gorbatschows Datscha im Ural. Zugegen sind auch die beiden Außenminister Eduard Schewardnadse und Hans-Dietrich Genscher. Gorbatschow wird konkret: ihm fehlen 35 Milliarden Dollar, um aus der Klemme zu gelangen. Kohl und Genscher sind nicht abgeneigt. Die vier Männer werden sich handelseinig: Gorbatschow entlässt die DDR aus der sowjetischen Kontrolle. Dafür besorgen Kohl und Genscher den Sowjets die benötigten Milliarden. Alle vier Männer denken über den Tag hinaus. Deutschland, nun wieder vereint, wird mit der Sowjetunion eng zusammenarbeiten. Deutschland bekommt den Zugang zu Rohstoffen. Im Gegenzug soll die Sowjetunion das Geld und das Know-How der Westdeutschen bekommen. Wenn das wahr geworden wäre, dann wäre das genau die ultimative Verwirklichung der Schreckensvisionen des englischen Geopolitikers Halford Mackinder – wir erinnern uns – vor der er 1904 so eindringlich gewarnt hatte.

Doch auch aus diesem Deal wird nun auch wieder nichts. Denn der Präsident der Russischen Föderation, Boris Jelzin, trifft sich während dessen heimlich mit den Präsidenten der sowjetischen Teilrepubliken Ukraine und Weißrussland in einer entlegenen Waldhütte. Die drei Männer erklären die Sowjetunion kurzerhand für aufgelöst. Da Gorbatschow durch einen dilettantischen Putschversuch einiger fossiler Altstalinisten geschwächt ist, kann er dem illegalen Manöver von Jelzin nichts entgegensetzen. Die schwachen neuen ex-sowjetischen Republiken werden jetzt die fette Beute US-amerikanischer Investoren. Die deutsch-russisch-sowjetische Option ist damit einstweilen wieder vom Tisch.

Exakt zur Jahrtausendwende schickt der ehemalige KGB-Mitarbeiter Wladimir Putin den unfähigen, korrupten und trunksüchtigen russischen Präsidenten Jelzin nachhause. In einer beispiellosen Ochsentour saniert Putin das marode Russland. Putin ermöglicht damit ein russisches Wirtschaftswunder. Renten und Löhne werden wieder regelmäßig und verlässlich ausbezahlt. Die Auslandsschulden Russlands sind längst vollständig getilgt. Früher war Russland ein Lebensmittelimporteur. Heute ist Russland jedoch ein Lebensmittelexporteur.

Zunächst hatte der Westen geglaubt, Putin würde Jelzins Politik nicht anders, aber vieles besser machen. Als sich herausstellt, dass Putin Russland vom Westen unabhängig macht, wird aus dem Good Guy ganz schnell ein Bad Guy. Sprach Putin dereinst noch als Ehrengast im Deutschen Bundestag in deutscher Sprache, so wird er heute unisono von der Mainstreampresse als gefährlicher Tyrann hingestellt. Und während fast alle deutschen Kanzler ihre Karriere als stramme Amerika-Vasallen begonnen haben, um dann doch immer wieder eine vorsichtige Annäherung an den östlichen Nachbarn einzufädeln, wird unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel mit jedem Tag härter im Kurs gegen die Russen.

Die Theaterinszenierung um den angeblichen russischen Oppositionspolitiker Nawalny und dessen Vergiftung soll nun sogar dazu herhalten, die russische Pipeline Nordstream 2 möglicherweise doch noch zu kippen. Das ist eine Vasallentreue gegenüber den USA, die man mit Fug und Recht als Selbstmord auf Raten bezeichnen kann.

Wir können also aus diesem Ritt durch die Geschichte deutlich erkennen, dass sich Phasen einer Konfrontation zwischen Russland und Deutschland immer wieder abgelöst haben mit Phasen einer sehr engen Zusammenarbeit. Immer wieder wurde diese gegenseitige Annäherung von außen her gestört oder zerrüttet. Es wäre jetzt nach einer Phase der Konfrontation mal wieder an der Zeit, sich Russland vertrauensvoll anzunähern. Wir können daraus, wie die Vergangenheit lehrt, nur profitieren.

Hermann Ploppa hat mehrere Bücher veröffentlicht, unter anderem: „Die Macher hinter den Kulissen: Wie transatlantische Netzwerke heimlich die Demokratie unterwandern“, „Hitlers amerikanische Lehrer: Die Eliten der USA als Geburtshelfer der Nazi-Bewegung“ sowie „Der Griff nach Eurasien: Die Hintergründe des ewigen Krieges gegen Russland“.

Bildquellen:

Russland-Karte: shutterstock_641865835

Sov. Ehrenmal Berlin: shutterstock_171658817

Wladimir Putin: shutterstock_1866439813

Paul von Hindenburg/Erich Ludendorff: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hindenburg-ludendorff.jpg

Vertrag von Rappallo: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-R14433,_Vertrag_von_Rapallo.jpg

Jelzin/Putin: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9f/Vladimir_Putin_12_June_2001-2.jpg

Quellen und verwendete Literatur:

  1. Hermann Ploppa: Der Griff nach Eurasien – Die Hintergründe des ewigen Krieges gegen Russland. Marburg 2019
  2. Mackinder, Halford: Heartland Theory https://archive.org/stream/1904HEARTLANDTHEORYHALFORDMACKINDER/1904%20HEARTLAND%20THEORY%20HALFORD%20MACKINDER_djvu.txt
  3. ders.: Democratic Ideals and Reality. London 1942
  4. Haffner, Sebastian: Der Teufelspakt – Die deutsch-russischen Beziehungen vom Ersten zum Zweiten Weltkrieg. München 2002
  5. Brzezinski, Zbigniew: The Grand Chessboard – American Primary and Ist Geostrategic Imperatives. New York 1997
  6. Davies, R.W.: Soviet economic development from Lenin to Khrushchev. Cambridge 1998
  7. Falin, Valentin: Zweite Front – Die Interessenkonflikte in der Anti-Hitler-Koalition. München 1997
  8. Kroll, Hans: Lebenserinnerungen eines Botschafters. Köln/Berlin 1967
  9. Leonhard, Wolfgang: Die Revolution entlässt ihre Kinder. Köln Berlin 1961
  10. Leonhard, Wolfgang: Nikita Sergejewitsch Chruschtschow – Aufstieg und Fall eines Sowjetführers. Luzern/Frankfurt a.M. 1965
  11. Scheufler, Armin: Das Röhrenembargo 1962/63 – Zur Geschichte der deutsch-sowjetischen Wirtschaftsbeziehungen in der späten Adenauerzeit. Gießen 1996
  12. Schweizer, Peter: Victory: The Reagan Administration’s Secret Strategy that Hastened the Collapse of the Soviet Union. London 1994 (eBook)
  13. Seppain, Hélène: Contrasting US and German Attitudes to Soviet Trade, 1917-91 – Politics by Economic Means. London 1992

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60 Kommentare zu: “HIStory: Kampf um die eurasische Platte

  1. tianshanren sagt:

    In der 7. Minute wird der alte Mythos über Geld der Deutschen für Lenin und seine Partei eingebracht.
    Die Lüge wurde 1000 Mal von allen bewussten und unbewussten Anhängern des Kapitals wiederholt, dass sie nun zum allgemeinen "Fakt" geworden ist. Die fundamentale Forschung sagt anders. Dazu:
    – Wladlen Loginov. Der unbekannte Lenin (Логинов В.Т. Неизвестный Ленин, Эксмо, 2010)
    – Gennadij Sobolev. Die Geheimnis des "deutschen Goldes" (Соболев Г.Л. Тайна "немецкого золота", Спб.-М., 2003)
    Lenin und viele andere Revolutionäre wurden durch Reich im Waggon durchgelassen. Das Geld wurde nicht angenommen.
    Dem Anbieter/Vermittler Alexander Parvus wurde der Kontakt bewusst verweigert. Er galt schon damals als Provokateur und als vertrauensunwürdige Person. Dokumente darüber existieren.

