Ist „Die LINKE“ noch zu retten?

Von Joachim Keiser.

Die offene Aggression aus der eigenen Partei gegenüber Sahra Wagenknecht ist erschreckend. Es werden sogar Unterschriftenaktionen im Internet gegen die eigene Fraktionschefin initiiert, auf welche die „Qualitätsmedien“ natürlich voller Freude hinweisen. Diejenigen, die das tun muss man fragen ob sie sonst keinen anderen politischen Gegner haben? Gerade jene, die jetzt Solidarität mit Flüchtlingen einfordern lassen diese im Umgang miteinander vermissen. Sehen die Postenjäger in der LINKEN etwa ihre Felle für einen rot-rot-grüne Koalition davon schwimmen? Kommt daher die Aggression?

Sahra Wagenknecht ist eine der wenigen Personen mit bekannten politischen Namen, die sich offen gegen die neoliberale Ideologie stellt. Somit ist sie Staatsfeind Nr.1 für die deutsche Oligarchie. Was kann es schöneres für die herrschende Elite geben, als dass nun die eigene Partei versucht, sie zu Fall zu bringen. Begreifen die Damen und Herren Jelpke, Kipping, König, van Aken, Bartsch, usw. und ihre Wasserträger überhaupt, dass sie mit ihrer Kampagne die Drecksarbeit für die Eliten erledigen? Wen will „DIE LINKE“ eigentlich politisch vertreten? Alle, die mit den Zumutungen des Neoliberalismus zu kämpfen haben und das ohne Rücksicht ihrer Herkunft, oder in einer Art positiven Rassismus nur Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund?

Betrachtet man die Reaktionen der Menschen auf Sahra Wagenknechts mehr als berechtigte Zweifel an Merkels Flüchtlingspolitik, findet man von der Facebook-Seite der NachDenkSeiten, über Spiegel Online bis zur ZEIT fast nur Zustimmung. Sahra Wagenknecht zeigt damit mehr Bürgernähe und Menschenverstand als all die Schreihälse in ihrer eigenen Partei zusammen, für welche die zustimmenden Kommentare sicher nur von unverbesserlichen Populisten und Rassisten kommen können. Ein Beleg dafür wie der Partei „DIE LINKE“ langsam aber sicher der Blick für die gesellschaftliche Realität abhandenkommt. In der Linken hat man beispielsweise völlig vergessen, dass es in Deutschland seit mehr als zehn Jahren ein System namens Hartz-IV gibt, dass die Menschenwürde von Millionen Bürger mit Füßen tritt.

Außer ihrem „Wir schaffen das“ und dem schmutzigen Flüchtlingsdeal mit dem türkischen Diktator Erdogan, der neben Mazedonien und Griechenland nun die Drecksarbeit bei der Flüchtlingsabwehr machen darf, hat Merkel bisher keinerlei Antworten auf die Fragen geliefert, wie die hohe Zahl an Flüchtlingen integriert werden soll? Wo die Menschen wohnen sollen, wie die Menschen Arbeit finden sollen? Woher die finanziellen Mittel kommen, wer die Integrationsarbeit leisten soll? Dies alles vor dem Hintergrund einer rasant fortschreitenden sozialen Polarisierung in Deutschland. Stattdessen wird Sahra Wagenknecht mit infamer Hetze übergossen, wenn sie genau diese Fragen stellt.

So sitzen die Salonlinken derweil in ihren kernsanierten Altbauwohnungen in gentrifizierten Stadtvierteln, in welchen selbstverständlich kein Flüchtling weit und breit zu sehen ist und propagieren weiter ihr „refugees welcome“ wohl wissend, dass sie nie in die Verlegenheit kommen werden, mit Flüchtlingen um Arbeitsplätze und bezahlbaren Wohnraum konkurrieren zu müssen. In ihrem überbordenden Kulturalismus zeigen sogenannte Linke, dass sie sich eigentlich um die Sorgen und Nöte der einfachen Menschen einen Dreck scheren. Gerade die grüne Neobourgeoisie würde niemals ihre Kinder auf Schulen schicken, in welchen Kinder mit Migrationshintergrund dominieren, soll doch der Erfolg des Nachwuchses auf keinen Fall behindert werden. Dabei zeigt die Kampagne gegen den Mindestlohn mit der heuchlerischen Begründung, man müsse diesen abschaffen, um die Integration der Flüchtlinge zu befördern, dass die Befürchtungen, Deutsche und Flüchtlinge sollten gegeneinander ausgespielt werden, nicht aus der Luft gegriffen sind.

