KenFM im Gespräch mit: Jens Wernicke („Lügen die Medien?“)

Lügen die Medien?

Jens Wernicke gehört zu den mutigsten Journalisten der Republik. Was ihn seit Jahren umtreibt, ist der Niedergang der Meinungsvielfalt als einen wesentlichen Bestandteil der Demokratie. Mundtod gemachten Stimmen eine Chance geben, gehört zu werden, ist ein Sache, sich konkret gegen eine von neoliberalen Strukturen beherrschte Gesamt-Presse zu positionieren, eine andere. Wernicke betreibt mit dem Presseportal Rubikon eines der meinungsstärksten Kanäle in Netz. Der Name ist Programm. Der Rubikon wurde für Jens Wernicke spätestens mit dem 11. September 2001 überschritten.

Mit der Bush-Losung „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“ wurde ein Universalwerkzeug in den Massenmedien erschaffen, das jederzeit und gegen jeden in Stellung gebracht werden kann und gebracht wird. Es geht um die vollständige Kontrolle der öffentlichen Meinung. Ins Fadenkreuz und damit zum Abschuss freigegeben wird jeder, der es wagt, öffentlich Herrschaftskritik zu äußern. Dabei spielt es keine Rolle, ob er es privat oder als professioneller Journalist tut. Auch ist es vollkommen unerheblich, auf welche Branche sich seine Kritik bezieht oder wie wasserdicht seine Fakten sind.

Jedwede Kritik, die an die Substanz des Systems geht, dieses als bigott und in Verbrechen verstrickt demaskiert, wird gnadenlos abgestraft. Das geschieht, wie in der Geschichte bewährt, über symbolische Handlungen. Wenn die Botschaft nicht passt, wird der Bote getötet, oder treffender, isoliert. Der Kopf der Pyramide setzt auf die ökonomische Vernichtung der letzten Vertreter einer wirklich freien, anzeigenunabhängigen Presse. Wer sich nicht der Blatt- oder Redaktionslinie beugt, wird einfach gefeuert oder sein Beschäftigungsverhältnis nicht verlängert. Eine innere Pressefreiheit existiert nur noch in Ausnahmefällen.

Nicht ohne Grund ist Jens Wernicke mit seinem Projekt Rubikon ins Internet ausgewichen und vertraut auf das Modell Crowdfunding. Der Erfolg ist enorm, aber vielen ein Dorn im Auge. Parallel dazu ist Jens Wernicke aber eben auch als analytischer Sachbuchautor in Erscheinung getreten. Sein aktuelles Werk „Lügen die Medien?“ befasst sich mit der eigenen Branche. Wernicke rechnet ab.

Obwohl die etablierte Presse das Buch „Lügen die Medien?“ flächendeckend versuchte totzuschweigen, wurde es 2017 zum Bestseller und stürmte die SPIEGEL-Verkaufscharts. Das ist kein Zufall. Im Buch lässt Wernicke zahlreiche namhafte Journalisten und Wissenschaftler ihre Meinung über das äußern, was man als Pressekrise bezeichnen muss.

Die Krise ist spürbar und hat mit dem Verlust von Vertrauen zu tun. Dass die Mainstreampresse Teil einer Propaganda-Maschine ist, ahnten selbst konservativste Konsumenten schon lange. Mit dem Aufkommen einer digitalen Gegenöffentlichkeit ist aus dieser Ahnung dann aber eine feste Gewissheit geworden. Immer mehr Leser oder Konsumenten gebührenfinanzierter Staatspresse erweitern ihren Horizont durch Informationsangebote aus dem Netz. Was bedeutet diese selbstbestimmte, geistige Mobilmachung für die Repräsentative Demokratie? Was bedeutet sie für die Zukunft der kontrollierten Presse?

Jens Wernicke zeigt sich im Gespräch mit KenFM als ein Mann, der die Welt nicht in schwarz und weiß teilt und der in der Krise immer auch eine Chance sieht. Eine Chance für echte Demokratie. Wir alle sind gefordert, uns den neuen Zeiten zu stellen.

Inhaltsübersicht:

00:00:29 Der Werdegang von Jens Wernicke

00:12:23 Lügen die Medien? – Das Motiv hinter dem Buch

00:33:18 Geschlossene Kommunikationszirkel und die Rolle von PR-Agenturen

00:44:14 Die Medienkrise als Teil globaler Machterosion

01:01:10 Links und Rechts in der deutschen Presselandschaft

01:20:40 Der Aufbau des Buches, Personenkonstellationen und Zitate

01:36:20 Der Rubikon – Ziele, Arbeitsweise, Struktur

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64 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Jens Wernicke („Lügen die Medien?“)

  1. Hallo,

    bin gerade bei 1h15min angekommen. Kernaussage an dieser Stelle ist, dass von rechts nichts humanes kommt.

    Zunächst möchte ich festgehalten haben, dass ich von dieser seit 100 Jahren bestehenden Einteilung nichts halte. Sie ist nur ein weiteres spaltendes Element. Raus aus den Köpfen damit.

    Ist es inhuman erst an seine Nächsten zu denken, dann an die übernächsten usw? Was bringt es meinen Kindern auf Dauer, wenn deren Bildungniveau stetig singt und obendrein mein Geld in Größenordnungen für Menschen ausgegeben wird, die zuhause in der Summe günstiger versorgt werden könnten. Woher kommt bei vermeintlichen Linken dieser Masochismus, dieses schlechte Gewissen sich für alles verantwortlich zu machen, obgleich jedem Linken bewusst ist, dass es andere sind, die die Entscheidungen zum Beispiel über Krieg treffen? Warum sind Linken die Menschen von weit weg im Zweifel wichtiger als die eigenen Nachbarn? Das ist absolut unmenschlich und ein ewiger Widerspruch. Nein Danke.
    Und dann immer diese kämpferischen Vokabeln. Seit hundert Jahren Kampfvokabeln und was kam bei raus außer Kampf gegen rechts? Hagen Grell hat bei Youtube ein tolles Video mit dem Titel „Armut bekämpfen? Nein! Reichtum schaffen!“ eingestellt, in dem mein Problem sehr gut beschrieben wird.

  2. Hallo Herr Jebsen und Herr Wernicke, vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch und die weitreichen Inhalte zu Medien, Krieg und Frieden,sowie Bildung.

    Das Medien einen derart großen Einfluss haben und diese von der „Umpolung“ bis zur Lenkung unser Leben beeinflussen war mir nicht bewusst. Dank Ihnen beginnen die Menschen (mich eingenommen) wieder zu hinterfragen.

    Zwar ist das sicherlich nicht der bequeme Weg, da die überwiegende Mehrheit (mich eingeschlossen) in derartigen Institutionen tätig ist und damit ja ein stückweit das eigene Leben aufbaut, aber wie sie richtig anmerken muss man diese „vorgefertigte Meinung“ ja nicht teilen.

    Danke für das Aufzeigen der Alternativen!

  3. Welch ein außerordentlich bewegendes Interview! „Die Wahrheit wird Dich befreien „ Seit ich mich mit Daniele Ganser, Ken Jebsen, Michael Lüders, und Verweise von jenen beschäftige habe ich nicht mehr das Gefühl total verdreht zu sein. Und nun dieses großartige Gespräch mit Jens Wernicke… . Ich weiß wie leicht ich zu beeinflussen bin und wie schnell mein EGO sich meldet. Aber das tiefe Bedürfnis einander gut zu sein und sich nicht durch niederträchtige Propaganda führen zu lassen meldet sich immer wieder! Danke für Eure Courage- Seit ich auf Menschen wie Euch, der echten Friedensbewegung ,meine Aufmerksamkeit lenke fühle ich mich ethisch liebevoll geführt

  4. @ Enttäuschung und Wernicke
    Das Kopftuch ist nur sekundär eine Frage der Religion, primär eine Frage der Kultur, die nur von bestimmten Religionsvertretern gierig aufgegriffen wird.

    Schauen wir einmal, wie wir „Westler“ uns benehmen, wenn wir in den Urlaub fahren, z.B. auf die Malediven. Das ist ein streng muslimisches Land mit einer entsprechenden Kultur. Ist „uns“ aber scheißegal, „wir“ laufen da im Bikini oder Badehose rum. Das ist ein Beispiel, das man wohl ganz locker als Kulturimperialismus bezeichnen darf. (Ich will hier gar nicht davon reden, daß dort massive Menschenrechtsverletzungen vorkommen.) Wir demonstrieren dort: Wir haben das Geld und wir benehmen uns so, wie uns das paßt.

    Beim Kopftuch ist das umgekehrt. Es ist das Symbol einer Kultur, in der Frauen minderwertig „sind“. Wenn das in unserem Kulturkreis getragen wird, dann ist das ein Protest gegen unsere Kultur der Gleichberechtigung, sexuellen Selbstbestimmung etc. Das freut den Iman. (glücklicherweise nicht wirklich alle).

    Wie damit umgehen?

    1. Nicht darauf reinfallen, daß einige das für das Zeichen einer weiblichen Selbstbestimmung halten. (Im Iran, Saudi-Arabien etc. wird das Nicht-Befolgen immer noch streng bestraft!)

    2. Akzeptieren, denn natürlich sollten wir tolerieren, daß andere eine Meinung haben und die auch als Protest zum Ausdruck bringen. (Das heißt übrigens nicht, daß wir solchen Protest im Staatsdienst akzeptieren sollten.) Auch Toleranz sollte deutliche Grenzen haben.