  2. benx sagt:

    Das DIGITALE —- KZ ((( click ))) ______________
    Wollt ihr das Digitale KZ ? – T-O-T-A-L-E-R- und HINTERHÄLTIGER als ihr es euch vorstellen könnt?
    Würde heute wohl „Kommunikations“ – Wisser Göbbels fragen.

    Marketing ala Bill Gates & Co.
    Vom Computer Virus bis zur STETEN – Vernichtung durch sogenannte „Upgrade“-.
    Dauerbrenner klingender Kasse.

    Angst & Co – Strategie Gates – die Vermarktungs Marionette der FED (Dollar) Bänker & Co.
    Vom Computer Virus – zum XY Virus,
    lediglich ein primitiver Gedankensprung der Mord und Panik Macher und Profiteure.

    Per MEDIALER HIRN – Upgrades oder Impfungen aller Orten durch Verdrehung.
    (Medizin mit xy Virus erscheinen da, wie Kaschierung und Tests der digitalen Mafia)

    —————- Zur ZERSTÖRUNG unseres WERTE* Denkens bis 1990. ———————–
    —————–(um das uns einst viele Menschen in der Welt beneideten)

    NUR NOCH ONLINE KAUFEN Lock (schließen) + Niederreissen aller anderen Geschäfte.
    Online zur hinterhältigen TOTALÜBERWACHUNG für 7 US- Dollar Bänker Familien & Co.
    Vernichtung alles nicht digital profitablen für ANTI-SOZIALE wie Gates+FED Bänker & Co:
    – EIN (((click))) UND DU BIST WEG –

    Ein Gedankensprung von Bargeldabschaffung zum DIGITALEN – KZ.
    KZ? = W-I-L-L-K-Ü-R- und Macht Mißbrauch per (((Click)))_______________

    *WERTE für die Querdenker auf die Straße gingen um zu warnen.
    WERTE für die Manning, Assange und Snowden etc. stehen und verfolgt w-e-r-d-e-n.

  3. De-Ville sagt:

    Sehr schön, schon mal jede Menge Neues! Und mal gerafft und pointiert durchgehen, richtet den Blick auf neue Zusammenhänge. Den Rest werde ich mir für später aufbewahren, nach der Arbeit. Schade, dass es Englisch sein muss, um es zu benennen.
    Gruss

  4. Lea sagt:

    Gut, dass es dieses neue Format gibt, vielen Dank Hermann Ploppa. (und natürlich auch KenFm) Eine tolle Zusammenfassung und natürlich ein kleiner "Schweinsgalopp" durch die deutsch-russische Geschichte. In den Kommentaren lese ich, dass dies und jenes gefehlt hätte. Stimmt, ich nenne auch die Namen Rathenau und Hanfstängel, auch die massive amerikanische Finanzierung des Dritten Reiches. Aber alles kann in einem so kurzen Abriss eben nicht drin sein. Vielen Dank und ich freue mich auf die nächste Folge des Formats.

  5. Cohiba sagt:

    Hallo Admin,
    Warum wurde mein Komentar entfernt?
    Vermintes Sperrgebiet?
    Könnt mir ja gerne privat kurz antworten. Email ist ja bekannt.
    Schönes Wochenende

  6. Isabelle Emcke sagt:

    Es wäre mal interessant, sich dem Thema der Geschichte der Sklaverei anzunehmen. Da scheint es sehr viel zu geben, was nochmal aufgearbeitet werden müsste. Peter Frankopan geht detailliert in seinem Buch "The New Silk Roads" darauf ein. Es gibt Gründe, waum das Wort Slav zu Slave wurde… Das Thema heutiger Sklaverei ist nochmal genau so groß.. Ebenso wie Catherine Austin Fitts Aussicht darauf, dass es Eliten gibt, für die es eine logische Konsequenz ist, Sklaverei nun wieder vermehrt einzuführen…

    https://youtu.be/MwN-Pdfd-Qo
    https://youtu.be/6zzy7pKs8Ck

  7. severin sagt:

    Danke Herr Ploppa. Musste direkt schon am Anfang herzlich schmunzeln als Sie beim Stichwort Merkel die "Merkelraute" mit der Hand formten ;D
    Solche Beiträge sind für mich gerade in diesen schwierigen Zeiten ein Leuchtturm und geben mir frische Hoffnung auf bessere Zeiten.
    Übrigens, ich kann allen "Hitlers Amerikanische Lehrer" wärmstens weiterempfehlen! Es handelt sich um ein sehr interessantes und spannendes Buch, bitte alle lesen lieber Leser!

  8. Klaus Rabba sagt:

    Danke Herr Ploppa für den wichtigen Beitrag zum Verstehen von Geschichte im neuen Jahr 2021. Geschichte entsteht als Mosaik von Informationen und noch immer gilt der Vers aus Faust 1 von Goethe:
    "Was Ihr den Geist der Zeiten heißt, ist nur der Herren eigener Geist, in dem die Zeiten sich bespiegeln."
    Hinzu kommt ein gewaltiger Apparat, der die Geschichte so darstellen will, wie es dem eigenem Konzept entspricht.
    Insofern sind Ihre Beiträge wichtig.

  9. Weltbuerger sagt:

    Ich fürchte dass Herr Ploppa noch nicht mitbekommen hat wie ich das Gespräch unserer Katze Mo und Kater Anton belauscht habe – wie sollte er auch, er war ja nicht so wie ich dabei. Aber mit dem Wissen um die Erringung der Weltherrschaft durch Katze Mo muss natürlich auch die gesammte Geschichte neu betrachtet werden.

    Katzen haben ja bekanntlich viele Leben, wahrscheinlich sogar viel mehr als nur sieben. Frau Prof. G. meint sogar, dass Katzen unsterblich sind . Das Magazin Komkackt recherschiert dazu aber noch.

