Im Gespräch: Jens Berger („Wer schützt die Welt vor den Finanzkonzernen?“)

„Ich wär‘ so gerne Millionär“, sangen Anfang der 90er Jahre ein paar selbst ernannte Adelige und wurden damit berühmt. Eine Million Euro besitzen – das wäre schon was. Für diejenigen, über die wir heute im Jahr 2020 reden, ist eine Million aber kaum noch von Bedeutung. „Peanuts“, wie man so schön sagt. Die Rede ist von den „Big Playern“ am Finanzmarkt, und die kümmern sich lieber um die großen Nüsse – Kokosnüsse, riesige Kokosnüsse…

Um den Zahlendimensionen kurz ein einigermaßen vorstellbares Bild zu verleihen: 1 Milliarde sind 1.000 Millionen, 1 Billion steht für 1.000 Milliarden, also eine Million Millionen. Irgendwie ist das kaum noch begreifbar. Dennoch werden bei einem Vermögensverwalter wie BlackRock mehr als 7 Billionen US-Dollar in 2.000 Tochterfirmen verwaltet.

Hinter BlackRock steht Laurence D. Fink, der den Traum vom Sohn eines Schuhverkäufers zum Milliardär lehrbuchartig hat wahr werden lassen. Seine Fondsgesellschaft ist mittlerweile in nahezu allen DAX-Unternehmen investiert.

Doch BlackRock ist nicht der einzige Gigant auf dem Markt. Die Vanguard Group oder die State Street Corporation spielen ebenso in der Oberliga der „Geldverwalter“ mit. Doch was wird hier eigentlich verwaltet? Gewinnmaximierung. Und was ist das Ziel? Macht. Und wie gewinnt man? Indem andere verlieren.

So klar, so verständlich. Doch Jens Berger, der Autor des Buches „Wer schützt die Welt vor den Finanzkonzernen?“ geht tiefer. Er analysiert die Auswirkungen auf den Finanzmarkt, auf die Wirtschaft und auf den Endverbraucher. Er deckt auf, wie viele Steuern ein solch finanzkräftiges Unternehmen eigentlich bezahlt und erklärt, warum BlackRock immer gewinnt – egal ob Krise, steigende Kurse, Börsencrash oder Boom.

Im Gespräch geht es um einen Haufen Geld, um einen schwarzen Fels und um einen riesigen Berg von Erkenntnisgewinn. BlackRock‘n‘Roll!

Inhaltsübersicht:

0:02:00 Unterscheidung der Finanzunternehmen von Investmentbanken

0:08:19 Wie BlackRock, Vanguard und State Street den Weltkapitalismus steuern

0:13:49 Anonymisierte Finanzgeschäfte durch Schattenbanken und Darkpools

0:19:04 Über das Renten-Umlagesystem und die drohende Privatisierung

0:25.28 BlackRocks verschleierte Firmenorganisation und Steuerumgehung

0:28:15 Larry Finks Weg zum ‘Paten des Finanzsystems’

0:43:45 Die absolute Macht Vermögensverwalter über das Finanzsystem

0:55:48 Über Indexfonds, ETFs und Vanguards Barclays-Coup

1:12:53 Verselbstständigung der ‘finanziellen Massenvernichtungswaffen’

1:19:42 BlackRocks “Bankenrettung” in Europa

1:25:45 Wie man die Vermögenskonzernen reglementieren sollte

1:37:09 Ausblick auf die anstehende Privatisierung der Welt

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70 Kommentare zu: “Im Gespräch: Jens Berger („Wer schützt die Welt vor den Finanzkonzernen?“)

  1. Super Beitrag – zwei Schnellredner am Zug !
    Ich habe eine ganz grundsätzliche Frage bzw. Anliegen: könnte jemand von euch, der sich auch psychologisch auskennt, einmal einen Beitrag bringen (ob lang oder kurz spielt zunächst keine Rolle ), in welchem der Frage nachgegangen wird, wieso Mensch im Zusammenhang mit Geld tendenziell Gier entwickelt? Habgier ist nämlich einer der menschlichen Wesenszüge, der verhindert, daß Frieden wirklich möglich ist auf der Welt, in der Menschheit. Theoretisch kann mensch friedfertig sein und es auch großteils umsetzen, doch sobald Habgier seitens der Nächsten oder in einem selbst entsteht, hört zunächst der innere Frieden auf und oft bzw. meist auch der äußere.
    Oft habe ich in Eso-und alternativen Schriften oder Vorträgen die Behauptung gelesen oder gehört, Geld an sich sei neutral, weder gut noch böse – es käme nur darauf an, wie man es nutzt. Das mag im Prinzip stimmen, doch ich stelle immer wieder fest, daß Geld irgendetwas an sich hat, was die Entstehung von Gier auslösen kann. Nicht jedeR ist anfällig dafür, doch viele.
    Meine Überzeugung ist, daß Frieden nur entstehen kann, wenn wir herausfinden, wodurch z.B. Habgier entsteht, auch Neid und Missgunst, die am Anfang der Feindseligkeiten zwischen Menschen im Alltag und darüber hinaus stehen. Wenn wir es allmählich herausgefunden haben, müssen wir es in positive Fähigkeiten transformieren, wenn uns Frieden wirklich wichtig ist.

    • These: Gesellschaftssystem. Solange Geld Freiheit bedeutet werden ihm viele hinterherlaufen. Sichere die menschliche Existenz durch soziale Rechte ab und es wird sich deutlich reduzieren.

  2. Bei amazon heißt das Buch schon nur noch "Wer rettet die Welt vor den Konzernen?" Wer hat denn das Wort "Finanz" aus dem Titel gestrichen? Interessanter Beitrag, jetzt müssen wir nur noch Lösungen finden…

  3. Lieber Jens Berger
    Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann müssten Sie ein flammender Befürworter der "Humanen Marktwirtschaft" nach P. Haisenko und Hubert von Brunn sein, denn
    – die Altersvorsorge ist da nicht privat, sondern nach dem Prinzip des deutschen Rentensystems als Umlageverfahren in öffentlicher Obhut organisiert
    – alle Steuerschlupflöcher sind gestopft
    – die Finanzdienstleister sind reine Dienstleister und klar reguliert

    Darüber hinaus gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Vorteile!

    Falls Sie das Buch "Die Humane Marktwirtschaft" noch nicht kennen, kann ich es Ihnen nur empfehlen:
    https://anderweltverlag.com/epages/7ebd50b8-862e-4d44-b6b2-7afce366b691.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/7ebd50b8-862e-4d44-b6b2-7afce366b691/Products/ISBN9783940321138

  4. Risiken müssen wo sie auftreten, im Auge behalten, und um den
    Gesamtschaden zu minimieren, riskante Praktiken abgestellt werden.
    Dagegen ist die Idee, Risiken unsichtbar zu machen, riskante Papiere
    mit guten zu mischen, von Ratingagenturen mit einer guten Bewertung
    versehen zu lassen, und so Risiken für andere zu verbreiten, alles andere
    als genial. Eine so simple Idee würde wohl jedem von uns einfallen,
    wenn seine Phantasie ein Betrügersystem kreieren sollte. Ein innerer
    anständiger Kern aber verbietet solche Praktiken.
    Es ist mir deshalb ein Bedürfnis diesen sehr guten Informationen vom
    Zustand unserer real existierenden Finanzwelt 2 LINKS anzufügen, die
    eine ethisch-moralische Seite beleuchten.

    https://www.youtube.com/watch?v=maMDOK1NsOo

    https://www.youtube.com/watch?v=LN8VgzPnVmk

  5. In der Minute 35:50 behauptete Jens Berger das Geschäftsbanken bei der Zentralbank Geld leihen, um Hypothekarkredite zu vergeben. Ich möchte sie darauf hinweisen, dass Zentralbankengeld nicht im Publikumsverkehr zirkuliert. Tatsächlich zirkuliert Zentralbankengeld, und das von den Banken geschaffene Giralgeld in zwei getrennten Kreisläufen, die sich in der Regel nicht vermischen. Hypothekarkredite werden von den Geschäftsbanken als Giralgeld-Kredite vergeben und sind nicht von der Zentralbank geliehenes Geld!
    Kunden erhalten niemals Reserven (unbares Zentralbankengeld) auf ihrem Girokonto, und das Giralgeld kann nicht auf das Zentralbankenkonto einer Bank übertragen werden.
    Reserven und Giralgeld stellen zwei verschiedene Kategorien von Geld dar, die einander nicht ersetzen können.

  6. Altes Spiel in Neuen Kleidern!

    Früher, also ganz früher, gab es Kaiser, Könige und Fürsten. Das deklinierte sich weiter bis zum letzten Raubritter mit eigenen Burgresten. Dieses Pack wurde dann vor gut 200 Jahren in Frankreich mittels der vom Arzt Joseph Ignace Guillotin entwickelten 'Louisette' zurecht gestutzt. Macht aber nix, wie es in der Sendung mit der Maus so schön heißt, weil die damalige Louisette noch im Handbetrieb vor sich hin werkelte. Deshalb erholten sich die nachfahrenden Pickelbübchen der verkürzten Gierhälse doch relativ schnell und sie hatten auch wieder einen korsischen Kaiser gekürt. Die darauf folgenden "Herrscher" waren aber dann doch Bangster, wie der Mayer Amschel Rothschild, der aus dem Ende der 'Grande Armee' mit seinen schnellen Brieftauben an der Londoner Börse riesigen Gewinn aus der Niederlage des korsischen Banditen zog. Heute werden die Brieftauben durch schnelle Glasfaserkabel im Nebengebäude der N.Y.Börse ersetzt; der Zweck ist gleich geblieben, aber die Gewinne sind ins astronomische extrapoliert worden. Als dann 1913 die "Creatures of Jekyll Island" als Bangster die Finanzmacht übernahmen mit Gründung der "FED", die in etwa so 'Federal' ist, wie 'Federal-Express', gab es kein Halten mehr. Die Spacken "verkauften" den USA ihr benötigtes, staatliches Kapital – latürnich gegen Zinsen. Gegen Ende des 2.Weltkrieges verfestigten diese Mafiosi ihre Herrschaft durch die Institutionalisierung des US-$ollars als *Weltleidwährung* (nein, das ist kein Dreckfuehler); als dann 1971 durch die Kosten für den Vietnamkrieg, der auch durch den Heroinschmuggel aus dem 'Goldenen-Dreieck' durch Army, CIA und DEA nicht mehr genug Kapital generiert werden konnte, um den Krieg in Südostasien zu finanzieren, gab Nixon den Goldstandard auf. Jetzt wurde munter Kohle 'gedruckt', respektive generiert. Die Blase der 'Dot-Com' Hybris zu Beginn des neuen Jahrtausends zeigte dann die massive Verschuldung der US-Kanaille, die dann schlussendlich in der Sprengung des 'World-Trade-Centers' in N.Y. mit gleichzeitigem Alibiangriff auf das Pentagon endete. Jetzt nahm die Räuberei richtig Fahrt auf. Die globalen Sauereien gegen die Bevölkerung läuft seither analog zur Entwicklung der fünf N.Y. Mafiafamilien Bonanno, Colombo, Gambino, Genovese und Lucchese; immer schön im Geheimen, dennoch allseits bekannt und hemmungslos. Bestes Beispiel für die globale Vernetzung ist der "mittelständische" Blackrock-Bierdeckel mit nur 2 Flugzeugen aus dem Sauerland(CDU). Mittlerweile sind die Abzocker aller Couleur aber schon so verzahnt, verschwägert und verwachsen, dass wohl nur noch die Trennung der 'Denkfabriken' vom atmenden Leib, von der Bevölkerung helfen wird …

    … so, wie 1789 ff – en avant.

