KenFM im Gespräch mit: Horst Seiffert („Geldschöpfung: Die verborgene Macht der Banken“)

Geld.

Wir alle benutzen es. Jeden Tag. Cash oder in Form von Plastik. Dass der größte Teil des umlaufenden Geldes nicht das der Sparer ist, sondern Geld, das von privaten Banken bei der Vergabe eines Kredites aus dem Nichts geschaffen wird, hat sich inzwischen herumgesprochen. FIAT-Money ist für den KenFM-User kein Neuland mehr.

Dass dieses Geld keinen echten Gegenwert besitzt, sondern lediglich bei der Zentralbank mit einer Mindestreserve gedeckt ist, gehört schon zum Wissen, das von nur wenigen verstanden wird.

Wie aber rechnen die Banken untereinander ab? Wenn etwa Bankkunde A zu Bankkunde B eine Summe X überweist. Während die Banken im für uns sichtbaren Geldkreislauf ein Giralgeld verwenden und akzeptieren, bezahlen sie sich untereinander völlig anders. Wie? Und warum? Mit welchem Geld kaufen Banken ein, wenn sie z. B. Immobilien oder Luxusautos erwerben und warum gehen Banken immer im Kollektiv auf Shopping-Tour?

Im Gespräch mit Horst Seiffert geht es vor allem um die drei wesentlichen Geldkreisläufe im täglichen Bankenalltag, die man sich wie kommunizierende Röhren vorstellen kann.

Geld scheint wie eine Ware, die auf den ersten Blick leicht zu verstehen ist. Der Schein trügt. Geld ist komplex. Wer mitreden will, muss seine Hausaufgaben machen. Und nicht vergessen: Der nächste Crash ist längst auf dem Weg zu uns.

Inhaltsübersicht:

00:06:43 Wie sich das persönliche Interesse an der Volkswirtschaft entwickelte – Bezug zu Bernd Senf

00:09:31 Was machen Banken? Das Geschäftsmodell der Banken: Geldschöpfung durch Kreditvergabe und Ausgaben. Die Rolle der Zentralbanken

00:17:47 Strukturbedingte kooperative Geldschöpfung: Ausgleich der Banken untereinander (Beispiel: System der kommunizierenden Röhren)

00:27:46 Banken vs Realwirtschaft: Erträge und Zinsen: Banken handeln durch Schreibvorgänge

00:34:14 Die Inszenierung bei der Geldschöpfung: „Entscheidend ist was geschrieben steht“

00:49:34 Bargeldabschaffung, Bankenkrise, Bankenrettung

00:55:32 Derivate oder: Wetten auf Aktienkurse. Derivative Finanzprodukte entziehen der Realwirtschaft das Geld

01:06:04 Die Monetative und das Vollgeldsystem: Geldschöpfung durch den Staat und die Frage nach den Zinsen

01:18:09 Zukunft der Banken: Transparenz. Vorteile der Darlehensbanken und Kontrolle durch die öffentliche Hand

01:25:27 Das Paradox bzgl. des Interesses am Verständnis vom Funktionieren des Geldsystems

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70 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Horst Seiffert („Geldschöpfung: Die verborgene Macht der Banken“)

  1. Sehr aufschlussreich und falls es hier doch noch Leute gibt die sich für Politik interessieren…es lohnt sich mal die Deutsche Mitte anzuschauen. Dort ist nämlich die Abschaffung des Schuldgeldsystems oberste Prämisse.

    • Die „Abschafung“ des Schuldgeldsystems ist der billige Kaffee, der dazu (ver)führen soll, den anderen Mist auch zu kaufen/wählen.
      Es lohnt sich nicht. Schaut selbst.

  2. Hallo KenFm Team,
    Zur Beantwortung der Frage, wie lange das jetzige Geldsystem noch funktioniert und wohin es führt folgende Idee!
    Wenn alles Geld (ob Papiergeld oder Giralgeld) weltweit durch Kredit entsteht und durch Zurückzahlung mit Zinsen wieder verschwindet, bleiben nur die Zinsen als geschaffener Wert in unserem System übrig. Alle Werte die wir Menschen uns schaffen, dienen nur dazu, uns ein fortschrittlicheres und angenehmeres Leben zu erfüllen. Diese Werte (Nahrungsmittel, Grundstücke mit Immobilien, Möbel, Handys, Autos, Waffen usw.) sind diese Zinsen, die exponentiell von vielen armen und fleißigen Menschen zu wenigen und reichen fließen. Diese Werte liegen in Form von Zinsen auf den Banken, Zentralbanken und der Weltbank unserer globalen Welt. Diese privaten Banken besitzen alles und haben damit auch die Macht. Diese wenige Menschen haben kein Interesse Ihre Macht durch Kriege weiter zu festigen. Sie haben die Weltmacht und sie müssen gewährleisten, dass sie diese Macht behalten.
    Jeder, der diese Zeilen liest und für möglich hält, kann sich mal überlegen, was er an Stelle dieser mächtigen Menschen tun würde und auch tun kann. Der Weg ist das Ziel und für meine Erkenntnisse stehen wir kurz davor diese neue Weltordnung zu erreichen.

  3. Der Schluss war gut: „Glauben Sie, dass das durchkommt, dass die Banken so etwas zulassen?“ Das ist halt das Problem bei diesen ganzen Überlegungen: zuerst muss man das Tier erlegen bei der Jagd, dann kann man essen, nicht umgekehrt.

    Ich stelle mir das so vor: Das Land wird von einem grausamen, sehr mächtigen und despotischen König regiert. Irgendwo auf dem Land treffen sich ein paar Knechte, sitzen Abends bei einem Bierchen zusammen und überlegen sich ein ab-so-lut geniales System für eine Demokratie, bis ins Details ausgearbeitet zur Perfektion.
    Dann gehen sie zum König, bitten um eine Audienz, stellen ihm dieses System vor und sagen: „So, wie Sie sehen, können Euer Gnaden jetzt eigentlich abdanken.“
    Da wird der König doch auch nicht sagen „Alles klar Jungs, ihr habt mich überzeugt, macht’s gut.“ Der klopft sich auf die Schenkel, sagt „danke, selten so gelacht, der Hofnarr kann heute eine Pause machen!“ und lässt den klugen Köpfen eben jenen abschneiden und fertig.

    Also: alles tolle Vorschläge, aber das hat mit der Umsetzung eben nichts zu tun.

  4. Geld regiert die Welt – Über Geld spricht man nicht! Kreislauf geschlossen, Fragen stellen oder gar ein Durchbrechen ist gänzlich unerwünscht. Man kann alles komplizierter machen als es ist oder man bricht es auseinander.

    Wurde eigentlich im Gespräch auch gesagt das die Banken Zinsen von der EZB erhalten für getätigte Geldeinlagen in bestimmten Höhen und zu entsprechenden Zeitpunkten? Umgekehrt erfolgen auch Strafmaßnahmen. Das sollte man mal beleuchten (wenn es im Gespräch nicht schon getan wurde (bin mir da gerade unsicher)).

    Einfach die verdammten Zinsen abschaffen (in Saudi-Arabien beispielsweise geht es doch auch) und der Rest reguliert sich von allein. Die Banken dürfen nur noch Kredite in der Höhe der Gesamteinlagen der Kontoführungsgebühren herausgeben, welche die Kontoinhaber abdrücken und nur ein Unternehmen oder eine Familie mit entsprechenden Sicherheiten, vorzugsweise physische Werte (unbelastete) werden als Sicherheit akzeptiert. Die EZB kann nach wie vor Geld „drucken´´, sofern notwendig. Ohne den Zinseffekt machen auch keine Spekulationen mehr Sinn und sollte man es dennoch tun, muss das nur einmal schief gehen und die Kunden leeren ihre Konten.

    Macht die Welt nicht komplizierter als sie ist.

    • Ob es in Saudi-Arabien auch ohne Zinsen geht?
      Ich nehme an die Saudis sind mit die größten Kreditgeber in der Welt, die werden das nicht für einen Platz im Paradies tun

    • Die Legen das schon entsprechend anders um. So genau will man dann doch nicht dem Koran folgen 🙂
      Kleine Kreditnehmer aber zahlen keine Zinsen soweit ich weiß.

    • Sehr nobles System, ob das Indische Kindermädchen davon auch profitiert, Ich habe da anderes gehört.
      Aber ich weiß ja was sie Meinen. Der Zins ist die treibende Kraft. Wenn es ihn nicht gäbe, würden die ganzen Konstrukte der Geldgewinnung sich erledigen.

      Ich sehe das etwas anders. Warum soll derjenige, der einem Anderen mit Geld hilft, um ein Geschäft anzuleiern, nicht auch davon profitieren.
      Schließlich macht der Kreditnehmer ja nur aus dem Grund Gewinn, weil er die Mittel zur Verfügung gestellt bekam.
      Da sehe ich nichts verwerfliches.