    Wahrscheinlich hat Katze Mo schon damals beim Bau der Pyramiden ihre Pfoten im Spiel – mit den ägyptischen Katzengöttern und so. Und das mit den verseuchten Brunnen und der Pest im Mittelalter – auch Katze Mo? Und dann der Geldgeber von Hitler – alles Katze Mo? Wahrscheinlich hat sie auch Lenin im Zug durch Deutschland begleitet.

    Ich fass es einfach nicht, was eine so unscheinbare kleine Katze doch für grausame Taten auf ihre Seele geladen hat.

    • Wildenfelser sagt:

      Tja, irgendwann fällt unserem Obertroll dann doch nichts mehr ein, außer Blödsinn. Gut so.

  10. Peter S. sagt:

    Starker Vortrag, nur Gestik und Stimmenverstellung wirkten irgendwie nicht so harmonisch.

  11. Mike Ahrend sagt:

    Ein schönes Format, weit besser als der Mainstream in jedem Falle! Sachlich bin ich mehr bei N. Starykov und Sutton, das ist in sich stimmiger und ergibt mehr Sinn. Die Geldkiste für Lenin stammt von der Wall Street, Hitler wurde auch von dort finanziert. Die ersten Großspenden der deutschen Industrie gab es erst 30/31. Die Zugfahrt im verplombten Waggon wurde natürlich von den deutschen Generälen geduldet, da sie die gleichen Interessen hatten. Die Anglo-Amerikaner wollten ganz sicher keinen über 60 Jahre funktionierenden kommunistischen Staat – der Plan kann gewesen sein dass die dummen Proletarier die Regierung stürzen, sich selbst bereichern und davon machen. Russland in Anarchie und Chaos hätte man dann "retten" müssen und wäre dafür noch gefeiert worden. Aber ich war nicht dabei…;)

    • rigforred sagt:

      Starykov und Sutton sind in jedem Fall empfehlenswert.

      Für mich stammen der braune und der rote Menschenversuch aus der ähnlichen Richtung: Zentralismus, Konzentration von Macht und Kapital.

      Man hat beide Seiten finanziert – das ist unstrittig. Und man hat eben beobachtet, welches Experiment sich besser entwickelt.

      Nebenbei hat man ebenfalls Mao hochgezogen. Dann konnte man über eine Bande mehr spielen.

      Gerade Sutton, aber auch Carroll Quigley haben darüber berichtet, wie der Technologietransfer in der 70ern gelaufen ist.

      Amerika als Gebilde ist nicht der Treibe hinter dem Soiel, es ist ebenfalls nur ein Figur, die sich big money geschaffen hat.

      Nur weil die Börse in USA sitzt, heißt das eben nicht, dass die USA das Böse schlechthin sind.

      Ebenso gibt es in China, Korea, Iran und auch Russland nach wie vor machtvolle NWO, deep state oder Zentralbankmafiastrukturen.

      Da muss man sich die KP Chinas nicht schön reden – wie hier so oft exerzeirt. Gerdae Rotchina unter dem Einfluss von Mao sind da so ein Irrweg. Stichwort Yale-China Association.

      An dem ganzen roten Projekt ist so nichts Humanes, außer den Sonntagsreden für die Doofen, Frustrierten oder Ideologen.

      Heute glauben ja im Westen noch viel an die Rettug durch den Kommunismus und können es partout nicht sehen, wer diese Pest über die Völker gebracht hat.

      Und dass es ein Versuch war, der dann außer Kontrolle geraten ist und dann nur noch Gutes wollte? Naja, Märchenstunde.

  12. Poseidon sagt:

    Hallo Herr Ploppa
    Russland wurde von Ronald Regan im Ruestungswettlauf tod geruestet.
    Russland musste fuer die selbe Ruestung doppelt so viel Wirtschaftsleistung
    aufwenden.
    Als Ronald Regan den Krieg der Stern beschwor war Russland pleite.
    Gorbi war sein Reformer und Konkursverwalter und Jelzin nur noch ein schaukelnder Vodkacontainer US amerikanischer Ausbeuter.
    Viele Menschen in Russland erfroren trotz Rohstoffreichtum in ihren Wohnungen ,weil
    die amerikanischen Oelfirmen alles Oel fuer sich vereinnahmten und den Russen dafuer
    verbrauchtes Bohrwerkzeug ueberliesen.

    Putin wurde gegen seinen Wunsch als "good boy "der US Amerikaner in das Amt des Praesidenten
    gedrueckt und begann bald zunehmend unabhaenig sein Land gruendlich umzukrempeln.
    Bis heute mit grossen Erfolg.

    • Klaus Rabba sagt:

      Das kann man wohl so sagen. Wir bekommen keine neutralen Berichte aus Russland im Jahre 2020 und den gewaltigen Fortschritten der Infrastruktur. Genauso wenig wird über Chinas Bauleistung berichtet und darüber, dass seit 2020 alle Chinesen krankenversichert sind und 2024 sicher niemand mehr in Armut leben wird. Ich war in China 2007, als auf dem Parteitag diese Ziele verkündet wurden und nun eingehalten werden. Mittlerweile gibt es eine starke Mittelschicht, die mit den Fortschritten in ihren Leben zufrieden sind.
      Putin ist ein Segen für Russland nach dem Chaos mit Jelzin. Das frustriert die westliche Wertegemeinschaft, die ja heute lt. H. Clinton auf ein "konstruktives Chaos" in Nahost setzt.

  13. Burak sagt:

    Wirklich gut gelungen, das neue Format.

  14. Pezola sagt:

    Herrn Ploppas Ausführungen ehrend, empfände ich an diversen Stellen noch ein paar weitere Hinweise anmerkenswert:

    Herr Ploppa erwähnt den Vertrag von Rapallo, aber nicht die Ermordung des deutschen Außenministers Walther Rathenau, der diesen unterzeichnet hat. Könnte das ein einschüchterndes Zeichen an alle deutschen Politiker gewesen sein, sich nicht gegen alliierte Interessen zu stellen?

    Als wichtig erachte ich auch, dass Hitler bereits im November 1922 vom US-Militär-Attaché Smith unter die Lupe genommen und von diesem u.a. als fabelhafter Demagoge bezeichnet wurde. Auch fehlt mir der Name Ernst Hanfstaengl. Dieser Mann mit guten Kontakten zu hochrangigen Personen der US-Wirtschaft und US-Politik hat Hitler ab 1923 in verschiedener Weise massiv unterstützt und in seinem Machtstreben wesentlich voran gebracht. Zufall?

    Ja, die UdSSR war in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre zahlungsunfähig. Aber auch dieses Ereignis ist nicht ohne Zutun von außen passiert. So soll der US-Präsident Reagan die Mächtigen in Saudi-Arabien zur erheblichen Verbilligung ihres Erdöls bewegt haben. In der Folge konnte die Sowjetunion ihr kostenintensiveres Öl nicht mehr verkaufen und somit keine dringend benötigten Devisen mehr einnehmen.

    Viele weitere erhellende Zusammenhängende lassen sich u.a. in folgenden Büchern entdecken: „Fremdbestimmt“ von Thorsten Schulte (Auf Kenfm gibt es dazu ein Interview.)
    „Wer hat Hitler gezwungen, Stalin zu überfallen?“ von Nikolay Starikov (Die deutsche Übersetzung von Dr. Wolfgang Schacht ist im INet als pdf kostenfrei lesbar.)

