Im Notfall ist auf die Menschen Verlass …

Von Dirk C. Fleck.

Unser Leben wird sich dramatisch verändern, im politischen, im sozialen, im medizinischen Bereich ebenso wie im kulturellen Leben. Der von den Menschen längst eingeleitete Ökozid geht an den Nerv allen Lebens. Unsere Kinder drohen zu Überlebensmonstern zu mutieren, die es durch straffe Herrschaftsstrukturen unter Kontrolle zu halten gilt. Nicht mehr und nicht weniger.

Wer den Ernst der Lage noch immer nicht begriffen hat, den lade ich ein, mit mir im Geiste eine Computersimulationen durchzuspielen, die uns eine Vorstellung von dem erbärmlichen Zustand geben wird, in den wir unseren Heimatplaneten gebracht haben. Wir jagen die letzten hundert Jahre, also die Zeit, in der das Industriezeitalter ökologisch voll zu Buche schlug, durch den Zeitraffer und verdichten sie auf eine Stunde. Angenommen, wir starteten 1893 vor der amerikanischen Westküste in eine Umlaufbahn um die Erde: Pusteln bildeten sich entlang der Pazifikküste, die an der Ostküste bereits zu bedenklichem Ausschlag herangewachsen wären. Nach der Atlantiküberquerung stellten wir fest, dass ganz Europa davon befallen ist. Es sind die Städte, die wie Metastasen ins Land greifen. Schmutzige Schlieren ergössen sich in Flüsse und Meere. Unterdessen schrumpften die gigantischen Waldflächen in sich zusammen und machten braunen Wüsten Platz. Ein immer dichter werdendes Netz von Straßen und Schienen legte sich um den Globus, ganze Kontinente verschwänden unter einem diffusen Grauschleier. Endlich an den Ausgangspunkt zurückgekehrt, stellten wir fest, dass die Erde zu einer Geschwulst verfault ist, die von Rauch- und Abgasschwaden vielerorts gnädig verdeckt wird.

In fünfzig Jahren wird die ultraviolette Strahlung derart intensiv sein, dass kaum noch Pflanzen wachsen. Das betrifft auch die Grundnahrungsmittel wie Gerste und Reis. Biologisch gesprochen sind wir dabei, aus der Zeit der Bäume in die Zeit des Gestrüpps zu wechseln. Die immer drastischer werdende Erderwärmung beginnt bereits die Windrichtungen zu ändern. Je mehr Abgase wir in die Atmosphäre pumpen, desto hochtouriger läuft die planetarische Windmaschine. Super-Zyklons mit Geschwindigkeiten von bis zu 400 km/h könnten unsere Megametropolen bis hinein in die Innenstädte mit einem Schlag zerschmettern. Auch in Europa werden Hurrikane toben, wie wir sie uns nicht auszumalen vermögen. Sie werden unsere Mülldeponien ausschwemmen und den Feinstaub aus dreihundert Millionen Jahrestonnen chemischer Abfälle als giftigen Schleier übers Land legen. Wir werden mit Überschwemmungen in Gegenden zu rechnen haben, die darauf nicht eingestellt sind. Millionen Menschen werden Seuchen und Hungersnöten zum Opfer fallen. Es ist davon auszugehen, dass die mit Abfallstoffen beladenen Fluten zehn Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen auf diesem Planeten vernichten werden. In Zukunft steigen die degenerativen Nervenkrankheiten in einem Maße an, dass wir uns in einer Welt von Zombies wähnen werden. 

Ich könnte Ihnen die aktuelle Schreckensbilanz bis zum Erbrechen zitieren. Der einzige Effekt, der sich bei Ihnen einstellen würde: Sie wären meiner Aufzählung schnell müde, Ihre Aufnahmefähigkeit und Ihr Empörungspotential wären schneller erschöpft, als es der Sache dienlich ist. Wir alle sind in individuellen Geschichten verstrickt, und es ist nicht einfach, sich dort herauszunehmen. Selbst wenn dies gelänge, wären wir doch nur mit unserer persönlichen Ohnmacht konfrontiert. 

In Zukunft werden wir unser Leben als manipuliertes Milliardenheer im Scheinpluralismus weniger Konzerne fristen. Unsere Demokratien sind schon jetzt zu Organismen verkommen, die allein durch wirtschaftliches Wachstum überleben. Bleibt dieses aus, und erste Anzeichen erleben wir gerade, macht sich sofort ein rechtes Protestpotential bemerkbar, das direkt in den verschleierten Faschismus führt.