      Das sich in diesem System die Geldmenge erhöht ist auch klar, da eine zusätzliche Leistung oder Wahre auf den Markt kommt.
      Diesem Wirtschaftsgut muß halt ein Geldwert gegenüber stehen, sonnst könnte man ihn ja nicht kaufen.

      Wenn kein Zinswucher betrieben wird, profitieren der Geldgeber so wie der Kreditnehmer.

      Allerdings sollte das ganze System einer Oberaufsicht unterliegen, die keinen Nutzen daraus zieht.
      Das war mal bei der Einführung des Geldes die Idee.
      Eigentlich sehr einfach.

      Leider gibt es aber auch Kreditnehmer, die ein Wirtschaftsgut besitzen wollen, was keinen Gewinn abwirft.
      Das sind die Ratenkäufer, die dem Mediamarkt auf den Leim gehen.

      Das haben Schlaumeier schnell erkannt und sich immer merkwürdiger Geldverleihmethoden ausgedacht, bis zum Heutigen Bankensystem.
      Und plötzlich zieht sich die Schlinge zu.

      Das durchschaut ein Laye wie ich, nicht mehr. Und deswegen ist er froh, wenn der Schleier etwas gelichtet wird.
      In diesem Beitrag hatte ich allerdings den eindruck, Die Milchsuppe wird immer dicker. Ich erkenne gar nichts mehr.

  5. Es benötigt jemand 20 000 für ein Auto.
    (1)20 000 Kreditkonto = 20 000 Girokonto = 20 000 aus dem Nichts/Luft
    Aber was ist das jetzt Guthaben /Geldvermögen der Bank ?
    Oder Guthaben/Geldvermögen des Kreditnehmers.
    Die Bank kann nun nicht über die 20 000 verfügen und hat daher auch keine Guthaben/Geldvermögen.
    Der Kreditnehmer kann über die 20 000 verfügen. Hat er jetzt Guthaben /Geldvermögen?
    Wohl kaum da 20 000 auf dem Girokonto – 20 000 auf dem Kreditkonto in der Summe = 0 ergibt.

    Nun ist es ja so dass die Bank jetzt mit einer Forderung aus Sichteinlagen von 20 000 konfrontiert ist. Das bedeutet wenn der Kreditnehmer die 20 000 Bar ausbezahlt haben will oder dem Autoverkäufer auf ein Konto der andern Bank überweist, muss die Bank doch über 20 000 in Zentralbankgeld verfügen ,tut sie das nicht muss sie bei der Zentralbank einen Kredit auf nehmen (Und Sicherheiten Hinterlegen).
    Damit ist doch klar dass die Bank das Geld nicht einfach so ohne irgendwelche Verpflichtungen Schöpfen kann. Die Bank muss diese Geldvermögen in Zentralbankgeld als Bargeld zur Verfügung haben da wie sie richtig im Video erläutern nur Zentralbank Geld von Bank zur Bank als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Und auch Bargeld ist Zentralbankgeld .

    Beim Schreibtisch ist es ebenso. 300 wird dem Möbelgeschäft auf sein Konto Gutgeschrieben.
    Nun ist ja so dass die Bank jetzt mit einer Forderung aus Sichteinlagen von 300 konfrontiert ist.
    Wenn das Möbelgeschäft die 300 in Bar abhebt oder weiter überweist muss wieder Zentralbankgeld vorhanden sein. Ach wenn drei Banken geleichzeitig bei dem Möbelgeschäft für 300 einen Schreibtisch kaufen, ändert sich nichts, da das Möbel Geschäft nun eine Forderung aus Sichteinlagen von 900 an seine Bank hat. Wieder in Zentralbankgeld.
    Also wo ist der Skandal ?
    Kreditvergabe ist die “Geldschöpfung” aus dem Pfand des Kreditnehmers unter zusätzlicher Absicherung des Ausfallrisikos durch das Eigenkapital der Bank

    Die Vorfinanzierung des Leistungsaustauschs erfolgt i.d.R. durch die Beleihung von Pfändern/Eigentum im Zuge der Kreditvergabe. Man kann diesen Vorgang auch verklärend Geldschöpfung nennen. Diese ist aber keineswegs “aus dem Nichts” weil neben dem mit Pfand gedeckten Leistungsversprechens des Kreditnehmers die zusätzliche Sicherheit des Bankeneigenkapitals beteiligt ist. Auch durch die Risikostreuung entsteht hier ein umlauffähiger, weil abgesicherten Leistungsanspruch (Geld-Guthaben).
    die Bank muss die selbst geschaffenen “Einlagen” per Saldo binden
    Weiterhin muss die Bank zur Vermeidung der Illiquidität in Zentralbankgeld die selbst geschaffenen Guthaben/Einlagen NACH der Geldschöpfung an sich mittels Zinsen binden. Der Kredit wird ja aufgenommen, um die Einkommen der Leistungserbringer im Vorgriff auf die Nachfrage zu finanzieren. Und bei diesen “Einlagenbeziehern” (Vorlieferanten,Mitarbeiter) steht die Bank in gewissen Wettbewerb um relativ knappes Zentralbankgeld, welches bei schlechtem Zinsangebot der Bank für die geschaffenen Einlagen abzufließen droht.
    Geld-Guthaben sind dokumentierter Nachfrageverzicht aus Einkommen oder Kredit
    Geld ist also kein “Ding”, sondern ein als Bankprodukt abgesicherter Kontrakt, der gegenüber der Volkswirtschaft einen offenen Leistungsanspruch (Geld-Guthaben) oder ein Leistungsversprechen (Geld-Schuld) dokumentiert.
    es gibt eine “gesunde Menge” an Schulden
    Eine gewisse “gesunde” Schulden und Guthabenmenge wird zur Vorfinanzierung/Liquidität immer gebraucht – dies erklärt aber keineswegs die aktuell eskalierende Schuldenproblematik. Auch die Fälligkeit von Zinsen auf die Kredite kann dieses Problem nicht erklären – die Schulden wuchsen zuletzt viel stärker, als dass die derzeit kleinen Zinsen zur Erklärung genügen würden.
    Fiat Money, Schuldgeld, Zinsen, private FED, keine Golddeckung, alles kein Problem?
    Zu jeder Tilgung und Zinszahlung der Kredite wird nun nur die Nachfrage aus den vorfinanzierten Einkommen aus allen Einkommensarten (Lohn,Transfer,Zins, Abschreibungen,Rendite) gebraucht. Diese Nachfrage der Einkommen nach Konsumgütern oder Sachwerten wäre die Rückzahlung der Geld-Guthaben und damit auch der Geld-Schulden des Leistungs-Anbieters.
    Zusammenfassung gutes Geld = guter Kredit,
    mit der Grundannahme, dass wir nur freiwilligen Investoren mit ausreichend Pfand und Bankeneigenkapital einen Kredit geben müssen, also mit diesem Personenkreis und Verschuldungsbedarf “Geldschöpfung” betreiben, ist an dem Fiat Money System nichts auszusetzen. “Fiat Money” als “Falschgeld” ist hingegen nicht vollstreckbarer Kredit, z.B. an Staaten und ausländische Schuldner, dem traurigen Äquivalent von dauerhaften Exportüberschüssen.
    Edelmetall, als Wertaufbewahrungsmittel top, als Zahlungsmittel der Weg in Krise
    Da wir selbst bei Schuldgeld schon Hortungsprobleme haben, würde sich dies bei Edel-Metallgeld noch deutlich verschlimmern. Die Idee die Geldproduktion(Kreditvergabe) zu begrenzen, den Geldverbrauch(Sparen,Horten) aber noch attraktiver zu machen, ist eine kausal kriegerische und bekämpfenswerte “Horterphantasie”. Der Gedanke resultiert aber natürlich auch aus der “unerklärlichen Schuldenausweitung” Edelmetall ist aber ein sehr gutes Mittel zur Wertaufbewahrung. Dazu sollte es auch gern verwendet werden, als Zahlungsmittel ist es aus dem gleichen Grund völlig ungeeignet. Auch wäre in einem Goldgeldsystem für ungehortetes Geld, wieder nur die Qualität der Kreditverhältnisse entscheident. Wenn ein Kredit aus verliehenen Goldstücken kein zusätzliches Pfand hat, nützt mir Goldgeld als Gläubiger überhaupt nichts, wenn der Kredit notleident wird.
    Das Zinsproblem
    Zinsen sind prinzipiell eine Einkommensart wie andere auch. Ob ein Zins als Nachfrageverzichtsprämie für Guthabenhalter moralisch ist, hängt davon ab, ob tatsächlich Bedarf an Nachfrageverzicht besteht oder nur eine Prämie für’s “Nicht-in-Bar-Horten” gezahlt werden muss. Das Problem der wachsenden Schulden ist ein Zinsproblem, aber anders als immer wieder beschrieben. Es “fehlt” nicht der Zins und erzwingt Verschuldung, sondern es fehlt aller Guthabenaufbau und Kredittilgung und der Zins kann in gesättigten Zeiten nicht tief genug fallen, um die Guthaben zur Investition zu bewegen. Dies wird auch von Deutschlands renomiertesten Geldtheoretiker und Ex-Bundesbank Vorstand O.Issing so gesehen.

    gruß der pfälzer

    • Entschuldigen Sie bitte, können Sie Ihre These auf einen Kernsatz bzw. eine einfache Formel anschaulich machen?
      Ich widme mich der Naturwissenschaft und verstehe diese Logik nicht.

