KenFM im Gespräch mit: Jochen Scholz

Jochen Scholz ist ehemaliger Bundeswehroffizier der Luftwaffe. Bis zum Jahr 2000 war er unter anderem 12 Jahre lang in multinationalen NATO-Gremien sowie sechs Jahre lang im Bundesministerium der Verteidigung tätig. Nachdem sich die rot-grüne Regierung unter Gerhard Schröder 1999 an der völkerrechtswidrigen Bombardierung Jugoslawiens beteiligte, trat Scholz aus seiner damaligen Partei, der SPD, aus.

Scholz kennt die Bundeswehr noch aus Zeiten, als diese noch nicht zum alleinigen Spielball transatlantischer Interessen mutiert war. Während seiner aktiven Laufbahn konnte er jedoch den Wandel seines Arbeitgebers von einer Landesverteidigungsarmee zu einer „Out-of-area-Armee“ aus nächster Nähe mitverfolgen.

Heute wie damals vertritt Scholz die Ansicht, dass eine Armee nicht dazu da sei, Interessen außerhalb des eigenen Landes durchzusetzen, sondern um das eigene Territorium zu schützen. Aus diesem Grund verweist er auch immer wieder auf Paragraph 7 des Soldatengesetzes, der da lautet: „Der Soldat hat die Pflicht, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.“

Wenn jedoch das Völkerrecht, das über dem deutschen Recht steht, in diesem Land nicht mehr respektiert und verteidigt, sondern mit Füßen getreten wird, dann sind das Zustände, die nicht länger hinnehmbar sind.

Scholz betreibt daher mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln wertvolle Aufklärungsarbeit. Im Interview mit KenFM liefert der unermüdliche Pensionär mitreißende Einblicke in eine bewegte berufliche Laufbahn und zeigt sich als mutiger Kämpfer für eine wirklich humanitäre deutsche Außenpolitik. Wir hoffen sehr, dass seine Arbeit bei den Bundeswehrsoldaten sowie einigen seiner ehemaligen Kollegen auf offene Ohren stößt.

Inhaltsübersicht:

0:01:23 Bundeswehr früher und heute

0:18:00 Die Bundeswehr, eine Söldner-Armee?

0:29:40 Krieg mit Rot-Gün 1999, und die deutsche Presse ist dabei

0:38:57 Völkerrechtsbruch ohne Straftäter – Geopolitik aus Washington

0:53:48 NATO und Warschauer Pakt

1:05:22 Der erste NATO-Bündnisfall im Jahr 2001

1:16:10 Zusammenarbeit mit Russland und China?

1:26:43 Geopolitik gegen den Iran

1:36:24 Statt NATO, ein europäisches Sicherheitskonzept mit Russland

1:43:33 Die öffentliche Meinung des Normalbürgers

1:50:36 Die Rolle Deutschlands auf dem Weg zum Weltfrieden

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14 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Jochen Scholz

  1. Der Herr Scholz ist ein sehr interessanter Gesprächspartner.
    Aber Ken fragt immer wieder die selben Fragen! Z.B. „Warum sind die Leute nicht auf der Straße?“
    Was haben denn die massenhaften Demos in Griechenland gegen dir Troika gebracht?
    Was haben denn die Gelbwesten erreicht?
    Die Antwort ist ganz einfach: Die Leute wissen einfach, dass „auf die Straße gehen“ nichts bringt.
    Wenn Demonstrationen etwas ändern würden, wären sie längst verboten.
    Die Leute sind intelligent genug um zu verstehen, dass Politiker in diesem neokapitalistischen System sowieso machen was sie wollen.

  2. Ein sehr schöner Dialog über die Zustände in der Welt und insbesondere der Bundeswehr. „Nie wieder Krieg“ wollen fast alle Menschen nicht nur in Deutschland. Krieg wollen die Herrschenden, die Politiker und Politikerinnen, die sich dem Primat der USA-Politik freiwillig unterworfen haben oder die, die von den USA per Besatzung gezwungen werden. Deutschland hat sich nach dem letzten WK freiwillig der amerikanischen Eroberungspolitik unterworfen und tut es noch über die NATO, die aber jetzt auch alle anderen Staaten, die in der NATO sind, zwingt, sich an völkerrechtswidrigen Kriegen zu beteiligen. „Cusi fan tutte“ = so machen es alle und wenn alle völkerrechtswidrig handeln – wer kann dann noch Kläger sein?