    • Herrlich Hans-Jörg Heinzmann,

      ich danke Dir, die reine Wegmach – Poesie, erneuerter Wunschtraum größerer denkender Bevölkerungsteile.
      Exakt, und ab die sabbergierige Schweinebirne.

      Herrlich, wer hätte gedacht, so ein literarisches Schmuckstück auf kenFM vorzufinden.
      Real – praxisorientiertes Sachdenken.👌…✌…👍✔

    • Ja, Hans-Jörg Heinzmann. Früher konnte man noch mit dem Finger auf den Landvogt zeigen, wenn der es zu bunt trieb, und ihn dafür zur Rechenschaft ziehen. Bis dann Marie Antoinette sich allzu sicher in ihrem Reichtum und in ihrem Einfluss bei Hofe suhlte und es vor lauter Hemmungslosigkeit so bunt trieb, dass ihr guillotinierter Kopf jämmerlich auf einer Lanze aufgespiesst endete. Triumphierend trug ihn die aufgebrachte Menge, die es endgültig satt hatte, durch die Straßen von Paris. Seither hat man dazu gelernt und ist wieder diskreter geworden. Man hat die Verantwortungsvermeidung in Staat und Wirtschaft in raffiniert undurchdringlichen Hierarchien institutionalisiert und den lästigen Pöbel mit Brot und Spielen ruhig gestellt. Aber wartet nur, es geht ihnen schon wieder zu gut, sie werden nachlässig, gönnen dem Pöbel immer weniger sein Brot, halten ihn für unsäglich dumm und meinen, er merkt es nicht. Wehe ihnen, wenn sie sich darin irren sollten.

    • Citoyen….

      "Aber wartet nur, es geht ihnen schon wieder zu gut, sie werden nachlässig, gönnen dem Pöbel immer weniger sein Brot, halten ihn für unsäglich dumm und meinen, er merkt es nicht. Wehe ihnen, wenn sie sich darin irren sollten."

      Falls sie den Fehler in ihrer optimistischen Einschätzung erkennen wollen, dann besuchen sie mal "normale" Foren zum Thema SarsCoV2/Covid19. Posten sie da mal eine Meinung in der sagen, dass man negzu nichts weiss, was wichtig wäre,. und dass das was man weiss eigentlich zu gänzlich anderen Schlüssen brinbt, als die offiziellen.
      Hab vor ein paar Tagen mal einen Versuchsballon bei heise gestartet.

      Versuchs mal hier:
      https://www.heise.de/forum/heise-online/Kommentare/Corona-Warn-App-iPhone-Nutzer-angeblich-ueberrepraesentiert/Was-soll-ich-mit-dem-Unsinn-Ich-hatte-Corona-2-Tage-leichtes-Fieber/thread-6407188/

      Da kannst du die Meinungen der "normalen" Leuet lesen, bis dir die Lust vergeht….

    • "Da kannst du die Meinungen der "normalen" Leuet lesen, bis dir die Lust vergeht…."

      Na klar, Bruce. Meine Skepsis bringe ich ja gerade zum Ausdruck mit dem einschränkenden Konditionalsatz, eingeleitet durch "wenn", und dem zusätzlichen Konjunktiv "sollten":
      "…WENN sie sich darin irren SOLLTEN."
      Soll heißen: ich befürchte, die da oben irren sich eben leider nicht, wenn sie viele für unsäglich dumm halten.
      Trotzdem erlaube ich mir, "Wehe ihnen" voranzustellen. Denn immerhin ist es in der Geschichte immer wieder mal einigen wenigen gelungen, mit einer zündenden Idee die vielen anderen mitzureißen und die Welt zu verändern. Da erlaube ich mir schon einen gewissen Optimismus.

      Und wenn ich diesen Optimismus hier so penetrant beharrlich verströme, liegt das daran, dass mich etwas schon immer gestört hat, was man typischerweise beobachten kann bei manchen älteren Menschen, die, so wie ich jetzt, die 60 überschritten haben. Die nämlich, in der realistischen Erwartung ihres unbestreitbar nicht mehr ganz so fernen Endes, in einer düsteren, ja geradezu hoffnungslosen Weltsicht schwelgen und sich dabei offenbar in der Rolle des lebenserfahrenen, weitsichtigen Sehers gefallen, der tief hinein blickt in das unmittelbar bevorstehende, alles vernichtende schwarze Loch des unausweichlichen Niedergangs. Wobei es einen nicht einmal überrascht, dass sie diese Erkenntnis nicht in den Selbstmord treibt, ganz einfach deswegen, weil sie ob ihres vorgerückten Alters in der beruhigenden Gewissheit leben, dass sie dieses grauenvolle Ende aller Voraussicht nach ja ohnehin nicht mehr erleben werden. Ich empfand solches Verhalten immer als ausgesprochen unfair den Jüngeren gegenüber, die noch eine längere Spanne Lebenszeit vor sich haben, und für die es deshalb nach dieser Logik eher wahrscheinlich ist, dass sie das finale Grauen noch erleben. Solch ein griesgrämiger Alter wollte ich nicht werden, das hatte ich mir fest vorgenommen.

      Das nimmst du jetzt bitte nicht persönlich, Bruce. Denn es ist gar nicht auf dich gemünzt, sondern auf ganz andere Leute. Der von mir an sich sehr geschätzte Journalist Peter Scholl-Latour fällt mir da z.B. spontan ein, dem seine Prophezeiungen anscheinend gar nicht düster genug sein konnten. Und die alternativen Journalisten, so nützlich ihre zumeist beunruhigenden Erkenntnisse sind, müssen aufpassen, dass sie nicht genau in ein solches Fahrwasser hinein geraten. Dich hingegen kenne ich nur aus ein paar deiner Kommentare, denen ich allerdings ihre Berechtigung oft nicht absprechen kann, so wie die Dinge eben nun mal leider liegen. Wie alle Kommentare hier beschränken sie sich üblicherweise auf einzelne, eng begrenzte Sachthemen und können deshalb naturgemäß bei weitem nicht die ganze dahinter stehende Persönlichkeit wiedergeben. Deshalb: du warst nicht gemeint mit meinem vorletzten Absatz hier.

    • "Die nämlich, in der realistischen Erwartung ihres unbestreitbar nicht mehr ganz so fernen Endes, in einer düsteren, ja geradezu hoffnungslosen Weltsicht schwelgen und sich dabei offenbar in der Rolle des lebenserfahrenen, weitsichtigen Sehers gefallen, der tief hinein blickt in das unmittelbar bevorstehende, alles vernichtende schwarze Loch des unausweichlichen Niedergangs."

      Ich kann gar nicht mehr zählen wie oft ich diesem Unsinn schon widersprochen habe…
      Meine Internet Teilnahme, hier bei kenfm und bei heise, beschränkt sich täglich je nach Anzahl der geschriebenen Kommentare, auf ein halbe bis zu einer ganzen Stunde. Und in dieser Zeit beschreibe ich strikt die Realität wie sie für meinen Verstand dort draussen zu erkennen. Nicht meine Sicht, diese Realität selber ist erschütternd!
      Wenn ich mir anschliessend die Netrebko in der Traviata aus der Met, oder auch nur den FC Bayern anschaue, dann ist der vorangegangene Kommentiererteil meiner Persönlichkeit längst wieder weit weg.
      Haben sie den TItel von Prechts Buch "Wer bin ich und wenn ja wenn wie viele?" verstanden? Man muss nur den TItel verstanden haben…

      Warum masst sich jeder immer an zu behaupten, jemand der den Schwachsinn als Schwachsinn beschreibt, müsse den Rest des Tages über solch furchtbare Gedanken in Verzweiflung verbringen? Welch eine lächerliche, anmassende und leider auch völlig unintelligente Vorstellung!
      Ich lebe weit, weit weg vom westlichen Konsum-Gesellschafts Modell, am Strand und bin trotzdem in einer Stunde mit dem Zug in einer Stadt. Ich bin nicht seit vielen Jahren nicht mehr umgeben von Leuten die Konsum für die grösste aller Tätigkeiten halten, oder die in einer Welt des Facebook und twitter leben, wo der demokratische Fortschritt die Dummheit endlich gleichberechtigt gemacht hat, und keiner mehr je den Unterschied zwischen Fakten und Meinungen kennen muss.

      Glauben sie ernsthaft, dass man da depresssiv werden könnte?

    • Bruce, Sie (irgendwo hier waren wir auch schon mal beim du, wenn ich mich nicht irre und ich Sie nicht verwechsle, dann aber sorry), Sie haben es doch klar erfasst. Sie haben den Bogen raus, wie man entspannt umgeht mit dem kapitalistischen Wahnsinn. Sehen Sie mir bitte nach, dass ich in Sachen Rente noch nicht mal ein Anfänger bin und Sie mir da schon viel voraus haben, vor allem Ihren Darjeeling morgens – was für traumhafte Aussichten, wenn ich den endlich mal in Ruhe genießen darf und nicht nur meine drei Tassen Morgenkaffee in mich hinunterschütte, in der Hoffnung, mich damit "fit for business" zu machen. Nein, wenn man es so wie Sie angeht, kann man natürlich nicht depressiv werden. War nur so eine Klischeevorstellung, liegt an der ganzen Anonymität hier, die Missverständnisse geradezu begünstigt. Schönen Abend noch!

    • Das ist ja kein Geheimnis, seit der Völkerwanderung haben bislang drei Epochen das Dasein der Menschen in Europa bestimmt: Feudalismus, Absolutismus und Nationalismus. Die bürgerliche Machtübernahme hat das politische System, wie den Parlamentarismus, bis in unser Dasein hinein geprägt, aber zugrunde gelegen ist allem seit jeher der Handel. Wir leben in der spannenden Phase des Sterbens der Nationalstaaten, was aber, angesichts dem Fortschreiten der technischen Entwicklung, nur konsequent ist. Ein Investmentalgorithmus entzieht sich, ohne die Miteinbeziehung der sozialen Komponente, die Grundlage der Existenz seiner Berechnugsgrößen selbst.

    • Und überhaupt, Bruce Pascal:
      Vielleicht ist ja Ihre nüchtern abgeklärte Sicht der Dinge wirklich die einzig wahre Art und Weise, mit der unsäglichen Banalität des Daseins umzugehen. Im Grund sind viele Menschen eigentlich nur getrieben von ihrer Sehnsucht nach einer Besserung ihrer jeweiligen Verhältnisse:

      – Martin Luther King had his dream,
      – die Reichen träumen davon, immer noch reicher zu sein,
      – die Mächtigen träumen von ihrer Weltherrschaft,
      – die Kapitalisten von der wundersamen Geldvermehrung,
      – die Sportler träumen von Platz eins,
      – die Naturwissenschaft- und Technikfreaks träumen von der Machbarkeit von allem,
      – die Streber träumen von ihrer Karriere,
      – die Ossi-Merkel davon, den verwöhnten Wessis zu zeigen, dass es ihnen auch nicht länger besser gehen soll,
      – die Marxisten davon, dass es ihnen endlich besser geht, oder wenigstens den anderen gleich schlecht,
      – die Gläubigen träumen davon, dass dereinst irgendwann irgendwo irgendwie alles viel, viel besser wird,
      – die Demonstranten für Grundrechte träumen von ihrer grenzenlosen Freiheit,
      – Ken Jebsen und seine Anhänger träumen von ihrer Weltrevolution😉
      – und ich träume davon, hier irgend jemandem etwas erklären zu können😉.

