Im Gespräch: Michael Buback („Der General muss weg!“: Siegfried Buback, die RAF und der Staat)

Tatort Karlsruhe. Gründonnerstag, der 7. April 1977. Der damalige Generalbundesanwalt Siegfried Buback wird auf offener Straße im Auto von einem vorbeifahrenden Motorrad aus erschossen. Alle Insassen, darunter der Fahrer Wolfgang Göbel und der Justizbeamte Georg Wurster, sterben. Bis heute ist der Tathergang nicht vollständig aufgeklärt. Die wichtigste Frage bleibt unbeantwortet: Wer hat geschossen und vor allem warum? War Buback ein Symbol, das verschwinden musste oder wusste er zu viel? Warum wurde er damals nicht als politische Geisel genommen oder erpresst? Hatte der Staat seine Finger im Spiel?

In seinem neuen Buch „Der General muss weg! – Siegfried Buback, die RAF und der Staat“ geht der Sohn, Prof. Dr. Michael Buback, dem Geschehen tiefgründig auf die Spur und hält aktuellste Erkenntnisse sowie die Verhandlungen am Oberlandesgericht Stuttgart aus dem Jahr 2010 akribisch fest. Verena Becker, offiziell nur wegen Beihilfe verurteilt, steht dabei unter Generalverdacht. Auf einer der letzten noch lebenden Zeuginnen liegt eine große Last, denn viele Indizien weisen darauf hin, dass sie die Frau gewesen sein könnte, die letztendlich den Abzug drückte. Doch selbst ein Geständnis hätte heute keine Konsequenzen mehr. Der Fall ist abgeschlossen.

Wie ein politischer Mord für beendet erklärt werden kann, inwieweit der Verfassungsschutz mit der Hauptverdächtigen Verena Becker in Kontakt stand und wie ein Sohn mit dieser Situation umgeht, klären wir im Gespräch – detailreich, investigativ und spannender als jeder Kriminalfilm. Drehbuchautor: Der Tiefe Staat.

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27 Kommentare zu: “Im Gespräch: Michael Buback („Der General muss weg!“: Siegfried Buback, die RAF und der Staat)

  1. Wenn ich jetzt höre, dass der Internet-Kanal KenFM zunehmend Schwierigkeiten beim Veröffentlichen seiner Inhalte und auch beim Mieten der Räumlichkeiten für die Produktion seiner Sendungen hat, dann gibt mir das ein sehr mulmiges Gefühl. Wo sonst gibt es Interviews mit kritischen Zeitgenossen, wo in aller Breite und Tiefe Themen entwickelt werden können, die bei den „Qualitätsmedien“ – öffentlich wie privat – einfach undenkbar sind, wenn man von ganz wenigen Sendeformaten und Kanälen mal absieht, wo noch richtiger Journalismus praktiziert wird – zumindest manchmal.
    Die Schlinge um den Hals der Freiheit wird in diesem Land allmählich zugezogen, und nur die ganz Beschränkten merken es nicht – noch nicht. Ich aber bin wirklich besorgt.

  2. Was für ein unglaublich interessantes Interview. Man muss es unbedingt bis zum Schluss anhören. Auch wenn manchmal viele Namen fallen, die man heute vielleicht nicht mehr kennt, ist es absolut hörenswert und brandaktuell. Ken Jebsen ist wie immer vorwärtstreibend, ein bisschen arg ins Wort fallend, zackig wie immer aber dadurch bekommt das Gespräch "drive". Ganz am Schluss hätte ich heulen können.
    Ich bin 1958 geboren und die RAF-Zeit hat meine Jugend geprägt. Zum ersten Mal höre ich, wie sehr diese Terrorgruppe benutzt worden ist von allen möglichen dunklen Netzwerken. Die übrigens heute noch ihre schützende Hand über die Täterin und die Täter dahinter halten. nach über 40 Jahren!
    Vielen Dank an Herrn Buback, ein so feiner wunderbarer Mensch. Ich kann mich noch an ein Zitat (wer das war, weiss ich nicht mehr, aber es wurde in der taz veröffentlicht) erinnern, das von "klammheimlicher Freude" sprach bei der Ermordung Ihres Vaters. Das kann einem heute noch wehtun.
    Ken Jebsen: bitte machen Sie weiter!! Wo wären wir ohne einen solchen Journalismus.

