KenFM im Gespräch mit: Jorge Jurado (Botschafter Ecuadors a.D.)

Jorge Jurado ist ein ecuadorianischer Politiker und Diplomat.

In Folge einer Militärdiktatur und der Einkerkerung seines als Journalist arbeitenden Vaters, entschied sich die Familie, den damals 17 Jahre jungen Jorge nach Europa zu schicken, um ihm eine vernünftige Ausbildung zu ermöglichen.

Nach dem Studium an der technischen Universität in Berlin, arbeitete Jorge zunächst einige Zeit in Deutschland, bevor er sich 1986 entschloss, in sein Heimatland zurück zu kehren, um sich insbesondere dem technischen Umweltschutz zu widmen. Dort bekleidete er von 2008 bis 2010 die Position des Wasserwirtschaftsministers, warnend vor den Folgen des fahrlässigen Umgangs mit der lebensnotwendigen Ressource „Wasser“. Von 2011 bis 2016 war er Botschafter seines Landes in Berlin, um im Anschluss abermals nach Ecuador heimzukehren.

Im Gespräch mit KenFM geht er auf die Besonderheiten seines Heimatlandes ein, zieht Vergleiche zwischen dem Umgang mit Flüchtlingen in Europa und in Ecuador und legt dar, warum auch das „große Europa“ sich von Jurados Heimat eine Scheibe abschneiden kann.

Seinen Abschied aus Deutschland sieht er mit einem lachenden und einem weinenden Auge, da er sich in Berlin „sau wohl“ fühlt und sein zweites Zuhause mit der Zeit lieben gelernt hat.
Seinen Bezug zu Ecuador hat Jurado in all den Jahren niemals verloren, spricht perfekt spanisch, identifiziert sich mit der Mentalität und sieht sich selbst als Südamerikaner.

Themenabschnitte des Interviews:
Jorge Jurado im Portrait
Ecuadors Verhältnis zu Natur und Umwelt
Flüchtlinge & Kolonialismus
Faktencheck Ecuador
Westliche Doppelmoral und die Verbindung Ecuadors mit dem Abendland
US-Wahlkampf: Clinton, Sanders oder Trump?
Krisenmanagement in Ecuador und Europa
Drogenkriminalität in Ecuadors Nachbarschaft
Politische Allianzen für eine lateinamerikanische Einheit
TTIP vs. Multipolarität
Europäische Finanzkrise und die Rolle von IWF, Weltbank, EZB
Politikverständnis in Lateinamerika und Europa
Einfluss der Medien in die Politik
Kulturelle Wertschätzung: Ecuador – Deutschland

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92 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Jorge Jurado (Botschafter Ecuadors a.D.)

  1. Ich bin @Holger dankbar, dass er da weiter unten mal eine Liste mit den ganzen Grausamkeiten aus den Heiligen Büchern der Abrahamitischen Religionen erstellt hat. Wenn man sich Moses daraus ansieht, dann wird klar, wo eigentlich die Idee der Kolonisation inklusive Genozid herkommt bzw. schon festgeschrieben wurde, die in Südamerika stattgefunden hat genauso, wie überall sonst auf der Welt. Was glaub ich bisher noch am wenigsten bekannt ist, ist der Genozid an den Kanadischen Indianern durch die Kirche, der bis weit ins 20. Jahrhundert hineinragt. Bis zu 65% der indianischen Internatsschüler kamen von dort nicht mehr lebend nach hause. Der englische Priester Kevin Annett, der dort hinversetzt wurde und der das Vertrauen der Indianer erringen konnte, hat das alles aufgedeckt und wurde dadurch nicht nur aus seinem Amt und der anglikanischen Kirche gefeuert, sondern sie haben auch seine Ehe zerstört, seine ganze bisherige Existenz. Die katholische Kirche im 20. Jahrhundert! Sie befolgten auch in Kanada gegenüber den Ureinwohnern treu und brav die Empfehlung aus Mose. (Deuteronomy7:1-2,5-6):

    „When the lord yuor God brings you into the land yuo are entering to possess, and drives out before you many nations, and you have defeated them, then you must destroy them totally. Make no treaty with them and show them no mercy. Do not allow any of them to live.
    This is what you are to do to them: break down their altars, smash their sacred stones, cut down their trees and burn them in the fire.“

    Es gibt einige Einträge darüber im Netz. Einen längeren Film von und über Kevin Annett habe ich auch gefunden.
    http://www.balishman.com/Solche_Neoschamanen_braucht_die_Welt-Teil02.htm

    Darin werden auch Überlebende interviewt. Alte Indianer und Indianerinnen, die darüber meist nur unter Tränen noch berichten können, was sie erlebt und selber gesehen hatten. Ein Bericht ist besonders erschütternd:

    „When I was six years old, I saw a little girl killed right in front of me by a nun. Sister Pierre, whose real name was Ethel Lynn. The girl she killed was Elaine Dick, who was five years old. The nun kicked her hard in the side of the neck and I heard this terrible snap. She fell to the floor and didn’t move. She died right in front of us. Then the nun told us to step over her body and go to class. That was 1966.

    Dies geschah in St.Paul’s Catholic Day School North Vancouver

    Dies alles zeigt, dass man wirklich nicht zu oberflächlich mit dem Phänomen Kolonialisierung umgehen sollte und wie direkt der Zusammenhang zu den Alten Abrahamitischen Kirchen- Lehren ist.

    • Sorry für die Schreibfehler und der link funktioniert auch mal wieder nicht. Aber man findet es.

    • Falls jemand nicht den Nerv hat, sich den ganzen Film anzuschauen(ist auch akustisch etwas schwierig) hier noch zwei Aussagen von den Opfern der Eugenikmaßnahmen(Auslöschung der indigenen Blutlinien) gegen die Indianer:

      „My eldest son got the operation first, when he was four years old, in 1975. They came and got him when I was’nt home. Then in July of 1981 they sterilized my younger son. He was nine years old. They took him to the Victoria General Hospital and held him there for days. Neither of the boys can have kids now. They did that to them because our family are all blue bloods, the descendent of the original heriditary chiefs of this territory. The gouvernment is still trying to wipe us out.“

      Names witheld by request, Vancouver Island, May 18,2005

      „Doctor James Goodbrand sterilized many of our women… In 1952, when he heard I was going to marry a traditional chief, Goodbrand kept saying to me: If You marry Freddie, I’ll have to do an operation on you! That scared me and I tried to see another doctor, but the Indian Agent would’nt let me. So when I gave birth to my daughter, it was Goodbrand who delivered her… After the birth, I hurt really bad and I kept bleeding. Then I learned that my tubes had been tied. He must have done it to me after the delivery when I was still unconsciious. I heard Goodbrand say that he was getting paid S300 by the government for every Indian woman he sterilized.“

      Sahra Modeste, Cowichan Nation, Vancouver Island 12,2000.


  2. http://www.deutschlandfunk.de/venezuela-soziale-und-politische-spannungen-nehmen-zu.724.de.html?dram:article_id=361655

    Soziale und politische Spannungen nehmen zu

    Die Regierung des sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro treibt Venezuela immer mehr in die Krise. Viele Menschen hungern, immer mehr Babys, Ältere und Kranke sterben wegen der mangelhaften Gesundheitsversorgung. Schon jetzt ist die Hauptstadt Caracas die Stadt mit den weltweit meisten Morden – und die sozialen und politische Spannungen nehmen immer mehr zu.

    • Und den Chavez, haben den nicht auch die US-Geheimdienste auf dem Gewissen? Oder verwechsle ich da jetzt etwas?

  3. an alle, die sich für die Geschichte Südamerikas interessieren…kann ich folgendes Buch allerwärmstens empfehlen:
    Die offenen Adern Lateinamerikas von Eduardo Galeano

    und wer sich für eine uuuuuuuuuuuuuuuuuuuuunglaubliche Geschichte Equadors aus Anfang / Mitte der 90er interessiert…

    recherchiert mal zum ex-Präsidenten Equadors: Abdalá Bucaram

    • Der war doch nur ein halbes Jahr dran! Hat das Volk getäuscht. War wohl ein neoliberales Arschloch, Ja und?

    • Naja nicht nur. War eher ein richtig großes Arschloch. Den Wahlkampf bestritt er z.T. im 70er Jahre Batman- Kostüm, mit zwei Prostituierten an seiner Seite, um sich volksnah zu geben….und gewann. Sofort ließ er sich dann allabendlich die Einnahmen aus dem Straßenverkehr in Koffern in den Palast bringen, ich meine auch auch die Hälfte der Zolleinnahmen.
      Während seiner Präsidentschaft gab es dann Hungerrevolten der Indios- und die UN hatte dem Staat Milchpulver geschenkt, damit zumindest die Kinder nicht sofort verhungern. Er hat das Milchpulver dann eingetütet und als verbilligte Bucaram – Milch verkauft und sich als barmherziger Volksheld feiern lassen. Er ließ auch alle „langhaarigen Rocker“- die er als subversive Elemente betrachtete, jagen- was gut passte, weil er die langhaarigen Otavalo-Indianer, die eine zentrale Rolle bei den Aufständen spielten, gleich mit jagen konnte…
      Als er dann gestürzt wurde, nachdem sein Jabba the Hutt-Sohn mit nem Koffer voll Koks im Puff zu viel geprahlt hatte, wie dumm das Volk doch sei, und nach Panama floh, hat er den ganzen Palast ausgeräumt…nicht nur Bilder, Möbel etc. auch sämtliche Steckdosen-Einfassungen, so dass am Ende der Palast quasi nur noch als Rohbau dastand. Von der UN verlangte er dann, dass UN -Truppen intervenieren sollten und ihn wieder als Präsidenten einsetzen.
      Das Volk getäuscht? Ja. Neoliberales Arschloch? Kann man davon ausgehen. Aber die „Unverfrorenheit“, die er an den Tag legte, trägt schon ein Alleinstellungsmerkmal. Zumindest was Südamerika in den 90ern anbelangt.

    • Das ist ja wirklich der Hammer! Sowas steht natürlich nicht bei Wikipedia. Aber das Foto da von ihm sagte mir auch schon, dass dies auf jeden Fall ein Schmierfink sein müsse. Menschen sehe wirklich immer exakt so aus, wie sie sind.

    • Hatte das Glück, im Herbst 97 das Land mit einem Bekannten, der ecuadorianische roots hat, besuchen zu können. Da war das alles noch relativ frisch, und der Opa meines Bekannten, hatte mir diese Geschichte erzählt. Es gab auch schon ein Buch, in dem diese Geschichte des Präsidenten verarbeitet und dargestellt wurde. Da gab es noch viel mehr, allerdings erinnere ich mich nur noch an die von mir beschriebenen Dinge. Bis auf den Auftritt im Batman-Kostüm, den hatte ich zuvor in Deutschland im Fernsehen gesehen, allerdings nicht vom Beginn an, so dass ich es zu diesem Zeitpunkt nicht einordnen konnte. Naja. In Anbetracht, dass damals, zumindest bei den Indios, extreme Armut herrschte, ist der Ausdruck „Arschloch“ wahrscheinlich noch zu milde gewählt.

    • Ja, das ist wirklich entsetzlich, was es für Menschen gibt! Ich denke oft, jetzt kenn ich alles Schlimme, aber es gibt immer noch Steigerungen. Traurig ist das. Es gibt viele Gründe für das Herunterkommen des Menschen. Aber wo genau hat das angefangen? Die Indianer Nordamerikas waren noch nicht so verdorben. Sie kannten die Lüge noch gar nicht, bevor die Weißen kamen. Sie sind nicht aus Dummheit auf die falschen Verträge reingefallen, sondern aus Unwissenheit, aus Mangel an Erfahrung mit der Schlechtigkeit. Sie haben noch vertraut.

    • Hmm, ich weiss nicht. Die Indianer Nordamerikas haben sich auch bekriegt, bevor die Europäer kamen. Vielleicht nicht so dreckig und auf totale Vernichtung aus, aber dennoch. Und die Atzeken in Mittelamerika…die waren auch nicht zimperlich…Ich glaube Gut und Böse steckt in jedem Menschen, die äußeren Umstände konditionieren.
      Z.B. ein Kind, das nur verdroschen wird, wird höchstwahrscheinlich später auch seine dunkle Seite eher ausleben., wahrscheinlich das gleiche an seine Kinder weitergeben. Umgekehrt kann man jeden vermeintlich überzeugten Pazifisten dazu bringen, ein Massenmörder zu werden. Ich gehe aber davon aus, dass bei uns im Westen auf allen Ebenen massiv darauf hingearbeitet wird, dass man Angst hat, Egoist wird, sich anpasst…und das Unrecht duldet und verdrängenderweise wegkonsumiert…Das zu durchbrechen wäre wohl der einzige Weg…wie das gehen könnte, weiß ich leider auch nicht…und leider hatte Brecht sooooo recht…Das Fressen kommt vor der Moral….

    • Naja, die Menschheit muss sich jetzt von der Gewalt lossagen. Und zwar auf allen Ebenen. Gewalt hat keine Zukunft(mehr). Macht und Reichtum sollte nirgends mehr geachtet, sondern überall nur noch geächtet werden.
      Dazu braucht es einen Bewusstseinsschub. Ob der und woher der kommt, steht in den Sternen.

    • Der Vatikan / die Priesterschaft beherrscht die Welt. Deshalb ist die „Geschichtsschreibung“ komplett für den Arsch.

    • @veganislove: ja, bezüglich der Gewalt -das sehe ich genauso…allerdings befürchte ich, dass es, bis die Menschen soweit sein werden, noch gewaltig krachen wird…

      Ich hatte früher immer gedacht, dass nach dem WWII, die Menschen etwas dazu gelernt hätten…allerdings geht es jetzt gerade wieder in die andere Richtung….

    • @Waldschrat: Ja, ich hatte auch schon oft nach Großkatastrophen gehofft, dass nun die Wende zwangsläufig kommen müsse, aber ich verstehe jetzt den Ausspruch von Albert Einstein, dass zwei Dinge unendlich sind: Das Weltall und die Menschliche Dummheit. Nur bei ersterem sei er sich noch nicht ganz sicher.
      Ich jetzt hoffe aber immer noch auf Wunder! 🙂

    • Lieber Holger! Ich bewundere ja die Hartnäckigkeit, mit der Du hier ganz allein immer wieder Deine These vertrittst.
      Aber ich finde, um andere user dafür zu interessieren, müsstest Du auch jeweils den genauen Zusammenhang beschreiben. Sonst denken die doch vermutlich nur noch „Ach ja, der Holger jetzt wieder“ und Klappe zu.

