Im Gespräch: Wolfgang Bittner („Der neue West-Ost-Konflikt: Inszenierung einer Krise“)

Ziemlich beste Freunde. Das waren Deutschland und Russland in der langen Geschichte nur sehr selten. Leider. Schon seit Jahrhunderten versuchen mächtige geopolitische Akteure vorsätzlich einen Keil zwischen die beiden Nationen zu treiben – und sie geben dies auch offen zu. So ist von dem US-Amerikanischen Sicherheitsexperten George Friedman (Stratfor) folgendes Zitat aus dem Jahr 2015 überliefert: „Das primäre Interesse der Vereinigten Staaten durch das letzte Jahrhundert hindurch – also im Ersten, Zweiten und im Kalten Krieg – sind die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland gewesen, denn vereinigt wären diese beiden die einzige Macht, die uns (die USA) bedrohen könnte (…)“.

Sollte man sich angesichts einer solch dreisten Offenheit dieses Spiel auch weiterhin gefallen lassen? Im Moment scheint es, als würden die Dinge wie gehabt ihren Lauf nehmen. Die NATO-Übung „Defender 2020“, bei der knapp 40.000 amerikanische Soldaten nach Osteuropa verlegt werden, ist dabei nur der augenfälligste Ausdruck einer bedauernswerten Entwicklung.

Dem Schriftsteller Wolfgang Bittner ist das ein Dorn im Auge. In seinem neuen Buch „Der neue West-Ost-Konflikt – Inszenierung einer Krise“ zeigt er auf, inwiefern sich der Westen – und damit auch Deutschland – auf Kriegskurs gegen Russland befindet und welche gefährlichen Konsequenzen dies für unser Land birgt. Bittner ist sich sicher: Gewinner würde es auf unserem Kontinent bei einer Fortführung und Ausweitung dieses Konfliktes keine geben. Nur in Übersee, dort wo sich ein taumelndes Imperium gegen den eigenen Untergang stemmt, wird man sich abermals die Hände reiben…

Inhaltsübersicht:

0:00:59 Der neue (alte) Ost-West-Konflikt

0:25:25 Russophobie und mangelnde Selbstständigkeit in der deutschen Politik

0:46:25 Die deutsche Souveränität in der Geschichte

1:09:02 Westliche Doppelstandards

1:33:12 Zukunftsperspektiven des deutschsprachigen Raums

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17 Kommentare zu: “Im Gespräch: Wolfgang Bittner („Der neue West-Ost-Konflikt: Inszenierung einer Krise“)

  1. Ein ausgezeichnetes Interview, das ich mir mit grossem Interesse angehört habe. Wie kann Deutschland sich aus einem weiteren vernichtenden Krieg heraushalten? Vermutlich durch ein Studium der Geschichte der Länder, die das koloniale Joch abgeschüttelt haben und ihre Souveränität wiedererlangt haben.

  2. Ich schätze Herrn Bittner sehr, und das Gespräch hielt, was ich mir davon versprach. Danke an beide Protagonisten! Sehr angenehm das Ken Jebsen, seinen Gesprächspartner nicht mehr unterbricht. Vom Inhalt her, wurde alles gesagt. Wer jetzt nicht wach wird, dem ist nicht mehr zu helfen!

  3. Ja, der Meister Bittner hat Licht angeschaltet. Einen Spruch fand ich besonders Gut!!!! "Wenn der Staat sich nicht mehr an die Gesetze hält … dann leben wie in keiner funktionierenden (Bürokratie) [Demokratie]. Diese Erkenntnis würde vielen weiterhelfen!

  4. Aktiv-Werden geht hier:

    9.3.2020 gw /Stop defender 2020 ! Schluss mit dem FEINDE – SCHAFFEN ! ! – WIR WOLLEN GUTE NACHBARSCHAFT o h n e wechselseitige VERURTEILUNGEN ! ! !

