Joe Bidens Neuanfang: „Vorwärts in die Vergangenheit“ | Von Rainer Rupp

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Nach Bidens angeblichem Sieg über Donald Trump im vergangenen November, an dem viele zig-Millionen amerikanische Wähler immer noch zweifeln, hat die Demokratische Kamarilla in Washington die Losung für die kommenden vier Amtsjahre der senilen Präsidenten-Marionette als „Besser Wiederaufbauen“ herausgegeben.

Die neuen Herren in Washington sind jedoch von ihrem Sieg über Trump derart verblendet, dass es ihnen nicht in den Sinn kommt, dass Trump und seine Wahl zum Präsidenten 2016 lediglich ein Produkt, bzw. eine Widerspiegelung der profunden innen- und außenpolitischen Verwerfungen des US-Imperiums war. Wenn die Biden-Regierung nun vorwärts in die Vergangenheit stürmt, werden sich die Probleme, die sich bis dato angesammelt hatten, nur noch verstärken. Für eine weitere Verschärfung der sozialen Gegensätze spricht z.B., dass Biden bereits im Juli 2019 in einer Wahlveranstaltung seinen wohlhabenden Unterstützern versprochen (1) hatte, dass sich unter seiner Präsidentschaft für die Reichen nichts ändern werde. Einmalige Corona Trostpflaster von 1600 Dollar pro Familie können nicht verhindern, dass die desolate strukturelle Armut in den USA noch schlimmer und die Kluft zwischen Reich und Arm noch größer wird.

Auch außenpolitisch will die Bidens Kamarilla die Schäden, die Präsident Trump als Globalisierungsgegner den Interessen der Eliten der „Liberalen Weltordnung“ zugefügt hat, reparieren. Zugleich wurde die Rückkehr zum US-amerikanischen Exzeptionalismus verkündet. Das heißt, dass Washington für sich wieder den Anspruch erhebt, als Supermacht für das Gute weltweit für Demokratie zu kämpfen und für global unkontrollierte Märkte für die Ausbeutung durch US-Konzerne zu schaffen. Trump hatte diesen amerikanischen Exzeptionalismus wiederholt in aller Öffentlichkeit als dümmliche Selbstüberschätzung belächelt. Nun soll der in der US-amerikanischen Gesellschaft tief verwurzelte, quasi religiöse Glauben an dieses Selbstbild den Imperialisten in Washington wieder als Legitimation dienen, um die endlosen Kriege fortzuführen oder rund um die Welt neue zu entfachen.

Aber unabhängig vom subjektiven amerikanischen Wollen haben sich die objektiven Realitäten geändert. Denn für die Fortführung der weltweiten militärischen US-Abenteuer im Alleingang reicht heute die Kraft der US-Supermacht nicht mehr aus. Das hat viele Gründe, unter anderem, dass sich die weltweite Korrelation der Kräfte im letzten Jahrzehnt mit zunehmender Geschwindigkeit zu Ungunsten der USA entwickelt hat. Zweitens steht der amerikanische Koloss selbst auf immer morscheren ökonomischen, sozialen und gesellschaftlichen Krücken. Drittens ist unverkennbar, dass sich die Zentrifugalkräfte innerhalb der US-Bündnisse enorm verstärkt haben. Vor allem angesichts auseinanderdriftender gemeinsamer Interessen und der verstärkten Wahrnehmung der nationalen Prioritäten in vielen Mitgliedsstaaten der US-Bündnisse. Dabei werden die traditionellen Gruppen der herrschenden Klasse, die immer noch dem Geschäftsmodell der Liberalen Weltordnung anhängen, zunehmend zurückgedrängt.

All diese soeben aufgeführten, objektiven Entwicklungen versucht die neue Biden-Administration mit ihrem „Vorwärts-in-die-Vergangenheit“-Marsch zu stoppen und zurückzudrängen. Mit einem hochtrabenden Versprechen alles wieder „besser aufzubauen“ ist es nicht getan, wenn Objektiv die Ressourcen fehlen, wenn der gesellschaftliche Konsens dafür nicht hergestellt werden kann, oder wenn die Bündnispartner keine höheren Lasten übernehmen können oder wollen, weil ihnen die Politik des Großen Bruders zu gefährlich wird.