Dazu zum Abschluss noch einmal Sahra Wagenknechts Aussage, mit der Bitte explizit, sachlich und logisch nachzuweisen, was daran „rechter Stimmenfang“ und „purer, widerwärtiger Rechtspopulismus“ sein soll, ansonsten dann aber einfach die Fresse zu halten:

„Die Ereignisse der letzten Tage zeigen, dass die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Flüchtlingen und Zuwanderern mit erheblichen Problemen verbunden und schwieriger ist, als Merkels leichtfertiges ‚Wir schaffen das‘ uns im letzten Herbst einreden wollte.“

Zur ergänzenden Lektüre:

Merkels neue Kleider http://www.nachdenkseiten.de/?p=33247#h12

Bild: Sahra Wagenknecht, Bild von Heike Huslage-Koch (CC BY-SA 4.0)

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34 Kommentare zu: “Ist „Die LINKE“ noch zu retten?

  1. Die Linkspartei sollte froh sein, eine solch kluge, charakterfeste und wortgewaltige Sprecherin zu haben. Ihre Reden im Bundestag waren seit langer Zeit die besten und aufrichtigsten, soweit ich das über das Netz erfahren konnte.

  2. Im Westen gibt es eine akzeptierte Partei,
    das sind die Globalisierer, die im Multikulti eben in verschiedenen Farben auftreten,
    die anderen, die Kritiker, bekommen eine Torte ab,
    oder einen Prügel aus der reichhaltigen Schublade der Denuntiation.
    Der Lafontaine und die Wagenknecht haben erkannt,
    dass Globalisierung und Internationale Solidarität zwei paar schuhe sind,
    genauer gesagt, zwei sich ausschließende Projekte.
    „Linke“ – als die NATO-Linken
    dienen heute der Globalisierung, und es ist bequem und sichert die Pfründe, auf der Seite der Globalisierer zu sein.

  3. für die Linke gibts im gemäßigten linken Flügel nix mehr zu holen und wenn doch , wird einfach ein „Rechts“ daraus gemacht.

    Links sein ,wurde verraten und verkauft. Über die Gründe lässt sich freilich streiten.
    Frau Wagenknecht? ein Optimist wird sie als Opfer des Systems betrachten, ein Pessimist wird sagen, sie ist ebenfalls ein Koch , des uns vorgesetzten Einheitsbreies…ein moralisch Beflissener wird in ihr den Silberstreif am Horizont erkennen wollen und der Rationalist? Er wird sie stets am Erfolg oder aber ihrem Scheitern messen…. in diesem Polit theater kann jeder seine Rolle wählen, es klingt wie ein schlechter Witz, der nicht erzählt gehört.

  4. Sahra Wagenknecht ist tatsächlich vielleicht die Einzige momentan, die noch alle Latten am Zaun zu zu haben scheint. In vielerlei Angelegenheiten unterstützt sie auch meine persönliche Meinung und anscheinend trifft dies auch für die Mehrheit der Leute hier im Forum zu.

    Ich möchte allerdings auf einen wichtigen Punkt aufmerksam machen.
    Sie regiert nicht. Wie und ob sich ihre Politik ändern würde („müsste“), wenn sie in der Regierung säße, ist eine Frage die man heute nicht beantworten kann. Obwohl ich schon dazu tendiere die Antwort mit mindestens 85%iger Sicherheit vorweg nehmen zu können …sie würde sich beugen,weich werden und das tun, was die Meisten in ihrer Position taten.
    Das jüngste Example ist Alexis Tsipras.
    Was hatten wir Hoffnung und Lob parat für diesen Mann. Symphatisch, jung, diplomatisch, aber vor Allem ein Mann des Volkes, der bereit war für deren Interessen einzustehen. Der sich vorgenommen hatte, die Polit- und Wirtschaftsoligarchie zu zerschlagen in Griechenland.
    Was kam war ein Schlag ins Gesicht. Ich glaube ich brauche nicht weiter auszuführen.
    Deswegen mein Appell: Lieber ruhige Töne, auch für Frau Wagenknecht! In diesem Sinne teile ich Herrn Jebsens Darstellung, ein Stück weit, in der auch Frau Wagenknecht in einen Sack mit dem Rest des Politpacks gesteckt wurde. Die werden es nicht richten! Wir müssen’s selbst anpacken!