      Und Bruce, Sie können ja nicht bestreiten, dass aus dem einen oder anderen dieser Träume hin und wieder als Collateral Advantage etwas Positives entstanden ist, nach dem Motto: jetzt träumen wir uns mal ganz weit weg, vielleicht bringt uns das ja ein Stückchen weiter.

    • at: citoyen invisible

      Danke, dies mal eine brutalst nützliche Sachdarstellung. Selbiges erlebe ich täglich bei meiner Mutter, jeder Hinweis auf die derzeitige Situation wird abgeblockt mit: "Was interessiert mich das bei den paar Jahren die ich noch lebe".
      Der andere "Höhepunkt" ist dann noch jener dass Merkel gewählt wird, zumindest die garantiert die Minirente weiterhin, man möchte ja nicht an diversen "Sozialexperimenten" teilnehmen. Der Feind im eigenen Haus😁

    • Frank Rudolf, das riecht jetzt aber verdächtig nach einer gefährlichen Annäherung unserer Standpunkte😉
      Ja, erstaunlich, wie vehement sich manche gegen jedes zarte Pflänzchen Optimismus sträuben, gegen jeden zaghaften Ansatz von Veränderung zumindest, in panischer Angst geradezu, möchte man meinen.

  7. 1. Eine hohe aufklärerische Beitragsleistung einfach informativ die Funktionsweise aufzuzeigen. Am Bewußtsein/zusammenhängender Information über diese fehlt es. Es ist einfach zu weit in den Wolken. Vlht hilft dieses Buch also insofern auch dem Herrn Fink. Als Spiegel soz., damit ihm nicht ein zweites Mal passiert, was ihn so verstört hat.. Insofern ein großes Dankeschön auch für die sympathische Art der Vermittlung.

    2. Finks "Risikobewertungssystem" ist eine private Programmierung. Die Programmierung arbeitet mit Parametern. Die Programmierung ist umprogrammierbar.
    Wenn in der Programmierung die Ertragsmaximierung und Risikominimierung im Rahmen der Ertragsmaximierung die Zielessenz sein soll, dann ist das schön und gut und v.a. eine bestimmte Programmierung.
    Eine Programmierung ist umprogrammierbar.
    Ertragsmaximierung und Risikomaximierung im Rahmen der Ertragsmaximierung sind unterkomplexe Programmierungen.
    Der Kölner Dom wäre so sicher nach kurzer Akkumulationszeit eingestürzt und würde nicht heute da so stehen, wie er steht.
    Die Geschichte und Bilder der Kathedrale von Beauvais sind bekannt.
    Sobald die Vermögensverwaltung nicht nur mit dem Privatvermögen, sondern mit institutionellem Vermögen von Gemeinwohlinteresse (Pensionsfonds) jongliert und dieses Vermögen sie besitzt oder Staatshaushaltsexpertisen erstellt, spielen automatisch andere Parameter eine Rolle als bei rein privatwirtschaflichen Vermögensverwaltungen.
    Die Risikosystemverwalter haben von daher einen anderen, zusätzlichen Auftrag, Verpflichtung, die Risikobewertungssysteme gegenstandsgerecht anzupassen.
    Es ist selbstverständlich, dass sie dann von der öffentlichen Hand, wenn diese sich ihres öffentlichen Auftrags bewußt ist, dazu verpflichtet werden müssen, die für öffentliche Güter relevanten Parameter in die Risikoparameter einzubauen. Wenn ein Tanker von einem Formel 1 Tüv geprüft wird, läuft der Tanker nach 2 Wochen heiß und krepiert. Die auf die Lieferung Wartenden sind sauer. Die Tankerbesitzer, die einen besitzen (also zu 1,5% auch man selber) finden das dumm und blöd.
    Ich gehe nicht zum Automechaniker, wenn ich ein Herzproblem habe.
    Insofern scheint mir, als könnte Herr Fink vom Algorithmus recht bald als gesteigertes Risiko identifiziert werden. Dabei würde Herr Fink nicht nur einen 100 Mio $ Aufhebung betreiben. Er müsste dieses Mal 3 Parameter zusätzlich einbauen, bzw. vernachlässigt haben. Sonst kann er bald dem eigenen Blick nicht standhalten.
    Und alle weiteren Chancen bleiben ihm dieses Mal verwehrt. Ausser Risikomanagement zu lernen.
    Hallo Herr Fink, there ist this big thing owned by your self circling around your Schuhladen!

    • Umprogrammierbar!
      Na, das ist doch immerhin eine sehr optimistisch stimmende Information gegenüber dem düsteren Szenario (wenngleich locker lächelnd rübergebracht) von Unausweichlichkeit, Unabänderlichkeit und völliger Ohnmacht und Hilflosigkeit der Menschen gegenüber den Computersystemen, das in dem Interview entworfen wird.
      Danke für diese absolut notwendige Ergänzung, SCULPTURUM.
      Das ist der Vorteil hier, im Gegensatz zu staatlich betriebener Angstmacherei, wie wir sie bei "Corona" erleben: dass der Leser von Berichten alternativer Online-Medien mit seiner Ratlosigkeit nicht allein gelassen bleiben muss, sondern Kommentatoren den düsteren Weltuntergangstenor solcher Beiträge hoffnungsvoll aufhellen können.
      Für alternative Medien des Online-Zeitalters muss also die alte Journalistenweisheit "bad news is good news" nicht mehr gelten.

    • @ Citoyen: o how beautiful this would be, when it became visible!

      Da ist natürlich in meinem Text ein freudscher Vertipper bei einem „Risikominimierung“. Aber wahrscheinlich spricht das „Maximierung“ dort wahrer.

      Und: Ich gebe mich nicht der Illusion hin, dass Programm einfach good will umprogrammierbar ist vom „Herrn Fink“. To much Ego- and „no more failure!“ Verblendung bestimmt.
      In dem arte film über Blackrock sieht man sogar die Monsterrechenmaschine..

      😉 🙂

    • Hier sieht man deutlich das althergebrachte Spiel der 'Australopithecus-Nachfahren'.
      Irgendein Soziopsychopath mit dicken Muskeln hockt sich oben auf den Baum, schart die Mädels um sich und befehligt seine Untergebenen. Seine Jungscharen, die mit dem Sadismusüberschwang machdn am Boden alles nieder, was ihnen begegnet und erobern Nachbarbäume. Da hat sich seit einigen Millionen Jahren nicht viel geändert. Die Sache wurde lediglich optimiert; die Produktivität im Morden ist deutlich 'besser' geworden. Wo früher noch die Mädels, wie heute bei den Schimpansen am Nordufer des Kongo zu sehen, mit Knüppeln auf den Boden gehauen und Steine geworfen haben, fliegen heute Granaten durch den Straßen-Dschungel und rauschen Atombomben in die Penthäuser der Affen.

      Also im Westen nix Neues; auch nicht beim Larry Fick …

      … 'memento mori' !!

    • "o how beautiful this would be, when it became visible!"
      My dear I'm so excited and more than pleased to reveal to you the world's best guarded secret ever : If you simply click on "citoyen invisible" your way to me will be as open as a barn gate for you.

      "good will umprogrammierbar": Klar, leider sagt sich das leichter, als es ist. Aber die Programme sind eben auch nicht unumprogrammierbar. Das lässt immerhin hoffen. In diesen rauen Zeit greift man doch nach jedem Strohhalm.

      Too much ego – until the one with even much more ego will come…

      Ich glaube zu unseren Gunsten fest an den pathologischen Hang zum Rivalisieren, der umso größer und mörderischer ist und bis zur gegenseitigen Zerfleischung geht, je reicher und mächtiger man ist (sonst wäre man es ja nicht). Siehe das Interview unlängst mit Florian Homm.

  8. Eine für mich doch erstaunliche Erkenntnis: "Verselbstständigung der ‘finanziellen Massenvernichtungswaffen’"! Da bleibt für mich als Kölner nur die sehr irreale Hoffnung, daß es sich beim Finanzsystem so positiv entwickelt wie beim Kölner Dom, der gehört auch "sich selbst". Vielleicht kann es so werden, wie es sich Ernst Wolff immer vom "demokratischen Geldsystem" erhofft. Und der Spruch "Geld regiert die Welt" wird umfassend wahr, so dass das Geld nicht mehr für uns arbeitet sondern wir für das Geld. Oder ist es schon so? Ob Larry Fink das weiß? 😉

    • Wenn wir für Geld arbeiten, dann ist das ja erst einmal nichts Ungewöhnliches. Wir schöpfen daraus unseren Lebensunterhalt und den guten alten Mehrwert. Und um den prügeln sich Bourgeoisie und Proletariat bekanntlich schon seit Beginn der industriellen Revolution.
      Das pikante an der aktuellen Situation ist, dass die Inhaber der größten wirtschaftlichen Macht nur noch Verwalter sind, die sich gar nicht mehr mit den Niederungen eines Arbeitskampfes oder einer Absatzflaute auseinandersetzen müssen.
      Es werden in der Privatwirtschaft einfach Finanzprodukte erfunden, die keinen Mehrwert mehr brauchen, weil sie mit der Wertschöpfung der zugrunde liegenden Leistung rein gar nichts mehr zu tun haben. Auf staatlicher Seite, wie etwa bei der EZB, werden bei Bedarf ungeheure Geldsummen generiert, für die es zwar keinen Gegenwert gibt, mit denen der Finanz-Kollaps jedoch ein ums andere mal hinausgezögert werden kann.
      Die Reichen und Superreichen bündeln nun ihren Reichtum, so dass damit ganze Volkswirtschaften erworben werden könnten. Und die Volkswirtschaften kooperieren bereits willig mit dem Geldadel und den Kapitalverwesern. Im Endstadium dieser Entwicklung wird Geld und Politik wieder zusammenwachsen und wir werden ins Mittelalter zurückgeworfen.

      Ja, der gute alte Dom … gehört sich selbst: weil seine Fertigstellung einer internationalen Geberschaft zu verdanken ist.
      Black Rock und der Kölner Dom bestreiten ihren Unterhalt also aus einer stiftungsähnlichen Organisation.
      Im Grunde hätte die Domverwaltung eine ähnliche Machtfülle wie Larry Fink, denn sie verwaltet den Dom im Sinne ihrer Spender. Aber denen geht es halt nicht um gierige Expansion, sondern um bewahrenden Erhalt.
      Der Dom steht eben in Köln … und nicht in Delaware.

    • Wegen Mittelalter, ich schätze mal, das was sich verflüchtigt, ist die Illusion daß es anders gewesen wäre:

      Rente statt Profit

      Das Subventionswesen für Konzerne, für ihre Shareholder und Manager, ist Teil einer größeren Struktur, die man bisweilen als »Sozialismus für Reiche« oder »Neofeudalismus« bezeichnet hat. Den oberen Schichten ist es gelungen, sich ein »bedingungsloses Maximaleinkommen« zu sichern, das von ihren Leistungen und Verfehlungen weitgehend entkoppelt ist. Nicht Markterfolge erhalten und vermehren die großen Vermögen und Einkommen, sondern Strategien der Privilegiensicherung, insbesondere durch Einflussnahme auf den Staat. Die staatliche Gabenökonomie für Superreiche verbindet sich mit dynastischen Strukturen, in denen Macht und Reichtum wie einst beim Adel durch die Geburt vererbt werden.