      Beispiel für einfache Veranschaulichung:
      Energieerhaltungssatz: „in einem abgeschlossenen System ist die Summe aller Energien konstant: E = E1 + E2 + … + En“. Versteht jedes Kind.

      So sie stützen ihre These mit naturwissenschaftlicher Mathematik aber ich sehe da keine Gleichung bzw. einen logischen Kernsatz.

      (Hier reden wir erstmal anschaulicherweise nur von physikalischen Geld)
      Logisch Denkende würden verstehen, wenn Sie sagen: „in einem abgeschlossenen Geldsystem bleibt die Summe aller Gelder konstant“. Also alles was Sie im Tresor an Geldbestand haben, bringen Sie in Umlauf. Dann ist die Summe der sich im Umlauf befindlichen Geldern immer konstant sein.

      Irrsinnigerweise verlangen Sie noch den Zinz dafür. Ab diesen Zeitpunkt, bekommen logisch denkende Menschen Kopfschmerzen. Wo soll bitte schön das zusätzliche Geld noch herkommen?
      Aha, aus der Geldschöpfung, d.h. Sie haben zusätzlich Geld gedruckt. Doch wie definieren Sie das zusätzliche gedruckte Geld?
      Wenn Sie aber keine Wertzuweisung für das zusätzliche Drucken des Geldes definieren können, ist die Aussage korrekt, das Sie diese aus dem Nichts geschöpft haben.
      Können Sie einen klar definierten Wert zuweisen, weil z.B. ein anderer Mensch etwas Physikalisches geschaffen hatte, das einen Mehrwert darstellt und somit das zusätzliche Geld daran gebunden ist. Dann ist doch logisch das dieser für den Mehrwert den Zins zugesprochen bekommt und nicht Sie.
      Ich nehme an, dass Sie den irrwitzigen Glauben verfallen, dass Sie einen Mehrwert generieren indem Sie zusätzliches Geld schöpfen und meinen den Zins müssen Sie bekommen. Das würde in etwa so aussehen, wie wenn Sie im Sumpf zu versinken drohen, doch sich behelfen indem Sie sich beim eigenen Schopf packen und sich dann hochziehen.

      So das war nur ein Beispiel für physikalisches Geld. Die Folgen für undefiniertes Schöpfen von gedruckten Geld ohne an einen Mehrwert gebunden, kennen fast alle, auch Sie, nämlich Inflation was nichts anderes bedeutet, als das Ihr Geld richtigerweise WERTLOS ist.

      Mit Finanzbuchhaltung, Verklausulierung von absurden Regeln sowie Pseudomathematik haben Sie versucht diese Unlogik mit Hilfe der Digitaltechnik vor dem Publikum zu verschleiern. Klappt eine gewisse Zeit, aber nicht immer.

    • Ich breche das mal auf einen Kernsatz herunter.
      Eine Bank als (Geld)Schöpfer einer Gesellschaft braucht kein Mensch.
      Eine Bank als Dienstleister/Diener einer Gesellschaft, brauch jeder Mensch.

    • So viele Blödsinn wie in ihrem Kommentar habe ich selten gesehen. Alle Geld ist „verborgt“ in Existenz, d.h. Geld entsteht erst wenn man einen Kredit beantragt. Die Banken haben seit langem keine brauchbaren Einlagen mehr (Bank of England hat das offiziell vor etwa 6 Jahren verkündet). Praktisch alle Banken der „westlichen Welt“ sind eigentlich schön Pleite und leben nur durch die „kreative Buchführung“ (spricht Eigenkapital wird durch Fantasie-preise des CDOs und CDS gewährleistet) .

    • @pfaelzer
      „Die Bank muss diese Geldvermögen in Zentralbankgeld als Bargeld zur Verfügung haben da wie sie richtig im Video erläutern nur Zentralbank Geld von Bank zur Bank als Zahlungsmittel akzeptiert wird.“
      Dass dem nicht so ist, erklärt Seiffert in seinem Buch sehr ausführlich. Im Video kommt das wohl nicht rüber. Ist in so einem Interview auch nicht leicht zu vermitteln. Ich kann das Buch von Seiffert nur empfehlen. Ich hatte einige Bücher über das Thema gelesen. Aber erst nach dem Buch hatte ich die Geldschöpfung und die Implikationen richtig verstanden.

      „Damit ist doch klar dass die Bank das Geld nicht einfach so ohne irgendwelche Verpflichtungen Schöpfen kann.“
      Richtig. Sie hat Verpflichtungen und die Kreditvergabe ist an Bedingungen geknüpft. „Aus dem Nichts“ soll bedeuten, das Geld war vorher noch nicht existent.

    • Nun ist es ja so dass die Bank jetzt mit einer Forderung aus Sichteinlagen von 20 000 konfrontiert ist. Das bedeutet wenn der Kreditnehmer die 20 000 Bar ausbezahlt haben will oder dem Autoverkäufer auf ein Konto der andern Bank überweist, muss die Bank doch über 20 000 in Zentralbankgeld verfügen ,tut sie das nicht muss sie bei der Zentralbank einen Kredit auf nehmen (Und Sicherheiten Hinterlegen).

      Muss sie nicht.
      Es reicht die kleine Differenz von dem was raus geht und dem was reinkommt. Die anderen Banken machen ja das selbe.

    • „Damit ist doch klar dass die Bank das Geld nicht einfach so ohne irgendwelche Verpflichtungen Schöpfen kann. Die Bank muss diese Geldvermögen in Zentralbankgeld als Bargeld zur Verfügung haben da wie sie richtig im Video erläutern nur Zentralbank Geld von Bank zur Bank als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Und auch Bargeld ist Zentralbankgeld.“

      Es sieht so aus (hab ich zumindest aus dem Video verstanden): Die Bank 1 (des Autokäufers) überweist der Bank 2 (des Autohändlers) diese 20k Euro. Dafür will Bank 2 eigentlich „echtes“ Zentralbankgeld. Gleichzeitig gibt es aber auch z.B. einen Häuslebauer, der sich bei Bank 2 Geld leiht, und einen Bauunternehmer, der bei Bank 1 sein Konto hat.
      Also:
      – Bank 1 zahlt 20k Euro NICHT-Zentralbankgeld an Bank 2 (Autokauf).
      – Bank 1 zahlt 30k Euro NICHT-Zentralbankgeld an Bank 2 (Schrebergarten).
      – Bank 2 zahlt 50k Euro NICHT-Zentralbankgeld an Bank 1 (Hauskauf).

      Somit läuft das ganze NICHT-Zentralbankgeld (= Geld aus dem nichts) – System innerhalb der einzelnen Banken, sie müssen nur schauen, dass sie gegenseitg diese irrealen Summen möglichst GLEICHZEITIG hochschaukeln, damit alles im Lot bleibt. Nur so fliegt der Schwindel nicht auf.
      Wird eine Bank zu gierig müsste sie zur Zentralbank gehen und sich „echtes“ Geld holen.

  6. an das kenfm-Team!
    wenn man den Anspruch erhebt, eine seriöse Info-Plattform zu sein, die natürlich mittlerweile Verbreitungseffekte hat, sollte man sich besser in die Materie einarbeiten!
    gerade VWL-Themen, bietet das Internet und ausgewählte Lektüre mittlerweile ein weit höheren Anspruch als hier wiederzufinden.
    es reicht eben nicht nur ein Buch (eines dahergelaufenen Journalisten, privat-Person, o.ä.) zu lesen oder einen Prof. zuzuhören.
    die mikro-Sichtweise ist einfach nicht ausreichend um Ökonomie zu verstehen bzw. zu Interviewen!
    wenn ich mir die Kommentare und MEINUNGEN durchlese, erinnert mich das an den Interview „Petra wild“. Die schön herausgearbeitet hat, was MEINUNGEN sind.
    ich will mich ja nicht aufplustern aber ich bin auch von Ihnen besseres gewöhnt.

    es muss ja hier nicht auch so werden, wie im Unsinns -Kabinet des Hr. Oliver Janich oder schlimmer Hr. Sinn u. a.

