Im Gespräch: Julia Szarvasy (Moderatorin und Bürgerjournalistin)

Die DDR war ein Unrechtsstaat. So steht es zumindest in den meisten Schul- und Geschichtsbüchern geschrieben. Verfasst wurden diese zumeist von Menschen, die in Westdeutschland sozialisiert wurden. Denn: Die Gewinner schreiben die Geschichte. Sie sind es, die der Nachwelt vorschreiben, wie man die Vergangenheit zu interpretieren hat, während das Gewinnersystem – der Neoliberalismus – auf seinem Weg des unendlichen Wachstums auch die Zukunft eben dieser Nachwelt schon heute nachhaltig prägt.

Menschen, die zu einem etwas differenzierteren Blick der Geschichte anmahnen, haben es in diesem System nicht leicht. Massive Diffamierungskampagnen sind oftmals nur das geringste Übel, welches sie über sich übergehen lassen müssen. So geschehen auch bei Julia Szarvasy. Als junge Lehramtsstudentin des Fachs Geschichte musste sie feststellen, wie unpopulär sie sich in Fachkreisen machen konnte, sollte sie es wagen, die offizielle Geschichtsschreibung der DDR auch nur ansatzweise in Frage zu stellen. Dabei ging es Szarvasy nie darum, ein besonders farbenfrohes Bild der DDR zu malen. Es war und ist ihr vielmehr ein Anliegen zu zeigen, dass eine einseitig graue Darstellung des Lebens in der DDR ebenso verfehlt ist, wie nostalgische Schönfärberei. Und es geht ihr darum zu zeigen, dass sich in der heutigen BRD – Stichwort: Überwachung und mediale Propaganda – weitaus mehr dunkle, (DDR-)graue Anteile verbergen, als sich die meisten Menschen einzugestehen bereit sind.

Im Interview mit KenFM spricht Szarvasy über ihre persönliche Biographie, über ihren langen Weg der Politisierung in einer ostdeutsch geprägten Familie sowie über ihre Hoffnungen und Sehnsüchte für die Zukunft. Es ist ein Gespräch mit einer mutigen Frau, dies vor allem aber nicht nur für Westdeutsche einen hohen Aufklärungscharakter besitzt.

Inhaltsübersicht:

0:00:48 Julia Szarvasy im Portrait

0:13:38 Biographie und Familiengeschichte

0:31:15 Antifa, Friedensmahnwachen, NuoViso – Die Geschichte einer Politisierung

0:46:41 Spaltung als Herrschaftsinstrument

1:01:11 Spaltung und Feminismus

1:12:18 Überbevölkerung, Wachstum, Konsum – Kann der Mensch die Kurve bekommen?

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57 Kommentare zu: “Im Gespräch: Julia Szarvasy (Moderatorin und Bürgerjournalistin)

  1. Meine beste Freundin arbeitet für eine deutsche Gesellschaft für Aussenpolitik. In ihrem Gebäude wird der Platz knapp, da die Regierung zur Zeit soviel Gelder für die Förderung von Think Tanks lockermacht und es viele Neueinstellungen gibt. Auch gibt es eine große Zahl von Gründungen neuer Stiftungen und die Konkurrenz wird dadurch wohl immer stärker. Die Regierung begründet diese Investitionen in Think Tanks mit der zunehmenden Bedeutung der Aussenpolitik für Deutschland. Going the American Way… Immer weniger Ausgaben für die inneren gesellschaftlichen und sozialen Angelegenheiten, dafür umso mehr für Rüstung, Aussenpolitik und Propaganda.. Eine UNO oder andere globale Institution wird an den herrschenden Zuständen nichts zum Positiven ändern, solange die Welt von denen weiterhin beherrscht wird, die genau für eben diese Zustände verantwortlich sind und die entsprechenden Ämter entweder selbst besetzen oder durch Lobbyismus und Korruption von der herrschenden Klasse gelenkt werden.

  2. Ein angenehmes Gespräch mit einem intelligenten und interessanten Gast, der uns ein paar Einblicke in ihre Denkweise gibt.

    Die DDR-Zeiten hatten ein paar Schattenseiten, wie alle Systeme die zentral von einer Minderheit geformt und geschützt werden. Jedoch gab es dort sehr viele weit bessere Dinge, die sich weit besser angefühlt haben als das was uns der Kapitalismus gibt bzw. das aktuelle neoliberale System.
    Ich gebe Frau Szarvasy recht, mit einer reformierten Systemstruktur, hätte der Sozialismus richtig gut funktionieren können.

    Aktuell befinden wir uns ja wieder mal unter der Knute einer Minderheit die ein System gegen die Wand fährt, welches in der Form aber auch besser nicht überleben sollte.
    Wenn ich mir ausmale, wie es mit dem System und dem Fortschritt in 40 Jahren aussehen könnte, sind wohl die schlimmsten Science Fiction Filme ein Kindergeburtstag.
    Es ist jetzt schon unerträglich in ständigen zermürbenden Unsicherheit ohne planbare Zukunft gefangen zu sein und sich durchleuchten und ausplündern zu lassen, wobei man eigentlich nur Freiheit und Einfachheit für ein friedvolles Leben haben möchte.

    Danke für die Sendung.

  3. Liebe Frau Szarvasy,
    Sie sagen am Anfang des Gesprächs mit Ken, dass Sie "Gutes" tun wollen.
    Ich möchte Ihnen mal erklären, was es damit auf sich hat. Da ich die 70 Jahre am 10. Jan. erreicht habe, könnte ich also ihr Opa sein, (bei einem Fußball- Länderspiel in Island, wurde mal der Vater, 34 Jahre, gegen den Sohn, 17 Jahre, ausgetauscht, oder umgekehrt ), wenn Sie Baujahr 1984 sind, wäre das also denkbar.
    Alter, (hör ich da meine Tochter sagen), hat doch nichts mit Weisheit oder Wissen zu tun, höchstens mit Besserwisserei.
    Wie auch immer, ich maß mir also an, oder nehme mir heraus, (klingt sexistisch, dafür möchte ich mich entschuldigen), Ihnen den Begriff zu erklären.
    Das "Gute" ist nämlich unbeschreiblich, genau genommen, ist es nicht mal sagbar und um noch einen drauf zu setzen, auch nicht denkbar. Tun wir es trotzdem, verflüchtigt es sich. denn es ist unberechenbar.
    Das Gute, dass Sie tun möchten, haben Sie, mit dem Gedanken an dasselbe, schon verraten.
    Kästner sagt, das werden Sie kennen:
    Es gibt nichts Gutes, (und meint damit, Gutes, über das man nachdenken oder Reden könnte)
    außer, man tut es. (unbedacht, im Sein verhaftet, nebenbei).
    Wenn ich für die Freundin meiner Tochter einen Kuchen backe, weil deren Mutter krank ist und das zur Zeit nicht gebacken kriegt, nur ein "Danke" erwarte, habe ich meinen Kuchen schon "verraten und verkauft", ein Geschäft gemacht, mit meinem Gewissen oder Karma, Habe auf- und abgerechnet, bin in der messbaren Welt verblieben.
    Die ganze Welt, dass wissen wir schon lange, ist nicht nur die messbare Welt, die Wissen schaft, sondern auch die nicht messbare, in der Gutes und Böses geschieht.
    Ich hoffe, ich habe das einigermaßen verständlich rüber gebracht

    • Das sind sehr liebe Worte. Das "Danke" hilft trotz alledem in diesem Leben zu bestehen, denn der Mensch leidet nun mal an so vielen Traumata, Belastungen und Manipulationen, die er als unsichtbares Paket mit sich trägt.

  4. Meinen Danke an beide Gesprächspartner, Julia Szarvasy und Ken Jebsen. Gut gemacht.

    Wie bei vielen KenFM Gesprächen kommt es auch hier an einen Punkt, wo es heißt "der Mensch ist (in Teilen) nicht gut und sei die ursächliche Ursache allen Übels (Potential des Bösen)". In unserem gültigen Weltbild, denke ich, ist es ok, es in diesem Rahmen dabei zu belassen.
    Am nächsten kam daran meiner Meinung bei allen KenFm Gesprächen Wolf Büntig mit seinem knappen Hinweis auf das Buch Shikasta.
    https://www.zist.de/de/veroeffentlichung/wir-sind-alle-teil-einer-groesseren-ordnung-oder-wenn-du-etwas-nicht-aufhalten

  5. Hallo, es hat sich etwas ganz Entscheidendes geändert! Ja, Propaganda gab es in der DDR, gibt es auch heute. Mit dem Unterschied, dass wir damals für Frieden und Völkerfreundschaft indoktriniert wurden, heute werden wir auf Krieg vorbereitet.
    Das Ziel der Propaganda war diametral entgegengesetzt. Und deshalb ist es sehr oberflächlich, die Propaganda in der DDR mit der in der BRD als gleich anzusehen.