Inzwischen glaubt die Mehrzahl der Menschen, dass die Lösung der ökologischen Probleme in erster Linie ein Fall für die Wissenschaft ist. Aber solange Wissenschaft und Ethik zwei getrennte Begriffe sind, wird sich an der Talfahrt des Lebens nichts ändern. Die Gentechnologie macht dies auf krasse Weise deutlich. Früher gab es in Asien über 300 verschiedene Reissorten, heute teilen sich einige Großkonzerne den Markt mit wenigen genmanipulierten Pflanzen. Die Folge ist, dass die erzwungenen Monokulturen ganze Landstriche veröden lassen. Wenn sich Wissenschaft und Ethik nicht in wechselseitiger Beziehung begreifen, werden wir keine Lösungen finden.

Es sind die ideologischen Barrieren der bis zum heutigen Tage betriebenen Formen des Umweltschutzes, die erkannt und beiseite geräumt werden müssen. Es geht darum, die Brille des alten Umweltschutzes, der eigentlich nur Menschenschutz bedeutet, abzunehmen und durch die Brille der ganzheitlichen Ökologie zu ersetzen. Sie erst lässt uns erkennen, dass die Umwelt nichts ist, was außerhalb von uns existiert, sondern dass wir Teil einer einzigen und einzigartigen Welt sind.

Es ist schon ein erbärmliches Zeugnis, wenn man das den Menschen in Erinnerung bringen muss. 

Dies sind einige kurze Auszüge aus einem Vortrag, den ich 1993 (!) an mehreren deutschen Universitäten gehalten habe. Hat sich seitdem irgendetwas zum Besseren gewendet? Gestern saß ich in meinem Lieblingscafé und das ist gut bestückt mit Magazinen und Zeitungen. Normalerweise fasse ich so etwas nicht mehr an, aber gestern machte ich eine Ausnahme. Prompt ließ mich die Informationsbeute erschauern. So berichtete der Spiegel, dass es in Deutschland fast keine Naturflächen mehr gibt, die wenigstens einen Kilometer von einer Straße entfernt liegen. Woanders las ich, dass der designierte US-Präsident Donald Trump mit dem Lobbyisten Myron Ebell einen entschiedenen Leugner des Klimawandels auserkoren hat, die Umweltschutzbehörde zu leiten. Aber da war ja noch dieses fantastische Foto einer aus dem Wasser ragenden tropfenden Walfischflosse, das sechs Spalten einer Zeitungsseite füllte und bei dessen Anblick ich unweigerlich daran dachte, dass es sich hier um einen engagierten Aufruf zum Schutz der Meeressäuger handelte. Stattdessen hieß es: WAL GRIFF URLAUBER AN! Das Brandenburger Umweltministerium meldete, dass ein „Problemwolf“ im Garten einer Kindertagesstätte gesichtet wurde. Den Deal der Firma Louis Vuitton mit vietnamesischen Krokodilfarmen nahm ich bewusst nicht zur Kenntnis, nachdem das Foto bereits ausreichend Aufschluss darüber gab, unter welchen Umständen unsere späteren Krokotaschen gehalten und gemeuchelt werden. Krokodile sind zähe Biester, sie überleben die Hammerschläge auf den Kopf und das Abhacken der Beine noch für Stunden. Ah, und dann noch dieser Bericht über einen Mann mit dem melodischen Namen Marc Morano. Marc Morano steht im Zentrum einer Propagandaschlacht, für die sich in den vergangenen Jahren in den USA mehr als drei Dutzend Lobbyorganisationen gegründet haben, die den Kampf gegen die internationale Klimaforschung mit mehreren Hundert Millionen Dollar befeuern. Der Schlachtruf des Krisenmanagers Morano ist einfach: „Klimawissenschaftler haben es verdient, öffentlich ausgepeitscht zu werden.“ Sein Arbeitgeber ist das Committee for a Constructive Tomorrow, eine Organisation, die sich als Gegenstück zu Greenpeace begreift. In den vergangenen Jahren wurde sie neben anderen von dem amerikanischen Autohersteller Chrysler sowie den Ölkonzernen ExxonMobil und Chevron finanziert. Wenn es diesen Leuten gelingt, dem vom Menschen gemachten Klimawandel etwas entgegenzusetzen, nämlich den vom Menschen gemachten Zweifel an der Klimaforschung, ist ihr Geld gut angelegt. „Das ganze menschliche Projekt ist eine Maschine ohne Bremsen, denn es gibt keinen Hinweis darauf, dass sich die politischen Führer der Welt der Realität stellen werden, bevor die Katastrophe eingetreten ist,“ ließ sich Steward Udall einst vernehmen. Udall ist einer, der es wissen musste, er diente den US-Präsidenten John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson von 1961 bis 1969 als Innenminister.