    • Moin, Lea, der Artikel, den Sie meinen, wurde von einem *Mescalero* sich Nennnenden verfasst und erschien '77 in einer Göttinger ASTA-Veröffentlichung. In der Folge gab es heftige Auseinandersetzungen um genau diesen Artikel in der westdeutschen (radikalen) Linken.

      mfG

  3. Ganz großen Dank an das KenFM-Team für das großartige Interview. Und ganz besonderen Dank an Herrn Buback für die teils doch sehr emotionalen und persönlichen Einsichten! Es sind Menschen wie er die es erlauben, die damalige und damit auch heutige Zeit in unserer Republik neu zu bewerten und zu verstehen.

    • Sie bringen es auf den Punkt. Zuerst dachte ich es wäre eine Wiederholung des ersten Interviews und wollte nur kurz reinschauen. An Ken Jebsens Brille habe ich dann gemerkt, dass es sich um ein neues Gespräch handelt.

  4. Mehr und mehr sehe ich durch solche Interviews selbst die gegenwärtigen Politiker und vor Allem Merkel als hässliche Grimassen und riesigen Fratzen an.

    Das Böse siegt, wenn das Gute tatenlos zusieht.

    Einen Parteilosen konnte man anscheinend nicht durch die üblichen Mobbing-Methoden aus den Weg kriegen. Wahrscheinlich hatte er immer mehr und mehr Anhänger im inneren Staate bekommen und wurde irgendwann deswegen gekreuzigt.

    Es tut mir Leid.

  5. Gerade jetzt wird es einem ganz besonders bewußt, man ist nicht mehr nur Zuschauer vergangener Geschehnisse. Vielleicht von Geschehnissen weit weg oder doch etwas näher, die aber an anderen Orten in Deutschland geschehen sind.

    Gerade jetzt wird es einem besonders bewußt, da man am nächsten Morgen erwacht, vielleicht erwacht man schon lange so und weiß, heute ist wieder die Zeit da gerade eben eines der größten Menschheitsverbrechen geschieht.
    In der neuen Normalität, schaut man ein Video über Terror und Verstrickungen, während der reale Terror, noch überwiegend psychisch, vor der Tür stattfindet.
    Plötzlich ist es sehr bewußt; all die Paragraphen sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt stehen.

    "Dennis Schneble: Anwalt Dr. Justus P. Hoffmann zu Quarantäne-Anordnungen – Auszug: Die aktuellen Anordnungen der Quarantäne sind nicht verbindlich. (…) Wenn das Gesundheitsamt oder die Infektionsschutzbehörde, der Landrat oder wer auch immer das gerade ist, Ihnen anordnet, Sie mögen sich in Quarantäne begeben, dann ist diese Anordnung nicht durchsetzbar. Ohne richterlichen Beschluss ist diese Anordnung nicht durchsetzbar (…) Sprich, wenn man dagegen verstößt, kann nicht die Polizei, nicht das Ordnungsamt kommen und einen mit Gewalt in Quarantäne stecken. Denn das wäre dann ein Freiheitsentzug. Und es ist auch nicht bußgeldbewehrt, dagegen zu verstoßen. Durchsetzbar und bußgeldbewehrt wird das Ganze erst, wenn, wie es der Paragraf 30 des Infektionsschutzgesetzes auch ausdrücklich vorsieht, ein gerichtliches Unterbringungsverfahren durchgeführt wurde, indem ein Richter die Akte vom Gesundheitsamt, von der Infektionsschutzbehörde bekommt, sich ein eigenständiges Bild von der Lage schaffen muss, eine eigene Sachverhaltsermittlung durchführen muss. Dazu gehören eben auch die infektionsschutzrechtlichen Rahmenbedingungen und man muss vor allen Dingen angehört werden dazu." (Anmerkung Paul Schreyer: Dennis Schneble, der diesen Text transkribiert hat, kommentiert dazu: "Die Sache mit der Quarantäne ist auch exemplarisch dafür, dass dieser ganze rechtsstaatliche Wahnsinn ohne den viel schlimmeren vorauseilenden Gehorsam überhaupt nicht funktionieren würde. (…) In diesem Land haben vielleicht noch 10 % Angst vorm Todesvirus. 90 % haben Angst vor sozialer Ausgrenzung – und möglichen Strafen. Wir müssen endlich raus aus diesem Teufelskreis.")“
    (multipolar/Aktuelle Empfehlungen)