      Dazu gehört auch, dass ein immer größerer Teil des Kapitals gar nicht durch Produktion und Verkauf von Waren und Dienstleistungen vermehrt wird, sondern durch das, was man in der Ökonomik »Renten« nennt. »Rente« bedeutet hier nicht Altersversorgung, sondern ein Einkommen aus Gebühren für die Nutzung von Land, Wohneigentum oder aus »geistigen Eigentumsrechten«, zum Beispiel Patenten. Entscheidend ist, dass Kapitalbesitzer hier gar nichts produzieren und dann verkaufen, sondern allein aus dem Rechtstitel auf ein Eigentum ein Einkommen generieren.

      Tributzahlungen von diesem Typ vereinnahmen einen erheblichen Anteil der Volkseinkommen.

      Aus:
      Die Illusion der freien Märkte
      Wie der Staat hinter den Kulissen den Kapitalismus künstlich am Leben hält. Exklusivabdruck aus „Chaos: Das neue Zeitalter der Revolutionen“.
      von Fabian Scheidler

      Es gehörte schon immer zu den schmutzigen Geheimnissen des Kapitalismus, dass er mit freien Märkten sehr wenig zu tun hat und von Anfang an untrennbar mit staatlichen Herrschaftsstrukturen verflochten war. Die frühneuzeitlichen Staaten gewährten Händlern und Bankiers wie den Fuggern Monopolrechte als Gegenleistungen für Kredite, mit denen die Landesherren Söldner und Rüstungsgüter bezahlten. Nur durch diese Kredite konnten die sich neu formierenden Territorialstaaten ihre Macht aufbauen. Und nur durch die Monopole konnten die Händler und Bankiers die enorme Konzentration von Kapital in ihren Händen erreichen, ohne die der Kapitalismus undenkbar wäre. Die ersten Aktiengesellschaften des 17. Jahrhunderts waren Schöpfungen von Staaten und wurden von ihnen mit Charterbriefen, Monopolrechten und sogar militärischen Mitteln ausgestattet. Bis heute sichern Staaten für private Unternehmen weltweit Handelswege und setzen Eigentumsrechte durch – oft gegen den massiven Widerstand lokaler Bevölkerungen, wenn es etwa darum geht, neue Kupferminen oder Tagebaue zu erschließen, Pipelines zu bauen oder Kleinbauern für Palmölplantagen zu vertreiben. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich darüber hinaus einige weitere Methoden entwickelt, mit denen Staaten die Maschinerie der endlosen Geldverwertung in Gang halten. Drei Strategien sind dabei von besonderer Bedeutung: Subventionen, leistungslose Einkommen aus Eigentumsrechten und Aneignung durch Schulden. Diese Dreifaltigkeit der Tributökonomie wird immer wichtiger, je instabiler die Weltwirtschaft wird. Denn sie beschert dauerhafte Geldflüsse auch dann, wenn sich am Markt kaum noch Profite durch den Verkauf von Gütern und Dienstleistungen erzielen lassen.
      (Rubikon.news)

  9. Höchstmöglich verdichtet – Die Metaebene: Wie die letzten 30 Jahre Neoliberalismus – Hartz4, Agenda 2010, Vermögenssteuerentfall, Kriegsbeteiligung, Autobahn-Maut-Schweinerei, Atombomben in der Eifel, … – beweisen, ist die sog. parlamentarische Demokratie tatsächlich eine Volksdummung. – Es ist egal, ob die neoliberal-korporatistische Einheiheitspartei CDU-CSU-FDP-SPD-Grüne-AfD-Kipping-Linke irgendwo REGIERT. Das gilt noch viel stärker für die EU mit ihren 25.000 Lobbyisten und nicht gewählten 55.000 juristisch immunen Technokraten. EU ist nicht EUROPA!—— Es H E R R S C H T weltweit ein mafiöses Geflecht von parasitären Psychopathen und einer Zins-Zinseszins-Derivate-Hedgefonds-Finanzmafia – von hörigen Medien liebevoll-unterwürfig "Elite" genannt" – namens MIMBK (Militärisch-Industrieller-Medien-Banken-Komplex) – identisch mit den Protagonisten des neoliberalen und bald faschistischen Neo-Feudalismus – und es reichen ganz wenige Bücher, um diese Quintessenz anhand von tausenden Beispielen bestätigt zu sehen: Ganser – Illegale Kriege; Wernicke – Fassadendemokratie und tiefer Staat; Ploppa – Die Macher hinter den Kulissen; Naomi Klein – Die Schockstrategie; Fabian Scheidler – Das Ende der Megamaschine, Paul Craig Roberts – Amerikas Krieg gegen die Welt, Freisleben – Das Amerika-Syndikat, Paul Schreyer – Wer regiert das Geld?, Mausfeld – Warum schweigen die Lämmer? Werner Rügemer – Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts, Steven Emmott – 10 Milliarden, Jason Hickel – Die Tyrannei des Wachstums … die genialen Denker Drewermann und Chomsky, u.v.m. – …
    UND: Impf-Faschismus, Bargeldabschaffung, Polizeistaat und Totalüberwachung sind nahe ..

    • Danke, ABSOLUT geile Kurzumschreibung derzeitiger Situation. Sowas zündet bei den Leuten im Kopf ruckartig.
      Schön komprimiert, kein Qualitätsverlust durch langwidrige Einzelpostenerklärungen.
      Das werde ich mir gleich zur Weiterleitung kopieren.

  10. Mir scheint Jens Berger eine gewisse Bewunderung für Larry Fink nicht verbergen zu können, was auch seinen Glauben an real existierendes Geld erklären könnte. Wenn die Milliarden Menschen, die nicht an dem großen Roulette partizipieren können bzw. erkennen, dass sie nur die Lieferanten für das Spielgeld der Finanzjongleure sind und dann aufhören, an das Geldsystem mit Zins und Zinseszinn zu glauben, dann würden auch von den Vermögen der Superreichen nur noch die Nullen in den virtuellen Büchern stehen bleiben.

    Bedauerlicherweise wird dies nicht geschehen, weil alleine das unrealistische Versprechen, jeder habe die Möglichkeit, selbst eines Tages in den Genuss von Reichtum und Überfluss zu kommen, ausreicht, die meisten Menschen die Unwahrscheinlichkeit verdrängen zu lassen. Der beste Beweis dafür ist die strikte Ablehnung der Vermögenssteuer gerade bei Leuten, die dies gar nicht betreffen würde.

    • Sehr richtig! Was wir brauchen, ist ein Geldsystem, das den Menschen dient und nicht dem Kapital! Wie ein solches System aussehen muss, ist seit über 100 Jahren bekannt und nur deshalb nicht im Bewusstsein der Menschen, weil die Konzerne und Kartellmedien darüber nicht berichten. Wir müssen aber zusehen, dass diese Infos bekannt werden, damit wir im und nach dem großen Crash, der ja unweigerlich kommen wird, nicht wieder mit dem System "zinsbasierter Kapitalismus" anfangen (zumal ein reiner Währungs-Neustart ohne die "Vernichtung des schuldfreien Sachkapitals" eh nur eine Laufzeit von wenigen Jahren hätte).

    • Höhere Steuern ändern grundlegend nichts am mörderischen Charakter des Systems.

      Mit der Forderung nach einer höheren Besteuerung von Vermögen und/oder Gewinnen legt man, so wohlmeinend es daherkommt, allenfalls dar, daß man im Grunde die Funktionsweise des Systems nicht verstanden hat oder es einem egal ist, daß es ein Raub-Mord-Ausbeutungssystem ist. Man hätte nur gerne einen etwas größeren Anteil an der Beute.

      Hr. Mausfeld:

      Nur ein Beispiel: Die meisten haben sich mit einer Fülle gravierender Freiheitseinschränken längst konsumistisch versöhnt — etwa den extremen Verletzungen elementarer Freiheitsrechte, die Edward Snowden aufgedeckt hat — und sind bereit, ihre privatesten Freiheiten an Facebook, Instagram, Google, Apple oder Amazon abzutreten und jeden Zustimmungs-Botton anzuklicken, wenn es dafür nur Unterhaltung und konsumistische Befriedigung gibt. Die Mächtigen haben es längst geschafft, dass wir — in den Worten von Aldous Huxley — unsere Unterwerfung zu lieben gelernt haben.

      Es geht also beim Empörungsmanagement gerade darum, den vorrangig auf Status-quo-Wahrung bedachten Teil der Bevölkerung in politischer Apathie zu halten und zugleich denjenigen Teil der Bevölkerung, der ein hohes politisches Veränderungsbedürfnis hat, in einer begriffslosen Empörung zu halten, die dann entweder zu einem Empörungskonsumismus führt oder in einer Empörungserschöpfung versandet.

      Da eine begriffslose Empörung sich nicht gedanklich stabilisieren kann, kann sie niemals an die wirklichen Wurzeln der Missstände gehen, weil sie immer in einer radikalen Subjektivität gefangen bleibt und kognitiv und moralisch blind ist für abstraktere und überpersönliche Missstände.

      Ohne eine gedankliche politische Einbettung bleibt eine solche Empörung wesenhaft apolitisch. Sie bleibt blind für Kindersklaverei bei der Schürfung von Coltan, ohne das wir keine Smartphones hätten. Eine begriffslose Empörung bleibt blind für eine Politik, die durch Kriege, terroristische Akte, Waffenexporte, Sanktionen und durch die globalisierte neoliberale Wirtschaftsordnung ohne mit der Wimper zu zucken Abermillionen Tote in aller Welt verursacht. — Es sind freilich die Toten der „Anderen“ und die Freiheitseinschränkungen der „Anderen“. — Eine begriffslose Empörung bleibt blind für die mehr als 40 Millionen Menschen, die gegenwärtig Opfer moderner Formen der Sklaverei sind — etwa in Textilfabriken in Südostasien, auf Baumwoll- oder Kakaoplantagen, 300.000 Kinder allein auf Kakaofarmen der Elfenbeinküste —, und sie bleibt blind für die Einsicht, dass deren Lage und die unsere irgendwie zusammenhängen.

      Hr. Osrainik:

      Fehlt den Menschen ein scharfes Bewusstsein vom Unrecht der Herrschenden oder wie werden die Massen manipuliert, steckt Struktur dahinter und worauf sollte man grundsätzlich sowie in Corona-Zeiten achten?

      Hr. Mausfeld:

      Menschen haben als Teil der Beschaffenheit unseres Geistes ein natürliches Unrechtsbewusstsein, das jedoch vielfältig kulturell überformt wird. Daher muss man annehmen, dass die meisten sich des Unrechts der Herrschenden sehr wohl bewusst sind. Doch wird unser Handeln nur zu einem recht kleinen Teil durch unsere moralischen Kapazitäten bestimmt. Auch sind unsere moralischen Kapazitäten von Natur aus so beschaffen, dass sie mit wachsender sozialer Distanz an Gewicht verlieren und zudem nur noch eine vergleichsweise geringe Rolle spielen, wenn es um moralische Bewertungen unseres eigenen Handelns oder Nicht-Handelns geht.

      In unserer Psyche gibt es sehr viel wirksamere Kräfte, die unser Handeln mitbestimmen. Beispielsweise unsere natürliche Neigung, unseren eigenen Lebensstandard zu bewahren und zu rechtfertigen, also unsere Status-quo-Neigung. Oder unsere Tendenz zu einer Selbstwertstabilisierung, die uns zum Beispiel Diskrepanzen zwischen unseren deklarierten Werten und unserem Handeln nicht erkennen lässt. Oder unsere Neigung, Konflikte mit den als mächtig Angesehenen möglichst zu vermeiden. All diese natürlichen Neigungen sind in ihren Bedingungsvariablen in der Psychologie gut erforscht und lassen sich gezielt für Manipulationen nutzen.

