KenFM im Gespräch mit: Dirk Koch („Der ambulante Schlachthof“)

Dirk Koch hat den Großteil seines Lebens als Reporter und Redakteur beim SPIEGEL verbracht.

Er leitete das SPIEGEL-Büro der Hauptstadt, und die hieß damals Bonn. In der Bonner Republik lief man als politischer Reporter den Mächtigen permanent über den Weg. Bonn war wesentlich direkter, wenn es um den Zugang zum Machtapparat ging.

Das heutige ehemalige Nachrichtenmagazin SPIEGEL war unter Gründer Rudolph Augstein auch noch eine völlig andere Gazette. Die Chefetage ging für die Pressefreiheit auch schon mal Monate lang in U-Haft, und die Redakteure waren angewiesen, sich wie Terrier in Geschichten einzugraben. Man lag Wochen und Monate auf der Lauer, traf sich mit Informanten. Recherche hieß damals noch nicht Google. Der Journalismus war deutlich mutiger und vor allem unabhängiger von den Zirkeln der Macht. Ein Zeitzeuge wie Dirk Koch empfand sich eher wie ein ermittelnder Kripo-Beamter als eine Person, die sich durch Hündeln vor den Mächtigen für einen Job in deren Reihen empfahl.

Im Gespräch mit KenFM nimmt Dirk Koch kein Blatt vor den Mund, erzählt so manche Anekdote aus der Bonner Republik und kritisiert die Kollegen von heute massiv. Er wirft ihnen schlicht Unfähigkeit und den Hang zur Unterwürfigkeit vor.

Inhaltsübersicht:

ab 00:29:39 Augstein, Möllemann und Waffenexporte
https://youtu.be/2BE0JSSve3Y?t=29m39s

ab 00:36:11 Kochs Familie, seine Brüder und die Vergangenheit
https://youtu.be/2BE0JSSve3Y?t=36m11s

ab 00:39:56 Journalismus damals und heute
https://youtu.be/2BE0JSSve3Y?t=39m56s

ab 00:47:28 Wie unabhängig sind Journalisten heute?
https://youtu.be/2BE0JSSve3Y?t=47m28s

ab 01:01:42 Wer war Helmut Kohl? (Kohl der Europäer)
https://youtu.be/2BE0JSSve3Y?t=1h1m42s

ab 01:05:37 Wer ist Angela Merkel? (Merkel, Flüchtlinge und die Türkei)
https://youtu.be/2BE0JSSve3Y?t=1h5m37s

ab 01:11:36 Wer war Franz Josef Strauß? (Strauß und seine Außenpolitik)
https://youtu.be/2BE0JSSve3Y?t=1h11m36s

ab 01:15:28 Wer ist Wolfgang Schäuble? (Das Attentat, sein Ehrgeiz und die Dis ziplin)
https://youtu.be/2BE0JSSve3Y?t=1h15m28s

ab 01:20:35 Begegnungen mit Heiner Geißler (Erfahrungen beim Joggen in Chile)
https://youtu.be/2BE0JSSve3Y?t=1h20m35s

ab 01:23:44 Hannelore Kohl über ihren Mann
https://youtu.be/2BE0JSSve3Y?t=1h23m44s

ab 01:25:06 Politiker sind auch nur Menschen (Politik, ein blutiges Geschäft)
https://youtu.be/2BE0JSSve3Y?t=1h25m6s

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56 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Dirk Koch („Der ambulante Schlachthof“)

    • @Guten Abend Herr Martin (Jens Martin Schlatter?),
      sind Sie möglicherweise der Wikipedia-User J-m.s (https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:J-m.s bzw. https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Jensmartinschlatter.jpg), der direkt nach dem Interview von Professor Mausfeld mit Ken Jebsen in Wikipedia zur Person Professor Mausfeld folgendes geschrieben:

      „Vertreter einer Verschwörungstheorie“
      https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Rainer_Mausfeld&diff=156753409&oldid=156250482

      und die Links zu dem Beitrag „warum schweigen die Lämmer“ und dem Interview mit Ken Jebsen gelöscht und damit keiner seine Änderung rückgängig machen kann folgenden Hinweis eingefügt hat: „Ich werde hier eine Teilsperrung des Artikels wegen Editwar beantragen.“ (23:41, 13. Aug. 2016 )?

      Wenn ja, können Sie mir bitte Ihre Beweggründe nennen:
      – Weshalb Sie Professor Mausfeld für einen Vertreter einer Verschwörungstheorie halten?
      – Weshalb Sie die Links zu dem Kenfm-Interview und dem Beitrag „warum schweigen die Lämmer“ in der Wikipedia gelöscht haben?
      – Weshalb Sie sich auf diesem Portal aufhalten und die Interviews, deren Veröffentlichung Sie zu verhindern versuchen, kommentieren?

  1. Ist das nicht völlig nebensächlich, ob und vor allem die Sache des ehem. Spiegel Journalisten wieviel der Mann trinkt? Seine verdienste stehen bei mir im Vordergrund. Ich z.b. Grille sehr gerne und in den Augen von manchen Veganern hier ist das sicherlich viel niederträchtiger als alkohol zu trinken. Ja so schnell kann das gehen mit dem verwerflichen Lebenssril. Seid ihr schreiberlinge denn hier selber ohne fehl und tadel?

    ich finde die aktion mit dem Whisky extrem cool. Ich selber liebe Whisky. Und das Ken als Abstinenzler ein paar Tropfen probiert finde ich auch symphatisch… Das verbindet doch die beiden mehr, als wenn einer allein trinkt und der andere als Hardliner nur zuguckt und sein dagegensein feiert.

    Die Inhalte des gesprächs haben mir auch sehr gut gefallen.

  2. allgemein …

    Die Plattform //terraherz.wordpress.com (https:) bietet mehrmals täglich upgedatet eine sehr interessante Auswahl an kritischen, aufklärerischen YT-Kanälen und „Bürger-Journalisten“ Formaten an, Themen bunt gemischt … es lohnt sich da täglich mal reinzuschauen .. es ist bestimmt für jeden was dabei!!! 🙂
    Viel Spaß bei der Entdeckungsreise!

