BLVD 6.0 – Karl Ess im Gespräch mit Ken Jebsen („Die Yuicery“)

Gesunder Geist – gesunder Körper.

Karl Ess hat es als Fitnesscoach über den eigenen Youtube-Kanal zu beachtlichen Reichweiten gebracht. Er ist ein Genie, wenn es um Selbstvermarktung geht. Er fährt gerne tiefe Sportwagen, hat ein eigenes Modelabel, ist Gastronom, aber vor allem ist er authentisch und originell.

Während in der klassischen Body-Building-Szene jede Menge Substanzen helfen sollen auszusehen wie Superman, geht es Karl Ess vor allem darum, seinen Followern dabei zu helfen, sich über die tägliche Nahrungsaufnahme im allgemeinen Gedanken zu machen.

Muss es z. B. Fleisch sein? Oder kann man auch, als jemand der täglich Gewichte stemmt, Veganer werden? Man kann! Karl Ess zeigt, wie es geht und wird immer häufiger auch von Firmen geladen, um deren Kantinenessen umzustellen. Wer am Schreibtisch sitzt, sich wenig bewegt, muss nicht essen wie eine Bauarbeiter.

Wir trafen Karl Ess in München in der Yuicery, seiner neuesten Idee. Die Yuicery ist eine Art Saftladen Deluxe. Hier werden täglich unterschiedlichste Säfte, aber eben auch ganze Saftkuren, frisch produziert und im Laden verkauft oder per Kurier versendet. Immer mehr Menschen wollen ihr Leben nachhaltig ändern und fangen bei der Ernährung an.

KenFM sprach mit Karl Ess natürlich nicht nur über dessen Kerngeschäft Fitness und Ernährung, sondern vor allem über Gott und die Welt. Aus gutem Grund. In seinen Videos hat Karl Ess längst begonnen, sich nicht nur auf den Körper seiner Kunden zu konzentrieren, sondern auch an deren Geist zu appellieren. Karl Ess hält sich mit seiner Sicht auf die politische Welt nicht zurück. Damit passte er perfekt ins Konzept der KenFM-Reihe BLVD, in der zuletzt Detlef Soost und J.P. Performance interviewt wurden.

Das Gespräch mit dem Fitnesspapst dauerte fast drei Stunden!

Wir thematisierten u. a. die Grenzen der Meinungsfreiheit, den Zustand unseres Systems, politische Parteien, Youtube als Sucht, Putin, Obama, Trump! Israel und die Palästinenser, das Leben als öffentliche Person, Religion, den 11. September 2001 und natürlich über gesunde Ernährung!

Inhaltsübersicht:

0:02:43 Nachhaltigkeit und Rendite. Wie geht das in der Yuicery?

0:05:55 Die Yuicery – Ein Saftladen mit Botschaft

0:11:21 Kritisches Denken von Ernährung bis Putin

0:19:42 Ein gesunder Rat an die „Generation Youtube“

0:31:18 Was Karl Ess is(s)t: Aus Leidenschaft Bio und immer auf der Suche nach der Wahrheit

0:41:26 Süchte bekämpft man durch aktive Umlenkung persönlicher Verhaltensweisen

0:48:51 Wie sich ein erfolgreicher Unternehmer fühlt, wenn er mit Armut konfrontiert wird

0:58:52 Die Grenzen der Meinungsfreiheit

1:11:00 Was drauf steht muss drin sein – die Verantwortung eines Unternehmers

1:24:32 Je reicher, desto mächtiger – ein faires System?

1:37:11 Karl Ess im Umgang mit der Öffentlichkeit

1:44:05 Auch Milliardäre können keine Ahnung haben

1:53:43 Welcher politischen Partei würde Karl Ess beitreten?

2:02:11 Israel kritisieren muss möglich sein

2:15:20 Wladimir Putin – Diplomat oder Diktator?

2:18:06 Liebling Obama – Hassobjekt Trump

2:24:22 Wo war Karl Ess am 11. September 2001?

2:37:42 Demut, Glaube und Schöpfung

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163 Kommentare zu: “BLVD 6.0 – Karl Ess im Gespräch mit Ken Jebsen („Die Yuicery“)

  1. Ich wünsche mir hier eine Sendung, wo einmal ganz direkt über Veganismus diskutiert wird und alle ihre Meinung dazu dezidiert erklären können. Bis jetzt wurde er immer nur als Nebensächlichkeit abgetan, was meiner Ansicht nach durch die Wirklichkeit immer stärker widerlegt wird. Der allgemeine Tenor – bis auf die paar Leutchen, die hier mit mir sind, ist auch hier immer letztendlich, dass die Veganer so eine Art Spinner sind, die sich mit der angeblichen menschlichen Wirklichkeit des Blutvergiessen- Müssens- um -zu -leben nicht abfinden können. Verteidigt wird immer noch von der Mehrzahl, dass das Fleischessen und überhaupt das Von -Tieren -essen, das Naturgegebene für uns Menschen sei, obwohl die menschliche Anatomie in keiner Form darauf hin weist. Ganz im Gegenteil.

    • Unsere Körperbildung und – Chemie ist von Geburt an auf Pflanzliches eingestellt, nicht auf Tierliches.

    • Die einzige Ausnahme ist beim neugeborenen Menschen die vorübergehende Bildung eines speziellen Enzyms, um die Muttermilch gut verdauen zu können(Gastrizitin oder Laktase genannt), dessen Produktion sich aber zu Beginn des Zahnens wieder zurückbildet. Genauso, wie beim Kalb das Lab, wenn es zur Kuh oder zum Stier wird.
      Ich finde es übrigens traurig, dass die Mehrheit der Menschen das gar nicht zu wissen scheint, diesem Fakt jedenfalls keinerlei Beachtung schenkt. Sonst wüssten sie nämlich, dass Kuhmilch für Menschenkinder und erwachsene Menschen nicht nur überflüssig ist, sondern völlig daneben und deshalb krankmachend.

    • Sehr gut! Herr Rether hat ja auch früher schon zum Thema referiert, aber dies hier passt genau zu KenFM, wo die wenigsten über die Folgen des Fleischverzehrs wirklich ernsthaft nachdenken. Im Gegenteil liest man hier immer noch dümmere, gewissenlosere Ausreden(z.B. auch durch Susan Bonath), um den Fleischverzehr zu rechtfertigen. Zum Beispiel der derzeit überall kursierende Vergleich zwischen Tieren und Pflanzen mit der Behauptung, Veganer machten sich genauso schuldig, weil sie Pflanzen töten! Merken die eigentlich überhaupt nichts mehr? Wenn sie schon Mitgefühl für unsere evolutionär nächsten Verwandten in sich verweigern, dann müssen sie doch wissen, dass diese Tiere, die für sie überflüssigerweise gemästet werden, nochmal ein Vielfaches an Pflanzenkost verzehren, von der wertvollen Ressource Wasser ganz zu schweigen! Wenn diese „Omnivoren“ also Pflanzen schonen wollen, müssen sie erst recht vegan werden! Anscheinend hat die Gewohnheits- Gier nach Fleisch den logischen Verstand vernebelt!
      Endlich spricht hier jemand mal aus, was ich Ken & Co schon lange sagen wollte! Wenn wir uns nicht mental verändern durch eine klare Rundum-Einsicht, nützt uns auch eine Veränderung im Bankenwesen nichts! Danke, Hagen Rether bzw. Vegan4Life!
      Dieser Tiere-Pflanzen- Vergleich ist wahrscheinlich in einem Thinktank der Fleischindustrie erdacht worden und er ist genauso dumm und gewissenlos wie die MSM- Behauptung über 9/11!

    • Dieser Tier-Pflanzen- Vergleich toppt jetzt sogar das bisher dümmste Hitler-Argument gegen Veganer. Ich mache mir da ernsthaft Sorgen um das allgemeine Denkvermögen auch der „Alternativen“. Wenn das nicht mehr richtig funktioniert, funktioniert nämlich am Ende gar nichts mehr!

    • Wenn Ihr hier so einen gedankenlosen Quatsch, solche undurchdachten, leeren Parolen verbreitet, dann macht Ihr es letztendlich auch nicht besser wie die MSM!

    • Es interessant, wie sehr dieser Kabarettist hier richtig liegt im Gegensatz zu vielen anderen Themen. Z.B. in der Politik.
      Wobei der Kardinalfehler, den Sie, Enttäuschung, hier völlig zurecht anprangern, in der Isolation irgendeines menschlichen Bereiches liegt. Politische Erörterungen ohne die Basis zu untersuchen, von der ich ausgehe: meinen Organismus und seine Ernährung sowie deren Folgen – das funktioniert nicht, wird aber von vielen versucht. Diese Menschen sind völlig blind dafür, wie sehr sie sich selbst, ihr Denken und ihr Weltbild verzerren, indem sie sich durch Fleisch und Gewaltnahrung vergiften.
      Das nächste ist: Politisches Engagement, ohne an mir selbst, dem Medium für diese Tätigkeit zu arbeiten, funktioniert ebenfalls nicht. Was nützt all das Bücherwissen und der historische Überblick, was nützen die ganzen Analysen und Formulierkünste, wenn ich in meinem Ego gefangen bin und noch nicht einmal merke, wie sehr ich meine Neurosen und inneren Entstellungen permanent auf alles übertrage, was ich tue? Ist es nicht erstaunlich, wie sehr das Werkzeug, mit dem wir die Welt bearbeiten, unsere Art zu Denken, unsere Psyche, unser Geist, wie sehr unsere inneren Fakultäten von der Analyse ausgeschlossen sind?
      Da wird dann das äußere System bekämpft, die Bankenherrschaft und der Kapitalismus, das Mediensystem und der militärisch industrielle Komplex – gleichzeitig aber alles durch ein geschlossenen Inneres System gefiltert, das nicht wahrnehmen kann, daß der Filter alles betrachtet, nur nicht seine eigene Beschaffenheit, aus der heraus das Äußere bekämpft und bearbeitet wird. Ein Teufelskreis.

