Ist der Überfall der USA auf Iran unausweichlich?

Und wieder bauen in den USA Kriegstreiber an einer Drohkulisse. Militärische Zuspitzungen gegen Teheran gab es seit Jahrzehnten, doch hatten sich alle als Bluff erwiesen. Weil Washington anders geworden ist, könnte es diesmal anders kommen, was eine Katastrophe für alle wäre.

von Rainer Rupp.

Die Aufregung war groß. Pompus Pompeo, Außenminister des Washingtoner Imperiums, hatte nämlich das neue „EU-Großdeutschland“ zum Vasallen-Status zurecht gestutzt. Pompus war nämlich nicht wie vorgesehen zum Besuch in Berlin gelandet, sondern war von Helsinki gleich nach Bagdad weitergeflogen. Das politische Berlin und seine medialen Hofschranzen standen Kopf angesichts einer solchen Erniedrigung, denn dadurch waren sie um ihre Chance gebracht, es ihren europäischen Kollegen gleichzutun und dem amerikanischen Fettwanst in den Allerwertesten zu kriechen.

Tatsächlich wäre es aber eher angebracht gewesen, wenn sich unsere Politiker und Medien über den Grund von Pompeos Direktflug nach Bagdad empört hätten. Denn dort hatte der ex-CIA-Chef, einer der schlimmsten Kriegstreiber in der Trump-Administration, nichts Eiligeres zu tun, als die US-Angriffsvorbereitungen gegen Iran glaubhaft voranzutreiben. Angesichts der Nachrichtenlage wird deutlich, dass Washington die militärische Drohkulisse der USA gegen Iran verschärft. Damit soll Teheran, das bisher immer noch nicht an einen US-Angriff glaubt, dazu gebracht werden, die US-Vorbereitungen ernst zu nehmen und von einem unmittelbar bevorstehenden Überfall auszugehen, den es nur noch verhindern kann, wenn es vor Washington auf die Knie sinkt.

Auch Pompeos Besuch im Irak gehört zum Aufbau der Drohkulisse, denn die Regierung in Bagdad unterhält gute Beziehungen zum Iran. Vor allem aber sieht Washington eine Gefahr in den mächtigen, militärisch gut ausgerüsteten und im Kampf gegen ISIS erprobten schiitischen Milizen des Irak, die den US-Streitkräften während der Besatzungszeit immer wieder harte Kämpfe geliefert hatten. Diese Milizen sind eng mit den Revolutionären Garden des Iran verbunden. Und bei einem US-Angriff gegen Iran wären die US-Soldaten im Irak ohne US-Luftunterstützung ihres Lebens nicht mehr sicher. Sicherlich galt Pompeos Abstecher nach Irak dem Versuch, auf die irakische Regierung derart einzuwirken, um die von den Schiiten-Milizen ausgehende Gefahr einzugrenzen.

Ein zweites Thema auf der Tagesordnung des US-Außenministers mit der irakischen Regierung könnte gewesen sein, dass der Irak die US-Nutzung seiner Luftwaffenbasen für den Einsatz gegen Iran erlaubt und dass die auf dem US-Flugzeugträger im östlichen Mittelmeer stationierten US-Bomber auf dem Weg nach Teheran den irakischen Luftraum benutzen dürfen. Mit der Türkei kann Washington nämlich nicht (mehr) rechnen. Und der Luftraum über Syrien ist für einen US-Großangriff gegen Iran auch gesperrt, da alle US-Flugbewegungen in Syrien mit den Russen abgesprochen werden müssen, schon um versehentliche Abschüsse durch die russische Luftabwehr zu verhindern. Pompeos überraschende Annullierung seines Besuchs in Berlin, um stattdessen nach Bagdad zu fliegen, ist Teil des Szenarios, um die akute Dringlichkeit des möglichen US-Angriffs gegen Iran zu unterstreichen.

Zum Aufbau dieser Drohkulisse gehört auch die Entsendung von vier riesigen US-Bombern vom Typ B-52H Stratofortress in den Mittleren Osten, nämlich auf die US-amerikanische Al Udeid Air Base im kleinen Golfstaat Katar, also in unmittelbarer Nachbarschaft zum Iran. Die B-52H dienen heutzutage hauptsächlich als fliegende Abschussrampen für Dutzende von „Cruise Missile“-Marschflugkörpern, die in Bodennähe unterhalb der Radarsichtweite fliegen und ihre Ziele punktgenau zerstören können. Aber nur dann, wenn über wichtigen Zielobjekten niemand die GPS-Ortung stört, wie das die Russen in Syrien gut informierten Berichten zufolge erfolgreich vorgeführt haben. Ob auch die Iraner bereits diese Fähigkeiten besitzen, ist nicht bekannt.