    Die Werte und Ethik, die einstmals die Bundeswehr als reine Verteidigungsarmee prägten, gelten nicht mehr. Da konnte und durfte man Soldaten nicht als „Mörder in Uniform“ bezeichnen, wie das von einigen gesehen wurde, denn die Ethik und der Auftrag waren: Verteidigung bei einem Überfall. Tote die dann bei einem Überfall zu beklagen gewesen wären, könnte man sagen, hätten selber Schuld. Warum greifen sie ein anderes Land, das ihnen nichts getan hat, an?

    Jetzt aber, und das hat mir das Gespräch deutlich gemacht, fehlt diese Ethik der reinen Verteidigung in der Bundeswehr und auch in der Politik und im deutschen Bundestag, die Jahr für Jahr den völkerrechtswidrigen Krieg in Afghanistan befürworten. Sie alle machen unsere Soldaten zu „Mördern in Uniform“ – zu Überfallern, die hoch aufgerüstet friedliche Länder überfallen um an deren Rohstoffe zu kommen oder diese Länder gar für immer zu besetzen. Und – wenn sie aus ihren völkerrechtswidrigen „Einsätzen“ zurückkommen, psychisch traumatisiert sind.

    Im Grunde macht die deutsche Politik m.E. jetzt das, was unter Hitler nicht so richtig geklappt hat. Die Eroberung der Welt nur unter einer anderen Flagge: Der NATO, deren Kriegstreiber die USA sind.
    Wenn sich deutsche Poliik bedingungslos an die Seite der Kriegstreiber-Nation USA stellt und nicht das Selbstbewusstsein hat, dass für Deutschland Eroberungspolitik nicht infrage kommt, dann ist es sehr, sehr schlecht um Deutschland bestellt und unsere Politikerinnnen und Politiker stehen, ob sie wollen oder nicht, in der Tradition einer „Nazi-Denke, in der die Menschen keine Rolle spielen sondern eine Ideologie, die natürlich jederzeit die Inhalte wechseln kann.

    Das gundsätzliche Denken in Ethik und Moral „Nie wieder Krieg“ darf nicht ausgedient haben! Es muss von uns reanimiert und immer wieder eingefordert werden. Deutsche Politik muss NEIN sagen lernen. Es wird Zeit, dass sich die Linken Gruppen und Parteien zusammenschließen (die Rechten machen das auch auf EU-Ebene) und ablassen von ihren Klein-Klein-Animösitäten und das Ganze in den Blick nehmen: Frieden schaffen ohne Waffen und Gerechtigkeit für alle Menschen, die nicht zu den 1% gehören.

  3. Hochinteressant!!
    Ohne jetzt irgendetwas zu kommentieren, das würde zu weit gehen, ist dieses Interview aufgrund der derzeitigen Lage und den Erfahrungen und Aussagen des Herrn Scholz ein wirklicher Augenöffner. Hier kommt so viel zusammen, was gerade im Argen liegt und mit einem Hintergrundwissen – so ganz nebenbei – was mich Staunen macht.
    Vielen Dank dafür an die ganze KENFM-Redaktion und an Herrn Scholz.

  4. ein hervorragendes Gespräch! Super! und Megadanke dafür!

    Ich halte es für unglaublich wertvoll, so umfassend informiert, bzw. in´s Bild gerückt zu werden, auf einer ansich so schwer zu greifenden geostrategisches Massstabsebene, und erst recht mal aus der militärischen Sicht.
    Endlich hat´s mal jemand wieder deutlich aufgedröselt, wofür die Bundeswehr eigentlich stehen sollte . . .

    Und immer wieder unfassbar, wie Wir als Bevölkerung über Jahrzehnte verarscht und letztendlich missbraucht werden!

    Die besonnene Gesprächsatmosphäre hat mir seh gut gefallen!
    Die in sehr einprägsamer Bildsprache vorgetragenen Fragen und Kommentare von KEN Jebsen und die kenntnisreichen und gelehrten Antworten von Herrn Scholz haben sich da wunderbar ergänzt!

    Für mich ist das hier Bildungsmedium pur. Gehört an die Schulen in den Unterricht!!

    Und wenn auch nicht soviele auf die Strassen gehen,
    dieses Gespräch zu produzieren, es verbreiten zu können,
    andere zu bewegen sich auch dieses Video anzuschauen,
    ist auch schon ein wichtiger Betrag und Friedensdienst
    Bewußtsein darüber zu schaffen, wie man die Welt auch anders sehen kann, mit eigenen Augen . . . . .