    3. Wann immer es geht, deutliche Ablehnung einer solchen Kultur zum Ausdruck bringen. So wie ich mich von der AfD distanziere, distanziere ich mich auch von Kopftuchträgern. Dahinter steckt für mich prinzipiell die gleiche Geisteshaltung. Manchmal ignoriere ich die einfach, ein anderes Mal versuche ich argumentativ etwas zu bewirken. Je nachdem.

    • Ich war 1978 auf die Malediven.
      Badehose oder bikinini ?; ohne etwas, sah ich.
      Aber das war auf das Hotel Insel.
      Fast niemand besuchte die Stadt Male.

  5. Lieber Herr Wenicke! Etwas muss ich jetzt hier aber nach gedanklicher Verdauung auch noch loswerden, gerade, weil sie so ein ernst zu nehmender, geistig reger Gesprächspartner sind:
    Wer sich so intensiv mit der Tagespolitik befasst wie Sie oder auch Ken, läuft wahrscheinlich Gefahr, für die geistesgeschichtliche Entwicklung und die Einflüsse der verschiedenen traditionellen Religionen mit ihren Zwängen bzw. Machtsteuerungsmöglichkeiten den tieferen Blick zu verlieren und dann schleichen sich schon mal auch pauschalisierte und pauschalisierende Vorurteile ein. Zum Beispiel fände ich es, wenn es nicht in Wirklichkeit so erschreckend ernst wäre, zum hell auflachen, dass Sie hier quasi das „tapfere“ Eintreten und Durchsetzen der muslimischen Frauen für ihre Kopftuchvermummung als bewundernswerte und womöglich unterstützenswerte Frauenemanzipation ansehen, nur, weil es auch gegen den Willen von Alice Schwarzer geht, die ja auch für mich sonst nicht das beste Beispiel für Frauen- Emanzipation darstellt, da auch sie offensichtlich nicht tief genug in unsere Menschheitsproblematik hinein geschaut hat und nicht sieht, was auch noch hinter dem sog. Geschlechterkampf dahinter steht.
    Wer da so ein unbedachtes Statement abgeben kann , wie Sie hier, hat bildungsmäßig noch dringenden Nachholbedarf, meine ich.
    Aber Sie deuteten es ja vorher schon selber an, dass Sie sich mit dem Phänomen Religion allgemein noch nicht wirklich tiefer gehend auseinander gesetzt haben.
    Man muss sogar noch nicht einmal besonders gebildet sein, sondern kann sich auch auf sein natürliches Empfinden verlassen. Da frustriert es z.B. mich schon immer und immer wieder, wenn ich den Anblick des schönen, natürlichen Kopfschmuckes und Kopfschutzes von Menschen vorenthalten bekomme. Das hat in dem Moment gar nichts mit Religionskritik zu tun, sondern es ist für mich etwas unsinnig erzwungenes. Es hat für mich deutlich sichtbar etwas mit Unterdrückung zu tun. Mit den verschiedenen Arten von Beschneidungszwang (dies ja auch im Judentum), sehe ich das übrigens genauso. Das sind aus meiner Sicht im Grunde alles gewalttätige Domestizierungsmaßnahmen und ich habe nun einmal ganz klar und entschieden etwas gegen jede Form von Gewalt. Wenn nicht endlich erkannt wird, dass Gewalt und der Glaube daran die lebensgefährlichste Erkrankung unserer Spezies ist, dann kann es für uns keine Zukunft mehr geben, kein Lebenswert kann sich dann mehr entwickeln. Das ist doch nun auch wirklich leicht einzusehen, bzw. unübersehbar.
    Ich wünsche Ihnen und uns allen ein Neues Jahr im Sinne von noch viel mehr Bewusstseinsbildung über die Herkunft und die Auswirkung von Gewalt, wo immer auch sie drin stecken mag. Und sie steckt leider überall drin, wo mit ihr wirkungsvoll gehebelt werden kann. Und die schlimmste, niederträchtigste immer noch unerkannteste Form von Gewalt, steckt in unserer traditionellen Ernährungsart. Die meisten Menschen ernähren sich tagtäglich vom Fleisch und von der Muttermilch der Lebewesen, die nur Hölle erleben, um dann in großer Todesangst zu sterben. Darum, und mit allem, was damit zusammen hängt, machen sich leider die wenigsten Menschen Gedanken. (siehe auch mein Beitrag auf „Die Würde der Tiere“ vom Heiligen Abend).

    • Liebe Enttäuschung,

      Du hast ja so recht.

      Die Natur sieht es nun einmal vor, dass Lebewesen getötet werden. Nicht nur Lebewesen mit Herz und anderen Innereien, sondern auch Lebewesen in Form von Einzellern. Pflanzen, die Veganer verzehren sind Vielzeller, die vor ihrem natürlichem Tode getötet werden. Oder ernährst du dich von Pflanzen, die bereits faulen.selbst dann kannst du nicht essen, ohne zu töten. Denn du würdest Mikroorganismen, die von deiner Magensäure umgeben würden, zum Teil töten. Daraus folgt: kein Leben ohne Tod , ich freue mich, solange ich Lebe und meinen Mitlebewesen Freude bereiten kann. Danach freue ich mich in der jetztigen Form wahrscheinlich nicht mehr.

    • So wie Schual kann nur ein Mensch schreiben, der die gegenwärtigen Zustände auf der Welt, die unter Einwirkung menschlicher, lebensverachtender Gewaltbereitschaft geschaffen wurden, als für immer gültig und niemals mehr heilbar, rituelles Blutvergießen und Kriege als notwendige Übel ansieht. Ein wirklich friedfertiges, achtsames Leben im Einklang mit der Natur scheint da unvorstellbar. Da fragt man sich, wofür so jemand hier bei KenFM überhaupt schreibt.
      Die vom Menschen nicht erfassbaren und nicht beherrschbaren Naturgesetze sind in ihrer Gänze immer lebensaufbauend und jedes Leben in dieser Welt strebt nach dem Licht. Das kann niemand von dem Kurs, der durch die Menschheit mit ihren niederträchtigen Systemen geschaffen wurde, behaupten. Genau das Gegenteil ist da der Fall.

  6. Sehr beeindruckend. Was mir am meisten gefällt, sind die psychologischen Erklärungen und der Schwerpunkt auf persönliche Entwicklung, die geschehen muss, damit wir aus unserer verdrehten Wahrnehmung herauskommen und wieder unserer Wahrheit und Wahrnehmung vertrauen lernen. Großartig, weil das ist der Weg.

  7. Ein gutes Gespräch und alte Erkenntnisse anders belichtet, immer eine Bereicherung.
    Auch die persönliche Note tut gut in diesen Zeiten.
    Da reden 2 Freunde miteinander, verschieden aber immer mit mehr an Wert für den Zuhörer.
    Kompliment!
    Schöne, friedliche Feiertage für Euch alle, auch Ken und Familie natürlich + für’s ganze Team.

  8. Mit Recht wird beklagt, daß die Bandbreite der gerade noch tolerierten Meinungsabweichungen in den System-Medien immer schmaler geworden ist. Meiner Meinung nach ist aber auch die Bandbreite zu schmal bei KenFM und anderen alternativen Sites, die sich für „links“ halten (was immer das sein mag).

    Relativ viele Wähler sind von der Linken zu AfD gewandert. Warum? Weil die Zuwanderungsproblematik von diesen Menschen als so schwerwiegend und bedrohlich empfunden wird, daß sie ihre Hoffnung auf die AfD setzen, obwohl sie sonst in den meisten Punkte eher der Linken zuneigen. (Wenn wir mal davon absehen, daß auf die Linke sowieso kein Verlaß ist.) Die potentiellen Linken-Wähler fühlen sich in diesem wichtigen Punkt im Stich gelassen. Wenn die Linke in der Flüchtlingsfrage AfD-Positionen vertreten würde, dann würde sie erheblichen Zulauf haben. Das ist eine nüchterne Feststellung, wenn auch eine rein hypothetische.

    Ich will damit folgendes sagen: Wer in Sachen Massenmigration – als Waffe gegen uns! – eine Abwehrhaltung einnimmt, kann trotzdem „links“ sein, sogar ein Kommunist und Internationalist. Proletarier aller Länder, vereinigt euch! – Ja, aber bitte nicht alle in Deutschland!

    Ich halte sehr viel von Ken Jebsens Arbeit, seine langen Interviews sind Sternstunden des Journalismus. Aber wenn jemand mit Abwehrhaltung gegen Massenzuwanderung außerhalb der tolerierten Bandbreite gestellt wird, dann ist die Bandbreite zu schmal! Ich würde mir mal Interviews mit Personen wünschen, die andere Positionen vertreten.