  15. Johan van Breda sagt:

    Gute Idee, es gibt nicht nur über die Gegenwart unterschiedliche Meinungen.

  16. Meinenstein sagt:

    Vielen Dank Kenfm und Hermann Ploppa,

    für dieses Format! Bravo und weiterso!
    Kann die beiden Bücher von Herrn Ploppa auch nur wärmstens empfehlen! Für mich waren das ganz schöne Pakete, auch wenn Sie leicht verständlich geschrieben sind. Was da an Gehirn und Augen öffnenden Informationen drinn ist, das kannste nicht mal ebenso weglesen. mir gelang es nur "Häppchenweise", weil ja doch mit ganz anderer Geschichtserzählungen aufgewachsen und Jahrzehnte rumgelaufen. Da fügt sich Vieles und Vieles wird dann auch verständlicher, bzw. erklärt sich.

    Toll, dass ihr dieses Format auflegt.

    Es erinnert mich so ein bisschen an das Format "Mit offenen Karten", welches auf Arte immer gesendet wurde, mit Jean-Christophe Victor. Leider ist der gute Mann verstorben. Die Sendung wird zwar weitergeführt, aber ich traue der journalistin, die es jetzt macht nicht mehr so ganz übern Weg. Zuviele Geschichtsverklärende Dokus auf dem Sender.

    Hätte mir bei dem jetzigen Format hier auf Kenfm auch mehr Bild und Kartenmaterial (prägt sich bei mir besser ein) gewünscht und eine Einblendung der Quellennummerierung, wenn Tatsachenschilderungen erfolgen.
    Kann aber auch verstehen, dass es eben sehr nüchtern gestaltet wird, um sich von "Unterhaltungsformaten" abzugrenzen? => Selber lesen und eigene Vorstellungen machen . . . .

    Vielleicht sollte es am Schluß auch nochmal eine Kurzzusammenfassung geben, der mündlichen Überlieferung an Bekannte und Freunde wegen.

    Also von mir dickes Lob, weil nicht immer nur meckern, wie schlecht die Welt geworden ist, sondern einfach mal anders machen und der Rest ergibt sich von selbst. Und dadurch, dass Mensch dem Elend aufs Maul schaut, wird´s ja nicht schlimmer, Mensch kann aber besser damit umgehen und sich positionieren.

    🙂

  17. keinkoenich sagt:

    Super Format!
    Zeigen wir der Welt, was wir – die Mehrheit – in unseren Schulen gelernt haben und führen sie gemeinsam aus dem Würgegriff der Gier.

  18. Torsten B sagt:

    Hallo Herrmann, herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Format. Ich hoffe das es noch viele weiter Folgen gibt.
    Wer wirklich will, kann viel aus der Geschichte lernen. Die Muster und Motivationen aus der Vergangenheit tauchen ja immer wieder auf. Es sollte eigentlich ein Volkssport sein das Muster erkennen zu wollen. Und man kann ja auch in der gemeinsamen Arbeit an der Verbesserung der Verhältnisse seinen Spass finden.
    Beste Grüße aus Bremen

  19. Schramm sagt:

    Die Bundeskanzlerin der deutschen Finanz- und Monopolbourgeoisie?

    Der Gründer der Otto Group feierte im Jahr 2009 in seiner Berliner Villa seinen 100. Geburtstag. Zu den 140 Gästen gehörten Prominente wie Angela Merkel, Horst Köhler und Klaus Wowereit. "Mit Stolz können Sie auf ein beispielloses Lebenswerk blicken. Ihr Unternehmertum empfanden Sie stets auch als soziale Verpflichtung und gesellschaftspolitische Aufgabe. Dafür spreche ich Ihnen meinen Dank und meine persönliche Anerkennung aus", so Angela Merkel in einem Glückwunschbrief. Zwei Tage vor seinem Geburtstag wurde ihm die Ehrenbürgerwürde von Berlin verliehen.

    Vgl. Quelle: Otto – Firmengründer feiert 100. Geburtstag – moebelkultur.de

    ►Merkels große Bankersause im Kanzleramt.

    April 2008: Angela Merkel richtet ein „Abendessen zu Ehren von Herrn Doktor Ackermann“ aus. Josef Ackermann, damals noch Deutsche-Bank-Chef, war 60 Jahre geworden. Es gibt Spargel und Kalbsschnitzel für eine ausgewählte Gesellschaft. Bis heute stemmt sich das Bundeskanzleramt dagegen, dass Details der Party für jeden zugänglich sind.

    Vgl. Quelle: Ackermann-Geburtstag im Kanzleramt: Merkels große Bankersause – taz.de

    03.01.2021, R.S.

  20. Jürg von Burg sagt:

    Kurz, verständlich, ja sogar unterhaltsam kann die historische Wahrheit sein. Danke Herr Ploppa. Ich würde nach den neuesten Entwicklungen in Deutschland durchaus einen Vergleich wagen, den zwischen Adolf und Angela (und das darf ich nur, weil ich kein Historiker bin). Zwei Faschisten also, die sich nur dahingehend unterscheiden, dass Adolf glaubte auch pro Deutschland zu sein, während, wenn ich Angela so betrachte, dann frage ich mich automatisch: wer genau erpresst sie? Ich sehe da auch ein paar Kandidaten!
    Wenn der Adolf noch lange einen Endsieg (was für ein Wort!) vor Augen hatte (OK, so 41 war das nur noch eine Fata-Morgana), aber was wird der Angela bleiben, wie wird die mal in den Geschichtsbüchern stehen? Für Sie ist wohl kein Endsieg möglich, sondern sie gilt dann als die nachhaltigste Zerstörerin Deutschlands.

  21. Tobias Retlich sagt:

    daß hier 2020 angesichts der Abschaffung der letzten bürgerlichen Freiheiten, die lügenhaft als
    Freiheitliche Grundordnung bezeichnet werden (wurden), immer noch Widerstandsgedanken im nationalen Rahmen Deutschlands gedacht werden, ist eine anachronistische Absurdität. Es ist die Qualität der Darstellung von Hermann Ploppa mit diesem Frame gründlich aufzuräumen. Es sind die internationalen Verbindungen sprich Handelsbeziehungen, die für den deutschen Raum immer bestimmend waren und immer existierten. Es ist absurd, grotesk, eine Zeitverschwendung, wenn Reiner Fuellmich (Guido Westerwelle III) sich hier als Jurist profilieren will, oder Bodo Schiffmann (Guido Westerwelle II) eine neue FDP gründet, das sind Ansätze, die in einer reinen Nationalzentrierung verbleiben und zu gar nichts führen! Anselm, denk bitte an den bayrischen Räte-Kanzler, die Lustbarkeit hat ein paar Wochen gedauert, dann haben preußische Truppen dem Spaß ein Ende gemacht! Das führt zu nichts! Eine Freundschaft mit Russland hat ganz andere Dimensionen, die ist aber auch nicht so leicht zu haben.