      Ohne die Verbindung von Politik und Ernährung, Politik und Bewußtseinsarbeit, Politik und Spiritualität wird da draußen überhaupt gar nichts jemals besser werden.
      Alles gehört zusammen. In jedem Bereich muß gleichzeitig gearbeitet werden.
      Und jeder kann mit der Veränderung nur bei sich selber anfangen.

    • Ja, Rayo. Diese Schieflage im gesamten Denken kritisiere ich schon lange. Was mich aber nun zusätzlich entsetzt und mir große Sorge bereitet, ist der undurchdachte verbale Quatsch, mit dem das alles auch noch hier bei Ken FM von usern und sogar jetzt auch von einer Schreiberin hartnäckig verteidigt wird! Und da wünsche ich mir, dass diese Vertreter doch fairerweise und vor allem zu ihrem eigenen und aller Nutzen doch einmal genau drüber nachdenken! Es ist wirklich keine Kleinmütigkeit von mir, wenn ich auf die völlige Abwesenheit von Denkarbeit hinweisen muss, dass diejenigen, die sich heute noch durch den Umweg über das Tier ernähren und damit ein Vielfaches an Pflanzen und anderen wertvollen Ressourcen verbrauchen (und damit verschwenden) als diejenigen, die Pflanzennahrung direkt verbrauchen, hier allen Ernstes auch noch argumentieren, die Veganer verhielten sich auf keinen Fall besser, weil sie ja so viel Pflanzen verbrauchten!
      Überlegt Euch doch bitte nur einmal, was das für ein Schwachsinn ist. Nur dieses eine! Vielleicht geht Euch ja dann doch mal ein Licht auf! Wovon werden die vielen sog. „Nutztiere“ ernährt? Na? Fällt jetzt der Groschen endlich ein für allemal?

    • Und das auch noch von angeblich LINKS denkenden! Abwesenheit von Gedankentätigkeit habe ich früher immer ganz woanders verortet!

      Wenn es immer noch eine Ettikettierung für Denke und Lebensführung geben soll, schlage ich anstatt „RECHTE“ und „LINKE“
      “ VEGANER“ und „KARNISTEN“ vor. Das beschreibt dann wenigstens etwas Wahrhaftiges.

    • Ich kann auch nur bestätigen, dass man als Veganer tatsächlich häufig darauf hingewiesen wird, dass Pflanzen auch Lebewesen seien, womit der gemeine Veganer natürlich völlig überfordert, überrascht und überrumpelt wird [Ironie off]. Es entbehrt nicht einer gewissen Merkwürdigkeit, wenn Menschen, denen Tierleid eher egal ist, sich plötzlich berufen fühlen, sich um das vermeintliche Leiden von Pflanzen zu sorgen …

      Abgesehen davon, dass es müßig ist, eine Kritik mit einer Gegenkritik zu beantworten, anstatt die Kritik selbst zu widerlegen, geht es in diesem Falle also nur darum, den anderen ins eigene Boot zu ziehen, und ihm vorzuhalten zu können, auch nicht besser zu sein.

      Nichtsdestotrotz sollte man natürlich aus ökologischen Gründen versuchen, so wenig Pflanzen wie möglich zu schädigen, womit wir wieder bei der veganen Ernährung wären, da – wie hier schon mehrfach ausgeführt – für die Produktion tierischer Nahrung ein Vielfachens an Pflanzen verfüttert wird, teils bis zu 15 mal so viel, je nach Tierart. Es sollte eigentlich für jeden erkennbar sein, dass eine pflanzenbasierte Ernährung in puncto Grausamkeit buchstäblich die harm-loseste ist.

      Heike

    • Noch einmal, liebe Mitforisten und Mitforistinnen und Artikelschreiberinnen: Wenn diese Forum für Wahrhaftigkeit und klare, logische Analysen stehen soll, dann sollten auch alle, die hier schreiben, sich dessen immer bewusst sein und sich das zu Herzen nehmen und nicht so einen undurchdachten Quatsch hier niederschreiben. Das hat nichts mehr mit Unwissenheit oder Naivität zu tun, das ist einfach nur niederträchtig. Und zwar für alle.

    • Ich meine damit den Pflanzen- Tiere- Vergleich in Bezug auf Karnismus-Veganismus und auch den unsäglichen Hitler-Vergleich, der hier auch schon oft aufgetaucht ist. Beides mit dem rechthaberischen Ziel, die Veganer irgendwie abzuwerten, koste es, was es wolle. Selbst auf Kosten jedweder Logik und jedweder Realität.
      Das ist genau das selbe, was die Think- Tanks im Auftrag der Großprofitöre machen! Das muss hier mal klar herausgestellt werden!

    • Der Grund, warum sich so viele und derart verstiegene Behauptungen ausgedacht werden, um den Veganismus abzuwerten, ist aus meiner Sicht der, den man aus der gesamten Menschheitsgeschichte schon kennt. Dass nämlich, um nicht das eigene Tun kritisch hinterfragen zu müssen, derjenige für schuldig oder schlecht erklärt wird, der „den Finger in die Wunde legt“ oder „der Überbringer der schlechten Nachricht“.
      Dafür gibt es tatsächlich ein reales Beispiel mit Hitler. Er hat meines Wissens mehrmals Generäle entlassen, die ihm sagten, dass der Feldzug gegen Russland nicht mehr zu gewinnen sei.

    • Noch etwas zum Pflanzen-Argument: Die anerkannte Wissenschaft der Biologie unterteilt nicht zwischen Tieren und Pflanzen einerseits und den Menschen andererseits, sondern zwischen Tieren und Pflanzen. Der Mensch ist
      – Wirbeltier
      – Säugetier
      – Plazentatier
      – Primate
      – Trockennasenprimate (sic!)
      – Menschenaffe
      Das heißt, das Essen von Tieren ist das Verspeisen von Verwandten.
      Auch wenn Pflanzen ein beträchtlich weniger entwickeltes Nervensystem haben und daher vermutlich auch beträchtlich weniger leidensfähig sind, so hat Heike doch recht, wenn sie an den Respekt auch vor Pflanzen erinnert. Ohne zu töten können wir Menschen nicht leben. Das entsprechende Bibelgebot können wir garnicht einhalten. Aber wir können versuchen, den Schaden, den wir anrichten, so gering wie möglich zu halten. Eine vegane Ernährung ist hierbei ein zentraler Baustein.
      Danke an Enttäuschung, Heike und Rayo für ihre völlig richtigen Kommentarbeiträge!

    • Genau genommen ist der Mensch von seiner Anlage her(Anatomie, Enzymatik usw.) ein Frucht-und Blatt-Esser. Wenn er das denn tatsächlich halbwegs verwirklicht hätte, bräuchten wir uns heute über Töten oder nicht Töten keinerlei Gedanken machen. Früchte z.B. gibt die Pflanzenwelt ja sogar freiwillig ab. Und wer zwischen Blutvergiessen unserer hoch empfindsamen nächsten Verwandten und Pflanzen ernten keinen Unterschied empfinden kann, ist meiner Ansicht nach mental erheblich gestört. Wenn ich daran denke, wie viele das sind…

    • Torsten: Es ist doch müßig, sich jetzt darum zu streiten, ob das Ernten von Obst und Gemüse als Töten bezeichnet werden kann, da damit nur vertuscht werden soll, dass das Blutvergiessen immer ein Verbrechen ist. Das ist der Zweck der Übung und dessen sollten sich alle, die diesen Vergleich verteidigen, bewusst werden. Dass sie nämlich so mit dabei sind, das schlimmste menschliche Gewaltverbrechen begrifflich aufzuweichen.
      Unsere Sprache kann, genau wie wir, göttlich so wie auch teuflisch sein. Wir leiden ja heute ganz bewusst unter der teuflisch missbrauchten Sprache. Da muss man ganz genau aufpassen, was und wie man etwas sagt. Wenn wir hier beim Schreiben in diesem Forum etwas wichtiges üben können, dann ist es das, meine ich.

    • Auf diesem Video sieht man den ungebremsten Karl Ess und er wird einem nur noch sympathischer!
      Sehr gute positive Magie strahlt dieser Mensch aus! Ich hatte ja vor diesem KenFM-Interview noch nie etwas von ihm gehört oder gesehen.

  2. Hallo Leute,
    seit Jahren arbeite ich mich in der Materie Ernährung / vegan etc. voran. In dem Wust von Desinformation kommt man aber doch auf den Grund.
    Wer ein fantastisches wissenschaftliches Buch dazu lesen möchte, sollte dieses lesen:
    https://www.amazon.de/dp/3864010497/ref=cm_sw_em_r_mt_dp_U_2IJwAbBRNV860
    Das passt zu KenFM, denn die neueste Ausgabe geht auch auf den politischen Druck ein, den die erste Ausgabe mit ihren unbequemen Fakten ! verursacht hat, die schon lange bekannt sind, uuups ?

    • Ja, gute Arbeit. Der politische Druck, d. h. der Druck von Seiten der Fleisch-und Milchindustrie bzw. deren wirklichkeitsverdrehende Propagandaarbeit wurde auch schon gründlich von John Robbins in seinem Buch „Diet for a New America/ Ernährung für ein Neues Jahrtausend beschrieben. Das ging schon in der Schule los mit den Erklärungen, warum Du unbedingt Mich trinken und Fleisch essen solltest und davon möglichst viel. Amerika hat die Welt nicht nur mit dem größten Waffenarsenal und den meisten Kriegen „beglückt“, sondern auch mit den meisten Lügen über Ernährung und den entsprechenden Industrieanlagen zum Vernutzen von immer mehr Massen an Tieren in der ganzen Welt.
      An Gefährlichkeit und Niedertracht steht das dem Waffen- und Kriege-Export in nichts nach.

    • Und Deutschland folgt, wie in so vielem diesem schlechten Vorbild, mit seiner expandierenden Schweinemast und deren Subvetion. Wir sind der größte Schlachthof Europas.