    • @Wolfgang Gerber
      Ich verstehe es nicht ganz, niemand von den Linken hatte Einfluss auf die Entscheidungen die zu dieser Entwicklung geführt haben.
      Die Linken haben die Kriege nicht angefangen, die linken haben keine amerikanischen Think Tanks beauftragt über Massenmigration als Waffe nachzudenken.
      Die Linken haben auch nicht dafür gesorgt das zum Zwecke des freien Waren-und Personenverkehrs die Grenzen geöffnet wurden. Alles bedacht und durchgeführt von den Vertretern der Industrie, die sich Regierungs-Politiker nennen.
      Auch haben die Linken dem UNHCR nicht die Mittel gestrichen, das waren die USA und Frau Merkel, entgegen vorher übernommenen Verpflichtungen.
      Des Weiteren sind auf dem Höhepunkt der Kriegshandlungen in Syrien plötzlich Twittermeldungen, mit dummen und gefährlichen Inhalten, an bestimmte Kreise gesendet worden. Dort hiess es dann, dass sie in der BRD ein Haus und finanzielle Hilfe bekommen würden. Das diese Twitterkampagne von den Linken kam, ist offensichtlich nicht der Fall.
      Erst als die Menschen hier waren, hat die Linke u.a. gesagt, denen müssen wir helfen.
      Auch ist es eine linke Haltung dafür zu sorgen, dass diese Menschen wieder heimkehren um ihr eigenes Land beim Aufbau zu unterstützen.
      „Sie flohen vor dem Krieg, überwanden alle Gefahren der langen Reise – doch inzwischen wollen viele Syrer zurück. “ musste sogar „die Zeit“ nun vermelden.
      Was die afrikanischen Flüchtlinge angeht, sehen wir uns mal das EU -oder die deutschen „Freihandelsabkommen“ mit diesen Ländern dort an. Diese neokolonialen Erpressungsabkommen (inclusive Landraub durch Monsanto/Bayer) wurden auch nicht durch die Linken bedacht und verhandelt.
      Also wenn Sie mit Ihrem berechtigten Protest wohin wollen, wenden Sie sich bitte an CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP und auch die AfD. Die sind nämlich nur der ultra neoliberale, dunkelbraune Flügel der CDU/CSU, wenn Sie sich mal ansehen wer dort woher kommt, plus die Dame von GoldmannSachs, Alice Elisabeth Weidel.
      Frohes Fest

    • Ich sehe leider die Massen Immigration als ein Versuch die Kulturen der EU Mitglied Länder zu vernichten, damit die Vereinigten Nationen von Europa gestiftet werden kann, nach USA Beispiel.

    • Es geht „ihnen“ nicht darum, Kulturen zu vernichten. Sie selbst statten ihre Apartments zimmerweise im kulturellen Wohnstil des 17., 18. und 19. Jahrhunderts aus, nicht weil sie die Kulturen verstehen (wollen), sondern weil sie diese als Besitz HABEN (wollen), demonstrativ, indem sie in jedem Zimmer ein Jahrhundert einrichten. Um was es ihnen geht: Nachschub an Fleissigen, die Schulden machen, Steuer zahlen, gegen andere Fleissige konkurrieren und nunmehr mit jedem konsumierten Produkt ca. 40% aufwenden, um die Zinslast der Schulden zu tragen, welche dem entsprechenden Vermögen der 1% gegenüber steht. Es geht um ihre eigene Gier und Eitelkeit. Dieselbe Eitelkeit, die den „melting pot“ als Erfolgsrezept verkauft und dabei – wie jeder unehrliche Dealer – die Sklavenarbeit der „eingewanderten“ Afrikaner, Einwanderer und der einheimischen Deplorables verheimlicht.
      Um dieses Erfolgsrezept des „melting pots“ und die Eitelkeiten geht es auch beim Projekt Vereinigte Nationen von Europa. Unterfüttert wird das natürlich von entsprechenden Ideologen.
      Was unter europäischen Kulturen verstanden wurde, das verschwindet rapide digitalisiert (und zensiert) in Archiven – und danach wohl zwangsläufig in der „Cloud“.

    • Ich verstehe vieles von was sie schreiben nicht.
      Aber die USA ist keine ‚melting pot‘, alle Kulturen die die Immigranten mitbrachten bestehen noch.
      Ich fragte nach eine Adresse in ein kleines Städtchen in Iowa, eine dort sehr bekannte Adresse, erfuhr ich später.
      Der Mann sagte das er es nich wusste.
      Später fand ich heraus das ich im katholischen Teil gefragt hatte nach eine Adresse im protestantischen Teil, vielleicht spielte auch noch eine Rolle das meine Gastgeber dort eine sehr bekannte Persönlichkeit war.
      Im protestantischen Teil ‚fahren sie hinter mich her‘.
      Ich besuchte auch Freunde in West Palm Beach, mich wurde erzählt das keiner dort Kennedy ein Haus verkaufen wollte, wenn er President war, weil er ein Katholik war.
      Eine Reihe jüdische Alterheime dort wurden ‚Gaza Strip‘ genannt.
      Als ich in Miami fragte nach das jüdische Museum dort bekam ich als Anwort ‚glücklicherweise nicht hier‘.
      Das letzte schockierte mich, nie bevor hatte ich offene Antisemitismus erfahren.
      Aber schon das erste Mal das ich im USA war, ende 70er Jahren, erschrak ich vom Anzahl Schimpfwörte, so wie WOP.
      Es dauerte Jahre bevor ich wusste was genau gemeint war WithOut Papers, Immigranten ohne Papiere, sehr oft Italiënische Kriminelle auf der Flucht.

    • @ Pieter Kamp

      Klar doch: „Melting Pot“ war und ist ein politischer Mythos im Dienste der „kulturellen Hegemonie“ = Produktion von Konsens (mit Hilfe von Schule, Uni, Medien…).
      Sie haben mich wirklich nicht verstanden.

    • Zum Thema „Migration als Waffe:“

      Interview: Eritrea – ein Stern in der Nacht Afrikas
      23 Dez 2017
      Hintergründe zu globaler Armut und Flucht. Interview mit dem Dokumentarfilmer Fulvio Grimaldi.
      von Bernd Duschner

      Nach Auffassung des italienischen Journalisten und Dokumentarfilmers Fulvio Grimaldi soll die besonders großzügige Asylgewährung Italiens für Eritreer das Land gezielt seiner jungen Generation berauben und es in seiner Entwicklung behindern. Eine vergleichbare Politik verfolgen EU und Bundesregierung nach Fulvio Grimaldi gegenüber Eritrea. Die säkulare Regierung des Landes, in dem neun verschiedene Ethnien, Christen und Moslems friedlich zusammenleben, sieht sich wegen ihrer eigenständigen Politik seit Jahren mit Wirtschaftssanktionen und Aggressionen durch das benachbarte und von den USA dabei unterstützte Äthiopien konfrontiert.

      Die Asylpolitik ist integraler Bestandteil der Gesamtpolitik der Bundesregierung. Sie wird nicht von humanitären Überlegungen bestimmt, sondern richtet sich nach den Zielen, welche die Bundesregierung gegenüber den jeweiligen Herkunftsländer verfolgt. Das wichtigste Kriterium für die Behörden, wie schnell der Antrag eines Flüchtlings auf Asyl zu bearbeiten und wie er zu entscheiden ist, ob und wie schnell der Flüchtling Zugang zu notwendigen Qualifizierungsmaßnahmen und dem Arbeitsmarkt erhält, ist deshalb sein Herkunftsland.

      Die Bundesregierung weiß genau, dass der Verlust vieler gut ausgebildeter Arbeitskräfte zur Destabilisierung eines Landes beitragen und seine Entwicklung verhindern kann. Von dieser Erkenntnis hat sie sich bei ihrer Politik gegenüber der ihr verhassten früheren DDR stets leiten lassen. Sie hat deshalb dafür gesorgt, dass DDR-Bürgern aus ihrer Flucht in die Bundesrepublik keine materiellen Nachteile entstanden, beispielsweise wegen Beiträgen für ihre Altersversorgung, die sie in der DDR geleistet und nicht in die westdeutschen Rentenkassen eingezahlt hatten.

      Als das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Ende 2014 beschloss, Asylverfahren von syrischen Antragstellern „ab sofort prioritär in einem vereinfachten Verfahren“ ohne mündliche Anhörung nur auf der Grundlage eines Fragebogens in einer „angestrebten Verfahrensdauer von 11 Tagen“ zu bearbeiten [1] und schließlich die Bundeskanzlerin im August 2015 entschied, das Dublin-Verfahren zeitweise und ausschließlich für Syrer auszusetzen, lagen ähnliche Motive vor.

      Mit der Zusage, syrischen Flüchtlingen ohne Einzelfallprüfung in kürzester Zeit die Anerkennung als Asylbewerber mit Anspruch auf Familienzusammenführung, notwendiger Weiterqualifizierung und Zugang zum Arbeitsmarkt in Deutschland zu geben, sollte dem syrischen Staat in einer äußerst kritischen Phase Zehntausende an gut ausgebildeten Fachkräften und dringend benötigten Rekruten entzogen und sein Zusammenbruch beschleunigt werden [3].

      Eine vergleichbare Politik verfolgen EU und Bundesregierung nach Auffassung des italienischen Journalisten und Dokumentarfilmers Fulvio Grimaldi gegenüber Eritrea. Die säkulare Regierung des Landes, in dem neun verschiedene Ethnien, Christen und Moslems friedlich zusammenleben, sieht sich wegen ihrer eigenständigen Politik seit Jahren mit Wirtschaftssanktionen und Aggressionen durch das benachbarte und von den USA dabei unterstützte Äthiopien konfrontiert.

      Nach Auffassung von Fulvio Grimaldi soll die besonders großzügige Asylgewährung für Eritreer das Land gezielt seiner jungen Generation berauben und es in seiner Entwicklung behindern.
      http://www.free21.org/eritrea-ein-stern-in-der-nacht-afrikas/

    • Ergänzend möchte ich noch erwähnen, daß es syrischen Flüchtlingen, in der BRD, erschwert wird, in ihr Heimatland zurückzukehren.

    • @fpdcb

      Die sogenannten Linken haben nichts getan, sind aber die ersten die hier rufen den Dreck Ihrer Unterdrücker wegzuräumen und das auf ihre Kosten? Ist das nicht irgend wie gestört?

  9. Bis auf den Aussetzer bei ca. 1:03 ein sehr gutes und erkenntnisreiches Gespräch.
    Vielen Danke dafür.

    Herrn Wernicke’s Definition von LINKS hätte mich allerdings doch interessiert, daher reihe ich mich jetzt mal ein in die lange Reihe von Leuten, die ein Ausreden-Lassen der Gäste fordern, insbesondere solcher Gäste wie diesem.