Ich packte den Stapel Zeitungen zusammen und legte ihn zurück ins Regal. Was ich jetzt brauchte war ein Stück unverbrauchter Natur. Bis zu den Wäldern oberhalb des Elbhanges bei Falkenstein war es eine knappe Stunde mit der S-Bahn. Die Reise hatte sich gelohnt. Endlich konnte ich durchatmen. Höhepunkt meines Waldspazierganges war ein Unfall. Ich stolperte über eine Baumwurzel und fiel der Länge nach hin. Dort lag ich plötzlich im faulenden Laub auf weicher schwarzer Erde. Wie gut sie doch roch! Ich krallte meine Finger in den Boden und hielt mir eine Handvoll der feuchten Substanz vor die Nase. Ich konnte nicht genug kriegen von diesem Duft. Und als ich gerade dabei war, mir das ganze Gesicht mit der Schwarzerde zu bestreichen, fiel neben mir ein Fahrrad ins Laub. Jemand rüttelte an meiner Schulter. „Haben Sie sich verletzt? Kann ich helfen?“  hörte ich eine kräftige Männerstimme sagen. „Nein, vielen Dank, alles gut,“ antwortete ich und rappelte mich auf. Als der Fremde in mein geschwärztes Gesicht blickte, verschwand er so schnell wie er gekommen war. Nichtsdestotrotz bleibt festzuhalten: Im Notfall wäre auf die Menschen Verlass ….

10 Kommentare zu: “Im Notfall ist auf die Menschen Verlass …

  1. Ken und sein Team haben einfach keine Ahnung von Meteorologie und deshalb übernehmen sie einfach das, was als vermeintliche Wissenschaft alltäglich geprädigt wird.

    KenFM ist in vielerlei Hinsicht brilliant und eine leuchtende Fackel, wenn auch noch klein, der medialen Freiheit.

    Am Thema der Klimakontrolle scheitert KenFM aber kläglich und befördert ungewollt die Propaganda und die Agenda der Klimakontrolleure.

    Der Klimawandel ist das Ergebnis der KLIMAKONTROLLE!

    Dieser Begriff, in Englisch „climate control“ wurde im Jahre 1960 geprägt und dessen Folgen wurden als „climate change“ benannt! Also, bitte setzt die Reihenfolge richtig und verbreitet nicht ahnungslos die Propaganda der Klimakontrolle!

    Hier ist der kommentierte Text und darin auch der Link zur Originalquelle!
    1960, #CIA Memorandum on #ClimateControl!
    http://geoarchitektur.blogspot.com/2017/02/1960-cia-memorandum-on-climate-control.html

    Wir sollten nicht über Symptome lamentieren, sondern die Ursachen hinterfragen, denn die Auswirkungen der Klimakontrolle sind gravierend.

    #Autism, #Cancer #Fibromyalgia #Psoriasis #MultipleSclerosis!
    http://geoarchitektur.blogspot.com/2017/08/symptom-orientation-autism-cancer.html

  2. Das Ende der Geschichte war eigentlich ironisch gemeint, wird aber leider nicht so verstanden. Da greift der Erzähler in seiner Verzweiflung ganz tief in die Muttererde, weil sie nach Leben riecht, beschmiert sich mit ihr sogar das Gesicht und wird in seinem Verbindungsrausch unterbrochen. Als er jedoch aufblickt, flieht sein „Helfer“ vor dem „schwarzen Mann“. Nun gut, vielleicht ist diese Allegorie wirklich zu kompliziert für die meisten von uns …

  3. Die Ärzte, „Grotesksong“

    „Dies ist ein Protestsong gegen Protestsongs.
    Ich kann’s nicht mehr hören.
    Ständig dieses Geheule,
    bloß weil ein paar Kerle den Dschungel zerstören.

