KenFM im Gespräch mit: Johannes Bröckers („Schnauze, Alexa!“) (Podcast)

Amazon ist das größte Internet-Kaufhaus der Welt. 24 Stunden geöffnet und mit einem Warenangebot, das jeden Konkurrenten alt aussehen lässt. Doch der Erfolg hat enorme Schattenseiten, denn Amazon ist weit mehr, als ein digitaler Einzelhändler.

Der Konzern von Jeff Bezos ist auch eine Datenkrake, die im Hintergrund von jedem Kunden ein digitales Profil anlegt, auswertet und verkauft. Daten sind aber nicht nur das neue Gold, sondern auch der Schlüssel, um menschliches Verhalten zu manipulieren, Gesellschaften berechenbar zu machen.

Da trifft es sich gut, dass Amazon seine Monsterserver auch an die CIA vermietet und in den Amazon-Go-Shops eine Software einsetzt, die die Gesichter der Kunden automatische scannt und die Rechnung für den Einkauf dann direkt auf deren Smartphone schickt. Ist das noch „Service“ oder schon Orwell?

Jeff Bezos, der Besitzer von Amazon, ist inzwischen nicht nur einer der reichsten Menschen der Welt, sondern gehört mit seinem Konzern auch zu den einflussreichsten Personen auf diesem Planeten. Wurde der Mann je demokratisch in diese Macht-Position gewählt? Nein. Kann man ihn abwählen? Ja!

WIR, die Kunden, haben Amazon zu dem gemacht, was es heute ist. Ein Konzern, der ähnlich wie Apple, Ebay, Facebook oder Google quasi über dem Gesetz steht und sich damit über immer mehr Regeln hinwegsetzen kann und das längst tut.

Amazon zahlt nur Steuern, wenn es unbedingt sein muss und hat mit dem Kauf der Washington Post eine der wichtigsten US-Zeitungen unter seiner Kontrolle. Damit bestimmt Jeff Bezos, was große Teile der US-Bürger über die Machenschaften des Konzerns wissen und denken sollen. Free Press?

Wem diese Entwicklung missfällt, wer Amazon für demokratiegefährdend hält, muss sich die Frage stellen, warum er dort permanent einkauft?!

„Schnauze, Alexa! Ich kaufe nicht bei Amazon!“, heißt das Buch von Johannes Bröckers und hat das Ziel, uns, den Kunden, die Shopping-Laune zu verderben. Das ist dringend nötig. Die meisten von uns wissen nicht, was sie tun, wenn sie beim US-Giganten Amazon Woche für Woche einkaufen, nur weil das so schön bequem ist, oder wenn sie sich mit der Amazon-Box „Alexa“ freiwillig ein Gerät ins Haus holen, von der die Stasi nur träumen konnte, da „Alexa“ den Kunden mit seinen sieben Mikrophonen schlicht abhören kann.

Die Nebenwirkungen des Amazon-Erfolges betreffen uns alle. Der US-Konzern ist Teil einer neuen Machtelite, deren Geschäftsmodell sehr gut ohne Demokratie auskommt. Es geht um absolute und damit globale Macht. Konzerne, so der Trend, ersetzen mittelfristig Parlamente und bestimmen schon heute immer größere Teile unseres Lebens, auch wenn wir das gar nicht mitbekommen.

Ist der Kunde wirklich König oder längst auf dem Weg, sich selber zum Sklaven zu machen?! Es wird Zeit, sich mit den nackten Fakten zu beschäftigen. Beginnen wir bei A wie Amazon.

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