    Ich habe hier länger keine kurzen Video-Zitate gesehen. Hier aber dürfte die eine oder andere kleine Veröffentlichung durchaus gerechtfertigt sein, schon aufgrund der Summe der getätigten, äusserst weisen Aussagen.
    Freue mich auf das Buch !

    Ach, und scheiss auf Weihnachten !
    Ein paar entspannte, erholsame Tage wünsche ich ALLEN bei KenFM, vor allem der Putzfrau !

  10. Wieder einmal viel Soziologiegerede und Psychologie um mit Negativen Konnotationen
    Ideologie durchzusetzen .
    Angst oder schlechte Kindheitserfahrungen als Grund für Nicht-Linke Parteien zu wählen vorzugeben
    ist
    Folge nicht bewältigter Indoktrination …..

    • @Schual
      Wählen ist Abgabe . —
      Bequem, aber ich fürchte menschlich .
      Mehr Selbstbestimmung und Selbstverantwortung würde gut tun .
      Dafür braucht es aber vorerst einen Rahmen, in dem die Selbstbestimmung abgehandelt werden kann . Zur Zeit und seit vielen Jahren laufen die Politik/die Machthaber auf Entmündigung .

  11. Zur Unterstreichung und Ergänzung, zum weitgefassten Themenbereich „Besetzung des Denkens,“ möchte ich einige Auszüge, aus insgesamt, nach meinem Empfinden, sehr lesenswerten Artikeln, anfügen:

    Mit Hilfe von links: Wie Political Correctness von Ausbeutung und Verelendung ablenkt
    17:18 19.12.2017

    Der österreichische Philosoph Robert Pfaller hat kein persönliches Problem mit Political Correctness und Gender Studies. Er kritisiert sie dennoch deutlich in seinem neuen Buch „Erwachsenensprache – Über ihr Verschwinden aus Politik und Kultur“. Aus seiner Sicht wird mit derlei Nischenpolitik von den Folgen neoliberaler Verelendung abgelenkt.

    (…)
    Waffen für die Medienmächtigen

    Letzteres sei ein „aktiver Beitrag zur Zerstörung gesellschaftlicher Gleichheit“, betont er und bezeichnet es als „perfide“, dass die Menschen so von ihren Interessen abgelenkt werden. „Plötzlich sind sie angehalten, nur noch ihre Empfindlichkeiten zu suchen, die Macke oder die Schwäche, durch die sie besonders verletzlich sind, und daraus Kapital zu schlagen und mit anderen zu wetteifern, die andere Schwächen haben. Belohnt wird nur der Allerschwächste.“

    Dieses „perfide System“ entsolidarisiere: „Jeder und jede schaut nur noch auf seine Identität, egal welcher Art, und achtet nicht mehr darauf, hinsichtlich welcher Perspektiven man sich eigentlich mit anderen Gruppen verbinden könnte, weil die ökonomischen Interessen eigentlich viele Gruppen zusammenschließen und es ermöglichen würden, dass man etwas für alle erreicht.“

    Zugleich würden solche Erscheinungen wie die „#MeToo“-Bewegung gegen angebliche oder tatsächliche sexuelle Belästigungen Wut und Empörung in einer Gesellschaft auf einzelne Punkte und auch Personen lenken, die sich gegen berechtigte oder falsche Vorwürfe gar nicht mehr wehren könnten. Darin liege eine Gefahr, betont Pfaller, denn mit solchen Mitteln könnten auch unliebsame politische Gegner „sehr schnell kaputt gemacht“ werden. „Das liefert den Medienmächtigen eine große Waffe, während es den Frauen nicht wirklich nützt, wie ich glaube.“
    Linke Parteien als Komplizen des Neoliberalismus

    Auf die Frage, ob seine Kritik an Political Correctness und ähnlichem nicht Argumente für rechte Kräfte liefert, reagiert er mit dem Hinweis, dass sämtliche Parteien in Westeuropa, die seit den 11980er Jahren regierten, immer neoliberale Politik machten – „egal ob es rechte oder Mitte-Links-Regierungen waren“.

    Dazu gehörten Privatisierungen, Rückzug des Staates und Austeritäts-, also Sparpolitik um jeden Preis. Bei der Suche nach dem Unterschied zu rechten Parteien hätten die linken Parteien sich dann der Ebene der Minderheitenpolitik, „der Ebene der sehr kleinen, sehr billigen Schutzmaßnahmen“ zugewandt. Daraus sei ein „infames System“ entstanden, das nur noch die Alternative zwischen zwei neoliberalen Optionen lasse: „Eine, die ein bisschen Political Correctness betreibt, und eine andere, die als Krokodil in diesem Kasperletheater auftritt und als Rechtspopulismus mit vulgären Formeln daherschimpft, die rassistisch, frauenfeindlich und fremdenfeindlich ist.“
    (…)
    Warnung vor gefährlicher Hysterie unter Linken

    In seinem Buch fordert der Philosoph, „solche postmodernen Pseudopolitiken müssen endlich von links kritisiert werden, damit diese notwendige Aufgabe nicht länger zur Beute der Rechten werden kann.“ Er kritisiert dabei vor allem die Sozialdemokratie, die mit ihrer Politik das Erstarken der Rechten ermöglicht habe, deren Angriffe sie dann dazu nutze, sich als „einzige Alternative zu präsentieren“.

    Mit der Folge: „Wer immer ihre Pseudopolitik wirklich von links kritisiert, wird sofort von ihren Mitläufern als Rechter oder als ‚Verschwörungstheoretiker‘, wenn nicht überhaupt gleich als Sexist oder Rassist beschimpft“. Diese Diskursmuster hätten Politiker wie Oskar Lafontaine und Sarah Wagenknecht ebenso wie Wissenschaftler wie Daniele Ganser „oft genug am eigenen Leib erfahren“: „Alles, was geeignet scheint, die Interessen der verarmenden Klassen zu wahren und der Rechten endlich den Wind aus den Segeln zu nehmen, wird von den strammen Opportunisten der pseudoprogressiven politischen Mitte sofort mit dem vernichtenden ‚Querfront‘-Vorwurf bedeckt.“
    https://de.sputniknews.com/politik/20171219318764357-ungleichheit-gesellschaft-zusammenleben-buch/

    21. Dezember 2017 um 9:19 Uhr | Verantwortlich: Jens Berger
    Political Correctness: „Der Angeklagte ist zugleich der Verurteilte“

    „Die Political Correctness ist die feudale Sprache unserer Zeit“, sagt der Dramaturg Bernd Stegemann im Interview mit den NachDenkSeiten. Es sind Aussagen wie diese, die schnell verdeutlichen: Stegemann versteht, dass sich in unserer Gesellschaft ein komplexes Herrschaftssystem entwickelt hat, das unter anderem tief in unsere Sprache und damit auch in unser Denken eingedrungen ist. Im Interview legt der Autor, der Anfang des Jahres ein kluges Buch zum Thema Populismus verfasst hat, dar, wie die Political Correctness im Laufe der Zeit in ihr Gegenteil verkehrt wurde und erklärt, wie sich auch in ihr der Geist des Neoliberalismus entfaltet. Ein Interview über die Pervertierung der politisch korrekten Sprache sowie den rechten, linken und liberalen Populismus.
    Das Interview führte Marcus Klöckner.

    (…)
    Wo fängt denn Ihrer Meinung das Problem an? Offensichtlich ist etwas gewaltig aus dem Ruder gelaufen.

    Dieser Umbau von einst fortschrittlichen, emanzipatorischen Begriffen zu Befehlen im Neoliberalismus durchzieht die gesamte öffentliche Sprache. Die notwendige Kritik an dieser Umdrehung des einstigen Inhalts sieht sich dabei vor fast unlösbare Probleme gestellt. Denn indem der Neoliberalismus alle die Worte verwendet, die als positive Eigenschaften unserer offenen Gesellschaft gelten, kann jede Kritik als rückwärtsgewandte Gefahr diffamiert werden. Zum Beispiel sind die offenen Grenzen von TTIP und vom Winter 2016 von sehr unterschiedlicher Qualität, und ebenso kam der Protest dagegen aus unterschiedlichen Richtungen, doch die Verteidiger der jeweiligen Offenheit bedienten sich der gleichen Argumente: der ungehinderte Warenverkehr ist ebenso alternativlos wie der ungehinderte Zustrom von Flüchtlingen. Die Formel der Alternativlosigkeit bedient sich dabei des großen Resonanzraumes, in dem die Begriffe der Freiheit und des Privateigentums mit der Vernunft und der moralisch guten Position verknüpft sind. Dieses moralisch-intellektuelle Cluster gilt noch immer als eine unhinterfragbare Letztbegründung von richtigen Handlungen, und solange das so bleibt, kann in dessen Schutz der neoliberale Umbau weitergehen.
    (…)
    Und den liberalen Populismus?