  3. Das Problem mit der blutigen Ernährung ist heute in seiner Hochentwicklung und Spezialisierung wirklich im Grunde das selbe, wie das mit dem Kriege-Führen, wofür Waffensysteme und Waffenmengen entwickelt wurden, die jetzt drohen, unsere ganze Welt zu vernichten. Und zwar liegt es nicht nur in den äusseren Gegebenheiten, viel gefährlicher ist vermutlich das, was diese beiden Hochentwicklungen in unserer Geschichte von Anfang an mit unserer Psyche gemacht haben. Bei beiden liegt ihr Ursprung schon so lange zurück und sie sind mit allen möglichen Mitteln so hoch spezialisiert, dass die größten Teile der Menschheit sich damit identifiziert haben. Es gibt z.B. genügend Historiker und Wissenschaftler, die davon überzeugt sind, dass das Kriege-Führen für uns Menschen eigentlich etwas ganz Natürliches sei. Natürlich ist jetzt die Mehrzahl dagegen durch das nie ganz zu vergessende Elend, was sie zunehmend geschaffen haben und immer noch schaffen. Aber die Auffassung, dass der Mensch „von Natur aus“ auch aggressiv sei, ist doch immer noch sehr verbreitet. Und Freud hat ja auf seinem „Aggessionstrieb“ sogar seine ganze Theorie über die menschliche Psyche aufgebaut und damit großen Erfolg gehabt und Anerkennung geerntet – bis heute. Das hartnäckige Beharren vieler Menschen auf einer Ernährung, die blutiger und grausamer gar nicht mehr sein kann, muss einen zwangsläufig auf diesen Vergleich stoßen. Dazu brauchte es auch keinen Pythagoras und keinen Tolstoi und wie sie alle hießen, die ja im Grunde alle das selbe gesagt haben. Wenn die Menschheit nicht aufhört, sich so grausam und auf Kosten so nah Verwandter Lebewesen zu ernähren, KANN die Welt gar nicht friedlicher werden. Wie denn, wenn sich die Mehrzahl tagtäglich Qual, Leid und Tod einverleibt? Kann das wirklich irgend jemand glauben?
    Mir immer wieder unverständlich. Aber wie gesagt, es geht um die viele Jahrtausende alte Identifizierung damit. Und das ist das Problem. Da kommen viele Menschen anscheinend schwer raus. Ich habe z.B. noch nicht einmal hier im Gespräch den Eindruck gewonnen, dass Ken Jebsen glauben kann, vegan könne eine „normale“ Ernährung sein. So sehr identifiziert er sich anscheinend immer noch mit dem Gedanken, dass dieser ständige Tötungskreislauf mit den Tieren, der in der Welt überall veranstaltet wird, „normal“ bzw. „unabdingbar“ sei- und das, obwohl er so konsequent gegen Kriege argumentiert. Das ist ein Teil des ganz alltäglichen menschlichen Wahnsinns. Mit dieser Art von Ernährung werden Kriege niemals aufhören, Herr Jebsen.

    • …noh zu den weissen Zähnen..natürlich darf er weisse Zähne haben… doch;lasst Euch doch nicht von diesen „Äusserlichkeiten“ so führen. Was wäre, wenn Du das nicht sehen könntest ? Verkaufen will ich natürlich auch, doch nicht um jeden Preis. Vegane Ernährung ist nicht für alle Menschen gut, sowenig wie Rohkost, oder,oder,etc.etc…….Jeder soll das „kaufen“ ,bzw. haben können, was er braucht, genauso, wie ich meinen Kindern den Veganismus nicht aufzwinge…die sollen bitteschön essen, wo es sie hinzieht. Wir sind nicht auf der Welt, um uns gegenseitig das Geld aus der Tasche zu ziehen. „Verkaufen“ kann nicht der Lebenssinn sein, doch wie bei vielen Börsianern und ähnlichen ist das wohl bei Herrn Ess so. Wir hängen immer noch an der Lüge fest, dass wir zum handeln geboren sind und -natürlich- gierig sind.Alles grosser Sch… . Wenn Du da mehr wissen möchtest: David Graeber Schulden,die ersten 5000 Jahre, echter Wälzer. Räumt mit vielen Mythen über das Thema auf. Und Jared Diamond Arm und Reich. Doch immer wieder. Kauf „coole“ cocktails, wo Du willst….Ich kann und möchte Dir da nichts mehr sagen. Du findest das nun mal toll, go ahead… Du brauchst Dich da nicht rechtfertigen…

    • Du hast mir zu viele Vorurteile, glaubst etwas genau zu wissen und weißt doch nichts genau. Deshalb verstehst Du mich auch falsch. Alles Gute!

    • Auf dieser Seite ging es hoch her. Manchmal war es lustig. Oft traurig. An manchen Stellen bin ich erschrocken, dass so ein Verhalten unter Erwachsenen überhaupt möglich ist. Ich habe viel gelernt und danke allen, die dazu beigetragen haben.
      Nur auf einen ganz verhängnisvollen Satz vielleicht, sei mir erlaubt noch hinzuweisen – – –
      „genauso, wie ich meinen Kindern den Veganismus nicht aufzwinge…die sollen bitteschön essen, wo es sie hinzieht.“
      Wo es Kinder hinzieht, wenn Sie nicht weise angeleitet werden und wenn man ihnen keine Grenzen setzt, das müsste eigentlich jeder Erwachsene wissen, der nicht in seiner geistigen Entwicklung in der Trotzphase der Dreijährigen oder in pubertärer Rebellion stehengeblieben ist: zu den Süssigkeiten.
      Und zwar möglichst Pötteweise. Haribo macht Kinder froh,
      und Gelatine ebenso.
      Die farblichen und geruchlichen Verführer werden mittlerweile so raffiniert eingesetzt, dass sie sogar die menschlichen Sinne täuschen (s.a. Geschmacksverstärker und dergleichen.)
      Bei der Ernährung auf Instinkte zu vertrauen, die bei den meisten schon längst verschütt gegangen sind, und einfach das zu essen, wo es einen so hinzieht, halte ich also nicht nur für höchst naiv, sondern auch für gefährlich. Es muss die Symbiose, eine Symbiose aus Wissen, Disziplin und Instinkt, die uns bei der Ernährung leitet.
      Wir alle wurden programmiert.

      Ich lebe so gut wie jeden Tag g e g e n das an, wo es mich einfach so hinzieht.
      Und es geht mir gut damit.
      Sehr gut sogar.
      In meinen schlimmen, völlig versumpften Studentenjahren, in denen ich jedem Impuls nachgab, der mich irgendwo hinziehen wollte, fand ich in einer Krise, die durch dieses Sichgehenlassen angerichtet wurde, meinen rettenden Leitsatz: Überwinde Dich!

      Ob damit hier irgendjemand etwas anfangen kann, weiss ich nicht.

      „Wer ständig strebend sich bemüht, den können wir erlösen.“ weiß der Chor der Engel im Faust.

    • Du sagst: Vegane Ernährung ist nicht für alle Menschen gut, genauso wenig wie Rohkost.
      Ich halte dagegen und zwar aus Erfahrung meines ganzen relativ langen Lebens heraus. Das heißt aus Kenntnis durch eigenes Erleben am eigenen Körper und durch Lektüre aller möglichen spezifischen wissenschaftlichen Erkenntnisse über Jahrzehnte: Vegane Kost ist für jeden Menschen gut und Rohkost- wenn richtig praktiziert- ist überhaupt das Gesündeste von allem. Ich selber bin erst bei einem größeren Teil veganer Rohkost angelangt in meiner Entwicklung von omnivor über vegetarisch(28 Jahre) zu vegan(seit 13 Jahren), vielleicht zu 70% und werde es vielleicht in diesem Leben nicht mehr auf 100% Rohkost schaffen, weil ich auch im Winter gern war warmes esse wie Kartoffeln oder Nudeln. Aber die Erfahrungswerte zeigen auch mir schon an, dass Rohkost in jeder Beziehung den ganzen Organismus am besten auf Trapp bringt. Die Verdauung funktioniert am besten, Verletzungen heilen viel besser und schneller , es generiert allgemein die höchste Leistungskraft und die größte Menge an Energie. Wenn ich in den Subtropen leben würde, wäre ich sicher schon 100% auf Rohkost.
      Kaum jemand weiß übrigens etwas von der sog. „Verdauungsleukozytose“. Man hat in der Ernährngsforschung im 19. Jahrhundert schon herausgefunden, dass der unser Organismus auf jede stark erhitzte, bzw. gekochte Nahrung mit einer heftigen Produktion von Leikozyten im Blut reagiert, so als ob Fremdkörper in den Organismus eingedrungen seien, die es zu eliminieren gilt. Dies zeigt, dass wir uns genau genommen mit gekochter oder über 40° erhitzter Nahrung immer ein bisschen vergiften. Man hat dann herausgefunden, dass diese Reaktion stark gemildert wird, wenn vorher oder direkt zum erhitzten Essen dazu pflanzliche Rohkost verspeist wird. Daher achte ich auch sehr darauf, dass ich erhitzte Nahrung nie allein zu mir nehme und rate das auch jedem anderen.
      Das typische Schlappsein, was ich von früher nach heißem Essen kenne, tritt daher bei mir nicht mehr so auf.
      Ich gehe in Bezug der Verträglichkeitstheorien sogar noch einen Schritt weiter und behaupte, dass kein Mensch überhaupt tierische Proteine zum Leben braucht und dass im Gegenteil tierische Proteine krank machen. Es gibt darüber neben zahlreichen aktuellen wissenschaftlichen Erhebungen auch schon lange ein umfangreiches Werk über „Eiweißspeicherkrankheiten“. Das sind Krankheiten, die durch Ablagerungen tierischer Proteine entstehen, die nicht so vollständig vom menschlichen Organismus aufgespalten werden können, wie die pflanzlichen. Eine ganz typische Eiweißspeicherkrankheit ist z.B. Rheuma und Arthrose. Aber auch Herzinsuffizienz(Arteriosklerose) und alle möglichen Krebsarten, sowie Formen von Demenz.
      Von Natur aus gehören wir zu der Gattung der „Frucht-und Blatt-Esser“, sind also keine „Vegetarier“ wie die Herdentiere und schon gar keine Fleischesser wie die Raubtiere. Mit „von Natur aus“ meine ich unsere Zähne, unseren gesamten Verdauungskanal und auch unsere natürliche Enzymbildung. Wir haben z.B. ein Enzym im Speichel, das nur Pflanzenfresser haben und unser natürliches Base-Säureverhältnis ist das von Pflanzenessern und keinesfalls das saure Milieu von Raubtieren, deren Darm übrigens im Vergleich zu unserem nur eine kurze Rutsche ist.
      Ich könnte noch viele weitere „Beweise“ dafür anführen dafür, dass wir von Natur aus nicht für tierliche Ernährung geschaffen sind. Aber das ist alles eigentlich für jeden so offensichtlich, dass ich mich immer wieder wundere, wie das alles immer noch weiter übersehen und negiert werden kann. Ich kann das nur als eine oder vielleicht sogar die gefährlichste Art von Wahnsinn ansehen, von der die Menschheit schon lange befallen ist.
      Dass nur erst so wenige Menschen sich ihrer wahren Veranlagung wieder bewusst werden, ist kein Beweis dafür, dass sie im Unrecht sind. Im Gegenteil ist der ruinöse Zustand des Planeten der Beweis dafür, dass die Mehrheit der Erdbevölkerung von einem schwerwiegenden Wahn befallen sein muss und dies schon lange.