    • Und der kleine Unterschied zwischen Friedens- und Kriegspropaganda schlägt sich halt "nur" in der Lebensqualität nieder und damit steht und fällt ein angenehmes Betriebsklima.

      Ich persönlich finde, dass es kaum was Schlimmeres gibt wie ein schlechtes Betriebsklima. Egal obs ein familienbetrieb ist, oder ein Forum oder ein Zuhause.

      Weil bei sch…ß Betriebsklima schmeckt nicht mal das Essen, man kann nicht gut schlafen (zum Beispiel wegen Betriebsklimabedingter Damoklesschwert-Sorgen), man kann ikaum mehr was geniessen.

      Und wo soll man noch hingehen, wenn das Betriebsklima an vielen Orten versaut ist?

      Da bin ich lieber für Völkerfreundschaft, für solidarische Landwirtschaft, für Verbrauchergemeinschaften, für Genossenschaften, und dafür setze ich meine Energie gerne ein.

      Es gilt lediglich die Spaltungspropaganda weiterhin zu entschärfen.

      Julia Szarvasy ist eine so wunderbare Brückenbauerin, wie ich finde, siehe hier:

      Feldzug gegen die Nation – Viktor Timtschenko im NuoViso Talk https://www.youtube.com/watch?v=bD-SCOqkpIc

      lg,
      Bibi

  6. Es freut mich, daß ihr euch hier trefft um Brücken zu bauen, zwischen West und Ost, vor allem aber zwischen den unterschiedlichen Ansätzen in der Fürsorge für den Planeten.
    Ich finde, als Mensch sollte man sich dabei nicht übernehmen und als erstes seine zerstörerischen Handlungen einschränken.

    Weshalb sammelt man nicht die Möglichkeiten die Mitwelt zu schützen, packt sie in eine Liste und bewertet sie – bspw. 10 Stimmen pro Einwohner/Teilnehmer – 2 Durchgänge.. Die Folge wird auf jeden Fall eine deutlichere Verbesserung des Klimas sein durch reduzierten schädlichen Einfluß des Menschen und der große Vorteil – nahezu alle stehen zusammen!

    Jene natürlich nicht, die sich aus der neuen ökologischen Bewegung neue Märkte erhoffen (durch Zertifikatehandel, zu früh ausrangierte Güter usw…)

    Warum beißt man sich ausgerechnet am CO2 fest – selbst unter den Klimagasen das mit Abstand ungefährlichste – das hat doch System! Angst ist nie ein guter Ratgeber und die Rede ist auch nicht von alles beim Alten belassen.

    "riesiges dilemma … keine Zeit mehr für smarte Übergänge … Experten müsssen sich zusammensetzen, nicht die Regierungen…" da werde ich ganz hellhörig – keinesfalls will ich eine Verbindung aus dem schlechtesten von Ost und West!
    Da werde ich nicht nur passiv sondern gehe in den Widerstand. Ich habe mich im letzten Jahr gefreut, daß die DDR Geschichte detailierter betrachtet wurde als das in den letzten 30 Jahren der Fall war, ich finde das vor allem wichtig um aufzuzeigen, daß überhaupt ein anderes System zum jetzigen denkbar ist!! Nicht nur, das man selbst Gestalter neuer Strukturen sein kann, es hat auch schon funktionierende gegeben – die DDR war eben nicht pleite, bei ihrem Zusammenbruch.

    Was genau man dann für übernehmenswert befindet, bedarf einer sehr genauen Begründung. Worin wir uns doch aber einig sind, ist das wir die Demokratie erhalten wollen – oder nicht?

    Dann haben aber "Experten" nichts im politischen Prozeß verloren. Was sind sie denn, diese Experten? doch wohl von der Gesellschaft ausgebildete und mit Zeit für ein bestimmtes Themengebiet versehene Wissenschaftler… dann wäre deren Aufgabe, Szenarien verständlich und neutral darzustellen, die Entscheidungen über Lösungen bleibt jedoch im gesellschaftlichen Diskurs.

  7. Julia Szervasy und Ken Jepsen,

    ich schätze die Blickerweiterungen, die Ihr mit Eurer je persönlichen Art von kritischem Journalismus schafft, und beantworte die von Euren Arbeiten ausgehenden Impulse gern auch mit eigenen Anregungen.

    Wie in diesem Interview fragt Ihr auch sonst verschiedentlich: "Kann der Mensch die Kurve bekommen?"
    Mir erscheint diese Frage denkbar kontraproduktv.
    .

    Gegenfrage: Gäbe es für ´den Menschen´, also diese Spezies oder auch nur für irgendeine andere, denn wirklich auf diesem Planeten wie im Kosmos so etwas wie eine gemeinsame ´Aufgabe´, der gegenüber ein ´Genügen´ oder ´Ungenügen´ auszumachen wäre ?

    Hängt denn nicht alles Existente in seinem täglichen Existenzvollzug am Wechselwirken mit allem Übrigen, in einem nun einmal unaufhebbar nicht auslotbaren Kontinuum von bedingungsloser wie symbiotischer bis parasitärer, wechselseitig auch um den Preis umgewandelter Existenz nährender, Nutznießerschaft und Hervorbringungskraft, einem Kontinuum von zeitlich wie räumlich nur hochdivers zu gewinnendem Begreifen und einem sich nicht selten entziehend irrläuferndem Umwegs-Gebaren – p l a n e t e n w e i t e `St e u e r u n g´ denkbar unaufhebbar a u s g e s c h l o s s e n ?

     .
    Vgl. etwa Hans Peter Dürr  /  Das Geistige ist die treibende Kraft (yt https://www.youtube.com/watch?v=lrgQakHPRP8)
     
    Am Anfang war die Potenzialität, nicht der Urknall  –  er ist schon deren Wirkergebnis, nicht anders als die Naturgesetze …

    Die Wirklichkeit ist Potentialität, die noch nicht Materie ist, noch nicht Substanz, aber schon Gestalt hat

     Wirklichkeit lässt die Möglichkeit der Gestaltung zu:
    die Schöpfung der Welt im nächsten Augenblick ist immer ein Gesamtkunstwerk, an dem alles  beteiligt ist.

    Am Anfang ist eine Gestalt, etwas, was zusammengehört, keine Teile, etwas, das sich im Lauf der Evolution zu immer Konkreterem herausbildet   –   quasi anfängt zu gerinnen…
    Wir nennen das dann Materie …

    Materie ist geronnener Geist, dem nichts Neues mehr einfällt,   genau der Teil der Evolution, der sich nicht mehr an der Evolution beteiligt, sklerotisiert ist…
     
    Leben ist viel fundamentaler als Materie  d.h. das Prozesshafte, das Kreative, das sich dauernd Verändernde…

    … nicht Evolution, sondern Neuschöpfung in jedem Augenblick

    Es gibt nichts Unabhängiges:
    Alles ist von Anfang an miteinander verknüpft    –   wie das Spiel eines Kindes, das mit einer gewissen Vorahnung davon, was es eigentlich spielen will, spielt, nicht mit bestimmtem Ziel, sondern innerhalb eines gewissen Kontextes  –  und es entsteht etwas…
    …weil alles in der Welt mit dem Ganzen immer verbunden ist, hat alles eine Erinnerung, in was es eingebettet ist…
     .
    .
    .
    K ö n n t e e s n i c h t s e i n, dass Unzählige heute ihr Stolpern über scheinbar berechtigt aufzuspießende Mantren der jeweils anderen zu ihrem Tagesgeschäft machen, weil sie sich nicht trauen, wie Kinder ahnungsvoll selbstvergessen zu spielen und so gleichsam traumwandlerisch mitzuentfalten, was da zwischen den Spielenden zu neuer Gestalt gerinnen könnte . . . ?
    Dass ihr wechselseitiges Gehacke den Profiteuren von Fehlentwicklungen machtpolitisch in die Hände spielt und von diesen Händen auch befeuert wird, enthebt sie schließlich nicht der Entscheidung, ihr Spiel mit Mut oder mutlos einfach nur auf der Vorwurfsschiene zu halten oder sich endlich ernsthaft mit Alternativ-Konstruktionen zu beschäftigen . . . und mit ihrer Umsetzung zu beginnen . . . – über die Bildung von Bürgerkreisen etwa. . . !?!
    .
     