    Der liberale Populismus scheint auf den ersten Blick ein Widerspruch in sich zu sein. Doch in der Phase des Neoliberalismus wurde eine eigene, postmoderne Variante des Populismus geboren. Hier wird die Wir/Sie-Unterscheidung in eine paradoxe Form gebracht. Denn nun steht jeder Einzelne vor der selbstgezogenen Grenze, die ihn vom erfolgreichen Marktzugang abhält. Wer es schafft, seinen inneren Schweinehund der Faulheit zu überwinden, der hat Erfolg, wer an sich selbst scheitert, der bleibt eben draußen. Die Grenze wird damit in jeden Einzelnen verlegt, was zu Folge hat, dass es keine äußeren Gründe mehr fürs Scheitern gibt. Um diese eigentlich absurde Behauptung zum allgemeinen Glauben zu machen, hat der liberale Populismus die beiden anderen Eigenschaften des alten Populismus für sich genutzt. Er behauptet ebenso eine Wahrheit, die nur er kennt und seine Lösungen sind ebenfalls sehr einfach: Seine Wahrheit ist der Markt und die Lösung aller Gerechtigkeitsprobleme findet sich nur auf dem Markt.
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=41673

    Wo stehen wir, da der heutige Abstand zwischen den Klassen, auf Deutschland bezogen, wieder so ist wie in 1913:

    Warum scheiterte das Sowjetsystem? Der Politologe Dmitri Kulikow im Gespräch mit RT Deutsch
    11.10.2016 • 06:30 Uhr

    (…)
    RT: Im Zusammenhang mit der Sowjetunion stellen auch wir uns diese Frage.

    Kulikow: Nun müssen wir auf die Grundtendenzen der historischen Entwicklung zurückblicken. Erstens sollte man ganz genau den Sinn der Revolution von 1991 erfassen. Meiner Meinung nach war der Putsch eine bürgerliche Konterrevolution, die sich gegen das sozialistische Projekt richtete. Ich mag das Wort Gesetz im Zusammenhang mit den humanitär-soziologischen Wissenschaften nicht, jedoch kann man doch von einer Art Gesetz sprechen, wenn man von der weiteren Entwicklung Russlands spricht.

    Wenn man eine intensive Zeitperiode aus der Geschichte wegstreichen will, muss man damit rechnen, dass man da landet, wo man vor dem Beginn dieser Zeitperiode war. Die Sowjetepoche war eine Zeit der intensiven Entwicklung. Nachdem man diese Phase aus der russischen Geschichte weggerissen hatte, versetzte man sich, so gesagt, wieder in den Februar 1917.
    https://deutsch.rt.com/russland/41760-warum-scheiterte-sowjetsystem-dmitri-kulikow/

    Und zuletzt, aber nicht das Letzte, 46 Minuten absolut nicht verschwendete Lebenszeit:

    Mittwoch, 06. Dezember 2017, 11:00 Uhr
    ~46 Minuten Lesezeit
    100 Jahre Konterrevolution
    Eine Replik auf Arno Widmanns Mordphantasien zur Oktoberrevolution in der Frankfurter Rundschau.
    von Hans See

    (…)
    Viele Intellektuelle, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen kritisieren heute die total globalisierte Ausbeutungswirtschaft mit ihren mörderischen Kriegen, mit Massenflucht und Terror auslösenden Folgen unter den allzu harmlosen Begriffen wie Neoliberalismus oder Finanzkapitalismus. Damit wird aber suggeriert, der historische Wirtschaftsliberalismus, der frühere Handels- und spätere Industriekapitalismus wäre, ungeachtet dessen, ob wir ihn mit den Medici, mit Calvin oder Adam Smith beginnen lassen, auch nur eine Spur humaner gewesen.
    (…)
    Glaubt Widmann oder will er andere glauben machen, die christlich-kapitalistischen Revolutionen wie die englische unter Cromwell, die amerikanische der sich vom Mutterland emanzipierenden britischen Kolonialisten und Sklavenhalter und die französische unter dem Saubermann Robbespiere, dem korrupten Danton und dem selbsternannten Kaiser, dem Militaristen Napoleon, seien friedliche Kindergeburtstage gewesen? Und genau wie die Oktoberrevolution waren auch die bürgerlichen Revolutionen zu Beginn keine Massenbewegungen. Wie viele Leute haben 1789 die Bastille gestürmt? Und warum wirft Widmann den Bolschewiki – wenn auch nur indirekt – vor, dass die Massen der russischen Bevölkerung 1917 in ihrer Mehrheit keine Anhänger der kommunistischen Revolutionäre, sondern des reaktionären Zaren waren? Weiß er nicht, dass die britische und französische Bourgeoisie, die von Päpsten, Kirchenfürsten und Pfarrern kontrollierten und in Unmündigkeit gehaltenen analphabetischen Bauern, Dorfhandwerker, Tagelöhner, vor allem deren Kinder und Frauen, mit fürchterlichsten Maßnahmen zu ihrem proletarischen Glück der Ausbeutung durch Lohnarbeit zwingen mussten?
    https://www.rubikon.news/artikel/100-jahre-konterrevolution

    In diesem Sinne, je nachdem was sie bevorzugen oder auch nicht, allen eine glückliche Wintersonnenwende bzw. ein frohes Weihnachtsfest.

    • Box, Du solltest ein Buch schreiben.
      Die Sinnhaftigkeit Deiner Zusammenfassung ist unbestreitbar. Du bist ein Philosoph. Ich würde Dich auf eine Linie Stellen mit einem Daniel Dennett oder gar Jordan B Petrson. Aber das ist auch nur meine freie Meinungsäußerung, kein wirklich richtiges Argument. Du bringst es auf den Punkt, Du verbindest die Denkpunkte, so dass sie ein Muster ergeben, das man dann erkennen kann.
      Viele liebe Grüße aus dem Taunus
      waldbaer ;o)

    • Hab`es grade 5 Min. ausgehalten………isses wahr……….wie doof können Leute sein……….wie doof, um klare Inhalte dermaßen misszuverstehen, zu verdrehen ? „Früher“ hätte man den als Hilfsschüler bezeichnet.

  12. Platon zitiert seinen älteren Lehrer und Freund Sokrates (ich hab es mir mal irgendwo eingeprägt) sinngemäß so:
    Wer wirklich für die Gerechtigkeit streiten will, muss unbedingt zurückgezogen leben und darf sich NICHT mit Politik beschäftigen.

    • Ja, wenn ich weiss, dass ich nichts weiss, dann kann ich auch vom Dao nicht sprechen. Dann verweilt der Weise im Wirken ohne Handeln. Nicht-Eingreifen in allen Lebensbereichen beruht auf der Einsicht, dass das Dao, welches aller Dinge Ursprung und Ziel ist, von selbst zum Ausgleich aller Kräfte und damit zur optimalen Lösung drängt. Tun ist für Lǎozǐ ein (absichtliches) Abweichen vom natürlichen Gleichgewicht durch menschliche Maßlosigkeit. Jede Abweichung hat darum eine (absichtslose) Gegenbewegung zur Folge.

    • Tony: Ich verstehe, was hiermit gemeint ist. Aber Sokrates hat in das Gesellschaftsgefüge und das Denken der Athener ja insofern eingegriffen, als er überall, wo er ihnen begegnete, mit ihnen sprach und sie ausforschte, ob sie auch ehrlich seien in ihrem Reden und Wirken und wenn sie das nicht waren, hat er sie mit weisen(witzigen) Worten darauf hin gewiesen. Dafür ist er ja zum Tode verurteilt worden. Obwohl er besonders bei der Jugend sehr beliebt war und viele von ihnen sein Angebot der kostenlosen Unterrichtung gern annahmen, wurde er ja angeklagt, dass er die Jugend verdürbe und sie dazu verführte, nicht an die Götter zu glauben, an die die Stadt glaubte(wahrscheinlich meinten die Politiker damit sich selber:))

    • Hallo Tony! Ja so etwas habe ich erwartet. Vielen Dank für die links. Das interessiert mich sehr. Ich werde sie mir gründlich durchlesen und durchdenken. Ich denke, es werden sich dann keine Widerworte meinerseits mehr aufwerfen. Es gab ja auch schon lange Kontakte zwischen dem Osten und dem Westen durch Handelsreisende und ein paar Hundert Jahre auch später Jesus von Nazareth soll ja auch vor seinen Verkündigungen und spektakulären Heilungen eine längere Zeit in Indien verbracht haben. Das ist ja auch sehr gut vorstellbar. Aber das unsichtbare geistige Netz war sowieso immer da, woraus sich z.B. die Telepathie erklärt und was Sheldrake die „morphogenetischen Felder“ nennt. Mit anderen Worten auch: was irgendwo jemand in der Welt einmal gedacht bzw. erkannt hat, geht niemals mehr verloren.

  13. Das Menschenrecht auf Meinungsfreiheit (Art. 19 Allg. Erklärung der Menschenrechte), für wen gilt es, Herr Wernicke?
    Sie haben vor einigen Monaten meinen Kommentar auf Ihrer Webseite (Jens Wernicke) willkürlich, ohne Begründung, zensiert, gelöscht. Das einzige Mal dass ich in Deutschland zensiert wurde.

    Selbstkritisches Hinterfragen, in Frage stellen, besonders wenn es in einem Zusammenhang mit einer Koryphäe der „Friedensbewegung“ steht. Wie steht es da mit der Meinungsfreiheit, Herr Wernicke?

    Friede, Alternative, Gleichwertigkeit, da verstehen Sie und ich ganz offensichtlich jeweils etwas vollumfänglich anderes.

    Denn:
    – Schon gleichwertig sind Sie und ich nicht, Herr Wernicke. Ich gehöre der Unterschicht an (Dies ist auch an der Art meiner Kommentare ersichtlich), die Ihr vom Bildungsbürgertum verachtet. Daran ändert sich nichts, auch wenn Sie sich als Arbeiterkind bezeichnen.
    – Für mich gibt es keine „Alternativ“-Medien. Das Wort alternativ ist eine Täuschung, denn alternativ sind sie nicht. „Alternativ“-Medien sind ein Teil und keine Alternative der bestehenden, vorherrschenden, vom Bildungsbürgertum dominierten, gesellschaftlichen Strukturen und Teil der politischen Machtstrukturen, die von den „Alternativ“-Medien denn auch nicht wirklich hinterfragt, in Frage gestellt werden. Das mächtige, bestimmende Bildungsbürgertum wird auch von ihnen, trotz anderslautenden Erklärungen, in Wirklichkeit weiterhin geschont, geschützt.
    – Menschen sind für mich keine PR-Produkte, keine zu manipulierende Masse mit der man umspringen kann wie es beliebt. Es gilt die Würde des Menschen zu achten. Nicht nur theoretisch und verbal.

