Im Gespräch: Jörg Baberowski („Räume der Gewalt“)

Der Traum vom Weltfrieden ist unrealistisch. Er wird auch nicht in Erfüllung gehen, denn dazu müsste der Mensch ein Wesen sein, das auf Gewalt verzichtet. Immer und überall.

Das aber kann und wird nicht passieren, denn auch in einer weitgehend friedlichen Gesellschaft existieren immer individuelle Gewalttäter, Menschen, die bereit sind auch zuzuschlagen, um ihre persönlichen Ziele mit allen Mitteln durchzusetzen.

Wer Frieden wünscht, muss daher in der Lage sein diesen durchzusetzen. Er muss ihn garantieren. In letzter Konsequenz durch Abschreckung, durch die Androhung von Gewalt.

Statt sich zu wünschen, der Mensch wäre ein völlig anderes, nämlich immer friedvolles Wesen, ist es realistischer sich der Aufgabe zu widmen, wie man das angebotene Gewaltpotenzial des Menschen managen kann.

Wie lässt sich die in jedem Menschen schlummernde Möglichkeit, gewalttätig zu werden, entschärfen? Mit welchen umsetzbaren Mechanismen kommen wir einer weitgehend gewaltfreien Gesellschaft zumindest näher?

Gewaltforscher Prof. Jörg Baberowski hat sich lange mit der Thematik beschäftigt und gibt Antworten dazu, die geeignet sind, unser praktisches Zusammenleben nicht nur theoretisch friedlicher zu gestalten. Sehen wir, so gut wir es können, der Wahrheit ins Auge.

Inhaltsübersicht:

0:02:42 Gewalt muss gemanagt werden

0:13:33 Zivilisation ist kein Garant für Frieden

0:29:01 Armut macht nicht automatisch solidarisch

0:42:20 Deutschland, ein Einwanderungsland?

0:54:38 Macht und Gewalt – eine differenzierte Betrachtung

1:11:40 Die Begeisterung für Krieg

1:25:10 Wie man einen Soldaten zum Kämpfen bringt

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

82 Kommentare zu: “Im Gespräch: Jörg Baberowski („Räume der Gewalt“)

  1. A. Eberl, von Wolfgang Schäuble stammt doch die Aussage, dass das Volk das Problem sei (m.a.W. beim Regieren stört). Das Zitat habe ich jetzt nicht gefunden.
    Ein anderes Zitat von ihm: "Wahlen ändern nichts, Es gibt Regeln."
    Der Satz fiel im Zusammenhang mit der Volksabstimmung in Griechenland und ist hier zu finden:
    https://www.documenta14.de/de/south/53_wahlen_aendern_nichts_zum_elend_einer_demokratie_der_gleichwertigkeit
    Es ist ein sehr langer Text. Das Zitat ist Ende des 1. Drittels zu finden.
    Wolfgang Schäuble aktuell.
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article203689670/Wolfgang-Schaeuble-wirft-Buergern-zunehmenden-Egoismus-vor.html
    Fritz Glunk beschreibt hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=QDMaM0jhOc8
    wo und wie von nicht gewählten Institutionen Regeln gesetzt werden, die dann in den nationalen Regierungen umgesetzt werden.

  2. Als ich die ersten 7 Minuten der Rede von Angela Merkel bei der 130. Sitzung des dt. Bundestages angehört hatte, hab ich abgeschaltet https://deutsch.rt.com/live/95093-live-sitzung-vom-bundestag/ . Sie lässt da anlässlich des 70. Geburtstags der NATO deren Geschichte Revue passieren und reiht schamlos eine Lüge an die andere – und bis auf AFD und LINKE klatscht der ganze Bundestag Beifall – ein furchtbarer Raum der Gewalt, diese Gedankenwelt der deutschen Volksvertreter …

    • Und die Politik dieser Volksvertreter könnte/ sollte uns einen Ordnungsrahmen schaffen, in dem wir sicher leben können ?

      Herr Baberowski denkt, dass der Staat diesen Ordnungsrahmen schaffen müsse. Wie kommt er hier und heute auf diesen Gedanken ?

    • Ich meine, wir sollten "Staat" nicht mit dieser üblen Politikerclique verwechseln, die im Moment in Deutschland und der EU die Macht übernommen hat. Sie sagen es 100%ig richtig: " …ein furchtbarer Raum der Gewalt, diese Gedankenwelt der deutschen Volksvertreter …"
      Weiter:
      "Herr Baberowski denkt, dass der Staat diesen Ordnungsrahmen schaffen müsse. Wie kommt er hier und heute auf diesen Gedanken?"
      Das ist in der Tat wohl die schwierigste Frage an einen Historiker. 😉

      Aber wer sollte ihn sonst schaffen?
      Jene, die die Bedingungen unseres Miteinanders immer wieder aufs Neue ausdiskutieren wollen?
      Übertrage so etwas auf den Straßenverkehr und Du raffst ziemlich schnell, was diese Aussage
      für eine Dummheit ist.

      Was mir allerdings tatsächlich im Gespräch gefehlt hat, war der Bezug zur deutschen Gegenwartspolitik.
      Und warum wohl gerade jetzt ein Projekt zur Diktaturforschung nicht erwünscht ist.

      Böser "Rechtsextremist", nicht wahr "Box"?

    • Das stimmt "wir sollten "Staat" nicht mit dieser üblen Politikerclique verwechseln, die im Moment in Deutschland und der EU die Macht übernommen hat", camelote. Danke. Alle Bürger sind der Staat.

      Aber, wie ich heute in einem anderen Kommentar schrieb: 'Ich gelange immer deutlicher zu der Auffassung, dass es die große Mehrzahl der Bevölkerung ist, die dafür verantwortlich ist, welche Regierung sie hat und auch welche Kreise die Regierung lenken. Die Unterscheidung in die "Eliten" und die "99%" erscheint mir inzwischen ganz irreführend.
      Die meisten leben ihrem eigenen Vorteil, ihrem Vergügen, ihrer Bequemlichkeit – in Konkurrenz zu jeweiligen Mitbewerbern. Angst, nicht genug Geld, Besitz, Anerkennung zu bekommen, dominiert. Das Leben wird als Kampf erlebt, in dem man nicht Opfer, Verlierer, sondern Sieger sein muss. Das Gefühl und die Erfahrung, geliebt zu sein, genug zu haben und genug zu sein, erleben wenige.
      Nach Jahrtausenden Krieg und nun zwei Weltkriegen sind wir Überlebende und Nachgeborene gezeichnet. Besonders gezeichnet sind unsere sogenannten Eliten.'

      Glücklicherweise kann unsere staatliche Ordnung noch von der gewaltigen Erschütterung und Besinnung nach dem 2. Weltkrieg zehren, die uns unser GG beschert hat. Aber immer stärker wird das entkernt und bei Bedarf einfach ignoriert. Jeder kann sehen, wie unser Staat als positive Ordnugsmacht zerfällt. Immer deutlicher ist jeder von uns persönlich gefragt, positive Ordnung im gesellschaftlichen Leben zu schaffen.
      So juckt unsere Bundesregierung in keiner Weise die Gesundheitsgefährdung aller Lebewesen durch elektromagnetische Wellen. Trotz aller seit Jahrzehnten vorliegenden Studien zu ihrer störenden Interaktion mit den Frequenzen der Lebewesen wird nach 1, 2, 3, 4 nun auch noch 5 G mit Hochdruck und möglichst undiskutiert realisiert. Wenn wir Bürger uns da nicht auf die Hinterbeine stellen – unser Staat schützt uns nicht, er plant zerstörerischen Wahnsinn.
      Und unser Straßenverkehr, camelote ? Wohin ist der seit, sagen wir mal, dem 2. Weltkrieg verkommen ? Da hat doch die Verkehrspolitik – in der Hand von VW, BMW, Daimler Benz, ADAC und Co – deutlich mehr Schaden angerichtet als der rücksichtslose Autofahrer.

    • Straßenverkehr: Ich wollte nur darauf hinaus, daß ich nicht an jeder Ampel, bei der ich grün habe, schauen möchte, ob mir die Vorfahrt gewährt wird oder ob ich mein Leben riskiere, wenn ich davon ausgehe, daß ich fahren darf.

      Mit allem anderen sehr einverstanden, vor allem die Gedanken zu 5G.

      Vielleicht erinnert Sie das hier an etwas aus unserer Vergangenheit? (Persönliche Mails, die außer den Kommunizierenden sonst niemand lesen konnte, wurden ja inzwischen abgeschafft. Ebenso wie mein letzter account.)

      Anke Kern: https://www.youtube.com/watch?v=7yHDvzh7ytk

      Wer sollte das verhindern, wenn nicht wir?

      https://www.youtube.com/watch?v=LB_vN4Kovrs

    • "Alle Bürger sind der Staat"

      Hoert sich an wie aus dem Repertoire der Werbebranche, "Die Commerzbank bist Du". Sie haben ein Problem mit Dingen und Begriffen. Niemand kann sich einen Baum vorstellen, immer nur zu einem bestimmten Zeitpunt einen konkreten Baum, die Tanne vor dem Haus, die Eiche im Park …

      Insofern ist der Staat sehr wohl das Parlament, der Politiker im Fernsehen, oder je nach dem bei einer Demonstration der Polizist in martialischer Ausruestung. Aber niemals der Buerger, deshalb kommt Ihnen die Allegorie die "Farm der Tiere" von Orwell so absurd vor.

    • Lieber Josef Gabriel,
      ja, ist mir recht das Du zwischen uns. Gern.
      Ich habe mit dem Hinweis auf den gesperrten Account wohl Verwirrung gestiftet.
      Bei 'camelote' habe ich nur den Namen geändert, zu Camelot.
      Der andere (gesperrte) Account war einer, wo wir uns, hinter den Kulissen, darüber unterhalten hatten,
      unsere Erfahrungen über die Verbreitung des 5 G-Weltverbrechens ab und zu
      auszutauschen.
      Es ist ungeheuerlich, was da vor sich geht.
      Ich kann mich nur dann und wann damit befassen, das nimmt mich sehr mit.