    Und jetzt müssen wir nochmal mit Hermann Ploppa über diesen „Hitler war pleite“-Unsinn reden: „In der Tat flossen kurz darauf Spendengelder von mehr als zwei Millionen Reichsmark auf ein Konto des späteren Reichsfinanzministers und Präsidenten der Reichsbank, Hjalmar Schacht [, um die Wahl zur Machtübernahme Hitlers zu sichern]. Wie aus Joseph Goebbels Tagebuchaufzeichnung hervorgeht, handelte es sich um eine Summe, „die uns mit einem Schlage aller Geldsorgen enthebt“.“ (aus, Ernst Wolff: Finanz Tsunami) Später dann, als Hitler sich die Vermögen osteuropäischer Staaten einverleiben wollte, weil er den USA in Goldmark Kreditrückzahlungen schuldete (!), hatte er zusammen mit seinen us-amerikanischen Partnern alles wohl vorbereitet: „Den Löwenanteil an direkten Investitionen in Hitlerdeutschland aber trugen die USA: Bis 1941 (!) hatten sie insgesamt etwa 475 Millionen US-Dollar in das nationalsozialistische Dritte Reich gepumpt. ‚Standard Oil of New Jersey‘ lag mit 120 Millionen Dollar weit vor ‚General Motors‘ mit 35 Millionen, ITT mit 30 Millionen Dollar und Ford mit 17,5 Millionen Dollar. Ohne die Investitionen dieser drei Unternehmen wäre es dem Deutschen Reich im Übrigen gar nicht möglich gewesen, Krieg zu führen. So stellten die zu ‚General Motors‘ gehörenden Opel-Werke die beim Einmarsch in Polen eingesetzten „Blitz“-Lkw her, während die deutsche Niederlassung der Ford-Werke fast die Hälfte aller 2-3-Tonnen-LKW für die Wehrmacht produzierte und die Patente von ‚Standard Oil of New Jersey‘ es der ‚IG Farben‘ ermöglichten, das für alle Fahrzeuge notwendige Benzin aus heimischer Kohle zu gewinnen.“ (ebenfalls aus, Ernst Wolff: Finanz Tsunami)

    Der damalige Präsident der USA, Franklin Delano Roosevelt, hat Joe Kennedy persönlich in Regierungsdienste geholt, um ihn dann als US-Botschafter in London einzusetzen, obwohl in der Bevölkerung der USA bekannt war, daß Kennedy als einer der großen Alkoholschmuggler während der Prohibitionszeit der Halbwelt angehörte und als Judenhasser galt. Nach diesem Amt zog Kennedy sich für immer aus der Politik zurück, weil er verstanden hatte, daß er nur für diesen einen Hitler-Auftritt gecastet war – von Roosvelt.

    • Wildenfelser sagt:

      Das ist nun aber nicht im geringsten eine Entschuldigung für das deutsche Volk, sich aus reiner Dummheit und unsauberen Motiven diesem fremdgesteuerten System begeistert, ja fanatisch hinzugeben. Diese Dummheit ist geblieben und nun geben sich die Menschen – teilweise fanatisch – an die Corona-Lüge hin.
      Dummheit findet stets einen Weg.

    • vDodenstein sagt:

      "…immer noch Widerstandsgedanken im nationalen Rahmen Deutschlands gedacht werden, ist eine anachronistische Absurdität." Du hast nichts gelernt und verkaufst hier Supranationalisierung von Recht und Repräsentanz (von souveränen Völkern) wie TTIP durch die Hintertür. Es ist bereits eine Form von Totalitarismus, verschiedenen Völkern und Kulturen den eigenen Weg zu versperren.

  22. Karsten sagt:

    Sauber erklärt Herr Ploppa!

  23. Demon sagt:

    KenFM
    Hermann Ploppa
    ->HIStory-
    |————-|
    "Wer die Geschichte nicht studiert, ist verflucht diese zu wiederhollen." o.Ä. (vergessen wer das gesagt hat)

  24. insolenz sagt:

    Wer erobert heute denn wen?

    "For more balanced trade & business opportunities."

    twitter.com/vonderleyen/status/1344268974444441600?s=19

  25. Fritz Walch sagt:

    FRIEDEN, FREIHEIT, DEMOKRATIE, LIEBE, WAHRHEIT, GERECHTIGKEIT???

  26. Grille2020 sagt:

    Danke.
    Briliant vorgetragen. Super Format.

    Zum Inhalt: Hitler liess offenbar die Britischen Soldaten "entkommen". Aber warum hat Hitler London bombardieren lassen (und anschliessend mit Göring die gesamte Deutsche Luftflotte über den Ärmelkanal verloren)? Ich denke damit hatte es Hitler definitiv mit dem Empire (und anschliessend USA) verspielt. Churchils Rache war bitter.

    • vDodenstein sagt:

      Münster, Osnabrück oder Mönchengladbach wurden Monate vor Coventry und London durch die RAF angegriffen.

    • sandra beimer sagt:

      >>Aber warum hat Hitler London bombardieren lassen

      Da müsste man schauen ob im Ergebniss das selbe rauskommt wie in US-Amerikanischen Untersuchungen der eigenen Bombenabwürfe: es wurden Arbeiterviertel bombardiert.

      Bombardierst du meine Kommunisten, bombardiere ich deine.

  27. Isabelle Emcke sagt:

    https://youtu.be/C1-0XKYAZII

  28. McRonny sagt:

    Danke, tolles Format, endlich kann man auf Guido Knopp und Konsorten und damit auf geschichtsverdrehenden Formaten verzichten.

  29. vDodenstein sagt:

    Das "Verbandeln" mit dem Westen, welches in Wahrheit eine Unterwerfung unter die Wall St gewesen war, wurde durch die Pläne von Dawes und Young manifestiert. Ab 1925 war zB. die Reichsbahn an die Wall St verpfändet.

    • rigforred sagt:

      History, alles nur Stories!

      Ich schlag eine kritische Beleuchtung des kommunistischen Bewegungen und in erster Linie der sogenannten Oktober-"Revolution" vor.

      Insgesamt muss jede Revolution auf den Prüfstand!!! CUI BONO?

      Das Kommunistenmärchen geht wie folgt:

      Die Guten haben 1917 eine Revolution gemacht und die Bösen haben so gepennt, dass sie das gar, gar, gar nicht haben kommen sehen und / oder verhindern konnten! Wirklich nicht? Was war zwischen Ochrane und den Kommunisten?

      Dann waren die Büsen aber plötzlich wieder hellwach und ganz, ganz arg bei sich und haben gemerkt, wie dumm das alles ist und wie mächtig sie eigentlich sind. Und wie reich.
      Dann haben sie den wirklich ganz bösen HH gekauft. Und der sollte dann den Roten den Garaus machen.

      So oder so ähnlich lügen sich die roten Socken die narkotisierte Ideologiehucke voll.