    • zu Rayo.
      Natürlich brauchen Kinder Führung. Vor Jahren hat sich mein Sohn auf einem Markt Süssigkeiten gekauft. Er hat davon gegessen und war tif enttäuscht. Es hat ihm nicht geschmeckt, war einfach zu süss. Was er damit machen solle, wenn ich es nicht möchte, fragte er. Ja dann… tu es weg. Hat er getan. Was will ich mehr.
      Wenn ich meinen Kindern den „mainstream“ vorenthalte, treibe ich sie genau dort hin. Das Problem in der „Erziehung“ ist der Zwang….geht meistens nach hinten los. Egal ob auf die oder die andere Seite. Das unkritische, egomanische Leben, was zur Zeit tut, wird ernährt durch Zwänge. „Individualität“ erzeugt sich dann durch das Verneinen eben dieser, führt aber nicht in die wirklich freie Entscheidung. Alle Diäten etc. funktionieren nur, wenn sie „lebbar“ sind. Dauernd ein schlechtes Gewissen (sofern man/frau etc. eines hat) mit sich rumzutragen, vergiftet. Nicht nur einen selbst, auch das ganze Umfeld. Der Umgang mit Haribo, Smartphone etc. ist da. Sowenig, wie ich das eine eimerweise konsumieren „muss“, „muss“ ich auch nicht immer online sein. Es gibt nun mal nicht nur schwarz und weiss. Das System suggeriert, dass alles toll ist, was „funktioniert“, will heissen, wenn es Geld bringt. Das bedeutet „gut Verkaufen“.
      Herr Ess erklärt Ken, dass er ja seine Frau nehmen könnte, wenn Ken sich nicht wehren könne.Da brauche es Regeln. Anscheinend ist da kein Denken/Vertrauen an eine menschliche Entwicklung da. Dies impliziert eine physische Macht (Gewalt). In diesem Beispiel lebt der „Frauennehmer“ in einer anderen Zeit , hat sich nicht überwunden und kommt auch nicht von selber darauf, dass dies wahrscheinlich keine glückliche Beziehung geben kann. Menschen haben auch „Kultur“ entwickelt, die nicht auf Gewalt fusst. Da sind auch Veganisten/innen angesprochen.
      Ja, im Faust wird viel dieser „Fähigkeiten“ gut dargestellt. Gruss

    • Ich -und sicher viele andere genauso- wäre heute viel besser dran, wenn meine Eltern damals gewusst hätten, wie schädlich Zucker ist und mich mit anderen Süßigkeiten vom Zucker abgelenkt hätten. Ich bin schon morgens mit meiner Freundin auf dem Schulweg zur Schnökerbude, wo wir uns schon vor dem Unterricht die ungesunden Süßigkeiten reingezogen. Und auf dem Rückweg wieder genauso. Ich glaube heute, dass mich dieser ewige Zucker in der Schule so nervös und schwatzhaft gemacht hat, dass ich mich selten richtig auf den Unterricht konzentrieren konnte. Was mich vom Verzuckern vielleicht ein bisschen gerettet hat, war meine große Vorliebe fürs Trinken und vor allem fürs Salatessen. Jeden Tag machte ich mir schon als Kind mindestens eine große Schüssel grünen Salat mit Zitrone. Und außerdem gab es lange Zeit bei uns zuhause einen „Obsttag“ pro Woche. Warum nicht wenigstens die Bio-Firmen endlich mal den Zucker in ihren Produkten konsequent weglassen, verstehe ich nicht. Das weiß doch mittlerweile jeder, dass dieser Industriezucker Gift ist.

    • liebe Enttäuschung (es geht mir nicht gut dabei, Dich so anzusprechen),
      natürlich verträgt mensch sämtliche Ernährungsformen, doch ist jede Nahrung mit Gefühlen behaftet („wenn die Butter nicht auf dem Tisch ist, dann ist für mich der Krieg nicht vorbei“(hab ich des öfteren vernommen ,Omas Kuchen gibt vielen Menschen ein Gefühl der Geborgenheit-doch dieses Gefühl kommt nur auf , wenn der so schmeckt- wie Omas Kuchen und da sind nunmal Eier drin etc..).Mensch besteht aus mehr als seinem Verdauungstrakt. Der ist überaus wichtig…doch eben nicht alles. Es gibt zum Glück noch andere Bestandteile der menschlichen Existenz.
      So denn klimatisch Du in der Lage bist, genügend Früchte anzubauen ist das gut, doch im Winter, Überschwemmung o.Ä.wird es wahrscheinlich knapp. Tiere wurden bei den „einfachen“ Leuten im sommer mit den „Resten“ der Feldfrüchte genährt, um sie dann in der Zeit, wo keine Ernte möglich war, zu schlachten. Ist hart. Doch war da wohl etwas mehr Ehrfurcht dabei, als zu jetziger Zeit.
      Wie wir uns ernähren ist, vegan oder anders, nur möglich, weil wir im Griff der industrialisierten Landwirtschaft stecken und die Möglichkeit haben jedes erdenkliche Nahrungsmittel zu jeder Zeit zur Verfügung zu haben.
      Dies zu ändern, erfordert eine neue Denke, die fernab von Zwängen läuft. So auch vegan oder nicht. Die Veränderung geht nur im Sein.

    • Lieber Jeck, ich hatte das Pseudonym Enttäuschung im positiven Sinne gewählt, also Ent-Täuschung. Denn Täuschung ist ja nichts Positives.
      Es scheint Dir nicht bewusst zu sein, dass Du immer in Vorurteilen sprichst. Natürlich kommt es auf das Sein an. Aber wenn die Menschen immer gegen ihr natürliches Sein anleben, wenn sie ständig Nahrung zu sich nehmen, die nicht ihrer Art entspricht, dann kann auch kein natürliches Sein mehr entstehen. Das mit der Butter verstehe ich übrigens sehr gut, weil Butter nämlich das letzte war, an dem ich vor meiner Umstellung zu vegan immer noch gehangen hatte. Butter auf frischem Roggenbrot war für mich ein Hochgenuss und ist es heute noch, weil ich mir heute meine leckere Butter aus pflanzlichen Zutaten selber mache. Nämlich aus Kokosöl, Olivenöl, Leinöl, einer kl. Prise Salz, ein paar Tröpfchen Zitrone und ein paar Tröpfchen Wasser. Das schmeckt mir heute sogar noch besser als die Sauermilchbutter von damals. Und gerade was Kuchen und Torten angeht, gibt es die ja so superlecker in vegan, wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Der einzige Unterschied ist, dass sie nicht so schwer im Magen liegen. Ebenso der vegane Käse, der entweder auf Kartoffel- oder auf Nussbasis gemacht werden kann oder einfach mit Edelhefeflocken(anstatt Parmesan). Es ist alles eine Sache der Gewöhnung. Heute spucke ich einen Bissen von einem Kuchen, der mit Eiern und Butter gemacht wurde, gleich wieder aus. Das tierische schmeckt mir einfach nicht mehr. Das pflanzliche hat viel feinere Geschmacksvarianten. Wer selber nicht lange genug vegan war, kann das gar nicht beurteilen. Und das „Sein“ von dem Du schreibst, gerade dies, bildet sich mit veganer Ernährung viel stärker aus.
      Ich hab es doch alles selbst erlebt. Weiß genau, was ich da sage. Aber Du meinst, Du könntest Dinge beurteilen, die Du selber gar nicht erlebt hast. Vorurteile finde ich sehr kontraproduktiv.

    • Wenn ich höhere Antennen ausfahre, dann kommt mir das, was Sie, Jeck, hier betreiben, im Kern destruktiv vor und ich möchte mich auf eine solche Diskussion nicht einlassen, da ich untergründig andere Ziele wittere, als die hier vorgegebenen.

    • Liebe Enttäuschung
      woher willst Du wissen, was ich erlebt habe? Du meinst, Alles zu kennen. Gut Lasse ich Dir. Eigentlich geht es doch um Toleranz. Die ich in dieser Diskussion nicht sehe.
      lieber Rayo,
      Ganz im mainstream-Stil werden „andere Ziele“ gewittert. Ich bin einfach nur ehrlich. Das vertragen heute nicht mehr so viele. Viel Spass weiterhin mit Euren Wahrheiten. Es gibt aber nunmal mehrere.
      Grüsse

    • Jeck: Wenn Du etwas erlebt hast, worauf Du Deine dezidierte Meinung begründest, warum erzählst du das dann nicht? Behaupten kann immer jeder alles. Mir war das alles zu hohl.

    • Und was mir immer am meisten fehlt bei Leuten, die so locker darüber entscheiden können, dass sie lieber auch Tiere essen wollen, oder angeblich müssten: Das Entsetzen darüber, wie mit diesen von uns Menschen umgegangen wird. Das scheint auch Dir völlig am Allerwertesten vorbei zu gehen. Das neue Bio ist vegan. Ich kann beim besten Willen Missbrauch nicht tolerieren. Das hat auch etwas mit „sein“ zu tun.