    Eine Gemeinsamkeit mit Menschen einer „Friedensbewegung“ habe ich dann, wenn sie (wirklich, nicht theoretisch und verbal):
    – Nicht mehr hinnehmen wollen, dass Ungehorsam und Verweigerung (Arno Gruen) weiterhin von den „Alternativ“-Medien tabuisiert werden.
    – Nicht mehr hinnehmen wollen, dass weiterhin selbstkritisches hinterfragen, in Frage stellen verpönt ist und dass „Alternativ“-Medien nicht wirklich selbstkritisch hinterfragt, in Frage gestellt werden dürfen (Ken Jebsen gehört aus meiner Sicht zu den sehr seltenen Ausnahmen).
    – Jeweils mit gleichem Mass messen.
    – Nicht beherrscht sind von Ideologien und Ähnlichem.
    – Nicht beherrscht sind von Autoritätshörigkeit (!) und Personenkult (!).
    – Andere Menschen und deren Meinung respektieren. Besonders auch, wenn sie zu der (einfachen) Bevölkerung gehören.

    Solidarität des Bildungsbürgertums mit der Unterschicht, der (einfachen) Bevölkerung, existiert nicht. Das Bildungsbürgertum (Trojanow nennt es Mittelstand) ist, gemäss Arno Gruen, nur sehr schwer auf Empathie ansprechbar und laut Ilija Trojanow solidarisiert es sich mit den Reichen.

    NB
    Auf meine Kommentare in Kommentarspalten habe ich nie respektlose Reaktionen erhalten. Ganz anders sieht es auf der Seite von Medienschaffenden, von Ken Jebsen abgesehen, und Friedens- und Menschenrechtsorganisationen aus. Wird einmal auf eine Zuschrift geantwortet, ist die Antwort beleidigend wenn nicht noch schlimmer (Auch darüber wird geschwiegen!).

  14. https://thecorrespondent.com/principles

    The Correspondent is openly subjective

    The Correspondent expects its correspondents to be engaged in the world they’re reporting on. That means we reject conventional journalism’s ideal of objectivity and have sworn off the classic reporting model of A says this, and B says that. Correspondents are fair and independent, yet also explicitly subjective: They evaluate, to the best of their ability, which side of a story is most credible – and they exercise transparency regarding their judgments. Correspondents are expected to be evidence-based and fair-minded. But they view the world from their own personal perspective and through the window of their own fascinations. As an organization, we have no overarching political ideology; as individuals, we do look at the world through a moral framework. So while The Correspondent does not have an opinion, each correspondent certainly does.

    5
    The Correspondent practices constructive journalism

    News tends to make people feel cynical and powerless: “So much is wrong with the world, and I can’t do a thing about it.” The Correspondent aims to counteract that effect with constructive journalism. This is a kind of journalism that not only brings problems and atrocities to our attention, but also proposes solutions – and ways to be part of those solutions. Constructive journalism is not the same as “good news.” It’s journalism that strives both to hold up a mirror to our society and to get society moving. We do not shy away from initiatives specifically meant to bring about societal change.

    Das ist heute Journalismus, subjektiv, Objektivität besteht nicht.
    Die Gesellschaft ändern, auch ein Ziel.
    Ob das Lügen sind, darüber kann man diskutieren, nicht immer, aber ich sehe es als Propaganda, gute Propaganda erzählt keine Lügen, gute Propaganda erzählt nur die Fakten die der Propagandist passen.

    Philip M. Taylor, ‚Munitions of the Mind, A History of Propaganda from the Ancient World to the Present Day‘, 1995, Manchester

    • Pieter Kamp:

      Ich verstehe nicht, dass niemand anscheinend versteht, dass es SCHON IMMER nur Propaganda gegeben hat. Mir will manchmal scheinen, dass der jetzige Hype um Propaganda dazu dienen soll, dieselbe „in der Cloud“ verschwinden zu lassen – mit ihren Opfern!

    • Klar hat es schon immer Propaganda gegeben, so weit unser geschichtlicher Rückspiegel reicht. Aber die gesamte Richtung, auf die sich diese Zivilisation einer patriarchalen Hirtenkultur zugespitzt hat mit immer dem selben Ziel einer Zugewinnung von Gewalt- Macht , ist ja in allen Bereichen eskaliert, so auch in diesem. Und dass diese Richtung von vorn herein niederträchtig war, ist jetzt nicht mehr zu übersehen. Das Alte Testament propagiert ja auch schon jede Menge Gewalt durch die Stimme des Herrn. Aber in unserer Zeit ist das halt alles immer greller hervorgetreten, weil wir deutlich sehen, wie dieser Unglaube an Macht und Gewalt das Leben global angreift, wenn nicht gar die ganze Erde als Gestirn.

    • Stimmt.
      Ein sehr guter Propagandist und Verschwörer war unser Prinz von Oranje, der es gelang König von England zu werden
      Es musste das tun um zu überleben.
      C. V. Wedgwood, ´William the Silent, William of Nassau, Prince of Orange, 1533 – 1584’, London, 1945

      Aber es gab andere Zeiten
      Jean-Noël Jeanneney, ‚Francois de Wendel en République, L’Argent et le Pouvoir 1914-1940, Paris 1976
      Das Buch beschreibt die politische Streit über die Franzosische Franc, die Linken wollten Devaluation, die Rechten wollten keine Geldentwertung.
      Es gab auch dann Propaganda, aber von beiden Seiten.
      Es war relativ einfach und billig eine Zeitung zu beginnen.

      Heute werden 80% der Media der Welt beherrscht von eine internationale Gruppe, leute wie Murdoch, Chaim Saban, Soros.
      Ein Niederländischer Professor, Pensioniert, erklärte Studenten das es bei uns nur noch eine unabhängiche Zeitung gibt, Friesch Dagblad, Eigentum von ein Verein.
      Aber auch die ist nicht objektiv, christlich.

      Fernsehen hat natürlich schreckliche Folgen, es ist sehr teuer damit an zu fangen, aber, wenn es einmal besteht kostet es nichts mehr Leute zu erreichen.

      Internet bis jetzt entzieht sich Beherrschung, darum ist es gefährlich, und wird es immer mehr Beherrscht, unter Vorwände wie bei uns ’nepnieuws‘, fake news, Neuigkeiten die nicht wahr sein, oder nicht wahr sein mögen.
      Wer bestimmt was wahr ist oder nicht, darauf kommt es an.
      Aber auch von Internet Sites vermute ich Beherrschung, mit Geld, von Stiftungen wovon ich nicht weiss welche Leute dahinter stecken.
      Diese Stiftungen haben schöne Ziele.

    • Objektivität kann es nie geben.
      Jeder Mensch hat seine eigene Sichtweise.
      Aber nicht das perspektivische Sehen ist Propaganda.
      Propaganda fängt, glaube ich, da an, wenn man Nachrichten manipuliert oder wissentlich Sachen weglässt.
      Man glaubt, so leichter sein Ziel erreichen zu können.

    • Ja, lieber Pieter Kamp,

      diese niederländischen Royals! Was für Abgründe sich da auftun, wenn ein wenig in Vergangenheit – und Gegenwart! – gegraben wird. Aber das wissen Sie wohl besser als ich.

    • Ich sehe die Abgründe nicht.
      Holland war ein winziges Ländchen, das nur bestehen konnte durch die Feinde gegen einander aus zu spielen.
      Der Oranje, der König von England wurde, mit sehr wenig Tote, hatte keine Wahl.

      Was der ‚gegenwart‘ betrifft, Prinz Bernhard, ein Deutscher, war 1943 ein der Spieler beim Versuch der Krieg zwischen England und Deutschland zu beënden.
      Ein dummes Flugboot Unglück verhinderte das, vermutlich starb Hess bei diesem Unglück.
      Der Mann in Spandau war nicht Hess, wie auch der Amerikanische Spandau Arzt in seinem Buch schreibt.

      Was der grosse Flugboot, der nur übers Meer hätte fliegen sollen, dazu brachte auf ein Schottische See zu landen, nie offiziëll aufgeklärt.
      Ein Bruder der Englischen König starn bei den Unglück.
      Die Hypothese ist das Hess in Schotland an Bord kam.
      Es gab eine Leiche zu viel.
      Der Pilot flog beim Start in ein zu hohes Tal.

      Lynn Picknett, Clive Prince and Stephen Prior, ‘Double standards, The Rudolf Hess cover-up’, London 2002

  15. .. ich kommentiere ja nicht oft, hier auf dieser Seite noch weniger als sonst,doch diesmal sagt meine Intuition, dass es gut ist, nochmal zu beTonen, dass diese inFORMation (zweiStunden-Interviews) *einfach* der Weg ist.

    Das Gehirn wird wieder trainiert .. der Hörer kann tief einsteigen .. es bleibt immer etwas hängen, das auch im RL weiter geteilt werden kann. Der RUBIKON, die NDS und KenFM entwickeln sich wegen des Bedarfs danach .. slowFood sozusagen.