    • Box sagt:

      Wir sind, was volkt!
      27. Dezember 2018 Richard Winterstein

      Neofaschisten skandieren griffige Parolen und offenbaren darin ihr gestörtes Verhältnis nicht nur zur deutschen Sprache, sondern auch zu deren Bedeutungsinhalten. Aber nicht nur das!

      (…)
      "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!"

      Eine wahrhaft revolutionäre Parole! "Deutschland den Deutschen …!" Deutschland ins Eigentum der Deutschen, d.h. aller Deutschen überführen – das hat was! So sei das aber gar nicht gemeint? Wie denn dann? Aha, der zweite Teil der Parole darf dabei nicht unterschlagen werden: Die Ausländer müssen natürlich außer Landes geschafft werden, denn darauf kommt's in erster Linie an. Und wenn die dann alle weg sind, gehört Deutschland endlich wieder den Deutschen allein. Will heißen: Die Anwesenheit von Ausländern im Land ist verantwortlich dafür, dass Deutschland eben nicht den Deutschen gehört. Wenn das so ist: Gehört Deutschland heutzutage dann den Ausländern? Kann man so auch nicht sagen, denn die haben uns Deutschen Deutschland allein aufgrund ihrer Anwesenheit ja eigentlich gar nicht weggenommen. Es ist noch da und gehört überwiegend deutschen Eigentümern. Was also will uns die Parole sagen?

      Mit der Eigentumsfrage hat die genau genommen gar nichts zu tun. Es geht dabei auch gar nicht um den Verteilungsmodus deutschen Eigentums, denn das ist bekanntlich selbst unter Deutschen höchst ungleich verteilt: Wenige besitzen sehr viel, viele sehr wenig! Das soll in den Augen derer, die diese Parole skandieren, auch gefälligst so bleiben! Deutschland soll, geht es nach dieser Parole, also gar nicht als Heimat krasser sozialer Ungleichheit denunziert, sondern als nationalistisch einheitlich strukturiertes Gebilde eingefordert werden. Deutschland ist unser Deutschland, wenn alle Ausländer weg sind! Und es hat auch dann immer noch unser Deutschland zu sein, wenn der Mehrheit der Bevölkerung wenig mehr als vielleicht ein Auto und die Wohnungseinrichtung gehört.

      Die reale Einkommens- und Eigentumsverteilung hat für das deutsch-nationale Einheitsempfinden überhaupt keine Rolle zu spielen. Das nationale Wir-Gefühl hat es nicht nötig, sich mit lästigen Besitzverhältnissen herumzuschlagen. Als deutscher Landsmann steht uns der größte Mietwucherer noch immer um ein Vielfaches näher, als unser besitzloser Mieternachbar mit ausländischer Herkunft, der unter der gleichen Wuchermiete leidet, wie wir. Soziale Gegensätze, mit denen die Nation reichlich ausgestattet ist, sind dem überzeugten Neofaschisten überhaupt kein hinreichender Grund, seine Identifikation mit dem nationalen Ganzen in Frage zu stellen.

      Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass es den Neofaschisten überhaupt nicht um das Wohlergehen der Mehrheit der lohnarbeitenden Bürger geht, deren Beziehung zu den Nutznießern (Kapital) sie lieber nicht zum Thema und schon gar nicht in vertiefter Form machen wollen. Ihnen schwebt allenfalls eine Befassung mit dem Verhältnis von Lohnarbeit und Kapital dergestalt vor, dass sich deutsche Unternehmer gefälligst nur an deutschen Lohnarbeitern bereichern können sollen, denn das wäre die logische Konsequenz aus der Parole "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!". Ob sie damit bei den deutschen Unternehmern auf Gegenliebe stoßen würden, darf allerdings bezweifelt werden. Doch selbst wenn sie einen derartigen Dissens in Kauf nehmen würden, wäre dies ein weiterer Beleg dafür, dass hartgesonnenen Nationalisten die Treue zur Nation auch auf Kosten von Wirtschaftsinteressen geht.
      (…)
      "Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen!"

      Neofaschisten fordern, dass die Staatsbürger ihr Land "lieben" sollen, andernfalls hätten sie es zu verlassen. Als "Liebe" wird gemeinhin jenes Gefühl bezeichnet, in dem sich eine besonders starke emotionale Hinwendung zu einem Menschen ausdrückt. Ein solch starkes Gefühl soll die Staatsbürger nach Vorstellung der Neofaschisten also auch mit dem Land, in dem sie beheimatet sind, verbinden.

      Nun stellt sich zu allererst die Frage, ob sich ein solch abstraktes Konstrukt wie die Nation (oder "Deutschland") überhaupt als Objekt von Liebe eignet. Dass es einen beträchtlichen, allein physischen Unterschied zwischen einem menschlichen Liebespartner und der Nation gibt, werden selbst radikale Nationalisten nicht leugnen. Liebesgefühle spielen sich in der Regel zwischen zwei Menschen ab, manchmal auch zwischen dreien oder mehreren, werden gegeben und erwidert, gründen auf Nähe und Vertrautheit, auf Vertrauen und Wahrhaftigkeit und besitzen zudem eine körperliche Komponente. Das alles soll sich in etwa auch zwischen einem Staatsbürger und seiner Nation abspielen?

      Das Land, die Nation hingegen ist kein Lebewesen, sondern ein abstraktes und fiktives Gebilde – dem Inhalt nach eine Ansammlung der unterschiedlichsten materiellen und lebendigen Bestandteile -, welches in seiner begrifflichen Form als Einheit nur erscheint, in seinen konkreten Ausprägungen aber voller Interessengegensätze ist, die es wahrlich ziemlich schwer, wenn nicht gar unmöglich machen, sich mit einem konsistenten positiven Gefühl darauf zu beziehen. Um die Gesellschaft als Ganzes als Bezugspunkt für positive Gefühle welcher Art auch immer überhaupt in den Blick zu bekommen, muss von all den existierenden Gegensätzen und unangenehmen Sachverhalten, die in einer kapitalistischen Gesellschaft zugange sind, großzügig abstrahiert werden. Und nur unter der Voraussetzung eines fiktionalen Bezuges auf das Ganze kann überhaupt davon ausgegangen werden, dieses auch noch mit einem der Liebe gleichwertigen Gefühl belegen zu können.