Rund um die Welt hatten viele Menschen hohe Erwartungen in die neue Biden-Administration gesetzt und auf eine Neubewertung der Kosten und Nutzen des globalen Engagements der USA gehofft. Aber die Fraktion der Anhänger der Liberalen Weltordnung hat sich in Washington durchgesetzt und ihren Gesinnungsgenossen in Europa, die unter Trump auf verlorenem Posten kämpften, neues Leben eingehaucht. An den trostlosen Realitäten sowohl in den USA als auch in Europa hat die Wahl Bidens und die Entwicklung seither nichts geändert. Daher klaffen in Washington heute Anspruch und Wirklichkeit, politisches Wollen und Können weiter auseinander denn je. Verbunden mit arroganter US-Selbstüberschätzung und Wild-West-Abenteurertum der Kriegsfalken kann das zu hochgefährlichen Konfrontationen in einer Reihe von schwelenden Konfliktherden auf vier Kontinenten führen.

Nicht wenige Menschen weltweit haben in ihrer Naivität daran geglaubt, dass Biden und seine Clique aus neoliberalen Falken sich neu erfinden würden, wenn sie erstmal im Oval Office sind. Dann würden sie einen Reset-Knopf drücken und eine andere, eine friedliche Außenpolitik verfolgen. Da ist der Glauben an den Osterhasen realistischer.

Schließlich ist es derselbe Joe Biden, der sich als Senator für die US-Angriffskriege gegen Grenada und Panama in den 1980er Jahren, auf dem Balkan in den 1990er Jahren und gegen Afghanistan im Jahr 2001 aussprach. Allerdings hatte er sich 1991 dem damaligen Angriffskrieg von George Bush Senior gegen den Irak widersetzt, nur um etwas später diesen Schritt öffentlich zu bedauern. Dafür unterstützte er umso stärker den verheerenden Golfkrieg 2003 gegen den Irak. Ebenso setzte er sich für Obamas Bombardierung Libyens 2011 und zuletzt Syriens im August 2014 als Obamas Vizepräsident nachdrücklich ein.

Bidens Außenminister Blinken

Joe Biden war schon immer ein in der Wolle gefärbter, neo-liberaler Kriegstreiber, ebenso wie sein von den deutschen Herrschaftseliten hochgeschätzter, neuer Außenminister Tony Blinken, der alle Schweinereien von Obama und Biden mitgemacht hat. Unter Obama war Blinken stellvertretender Außenminister für Europa und enger Berater von Biden. In der politischen Leerzeit während der Trump-Regierung gründete Blinken im Jahr 2017 zusammen mit Partnern die geheimnistuerische (2) Beraterfirma „WestExec Advisors“, die mit diversen US- und israelischen Rüstungsunternehmen zusammenarbeitete und so von Verhandlungen und Verträgen mit dem Pentagon profitierte. Nachdem Blinken jüngst seine Ernennung als Außenminister angenommen hatte, bekam er von seiner WestExec-Firma fast 1,2 Millionen US-Dollar (3) als Abschiedsgeschenk.

Victoria Fuck-the-EU Nuland auch wieder dabei

Entlang dieser politischen Linie nominierte Biden kürzlich auch Frau Victoria Fuck-the-EU Nuland zur Unterstaatssekretärin für politische Angelegenheiten, womit sie faktisch die dritthöchste US-Diplomatin geworden ist. Nuland hat 2014 beim „Maidan-Putsch“ in der Ukraine eine besonders perfide Rolle gespielt, als sie dort nicht nur Plätzchen an die Neofaschisten verteilte, sondern ihnen auch half, in Kiew an die Macht zu kommen.

Folter-Versteherin als oberste Geheimdienstchefin

Avril Haines, in der Zeit von Trump eine Direktorin von Blinkens WestExec-Firma, ist zu Bidens Director of National Intelligence aufgestiegen. Als Rechtsberaterin Obamas und des US-Außenministeriums und später als stellvertretende CIA-Direktorin und stellvertretende Nationale Sicherheitsberaterin, lieferte sie Obama ein juristisches Feigenblatt über die Ausweitung der mörderischen Drohnenangriffe, bei denen oft viele Zivilisten getötet wurden, und z.B. bei Hochzeiten, die zu Beerdigungen wurden.

Avril Haines unterstützte auch die umstrittene Nominierung der Waterboarding-Befürworterin Gina Haspel als Direktorin der CIA unter Präsident Trump, obwohl Haspel für die Überwachung des Folterprogramms der CIA direkt verantwortlich war. Darüber hinaus schützte Haines mit dem von ihr geschaffenen “Accountability Board“ (Verantwortungs-Ausschuss) die CIA-Mitarbeiter davor, sich für ihren Einsatz von Folter verantworten zu müssen. Orwells 1984 lässt grüßen. Haines und ihr Team redigierten die Berichte des Ausschusses entsprechend.