    Auch wenn´s manchmal schwer fällt die Diskrepanz auszuhalten, zwischen dem was propagiert/geglaubt werden soll und dem, wie es sich wohl wirklich zugetragen hat/ u.immer noch zuträgt und den eigenen Einsichten, Visionen und Vorstellungen die das eigene Tun und Handeln bestimmen

    1001 Dank für dieses Gespräch. Bitte mehr davon . . .

  5. Jochen Scholz sagt, dass Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung keine Kriegsbeteiligungen will. Hier sind zwei Beispiele sogar aus der Mainstream-Presse, die das bestätigen (h weggelassen):
    1)
    ttps://www.welt.de/politik/ausland/article181491964/WELT-Trend-Fast-drei-Viertel-der-Deutschen-gegen-Bundeswehr-Einsatz-in-Syrien.html 11.9.2018
    2)
    ttp://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/nato-ukraine-russland-umfrage-pew-stimmung-deutschland Der verächtliche Titel lautete: „Deutsche würden NATO-Partner nicht verteidigen.“

    Trotz der oben angeführten Umfragen: Es gibt die große Gefahr, dass Deutschland wieder in eine Falle tappt.

    Die US-amerikanische Nato-Botschafterin Kay Hutchison im Deutschlandfunk sagte in einem Interview am 8. Juni 2018, sie „wünsche“ dass Deutschland im Falle einer Konfrontation mit Russland die Konfrontation anführe. Kay Hutchinson kennt die deutsche Geschichte und weiß sicherlich auch, dass die meisten Deutschen „Nie wieder Krieg!“ wollen. Die Moderatorin weist sie auf die deutsche Geschichte hin. Doch Hutchison entschuldigt die Deutschen. Deutschland sehe leider noch nicht, dass es über seine Vergangenheit hinausgewachsen sei und dass es heute „demokratisch“ und ein „Wächter der Demokratie“ sei. Sie glaube, dass sich Europa eine deutsche Führungsrolle wünsche, weil Deutschland so erfolgreich aus seiner dunklen Geschichte herausgekommen sei und die Wiedervereinigung geschafft habe. Es gäbe keinen Grund, warum Deutschland nicht die Führungsrolle in Europa innehaben sollte, aber das bedeute auch, dass man in der Lage sein solle, sich selbst zu verteidigen. Quelle: ttps://www.deutschlandfunk.de/us-nato-botschafterin-kay-hutchison-wir-wuenschen-uns-dass.694.de.html?dram:article_id=419839

    Sputnik hat dieses Interview von Kay Hutchison analysiert und kam zu folgenden beachtenswerten Schlüssen (Quelle: https://de.sputniknews.com/kommentare/20180612321129060-leyen-nato-aufruestung/)
    1. Die Grundhaltung „Kein Krieg!“ habe nichts mit Schuldgefühlen zu tun, sondern sei eine berechtigte Grundhaltung des Menschen. 2. Die US-Botschafterin und auch die anderen Kriegstreiber, die Deutschland eine Führungsrolle zusprechen wollten, täten dies nicht aus Liebe zu Deutschland und den Deutschen, sondern eher aus gegenteiligen Gründen. Ein Krieg gegen Russland unter deutscher Führung würde die Vernichtung Deutschlands bedeuten und die Kriegstreiber wüssten das sehr genau. 3. Es habe im Ersten und Zweiten Weltkrieg auch nichtdeutsche, vor allem angelsächsische Interessen daran gegeben, dass sich Deutschland und die Deutschen im Kampf gegen Russland und die Sowjetunion gegenseitig ausbluteten. Sputnik fragt weiter: Wie sei es in diesem Zusammenhang zu beurteilen: dass Mitglieder der deutschen Regierung wie die Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) deutlich zeigten, dass sie der Forderung nach „Führung“ gern nachkämen, dass deutsche Politiker davon redeten, Deutschland müsse „mehr Verantwortung übernehmen, und „führen“, dass die deutschen Militärausgaben tatsächlich auf die Zwei-Prozent-Höhe hochgeschraubt würden und dass jetzt kontinuierlich aufgerüstet werden solle? Auch mit einer neuen Nato-Kommandozentrale für schnelle Truppentransporte an die russische Grenze im süddeutschen Ulm? Sputnik fragt: Wollten diese deutschen Politiker nach zwei verlorenen Weltkriegen in einem dritten Weltkrieg endlich mal auf der „richtigen Seite“, auf der Seite der „Sieger“ stehen?