    Um noch einmal Dürr anzuführen (Ganzheitlichr Physik yt https://www.youtube.com/watch?v=0TxsLCgGOuk):

    "Wir müssen lernen, Wirklichkeit zu erkennen  a u c h durch Intersubjektivität:  nicht durch Objektivierung, wo wir uns daraus zu rückziehen, uns abkoppeln …

    Wir haben einen Zugang zu den Dingen, den wir durch Intersubjektivität haben.

    Wo zwei so intensiv miteinander diskutieren, dass sie quasi dieselben Bilder in dieselbe Landschaft gucken  und dort große Entdeckungen machen, haben sie eine innere Kohäsion, dann verdichtet sich allmählich, was an verschiedenen Betrachtungsweisen zwischen ihnen im Spiel ist.
    Dieses beiden u.U. mit einem Mal aufscheinende gemeinsame Bild dann wieder im Bereich der jeweils eigenen Betrachtungsweisen wirksam werden zu lassen, wäre Voraussetzung dafür, dass beide je auf ihrem Wege bei der gleichen Entdeckung ankommen:  Ko-Kreativität ist entstanden.
    .
    .
    .
     
    Also hören wir auf, die selbstorganisatorisch-kokreative (autopoietische) Qualität von Wirklichkeit mit weltumspannender Planung überformen zu wollen, so etwas wie planetare ´Rettungen´ postulierend, Messlatten-Logiken verfolgend, Abkommens-Fetischismen hinterher- wie voraus-hechelnd und von Öko-Diktaturen phantasierend . . . ! !

    Begreifen wir, dass wir keine …KRATIEN brauchen, sondern AUTOPOIETIEN ! https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2019/11/25/autopoiesis-statt-kratie/

    Und begreifen wir, wieviel, gute Selbstorganisation wir systempolitisch mit ein paar grundlegend neu ansetzenden Struktur-Elementen, statt des bisherigen, sich Jahr für Jahr aufblähenden Regelungs-Dickichts: nichts geht nur ´groß´!
     
    – noch einmal Dürr: "Ich glaube überhaupt nicht daran, daß man die globalen Probleme auch global lösen kann. Auch die Natur löst globale Probleme, indem sie lokal etwas verändert, auf eine solche Art und Weise, die allmählich in größere Dimensionen hereinwächst."

  8. Zum allerersten Absatz – eine Ergänzung!
    "Denn: Die Gewinner schreiben die Geschichte. Sie sind es, die der Nachwelt vorschreiben, wie man die Vergangenheit zu interpretieren hat, während das Gewinnersystem – der Neoliberalismus – auf seinem Weg des unendlichen Wachstums auch die Zukunft eben dieser Nachwelt schon heute nachhaltig prägt."

    Deutschland bleibt bis 2099 ein besetztes Land. Die Agenda 2100 soll bis dahin umgesetzt sein. Das Imperium besetzt die Welt. Das Imperium regiert auch in Russland. Es ist ein schieres Wunder, dass Putin so viel durchsetzen konnte. Es ist ein Wunder, dass er noch lebt. Hört Euch dazu bitte dringend und geduldig diesen Vortrag an (Stichworte zum Finden = Wichtig! Russland auch okkupiert. Fjodorow (DUMA) Studenten bekommen Lektionen in Okkupation oder dieser Link: https://www.youtube.com/watch?v=WJBRZmyOOuM
    Die russische Föderation ist ein Konstrukt der USA. Die Sowjetunion war der Verlierer des Kalten Krieges. Dieser Mann Fjodorow erklärt im Detail die Auswirkungen. Es ist unglaublich, was das Imperium alles getan hat. Es ist unglaublich, was die herrschende Schattenmacht dahinter für Fäden zieht. Das einzig Vernünftige, was Jelzin in seinem Leben getan hat, war Putin zum Nachfolger zu machen. Teilt bitte dieses Video!!! Dann wird so vieles klarer.

  9. Hochinteressantes Gespräch. Danke.

    Gedanken zur Klimafrage und Wissenschaft:

    Der Geisteszustand in Deutschland, in Europa und auf der Welt ist erschreckend. Das Vertrauen geht auf breiter Basis verloren, überall kriegerische Aufrüstung im Großen wie im Kleinen. Festgefahren im materialistisch-abgrenzendem Denken. Der Ruf nach Spezialisten ist der neue Ruf nach Führterschaft um das eigene Denken auszulagern. Da unser Gewissen sich meldet, geht ein Abschalten oder Beteuben nicht mehr so richtig, deshalb muss es an Spezialisten deligiert werden.

    Die Kirche hat es uns vorgemacht wie man zum Seelenverwalter wird. Erkenntnisaufbruch ? Nein Dabke ! Aber dafür eine dicke Portion Glaube, Glaube und noch mal Glaube.

    Die Naturwissenschaft verschlüsselt ihre wackligen Thesen bis zur Unkenntlichkeit, um Widerspruch zu vermeiden. Sie baut neue Dogmen auf und möchte zum Menschheitsführer werden und lässt sich dies von der Finanzwirtschaft gut bezahlen. Ihr Preis ist die Aufgabe ihrer Unabhängigkeit.

    Nachdem die Kirche "Geist-Erkenntnis" als Sünde betrachtet bzw. als Abwägig erklärt, rüstet die Wissenschaft auf und betrachtet den Menschen als "Zufallsprodukt" oder sogar als "evolutionären Unfall". Der Klimawandel ist die neue Ablassteuer. Funktionieren nach Vorgaben, heißt das neue Motto. Ein Leben ohne Herz und Verstand bedeutet Raub der Menschheitsseele.

    Mitweltschutz und Umweltschutz bleiben als unerfüllbare Größen, denn Klimaschutz setzt den Hebhel ganz oben an und außerdem klingt es viel abstrakter und wissenschaftlicher wenn es um die Einhaltung von Grenzwerten geht. Ein hervorragendes Mittel den Menschen in Abhängigkeit zu halten und im fehlgeleiteten Kontrollwahn unmündig zu erklären. Jegliche Brutalität gegenüber Menschen wird als Schutz erklärt, wie auch Kriege als Friedensschaffend erklärt werden.

  10. Erst einmal danke für das bereichernde Interview und meine Wertschätzung für Julia. Ich finde es löblich, dass sie IHREN Weg geht, ohne sich vom "Mainstream" steuern zu lassen und dass sie sich schon immer für ihre Ideale und andere Menschen eingesetzt hat. Ihre Herkunft und ihre Bildung würden ihr sicherlich eine glanzvolle Karriere in diesem System ermöglichen und dennoch gibt sie diese auf, um ihren Idealen treu zu bleiben. Ich kenne auch Privilegierte, die ihre besseren Bedingungen nutzen um ihren eigenen Wohlstand und sozialen Status zu erhalten und zu vermehren, als sich für andere einzusetzen. Ich finde es daneben ihr vorzuwerfen, dass sie auf ihrem Ausbildungsweg immer wieder die Richtung ändert. Nicht jeder weiß schon zu Anfang was er möchte und die Interessen, Ziele und das Potential kann sich im Laufe des Lebens immer wieder wandeln. Lieber das Studium 10 Mal wechseln, als sein Leben lang die Spur auf dem falschen Weg zu halten. Mach weiter so Julia und lass dich nicht von solch engstirnigen und ewig Gestrigen vollquatschend, die womöglich mit ihrem Leben selber unzufrieden sind und dir deinen Mut einfach nicht gönnen können.
    Außerdem ist sie ein wichtiger Gegenpol zur Spaltung, welche das System erhält. Und das schon zu Antifa-Zeiten. Daran sollte man sich ein Beispiel nehmen. Miteinander reden und sich mit Toleranz begegnen, sowie die Gemeinsamkeiten betonen sollte die Devise sein.