      Aus:
      Der autoritäre Planet
      „Im Kampf gegen Machtkonzentration, Demokratieabbau und Totalüberwachung reicht Empörung allein nicht aus“, skizziert Elitenkritiker Rainer Mausfeld im Rubikon-Exklusivinterview.
      von Rainer Mausfeld, Flo Osrainik
      (Rubikon.news)

    • @Box
      Die Ablehnung der Vermögenssteuer durch Leute, die dies gar nicht betrifft, habe ich lediglich als Beweis angeführt, dass die Mehrheit ihren Glauben an das Geldsystem eben nicht aufgeben wird. Worauf weillst du also hinaus mit deinem Einwand?

      Dass du meterweise Text aus dem Interview mit Rainer Mausfeld hier hin kopierst, irritiert mich ebenfalls. Wie soll ich deine Einlassung interprätieren?

    • Ich habe verstanden auf was sie mit ihrem Bsp. abzielen. Es war mir wesentlich darauf hinzuweisen, daß man sich mit dieser Kritik dennoch wieder nur innerhalb der erlaubten Bahnen bewegt. Könnte man die Leute doch dazu bewegen so eine Steuer für erstrebenswert oder ausreichend zu erachten, so würde dies, wie bereits erwähnt, nichts am mörderischen Charakter des zugrundeliegenden Systems ändern.

      Unabhängig davon, könnten sie so eine Steuer gegenüber den Machtzentren nur durchsetzen, wenn sie eine ausreichend große Gegenmacht haben, mit allem was da infrastrukturell dazugehört. Und dann brauchen sie keine sinnlosen Fragen/Forderungen an Ausbeuter formulieren, sondern machen einfach.

      Weiters:

      Was sie zum Geld überhaupt schreiben fand ich zum Beispiel gut. Ich schätze auch man sollte nicht meinen, daß es so etwas wie ein gerechtes Geldsystem geben könnte. Das ist nach meinem Dafürhalten ein Widerspruch in sich. Denn die Vorteilsnahme ist stets mit eingebaut:

      Wie der Mensch korrumpiert wird
      19. Januar 2020 Andreas von Westphalen
      In der kapitalistischen Gesellschaft wird häufig auf die falsche Art der Motivation gesetzt. Dies hat verheerende Folgen

      Nicht nur in Erziehung und Schule ist eine zentrale Grundfrage, was den Menschen motiviert. Auch in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Was motiviert den Menschen zum sozial verträglichen, zum altruistischen Verhalten? Was zum Lernen und zur Arbeit?

      Gemeinhin wird zwischen zwei Formen der Motivation unterschieden: intrinsischer und extrinsischer. So sind Menschen intrinsisch motiviert, wenn sie beispielsweise ein Buch lesen, weil sie hieran ein Interesse verspüren oder einfach Lust darauf haben. Lesen sie hingegen das Buch, weil der Lehrer es verlangt, eine Strafe droht oder eine kleine Belohnung für die Lektüre winkt, so sind sie extrinsisch motiviert.
      (…)
      Wie man Hilfsbereitschaft zerstört

      In einem faszinierenden Experiment untersuchten Felix Warneken und Michael Tomasello von der Universität Harvard und dem Max-Planck-Instituts (Leipzig) den Einfluss von extrinsischer Motivation auf die Hilfsbereitschaft von 20-Monate alten Kindern (Beispielsweise versuchte ein Mann, der einen Stapel Bücher trug, erfolglos eine Tür zu öffnen, während die Kinder in ein neuentdecktes Spiel vertieft waren). Nachdem in der ersten Runde der erstaunlich hohe Grad der Hilfsbereitschaft der Kinder geprüft wurde, teilte man diese anschließend in drei Gruppen auf.

      Während die Kinder aus der ersten Gruppe weiterhin keinerlei Reaktion auf geleistete Hilfe erhielten, wurde den Kindern aus der zweiten Gruppe hierfür jedes Mal ein Dank ausgesprochen, die Kinder der dritten Gruppe erhielten schließlich für jede Hilfe eine Belohnung. Nach mehrfacher Wiederholung des Tests wurde dann eine letzte Runde durchgeführt: Alle Kinder wurden wieder mit Situationen konfrontiert, die ihre Hilfsbereitschaft testeten, jedoch sollte diesmal (genauso wie in der ersten Testrunde) kein Kind eine Belohnung oder auch nur ein Lob erhalten.

      Ergebnis: Die erste Gruppe zeigte weiterhin eine sehr hohe Hilfsbereitschaft, die der ersten Testrunde entsprach. Die zweite Gruppe hatte eine minimal verringerte Hilfsbereitschaft. Die dritte Gruppe jedoch, die zuvor jedes Mal eine Belohnung erhalten hatte, zeigte einen fast vollständigen Zusammenbruch ihrer Hilfsbereitschaft.

      Das Experiment demonstriert, dass die intrinsische Motivation nicht nur der Natur des Menschen entspricht, sondern auch besser und dauerhafter motiviert als extrinsische Anreize. Es zeigt aber auch ein fundamentales Problem: Die hohe und intrinsisch motivierte Hilfsbereitschaft des Menschen läuft Gefahr zerstört zu werden, wenn man sie durch extrinsische Motivation ersetzt.

      Der Korrumpierungseffekt

      "Aus einer unbedingten Hilfsbereitschaft war eine bedingte Hilfsbereitschaft geworden", bringt es Richard David Precht auf den Punkt. Daher nennt man dieses Phänomen in der Fachsprache: Korrumpierungseffekt.

      Warneken und Tomasello, die Autoren des Experiments, betonen daher, dass die eigentliche Motivation zur Hilfe in diesem Experiment intrinsischer Natur war, also im Wesen des jeweiligen Kindes lag. Zudem widerlegen die ermittelten Ergebnisse alle Theorien, die behaupten, Kleinkinder legen nur mitmenschliches Verhalten an den Tag, um eine Belohnung zu erhalten. Des Weiteren geben Warneken und Tomasello den Rat, dass Erziehung und Sozialisation auf die natürliche Anlage des Menschen zum Altruismus aufbauen sollte.
      (…)
      Wie man Altruismus zerstört

      Zwei Beispiele bestätigen, dass extrinsische Motivation im Allgemeinen und Geld im Besonderen schnell den natürlich vorhandenen Altruismus zerstören können. Wie eine großangelegte Studie von Richard Titmuss (London School of Economics) belegt, erwarten nicht einmal zwei Prozent der Blutspender eine Gegenleistung. Fast alle Spender erklären, schlicht anderen Menschen helfen zu wollen. Wenn allerdings die Spendenbereitschaft mit Geld honoriert wird, verringert sich diese Spendenbereitschaft sogar.

      Ein weiteres Experiment kam zu einem vergleichbaren Ergebnis: Jugendlichen, die einmal pro Jahr für einen wohltätigen Zweck Spenden sammelten, sollten zusätzlich motiviert werden, indem ihnen versprochen wurde, ihren Einsatz mit einem Anteil an der erzielten Spenden zu bezahlen. Man sollte meinen, die Spendeneinnahmen würden nun deutlich steigen. Das Gegenteil jedoch war der Fall.

      Extrinsisch motiviert sammelten die Jugendlichen nun lediglich zwei Drittel ihres ursprünglichen Ergebnisses. Ähnliches wurde auch in der Schweiz beobachtet. Wurde Freiwilligenarbeit finanziell belohnt, ging das Engagement der Freiwilligen zurück.

      Nicht weniger als 128 Studien konnte eine Meta-Analyse aus dem Jahr 1999 aufführen, die nachweisen, dass extrinsische Anreize die intrinsische Motivation insbesondere bei Kindern verringerten.
      Es kann kaum Zweifel bestehen, dass der Mensch für viele Aufgaben im Allgemeinen und für Altruismus im Besonderen von seiner Natur aus intrinsisch motiviert ist. Die Überzeugung hingegen, der Mensch helfe, arbeite oder lerne nur oder besser, wenn er hierfür belohnt wird, führt in Wirklichkeit gerade zur Zerstörung des gewünschten Verhaltens. Leicht überspitzt kann man mit dem Sachbuchautor Alfie Kohn formulieren, dass Belohnungen nur ihre eigene Nachfrage steigern.
      Experimente zeigen allerdings, dass extrinsische Motivation bei Aufgaben hilfreich ist, für die Menschen schwer eine innere Motivation finden: Bullshit-Jobs.
      (…)
      Der Mittelpunkt jeder Utopie

      Menschen extrinsisch zu motivieren, anstatt der intrinsischen Motivation der Menschen zu vertrauen, ist offenbar in vielerlei Hinsicht ausgesprochen bedenklich. Tatsächlich droht der konsequente Einsatz extrinsischer Motivation gerade den Menschen hervorzubringen, der tatsächlich nur noch extrinsisch motiviert werden kann, weil die wunderbare natürliche Begabung des Menschen, für Altruismus und Lernen intrinsisch motiviert zu sein, zerstört wurde.
      Die falsche Gewissheit über die Natur des Menschen kann daher also gleichsam zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung werden, denn in der Realität von Gesellschaft und Wirtschaft herrscht unbestritten das kapitalistische Menschenbild. Mit gravierenden Nebenwirkungen.
      Richard David Precht gibt daher zu Recht zu bedenken: "Die intrinsische Motivation – das selbstbestimmte Interesse – muss im Mittelpunkt jeder Utopie stehen."
      (heise/Telepolis)

      Eine letzte Anmerkung:

      Viele Intellektuelle, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen kritisieren heute die total globalisierte Ausbeutungswirtschaft mit ihren mörderischen Kriegen, mit Massenflucht und Terror auslösenden Folgen unter den allzu harmlosen Begriffen wie Neoliberalismus oder Finanzkapitalismus. Damit wird aber suggeriert, der historische Wirtschaftsliberalismus, der frühere Handels- und spätere Industriekapitalismus wäre, ungeachtet dessen, ob wir ihn mit den Medici, mit Calvin oder Adam Smith beginnen lassen, auch nur eine Spur humaner gewesen.

      Aus:
      100 Jahre Konterrevolution
      Eine Replik auf Arno Widmanns Mordphantasien zur Oktoberrevolution in der Frankfurter Rundschau.
      von Hans See
      (Rubikon.news)

    • Danke Box,

      ein Mausfeld zwischendrin, hält fit und wach………………..😁✔

    • Ja Ines, manchmal kommt mir auch so der Gedanke, was passiert eigentlich, wenn wir nicht mehr an das Geld glauben. Eigentum, Besitz und Geld wurden historisch nie mit natürlichem Anspruch sondern mit in Besitz-Nahme und/oder Gewalt erworben. Vielleicht sollten wir doch auf den Papst hören, der z.B. sagt: Die Privatisierung des Wassers sei eine „Menschenrechtsverletzung“. Erde, Wasser, Luft und Sonne kann niemand ernsthaft besitzen … auch nicht Nestle.Und wenn jemand mit diesen Gütern der Allgemeinheit Handel treibt aber nur befristet und mit Genehmigung der Gesellschaft, dann soll er angemessen dafür bezahlen!

    • notwendiger Zusatz: "Und wenn jemand mit diesen Gütern der Allgemeinheit Handel treibt", dann nur zum Wohle der Allgemeinheit!