Der angebliche Grund für die Verlegung der vier US-„Stratosphären-Festungen“ besteht laut Erklärung des Pentagon in den „drohenden Angriffen gegen US-Truppen in der Region“ des Mittleren Ostens. Angeblich hätten die US-Geheimdienste „Vorbereitungen für mögliche Angriffe entdeckt“. Und natürlich ließ es sich der ebenfalls herausragende Kriegstreiber John Bolton in seiner Position als „Nationaler Sicherheitsberater“ des US-Präsidenten Trump nicht nehmen, seinen Senf dazu zu geben. Die aktuelle Entsendung der „USS Abraham Lincoln Carrier Strike Group“, also der vom US-Flugzeugträger Lincoln angeführten Angriffsgruppe, ins östliche Mittelmehr sei angesichts „einer Anzahl von beunruhigenden Hinweisen und eskalierenden Entwicklungen“ eine klare Warnung an das „Regime“ in Teheran.

Tatsächlich stecken Berichten zufolge wieder die Israelis hinter diesen „Warnungen“. Demnach wurde den US-Geheimdiensten diese Prophezeiung von israelischen Mossad-Kollegen gesteckt. Ein Antisemit, wer Böses dabei denkt.

Zur Erinnerung: Das Projekt von dem „unabwendbaren“ Krieg gegen Iran wurde in Israel vor langer Zeit konzipiert, und in den USA war die Washington Post in ihrer Ausgabe vom 15. Juni 1992 erfolgreicher Geburtshelfer. Auf Seite A-12 berichtete das Blatt seinerzeit, dass der Chef der israelischen Luftwaffe, Generalmajor Herzl Budinger, der Meinung war, dass militärische Maßnahmen erforderlich seien, um den Iran daran zu hindern, Atomwaffen zu entwickeln. Zuvor hatte der Luftwaffenchef gegenüber Reportern erklärt, dass „die größtmögliche Störung, ob militärisch oder politisch“, notwendig ist, um Atomwaffen aus dem Nahen Osten fernzuhalten (außer den eigenen, israelischen, also den „Guten“ natürlich), um einen Weltkrieg zu verhindern. Mit „Störung“ meinte Budinger „internationales politisches Handeln und gegebenenfalls aggressives Handeln“.

Im Schnelldurchgang 20 Jahre weiter, ins Jahr 2012: Da schien der israelische Angriff gegen Iran mit US-Unterstützung unausweichlich und ganz kurz bevorzustehen. Kein Monat, keine Woche verging, ohne dass in den USA atemlose Schlagzeilen für Krieg gegen den Iran trommelten. Selbst eine gediegene Zeitschrift des imperialistischen Establishments wie Foreign Affairs titelte ihren Beitrag „Die Zeit für einen Angriff gegen Iran ist gekommen“. Der flammende Ruf zu den Waffen wurde durch einen weiteren Essay in derselben Ausgabe unter der Überschrift „Ein Plädoyer für Regimewechsel im Iran“ noch verstärkt. Wenig später in der Mai/Juni-Ausgabe des World Affairs Journal fordert Elliott Abrams einen sofortigen israelischen Angriff auf den Iran.

Übrigens ist das derselbe Elliott Abrams, der in den Jahren zuvor bereits in schmutzigen Kriegen bei illegalen Tötungen von Linken und Gewerkschaftlern in Lateinamerika im Dienst der US-Plutokratie seine Sporen verdient hatte und der sein damals erworbenes Können ganz aktuell als Venezuela-Gesandter der Trump-Administration wieder unter Beweis stellen möchte.

Trotz der allgemeinen Kriegshetze fand der Angriff 2012 auf den Iran nicht statt. Und auch in den nachfolgenden Jahren nicht. Allerdings trat Israel – zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung – als Hauptkriegstreiber gegen Iran immer weiter in den Hintergrund, nachdem es der Israel-Lobby gelungen war, sukzessive die US-Regierungen zu überzeugen, selbst die bisherige Rolle der Israelis zu übernehmen. Wo die Israelis keinen Erfolg hatten, wollte die alleinige Supermacht USA dann beweisen, dass es ihr gelingen würde, Teheran mit verschärften wirtschaftlichen Sanktionen, politischer Isolierung und militärischen Mitteln in die Knie zu zwingen.