    Verweis auf pressenza Berlin / Offener Brief aus Berlin an die russländische Bevölkerung

    https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2020/03/09/hier-den-offenen-brief-an-die-russlaendische-bevoelkerung-unterzeichnen/

    . . . hier unterzeichnen . . .

    und hier:

    https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2020

    guter Horizont hier:

    https://peds-ansichten.de/2020/03/friedensbewegung-defender2020-deutsche-friedensgesellschaft/?unapproved=14315&moderation-hash=02c2f4fe12d4a6ca10f2c6996953de42#comment-14315

  5. Die fehlende Souveränität Deutschlands ist in Wirklichkeit die fehlende Kontrolle über das Geld, die in Wirklichkeit durch das weltweite Finanzkartell verursacht wird.

    Was die Kriegsgefahr betrifft, entsteht diese in erster Linie durch die Einkommens- und Vermögensungleichheit. Hier gibt es das zusätzliche Problem, dass die derzeitige Rettung des Finanzsystems nur zum Preis eines Anstiegs der Ungleichheit möglich ist.

    Bezüglich der Schuld am Zweiten Weltkrieg gibt es Überschriften wie "Was Guido Knopp verschweigt: Wer zettelte den Zweiten Weltkrieg an?".
    Es gab etwa die Vertreibung der Deutschen aus dem Sudetenland.

    Markus Kompa schreibt:
    Der ehemalige Diplomat und Wallstreet-Anwalt Allen Dulles versuchte sich während des Zweiten Weltkriegs persönlich als Geheimagent im neutralen Bern. Von dort knüpfte der Europakenner Kontakte zum deutschen Widerstand und rekrutierte Agenten. Nach dem Krieg beriet er die Regierung beim Aufbau eines neuen Geheimdienstes.

    Sputniknews am 07.09.2019:
    Verborgene Seite der US-Geheimdienste: So vereitelte die „junge CIA“ Hitler-Attentate

    Neue Rheinische Zeitung in 2014:
    "Auf der einen Seite steht der Faschismus. Und auf der anderen Seite stehen die Länder, von denen wir heute zu wissen glauben, dass sie die Welt von Faschismus und Holocaust befreien wollten. In dieser Situation gibt es eine Bank, mit der die "Befreier" den Faschisten die Finanzierung ihres Krieges ermöglichen."

    Jedenfalls finanzierte die BIZ den Holocaust und die Kriegsmaschine der Nazis.

    1941 wurde Reinhard Heydrich von Hermann Göring mit der „Endlösung der Judenfrage“ beauftragt und war seit dieser Zeit einer der Hauptorganisatoren des Holocausts.

    Angeblich sei Heydrich selbst überwiegend jüdischer Abstammung gewesen.

    Auch jetzt leistet Deutschland immer wieder Hilfszahlungen, etwa auch an Syrien. Aber das viele Geld, womit wir doch "helfen", ist in Wirklichkeit kein positiver Wert, sondern einfach nur eine Schuld, die wir vor allem nie wieder abbauen können.

    Gleichzeitig verdient Deutschland regelmäßig an den Rüstungsexporten so viel wie noch nie. Andererseits haben wir wegen unseres fehlenhaften Geld- und Bankensystems einen immer schneller ansteigenden Schuldendruck. Wir können uns daher den Verzicht auf Rüstungsexporte vermutlich gar nicht leisten.

    FAZ vom 14.04.2018
    Merkel: Militärschlag (gegen syrische Einrichtungen) war „erforderlich und angemessen“.

    Dann hält Frau Merkel bei der Atlantik-Brücke schon mal eine Festrede. Aber mit den normalen Bürgern diskutiert sie praktisch gar nicht.

    Dann behauptet doch Ungarn "Unser Feind heißt Rothschild" und man lässt dort gleichzeitig Neonazis aufmarschieren.

    Jedes Jahr gibt es in Budapest den "Tag der Ehre", bei dem Antisemiten den Schutz der Polizei genießen. In Ungarn genießt die rechtsextreme Szene besondere Freiheiten.

  6. bundeskanzlerin.de/bkin-de/aktuelles/rede-von-bundeskanzlerin-merkel-an-der-huazhong-university-of-science-and-technology-am-7-september-2019-in-wuhan-1668736

    Meister Zufall am Werk?