    Hier habe ich gefunden, dass Wolfgang Ischinger sich tatsächlich so geäußert hat:
    Wolfgang Ischinger sagt in einem Artikel des Tagesspiegels: „Als deutscher Botschafter in den USA habe ich gerne gesagt: In der Geschichte haben wir Deutschen oft auf der falschen Seite gestanden. Nun werden wir immer auf der richtigen Seite stehen.“ Quelle: ttps://www.tagesspiegel.de/politik/wolfgang-ischinger-im-interview-deutschland-macht-nur-dinge-bei-denen-man-nicht-nass-wird/22902048.html Wie kurzsichtig, und dumm ist das denn?

    Wolfgang Ischinger und der ehemalige grüne deutsche Außenminister, Joschka Fischer, sind in Bezug auf das Thema bedingungslose Bindung an die NATO und an den Westen, einer Meinung. Die Berliner Morgenpost hat in einem Artikel über Ischinger vom 10.1.2016 Folgendes über die Verbindung Joschka Fischer – Wolfgang Ischinger geschrieben: „Fischer stimmte, kaum im Amt, zu, dass erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg deutsche Soldaten in einen Kampfeinsatz geschickt wurden. Deutsche Tornados bombardierten Belgrad mit dem Ziel, die serbische Regierung zum Einlenken zu zwingen. Gleichzeitig wurde ihr ein Friedensplan vorgelegt…. Und wohl auch kein Zufall, dass Ischinger als Staatssekretär seine Hände im Spiel hatte. Zudem hatte Fischer den Nicht-Grünen Ischinger befördert und damit zu seinem wichtigsten Mitarbeiter gemacht.“ Quelle: ttps://www.morgenpost.de/berlin/article206904273/Ein-Mann-von-Welt-der-in-Berlin-ein-Zuhause-gefunden-hat.html .

    Ich bin beunruhigt, dass die Grünen so erfolgreich bei den letzten Wahlen abgeschnitten haben. Ich glaube, dass die Grünen, die als hippe, junge Partei mit gutaussehenden Parteigenossen auftreten, seit dem völkerrechtswidrigen, ordinären Angriffskrieg gegen Jugoslawien im Jahr 1999 leicht für „humanitäre Interventionen“ (also Angriffskriege) gewonnen werden können und dass das von vielen deutschen Wählern, die immer noch glauben, die Grünen seien eine „Friedenspartei“, nicht durchschaut wird. Hier ein Artikel, der meine Befürchtung untermauert: ttps://www.welt.de/politik/deutschland/article181489960/Bei-Giftgas-Einsatz-Politiker-von-Union-FDP-und-Gruenen-offen-fuer-Militaerschlag-in-Syrien.html

    • Es gibt keine „richtige Seite“. Und auf der Suche nach der Schuld: folge dem Geld.

      „Schon wieder Krieg! Der Kluge hört’s nicht gern.“ (Goethe)

      Ein echter Krieg wäre erst, wenn die, die nicht taugen,
      in ihn geschickt würden. (Karl Kraus)

      Wie wird die Welt regiert und in den Krieg geführt? Diplomaten belügen Journalisten und glauben es, wenn sie’s lesen. (Karl Kraus)

      Kriege und Geschäftsbücher werden mit Gott geführt. (Karl Kraus)

  6. Danke für dieses wichtige Interview. Jochen Scholz sagt, dass alle absolut davon überzeugt gewesen seien, dass die Sowjetunion eine sehr große Gefahr darstellte, bis Willy Wimmer von der CIA erfuhr, dass die Sowjets nur defensiv gewesen seien und Mütterchen Russland hätten schützen wollen.

    Ich habe einen Hinweis, dass die Angst vor der Sowjetunion von einem Mitglied einer amerikanischen Geheimgesellschaft geschürt wurde: Von William Averell Harriman, Mitglied bei der Yale-Geheimgesellschaft Skull & Bones seit 1913. Auf einer Dinnerparty 1971 soll der 79jährige Harriman sich gebrüstet haben, dass er der Erste gewesen sei, der vor der sowjetischen Gefahr gewarnt habe. Doch der ebenfalls anwesende Autor Edward Weintal hatte bei Recherchen für ein neues Buch in den Staatsarchiven Dokumente gefunden, die Harrimans Aussage widerlegten. Weintal verwies auf ein Telegramm an das State Department vom 12. Februar 1944, das Harriman damals an den Präsidenten Roosevelt gesandt habe und sagte: „Sie informierten Roosevelt darüber, dass die Sowjets keine kommunistische Partei in Polen installieren wollten.“ Da soll Harriman den 70jährigen Weintal bedroht haben, ihm das Kinn zu zerschmettern, wenn er darüber etwas drucke, doch eine Washington Post-Reporterin hatte sich bereits die Details notiert (siehe Washington Post, 17. März 1971, VIP-Kolumne von Maxine Cheshire). Quelle: Antony Sutton: America’s Secret Establishment – An Introduction to the Order of Skull & Bones, S. 132

    1971 war Skull & Bones übrigens tatsächlich noch geheim, man hielt diese Gesellschaft nur für eine harmlose Studentenverbindung auf Yale.