    Das Ozonloch geht mir am Arsch vorbei.
    Doch überall verfolgt mich euer Hippiegeschrei.
    Meine armen Ohren, sie können sich nicht wehren.
    Ich höre längst kein Radio mehr und seh‘ auch nicht fern.

    Doch als Retter der Welt,
    liegt ihr voll im Trend.
    Ihr malträtiert euer Instrument,
    und ihr flennt.

    Dies ist ein Protestsong gegen Protestsongs.
    Ich hab es so satt.
    Echte Männer fangen ein paar Wale,
    schon macht ihr Randale, schon dreht ihr am Rad.

    Und ihr schreibt keine Lieder, nein ihr schreibt ein Gedicht,
    schon 400 Strophen und kein Ende in Sicht.
    Ja, ihr prangert an und ihr singt von Problemen.
    Ich bin sicher, dass sich alle schlechten Menschen jetzt schämen.

    Und wenn mal wieder ein Atomkraftwerk brennt,
    seid ihr voll in eurem Element,
    und ihr steht laut jammernd vor dem Parlament,
    und hinter euch flattert euer Transparent und ihr flennt.

    Dies ist ein Protestsong gegen Protestsongs.
    Es steht mir bis hier.
    Ich kann euch nicht begreifen.
    Ihr seid gleich am verzweifeln,
    wenn ein paar Kinder krepieren.

    Und schon singt ihr wieder vom Ende der Welt,
    nur weil irgendwo ein Sack Reis umfällt.
    Lasst mich endlich mit eurem Genöle in Ruh‘,
    wenn ich Lust dazu hab‘, scheiß ich die Nordsee zu.

    Danach zieh‘ ich mir ein Robbensteak rein,
    auf einem Teller aus Elfenbein,
    und dann leg‘ ich die Schlampen von Greenpeace flach,
    eine nach der anderen die ganze Nacht und ich lach‘.

    Und ich lach‘ und lach, hahaha“

    257ers „Warum“

    „Ey Leute passt doch auf, ihr lebt in Gefahr
    ja vielleicht jetzt grade nicht, aber sie war eben noch da
    darum geh dein Weg, nein auch gehen ist Gefahr.
    Die mischen Regen mit Glas und Kleber und Gas,
    sieh, der Staat will uns vergiften
    im Gemüse sind meistens schon Hühner und Schweine, üble Scheiße,
    denn die machen uns krank, stand auf Bild.de,
    außerdem hab ich darüber schon ’nen Film gesehen.
    Und du solltest dich nicht fragen: „warum lassen die das nicht?“,
    nein du solltest dich mal fragen: „warum machen wir das mit?“!
    Jetzt vertrau mir wenn ich sag‘ man kann nicht jedem vertrauen,
    komm wir schließen uns ein und regen uns auf

    Warum ist der Rand vom Käse schon wieder hart
    und warum ist der Hamster gestorben?
    Warum hat der Hund den Haufen mitten auf die Wiese gemacht
    und warum stinkt das?
    Warum können wir nicht auf Bären zur Arbeit reiten
    und warum ist der Nachbar so laut?
    Warum, ja warum, ja warum, warum regst du dich denn auf?

    Ey, wenn dein Öltanker sinkt,
    gibts ne blöde Sauerei,
    wir müssen das Öl einfach los werden,
    dann wird aus Möwen Papageien.
    Rettet den Salat, packt in den Döner mal mehr Fleisch,
    Brötchen ohne Teig, das wäre die Lösung für’s Getreide.
    Ich renne über’s Feld, bin Möhren am befrei’n,
    ich rette sogar Körner, Löwensenf geht pleite.
    Mike, öh, ich bin was besseres als du,
    wär gern kein Millionär, mir geht’s als Tellerwäscher gut.
    Meine Wanne: Biotop, hab schon lange nicht geduscht,
    aber das ist eben auch Lebensraum von etlichen Besuchern.
    Ich liebe die Natur, denn sie ist immer in mir,
    in mir, nur in mir, lass deine Finger von ihr!