  7. 1. Meine Kritik richtet sich nicht nur auf diesen einen Beitrag über Geld.
    2. Wenn man die Grundannahme Tauschwirtschaft hat zieht man Falsche Schlüsse
    3. Der Text mit der Tauschwirtschaft erläutert dies ganz klar „Geldsystemaufgabe = Überbrückung des Zeitbedarfs für arbeitsteiliges Wirtschaften. Als Mit Kredit die Zeit bis zur Leistungserbringung überbrücken. Banken verleihen kein Geld – sondern Sie produzieren gleichzeitig Kreditforderungen und Geldguthaben .
    Die Bank dokumentiert in ihrer Bilanz eine Forderung gegenüber einem Kreditnehmer. Sie “monetarisiert” dabei die Sicherheiten der Kreditnehmer. Es ist also keine Geldschöpfung “aus dem nichts” – sondern der Kreditnehmer verspricht und sichert zusammen mit dem Kapital der Bank eine spätere Leistung.
    4. Der Text Tauschwirtschaft habe ich klar als Leseprobe deklariert um sie Neugierig zumachen auf Herr Buschbeck der Autor dieses Textes. Schein mir nicht gelungen.
    5. Ich kann mich nur wiederholen. viel was hier auf KenFm über das Thema Geld gesprochen wird halte ich für nicht korrekt. Um sich mal eine andere Sicht auf diese Thema (Geld usw.) zubekommen Schlage ich ihnen vor Herrn Jörg Buschbeck von https://guthabenkrise.wordpress.com zu einem Interview einzuladen.
    Es ist doch so dass sie den Mainstream Medien vorwerfen meist die Personen einzuladen die ihre Meinung bekräftigen. Jetzt haben sie die Chance es besser zumachen un jemmand einzuladen der nicht der Meinung ist Banken machen Geld aus Luft. Oder alles wie im Mainstream oder was.

    Gruß der pfälzer

  8. Um das Interbanken-Betrugssystem an Hand von einem konkreten Beispiel zu erklären, genügt der Hinweis auf die in der Summe Milliardenhohen Strafzahlungen der Deutschen Bank in der Vergangenheit.
    2015 waren das z.B. 750 Millionen für die DeuBa, sowie weitere gleichhohe Strafzahlungen an zwei andere Banken – und die gesamten „Buchgeld-Strafen“ gingen wohl an die EU.
    Warum nicht an die Bürger?

    Gab es da ein Zucken im Banken-Bereich auf Grund der Milliarden „Verluste“?
    Gab es da Aufstände auf Publikumsebene, weil nun das sauer Ersparte der „Anleger“ weg ist?
    Gab es Aktionäre, die um ihre 25% Eigenkapital-Renditen bangen mussten?

    Nein !

    M.E. wurden die „Strafen“ der verurteilten Banken – (ebenso wie sie es auch bei der Aneignung von Immobilien, oder die Finanzierung von Kriegen tuen) – „bezahlt“, in dem sich die „bestraften“ Banken auf Interbankenebene gegenseitig – also „im Gleichschritt“ wie Herr Seiffert richtig sagt -, kreditieren. In der Summe sind deren Bilanzen dann wieder ausgeglichen und niemand hat eine Schuld gegenüber der anderen Bank.
    Eine Schuld gibt es letztendlich nicht, das sagte schon Ackermann in seiner Dr.-Arbeit.
    Denn wie Herr Seiffert in seinem Buch richtig beschreibt, „… fordert NIEMAND die Einlösung der „Verbindlichkeiten“ der Banken, es sei denn es gäbe einen Run auf das Bargeld“. Und den muss man verhindern in dem man das Bargeld abschafft. Dann ist Dauer-Party auf Interbanken-Ebene.

    Doch zurück:
    Die EU hat m.E. nun das „Buchgeld“ der verurteilten Bankenbetrüger, doch was ist damit geschehen? Wurde es an die Betrogenen überwiesen? Oder die Ausfälle wegen Russlandsanktionen gegenfinanziert?

    Bitte unbedingt an dem Thema INTERBANKEN-EBENE dran bleiben.
    Herr Seiffert war der erste, der das in seinem Buch gut erklärte. Im Interview ist das zu schwer für eine Person. Man verzettelt sich in Unwichtigerem, denn niemand kann „aus der Hüfte“ das erklären wie in einem Buch.
    Es braucht also weitere Leute, die das schwierige Thema im Team UNBEDINGT der PUBLIKUMS-EBENE verdeutlichen müssen, denn das ist exxxxtrem heiß – und entlarvt alles. Bis hin zur Kriegsfinanzierung und deren Beutezügen.

    Wie wärs mit einem Thema für Positionen?
    s.a. offener Brief des Wirtschaftsprüfer Schemmann, allerdings von 2013.
    http://www.informationsgeld.info/uploads/2/0/1/9/20192907/offener_brief_schemmann_fasb_iasb.pdf

    Nicht die Banken sind systemrelevant – sondern ausschließlich nur die Bürger und der Sozialstaat.

    im Übrigen:
    Island prüft das Vollgeldsystem
    http://www.monetative.de/monetativeblog/island-diskutiert-vollgeld2016/9/6

  9. Wenn es um Aufklärung geht, bitte Daniele Ganser als Vorbild zu Herze nehmen. Also, so formulieren bzw. darstellen, dass jeder auch die Sachlage verstehen kann, ergo ein Kind sollte das Thema auch verstehen können.
    Der Fokus hätte auf den Bereich der Interbankenbeziehung gesetzt werden sollen. Der Betrug am Publikum ist bei vielen Vorträgen schon erarbeitet worden.
    Interessant wäre es gewesen, was das Zentralbank Geld ist, beinhaltet dies auch das gedruckte Bargeld? Warum akzeptieren die Banken untereinander nicht das „Publikumsgeld“? Sind doch nur Zahlen auf dem Bildschirm bzw. auf irgendeinem Buch, die man beliebig variieren kann.
    Könnte das daran liegen, dass die Betrugsmasche am Publikum wirklich belegt ist und man mit solchen Praktiken zwar den Kunden betrügt, aber den anderen Geschäftspartnern nicht?
    Es wird dann ganz plausibel, weil die Banken untereinander zum einen dieses Betrugsmodell kennen, zum anderen generieren Banken keinen Mehrwert, also können schon gar nicht von einander den Mehrwert abschöpfen den sie beim Publikum finden.
    Zum Schluss würde man zur Zentralbank kommen, weil die die Spielregeln aufstellen. Nur wer zum Teufel hat diese zum Spielmacher auserkoren?

  10. Es ist alles eine Frage des Horizonts. Wenn ich durch ein Mikroskop schaue, sehe ich manches besser, aber anderes nicht.
    Wenn es um Zusammenhänge geht, kann ein Schritt zurück zusätzliche Erkenntnis bringen.
    Die „Buchungslupe“ ist nach meiner Einschätzung nicht hilfreich, wenn es darum geht, zu verstehen, was passiert ist.
    1. Einträge in Bücher sind Notizen über Vereinbarungen, Verträge. Diese sind primär, die Buchungen vollziehen das nach.
    2. Konten sind in Büchern, auf Konten ist kein Geld. Es sind Notizen, die auf freie Stellen (wo vorher nix war) gemacht werden. Was notiert wird, wird nicht geschaffen, sondern die Notiz ist neu.
    3. Bilanzen zeigen die Forderungen und Verbindlichkeiten, die der Kaufmann (Bank) gegenüber anderen hat. Sie werden in Euro, Dollar, Pfund gemessen, sie sind kein Geld.
    4. Was Geld ist, zeigt sich beim Bezahlen. Bargeld hat den Status des Gesetzlichen Zahlungsmittels (Annahmezwang für Noten). Notizen auf Konten (Buchgeld, Giralgeld) ist dem Bargeld gleich gestellt (Originalton BaFin).
    5. Die Einlagen des Publikums sind der Bank als Kredit gegeben. Sie verschwinden in der Liquidität der Bank, den Reserven. Die Bank kann damit machen, was sie will. Die Verbindlichkeit gegenüber den Einlegern wird in Kontoauszügen dokumentiert.
    6. Die Banklizenz beinhaltet, dass die Bank mehr Verbindlichkeiten eingehen kann, als sie Reserven hat. Das ist der Kern des Fractional Reserve Systems. Wenn die Bank zum Zeitpunkt t einen Reservespielraum von X hat, und einen Kredit der Höhe Y vergibt, d.h. die Forderung und die Verbindlichkeit notiert, verringert sich die Liquidität um Y. Da wurde nichts geschöpft, da wurde zugeteilt.
    7. Die zweite Grenze für die Kreditvergabe ist das Risiko der Forderung, das mit hinreichend viel Eigenkapital unterlegt sein muss.

    Es gäbe noch viel zu sagen zu dem Thema. Niklas Luhman schreibt z.B.:

    Diese Leistung kann auf zwei verschiedene Weisen dargestellt werden. Man kann sagen, die Banken gewähren Kredit, schaffen also Zahlungsfähigkeit in einem Umfang, der weit über ihr Eigenkapital und ihre Einlagen hinausgeht, und können dann auf der Grundlage ihrer Außenstände ihrerseits bei der Zentralbank Kredit aufnehmen. Sie sind kreativ tätig. Dies ist die offizielle Darstellung, die zwar ein Risiko, aber keine Paradoxie mehr erkennen läßt. Sie ist mit dem Rechtssystem abgestimmt, das heißt juristisch korrekt.