    • Bei der Entdeckungsreise hatte ich wenig Spaß. Zwischen all dem wirren Zeug entdeckte ich die Anzeige für ein Buch aus dem KOPP-Verlag „Schwarzbuch alternative Lügenpresse – Wie die alternativen Medien uns in eine sozialistische Weltregierung treiben“. Laut Abbildung auf dem Buchumschlag gehören Compact, Russia Today, William Engdahl, Wissensmanufaktur und KenFM in den Papierkorb. Gleichzeitig wird in einer anderen Anzeige für Compact geworden. Naja, das sind wahrscheinlich Anzeigen, bei denen die Klicks etwas Geld einbringen und auf deren Inhalt der Site-Betreiber keinen Einfluß hat.

      Ich habe wenig Lust, mir besagtes Buch zu kaufen. Vielleicht hat es hier jemand gelesen und kann kurz erläutern, inwiefern KenFM und die anderen uns angeblich in eine sozialistische Weltregierung treiben und was die Alternative zur „alternativen Lügenpresse“ wäre.

    • @ Christian Steifen

      wen meinen Sie denn damit? Regierungshörige?
      Ev. denken Sie noch mal über Ihren Begriff nach und definieren das genauer?
      Gehen Sie mal all Ihre Schubladen durch … bevor Sie Menschen einfach mal so in eine reinlegen! 😉

  3. Die berühmte „Swinton-Rede“ … wer sie noch nicht kennt:

    Eines Abends etwa um das Jahr 1880 war John Swinton, damals der bedeutendste New Yorker Journalist und Chef-Leitartikel Schreiber der „New York Times“ in d. Zeit von 1860 – 1870 Gast eines ihm zu Ehren von seinen früheren Branchenkollegen gegebenen Banketts. Irgendjemand, der weder die Presse noch Swinton kannte, brachte einen Trinkspruch aus, auf die „unabhängige Presse“. Swinton schockierte seine Kollegen mit dieser Antwort:

    
“Es gibt hier und heute in Amerika nichts, was man als unabhängige Presse bezeichnen könnte. Sie wissen das und ich weiß das. Es gibt keinen unter Ihnen, der es wagt seine ehrliche Meinung zu schreiben, und wenn Sie sie schrieben, wüssten Sie im voraus, dass sie niemals gedruckt würde. Ich werde wöchentlich dafür bezahlt, meine ehrliche Überzeugung aus der Zeitung, der ich verbunden bin, herauszuhalten. Anderen von Ihnen werden ähnliche Gehälter für ähnliches gezahlt, und jeder von Ihnen, der so dumm wäre, seine ehrliche Meinung zu schreiben, stünde auf der Straße und müsste sich nach einer anderen Arbeit umsehen. Würde ich mir erlauben, meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung erscheinen zu lassen, würden keine vierundzwanzig Stunden vergehen und ich wäre meine Stelle los. Das Geschäft von uns Journalisten ist es, die Wahrheit zu zerstören, freiheraus zu lügen, zu verfälschen, zu Füßen des Mammons zu kriechen und unser Land und seine Menschen fürs tägliche Brot zu verkaufen. Sie wissen es, ich weiß es, wozu der törichte Trinkspruch auf die unabhängige Presse. Wir sind die Werkzeuge und Vasallen reicher Menschen hinter der Szene. Wir sind die Marionetten, sie ziehen die Schnüre und wir tanzen. Unsere Talente, unsere Fähigkeiten und unsere Leben sind alle das Eigentum anderer. Wir sind intellektuelle Prostituierte.“

    Besser kann man es nicht sagen!

    daher der Begriff „presstitutes“! 😉

    • Natürlich: Immer zahlt der Teufel mit seinem Falschgeld die Journalisten. Medien kann man sich um die Po Backen schmieren.

    • Die Wissenschaft wird auch vom Teufel mit Falschgeld bezahlt. Die Journalisten gehören in die Tonne. Die Wissenschaft jedoch ist auch mit dem Teufel im Bunde – absolut überhaupt keine Wahrheit also.

    • Es sei nicht Aufgabe der Presse, die Wahrheit zu verbreiten, sagt auch Prof. Mausfeld. Ja, das ist wohl so, aber dennoch gibt es graduelle Unterschiede der Verkommenheit. Manche Leute meinen, vor 20 oder 30 Jahren war alles viel besser, da bot die Presse noch eine gewisse Meinungsvielfalt und der „Spiegel“ war tatsächlich investigativ. Ich war damals zwar auch schon der Meinung, daß die Presse den Herrschenden diente, aber ganz so schlimm wie heute war sie wohl nicht. Jedenfalls gab es noch ein paar echte Journalisten und nicht nur armselige Agenturabschreiber.

      Heute ist die Presse wirklich zur LÜGENPRESSE verkommen und wer da mitmacht, macht sich mitschuldig, auch wenn er verständlicherweise um seinen Job bangt.

      Denken wir mal kurz an die Presse ab 1933. Die Schriftleiter bei NS-Parteizeitungen waren wenigstens Überzeugungstäter, aber was war mit den bürgerlichen, vormals demokratischen Blättern, die weiter erscheinen durften? Deren Schreiber, soweit sie nicht entlassen wurden, haben sich schnell an die neuen Verhältnisse angepaßt, sich gleichschalten lassen und dienten dem Regime bis zur letzten Minute. Sie mußten auch ihre Familien ernähren, aber soll man sie dafür entschuldigen?

      Ist die Gleichschaltung heute nicht ganz so eindeutig wie zu NS-Zeiten? Ich denke, es fehlt nicht mehr viel. Die Propagandamethoden sind jetzt noch ausgefeilter als damals, weniger holzschnittartig. Da man uns Demokratie und Pluralismus vorgaukeln will, muß man eine gewisse Meinungsvielfalt simulieren. Dadurch kann die Propaganda nicht ganz so radikal sein wie zu NS-Zeiten, ab und zu rutscht sogar die Wahrheit durch. Wahrscheinlich ist die Propaganda dadurch noch wirkungsvoller geworden.