  4. Die Geschichte von Südamerika ist bestialisch. Ca. 20 Millionen Ureinwohner sind dem Goldrausch vom Vatikan zum Opfer gefallen. Die worden auf grausamste Weise getötet, um auch noch das Versteck von der letzten Goldader preis zu geben. Es worden lebendigen Ureinwohnern bei lebendigem Leib Gliedmaßen abgehakt, um zum Beispiel den eigenen Hund damit zu füttern. Jesus zu ehren, wurden je 12 Ureinwohner auf einen Scheiterhaufen gestellt und oben wurde die Schlinge um den Hals gehängt. Danach sind die Ureinwohner langsam von unten abgebrannt. Das war ein qualvolles Prozedere. Jetzt ist Südamerika „christlich katholisch?“ Haha…..eher satanisch luziferisch und der Vatikan hat die Macht……und viel Gold

    • Wirklich blöd ist, dass die Masse der Menschen überhaupt nicht verstehen WOLLEN, wie die „Musik“ spielt. Dunkle spirituelle Mächte beherrschen diese Welt – der Hauptsitz ist der Vatikan.

    • Lieber Holger! Auf Deine Weise hast Du ja schon immer mal wieder recht! Vati -kann eben!:)

    • Liebe Veganislove,

      es wäre jetzt wirklich notwendig, dass die „Masse“ der Menschheit diese Dinge erkennt. Und zwar weltweit. Es gibt keine „Juden, Christen oder Muslime“ – oder „Koch, Kellner und „Buchhalter“ – es gibt nur „Menschen.“ Wenn aber alle weiter sich in alle „Schubladen“ und „Gehirnwäschen“ drängen lassen – dann wird es übel

    • @schwarz ist weiß: Es geht mir hier doch nicht um die Menschen, ich bin doch keine Rassistin! Es geht um eine Ideologie, die genau wie ehemals das Christentum von der katholisch-römischen Kirche, machtmissbraucht wird von den Herrschenden. Und diese Ideologie ist sogar noch viel besser dazu geeignet. Man kann den Inhalt des Koran, je nachdem, wie es gerade von Nutzen ist, anwenden, um Macht zu gewinnen, so oder so.Ich habe schon als Teenager zum ersten mal in den Koran hineingeschaut und was ich da über die verschiedene Behandlung von Mann und Frau z.B. las, hat mich damals genauso abgestoßen, wie heute. Ich bin kein oberflächlicher Mensch und ich bin sehr gewissenhaft, was das beurteilen betrifft. Vorurteile finde ich bei mir genauso schlimm wie bei anderen. Aber Sie z.B. nehmen es damit ja nicht so schwer, wie ich schon erfahren habe. Mit persönlichen Vorverurteilungen sind Sie ziemlich schnell bei der Hand.

    • Sorry, jetzt hab ich an der falschen Stelle kommentiert! Das Kommentar gehört weiter nach unten!

    • Historiker gehen von weit höheren Zahlen aus…allein am Mount Potosi in Bolivien sollen bis zu 50 Mio Indios bis heute umgekommen sein. Und dass das alles über den Vatikan / Spanien organisiert und verursacht wurde, steht außer Frage.

      Allerdings glaube ich nicht, dass der Vatikan heute noch diese Rolle einnimmt. Die Herrschaft des Katholizismus wurde vor ca. 200 Jahren vom Calvinismus abgelöst. Nicht was den Glauben der Einwohner anbelangt, aber was die Einflussnahme von außen angeht.

      Seit damals ist Südamerika in dem Dilemma, in der direkten Einflusssphäre Nordamerikas ( resp. der USA) zu stehen.

      Seit damals hat sich die Einfluss von US-Firmen sukzessive ausgebreitet. Und der hält bis heute an.
      Und das ging ganz einfach- die Reg. in Südamerika wurden entweder gekauft, oder durch Drohungen dazu gebracht, sowohl die geostrategischen Interessen der US-Regierungen als auch die Wirtschaftsinteressen von diversen Konzernen durchzusetzen. Und das gegen die Interessen der Bevölkerung.
      Sobald sich ein Land davon freizumachen versucht, wird interveniert- mit Geheimdiensten, Wirtschaftskrieg etc. etc.

      Als Chile sich in den 70ern demokratisch für den Sozialismus entschieden hatte, und Landreformen umsetzte, wurde – mit Unterstützung der CIA -geputscht, und eine Militärdiktatur errichtet. Dieses Schicksal hatten viele Länder in Lateinamerika. ( als Hinweis- Nicaragua- Iran/ Contra-Affäre)
      Auch nachdem in Kuba die Revolution ausgebrochen war, und z.B. die Bacardi- Familie aus dem Land gejagt wurde, wurde mit allen Mitteln versucht, diese Revolution rückgängig zu machen. Gerade von der besagten Familie, die in Kuba alle Zuckerrohrplantagen verlor, und seither-unterstützt von der US-Regierung- alles daran setzt, dass Kuba wieder ein kapitalistischer Staat wird….

      Auch wenn sich der Vatikan stets als Bollwerk gegen den Kommunismus betrachtet, gab es dem zum Trotz in den 80er Jahren, viele kath. Befreiungstheologen, die sich in ganz Südamerika gegen die Doktrin aus Rom und auf die Seite der Armen und Unterdrückten stellten. Die meisten wurden kalt gestellt bzw. von Todesschwadronen, die von den Großgrundbesitzern beauftragt wurden, kalt gemacht. Insofern passt meines Erachtens die Gleichung nicht, dass DIE Katholische Kirche die alleinige Schuld trägt, vor allem was die Ausbeutung, Unterdrückung etc. HEUTE anbelangt. Allerdings muss ich zugestehen, dass der Vatikan sich auch nicht mit aller Deutlichkeit gegen diese Umtriebe stellt.

      Heute hat Südamerika zusehends mit den Freihandelsabkommen mit Nordamerika, mit internationalen Agrar;-Öl;-und Bergbaukonzernen zu kämpfen.

    • Das ist ein informativer, interessanter Kommentar, @Waldschrat
      Ja, Südamerika könnte man als den „Kontinent der Tränen“ bezeichnen. Ich denke dabei auch an eine wahre Geschichte aus Guatemala, die mich in ihrer Tragik seelisch so mitgenommen hatte, dass ich in Tränen ausbrechen musste. Sie heißt: „Heimkehr in die Fremde“ und ist eine der „Geschichten vom Ende der Welt“ von Adrian Keye.
      Ein Buch über unsere Welt, das ich jedem empfehlen kann. Adrian Keye hat das alles als junger Journalist selber miterlebt.

  5. Trotz der Freundlichkeit und der guten Vorsätze des Herrn jurado muss ich aber doch in Bezug auf die Kolonialisierung Südamerikas eine Kritik zu seinen Worten üben. Er sieht den spanischen und portugiesischen Einfluss mit der Übernahme deren Sprachen vor allem als „Geschenk“, das die einzelnen Völker vereint habe. Ist eine solche Argumentation nicht ein bisschen zu schönfärberisch und besteht dabei nicht die Gefahr, dass Kolonialisierung, gewaltsame Machtübernahme, Ausrottung von Ureinwohnern, Zerstörung derer Glaubenskultur, allgemein im Nachhinein schön geredet werden kann? Es ist ja schön, wenn jetzt die Südamerikaner sich mit der Spanischen und Portugiesischen Sprache so gut arrangieren können. Aber das ist ja dann wohl eher deren Verdienst und nicht ein „Geschenk“ der brutalen Eroberer, oder? Man könnte da höchstens an das Goethe-Zitat denken: „Das Böse ist die Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft!“

    • Man kann doch nicht generell jeder Form von Fremdüberflutung als Gewinn definieren. Ich glaube nicht, dass durch Gewalteinwirkung jemals irgendetwas verbessert werden konnte! Sollen wir jetzt etwa im Nachhinein auch der römisch-katholischen Kirche noch dankbar sein, dass sie in Germanien gewaltsam ihre verlogene Form des Christentums eingeführt hat und alle heiligen Eichen abschlagen ließ, um zu beweisen, dass Gott nicht darin wohnt? Niemand weiß doch, was sich da ohne diese ganzen Lügen und Gewalttätigkeiten entwickelt hätte! Und das schlimmste Beispiel überhaupt sind ja vermutlich die USA mit 80Millionen abgeschlachteten Ureinwohnern! Da hat sich Herr Jurado gedanklich ein bisschen vergaloppiert, möcht ich sagen!

    • @Veganislove

      Ja, so ist es. – Ich meine nur, daß eine Fremdüberflutung NIEMALS gut war und für die eingesessene Bevölkerung nie eine Bereicherung sein konnte. Manchmal haben Eroberer die Kultur der Eroberten angenommen und im Laufe der Zeit kam es zu einer fruchtbaren Vermischung, aber in Amerika war es bestimmt nicht so.

      Jedenfalls kann uns in Deutschland der Gedanke an eine eventuelle „fruchtbare Vermischung“ mit den Fremdmassen irgendwann in der Zukunft nicht wirklich beruhigen. Außerdem haben wir es mit einer Invasion des Islam zu tun. Von dieser intoleranten Ideologie kommt überhaupt nichts Fruchtbares. Je stärker der Islam wird, desto mehr wird er fordern, daß wir uns anpassen. Die grünlichen Antideutschen klatschen dazu und beschimpfen alle als Nazis, die sich widersetzen wollen.

    • „Außerdem haben wir es mit einer Invasion des Islam zu tun.“
      OOOHH JA!
      Was weist Du denn vom Islam – Und wo hast Du deine Wahrheit denn her?
      „DEN ISLAM“ gibt es nicht.

    • Was weist Du denn vom Islam – Und wo hast Du deine Wahrheit denn her?
      „DEN ISLAM“ gibt es nicht.

      1) Es ist ein übler, wenn auch üblicher Stil, jemandem einfach „keine Ahnung“ zu unterstellen, wenn einem dessen Meinung nicht gefällt.

      2) Ich behaupte nicht, die „reine Wahrheit“ zu verkünden, sondern äußere Meinungen aufgrund von Informationen, Beobachtungen und Einschätzungen.

      3) Ich kannte und kenne ziemlich viele Moslems und habe islamische Länder bereist. Ich habe mich auch mit dem Islam beschäftigt, aber hauptsächlich mit dessen Geschichte. Die sogenannten „Inhalte“, die Abweichler und Sekten von Religionen interessieren mich als Atheisten nur am Rande oder nur als historisches Phänomen.

      4) Es gibt nicht „den“ Islam, aber jeder Islam ist Mist! Andere Religionen sind meiner Meinung nach auch Mist, aber nicht so sehr wie der Islam, vor allem in der Gegenwart. – Die mohammedanischen Eroberer bewirkten in Spanien eine kulturelle Blüte und waren dort halbwegs tolerant (bis die radikalen Islamisten kamen) gegenüber Christen und Juden. Auch im Osmanischen Reich gab es zeitweise eine kulturelle Blüte, nachdem die – von den Christen! – aus Spanien vertriebenen Juden aufgenommen worden waren. Aber das alles ist lange her, seitdem hat die Ideologie des Islam der Menschheit nichts Gutes mehr gebracht. Da bin ich ganz bei Akif Pirinçci, Hamed Abdel-Samad usw.

      Der Islam ist keine Bereicherung, sondern eine Gefahr! Er gehört nicht nach Europa!

    • „Es ist ein übler, wenn auch üblicher Stil, jemandem einfach „keine Ahnung“ zu unterstellen, wenn einem dessen Meinung nicht gefällt.“
      Dafür entschuldige ich mich.
      Leider war meine Vermutung nicht ganz aus der Luft gegriffen. Sie schreiben ja des öfteren und oft mit Pauschalisierungen (undifferenzierte Zuschreibung)
      Auch das die Christen das AT verwerfen sollten, weil es ein NT gibt zeugt …..

      Aber mit Akif Pirinçci & Hamed Abdel-Samad sind sie ja voll im Bilde. 🙂
      Wenn Religionen für sie nur Mist sind, erübrigt sich wohl jedes Gespräch.
      Ihr letzter Satz (auf D bezogen) ist doch von der AFD.

    • Ich finde diesen rigorosen Islam auch keine Bereicherung, sondern mit seiner Frauenunterdrückung eher eine Belastung, die den Fortschritt in Bezug auf Gleichberechtigung und freiheitliches Denken, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, droht, zu untergraben. Wer das nicht sieht, sorry, ist auf einem Auge blind. Wenn man die beiden „Religionsbegründer“ Jesus Christus und Mohammed vergleicht, so unterscheiden sie sich diametral und absolut, auch, wenn das sog. „Christentum“ durch die missbräuchliche Verbiegung der Römischen Kirche der Lehre Jesu eine grausame Blutspur gezeitigt hat, kann man bei seinem Urheber bis heute, keine Empfehlung für Gewalt oder elitäres Denken ausmachen. Bei Mohammed aber schon, der ja bekanntlich Kriege geführt hat und auch seine Kritiker grausam ermorden ließ.
      Ich finde schon,@schwarz ist weiß, dass Sie da diesbezügliche Schiebladendenken an den Tag legen, was uns ja von unseren Parlamentariern so ziemlich unisono auch zwangsaufgedrängt wird. Wenn etwas in Deutschland nicht kritisiert werden darf, dann ist das die Religion des Islam. Es ist ja sogar gefährlich für Leib und Leben und insofern hat der Islam es jetzt schon deutlich geschafft, unsere Meinungsfreiheit in Bezug auf Religion zu beschneiden. Und diese Rückschrittlichkeit treibt noch weiter ihre Blüten durch die seltsame Art von „Toleranz“, die uns vor allem von unseren Parlamentariern gepredigt wird. Es müssen z.B. künstlerische Darstellung von nackten Menschen in öffentlichen Gebäuden aus „Rücksicht auf die islamische Frömmigkeit“ entfernt werden(in Wirklichkeit auf Forderung muslimischer Verbände). So etwas vermittelt mir z.B. auch innere Beklemmungen. Und wenn ich hier, gottseidank noch selten, Gestalten begegne, die fast vollständig mit schwarzem Tuch zugehangen sind, wo nur durch einen schmalen Schlitz noch ein Augenpaar zu erahnen ist, dann schreckt und empört mich das bis ins Herz! Das hat gar nichts mit Vorurteilen zu tun, sondern ist eine ganz natürliche Regung! Wenn dies keine Unterdrückung des Weiblichen ausdrückt, was denn dann? Und man weiß ja zur Genüge, was vielen Töchtern von strenggläubigen Moslems droht, wenn sie sich unserem gleichberechtigteren Lebensstil anpassen wollen. Da wird dann behauptet, das läge nicht an der Religion, sondern an der Tradition! Das ist auch wieder so eine fadenscheinige Ausrede, um die Kritiker mundtot zu machen und auch direkt eine Lüge, denn Traditionen sind immer vom Glauben geprägt. Das sind doch alles Fakten und es nervt mich unsäglich, dass man das alles überhaupt immer wieder nennen muss, weil es einfach nicht wahrgenommen werden will!
      Da wird gleich wieder mit der Naziikeule gewunken, obwohl der Widerwille gegen Unterdrückung genau das Gegenteil von Nazi ist!
      Das Problem und skandalös ist ja auch , dass die Moslems nicht problemlos zu einem anderen Glauben übertreten oder ihrem Glauben nicht einfach entsagen können, so, wie bei uns das schon so lange selbstverständlich ist. Und das Nebeneinander von „Gläubigen“ und „Ungläubigen“ funktionierte ja bisher völlig problemlos. Im Gegenteil können sich diese verschiedenen Lebensführungsaufassungen sogar gegenseitig geistig befruchten. Aber mit dem Islam ist das eben nicht so, weil er letztendlich immer herrschen und unterdrücken will. Das ist offensichtlich seine Natur. Wer das bestreitet, der ignoriert einfach permanent einen Teil der Wirklichkeit.
      Aber das scheint unseren Parlamentariern alles ganz gut zupasse zu kommen, denn freiheitliches Denken und
      Tun in der Bevölkerung bedeutet für die Herrschaft immer eine Gefahr! Und wenn wir uns deshalb auch noch untereinander zerstreiten, umso besser! Das ist ja auch genau der Plan des Neoliberalismus. Das alte „Teile und herrsche“.