    Ich finde es auch daneben ihre Sicht auf die DDR abzusprechen. Sie war noch klein und dennoch hat sie eine Sicht auf die DDR, die älteren Menschen womöglich fehlt. Sie hat das Ende der DDR als Kleinkind erlebt. Sind Kleinkinder nicht auch ein Teil der Gesellschaft und sollte ihr Empfinden nicht auch berücksichtigt werden? Zudem hat sie sich mit der DDR intensiv auseinandergesetzt und aus erster Hand, beispielsweise von ihren Eltern und anderen Verwanden, einen sehr intimen Einblick erhalten. Ich möchte nicht wissen, wie viele Westler sich ein Bild über die DDR gemacht haben, die nie in ihr gelebt haben und nie einen solchen Zugang zu Informationen erhalten haben wie Julia. Ein Geschichtsbuch, Artikel oder Interview gibt nunmal einen ganz anderen Eindruck als Gespräche mit den eigenen Eltern. Ich finde ihre Sichtweise, jenseits des üblichen Narratives, dass ich in der Schule lernen musste, sehr interessant und sie deckt sich mit einigen Erzählungen von DDR Bürgern mit denen ich sprach. Es sei auch anzumerken, dass sie mehrfach betont, dass sie dort nicht als Erwachsene lebte und ihr Bild hauptsächlich durch Erzählungen geprägt ist. Und natürlich erwähnt sie auch die Missstände der DDR. Es wäre ja auch vermessen jedem Menschen das Recht abzusprechen, sich ein Urteil anhand seiner Informationen über den Holocaust, die Kolonialzeit, die Besiedlung der Weißen in Amerika und dem römischen Imperium zu bilden, wenn er diese Zeit vor Ort nicht selber miterlebt hat.
    Ich habe es nicht so verstanden, dass Julia eine übermächtige UNO möchte, sondern lediglich, dass die UNO bestehendes Recht auch durchsetzt (Gewaltverbot) und es dort eine Gleichberechtigung gibt. Z.B. keinen permanenten Sitz im Sicherheitsrat und kein Vetorecht. Die Souveränität der Nationalstaaten soll beibehalten werden und die Mach vielleicht sogar weiter dezentralisiert werden. Aber Regionale Regierungen schließen doch eine internationale Zusammenarbeit und geltende Regeln nicht aus, oder?

    Was mir jedoch nicht so ganz gefiel war die Idee die Propaganda für das Gute einsetzen zu wollen. Propaganda ist nicht Aufklärung oder Motivation. Propaganda ist die gezielte Täuschung und Manipulation um seine Interessen durchzusetzen. Also liebe Julia, da du auch ein Fan von Tolkiens Werken bist, wäre es schön, wenn du auch die Message verstehst. Isildur, Boromir und Denethor wollten den Ring der Macht auch für das Gute einsetzen. Doch am Ende wird er alle verraten und sie ins Dunkel treiben. Du möchtest bestimmt auch nicht Krieg oder Atomenergie für das Gute einsetzen.

    Im Wesentlichen möchte ich eigentlich nur wieder einmal meinen Kommentar zu der Klima-/Umweltschutz Debatte geben. Die Gespräche auf KENFM entwickeln sich zwar immer weiter zur gegenseitigen Annäherung und zum Kernproblem, dennoch nicht zu meinem gewünschten Ergebnis, weshalb ich hier mal wieder meine kleine, bescheidene Saat mit einfügen möchte.
    Es ist richtig, dass sich die meisten Menschen wahrscheinlich in den Themen Agrarpolitik, Abholzung, Plastik, Überfischung, Schadstoffbelastung durch Flugverkehr, usw. einig sind. Keiner würde bestreiten, dass Plastik nicht in die Meere gehört und schon gar nicht in unseren Körper, dass wir unsere Lebensgrundlage zerstören, wenn wir unsere Böden mit Agrarchemie und unsere Gewässer mit Industriechemie verseuchen, etc., etc., etc. Nur in der CO2 Debatte gibt es Uneinigkeit.

    Wobei es nicht nur um die Frage geht ob der Mensch Schuld an der Masse der Treibhausgase hat, sondern ob "sogenannte" Treibhausgase überhaupt Relevanz für die Klimaveränderung hat und ob eine Klimaveränderung überhaupt problematisch ist!!!

    Dennoch konzentrieren wir uns nur auf das Thema das uns spaltet, anstatt die Themen zu behandeln die uns vereinen. In den Medien (Alternativ und Mainstream) geht es hauptsächlich um das kontroverse Thema CO2 und nicht darum, wie wir das Plastik reduzieren und unsere Böden schützen können. Natürlich ist es toll wenn Junge Menschen auf die Straße gehen, anstatt nur vor der Playstation zu sitzen, doch konzentrieren sie sich auf ein Thema, wo die Menschheit und die Wissenschaft sich eben nicht einig ist, wie damit umzugehen ist. Warum wird verdammt nochmal kaum einer aktiv in den bedeutenden Umweltthemen in denen sich alle einig sind? Was könnten wir nur erreichen, wenn wir in den Gebieten wo wir uns einig sind alle an einem Strang ziehen? Aber dafür gibt es nunmal keine Lobby, keine Plattform und nicht die nötige Aufmerksamkeit.

    Das ist auch genau einer der fundamentalen Kritikpunkte vieler "CO2-Skeptiker". Es sieht nicht nur nach einem Spaltungswerkzeug, sondern auch nach einem Ablenkungsmanöver aus. Alle konzentrieren sich auf das ziemlich abstrakte, komplizierte und uneinige Thema CO2, anstatt sich darauf zu stürzen was wir sehen, riechen, anfassen können und wo wir uns einig sind. Probleme die wir mit relativ wenig Aufwand beseitigen könnten. Bio statt konventionell einkaufen, selber anbauen, unverpackt statt verpackt kaufen, regional statt kontinental und vieles vieles mehr. Alle Welt schreit CO2, doch der Anteil von Bioprodukten in Deutschland macht gerade einmal 3% aus. 3%!!!!!!!
    Und warum wird der ökonomisch-soziale Kritikpunkt nie angesprochen? In allen Gebieten auf KenFM geht es um soziale Ungerechtigkeit und um die Umverteilung von unten nach oben. Wen trifft denn eine CO2 Steuer? Wen treffen erhöhte Energiepreise? Wen trifft ein Diesel Verbot? Richtig, die unteren Schichten. Und wer profitiert von staatlichen Subventionen? Sicherlich nicht Oma Erna mit ihren 20.000 auf dem Konto, sondern die Energieindustrie. Spekulanten mit Kapital, die auf erneuerbare Energien setzen und mit Steuergeldern sich eine Infrastruktur aufbauen, an denen sie in der Zukunft verdienen. Der kleine hart arbeitende Bürger, der ohnehin wegen erhöhten Energiekosten und CO2 Steuer in die Tasche greifen muss blecht für die Investitionen der Reichen, damit diese in Zukunft noch mehr Geld machen. Gehts noch?
    Wen stört es schon wenn wir unsere Energiequellen ändern? Nur sollten die, die davon finanziell profitieren auch die Kosten und Investitionen tätigen und nicht die, die ohnehin schon am Abschmieren sind. Dann wäre die breite Akzeptanz auch deutlich höher.
    Hätten in Frankreich die wohlhabenden die erhöhten Spritpreise gezahlt und nicht die armen Schweine in der Peripherie, wäre nicht ein Gliet jaune auf der Straße gewesen.

    Also bitte KenFM Redaktion, quatscht nicht nur über die Anteile der menschlichen Treibhausgase sondern auch über die Relevanz von Treibhausgasen überhaupt. Stellt dieses ganze Treibhausgas-Prinzip mal in Frage und spricht über die Profiteure und die ökonomischen Verlierer bei der Entcarbonisierung. Wie Könnte eine Energiewende z.B. sozial gerechter gestaltet werden? Und wie wirklich sinnvoll, so dass die Probleme nicht nur verschoben werden?(Lithium, tote Fledermäuse, riesige Staudämme, etc.)
    Aber vor allem quatscht nicht nur über dieses abstrakte und spaltende Thema Klima, wenn es so viele Themen gibt, wo wir uns alle so einig sind und dennoch NICHTS gemacht wird. Wer kauft wirklich 100% BIO? Wer geht im Urlaub in der Region Campen, anstatt in exotische Orte zu fliegen. Wer nimmt das Segelschiff für die Atlantikreise, wo er selber anpacken muss/darf, anstatt das Kreuzfahrtschiff zu buchen? Wer füllt sich täglich seine Wasserflasche am Wasserhahn ab, anstatt sich neue abgefüllte PET-Flaschen zu kaufen? Es wird nicht ausreichend thematisiert!!!! Es wird Zeit für einen Schwerpunktwechsel auf die uns einigenden und greifbaren Themen! Ihr wollt wissen warum das Thema CO2 so sehr spaltet??? Weil ihr ihm ständig so viel Aufmerksamkeit gibt!