      Die Bevölkerung gehört ja nicht nur zum Staat, sie war ursprünglich
      sogar als Souverän desselben eingesetzt worden.

    • Ergänzung von juristischer Seite:

      "Ein Staat ist eine politische Organisation einer Personengemeinschaft, die nach der sog. Drei-Elementen-Lehre ein Staatsgebiet, ein Staatsvolk und eine Staatsgewalt voraussetzt."

      Und: "Ein Staat muss drei Merkmale erfüllen:

      Staatsgebiet:
      Bei dem Staatsgebiet handelt es sich um einen geographisch abgrenzbaren Teil der Erdoberfläche (vgl. zu dem Begriff auch mit der Präambel der deutschen Verfassung).
      Staatsvolk:
      Staatsvolk meint die Bevölkerung des Staates, also die Summe der Staatsangehörigen (vgl. dazu auch mit Art. 116 GG).
      Staatsgewalt:
      Staatsgewalt meint hingegen eine stabile Regierung, die effektiv ihre hoheitliche Gewalt ausübt."

      Quelle: Juraforum.de

      Über die Effektivität würden wir uns vermutlich nicht zu streiten haben. Ebensowenig über Stabilität.
      Interessant, daß auch hier der Begriff der Gewalt auftaucht.

      Verfassung, wie behauptet, haben wir ja aber ar gkeine. Daß die Deutschen sich eine Verfassung geben, so wie im Grundgesetz Art. 146 vorbereitet und gefordert, darauf warten wir seit 70 jahren.

      "
      Artikel 146 Grundgesetz lautet:

      „Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist."

      Danach dürfte die Bundesrepublik Deutschland, juristisch genau genommen, überhaupt keine Verfassungsorgane haben, denn unser Grundgesetz ist nach dem eindeutigen Wortlaut des Art. 146 keine Verfassung, sondern nur ein Provisorium, das von einer vom Volk gemeinsam verabschiedeten Verfassung ersetzt werden soll. Das Grundgesetz ist somit völlig unstreitig lediglich ein vorläufiges ordnungsrechtliches Instrumentarium der Siegermächte des Zweiten Weltkrieges. Der herausragende Politiker und Demokrat Carlo Schmid bezeichnete in einer Rede vor dem Parlamentarischen Rat am 8.9.1948 die Bundesrepublik Deutschland als „Staatsfragment“ und das Grundgesetz ausdrücklich als Provisorium und nicht als Verfassung1. Die so genannten “Deutschen Väter des Grundgesetzes” dürften dabei kaum mehr als Punkt und Komma gesetzt haben.

      Art. 146 GG betont den transitorischen Charakter des Grundgesetzes. Er schränkt dessen Geltung ein auf die Zeit bis zum Inkrafttreten einer Verfassung, die vom gesamten deutschen Volk nach dessen Wiedervereinigung in freier Entscheidung beschlossen worden ist. Das Bundesverfassungsgericht2 teilt daher meine folgerichtige Auffassung, dass erst eine neue Verfassung als endgültige Entscheidung des deutschen Volkes über seine staatliche Zukunft angesehen werden kann. Haben Sie diesen Satz schon einmal von einem Politiker gehört? Nein, die Politikerkaste wird sich davor hüten. Eine neue, vom Volk verabschiedete Verfassung dürfte nämlich die heutige Parteiendiktatur jäh beenden3.

      Die Bundesregierung vertritt daher die in einer Denkschrift zum Einigungsvertrag festgehaltene (rein opportunistische) Rechtsauffassung, dass eine Anwendung des Art. 146 Grundgesetz zwar möglich, aber nicht notwendig sei und die Präambelaussage "Damit gilt dieses Grundgesetz für das gesamte Deutsche Volk" die Beendigung des transitorischen Charakters des Grundgesetzes klarstelle4.

      Für Grundgesetzkenner ist diese Rechtsauffassung eine Farce. Erstens ist das Grundgesetz in seinem jetzigen Bestand völlig eindeutig und unstrittig nach besatzungsrechtlichen Vorgaben und nicht in freier Entscheidung des deutschen Volkes beschlossen worden. Zweitens ist das Grundgesetz 1949 nach der Präambel a.F. ohne Beteiligung derjenigen Deutschen zustande gekommen, "denen mitzuwirken versagt war". Dieser Mangel konnte auch nicht durch den Staatsvertrag behoben werden, der den Beitritt der ehemaligen DDR zum Grundgesetz vorsieht. Dies folgt allein daraus, dass die ehemalige DDR als politische Vertretung der dortigen Bevölkerung keinen Einfluss auf das Grundgesetz nehmen konnte5.

      Der immer lauter werdende Ruf nach einer vom Volk gemeinsam verabschiedeten Verfassung ist demnach rechtens und darüber hinaus auch dringend erforderlich. Nur so kann die Parteiendiktatur beendet, die in Art. 20 Grundgesetz garantierten rechtsstaatlichen und sozialen Prinzipien wieder hergestellt und die Demokratie vom Bund auf die Kommunen und Regionen relegiert werden (Stichwort Regionalisierung).

      Wichtiger Exkurs: Form und Inhalt der endgültigen Verfassungsgebung6

      Art. 146 Grundgesetz enthält keine Bestimmungen darüber, in welcher Form die neue Verfassung von dem gesamten deutschen Volk zu beschließen ist. In Betracht käme die Verabschiedung durch Volksentscheid oder der Beschluss durch eine volksgewählte verfassungsgebende Nationalversammlung oder eine Verbindung beider Elemente. Zur Verabschiedung bedarf es entgegen einer von der Regierung in oben angesprochener Denkschrift zum Einigungsvertrag verbreitenden Mär nur einfacher Mehrheiten. Ein Verfahren in Bundestag und Bundesrat mit qualifizierten Mehrheiten im Sinne des Art. 79 Abs. 2 Grundgesetz ist nicht nur keineswegs erforderlich, es würde obendrein auch nicht genügen, da nach dem Bundesverfassungsgericht7 nur eine speziell zur Verfassungsgebung gewählte Versammlung für das Deutsche Volk verbindlich beschließen könnte8.

      Wichtig zu wissen ist schließlich, dass Art. 146 Grundgesetz das Außerkrafttreten des Grundgesetzes durch eine vom Volk gemeinsam verabschiedete Verfassung an keine inhaltlichen Bedingungen knüpft. Er geht vielmehr von den Grundgedanken aus, dass die verfassungsgebende Gewalt des Volkes rechtlich nicht zu binden ist." D.Storr

    • Danke für den Lacher, aDracone.
      Sie sind dermaßen beständig darin, Deutschlandfunk, Wikipedia, Skeptikersekte, Psiram und andere zu zitieren,
      daß ich in Zukunft davon absehen werde, Ihnen noch irgend etwas zu erwidern.

    • da du den vorwurf der 'reichsbürger-nähe nicht dementierst (was angesichts der nachlesbaren 'ergüsse deinerseits auch von wenig 'erfolg gezeichnet wäre) und els 'erwiderung bis dato nur smears und argumentationsloses 'die lügen alle!!!' zu präsentieren hattest, kannste s'halten wie du magst..

  3. Der Mensch ist kein gewalttätiges Wesen und die Geschichte ist auch keine Aneinanderreihung von Gewalt. Dieses trifft nur auf die Zeiten zu, in der die Menschheit durch ein falsches Geldsystem ausgebeutet und hintertrieben wurde. Ein falsches Geldsystem, welches gar nicht unbedingt bewusst geschaffen wurde, sondern dessen verdrehte, mathematische Negativlogik bis heute nicht richtig begriffen wurde, so dass es im Großen ein Unheilsystem ist, welches permanente strukturelle Gewalt erzeugt. Auch Milliardäre sind in gewisser Weise Opfer dieses falschen Geldes und in eine Rolle gedrängt, die nur paranoid machen kann. Silvio Gesell hat diese Negativlogik des Geldes richtig erkannt. Wir sollten unseren Fokus der Wissenschaft viel mehr auf die friedlichen und prosperierenden Epochen der Menschheit richten und dort unser Menschenbild entwickeln. Z.B. die Brakteatenzeit, in der ein logisches Geld und 300 Jahre Frieden herrschte, oder auf bestimmte Naturvölker, die in der Vergangenheit in Frieden gelebt haben. – In einer Welt mit einem falschen Geld als Fundament bleibt Frieden unwahrscheinlich, da es hier strukturell irgendwann immer um Leben und Tod geht und das bedeutet in der Folge Krieg.

    • So schreibt sich jeder seine eigene, seine Glaubenshaltungen stützende Geschichte zurecht.
      Und dabei gibt es in allen Traditionen dieser Welt so wertvolle Mythen, die uns auf die wirklichen
      Ursachen des Gewaltproblems hinweisen.
      Würden Sie sagen, es war das Zinssystem, das Kain dazu trieb, Abel zu erschlagen?
      Ein Mythos, eine Geschichte, von mir aus. Aber steckt da nicht was Wahres drin?

      Meiner Einsicht nach wurde der Mensch in dem Moment gewalttätig, als er begann, sich vom Großen Ganzen abgetrennt zu erfahren; in seiner Identifikation mit dem Tierkörper also. Die tiefste Fehlprogrammierung, der wir uns gegenübersehen: ich bin (lediglich) dieser Körper.
      Er ging der Verbundenheit verlustig und sah die ganze Welt einem Winzling, dem fehlidentifizierten Ich, gegenüberstehen: Angst war die Folge.
      Und Angst erzeugt Gewalt.

      Aber das muß wohl jeder für sich selbst herausfinden.