    In einem meiner Kommentare hier unter die Rezension von Wolfgang Bittner vom 14. 6. bei Ken FM über Alexander Sosnowski und Willy Wimmers neues Buch: „Und immer wieder Versailles“ habe ich ein Zitat von Benjamin Disraeli über dessen Hinweise auf Mitglieder von Geheimgesellschaften gebracht – und wie einflussreich sie seien.

    Die Harriman-Anekdote oben könnte ein Hinweis sein, wie MÄCHTIG einflussreiche Mitglieder von Geheimgesellschaften tatsächlich sein können. Denn die gesamte halbe Hemisphäre durch eine eiskalte Lüge in Angst und Schrecken vor der Sowjetunion zu versetzen – dazu gehört schon was.

    Auch interessant: Skull&Bones-Mitglied Robert Abercrombie Lovett (Skull & Bones 1918) hat 1949 eine Schlüsselrolle bei der Schaffung der CIA gespielt und ein weiterer „Bundesbruder“, Frederick Trubee Davison (Skull & Bones 1918), war, laut Sutton, der erste Personaldirekter der CIA – konnte also die Leute rekrutieren. Er war übrigens der Sohn vom Banker und Morgan-Partner Henry Pomeroy Davison. Und das war der, der den Entente-Mächten 1915 diese Kriegskredite zum Weiterführen des Krieges gegen die Mittelmächte besorgt hatte, sonst wären die Ententemächte schon 1915 pleite gewesen und der Erste Weltkrieg hätte, wegen Geldmangels, beendet werden müssen.

    Ich bin echt erstaunt, wie die Kreise sich immer wieder schließen.

    • Sutton AC – How The Order Controls Education 1985.pdf

      https://alor.org/Library/Sutton%20AC%20-%20How%20The%20Order%20Controls%20Education%201985.pdf

    • neopresse.com/politik/usa/skull-and-bones-so-geheim-dass-ich-nicht-mehr-daruber-sagen-kann/

  7. Washington würde einen Teilaustritt aus der Nato, wie auch eine Kündigung Ramsteins niemals zulassen. Da würde ein Tsunami in der Nordsee Sylt überfluten oder ein durchgeknallter, fremdgesteuerter Terrorist einen Massenmord inszenieren, oder eine Brücke zusammenstürzen, oder was auch immer. Der Vasall ordnet sich dem Imperator unter oder stirbt.

  8. „Es zeigt sich nirgends“
    Wieder ein interessantes Gespräch, dessen Inhalt vielfach bekannt ist für die, die sich interessieren
    und seine gesicherte Grenze nicht überschreiten wird .
    Die wirksamen Grenzen werden durch Spaltung des Volkes gesetzt und es wirkt beinahe anachronistisch wenn im Gespräch vom Völkerrecht gesprochen wird .
    Es wird vom begründeten Mißtrauen des deutschen Ostens gegenüber den MSM gesprochen und nicht über das in direkten Zusammenhang stehenden Mißtrauen gegenüber der Massenzuwanderung und der Auflösung der kulturellen/staatlichen Grenzen .
    Es wird keinen Widerstand gegen Kapitalismus und Krieg und Desinformation geben, denn die zentralen Anliegen der internationalen Kapitalinteressen werden weiter durchgesetzt ,
    weil Spaltung und Hedonismus weiter die politisch wirksamen Parameter sind .

  9. Den Schluss-Witz mit der Aktentasche fand ich nicht so gut, obwohl mir die Geschichte vom 20.Juli nicht so heilig ist, erst mitsiegen, Karriere machen und fünf Minuten vor vorhersehbarem Schluss revoltieren.

  10. Tolles Gespräch mit einem aus der Generation der Nicht-Smartphone-Gesteuerten. Die wesentliche Linie der europäischen Geschichte geleitet von Mackinder`s Herzlandtheorie bis zur Gegenwart der Front gegen die Seidenstrasse wurde deutlich, und warum auch die gegenwärtige Front vs Russland im Zusammenhang mit Chinas Seidenstrasse und Mackinder’s Herzlandtheorie verstanden werden muss. Aussergewöhnlich auch die Erkenntnisse hinsichtlich China. Die 5 Stunden täglicher Recherche sind leider erforderlich für diesen Durchblick.

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