    Und an alle hart arbeitenden Menschen mit normalen oder niedrigen Einkünften und Kapital. Ja, es ist einfach aus dem Elfenbeinturm heraus den Moralapostel zu spielen. Es ist nicht einfach in unserer Gesellschaftsstruktur die Kraft, Zeit und finanziellen Ressourcen aufzubringen um seinen Teil für eine Evolution oder Revolution aufzubringen. Aber es ist auch nicht unmöglich. Wer was ändern will kann es, er muss es nur wollen! Es geht auch low budget. Und soll ich euch ein Geheimnis verraten? Wir Menschen haben alle 24 Stunden am Tag, nicht mehr und nicht weniger. Die Frage ist nur was wir mit der Zeit anstellen die uns gegeben ist. Und hinten heraus kann ich durch einen Wandel sogar Zeit sparen. Die Zeit die ich heute zur Essenzubereitung und Sport aufwende spare ich schon morgen für die Wartezeit beim Arzt ein. Unverpacktes muss ich nicht entpacken und auch keinen Müll entsorgen. Das sind nur Beispiele die die Reichweite unseres Handelns aufzeigen soll. Es geht nicht darum, über andere zu urteilen, doch die häufigen erwähnten "Hindernisse" sind meist nur Ausreden um sich nicht anstrengen zu müssen. Also lasst uns einfach kreativ an Problemlösungen arbeiten, jeder in seinem Bereich mit seinen Ressourcen und trotzdem Hand in Hand in Kooperation. Ich sehe die Zukunft auch unheimlich düster und aussichtslos. Doch wollen wir deshalb den Kopf in den Sand stecken? Oder wollen wir trotzdem unser Bestes geben und dabei Freude, Erfolgserlebnisse, tolle Beziehungen und neue Erfahrungen sammeln? Und wer weiß…vielleicht kriegen wir ja doch die Kurve oder alles war nur ein Test…=)

    In diesem Sinne, lasst uns unser eigenes Leben verändern und damit die ganze Welt!. 😉

  11. Für mich ist Julia ein Leuchtturm der alternativen, freien Journalisten in bezug auf Intellekt, Empathie, Bildung, Ausstrahlung, Charme und Liebenswürigkeit.
    Ich habe bereits zahlreiche Beiträge von ihr gesehen, bin immer wieder begeistert und empfinde sie wie eine "Schwester im Geiste". Jeden ihrer Sätze in diesem Interview könnte ich voll unterschreiben.
    Liebe Julia, lassen Sie sich nicht von den wenigen Nörglern irritieren, die sich wahrscheinlich selbst nicht leiden können und ihren Frust nach außen delegieren. Die finden überall ein imaginäres Haar in der Suppe. Ich bin sehr froh, daß es Sie gibt, und freue mich schon auf weitere Veröffentlichungen von oder mit Ihnen. Sie sind jemand ganz Besonderes!!! Summa cum laude!

    • Das hätte ich nicht besser sagen können. Mit ihrem ausgeprägten Gerechtigskeitssinn verbunden mit Freundlichkeit und Einfühlungsvermögen, ist sie ein Vorbild in jeder Beziehung. Ich hoffe, sie bleibt NuoViso erhalten.

  12. Es mag ja sein, dass diese junge Frau irgend etwas zu sagen hat – wie jeder andere auch – aber, wer 1986 (!) geboren wurde, sollte sich nicht anmaßen über die DDR, vor allem das Leben in der DDR zu "berichten". Auch sie kennt das normale Leben nur vom hören-sagen. Sorry, das wird sie noch lernen, wenn sie gut aufpasst im jetzigen Studium.
    So nebenbei, studieren, dann sich ander orientieren und wieder studieren, dann das Studium abbrechen und ein anderes Studium aufnehmen – Frage: Wie finanziert man das mit zwei Kindern?
    Ich finde es immer super toll, diese "Aktivisten" die da aufstehen und sagen" das muss man so manchen oder so" – Otto-Normalo muss leider von früh bis spät einer Arbeit nachgehen, die er vielleicht auch nicht unbedingt mag aber die er braucht um sich und seine Familie zu ernähren. Auch er informiert sich, auch er hat vielleicht Wut im Bauch und würde gern diese zum Ausdruck bringen aber er ist am WE zu müde, um noch 300 km zu einer Demo zu fahrenb, will dann vielleicht lieber mal Zeit mit seinen Kindern, der Ehefrau, dem Ehemann verbringen, vielleicht ein wenig Sport machen oder sich sonst wie von gauen Alltag ablenken….
    Ich finde ja nicht alles schlecht, was hier so von den "Experten" geäußert wird, die meisten sind allerdings so weltfremd, so vom Alltag des normalen Menschen entfernt, dass sie keine Ahnung haben.
    Und ganz ehrlich, wenn sie Landärztin geworden wären, dann hätten sie vielleicht nur 80 Menschen etwas Gutes tun können (wobei Schulmedizin und Gutes tun auch eine schwierige Verbindung ist aber egal)…so sitzen sie nur rum und schwafeln, intelligent wirken wollend, sinnlose Sprechblasen…
    Das mag jetzt hart und nicht nett klingen – ist aber als Denkanstoss nur gut gemeint.

    • Hier auf dem Land gibt es kaum freie Samstage, jedenfalls nicht für Handwerker und Landwirte. Und die Arbeitsbedingungen in vielen anderen Berufen lässt auch kaum Luft, um am WE die Welt zu retten.

      Mich wundert das zunehmend, was sich da für eine "Alternativ"-Szene herausbildet: Alles wird immer bunter und schicker. Und ich vermute, dass es auch immer teuerer wird. Alles nur aus Spenden für die Damen und Herren Berufsaktivisten?

      Zu Beginn haben sich die Pioniere NACH der Arbeit im Netz getummelt. Heute lebt man davon. Und ich vermute mal gar nicht so schlecht, wenn ich diese Hochglanzproduktionen hier so betrachte. Hungerleider sehen anders aus.

      Jaja, Qualität hat eben ihren Preis. Den kann man mit Geld oder mit Kompromissen bezahlen.

      Und dann muss man sich von diesen Wohlstandsnasen aus großen Städten und schicken Studios auch noch einen unterschwelligen, manchmal auch offenen Vorwurf der mangelnden Beteiligung anhören.

      Die Erhabenen senden generös für uns Lumpen und niemand dankt es mit Gefolgschaft?

      Da würde mal ein Vergleich der Kontostände schnell Klarheit bringen, wer sich das leisten kann und wer nicht.
      Das Leben in Berlin Mitte soll ja nicht gerade günstig sein.

      Wer aber in der Hauptstadt zu residieren pflegt, dem würde beim Thema Publikumsbeschimpfung mehr Vorsicht gut zu Gesicht stehen.

    • Warum sollte Frau Szarvasy nicht etwas zur DDR zu sagen haben können und was spielt ihr Alter dabei für eine Rolle? Meine Mutter ist 1943 geboren und konnte trotz eher geringfügiger eigener/ aktiven Erinnerungen viel darüber erzählen. Das Erlebte bzw. durch ihr familiäres Umfeld Weitergetragene hat einen derart bleibenden Eindruck bei ihr hinterlassen, so dass auch ich noch einen Eindruck davon vermittelt bekam. Vielleicht verhält es sich bei Frau Szarvasy auch so und nebenbei; Mit der Öffnung der Mauer haben sich die Strukturen der DDR ja nicht von jetzt auf gleich in Luft aufgelöst. Gerade frühe Erinnerungen können sehr prägend sein.

      Mit der von ihnen angeführten Logik dürfte sich kein Historiker an auch nur irgenwas ran machen, was er/ sie nicht selbst erlebt hat.