      Beste Grüße

  4. Nee ,die 98,6 Prozent "Affengenetik" in uns sind nicht zu leugnen.

    Es sind die 1,4 Prozent die uns zum Homo sapiens-sapiens machen und damit zum Menschen.
    Also zum Primaten mit Bewusstsein ,der weiss ,dass er ein Bewusstsein hat.
    (Bewusstsein nicht zu verwechseln mit "Wurst sein")

    Diese 1,4 Prozent sind unsere "goettliche" Chance aber auch ,(weil nichts in diesen Universum wahr
    ohne sein Gegenteil ist ) Fluch zu gleich.
    Das Bewusstsein ist wie ein Messer welches in den Haenden eines Chirurgen und eines Moerders sein kann.

    Damit wir uns nicht in den 98,6 Prozent Affe verlieren,brauchen wir zur Orientierung
    gemeinsame Ideale als Menschheitsfamilie .

    Dabei geht es nicht darum diese Ziele wirklich zu erreichen(der Weg ist das Ziel ), sondern nur die "goettliche"
    Orientierung ( Norddstern) nicht zu verlieren und zwischen unserer 'Affengenetik" und unserem "Selbst" zu
    ver-zwei-feln.

    Bei Eckard Tolle lesen wir:
    "Ich konnte mich nicht mehr ertragen…da waren wirklich Zwei ,das "ich" und das "mich".
    Es war praktisch der Anfang einer Metamorphose von der gefraessigen Raupe zum Schmetterling.
    Es ist der Weg zur Selbst-verwirklichung.

    „Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust.“ weiss "Goethes Faust" und

    "Und so lang du das nicht hast,
    dieses Stirb und Werde,
    bist du nur ein trüber Gast
    auf der dunklen Erde."

    Am Apollontempel in Delphi steht graviert :
    "Erkenne Dich selbst. Werde der Du bist"

    Als Gott das Universum schuf, war seine geringste Sorge, es so zu schaffen, dass wir es verstehen.
    (Albert Einstein)

    So balancieren wir unsere Wirklichkeit mit Liebe durch Raum und Zeit eben aus.

    Denn wer liebt hat keine Angst und wer Angst hat liebt nicht.
    Der Weg aus derAngst fuehrt immer durch die Angst weiss Dieter Lange.

    Die Liebe ist der unerschoepfliche Quell an Energie aus dem Universum der alles um "Gut"
    und fuer "Gut"zusammen haelt.

  5. Danke für das hervorragende Thema. Sehr vielschichtig und nicht immer einfach in seiner Gänze zu verstehen.

    Der einzelne Mensch unterscheidet sich von anderen Menschen; ebenso die Gruppe und auch Kulturräume von anderen. Diese Tatsache erzeugt Spannung und im positiven Sinne Erkenntnis. Jede Erkenntnis kann gemeinschaftsbildend aber auch egoistisch mißbraucht werden.

    Die Art und Weise wie sich gesellschaftliches Bewusstsein, Menschenverständnis herausbildet, birgt unzählige Konfliktsituationen. Es entstehen unterschiedliche Reibungsflächen, die in gewisser Weise Wärme erzeugen, von Emutionalität, Überhitzung bis hin zu Entladungen.

    Subjektiv betrachtet, kommt die störende Kraft immer von Außen, es sind die Anderen, die die bestehende Ordnung mißachten. Diese subjektive Wahrnehmung wird als objektive Tatsache gesehen und ermächtigt dementsprechend sich zu verteidigen bzw. anzugreifen. Der Feind wird zum Grundübel erklärt und es kommt zu Gewalttaten.

    Jeder Ausbruch von Gewalt hat einen Vorlauf von Unverständnis, nicht Wahrnehmung, Mißbrauch etc. oder äußert sich systemisch in kalter Gewalt. Systemische Gewalt ist ausgelagerte menschliche Gewalt dessen Verantwortung der einzelne Mensch sich entzieht.

    Dieses Zusammenspiel von Vorgeschichte und Gewalt erhöht sich um ein Vielfaches, wenn die systemische Gewalt nicht hinterfragt wird und auf der anderen Seite der "Gutmensch" als Ausgleichsfaktor gegenüber dem System instrumentalisiert wird. Der "Gutmensch" wird ungewollt und ungefragt zum Generator einer bestehenden "Gewaltmaschine".

    Weltweit erleben wir, dass die Völker aufbegehren gegen koruppte Systeme. Amerika und England sind gespalten, Lateinamerika befindet sich im Aufruhr, in Frankreich sind die Gelbwesten unterwegs, Deutschland versinkt in Depression, Russland kämpft um die Gefahr der Isolation, Afrika blutet aus, die arabische Welt bekämpft sich untereinander usw.
    Solange die Zivilbevölkerung nicht in Gestaltungsprozesse einbezogen werden, d.h. als eigenständige Kraft kein Mitspracherecht erhalten und solange kein Verständnisaustausch zwischen den unterschiedlichen Kulturräumen stattfindet, wird Gewalt, Krieg und Unterdrückung nicht gebändigt werden können. Die Welt ist derzeit ein Tollhaus ohne Sinn und Verstand.

  6. Jörg Baberowski sagt in diesem Interview, dass die Bevölkerung in Deutschland in der Mehrzahl keinen Krieg will.
    Dafür habe ich Belege in Form von Umfragen – die aber offenbar von Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer und Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble nicht wahrgenommen werden:

    Wolfgang Schäuble hat nämlich am 29.10.2019 im Tagesspiegel ein stärkeres militärisches Engagement Deutschlands gefordert, siehe Artikel: „Schäuble fordert stärkeres militärisches Engagement Deutschlands“ . Der Bundestagspräsident will Deutschlands Bündnisfähigkeit stärken: Wolfgang Schäuble rückt vom Parlamentsvorbehalt ab und plädiert für eine Syrien-Schutzzone“
    https://www.tagesspiegel.de/politik/heraushalten-ist-keine-option-schaeuble-fordert-staerkeres-militaerisches-engagement-deutschlands/25166690.html?fbclid=IwAR2WiFREU9ITSqueXrIAfD24rDQV5Hr7njsqvWPNeHfOAxTJbZXZgW58ZTo

    „Es gebe durchaus Unterstützung in der Bevölkerung für mehr deutsche Verantwortung, betonte der Bundestagspräsident.

    „Eine Mehrheit will, dass Deutschland sich nicht nur für die eigene Sicherheit, sondern auch die seiner Verbündeten und bei der Terrorismusbekämpfung engagiert.“

    Ähnlich die CDU-Vorsitzende und Verteidigungsministerin Annegret Kamp-Karrenbauer am 7.11.2019 in der Bundeswehr-Universität in München, wo sie ihre Grundsatzrede vor der Bundeswehr gehalten hatte, in der sie sagte:

    „Es besteht breite Übereinstimmung, dass Deutschland angesichts der strategischen Herausforderungen aktiver werden muss.
    https://www.bmvg.de/de/aktuelles/rede-der-ministerin-an-der-universitaet-der-bundeswehr-muenchen-146670

    Doch die Umfragen, die ich gefunden habe, zeigen das Gegenteil: Sie zeigen, dass keine Mehrheit der Deutschen das will und dass keine breite Übereinstimmung besteht, siehe folgende Aufstellung:

    23.1.2003
    „In einer Forsa-Umfrage im Auftrag des „Stern“ sprachen sich 69 % der Befragten für ein Nein bei einer Entscheidung über einen Militärschlag aus.“
    https://www.stern.de/politik/ausland/umfragen-mehrheiten-gegen-den-krieg-3337530.html

    8.10.2014
    „Nur drei von zehn Deutschen (30 Prozent) befürworten eine direkte Beteiligung der Bundeswehr im Kampf gegen den Islamischen Staat.“
    https://www.focus.de/politik/deutschland/kampf-gegen-dschihadisten-in-syrien-und-irak-doppelt-so-viele-maenner-wie-frauen-fuer-bundeswehreinsatz-gegen-is_id_4188867.html

    10.6.2015
    „38 Prozent der Deutschen würden einem Nato-Land laut einer US-Studie bei einem russischen Angriff militärisch helfen. Weit mehr als die Hälfte der Befragten wäre dagegen.“
    http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/nato-ukraine-russland-umfrage-pew-stimmung-deutschland Die Zeit online machte aus diesem Volkswillen den verächtlichen Titel: „Deutsche würden NATO-Partner nicht verteidigen.“

    2015 ergab eine Gallup Umfrage, dass nur 18 % der Deutschen bereit wären, für ihr Land zu kämpfen: https://www.reddit.com/r/europe/comments/39dqfw/would_you_be_willing_to_fight_for_your_country/

    11.9.2018
    „Mehr als 73 Prozent der Deutschen sind gegen einen Militäreinsatz der Bundeswehr in Syrien.“ https://www.welt.de/politik/ausland/article181491964/WELT-Trend-Fast-drei-Viertel-der-Deutschen-gegen-Bundeswehr-Einsatz-in-Syrien.html
    Titel: „Fast drei Viertel der Deutschen gegen Bundeswehr-Einsatz in Syrien.

    Bedeutet das etwa, dass Wolfgang Schäuble und Annegret Kramp-Karrenbauer uns in diesem Punkt – belügen?

  7. Er analysiert ziemlich gut, zumindest was mich angeht. Die Tatsache, dass man 2015 über 1Mio Leute hat illegal einreisen lassen, war per se nicht der Aufreger für mich, sondern, dass offene Grenzen und freie Einreise die neue Migrations-Politik sein sollten. Nicht nur weil Merkel das verkündet hat (Grenzen kann man nicht schützen) sondern weil die Presse, ob ÖR oder privat, ausnahmslos ins gleich Horn getutet hat. Ich dachte das bedeutet, die Eliten sind sich einig: Mit 10-20 Mio Migranten kann man das Nationalbewusstsein zusammen mit dem Sozialstaat entsorgen, damit ist der Weg frei zur Eingliederung der BRD in die EU. Wobei mir bis heute nicht klar ist, was der Zirkus sollte, wenn das offensichtlich nicht die Absicht war. Ob das ein Testballon war oder man die AfD etablieren wollte? Sehr merkwürdig.