    Ebensogut kann man aber auch sagen:

    Die Banken haben das Zentralprivileg, ihre eigenen Schulden mit Gewinn verkaufen zu können, also Zahlungsunfähigkeit »kapitalistisch« verwerten und in Zahlungsfähigkeit verwandeln zu können.
    Sie sind parasitär tätig.

  11. Da soll eine Ruine ein Stützgerüst erhalten, dass 4….was sie aber vor dem Zusammenfall nicht retten wird!..Zeitgewinn…damit sich unsere Nachkommen mit dem verhunsten System auseinander setzen kann?

  12. Ok. Weitere konstruktive Kritik und Erklärung des bestehenden System !
    Was Vollgeld und Monetative betrifft erscheint mir die Darstellung nicht ausreichend noch gelungen. Als Zuhörer dessen. was erwähnt wurde, schwant mir hier gar ein weiteres Horrorscenario. Auf den Status Quo übertragen würde das ja heißen: “ noch mehr auf Schäuble und Draghi zu setzen“, und sich nun einem noch gewitzteren Betrugssystem mit noch gewaltigerer zentralisierter Macht zu unterwerfen.
    Hilfe ! Da geht es nun überhaupt nicht lang ! Wir brauchen ein auf konkrete Ressourcen bezogenes symbiotisches Wertesystem. Das einzige wozu das monetäre System noch gebraucht wird, ist dafür sich selbst abzuschaffen.
    Im Übrigen vermitteln sie, Herr Jebsen , mittlerweile durch ihre Fragen und Bemerkungen ausreichend Kompetenz mal etwas weiter in diese Richtung zu gehen.
    Vielleicht mit etwas fundamentiertre Vorbereitung bzgl. : „ Sich selbst erhaltende komplexe zyklische Systeme “. um den durchs Hirn gezogenen Stacheldraht zu zerschneiden.

    • Ich sehe es als totale Energieverschwendung sowie Aberglaube, wenn man das momentane Gesellschaftssystem dessen Fundament („Demokratie“) in einem Sumpf errichtet worden war, gestützt durch 3 Holzpfosten (Exekutive, Judikative, Legislative) die mit der Zeit marode geworden sind, noch zusätzlich mit einer vierten Säule (Monetative) vor dem Zusammensturz retten kann.
      Ich meine, ich habe wunderbare Gespräche sowie Ideen angehört, aber wenn Franz Hörmann oder Bernd Senf glauben, dass man mit zusätzlichen Stabilitätsmechanismen das System vor dem Kollaps retten kann, dann halte ich das für absurd, weil in einem Sumpf kann keiner ein solides Fundament errichten.

  13. An sich ist das mit der Geldschöpfung aus dem Nichts doch eine tolle Sache. Man geht zur Bank und dort drückt einer auf einen Knopf, und schwupps ist das Geld da. Aus dem Nichts! Ich habe es nämlich genau gesehen: die Stelle wo die 20000 € am Bildschirm auftauchten, war vorher leer! Da war vorher absolut rein gar nichts! Die Computer von der Bank können das wirklich!!
    Hätte ich nicht die Vorträge von den Volkswirtschaftsprofessoren gehört, hätte ich dies niemals für möglich gehalten. Einfach aus dem Nichts. Fantastisch!

    Ärgerlich und unverständlich ist daran nur, dass das Geld wieder zurückgegeben werden soll, plus Zinsen. Dies ist wahrhaftig eine bodenlose Frechheit und dazu noch völlig unnötig, weil die Banken das Geld beliebig oft aus dem Nichts schöpfen können! Dank ihrer Computer. Daher ist es gut und wichtig, das die Volkswirtschaftsprofessoren und ihre Jünger uns darüber endlich aufklären!

    Die Banken können sich nach diesem Gespräch hier jedenfalls von der Backe putzen, das ich irgendwas noch zurückzahle. Super, vielen Dank!

  14. Das Gespräch war schwer erträglich, weil der Autor vielleicht schreiben kann und einiges verstanden hat, aber leider kann er schlecht sprechen und erklären. Wirklich Neues kam für mich nicht rüber, es wurde alles schon in den anderen Geld-Gesprächen gesagt. Wobei ich keinesfalls Redundanz beklage. Wenn etwas flüssig und geschickt dargestellt wird, kann man es oft hören und versteht es danach besser und kann es dann selbst weitergeben. Nicht in diesem Fall. Schade.

  15. Für mich ist die Erklärung auch unvollständig. Die Geldschöpfung passiert durch die Zinsen. Der geliehene Geldbetrag wird ja zurückbezahlt und ist dann wieder 0. Nur durch die Zinsen erhöht sich die Geldmenge. Darum sollte man von Zinsen auch auf Gebühr umstellen damit jedem klar wird das es nur um eine Serviceleistung geht die bezahlt wird.
    Und nur der Staat darf Zinsen verlangen die wiederum für den Staatshaushalt zu benützen sind. Wenn der Staat sich selbst Geld gibt so muss er keine Zinsen bezahlen nur der Umrechnungskurs zu anderen Währungen ändert sich, je mehr Geld ein Staat für sich selbst druckt umso weniger ist es wert im Vergleich zu anderen Währungen. Das Geld was der Staat an Zinsen einnimmt investiert er wieder für die Allgemeinheit. Und warum Zinsen, nun jemand der sich einen Kredit nimmt verschafft sich ja einen Vorteil gegenüber seinen Mitbewerbern, das sollte auch etwas kosten nur sollen alle die eben diesen Vorteil nicht haben dafür auch entschädigt werden und das ist eben die Allgemeinheit.
    Sonst stimme ich vollkommen zu, nur das eben die Geldschöpfung nur durch die Zinsen passiert hat mir gefehlt. Aber besser verständlich als Hörmann.

    • Die Geldschöpfung passiert durch die Zinsen

      Nein.
      Geld kann man auch mit einem Nullzins erzeugen.

      Nur durch die Zinsen erhöht sich die Geldmenge

      Ja
      Aber nicht weil Geld geschöpft werden muss um Zinszahlungen zu ermöglichen (Das geht gut über Geldrotation), sondern
      weil Kapitalertragsforderungen (also nicht nur Zinsen sondern auch Dividenden etc.) die Betriebe und damit die (Volks-)Wirtschaft zum Wachstum zwingen.
      Eine größere Wirtschaft hat einen größeren Geldmengenbedarf, will man diese nicht per Deflation abwürgen.

  16. Aus dem Text der Anmoderation: „Geld ist komplex.“

    Und dennoch ist diese Komplexität im Grunde nur vorgetäuscht.

    Es läßt sich darauf reduzieren daß die Schöpfer sich eine fiktive Zahl denken, über die sie dann Waren und Dienstleistungen erwerben die ihnen genehm sind.

    Ein Hirngespinst, ein Nullenspiel bei dem lediglich der Anschein zu wahren ist unter Berücksichtigung der Einflußnahme anderer großkapitaler Akteure.

    • bzgl. komplexen Systemen sollten wir immer zwischen “ linear “ und “ zirkulär“ unterscheiden. Hier handelt es sich um ein lineares, das uns aber als zirkulär verkauft wird. Deshalb ist es eben auch ein Betrugssysthem. Aus Sicht eines konzeptionellen Systemanalytikers ist es schlicht „Anwendung von Täuschung zwecks Bereicherung“. ( allerdings auch noch mit fatalen Nebeneffekten )

    • Anwendung von Täuschung zwecks Bereicherung sehe ich ein.

      Ich verstehe nicht, was das bedeutet und würde mich über eine Erklärung freuen, danke: „Hier handelt es sich um ein lineares, das uns aber als zirkulär verkauft wird.“

  17. Ich finde, Horst Seiffert ist mit gutem Beispiel vorangegangen. Wenn alle sich ein Herzensthema selbstständig vorknöpfen würden, um es bis in alle Tiefen auszuloten und die so erarbeiteten Erfahrungen mitzuteilen, hätten wir nämlich nicht mehr so eine spießige, lieblose, oberflächliche Mecker- Gesellschaft.