Tatsächlich haben die USA zu bestimmten Zeiten mit einer erstklassigen dramatischen Choreographie eine wirklich überwältigende, militärische Drohkulisse aufgebaut. Einmal mit drei Flugzeugträger-Angriffsgruppen, konzentriert vor der Küste des Iran, und eingeflogenen militärischen Verstärkungen für die US-Stützpunkte am Golf und in der Region. Aber die Iraner blieben unbeeindruckt, während die Amis von Mal zu Mal mehr von ihrer „Glaubwürdigkeit“ einbüßten, auf ihre Drohungen nämlich Taten folgen zu lassen.

Zwar könnten die USA dem Iran schwere Zerstörungen zufügen, aber nicht ohne mit großer Sicherheit selbst schwere und anhaltende Schäden, sowohl wirtschaftliche als auch militärische an Menschen und Material zu riskieren. Das wissen die US-Militärs am besten, und aus diesem Grund haben sie sich stets gegen eine offene Konfrontation mit dem Iran ausgesprochen. Das aber war einer der Hauptgründe, weshalb Trump seinen Verteidigungsminister General James N. Mattis Anfang des Jahres gefeuert hat, ja: gefeuert. Als ehemaliger CENTCOM-Kommandeur war Mattis auch für die Golf-Region und den Iran „verantwortlich“ gewesen und kannte daher die Optionen Teherans, auf einen US-Angriff zu reagieren, aus erster Hand.

Die Tatsache, dass immer noch kein Nachfolger für Mattis auf dem Posten gefunden ist und der Posten des Pentagon-Chefs vielmehr von dem in politisch-militärischen Dingen unerfahrenen Patrick Shanahan (geboren 1962) kommissarisch besetzt ist, bringt ein gefährliches Element der Unberechenbarkeit in die sich derzeit zuspitzende US-Konfrontation mit dem Iran. Shanahan hat keinerlei militärische Erfahrung. Bevor er vor zwei Jahren ins Pentagon kam, war er 30 Jahre lang Manager beim Flugzeugbauer Boeing. Die erfahrene, und mäßigende Stimme eines General Mattis fehlt nun bei den Gedankenspielen und Entscheidungen in Trumps Krisenkabinett, und die wilden Kriegstreiber Pompeo, Bolton und Abrams haben die uneingeschränkte Meinungshoheit.

Dennoch geht der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif nicht davon aus, dass Trump, der als Oberbefehlshaber über alle US-Streitkräfte letztlich den Befehl zum Angriff geben muss, wirklich einen Krieg mit Iran will. In einem Interview mit Fox News Ende April identifizierte er allerdings genau diejenigen mit Einfluss auf Trump, von denen er glaubt, dass sie tatsächlich einen Krieg zwischen den USA und dem Iran beabsichtigen. Auf die Frage, ob Trump die Konfrontation und den „Regimewechsel“ in Teheran anstrebe, antwortete Zarif mit einem klaren Nein:

„Ich glaube nicht, dass Präsident Trump das will. Ich glaube, Präsident Trump will sein Wahlversprechen einlösen, die Vereinigten Staaten nicht in einen anderen Krieg zu verwickeln. Präsident Trump hat selbst gesagt, dass die USA 7 Trillionen US-Dollar für Kriege in unserer Region ausgegeben haben… und das einzige Ergebnis davon war, dass wir mehr Terror haben, mehr Unsicherheit und mehr Instabilität. Die Menschen in unserer Region sind der Meinung, dass die Präsenz der Vereinigten Staaten von Natur aus destabilisierend ist. Ich denke, Präsident Trump stimmt dem zu.“