In ihrer früheren Position bei der CIA war Haines auch dafür verantwortlich, dass die kriminellen Geheimdienstbeamten nicht bestraft wurden, die sich in die Computer von Senatsmitarbeitern gehackt hatten, um deren Recherchen zum Folterprogramm der CIA zu löschen.

Jetzt ist Haines Bidens oberste Chefin der 17 US-Geheimdienste (Director of National Intelligence). In dieser Position hat sie einen offiziellen Sitz am Kabinettstisch und ist somit an allen Regierungsentscheidungen beteiligt. Kann man bei einer Vorgeschichte wie der von Haines von der neuen, obersten Geheimdienstchefin erwarten, „dass sie den Machtmissbrauch der amerikanischen Geheimdienste zügeln wird?“, fragte The Guardian (4) Ende November 2020.

Globaler Krieger als „Verteidigungsminister“ 

Der pensionierte Armeegeneral Lloyd Austin ist Bidens „Verteidigungsminister“. Der afro-Amerikaner diente als Kommandeur des United States Central Command (CENTCOM) und war stellvertretender Stabschef der United States Army und letzter kommandierender General der US-Streitkräfte im Irak. Vor seiner Ernennung zum Minister war er Leiter der Berater-Firma „Austin Strategy Group“ und hatte lukrative Posten im Vorstand einer Reihe von US-Konzernen, vor allem Rüstungskonzernen wie Raytheon Technologies, Nucor Steel und United Technologies.

Er ist ein globaler Krieger des US-Imperiums, verantwortlich für die US-Angriffskriege in Afghanistan, Syrien und im Irak. Nun wird er als Minister mit der Aufgabe betraut, weitere US-Aggressionskriege im Dienst der US-Konzerne zu planen.

Die Art, wie er den US-Angriffskrieg gegen Irak beschrieben hat (5), sagt eigentlich alles über den Ex-General aus: “Was unsere Truppen im Irak im Laufe von fast neun Jahren erreicht haben, ist wirklich bemerkenswert. Sie gaben dem irakischen Volk seine Freiheit.”

Laut der „Internationalen Juristenkommission“ (ICJ) in Genf (6) geschah die Invasion des Irak weder in Notwehr noch war sie vom UN-Sicherheitsrat sanktioniert und deshalb stellt sie das größte aller Verbrechen dar, nämlich das Verbrechen des Angriffskrieges. Deshalb gehört General Austin vor ein Kriegsverbrechergericht und nicht in einen Ministersessel.

Das hier ist nur die Spitze des Eisbergs von Bidens Politik, das was angeblich von Trump zerstört wurde, „besser wiederaufzubauen“. Aber danach sieht das nicht aus. Es ist der alte Wein, und auch die Schläuche sind nicht neu. Tatsächlich kann Joe Bidens Politik am besten mit: „Vorwärts in die Vergangenheit“ charakterisiert werden.

Quellen:

  1. https://www.salon.com/2019/06/19/joe-biden-to-rich-donors-nothing-would-fundamentally-change-if-hes-elected/
  2. https://www.dict.cc/?s=geheimniskr%C3%A4merisch
  3. https://www.thecable.ng/debunking-bidens-foreign-policy-reset
  4. https://www.theguardian.com/commentisfree/2020/nov/28/joe-biden-cabinet-administration-antony-blinken
  5. https://www.eastidahonews.com/2011/12/obama-welcomes-home-us-commander-in-iraq/
  6. https://en.wikipedia.org/wiki/Legality_of_the_Iraq_War#:~:text=The%20invasion%20of%20Iraq%20was%20neither%20in%20self-defense%20against,Jurists%20(ICJ)%20in%20Geneva.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildquelle:  Stratos Brilakis  / shutterstock

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14 Kommentare zu: “Joe Bidens Neuanfang: „Vorwärts in die Vergangenheit“ | Von Rainer Rupp