    • Sie haben sich nicht wirklich mit dem Islam beschäftigt.

      Es ist nicht an mir, ihr Weltbild zu verändern. Sie sollten aber an Ihren Vorurteilen arbeiten.
      Ich kann nicht für Sie lesen. Die Neugierde müssen Sie schon selber aufbringen.
      Das einem Muslime fremd sind, ist verständlich – aber alles pauschal in einen Topf zu werfen,
      da mache ich nicht mit.
      Sie sollten Fragen stellen. Immer Eine – und dann der Sache auf den Grund gehen.
      z.B. Warum die Frauen verschleiert sind. Wo kommt das her.
      Es ist wohl doch so, dass der Mensch ein Feindbild braucht, um seine eigene Zulänglichkeit zu übertünchen.
      Sie befeuern, sorry, den Kampf der Kulturen.

    • Immer wieder das selbe Gelaber. Zu den Fakten, die ich nannte, sagen Sie gar nichts. Frauen müssen ihren Körper und ihr Gesicht nur dann verstecken, wenn sie Angst haben müssen vor Übergriffen! Mir gegenüber wieder die selbe Unverschämtheit wie gegen @Wolfgang Gerber. Wie haben Sie sich denn über den Islam informiert? Oder sind Sie selbst muslimischen Glaubens? Ich habe u.a. mehrere Bücher von ehemaligen Muslimas gelesen. Da kann man z.B. auch erfahren, dass in den Ländern, wo die Scharia das Gesetz ist, die vollverschleierten Frauen in öffentlichen Verkehrsmitteln sich von fremden Männern betatschen lassen müssen. Wenn sie es anzeigen, kriegen sie selber einen Prozess. In Pakistan sitzen die Gefängnisse voll mit -man glaubt es nicht- vergewaltigten Frauen! Und die ganzen Frauenmorde! Wissen SIe die Quote allein in Deutschland?
      Ach, es ist müßig, ich weiß. Bei Ihnen stoße ich da sowieso nur auf taube Ohren. Lassen wir das. Immer wieder die selben lügenhaften Beschwichtigungen! Ist es nicht wahr, dass es das alles gibt, oder wollen Sie mir hier Lügen unterstellen? Mich regt das auf!

    • @schwarz ist weiß: Sie scheinen selbst muslimischen Glaubens zu sein. Jedenfalls argumentieren Sie genauso, wie man es von gewissen Muslimen kennt, nämlich argumentationslos. Das ist die Sprachtechnik, die den anderen einfach nur mundtot macht! Ich kenne das zur Genüge!

    • Ich bin kein Muslim. Ich hab aber eine andere Sichtweise auf „den Islam.“
      Ich will Sie auch nicht mundtot machen.
      Mir geht es um das Verbindende und nicht um das Trennende.
      Ich kann nicht ca. 1,6 Milliarden Menschen der Erde auf „Kriegsfuß“ leben.
      Wenn man in Frieden leben will, muss man den Gegenüber zumindest kennen und versuchen Ihn zu verstehen.
      Das fordern wir doch auch bezüglich des Umganges mit der Russischen Föderation.

      Hab Ihnen eine PN mit einem Link geschickt.

    • Ich hatte oben an verkehrter Stelle unter Holger noch ein Kommentar an Sie geschrieben. Wieso sind Sie immer so sicher, dass Leute, die den Islam(nicht die Menschen!)ablehnen, nicht genügend darüber wissen?

    • Wenn man Koranstellen aus dem Kontext reist bzw. die geschichtlichen Hintergründe nicht kennt, kommt da nichts gescheites bei raus.
      Sie sollen doch nicht alles gut finden! Es geht um’s Verstehen.
      Mir geht es auch um den Menschen, aber dafür ist doch das Verstehen wollen, wichtig.
      Schauen Sie sich den Beitrag auf YouTube an.
      Das ist keine schwere Kost. Dümmer wird man davon auch nicht.
      Bin dann erst mal weg,
      Gruß Marcus

    • »Wenn man Koranstellen aus dem Kontext reist bzw. die geschichtlichen Hintergründe nicht kennt, kommt da nichts gescheites bei raus.«

      Wenn man alle gewaltverherrlichenden Stellen aus dem Koran reißt, kommt vielleicht etwas Gescheites dabei heraus. Tatsächlich hat sich jemand dankenswerter Weise diese Mühe gemacht:

      Der komplett von Extremismus und Gewalt befreite Koran – „Geballter Lesespaß auf vier Seiten!“ – Na also, es geht doch! Aber vermutlich hat der Ex-Moslem Cahit Kaya auch „keine Ahnung vom Islam“, im Gegensatz zu gutmenschlichen Islamverstehern.

      Beim Herausreißen der kriegerischen Teile muß man sich nicht um den geschichtlichen Kontext kümmern. Denn der Text wird in jedem Fall von Vertretern des „wahren“ Glaubens wortwörtlich verstanden, ganz unabhängig von angeblichen historischen Zusammenhängen. Es ist ja gerade die Crux mit den „heiligen Büchern“, nicht nur dem Koran, daß sie so oder so ausgelegt werden können und daß jeder seine eigene Auslegung für die „einzig richtige“ hält. Für solchen Quatsch werden Kriege geführt. Daß die Bibel nicht wörtlich, sondern „symbolisch“ zu verstehen sei, ist eine Entwicklung der neuesten Zeit, eine Spätfolge von Aufklärung und wissenschaftlichem Fortschritt. Wer früher „symbolisch“ dachte, landete auf dem Scheiterhaufen.

      Von „heiligen Büchern“ kann man erwarten, daß sie unmißverständlich, allgemeingültig und wörtlich zu verstehen sind. Wenn etwas (angeblich) nicht gilt, warum steht das Zeug dann drin? Zwecks Klarstellung sollten die Religionen neu festlegen: „Dieser Satz gilt wörtlich, jener gilt gar nicht mehr!“ – Oder: „Weg mit dem AT!“ – Selbstverständlich wird das nicht geschehen, weil sie sich nie auf die „richtigen“ Sätze einigen könnten.

      Religion war zu allen Zeiten ein Unterdrückungsinstrument der Herrschenden. Die Konfusion bei der Auslegung ist wahrscheinlich gewollt, weil die Priester der jeweils „richtigen“ Lehre sich als Anführer eines kriegerischen Stammes aufspielen können, der andere Stämme unbedingt bekehren (abschlachten) und retten (für den Himmel) muß und sich bei der Gelegenheit deren Land aneignet.

    • Man kann etwas nur mit dem Herzen wirklich verstehen. Und mir wird es immer eng ums Herz, wenn ich an all das denke, was ich in meinem bisherigen relativ langen Leben vom Islam kennengelernt habe. Das muss und kann und braucht mir jetzt niemand mehr erklären. Ich mag auch den orthodoxen jüdischen Glauben nicht, aber der ist irgendwie dezenter und will sich nicht so aufdrängen. Auch den christlichen Kirchenglauben mag ich nicht besonders und auch der Hinduismus hat mich bisher nicht sonderlich angezogen. Mir ist da überall zu viel Gewalt und Hierarchie drin. Interessant finde ich nur die Lehre Buddhas, so wie ich die Lehre Jesu liebe und das Denken von Sokrates, so, wie es uns Plato überliefert hat. Das ist meine Welt. Warum wollen Sie mich zwingen, mich mit etwas noch mehr zu befassen, als bisher notwendig? Es ist wie mit dem Essen. Was ich da nicht mag, das esse ich einfach nicht. Ich erkenne das schon am Geruch! Und an der Farbe. Diese Religionen haben alle etwas unangenehm Beengendes und Düsteres für mich und am stärksten ist das beim Islam. Der müsste erst einmal die Scharia mit ihren entsetzlichen Strafen abschaffen und die Minderachtung des Weiblichen. Aber das ist ja der Kern, auf den er seine Macht aufgebaut hat. Der Islam ist immer noch der patriarchalischste Glaube von allen und das Patriarchat in der Welt hat uns in diese Lage gebracht, in der wir heute sind. Am Rande eines Abgrundes, den niemand mehr auszuloten vermag. Wenn ein Geschlecht unterdrückt wird, wie das ja sowieso fast überall in der Welt seit Jahrtausenden war, kann das nicht gut gehen. Wir Menschen müssen in jeder Hinsicht der Gewalt abschwören. Darum geht es mir. Orthodoxe Religionen sind aber alle hierarchische Ideologien, in denen Macht und Gewalt eine wichtige Rolle spielen. Mein Wissen über diese Dinge genügt mir. Ich habe darüber auch jahrelang meine Gedanken niedergeschrieben. Die Frau, die den Vortrag hält, ist viel zu vollgefressen und kurzatmig. Sie hat offensichtlich überhaupt kein Bewusstsein für ihren Körper! Das halte ich aber für eine wichtige Grundvoraussetzung für geistige Arbeit und Erkenntnis.

    • Bibel und Koran
      VS
      Grundgesetz und Strafgesetzbuch

      GG Artikel 5

      (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.
      Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

      (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

      Schranken finden sich also in allgemeinen Gesetzen.

      Nehmen wir das Strafgesetzbuch § 91:

      (1) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

      1. eine Schrift (§ 11 Abs. 3), die nach ihrem Inhalt geeignet ist, als Anleitung zu einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat (§ 89a Abs. 1) zu dienen, anpreist oder einer anderen Person zugänglich macht, wenn die Umstände ihrer Verbreitung geeignet sind,
      die Bereitschaft anderer zu fördern oder zu wecken, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat zu begehen,

      2. sich eine Schrift der in Nummer 1 bezeichneten Art verschafft, um eine schwere staatsgefährdende Gewalttat zu begehen.

      (2) Absatz 1 Nr. 1 ist nicht anzuwenden, wenn

      1. die Handlung der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst und Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder
      ähnlichen Zwecken dient oder

      2. die Handlung ausschließlich der Erfüllung rechtmäßiger beruflicher oder dienstlicher Pflichten dient.

      (3) Ist die Schuld gering, so kann das Gericht von einer Bestrafung nach dieser Vorschrift absehen.

      § 30 StGB: Tatbestand der Anstiftung zu Verbrechen

      § 140 StGB: Öffentliche Billigung einer Straftat

      Als recht schaffender Bürger fühle ich mich verpflichtet, Sie auf Texte und Schriften aufmerksam zu machen, welche eindeutig Straftatbestände erfüllen.

      Ich zitiere:

      „Wenn ein Mann oder eine Frau Geister beschwören oder deuten kann, so sollen sie des Todes sterben; man soll sie steinigen; ihre Blutschuld komme über sie.“ (3. Mose 20, 27)

      Hier sind die späteren Hexenprozesse bereits vorprogrammiert. Ähnlich soll es dem ergehen, der „den Namen des Herrn lästert“

      Eine Art Generalermächtigung für Todesurteile, unmittelbar Gott in den Mund gelegt:

      „Führe den Flucher hinaus vor das Lager, und lass’ alle, die es gehört haben, ihre Hände auf sein Haupt legen, und lass die ganze Gemeinde ihn steinigen …“ (3. Mose 24, 14)

      Wer mit seinen eigenen Gläubigen so gewalttätig umgeht, wie dies der Priesterkaste der damaligen Zeit erlaubt ist, der wird erst recht Andersgläubigen, die ja seine Monopolstellung gefährden könnten, mit unnachsichtiger Härte begegnen.

      Auch dafür soll der Gott der Bibel herhalten:

      „Du, hüte dich aber, mit den Bewohnern des Landes, in das du kommst, einen Bund zu schließen; sie könnten dir sonst, wenn sie in deiner Mitte leben, zu einer Falle werden. Ihre Altäre sollt ihr vielmehr niederreißen, ihre Steinmale zerschlagen, ihre Kultpfähle umhauen.“ (2. Mose 34, 12 ff)

      Paulus geht sogar noch einen Schritt weiter, indem er über Andersgläubige bzw. Anhänger anderer Kulte schreibt:

      „Sie sind voll alles Unrechten, von Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit … Sie wissen, dass, die solches tun, nach Gottes Recht des Todes würdig sind …“ (Römer 1, 29 f.)

      In der späteren Weltmission der Katholischen Kirche in Lateinamerika setzten die portugiesischen und spanischen Missionare dieses Programm um, was nach Expertenschätzungen 10 – 20 Millionen Indianern das Leben kostete.

      Im 1. Thessalonicher-Brief schürt Paulus sodann bei der Ablehnung Andersgläubiger den Antisemitismus des Neuen Testaments, indem er schreibt:

      „Die haben den Herrn Jesus getötet und die Propheten und haben uns verfolgt und gefallen Gott nicht und sind allen Menschen Feind … Aber der Zorn ist schon über sie gekommen zum Ende hin.“(1. Thessalonicher 2, 14 f.)

      Das wurde zur geistigen Grundlage für die Aufrufe Luthers, die Synagogen und Schulen der Juden mit Feuer anzustecken … „unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren,
      damit Gott sehe, dass wir Christen seien“.

      Und auf Luther berief sich wieder Hitler, der den Begründer der evangelisch lutherischen Kirche deshalb als „großen Mann“ pries, weil „er den Juden sah, wie wir ihn erst heute zu sehen beginnen“.

      In der geistigen Nachfolge des biblischen Antisemitismus pries dann der evangelische Landesbischof Sasse angesichts der Reichskristallnacht Luther und Hitler im Verbund:

      „Am 10. November 1938, an Luthers Geburtstag, brennen in Deutschland die Synagogen. Vom deutschen Volk wird … damit der Gott gesegnete Kampf des Führers zur völligen Befreiung unseres Volkes gekrönt …“

      Der Philosoph Karl Jaspers schrieb: „Seine (Luthers) Ratschläge gegen die Juden hat Hitler genau ausgeführt.“

      Dabei waren die zitierten Passagen aus dem Alten und dem Neuen Testament keineswegs die einzigen Textstellen, in denen die Ideologie für die Erlaubnis zum Genozid gegen Andersgläubige zu finden ist.

      Obwohl eines der Hauptgebote des von Mose verkündeten Dekalogs lautet: „Du sollst nicht töten!“, machen die Textverfasser der Bibel, Jahwe zu einem Kriegsgott, der rücksichtslos Eroberungsfeldzüge befiehlt und zu Mord und Totschlag, Plünderung und Vergewaltigung aufruft.

      Die Aufforderung: „Schadet den Midianitern und schlagt sie“ (4. Mose 25, 17) ist noch das harmloseste Beispiel.