    • Ich habe in jeder Beziehung die Erfahrung gemacht, dass das Fleischessen die Sinne vergröbert. Zum Beispiel sind wir einmal in eine Filiale eine Bio-Kette(den Namen nenne ich jetzt mal lieber nicht) auf einen widerlichen Gestank nach verwesendem Fleisch gestoßen und ich habe dort einen Mitarbeiter ganz entsetzt gefragt, warum das denn hier so furchtbar stinkt. Da hat sagte der, sie hätten gerade eben frische Bouletten gemacht. Bei Karstadt in der Wilmersdorfer Sraße in Berlin stank das in der Ess-Ecke auch immer so. sodass ich immer ganz schnell da durchgeastet bin. Aber an den Imbisstischen standen die Menschen und haben genüsslich ihre Fleisch-Speisen verzehrt. Auf den Weihnachts-und Straßenmärkten stinkt das auch immer so widerlich nach Gammelfleisch von den Würstchenständen her. Da geh ich deshalb gar nicht mehr hin.

    • Danke, ebenfalls. Das, was Du geschrieben hast, ist nichts neues. Du verteidigst Deinen Veganismus, wozu? Was greift Dich und den Veganismus an? Die meisten Menschen wollen nicht verstehen, dass es in erster Linie die Art unseres „Handels“ ist (das beste und meiste für sich herauszuholen stellt auch Gewalt dar), dass für Ungleichheit auf dieser Welt sorgt.
      Und meine Lebensgeschichte und Erfahrungen gehören nicht hierher.
      Lassen wir es doch dabei bewenden…Ich kann jedenfalls mit meiner „Hohlheit“ gut leben…

    • Du hast es immer noch nicht kapiert! Es geht in erster Linie nicht um Veganismus, sondern, UM DIE TIERE und gleichzeitig darum, dass der Mensch durch das Tiere-Essen verroht! Es geht um unsere Welt.
      Und niemand kann behaupten, dies oder jenes IST SO, ohne wenigstens zu erklären wie oder durch wen oder was er zu dieser Erkenntnis gekommen ist. Das meine ich mit hohlen Behauptungen. Warum soll man denn nichts aus seinem persönlichen Leben erzählen? Das ist doch eigentlich das Überzeugendste. So lernt man wirklich etwas vom anderen. Im Internet recherchieren kann jeder Idiot.

    • Liebe Enttäuschung (…scheint Programm zu sein….),
      Du brauchst mich nicht als „hohl“ und „Idiot“ zu beschimpfen, nur weil meine Klischees mit Deinen nicht übereinstimmen …es ist Alles gut… Du erfüllst mit Deinen Darstellungen das meistgehörteste Vorurteil über Veganismus, die Engstirnigkeit pur…Eben weil es um die Welt geht, lässt sich die Misere nicht auf ein Thema runterbrechen…Ich ernähre mich 98% vegan, halte selber sehr extensiv Bienen (das heisst, sie dürfen Schwärmen, 80% ihres Honigs behalten, hoffentlich habe ich damit nichts „Falsches“ oder „Hohles“,oder wasweissisch geäussert) …Mir sind die Problematiken B bewusst.
      Nochmal zu Herrn Ess. Schauen wir mal, wie sich sein „Geschäftsmodell“ (er selbst (wie Gott?)) entwickelt.
      Doch, stimmt…man muss sie alle lieben…(Danke, Andreas Gesierich).
      ein schönes Wochenende.

    • Naja, das ist doch mal was Persönliches. Warum nicht gleich so? Ich habe übrigens nicht Dich als Idiot bezeichnet, dem widerspreche ich, und auch nicht Dich als hohl, sondern ich habe erklärt, dass Behauptungen ohne Begründungen, so wie Du sie hier immer wieder geäußert hast, für mich hohl sind. Dass Du mich beschränkt findest, ist Dein Problem(abgesehen davon, dass wir ja alle irgendwo beschränkt sind). Ich finde mich da eher konsequent.

    • Ich möchte hinzufügen, daß es gilt, Engstirnigkeit von Radikalität und Vehemenz zu unterscheiden.
      Wer Enttäuschung als engstirnig bezeichnet, der hat nichts mitbekommen von dem, was hier geschrieben wurde.
      Und der hat auch nicht weit in diesem Thread nach unten gelesen, wo Vegan4Life sehr klar und eindeutig das semantische Feld der „Konsequenz“ beschrieben hat im Umgang mit der Gewalt auf dieser Welt und mit dem Ausstieg aus dieser.
      Manchmal weiß man ja leider nicht, ob jemand bewußt Verwirrung verbreiten möchte (also anti-Vegan agiert) oder einfach nur selber konfus ist und sich nicht focussiert artikulieren kann.

    • …Du willst „persönliches“?
      Eigentlich geht es um Herrn Ess, oder?
      Ich möchte niemand von seiner Veganität abbringen. Nur, es könnte darüber nachgedacht werden, wie ich das hinkriege, ohne jemand anderen die Herb- und Pestiziddämpfe einatmen zu lassen (Costa Rica, o.Ä.-bei der Ananas-„Produktion“, die dann nachher in den Säften von Herrn Ess sind. Da wird ein Problem outsourced)
      Da finde ich nichts „nachhaltig“ oder „gewaltfrei“. Soviel zu „Konsequenz“.
      Wir leben in klimatisch behaglicher Zone. Trotzdem holen wir Wasser in Form von Obst und Gemüse aus anderen Ländern, die diesen wunderbaren Informationsträger nicht so reichhaltig zur Verfügung haben. Eigentlich sollte es andersrum gehen.
      Ich habe lange Selbstversorgung in einem heissen Land betrieben und weiss, warum ich in dieser gemässigten Zone wieder lebe. Habe Jahrelang Wasser vom Brunnen getragen. Kenne Unterschiede von Brauch-und Trinkwasser (nicht aus der Leitung, handgetragen-auch keine Pumpe)
      Ist das „persönlich genug? Oder wer möchte was wissen?
      Wie gesagt, ernährt Euch, wie Ihr wollt…und gebt Eurer Geld dahin… Er freut sich!

    • @ Jeck

      Das ist ja alles richtig, ich wiederhole aber auch hier gern erneut, dass es unmöglich ist, ein Leben zu leben, in dem man gar keinen Schaden anrichtet. Der vegane Lebensstil ist für mich allerdings ein Weg, sich dem Ideal zumindest anzunähern und mit Sicherheit „nachhaltiger“ als eine omnivore Ernährung, bei der in dem von Ihnen genannten Kontext ja noch deutlich mehr Ressourcen verbraucht werden, sowohl Wasser, Land als auch Pflanzen (genmanipuliertes, pestizidverseuchtes Soja aus dem Regenwald, nur als Beispiel).

      Ich persönlich kaufe, wann immer möglich, regional und bio, dafür manchmal halt einfach weniger und die von Ihnen bemängelte „Konsequenz“ bezog sich darauf, dass Veganer einen Missstand (Massentierhaltung, -quälerei und -schlachtung) erkannt haben und konsequent, ohne faule Kompromisse darauf reagieren, indem sie alle damit verbundenen Produkte aus ihrem Leben streichen. Ich finde dies ziemlich „konsequent“, im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten.

      Heike

    • Zu Heike:
      …dass veganes Leben in die Zukunft führen kann, ist für mich keine Frage. Doch brauchen wir eine andere Art des Wirtschaftens, weg von dem „viel“ verdienen, damit ich meine Sportwägen „kultivieren“ kann. Das gabs nun schon lange genug und hat zu den ganzen Problemen wie Massentierhaltung und landgrabbing etc.,etc., geführt. Da ist für mich Herr Ess auf dem ganz „normalen“ Weg. Ob jemand „schön“ ist, ist doch sehr subjektiv. Und, wenn es wichtig ist im Alter viele „Freundinnen“ zu haben…in Thailand???Hoffe, ich werde dann andere Ziele haben. Ich denke, dass für viele hier die 7-Tages Adventisten (das ist die Kirche, der der Herr mit den vielen „Freundinnen“ wohl angehört) als „Sekte“ durchgehen würden. Zu empfehlen: Dr. Walter Veith. Gute Erklärungen ohne Brachialität zum Veganismus. Geht zum Glück ohne Jeff Bezos’s Imperium.
      Grüsse

    • Jeck: Natürlich will ich nicht einfach so etwas Persönliches von Ihnen erfahren. Ich habe das in einem ganz anderen Zusammenhang gesagt. Und zwar in Zusammenhang mit Behauptungen ohne irgendwelche Begründungen hier. Die sollte man entweder mit nachprüfbaren Fakten oder mit persönlichen Erlebnissen begründen. Und wenn sie jetzt Frucht-und Gemüse als vergifteter hinstellen wollen als die Masttiere, dann weiß ich wirklich nicht, was Sie hier vertreten wollen. Wenn ich Bio-Obst und Gemüse kaufe, kann ich mir jedenfalls sicher sein, dass die nicht mit Gen gefüttert wurden, wobei es selbst bei sog. Bio-Fleisch heute nicht mehr sicher ist, ob das Tier nicht auch mit Gen-Futter verunreinigt wurde. Und Medikamente kriegen die Tiere doch alle. Und wenn die Tiere nicht ohne Sonnenlich(Pflanzen sind auch Sonnen-Nahrung) im Stall stehen, bekommen sie auch von oben die Chemtrails und die anderen Sprühgifte ab. Da kauf ich doch lieber vergiftetes Essen OHNE Qual. Ich weiß selber, dass ich heute z.B. Bio-Hirse mindestens 5 mal spülen muss, ehe ich sie koche. Mir geht es primär darum, mich nicht mit meinem täglichen Essen an Leid und Qual zu beteiligen, ich schrieb es schon einmal. Das scheint irgendwie in Ihren Kopf nicht hinein zu gehen. Das macht Sie mir dann letztendlich doch noch unsympathisch.