      Machen wir uns nichts vor: Damals wurde die Propaganda von den meisten Deutschen geglaubt, sie war erfolgreich, und heute ist es wieder so. Es ist und bleibt sehr schwierig, dagegen anzukommen. Die „Nachdenkenden“ werden immer eine kleine Gruppe bleiben, jedenfalls zu klein im Verhältnis zur Masse der Schweigelämmer, die der LÜGENPRESSE unerschütterlich glauben.

    • @Wolfgang Gerber: ihrer Beschreibung der Presse stimme ich voll zu. Aber ich träume immer noch -falls es überhaupt noch eine geben kann- von einer Zukunft auf diesem Planeten, wo sich die MEHRHEIT der Wirklichkeit verpflichtet fühlt. Dies ist bei der heutigen Faktenlage natürlich erst einmal unvorstellbar, aber wir Menschen haben das Geheimnis des Lebens trotz aller Bemühungen doch noch nicht lüften können. Es ist in jeder Beziehung unberechenbar.

  4. „Ihr jubelt über die Macht der Presse? Graut euch nie vor ihrer Tyrannei?“ Die Medien hatten schon immer die Aufgabe, die Masse der Menschen zu lenken. Mit Wahrheit und Objektivität haben Medien nicht viel zu tun. Seit 9/11 ist es eben schlimmer geworden. Über 9/11 lügen die Medien – wissentlich – und auch ansonsten kommt nur noch noch Täuschung, Propaganda und Lüge von den Medien.

    • Kleine Anmerkung:

      Vielleicht ist es auch gut, dass die Medien seit 9/11 in allen Punkten nur noch grob lügen. Es könnte sein, dass die Menschen diese ganze Lügerei erkennen und daraus lernen

    • Noch eine Anmerkung:

      „Journalisten sterben und siechen dahin“ — oder so ähnlich heißt es.

      Journalismus sollte natürlich auch verschwinden. Journalisten werden vom Teufel bezahlt – mit Schuldgeld aus dem Nichts. Die führen auch die Aufgabe aus, die der Teufel von ihnen verlangt: Journalisten lügen im Auftrag vom Teufel! Die Medien müssen deshalb auch untergehen.

    • Letzte Anmerkung: Dieser Dirk Koch gefällt mir nicht! Der ist ein Heuchler! Der kapiert überhaupt nicht, dass er früher ein Lügner war und es noch heute ist! Der will nicht kapieren, dass er einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat! Aus der Nummer kommt der nicht raus! Lieber Herr Koch: Nicht die RAF hat Alfred Herrhausen und Herrn Rohwedder getötet! Das waren die Aufträge vom Geldadel! Die RAF war eine Tochtergesellschaft der Nato! Schon zu ihren Zeiten haben die Medien gelogen ohne Ende!

    • @Holger:
      Mit Ihreren Veralgemeinerungen scheren sie alles über einen Kamm.
      So einfach ist die Welt nicht.
      Sind Sie so verbittert?
      An eine Weltverschwöhrung glaub ich nicht. Da gibt es zu viele unterschiedliche Interessen.

  5. Wisst ihr, ich mache mir gerade Gedanken, was angesichts der kurzweiligen Geschichten aus Kochs Vita, Ken Jebsen mit ihm noch so ausgetauscht hat angesichts des guten irischen Whisky s, denn er ein paarmal erwähnte. Ich habe hier in Berlin 8 Jahre hinter einer Bar gearbeitet und so des öfteren Informationen erhalten, die man nicht erwarten würde. Ich habe auch in meinem Bekanntenkreis viele Menschen kennengelernt, die durch Alkohol und Drogen in ein Leben verfielen aus Lügen, Verleugnung und Rücksichtslosigkeit. Vielleicht bin deshalb ein wenig sensibel bei diesem Thema, aber wenn er seiner EHEFRAU versprechen musste,erst wieder zu Hause zu trinken und dieses Versprechen brach in voller Öffentlichkeit, nehme ich an (auch angesichts seiner Aussprache und seinem pathologischen Äusseren), dass Herr Koch selbst Probleme hat, die er unter Auflistung der im allgemeinen trinkenden sogenannten Mächtigen zu kaschieren versucht. Ich weise deshalb auf diese Beobachtung von mir hin, weil ich zu verstehen versuche, warum ausgerechnet er kenfm als Forum benutzt, um sein Buch zu vermarkten. Ich danke Ken Jebsen dafür, dass er ihn interviewt hat, denn es hat mir gezeigt, dass die Probleme und Belastungen von Herrn Koch so gross sein müssen, dass er im Alter nochmal die Kraft gefunden hat, sein durch sein geheimes internes Wissen erlangte schlechte GEWISSEN etwas zu erleichtern und auch seinen Narzismus auszuleben. Auch er möchte ein Erbe hinterlassen und kann jetzt Stolz behaupten, dass er Ken Jebsen ein Interview gegeben hat. Und weil Ken Jebsen ein Friedensaktivist ist, denkt er, er hätte jetzt Anteile daran. Aber das ist Falsch Herr Koch. Sie haben davon geredet, wie wichtig es ist, dass hinter der Arbeit eines investigativen Journalisten ein stabiler Hintergrund wie treue Kollegen oder Familie sein müssen. Angesichts dieser Opfer ist es ihre verdammte Pflicht, nicht nur im Nachhinein an Oberflächen zu kratzen, sondern voll auszupacken. Oder weiterhin einen 7 jährigen sich zu genehmigen. Falls ich hier mit meinen Beobachtungen über Herrn Koch falsch liegen sollte, schliesst das meine letzte Forderung dennoch nicht aus, etwas mehr Inhalt und Wahrheit rauszulassen. Dem Frieden zur Liebe,oder?