  1. Hartensteiner sagt:

    Diesen Kommentar habe ich bereits im Artikel zu Syrien geschrieben. Aber vielleicht passt er ja besser hierher? Wie es aussieht hat Biden noch Großes vor sich. Wird er diese Erwartungen erfüllen?
    Vielleicht haben Manche ja unterdessen die Erinnerungen an 30 Jahre Völkermord im Irak vergessen oder verdrängt.
    Um zu begreifen, was die USA – und Lakaienstaaten inklusive BRD – sind, empfiehlt es sich, diesen Bericht der Nachdenkseiten zu lesen bzw. anzuhören:
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=70630
    Was da geschah ist so entsetzlich, dass man nach jedem Schreckensdetail meinen könnte, dass es reicht. Aber dann geht es erst richtig los.
    Wer sich einmal näher mit den "Indianerkriegen" der USA befasst hat erkennt, dass man damals mit den damaligen Mitteln vergleichbar agiert hat. Doch mit moderner Technologie ist das viel "effektiver" zu bewerkstelligen, wie schon am Koreakrieg und am Vietnamkrieg zu beobachten war. Man wundert sich…. was machen die USA eigentlich, wenn sie gerade keinen Völkermord begehen können? "Das geht gar nicht". Da fehlt etwas… das ist keine "Normalität". Da muss sich doch etwas machen lassen…. Sehen wir mal. Im Jemen läuft es ja auch gerade nicht schlecht. Was kommt als Nächstes?

  2. corovide sagt:

    Die Welt braucht weder ein Herr Trump oder ein Herr Obama oder ein Herr Biden.

    Niemand braucht wirklich eine Frau Merkel oder eine WHO oder auch einige wenige Leute die diktieren das du jetzt im Bus eine Maske tragen musst.

    Je mehr wir aber es wie selbstverständlich hinnehmen das es solche Leute gibt und je mehr Ausreden man hinzu fügt warum es sie gibt um so mehr entfernen wir uns von dem Fakt das wir schlicht keine Politik(er) brauchen.

    Je mehr wir um diese Politiker reden um so einfacher prägt es sich in den Kopf der leute das Politiker nötwendig seien. Man hintergfragt nicht mehr man sieht es einfach so und fertig. Politiker müssen sein.

    Dabei wie gesagt braucht kein Mensch Politiker zumal wenn es in erster Linie die Politiker waren die wieder und wieder die Menschheit in die absurdesten Situationen führten. Das war schon vor 2000 Jahren so und es ist bis heute so geblieben.

    Statt zu erlennen das Politik wahrlich ein Übel sein kann und man es doch besser abschaffen sollte wird seit mehr als 2000 Jahren einzelnen Personen "Macht" zugesprochen und promt erlebt man wie sie Macht missbrauchen. Man scheint nichts aus der geschichte zu lernen.

    Ob nun Herr Biden oder Herr trump oder Frau Merkel uvm. wir brauchen sie nicht wirklich.

    • Hartensteiner sagt:

      Nicht nur brauchen wir die "nicht wirklich" – wir brauchen die so dringlich wie einen Serienmörder, der gerade in einer Stadt sein Unwesen treibt. Wie wir den hinter Gittern und vor einem Tribunal sehen möchten, ist es mit allen diesen Verbrecherbanden.

  3. Martin MIchael Kunkies sagt:

    Als Libertärer schätze ich den Kommunisten Rainer Rupp, mit ihm und Sarah Wagenknecht könnte man einen Menschlichen Sozialismus aufbauen. Nur dummerweise haben sie keine Macht in der SED Nachfolgepartei. Die Linken wollen das was sie am besten können, Menschen wenn sie wohlhabend sind töten oder zumindest ins Arbeitslager.
    Ja Rainer ist ein kluger weiser Mann. Welcher Rot schattierte sagt so etwas über den politischen Gegner. Ich Liebe Zitate von Rosa Luxemburg z.B. „Die Gesellschaft kränkelt nicht an fehlenden Werten, sondern an vorhandenen Zwängen.“

  4. Morph-us sagt:

    "Besser Wiederaufbauen"?

    Also "Build back better"?

    Was ist mit Kontext?

    ———
    2015 – Sendai, Japan.
    Die UN beschließt das Sendai Abkommen:

    Thema; die risiko Verminderung von Katastrophen durch eine so genannte Building Back Better Strategie.

    Idee; Katastrophen als Auslöser nutzen resilientere Nationen und Gesellschaften durch Auf- und Umbau zu erschaffen.
    ———

    Gibt es zur Zeit Katastrophen die genutzt werden um Nationen oder Gesellschaften umzubauen?

  5. Parcifal sagt:

    Danke Herr Rupp
    und
    es hilft da am Ende nur eine Avantgarde.