    Wie dem auch sei. Gutes Interview ganz ohne Esoterik-Brimborium. Mehr davon.

    • Hi KenFm-Team, wenn Ihr jemanden löscht, auf den ich mich beziehe, dann löscht doch meinen Kommentar dazu auch bitte gleich mit.
      Sieht sonst ziemlich gaga aus, was ich hier schrieb.

  8. Der Berliner Tagesspiegel schrieb in 2017:
    Sybille Steinbacher wurde in Frankfurt als "bundesweit erste Professorin für Holocaust-Forschung" vorgestellt. Sie sieht noch große Forschungslücken.

    An deutschen Hochschulen finden jedenfalls zum Holocaust kaum noch Lehrveranstaltungen statt.
    Kenntnisse zum Holocaust, muss man sich meist autodidaktisch erarbeiten.

    Lange haben Historiker erfolglos nach Hitlers Weisung für den Völkermord gesucht. Es gab sie nicht, weil sie im System des Dritten Reiches nicht notwendig war.

    Am 20. Januar 1942 hatten sich jedenfalls hochrangige Vertreter des NS-Regimes im Haus der Berliner Wannseekonferenz getroffen, um über die effiziente Umsetzung der "Endlösung der Judenfrage" zu beraten.
    Heute ist dort eine Gedenkstätte, die ich auch schon mal besichtigt habe.

    Es soll jedenfalls verblüffende Parallelen der Hitler-Zeit zu heute geben. Auch seinerzeit wurden Informationen kontrolliert.

    Dann gibt es in Basel noch die BIZ.
    Gegründet wurde diese Bank 1930 von US-Investmentbanken wie JP Morgan sowie japanischen Privatbanken zusammen mit den Zentralbanken Großbritanniens, Deutschlands, Frankreichs und Belgiens. Ziel war die Abwicklung der Kredite, die vor allem Wall Street in den 1920er Jahren dem Deutschen Reich gewährt hatte (Dawes- und Young-Plan).

    Die BIZ ist irgendwo die Zentralstelle der weltweiten Zentralbanken. Sie ist unabhängig und frei von jeglicher staatlicher Kontrolle oder Einmischung durch die Politik.

    Jedenfalls war dem Zweiten Weltkrieg die Hyperinflation von 1923 und der große Wall Street Crash von 1939 vorausgegangen.

    Ein Skandal ist jedenfalls der Umstand, dass Prescott Bush, Großvater und Vater zweier US-Präsidenten, Teilhaber der Bank Brown Brothers & Harriman in New York war. Diese Bank besaß Fabriken in Schlesien, die später Stahl bei Auschwitz produzierten.

    Allen Dulles, der zwischen den Weltkriegen Geschäfte mit deutschen Bankiers wie Hjalmar Schacht betreut hatte, vertrat 1936 auch Prescott Bush bei dessen Geschäften mit dem Deutschen Reich.

    Ein Dritter Weltkrieg kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr ausgeschlossen werden. Die Gründe sind irgendwo die fehlerhafte Schuldscheinlogik des Geldes und die fehlende Kontrolle nationaler Regierungen über das weltweite Bankensystem.

    Im Internet schwirren eben auch Gerüchte herum rund um Plastiksärge oder etwa um FEMA-Camps, die entsprechende Sorgen bezüglich eines möglichen Holocaust 2.0 schüren.

    Interessant ist auch, dass es KGB-Akten über das Innere der Erde gibt.
    Bei dem Kartenmaterial gab es jedoch Zweifel, dass diese echt sind, weil U-Boote dann eine Tauchtiefe von ca. 400 m hätten erreichen müssen.

    Die Nazis hatten jedenfalls in 1938 Expeditionen in die Antarktis geschickt. Ebenso gab es im Jahre 1946 unter der Leitung von Admiral Byrd die sog. “Operation Highjump“ zur Antarktis.

  9. Ein interessantes aber leider! in meiner Wahrnehmung vom #Wesen`tlichen ablenkendes Gespräch.

    Meine Einschätzung:
    Frieden #onEarth ist realistisch.
    Denn #EIGENEnase FÜR #peace IST ein Wesen,
    welches auf Gewalt (und auch auf deren `Legitimierungspfade`) verzichtet
    `24/7` ; )

    GILT eine (zugeschriebene) #Pflicht wider dem EIGENEN #Gewissen?
    #neinDanke

    #Evolution

    Viele Grüße in die Runde.

  10. So kurzweilig der Dialog auch ist und vieles schlüssig und konkret erscheint, so bin ich mit einigen Aspekten nicht einverstanden: als Beispiel möchte ich die „Utopie des Weltfriedens“ anführen.

    Warum soll es denn nicht möglich sein?

    Die Thesen, Doktrinen, Weltanschauungen und die daraus resultierenden Aussagen, wie die oben zitierte, basieren doch immer wieder auf der Gegenwart und der Vergangenheit. Darin sind sie eingeschlossen und lassen neue, sogenannte „utopische“ Gedanken gar nicht zu. Das, was in der materiellen Welt möglich war, ist und sein wird, kann bedenkenlos auf das Spirituelle übertragen werden. Die „utopische“ drahtlose Telefonleitung von gestern ist möglicherweise der „utopische“ Weltfrieden von morgen. Auch die „utopische“ Erde in Kugelform hat die Scheiben-Realität von damals abgelöst. Das Einzige worüber man diskutieren kann ist der Zeitfaktor. Niemand kann sagen, wann sich eine Utopie realisieren lassen kann.
    Natürlich wird sich die Menschheit nicht gravierend ändern und die Fehler der Vergangenheit immer wieder wiederholen, wenn ich bestimmte Zukunftsperspektiven als Utopie (=unmöglich) abtue.
    Alle die, die von den damaligen Zeitgenossen abgesteckte Utopie-Grenze überschritten haben, konnten etwas Großartiges bewegen (von ihrer eigenen Weiterentwicklung als Mensch im geistigen Sinne ganz zu schweigen).

    Die These, die definiert, dass die Gewalt von Natur aus dem Menschen anhaftet, widerspricht auch gänzlich der Aussage, dass das menschliche Wesen bei der Geburt ein friedvolles Individuum ist und erst von den äußeren Einflüssen entsprechend geprägt werden kann.

    Prof. Dr. Gerald Hüther hat es in diesem Beitrag auf den Punkt gebracht:
    https://www.youtube.com/watch?v=MCqwS1RnUPw

    • Lieber Adam

      du beschreibst Teile, die ich auch als wesentliche Teile dessen sehe, was in dem GEspräch leider nicht berücksichtigt wird und damit die Gesprächsaussage erst ermöglicht.
      (die auf Twitter durch teamkenfm leider noch radikaler verkürzt wurde: `Der Traum vom Weltfrieden ist unrealistisch. Er wird auch nicht in Erfüllung gehen, denn dazu müsste der Mensch ein Wesen sein, das auf Gewalt verzichtet. Immer und überall. )

      Da geht/kommt mehr von dem `aus uns heraus`, was im Kern in uns steckt ; )
      (danke für den Link zur Gerald Hüther!)

      #Liebe #Vertrauen #Sittlichkeit #Empathie #Kooperation …

      Viele Grüße in die Runde

    • lt.UN Regeln ist klar, dass ein Großteil stattfindender Gewalt auf Unrecht basiert. Lt. Grundgesetz ist beschrieben, dass in dieser BRD-Oligarchie de facto keine Gerechtigkeit herrscht, und es sich wohl um einen Unrechtsstaat handeln muß.
      Apri ori handelt es sich auch bei den Kirchen um kriminelle Vereinigungen von übervorteilten, spinnenden Nichtsnutzen und Scharlatanen.
      Um nur mal einige weitere im Tabubereich liegende Tatsachen zu benennen, die die Anwendung von Gewalt voraussetzen..
      Es besteht ein gravierender Zusammenhang zwischen Gerechtigkeit, Kriminalität und Gewalt.
      Der Mensch ist vorwiegend ein Produkt seines sozialen Umfeldes und seiner Bedürfnisse, gesteuert durch Attraktoren und Überleben.
      Derjenige der hat, braucht nicht zu stehlen usw.

  11. Komplexe Angelegenheit und dennoch nur eine relativ oberflächliche Betrachtung.
    Auf jeden Fall macht das unbedingt Sinn, da bei diesen Tabuthema die Verurteilung gewöhnlich stets über die Beurteilung gestellt wird.
    Daher besteht hier ein enormes Vakuum an weitergehender Erkenntnis, das so lange es nicht gefüllt wird, eine friedfertige Kultur schlicht nicht zulässt.
    Solange das nicht geschieht, und Gewalt als Mittel zur Macht und des Machterhalts dennoch gepflegt und gefördert wird, wird es in der Tat so bleiben, wie es ist. Es bedarf also eine ganz andere fundamentalere Herangehensweise, Räume so zu gestalten, dass sich Gewalt erübrigt.

  12. <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/hera/' rel='nofollow'>@Hera</a>
    "Joker" geguckt? Belgt der Film Ihre These oder widerspricht er ihr?
    Gleichviel, man muß sich seine eigenen Gedanken machen.

    • Joker?????? Hä????? Bahnhof! Ich gucke keine Filme. Unser Gehirn kann nicht zwischen Fiktion und Realität unterscheiden und haut Stresshormone raus. Nicht gesund!

      Nee, belegt ist es erstens von den Anthropologen: keine Gewaltspuren vor der Sesshaftigkeit. Und zweitens von Prof Hüther mit seinem Säuglings-Solidaritäts-Experiment.

  13. Der Mensch ist ein gewalttätiges Wesen? Ab Geburt?
    Ja wir alle kennen doch diese gewalttätigen Neugeborenen. Immer dieses Gemetzel in den Kreißsälen…

    Wenn das so wäre, sollten wir aber sofort aufhören uns fortzupflanzen!!!