  5. Das, was die couragierte Fraktionsvorsitzende der Linken, Frau Sarah Wagenknecht vertritt, entspringt einem vernünftigen Geist. Viele Bürger geben Frau Wagenknecht Recht, darunter auch ich und wir lassen uns von niemandem das Denken vorschreiben. Genauso wenig, wie Frau Wagenknecht sich das Denken vorschreiben lässt.
    Oft werden Bürger heute von Politikern oder Journalisten gemaßregelt und sehr schnell in die rechte Ecke geschoben, obwohl sie dort nicht hingehören. Ich beobachte, wie Frau Wagenknecht jetzt etwas ganz Ähnliches passiert, obwohl auch sie nicht dahin gehört. Die Politiker und Journalisten, die sie in die rechte Ecke schieben, sind nicht glaubwürdig. Mit knallharten Methoden wird Frau Wagenknecht einer regelrechten Kampagne ausgeliefert, die äußerst unfair abläuft.
    Merken diejenigen, die gegen Frau Wagenknecht in dieser Weise vorgehen, denn nicht, dass sie den SED-und NSDAP-Mitläufern in Bezug auf Starrheit und Nibelungentreue viel ähnlicher sind, als sie denken? Das starre, unbewegliche Denken in ideologischen Schienen und das intolerante Verhalten gegenüber Andersdenkenden und gegenüber Vernunft ist dem Verhalten derjenigen, die zwei Diktaturen in Deutschland unterstützt haben, sehr ähnlich. Es kommt im Denken auch auf das „Wie“ an, nicht nur auf das „Was.“ Anders ausgedrückt: Es kommt auch auf die Art und Weise an, wie man denkt und wieviel Toleranz man aufbringt, auch gegensätzliche Meinungen ertragen zu können. Das ist ebenso entscheidend wie der Inhalt des Denkens. Diese ideologische Starrheit, mit der in Deutschland von vielen gedacht wird, nennt Bassam Tibi eine „deutsche Krankheit“, das „Pathos des Absoluten;“ es erschreckt Menschen aus anderen Ländern. Hier ist die Meinung eines Mannes – und nicht nur seine (!), der die Menschen in Deutschland sehr gut kennt – und was er sagt, könnte schmerzhaft sein, denn er hält einen Spiegel vor und der Blick in diesen Spiegel ist nicht angenehm: http://bazonline.ch/ausland/europa/diese-maenner-denken-deutsche-frauen-sind-schlampen/story/22916308
    Bassam Tibi sagt in diesem Interview: „Ich beobachte, dass die Deutschen unausgeglichen sind. Entweder sie sind für etwas oder dagegen. Ein Mittelmass gibt es nicht. Das sage aber nicht nur ich. Zwei deutsch-jüdische Philosophen haben dasselbe beobachtet. Helmuth Plessner schrieb, dass die Deutschen immer wieder «dem Zauber extremer Anschauungen verfallen». Theodor W. Adorno spricht von einer deutschen Krankheit, die er «Pathos des Absoluten» nennt…
    Ich fahre sehr viel Taxi, denn ich habe kein Auto. Das Schönste am Taxifahren sind die Gespräche mit den Deutsch-Türken und Deutsch-Iranern. Die denken genau wie ich. Wir haben es geschafft, hier Arbeit, Freiheit und ein bisschen Ruhe zu finden. Diese 1,5 Millionen Flüchtlinge bringen Unruhe in diese Gesellschaft. Wir deutschen Ausländer haben Angst um unsere Integration. Der hässliche Deutsche ist stets Nazi oder Gutmensch. Das sind die beiden Seiten derselben Medaille. Ich habe Angst, dass die Gutmenschen von heute morgen Nazis sind.“

