Im Gespräch: Dr. Daniele Ganser („Imperium USA: Die skrupellose Weltmacht“) (Podcast)

In der Geopolitik ist die Anwendung von Gewalt das tägliche Brot. Daran hat auch die offizielle Einführung der Demokratie oder das offizielle Gewaltverbot der UNO nichts geändert. Wo es um Ressourcen oder Geld, im Kern also um Einfluss und Macht geht, gilt das Recht des Stärkeren. Das galt im römischen Imperium und erst recht für das amerikanische.

Die Kunst, die eigene Gewalttätigkeit unsichtbar zu machen, während die Gewalt des Gegners vollkommen übertrieben verkauft wird, ist die Aufgabe der Propaganda und da ist das Pentagon und seine 27.000 PR-Berater unangefochtener Weltmeister. Es geht um das inszenieren von Wirklichkeit. Es geht um Gehirnwäsche oder neudeutsch Framing an der Heimatfront, um immer neue Eroberungskriege führen zu können und dafür von der Bevölkerung auch noch beklatscht zu werden.

Der Schweizer Historiker Dr. Daniele Ganser gehört bei der Enttarnung dieser imperialen Politik zu den Meistern seines Faches. Wer sein aktuelles Buch „Imperium USA: Die skrupellose Weltmacht“ gelesen hat, muss mit der Erkenntnis leben, dass wir nicht die Guten sind und unsere Presse alles andere als staatsfern ist. Wir alle leben in einer Ideologie-Blase und werden so unter Spannung gehalten. Das System erzeugt in uns Angst über die Konstruktion eines permanenten Feindbildes. Was gestern die Atombombe, der Russe, dann der Terror der Araber war, ist heute ein tückisches Virus, das zuerst in China aufgetauchte und uns alle vorübergehend wesentlicher Grundrechte beraubt.

Die neue Normalität ist die alte und beruht auf unbedingtem Gehorsam. Eine bewährte Methode autoritärer Systeme, die nur beim einzelnen greift, wenn dieser eingeschüchtert werden kann. Angst essen Seele auf. Umso wichtiger ist es, den inneren Frieden zu finden. Ohne ihn ist ein Friede im außen nicht möglich. Er bleibt Utopie.

Im Gespräch mit Dr. Daniele Ganser geht es natürlich um den Status quo der Geopolitik, aber nicht nur. Es geht um Techniken, die der Historiker und Friedensforscher Ganser seit Jahren erfolgreich privat anwendet, um an den historischen Fakten nicht zu verzweifeln, sondern sich im Gegenteil immer wieder neu zu motivieren, seine Arbeit fortzuführen. Wie macht der Schweizer das? Im Gespräch mit Ken Jebsen kommen wir auch dem Menschen Daniele Ganser näher.

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Ein Kommentar zu: “Im Gespräch: Dr. Daniele Ganser („Imperium USA: Die skrupellose Weltmacht“) (Podcast)

  1. Ein paar Tage bevor das Interview gemacht wurde, hatte ich Daniele Gansers Buch nicht nur gelesen sondern verschlungen. Von der Materie her war mir zwar Vieles nicht neu, doch in dieser Synopse des imperialen Kriegstreibens hat es mich sehr bewegt. Ich musste ein paar Mal pausieren, weil durch meine Wut über die skrupellose oligarchischen Strukturen mein Lesezentrum im Hirn beeinträchtigt war.

    Viel Menschliches, das im Interview zu Tage tritt, haben meinen Eindruck von Daniele Ganser bestätigt: dass ihm der – nicht nur äußere sondern auch innere – Frieden und die Aufdeckung von kriegerischen Motivationen am Herzen liegen. Das vermittelt seine klare Sprache im Buch und im Interview. Er will möglichst viele Menschen für seine Sache gewinnen und er weiß, dass man dafür seine Feinde lieben (aber nicht unbedingt knutschen) muss.

    Natürlich hat er während seiner Sozialisation auch viel Glück gehabt. Das Aufwachsen in der kriegerisch weniger vorbelasteten Schweiz, kommunikative tolerante Eltern, hat eine anthoposophische Pädagogik genossen, die, ob ihrer Feinfühligkeit auf Selbstermächtigung setzt, gerade dann, wenn man mit seiner Meinung allein da steht. Er konnte studieren, gar promovieren und wenn’s nicht anders ging auch Sprünge ins Ungewisse, ins Nichtwissen wagen.

    Ich danke dir, Daniele.

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