    Warum ist der Rand vom Käse schon wieder hart
    und warum ist der Hamster gestorben?
    Warum hat der Hund den Haufen mitten auf die Wiese gemacht
    und warum stinkt das?
    Warum können wir nicht auf Bären zur Arbeit reiten
    und warum ist der Nachbar so laut?
    Warum, ja warum, ja warum, warum regst du dich denn auf?

    Ab heute leb‘ ich im Wald, ich verbesser‘ die Welt.
    Ihr werft es weg, ich bau mir aus euren Resten ein Zelt.
    Brauch keine Decken, mein Pelz hält mich jede Nacht warm.
    Züchte Schnecken und melk sie, mach mir Käse und Quark.
    Ich fühl mich wohl, mir geht’s gut, da liegt ein Boot am Pier,
    ich geh jeden Tag angeln, ich brau mir sogar Bier –
    hier gibt es Flusswasser, hey hier gibt es Gerste und Hopfen.
    An den Bäumen wachsen Blätter, wozu Klopapier.
    Ich backe mir Brot und Kekse, guck so kann’s geh’n
    Hups, das war wohl doch nicht die Schokocreme.
    Ey die Weltbevölkerung steigt, ihr schmiedet große Pläne,
    wie den Mond aber seid gegen Homo-Ehe.

    Warum ist der Rand vom Käse schon wieder hart
    und warum ist der Hamster gestorben?
    Warum hat der Hund den Haufen mitten auf die Wiese gemacht
    und warum stinkt das?
    Warum können wir nicht auf Bären zur Arbeit reiten
    und warum ist der Nachbar so laut?
    Warum, ja warum, ja warum, warum regst du dich denn auf?“

    Und Einstein:
    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

    Und jetzt Herr Fleck 😉
    „Unsere Kinder drohen zu Überlebensmonstern zu mutieren, die es durch straffe Herrschaftsstrukturen unter Kontrolle zu halten gilt.“

  4. „Aber solange Wissenschaft und Ethik zwei getrennte Begriffe sind, wird sich an der Talfahrt des Lebens nichts ändern. Die Gentechnologie macht dies auf krasse Weise deutlich. Früher gab es in Asien über 300 verschiedene Reissorten, heute teilen sich einige Großkonzerne den Markt mit wenigen genmanipulierten Pflanzen. Die Folge ist, dass die erzwungenen Monokulturen ganze Landstriche veröden lassen. Wenn sich Wissenschaft und Ethik nicht in wechselseitiger Beziehung begreifen, werden wir keine Lösungen finden.“

    Da muss ich ihnen zustimmen Herr Fleck. Ethik gehört auch in die Politik.

    Da stellt sich automatisch die Frage:“Wo und wie entsteht das Bewusstsein dafür.“
    Für mich liegt das in der Kleinkind-Begleitung (Erziehung).
    Die Achtung vor der Natur, der Umgang mit Materialien, der Umgang der Menschen untereinander. Der bewusste Konsum.
    Wenn Kinder das im Elternhaus mitbekommen, dann entwickelt sich im Laufe des erwachsen werdens die Ethik.

    Dr. Daniele Ganser führte kürzlich ein Gespräch mit Paula P’Cay von der Humanistischen Friedenspartei. Zu finden auf seiner Homepage. Die arbeiten mit 3 Grundsätzen.
    1. Nutzt es dem Menschen?
    2. Nutzt es der Umwelt?
    3. Nutzt es dem Frieden?

    Wenn ich das gedanklich durchgehe in Bezug auf die Konzerne, Pharma, Banken usw. bekomme ich bei all den drei Punkten, die Antwort „nein.“

    Die Menschen lernen nichts dazu.
    Ein krasses Beispiel ist der Soonwald-Park.
    Der Soonwald ist eines der letzten großen, weitgehend unberührten Waldgebiete in Rheinland-Pfalz. Seine hohe Biodiversität, seine wundervollen Landschaften und das Vorkommen zahlreicher hoch bedrohter Arten bewirkten, dass Experten ihn zum potentiellen Nationalpark-Anwärter einstuften. Inzwischen ist der Soonwald umgeben von einer Hunsrücklandschaft, in der mehr als das Doppelte der vorgesehenen Anzahl Windkraftanlagen aufgestellt wurde. Hier wurde ein riesiger Landschaftszug binnen weniger Monate rücksichtslos dem wirtschaftlichen Eigeninteresse von Ortschaften geopfert. Trotzdem soll noch einmal das Doppelte an Windkraftanagen hinzu kommen. Damit wäre der Hunsrück um das Vierfache an Windkraftanlagen übersättigt. Nun haben die Geschäftemacher auch den Soonwald als letzten Rückzugsort von Mensch und Tier ins Visier genommen.
    https://www.youtube.com/watch?v=jqxFHfT1H_c

  5. Irgendwie scheint sich die Menschheit in eine auesserst ambivalente Phase mavoevriert zu haben, die sich in einer Unfaehigkeit die Dinge so zu verstehen wie sie wirklich sind, ausdrueckt.