    • ABD-RU-SHIN
      IM
      LICHTE
      DER
      WAHRHEIT
      Gralsbotschaft
      wenn ich nicht irre war das auch mal eine Buchempfehlung von KenFm
      wir sind fast alle, oft, negativ…
      In diesem Buch steht einfach nur, -Wahrheit…
      ein guter Punkt um (wieder mal) neu anzufangen

    • Lieber schliemanns,
      das finde ich jetzt sehr interessant, weil ich die Bücher gerade lese (ich bin gerade beim dritten Band).
      Ich finde auch, dass sehr viel Wahres darin steht, allerdings würde ich nicht sagen, dass „nur Wahrheit“ darin steht, weil ich glaube, dass kein Mensch die absolute Wahrheit kennt. Wir haben immer eine perspektivische Sichtweise. ABD-RU-SHIN stellt sich für mein Empfinden in seiner Ausdrucksweise auch oftmals über die Menschen, so als ob er nicht dazu gehörte. Das stört mich an einigen Stellen. Aber insgesamt eine sehr umfassende und tiefgehende Betrachtung des weltlichen Geschehens und ich bin sehr dafür auch Tacheles zu reden.
      Sind Sie sicher, dass es eine Buchempfehlung von Ken FM war? Das würde mich doch erstaunen.

  18. prof. franz hörmann und prof. Bernd Senf stellen diese Thematik wesentlich besser dar. hier fehlt einfach die bilanzverlängerung und deshalb werden abenteuerliche Schlüsse gezogen, die nur teilweise richtig sind. trotzdem bleibt die Tatsache , dass das gegenwärtige geldsystem auf betrug basiert. aber dieses Gespräch ist einfach viel zu oberflächlich und bietet konventionellen Volkswirtschftlern große Angriffsflächen. Bei Bernd Senf tun sie sich schon viel schwerer. Summa: ein völlig überflüssiges Gespräch, weil die Thematik hier schon öfter wesentlich besser dargestellt wurde.

    • Herr Seifert benutzt nur ein anderes Wort für die Bilanzverlängerung, nämlich Schreibvorgang. Kommt aufs Gleiche raus.

      Das Interbankengeschäft wurde hier bisher noch nicht so ausgeleuchtet, das Gespräch ist daher eine Ergänzung.

  19. Vielen Dank an das KENFM-Team für ein neues gelungenes Gespräch.
    Sicher ein Thema das den Menschen einiges abverlangt, wie man an den bisherigen Kommentaren ablesen kann.

    Bitte Leute, seht Euch den Beitrag zur Not 3x an bevor Ihr in die Tastatur steigt.

    Vielleicht ist es etwas zu kurz gekommen und kann man es nicht oft genug betonen; es sind PRIVAT Personen, die sich vom Staat das Recht erschwindelt haben Geld schöpfen zu dürfen. Ja, Geschäfts-Banken sind PRIVATE Einrichtungen, daher gehören sie privat Leuten!

    Ich freue mich das es Mitmenschen wie Herrn Horst Seiffert gibt, die sich solchen Aufgaben widmen und die Aufklärung ein Stück weit versuchen voran zu bringen.
    Solange wir aber noch Ökonomie Lehrer haben, die davon schwafeln das die Staatsschulden verringert werden müssen, habe ich nicht die Hoffnung das sich in absehbarer Zeit etwas bewegt.
    Auch hier gilt, sorge für Nebenschauplätze, lenke mit allen Mitteln vom Wesentlichen ab, achte darauf das nicht das System in Frage gestellt wird.
    Auch mit Vollgeld wird das kapitalistische System nicht überleben können, das bleiben Dokterspielchen am Symptom.
    Solange der Maximalprofit als einzig treibende Kraft im System besteht, wird der Kollaps unvermeidlich sein und wahrscheinlich sogar sehr opferreich.

  20. Liegt diesem Beitrag und dem Buch die „doppelte Buchführung“ zu grunde? normaler Weise müsste das ja so sein, wenn die Bank durch ein WP (Wirtschaftsprüfungsinstitut) geprüft wird.

    Bei der Kreditvergabe handelt es sich doch um eine Bilanzverlängerung (lt. Prof. Hörmann), es wird also aus Sicht der Bank folgendes gebucht: Foderung an Kunden (Kreditkonto des Kunden) AN Verbindlichkeit gegenüber Kunden (Guthabenkonto)

    Bei einem Schreibtischkauf könnte die Buchung lauten:
    Anlagevermögen AN Verbindlichkeit gegenüber Kunden ( so hat er es ja im Video beschrieben)

    ok das verstehe ich. Was ich auch verstehe ist, dass z.B erst alle Forderungen der Bank1 gegenüber der Bank2 mit den Verbindlichkeiten gegengerechnet werden, die sich auch den Überweisungen der jeweiligen Kunden der Banken 1 und 2 ergeben.

    Diese Verrechnung kann entweder über die Konten passieren, die die Bank 1 und die Bank 2 bei der „Deutschen Bundesbank“ haben, oder die Banken geben sich kurzfristig gegenseitig Kredit, quassi kurzfristig im Interbanken Handel.

    Wenn also dann Bank 1 and Bank 2 Zentralbankgeld überweisen muss, findet auf der Passivseite der Bilanz der „Deutschen Bundesbank“ ein Passivtausch statt. Wenn jetzt die Bank 1 immer zu viel Geld an die Bank 2 überweisen muss, dann kann sie ja entweder einen Kredit bei der „Deutschen Bundesbank“ aufnehmen, also die Dt. BBank schöfpt dann Geld über eine Aktiv-Passiv-Mehrung oder die Bank 1 traut der Bank 2 nicht mehr und der Geldtransfer zwischen den Banken kommt ist stocken… was uns dann als Vertrauenskrise unter den Banken „medial“ verkauft wird.

    Das ist meine Hintergrundwissen, als es dann angefangen hat, mit den kommunizierenden Röhren, und dass immer die Bank 2 und die Bank 3 100 Euro entweder bekommt oder bezahlen muss, wenn die Bank 1 300 Euro erträge hat, damit irgendwas ausgeglichen wird, da bin ich auf der logig-Ebenen, der die doppelte Buchführung zugrund liegt, ausgestiegen, dass kann ich dann nicht mehr nachvollziehen. Vielleicht ist es ja im Buch erklärt, aber ab Min. 50 wars dann vorbei, mit meine Verständnis. Das würde ja im Umkehrschluss bedeuten, jedes mal wenn die Deutsche Bank in den letzten Jahren 6 Mrd. Euro Gewinn vor Steuern gemacht, hat, dass irgendeine Sparkasse ihren Anteil hat an die Deutsche Bank an Zentralbank-Geld hätte überweisen müssen… ok ich steig mal besser aus… das verstehe ich nicht mehr…

    • da schließe ich mich an! Kann das mal jemand erklären?
      Ich finde diesen Beitrag sehr gut und wichtig, finde auch, dass Herr Seiffert sehr gute Arbeit geleistet hat.
      Das mit der Geldschöpfung der Banken für eigene „Einkäufe“ kann ich auch noch nachvollziehen aber wie mein Vorredner schon sagte, die Erklärung mit den Röhren war mir zu dünn.
      Her Seiffert äußert, dass die Banken dann gegenseitig abhängig sind und wenn eine Bank zuviel „einkauft“ muss die andere nachziehen, wenn sie weniger einkauft kann die andere Bank auch nur weniger einkaufen…
      Das verstehe ich nicht mehr.
      Das bedingt doch, dass sich alle an diese Regel halten müssen und dass das wirklich so ist kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Was passiert, wenn sich eine Bank nicht an diese Vereinbarung hält?
      Ich habe einige Stellen dieses Beitrags mehrmals geschaut, es bleibt ein Gefühl der Unvollständigkeit zurück.
      Das ist etwas frustrierend, ich will das begreifen, habe aber das Gefühl das Wesentliches fehlt…

    • Ich fand diesen Beitrag auch sehr gut und wichtig, Herr Seiffert hat gute Arbeit geleistet.
      Trotzdem ab MInute 30 konnte ich nicht mehr folgen.
      Das mit den kommunizierenden Röhren ist mir auf der einen Seite zu kurz gegriffen und auf der anderen Seite völlig unverständlich weil einfach zu viele Fragen offen bleiben.
      Vor allen Dingen haben die Banken ja völlig verschiedene Volumen.
      Die eine Bank hat mehr „Kunden“, Kapital, „Geschäft“, „Umsatz“ die andere weniger.
      Dann das Beispiel: Bank 1 bekommt 300€ Zinsen. Die Bank bekommt nichts, sie bucht die 300€ weg. Nun muss sie aber von Bank 2 und Bank 3 je 100€ Zentralbankgeld bekommen… (es sind ja besagte drei Becken verbunden mit diesen Röhren, es gehen bei Bank 1 300 Tropfen weg, also müssen von Bank 2 &n 3 je 100 Tropfen zu Bank 1 laufen)
      Hier geht es schon los! Ich gehe mal davon aus, dass es nicht sein kann das alle Banken genau die selben „Zinseinnahmen“ haben da sie eben völlig verschieden groß sind, völlig unterschiedeliche KUndenkonten haben und diese in völlig verschiedenen Kapitalvolumen. Dann sind es auch nicht nur 3 Banken sondern viel mehr.
      Kann es sein, dass alle existierenden Banken (sagen wir mal in BRD) alle das gleiche „Ertragsvolumen“ haben müssen (ich nenne es mal Ertrag)?
      Ergo: ab hier kann ich nicht mehr folgen.
      Ich stehe wieder mit dem Gefühl da dass ich es fast greifen konnte und kurz vor dem Erfassen ist mir die Einsicht weggezogen worden. Also wieder nur wirres Zeug in meinem Kopf, ganz im Sinne der Banken…
      Was nicht in deren Sinne ist , und da bin ich mir sicher ist, dass ich nicht der einzige bin der mit diesem Gefühl dasteht und dass Menschen mit so einem Gefühl die Tendenz haben nachzubohren…
      Wenn jemand Antworten hat bin ich sehr dankbar.
      Evtl auch Herr Seiffert?
      Noch eine Frage: wie gründet man eine Bank? (…)