    Wenn ich mir so ansehe, wie die Debatten um die Flüchtlingskrise laufen, dann sehe ich genau dieses „Pathos des Absoluten.“ Entweder-Oder, Leute mit Zwischentöne werden niedergemacht. Dieses „Pathos des Absoluten“ wird von denjenigen, die die Destabilisierung und Chaotisierung Europas forcieren wollen, ausgenutzt – und viele fallen darauf herein und merken gar nicht, dass sie genau das sind, was Bassam Tibi hier beschreibt, obwohl sie selbst am liebsten ihr „Deutschsein“ abstreifen würden. Goethe drückt das so aus: „Den Teufel merkt das Völkchen nie, und wenn er sie beim Kragen hätte.“

    • Danke für den Link. Ja, es gibt möglicherweise in Deutschland etwas, was Adorno mit dem „Pathos des Absoluten“ in seinem Aufsatz „Was ist deutsch“ bezeichnet hat, aber Tibis Erklärung sowie seine Furcht, als „deutscher Ausländer“ seine Positon in einer Mehrheitsgesellschaft neu finden zu müssen, zeigt die Grenzen seiner Kritik. Was kann ein Flüchtling für Tibis Probleme? Und wenn er Angst davor hat, dass die Gutmenschen die Nazis von morgen werden, dann frage ich mich, ob er das wirklich ernst meint? Nazivorwürfe beklagen und nach wenigen Sekunden selbst vom Stapel lassen. Gute Nacht.

      Gysi hat nicht Unrecht mit seinem Rat, dass Wagenknecht weder der einen, noch der anderen Seite es recht machen wird. Das ist zwar Parteipolitik, aber Frau Wagenknecht will ja nicht nur als Abgeordnete gewinnen, sondern als Parteimitglied.

    • Antwort an Fritz:
      Ja, Tibi überspitzt natürlich – aber es ist eben eine Meinung, die sehr interessant ist – man muss ihr nicht 100%ig zustimmen, aber es reicht ja schon, wenn man innehält und sich überlegt – Ist da was dran? Hat er Recht? Inwieweit hat er Recht und wo übertreibt er?
      Aber stellen Sie sich mal vor, wie Claudia Roth oder Jutta Dittfurth reagieren würden, wenn sie Tibis Text läsen. Würden sie sich darin erkennen und zum Nachdenken kommen oder würden sie Tibis Gedanken gar nicht an sich heranlassen und ihn und seine Gesprächspartner im Taxi als „rechtspopulistisch“ benennen?
      Und natürlich können die Flüchtlinge nichts dafür.

    • @A. Eberl,
      ich bedanke mich ebenfalls für diesen Link.
      Ein ausgesprochen interessanter Blick in den Spiegel der deutschen Eitelkeit.

  6. Mag die politische Agenda einer Partei auch noch so ansprechend sein, was im Moment eigentlich nur bei der Deutschen-Mitte zutrifft, so erübrigt sich für eine Partei wie die Linken bei solch einem internen Shitstorm jede Wahl. Ich hoffe, Frau Wagenknecht wechselt.

  7. Frau Wagenknecht ist die einzige mir bekannte „Spitzenpolitikerin“, die noch Anstand im Leib hat, und wenn schon nicht das Finanzsystem als solches, aber doch die Angriffskriege der US und Nato-Verbrecher als Fluchtursachen klar benennt. Innerhalb dieses Systems würde ich sie trotzdem nicht wählen, wir sehen ja was passiert, schon lange bevor die Frau eine Gefahr für die Geldsäcke wird, aber sie als Mensch, obgleich aus der Ferne beurteilt, da habe ich nichts auszusetzen! Kann es wirklich sein, dass es da oben eine einzige Frau gibt, die sich ihr Menschsein bewahrt hat?