Aber wenn es nicht Trump ist, der auf Konfrontation und Krieg mit dem Iran drängt, wer ist es dann? Dazu sagte Sarif:  „Ich glaube, das B-Team möchte die Vereinigten Staaten dazu bringen, Präsident Trump in eine Falle locken, die zu einer Konfrontation führt, die er nicht will.“ Das B-Team identifiziert Sarif als Bolton, Benjamin Netanjahu, Kronprinz Mohammed bin Salman von Saudi Arabien und Kronprinz Muhammad bin Zayid Al Nahyan von Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Wenn das B-Team in seinen Ambitionen erfolgreich sein sollte, wird der Krieg gegen Iran nämlich Trumps eigener Krieg sein und Trumps Aussichten, als Präsident wieder gewählt zu werden, würden verpuffen. Zwar kommen die vielen großen und kleinen US-zionistischen Feinde Irans bei der Aussicht auf einen neuen „lustigen“ Krieg am Golf ins Schwärmen, aber – abgesehen von der humanitären Tragödie – wäre es auch für die Wirtschaft der USA und die US-Kapitalinteressen in Europa und im Rest der Welt eine Katastrophe. Denn der Iran hat auch gewarnt, dass er im Kriegsfall die Meerenge von Hormus komplett sperren wird, um die Ölexporte aus dem Persischen Golf zu blockieren.

Da etwa 30 Prozent der weltweiten Öllieferungen durch diese „Straße von Hormus“ verschifft werden, würden innerhalb weniger Wochen die Ölpreise in ungeahnte Höhe schießen. Vor allem in den globalisierten Teilen der Welt würde das zum real-wirtschaftlichen Absturz führen, der so sicher wie das Amen in der Kirche die längst überfällige Bereinigung auf den aufgeblähten Finanzmärkten und eine neue, weitaus schlimmere globalen Finanzkrise zur Folge hätte. Der Spaß an dem neuen „lustigen“ Krieg würde diesmal auch den schießwütigsten Amis schnell vergehen.

„Wer glaubt, der Krieg im Irak sei hart gewesen, der soll wissen, dass ein Angriff auf den Iran meiner Meinung nach eine Katastrophe wäre„, hatte Robert Gates, der ehemalige Verteidigungsminister von George W. Bush und Barack Obama, im Jahr 2012 die hysterischen Kriegstreiber gegen den Iran gewarnt.

Es ist klar, dass der Iran keine militärische Konfrontation mit den USA sucht. Aber es ist auch klar, dass er einen US-Angriff nicht unbeantwortet lassen wird. Nun haben Bolton und Pompeo bereits Teheran gewarnt, dass sie den Iran für jeglichen Angriff auf US-Truppen verantwortlich machen, sei es im Irak durch schiitische Milizen oder in Syrien durch pro-iranische Milizen oder sonst wo in der Region. Wenn US-Truppen oder Botschaftsangehörige oder andere US-Regierungsbeamte im Mittleren Osten zu Schaden kommen, dann war das stets ein Angriff des Iran, so lautet jetzt das Mantra von Trumps Kriegskabinett in Washington, D.C.

Hier wird das Drehbuch zur Rechtfertigung eines nächsten Krieges bereits klar erkennbar. Es ist geradezu eine Aufforderung für einen Angriff auf Amerikaner unter „falscher Flagge“. Zugleich wartet die rechtsextreme Netanjahu-Regierung in Israel in den Startlöchern. Im Aushecken „falscher Flaggen“ und anderer schmutziger Tricks, um dem Gegner die Schuld in die Schuhe zu schieben, waren israelische Regierungen noch nie verlegen. Und es wäre nicht das erste Mal, dass Israelis amerikanische Soldaten angegriffen und getötet hätten, um einem anderen Land – damals war es Ägypten – die Schuld zuzuschieben (siehe hierhier und hier).

In der Tatsache, dass sowohl Bolton als auch Pompeo für israelische Interessen arbeiten und ebenfalls den Krieg gegen den Iran unbedingt wollen, macht heute einen US-Krieg gegen Iran nicht mehr undenkbar. Der Umstand, dass zugleich eine mäßigende Stimme aus dem Pentagon in Trumps Kriegskabinett fehlt, macht die Lage nicht einfacher. Ein angesehener Vertreter der militärischen Führung könnte den kriegsgeilen Zivilisten wenigstens rechtzeitig die Folgen eines Angriffs gegen Iran für die Zigtausenden der im Mittleren Osten stationierten US-Soldaten vor Augen halten.

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Dieser Artikel erschien am 10.05.2019 bei RT-Deutsch.

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9 Kommentare zu: “Ist der Überfall der USA auf Iran unausweichlich?