    An dieser Stelle meine geDANKEn an Euch – alle .. und auch wenn mEin Weg weit weg geführt hat .. ich bin weiter bei Euch, sende unermüdlich unsere Botschaft: wir sind viele, wir sind hier und wir fangen an (etwas in unserem Leben zu verÄndern).

    eine besinnliche Rest- und Festwoche
    Nuuv

    • ja danke. Wir können uns mit Hilfe des künstlichen Netzwerkes gut über alles informieren und uns gegenseitig hier die Bälle zuwerfen. Aber das natürliche, unsichtbare Netz ist der Ursprung dessen, was immer hier geschieht. So wie vielleicht Tiere ihren Instinkt vor allem auf alles direkte irdische Geschehen richten, so haben wir Menschen uns auch mit unserem Instinkt und manche mit Meditation uns auf die geistigen Strömungen zu konzentrieren, auf dieses unsichtbare Netz, was uns alle mit allem verbindet. Deshalb ist es für mich jetzt auch bedeutungsvoll, dass ich zu diesem Jahresende hier, zu dieser Weihnachtszeit nach Langem wieder deutlich eine allgemeine Friedlichkeit spüre, wie ich sie aus meiner Kleinkinderzeit kenne. Zum ersten mal kann ich deshalb jetzt auch reinen Herzens allen ein friedliches schönes Weihnachten wünschen. In der dunkelsten Jahreszeit besinnt sich hier die Menschheit auf das helle innere Licht, nach dem sie im Grunde sich lebenslang sehnt und zu dem sie wieder zurückkehren möchte, denn der Geist ist aus dem Licht geboren.

  16. Das Format „IM GESPRÄCH“ erlaubt, einen Autoren ganzheitlicher zu erleben! Schön, Jens Wernicke näher kennengelernt zu haben.

    Erich Fromm ist unentbehrlich, insbesondere, da wir jetzt sehen, wie immer mehr Menschen zu „Entbehrlichen“ und „Deplorables“ erklärt werden. Jens Wernicke erwähnte Fromm zwei Mal; dass auch er sich als radikaler Humanist versteht, war erkennbar, was ihn unentbehrlich macht. Wir brauchen eine neuen radikalen Humanismus!

    RISE OF SOCIAL MACHINES: A Postscript on the Matrix of Control. Part Two.
    The danger of the past was that men became slaves. The danger of the future is that men may become robots [machines].

    Erich Fromm [1900-1980].

    Future is already here.

    https://contrarianopinion.wordpress.com/

    • Vielen Dank für den Link! Erich Fromm ist auch für mich der kompetenteste Erklärer der menschlichen Psyche. Seine erarbeiteten Texte sind eines der größten Geschenke und eine der heilsamsten Richtlinien.

    • Dass Herr Wernicke ihn so positiv erwähnte, hat mich auch gefreut. Fromm hätte allerdings sicher nie, wie Herr
      Wernicke und so viele andere heute, besonders unter den Linken, Kritik an einer Religion mit Rassismus verwechselt. Hier tritt auch wieder die Gefahr der politischen Rechts-Links-Einteilung zutage. Herr Wernicke weist ja selber auch darauf hin, dass das Links-Sein nicht nur bedeutet, dass es im Parlament immer links sitzt, sondern dass es Auseinandersetzung mit den tiefsten humanistischen Fragen bedeuten soll. Das ist ihm ja wichtig. Von da her verlangt dann aber auch dieses Links-Sein eine Auseinandersetzung gerade mit den Religionen, die ja die Politik sehr stark beeinflussen bzw. ein ungeheuer starkes Macht- und Steuerungsinstrument sein können. Das darf ja doch bei all dem schrecklichen Unrecht, was hier in der westlichen Hemisphäre aus geopolitischen Beweggründen gerade muslimischen Ländern bzw. Völkern zugefügt wurde, nicht übersehen werden. Das Alles-über-einen-Kamm-Scheren führt nie zur Auflösung von Problemen, weil es nicht der Menschenseele auf den Grund geht. Und genau dies ist heute notwendiger denn je. Und das beste, was es dazu an neuerer Literatur gibt, hat uns tatsächlich Erich Fromm geliefert, meine ich.

    • Enttäuschung:

      Es gibt in einem anderen Menschen nichts, was es nicht auch in mir gibt. Dies ist die einzige Grundlage für das Verstehen der Menschen untereinander.
      Erich Fromm

      At this point in history the capacity to doubt, to criticize and to disobey may be all that stands between a future for mankind and the end of civilization.
      Erich Fromm

      Nationalism is our form of incest, is our idolatry, is our insanity. ‚Patriotism‘ is its cult…Just as love for one individual which excludes the love for others is not love, love for one’s country which is not part of one’s love for humanity is not love, but idolatrous worship.
      Erich Fromm

      Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der „EntTäuschung“.
      Erich Fromm

      MAN FOR HIMSELF – AN ENQUIRY INTO THE PSYCHOLOGY OF ETHICS
      THE SANE SOCIETY
      ZEN BUDDHISM AND PSYCHOANALYSIS
      ANATOMIE DER MENSCHLICHEN DESTRUKTIVITÄT
      DIE KUNST DES LIEBENS
      HABEN ODER SEIN
      FURCHT FOR DER FREIHEIT

  17. ich bin froh, dass ich dieses Interview mit jens Wenicke jetzt hier miterleben darf(Ich bin bei 1Stunde), denn seit seinem Beitrag „Wuff“ hatte sich bei mir ein schräges Vorurteil gegen ihn eingeschlichen, das jetzt hierdurch korrigiert wird. Was hier bis jetzt gesprochen wurde, empfinde ich ausnahmslos als hilfreich zur Aufklärung unserer Realität und ich kann mit allen Statements d’accord gehen, obwohl ich der Etikettierung „Links“ und „rechts“ heute sehr kritisch gegenüberstehe und diese Begriffe am liebsten verschrottet sehen würde.
    Was mir bei dem „Wuff“-Beitrag so hart aufstieß, war die generelle Verurteilung und Abwertung des Kopp-Verlages, durch den ich selber z.B. an einen Teil der wichtigsten und aufklärerischsten Bücher über die westliche Geopolitik gekommen bin und zwar viele Jahre schon vor Daniele Ganser und Ken Jebsen. Es handelt sich dabei vor allem um die Werke des investigativen Wirtschaftsjournalisten F. William Engdahl.
    Und die Bücher von Udo Ulfkotte einfach nur als antimuslimische Hetze anzusehen, finde ich -auch gerade im Sinne dessen, was hier jetzt über Diskussionstoleranz gesagt wird, sehr merkwürdig. Ich habe die Bücher von Ulfkotte selber nicht gelesen, aber ich weiß, dass er sehr fundierte Kenntnisse des Islam durch langjährige Aufenthalte in Islamischen Ländern besaß, für den er sich sogar anfänglich begeisterte. Was mich selbst an dieser Religion von Anfang an stutzig gemacht hat, ist die Unterdrückung und Benachteiligung des Weiblichen und vor allem die Tatsache, dass diese Religion die einzige ist, die nicht kritisiert oder gar abgelehnt werden darf. Das dies so gefährlich ist, dass ein solcher Kritiker mit einem Bannfluch belegt werden kann, der ihn quasi für „vogelfrei“ erklärt, finde ich höchst beängstigend und abstoßend. Das ist der Beginn der Beschneidung von Meinungsfreiheit. Das wollte ich nur mal gesagt haben.
    Und das hat mit Rassismus überhaupt nichts zu tun.

    • Ja, tolles Interview insgesamt. Ich lese außer brisanten Sachbüchern fast noch lieber gute Literatur aller möglicher Genres. John Green (oder Grene?) kenne ich glaub ich noch nicht. Mal schaun. Herzlichen Dank an Euch beide. Oder selbst erlebte Teile unserer Geschichte wie jetzt gerade „Eine Jüdin in Prag“ von Heda Margolius Kovàly, die aus dem KZ flüchten konnte und dann in ihrer Heimatstadt Prag noch nacheinander das Ende der Nazizeit und den Anfang eines von Stalin gesteuerten neuen „linken“ Regimes durchstehen musste und trotz all dem noch über 90 Jahre alt wurde. Eine ermutigende Heldinnengeschichte. Alice Schwarzer konnte mich übrigens nie begeistern und ihre „Verwandlung“ zeigte mir auch, warum. Weil sie nämlich zu oberflächlich veranlagt ist, um eine echte Revolutionärin zu sein. Man könnte auch sagen, sie ist halt auch nur machtorientiert. So einen Feminismus braucht die Welt nicht.

    • Das Problem das heute viele Menschen, wie hier mit den „links-rechts“ Begriffen haben, ist durchaus verständlich, da diese Begriffe, von interessierter Seite, sowie viele Weitere, kontaminiert wurden.

      Das Problem bei dieser Angelegnheit ist nur, wenn sie dann aus diesem Grund auf die Verwendung kontaminierter Begriffe verzichten, wird es irgendwann sehr schwierig, sich in Kürze oder überhaupt, untereinander zu verständigen.

      Sollte man denken mit der Prägung neuer Begriffe wäre das Problem gelöst, sollte man berücksichtigen, sobald dies tatsächlich erfolgreich wäre, würden die neuen Begriffe ebenfalls gekapert. Ganz so wie dies mit Bewegungen im Allgemeinen ist.

      Ich für meinen Teil weiß wie Begrifflichkeiten gedacht sind, wann und wie diese Verwendung finden und ich lasse mir das durch’s Neusprechdiktionär nicht verdrehen.