    Globalisierungsneusprech in Wuhan…

    "Globalisierung bedeutet im Kern, dass das nationale Gemeinwohl mehr denn je auch vom globalen Gemeinwohl abhängt; es ist ein Teil davon. Das verlangt ein Bewusstsein gemeinsamer Verantwortung, von dem wir uns leiten lassen sollten. Denn nur so lassen sich die großen Herausforderungen unserer Zeit bewältigen. Sie betreffen ja uns alle. Einzelne Länder oder Regionen würden damit vollkommen überfordert sein; allein könnten sie globale Fragen nicht beantworten."

    NWO. Zur Not mit dem Virus durchgepaukt. Ob nun "echt" gentechnisch oder "hergestellt" psycho-panisch.

    Über die Zuverlässigkeit der Tests gibt es zudem genug Zweifel.

    Ich kann nur sagen, dass ich die Quellen dazu bei Janich finde. Der macht sich die Arbeit.
    healthinsightuk.org/2020/02/12/coronavirus-a-reliable-test-is-badly-needed-we-dont-have-one/

  7. Zunächst ein großes Kompliment und vielen Dank an Herrn Bittner für seine unermüdliche Aufklärungsarbeit!

    In aller Bescheidenheit möchte ich darauf hinweisen, dass es in den Medien zur Zeit drei Hauptinterpretationen der geopolitischen Lage gibt:

    1 Mainstream: gut – NATO, Tiefer Staat; böse – RUS, China, USA (Trump)
    2 Alternative I: gut – RUS, China; böse – NATO, USA, Tiefer Staat
    3 Alternative II: gut – RUS, China, USA, GB; böse – D, F, Tiefer Staat

    Zu 1: ARD, ZDF, Medienkonzerne & Co.
    Zu 2: Rubikon, Free21, KenFM usw.
    Zu 3: Q-Bewegung, NuoViso, Oliver Janich, Hans-Joachim Müller u. A.

    Soll bitteschön *keine* Spalterei oder Schubladendenken sein, aber ein Bißchen Systematik hilft mir persönlich, die Dinge einzuordnen und zu verstehen. Möglichst neutral und unvoreingenommen.

    Beide Kategorien alternativer Medien kritisieren — zu Recht — den Tiefen Staat, also Geheimdienste, Think Tanks, Geheimbünde usw. Wer aber seine Förderer im Hintergrund sind, da gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.

    Interessant finde ich, dass einige Alternative Medien meinen, Russland, China *und* die USA unter Trump sowie GB unter Boris Johnson stünden jetzt auf der guten Seite der Macht. Deutschland und Frankreich in der EU wären die letzten Finanziers des Tiefen Staates mit seiner neoliberal-globalistischen NWO. Botschafter Grenell, jetzt Oberhäuptling sämtlicher US-Geheimdienste sowie das Manöver "Defender" wären demnach *nicht* gegen Russland gerichtet (nur für die Öffentlichkeit), sondern um den Tiefen Staat in Europa zu entmachten. Die Alliierten hätten die Kontrolle übernommen. Außerdem würden uns die 37.000 amerikanischen Soldaten vor den möglicherweise an die 100.000 IS-Kämpfern im Lande im Falle eines Bürgerkrieges schützen, falls am 9. Mai 2020 die Umstellung auf das Deutsche Reich von 1871 verkündet wird und ein Bürgerkrieg ausbrechen sollte. Zur Erinnerung: Das Grundgesetz ist keine Verfassung. Das hängt dann wieder mit dem kürzlich ausgelaufenen Versailler Vertrag und der Neuordnung Deutschlands und Europas zusammen:

    Hans-Joachim Müller:
    https://www.youtube.com/channel/UC4j39PjtsYHCYP2W–2uPSQ/videos

    Vielleicht ist es aber auch nur Schönfärberei des Manövers? Das muss jeder selbst entscheiden. Anfang Mai werden wir wissen, wessen Aussagen und Argumente stimmen. Denn dann steht die Konferenz "Jalta 2" zur Neuordnung an:

    Valeriy Pyakin:
    https://youtu.be/oYIBEgEVKz0

    In jedem Fall werden die nächsten zwei Monate sehr bewegt werden. Dies soll aber niemanden zur Passivität verleiten. Weiter suchen, vernetzen, aufklären und aktiv sein!