    • In die Falle der doppelten Buchführung bin ich anfangs auch getappt. Hat man bei seinem Denken immer die Buchführung der Bank im Hinterkopf, so wird man schnell verwirrt. Bitte denkt mal ohne jeden Buchungssatz. Deshalb habe ich die Begriffe Kontoerhöhung und Kontoverringerung gewählt. Um ein Bankkonto einzurichten oder zu verändern, dazu brauche ich keine Gewinn-und-Verlust-Rechnung und keine Bilanz. Auch wenn Kontostandveränderungen sofort in der Bilanz ihren Niederschlag finden, kann man daraus nicht schließen, dass der Geldschöpfungsakt in der Bilanz vollzogen wird. Man wird unweigerlich in die Irre geführt, wenn man versucht, die Geldschöpfung mittels einer Bilanzverlängerung zu erklären.
      Wie im Interview ausgeführt, haben Banken keine Erträge und dürfen auf Grund des Prinzips der kommunizierenden Röhren, dem sie unterliegen, auch keine Erträge haben. Die doppelte Buchführung (Gewinn-und-Verlust-Rechnung und Bilanz) unterliegen aber dem Ertragsprinzip. Demnach kann man die Bilanz auf Banken nicht anwenden. Für die Banken ist es aber vorgeschrieben, ihr Betriebsergebnis in einer Bilanz abzubilden. So stellen sie Scheinerträge dar, um dem zu genügen. Damit können sie gut leben. Sie weisen in ihrer Bilanz hohe Erträge aus, um dann mit selbst geschöpften Geld einkaufen zu gehen.
      In dieser Aussage liegt viel Zündstoff. Es ist aus der realwirtschaftlichen Sicht, der wir ja alle ausgeliefert sind, nicht zu verstehen. Man muss die Sichtweise einer heutigen geldschöpfenden Bank einnehmen. Ich habe versucht, diese Sichtweise im Interview rüber zu bringen. Das Prinzip der kommunizierenden Röhren an Hand von drei Banken ist eine Modellvorstellung. In dem vereinfachten Modell sind die Banken alle gleich groß. Es ist übetragbar auf alle Banken eines Landes und unter Einbeziehziehung der Zentralbanken ländergrenzenübergreifend. Die Banken müssen immer entsprechend ihrer Größe agieren. Macht die Behälter einfach breiter, so habt ihr eine große Bank.
      mfg
      Horst Seiffert

    • schliemanns, die Schulden/Forderungen, die die Banken untereinander haben, müssen sich nur untereinander ausgleichen, dann sind sie weg – rausgekürzt.

    • oder anders: Herbert klinkert 10 Stunden bei Jupp die Garage für einen Stundenlohn von 15€. Jupp pflastert Herbert 10 Stunden lang die Einfahrt zum selben Stundenlohn. Niemand von beiden muss 150€ zahlen. Wenn Herbert noch eine Stunde drauflegen muss bis er fertig ist, bekommt er 15€ – oder eine Kiste Bier.

  21. Wenn ich mich erinnere wie gut man mit 1900 DM leben konnte oder heute mit 1000 € vor sich hinwurscheltn muß… da liegen doch Welten zwischen!
    Wieso das so ist oder woher das kommt hat mir bisher niemand erklärt und zwar so daß ich das auch verstehe.
    Alles andere ist völlig uninteressant!

    • ich denke mal laut nach:
      vielleicht hat das mit wirtschaftspolitischen Entscheidungen der letzten 15 Jahre zu tun??!!

    • Je mehr Geld im System ist, umso weniger Gegenwert hat es (Wertverlust, Inflation). Da Geldschöpfung Geldabschöpfung ist, steigt die Geldmenge ständig.

    • verstehe ich auch nicht.
      gegenüber was soll Geld einen wert haben? soll Geld sich selbst beschreiben oder wie?
      denk mal über deine sätze nach.

    • Geld hat keinen Wert an sich / aus sich selbst heraus, nur den, den die Gesellschaft ihm gibt. Es könnte Klopapier sein, und wenn es das für Sie ist, nur zu.

      Geld hat einen Wert gegenüber der Ware. Stellen Sie sich eine Waage vor (so eine alte mit Waagschalen). Auf der einen Seite liegt Geld, auf der anderen Waren. Legen Sie mehr Geld drauf, geht die andere Schale mit den Waren hoch (=teurere Waren).

      Die Löhne sind mit der Teuerung nicht mitgezogen. Für den gleichen Lohn bekommen Sie heute weniger.

  22. Danke für das Gespräch.

    Die kleinen Bild-Artekakte ab Mitte des Videos werden Ihnen auch aufgefallen sein, daher ist es eigentlich Blödsinn, darauf hinzuweisen… ich tu’s trotzdem.

    Die Kritik hier zum Inhalt des Gespräches ist meines Erachtens substanzlos, weil sie keinen echten Widerspruch zur Thematik aufzeigt.
    Und ich sehe einen Unterschied zwischen Aufklärung zu Wirtschaftspolitik und dem Treiben von Banken.
    Beides ist empfehlenswert und ergänzt sich, oder etwa nicht ?

    • „Die Kritik hier zum Inhalt des Gespräches ist meines Erachtens substanzlos“

      da ich keine lust habe, mich in langen texte zu verewigen, folgt eine kurze Aufzählung
      1. buchhalterische Geldschöpfung/Vernichtung zwischen den 3 Akteuren nichtbanken, Geschäftsbanken, Notenbank wurde unzureichend dargestellt
      2. Funktion einer Bank innerhalb einer Volkswirtschaft, wurde nur in einen Nebensatz durch Zufall benannt
      3. zu viele neoklassische Erklärungsansätze
      4. weil man in der Realwirtschaft Inflation verhindern will, erzeugt man diese auf Finanzmärkte??? „steile These“
      5. wo, welcher Zins? welche Funktion hat denn ein Zins und wer erzeugt diesen? Banken? „ein wenig ironisch“
      6. können Banken Unternehmen sein?
      mir fällt noch jede menge ein, soll aber vorerst, evt. zum nachdenken ausreichen!

    • definitiv!
      nach meiner Meinung z.Z. die besten sozial/ökonomischen (lokal und global) Analysen im deutschsprachigen Raum. hier geht es nur um Bigotterie. hin und wieder ist auch hier ein SEHR guter Beitrag dabei.

  23. Wer hats verstanden. vielleicht der Schweizer, ich jedenfalls nicht.
    Was soll das ganze? Eine Bank schöpft aus dem Nichts, wird durch die Kollegen gedeckt, nur um sich einen Schreibtisch, Fuhrpark oder ein neues Bankgebäude zu leisten.
    Alle gehen gemeinsam einkaufen und hohlen sich das Geld von der Zentralbank zurück.
    Die Summe aus ausgegebenen Geld und des erstattetem Geld ist eine ausgeglichene Bilanz. So weit so Gut. Die Frage ist, wo ist die Wertschöpfung in diesem System.
    Hier wird anscheinend staatlich erlaubt, Falschgeld in Umlauf gebracht.

    An dieser Stelle schlucke ich mal erst, da ich mein leben lang meine Körperkraft als Gegenleistung für Entlohnung eingebracht habe.

    Aber wie wir ja hören, geht es auch anders.
    Entweder man wird Waffenhersteller, was ja einem normalen Menschen nicht erlaubt ist, oder man gründet eine Bank, was ja ebenfalls einem normalen Menschen nicht erlaubt ist.

    Nun stellt sich die Frage, wer deckt das, und wie wehre ich mich dagegen.

    Die RAF wird mir immer sympatischer.