      Was veranlasst Neofaschisten dazu, einen solch starken Gefühlsbegriff wie "Liebe" überhaupt für ihr Verhältnis zur Nation zu verwenden? Mit Liebe im zwischenmenschlichen Sinn dürfte das eher weniger zu tun haben. Vielmehr geht es hierbei um eine ziemlich kernige Forderung, die die Neofaschisten den Staatsbürgern damit in Anschlag bringen: Die sollen sich nämlich als solche den Ansprüchen der Staatsgewalt möglichst widerspruchslos unterwerfen! Sie sollen das geltende Eigentumsregime und den daraus resultierenden Klassencharakter der bürgerlichen Gesellschaft samt allen damit einher gehenden Zumutungen, Benachteiligungen und Schädigungen als unbedingt und alternativlos gültig anerkennen.

      https://www.heise.de/tp/features/Wir-sind-was-volkt-4258505.html

    • Wildenfelser sagt:

      Leute wie rigforred äußern sich gern auch in ihrer Treue zu McCarthys Propaganda mit Vorwürfen an Lenin, 1917 das Geld der Kapitalisten angenommen zu haben um seine Ideen voran zu bringen. Dazu eine Anekdote zu Josph Beuys:
      Er wurde gefragt, ob er es gerechtfertigt fände, diese Wahnsinnspreise für seine Arbeiten anzunehmen. Seine Antwort: "Wenn die so dumm sind dafür so viel Geld zu bezahlen, wäre ich ja noch dümmer, es nicht anzunehmen!".
      Und so haben sie seine – gegen sie gerichtete Arbeit – finanziert.

    • rigforred sagt:

      Was haben sich die Kapitalisten aber auch geärgert, dass der Zar verschwunden ist.

    • rigforred sagt:

      spiegel.de/spiegel/print/d-41458084.html

      Da haben sich die Kapitalisten so in den Arsch gebissen vor Wut, dass sie Jahrzehnte später den schlimmen Klassenfeind gerettet haben.

      Vom Technologietransfer etwa zur selben Zeit ganz zu schweigen.

      Wer solche Feinde hat, der braucht keine Freunde mehr.

      Prof. Suttons Bücher sprechen für sich.

  30. vDodenstein sagt:

    Lieber Herr Ploppa, wie oft denn noch? Lenin und Trotzki erhielten ihre Finanzierung aus New York und Hamburg, von Maurice Warburg (NY) und über Wilhelms Geheimdienstchef Max Warburg.

    • rigforred sagt:

      Das geht in den ideologischen Bimskopf nicht mehr rein.

      Die Hintergrundmächte / Eliten / Strukturen haben doch den Kommunismus am Reißbrett designed als Abwehrmechanismus gegen einen immer stärker werdenden Mittelstand, gegen BÜRGERlichkeit und Mittelschicht.

      Wie immer bei allen Techniken aus dem Hause Satan:

      Die gehypte Medizin erschug genau das, wogegen sie zu kämpfen vorheuchelte!

      Am Ende waren die Proleten am Arsche des Propheten und nicht dem Himmel nahe!

    • Nevyn sagt:

      Dieser Mockingbird Quark war auch schon mal besser.

    • rigforred sagt:

      Nö.

    • Box sagt:

      Deutschland sucht den Superbürger
      26. September 2019 Marcus Hammerschmitt

      Die ehrenwerte Gesellschaft. Kommentar zum aktuellen Kult des Bürgertums

      Frank Walter Steinmeier tat es, Ulf Poschardt auch, Alexander Gauland sowieso und Björn Höcke konnte natürlich auch nicht fehlen – sie alle beteiligten sich an einem neuen Sport, der anscheinend bald olympisch wird: Bürger sein wollen. Um die Marke "Bürgerlichkeit" wurde zuletzt gestritten, als sei die Herstellerfirma an der Börse notiert. Um was für eine Sorte Bürgerlichkeit geht es hier überhaupt?

      Reden wir hier von der bürgerlichen Klasse, die ab der frühen Neuzeit mit richtig erfolgreichen wirtschaftlichen Startups, dem Bankenwesen und passenden politischen und sozialen Ideen den Adel als herrschende Klasse zu beerben suchte? Und die, kaum dass sie dieses Ziel durch blutige Revolutionen erreicht hatte, die Welt mit dem vollentwickelten Kapitalismus beglückte? Doch wohl eher nicht.
      Definition?

      Aktuelle Bürger verstehen sich allgemein ungern als Angehörige einer Klasse und denken auch nur mit gemischten Gefühlen an ihre revolutionäre Geschichte; der Bürger mag sich generell nicht gern mit Ideologien und ihrer Kritik auseinandersetzen, was auch nur passend ist, denn er selbst glaubt ja, keine zu haben. Sollte man zusammenfassen, worum es beim aktuellen Kult des Bürgertums eigentlich geht, dann könnte die Zusammenfassung lauten: Der Bürger definiert sich als den normalen Menschen.

      Dass dieser normale Mensch weiß, männlich und im Fall des deutschen Bürgers natürlich Deutscher ist, versteht sich von selbst; man will ja die gute, alte Normalität sehen, wenn man in den Spiegel schaut. Freilich kommt es für den Bürger darauf an, zu welcher Geschmacksrichtung von Bürgerlichkeit er sich bekennt. Die Medien- und die Linksliberalen haben mal ein Buch gelesen, kennen drei Sprüche von Hannah Arendt, zwei Grundgesetzartikel und lassen öfter den Schlips weg.

      Die Wirtschaftsliberalen sehen sich als Leistungsträger und finden Demokratie gut, so lange sie ihren Geschäften nützt; wenn diese Geschäfte ungezählte Leichen zur Folge haben, dann ist das eine bedauerliche Notwendigkeit.

      Und neuerdings tritt eine weitere Sorte Bürger an, oder, man könnte auch sagen, sie spukt herum: die Nazis in Schlips und Kragen, wie es sie nach der Nazizeit schon einmal gab. Damals mussten sie ihre vergangenen Verbrechen vertuschen; ihre Enkel und Urenkel bereiten neue vor, wollen aber auch dabei fesch dastehen – man könnte hier schon von einer gewissen Spiegelsymmetrie sprechen.

      Beim jüngsten Bürgerlichkeitswettrennen geht es um einen Kampf zwischen den Wirtschaftsliberalen aller Parteien (denn sie fühlen sich in allen wohl, die ihnen nützen) und den adretten Nazis, die vom bloßen Zweckrationalismus abgekommen und zur Triebabfuhr qua Gegnervernichtung fortgeschritten sind. Für letztere ist die Definition dessen, was als normaler Mensch zu gelten hat, nicht ein bloßer Überbau aus Symbolen, Vorurteilen und Platitüden, sondern geheiligte Pflicht.

      https://www.heise.de/tp/features/Deutschland-sucht-den-Superbuerger-4540425.html

  31. Robert sagt:

    Finde ich gut.
    Herrn Ploppa würde eine sitzende Position besser stehen. Mehr Bildmaterial wäre auch von Vorteil.

  32. DavOz sagt:

    Als Anregung an das neue Format:

    Es würde dem Vortrag gut tun, z.B. zitierte Aussagen aus Primärquellen auch visuell hervorhebend wiederzugeben. Und auch während des Vortrags aus öffentlich freien Archiven einige historische Zeitzeugnisse in dem Fall z.B Zeitungsüberschriften, Bilder, Poster etc. miteinzufügen.
    Eine Annäherung im Umgang von Quellen für ein kritisches Geschichtsstudium.