      Der „Gott“, von dem hier die Rede ist, „wird die Völker seiner Verfolger auffressen und ihre Gebeine zermalmen und mit seinen Pfeilen zerschmettern“. (4. Mose 24, 8)

      Auch im 2. Petrusbrief findet eine regelrechte Volksverhetzung gegen Andersgläubige statt:

      „Sie sind, wie die unvernünftigen Tiere, die von der Natur dazu geboren sind, dass sie gefangen und geschlachtet werden … sie sind schandbare Schmutzflecken …“ (2. Petrus
      2, 12 f.)

      Mitunter schwelgt die Bibel in einer Art Blutrausch, die sie Gott unterschiebt:

      „Ich will meine Pfeile mit Blut trunken machen, und mein Schwert soll Fleisch fressen, mit Blut von Erschlagenen und Gefangenen, von den Köpfen streitbarer Feinde!“ (5.Mose 32, 42).

      Als die Kreuzritter auf Geheiß Papst Urbans II. im Jahre 1095 Jerusalem stürmten und knöcheltief im Blut der von ihnen ermordeten Sarazenen wateten, konnten sie sich auf die biblischen Lehren des Alten und des Neuen Testaments berufen.

      Auch infame Kriegslisten sollen danach gottgewollt sein:

      „Wenn du vor eine Stadt ziehst, um gegen sie zu kämpfen, so sollst du ihr zuerst den Frieden anbieten. Antwortet sie dir friedlich und tut sie dir ihre Tore auf, so soll das ganze Volk, das darin gefunden wird, dir fronpflichtig sein und dir dienen. Will sie aber nicht Frieden machen mit dir, sondern mit dir Krieg führen, so belagere sie. Und wenn sie der Herr, dein Gott, dir in die Hand gibt, so sollst du alles, was männlich darin ist, mit der Schärfe des Schwertes erschlagen. Nur die Frauen, die Kinder und das Vieh und alles, was in der Stadt ist, und alle Beute sollst du unter dir austeilen und sollst essen von der Beute deiner Feinde, die dir der Herr, dein Gott, gegeben hat.“ (5. Mose 20, 10-14)

      Simson, der „Geweihte Gottes“, erschlägt 1000 Männer mit dem Kinnbackenknochen eines Esels (Ri. 15,16)

      Die Vorschriften der Genfer Konvention wirken im Angesicht solcher Ratschläge, wie überflüssige Humanitätsduselei.

      Empfohlen wird auch folgende Vorgehensweise:

      „Da redete Mose mit dem Volk und sprach: ‘Rüstet unter euch Leute zum Kampf gegen die Midianiter, die die Rache des Herrn an den Midianitern vollstrecken … und sie zogen aus zum Kampf gegen die Midianiter, wie der Herr es Mose geboten hatte, und
      töteten alles, was männlich war; samt den Erschlagenen töteten sie auch die Könige der Midianiter … und die Kinder Israels nahmen gefangen die Frauen der Midianiter und ihre Kinder. All ihr Vieh, all ihre Habe und alle ihre Güter raubten sie und verbrannten mit Feuer alle ihre Städte, wo sie wohnten, und alle ihre Zeltdörfer … Und Mose wurde zornig über die Hauptleute des Heeres … und sprach zu ihnen: ‘Warum habt ihr alle
      Frauen leben lassen?… So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die lasst für euch leben.“ (4. Mose 31, 1 ff)

      Die Serie der Grausamkeiten lässt sich beliebig fortsetzen, z. B. durch nachfolgende Zitate: … (Es folgen Beispiele aus Hosea 14, 1; 4. Mose 25, 3 f.; 4. Mose 25, 6 f.)

      Der Mord an einem Feldhauptmann – Gott „wird Sisera in die Hand einer Frau geben“

      (Ri. 4, 9). Debora treibt dem Schlafenden mit dem Hammer einen Zeltpflock in den Kopf (Abbildung aus einer Kinderbibel)“Da fasste der Mann seine Nebenfrau und brachte sie zu ihnen hinaus. Die machten sich über sie her und trieben ihren Mutwillen
      mit ihr die ganze Nacht bis an den Morgen … Als nun ihr Herr am Morgen aufstand und die Tür des Hauses auftat und herausging … siehe, da lag seine Nebenfrau vor der Tür des Hauses … Er sprach nicht. Da legte er sie auf den Esel, machte sich auf und zog an seinen Ort. Als er nun heimkam, nahm er ein Messer, fasste seine Nebenfrau und zerstückelte sie Glied für Glied in 12 Stücke und sandte sie in das ganze Gebiet Israels.“ (Richter 19, 25 f.)

      „Als nun der Brief zu ihnen kam, nahmen sie des Königs Söhne und töteten die 70 und legten ihre Köpfe in Körbe und schickten sie zu Jehu nach Jesreel. Und als der Bote kam und ihm sagte: Sie haben die Köpfe der Söhne des Königs gebracht, sprach er: Legt
      sie in zwei Haufen vor das Tor bis morgen …“ (2. Könige 10, 7 f.)

      „Und wenn jemand vermessen handeln würde, dass er dem Priester nicht gehorcht, der dort im Dienst des Herrn, deines Gottes, steht, oder dem Richter, der soll sterben …“
      (5.Mose 17, 12)

      „Wenn jemand einen widerspenstigen und ungehorsamen Sohn hat, der der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht … So sollen sie ihn steinigen alle Leute seiner Stadt, dass er sterbe …“ (5. Mose, 21,18 f.)
      … (2. Mose 32, 27 ff)

      Und damit niemand auf den Gedanken kommt, dass man die Vorschriften dieser blutigen Texte und die dort geschilderten Verhaltensweisen vielleicht doch nicht ganz so ernst nehmen dürfe, schärft die Bibel dem Leser noch einmal ein:

      „Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr halten und danach tun. Ihr sollt nichts dazu tun und nichts davon tun.“ (5. Mose 13, 1)

      So lehren es die beiden Kirchen bis heute. Im Jahr 1965 deklarierte das höchste Gremium der Katholischen Kirche in Gestalt des II. Vatikanischen Konzils in seiner Dogmatischen Konstitution über die göttliche Offenbarung folgendes:

      Weil sie, wie die Priester, geopfert haben, obwohl sie keine geweihten Priester sind, straft der Gott der Bibel die beiden jungen Männer Nadab und Abihu mit Verbrennung bei lebendigem Leib (3. Mose 10, 1-3)

      „Das von Gott offenbarte, das in der Heiligen Schrift enthalten ist und vorliegt, ist unter dem Anhauch des Heiligen Geistes aufgezeichnet worden; denn aufgrund apostolischen Glaubens gelten unserer heiligen Mutter, der Kirche, die Bücher des Alten wie des Neuen Testamentes in ihrer Ganzheit mit allen ihren Teilen als heilig und kanonisch, weil sie, unter Einwirkung des Heiligen Geistes geschrieben, … Gott zum Urheber haben und als solche der Kirche übergeben sind.

      Zur Abfassung der heiligen Bücher hat Gott Menschen erwählt, die ihm durch den Gebrauch ihrer eigenen Fähigkeiten und Kräfte dazu dienen sollten, all das und nur das, was er – in ihnen und durch sie wirksam – geschrieben haben wollte, als echte
      Verfasser schriftlich zu überliefern. Da also alles, was die inspirierten Verfasser oder Hagiographen aussagen, als vom Heiligen Geist ausgesagt zu gelten hat, ist von den Büchern der Schrift zu bekennen, dass sie sicher, getreu und ohne Irrtum die Wahrheit lehren (Unterstreichung durch den Verfasser), die Gott um unseres Heiles willen in heiligen Schriften aufgezeichnet haben wollte. Daher ‘ist jede Schrift, von Gott eingegeben, auch nützlich zur Belehrung, zur Beweisführung, zur Zurechtweisung, zur
      Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Gott gehörige Mensch bereit sei, wohl gerüstet zu jedem guten Werk’“.
      (2. Timotheus 3, 16-17)

      Dementsprechend heißt es in dem bis heute gültigen Katechismus der Katholischen Kirche:

      „Das Alte Testament ist ein unaufgebbarer Teil der Heiligen Schrift. Seine Bücher sind von Gott inspiriert (Unterstreichung durch den Verfasser) und behalten einen dauernden Wert, denn der Alte Bund ist nie widerrufen worden … Die Christen verehren das Alte Testament als wahres Wort Gottes (Unterstreichung durch den Verfasser). Den Gedanken, das Alte Testament aufzugeben, weil das Neue es hinfällig gemacht habe, wies die Kirche stets entschieden zurück.“

      Und für die Evangelisch-Lutherische Kirche gilt immer noch gemäß einer ihrer wichtigsten Bekenntnisschriften, der „Konkordienformel“:

      „Wir glauben, lehren und bekennen, dass die ein(z)ige Regel und Richtschnur, nach welcher zugleich alle Lehren und Lehrer gerichtet und geurteilt werden sollen, sind allein die prophetischen und apostolischen Schriften Altes und Neues Testament, wie geschrieben steht: ‘Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg’, Psalm 119. Und Paulus: ‘Wann ein Engel vom Himmel käme und predigte anders, der
      soll verflucht sein’, Gal 1.“

      Es handelt sich also nicht etwa um historische Texte aus längst vergangenen Zeiten; es geht vielmehr um bis heute gültige Vorschriften und als gottgewollt dargestellte Praktiken, die der Schwerstkriminalität zuzurechnen sind.

      Diese Empfehlungen werden noch bis in die jüngste Zeit befolgt.

      So berief sich beispielsweise der vor kurzem verstorbene kroatische Präsident Franjo Tudjman in seinem 1989 erschienen Buch Irrwege der historischen Wahrheit zur Rechtfertigung der Ausrottung von Minderheiten ausdrücklich auf die Bibel, indem er schrieb:

      „Die Geschichte der Menschheit wurde immer begleitet von dem Phänomen der Gewalt … Der Völkermord ist ein natürliches Phänomen, er steht in Übereinstimmung mit der menschlich-sozialen und mythologisch-göttlichen Natur. Der Genozid ist nicht nur erlaubt, sondern empfohlen. Ferner hat der allmächtige Jehova mit eigenen Worten den Völkermord immer dann empfohlen, wenn er für das Überleben und die neuerlich
      etablierte Macht des Reiches des auserwählten Volkes oder dessen Aufrechterhaltung, wie die Verbreitung des heiligen Glaubens nützlich ist.“

      Wer in staatlicher Verantwortung für den Schutz der Jugend steht und die Brutalität der biblischen Empfehlungen schweigend hinnimmt, macht sich bezüglich der daraus resultierenden Gefährdung der seelischen und moralischen Entwicklung der Jugend mitschuldig.

      Als Konfessionsloser, wusste ich überhaupt nicht, was für ein gefährliches Zeugs, dort, als Wort Gottes verkauft wird und jederzeit, je nach Windrichtung, als Anleitung und Motivation zum Töten benutzt werden kann. Nun ist mir auch klar, warum das christlichste Land der Welt, die USA, gleichzeitig auch zu den kriegerischsten und angrifflustigsten Ländern der Welt, gehört.

      Ist der Koran friedlicher und mit unseren Gesetzen, insbesondere dem Strafgesetzbuch, vereinbar?

      Ein paar „lustige“ Zitate aus dem Koran:

      „Sure 2, Vers 191: „Und erschlagt sie (die Ungläubigen), wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben; denn Verführung [zum Unglauben] ist schlimmer als Totschlag. …“;

      Sure 2, Vers 193: „Und bekämpfet sie, bis die Verführung [zum
      Unglauben] aufgehört hat, und der Glaube an Allah da ist. …“ (Die „Ungläubigen“ stellen wegen ihrer heidnischen Auffassung eine Verführung dar und müssen allein deshalb bekämpft werden.)

      Sure 2, Vers 216: „Vorgeschrieben ist euch der Kampf, doch ist er
      euch ein Abscheu. Aber vielleicht verabscheut ihr ein Ding, das gut für euch ist, und vielleicht liebt ihr ein Ding, das schlecht für
      euch ist; und Allah weiß, ihr aber wisset nicht.“ (Gemeint ist der
      Kampf mit Waffen.)

      Sure 4, Vers 74: „Und so soll kämpfen in Allahs Weg, wer das
      irdische Leben verkauft für das Jenseits. Und wer da kämpft in Allahs Weg, falle er oder siege er, wahrlich dem geben wir gewaltigen Lohn.“ (Diesen „Verkauf“ ihres Lebens haben die Attentäter von New York offensichtlich vollzogen).

      Sure 4, Vers 76: „Wer da glaubt, kämpft in Allahs Weg, und wer da nicht glaubt, kämpft im Weg des Tagut. So bekämpfet des Satans Freunde. Siehe, des Satans List ist schwach.“

      Sure 4, Vers 84: „So kämpfe in Allahs Weg; nur du sollst (dazu)
      gezwungen werden; und sporne die Gläubigen an. …“

      Sure 4, Vers 89: „Sie wünschen, dass ihr ungläubig werdet, wie sie
      ungläubig sind, und dass ihr ihnen gleich seid. Nehmet aber keinen von ihnen zum Freund, ehe sie nicht auswanderten in Allahs Weg. Und so sie den Rücken kehren, so ergreifet sie und schlagt sie tot, wo immer ihr sie findet; und nehmet keinen von ihnen zum Freund oder Helfer.“

      Sure 4, Vers 92: „Ein Gläubiger darf keinen Gläubigen töten, es sei denn aus Versehen; und wer einen Gläubigen aus Versehen tötet, der soll einen gläubigen Nacken (Gefangenen) befreien, …“ Dies ist ein Zitat, das den kriegerischen Zusammenhang eindeutig beweist, wie die folgenden Zitate, die aus einem Kriegshandbuch entnommen sein könnten.

      Sure 5, Vers 52: „Oh Gläubige, nehmt weder Juden noch Christen zu Freunden.“ Siehe auch Sure 3, Vers 118 : „Oh ihr, die ihr glaubt schließet keine Freundschaft außer mit euch. …“

      Sure 8, Vers 12: „… Wahrlich in die Herzen der Ungläubigen werfe ich Schrecken. So haut ein auf ihre Hälse und haut ihnen jeden Finger ab.“

      Sure 8, Vers 39: „Und kämpfet wider sie, bis kein Bürgerkrieg mehr ist und bis alles an Allah glaubt..“

      Sure 8, Vers 41: „Und wisset, wenn ihr etwas erbeutet, so gehört der fünfte Teil davon Allah und dem Gesandten und (seinen) Verwandten und…“

      Sure 8, Vers 60: „So rüstet wider sie, was ihr vermögt an Kräften
      und Rossehaufen, damit in Schrecken zu setzen Allahs Feind und euern Feind und andre außer ihnen, die ihr nicht kennt, Allah aber kennt.