    • @pooler ; danke f ihren beitrag – gut beobachtet. die zwei seiten der medaille journalismus wurden hier offengelegt – dafür dank auch an kenfm;
      und dank an herrn koch sich aus seinem psychischen (folter-)keller zu diesem interview begeben zu haben;
      ja die balastungen waren nicht gespielt
      danke

    • „ja die balastungen waren nicht gespielt“

      Alle Belastungen sind gespielt. Das geht nicht anders. Man kommt als Mensch zur Welt und wird dann zum Diener vom Teufel gezwungen. Das ist eben die Rolle „Person“ – die müssen wir alle spielen

  6. Für mich ein Gespräch, dessen Unterhaltsamkeit den informativen Inhalt überflügelte. Ich bin mir über den jeweiligen Wahrheitsgehalt der einen oder anderen Recherche nicht sicher, ob diese jeweiligen Gegebenheiten, der Geschichte nicht doch nur den „gewünschten“ Rahmen verschaffen sollen…
    Ebenso ist es mir ziemlich egal, ob Politiker menschliche Verhaltensweisen an den Tag legen.
    Daß Politik nur möglich ist mit diverser krimineller Energie… das war für mich das Hauptfazit dieses Interviews.
    Ken Jebsen brillierte wieder mit Kompetenz und Integrität.
    Ein solches journalistisches Urgestein vor das Mikro zu bringen , zeigt einen Gast, der das Niveau des Gastgebers erkennt . Hut ab, Herr Jebsen!

    • Wahnsinn! Ich bin gespannt, wie viele außer mir hier sich dieses VIdeo, bzw. diese Analyse ansehenhören, sich ihre eigene Gedanken machen und dann hier kommentieren! Danke für den Hinweis! Ich habe davon nichts gewusst.
      Der Name Gutjahr war mir gar nicht bekannt.

    • Das mit Richard Gutjahr ging schon kurz nach den Anschlägen durchs Netz. Da ich regelmäßig die Beiträge von LangeR anschaue hab ich auch dieses Video gesehen. Super recherchiert und bis ins kleinste Detail bewiesen, dass die Attentate inszeniert waren.

    • Die Geheimdienste scheinen aber wenig sorgfältig in der Auswahl ihrer Agenten zu sein. Aber bei dieser geistigen Verschlafenheit und Verdrängungswut unserer Bevölkerung ist das wohl auch nicht so wichtig. Sie haben ja die Waffengewalt hinter sich und brauchen keine Angst vor den wenigen haben, die noch ihren eigenen Wahrnehmungsorganen vertrauen, oder?

  7. Auch ein gutes Gespräch, das den zukünftigen Journalisten, oder denjenigen, die am „Werkzeugkoffer des Neoliberalismus“ mitarbeiten möchten aufzeigt, wie am ehesten etwas aufbereitet werden kann, was Substanz hat.

    Durch Aufgabenteilung. Durch verschiedene Bereiche.

    Für alle anderen User, die wieder mal inhaltlich alles genau analysieren, korrigieren etc. benennen möchten: auch ihr seid wichtig. Ihr konsumiert und unterstützt KenFM und bleibt passiv. Auch so etwas ist wichtig.

    Ich hoffe, es finden sich einfach noch viel viel viel mehr Menschen, die das Interview von Rainer Mausfeld gesehen haben und sich vernetzen möchten. Passiver Konsum kann auf Dauer zu Frust führen – ich schreibe aus der Erfahrung mehrjähriger Nachrichtenschädigung.

  8. Dieses Gespräch mit Dirk Koch legt m.E. ein anderes Format nahe. Etwa „Kamingespräche“ wo Insider in entspannter Atmosphere über ihre Erlebnisse mit einflußreichen Personen aus Politik, Wirtschaft usw. frei plaudern. Jedoch Erlebnisse positiver Art (!), über die sich eben auch frei reden lässt. Klar, das Dirk Koch nicht allen Schmutz rauslassen kann, aber wäre das auch wirklich von Interesse? Ich finde nein. Müll gehört entsorgt, nicht verbreitet. Aufmerksamkeit verdienen dagegen Schilderungen besonderer Handlungen, Momente und Lichtblicke. Wer erheben will, sollte auch Erhebendes erzählen 😉

    • Soweit ich mich erinnere, war ich schon des öfteren mit Ihnen ähnlicher Meinung. Diesmal aber gar nicht. Ich interessiere mich nicht für „Kamingespräche“- und schon gar nicht in dieser Zeit und an dieser Stelle.

  9. Kenfm tut gut daran Menschen einzuladen die nicht bloß kopfnickend in allem zustimmen. Diese Gespräche sind im Grunde deutlich interessanter und ich finde es schade, dass Ken viel zurückhaltender fragt als er es bei Gästen macht, bei denen er weiß, dass sie praktisch mit ihm auf einer Linie sind. Witzig übrigens wie er sich am Anfang, genau wie bei Rainer Mausfeld, wie ein Kind freut den Gast ansagen zu dürfen 😀

    • „Witzig übrigens wie er sich am Anfang, genau wie bei Rainer Mausfeld, wie ein Kind freut den Gast ansagen zu dürfen “
      Und uns freuts’s natürlich auch – es wird für die Dreckschleudern immer schwerer, ihre Diffamierungen aufrecht zu halten.

    • Hallo,
      ja Herr Jebson freut sich über diesen Gast und ich tue das auch. Immer mehr findet ich meinen Dauerauftrag für dieses Portal bestätigt.

      lg
      ein Ösi

  10. Das war ein angenehmes Gespräch zwischen den Herren Koch und Jebsen. Koch hat seinen Jornalistenberuf wirklich ernst genommen und war mit seinem Partner und Team sicherlich bemüht, als vierte Kraft im Staate, den agierenden Politikern und ihren Umgebungen auf die Finger zu schauen und notfalls auch kräftig darauf zu klopfen.
    Kann man heutige Kollegen aus dem „Qualitätsjournalismus“ die eine ähnliche Haltung zeigen wie Herr Koch, und die es durchaus auch noch geben soll, auch einmal hier hören und sehen?
    Heute Morgen hatte ich einen guten Start für den Tag.