      Ich möchte hier noch auf einen Auszug, aus einem Vortrag Herrn Mausfelds, verweisen:

      28. Pleisweiler Gespräch mit Professor Mausfeld – 22. Oktober 2017
      Wie sich die „verwirrte Herde“ auf Kurs halten lässt: Neue Wege der
      „Stabilitätssicherung“ im autoritären Neoliberalismus

      (…)
      Und dazu gehört ein ganz wichtiges Mittel: „Die Mitte“. Die „Mitte“ ist etwas ganz Tolles,
      heute sind alle in der Mitte. Das gehört wieder zum neoliberalen Falschwörterbuch, weil hier
      ein Begriff neu besetzt worden ist, denn „Mitte“ ist für uns alle etwas ganz Tolles. ‚Mitte‘
      suggeriert Harmonie, Ausgeglichenheit, vielleicht auch Geborgensein, ‚Mitte‘ ist ein ganz
      positives Gefühl, weil wir ungerne zu den Extremen gehören wollen. Der Neoliberalismus
      hat diesen Mittebegriff neu besetzt, indem jetzt eigentlich mit „Mitte“ eine extremistische
      Position bezeichnet wird. Nämlich die extremistische Position eines Kampfes gegen
      Demokratie. Und die „Mitte“ ist sogar eine extrem fundamentalistische Position, weil sie
      einen Ausschließlichkeitsanspruch hat: Es kann keine Alternativen mehr geben. Die „Mitte“
      ist eine extrem fundamentalistische Position mit einem Ausschließlichkeitsanspruch, übt
      aber auf uns eine gewisse Faszination aus. Wir gehen diesem Wort immer wieder auf den
      Leim. Und Sie sehen, wie häufig dieses Wort als Attraktionsmittel in der politischen Rhetorik
      verwandt wird, und zwar immer im Kontext auch des neoliberalen Programmes.
      Tony Blair: „a radical centre in which you are able to take decisions fort he future of
      the country“
      Gerhard Schröder 1998: „Es gibt keine linke oder rechte Wirtschaftspolitik, sondern
      nur eine gute oder schlechte Wirtschaftspolitik.“
      Emmanuel Macron 2017: „ni droite, ni gauche“ (weder rechts, noch links)
      Faschismus: „weder links noch rechts“

      Die „radikale Mitte“ – auch eine interessante Wortschöpfung. – Es gibt gar keine Interessen-
      gegensätze mehr. Es gibt keine Interessengegensätze zwischen Unternehmer und Lohn-
      abhängigem mehr. Es geht nur noch um ‚Vernunft‘, es geht nur noch darum, ‚rational‘ die
      besten Lösungsansätze zu finden. Es hat auch keinen Sinn mehr, gegen irgend etwas zu
      kämpfen, es geht nur darum, die ‚beste‘ Lösung zu finden, denn letztlich sitzen natürlich
      Unternehmer und Lohnabhängige im gleichen Boot, haben die gleichen Interessen,
      nämlich: die ‚besten‘ Lösungen zu finden. ‚Letztlich ziehen wir doch alle am selben Strang‘
      – das ist die Ideologie, was ja irgendwie auch richtig ist, nur eben an unterschiedlichen
      Enden.
      Interessanter ist hier noch der Punkt – das finden Sie heute ganz häufig -, dass jemand
      sagt: „ich bin weder rechts noch links“. „Links“, das heißt ja eigentlich für eine gerechte
      Verteilung und eine solidarische Gesellschaft – und „rechts“ heißt, nicht für eine gerechte
      Verteilung. Jemand, der weder rechts noch links ist, kann sich eigentlich nur damit noch
      retten, dass er sagt: „Naja, ich bin völlig apathisch!“
      Und interessant ist, dass der italienische Faschismus genau diesen Slogan hatte, er ist
      „weder rechts noch links“. Und da war etwas dran. Der Faschismus war extrem anti-links,
      aber er war auch nicht rechts, denn ‚rechts‘ hieß damals eigentlich reaktionär und
      bewahrend. Der Faschismus war revolutionär, der wollte nicht bewahren. Das war ein
      totalitäreres System, er wollte etwas ganz anderes. In gewisser Weise konnte er zurecht
      sagen: „wir sind weder rechts noch links“. Auch dort lohnt es sich wieder, einen Blick auf die
      Geschichte zu werfen.

      http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/171022-Mausfeld_Transkript_Landau_NDS.pdf

    • Mir gefällt der Ausdruck „links“ sowieso auch deshalb nicht, weil er in Bezug zum Leben an sich gar nichts ausdrückt, sondern nur in Bezug zur Staatspolitik, zum Parlament. Genauso wie „rechts“. Und ich KANN diese Worte auch nicht mehr ernsthaft benutzen, weil ich Menschen weder einen so vagen positiven noch einen so vagen, weit auslegbaren negativen Stempel aufdrücken möchte. Vielsagender und in der Tiefe bedeutungsvoller sind für mich z.B. Begriffe wie Faschist, Nazionalsozialist oder Rassist oder Speziesist, oder auch Spiesser und Traditionalist. Das sind ganz klare Begriffe, die nicht so leicht missbraucht werden können, um Fakten zu vernebeln, da sie z.T. auch rechtlich-juristisch relevant sind und beklagt werden können. Man kann sie anderen nicht so leicht ans Bein binden wie den Begriff „rechts“.
      Und „links“ kann für mich einfach kein positiver Begriff mehr sein, weil viel zu viele sich heute links verorten, die aus meiner Sicht faschistische, rassistische, speziesistische, spiessige, nazionalsozialistische und vor allem traditionelle Werte leben.
      Egal, was auch der wirklich kluge Herr Mausfeld dazu sagt, der ja ein Juwel der politischen Aufklärung ist, sind die Begriffe „rechts“ und „links“ Anachronismen für mich. Ich selber benutze sie jedenfalls nicht mehr, habe sie schon lange aus meinem Sprachgebrauch gestrichen.
      Sie schreiben, wenn wir dafür andere Begriffe nehmen, würden die genauso missbraucht werden können. Missbraucht kann natürlich jedes Wort werden, aber nicht so leicht und folgenlos wie die Begriffe „rechts“ und „links“.
      Es ist z.B. leicht und praktisch für eine plakative Abwertung , eine Gruppe von Friedens-oder Anti-TTIP-Demonstranten als „rechte“ zu bezeichnen. Mit genauer beschreibenden Vokabeln ist das schon viel schwieriger und die gewollte Abwertung würde viel offensichtlicher.

    • Enttäuschung:

      Mein Respekt!

      Wie Sie richtig formulieren ist „links“ ein Ausdruck. Und dieser Ausdruck steht „in Bezug zu“…

      Dann schreiben Sie von „Begriffen“ wie Faschist, Nationalsozialist etc.
      Ein Begriff stellt eine semantische Einheit dar im Unterschied etwa zum Wort als einer sprachlichen Einheit. Damit ist auch zum Ausdruck gebracht, dass diese semantische Einheit geistig repräsentiert – begriffen – wird. Begriffe sind Bestandteile von Gedanken.
      In der Alltagssprache wird oft zwischen „Begriff“, „Bezeichnung“, „Wort“ und „Ausdruck“ nicht klar unterschieden. Auch Sie verwenden dann weiter unten „Begriff“ für links und rechts.

      Links und rechts sind Eigenschafts- oder Umstandswörter – Beiwörter, Wiewörter (Adjektive/Adverbien), eine Wortart, welche die Beschaffenheit oder eine Beziehung eines (konkreten) Dinges, einer (abstrakten) Sache, eines Vorganges oder Zustandes usw. beschreibt.

      Begriffe, wie Faschist, Rassist, etc. können nicht so leicht missbraucht werden, weil sie „begriffen“ werden als semantische Einheit. Linke oder rechte Diktatoren sind Diktatoren.
      Ein Arschloch ist für mich eine Arschloch, ob links- oder rechtsgestrickt.

    • Noch ein letztes PS:

      Pispers dazu sinngemäss:
      Wenn alle schimpfen, dann dreht sie (Merkel) sich um und sagt, die stehen alle hinter mir.
      So viel zu Umstandsbestimmungen des Ortes sowie dazu, wie Pispers die Kanzlerin politisch korrekt verortet.

    • @Tony:
      <blockquote cite="In der Alltagssprache wird oft zwischen „Begriff“, „Bezeichnung“, „Wort“ und „Ausdruck“ nicht klar unterschieden."

  18. Erst einmal mächte ich Ken Jebsen meine Solidarität ausdrücken. Die Drohungen gegen Ihn und seine Familie sind nicht hinzunehmen und durch nichts zu rechtfertige. Leider leben wir in einer Gesellschaft die solche krankhaften Störungen immer wieder in unterschiedlichsten Ausprägungen reproduzieren.
    Ich möchte ein Thema bzw. ein Buch mit dem Titel „Das falsche Leben“ , „Ursachen und folgen unserer normophatischen Gesellschaft“, des Hallenser Psychoanalytikers und Psychiaters Hans-Joachim Maaz für eine Buchvorstellung (Interview mit dem Autor) oder beides, vorschlagen.. Nach meiner Meinung ist dieses Buch eine hervorragend Analyse, der sich immer wieder selbst reproduzierenden Individuellen und gesellschaftlichen „Störungen“. Es bietet eine Antwort auf die Frage: Warum sind Menschen so, wie sie sind und was wäre Notwendig diesen Kreislauf der „Selbst(zer)störung“ zu durchbrechen.
    Ich wünsche allen Menschen im Team von Ken FM und auch sonst allen Menschen auf der Welt frohe Feiertage und ein glückliches, gesundes, waches, achtsames, solidarisches und vor allem friedliches Jahr 2018.

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