    Ich kann dieses Dogma einfach nicht mehr hören, zumal es widerlegt ist. Erst die Gesellschaft erzieht den Mensch zum Monster!

    • Und dennoch kannst Du zwei gleichaltrige Kinder exakt gleich erziehen, und sie werden völlig verschieden.
      Die Seele der Neugeborenen ist kein unbeschriebenes Blatt und jeder kommt in exakt das Leben, das er sich durch
      seine früheren Taten "verdient" hat.

      Und "DIE Gesellschaft" gibt es sowieso gleich mal gar nicht. Denn auch in diesem Dogma, in diesem, sagen wir, Erziehungssystem, das jetzt SIE verbreiten, sind Menschen tätig.
      Der alte Fehler: die Ursachen werden allesamt außen gesucht. Und der daraus abgeleitete Irrtum besteht darin, daß man versucht, äußerlich alles gerecht und möglichst für alle gleich zu gestalten, weil man davon ausgeht, daß dann alles gut werde und alle gleich sind.

      Materialismus pur, dem, wie immer, das Wesentliche völlig fehlt und der die Gründe für die Misere an der falschen Stelle sucht.

    • Zitat: @camelote
      Die Seele der Neugeborenen ist kein unbeschriebenes Blatt und jeder kommt in exakt das Leben, das er sich durch
      seine früheren Taten "verdient" hat.

      Ihrer Meinung nach haben damit 6 Mio. getöteter Juden im WKII ihr Schicksal verdient?
      Damit wollen Sie wirklich ernst genommen werden?

    • Wie könnte es mein Wunsch sein, von Menschen, die auf einem Forum anonym miteinander kommunizieren, von Menschen, die mich nicht kennen, nicht sehen, meist auch nicht hören können, ernst genommen zu werden?
      Dafür gibt es ja wohl andere Orte.
      Alles, was ich tun kann, ist, ab und zu einen Impuls zu geben, den jene, die dafür bereit sind, aufnehmen könnten.

      Ich habe sogar noch einen:
      OM C. Parkin: "Sogar mißbrauchte Kinder sind in ihrer eigenen Täterschaft."

      Solche Sätze tun zunächst mal weh, aber eben darum geht es ja: sich seinem innersten Schmerz zu stellen, den tiefe Wahrheiten so gut wie immer in den Träumenden auslösen.

      Wenn Unrecht verhindert und Leiden gemildert werden kann, so gehört das natürlich genauso zum großen Schicksalsspiel. "Nur" weil jemand getötet wird, weil er selbst in früheren Leben getötet hat (und ich kenne einige Menschen, die in der Lage sind, diese Soul-Lines zurückzuverfolgen; Sie könnten auch mal mit Wolf Dieter Storl über sowas reden), müssen wir uns selbstverständlich trotzdem dafür einsetzen, daß ihm das nicht geschieht.
      So wie es kaum eine wichtigere Aufgabe gibt, als unsere Kinder zu schüten; Täterschaft (Karma) hin oder her.

      Aber das läßt sich nicht auf der mentalen Ebene klären oder auch nur verstehen.

      Man müßte SEHEN oder sich weisen Menschen anvertrauen.

    • camelote

      Ich glaub wir schreiben aneinander vorbei. 😉

      Beispiel für die anerzogene Gewalt: dieses unsägliche Wahlverfahren im Sportunterricht, wo immer Restekinder übrigbleiben, die niemand will. Nicht nur, dass es die Psyche der Kinder nachhaltig schädigt und dann werden kleine Adolfs draus, nee auch die "Gewinner" eines solchen Prozesses sind im Grunde psychisch versaut. Die werden dann die kleinen Trumps.

      So und jetzt zum Karma… Ist es nicht schon schwierig genug mit diesem Päckchen das Leben zu bestreiten? Muss es dann auch noch sein, dass die Gesellschaft (meist unwissentlich) mit ihren Dogmen dieses Päckchen auch noch verdoppelt? Oder sollten wir uns gegenseitig das Leben so einfach und schön wie möglich machen, damit auch noch der Letzte sein Karma irgendwann geklärt kriegt? Ansonsten drehen wir uns weiter im Kreis, wie die letzten 10000 Jahre.

    • Hera und camelote

      Der Mensch als Produkt seiner Erziehung ist ja schon nachgewiesen. Die Karma Theorie der früheren wiedergutzumachenden Taten … Ich weiß nicht, ob es nachgewiesen und wodurch man es nachweisen könnte,
      aber gefühlt ist etwas dran.
      Wäre es nicht für besseres Leben ausreichend, würde wir uns alle für die Abschaffung der Massenvernichtungswaffen einsetzen. Wenn es nach mir geht für die Abschaffung aller Militär und Umleitung der Militärbudget in Umweltschutz- und Wiederherstellungsindustrien. Wer sich dann mit einem Ast oder dem nächsten Baseballschläger prügeln will, kann das gerne tun, ohne Menschen auf der anderen Seite der Welt zu schaden, die gerade mit der Abarbeitung ihres Karmas beschäftigt sind.

    • Paula

      Massenvernichtungswaffen sind nur das Symptom! Sie sind das Ergebnis von jahrhundertelanger Gehirnwäsche in Sachen Gewalterziehung. Anders ist nicht zu erklären, dass der Normalbürger diese Dinge auch noch finanziert. Ganz ohne schlechtes Gewissen sogar.
      Wenn wir die Waffen abschaffen, erfindet irgendjemand ganz einfach ne noch verheerendere Waffe. Wir müssen an die URSACHEN der Gewalt ran. Gaaanz unbequem… 😉 Dafür müsste man ALLES hinterfragen und Sätze wie "hat mir auch nicht geschadet" gehören auf den Index.

    • An Hera:
      Nicht jeder, der beim Mannschaftsmitgliederwählen im Turnunterricht bis zuletzt stehen bleiben mußte, wird ein A.H.
      Und nicht jeder, der immer als erster gewählt wurde, oder sogar als derjenige auserkoren wurde, eine Mannschaft anzuführen, wird ein D.T.
      Wir reden tatsächlich aneinander vorbei.
      Ich war früh eingeschult worden und daher körperlich kleiner und etwas schwächer als meine Klasssenkameraden. Ich kenne das, wie es sich anfühlt, bis zum Schluß stehen zu bleiben.
      Nur: Was hat das mit mir zu tun? Und mit den Entscheidungen, die ich in meinem Leben treffe?
      Sie werden in den schlimmsten Familien Heilige finden und in den besten Familien üble Gewalttäter.
      Erziehung und soziale Prägung werden überschätzt. Sie haben einen Anteil, aber der ist nicht dominierend. (Im Vergleich zu den Erfahrungen und Eindrücken aus den Abertausenden von Jahren im Leben einer Seele.) Das läßt sich beim Familienstellen leicht nachprüfen, Paula. Und übrigens auch die anderen Fragen, die Sie aufwerfen.

      An Paula: Selbstverständlich wirken Erziehung und soziales Umfeld auf die Entwicklung der Kinder. Das stimmen wir alle überein.
      Aber auch da wieder: Zwei gleichaltrige Kinder gleichen Geschlechts im selben Elternhaus und Erziehungsweg, und völlig veschiedene Menschen werden das "Ergebnis" sein. (In meiner Sichtweise sind die Gene übrigens psychisch-materielle Entsprechungen von seelischen Prägungen.)
      Wenn wir einen Schritt zurückgehen, dann können, aus karmischer Sicht, die jeweiligen Kinder nur in solche Programme- oder Beweisführungsuntersuchungen kommen, für die sie bestimmt waren.

      " … ohne Menschen auf der anderen Seite der Welt zu schaden, die gerade mit der Abarbeitung ihres Karmas beschäftigt sind."
      Ich fürchte, da fügt sich ein Rädchen ins andere und es ist nicht möglich, sie voneinander zu trennen.

      Es war dieses größere, verschiedene Leben überschreitende Bild einer perfekten Gerechtigkeit des Seelenweges, der mich in dieser Welt noch nicht hat untergehen lassen und mir geholfen hat, schreiende Ungerechtigkeiten und Ohnmachtsgefühle besser zu ertragen.
      Mein Gerechtigkeitssinn ist sehr ausgeprägt und führte regelmäßig zu hohem Blutdruck, bildlich gesprochen. (Kontrollierte Wut, die auszuagieren ich mir nicht erlaubte, die ich aber auch nicht, ohne, daß ich etwas damit tat, (was das Ziel ist) einfach so durchrauschen lassen konnte, und die dann nichts wäre als Kraft, Feuer, Intensität. Ohne Aggression, zu der gerichtete, ausagierte Wut zwangsläufig wird.)

      Mit besten Grüßen

    • Hera, da hat sich was überschnitten. Völlig d'accord mit Ihrem letzten Posting.

      Wie geht's der Intuition? 😉

    • Moin camelote 🙂

      Die Intuition macht Pause. Keine Kapazitäten, leider! Momentan geht alle Energie in Aggression und Zorn. Die Rentenversicherung hat das "Restekinder-Sitzenbleib-Syndrom" bei mir getriggert. Aber ich arbeite dran. 😉
      Nice to meet you!