  6. Hartensteiner sagt:

    Zwei mir unvergessliche Bilder von Biden scheinen mir schon das Wichtigste über diese Figur zu sagen. In einer Aufnahme RENNT er über die Bühne zum Mikrophon. Und gelegentlich sieht man ihn mit seiner großen, schwarzen Maske. Ein Kasper, noch dazu ein halbdementer Kasper. Eine Marionette. Will man den "verstehen" muss man schauen, wer die Fäden zieht und die sind eigentlich alle hinreichend bekannt. Gruselig.

    • Beobachter sagt:

      Doch alle Welt freut sich! Und die WELT, qualitätvolle Quelle edelsten "Tschournalismusses", verkündet allhier:

      Junge Deutsche fordern engagiertere Außenpolitik – auch militärisch
      https://www.welt.de/politik/ausland/article209085853/Studien-Junge-Deutsche-fordern-engagiertere-Aussenpolitik-auch-militaerisch.html

      Nun da können ja die Jungmänner*Innen flink in den Welt*Innenbefreungskrieg ziehen, möglichst unter der
      freiheitlichen Führung aus Übersee, um etwa UNSERE FREIHEIT -oder warens Interessen? am Hindukusch zu verteidigen.
      Kusch auch Du am Hindukusch!

      Natürlich unter Wahrung der Abstandsregeln (früher waren es Anstandsregeln) und vor allem in der schicken Maske,
      dass ja keiner beim Kämpfen von der Corona geholt wird und an der falschen Ursache verstirbt.

      Maskenschutz vor Eigennutz! Freut euch doch mit! Vielleicht gehts ja schon bald zur Nawalnybefreiung nach Russland.
      (Soll aber nur ein Scherz sein…)

    • corovide sagt:

      @Beobachter: es ist doch weniger Freunde sondern Fakt das einige viele Leute Herrn Biden gewählt haben. Weltweit wählt man was und wen auch immer um dann doch sehr schnell festzustellen das das was man wählte schlicht nutzlos ist. Wir brauchen es nicht. Brauchst du Herr Biden oder Herr Trump oder Frau Merkel?

      Wozu dienen diese Leute? Sie machen alle scheinbar sehr viel geld während dein Laden oder dein leben mehr und mehr geschlossen ist. Und jetzt? Merkst du nicht das du es genau diesen Leuten zu verdanken hast die von wem auch immer egal ob legal oder zu Unrecht "gewählt" wurden.

      Wie dumm ist eine Menschheit die weiter noch wählen geht.

      Was will ich mit einem SPD Land oder einem CDU Land oder einem AfD Land. Diese und alle anderen werden es garantiert vermasseln so wie Herr trump oder auch Herr Biden es vermasseln wird.

    • Beobachter sagt:

      An Corovide:

      Was ich schrieb, war -und ich dachte als solcher erkennbarer- Sarkasmus. Dass Wahlen seit langem nichts mehr helfen, ist mir klar.
      Ich hoffe zwar, dass uns in der Aussenpolitik die größeren Katastrophen erspart bleiben mögen, aber sicher bin ich mir
      da nicht. Was Biden derzeit treibt ist ein unverantwortliches Spiel mit dem Feuer; man kann nur hoffen, dass auf der
      Gegenseite niemand überreagiert. Über die tatsächlichen Gefahren hinaus, kommt mir die Lage aber auch geraderzu
      grotesk vor. Der Grundzug einer vernünftigen Außenpolitik Deutschlands wäre m.E. eine schrittweise Distanzierung vom
      transatlantischen großen Bruder und eine gewisse Annäherung an Rußland, allerdings ohne den Bogen zu überspannen und sich in neuerliche Unterordnungen zu begeben. Dabei wäre auch das Maß insoweit zu waren, dass man nicht selbst in imperialistische Allüren verfällt -im Windschatten Amerikas haben das die Deutschen ja auch schon versucht. Das vorläufige Ziel wäre ein höheres Maß an politischer Selbständigkeit bei gleichzeitig erhöhter wirtschaftlicher Autarkie.
      Das wäre ein ganz nüchternes Projekt, welches sicher im Detail auch ein paar Probleme involviert. Die müssten aber ersteinmal angesprochen werden; wir sind aber weit davon entfernt.
      Ich betone ausdrücklich, dass ich diese Gedanken nicht aus einer nationalistischen Perspektive formuiere. Ich denke, dass dies durchaus möglich wäre, vorausgesetzt, es fände sich der politische Wille über ein breites Spektrum von politschen Standpunkten dazu -etwa so, wie es Müller und Wimmer gelegentlich "auf kleiner Flamme" diskutieren. Das Fahrwasser der USA zu verlassen wäre aus meiner Sicht einfach eine überfällige Normalisierung. Paradiesische Zustände würden dadurch
      nicht ausbrechen; aber der Trieb nach Afghanistan zu gehen, wäre wohl erst einmal gedrosselt. Ich sehe indessen gegenwärtig
      außer den "alternativen" Minderheitenstandpunkten keine Ansätze zu einer solchen Umorientierung in der großen Politik,
      selbst wenn solche Standpunkte im akademischen Diskurs (noch) vorkommen. Falls das gegenwärtige System final vor die
      Hunde geht, dann -so fürchte ich- wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, oder aber die Fans des großen reset setzen
      sich tatsächlich durch. Dann sind "wir" bestenfalls Publikum -wenn nicht Kanonefutter- "alternativloser" Abenteuer. Ich habe den Eindruck, dass ein Teil der Bevölkerung solchen Fragen höchst indifferent gegenübersteht, ein anderer, darunter nicht wenige junge Leute, akzeptieren das Narrativ einer Verantwortung die Deutschland im Ausland wahrzunehmen habe;
      einschliesslich militärischer Eingriffe. Ich lobe das nicht, ich stelle es als Tatsachen fest.