    Jede noch so kleine Begebenheit in der „Politik“ ist davon betroffen.
    Da sitzen Menschen – die an das Maerchen von „…ist das Leben schoen gewesen,
    ist es Muehe und Leid gewesen…“ glauben – in Bueros und Behoerden, den
    ganzen Tag wichtige Formulare ausfuellen und unterschreiben. Ohne die
    kognitiven Faehigkeiten zu besitzen, um zu verstehen das jede Politik die der
    Bereicherung weniger dient, auch gegen die Interessen der sie ausfuehrenden
    Buerokraten fuehrt.

    Der Mensch – ganz speziell auch in Deutschland und auf eine gewisse Art und
    Weise auch nur so in Deutschland, „Only in Deutschland“ – lebt nicht nur nicht
    zum vollsten Potential, sondern erreicht oft nicht den einfachsten gemeinsamen
    Nenner des Geistes, oder Verstandes.

    Die Loesung liegt in der Evolution des eigenen Geistes, Verstandes. Zurueck zur
    Natur ist keine Spinnerei, sondern wahrscheinlich der einzigste Weg heraus aus
    dieser katastrophalen Sackgasse.

    Bitte Alan Watts zu diesem wichtigen Thema einatmen:
    https://www.youtube.com/watch?v=QiIzATvPuqY

  6. Mir gefällt das Ende der Geschichte, weil es uns wie in einem Gleichnis aufzeigt, worauf es ankommt. Wenn wir uns ganz mit Mutter Erde verbinden (was hier zwar eher unfreiwillig geschah und am besten natürlich freiwillig geschehen sollte), dann geschieht etwas sehr Positives. Hilfe naht.
    Wir sollten demütig werden und uns auf das Wesentliche besinnen. Die Erde ist ein lebendiger Organismus und wie in allem Lebendigen fließt die Energie zwischen zwei entgegengesetzten Polen und erzeugt ein Spannungsfeld. Leben bedeutet Bewegung und Wechsel zwischen den Polen. Das männliche und das weibliche Prinzip des Lebens sind in einem großen Ungleichgewicht. Die viel zu starke Dominanz des männlichen Prinzips hat eine immer Schneller-Höher-Weiter-Mentalität hervorgebracht und dazu geführt, dass sich ein Herrschaftssystem etablieren konnte, das so destruktiv ist, dass entweder die Natur selbst den Ausgleich herbeiführen wird, um das Leben zu erhalten, oder es kommt zu einem radikalen Erwachen. Einem Bewusstseinssprung, der für den notwendigen Ausgleich sorgt.
    Im Laufe der Erdgeschichte kam es in großen Abständen immer wieder zu einem Polsprung. Viele Anzeichen deuten darauf hin, das ein solcher bevorsteht. Das Erdmagnetfeld hat sich stark verändert. Wenn unser kleines Ego glaubt, es könne die Welt beherrschen, dann wird es eines besseren belehrt werden. In der Natur ist alles ein Geben und ein Nehmen.
    Die Rückbesinnung auf den weiblichen Pol des Lebens, auf die innere Natur des Menschen, auf Kooperation und Gemeinschaft, ist dringend erforderlich. Wir alle können etwas dafür tun, indem wir uns wieder mehr auf unsere Intuition und unser Gefühl verlassen und uns von unserer inneren Weisheit leiten lassen. Die Welt ist ein Spiegel unseres Bewusstseins und es hilft uns nicht, nicht den Spiegel zu zerschlagen, weil uns nicht gefällt, was wir darin sehen. Die Polarität zwischen Liebe und Angst zu meistern, das ist die eigentliche Herausforderung des Lebens. Und jeder von uns, kann jeden Tag aufs Neue entscheiden, was er für sich selbst und damit auch für diese Welt Gutes tun kann.