      Sure 9, Vers 5: „Sind aber die heiligen Monate verflossen, so
      erschlaget die Götzendiener, wo ihr sie findet, und packet sie und
      belagert sie und lauert ihnen in jedem Hinterhalt auf. So sie jedoch bereuen und das Gebet verrichten und die Armensteuer zahlen, so lasst sie ihres Weges ziehen. Siehe, Allah ist verzeihend und barmherzig.“

      Sure 9, Vers 111: „Siehe, Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies erkauft. Sie sollen kämpfen in Allahs Weg und töten und getötet werden. … Freut euch daher des Geschäfts, das ihr abgeschlossen habt; und das ist die große Glückseligkeit.“

      Sure 9, Verse 44 und 45, Verse 90 – 93 besagen, dass nur Ungläubige um Erlaubnis bitten, nicht kämpfen zu müssen. Also: Wer nicht kämpft ist ungläubig, es sei denn, er ist schwach und krank.

      Sure 9, Vers 41: „Ziehet aus, leicht und schwer, und eifert mit Gut und Blut in Allahs Weg.“ Es ist gemeint: „leicht und schwer
      bewaffnet“.

      „Eifern mit Gut und Blut in Allahs Weg – für den Islam“ ist ein
      Passus, der oft im Koran erscheint und durchaus den militärischen Kampf meint. Im Kontext ist von Krieg, Kampf und Heerscharen die Rede. (z. B. Sure 9, Vers 81, 88, Sure 49, Vers 15, Sure 61 „Die Schlachtordnung“, Vers 11)

      Sure 9, Vers 52: „Sprich: ‚;Erwartet ihr (die Ungläubigen) etwa,
      dass uns nicht eins der beiden schönsten Dinge treffen wird (Sieg
      oder Märtyrertod)?‘ Und wir erwarten von euch (den Ungläubigen), dass euch Allah mit einer Strafe treffen wird, sei es von Ihm oder durch unsere Hand. Und so wartet; siehe wir warten mit euch.“ (Das ist die Strategie von Mili Göres)

      Sure 61 „Die Schlachtordnung“, Vers 3 u. 4 : „Großen Hass erzeugt es bei Allah, dass ihr sprecht, was ihr nicht tut. Siehe Allah liebt die, welche in seinem Weg in Schlachtordnung kämpfen, als wären sie ein gefestigter Bau.“

      Sure 4, Vers 104: „Und erlahmet nicht in der Verfolgung des Volkes (der Ungläubigen); leidet ihr, so leiden sie, wie ihr leidet.“

      Sure 47, Vers 35: „Werdet daher nicht matt und ladet (sie) nicht ein zum Frieden, während ihr die Oberhand habt; …“

      Sure 5, Vers 38 (42): „Und der Dieb und die Diebin, schneidet ihnen ihre Hände ab als Lohn für ihre Taten. (Dies ist) ein Exempel von Allah, und Allah ist mächtig und weise.“

      Es fing ja auch schon gut an:

      „Der Islam (das Wort bedeutet „Unterwerfung, Hinwendung“) begann seine Laufbahn mit Kriegen und Massakern. Der Getreue Mohammeds, Saad, fällte nach einer Schlacht im Jahre 627/28 über die gefangenen (jüdischen) Qurayza das Urteil, dass alle Männer hingerichtet, die Güter verteilt und die Frauen und Kinder Gefangene bleiben sollten.

      „Dies ist Gottes eigenes Urteil im siebten Himmel“; brach der Prophet (Mohammed) aus und gab sofort Befehl, das Urteil zu vollstrecken. (Er ließ sie einsperren) dann ging er auf einen Platz, der noch jetzt der Marktplatz von Medina ist und ließ Gruben graben, dann ließ er sie truppweise vorführen und vor den Gruben hinrichten, es waren 800-900 Mann … Man fuhr in dieser Weise fort, bis Mohammed mit allen fertig war. (Ibn Hischam II Seite 690)

      „Das ist nichts anderes, als ein Massaker.“ stellt Dr. Catharina
      Wenzel fest (in „Evangelische Theologie. Zweimonatszeitschrift“
      5-2002, Seite 375 Gütersloher Verlagshaus GmbH, Postfach 450, D-33311 Gütersloh).

      Ein Religionsgründer, der Kriege führt und Massaker anordnet, ist als Friedensstifter nicht sehr glaubwürdig.

      Wenn Archäologen einmal auf dem betreffenden Marktplatz von Medina graben dürfen und die Toten würdig bestattet sind, kann man dem Islam eine Läuterung und Reformation zum Frieden hin abnehmen.“

      Der Koran greift den Abfall vom Glauben an mehreren Stellen auf:

      „Und wenn sie sich abwenden, dann greift sie und tötet sie, wo immer ihr sie findet, und nehmt euch niemand von ihnen zum Freund oder Helfer!“ (4,89).

      Dieser Vers wurde als unmittelbare Anweisung zur Behandlung von Apostaten (Abgefallenen) aufgefasst und die Todesstrafe als eigentliches Strafmaß für Apostasie festgesetzt. Der berühmte, zur Apostasiefrage häufig zitierte Kairoer Theologe Muhammad Abû Zahra (1898-1974), spricht von drei Fällen, in denen über einen Muslim die Todesstrafe verhängt werden darf:

      bei Apostasie, bei Unzucht nach rechtlich gültiger Eheschließung und bei Mord, der keine Blutrache ist.“

    • @Holger

      Danke, das ist eine schöne Zusammenstellung des religiösen Wahns der abrahamitischen Religionen. Ich möchte noch einen Gedanken hinzufügen:

      Es liegt in der Natur der Sache, daß monotheistische Religionen besonders intolerant und aggressiv sind. Solange jedes Volk seine eigenen Götter hatte oder (selten) einen einzelnen Stammesgott, gab es keine Religionskriege im späteren Sinne. Ein Volk hatte jene Götter, ein anderes hatte diese Götter, ein drittes Volk kannte wieder andere Götter. Das war normal, wurde allgemein akzeptiert und war kein Grund zum Streiten. Zwar kämpften auch damals die Völker „für ihre Götter“ und „mit deren göttlicher Hilfe“ und wenn sie siegten, hatten sich die eigenen Götter eben als die stärkeren erwiesen. Natürlich hatte man vorher durch anständige Opfergaben die Götter gnädig gestimmt. Es kam vor, daß die Besiegten gedrängt wurden, die Götter der Sieger zu übernehmen, was zu einer Verschmelzung der beiden Völker beitragen konnte. Aber im allgemeinen herrschte Toleranz gegenüber fremden Göttern, weil die Vielfalt als selbstverständlich angesehen wurde.

      Mit dem Aufkommen des Monotheismus änderte sich das grundsätzlich, vor allem mit dem von Paulus erfundenen anmaßenden Christentum. „Mein Gott ist auch dein Gott, selbst wenn du ihn nicht kennst und nicht akzeptierst! Es gibt überhaupt nur diesen einen Gott und Jesus ist sein Sohn. Wer das nicht glaubt – oder auf „falsche“ Weise glaubt -, ist ein Heide oder Ketzer, der den Tod verdient!“ Das war zwangsläufig das Ende jeglicher Toleranz und der Beginn eines zweitausend Jahre andauernden Blutbades. Oft wird die Religion von den Herrschenden nur als Vorwand benutzt, um ganz andere Ziele zu erreichen, aber die monotheistischen Religionen – speziell Christentum und Islam – eignen sich eben besonders gut zum Fanatisieren der Massen und ihnen gleichzeitg das Gefühl der „gerechten Sache“ zu geben.

      (Ausgangspunkt des Ein-Gott-Wahns war allerdings das Judentum mit seinem Exklusivanspruch, aber obwohl es der Ausgangspunkt war, ist es eigentlich ein anderes Thema.)

    • @Holger: Das finde ich auch gut, dass Du das mal hier alles aufgelistet hast, Danke! Das AT trieft nur so vor Blut.
      Und Moses ruft zum Genozid auf. Daran hat sich übrigens die englische Kirche in Kanada strikt gehalten. Ein großer Prozentsatz der indianischen Kinder kam nicht wieder lebend aus den Schulen heraus und man hat den Indianern mit Krankheiten infizierte Bettdecken geschenkt. Es ist unglaublich und noch gar nicht so lange her. Das ist alles von einem englischen Priester aufgedeckt worden, der sich erst mal wunderte, dass alle Indianer den größten Horror vor der Kirche hatten und keiner da reingehen wollte. Als sie dann Vertrauen zu ihm fassten, fingen die Ältesten an zu erzählen und brachen dabei in Tränen aus. Ich habe das mal googeln können, aber jetzt ist vieles davon gelöscht. Da gab es eine Augenzeugin, die als Schulkind dabei war, wie eine Nonne vor aller Augen ein Indianerkind totgetreten hatte und von den Klassenkameraden verlangte, sie sollten über den toten Körper hinweg nun in ihr Klassenzimmer gehen!

    • Oh, je. Die Islam-Debatte….Alle haben Recht und Keiner. Oder wollen Recht, die Weisheit mit Löffeln gefressen haben. Ich inklusive… Man könnte jetzt wieder anfangen, alles gegenzurechnen… was in der Bibel steht, was im Koran; die Kreuzzüge, den Jihad, das Christentum, den Islam…
      Ich geb mal ein Beispiel: der IS schlachtet Andersgläubige nieder und versklavt Frauen und Kinder, alles im Namen Allahs…das steckt in der Religion, die Moslems sind alle so, immer, für alle Zeiten. Das liegt doch auf der Hand……..
      Gegenbeispiel: Als im zweiten Weltkrieg die Deutsche Wehrmacht dazu beigetragen hatte, den ganzen Kontinent niederzubrennen, und alle „Andersartigen“ auszurotten, hatten alle Soldaten auf ihrer Gürtelschnalle stehen „GOTT MIT UNS….welcher Gott damit wohl gemeint war… Wenn man diesen Gedanken jetzt weiterspinnt, könnte man das gleiche was zuvor über DIE Moslems gesagt wurde, in veränderter Form auch über DIE Christen sagen…hmmm, und jetzt? irgendwie ne Patt-Situation…
      Anderes Beispiel: DIE Moslems sind total Rückständig, haben keine eigene Technologie, leben noch im Mittelalter….
      Gegenbeispiel: Ohne die Mathematik, Philosophie, Medizin, die DIE Moslems über Grenada nach Europa brachten, würden wir wahrscheinlich immer noch im Mittelalter leben. ( Kleine Denkaufgabe-hat sich schon mal jemand die Frage gestellt, warum auf deutsch z.B. die Zahl „37“ Sieben und Dreissig gelesen wird- auf englisch aber thirty seven, auf französisch trente-sept?)….ach egal….
      Und die Frauen? DIE Moslems unterdrücken ihre Frauen…Gottseidank war das bei den Christen ja noch nie so, weil wir viel Fortschrittlicher sind…!!! Immerhin dürfen bei uns die Frauen schon seit jeher machen was sie wollen, und zwar ohne die Erlaubnis des Mannes einzuholen…Und wir haben die Vergewaltigung in der Ehe schon seit 19 Jahren unter Strafe gestellt… Und bei UNS verdienen die Frauen ja schon immer von vorneherein mehr wie Ihre männlichen Arbeitskollegen.

      Ich stelle man ne alternative These auf- die sowas von althergebracht und abgedroschen und tausendmal diskutiert und zitiert wurde, aber meines Erachtens immer noch und für alle Zeit Gültigkeit hat….Jeder Mensch ist ein Individuum. Die Charaktereigenschaften eines jeden Menschen sind nicht determiniert durch seine Hautfarbe, Geschlecht, Religionszugehörigkeit, Nationalität etc.etc. Es sind die äußeren Umstände, die die Menschen zu dem machen, was er ist… Gut oder Böse. Ehrlich oder verbrecherisch. Liebevoll oder Hasserfüllt….

      Ich stelle mir die Frage: wer will, was man denkt, bzw. denken soll…Gibt es da Interessen? Profitiert jemand davon, ob man so oder so denkt? Und wenn ja, warum? Mit welchem Ziel?

      Wäre es vielleicht möglich, dass es Interessenvertreter gibt, die wollen, dass man Angst vor DEN Muslimen hat? Gibts da was für wen auch immer zu verdienen? Ist da jemand dabei ein neues Feinbild zu generieren? Einen neuen Sündenbock zu erschaffen, auf dass der Zorn der Menschen schön weg von den vermeintlichen Verderbern hin zu einer Minderheit geht? Kann man damit vielleicht Kriege, Ausbeutung, Überwachung etc. legitimieren und als ultima ratio hinstellen….?
      Gab’s das schon mal? Hier in Mitteleuropa?

      Auf gar keinen Fall!

    • @Waldschrat: Wir sollen doch aber jetzt hier in Deutschland von unserer Regierung aus gerade KEINE Angst vor den Moslems haben, dafür aber umso mehr vor den Russen! Gibt es in unseren Spiessermedien irgendwo Hetze gegen Moslems? Genau das Gegenteil ist der Fall! Jede andere Religion darf man problemlos ablehnen, was ich auch tue, aber wehe ich lehne den Islam ab, ohne ihn nicht mindestens jahrelang studiert zu haben und selbst die dürfen dann keine ernsthafte Kritik üben, sonst müssen sie für Leib und Leben fürchten und werden von unseren Politikern geschmäht. Man soll gefälligst lernen, Intoleranz zu tolerieren!
      Dafür aber hier in allen Deutschen Spiessermedien jede Menge Hetze gegen Russland! Deshalb kann man den Friedensfahrern Berlin-Moskau , die gestern erfolgreich zurückgekehrt sind nicht dankbar genug sein!

    • @Veganislove: also, was die Kriegshetze gegen Russland anbelangt, bin ich vollkommen d’accord. Auch wenn ich der Ehrlichkeit halber sagen muss, dass Ich Putin ebenfalls für einen Kriegsverbrecher halte (Tschetschenien). Außerdem ist er ein Nationalist, Kapitalist, und wäre ich homosexuell, wollte ich nicht gerade in Russland leben wollen….

      Was den Islam anbelangt, sehe ich einiges aber etwas differenzierter-auch oder gerade was die vermeintliche Hetze anbelangt. Vorweg, um unnötige Klarstellungen schon im Vorfeld zu vermeiden- auch mich befremden vollverschleierte Frauen, die Scharia finde ich entsetzlich, Genitalverstümmelung, Zwangsheirat und und und…und (Ich erinnere mich aber an einige Politiker, die den Islam durchaus kritisch betrachten, und dies auch öffentlich bekunden- natürlich nur so deutlich, um noch im „grünen Bereich“ zu bleiben, um sich nicht parteipolitisch angreifbar zu machen. Wer zwischen den Zeilen las bzw. hörte, konnte aber durchaus erkennen, dass ihre Ablehnung weiter ging….) insofern kann ich nicht ganz beipflichten, dass Islamkritik gänzlich verpönt sei…
      Die Hetze gegen Russland geht derweil weit weniger subtil von statten, da spätestens seit der Mitte des 19. Jhd. Russland bzw. die Russen bei uns negativ belegt sind. ( „tumbe Reaktionäre, Bolschewiken, slawische Untermenschen, Rote Bestien, der Ivan, der Russe…“). Das hat sich im kollektiven Gedächtnis festgesetzt, es bedarf wenig, dieses alte Feindbild wieder aufzubauen bzw. zu bedienen. Heute zeigt man randalierende russische Hooligans im TV, und schon funktioniert das wieder…..