      PS: nicht alle Kinder, die sitzen bleiben, werden zu kleinen AH's. Es geht auch über Kreuz. Manche davon werden dann trotzdem zu kleinen DT's.
      Aber im Ernst… Auch wenn nur MANCHE durch solche Erziehung zum Monster werden, sollten wir dann nicht trotzdem lieber auf diese "Erziehung" verzichten. Auch die, die nicht extrem werden, haben doch Schaden davon getragen. Das Ergebnis ist dann unsere gnadenlose Wettbewerbs- und Konkurrenzgesellschaft. Und alles finden's ganz normal. *seufz*

  14. Schau an:

    Umstrittener Historiker Jörg Baberowski 12.11.2017, 13:23 Uhr
    HU-Professor darf "Geschichtsfälschung" vorgeworfen werden

    In einem Artikel wurde dem Historiker Jörg Baberowski "Geschichtsfälschung" vorgeworfen. Das ist eine zulässige Meinungsäußerung, sagt ein Gericht – der Historiker zieht einen Verbotsantrag zurück. Eckhard Stengel

    (…)
    Zum Hintergrund: Herabsetzende Meinungsäußerungen können verboten werden, wenn ihnen jeglicher Sachbezug fehlt. Die SGP legte dem Gericht aber Zitate vor, die ihre Sicht belegen sollten – unter anderem eine Äußerung Baberowskis von 2014 im „Spiegel“: „Hitler war nicht grausam. Er wollte nicht, dass an seinem Tisch über die Judenvernichtung geredet wird.“ Dies sei historisch falsch, meinte die SGP unter Berufung auf andere Wissenschaftler.
    (…)
    Der Historiker ließ sich vor Gericht von einer Hamburger Anwaltskanzlei vertreten, deren Chef Joachim Steinhöfel im vergangenen Juli die Festrede auf dem Sommerfest der rechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ hielt. Auf Nachfrage erklärte Steinhöfel zu dem Rechtsstreit: „Unser Mandant hat nicht die Absicht, die Selbstdarstellung trotzkistischer Splittergruppen durch eine Stellungnahme aufzuwerten.“
    (Quelle: Der Tagesspiegel)

    Oder hier:
    F.A.Z. verteidigt rechtsradikalen Humboldt-Professor Baberowski
    Von Johannes Stern
    17. August 2019

    Nachdem der Versuch des rechtsextremen Professors Jörg Baberowski kläglich gescheitert ist, an der Berliner Humboldt-Universität ein rechtes Zentrum für Diktaturforschung zu etablieren, war es nur eine Frage der Zeit, bis sein Hausblatt, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, einen wütenden Kommentar dazu veröffentlicht.
    (…)
    Die Ausrichtung von Baberowskis „Interdisziplinärem Zentrum für vergleichende Diktaturforschung“ war so unwissenschaftlich und von einer derart reaktionären politischen Zielsetzung geleitet, dass es schon von Fachkollegen in zwei von vier Gutachten zerrissen wurde. Explizit hatte Baberowski in seinem Antrag angekündigt, Diktaturen als legitime und sogar populäre Alternativen zu demokratischen Herrschaftsformen betrachten und „wertfrei“ untersuchen zu wollen.

    Er bezeichnete Diktaturen als „Ordnungen, die nicht allein auf Unfreiheit, Gewalt und Unterdrückung beruhen,“ sondern „Konfigurationen des politisch Möglichen“ darstellen, „die verstanden werden müssen“. Sie seien in der Moderne schon immer Alternativen gewesen, „die unter bestimmten Umständen an Attraktivität gewannen“.

    Weiter hieß es in Baberowskis Antrag: „In manchen Ländern konnten Bürger tatsächlich ideell oder materiell von ihnen profitieren, weil unter prekären Verhältnissen offene Gesellschaften nicht leisten können, was Diktaturen unter anderen Umständen gelingt.“ Bezeichnenderweise war das Zentrum auch ausdrücklich als „Think-Tank“ geplant und sollte das Ziel verfolgen, „der Politik Angebote zu machen, die im Alltag der Entscheidungsfindung Verwendung finden können“.

    Bethke und die F.A.Z. sind außer sich, weil Studierende die Diktatur-Pläne öffentlich gemacht haben und Baberowski mittlerweile als das bekannt ist, was er ist: ein rechtsextremer Ideologe.
    (Quelle: World Socialist web Site)

    Und hier, das gefällt Herrn Broder nun so mal nicht so sehr:
    Die neuen Jakobiner setzen sich durch
    Henryk M. Broder / 20.08.2019 / 11:00

    An der Berliner Humboldt-Universität sollte ein Interdisziplinäres Zentrum für Diktaturforschung eingerichtet werden. Dass es nicht zustandekommt, dafür sind vier studentische Vertreter verantwortlich, die im Akademischen Senat dagegen gestimmt haben, weil einer der Initiatoren des Zentrums, der Historiker Jörg Baberowski, „durch Aussagen (aufgefallen ist), die wir als flüchtlingsfeindlich bezeichnen würden“, so eine Studentin, die Sozialwissenschaften studiert. Daraufhin knickten die Gremien ein. So sieht akademische Freiheit heute aus.
    (Quelle: Achgut)

    Vielleicht dieses noch:
    Auch Martin Trefzer, wissenschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion und Vorsitzender des Ausschusses für Wissenschaft und Forschung im Berliner Abgeordnetenhaus, begrüßt die Reaktion der Humboldt-Universität: „Ich unterstütze ausdrücklich Frau Kunst und den Akademischen Senat in ihrem Bemühen, den Vorgang aufzuklären und die notwendigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Dass die universitätsinternen Gegner Baberowskis selbst eine Beschädigung des Ansehens der Humboldt-Universität billigend in Kauf nehmen, ist ein beschämender Vorgang.“ Und die FAZ urteilte: „Beschädigt ist durch diesen ungeheuerlichen Vorgang auch das Ansehen der Universität.“
    (Cicero)

    Angemerkt sei noch, im Cicero Artikel wird beklagt, daß man sehr streng ist, gegenüber dem brasilianischen Präsidenten Bolsonaro und eben nicht gegenüber den sozialistischen Regimen (wording wie im Text) von Venezuela und Nicaragua.

    Sie sehen, man kann wissen. Vorausgesetzt, man will. Und deshalb zum Schluß, dieses:

    Die komische Figur der Medien- und Linksliberalen

    Die komischste Figur bei all dem geben aber die Medien- und Linksliberalen ab. Sie wissen ja, worauf all das hinausläuft. Deswegen führen sie im Kampf gegen die Rechts- und Reichsbürger die fürchterlichsten Waffen an, die sie in ihrem Arsenal zur Verfügung haben: Diskussion und Aufklärung. Der feste Wille, die neuen Nazis in Talkshows zu entzaubern, sie in Interviews zu "stellen" und über ihre Absichten in fairen Pro- und Kontradiskussionen aufzuklären, hat dazu geführt, dass die dermaßen Entzauberten und Gestellten in Ostdeutschland mittlerweile ein Viertel der Wahlbevölkerung für sich begeistern können.

    Ohne die Bühnen, die ihnen die halben und ganzen Linksliberalen auf dem "Marktplatz der Ideen" kostenlos geboten haben, wäre das kaum möglich gewesen. Aber in totaler Überschätzung ihrer Diskursmacht halten die wackeren Demokraten an ihrer Strategie fest. Wahrscheinlich, bis sie von den Handlangern ihrer rechten Gesprächspartner abgeschlachtet werden. Man sieht hier das komplette Versagen der linksliberalen Bildungsbürger vor all dem, wogegen der beste von ihnen, Kurt Tucholsky, sie impfen wollte.

    Und so taumeln die deutschen Bürger auf eine Katastrophe zu, von der sie nachher wieder nichts gewusst haben werden. Sie gehorchen dabei unterschiedlichen äußeren und inneren Stimmen, aber sie taumeln in die gleiche Richtung. Fast könnte man meinen, dass ein Land mit solch prächtigen Bürgern eine Partei von expliziten, uniformierten Faschisten kaum noch nötig hat. (Marcus Hammerschmitt)
    (heise/Telepolis)

    Und dieses:
    Die Angst vor der Revolution trieb die herrschenden Kreise nach rechts

    In Italien, Ungarn und anderen europäischen Ländern hatten sich schon vorher unterschiedliche faschistische Regime etabliert. Unterstützt wurden sie von den alten Mächten, Kapital, Klerus und Großgrundbesitzern. Sie hatten in den revolutionären Monaten 1918/19 die Ahnung bekommen, dass es mit ihrer Macht zu Ende gehen könnte. Die Angst hat damals für kurze Zeit die Seiten gewechselt.

    Das sollten die herrschenden Klassen nie vergessen und daher sahen sie in den unterschiedlichen Faschismen eine Möglichkeit, endgültig mit sämtlichen linken Umtrieben Schluss zu machen. Das machten die Referenten der internationalen Konferenz "Die zweite Revolution" deutlich, die am vergangenen Samstag, am 9. März, im Rathaus Lichtenberg stattgefunden hat.

    Dort berichteten Historiker aus Großbritannien, Deutschland, Italien und Ungarn über die revolutionäre Bewegung in ihren Ländern vor 100 Jahren. So ließ die britische Regierung sogar ein Kriegsschiff am Strand von Liverpool gegen streikende und revoltierende Arbeiter auffahren. Der ungarische Historiker Belá Bodó ging auf die heute kaum bekannte ungarische Räterepublik ein, die sich für die Emanzipation der Arbeiter einsetzte.

    In den Bibliotheken und ehemaligen Palästen des Adels wurden Konzerte und Bildungsveranstaltungen für die organisiert, die lange davon ausgeschlossen waren. Auch die jüdische Bevölkerung war in der Räterepublik gleichberechtigt.

    Die Rechte mobilisierte dagegen mit dem Schlagwort vom "jüdischen Bolschewismus" und fand Gehör bei den Bauern, die oft noch in reaktionären Vorstellungen befangen waren. Der italienische Historiker Pietro Di Paola zitierte den Anarchisten Errico Malatesta mit den prophetischen Worten, dass die herrschenden Kreise mit einem Blutbad antworten werden, wenn sie die Möglichkeit haben.

    Das ist die Rache für die Zeit der Revolution, als sie ernsthaft Angst haben mussten, ihre Macht zu verlieren. Wenn man heute nach Brasilien und andere Länder blickt, sieht man, dass sich daran auch heute nichts geändert hat.
    (heise/Telepolis)

    • Ich konstatiere einen Mangel, B.
      Und eine Flucht.