  8. Sahra Wagenknecht sagte am 3.10. letztes Jahr auf der Kalkarer Friedensdemonstration gegen eine der Schaltstellen der Nato-Luftkriegsführung, es waren westliche Öl- und Gaskriege, die eine ganze Region in einen Brandherd verwandelt haben. Sie haben auch, wie der Pentagon zugab, und wie man Erdogan beweisen kann, Isis gegen Assad unterstützt, und damit mit dazu beigetragen, dass Länder zerfallen. Nun tut der Westen so, als hätte er damit und mit den Folgen, zu denen die Flüchtlingsbewegungen zählen, nichts zu tun. Dieser Kritik kann man nur zustimmen. In ihrer Presseerklärung zur Amok-Gewalt in Deutschland schrieb sie, dass die Integration von Flüchtlingen Probleme mit sich bringen, die man nicht klein reden darf. Der Zusammenhang ist falsch hergestellt, der Münchner Amokläufer war ein Nazi, der sich auf Breivig bezog. Anschläge auf Flüchtlinge und ihre Unterküfte sind rechtsextrem-rassistische Gewalttaten. Am 23.5. dieses Jahres sagte Deutschlands Bundesinnenminister, rechtsextreme Gewalt habe um 20% zugenommen. Der Anteil von Asylbewerbern an Amokläufern ist sicher niedriger als der Anteil von Asylbewerbern in der Bevölkerung. Dessen ungeachtet bereitet Integration Probleme. Diese Probleme steigen, wenn Bevölkerungsteile gegeneinander aufgebracht werden. Flüchtlinge haben zunehmend Angst, wenn ihnen auf der Straße Vorurteile aggressiv entgegegen gehalten werden.
    Ich selbst bin Flüchtlingskind. Meine Eltern flohen zum Ende des 2. Weltkrieges vor den Frontkämpfen im Osten nach Hessen. Damals wurden die mehr als 10 Millionen Flüchtlinge und aus den ehemals deutschen Gebieten Vertriebene im kriegszerstörten Deutschland mit Vorurteilen z.B. als Kartoffelkäfer belegt. Wer Krieg betreibt, erhält Probleme. Die Bekämpfung der Ursachen heißt angesichts der Tatsache, dass heute die meisten Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Afghanistan und weiteren kriegszerstörten Gebieten kommen, Beendigung der Kriege. Man kann Demokratie und Menschenrechte nicht herbei-bomben. Damit schafft man nur Probleme. Das weiß auch Sahra Wagenknecht.

    • Wer ist der Westen ? der Westen ist ein Furzbegriff. Interessiert es Sie nicht wie es sich anfühlt wenn man eine Axt im Gesicht hat. Habe Sie sich schon bei den Chinesen dafür entschuldigt.


      In ihrer Presseerklärung zur Amok-Gewalt in Deutschland schrieb sie, dass die Integration von Flüchtlingen Probleme mit sich bringen, die man nicht klein reden darf. Der Zusammenhang ist falsch hergestellt

      Die Wagenknecht spricht halt alle Probleme an und Recht hat Sie ? Sorry aber genau die gestörte, selbstgerechte Internetgeneration die alle Kriege der USA unterstützt, Russland verteufelt, den Krieg gegen Libyen unterstützt hat und Gaddafi und Assad als Monster darstellen, ist es die Auftragskiller mit Teddybären empfängt, jeden der nicht ihrer Meinung ist mit Torten und Pflastersteinen bewirft, 70% normaldenkender Bürger als Nazis bezeichnet und zu der Politik der Merkel jubelt stellt jetzt sogar die Wageenknecht als Nazi dar. Die Menschen werden wählen und wenn dann die Linke keine Rolle mehr spielt ist es mir auch egal, sie ist sowieso nur eine Fratze der Bilderbergerparteienlandschaft. Wie peinlich war übrigens das Interview von Gregor Gysi bei RT Deutsch.

    • Sehr geehrter Herr Trautwetter,
      ich glaube die offizielle Erklärung, dass der Täter von München ein „Nazi“ gewesen sei, nicht. Außerdem informierten englisch-sprachige Medien über eine Zeugin, die den Täter „Allahu Akbar“ habe rufen hören. Der Täter vor dem MacDonalds wirkt auch dicker als „Ali Daoud Sonboli.“ Und wegen eines einzelnen Amokläufers würde man wohl niemals die gesamte Innenstadt und den gesamten U-Bahn-Verkehr lahmlegen und zahlreiche Helikopter über München kreisen lassen. Außerdem war ich gestern in München und eine in München lebende, ehemalige Arbeitskollegin meines Mannes mit Migrationshintergrund erzählte mir, dass eine Bekannte von ihr an der Schulter angeschossen worden sei – und zwar in der Innenstadt, nicht im Olympia-Einkaufszentrum! Auch andere Münchner sollen Schüsse in der Innenstadt gehört haben. Auch dieses youtube-Video aus der Münchner Innenstadt spricht Bände: In Panik fliehende Leute – aus dem Hofbräuhaus?? https://www.youtube.com/watch?v=mT_gJdhIMNQ