  33. UrImpuls sagt:

    Ploppa sei Dank gesagt fuer die neuerliche Auffrischung meiner geschichtlichen Erinnerung. Ja, die internationalen Verflechtungen waren vor den Nationalstaaten zwar genau so wie heute immer noch weitgehend profitgetrieben. Aber damals waren die Akteure Familienclans, vulgo sogeannter Hochadel.
    Die russische Zarin war eine geborene "Prinzessin" zu Schleswig-Holstein, also aus Schleswig und dem Kaff Gluecksburg, die schwedische Dynastiegruenderin Wasen eine reichere Bauerntochter aus Krummendieck, einem noch unbedeuterendem Kaff in der Niederung der Elbmarschen, deren Elternhaus von einem schwedischen findigen Kavalleristen gluecklicherweise in Brand geschossen werden konnte. Romantische Weltbewegungszeiten. Eine spaeter zugeheiratete Deutsche aus der Schleifamilie bewegte vor kurzem noch als deutsche Rote Kreuz-Vorsitzende in Russland die deutschrussische Verstaendigung ueber Kinderwaisenheimhilfen. Echte Internationale der Familienbewegten. Vorbei! Heute dominieren empathielose Kaltherzfinanzmanager die internationale Profitindustrie.
    Vermute aber, die Welle wird wieder zurueckrollen. Wir haben alle noch die 300T Jahre Steinzeit im Blut. Eine Praegung, welche solche ausgebufften Psychomanen wie Gates, Merkel, oder Ted Turner mit Fug bei uns befuerchten, dass was unverhofft ploetzlich bei uns losbrechen koennte. Halten wir sie Angst. Vorerst. Dann: zuschlagen!

  34. sandra beimer sagt:

    Versuchen wir uns mal in Verschwörungstheorie. Die [US, GB, DE, FR, ..]Eliten hatten ein Problem: sie wollten den großen Krieg gegen Russland finanzieren, aber nicht mit ihrem eigenen Geld. Das macht man nicht wenn man ein Gewinner ist. Ein Gewinner lässt immer andere bezahlen und leitet den Gewinn daraus in die eigenen Taschen um.

    Der Plan sieht so aus: wir ebauen Hitler zum Bösewicht auf, zum unberechnbaren Monster und sammeln so in unseren Bevölkerungen Geld ein für den Kampf GEGEN ihn. Dieses Geld geben wir IHM FÜR den großen Krieg (Bonusspunkte für jeden der dabei sofort an die ISIS-Strategie denken muss).

  35. Isabelle Emcke sagt:

    https://youtu.be/oY5AvyayUw4

  36. Michael Haas sagt:

    Sehr interessant, danke.
    Es wäre natürlich im deutschen Interesse, gute Beziehungen zu Russland zu schaffen und zu pflegen. Es würde auch der historischen Verantwortung entsprechen.
    Beides wird von den USA und dem Verein. Königr nach Kräften verhindert.
    Wie können wir uns aus der Umklammerung der obigen Einflüsse befreien? Denn die CIA, MI6 schrecken vor nichts zurück und Merkel oder deren Nachfolger würden u.U. Geselbstmordet, wenn sie Politik im deutschen Interesse und der übrigen Welt machten. Ich erinnere hier an Allende, Mosadeq und freiheitliche Bestrebungen in Südamerika.
    Ich wiederhole meine Frage: Wie kommen wir von denen los?
    Einer, der mir am Herzen liegt, soll immer wieder erwähnt werden:
    JULIAN ASSANGE, der der `freien Welt´ zum Opfer fällt.
    Setzen wir uns für ihn ein. Danke.

    • Wildenfelser sagt:

      Du hörst Dich an, als ob Du die Feigheit verteidigst. Wer zu feige ist, sollte schleunigst zurücktreten und sich damit aus der Schusslinie nehmen. Das könnte sich solange wiederholen, bis sich ein Mutiger, eine Mutige findet. Hier haben wir es aber mit etwas Anderem zu tun: Diese ganze Merkel-Mannschaft hat den Auftrag angenommen, Krieg gegen das eigene Land zu führen. Dafür gibt es keine Entschuldigung.

  37. EkkiPtang sagt:

    Danke für dieses neue Format! Solche Oasen werden in der gegenwärtigen total verwüsteten Medienlandschaft dringend gebraucht.

  38. Wildenfelser sagt:

    Unterdessen ist die Geschichte noch einen Tick weitergegangen. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (—> "Selbstmord auf Raten", wie im Artikel zu lesen) hat ihren, und den ihrer Entourage, "Krieg gegen Deutschland" mit Hilfe Coronas deutlich ausweiten können. Nicht nur hat sie ein bleiernes Tuch der Depression über das Land zu legen vermocht, sie hat es auch geschafft, besonders die mittelständische Industrie flach zu legen. Kurz: Sie hat Deutschland ausverkauft (An die US-amerikanischen und Internationalen Plutokraten), wie es Yeltsin mit Russland nicht besser hinbekommen konnte.
    Gegenüber Russland hat sie eine Mauer gebaut, die der bekannten Mauer in nichts nachsteht und zusammen mit den USA und der Nato lässt sie deutsche Panzer an der russischen Grenze hin und her rollen. (Nukleare) Raketen werden knapp vor russischen Städten aufgestellt, ihre Kriegsministerin lässt den Abwurf von Atombomben üben und die "Nukleare Teilhabe" wird gefeiert. (Auch wenn ich dafür Prügel beziehe… mir geht ein "Adolf, ick hör Dir trapsen" durch den Sinn).
    Da sind wir also jetzt. Und nun?
    Weiterhin Maske auf, Abstand halten, Ausgangssperre und den Schwanz einziehen?
    Sehen wir mal….

  39. Schramm sagt:

    Rohstoff–Interessen an der Russischen Föderation

    Die Eigentums- und Rohstoffinteressen der wirtschaftspolitischen und gesellschaftspolitischen, der geopolitischen und militärischen Administration der Finanz- und Monopolbourgeoisie der Nuklearmächte der NATO-Staaten an der Russischen Föderation im 21. Jahrhundert.

    Zusammenfassung einer BGR–Kurzstudie

    Siehe: www.trend.infopartisan.net/trd0315/t260315.html

    01.01.2021, R.S.

    • Wildenfelser sagt:

      Zu dieser Liste – könnten wir alles brauchen!
      Aber da gerade ein Krieg gegen Deutschland und die deutsche Industrie und die deutsche Bevölkerung von der eigenen Regierung geführt wird, können wir das alles denn doch nicht brauchen.
      Ist dieser Krieg weiterhin erfolgreich werden wir auch bald keine deutsche Wissenschaft und Technologie mehr besitzen, die wir Russland im Gegenzug anbieten könnten. Ladenhüter nimmt Russland nicht.
      Frage: Ist dieser Krieg bereits gewonnen?
      Schönes Beispiel: Astra-Zeneca kauft Sputnik von Russland, nicht: Russland kauft deutsche Wissenschaft ein. Bald werden wir solche Deals nicht mehr bezahlen können, denn in diesem Krieg gegen Deutschland ist die deutsche Regierung auch höchst erfolgreich, Deutschland dermaßen in Schulden zu versenken, dass das Land untergehen wird wie seinerzeit die Bismarck.

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