      Aus unten zitiertem Interview mit Parkin: "Ein innerer Mangel. Tatsächlich ist die Begegnung mit diesem Mangel alles andere als nüchtern. Ein "schwarzes Loch" tut sich auf, und das ist mit Schmerz verbunden. Wir aber sind Schmerzvermeider. Wir haben (fälschlicherweise) gelernt, dass Schmerz unserem Funktionieren in der Welt entgegensteht, unserer Lebenskraft, dem Positiven in uns. Um die unangenehme Begegnung mit dem inneren Loch zu vermeiden, erschafft der Geist eine neue Phantasie, in die er sich verlieben kann in der Außenwelt. "

      Wie würden Sie diese Ihre Phantasie denn gerne benennen, B.?

      Vielleicht als Kommunismus?
      Als Verteilungsgerechtigkeit?
      Als Revolution?

      Ihrem Schmerz werden Sie auch dadurch nicht entkommen, und also nicht Ihrem Schatten, auf den Herr Baberowski den Finger legt.

    • Besten Dank der Bestätigung:

      „Dennoch ist unsere Partei nicht verzweifelt. Letztendlich hat der Zusammenbruch der DDR den historischen Bankrott des Stalinismus, nicht des Sozialismus, offenbart“, erklärte North weiter. „Wir waren absolut zuversichtlich, dass es unweigerlich zu einer neuen Bewegung für den Sozialismus kommen wird; dass die vielen Versprechen über die glorreiche Zukunft, die die Wiedereinführung des Kapitalismus mit sich bringen würde, entlarvt werden; dass die Widersprüche des kapitalistischen Systems sich verschärfen und zu einer neuen Welle revolutionärer Kämpfe führen werden.“

      Betrachte man die letzten 30 Jahre, zeige sich, wie korrekt diese Einschätzung gewesen sei, betonte North. Der Kapitalismus zeige wieder sein wahres Gesicht. In sozialer Hinsicht dominiere eine beispiellose Ungleichheit, in außenpolitischer Hinsicht eine neue imperialistische Kolonialpolitik, in philosophischer Hinsicht ein extremer Irrationalismus und in politischer Hinsicht die Wiederbelebung des Faschismus. Dies sei nicht nur in Deutschland der Fall, sondern überall auf der Welt.
      (WSWS)

    • "
      camelote sagt:
      24. November 2019 at 10:38

      Q – viel mehr als nur ein Hirngespinst.
      http://www.q-anon.de/

      Es sieht so aus, als stünde hinter diesem Namen eine Gruppe von an die tausend Menschen mit großem Einfluß, die Trump zu ihrem Repräsentanten erkoren haben.
      Eine Seite, die alle wichtigen Links sammelt – und für so manchen hier selbstverständlich nichts sein wird als eine "Überflutung" mit "Haltlosigkeiten", denn solche Sätze sind für die Systemlinge unerträglich und könnten sie sowohl ihres Weltbildes als auch ihres Brotberufes berauben:

      "Q anon – (…) anonyme(…) Hinweisgeber mit verblüffenden Kenntnissen und Vorhersagefähigkeiten berichtet seit Ende 2017 regelmäßig von einem Kampf im Hintergrund gegen den sogenannten Schattenstaat, eine weltweit aktive (Finanz)"Elite", der geradezu unfassbare Verbrechen nachgesagt werden, die nun aber vermeintlich kurz vor der weltweiten Offenlegung und Zerschlagung steht."

      "Wenn auch nur ein Bruchteil dessen stimmt, was Q da in seinen Postings berichtet, beziehungsweise andeutet, können wir die jüngere und vermutlich auch die ältere (Menschheits-) Geschichte komplett umschreiben und stehen vor einer regelrechten Zeitenwende."

      Wer würde sich so etwas nicht wünschen? Wer glaubt, gegen Q anschreiben zu müssen?
      Nun. Wohl diejenigen, die dazugehören.

      (Wikipedia, Rationalwiki, Psiram, die Pädophilen, die Satanisten, die Klimasekte, Liste bitte selbst vervollständigen.)"

      großes kino, kenfm – https://youtu.be/UkAtVPV7lUA

    • aDracone, wieso antworten Sie mit Ihrem unendlich wertvollen Link auf meinen Post zu Q nicht dort, wo
      das geschrieben wurde?
      Nicht so gern bei Herrn Rupp?
      Also gut, weils Sie sind, zwar off-topic, aber vielleicht will ja jemand was erfahren:

      LION Media
      https://www.youtube.com/watch?v=mVMs06Idpi0
      US-General bestätigt QAnon: Trumps Einheit gegen den Schattenstaat

    • Hallo Box, ich habe mich nun doch noch, unter Schmerzen, dazu durchgerungen, Ihre Fleißarbeit der Diffamierung bis nach ganz unten durchzulesen und kann mich nicht enthalten, Ihnen dies hier noch mitzuteilen:

      Der Autor auf Heise/Telepolis, der diesen Satz geschrieben hat: "Sie gehorchen dabei unterschiedlichen äußeren und inneren Stimmen, aber sie taumeln in die gleiche Richtung.", ist mir persönlich gut bekannt.

      Sie haben das Pech, daß ich mit jenem Autoren einige Jahre lang in derselben WG gelebt habe und ihn gründlich kennenlernen durfte.
      Schon früh hat er einen Geldautomaten beschädigt und ein Lacher in unserer Gruppe war damals, daß er sich dabei auch noch hat erwischen lassen. Er hatte große Probleme, seinen äußeren und inneren Stimmen nicht zu erliegen, denn wo er auch ging oder saß, öffnete sich der Boden unter ihm. Panikattacken bis hin zu völligem Realitätsverlust.
      Eine poetische Begabung, aber völlig haltlos. Daher früh im Umfeld der Anarchisten und des Schwarzen Blocks (nur zu feige, selbst mitzumischen.) Daher immer weiter in seiner besonderen Blase weiterdiffundierend und sich vor dem rettend, was er in anderen gerne attackierte.
      Ein Mensch, der sich in einen intellektuellen Größenwahn hineinsteigerte und über alles auf dieser Welt sein beredtes Urteil abgab. Und wie ich sehe, hat sich das über die vielen Jahre nicht im Geringsten geändert.

      Ist das jetzt eine Diffamierung? Eine Denunziation?
      Ich würde es Enthüllung nennen.

      Und so geht es Ihnen mit sehr vielen Ihrer Quellen: Mangels Intuition und vor allem mangels Selbsterkenntnis sind Sie nicht in der Lage zu erkennen, was für Geister das sind, die sie da zitieren.

      Ich wünsche Ihnen, daß Sie eines Tages so etwas wie eine eigene Stimme entwickeln werden.

  15. Sehr geehrter Herr Baberowski,

    für ein Einwanderungsland muß Deutschland das Grundgesetz ändern und dafür muß das Volk befragt werden. Da aber die Stimme des Volkes nichts zählt in der Bundespolitik, und diese anscheinend eine direkte Demokratie verhindern will, wird die Einwanderungsgesetzgebung über den Köpfen der Bürger hinweg immer weiter verwässert.

    Mit freundlichen Grüßen

  16. & jetzt noch etwas anderes …
    was mich stört sind die oder besser ist, der fehlende übergang der von herrn b. erwähnten diktaturen von damals (ns und stalin) und die fehlenden verknüpfungen der strukturen der heutigen sog. wertedemokratien im westen. hier jetzt alles gut (ns schon lange vorbei) und damals im osten alles murks.
    In den 90ern in russland … putin 20 jahre an der macht …etc. pp.
    wie sieht es denn heute in den usa aus? einwanderung in die us? ja nur wenn du ausgebeutet werden kannst, wenn du aber opfer unseres GWOT bist, dann stirb gefälligst zuhause, falls noch nicht passiert.
    in abuh graibh, privatfirmen? die? von wem angestellt wurden? genau wegen der rechtlichen verantwortung? der herr b. schielt mir zu sehr nach osten und vergisst den blick nach westen ..
    und ja, vieles was er sagt ist schon wunderbar beschrieben in

    1984 ..

  17. hmmm,…also ..hmm…
    ach, egal, ganz kurz: dieses »hipster latte macchiato style studio« design ist sehr kreativ. keine frage …
    aber voll ätzend .. 😉
    öfter mal was neues, ja ich weiss … aber wie ein vorposter bereits schrieb … anstrengend ..
    & es muss nicht immer was neues daher … da finde ich (imho), dass alte gemäuerwerk mit dem tonband doch … ja passender.

    • Nach sechs Jahren" Mauer" war es Zeit für frisches Design und eine besseren Sound. Dazu musste das Studio überarbeitet werden. Das man sich von Gewohntem schwer trennt ist natürlich, nur war auch der " Mauerlook" ein Update von KenFM im Gespräch.Die Serie begann schon 2002. Wer sich die ganz alten Sendungen ansieht erkennt die technische Weiterentwicklung und genau die hat uns bewogen Look & Sound auf ein neues Niveau zu heben. Man möge es ein paar Wochen auf sich wirken lassen. Aber vor allem die neuen Gäste..

  18. Die Staaten der Welt dürften einen Angriffskrieg nur durch Volksentscheid legitimieren können.
    Dann würden diese räuberischen Ressourcen Kriege, die wir keinem Kind und Jugendlichen erklären und begründen können, ohne aus der Zivilisation zu fallen, beendet werden.

    • Die Zeit zwischen der Gewalt ist die MACHT!

      Ja, deshalb kommen die staatlichen Terroranschläge in regelmäßigen Abständen, nicht nur in Europa! Und nachdem alle andern in Europa Ihr SOLL erfüllt hatten, übernahm Deutschland auch Verantwortung – mit dem Weihnachtsmarkt Breitscheidplatz Anschlag.