    Kurze Zwischenfrage: Will man nun den Krieg, denn es ist ein Krieg, manchmal niedriger, gerade aber höherer Intensität, will man ihn, dieses Verbrechen, diese Kriminalität, es wäre nun wahrlich nichts Neues, verrechtlichen?

    Einerlei, da es nun einmal Krieg ist und es ist stets der Gleiche, der Krieg der Reichen, der gegen und mit Unterstützung der Armen ausgefochten wird, ganz so wie Buffett das in seltener Klarheit formulierte.
    Dann gilt wohl, „Inter arma enim silent leges – Denn unter den Waffen schweigen die Gesetze“

    Schließlich und in Anlehnung an das, was gegen Ende von Herrn Jebsen angedeutet wurde, um zusätzliche Kontextualisierung erweitert:

    Vor allem der gesamte Bereich der Wirtschaft ist im Kapitalismus in prototypischer Weise autoritär, wenn nicht gar totalitär organisiert. Er bildet in kapitalistischen Demokratien geradezu die Basiszelle antidemokratischer Haltungen und Organisationsformen. Durch eine Erhöhung der Durchlässigkeit zentraler politischer Instanzen für Einflüsse aus dem privatwirtschaftlichen Bereich lassen sich autoritäre Elemente in öffentlich kaum sichtbarer Weise in den politischen Bereich einbringen. Andere Kernzellen genuin antidemokratischer, autoritär organisierter Systeme sind der militärische Bereich, die Geheimdienste, Think-Tanks und Stiftungen. Die Geheimdienste zeigten seit je eine natürliche Tendenz, sich gegenüber einer parlamentarischen Kontrolle zu verselbständigen und bildeten teilweise systematische Verflechtungen mit dem organisierten Verbrechen aus.
    (…)
    Auch die ursprünglich in der Mitte der Gesellschaft verankerten Volksparteien verbanden sich im Rahmen ihres Prozesses einer Oligarchisierung und Korrumpierung, wie er schon 1911 von dem bedeutenden deutschen Soziologen Robert Michels beschrieben worden war, immer enger mit wirtschaftlichen Interessengruppen und integrierten sich personell wie ideologisch in staatliche und wirtschaftliche Machtstrukturen. Durch ein großes Arsenal von Mechanismen, die bis in die Gesetzgebung reichen, wurde ein Spektrum offener und verdeckter Formen politischer Korruption etabliert. Um ein jüngeres Bsp. zu nennen: Eine empirische Studie des Roosevelt Institute untersuchte“den Einfluss des Geldes auf Stimmabgaben zur Finanzregulation“ sowie im Telekomsektor „die Verbindung von Industriespenden und Kongress-Stimmabgaben“ mit dem Ergebnis: „Eine beträchtliche Anzahl von Vertretern der Legislative verkauft das öffentliche Interesse im Austausch für politisches Geld.“ So entstanden innerhalb einer vordergründig demokratischen Gesellschaft autoritär organisierte „Stabilitätskerne“ für die tatsächlichen Zentren der Macht.
    (…)
    Zudem haben sie durch politische Etablierung von Mechanismen der Transformation ökonomischer Macht in politische Macht und einen direkten Einfluß auf die Gesetzgebung ihren politischen Einfluß in einer historisch nie gekannten Weise vergrößert: beispielsweise die Steuergesetzgebung, die internationale Gesetzgebung zum „Freihandel“, eine Verrechtlichung institutionalisierter Formen von Korruption und eine rechtliche Gleichstellung von Konzernen mit natürlichen Personen („corporate personhood“).
    (Rainer Mausfeld, Warum schweigen die Lämmer? – Wie Elitendemokratie und Neoliberalismus unsere Gesellschaft und unsere Lebensgrundlagen zerstören)

  6. Wieder mal: ein sehr gutes Interview. Wer die "Berichte" von Ganser, Pohlmann und anderen zusammen fügt, der bekommt einen Eindruck vom Tiefen Staat. Der Rest ist Propaganda des Regimes. – Ein (ungewohnt) emotionales Ende am Ende des Gesprächs !