  13. Intelligent, charmant, weiblich. Bin voller Verehrung Frau Szarvasy.
    Dennoch möchte ich Sie bitten, Ihre Ansicht über ein Weltregierungsgremium als Historikerin zu überdenken, indem Sie sich mit UNO, WTO und IWF beschäftigen, denn dies wird schlecht ausgehen, fürchte ich. Auch Wissenschafter können gekauft werden, wie die CO2 Diskussion beweist. Falls Sie auf aktuellem Stand sein möchten, empfehle ich den youtubekanal Suspicious Observers, welcher tagesaktuell die Neuesten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung vorstellt, vor allem The Future is Cold beschäftigt sich mit den Aussichten der Sonnenaktivität.
    Die neuere Erkenntnis (eine Tagesnachricht vergangene Woche) ist, dass 1850 ein CO2 ninimum herrschte, welches für Pflanzenwachstum einen extremen Mangel darstellte. Die Aussicht, dass der Mensch als Teil der Natur mit der industriellen Revolution sich auch positiv auswirkte ist hoffnungsvoll.
    Als österreichischer Staatsbürger, der erst 1978 mit der Abschaffung des Volksbegehrens (seither nur dem Namen nach, denn zur unverbindlichen Petition degradiert, seit die Österreicher gegen Atomkraft stimmten), also rrst seit 78 in einer parlamentarischen Diktatur lebend, sehne ich mich stets zurück, nach den Zeiten der möglichkeit des legitimen Überdruckventiles, dem Volksbegehren, welches bei 100.000 Unterschriften einen Volksentscheid erzwingt, – welcher dann auch rechtlich bindend ist!
    Wie sehen Sie die Chancen, daß alle alternativen Medien, alle Demos (sind ja, insoferne sie nicht Bürger aufklären, sondern Entscheidungen fordern, – genauer gesehen undemokratisch, sofern nicht tatsächlich von der Mehrheit unterstützt) sich verinen, zur Forderund des Volksbegehrens, zum wirklich demokratischen Umbruch, ehe es zum Bürgerkrieg kommt?
    Denn soweit ich sehe, liegt die Antwort mehr in Richtung Gandhis Konzept, eigenständiger Gemeinden, Kreise, aber zu beginnen erstmal Staaten!
    Was könnten wir für Umwelt tun, allein, wenn Obsoleszenz von Gütern verboten würde, und langlebige Qualität gefordert? Vielleicht müssten wir uns weniger einschränken als gedacht. Was wenn wir den Regenwald schützten, indem wir Soya für Tierfütterung abschaffen und durch schutz des heimischen Marktes sich automatisch Fleisch und Milchpreise erhöhen?
    Eigenständigkeit von Staat, Land und Region, das mit anderen Ländern Handeln, was wir im Übrrschuss haben, gegen was jene Extra haben?
    Es mag nicht populär sein, weil jeder gegen den misstand demonstriert, den er fühlt. Aber die Menschen zu Einen, für wahre Demokratie? Ist es möglich?

  14. Nuoviso ist eine gute Seite und Julias Beiträge sowie immer mitfühlend und interessant.
    Bestimmt wird es in Kürze eine gemeinsame Plattform im Netz und TV geben, wo sich alle Alternativen treffen und endlich ans mediale Tageslicht kommen können.
    Dann ist der Wandel in Sicht.

  15. Auch sollte man betonen, daß in der DDR eine teils große Solidarität in den Dörfern und Gemeinden geherrscht hat. Technische Geräte (Rasenmäher, Bohrmaschinen etc.) wurden untereinander verliehen.

    Überwachungsstaat:
    Soweit ich informiert bin, haben auch ehemalige, übergelaufene Nazi's an der Struktur und Aufbau des Überwachungsstaates mitgearbeitet. Es war hier also nicht allein nur der Einfluß der Sowjetunion daran beteiligt.

  16. Hallo,
    für mich gibt es sehr wohl einen Unterschied zwischen Klima und Umweltschutz. Nicht, das ich nicht verstanden habe das beides das Gleiche ist, sondern, dass bei der CO2 Diskussion eine Agenda dahinter steht, die sehr wohl in eine bestimmte Richtung geht. Für mich ist Umweltschutz sehr wichtig, aber dazu gehört auch ein endsprechendes Klima unter den Menschen, solange wir uns mit Kinderkram abgeben, wie das Thema Klima ist doch Umweltschutz…und Herr Pohlmann wünscht sich Herr Fiedler hätte nichts gesagt…wird das NIX. Meiner Meinung nach sollte der Mensch sich erstmal selbst als Teil der Natur sehen und sich und seiner Artgenossenschaft auf einer Ebene begegnen. Was wäre eine Welt,in der kein Mensch sich Gedanken machen muss, wie er seine Miete zusammen bekommt, ob das Geld bis zum Ende des Monats reicht…etc. Das sind Gedanken, die einfach nicht konform gehen mit dem Umweltschutz.

    • Ganz deiner Meinung, Wäre schön, wenn Fiedler und Pohlmann das Thema CO2 ausklammern, weil es mir scheint, es ist bewusst so gesteuert, um Streit zu säen.
      Nebenbei, bei Lanz war heute eine tolle Frau, die in Flüchtlingslagern im Libanon in den Schulferien unterrichtet, eine Macherin. Ideal geeignet für KenFM "Die Macher".

  17. Zuerst einmal , klar und deutlich.Die DDR war kein Unrechtsstaat und keine Diktatur. Wer das nicht begreift , der sollte sich erstmal um die Definitionen von beiden täglich über uns reinprasselden Begriffen kümmern.Aber bitte dann nicht nur beim Bundesamt für politische Bildung o.ä. schauen. Das beudetet aber noicht, daß alles in der DDR rechstens war, ist es heute auch nicht. Es war der Versuch eines Gegenentwurfes zum kapitalistischen Einheitsbrei, der unvollkommen genug und stets von außen, wie auch von innen Angriffen ausgesetzt war. Wer die DDR nicht im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung im kalten Krieg, an der Grenze der beiden hochgerüsteten Blöcke erkennt, dem kann ich natürlich nicht helfen… Es war auf keinen Fall das Arbeiter- und Bauernparadies oder das Land wo Milch und Honig flossen. Aber es wurden in diesem Staat andere Prioritäten gesetzt, damit waren Defekte / Auswüchse im Bereich der persönlichen Freiheiten, von Grenze , Überwachung nur einige Schwächen dieses Staates. Dazu war es der ärmere Teil des deutschen Reiches, der von Anfang an die schlechteren Bedingungen hatte, nicht zuletzt durch die Reparationen an die Sowjetunion. Übrigends erhielt die SU aus dem Westen Deutschland nahezu keine Reparationen , das alles mußte die DDR erbringen. Und selbst bei den Entschädigungen für Zwangsarbeiter usw. macht sich diese Bundesrepublik den 'schlanken Fuß '. So und jetzt höre ich mir den Beitrag in Ruhe an 😉

    • Statt Reparationen an die UDSSR hat Westdeutschland Maschinen autos usw auf Kredit, der nie zurück bezahlt wird, abgegeben. Wer bei Bayer entschieden hat, Monsanto zu kaufen, muss erpressbar gewesen sein.
      Will sagen, wir leben in einer Finanzdiktatur, die auch die Gesetze schreiben. Im Osten ging es ärmer aber auch ehrlicher zu.

    • Beim Thema der Reparationen gab es sicherlich enorme Geheim- und Nebenabreden, die sich unserer Kenntnis komplett entziehen.

      Dass aber Moskau vom Westen "nahezu" Nichts erhalten hat, das ist absolut unwahrscheinlich.

      Die BRD wollte Osthandel und Erleichterung für Deutschstämmige; und das hat man sich Moskau sicher mit guten "Konditionen" bezahlen lassen.

      Alle anderen Vorstellungen sind reichlich naiv.

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/milchgesicht/' rel='nofollow'>@Milchgesicht</a>
      Zu den Reaparationen lässt sich folgendes sageb: Herr Abs, zwischen 33-45 einer der größten 'Arisierer' und damit Kriegsverbrecher, hat als westdeutscher Verhandler, mit Unterstützung der westl. Siegermächte, die Länder wie Griechenland, Italien usw richtig beschissen. Griechenland wurde mit nicht mal 200 Mio DM abgefertigt… Verbrechen lohnen sich also! P. S.Sie haben anscheinend keinerlei Ahnung
      wie hoch die Zerstörungen in der Sowjetunion waren! Schon mal was von 'verbrannte Erde' gehört, die paar Krümel, die evtl abgefallen sind – lächerlich, nicht die Spucke wert!