    • …Lustig…, ob Du/Sie mich unsympathisch finden, tut doch nichts zur Sache… Das ist ja genau das Problem… Es gibt eineige Menschen, die Herrn T. aus Amerika und Menschen seines Schlages, die (zum Glück) schon nicht mehr aktiv sind, sehr sympathisch finden. Es geht geht sben um die Fakten. Wenn ich in Costa Rica oder sonst irgendwo auf der Welt das hier alles lesen müsste und morgen früh wieder in die Plantage und die Pflänzchen mit tollen Präparaten irgendeines Chemiegiganten behandeln müsste, es mir wie viele dort einfach nicht leisten kann mit meiner Familie auszuwandern, wäre mir wohl die Argumentation eines radikalen „Wohlstandsveganisten“ herzlich egal. Auch wenn sie/er sehr sympathisch ist. Es wäre wohl wichtig, mich einfach nicht mehr vergiften zu müssen. Zum Wohl und gute Gesundheit wünsche ich.

    • …ach ja… Mir ist klar, dass ich mir den Veganismus leisten kann, weil ich aus irgenwelchen Gründen hier, in diesem Teil der Welt, leben kann. Da bin ich allen Göttern (oder wer mir das auch geschenkt hat) wirklich dankbar. Ich kann und möchte, wenns irgend geht, andere Arbeitsbedingungen für die Menschen, die uns dieses Geschwurbele hier im warmen Zimmerchen ermöglichen. … Herr Ess ist da auf keinen Fall auf der Höhe der Zeit. Geschweige denn sein „Geschäftsmodell“.

    • Ist schon klar: Bei Ihnen geht’s nicht um die Qual der Tiere! Was für eine Nebensächlichkeit!

    • …Voll erkannt… Mir geht es um die Achtung aller Wesen. Auch Menschen, mit ihrem Schweiss usw. die Früchte für die Säfte von Herrn Ess anbauen (Die „leisten“ wahrscheinlich nicht so viel wie Herr Ess, deswegen bekommen die auch nicht so viel, wie er. Was leistet Herr Ess eigentlich so viel, dass er so viel verdient, wie er meint?). Ach ja … wo jetzt Plantagen für Ananas, Mango,usw. stehen, war früher oft Heimat für zahlreiche Tiere .
      Herr Ess präsentiert sich selbst (sein „Geschäftsmodell“, wie er auch selbst sagt) …wie auch Herr T. in Amerika, der sich selbst auch als „brand“ (dt,:Marke) darstellt. Das ist doch super, oder? Nee, ich hab da andere Vorstellungen von Marketing und der Zukunft…die ja jetzt schon anfängt.
      Kann jeder ja tun wie er will, doch werde ich mein Geld woanders hingeben.

    • Und das, Jeck, war ja bereits seit dem ersten Ihrer Kommentare hier klar.
      Also, was wollen Sie noch? Was ist Ihr Ziel? Je hartnäckiger Sie hier schreiben, desto
      mehr bestärken Sie mir meine anfängliche Intuition. (Antwort also nicht nötig.
      War ne rein rhetorische Frage.)

    • …ob ich antworte, oder nicht, darf ich das noch entscheiden? Ihre „Empfehlung“ passt ins ganz normalautoritäre Bild. Ohne „Empfehlungen“ und Unterstellungen können Sie anscheinend auch nicht… Nur Omnivoren sind doch autoritär, oder habe ich etwas falsch verstanden?? Wahrscheinlich alles….

    • Jeck: Anscheinend willst Du die psychologische Auswirkung der Tiere -Fresserei nicht sehen. Eine Achtung vor allem Lebendigen kann sich auf der Erde nur durchsetzen, wenn erst einmal diese weltweite Tierhölle, die Nutztierproduktion, und die Jagd, abgeschafft werden. Und das kann nur erreicht werden, wenn die Menschen genug Mitgefühl mit diesen Lebewesen aufbringen.
      Anders nicht.

    • Vielleicht,vielleicht…. Veganismus ist schon so alt, vielleicht sogar die erste und damit älteste Ernährungsform der Menschen. Buddha und seine Mönche, die Essener wohl auch…. und weitere Gemeinschaften. Diese Gemeinschaften haben/ hatten die Achtung ihrer Mitwelt als Ziel und eben auch die Gemeinschaft. Wahrscheinlich ist aus dieser „Gemeinschafts“Idee entstanden, nichts zu Essen, was Augen hat. Die wollten mit ihrer Lebensweise kein Geld verdienen. Dazu gehört vielleicht auch, anderen nicht vorschreiben zu können/wollen, was die Essen sollen.
      Das Problem beim Fleischkonsum ist, egal ob ich das für mich selber will oder nicht, die Idee dahinter, damit Geld verdienen zu wollen, viel Geld, kurz,der Kapitalismus. Nun wieder zu Herrn Ess, der auch viel Geld verdienen will und wahrscheinlich auch muss, um die 200.000 Euronen wieder reinzubekommen für die Maschinen, auch um seinen so wie es scheint nicht ganz einfachen Lebensstil zu finanzieren. Kann er ja machen, doch dann bitte mit etwas mehr Nachhaltigkeit. Doch mit zertifizierter Ware („bio“) und Glasflaschen würde er einfach nicht so viel „verdienen“. Dann würde sich das nach kapitalistischer Rechenart nicht „lohnen“. Abgesehen davon, dass eigentlich nur wirklich frisch gepresste Säfte „gesund“ sind, mit Pressresten. Daher verstehe ich nicht, was daran nun so toll ist. Für mich eine ganz normale kapitalistische Ausbeuterei, und ob dabei so viel gearbeitet wird, dass es gerechtfertigt wäre, viel dabei zu verdienen??? Uns kann es nur gut gehen, wenn es Allen gut geht….Veganismus ist aus nichtkapitalistischem Denken entstanden, da bin ich nunmal überzeugt…

    • …völlig klar das Blutesserei verroht… Doch kann es nicht Ziel sein, Fleischfabriken durch Gemüsefabriken zu ersetzen… Es braucht einen anderen Weg. Kauf Dir doch einen Entsafter, und mach Dir Deinen Saft selber. Der ist dann wirklich frisch und gesund. 200.000.- durch 400.- (guter Entsafter) macht 500 Ensaftter, die gespendet werden können. Wäre auch eine Rechnung, Eben diese Idee des „VIEL“ und vor allem Verdienens hat für mich viel mit der Blut- und Fleischesserei zu tun. Auf diesen Zug möcht ich nicht mehr aufspringen.

  4. Immerhin sind die Säfte 100% ohne Zusätze, 100% kaltgepresst und 100% vegan. Das sind schon mal gute Qualitätsmerkmale und ich werde sie bei Gelegenheit auch mal probieren. Es ist nämlich bei Frucht-und Gemüsesäften, übrigens auch bei Weinen, keinesfalls selbstverständlich, dass sie wirklich vegan sind. Bei denen, wo es nicht extra drauf steht, muss man damit rechnen, dass sie mit Gelatine geklärt sind oder durch Fischblasen. Bio wird übrigens auch im Großmarkt gekauft, bevor es in die Bio-Läden kommt. Und es gibt nach meiner Erfahrung auch immer noch gute Früchte und Gemüse, die nicht als Bio deklariert sind und leider auch solche, die als Bio deklariert sind, aber nicht wie Bio schmecken. Ich sage das, obwohl ich von Anfang an Bio gekauft habe und immer noch am liebsten kaufe und nur in Ausnahmefällen etwas, was nicht mit Bio ausgezeichnet ist. Bei manchen Früchten merkt man tatsächlich keinen Unterschied, nur im Preis, wie z.B. bei Avocados.

    • Liebe Enttäuschung,
      ich habe seit 15J selbst einen „Bioladen“. Es kann überall Spitzbuben geben…,doch dann ist es besser sich versichern zu lassen, da gibt es bestimmt gute Angebote…nein, Quatsch.
      Es kann dem Einzelnen nur gut gehen, wenn es allen gut geht…darum gehts in meinen Augen, deswegen auch bio . Wenns um deine persönliche Selbstoptimierung geht, dann ist das Geschäftsmodell des Herrn Ess wohl richtig. Ach die Zusätze haben die Säfte in Form von „Bayers little helpers“, prost.
      Aber wir leben im einem „freien“ Land….

    • Jeck: Ich geb Dir recht, wo es um Bio geht. Wir sind Mitglied einer BioLPG in Berlin und kaufen da regelmäßig ein.
      Nur wohnen wir etwas außerhalb und können nicht jede Woche nach Berlin fahren und müssen dann kucken, was Netto oder Edeka an Bio -Sachen auch haben. Edeka hat jetzt viel von von Al Natura. Wir müssen zusammen das Ziel haben, dass der Bio-Anbau immer größer wird. Da geb ich Dir recht. Aber wir müssen auch aufpassen, dass dieses EU- Bio in den normalen Supermärkten auch wirklich Bio bleibt.
      Vielleicht besinnt sich Herr Ess ja auch nochmal auf Bio.

    • wen „bio“ mehr wird, kommst Du nicht umhin, Dich mit EU-bio und anderen leicht zu produzierenden Labels anzufreunden. Es geht um Strukturen. DM und allnatura sind nichts anderes wie discounter. Sie können (und machen es auch) den „Produzenten“ den Preis diktieren. Sie suchen und realisieren laufend neue Standorte, was mitunter der Grund ist, warum in ländlichen Strukturen die Läden (bio oder konventionell) sterben. Bio braucht Qualität. Die kann nur in kleinen Betrieben geleistet werden. allnatura und DM und wie sie alle heissen gehen über den Preis. Der Konsument sollte sich überlegen, was ihm seine Nahrung wert ist. Bei DM gibt es die meisten Produkte, die es auch bei Schlecker gab. Dass DM und allnatura zu ihren MA „netter“ sind???? Es gibt genügend Erfahrungen ehemaliger MA, die vom Gegenteil zeugen. Die beiden Konzerne haben auch das „Wachstum“ als Ziel, vielleicht nicht so stark, doch sind sie kapitlistisch orientiert. Ich finde Eurythmie für MA gut, doch kann das nicht über das „normale“ kapitalistische Handeln drübergelegt werden, ebenso die Spendenaktionen, Bienenschutz usw. Das ist letzendlich das gleiche, was B.Gates usw. mit ihren Stiftungen tun. Grüsse

    • …das Thema war ja Hr. Ess…, der haut für mich in die gleiche Kerbe. Es ist nunmal so, dass viele Verbraucher merken, dass so nicht weiter gegessen (oder sollte das anders heissen) werden kann. Da ist so ein Mensch natürlich toll. Er lässt Dich in Deinen Strukturen, sagt sei vegan und kauf meine Produkte, Attila Hildmann hat das vorbereitet. Auf die Frage, ob sein Porsche zu seiner Einstellung passt, sagt er sinngemäss, natürlich, er liebe perfekte, effektive Produkte. Und der Wagen sei nunmal effektiv. Wie gesagt, wenn alles „effektiv“ sein soll, dann sind die 2 echt cool.
      Ich möchte weg von diesem „Effektivitätszwang“.