      Die offizielle Version – ich glaube sie nicht. Wie es wirklich war, weiß ich nicht, aber die Infos, die ich mir aus den verschiedensten Medien und Aussagen zusammengesammelt habe, sprechen eher für einen islamistischen Anschlag mehrerer Personen, der vertuscht werden soll.

    • Vielleicht war es ja auch etwas, was etwas ganz anderes war, als es aussehen sollte… Strategie der Spannung? Dialektik?

  9. DIE LINKE ist, wie viele andere pseudolinke Parteien, Syriza, Podemos, Labour, eine Partei, die die gehobene Mittelschicht repräsentiert. Das erkennt man daran, dass sie sich nur gegen den Neoliberalismus wehren, der auch gegen ihre Interessen ist, aber nicht gegen den Kapitalismus an sich, der die Arbeiterinnen insgesamt schädigt. Ein weiteres Merkmal der Pseudolinken ist ihre Stellung zur Nato. Eine Linke, die auch den Namen verdient, muss für den Austritt aus der Nato sein, und das habe ich auch von einer Wagenknecht nicht gehört.

    • Richtig – Der Arbeiter hat kein Vaterland (das wusste man zumindest früher).
      Frau Wagenknecht aber besetzt ausschließlich das äußerst linke Wachtürmchen der Sozialdemokratie und verteidigt den Anspruch, dass Menschen sich doch als Arbeitskraft bitte anwenden lassen möchten. Und wo kämen wir denn da hin, wenn die pseudokonkrete „Nation“ als blutiger Regulator von Einschluss und Ausschluss nicht mehr funktionieren sollte. Deutsche Arbeit für deutsche Arbeitnehmer – wir, die Linke, halten Euch die ausländische Konkurrenz vom Leib!

      Im Zusammenbruch einer Welterklärung sehen alle Protagonisten des Fortbestands gleich blöd aus. Warum sollte es der Linken da besser gehen?

    • Sahra Wagenknecht fordert Austritt Deutschlands aus der NATO
      https://www.youtube.com/watch?v=oTs_43OM_Cg

      Sie sagte das bereits 2008.

      Den entsprechenden Gesetzesantrag gab es auch dieses Jahr:

      Gegen die Agenda der Eskalation: Linke stellt im Bundestag Antrag zur Abschaffung der NATO
      https://deutsch.rt.com/inland/39318-gegen-eskalationsagenda-linke-stellt-bundestagsantrag/

      Auch sprach Frau Wagenknecht entsprechende Worte im Juli 2016:

      Sahra Wagenknecht, DIE LINKE: Die agilsten Gegner Europas sitzen heute in Brüssel
      https://www.youtube.com/watch?v=595cAER34PA

      Ist Ihnen wahrscheinlich alles entgangen, nehme ich an.

    • @ norbert würzl: meine Zitate galten als Antwort Ihnen. 2015 und nicht 2008 sagte Frau Wagenknecht dieses.

    • Wer von ihnen hat jemals einen Blick ins Parlament geschehen geworfen.?
      Also somit vernommen was Frau Wagenknecht sagt und denkt.
      Die einzigen Pseudolinken sind diejenigen die jetzt innerparteilich gegen Frau Wagenknecht vor gehen.Die sind doch nur bestochen worden oder sind heimlich dem Tranzatlantischen Klaus Kleber gefolgt,oder es geht einzig und allein um Postengeschacher.!