  1. Je länger ich mir das alles anschaue, um so mehr halte ich Israel für einen großen USA-Militärstützpunkt mit einem kleinen Alibi-Staat dran.
    Die Verflechtungen von Bankern mit jüdischen Namen, City of London, UK, Wallstreet und USA gibt es bestimmt, aber die gab es vor Israel auch schon.
    Zum Zeitpunkt der Gründung Israels war USA gerade durch den Zweiten Weltkrieg zur Supermacht geworden, der Nutzen für USA liegt auf der Hand …

  2. Was den Iran betrifft, beginne ich zunächst zu recherchieren, ob es dort bereits eine Rothschild-Bank gibt.

    Dann braucht ich doch nur solche Begriffe wie „Trump“, „Iran“ und „Ölkrieg“ in die Suchmaschine eingeben und entsprechende Treffer sind garantiert.

    Aber Donald Trump will doch in den USA nicht jeder haben. Die Veröffentlichung des Ermittlungsberichts „Mueller Report“ zur Russland-Affäre hatte im April die Debatte über ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump belebt.

    Dabei hat es das Vertrauen der US-Amerikaner ihren Präsidenten nicht gerade verbessert, dass dieser den Bericht ähnlich wie bei den JFK-Akten nur mit Schwärzungen präsentieren wollte.

    Dann recherchiere ich, was die CIA von Donald Trump hält. Wie es kaum verwundern sollte, sieht der Auslandsgeheimdienst der USA seinen Präsidenten in fast allen Bereichen kritisch. Ob die CIA eine korrekte Sichtweise der Dinge hat, ist jedoch ein anderes Thema.

    Mehr als zehn Millionen Menschen haben jedenfalls in den USA Petitionen unterschrieben, die den Kongress zur Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen US-Präsident Donald Trump auffordern.

    Dann will Donald Trump doch wieder Schutzzölle gegen China erheben, was noch nicht mal unbedingt die allerschlechteste Entscheidung sein wird, aber wir werden doch auch bezüglich der wirklichen Funktionsweise des Außenhandels oder des Handels als solchen von den großen Medien fehlerhaft informiert und wahrscheinlich sogar bewusst belogen.

    Aber bei der Europawahl können wir doch außer etwa bei extrem kleinen Parteien wie etwa der Neuen Mitte von Christoph Hörstel keine sonderlich ernst zu nehmende Inhaltsarbeit erkennen.

    Sven Giegold sagt jedenfalls: „Macron wird mit seinen Ambitionen von Deutschland alleingelassen“.
    Selbst DiEM25 hatte seinerzeit zur Wahl Macrons aufgerufen, weil es nur so möglich gewesen wäre Le Pen zu verhindern.

    Ähnlich wie Sebastian Kurz fordert auch Sven Giegold die Einhaltung der Schuldenregeln.

    Ich habe zudem auf der Webseite von Bündnis 90/ Die Grünen unter dem Thema „Finanzen“ nachgeschaut.

    Dort lese ich:

    Wir Grüne im Bundestag wollen eine bessere Regulierung, damit der Finanzsektor wieder seinen Aufgaben nachkommt: Investitionen finanzieren, Risiken übernehmen und AnlegerInnen Sparmöglichkeiten anbieten.

    Da betrügen uns die Banken also nach Strich und Faden, weil sie Geld aus dem Nichts verleihen, aber bei Bündnis 90/ Die Grünen wird dies sogar auch noch als Aufgabenerfüllung des Finanzsektors hingestellt.

    Im Bundestag sind es meines Wissens allenfalls noch Jürgen Trittin oder Sahra Wagenknecht, die bereit sind, die Funktionsweise der Marktwirtschaft zu hinterfragen.

    Es dürfte jedenfalls unstrittig sein, dass es irgendwo der Kapitalismus ist, weshalb wir überhaupt auf die Idee kommen andere Länder überfallen zu wollen.

    Letztlich hätten wir doch immerhin noch die Möglichkeit, dass wir uns zumindest mal die Wahlprogramme der politischen Parteien durchlesen.

  3. Flugzeugträger im Persischen Golf
    2018

    US-Flugzeugträger USS John C. Stennis + 1 Schiff für amphibische Kriegsführung mit amphibischen Einheiten

    Flugzeugträger USS Abraham Lincoln + 4 Raketenkreuzer + 1 Patriot Raketenabwehrkreuzer + 1 1 Hubschrauberträger