  18. Ein gutes Gespräch mit Einblicken in die Verhaltens- und Denkweise von Frau Szervasy.

    Wenn ich sehe, wie die Friedensbewegung in Deutschland leider überaus erfolgreich gespalten wird (jetzt gerade wieder läuft eine konzertierte Aktion gegen den Bautzener Friedenspreis durch Grüne-, SPD- und Linke Abgeordnete), macht mich das traurig, motiviert aber andererseits.

    Bisher haben die Main-Stream-Medien große Teile der Bevölkerung dank ihrer Reichweite noch fest im Griff. Zahlreiche Stiftungen und Vereine wirken dabei unterstützend. Aber die Meinungsführerschaft bröckelt, dank der alternativen Medien. Das macht Hoffnung.

    Frau Szervasy war noch zu jung, um die DDR richtig erlebt zu haben. Aber sie hat sich ein ganz gutes Gesamtbild verschafft, dank ihres Umfeldes. Zwischen dem DDR-Erlebten und dem heute Dargestellten klaffen Welten. So wird Geschichte gefälscht. Wir sollten auch daran arbeiten, dieses Zerrbild geradezurücken.

  19. Die (ehemalige) DDR war ganz sicher ein Unrechtsstaat.

    Jetzt in Zeiten der EZB-Geldpolitik und sonstiger Auswüchse des Finanzkapitalismus stellen wir uns insofern aber trotzdem fast schon die Frage, ob die ehemalige DDR oder selbst sogar das heutige Nordkorea nicht vielleicht sogar besser wären, als was wir jetzt haben.

    Habe jedenfalls, als ich in 99/00 in Berlin gewohnt hatte, eben auch das dortige Stasi-Museum besichtigt und einige Dinge dort, wie etwa ein dort ausgestellter Stasi-Gefängniswagen, waren schon etwas gruselig.

    Habe mal über die ehemalige DDR folgendes aus den Medien zusammengesucht, weshalb die DDR durchaus kein Freiheitsstaat war.

    berlin.de
    Stasi-Gefängnis: Zeitzeugen führen durch die Gedenkstätte
    Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen war die zentrale Untersuchungshaftanstalt der Stasi. In dem ehemaligen Gefängnis erfahren Besucher vom Unrechtssystem der DDR. Doch sie verstehen es erst, wenn Zeitzeugen erzählen

    Welt am 30.11.2012
    Ikea ist nur eines von vielen westlichen Unternehmen, die in der SED-Diktatur Häftlinge für sich produzieren ließen. Eine Anhörung der FDP zeigt, wie wenig darüber bisher bekannt ist.

    Welt am 07.11.2014
    Die DDR war in Wahrheit gar nicht pleite
    Der Wirtschaft ging es schlecht, die Industrie war überaltert, die Anlagen verschlissen. Nur überschuldet war das Land noch nicht.

    Epochtimes am 06. August 2015
    Stasi agierte unter Neonazis im Westen
    Der frühere DDR-Staatssicherheitsdienst hat die rechtsextreme Szene in der Bundesrepublik einem Bericht der „Berliner Zeitung“ zufolge stärker unterwandert als bisher bekannt.

    Spiegel am 09.01.2017
    "Todesstrafe! Mir blieb die Luft weg."
    Vier Jugendliche in der DDR beschimpften Stalin 1949 über einen selbst gebastelten Piratensender als Massenmörder. Es folgte eine gnadenlose Jagd. Jörn-Ulrich Brödel ist der Einzige, der noch davon berichten
    kann.

    Welt am 17.07.2017
    DDR-Henker töteten mit „unerwartetem Nahschuss“
    Mörder, Nazis, sogenannte Staatsfeinde: Mehr als 200 Menschen wurden in der DDR zum Tode verurteilt, mindestens 164 hingerichtet. Erst 1987 wurde die Todesstrafe abgeschafft – wegen einer Reise.

    Welt am 15.11.2019
    Der IT-Unternehmer und Multimillionär Holger Friedrich, der jüngst den Berliner Verlag („Berliner Zeitung“) erworben hat, war in der DDR unter dem Decknamen „Peter Bernstein“ als Inoffizieller Mitarbeiter für die Stasi tätig.

  20. Ach Mensch Ken ab Minute 58 machst du dich mal wieder etwas unglaubwürdiger!
    Zum Thema "Umweltschutz ist nicht gleich Klimaschutz"
    Die neue Wärmeschutzverordnung ist z.B. so eine Klimaschutzmaßnahme, die dafür sorgte, dass unsere Wohnungen so luftdicht wurden, dass sich darin Schimmel bestens ausbreiten kann, was krank macht aber ja nichts mit dem Klima zu tun hat und deshalb aktuell ja anscheinend eher weniger interessiert. Auch außen lässt sich nicht verhindernd das Wasser niederschlägt worauf Algen wachsen und sobald diese absterben wächst auch dort Schimmel. Um das zu verhindern sprüht man da aktuell Biozide drauf und das Versprühen von Bioziden ist kein Umweltschutz sondern eher eine Umweltverschmutzung. Nach etwa 15 Jahren müssen die Dämmstoffe ausgewechselt werden und werden damit zu Sondermüll, was auch wieder eher schlecht für die Umwelt sein soll. Menschen die sich wirklich von der Hirnwäsche frei machten fiel übrigens auch von Anfang an auf, dass es bei einer Klimaerwärmung eigentlich wenig Sinn macht die Wohnungen wärmezudämmen um Heizkosten zu sparen. Kommt die prophezeite Klimaerwärmung tatsächlich geht die Einsparung und damit der behauptete Klima-Umweltschutz-Effekt gegen Null und ignoriert man das bereits Aufgezählte nicht wird daraus ganz klar eine Umweltverschmutzung!

    Am Meisten Sympathie büßt du bei mir aktuell aber ein weil du so tust als hättest du noch nichts von Geoengineering gehört oder als wärst du zumindest nicht clever genug zu erkennen, dass das sowohl massive Auswirkungen auf das Klima hat als auch eine extreme Form der Umweltverschmutzung darstellt und das obwohl es als Klimaschutzmaßnahme präsentiert wird. Die sprühen schon eine zeitlang völlig offensichtlich und das Schauspiel das du und Andere gerade aufführen kommt mir fast so vor als hätte Mr. Burns bei den Simpsons seinen Sonnenverdunkler aufgestellt und die Bevölkerung würde daraufhin ganz angeregt darüber diskutieren ob nicht das Co2 für das zukünftig veränderte Klima verantwortlich sein könnte. Das ist kaum auszuhalten und auch wenig glaubhaft! Du hast schon über Geoengineering und die Flugzeugsprühaktionen berichtet, viele von uns können sich noch daran erinnern, deshalb fällt jedes Mal wenn du so tust als wäre es völlig abwegig zu behaupten, dass Umweltschutz nicht unbedingt gleich Klimaschutz bedeuten muss, auf, dass du nicht wirklich ehrlich bist wenn es darum geht dein Weltbild aufrecht zu erhalten, was bei deinem Beruf ja eher nicht so förderlich sein wird befürchte ich ja! Bei mir hast du und Pohlmann und all die anderen Co2-Hysteriker und Klima-Alarmisten auf jeden Fall erstmal verschissen! Ihr bleibt vor der offenen Tür mit der Wahrheit stehen und geht nicht durch, weil ihr angst habt was die Leute denken könnten und damit machst zumindest du ungefähr genau das was du öfters mal anprangerst!

  21. Solidarität, in der DDR kein Fremdwort, gab es für die "Erniedrigten und Beleidigten", Harz 4, Leiharbeit, Mindestlohn, in der BRD nicht mehr, nach der Maueröffnung, nur Verdummung.
    es rettet uns kein höh'res Wesen,
    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
    Uns aus dem Elend zu erlösen
    können wir nur selber tun!
    Leeres Wort: des Armen Rechte,
    Leeres Wort: des Reichen Pflicht!
    Unmündig nennt man uns und Knechte,
    duldet die Schmach nun länger nicht!

    Der Glaube an den Erlöser, den Religionen. ist Wahnsinn
    der Erlöser können wir nur selber sein

    Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen.
    Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.