  10. Ich habe einen Vorschlag:
    Wer von den Bürgern sich für Frau Wagenknecht einsetzen will, der schreibe Briefe, E-Mails und tätige Telefonanrufe – aber Briefe sind am besten – an die entsprechenden Personen aus dem linken und grünen Lager, die ihr feindlich gesinnt sind und teile diesen Personen höflich aber bestimmt seinen Unmut über diesen Verrat gegenüber Frau Wagenknecht mit.
    Auch Leuten aus der Presse, die gegen Frau Wagenknecht agitieren, sollte man Briefe schreiben, in denen man höflich aber bestimmt ein solches Verhalten verurteilt. Wenn Zehntausende, ja hunderttausende Briefe kämen… dann würden sie sich schon wundern… vielleicht auch einen Schreck kriegen und merken, dass ihr Verhalten unzivilisiert und vom Volk nicht geduldet wird und dass sie Wählerstimmen und Abonnenten verlieren.

    Denn es ist gleichzeitig ein Verrat an der Wahrheit und am Frieden, den diese Gegner betreiben – denn Frau Wagenknecht und Oskar Lafontaine sind mittlerweile die Einzigen im Bundestag, die Wahrhaftigkeit nach außen vertreten. Sarah Wagenknecht sagt dort die WAhrheit und bringt die Flüchtlingskrise mit den vom Westen angezettelten Kriegen in Zusammenhang und fordert ein Ende dieser Kriege. Sie hat im Bundestag auch die Rede von George Friedman aus dem Februar 2015 angesprochen. Wer für Frieden ist, sollte sich für Frau Wagenknecht einsetzen.

    Viele Politiker aus allen Parteien und die gesamte Mainstream-Presse versuchen dauernd, uns, das „Volk“ zu erziehen und zu maßregeln, sagen dauernd, dass das Volk nicht fähig sei, komplexe Zusammenhänge zu erkennen, obwohl wir erwachsene, selbstständig denkende Leute sind. Jetzt können wir den Spieß umdrehen und BERECHTIGTE Kritik an Politikern und Presseleuten üben und von ihnen Fairness, gutes Benehmen und Einhaltung zivilisierter Regeln einfordern.
    Ich weiß, dass „zahlreiche“ Strafanzeigen gegen Angela Merkel und Ursula von der Leyen beim Generalbundesanwalt eingegangen sind, nachdem sich die Bundesregierung letzten Dezember zur Teilnahme am Syrien-Krieg entschlossen hatte. Ich weiß das, weil das verspätete Antwortschreiben des Generalbundesanwalts auf meine Strafanzeige erst Mitte Juni bei mir eingegangen ist. Dieses Schreiben ist drei Seiten lang! Diese Länge ist eine Aussage!
    Nicht nur Demos sind gefordert, sondern auch intellektuelles Agieren der Bürger – in Form von Briefeschreiben. Wer berufliche Repressalien fürchtet, mache es anonym, aber besser ist, man zeigt Gesicht und macht es unter seinem Namen. Wenn wir nichts tun, dann wird es in Zukunft immer mehr erschwert werden, Flagge zu zeigen, denn unsere jetzigen Politiker bewegen sich immer mehr in eine Richtung, die mit einem schleichenden Abbau von Freiheiten und Bürgerrechten verbunden ist. Man denke an die Ankündigung von noch mehr Internetüberwachung und dem Wunsch nach Einsatz der Bundeswehr im Inneren.

  11. Sahra Wagenknecht schätze ich als äusserst intelligente und konsequente Links-Politikerin. Ihre Integrität gab mir auch nie Anlass zum Zweifeln. Meines Erachtens gibt es auffallende Parallelen zu Rosa Luxemburg.

    Ist es vielleicht primär nur die Scheinheiligkeit eines fehlgeleiteten Gutmenschentums, die zu dieser Kritik an Wagenknechts rationalistischen Positionen Anlass gibt?

    Dass Sahra Wagenknecht von denjenigen bekämpft wird, die u.a. Zwietracht und Terror säen um mehr Überwachung (und somit auch Erpressbarkeit u.a.) zu bekommen, ist jedenfalls verständlich. (Der Zweck der Geheimdienste war historisch gesehen nie der Schutz der Bevölkerung. Terroristen als nützliche Idioten werden spätestens seit 9/11 gezielt herangezüchtet. Es ist dann auch eher zweitrangig, ob Attentäter frei oder manipuliert handeln, oder gar völlig unbefleckt zu ihrem Märtyrer-Glück kommen.)