      Was den Orient anbelangt, war das bis vor 100 Jahren noch ganz anders. Er wurde positiv gesehen, exotisch. Das osmanische Kalifat war Verbündeter der Deutschen im WWI…..

      Was den Islam anbelangt, geht das weitaus subtiler zu. Mit Sprache und Ikonographie. Geben Sie mal auf google die Worte Islam + Spiegel cover ( oder Stern, Bildzeitung etc. ist egal), ein. Sie werden sehen, dass die Cover alle negativ konnotiert sind. Das Wort ISLAM wird entweder mit der Farbe schwarz in Verbindung gebracht-schwarz = Böse, Tod; Oder mit Rot= Warnfarbe, Gefahr, Blut… Selbst wenn in den Artikeln in den jeweiligen Zeitschriften ein differenzierteres Bild abgegeben werden sollte, bleibt die Verbindung Islam = Böse, Tod, Gefahr, Blut in den Köpfen hängen und setzt sich fest…

      Umgekehrt kokettiert z.B. der IS damit- schwarze Flaggen und schwarze Turbane sehen bedrohlich aus, ähnlich wie die im 18.jhd. gebräuchlichen Piratenflaggen….

      Ich kenne Menschen, die den Islam im Pass haben- die voll integriert sind. Die trinken Alkohol, kiffen, arbeiten, behandeln ihre Freundinnen höchst respektvoll, sind meiner Meinung nach höchst ehrbare Menschen ( weitaus ehrbare, als manch Deutscher der das rk oder ev im Pass hat….)
      Während meiner Schulzeit bekamen wir mal eine türkische Mitschülerin, die ein Kopftuch trug, in die Klasse. Sie war sitzen geblieben, und zufällig wurde sie im Bio-Raum neben mich gesetzt. Vorurteilsgeladen ging ich davon aus, dass sie eine arme, unterdrückte Muslima sei, die von zu Hause aus gezwungen wurde, Kopftuch zu tragen. Darauf angesprochen, entgegnete sie mir, dass sie aus einem laizistischen Elternhaus käme, Ihre Mutter und Schwester keines tragen würden, und dass sie sogar eher Ärger mit Ihrem Vater bekommen hatte, weil sie es trug. Nach dem Frage nach dem warum antwortete sie mir auf einer metaphysischen Ebene, ich bekomme das heute leider nicht mehr hin.
      Sie war mir, im Nachhinein betrachtet, weitaus sympatischer als einige der girlies in meiner Klasse, die völlig sinnentleert, pseudoemanzipiert und total konsumorientiert ihr Dasein fristeten….

      Verstehen Sie worauf ich hinaus will? In erschreckender Weise erinnert mich einiges heute an die Verhältnisse im Dritten Reich ( und ich sage dass nicht, weil ich damit die Nazi-Keule auspacken will, sondern einen zusätzlichen Blickwinkel in die Debatte bringen möchte…) Damals wurde aus diversen Gründen Angst und Hass und Verachtung auf eine ganze ( weitaus integriertere) Volksgruppe gelenkt….) Und heute sind wir meines Erachtens, auf einem sehr ähnlichen Weg. Das Gefährliche dabei ist zudem, dass sich gewisse Kausalitäten entwickeln können…z.B.“Können wir allen trauen, selbst den vermeintlich gut integrierten, oder ist jeder verdächtig, der den Islam als Religion im Pass trägt? Werden DIE sich letztlich nicht auf die Seite Ihrer radikalen Glaubensbrüder schlagen…?Und was ist mit deren Kindern…werden die sich nicht irgendwann rächen wollen, für die Bomben die der Westen im Orient täglich abwirft…? etc.etc.etc….

      Wie gesagt, es gibt Auswüchse im politischen Islam, dem wie auch immer Einhalt geboten werden MUSS…aber wir im Westen sollten uns die Frage stellen, wieso die vielen türkischen Frauen, die damals OHNE Kopftuch aus der Türkei nach Deutschland kamen, heute eines tragen…oder warum in Kabul oder in Bagdad die Frauen in den 60ern / 70ern im kurzen Rock unterwegs waren….was heute unvorstellbar wäre… Wäre es möglich, dass der Westen nicht ein gerüttelt Maß Verantwortung dafür trägt, dass sich gewisse Dinge so entwickelt haben, wie sie sich haben?

    • Ach, Waldschrat! Diese Art Belehrungen sind bei mir fehl am Platz. Das weiß ich doch alles und sehe es fast genauso. Natürlich ist der Westen schuld daran, dass der Islam derart aggressive Auswüchse bekommen hat!
      Aber ich finde ihn trotzdem auch von alters her frauenverächtlich mit seiner Vielweiberei und seinen Harems.
      Und komischerweise werden von den eifrigen Islamrelativierern nie die „Ehrenmorde“ erwähnt. Anscheinend finden die die irgendwie hinnehmbar, oder wie? Solcherart grausame, verächtliche Frauenbehandlungen gab es bei uns glaub ich zuletzt in der Zeit der Hexenverfolgung.
      Unter den Menschen, die, ob sie wollen oder nicht, Muslime sind, gibt es genauso eine Mischung von Charakteren wie in der westlichen Kultur. Ich war mal in den 1970er Jahren kurz in Algerien in einer besonders „heiligen“ Stadt, wo man nur vollverschleierte Frauen zu sehen bekam und die Kafees ausnamslos mit Massen von Männern besetzt waren. Aber mir ist von Männern wie Frauen(soweit man das allein an den Augen ablesen kann) nur Freundlichkeit entgegen gebracht worden. Ich hatte das Gefühl, dass diese Menschen im Schnitt noch viel natürlicher, weicher und empfindsamer waren als bei uns. Es war so ähnlich, als wenn ich träumte. Nur bei meiner Ankunft, als ich im Auto vom Schiff abgeholt wurde und wir an der Straße einen winkenden Greis freundlicherweise mitfahren liessen, war das nicht so ein schönes Erlebnis. Jedemal, wenn ich von hinten etwas sagte, drehte er sich zu mir um und fing ganz albern an zu kichern. Wahrscheinlich, weil mein Gesicht nicht verschleiert war. Und dann hat er an einem Straßenabzweig verlangt, dass wir woanders langfahren sollten, um ihn ganz nach Hause zu bringen wahrscheinlich. Aber wir hatten nichtmehr so viel Benzin und an unserem Auto war was defekt, sodass wir ihn aufforderten, dort auszusteigen. Da hat er uns noch hinterhergeflucht und drohend seinen Stock geschwungen. Das war das einzige unfreundliche Erlebnis dort. Als ich wieder bei uns ankam und vom Bahnhof aus einen Bus nahm, wurde ich durch das grobe, rüde Verhalten des Busfahrers aus meinem schönen Algerientraum gerissen…

    • @Veganislove- also eine Belehrung war meine Intention nicht, auch wenn es vielleicht so rüber gekommen sein mag. Leider bin ich keine Instanz, die man als Be-Lehrer akzeptieren könnte oder gar sollte.

      Ich wollte eher darauf hinaus, zum Nachdenken anzuregen, wie wir hier in Deutschland oder Europa „zusammenleben“ wollen- und welche Gefahren ich sehe, wenn man ein „Feindbild“ akzeptiert bzw. zu welchen Konsequenzen das führen kann ( und zwangsläufig wird ).

      Und auch ich habe keine Lösung parat, zu viel Toleranz kann in die falsche Richtung führen, zu wenig aber leider auch. Vielleicht sollte man sich gemeinsam mit den Islam-Verbänden über „Rote Linien“ einigen, und bei einem Überschreiten dieser Linien, auch rigoros dagegen vorgehen. Vor allem sollte irgenwie ein Neuanfang zwischen den Kulturen gestartet werden, wodurch man sich besser kennenlernen kann, und etwas Dampf aus dem Kessel genommen wird. Ich denke aber, all das braucht Zeit…und vielleicht kommt mal der Tag, an dem die Frauen im Orient – ähnlich wie hier- die Kraft (und vielleicht die Unterstützung vieler Männer haben werden), sich zu emanzipieren….

      Wenn wir aber ausschließlich auf Konfrontationskurs gehen, sehe ich ehrlich gesagt schwarz…

    • Meinungsfreiheit und Gleichberechtigung sind für mich die beiden wichtigsten Menschenrechte. Und die genügen mir noch nicht einmal. Ich fordere auch ein Recht auf Lebenserfüllung für Tiere.

    • „Ja, so ist es. – Ich meine nur, daß eine Fremdüberflutung NIEMALS gut war und für die eingesessene Bevölkerung nie eine Bereicherung sein konnte.“

      Mein Gefühl ist, hier werden Äpfel mit Birnen verwechselt…weil ich davon ausgehe, dass mit „Fremdüberflutung“ die Menschen gemeint sind, die vor Krieg und Elend hier nach Europa flüchten. Sollte ich das missverstehen, dann bitte korrigieren!
      Die Flucht dieser Menschen hat doch nichts mit der Kolonalisierung zutun, nichts mit einer Machtübernahme…
      Ist nicht eher das Gegenteil der Fall, dass „wir“ versuchen mit unseren „Werten“ die gesamte Menschheit zu „kolonialisieren“?
      Sind „wir“ nicht die Missionare, die glauben zu wissen, was richtig und was falsch ist, ohne uns überhaupt in eine andere Kultur hinein fühlen zu können? Zerstören wir nicht damit Glaubenskulturen, in dem wir uns anmaßen, Frauen zu verbieten, einen Burkini zu tragen?
      Ich war lange mit einer iranischen Künstlerin befreundet, die leider gestorben ist und sie hat mir ganz etwas anderes erzählt, als das, was ich meinte zu wissen…
      Ich verlinke hier einen Vortrag von Vera Birkenbihl: Was wir unbedingt über die islamische Welt wissen müssen:
      https://www.youtube.com/watch?v=3Y3RHztJAhQ
      Vera Birkenbihl schnauft sehr bei dem Vortrag, weil sie zu der Zeit schon sehr krank war…Für mich war sie eine ganz wunderbare Frau, sie hatte das Asberger Syndrom. Hier ein Link zu diesem Syndrom: https://de.wikipedia.org/wiki/Asperger-Syndrom.
      Vera Birkenbihl war ein hochintelligente Frau und ihre Vorträge sind sensationell: Informativ, humorvoll und aus meiner Sicht, sehr gut recherchiert…

      Wenn ihr Spaß, Freude und Informationen über die islamische Welt haben möchtet, dann hört Euch diesen Vortrag an und versucht Euch nicht an dem Schnaufen von Vera Birkenbihl zu stören!
      Ach, es ist wirklich ein herrlicher Vortrag und leider habe ich Vera Birkenbihl nicht mehr persönlich kennen gelernt…Doch ich kenne Menschen, die sie erlebt haben!

      Was ich nicht verharmlosen will, was Frauen von Männern angetan wurde und noch immer wird! Doch lt. Vera Birkenbihl, hat das hat nichts mit dem Koran zu tun…was Vera Birkbihl auch sehr schön erklärt. Sie spricht den Ehrenmord an und auch andere Verbrechen an Frauen…
      Sie spricht auch über die Klitorisbeschneidnung…und andere Abscheulichkeiten!

      Veganislove ich gebe dir recht, was du über die Frauenverachtung schreibst, doch es scheint so, dass es nichts mit Islam zu tun hat…

      Okay soweit…allerdings ohne Gewähr!

      P.S. ist „Off Topic“, weil sich mein Beitrag nicht auf das Gespräch mit Jorge Jurado bezieht…Sorry!

    • Die Frauenunterdrückung hat mit allem zu tun, was heute ist. Ihr Ursprung liegt nach allem, was wir bisher wissen, 7-10 000 Jahre zurück. Deshalb ist das Weiblichkeitsunterdrückerische auch so selbstverständlich geworden, dass die Wenigsten es überhaupt bemerken. Selbst Mahatma Gandhi hatte mit Frauengleichberechtigung noch nichts am Hut, was z.B. die indische Autorin Arundaty Roy ihm post mortem noch vorgeworfen hat. Die Frauenunterdückung bestand ja auch schon in der uralten vedischen Kultur mit ihrem strengen Kastensystem, die die“matriarchale“, hoch entwickelte Lebenskulturen in Indien abgelöst bzw. unterworfen hat. Diese nicht herrschaftlichen, sondern egalitär geordneten Gesellschaften vor zigtausend Jahren, die weder zum Kriegeführen noch zum Tieretöten Waffen besaßen, lebten noch mit der Natur zusammen in Einklang und heiligten diese und ernährten sich aus der Pflanzenwelt.(siehe auch SEIN.de- „Vergessene Lebensweisheiten“ im Archiv 2009). In Indien setzte also vor mindestens 7000 Jahren auch schon die herrschaftsorientierte Religion ein. Der Islam hat die Frauenunerdrückung definitiv nicht erfunden. Aber er hat sie festgeschrieben und kultiviert sie bis heute. Im Gesetz der Scharia z.B. gilt eine einzige Frau vor Gericht nicht als Zeugin, sehr wohl aber ein einziger Mann. Wir haben im Islam die Harems und die Vielweiberei und die sog. „Kinderehe“. Ich will mich hier nicht mit weiteren Aufzählungen abarbeiten, aber ich verstehe nicht, wie all diese frauenversklavenden Dinge im Islam immer wieder von neuem ignoriert werden können. Mir z.B. tun allein diese kleinen Mädelchen furchtbar leid, die gegen ihren Willen alten Männern als Ehefrau ausgeliefert werden. Die Frauenunterdrückung im Islam wird immer weiter versucht, an allen Enden und Ecken zu verstecken und zu vertuschen, obwohl sie doch so offensichtlich ist. Dass Muslime das selber tun, kann man sich ja noch damit erklären, dass sie ihre gewohnte Männerherrschaft nicht verlieren wollen. Aber warum andere da genauso ignorant sind, ist mir ein Rätsel. Und wenn wir Frauenunterdrückung haben, dann haben wir damit auch allgemeine Unterdrückung, nämlich Herrschaft. Und wir haben es ja hier in Europa schon zur Genüge erlebt, wie freie Meinungsäusserung von den gestrengen Vertretern des Islam beschnitten wird durch die Existenz und Anwendung der sog. „Fatwa“.
      Wer für Gleichberechtigung und freiheitliches Denken und für das Recht auf freie Meinungsäung sensibel ist, den muss dies selbstverständlich stören und verletzen! Das hat überhaupt nichts mit Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit zu tun! Diese Art von Diffamierung einer menschenrechtsbefürwortenden Kritik ist genauso eine heimtückische Waffe wie die „Nazikeule“ für Friedens-oder Anti-TTIP -Demonstranten.
      Eine Bevölkerung, für die schon von der Religion her solche strengen unterdrückerischen Regeln herrschen, kommt wahrscheinlich unserer derzeitigen Art von Regierung gut zupasse. Mit Volksaufständen wäre da nicht mehr zu rechnen.