    • Der erste, der ein Stück Land eingezäunt hatte und es sich einfallen ließ zu sagen: dies ist mein und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der wahre Gründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wie viel Not und Elend und wie viele Schrecken hätte derjenige dem Menschengeschlecht erspart, der die Pfähle herausgerissen oder den Graben zugeschüttet und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: „Hütet euch, auf diesen Betrüger zu hören; ihr seid verloren, wenn ihr vergeßt, daß die Früchte allen gehören und die Erde niemandem.“
      (Jean Ziegler, Was ist so schlimm am Kapitalismus? – Antworten auf die Fragen meiner Enkelin)

    • Danke, Ines. Es ist erfreulich den Kommentar eines realistisch denkenden Menschen zu lesen…

  11. Und was jetzt?
    "Was ist die Handlungsanweisung für mich selber?" (1:24:27)
    "Ich hab' kapituliert. Ich geh' da jetzt in die innere Emigration. Das ist alles sehr interessant, aber eigentlich will ich das gar nicht wissen." (1:24:54)

    Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
    Den Vorhang zu und alle Fragen offen (Bert Brecht).

    Also, ihr lieben Leute von KenFM, tut was gegen mein trauriges Dasein als "Kapitulist" (1:25:02) und reißt mich da raus.
    Zeigt mir (und vielen anderen) auf, warum ich kein Kapitulist sein muss und was ich tun kann.
    ICH, hört ihr, ich selbst erst mal
    und von den vielen anderen auch jeder selbst erst mal
    und nicht gleich "wir alle", also letztlich wieder keiner.
    "Wir müssen etwas daran ändern" (1:32:05): Wer, bitte, ist WIR? Wer soll was wie ändern? Und wann?

    • "Kapitulieren" heisst sich dem anzupassen.
      Man sollte weder kapitulieren, noch sich dem anpassen, noch sollte man Kriege führen die man nicht gewinnen kann.
      Man sollte genau hinschauen was läuft und nicht reagieren, sondern agieren.
      Leider werden wir dazu nicht konditioniert.

      In Deutschland werden Menschen wie Thomas Mann nach Kriegsende wie Landesverräter behandelt, weil sie das taten, as intelligente Menschen nun mal abgesichts eines Hitler tun: Sie schauen, sie sehen, sie verstehen und drehen sich um und gehen weg.
      Helden nennt man bei uns kleine Kinder, wie die Geschwister Scholl, die völlig ohne Sinn und Zweck ihr eigenes Leben wegschmeissen und anderer Leben gleich mitzerstören…. gut gemeint ist immer das Gegenteil von gut!
      Und genau die Spiesser die sie heute genauso wie damals denunzieren würden, die klatschen Beifall.

    • Thomas Mann, Geschwister Scholl – ja, Bruce Pascal, das musste mal gesagt werden.

      So hehre Lichtgestalten Menschen wie die Geschwister Scholl sind mit ihrer absolut vorbildlichen Haltung, so wenig darf ihr Handeln zum Vorbild dienen. Das katastrophale Scheitern in ihrer Hinrichtung muss uns vielmehr anspornen, nach klügeren Wegen und wirkungsvolleren Möglichkeiten des Handelns zu suchen, die von der Obrigkeit nicht so rasch und jäh gestoppt werden können. "Seid klug wie die Schlangen", steht sogar in der Bibel.

      Märtyrer sind moralisch besonders hoch stehende Menschen, verehrungswürdig, kein Zweifel. Aber ihr Scheitern im Tod beendet eben auch ihr wertvolles Engagement. Auch für Märtyrer muss deshalb gelten, das Ende ihrer Schaffenskraft möglichst lange hinauszuschieben.

    • Hallo Unsichtbarer…

      Weisst Du, dass dies seit meiner Studienzeit vor fast 50 Jahren das erste Mal ist, dass jemand nicht ausfreakt, wenn man mal eine einfache Wahrheit ausspricht????

      Deine Fragen in deinem Kommentar sind banale Wahrheiten, und sowas will keiner hören. Wenn der Urnenpöbel da draussen eine Regierung haben will, die seine Interessen vertritt, dann müssen sie sich halt eine wählen.
      Wer sich mit 7 Einheitsparteien abspeisen lässt, das für eine Demokratie hält, und dann mit 75% (!) Wahlbeteiligung den ganzen Saustall stets aufs Neue legitimiert, der sollte einfach damit leben.
      Permanent zu jammern und dann trotzdem genau dasselbe Verhalten fortsetzen ist erbärmlich.

      Dein Name zeigt einen gewissen Durchblick… unsichtbar sein, im Netz immer unter diversen falschen Namen unterwegs zu sein… ein Handy nur zu benutzen wenn man muss… auf Facebook und CO nicht zu existieren… stets ein VPN zu nutzen… alles Dinge die eigentlich banal sind… Massenmensch darf man da natürlich nicht sein, und sich vom Beifall anderer Zombies zu ernähren, ist das Dümmste was man tun kann.
      Ich wünsche allen einen schönen Dienstag

    • Hurra, endlich mal wieder ein Seelenverwandter hier. Dir geht es also seit fast 50 Jahren auch so wie mir seit fast 40 Jahren. Bruce Pascal, mit dir gründe ich doch glatt eine Partei. Oder, nein, zeitgemäßer: eine Gang. Und dann zeigen wir es ihnen allen, wie wirklicher Widerstand geht. Jawohl: Die Starken sind am mächtigsten allein (frei nach Friedrich Schiller – nicht Hitler, der hat Schiller nur für seine abgründigen Zwecke missbraucht).

    • Ich befürchte, ich finde sowohl Leben als auch die Welt viel zu schön, und gleichzeitig das Leben selber viel zu kurz um von den mir verblieben 10 oder 20 Jahren auch nur einen an Politik zu verschwenden….
      Es ist lediglich diese eine Stunde am frühen Morgen, wo ich bei einer Tanne guten Darjeelings, meine Zeit damit verbringe zu verstehen was da draussen vor sich geht.. und warumes sich so entwickelt? Gerade letzteres ist ein trauriges Kapitel, denn die Verblödung die die Digitalisierung und die soziale Medien nach sich ziehen, die ist schon erschütternd.
      Ich war und bin immer noch Anarchist, mit mir ist keine Staat zu machen….
      Ich mag zwar Schiller nicht, ich finde seinen Optimismus kindisch, aber mit dem Satz zB hat er natürlich Recht.

  12. Es ist schon ein Trauerspiel, dass anscheinend doch etliche mit dem eigentlich ja sehr klaren Inhalt überfordert sind. Ausgerechnet natürlich einer dabei, der sich völlig selbst überschätzend Wahrheitsfinder nennt, aber offensichtlich den banalen Erklärungen Bergers nicht folgen kann. Der Unterschied zwischen "eigenen" Geld, und dem von einer Zentralbank aufgestockten Geld, für das man lediglichen einen geringen Prozentsatz nachweisen muss, wird ganz einfach erklärt

    Äusserst sinnvoll sind auch Erklärungen wie: "Börse und Spekulationen gehören generell verboten."

    Solche Kommentare zeigen den anscheinend leider auch hier nur in der Minderheit vertretenen Selber-Denkenden, wie sinnlos es ist jemals auf eine Änderung zu Besseren zu hoffen.

    • Ja, dieses System ist nicht mehr reparabel, hier hilft nur noch die Abrissbirne, dann viel Beton drauf kippen.

      Die Gretchenfrage – wie.

    • Man muss sich fragen, will ich ein Gut-Mensch sein, oder nicht? Wie wichtig ist mir die Meinung die andere über mich haben?
      Also jene über 90% der Bürger deren Tag ohne Nachzählen ihrer Likes auf Facebook ein ungelebter Tag war, und die brav alle paar Jahre zur Wahlurne pilgern und dieses System damit stets aufs Neue legitimieren?

      Jens Berger beantwortet diese Fragen alle mit ja, ich will das… nur Antwort auf wie er etwas daran ändern will, hat er keine, bzw was er am Ende auf Jebsens Frage antwortet ist einfach nur lächerlich.

      Ich kenne das von den nds, ich hab mich mit denen genau deswegen vor vielen Jahren lange rumgeärgert, als die nds anfingen und sie praktisch die Einzigen alternativen Medien waren.

      Meine Antwort auf die Frage "Wie?" ist einfach und realistisch. Es gibt NICHTS das getan werden könnte.

      Man sollte stets darum bemüht sein besser zu verstehen was da abläuft, um sich den Konsequenzen besser entziehen zu können. Wenn man es für nötig hält, sogar das Land verlassen. Aber unter keinen Umständen das eigene Leben und das seiner Lieben in dummen Widerstand riskieren. Man würde genau wie vor 90 Jahren unter dem Geheule des Urnenpöbels ins Arbeitslager oder Ähnliches deportiert. Das dritte Reich und die DDR sollten jedem Denkeneden klar gemacht haben was in diesem Land steckt. (Das heisst nicht, das alle anderen besser sind!)

      Wenn Totalüberwachung und Datensammlung zu allem und jedem da sind, dann ist es zu spät.
      Bergers Buch ist hervorragend um die kommende Entwicklung zumindest ein wenig im Prinzip vorherzusehen, es gibt NICHTS. das irgendwas dran ändern könnte. Die Machtverhältnisse, die die Änderungen gestalten, hat er korrekt beschrieben.
      Der Wirtschafts Kollaps und das mit ihr einhergehende völlige Ignorieren des Klimawandels wird ebenfalls nur eine kleine Minderheit aufwecken. Die grosse Mehrheit der Schafe wird genau das Lebensziel weiterverfolgen, das ihr von Politik, Wirtschaft und Medien tagtäglich eingeimpft wird: Das Ziel des Lebens ist es ein gut-Mensch zu sein und Gewalt ist immer falsch!

    • at: Bruce Pascal

      Sicher, ein Großteil verhält sich wie von Dir beschrieben, das betrifft oftmals Menschen die eine gute Bildung abgeschlossen haben, ihren Schwerpunkt in der Mitte der Gesellschaft finden. Diese Leute sind, grade mit, oder durch ihre Auswirkungen auf ein breites Umfeld in der Mehrheit.
      Allerdings, nicht nur diese Extremfälle sondern auch jeder Einzelne von uns hat sich das ja nicht selbst ausgesucht ,sondern wurde hineingeboren, entsprechend sozialisiert. Meist ist es ein negatives Ereignis im Leben dass sie "aus der Bahn bringt" – das Nachdenken beginnt. Nicht in allen Fällen auf Anhieb erfolgreich, doch ein wenig bleibt meist immer hängen. Ein "wenig", bei dem entsprechende Situation erfolgend angesetzt werden kann.