  11. Politiker sind „bloß Menschen mit ihren Fehlern“ sagt Ken Jebsen. Genau – und deshalb darf man die Gesellschaft nicht aufteilen in unmündige und mündige Menschen. In jene die herrschen und die anderen, die beherrscht werden oder sich beherrschen lassen (durchaus als Vorwurf gemeint) – denn dann würde man einem kleinen Teil unterstellen, besser bescheid zu wissen, über das angebliche Wohl des übergroßen Rests. Eher ist aber davon auszugehen, dass jeder Mensch ein ganzes Leben braucht um sich über sich klar zu werden und am Ende immer noch ein ganzer Ozean Leben wartet, der entdeckt werden will, in jedem selbst, in jedem Selbst. Dieser Tatsache, die wir alle empfinden, widerspricht die ewige Kinderstube der Bevormundung in der wir Leben.
    Kindergärtner, Lehrer, Ausbilder, Professoren, Vorarbeiter, Unternehmer, Pfaffen, Priester, Ärzte, Offiziere, Rechtsanwälte, Staatsanwälte, Politiker, Eigentümer – all diese Stellungen über anderen bedeuten nur, dass der Mensch eines lernt: Gehorsam und damit die Abgabe von Verantwortung für sein eigenes Leben.
    Das Resultat ist, dass die Menschen ein Leben führen ohne sich über sich Selbst klar zu werden, bzw. für ihre Taten einen Weitblick zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen.
    Das Resultat spiegelt unsere heutige Gesellschaft – man sieht es in jedem Menschen, dass mangelnde Verantwortung auf der einen Seite und mangelnde Nähe zu sich Selbst und seinen eigenen Bedürfnissen auf der anderen, Chaos und Unzufriedenheit stiftet.
    Das was Jebsen in einem anderen Video anspricht, „mehr als Klasse denken“, „mehr als Spezies denken“ das stimmt und führt teilweise zu der tiefen allumfassenden Krise in der wir uns befinden heraus, aber wichtig ist auch das eigene Ich kennenzulernen und zu betätigen.
    Man kann, wie es einige Gurus und Neo-Hippie-Mutanten und Esos behaupten, NICHT zu sich selbst finden, wenn man immernoch in einer Gesellschaftsform angedockt ist, die auf Gehorsam und Konsum basiert. Gehorsam den Gesetzen gegenüber, dem völlig absurden Eigentum gegenüber, ist ein Ausschalten des eigenen Selbst. Man muss sein Selbst auch betätigen. Wie ein Muskel, der schrumpft, wenn er brach liegt.
    Dazu ist ein anderer Typus von Gesellschaft nötig, die dem Einzelnen Eingreifen in die ihn betreffenden Prozesse ermöglicht und jeden Überbau abschafft, der dem widerstrebt, der diese Freiheit beschneidet. Denn das ganze ist ein zweischneidiges Schwert: Ermöglicht man dem Menschen Freiheit, kann er überhaupt nur Verantwortung übernhemen und dann wird sein Handeln auch ethisch durchtränkt. Engt man ihn ein und gibt ihm einen Aktionsradius zwischen Lohnarbeit und Existenzangst, dann wird er automatisch ein eingezwängtes Käfigwesen, welches um sich beißt und völlig ohne Empathie anderen den gleichen Schaden zufügt, den er auch erlitten hat – das ist heute überall so.
    Diese Kohls und Strauß’s und Pinochets, die geschildert werden, sind keine besonderen Menschen, wie Jebsen schon zusammenfasst, sondern Menschen mit Fehlern. Ermöglicht man Macht im Sinne des Gehorsams, dann heißt das nichts anderes, als dass man deren Fehler auf alle anderen überträgt, plus das ethische Selbstempfinden der großen Masse untergräbt.
    Ich finde beinahe jeder ungeschönte Bericht über das Wirken von Politikern und Mächtigen ist ein Argument für die Befreiung der Gesellschaft von Zentralismus, Statt und Eigentumsdenken.

    • „Am Ende ist natürlich der Staat gemeint“

      Was soll „Staat“ denn sein? Kein einziger „normaler“ Mensch ist jemals auf die Idee gekommen, einen Staat zu gründen bzw. überhaupt den Begriff Staat zu kreieren. Staat lässt sich definieren: „Staat ist die Rechtfertigung für das Besitzen von Menschen“

      Und genau darum geht es: Die Verwaltung der Menschen innerhalb von einem Staat. Dafür haben die Herrschenden – in oberster Instanz der Vatikan – den Staat erfunden.

  12. Ich habe die Ära Brandt, Wehner, Kohl, Barzel, Strauss, Schmidt u.u.u. miterlebt. Eine politische Affäre jagte die nächste, die Tagesschau war eher links orientiert, während sich „Heute“ eher rechts orientierten. Bei uns Zuhause hieß es nicht ZDF sondern CDF.

    Jede Bundestagdebatte wurde verfolgt und wir diskutierten lebhaft. „Der Spiegel“ und „Der Stern“ gehörten zu Pflichtlektüre und Hildebrandt und Co. zogen vom Leder, was das Zeug hielt. Doch das politische Kabarett musste uns nicht aufklären, so wie es heute „Die Anstalt“ macht, die sich für eine Sendung nicht an den öffentliche-rechtlichen Medien orientieren kann, sondern dazu die alternativen Medien braucht…

    Hier ein Lied von Konstantin Wecker, ich glaube aus dem Jahr 1978:
    https://www.youtube.com/watch?v=86S1iKWw654

    Und hier der Text zum lesen:
    du mußt verstehn! aus eins mach zehn, und zwei laß gehn, und drei mach gleich, so bist du reich. verlier die vier! aus fünf und sechs, so sagt die hex, mach sieben und acht, so ist’s vollbracht: und neun ist eins, und zehn ist keins.
    das ist das hexeneinmaleins.

    (ref:) immernoch werden hexen verbrannt auf den scheiten der ideologie. irgendwer ist immer der böse im land und dann kann man als guter und die augen voll sand, in die heiligen kriege ziehn.

    als sie giordano bruno verbrannten sandte sein gott keine blitze gegen das unrecht. munter flackerte das feuer. der pöbel mußte manchmal husten zwischen zwei lachern, so qualmte giordano. oder grandier, neben seinem scheiterhaufen sonnte sich richelieu. 14 nonnen mit klistierspritzen garniert, wälzten sich vor wollust und gier. und das christliche abendland sann befriedigt weiter auf gute taten. was hat dieser ketzer mit uns zu tun, flötet unser jahrhundert. doch 300 jahre später konnte ein gewisser trotzki, angeklagt der unzucht mit der freiheit, das haupt dogmen baljo gespalten, 300 jahre später konnte dieser trotzki die menschheit nur noch um vergebung bitten für seinen henker.