  6. Wieder einmal ein interessantes Gespräch mit einem sympatischen Gast, der sich als Diplomat allerdings nicht dazu hinreißen ließ, ein Urteil über Kanzlerin Angela Merkel abzugeben. Man kann sich allerdings vorstellen, was er über ihre Politik denkt.

    Ich freue mich auf jede Neuerscheinung bei KenFM. Wenn es nach mir ginge, könnte es jeden Tag ein Interview geben. Herr Jebsen macht seine Sache sehr gut, auch wenn seine Fragen oft in dieselbe politische Richtung zielen. Schön, wenn dann ab und zu jemand, wie Botschafter Jurado, nicht ins selbe Horn bläst und die Ken’schen Thesen ein wenig relativiert.

    • Ken Jebsen ist ja auch nur ein Pseudonym für Moustafa Kashefi (?) oder vielleicht Navid Enayati oder so. 😉

  7. Herr Jensen, die Fluechtlingsproblematik in Lateinamerika und Europa ist nicht zu vergleichen. Das Geld ist bei uns nicht das Problem, sondern die Problem liegen im kulturellen und politischen Bereich. Es scheint mir, dass Sie hier die Zuhoerer manipulieren wollen, so nach dem Motto “ schaut Euch das arme Ecuador an, wenn die das koennen wir das doch auch“ . Das ist mir zu einfach. Wo ich ganz bei Ihnen von, ist das Thema Verursacher der Fluechtlingsstroeme , wenn man Laender völkerrechtswidrig bombardiert und den Menschen die Lebensgrundlage entzieht, ist es klar, dass Flüchtlingsstroeme entstehen. Kriege müssen gestoppt werden!! Warum thematisiert niemand, dass die reichen Golfstaaten keine Fluechtlinge aufnehmen? Trotz der Unterschiede zwischen Sunniten und Schiiten sind die doch den meisten Flüchtlingen kulturell näher

  8. Man kann die Einwanderungspolitik Ecuadors nicht mit Deutschland vergleichen, die Fluechtlinge in Ecuador sprechen in der Regel spanisch, die kulturelle Klammer ist damit gegeben. Ob das mit muslimischen Einwanderen genauso gut funktionieren würde ist die Frage. Zumal der Islam auch eine politische Seite hat, die versucht, das Umfeld zu islamisieren.

    • @jedermann

      Das sehe ich auch so. Der Massenzustrom aus islamischen Ländern ist keine Bereicherung, sondern eine Bedrohung. Das Wissen um die Ursachen der Massenwanderung ändert daran nichts.

      Ich weiß nichts über das Ausmaß der Zuwanderung nach Ecuador und inwieweit die Zugewanderten dort Arbeit finden oder ob sie auf unabsehbare Zeit von den Einheimischen versorgt werden müssen. Klar ist aber, daß die große Masse der von Merkel hereingelassenen „Flüchtlinge“ nie etwas zur kulturellen oder gar fiskalischen „Bereicherung“ Deutschlands beitragen wird. Soweit die ungebildeten „Fachkräfte“ doch irgendwo Arbeit bekommen, werden sie in Konkurrenz zu armen Deutschen treten, die schon jetzt vom Mindestlohn ihre Familie nicht ernähren können.

    • So ist es! Dass unsere deutsche Politik selber mit geholfen hat, diese Flüchtlingsströme zu verursachen, ist natürlich auch wahr. Deshalb versucht sie ja auch, die Problematik, die dadurch entstanden ist, möglichst nur einer fremdenfeindlichen Bevölkerung anzudichten.

    • Wie und ob Einwanderung funktioniert, hängt immer auch vom Menschenbild der „Ureinwohner“ ab.
      Neoliberale Wirtschaft, Politik und Medien spielen eine große Rolle.
      In diesem perversen Spiel sind Sie der Auslöser und auch der Profiteur der Einwanderung.
      Ich habe keine Probleme mit den Menschen, die da kommen.
      Die meisten Probleme erzählen mir Menschen, deren Menschenbild mir suspekt ist. Leider sind das Viele.
      Oft sind das nicht mal Probleme, sondern nur Ereignisse mit denen der Mensch, wegen seines Menschenbildes nicht umgehen kann.

      Beispiel:
      Eine Arbeitskollegin erzählt mir, das sie ein Paket bekommen hat.
      Es klingelt. Sie öffnet die Tür. Wortlaut: „Da steht da ein Muschkote!“ (abwertende Bezeichnung für einen Ausländer)
      Ich war sichtlich irritiert. Nach kurzer Zeit kam es dann zu einer Diskussion.

      Ich weis, dass es Negativbeispiele im Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen gibt.
      Die Ursachen werden aber meißt ausgeblendet. Sie sind Krieg, Vertreibung, Armut und Unterdrückung.
      Die dann angebotenen Lösungen verschlimmern oft nur die Situation.
      Was kann man dem entgegen setzen? Solidarität wäre ein Lösungsansatz.

      Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker – Che Guevara

    • „Klar ist aber, daß die große Masse der von Merkel hereingelassenen „Flüchtlinge“ nie etwas zur kulturellen oder gar fiskalischen „Bereicherung“ Deutschlands beitragen wird. Soweit die ungebildeten „Fachkräfte“ doch irgendwo Arbeit bekommen, werden sie in Konkurrenz zu armen Deutschen treten, die schon jetzt vom Mindestlohn ihre Familie nicht ernähren können.“
      Selbst wenn sich Ihre Pauschalisierung bewarheitet, müsste man nach den Gründen fragen.
      Ich meine nicht die Fluchtgründe, sondern die Verhältnisse in D.

    • Selbst wenn sich Ihre Pauschalisierung bewarheitet, müsste man nach den Gründen fragen.
      Ich meine nicht die Fluchtgründe, sondern die Verhältnisse in D.

      Die Verhältnisse in Deutschland beschreibt Wolfgang Brehm ganz gut in seinen Videos.

      Davon abgesehen, könnte aber kein Land solch eine Massenzuwanderung verkraften, das ist nichts speziell Deutsches. In Schweden läuft es ziemlich katastrophal und Frankreich mit seinen vielen Algeriern ist auch kein Vorbild an gelungener Integration.

      Fremde sind wie das Salz in der Suppe, aber wieviel Salz verträgt eine Suppe?

    • „Fremde sind wie das Salz in der Suppe, aber wie viel Salz verträgt eine Suppe?“
      Frau Merkel schmeckt es auch seit einiger Zeit zu salzig,
      Sie unternimmt ja Alles, um die Flüchtlingszahlen runter zu bekommen.

      Aber ist das Bild mit „der Suppe mit dem Salz“ überhaupt richtig?
      Stellen sie sich mal “ in die Schuhe der Flüchtlinge“.
      In erster Linie sind das für mich Menschen.
      Sie nur als Würze für unser Leben zu sehen, ist doch nicht gerade menschenfreundlich.

    • Aber ist das Bild mit „der Suppe mit dem Salz“ überhaupt richtig?

      Das Bild ist vollkommen richtig und es ist ein positives Bild, jedenfalls kein fremdenfeindliches. Aber zuviel des Guten ist nie gut, sondern gesundheitsschädlich. Die „gutmenschliche“ Gegenposition wäre, daß jede Menge Salz (Fremder) auch noch gut wäre oder daß wir, selbst wenn die Salzlake auch unbekömmlich ist, sie dennoch auslöffeln müssen, weil wir bis zur Selbstaufgabe so ungemein salz(menschen)freundlich sein wollen. Wer so denkt, ist nicht bei Trost, vielleicht ein grünlicher Antideutscher.

      Ich muß mich nicht in die Schuhe der „Flüchtlinge“ stellen, sondern in unsere Schuhe! Eine Regierung hat sich vorrangig – im Zweifelsfall ausschließlich – um die Belange der eigenen Bevölkerung zu kümmern, zu der auch bereits ansässige Migranten gehören. Ein Volk, das sich einer Masseninvasion nicht entgegenstemmt, ist krank, und eine Regierung, die der Invasion Vorschub leistet, begeht Verrat! Das hat es meines Wissens in dieser Form überhaupt noch nie gegeben. Und wer nun meint, Jordanien, den Libanon oder die Türkei als leuchtendes Vorbild für Massenaufnahme hinzustellen, möge sich bitte auch für gleichartige Unterbringung und Versorgung bei uns einsetzen; dann wären die Massen bald wieder weg.

      Es stimmt, daß die „Flüchtlinge“ auch Opfer einer verbrecherischen Politik sind. Man muß ihnen nach Möglichkeit helfen, aber man muß sie nicht „integrieren“. Sobald die Gefahr vorüber ist, müssen sie zurückgehen. Und wer sich nicht an unsere Verhältnisse anpaßt und sogar Anpassungsforderungen an uns stellt (zunächst „Rücksichtnahme“ genannt), soll gleich verschwinden.

      Das Herz schlägt übrigens LINKS, was nicht grundsätzlich ausschließt, daß man den Verstand zum Selberdenken einschaltet. Der gute alte Mann ist auch so ein Linker, der Selberdenken betreibt.

      ———-

      Außerdem bitte ich darum, nicht meine Rechtschreibung zu verschlimmbessern. In der von mir grundsätzlich benutzten guten alten Rechtschreibung heißt es (in diesem Fall) „wieviel Salz“ und nicht „wie viel Salz“. Ich korrigiere ja auch nicht Ihre ärgerlichen daß-Fehler.

  9. Vielen Dank für das sehr interessante Gespräch mit einer starken Stimme für und aus Lateinamerika.

    Ich hoffe, daß KenFm ein Zusammentreffen aller Interviewpartner auf die Beine stellt, woraus neue Ideen, Projekte, Kontakte entstehen.

  10. Was ich bei der ganzen Diskussion hier wegen der Satzes aus dem alten Testament herausziehe ist, dass der wesentliche Punkt ist, dass der revolutionäre Gedanke, in einer nationalen Verfassung der Natur durch die Festschreibung von Rechten eine Stimme zu geben, total aus dem Kontext gerät. Diese Idee finde ich nämlich bewundernswert und danke dem Ecuadorischen Volk dafür. Ob nun AT oder NT Testament oder beides miteinander vermischt, der Kontext macht die Musik, wie Herr Jurado öfters gesagt hat. In unserem Kontext der heutigen Zeit ist die herangehensweise Ecuadors vorbildhaft, weil nur durch den Versuch sich vorzustellen, was denn die Natur sagen könnte zu seiner Situation, eine tiefere Bindung zum Schutz desselben führen kann. Und damit auch zum Schutz des Menschheit selbst. Wir gehören trotz unseren Gebarens ja immer noch dazu. Die Welt kann ohne uns existieren, wir aber ohne die Welt nicht. Amen

    • Diese Idee, der Rechten ALLEN LEBENS eine Stimme zu geben, finde ich auch das einzig Richtige und sie kommt nicht nur aus Ecuador, sondern z.B. auch aus Bolivien. Es gibt für die Rechte der Mutter Erde einen Textentwurf aus Bolivien, der z.B. in dem Buch von Dr.Rosalie Bertell „Kriegswaffe Planet Erde“ abgedruckt ist und vielleicht auch im Internet abrufbar unter „Entwurf der Allgemeinen Erklärung der Rechte der Mutter Erde“ Bolivien 2010(ich schau jetzt auch mal nach und verlinke es, wenn ich es finde).

    • derwaechter.net/bolivien-verabschiedet-gesetz-von-mutter-erde-das-unserem-planeten-als-lebendes-system-rechte-einraeumt

  11. Hab das Gespräch noch nicht zu Ende gesehen, aber nach Minute 19:00 möchte ich schon einen Kommentar absetzen: Lieber Ken Jebsen, Herr Mausfeld hat Ihnen erklärt, was links ist, Herr Jurado hats Ihnen erklärt. Bitte sehen Sie doch endlich ein, dass Sie ein Linker sind! Und das ist doch gar nicht so schlimm, oder? 🙂

    • Denke dass man die Menschen nicht in „links“ und „rechts“ spalten sollte; Ken Jebsen formuliert es doch immer so schön am Ende der Beiträge: „Meine Zielgruppe bleibt der Mensch“. Fazit: Wir sollten kooperieren und uns nicht auseinanderdividieren lassen…

    • @Goran: Vor allem hier in Deutschland, wo jetzt schon lange links für rechts erklärt wird und umgekehrt.

  12. Es scheint die Natur des Menschen zu liegen, dass er gerne Urteile fällt, über Sachen, mit denen er sich nicht auskennt.
    Das trifft besonders auf Religionen zu. (aktuell „Der Islam“)
    Das das NT auf das AT aufbaut, sollte eigendlich den meisten Menschen klar sein. (Prophezeiungen aus dem AT , die sich später im NT erfüllen)
    Für das Judentum (Glaubensrichtung) ist Jesus nicht Gottes Sohn – sie warten also noch auf „Ihren Erlöser“ –> das NT ist für sie nicht maßgebend.
    Zu „Macht Euch die Erde untertan“ :
    Wenn nach der Schöpfungsgeschichte der Mensch das Ebenbild Gottes ist – und Gott die Erde als Lebensgrundlage für den Menschen und alle anderen Lebewesen geschaffen hat, gibt er (Gott) den Menschen die Verantwortung sein Werk nicht auszubeuten sondern zu nutzen. Der Mensch wird als Treuhänder von Gott eingesetzt.
    Wenn Gott über sein Werk sagt: „und er sah dass es gut war“ – hat der Mensch nicht das Recht „Gottes Werk“ zu zerstören.

    • Ich werde wohl nie begreifen, wie man heute noch an dem Aberglauben festhalten kann, dass Jesus Christus „der leibhaftige Sohn Gottes“ war und Gott quasi auf die Erde gekommen ist, dass er dann (als Gott) auch noch gestorben und wieder auferstanden und in den Himmel gefahren sein soll. Man sollte nichts glauben, was der Verstand ablehnt.

      Gott existiert in einer völlig anderen Wirklichkeit, die Schöpfung ist im Vergleich zu Ihm unvollkommen. Deshalb ist es absolut unmöglich, dass Gott selbst auf die Erde kommt. Das wäre etwa so, als würde die Sonne selbst auf die Erde kommen, um ihr Licht zu spenden. Die Gesandten Gottes sind wie Sonnenstrahlen oder Spiegel, die Gott widerspiegeln, nicht mehr und nicht weniger. Wenn Jesus davon spricht, er sei der „Sohn Gottes“, dann darf man das nicht biologisch sehen, sondern symbolisch. Er ist der vollkommene Spiegel des Göttlichen Lichtes, aber nicht die Sonne selbst. Warum sollte er dann am Kreuz sprechen: „O Gott, warum hast Du mich verlassen?“. Jesus sprach von sich auch vom „Menschensohn“. Er war also körperlich ein Mensch, geistig aber ein vollkommenes geistiges Wesen, von Gott gesandt. Wie übrigens auch andere Manifestationen Gottes, wie Abraham, Zarathustra, Moses, Krishna, Buddha und Mohammed.