  24. Hallo KenFm Team
    Viel was hier auf KenFm über das Thema Geld gesprochen wird halte ich für nicht korrekt.
    Geld ist komplex. Wer mitreden will, muss seine Hausaufgaben machen.
    Dazu gehört auch mal Menschen mit einer anderen Meinung zum Thema Geld zu Wort kommen zulassen. Deshalb Schlage ich ihnen vor Herrn Jörg Buschbeck von https://guthabenkrise.wordpress.com zu einem Interview einzuladen.
    Es ist doch so dass sie den Mainstream Medien vorwerfen meist die Personen einzuladen die ihre Meinung bekräftigen.
    Hier noch eine kleine lese Probe zu von Der Denkfehler „Tauschwirtschaft“ https://guthabenkrise.wordpress.com

    Der Denkfehler „Tauschwirtschaft“
    Die etablierten ökonomischen Vorstellungen aber auch viele alternative Denkschulen wie z.B. die Freiwirtschaft oder die Monetative haben ein fundamentales Problem. Ganz am Anfang des Aufbaus eines „ökonomischen Denkgebäudes“ werden oft fundamental falsche Grundannahmen getroffen. Logischerweise ist es so, dass wenn die Grundannahmen falsch sind, auch die darauf aufbauenden Überlegungen kaum zu gebrauchen sind.
    Grundannahme Tauschwirtschaft – die Mutter aller ökonomischen Irrtümer
    Die meisten Ökonomen treffen die Grundannahme einer real gar nicht existierenden Tauschwirtschaft. Wenn wir Selbstversorger wären, könnten wir tatsächlich Überschüsse tauschen – aber wir haben real eine hochgradig arbeitsteilige Wirtschaft!

    Ist arbeitsteilig wirtschaften nicht auch tauschen?
    Auf den ersten Blick scheint es zwar mit der arbeitsteiligen Wirtschaft nicht anders zu sein. Tauschen wir nicht beim Händler unser Zwischentauschmittel Geld-Ding gegen Ware ein? Und beim Arbeitgeber unsere Arbeitsleistung gegen Geld-Ding – was haben wir übersehen?

    Die Zeit – es wird vergessen, dass bei der Wertschöpfung viel Zeit vergeht
    Die arbeitsteilige Wirtschaft hat eine grundlegende Besonderheit. Die eigentlichen Wertschöpfer und auch die vielen Menschen welche von deren Abgaben leben , müssen ein Einkommen in Geldguthaben haben bevor der Endverbraucher die Ware bezahlen kann. Bitte bedenken Sie jetzt noch, dass der für heutige Wertschöpfungsverhältnisse typisch große Einsatz von Investitionsgütern nur über viele Jahre per Abschreibung auf den Konsumgüter – Produktpreis umgelegt werden kann. Dies ist insbesondere das Einkommen der mit der Investitionsgüter- und Vorprodukte-Herstellung beschäftigten, welches über sehr viele Jahre vorfinanziert werden muss.

    Geldsystemaufgabe = Überbrückung des Zeitbedarfs für arbeitsteiliges Wirtschaften
    Wirtschaften ist also offensichtlich auf der monetären Ebene gar nicht vom Tausch von „Überschuss-Fertigprodukten“ sondern von der Vorfinanzierung der Wertschöpfung geprägt. Natürlich schafft menschliche Arbeit die eigentliche Wertschöpfung, aber das Einkommen der Menschen bedarf eben der Vorfinanzierung.

    Realitäts- Check – Tauschwirtschaft versus Vorfinanzierungswirtschaft
    Machen Sie sich selbstständig oder denken Sie mal drüber nach, was dafür zu tun wäre. Warum sind Sie noch nicht selbstständig? Ist es nicht das Risiko der Vorfinanzierung Ihres potentiellen Leistungsangebots und der Verzicht auf ein sicheres von Dritten vorfinanziertes Einkommen? Oder ist Ihnen selbstständiges Tauschen zu langweilig?
    Wirtschaften ist nicht Tauschen – das Wichtigste für unseren Kurs?
    1. Das Geldsystem dient nicht der Tauscherleichterung, sondern der Vorfinanzierung der Wertschöpfung – Tauschmittel-Theorien können ins Altpapier.
    2. Es gibt so etwas wie eine „gute Verschuldung“, welche uns hochproduktive arbeitsteilige Wertschöpfung durch Überbrückung des Zeitbedarfs ermöglicht.
    3. Einkommen müssen vorfinanziert werden – also muss erst der Kredit sein und dann erst können Einkommensbestandteile als Guthaben gespart werden.
    4. Wir sprechen also keineswegs über einen Skandal, wenn wir in den nächsten Beiträgen lernen, wie Geld-Guthaben aus Kredit entsteht.
    5. Mit der Erkenntnis der richtigen Reihenfolge von zuerst Kredit und danach Guthabenausweitung können wir erkennen, warum unser Geldsystem auch ohne Bargeldhortung nicht neutral ist. Dies ist wichtig, um die genauen Wechselwirkungen zwischen Finanzsystem und Wirtschaft und die trotz Krise bisher übersehenen Systemfehler zu erkennen.
    (PS: Wer von einer Tauschwirtschaft ausgeht zieht weiter über das Finanzsystem völlig falsch Schlüsse.)

    Gruß der pfälzer

    • Wie definieren Sie Tauschwirtschaft?
      Ich könnte Ihrem Beitrag oben dann besser verstehen.

    • Dass das Betrugssystem rund um`s Geld komplex ist, kommt in dem Beitrag sehr gut rüber. Komplexität hat den Vorteil, dass sich der Betrug auf viele Schultern verteilt und damit erschwert, Einzelne zur Rechenschft zu ziehen.

      Es ist zwar richtig, dass falsche Grundannahmen falsche Folgerungen nach sich ziehen. Aber was hat das mit diesem Beitrag zu tun? Tauschwirtschaft hat hier ausser Ihnen niemand in`s Gespräch gebracht.

    • 1. Meine Kritik richtet sich nicht nur auf diesen einen Beitrag über Geld.
      2. Wenn man die Grundannahme Tauschwirtschaft hat zieht man Falsche Schlüsse
      3. Der Text mit der Tauschwirtschaft erläutert dies ganz klar „Geldsystemaufgabe = Überbrückung des Zeitbedarfs für arbeitsteiliges Wirtschaften. Als Mit Kredit die Zeit bis zur Leistungserbringung überbrücken. Banken verleihen kein Geld – sondern Sie produzieren gleichzeitig Kreditforderungen und Geldguthaben .
      Die Bank dokumentiert in ihrer Bilanz eine Forderung gegenüber einem Kreditnehmer. Sie “monetarisiert” dabei die Sicherheiten der Kreditnehmer. Es ist also keine Geldschöpfung “aus dem nichts” – sondern der Kreditnehmer verspricht und sichert zusammen mit dem Kapital der Bank eine spätere Leistung.
      4. Der Text Tauschwirtschaft habe ich klar als Leseprobe deklariert um sie Neugierig zumachen auf Herr Buschbeck der Autor dieses Textes. Schein mir nicht gelungen.
      5. Ich kann mich nur wiederholen. viel was hier auf KenFm über das Thema Geld gesprochen wird halte ich für nicht korrekt. Um sich mal eine andere Sicht auf diese Thema (Geld usw.) zubekommen Schlage ich ihnen vor Herrn Jörg Buschbeck von https://guthabenkrise.wordpress.com zu einem Interview einzuladen.
      Es ist doch so dass sie den Mainstream Medien vorwerfen meist die Personen einzuladen die ihre Meinung bekräftigen. Jetzt haben sie die Chance es besser zumachen un jemmand einzuladen der nicht der Meinung ist Banken machen Geld aus Luft. Oder alles wie im Mainstream oder was.

      Gruß der pfälzer

  25. Nichts scheint soviel Verwirrung zu geben als Geld.
    Und doch isst es sehr einfach ‚alles isst Geld was als universelle Tauschware akzeptiert wird‘.
    Nach WWII waren Zigaretten Geld:
    Günter Grass, ‘Beim Häuten der Zwiebel’, München 2008.
    Jetzt haben wir den Euro, mit als einziger Geldmacher Draghi.
    Kommerziëlle Banken können nur soviel Geld machen wie Draghi es erlaubt.
    Wahr isst dass in den Nebel die Draghi mit voller Koöperation Bankiers schafft es nicht einfach mehr isst zu bestimmen was noch Geld isst und was nicht.
    Eins isst klar, Draghi als Geldschöpfer verringert den Wert des Euro’s.
    Damit beabsichtigt er, vermute ich, der Wert der Anleihen der südlicher Ländern zu verringern.
    Dass geht sleichend, damit wir nicht in Aufstand kommen.

    • aha!– „Eins isst klar, Draghi als Geldschöpfer verringert den Wert des Euro’s.“.

      steile These, wenn man bedenkt, dass die südlichen länder im €-raum sind!

      bezüglich den anleihe-preisen, kann ich mich an folgenden satz erinnern „whatever it takes“
      und das wird auch durchgezogen!

    • keeneahnung, Wertverlust hat einen grossen Vorteil für verschuldete Länder: die € Schulden werden auch weniger wert, also faktisch weniger.

    • wertverlust in einem währungsraum?? verstehe ich nicht!
      wertverlust gegenüber wem??? gegenüber wem werden €-schulden weniger???

      wo ist der Zusammenhang?

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