    • Nach meinem Empfinden ist mir die bei Kenfm propagierte Verengung der Begriffe deep state und z. T. auch false flag viel zu eng gefasst. Hier im linken Milieu benutzt man diese Begriffe, um damit den Kapitalismus zu attackieren.
      Und blendet weitere Dimensionen aus.

      Es ist weitgehend ein antikapitalistisches Kampfmittel.

      deep state = Kapitalismus?

      Da bin ich skeptisch, ob damit der Rahmen richtig gesetzt ist.

      Jalta 2, wenn man so will, geistert schon lange durch den Raum. Und gerade Trumps Wirken deutet doch tatsächlich darauf hin, dass er den Versuch am Laufen hat, die Strukturen der "Kabbale" zu eliminieren. Weltweit. Da gehören viel Länder dazu. Auch solche, bei denen Linken dann wie aufgeschreckte und desorientierte Hühner ihre altbewährten Refelxe rausgackern. Musterbeispiel war der Iran um die Jahreswende. Kognitiv völlig dissonant hat man ohne Wissen um die Vorgänge alles als imperialitische anti-iranische Terrorattacke lackiert.

      Aber war es das wirklich?

      Und diese Frage wird hier seltenst gestellt. Rein investigativ ist kenfm meist ein Totalausfall. Wie bei Chemnitz u. v. a. mehr.

      Da erkundige ich mich erstmal bei Janich, der FAKTEN und QUELLEN raushaut. Und die kann ich lesen und mir überlegen, ob das stimmig ist. Nein, ist es vielleicht nicht immer, aber ich werde informiert.

      Hier werden nur noch Meinugen und Weltanschauung wiedergekäut. Sehr oft jedenfalls. Schade. Infos gibt es eben woanders.

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/milchgesicht/' rel='nofollow'>@Milchgesicht</a>

      Ich verdanke KenFM in meinem persönlichen Aufwachprozess sehr viel. Klartext seit Ende 2013, während der Montagsmahnwachen 2014 und danach. Daher bin ich nach wie vor Dauerspender. Ein Bißchen Verlässlichkeit und Durchhaltevermögen sind nötig. Und jeder macht mal Fehler.

      Dennoch stelle auch ich seit circa zwei Jahren fest, dass nicht mehr so tiefgreifend geschürft wird und sich Vieles wiederholt. Immerhin kommen beispielsweise zum Klimawandel gegensätzliche Meinungen vor.

      Aber: Im Januar war ich bei der Aufzeichnung der Sendung "Positionen 22" dabei. Dort ging es um so wichtige Dinge wie den ersten Weltkrieg, dass Queen Victoria Deutschland liebte (nicht jedoch ihr Sohn), dass der deutsche Kaiser kein Unmensch, sondern friedliebend war, Deutschland und Russland in den 1920er Jahren stark kooperierten, da Viele der Ansicht waren, nur so wieder gedeihen zu können.

      Nun ist noch nicht einmal die Positionen 21 erschienen. Hoffentlich ist die Positionen 22 bei Erscheinen dann nicht schon überholt, wenn wir ab Anfang Mai 2020 vielleicht das Kaiserreich wiederhaben.

      Manche sagen, Oliver Janich sei vom Tiefen Staat, Andere sagen, Dirk Pohlmann berichte mittlerweile nicht mehr frei. Vielleicht sind auch diejenigen, die das behaupten, dabei. Mir egal, ich ziehe mir alles rein.

    • Ich ziehe mir auch sehr vieles rein. Und prüfe. Frei sind wir alle nur bedingt. Jeder von uns.
      Will mich nicht einengen lassen und vereinahmen sowieso nicht.
      Persönlich kenne ich keinen der Protagonisten. Insofern kann ich sie nicht gut oder schlecht heißen.