  7. Letztenendes wurde Buback getötet um es der BRD hausgemachten RAF in die Schuhe zu schieben und so den Kommunismus zu verteufeln. Viel mehr steckt hinter diesen Morden meist nicht, außer die beschuldigten ideologischen Umtriebe zu verteufeln.

  8. Der Begriff´Tiefenstaat´ ist eine glatte Untertreibung.
    Es handelt sich doch um ein internationales Netzwerk zur globalen Kontrolle.
    Mit verschiedenen integrativen Ebenen in jeder lokalen und globaler Formation.
    Und genau auf diese Weise topologisch natürlich so durchstrukturiert, dass Elemente, die nicht steuerbar sind ,sei es durch Terror ausgeschaltet werden können.
    Die Posten verteilenden Logen der Finanzmafia und die sogenannten Geheimdienste sind da äußerst kreativ.
    Wenn man sich nun ansieht, zu welcher Negativauslese käuflicher Politiker, Beamte und Entscheidungsträger das bereits geführt hat, kann einem glatt schlecht werden.
    Auf Klarstellung drohen 115 Jahre Zuchthaus während Scharlatane mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet werden.. Alles kein Zufall…

  9. ein sehr interessantes Gespräch. Die Verstrickungen der Behörden oder Staatsanwaltschaften sind nicht unüblich. Nicht nur bei Kapitalverbrechen sondern auch bei wirtschaftsstraftaten mit behördlicher Beteiligung. Jahrelange, sinnlose Prozesse mit Existenzvernichtung der Betroffenen sind keine Seltenheit. Allerdings haben die Opfer keinerlei Möglichkeit sich ausführlich in alternativen Medien dazu zu äußern. Wenn der Staat und seine Diener in Straftaten involviert sind bleibt die Wahrheit und Gesetzestreue auf der Strecke. Der Rechtsstaat funktioniert nur noch in Teilen. Er rumpelt herum wie ein 8 Zylinder der nur noch auf 6 Töpfen läuft. Täter als Staatsdiener geniessen Welpenschutz, egal was sie so treiben oder anderen antun. Nur wenn man in der Öffentlichkeit steht aht man die Chance derartige schweinereien publik zu machen. Alle anderen Betroffenen müssen selbst sehen wie sie damit zu Rande kommen.

  10. Es gab Zeiten, da hat mich das alles noch mächtig aufgeregt.
    Mittlerweile hat sich mein Weltbild so verändert, dass ich mich zwar noch immer aufrege, aber auch gleichzeitig ein Achselzucken dabei ist. Zu viele dunkle Flecken sorgen auch für eine Klärung.
    Man stellt sich drauf ein und erwartet nichts mehr. Herr Buback scheint noch ein Restvertrauen zu besitzen. Für mich heißt es schon lange glaube wenig, und verlasse dich nicht auf den Rechtsstaat.
    Die Blutspur ist einfach zu breit geworden.