      Links:

      human-connection.social/post/d68dc91c-b6f3-409a-bced-3d30690a00be/schauspiel-im-bundestheater-1

      human-connection.social/post/92c5f109-e9c8-44bc-bc4d-992cd0c72449/fragen-zu-unbequem-fur-merkel-zdf-ladt-hinterbliebene-des-breitscheid-terrors-aus-sendung-aus

      human-connection.social/post/1f9830b9-55a6-45a5-bf72-77ab517f7092/ein-paar-anmerkungen-zum-anschlag-auf-den-berliner-weihnachtsmarkt-am-19122016

      human-connection.social/post/37432f8d-3864-419d-a352-df0bd77e36c1/anschlag-auf-berliner-weihnachtsmarkt-2016-polizisten-erheben-schwere-vorwurfe-gegen-das-ministerium

    • Das menschliche Wesen zur Kriegsursache zu machen, das ist eine Entlastung des Kapitalismus.
      Die Kooperation hat die Menschheit auf der Basis der Fähigkeit der Perspektivenverschränkung in die Lage versetzt, selbst unter den unwirtlichsten Verhältnissen leben zu können und die Arbeitsteilung zu entwickeln.
      Der Hirnforscher Gerald Hüther diagnostiziert: "Kein Mensch kann die in ihm angelegten Potentiale entfalten, wenn er in seiner Würde von anderen verletzt wird oder er gar selbst seine eigene Würde verletzt.“ Die Konkurrenzgesellschaft des 'Friss oder Stirb' trägt Gewalt in sich, da sie auf strukturellem 'Du oder Ich' aufbaut. In letzter Konsequenz trägt sie den Krieg in sich, wie die Wachstumsökonomie den Krebstod der Erde. Mit Gewalt und Krieg wird sich die Gattung Mensch nicht mehr lange halten. Wir haben die Verantwortung, das damit heranziehende Inferno in der digitalisierten, industrialisierten, hochgerüsteten Welt mit hunderten Nuklearreaktoren zu verhindern.

    • "Das menschliche Wesen zur Kriegsursache zu machen, das ist eine Entlastung des Kapitalismus." ????

      Das geht in eine ähnliche Richtung wie die unsäglichen Zitate aus der Box (die mit Kontaktschuld und allen möglichen anderen Propagandatechniken aufwarten), unter anderem der absurden Behautung, der Gast sei ein Rechtsextremer???!!!

      Ihr gebt Euch ja wieder alle Mühe, das Niveau hier auf ideologische Plattitüden herunterzufahren. Da zitiert man auch gerne die FAZ, ansonsten der politische Gegner.
      Was geht hier vor sich?
      Bekommt Ihr überhaupt noch mit, was Ihr tut?

      Der Mensch ist die Ursache von ALLEM kulturellen, sozialen und politischen in dieser Welt. Die verschiedenen Systeme und Institutionen habe seine Veranlagungen lediglich sichtbar gemacht.

      So kann man sagen, daß nicht die Religion schuld daran ist, daß so furchtbare Dinge in ihrem Namen geschehen sind: sie hat zum Vorschein gebracht, was im Menschen steckt.
      So kann man sagen, daß nicht der Kapitalismus schuld daran ist, daß so furchtbare Dinge geschehen sind: er hat lediglich zum Vorschein gebracht, was im Menschen steckt.
      So kann man sagen, daß nicht der Kommunismus schuld daran ist, daß so furchtbare Dinge geschehen sind: er hat zum Vorschein gebracht, was im Menschen steckt.

      Das Gutmenschentum, und da spreche ich vor allem Sie an, Herr T, deckelt gerne, was in ihm steckt. Und projiziert seinen Schatten dann auf den politischen Gegner, wo er angegriffen wird.
      Man möchte ja so gerne von allen geliebt werden und ein vollkommener Guter sein, nicht wahr?
      Aber Sie verkaufen sich für Ihren großen Wunsch, geliebt zu werden.
      Das ist intellektuelle Prostitution, was Sie auf diesem Forum immer wieder betreiben.

      Und Sie überspringen Ihren Schatten mit Vorliebe.

      Ich bin froh über dieses Gespräch, auch wenn ich längst nicht in jedem Punkt zustimmen mag.

      Mein Dank an Herrn Baberowski!

    • https://www.kloster-saunstorf.de/de/mediathek/artikel/liebe-und-der-wunsch-geliebt-zu-werden
      Auszug:
      "A: Aber Liebe, die ihre Erfüllung im Außen sucht, ist eine bedingte, abhängige Liebe, eine falsche Liebe. Sie nährt die Seele nicht wirklich, obwohl es immer wieder so erscheint. Jeder kennt den Wunsch geliebt zu werden. Er verspricht uns all das, wonach wir uns sehnen. Wenn wir verliebt sind, fühlen wir alles in Liebe. Jeder Mensch hat solche Momente von Erfüllung und Heilung erlebt. Wir fühlen uns dann in den siebten Himmel entrückt, und scheinbar ist kein Leiden mehr da.

      – Ist es das, was Menschen in Beziehungen suchen – das Ende des Leidens?

      A: Ja. Doch dann wachen wir eines Morgens auf und sind ernüchtert. Hinauskatapultiert aus dem siebten Himmel. Das ist – nüchtern betrachtet – ein positiver Zustand, weil wir wieder mit beiden Beinen auf der Erde stehen. Darauf folgt aber das Unverständnis darüber, wie es dazu kommen konnte, dass die Liebe sich scheinbar wieder in Nichts aufgelöst hat. Es scheint, dass die Liebe selbst ein mangelhaftes Gut ist, ein seltenes Gut, das wir gewinnen und wieder verlieren könnten. Wir sind enttäuscht. Viele Menschen durchleben immer wieder den siebten Himmel und die Enttäuschung, den Rausch und die Ernüchterung. Es ist wie eine Art innere Drogensucht, die uns nach dem nächsten Zustand des Verliebtseins Ausschau halten lässt."

      Und so leben manche denn in innigen Beziehung mit ihren Ideologien, sind manche denn geradezu verliebt in ihre Überzeugungen und Ideologien. Ideologien erzeugen ebenfalls, fast so wie ein anderer Mensch, Rausch und Suchtverhalten.

      Das Gutmenschentum ist jedoch leider die Suche nach der unerfüllten Liebe. (Hört sich das nicht sehr richtig an? Dann bitte nochmal lesen: Die Suche nach der unerfüllten Liebe! ) Im Grunde weiß man, daß man sich belügt. Sich, und alle anderen.
      (Kein Witz!)

    • Voi lustig, manche sehen also Finanz und Mensch völlig getrennt. andererseits Geld ist wohl sowas wie Gott??? hmmhmmkmhmmmhmmm….

  19. Barberowsky wird besonders von der trotzkistischen SEP und angeschlossener Studentenorganisation als rechtsradikaler Professor verschrien, der den Nationalsozialismus zu relativieren versuche, mit Aussagen wie: "Hitler war gar nicht grausam". Ich zuckte am Anfang ganz schön zusammen, weil ich – leider – Jörg Barberowsky bisher nur von der World Socialist Website kannte, wo gegen ihn gehetzt wird, was das Zeug hält. Das Gespräch mit Ken rückt den Mann in ein etwas anderes, wesentlich differenziertes Licht. Danke Ken!

    • Ich möchte meinen obigen Kommentar berichtigen: SEP "hetzt" nicht gegen Prof. Baberowski, sondern übt Kritik an seiner Geschichtsinterpretation, die man teilen kann oder auch nicht. Ob man Baberowski als "rechtsradikalen" Professor bezeichnen kann, steht zur Diskussion wenn man sich die Artikel auf der World Socialist Website durchliest.

      Zum Schluss, sorry für meine fehlerhafte Rechtschreibung des Mannes Namen!

  20. Immer noch aktuell in Funktion:

    Pass auf, dass Du nicht nach Belmarsh oder Guantanamo kommst!!!

    Pass auf, dass Du nicht auf der Straße landest!

    Pass auf, dass ….

    Der Skalve im Arbeitsprozess möchte ja auch nur eine guten "POSTEN" haben und Vorarbeiter werden oder Abteilungsleiter oder….

  21. Jörg Baberowski gehört zu den AUFGEWACHTEN!

    Ja, "Alle gut Gebildeten" haben nur ein klein wenig beigetragen, vom Schreibtisch aus evtl. oder ….vielleicht zukünftig auch mit Verherrlichung / Darstellung eines Drohnenmörders auf der Webseite.

    z.B. LINK: gedankentanken.com – Siehe dazu auch LINK: Kenfm.de/m-pathie-tobias-beck/

    Ja die Masse brüllt, schreit, applaudiert und jubelt den Führern und Speaker zu!
    Wehret den Anfängen!

  22. Ken wie immer in Topform und super vorbereitet. Herr Baberowski ist ein Mensch, dem ich sehr gerne zuhöre, weil er sehr durchdachte und pragmatische Sichtweisen vertritt. Ein Vernunftsmensch, wie er der deutschen Politik sehr gut tun würde. Aber auch er sieht sich linksextremistischen Angriffen ausgesetzt. Ich hoffe, er bleibt – wie Herr Ganser – standhaft und lässt sich von diesem demokratiefernen Pack nicht einschüchtern.
    Zur neuen Gesprächskulisse: Ich empfinde den Hintergrund etwas zu unruhig und für die Augen störend. Ich fand den ablenkungsarmen Hintergrund der alten Kulisse für die Augen wesentlich angenehmer.

    Insgesamt war, ist und bleibt für mich KenFm die allererste Adresse in den freien Medien.

    • Hi Tootie, Sie sehen die Sache ziemlich klar, wie ich finde.

      Wurde doch bereits auf dieser Seite von Box gepostet:
      "Nachdem der Versuch des rechtsextremen Professors Jörg Baberowski kläglich gescheitert ist, an der Berliner Humboldt-Universität ein rechtes Zentrum für Diktaturforschung zu etablieren, …"

  23. Sehr interessanter Gesprächspartner. Wie ist der Plan für die Zukunft?
    Wird die neue Kulisse Standard werden oder wird sie abhängig vom Thema gewählt werden?
    So schick ich die neue Kulisse auch finde… ich würde die bisherige vermissen incl. der Musik.

Hinterlasse eine Antwort