    Wassertiefe max. Persischer Golf = 90m

    Ja, da kann einem Angst und Bange werden. In der Vergangenheit wurden von den USA auf diese Weise Kriege eingeleitet, z.B. Vietnamkrieg.Wußten Sie, dass Admiral George Stephen Morrison 1964 das Kommando der Flotte während des Tonkin-Zwischenfalls hatte? Als was, findet man im Wikiartikel nicht, denn Admiral wurde er erst 1967. Egal, erstaunlicherweise ist er der Vater von dem Doors-Sänger Jim Morrison, die Musik von Apokalypse now, der 1. beeindruckende Kinofilm zum Vietnamkrieg, der der US-Administration auch gezeigt hat wie man verlorene Kriege über Holywood im Nachhinein doch noch gewinnen kann. Doch nicht nur Jim mit seiner Gruppe, sondern ausgesprochen viele weltbekannte Musiker der 70iger Flower-Power-Zeit sind eng verwoben gewesen mit dem US-Militär, sogar, ich konnte es kaum glauben, Frank Zappa. Die Älteren erinnern sich vielleicht noch, erst Demos gegen Vietnamkrieg und für Frieden, am Ende Flower-Power, hemmungsloser Sex und Heroin. Heute kann man wohl sagen, dass die Hippi-Zeit ein genialer Schachzug von US-Strategen gewesen ist. Generalstabsmäßig lange vor Kriegseintritt vorbereitet, komplettierte es die Versorgung kritischer jüngerer Bevölkerungsgruppen, neben Kommunismus-Hatz vor allem gegen etablierte ältere Kritiker. So konnte es über 10 Jahre knallen – und die Geschäfte liefen so gut, so gut wie nie und dazu noch Zappa hören, einfach geil uuund, nicht zu vergessen, als Nachtisch noch die vielen, vielen Millionen aus den Vietnamfilmen. Schade, war ja dann 1975 vorbei.

    Aber jetzt, endlich, könnte es wieder so weit sein. Natürlich wird dieser Krieg verloren gehen, aber eben nicht wirklich, weil Holywood danach die Kriege einfach wieder gewinnen wird. Fragen Sie sich nicht auch, was uns wohl die Strategen diesmal bieten werden? Ich meine, diese Hippi-Zeit war doch toll, aber was wird es diesmal wohl sein?

    Doch leider ist da dieser Trump. Das dumme ist, dass er leider so wenig im militärischen Komplex investiert ist und man läßt ihn da auch nicht rein. Er kann erst abkassieren, wenn alle seine Widersacher durch fetten Krieg ihre Milliarden verdreifacht haben – aber ob sie das dann noch zulassen werden? Diese Frage ist für Trump gar keine Frage: nein, werden sie nicht. Ihm ist doch schon lange klar, dass er die ihm feindlich gesinnten Oligarchen nur überholen kann, wenn er auch im großen Stil in die Seidenstrasse investieren darf. Und deshalb gibt es zwar eine Drohkulisse und sicher auch Black Ops, mehr wird nicht dabei herauskommen, mehr darf nicht herauskommen, sonst ist Trumpi-Pumpi einschließlich seiner Familie und Freunde geliefert.

    Das wissen die Mullahs, die Clintons, die Rothschilds und Rockefeller und wie sie nicht alle heißen. Der Krieg würde beginnen, sobald den Trumps der größte Teil der Beute zugesichert wird, dafür müssten dann aber einige andere Milliardäre – na ja, wie soll man sagen, im BackGammon sagt man „zurückgedreht“ werden, oder sagen wir einfach abgewickelt werden. tja und genau das geht zur Zeit nun gar nicht.

    Eine Flotte von riesigen Kriegsschiffen, die wie BadewannenSchwimmentchen im engen persischen Golf rumplätchern, werden zumindest dafür sorgen, dass die Strasse von Hormus nicht gesperrt wird und strategisch sieht das von oben sicher so dämlich aus, dass es schon wieder süß wirkt und könnte doch die steinernen Herzen der östlichen Oligarchen berühren – und vielleicht darf Trump dann doch mitspielen bei der Seidenstrasse. Das wäre doch schön, dann gibt es nämlich gar keinen Krieg mehr in dieser Region und die Geldflüsse der anderen Oligarchen müssen umgeleitet werden, weg vom militärischen Komplex, da sind dann ämlich keine Margen mehr zu holen.
    So einfach dieser Trump auch ist, also für mich durchsichtig wie ein Wasserglas, so einfach gut und berechenbar ist er auch. Der Mann ist konsequent – sonst wäre er ja nicht Miliardär.

    • Ich würde gerne nochmal nacheditieren, z.B. Hollywood statt Holywood verbessern und auch die Schiffeaufzählung ganz oben verändern, denn leider sieht das so nicht gut aus, aber wie und wo komme ich hier nochmal in den Editiermodus?