    (ref:) immernoch werden hexen verbrannt auf …

    sacco und vanzetti, keiner rothaarig, nie mischten sie zaubertränke um mitternacht. auch des nachbarn kühe gediehen vortrefflich. trotzdem wurden sie niedergemetzelt von den schergen der mickey mouse. oder sechs millionen juden, fürwahr eine heerschar von hexern, zum aderlaß geprügelt für die reinheit des blutes. schrecklich! schrecklich! und die mönche der demokratie wedeln verzeihung heischend mit der rute und siehe, der freigeist geht um!

    alle sind aufgeklärt, doch wer weiß bescheid!? heute haßt man modern. die angst ist die flamme unserer zeit und die wird fleißig geschürt. sie verbrennen dich mit ihrer zunge und ihrer ignoranz. dicke freundliche herren bitten per television zur jagd. tausende zum feindbild verdammt halten sich für’s exil bereit. die schlupfwinkel werden knapp, freunde. höchste zeit aufzustehen!

    du mußt verstehn! aus eins mach zehn, und …

    (ref:) immernoch werden hexen verbrannt auf …

    Auch wenn wir damals in etwa wussten, was hinter den Kulissen passiert…hat es etwas verändert? Heute ist es schlimmer denn je…
    Und ich frage mich, was muss noch passieren, damit wir endlich aufstehen!

    Die Arbeit der Kripo unterscheidet sich schon sehr vom Journalismus: Klärt die Kripo einen Fall auf, hat das für den Täter Konsequenzen, klären Journalisten auf, bleibt das in der Regel folgenlos…oder es wird ein „Bauernopfer“ gefunden, was dann zurücktreten muss…

    Wobei natürlich auch die Kripo oft an ihre Grenzen stösst, jedenfalls dann, wenn es um das organisierte Verbrechen geht…
    Und ja, das Gespräch mit Dirk Koch war interessant für mich, weil es noch einmal alte Erinnerungen in mir hoch kommen ließ…Allerdings hätte ich mir schon gewünscht, dass er noch deutlicher Stellung bezieht! Doch er ist kein „Nestbeschmutzer“ und dafür wird er seine Gründe haben.
    Jedenfalls finde ich es toll, dass er zu Ken Jebsen in den Keller ging…alleine das ist ja auch schon ein Statement von Koch! Als Journalist wird er schließlich gewusst haben, mit wem er da spricht…:-)

    • Schöner Text von Ihnen und Konstantin Wecker. Dass Koch sich mit seinem Buch von Jebsen interviewen ließ beweist für mich hier erst einmal, dass Jebsen in intellektuellen Kreisen anerkannt ist und dass sich Bücher auch danach besser verkaufen. Aber was Koch früher an Aufdeckungsarbeit geleistet hat, ist in jedem Fall unbestreitbar anzuerkennen. Dennoch sitzt er mir auch heute zu fest im Sattel eben dieser verderbten Gesellschaftsordnung.

    • „Ich habe die Ära Brandt, Wehner, Kohl, Barzel, Strauss, Schmidt u.u.u. miterlebt. Eine politische Affäre jagte die nächste, die Tagesschau war eher links orientiert, während sich „Heute“ eher rechts orientierten. Bei uns Zuhause hieß es nicht ZDF sondern CDF.“

      Die guten alten Zeiten können auch nicht viel besser gewesen sein. Zum Beispiel muss ich nur 1 + 1 rechnen, um zu wissen, dass die RAF eine Tochtergesellschaft der Nato war.

  13. unter anderem @ Horst Kietzmann ….

    Obama und Merkel:
    Ja, genau, an der Stelle hats mich dann auch komplett vom Stuhl gehauen! Irre! Aber leider nicht nicht nur da ….
    Aber diese total „un-investigative“, völlig nebulose Schwampf-Aussage (die Kombination Obama-Merkel) hat eigentlich das gesamte Gespräch, das interessant begann, wieder komplett auf Null gesetzt.
    Man (ich) weiß also , was man von diesem Mann zu halten hat.

    Zitat Koch: „Netzwerken ist wichtig! Man erfährt viel, aber man sagt eben nicht alles!“ 😉
    Klar! Einerseits bestimmt die richtige Herangehensweise, um sich als Journalist einen Namen zu machen unter Politikern und sog. „Eliten“ (sind ja alles andere als das – Ken erwähnte „Clowns“ haha ..) .. Infos zu bekommen, andererseits ist genau das die Vorstufe und das Kriterium (irgendwann mal, ab einem gewissen Zeitpunkt), um Anwärter zum „embedded“ Journalisten werden zu können, da aufzusteigen, mitzuspielen, mit allen „Privilegien“ … und dann (weils so geil ist!) schon sehr schnell als mehr oder weniger systemerhaltender, abhängiger „Lohnschreiber“ zu enden.
    Oder aber bei Zeiten auszusteigen, freiwillig im besten Fall (!), und ohne Privilegien, autark und sich selbst treu bleibend, soweit möglich? Sehr schwierig mit Haus und Hof und Kind und Kegel … Emphatisch gedacht, total verständlich!

    Und komisch, von Eigenschaften wie Zivilcourage oder Prinzipientreue hat Hr. Koch nichts gesagt.
    Auch mit den „Gegen-Netzwerken“ muss man sich als Journalist kurzschließen! Richtig! … v.a., wenn man wie heutzutage einer Übermacht an ideologischer Indoktrination und Korruption gegenübersteht. Eine absolute Gratwanderung! keine Frage! Aber, „nur die Harten kommen in´ Garten“ … wie übrigens überall! Da braucht man schon ein starkes, und der Zielgruppe MENSCH verpflichtetes „Herz“.
    Diese Herausforderung ist mir voll bewusst und ist eben keinesfalls für JEDEN!
    Aber als dermaßen verarschter Untertan wünscht man sich natürlich solche „Typen“ irgendwie wieder herbei … nicht mehr, nicht weniger. Sind sehr sehr selten, aber es gibt/gab sie. Manche sind schon da, zusätzliche werden kommen .. breitflächiger Bürger-Journalismus ist daher heute wichtiger denn je!!! Die einzige Chance?