  7. Michael Haas sagt:

    Biden ist ein A..h. . Leider komme ich mit dieser Einschätzung einer Lösung auch teilweise nicht näher, die mich wirklich interessieren würde.
    Auch JULIAN ASSANGE wird von der Bidenregierung weiter verfolgt. Die Wahrheit soll bis zur Unkenntlichkeit verformt werden, damit Kriege und Kriegsverbrechen (eigentlich eine Tautologie, denn alle Kriege sind Verbrechen, Kriegsverbrechen so nur Exzesse des Kriegs) medial wieder führbar werden.
    Setzen wir uns für ASSANGE ein. Er hat es verdient. Danke.

    • corovide sagt:

      Du machst eine erstaunliche Beobachtung. Man sollte dies genau beachten denn es gibt Leute die egal wer an der Macht ist stets ein "gegner" darstellen. Herr Assange kann Herrn Trump aber auch Herr Biden aber auch Frau Merkel sehr gefährlich werden obschon die Gefahr lediglich schlicht die "Wahrheit" ist. Aber Wahrheit war immer schon eine Gefahr.

      Herr Assange würde in Deutschland unter Merkel ebenso verfolgt werden wie unter AfD Führung. Was meinst du was Herr Assange alles über AfD wissen könnte oder über CDU oder über KenFM usw.

  8. Hartensteiner sagt:

    Austin: "Sie gaben dem irakischen Volk seine Freiheit.”. Da sagten die Iraker "Danke!" und "Ami go home!" und schon war es mit der Freiheit vorbei.

    • corovide sagt:

      Irak. Ein kKrieg der wie Viet Nam auf einer Lüge ausgelöst wurde. So ziemlich alle Kriege basieren auf Lügen und wenn man so schaut dann wurde durch die Politik diese Lüge verbreitet. Es ist schlicht egal wer an der Macht war oder ist – in Sachen krieg lügen scheinbar Politiker aller Art was das Zeug hält.

      Auf der einen Seite sollte jeder Mensch dankbar sein wenn man Krieg nicht erleben muss. Kennst du Krieg?

      Ich schon. Viet Nam Irak usw. Warst du da? Ich schon. Grausam. Du wirst das was du erlebt hast nie vergessen. Die Wahrheit? Die Wahrheit gibt es im Krieg nicht. Egal wo Krieg ist es geht meist um ganz andere DInge. Ob Herr Trump oder Herr Biden – Soldaten sind nach wie vor im Irak (geblieben) und sie werden auch dort bleiben weil niemand witrklich die Absicht hat diese Soldaten abzuziehen. Wie leicht wäre es den US Präsidenten gewesen den sofortigen Abzug zu befehlen … aber sie tun es nicht. Die reden drum herum.

      Ebenso wie das Folterlager bei Kuba. Es ist heute noch aktiv und es wird womöglich immer aktiv bleiben und es ist egal wer Präsident ist. Ganz abgesehen davon kann auch in Deutschland egal welche PArtei gewählt werden – die Soldaten bleiben im Irak das Folterlager beleibt bestehen. Un da glauben leute das Parteien egal welcher Art etwas verändern wollen oder würden. Nur ein einziger Schein.

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