  11. Aus heutiger Sicht betrachtet, die ungeschminkte, unverhohlene, todbringende, menschenverachtende, geradezu viehische Willkuer ausuebender Staatskapos unterschiedslos fast weltweit gegen alle Menschen gerichtet mit luegenhafter Begruendung auf ein Allerweltsvirus gibt Aufschluss.
    Und zwar zwingenden Aufschluss darueber, was Kant offenbar erkannt und ausformuliert hatte: das schlimmste Raubtier, der Mensch mit seinen zahlreich angelegten Fehlfunktionsstellen in seinem Hirn, hat nur dann eine Evolutions-Chance, wenn er Allgemeinsicherungen gegen sich selbst zu bauen in der Lage ist.
    Also ein strikt einzuhaltender Vertragskodex, an den sich jeder, aber auch jeder zu unterwerfen habe fuer den Fall, das allen Einzelexemplaren seine Sicherungen im Hirn wieder mal durchbrennen.
    Also die Staats- und Rechtstheorie.
    Das mit dem jetzigen Coronaluegenfake ist ja nichts Neues. Frueher hiessen die Methoden nur anders. Sklavenstaaten halt, Exzeptionalismus, Absolutismus, Faschismus, "repraesentative", statt nur "Demokratie".
    Zieht sich komplett durch die Zivilisationen, seitdem die Menschen von almenden Sammmlern/Jaegern zu besitzenden, also raubenden Kleinrevierbesetzern wurden.
    Das kollektive Durchbrennen der Hirnsicherungen endet meistens in Genoziden, siehe an amerikanische Ureinwohner, an Juden in Deutschland, demnaechst wohl Milliarden per Zwangsimpfungen. Nach oben gibts keine Grenzen. Auch nicht fuer Staatsterrorismus, der heute Thema dieses Interviews war.
    Entweder Kantscher Rechtsstaat, ab sofort. Oder das wars mit dieser Biosphaere, again.

  12. Danke,
    vorbildliche Gesprächsführung von beiden Seiten!

    Zum Inhalt: Man hält so manches für möglich jetzt
    und auch eine Rückschau lohnt sich neu zu sehen
    unter dem Blickwinkel. "Wer wurde wie instrumentalisiert?"
    und: "Wer ließ sich warum instrumentalisieren?"

  13. Ungeklärt sind auch die Attentate auf:
    Alfred Herrhausen 1989, Vorstandssprecher der Deutschen Bank
    Detlev Karsten Rohwedder 1991, Präsident der Treuhandanstalt
    Dazu noch das Thema NSU, bei dem es mehr offen Fragen als Antworten gibt.
    Wer dem Staat vertraut, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann, weil er das Prinzip "Die wahre Macht ruht hinter dem Thron" nicht kennt.

  14. Logisch, dass Frau Becker milder bestraft worden ist, da sie ja Informantin des tiefen Staates war und eben ggf. wohl auch auf Anweisung aus diesem Hintergrund entsprechend gehandelt hat oder handeln durfte. Und wenn sie dann vor Gericht ausgesagt hätte, dass Sie DAS auf Anweisung gemacht habe, dann wäre der ganze Verf.Schutz verbrannt gewesen. Der VerfS. hatte also alles Interesse daran, dass V.B. milde verurteilt wird! – So war das! – Und es ist anzunehmen, dass Buback gerade durch seine Unbestechlichkeit einigen Leuten gerade im Tiefen Staat mächtig gestört hat! Und vielleicht war er ja sogar an einer Sache oder mehreren dran, (siehe die Affaire Guillaume!??) – wo er noch Mächtigeren, z.B. dem Mossad, der keine Versöhnung mit Russland wollte, kräftig auf die Füße getreten ist!
    Und dass sein Sohn da nicht weiter geht ist seinem falschen Verständnis von Gewaltfreiheit geschuldet! – Hier geht es um Wahrheit und um einen freiheitlichen Staat. – Wer zu den Quellen will muss gegen den Strom schwimmen! – Das ist keine Gewalt sondern mentale und wissenschaftliche Selbstbehauptung! –

    Nun so hoffen wir denn, dass Herr Buback vielleicht doch noch mal anfängt über sein Denken NACH- zu Denken!

  15. Ohne Gewalt? Das gibt's nicht. Jedenfalls keine Demokratie. Die kam doch durch Revolution. Vor allem Ungehorsam, aber auch Verteidigung der Hochburgen mit Gewalt. Anders wär es nicht gegangen. Ohne Demokratie? Tja, Mittelalter, Feudalismus, und wären die Strassenräuber alle fromm geworden, hätte es ja immer noch die Fürsten und ihre Kriege gegeben. Wir hatten ein Recht auf Gewalt damals, es gab nur keine sinnvolle Strategie. Oder ich kannte sie nicht. Inzwischen habe ich angefangen zu zweifeln an diesem "Wir". Es sind doch wohl nur immer Minderheiten, einige Prozent, die dieses Recht haben. Eine "Volkspartei" wird immer eine Scheißpartei sein.