    Herr Koch, ist ein total Ich-bezogener, erschreckend altersmilder, voll angepasster Schwadroneur, ein „Pseudo-Rebell“, der in diesem Gespräch den Journalisten-Nachwuchs so gut wie nichts wirklich entflammend Anspornendes mitgibt, außer eine Menge Plattitüden bla bla und Promi-Geilheit. Für mich persönlich, eine sehr schwache Vorstellung!

    Die KenFM-Gespräche v.a. z.B. mit Gerhard Wis-NEWS-ki, oder auch Ulfkotte (obwohl persönlich nicht so mein Fall) hatten/haben zumindest einen viel motivierenderen Charakter für „echte“, aus einem innerem Auftrag heraus agierende, zukünftige Reporter.

    Die oft proklamierte, hohe „Berufsethik“ verkörpert dieser Mann in keinem Fall, aber er weiß sie schön zu beschreiben. M.M!
    Ein sehr cleverer und versierter, Opportunist, heute selbstverliebt in seine beachtliche Vita, der mit den Bedingungen in der heutigen Zeit, müßte er jetzt anfangen, wohl kaum so weit kommen würde, oder aber gerade deshalb besonders weit? Nur mein Eindruck ….
    Alte Denke (viel Gutes und absolut Richtiges dabei, ohne Zweifel!) – aber ein absoluter Systemagent!
    Im Grunde verteidigt er auch heute noch Leute wie Kleber etc. .. also sehr mutig ist der Mann nicht (mehr?).

    Nachsatz:
    Guter irischer Whiskey, ab und zu, und in Maßen genossen, immer mit Wasser, ist bestimmt auch für Ken eine gute Sache, um die Wirkung auf Geist und Unterbwußtsein, in mußevoller, unabgelenkter Atmosphäre mal zu entdecken! 😀 .. Damit hat Hr. Koch zweifelsohne recht!

    Nachsatz 2: Ja, ich (wahrscheinlich die meisten hier) wünsche mir gehobene, aber knallharte Gespräche (kontroversiell naturgemäß) mit Leuten, die (oft vermeintlich) eine ganz andere Auffassung von den Dingen haben, oder andere VisionenIdeen etc … denn nur so wäre eine ergebnisoffene Meinungsbildung und ein Heranwachsen an „mündigen“ Bürgern überhaupt erst möglich! Der Diskurs mit ALLEN muss gepflegt werden, dann zeigt sich schon, wer die besseren Argumente oder Glaubwürdigkeit hat. Also her mit all den Geächteten aus verschiedenen Gründen, Elsässer, Petry, Janich, Popp, Strohm, Kahane, oder wer immer da in Frage kommt?? …

    Roger Willemsen z.B. (RIP) war darin ein absoluter Meister … aus seinen div. Gegenübern das Maximum an Information und Menschlichkeit herauszuholen, ohne selbst ideologisch jemals vereinnahmt zu werden.

    Leider habe ich große Zweifel, dass derartiges vom System, aber auch sonst von irgendwelchen Protagonisten überhaupt erwünscht wäre.

    Trotzdem Danke für das Gespräch an KenFM. Jeder wird auf seiner Ebene und Verständnis was davon mitnehmen können. Was auch immer? 😉

    Die noch mehr eher angepassteren, „üblichen Verdächtigen“ hier werden jetzt wohl wieder über mich herfallen? ..
    weil ich mich ab und an mal auch kritischer aüßere .. Bitte sehr, kein Problem! 😉 .. aber lernen wir wieder „Streitkultur“!? .. Demut? … und „Werte“ auch zu leben und sich nicht nur … im Honigtopf des eigenen, trügerischen!, Egos zu suhlen, nur um oft und oft … einfach nur zu schleimen? … Danke allen für mehr Verständnis und gegenseitige Empathie! 😉

    • Eine gut überlegte, tiefgreifende und aus meiner Sicht auch in allen Punkten zutreffende Kritik. Zitat Koch: „Die Wahrheit ist vielfältig“. Ist sie das? Oder kann man das nur so nennen?
      (Ich find’s allerdings prima, dass Ken Jebsen sonst KEINEN Alkohol trinkt!)

      Gern gelesen.

    • Hallo,
      Sie versuchen in den Kern vorzustoßen und haben hohe moralische Vorstellungen. Sie verwenden dazu harte ehrliche Worte. Man merkt Sie haben sich zeit und mühe für diese Analyse gegeben. In vielen Ihrer Ansicht gehe ich konform. Bin aber der Meinung, dass wir erst ein solches Niveau des Herrn Kochs wieder erreichen müssen. Danach können wir uns den hohen Moralischen Anforderungen die Sie aufzeigen hinarbeiten.
      lg
      ein Ösi

  14. Intuitiv nehme ich es aber so wahr, als ob die Merkel gar keine eigenen Entscheidungen trifft, sondern sich immer nur an die aktuelle Macht dranhängt und deren Vorgaben erfüllt. Was ich an ihr bewundere, ist allenfalls ihr Durchhaltevermögen dabei. Ähnlich sehe ich Schäuble.
    War aber interessant, einmal alles aus anderer Perspektive zu sehen und ich bewundere hier auch einmal mehr Ken Jebsens Talent, sich auf alle möglichen Persönlichkeiten so einstellen zu können, dass die sich sichtlich wohlfühlen.
    Das ist Naturtalent und kommt aus großem Herzen.

    • Puuhhhh! Wenn das nicht lobgehudelt ist! Richtig ist, dass Herr Jebsen sich hier mal meistens zurückgehalten und nicht dauernd dazwischengequatscht hat, wie früher bei älteren und langsamer sprechenden Gesrächspartnern. Herr Jebsen ist ja genau dafür oft kritisiert worden, dass er sich zu WENIG auf seine langsameren Partner einstellt.
      Eine Interssante Frage ist, ob das Koch-Interview nun zeigt, dass Herr Jebsen in dieser Sache lernbereit und -fähig ist – oder ob er vor dem erfahrenen alten Haudegen und Spitzenkollegen den Respekt hatte, den er bei anderen vermissen ließ.