    Je mehr du verstehst, je mehr ich verstehe,
    desto größer wird die gemeinsame Schnittmenge,
    in der wir uns gemeinsam suchen und finden.
    und auf Zitate der großen Denker dieser Welt nicht mehr angewiesen sind,
    Begriffe definieren, uns endlich verstehen.

  22. Dieses Gespräch kam genau zur richtigen Zeit, denn bis vorhin war ich noch damit befasst, den gestrigen Tagesdosis-Beitrag von Dirk Pohlmann zu verdauen, der bei mir einen Gefühls-Cocktail bestehend aus Wut und vorallem Verzweiflung ausgelöst hat. Wiederholt kam mir in diesem Zusammenhang die von Julia Szarvasy auf Befriedung ausgerichtete Botschaft vom letzten Sommer/ Herbst in den Sinn. Da schon hatte sie so klare Worte und appellierte an alle Aktiven innerhalb der alternativen Medien, sich bezogen auf die CO2-Thematik nicht spalten zu lassen. Es tut mir leid es sagen bzw. schreiben zu müssen, aber ich sehe Pohlmanns Beiträge zur Klima-Debatte sehr kritisch, allem voran deshalb, weil er meiner Wahrnehmung nach in diesem Kontext mit genau jenen diskreditierenden und/ oder durchbeleidigenden Methoden in Erscheinung tritt, welche er zusammen mit Markus Fiedler in "Wikihausen" zurecht aufdeckt und kritisiert. Non-Followern Realitätsverkennung und Wahnhaftigkeit im Denken zu unterstellen, wie am Ende der gestrigen Tagesdosis beschreibt nur die Spitze des Eisberges und ließe sich in anderen Themenbereichen genau so gut auf ihn selbst anwenden. Ich begreife nicht, was ihn an der Thematik derart triggert, weshalb er so aus der Rolle fällt. So, das musste ich loswerden und jetzt zu Julia Szarvasy…

    Als Konsument und Unterstützer beider Kanäle habe ich Julia durch diverse von ihr moderierte Interviews kennen und schätzen gelernt. Sie hat wirklich ordentlich was "auf der Pafnne" und ist beeindruckend empathisch – ich könnte mir vorstellen, dass sie auch aus diesem Grund bei NuoViso so ausgesuchte Gäste wie z.B. Eugen Drewermann interviewt, denn das ist sicher nicht Jedermanns Sache.

    Dass sie Mutter von zwei Kindern ist, war mir bis heute nicht bekannt. Meine Tochter ist zehn, auch sie hat an den irgendwie durch die Schulen organisierten FFF-Demos teilgenommen. Kürzlich stand sie vor mir und fragte mich mit besorgter Stimme, ob es stimmt, dass die Welt bald untergeht und wir alle (dadurch) sterben werden. Was sagt man einem Wesen, das einen Großteil dieser Welt noch gar nicht kennt, ja auch keine Vorstellung davon hat, dass es da draußen eine ganze Menge Dinge gibt, die selbst den Verstand und auch die Phantasie eines normal denkenden Erwachsenen übersteigt, das aber mit jeder einzelnen Zelle seines Daseins Funken vor Lust und Bejahung an das Leben versprüht auf so eine Frage? Ich bin da voll und ganz bei Julia und halte wie sie die Begrenzung der ganzen Debatte rein auf den Fokus Erderwärmung durch CO2 angesichts der anderen unübersehbaren Probleme für irrsinnig und setze noch insofern einen drauf, in dem ich behaupte, dass wir die Auswirkungen von Glyphosat und Co. noch zeitnaher zu spüren bekommen werden, denn der Rückgang von Insekten ist ja jetzt schon subjektiv und objektiv beobachtbar. Normalerweise stets um einen ehrlichen Umgang bemüht habe ich in diesem Fall meine Tochter nicht dahin gehend aufgeklärt, dass wir in der Tat nicht weit entfernt vom Abgrund stehen. Ich habe ihr die Zuversicht als Antwort übermittelt, die es braucht, um eine kindliche Seele nicht im Regen stehen zu lassen. Wer mit offenen Sinnen durchs Leben geht, der braucht nicht weit aus dem Haus zu gehen, um zu erkennen, dass wir einen Lebensstil führen, als gäbe es kein Morgen.

    Ein sehr gutes Gespräch, in welchem auch Ken Jebsen außergewöhnlich zurückhaltend rüber kam. Er hat der ruhigen und bedächtigen Art von Julia Szarvasy den optimalen Raum gegeben, auch die Fragen wareb Klasse. Vielen Dank dafür.

    • [Sarkasmus]
      Wir Menschen werden alle sterben. Doch keine Angst mein Kind, davon geht die Welt nicht unter.

      (Tut mir Leid, aber den konnte ich mir nicht verkneifen.)

    • Alles gut 😉 Ich wollte vor allem mal loswerden, was das ganze so in Kinderköpfen bewirkt. Natürlich verstehen die nicht alles, aber die Kernbotschaft – nämlich dass unser Globus auf der Kippe steht und dass das auch für sie spürbare Konsequenzen haben wird – die kommt bei den Kiddys an und das finde ich vor dem Hintergrund, dass Vielerorts nur noch inhaltslos, dafür aber um so agitierter geschnappatmet wird, ziemlich Besorgnis erregend.
      Dietrich Dörner hat in seinem Buch "Die Logik des Misslingens – Strategisches Denken in komplexen Situationen" anhand von Planspielen sehr schön herausgearbeitet, was passiert, wenn man sich in einem komplexen System ohne Vorüberlegungen ans Werk macht. Sehr erhellend!

  23. Logorrhö
    Das Gespräch und die Person hat mich schon interessiert. Eine starke Frau.
    Und im ersten Drittel ungefähr war Herr Jebsen schön zurückhaltend und hat die Frau sprechen lassen, ohne sie zu unterbrechen. Das war interessant. Dann fing es aber langsam an, dass er immer öfter selbst die Antworten gab (… Ist es nicht so, dass …?). Im letzten Teil brach es wieder voll durch, die ungezügelte, rücksichtslose … Logorrhö. Schade. Meine Frau sagte, der ist zu alt, dass er sich noch ändern kann (mit einem anzüglichen Blick auf mich).

    • Niemand ist perfekt. Ich finde sogar dieses rhetorische Mittel, das man in der journalistischen Branche lernen kann, macht das Gespräch lebendiger und abwechslungsreicher. Ist wohl Geschmackssache.

    • @ Bernhard Meyer
      > Meine Frau sagte, der ist zu alt, dass er sich noch ändern kann …
      Hmm, wenn er zu alt ist, dann bin ich echt steinalt 😀
      Ich habe mich jedoch auch im letzten Jahrzehnt stark verändert.

      Zunächst war ich mir nicht so sicher, ob ich das Gespräch mit der Dame, die ich in ihren NuoViso-Interviews doch sehr sympathisch fand, mir antun möchte. Dann ließ ich es doch laufen und bereue es nicht, es bis zu Ende mit Interesse verfolgt zu haben. Ich habe die Frau unterschätzt und dachte sogar – ich wäre froh, wenn meine gleichaltrige Tochter jetzt in ihrer Realitätsauffassung und Abschüttung ihrer Uni-Indoktrination genau so weit wie sie wäre.

  24. Hmmm, gerade angefangen zu gucken. Aber 86 geboren und "in der DDR sozialisiert und aufgewachsen" ist schon mal sehr merkwürdig. Das könnte ich noch sagen mit Baujahr 70. Aber zur Wende 3 oder 4 Jahre alt…was soll man da mitbekommen haben? Schauen wir mal!

    • Durch die jahrelange Arbeit an familienpsychologischen Gutachten kann ich kurz und knapp bestätigen, dass innerhalb der ersten drei, vier Lebensjahre eines Menschen ganz maßgebliche Dinge auch hinsichtlich der Sozialisierung desjenigen geschehen.

      Man beachte dabei, dass die "DDR der Menschen" nach 1989 nicht aufgehört hat, zu existieren. Viele soziale Werte und Paradigmen wurden von diesen – z. T. bis ins Heute – weitergetragen.

      Schade, dass viele "Wessis" sich derer – bis heute – nicht annehmen wollten. Warum bloß? Liegt es an der damals rasch einsetzenden General-Verteufelung und Entweidung der DDR?

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