      Diese Situation haben wir grade, selbst das linientreueste Wahl – u. Manipulationsopfer fragt sich grade was hier los ist. Das Vorpreschen des Systems auf diese kopfkranke Art würde ich langfristig als Eigentor bezeichnen. Es ist frustig, doch sollte man die Menschen nicht gleich komplett und dauerhaft abschreiben. Bei vielen bewegt sich grade etwas, wenn auch langsam.
      Manchmal sieht man auch aus seiner Position das Positive nicht. Es gibt und gab immer gute und schlechte Kräfte,
      das Gleichgewicht oftmals kurzzeitig unausgewogen, doch daran wird sich nichts ändern.
      Frag Dich doch mal weshalb wir hier noch auf kenFM und anderen Seiten rumsurfen können! Nur weil Großzensierer wie You Tube, Facebook usw. hier Geschäftsinteressen haben. Wohl kaum. Auch das krampfhafte Bemühen Unrecht in Recht zu verwandeln durch asoziale Änderungen der Gesetze hat seinen Grund.
      Von Allmacht dieser Tätergruppen sind wir weit entfernt, auch sie unterliegen Gesetzmäßigkeiten. Das muss man nur erst mal begreifen und geistig ausbauen, welche dies genau sind. Das ist der Weg des "Wie".
      Ist auch mir in diesem Umfang erst vor einer Stunde vor geistigem Auge erschienen – die Außenblase hat den ersten Riss bekommen, würde ich mal sagen. Wir alle wurden aufgrund der Ereignisse der letzten Wochen mit so viel Denkstoff "zugemacht", Sachen mit denen man sonst im Leben nie etwas zu tun hätte(beispielweise Viren), und das dazu noch vollkommen komprimiert, das führt vielfach erst mal zu depressiven Grundstimmungen – natürlich.
      Das geht aber auch wieder vorbei. „Die Verzweiflung nach dem ersten Schreck“.
      Die können nicht mal eben die halbe Welt unterjochen, das ist auf Strecke vollkommen unmöglich,
      sie können es versuchen, genau das läuft nämlich grade und seit ein paar Jahren.
      Jede Diktatur ist dauerhaft bisher gescheitert, dieser wird es nicht anders gehen – zumal ist es ja auch noch nicht soweit. „Man“ bemüht sich“. „Wir“ bemühen uns auch“.

      Genau, besser verstehen, die Gesetzmäßigkeiten welchen DIE auch unterliegen raus arbeiten, die Menschen aufklären, dann wird das schon irgendwie – war immer so. Zumindest hier in unseren Breitengraden. Und wir sind ja grade dabei. Das 3. Reich & DDR sollte jedem klarmachen dass solche Systeme eine ABLAUFZEIT haben. Und DAS ist der Mensch selbst, siehe Kuba, Libyen, Nordkorea usw.
      Kein Grund zum Auswandern, die Nummer mit dem Urnenpöbel wird hier ganz sicher keine Wiederholung erfahren – auch nicht in einer Neuversion.
      Was an Datensammlung & Totalüberwachung jetzt schon da ist würde reichen. Ja, vielleicht hat Berger die Machtverhältnisse gut beschrieben. Aber allerdings kann Berger nicht in die Zukunft sehen, nur spekulieren und sich auf bisherige Abläufe beziehen. War da nicht „Es kommt immer anders als man denkt“? Selbst das dümmste Schaf wird in nächster Zeit wach werden, da bin ich mir inzwischen sehr sicher. Na ja, gut, mit unterbelichteten Abweichungen.
      Sie haben schon viele Fehler gemacht, sie werden noch mehr machen. Grade heute Morgen lese ich von Ausschreitungen an vielen Orten. Nichts mit Aluhut oder links/rechts – einfach nur Ausschreitungen. Überall auf der Welt beginnt es „zu knistern“. Das sind gute Zeichen. Zumindest hoffe ich das.
      Sollen SIE es doch mal wagen in die Menge zu schießen, Menschen zu töten. Die sind verkommen und abartig, doch nicht völlig doof.
      Inzwischen denke ich es gibt keinen Grund, alles komplett in schwarz zu betrachten. Es wird halt nur nicht über Nacht, vielleicht ist das was hier grade passiert eine große Chance. Mal sehen, auch ich kann nicht in die Zukunft sehen.

    • Frank Rudolf

      "Allerdings, nicht nur diese Extremfälle sondern auch jeder Einzelne von uns hat sich das ja nicht selbst ausgesucht ,sondern wurde hineingeboren, entsprechend sozialisiert."
      Du liest aus meinem Kommentar einen Schuldspruch heraus, währen dich lediglich Realität beschreibe. Allerdings hast du insoweit Recht, dass ich sehr viel von Eigenverantwortung und ganz und gar nicht von Ausreden halte.
      Und die beiden Letzteren sind die Ursachen ALLER Probleme. Dass die meisten aus diesem oder jenem Grund keine Chance haben, heisst nicht, das ich mich der dadurch entstandenen Gesellschaft eingliedern muss. Jede Menge Leute haben versucht das zu ändern und die Welt zu verbessern, ich ziehe es vor die Realität zu sehen und meine Konsequenzen daraus zu ziehen. Ich habe kein Interesse daran mir die Lage schön zu reden und sie so zu sehen wie du: "gute und schlechte Kräfte, das Gleichgewicht oftmals kurzzeitig unausgewogen".
      Wer sowas sagt, ist Teil des Problems, Teil derer die Änderungen verhindern. Auch sogenanntes positives Denken, ist nur eine Verweigerung der tatsächlichen Realität, ist reines Wunschdenken: "Die Außenblase hat den ersten Riss bekommen, würde ich mal sagen."

      Und dann wird dein Kommentar, ich will nicht beleidigend sein, aber dann wird er albern:
      "Die können nicht mal eben die halbe Welt unterjochen, das ist auf Strecke vollkommen unmöglich, sie können es versuchen, genau das läuft nämlich grade und seit ein paar Jahren."

      Nur die Halbe? Echt? Und das erst seit ein paar Jahren?

      Ich diskutiere gern, aber zumindest einen kleinen Zugang zur Realität sollte man bei seinem Wunschdenken schon beibehalten… Ich ziehe es vor die Realität so genau zu sehen wie mir nur möglich, und meine Konsequenzen daraus zu ziehen, ohne mich an sie anzupassen.

      Wie das aussieht sollten kenfm Leser mittlerweile wissen, wenn sie mit ihrer Umwelt ehrlich reden anstatt aus Feigheit zu heucheln.

      Aber ich bin auch die Freiheit jedes Einzelnen sein Leben so zu gestalten, wenn er will auch zu verschwenden, wie er das will.

    • at: Bruce Pascal

      Jepp, das ist der Nachteil der textbasierten Kommunikation, oftmals kommt die Message nicht so an wie vorgesehen,
      fand Deine Interpretation, zumindest Anbetracht meiner Gedankengänge, schon amüsant.
      Es war auch nicht als Schuldvorwurf an Dich gedacht, schließlich kann keiner von uns etwas dafür in welche Welt er geboren.
      Auch keine Frage, bisher sind die meisten von uns Teil des Problems, das ergibt sich schon aus dem vorangegangenen Satz. Ich nehme mich da nicht aus.
      Und natürlich gehen die Allgemeinbestrebungen schon etwas länger als "nur ein paar Jahre", ich bezog mich eher auf die Vorbereitungen zum derzeitigen Höhepunkt der versuchten Machtübernahme welcher grade läuft. Das datiere ich auf ca. 10 – 15 Jahre.

      Aber ein paar kleine Kommunikations-/Verständigungsprobleme sollen hier auch nicht Thema sein. Was mich persönlich umtreibt ist eine Lösung zu finden, das wird grade vielen Menschen so gehen. Was schief läuft wissen wir alle, hier noch weiter drauf rumzureiten(endlos weitermeckern ohne Lösungsansatz) ist kontraproduktiv, wir brauchen Lösungen.
      Das Positives Denken ist keine Verweigerung der Realität sondern Motivation diese zu ändern.
      Wenn Du ständig Alles schwarz in schwarz malst, dir den ganzen Tag einredest alles hat keinen Sinn(was falsch ist), dann ziehst Du dich irgendwann selbst in die Depression und wirst komplett nutzlos. Genau das scheint bei Dir grade abzulaufen.

      Auch ich will nicht albern werden. Ich lese grade Deinen obersten Kommentar, hier wird die Empfehlung gegeben zu flüchten. Das würde ich eher als Feigheit empfinden. Abgesehen davon, WOHIN möchtest Du fliehen wenn es nicht nur "die halbe Welt ist". Und wer sagt Dir, mal ganz erwartungsgemäß, dass SIE genau dort nicht auch bald sind?
      Und dann? Wie sehen die Empfehlungen für diese Situation aus?
      Abgesehen davon, Flucht war taktisch immer eine Option, Strategisch ist sie das niemals. Und. Es gibt auch Menschen die, selbst wenn sie es wollten, gar nicht flüchten können. Wie sehen die Empfehlungen für diese Situation aus?

      Wie auch immer. Ich denke es wäre eine gute Idee wenn Du mal ein paar Tage "AUS" nimmst. Einfach um dem Frustkasper keinen Zugang in Deinen Kopf zu gewähren. Weil, ist er da erstmal drin, hat sich eingerichtet, dann wird es ein langer Weg ihn wieder raus zu bekommen.
      So, jetzt suche ich mal weiter. Grade ist mir heute die Idee gekommen es vielleicht mal mit Vergleichen zu versuchen.
      Eine ähnliche Situation wie hier, nämlich Staat auf der einen Seite, Unsummen von Geld auf der anderen, gekoppelt mit Korruption hatten wir in Lateinamerika(Kokainkrieg), doch auch Italien mit seiner Mafia steht auf dem Programm.

      Schönen Sonntagabend noch. Und nicht Alles so verdammt schwarz sehen.

    • at: Bruce Pascal

      Sorry, ganz vergessen, ich wollte noch kurz etwas zur "Realität" bemerken – zumindest Deiner.
      Dein Fluchtvorschlag in Ehren, doch welcher Normalbürger hat soviel Geld hier alles hinter sich zu lassen,
      mit Frau, Kindern und im schlimmsten Fall pflegebedürftigen Angehörigen mal eben das Land zu wechseln?
      Weißt Du was das für Beträge sind? Am neuen Wohnort erstmal zur Miete leben, vielleicht Schulgeld zahlen müssen,
      monatelang arbeitslos sein, neues Auto, Wohnungseinrichtung usw. usf.
      Das mag gehen wenn man alleinstehend ist, bei den meisten Menschen geht das nicht. Zumal wenn sie Familie haben.
      Auch in der NS – Zeit waren es überwiegend reiche jüdische Mitbürger denen diese Option offen stand, hier kam teilweise auch noch ein Ablöse/Ausreisebetrag für die Herren in Braun dazu.
      So, jetzt aber ab nach erstmal Kolumbien…………..

    • Tut mir leid, das ist nicht akzeptabel:
      "Das Positives Denken ist keine Verweigerung der Realität sondern Motivation diese zu ändern.
      Wenn Du ständig Alles schwarz in schwarz malst, dir den ganzen Tag einredest alles hat keinen Sinn(was falsch ist), dann ziehst Du dich irgendwann selbst in die Depression und wirst komplett nutzlos. Genau das scheint bei Dir grade abzulaufen."

      Der erste Teil ist die übliche verblödete Gut-Menschen Meinung, die die Realität nicht sehen will.

      Der Rest ist eine dumme Unterstellung, Fachbegriff Projektion. Du lebst mit: "Wenn ich, statt in meiner linken ooder rechten Spiessbürgerwelt in der Realität leben müsste, dann würde ich depressiv werden!"
      Das mag für dich zutreffen, es anderen zu unterstellen ist erstens saudumm und zugleich eine Unverschämtheit.

      Jemand der einen kleinen Ausschnitt der Realität der offensichtlichen Blödheit der Massen beschreibt, weil er diese für das eigentliche Problem hält, ist also jemand der "ständig Alles schwarz in schwarz" sieht????

      Mann oh Mann….

    • Frank Rudolf,
      seit Sie at 13. Juni 2020 at 01:18, zu umnachtender Zeit also, die Anwälte in die Pfanne gehauen haben in Ihrem Kommentar zu den Standpunkten vom 11.6.2020 "BND-Überwachung – Illegale Realität", gebe ich Ihnen nur sehr ungern recht😉.

      Aber, Bruce Pascal,
      ich muss sagen, ich sehe es immerhin so: Das Positive Denken ist, wenn es sich nicht lediglich in der Verweigerung der Realität erschöpft, unbedingt notwendig zur Motivation, diese zu ändern. Denn ich halte nichts davon, sich so zu zergrübeln, dass man keinen Ausweg mehr sieht.