    • Nein, das ist es nicht. Ich möchte nicht mit Schleim beworfen werden. Ich bewundere tatsächlich immer wieder das phänomenale Einfühlungsvermögen von Ken jebsen. Und was richtig und was falsch ist, können Sie hier nicht mit Rotstift ankreiden. Sie können nur ihre Art der Wahrnehmung kundtun, genauso wie auch ich und die anderen.

    • Und ich fand übrigens auch das Dazwischengrätschen von Jebsen bisher immer sinnvoll und kompetent. Wenn man so gut informiert ist, kann man sich das leisten oder sollte es vielleicht manchmal der Sache halber tun. Ich bin nun halt einmal begeistert über jemanden, der seinen Job so gut kann und macht. Darf ich das nicht? Ich kenne zur Zeit keinen vergleichbar guten Interviewer. Roger Willemsen war da gewiss auch nicht schlecht.

  15. Eigentlich wisst ihr Beobachter dieses Portals (Kompliment für die „Nachdenkenden“) doch schon alles!
    Ich kann mich da nur anschließen, denn mittlerweile lasse ich keine Literatur mehr aus, die mir im Geschichtsunterricht in der Schule – egal welche – unterschlagen wurde. Wir wissen sooo viel nicht! Und das wurde bewusst vor uns – der jüngsten Generation nach dem 2. Weltkrieg furchtbar gut verdeckt, versteckt und verschwiegen. Sogar die Eltern haben geschwiegen! Dann sind sie wahrscheinlich mittlerweile gestorben und kein Mensch hat eine Ahnung von dem, was da im letzten Jahrhundert passiert ist.
    Mein Vater war höchstens 18 Jahre alt, als er rekrutiert wurde für den sogenannten „Endsieg“ an der Ostfront. Man hat ihn am Hinterkopf und (jetzt echt) am Hintern dermaßen angeschossen, dass er wie tot auf einem Feld lag.
    Russische Bäuerinnen haben ihn später aufgesammelt, ihn versteckt – bis der Krieg vorbei war.
    Damit will ich nur ein kleines Beispiel geben, dass wir die menschlichen Zusammenhänge nicht vergessen dürfen!
    Politiker (allen voran USA) zetteln aus allen möglichen geopolitischen Gründen immer wieder Kriege an. Wenn dann mal ein Wesen, wie JFK, das versucht anders zu steuern – endet das wieder mal mit der Auslöschung einer gut gemeinten Veränderung der Welt.
    Und das ist genau jetzt das Thema! Wir haben keinen „JFK“! Aber wir müssen NEIN sagen zu dieser – sorry to say – SHIT POLITICS OF MERKEL AS A SLAVE TO THE NEW WORLD ORDER dictated by several known organizations in the U.S-
    I am not afraid!

    • ja, ich glaube, in diese „New World Order“ rutschten all diejenigen ahnungslos mit hinein, die sich Gedanken-und möglichst sorglos der geistig verdreckten und vergifteten permanenten Einflüsterung dieser kranken, überzivilisierten Welt hingeben. Menschen wie Angela Merkel z.B. sind wohl in unreflektierter Gläubigkeit an bestehende Mächtigkeiten aufgewachsen und wechseln nur an der Oberfläche die Etikettierungen. (Erst das Staatsorgan, dann Kohl, dann die Weltmacht USA. Für ihr Verständnis ja durchaus ein Aufstieg).

  16. Irgendwie interessant war das Gespräch schon. Ich werde die Lügenpresse aber weiterhin LÜGENPRESSE nennen. Sicher gibt es Zwänge, die die Arbeit der heutigen „Journalisten“ immer weiter einschränken, aber das ist keine Entschuldigung für ihre widerliche Verkommenheit. Die große LÜGE der Medien besteht darin, daß sie uns Seriosität und Qualitätsjournalismus vorgaukeln, während sie in Wirklichkeit Manipulation im Dienste der Machthaber betreiben. Sie verbreiten Hetze und Lügen bis hin zur unverhüllt kriegsvorbereitenden Propaganda. („Der Westen muß Putin jetzt endlich stoppen.“)

    Für „Journalisten“, die sich dafür hergeben, habe ich kein Verständnis, auch wenn sie unter irgendwelchen Zwängen stehen mögen.

  17. Tolles und interessantes Interview mit erstaunlichen Einblicken in die Abgründe der Macht. Auch Ken Jebsen hat es sichtlich Spaß gemacht. Danke für diesen angenehmen Zeitvertreib.

  18. Man muss nun wirklich nicht mit allem konform gehen, was Herr Koch politisch sagt und denkt. Wichtig ist, dass Ken Jebsen es geschafft hat, ein Großkaliber des deutschen Journalismus in seinen Keller zu locken. Der Mann hat was zu erzählen, der ist eine Persönlichkeit, die einem so richtig deutlich vor Augen führt, was uns die Presse heute mit Jüngelchen wie Bidder und co. zumutet. Ich hätte mir von Ken allerdings gewünscht, Herrn Koch dazu zu bringen, über den Spiegel von heute zu sprechen. Ansonsten fand ich das Gespräch hochinteressant. Vielen Dank dafür.

  19. Gutes Interview. Man lernt einiges über die Denkweise von Journalisten, auch Top-Journalisten kennen. Herr Koch beschreibt an Beispielen Politiker als Menschen. Schmidt, Kohl, Strauss…. Er verdammt nicht, macht aber klar, was er von dem heutigen „Untertanen“Journalismus hält. EMPFEHLENSWERT!

  20. Jetzt ist es raus: Weil seine Vorgänger soviel Mist verzapft haben, kann er, Obama, jetzt nichts mehr daran ändern, meint Koch. Und was soll sie denn machen, die Merkel?
    Etwa das Niveau, aus dem der Spiegel 9/11 kommentiert hat, na ja, knapp drüber.

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