    • Das ist alles bedenkenswert, was Du schreibst. Aber mir ist es neben einem möglichst giftfreien Produkt immer das Wichtigste, dass ich keine Tierqual im Essen habe oder mit meinem Konsum noch unterstütze. Und AlNatura haben teiweise gute Produkte. Zum Beispiel die Kokosmilch von denen ist sehr gut und das eingepackte Kürbiskernbrot schmeckt uns auch. Ich habe ja selber meine eigenen Sinne, mit denen ich den Wert von Nahrungsmitteln erkennen kann. Sogar, wenn sie verpackt sind, weil ich die Lebensenergie mit dem Pendel messen kann. Kontaminierungen finde ich definitiv heraus. Nur mal 2Beispiele aus dem Bio-Laden: Das Bio-Tierfutter von Yarrah und das sog „Ur-Salz“ von Entesegen.
      Dass mit dem Tierfutter von Yarrah etwas nicht stimmt, hat mir früher mal sogar auch mein Kater eindeutig bestätigt. Er hatte dann lieber noch das billige von Aldi genommen. Aber nicht, weil da etwa Zucker oder Lockstoffe drin gewesen wären. Darauf achtete ich immer genau. Und das ist auch genau der Grund, warum ich wenigstens einmal die Säfte von Ess probieren bzw. testen will. Dann kann ich sie ohne Vorurteile beurteilen.
      Worauf ich mich letztendlich verlasse, sind immer noch meine eigenen Sinne. Das ist auch so ein Riesenproblem, dass viele Menschen mit ihren eigenen Sinnen nicht mehr selbstbewusst umgehen können. Wenn wir das Vertrauen in unsere eigenen Sinne verlieren, werden wir tatsächlich zu Sklaven- Robotern.

    • warum möchtest Du etwas probieren, wovon Du schon vom Nachdenken weisst, dass es nicht gut ist, z.B. die Säfte von Herrn Ess? Die Nahrungsmittelindustrie fängt die Konsumenten immer damit ein, dass es gut schmeckt.
      Wenn das das letzte Argument ist, dann ist ja alles gut, wie es ist und die Vergiftung der Lebensmittel ja auch egal. Seis wies sei, guten Appetit. Dann zieht ja auch das Argument, dass solange es Menschen gibt, wir froh sein können, überhaupt was zu Essen zu haben. Nur ist dabei nicht verstanden worden, dass die Menschen deswegen hungern, weil wir uns immer noch an unserem Geschmack orientieren (der ja, wie auch Herr Ess richtig sagte, anerzogen und eine Gewohnheit ist) und weiterhin feste von der Industrie gepflegt wird. Auch die Produktion konventioneller Lebensmittel wird subventioniert, sorgt damit dafür, dass Bauern in anderen Ländern nicht mehr vom Verkauf ihrer Produkte leben können. Insofern scheint mir die persönliche Befindlichkeit bezgl. Geschmack etc. eher unwichtig. Aber, wie gesagt, wir leben in einem „freien“ Land… Du kannst es Dir ja aussuchen…viel Spass

  5. zu einem Jungunternehmr gehört nun mal, dass er „cool“ und locker rüberkommt. Zumal beim Veganisten…(Ich ernähre mich selber seit einigen Jahren vegan und möchte es nicht missen…), doch was nun so toll daran ist, wenn jemand für eine bestimmte gutsituierte Schicht Smoothies herstellt… in Plastikflaschen, kein bio, usw.usf…bitteschön? Es freut schon einige Menschen, wenn sie feststellen:“Oh, ein lamborghini-Pilot hat noch etwas Grütze im Kopf,suppi!!!“
    Die Arbeitsbedingungen der Ananasernte sind natürlich wohl das Problem der Menschen die das tun, oder wie würde das Herr Ess sehen. abgesehen davon das dies eine „schwierige“ bis „sehr schwierige“ Frage ist(hab ich im Interview oft gehört).
    generelle Ernährungsfrage: Was ist so toll daran, Lebensmittel mit bis zu 20000 U/min (evtl. sogar mehr) zu pürieren? Ist das natürlich, zwischen meinen ganzen events mal schnell ne coolen smoothie, da ich mir sonst keine Zeit zum Essen nehme? Eine Frucht oder ein Gemüse wächst nicht als smoothie. was immer die „Wissenschaft“ auch feststellt, wie gut das doch sein soll.
    Ach ja …HerrEss meinte, man sollte nichts essen, was es nicht vor 100 Jahren gab, oder hab ich mich verhört?
    Lasst Euch doch bitte nicht von dieser „weissen Zähne-Schönheit“ blenden. Wie er ehrlicherweise sagt, möchte er verkaufen, geil!

    • Wird jetzt jemand auch noch vorgeworfen, dass er schön ist und weiße Zähne hat? Natürlich will er verkaufen, Du etwa nicht?

    • Naja, da muss man eben jetzt mal sehen, wo das so hin führt bei bzw. mit ihm. Für mich ist in dieser Gesellschaft das größte Problem die ganze Ernährungsindustrie auf Kosten von Lebewesen, die genauso schmerz-und leidensfähig sind, wie wir. Ich würde mir aber auch wünschen, dass er seine Rohstoffe bei Bio-Bauern einkauft.

  6. Danke ersteinmal für das tolle Interview.
    Ich hätte mir nur mehr Info über Ernährung erhofft. Weniger über Politik.
    Und das Festnageln von Herrn Jebsen auf das Thema „Verantwortung über das, was Herr Ess oder sonst wer postuliert.“ Das hat irrsinnig genervt. Jede Meinung ist natürlich ersteinmal ok und objektiv. Ich kann Herrn Ess verstehen. Mir wäre es auch egal, wenn hier jemand ein Buch von Sarrazin oder Gebrüder Grimm verbrennt. So what. Kritisch wird es bei Holocaust-Leugnern. Bei der Phrase „Scheiss Flüchtlinge“ oder andere Meinungen, welche die würde des Menschen angreifen. Da sind wir wieder bei Daniele Ganser. „Das Leben ist heilig“! „Meine Ziel-Gruppe bleibt der Mensch“ könnte ja auch für die Bundeswehr als Werbeslogan greifen. Allerdings nur als Griff ins Klo. Ich denke auch verstanden zu haben, was Herr Jebsen in dem Interview herauskitzeln wollte. Aber wie soll man Verantwortung für die hohle Masse übernehmen? Das geht nicht. Die meissten sind so dermaßen eingelullt. Man kann doch nur froh sein, wenn die Leute mit dem Material zumindest arbeiten,anstatt alles als gegeben hinzunehmen. Ein Zitat meiner Lieblingsband heisst; „Soft spoken changes nothing“! Es muß nur in die richtige Richtung gehen.