    • „Egal, erstaunlicherweise ist er der Vater von dem Doors-Sänger Jim Morrison, die Musik von Apokalypse now, der 1. beeindruckende Kinofilm zum Vietnamkrieg, der der US-Administration auch gezeigt hat wie man verlorene Kriege über Holywood im Nachhinein doch noch gewinnen kann. Doch nicht nur Jim mit seiner Gruppe, sondern ausgesprochen viele weltbekannte Musiker der 70iger Flower-Power-Zeit sind eng verwoben gewesen mit dem US-Militär, sogar, ich konnte es kaum glauben, Frank Zappa.“

      Was war denn mit dem Vater von Jim Morrison nun? Und was kann Er für seinen Vater?
      Das Doors-Stück „The End“ wurde nicht extra für den Film geschrieben.
      „Satisfaction“ von den Rolling Stones und „Suzie-Q“ von CCR auch nicht!

      Und was hat Zappa mit dem US-Krig(en) zu tun?

    • Hallo schwarz ist weiß, danke für deine Fragen.
      Im einzelnen möchte ich dich bitten ruhig mal zu Suchmaschinen zu greifen, das wäre mir jetzt zuviel Arbeit.

      Im Ganzen möchte ich aber darauf aufmerksam machen, dass die verwendeten Muster der Kriegstreiber immer die gleichen sind. Wer das erkannt hat kann zum Beispiel mal den Vietnamkrieg betrachten und von diesen Erkenntnissen dann auf die gegenwärtigen Entwicklungen schließen und schauen, was ähnlich aussieht. Da gibt es ja mittlerweile einiges. Was damals die Kommunistenhatz mit schwersten Menschenrechtsverletzungen gegen einzelne Bürger und Gruppen war ist heute Antisemitismus und Antiamerikanismus, Rechtspopulist und Verschwörungstheoretiker. Gleichzeitig wurde damals auch ein Programm gestartet um Protestkulturen zu kanalisieren, was wir heute als Hippi-Kultur bezeichnen, der Arbeitstitel hieß garantiert anders. Und so ist die Frage doch, welchen „Wurf“ diese Kriegstreiber diesmal geplant haben um Protestbewegungen zu kanalisieren. Wie damals wird man ja gar nicht merken, dass es nicht aus sich selbst heraus, aus der Mitte der kritischen Bevölkerung entstanden ist, was immer es auch sein wird. In den 60iger und 70iger Jahren war es jedenfalls Flower-Power und wurde tatsächlich zum Selbstläufer. Diesmal könnten wir aber aufmerksamer sein und sozusagen die flowerpower nehmen und das heroin einfach liegenlassen, nicht mal anrühren. – Welch ein Desaster.

      Und Doors?!, die Anfänge müssen schrecklich gewesen sein, weder konnten die einen spielen, noch konnte Jimmy singen, wird von Zeitzeugen jedenfalls so bberichtet. Aber – viel Übung macht den Meister und ich freue mich immer, wenn ich sie zufällig heute mal irgendwo höre, im Radio, oder auf einer Party, denn ich verbinde mit dieser Musik die duftende Nähe von jungen Frauen, die ich kennenlernen durfte und so gar nicht irgend was mit Vietnamkrieg, bis auf eben „The End“

    • zu The End:

      „Er verlieh dem Ödipus-Komplex eine Stimme im Rock-’n’-Roll-Stil, zu diesem Zeitpunkt ein breit diskutiertes Konzept in der Freud’schen Psychologie. Er sagte nicht, er wollte das seiner eigenen Mutter und seinem Vater antun. Er spielte ein bisschen das griechische Drama nach. Es war Theater!“

      – Ray Manzarek (Piano, Bass – The Doors)

      Das ist nun mal künstlerische Freiheit – ob es einem gefällt oder nicht.

      Das die Mächtigen immer wieder versuchen, Kunst für sich zu vereinnahmen ist ein alter „Hut“!

      zu Zappa:

      «Kein Akkord ist hässlich genug, um all die Scheusslichkeiten zu kommentieren, die von der Regierung in unserem Namen verübt werden.»

      Schwarzer Kaffee war Zappas einzige Droge?

      N.M. Brock (Sänger + sax): Absolut. Er duldete auf der Bühne keinerlei Drogen. Nicht einmal einen Joint, geschweige denn härtere Sachen.

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