    • 👀….🤦‍♂️
      Hervorragende Kurzdiskussionskultur Bruce Pascal. Wieder keine Fragestellung beantwortet, dafür wiederholt arrogant, von oben herab, Belehrungen Deiner "realen" Weltsicht die in pauschalisierten Standard – Beleidigungen münden.
      Dein weinerliches Altersgezeter flutet den gesamten Thread.
      Kurz überschlagen, die Essenz Deiner Belehrungen, Kopf unten halten und nicht auffallen(sonst holen sie dich ab), ist eine mögliche Konfrontation in Sicht, schnell und weit flüchten. Nicht grade heldenhaft für einen der andere Leute der Feigheit beschuldigt. Ich würde sagen wir kommen hier nicht weiter – leider, es macht auch keinen Sinn hier Trollaction der Stufe III zu zünden.
      Allerdings eines noch alter Mann, wenn Du so weiter machst wie vorliegend, ohne jeglichen erwachsenen Diskussionsansatz, dann schicke ich Dir die Demenz – Patrouille mit dem Alzheimer – Team vorbei – die werden Dich dann ABHOLEN. Dann geht es nach Sabber – Town, dort kannst Du dann den Rest Deiner Tage faschistoide Kukidentdrops lutschen und Windeln bügeln.
      Da gibt es auch lecker Durchblicker Kekse, die kann man fein ins Realitätssüppchen stippen. Und wenn Du dort nicht artig bist, dann werden sie Dir die Dritten ganz schnell ziehen. UND wenn Du dann richtig Pech hast, dann landest Du in MEINEM Zweibettzimmer👍
      Was niemand braucht, verzweifeltes dumpf – plumpes Aggressionsgestammel von einem der glaubt die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.
      Gelesen, gezeichnet, abgelegt – ERLEDIGT✔

    • at citoyen invisible:

      Die Pfanne ist der richtige Aufenthaltsort, die Erkenntnisse bleiben gnadenlos bestehen:

      1. „Leider, es gibt wenige Ausnahmen.“
      2. „Letztendlich kommt es also immer auf den einzelnen Menschen und dessen Fähigkeiten an.“
      3. "Aber nimm das nicht persönlich, Dein Erscheinen hier hat ja wohl eine positive Bedeutung. Hoffe ich mal."

      😁….🤞….👍

    • Citoyen….

      Positives Denken hindert die Menschen daran die Realität so zu sehen wie sie.
      Es macht sie letztlich zu nützlichen Idioten… Glauben sie wirklich einLand wie die USA könne auf einmal andere Polizisten herbeizaibern?
      Glauben sie wirklich, wenn die Grippewelle endlich nicht mehr die Schlgzeilen beherrscht und statt dessen dioe Wirtschaftsprobleme auf die abgeladen werden auf die sie immer abgeladen werden, dann wird sich noch jemand für Klein-Greta und den Klimawandel berücksichtigen interessieren?

      usw usw usw usw usw usw ….

  13. Sehr interessante Sendung. Vielen Dank. Aber die Botschaft ist uralt. Erinnert mich extrem an die Praxis von Karl Marx zur Akkumulation des Kapitals. Nun leben wir im Monopolkapitalismus – sprich Diktatur. Also vielen Dank für das Buch, das Gespräch und viel reden darüber.

  14. früher hat uns der hier der ‚Wolff of Wallstreet‘ über die Hintergründe unseres Finanzsystems informiert, heute hat Jens Berger, das ‚Schaf der Milchgasse‘ als Sprecher der Gewerkschaft VER.DI offenbar die Rolle der Finanzsachverständigen übernommen. Wieso nur habe ich die Nachdenkseiten nicht gelesen? Wieso das Buch von Jens Berger nicht gekauft? Er ist doch ein so liebenswert zahmer Neoliberaler? Wahrheitsfinder stellt hier sehr richtig dar, daß das Geld von BlackRock ebenfalls virtuell ist. Was soll es denn sonst sein? Geld das es wirklich gibt und das die Oma von Jens Berger ihm persönlich in die Hand gedrückt hat, das Geld, das hart arbeitende neoliberale Journalisten zu ihrem BlackRock gebracht haben! Klar sicher! So wird‘s wohl sein! Spätestens bei der Investition beispielsweise in ein Unternehmen wird die Anlage virtuell und es gibt natürlich auch ein Investitions-Risiko!

    Ein guter Teil der Arbeitskräfte von Jeff Bezos (Amazon) haben in den USA nicht das Geld, sich ihr Essen zu kaufen! Von wem schwadroniert Berger da, der es sich überhaupt noch leisten kann, seine obszönen Einkünfte wie Albrecht Müller, Jens Berger und Ken Jebsen in eine kapitalgedeckte Alterssicherung zu stecken?

    Leider sehen unsere Altersvorsorger der oberen weißen Mittelschicht der BRD ihre Altersvorsorge nie wieder: Ken, Jens, Albrecht das soll eure Strafe sein! Unser Finanzsystem bricht nämlich gerade zusammen, erst seit 2007, das könnt ihr ja noch gar nicht gemerkt haben!

    Wenn das ehemalige Nachrichtenmagazin aus Hamburg immer noch meldet, daß Ken gefährlich ist, dann kann ich nur flehen: Ehemaliges Nachrichtenmagazin, ZDF, schaut euch bitte nicht diesen Offenbarungseid mit Jens Berger an!

    • Könnten mir ein paar Mitforisten kurz mitteilen, ob sie diesen irrlichternen Blödsinn des Herrn Retlich verstanden haben? Und wenn ja, was sie meinen verstanden zu haben? Verbindlichen Dank!

    • Dunning:
      Der Forist meint er wisse es besser… warum bleibt sein Geheimnis, ausser, dass wir gefälligst alle kleine linke Spiesser sein sollten, verrät er uns lieber nichts.

    • Nun, ich denke Tobias stört sich ein wenig daran dass auch kenFM grundsätzlich erstmal ein Geschäftsmodel ist, wie viele andere Seiten auch, unabhängig der Inhalte. Ein großer Teil der Gäste/Autoren verfolgt natürlich Eigeninteressen wie Werbung für Buchverkäufe o.ä., auch erfolgen eine Menge Fremdbewerbungen.
      Das geht ja nun mal nicht anders, auch hier muss alles bezahlt werden, nicht nur technisches Equipment. Löhne, Reisekosten, Mieten, Strom, Studioanmietungen, Transportmittel, Fahrzeuge usw. Das ist nun mal die Realität, niemand kann all das ehrenamtlich stemmen und nebenbei noch in der Fabrik werken.
      Hinzu kommt noch die sehr reale persönliche Gefährdung der Mitarbeiter, Familie, Umfeld.
      Vielleicht stört auch die Intransparenz der Einnahmen/Ausgaben? Kenne mich damit auch nicht besonders gut aus, wüsste aber auf Anhieb auch nicht wo eine diesbezügliche Offenlegung Praxis ist.
      Da hier auch von "Strafe" die Rede ist scheint Tobias sehr aufgebracht momentan. Vielleicht kann er ja mal selbst etwas zu sagen, hier bestände die Option vielleicht Missverständnisse auszuräumen, sofern es welche sind.
      Vielleicht wurde auch grundsätzliches einfach nur falsch verstanden.

    • Danke Frank und auch Dunning, ich hatte das so schlecht verstanden, dass ich nicht meckern wollte. Eine Erklärung des Gesagten wäre toll. Ich verstehe auch nicht wie Tobias auf die Idee kommte hier würden nun zwei Ideologien (Wolff – Berger) gegeneinander ausgetauscht. Darf man hier nun nicht beides schauen? Diese neue Vielfalt finde ich persönlich sehr bereichernd, gerade weil ich Herrn Berger für jemanden halte, der Sachverhalte sowohl dem alten weißen Mann, als auch dem jungen dynamischen Hipster gut erklären kann.

      Nachdenkseiten würde ich an Tobias Stelle mal lesen. Das einzige Problem dort sind die Depressionen, die man nach längerem Konsum bekommt – man endet zwangsläufig mit dem Gefühl in einem neoliberalen Irrenhaus inhaftiert zu sein und die Wärter sind entweder schlicht amoralische Verbrecher oder haben nen bunten Propeller oben auf ihrem Bierhelm… Nur kann das Portal da auch nichts für. Die Artikel sind meist klasse und durch die ideologisch verschiedenartigen Autoren auch recht vielseitig. Die Idee der kommentierten Hinweise des Tages ist so genial, wie bildend und gehört für mich zum Besten, was die Medienlandschaft zu bieten hat.

  15. Gibt zu dem ganzen Thema auch ne ganz nette schon ältere ARD Doku, wo einige Sachen auch sehr schön veranschaulicht werden, vor allem was das auch für Auswirkungen auf uns alle hat. Sollte man sich speichern, für die besonders Mainstreamhörigen Menschen, die nur ARD und ZDF glauben und bei allen anderen Informationsquellen "Verschwörungstheorie!!11!" schreien… 😉
    Siehe: https://youtu.be/x8a6C7MSfwM

    • Danke Dexter, das stammt aus der Zeit da die "Vierte Macht" noch halbwegs aufrecht stand, nicht den Büttel – Step mit Kosakenaufschlag – Kniefall, bei öffentlich – rechtlichen Unterwerfungspartys, schwungvoll und energiegeladen zelebrierte. Heute haben wir es mit enddarmbeschleunigenden Unterwerfungs – u. Kollaborationspraktiken/Ritualen zu tun.
      Da hieß die Abzocke auch noch GEZ – Gebühr und nicht Rundfunkbeitrag.
      Ziehe es mir grade runter, die ersten 60 Sekunden haben aber schon gute Ansätze erkennen lassen, wie sich solch Machtzentrum durch Bereicherungsgier auch bei "Kleinen Leuten" auf der anderen Seite des Planeten auswirkt.

  16. Na, das war auch Zeit. Dank an Jens Berger für den Mut sich dem letzten deutschen Bildungsfernsehen und auch dem daraus resultierenden, nun folgenden Gegenwind zu stellen.

    P.s. Ich hoffe nun auch endlich auf mehr Kooperation was technisches Knowhow, Content und Equipment angeht.

    Der mediale Auftritt der Nachdenkseiten könnte sicherlich sehr von der Technik bei KenFM und dem Team für ihre Interviews profitieren.
    KenFM könnte im Gegenzug ganz sicher von der Option einmal einen Nachdenkseitencontent abdrucken zu dürfen Vorteile haben und so diesem Reichweite und vor allem die Möglichkeit des Feedbacks in einem Forum ermöglichen. Danke fürs Lesen Herr Berger 😉

  17. "Geld regiert die Welt" ist ein sehr destruktives Programm, das die Würde der Massen durch Ungleichverteilung reduziert.

    Börse und Spekulationen gehören generell verboten. Danke für diese wertvollen Informationen.

    Diese Institution und Geschäftsidee haben immer für Ungleichverteilung gesorgt und den Arbeitszeitwert entwertet.
    Wir sollten uns auf Arbeit als Wert einigen und das spekulieren unterlassen. Es ist natürlichen verführerisch Geld für
    sich arbeiten zu lassen.

    Besonders erschreckend ist die Erkenntnis, das ein Algorithmus entscheidet, ohne menschliche Emotionen.

    Ist zwar trockene Lektüre, aber ich werde mich weiter mit dem Bankensystem des Solidarismus beschäftigen.

    Soviel hier als Warnung. 🙂

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