      Die Juden warten noch heute auf den Messias, weil Jesus die Vorstellungen der damaligen Schriftgelehrten nicht erfüllte. Die Christen lehnen Mohammed als nachfolgenden Gesandten Gottes ab, weil die Schriftgelehrten (und ihre Schäfchen) die Heiligen Schriften so auslegen, wie es ihnen passt. Und die Muslime lehnen Bahá’u’lláh, den Stifter der Bahá’í-Religion (1817-1892) ab, weil sie meinen, nach Mohammed (Siegel der Propheten) würde Gott nie wieder zu den Menschen sprechen. Kann man sich so etwas vorstellen? Sollte Gott wirklich nie wieder zu den Menschen sprechen? Warum? Nein! Solche Absolutheitsansprüche der Geistlichkeit haben nur einen Grund: Machterhalt.

      So warten alle auf die Widerkunft ihres Gottgesandten und übersehen dabei, dass er schon längst wieder gekommen ist. Zum Einen ist es Unwissenheit, zum Anderen dient es eben dem Machterhalt. Seit undenklichen Zeiten haben die Geistlichen und Schriftgelehrten versucht, ihre Anhänger davon abzuhalten, selbständig nach Wahrheit zu suchen und haben die nachfolgenden Gesandten Gottes verfolgt und verschmäht.

      Die Christen warten übrigens auch noch auf den „Friedensfürsten“. Jesus Selbst sagte ja, dass er wiederkommen werde – in der Herrlichkeit des Vaters. Auch diese Prophezeiung hat sich mehr oder weniger von den Menschen unbemerkt (1863 in Persien) längst erfüllt.

      Unter „die Erde untertan machen“ verstehe ich auch, dass die Menschen die Erde für ihren Fortbestand kultivieren und nutzen sollen. Es heißt nicht, dass wir die Erde aus Geldgier und Unersättlichkeit ausrauben sollen. Was das Prinzip der Mäßigung überschreitet, hört auf eine positive Wirkung zu haben. Albert Schweitzer hat es sehr schön gesagt: „Die Ehrfurcht vor dem Leben“ (allem Leben) sollte oberstes Prinzip unseres Handelns sein.

    • Ich stimme ihnen zu.
      „Man sollte nichts glauben, was der Verstand ablehnt.“
      Ich wollte auch nur klarstellen, das das NT auf das AT aufbaut.

      Als ich mich mit 16/17 Jahren für den christlichen Glauben interessiert habe bin ich zur „Jungen Gemeinde“ (Ev.) gegangen.
      Wir waren gleichgesinnte und man konnte über alles reden und frei denken. (bin nicht christlich erzogen worden – DDR)
      Ich kam damals zu der Überzeugung, das der Glauben ein sinnvoller Weg ist und mir Orientierung geben kann. (Taufe)
      Folge war, dass ich meinen Wehrdienst ohne Waffe geleistet habe. In’s Gefängniss wollte ich nicht.
      Im Laufe der Zeit hab ich mich viel mit dem Glauben beschäftigt und viel gelesen.
      Begegnungen mit „Christen“ so wie Wiedersprüche innerhalb der Kirche (Institution) haben mich dazu gebracht, zur Wendezeit (1990) auszutreten.

      „dass Jesus Christus „der leibhaftige Sohn Gottes“ war und Gott quasi auf die Erde gekommen ist, dass er dann (als Gott) auch noch gestorben und wieder auferstanden und in den Himmel gefahren sein soll.“

      Das Ist für mich eine Metapher und hat mich nie gestört.

      Wenn Du einen Christen fragst, der fest daran glaubt (wortwörtlich), wie er sich das vorstellt, bekommst Du zur Antwort:
      Wenn Gott das ganze Universum erschaffen hat, ist es für Gott doch ein Leichtes, seinen Sohn
      wieder auferstehen zu lassen. Das leht sein Verstand nicht ab.

      Da ich mich heute nicht als Christ bezeichnen würde, bin ich dennoch durch ihn geprägt. (z.B. 10 Gebote, Bergpredigt, u.a)
      Es kommt halt drauf an was man damit anfängt.
      Ich habe viele Menschen kennengelernt, für die Ihr Glauben ein großer Halt , Orientierung und Trost ist.
      Warum soll ich Ihnen das kaputt machen?

      zu: „die Schöpfung ist im Vergleich zu Ihm (Gott) unvollkommen. Deshalb ist es absolut unmöglich, dass Gott selbst auf die Erde kommt.“
      Warum nicht? Das versteh ich nicht.
      Selbst den ersten Satz kann man hinterfragen.

  13. Hochinteressant die Perspektive von Jorge Jurado als Botschafter und bekennender Ecuadorianer, der Deutschland zudem aus eigenem Erleben kennengelernt hat.
    Ist Armut der Schlüssel zu mehr Solidarität? Einer Solidarität, die wir uns als Bürger nun dringlich herbeiwünschen um geschlossen gegen elitäre Machenschaften in Politik, Wirtschaft und Finanz anzutreten? Man denke an die Solidarität der Arbeiter gegen die Feudalherrschaft. Heute mehr elitär als feudal. Oder doch eher elitärfeudal? Jedenfalls scheint es in der Armut leichter zu fallen, auf das wenige gemeinsam Verbliebene zu achten: der Würde. Der Würde allen Lebens.
    Toll, das Gespräch hat mich sehr erfreut. Viel Respekt für Jorge Jurado und alles Gute für Ecuador!

  14. Danke für das sehr interessante Gespräch. Endlich berichtet KenFm mal über Lateinamerika.
    Als Herr Jurado sagt, dass 1910 ein Putschversuch in Ecuador mit 5 Toten stattfand, hat er sich versprochen: Der Putschversuch war am 30.11.2010 als versucht wurde, den aktuell amtierenden Präsidenten Rafael Correa aus seinem Amt zu putschen.

    Ab Minute 25:30 sagt er, dass die lateinamerikanische Gesellschaft durch die Zusammenflüsse der europäischen und indigenen Kultur bereichert wurde. Vielleicht ist es naiv, aber ich frage mich oft, wie weit die indigenen Kulturen heute wären, wenn die Europäer diesen Kontinent nie betreten hätten.
    Auf der anderen Seite ist mir beim Lesen des Buchs „Die Entdeckung Amerikas“ von Urs Bitterli klar geworden, dass die Europäer keine einzige Hütte hätten bauen können, wenn die indigenen Stämme nicht selber untereinander total zerstritten gewesen wären (z.B. die beiden Inca-Herrscher und Brüder Huascar und Atahualpa) und teilweise sogar auf die „Hilfe“ der Spanier hofften (z.B. die Tlaxcalteken, die den Spaniern gegen die Herrschaft des Aztekenkönigs Montezumas halfen.
    Zum „Dank“ wurden sie im Jahre 1519 von Cortés und seinen Leuten in Cholula Mexiko regelrecht abgeschlachtet mit über 3000 Toten (siehe „Entdeckung Amerikas Seite 218 bis 220).

    Trotzdem stimme ich Herrn Jurado in der Hinsicht zu, dass es eine kulturelle Bereicherung sein kann, wenn Kulturen friedlich und freiwillig zusammenleben.

    • Die Ureinwohner Amerikas wurden durch die Eindringlinge genauso wenig bereichert wie die Afrikaner durch die „Zivilsation“ der Kolonialmächte. Folgen der Eroberung waren Versklavung und Ausrottung.

      Sicher können Kulturen sich gegenseitig bereichern. Die fleißigen Hugenotten waren zweifellos eine Bereicherung für ihre neue Heimat, ebenso die Deutschen in Rußland und anderswo im Osten. Einzelne Einwanderungsgruppen können ein Segen sein, aber wenn große Massen fremder Menschen ins Land strömen, ist es kein Segen, sondern eine bedrohliche Invasion!

      Es stimmt, daß die Mohammedaner in Al Andalus den Islam zur höchsten Blüte brachten und ganz Europa kulturell befruchteten. Aber sie waren doch als kriegerische Eroberer und Bringer des „wahren Glaubens“ gekommen. Die christlichen Einwohner Spaniens haben sich darüber bestimmt nicht gefreut. (Allerdings hatten dort die Westgoten geherrscht, die auch als Eroberer gekommen waren.)

  15. Ich finde dieses Gespräch sehr inhalts-bzw.facettenreich und man könnte an vielen Stellen einhaken und in die Tiefe gehen. Ich bin erst bei Sekunde 36 plus und möchte hier zunächst nur eine Aussage von Ken Jebsen kritisieren, die ich bezeichnend finde für die immer noch bestehende „Verwaschenheit“ des Begriffes „Christentum“. Ich bin nicht bibel-oder gar kirchengläubig, aber ich kenne in großen Zügen unsere Religionsgeschichte und die Lebensgeschichte von Jesus Christus, sowie viele seiner wichtigsten Aussagen aus dem Neuen Testament. Nun sagt Ken hier im Gespräch, der Ausspruch „Macht Euch die Erde untertan“ sei ein Ausspruch aus dem Christentum. Aber meines Wissens ist dies ein Ausspruch aus dem Alten Testament und das wurde geschrieben, als Jesus von Nazareth, der spätere „Christus“ noch gar nicht geboren war. Ich bin keine Religionswissenschaftlerin und weiß nicht, wie in der orthodoxen Religionswissenschaft damit gehandelt wird, aber mich persönlich stört es schon lange, wie das AT und das NT immer in einen Topf geworfen wird, den man dann insgesamt auch immer noch als „Christentum“ bezeichnet, obwohl der Gott des AT Dinge ausspricht und befiehlt und von den Menschen verlangt, die nach der Lehre von Jesus Christus völlig „unchristlich“ sind! Aus der Vorstellungswelt des AT mit seinem gestrengen und auch gewalttätigen(strafenden) patriarchalen Gott, der z.B. als Beweis des Bundes zwischen ihm und den Menschen die Beschneidung der Knäblein verlangt, ist das Judentum und der Islam hervorgegangen. Aber das Christentum ist nach Jesus Christus benannt, der niemals je irgendeine Form von Gewalt gepredigt oder verlangt hat und der auch nicht patriarchal gedacht hat, der ein Revolutionär des bisherigen Denkens war, ein Erlöser daraus! Deshalb ist es mir wichtig, die Aussagen aus dem AT und aus dem NT nicht zu vermengen. Und ich schreibe dies nicht nur aus persönlichen Gründen, sondern ich halte es für die jetzige Situation, in der wir uns insgesamt als Menschheit befinden auch politisch für wichtig, diese Unterscheidung nicht zu verwischen! Jesus Christus z.B. war im besten Sinne der erste „Linke“ und auch der erste wieder „matriarchale Mann“(matriarchal im Sinne von gleichheitlich gesinnt!).

    • Wenn Altes und Neues Testament nicht in einen Topf geworfen werden sollen, dann müssen die Christen es aus der Bibel entfernen! „Das Alte Testament gilt nicht mehr! Wir Christen haben damit nichts zu tun! [Nur die Juden.]“ Das müßten die Christen sagen. Tun sie aber nicht.

      Ich bin religionslos, deshalb kann mir egal sein, was die Religionen von sich geben, solange sie andere Menschen nicht damit behelligen. Es ist auch nicht mein Ding zu entscheiden, dies ist die richtige Auslegung, das ist die falsche. Schlimm genug, daß Religiöse sich um solche „Inhalte“ streiten, was sogar zu Mord und Totschlag führen kann.

    • In Ihrer Logik bezüglich der Trennung von AT und NT gebe ich Ihnen recht, wenn auch der „Ton“ mir dabei zu rigoros ist. Zumindest hätte schon längst von den Religionswissenschaftlern deutlicher differenziert und herausgearbeitet werden müssen, dass Jesus Christus(NT) nicht dasselbe gepredigt hat, wie der Gott des AT, sondern eigentlich genau das Gegenteil, nämlich die Gewaltlosigkeit und die Gleichberechtigung allen Lebens.
      Wenn Sie mit dem beispielhaften Leben von Jesus von Nazareth nichts anfangen können, brauchen Sie ja nicht gleich alle verdammen, die dies als großes (geistiges) Vermächtnis und Geschenk an die Menschheit begreifen. Sie und ich, wir wissen, dass es in dieser unserer bisher bekannten Welt nichts gegeben hat, was nicht machtmissbraucht wurde. So auch Jesus Christus von der Kirche bzw. den Herrschenden aller Zeiten. Ich selber bin gar nicht getauft, war nie Kirchenmitglied und bin nur als Kind manchmal an Weihnachten vor der Bescherung mit in die Kirche gegangen, weil das so schön feierlich war.
      Aber ich habe nicht, wie Sie hier vermuten lassen, die gesamte Religionsgeschichte samt Jesus Christus und seiner Lehre auf den geistigen Müllhaufen geworfen. Ich kann nämlich eine deutliche Linie erkennen zwischen verschiedenen großen Geistern unserer Kulturgeschichte. Und die führt zu Jesus von Nazareth als dem Erlöser.
      Jedenfalls finde ich es irreführend, den Spruch aus dem AT: „Macht Euch die Erde untertan“ dem Christentum zuzuschreiben. Er gehört zu dem Abrahamitischen Religionen und nicht zu Jesus Christus.

    • „Zumindest hätte schon längst von den Religionswissenschaftlern deutlicher differenziert und herausgearbeitet werden müssen, dass Jesus Christus(NT) nicht dasselbe gepredigt hat, wie der Gott des AT, sondern eigentlich genau das Gegenteil“

      Darüber gibt es meterweise Literatur.

    • @schwarz ist weiß: „Darüber gibt es meterweise Literatur“.

      Das ist ja schön und gut, aber es wird meines Wissens nicht im Religionsunterricht gelehrt und bei der Allgemeinheit, die sich nicht explizit für die Lehre Jesu interessiert, scheint es auch nicht angekommen zu sein.
      Die Kirche, von der das Leben Jesu für ihre Machtkämpfe missbraucht worden ist, kümmert sich jedenfalls meines Wissens um diese offensichtliche Diskrepanz nicht. Das müssen die Schäflein mit sich allein ausmachen, wenn es ihnen auffällt. Es geht also auch hier immer noch vordringlich um Macht und nicht um die Wirklichkeit und die Wahrheit. Überall wird die Wirklichkeit immer noch unterdrückt. Sie scheint im Bewusstsein der Menschheit gar keinen Wert (mehr)zu haben. Oder immer noch nicht. Und das ist es, was mich stört. Das Lügen und Wirklichkeitsverleugnen und Verwursten ist derart eingeübt und eingemeindet, dass es von vielen gar nicht
      mehr bemerkt wird. So, dass das vielleicht größte Geschenk, dass der Menschheit je von einem Ihrer höchst entwickelten Mit-Menschen gemacht worden ist, nur von wenigen erkannt und gewürdigt werden kann.

    • Ich denk, das war schon immer so.
      Man muss schon selber was tun.

      Viele Menschen wollen nur einfache u. kurze Antworten.
      Alles andere ist zu anstrengend und kostet zu viel Zeit.
      Sich zu informieren, zu lernen und zu diskutieren – der Wert wird nicht erkannt.

      Das was hier im Forum passiert, Gedankenaustausch und Rede –> Gegenrede,
      das müsste doch täglich fast überall stattfinden.
      Aber ich glaub, das ist ein frommer Wunsch.

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