      Ich kann nur nicht akzeptieren, dass man mit dem oder dem nicht spricht. Das ist falsch. Kommt mir so vor, als würd eman sich dadurch definieren und positionieren, indem man sein Grenzen / Feinde markiert. Anstatt sich darauf zu werfen, das grundfalsche in dieser Welt zu benennen.

      Auch bei Kenfm stelle ich fest, dass das Portal zu einem Produkt mit Image und Ziel- und Zahlgruppe geworden ist.

      Das macht auch thematisch unfrei.

      Schon die Frage nach Trump und Q findet hier nicht statt. Obwohl es spannend genug ist. Und sei es nur, um es wasserdicht als hoax zu entlarven.

      Weitgehend ist man sich hier sicher, dass Trump schlecht ist. Und das ist unsauber.

  8. „Dann übernehmen die Chinesen die Weltmacht […] Das ist ja auch ein Imperium.“
    Warum denken die meisten Leute in dem Zusammenhang grundsätzlich an ein „entweder / oder“? Wie wäre es stattdessen mit einem „sowohl / als auch“? Wenn China zu einer Weltmacht aufsteigt, muss das meiner Meinung nach nicht bedeuten, dass die USA dann keine mehr ist; nur halt nicht mehr die einzige. Was mir vorschwebt, wäre eine multipolare Weltordnung. Das wäre vielleicht noch nicht die beste Utopie, aber besser, als von einer einzigen Weltmacht dominiert zu werden, ist es allemal.

    • Okay, am Anfang hat Bittner gleich selbst darüber geredet. (Das hatte ich mir nicht an einem Stück angehört.)
      Aber grundsätzlich bleibe ich dabei. Die meisten denken immer, die Weltmacht könne nur ein Land haben. Das ist aber nicht so.

  9. Danke Wolfgang Bittner und Ken Jebsen insbesondere für die Informationen zu
    weniger belichteten Vorkommnissen wie das Wirken von Dominik Strauß-Kahn
    und den Merkel-Berater Heusgen. Über letzteren wüsste ich gerne mehr, vor allem
    was er jetzt bei der UNO macht.
    Von einem früheren KenFm im Gespräch-Gast Wolfgang Kaleck wüsste ich auch
    gerne was er jetzt macht.

  10. Betrachtet man die Beteiligung von Mitgliedern des Nordatlantikpakts an völkerrechtswidrigen Kriegen der letzten Jahrzehnte, dann ist es reiner Orwellscher Neusprech von einem Verteidigungsbündnis zu sprechen. Die Zugehörigkeit zu diesem Bündnis ermuntert und ermutigt die Mitgliedesländer zu aggressivem militärischen Vorgehen (Beispiele: Afghanistan, Jugowlawien, Irak, Libyen, Syrien), denn die schiere militärische Übermacht und die Beistandsverpflichtung in der Bündnisklausel gibt die trügerische Gewissheit, dass eine militärische Aggression nie auf eigenem Territorium ausgetragen wird. Diese Sicherheit fordert geradezu aggressives militärisches Vorgehen der Mitgliedsländer heraus, denn die Verwüstungen an Mensch und Material bleiben auf Gebiete außerhalb der eigenen Grenzen beschränkt. Das dominierende Bündnismitglied ist ein exceptionelles Beispiel für diese Art von Außenpolitik. Wolfgang Bittner spricht dann auch ganz eindeutig von einem Angriffsbündnis. Im übrigen ein sehr teueres Bündnis. Wie kann ein Land es schaffen die eigenen Außengrenzen von Norwegen bis Nordkorea zu überwachen und zu schützen (ist das nicht die eigentliche Aufgabe einer Landesverteidigung?) und das zu weniger als einem Zehntel des Militärhaushaltes eines Landes das gerade einmal zwei friedliche Nachbarn hat? Wie ist es zu erklären, dass Deutschland umgeben von Bündnismitgliedern und ohne Atomstreitkraft annähernd gleich hohe "Verteidigungsausgaben" hat, wie ein Land mit über 15.000 km Außengrenzen?

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