  16. Wir waren damals Untertanen unserer Eltern, von denen wir verraten, hintergangen, manipuliert und betrogen wurden. Die RAF hat uns gezeigt, dass Untertanen ihren Herren nicht nur ausweichen, sondern sie auch angreifen dürfen. Dass zumindest manche Untertanen dieser Meinung sind.

  17. Schon klar, dass es eine Menge, vor allem junge Leute gab, die Grund hatten, den Staat und die Vertreter seiner Justiz zu hassen.
    Bloss blöd die Vorstellung, dass man sozusagen die ganze Zeit auf einen manipulierten Köder hereingefallen ist, wenn man sich seelisch an der Rache durch die RAF festgehalten hat. Auch von dem Herrhausen Mord hört man, dass das eigentlich ausgerechnet derjenige unter den großen Bankstern gewesen wäre, den man am wenigsten hätte umbringen sollen. Wenn man dann von V-Leuten hört, bekommt man natürlich Zweifel an der beruhigenden Vorstellung, dass die RAF wohl schon gewußt haben wird, wen sie gekillt hat.
    Nur eine Bonny und Clyde – Inszenierung für den deutschen Pöbel? verdammt.

  18. Nach der Lektüre einiger Bücher zum RAF Komplex ohne wirklich erhellende neue Erkenntnisse war für mich das erste Buch (der zweite Tod meines Vaters) so sorgfältig und um Details bemüht recherchiert, dass sich den Schlussfolgerungen einfach nicht mehr länger ausweichen ließ. Der Durchbruch im Denken hat mir seither viele einschlägige Ereignisse besser verständlich gemacht, wenn ich eine mögliche staatlich clandestine Rolle dabei als einen zweiten Film, als eine weitere Hypothese mitlaufen lasse. Ermittlungen in alle Richtungen führen zu wollen ist eine Formel für Reden vom medialen Balkon, die leider in einschlägigen Fällen mit der Realität behördlicher Ermittlungen nicht übereinstimmt. Es beschämt mich seither, frühere Hinweise auf den Zusammenhang geheimdienstlicher Strategien nicht früher beachtet und gründlicher überdacht zu haben, das als Möglichkeit so lange nicht wirklich in Betracht gezogen zu haben. Wenn ich auch Herrn Michael Buback bei der strikten Eingrenzung seiner öffentlichen Äußerungen auf kriminalistische Erkenntnisse aus seinen Ermittlungen zum konkreten Fall Attentat Gründonnerstag 1977 auf den Dienstwagen seines Vaters in Karlsruhe verstehen kann, so reicht mein Kollateralnutzen als Leser und KenFM User weit darüber hinaus. Dafür mein Dank an Herrn Michael Buback, den das über viele Jahre erhebliche Anstrengungen gekostet haben muss. Und auch Dank an Ken Jebsen, der sich hier wieder einmal in seinem galoppierenden Tempo gedrosselt hat und am Ende sogar einen Moment Stille ließ, die von der ansonsten gewohnten Abmoderation in diesem speziellen Fall einmal wohltuend abwich.

  19. Vielen Dank an Beide. Jetzt beim Interview, als auch beim Lesen der Bücher fiel mir auf, wie wenig dieser wirklich "aufrichtige" M.Buback dem Staat oder seinen Institutionen irgendwelche negativen Energien unterstellt.So gut funktioniert das, schauerlich schade und doch gut zu sehen. Die augenblickliche Situation ist dann die logische Konseqenz……

  20. Vielen Dank an Beide. Jetzt beim Interview, als auch beim Lesen der Bücher fiel mir auf, wie dieser wirklich "aufrichtige" M.Buback dem Staat oder seinen Institutionen irgendwelche negativen Energien unterstellt.So gut funktioniert das, schauerlich schade und doch gut zu sehen. Die augenblickliche Situation ist dann die logische Konseqenz……

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