    • Marika Schaechtlin: Diese Perspektive ähnelt meiner sehr. Danke-schön geschrieben. Ja, im Notfall taucht das Wunder Menschlichkeit tatsächlich ganz überraschend auf und sogar auch von Seiten von Weltpolitik-Realitäts-Verweigerern. Ich habe es selbst erlebt.

  7. Weltuntergangsszenarien wie diese sind es, die vielen Menschen den Mut nehmen und resigniert in die Zukunft blicken lassen. Anstatt anzupacken und an Veränderungen zu arbeiten, legen sich viele hin, starren die Decke an und nehmen den Dreck hin, der jeden Tag auf sie einprasselt. Denn es ist eh schon alles verloren.
    Die etablierten Medien und ihre Finanziers schauen vergnügt zu, wie sich die frustrierten Massen im Selbstmitleid suhlen und die Industrie verkauft ihnen umweltschonende Bioprodukte.
    Läuft.
    Wundert mich nur, dass die Seite hier da mitmacht.

    • Nun, Anpacken: Da wär zum Beispiel die Möglichkeit Veränderungen beim Elektroschrott vorzunehmen!
      Anstatt diesen zu zerstören, könnte man ihn ja auch reparieren!
      Ich repariere zum Beispiel Staubsauger!
      Und wenn man die Industrie zwingen würde, alles so zu konstruieren das es sich auch noch lohnt es zu reparieren, dann wäre der Welt, den Menschen und der Umwelt geholfen!
      Die etablierten AG und ihre Finanziers würden sich dann frustriert anschauen und im Selbstmitleid suhlen, weil die Wirtschaft dann nicht mehr so gut floriert und Blüten des ausgewachsenen Kapitals hervorbringt.
      Die Massen wären hingegen vergnügt und würden umweltschonende Bioprodukte verspeisen

    • @ WBorkow,

      „Anstatt anzupacken und an Veränderungen zu arbeiten, legen sich viele hin, starren die Decke an und nehmen den Dreck hin, der jeden Tag auf sie einprasselt.“

      Wenn Sie so viel angepackt haben um Veränderungen herbeizuführen wie Dirk C. Fleck sei ihnen gerne gegönnt an die Decke zu starren.

      „Wundert mich nur, dass die Seite hier da mitmacht.“

      Was erwarten Sie von dieser Seite? Daß sie diejenigen Aspekte der Realität ausblendet, die Ihnen nicht gefallen? Solche Seiten gibt es mehr als genug. Dafür braucht man KenFM bestimmt nicht.

      Sie sind mehr fürs MACHEN als fürs JAMMERN?
      Ich auch.
      Und mit Sicherheit auch die Herren Erwin Thoma und Dennis Hack, die uns bisher in der MACHER-Reihe vorgestellt wurden. Denken Sie, daß diesen Herren die traurigen, von Herrn Fleck hier angesprochenen Tatsachen unbekannt sind? Denken Sie, diesen Herren würden ihre Werkzeuge aus der Hand fallen, mit denen sie etwas MACHEN, wenn ihnen diese Tatsachen zu Ohren kämen? Ich glaube das nicht. Ich glaube, daß auch diese Herren sehr wohl im Bilde sind darüber, was die Stunde geschlagen hat. Und es ist ihnen Ansporn zu handeln.

      Was wir nicht brauchen sind Macher, die in die Hose machen, wenn sie aus ihrer Traumwelt aufwachen und mit der Realität konfrontiert werden.

      Vielleicht denken Sie mal über folgendes Zitat nach, das Martin Luther zugeschrieben wird: „Wenn ich wüsste, daß morgen die Welt unterginge, würde ich doch heute ein Apfelbäumchen pflanzen.“ Dieses Zitat inspirierte einen hervorragenden Wissenschaftsjournalisten 1985 ein Buch mit dem Titel „So laßt uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen“ zu schreiben, von dem ich begeistert war und das bis heute bei mir nachwirkt.

      Wie es der Zufall so will verdanke ich der Tochter dieses hervorragenden Journalisten, daß ich auf Ken Jebsen aufmerksam geworden bin. In diesem Fall ist aber seinerzeit der Apfel weit vom Baum weggerollt und aus dem Töchterchen nur eine bösartige keifende Beißzange geworden.

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