    Gruss, Wolfgang

  12. Oskar Lafontaine wurde aus der SPD gemobbed um Platz zu machen für Gerhard Schröder, den Vater der Agenda 2010. Herzlichen Glückwunsch SPD zur Halbierung eurer Wählerschaft.

    Für welche mit Gerhard Schröder vergleichbare Koryphäe muß jetzt Sarah Wagenknecht in der LINKEN Platz machen? Die Kandidaten scharren schon mit den Hufen. Ade LINKE.

    PS: Da kann man nur von Glück reden, daß eine Kanzlerschaft für den Wagenknecht-Ersatzkasperl unerreichbar ist.

  13. Welcher Machterhalt, bitte? Die Linkspartei ist von der Personaldecke so dünn aufgestellt, dass der Weggang von Gysi nicht verkraftet werden wird. Seitdem die wahren Probleme unserer Gesellschaft scheinbar nur noch von Frau Wagenknecht im Bundestag angesprochen werden, scheint sie tatsächlich den saft- und kraftlosen Linken einfach nur noch unheimlich zu sein. Unser Land bräuchte eine starke SPD, eine noch lautstärkere Linkspartei. Stattdessen sitzen da dicke Möchtegerngenossen wie Sigmar und Andrea, und bei den Linken Langweiler wie Bartsch oder Kipping. Während das Land vor sich hindümpelt und (un)regiert wird. Wäre es nicht so traurig, müsste man lachen. Links heisst: Gewohnte Denkpfade verlassen und gänzlich andere Modelle andenken, die wir für die Zukunft brauchen werden, weil unser System irgendwann kollabieren wird. Aber wer will das von den Dummbratzen, die am Prenzlauer Berg oder in Friedrichshain wohnen, verlangen? In der Opposition hat man keine Verpflichtungen, denen man denn auch wirklich nachkommen müsste.

  14. Hoffentlich hält sie durch! Hier in UK kucken sich viele Leute die Wagenknecht an und haben Respekt. Wenn sie durchhält, gewinnt sie noch, auch in der eigenen Partei. Manche Leute sind so links, dass sie rechts wieder rauskommen (und umgekehrt).

  15. Auch in Deutschland gibt es in Zeiten des Merkelismus die Tendenz, den Überbringer schlechter Nachrichten, aber nicht deren Verursacher zu geißeln und zu prügeln.

    Die neoliberale Machtelite Deutschlands ist doch froh, wenn ein durch und durch dreckiger, opportuner und machtgeiler Charakter, wie ihn Angela Merkel in ihrem doppelgesichtigen Leben perfekt ausgeformt hat, im Kanzleramt willfährige Dienste leistet — und zwar beiderseits des Atlantiks.

    Dass die Linke sich nach Gysi’s Abgang immer weiter zerstreitet, liegt doch nicht etwa daran, dass Frau Wagenknecht eben NICHT wie eine hinterlistige Wegbeißerin agiert, so wie es Merkel praktiziert und mit diesem Stil all ihre Dressurpfiffis in der CDU, die Merkels Messer im Rücken fürchten, immer schön brav hält?

    Was ist den Linken da eigentlich lieber?

  16. Es ist zum Heulen, wie sich die Linke und die Sozialdemokratie selbst demontieren. Von den Grünen gar nicht zu reden. Und dann „wundert“ man sich, dass die Menschen massenweise AfD wählen. Sahra Wagenknecht hat oft die Fluchtursachen angesprochen, sich immer wieder gegen die Beteiligung der BRD an Kriegen gestellt, weil genau das eine der Ursachen für die Flucht vieler Menschen ist. Die Integration dieser vielen ist nicht mit „Wir schaffen das“ und mehr Überwachung etc. getan. Wagenknecht stellt genau die richtigen Fragen jenseits des „Wir sind ja so tolerant und weltoffen“-Gedusels. Eine Schande, dass man diese Frau aus den eigenen Reihen heraus von hinten durch die kalte Küche beschießt. Mag ja sein, dass das machterhaltend ist, aber es ist auch überaus dämlich, weil man an dem Ast sägt, auf dem man recht bequem sitzt.

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