  7. ERNÄHRUNG IM VORKRIEGS-CHINA

    Dr. Ralph Bircher schreibt in seinem Buch: „Geheimarchiv der Ernährungslehre“(12.Auflage 2008) folgendes:
    In der Ärztezeitschrift „Hippokrates“(1957,Nrn.9,14 und 16) habe ich seinerzeit einige Hauptergebnisse sowie Stand und Möglichkeiten eines Forschungsgebietes umrissen,das damals wie heute fast ganz vernachlässigt und unbeachtet geblieben ist – ein unerforschter Kontinent: Die Geographie und vor allem die Geschichte der menschlichen Ernährung.
    Das ist sehr merkwürdig. Wir haben ja eine Geschichtswissenschaft, welche ganze Gebäude füllt. Warum sollte sie sich nicht auch mit der Ernährung befassen? Warum meidet sie dieses Gebiet? Wir haben ferner eine Ernährungswissenschaft, welche ganze Gebäude füllt. Warum sollte sie sich nicht mit der vollen menschlichen Wirklichkeit ihres Faches befassen in den verschiedenen Ländern und Erdteilen und in den verschiedensten Epochen der Vergangenheit? Müsste sie das nicht in erster Linie tun? Liegt es nicht auf der Hand, dass alle klinischen Erfahrungen an Kranken, alle chemischen Analysen von Nährstoffen und Nahrungsmitteln, alle Tierversuche zusammengenommen zwar eine Fülle von Aufschlüssen verschaffen können, aber ewig einseitig, unvollständig und fehlerhaft bleiben müssen, sobald es um die Frage geht, welche Ernährung den Menschen gesund machen und erhalten kann, dass sie also die Qualifikation „wissenschaftlich“ erst dann verdienen, wenn sie ihre Ergebnisse in eine möglichst umfassende und sorgfältige Kenntnis der Geschichte und Geographie der Ernährung einbauen, an ihr prüfen und berichtigen?
    Die bisherigen fachlichen Bemühungen in dieser Richtung haben einige bemerkenswerte Ergebnisse gezeitigt, die allein schon geeignet wären, der Ernährungswissenschaft ein anderes Gesicht zu geben. Obwohl von namhaften Vertretern des Faches durchgeführt und in maßgebenden Zeitschriften und Verlagen veröffentlicht, haben sie aber so gut wie keine Beachtung gefunden und die Lehrmeinungen nicht im geringsten beeinflusst. Man hat sie einfach übergangen. Die Studierenden erfahren nichts davon. Und doch wären durchaus Erkenntnisse zu gewinnen, die gerade jetzt entscheidende Bedeutung erlangen könnten. Ein Beispiel dafür ist die Ernährung des chinesischen Volkes…
    Prof.William A. Adolph schrieb 1938 im „Scientific American“ u.a. darüber: Das größte aller Menschenexperimente- ein unwillkürliches Ergebnis ökonomischer Notwendigkeiten- ist das, was man das chinesische Ernährungsexperiment nennen kann; denn es hat sich nicht nur über Wochen und Monate, sondern über 4 Jahrtausende erstreckt;es erfasst nicht nur ausgewählte Gruppen von Versuchsobjekten, sondern eine Bevölkerung von vielen hundert Millionen Menschen. Es vollzog sich nicht unter künstlichen Versuchsbedingungen, sondern mitten im Lebenskampf, in dem die Versuchspersonen ihre körperlichen und geistigen Kräfte voll einsetzen mussten, um sich zu behaupten. (…)
    Das chinesische Volk war gezwungen, bis an den äussersten Rand der Anpassungsmöglichkeit an notvolle Versorgungsverhältnisse heranzugehen, bis dorthin, wo jeder Fehler, jede Verschwendung, jede Störung der natürlichen Gleichgewichte sich rächen musste in Form von Verkümmerung, Siechtum und Untergang. Wenn es sich dennoch durch 40 Jahrhunderte gesund, kräftig, fruchtbar und lebenstüchtig entfaltet hat, so zeigt es doch wohl unabweisbar, dass es in seiner Ernährung das ökonomische Gleichgewicht gefunden hatte.
    Was hier vor allem interessiert, ist natürlich die Ernährung und die Gesundheit jener 90% der Bevölkerung, aus der dieses Volk seine Kraft und seinen Bestand erneuerte, die der Bauern also, die sich von dem ernährten, was der von ihnen selbst bearbeitete Boden hervorbrachte, und nicht die Ernährungsbräuche der oberen, oft dekadenten Schichten. (…)
    Das bedeutete insbesondere, dass man bei der Bodennutzung den Umweg über da Tier fast ganz vermied, der ja, wie die Untersuchungen von F. Wookes und j.W. Lucas(und nicht nur diese!) nachgewiesen haben, ungeheure Verluste an Nährwerten mit sich bringt.
    Unter diesen Umständen machten Fleisch, Fisch und Eier im Jahre 1938 zusammen nur 3%, wahrscheinlich sogar weniger, der Gesamtnahrungsmenge der Chinesen aus, wie sich aus allen Untersuchungen und Beobachtungen ergab, und der Konsum von Milch und Milchprodukten fehlte ganz, indem dagegen eine scheinbar unüberwindliche Abneigung bestand. Die tägliche Kost bestand zu 88% aus Vollgetreidenahrung und etwas Hülsenfrüchten und Gemüsen, im Süden mehr Vollreis, im Norden Vierkornkost, stets nur gedämpft, nicht gebacken, ohne Salz, aber mit Soya gewürzt, etwas Gemüse, etwas Obst, keimende Getreide und Pflanzensprossen jeder Art. Dabei stimmen alle Quellen, Beobachtungen und Untersuchungen darin überein, dass gerade dieser autarke Bauernschlag, der sich so ernährte, erstaunlich stämmig, kräftig und leistungsfähig war und heiteren Gemütes immer wieder die schwersten und mühsamsten Arbeiten verrichtete, dass er offenbar eine zähe Gesundheit, eine ausgezeichnete Fruchtbarkeit hatte, schöne. kräftige Zähne aufwies und immer wieder eine fast unglaubliche Widerstands- und Entbehrungskraft an den Tag legte. u.s.w.

    • Es sollten sich alle darüber im Klaren sein, dass wir nicht nur in Bezug auf Kriegsführungen unter dem Einfluss der amerikanischen Verschweigungs-und Vertuschungskultur im Sinne der Industriekonzerne leben, sondern auch in allen anderen Bereichen.
      Dr. Ralph Bircher schreibt im Vorwort zu seinem Buch: „Geheinmarchiv der Ernährungslehre“ u.a. auch folgendes:
      Schon Nietzsche rief nach einer anderen, positiven Gesundheitslehre, und seit drei Generationen suchen namhafte Ärzte, Denker und Erzieher nach einer entsprechenden Ausweitung der Wissenschaft über das rein naturwissenschaftliche, analytisch-messende hinaus und haben sich auch da und dort neue Methoden mit verlässlichen Ergebnissen erarbeitet. Seit Jahrzehnten haben immer wieder höchste Fachgremien die positive und nicht nur als Fehlen krankhafter Störungen verstandene Gesundheit als Ziel der Forschung gefordert und den Ausdruck „sturmfeste Gesundheit“(bouyant health) geprägt. Eine Anzahl neuartiger Methoden und Ergebnisse sind ungeprüft und unwiderlegt jeweils im „geheimarchiv der Gesundheitslehre“ verschwunden. Fachbücher und Enzyklopädien ignorieren sie und man stößt immer wieder auf Persönlichkeiten, die daran zwar aufs Höchste interessiert sind oder sein müssten, die aber von diesen bahnbrechenden Arbeiten und Ergebnissen nichts, oder so gut wie nichts kennen. Diese Unkenntnis und Verdrängungstendenz hat sogar seit den fünfziger Jahren noch zugenommen. usw.

      Wer weiss denn z.B. heute noch etwas über die zahlreichen Testwanderungen, die von Ernährungsforschern -und Forscherinnen(z.B. auch von Galina Schatalova) Anfang des 20. Jahrhunderts veranstaltet wurden? Es traten immer 2 „Ernährungsgruppen“ gegeneinander an. Die einen mit dem üblichen omnivoren Proviant, die anderen nur mit pflanzlichen Lebensmitteln als Proviant. Sie wurden alle der selben ärtzlichen Untersuchung vor und nach der Wanderung unterzogen. Die Ergebnisse waren ausnamslos, dass die „Veganer“ bei weitem in allem besser abschnitten, als die „Omnivoren“.

  8. Wäre Karl Ess Bürgerkandidat, meine Stimme wäre ihm gewiss.
    Damit er aber auch authentisch (also Selbstdenker) bleibt, hoffe ich,
    dass er standhaft jedes Programm ablehnt, das ihm verspricht,
    ihn aufbauen, und wo er dann in einem Pool ‚gebrieften‘ Kandidaten
    für ‚große Aufgaben‘ vorgehalten wird.
    Das was er seinen positiven Egoismus nennt (Minute 1:33) und seine
    Haltung: „Bin ich jetzt wegen dem beleidigt? – Ich entscheide über
    meine Emotion“, lässt mich glauben, dass er das schafft.
    Wenn man 28 ist, sind 17 Jahre mehr als das halbe Leben.
    Weil mich diese Säfte an diese eiweiß-angereicherten Smoothies
    erinnern, die ich seit 2000 ungefähr gelegentlich zusammenmixe,
    habe ich mal wieder die Rezepte-Bücher aufgeschlagen und das
    Fitness-Programm von Ulrich Strunz gefunden. Das hat seinerzeit
    enorm dazu beigetragen, Kraft und damit Mut zu schöpfen, bevor
    mir dann die Befreiung aus erstickender Enge gelang.
    Gute Sache also, aber ich nehme heute BIO-Gemüse und BIO-
    Obst und -Beeren.
    Weil hier immer wieder Vegan gefordert wird, möchte ich auch
    darauf eingehen.
    Nach langem Nachdenken über die ‚industrielle Landwirtschaft‘
    wird mir immer klarer, dass es dabei um einen riesigen Komplex
    (mit gewaltigen Umstellungen und Größenordnungen an Abschrei-
    bungen und Neu-Investitionen wie bei der Mobilität) geht.
    Neben den bekannteren Themen: gesunde Ernährung, Tierwohl,
    Erhalt der Artenvielfalt und der Einkommensgrundlage für Landwirte,
    um Landgrabbing in Armutsländern
    geht es auch um schwermetallbelastete Böden in Phospat-
    Abbau-Ländern bei parallel einhergehenden phosphatbelasteten
    Gewässern z.B. auch bei uns, wo steigende Düngergaben die aus-
    gelaugten Böden fruchtbar halten sollen.
    Und Phospat, das jedes Lebewesen braucht, gilt als Minimumfaktor,
    ohne den nichts wächst, bei noch so großer Menge der anderen
    Düngerkomponenten.
    Und dieser/s Phosphor/Phosphat sei also endlich und wir müssten
    ohnehin auf einen Phosphat-Kreislauf zurückkommen, und die
    Phosphat-Minen (Naher Osten, Afrika) seien schon umkämpft.
    Vor dieser überwiegend mineralischen Düngung war das Aus-
    bringen von Mist Teil des früheren Phosphat-Kreislaufes, bzw.
    düngten die Tiere auf der Weide die Böden.
    Insofern glaube ich, dass wir sowieso komplett Umdenken und
    im Frieden mit der Natur leben müssen. Natürlich ist das Ver-
    bot des Totalgiftes Glysophat ein ganz großer und wichtiger
    Schritt. Welche Umstellung damit sofort verbunden ist, ist mir
    nicht klar. Aber da die Landwirtschaft im EU-Budget eine so
    große Rolle spielt, ließe sich da begleitend sofort sehr viel
    bewirken. Auf der Herstellerseite (Dünger, Saatgut, Land-
    maschinen u.v.m) entstehen aber ebenfalls Entwicklungs- Um-
    stellungsinvestitionen, über die man reden müsste.

    • Wenn die Menschen sich von Pflanzen ernähren, ist ihr Dung genauso wertvoll, wie der von pflanzenfressenden Tieren. Das chinesische Bauernvolk hat seine Felder über Jahrtausende so gedüngt (siehe auch oben Ernährung im Vorkriegs-China). Die angebliche „Notwendigkeit“ von Tierzucht für den „Ernährungskreislauf“ ist ein großer Irrtum oder ein bewusst aufgestelltes Dogma der Tierzuchtindustrie. Wir sind auch nicht „das Ende der Nahrungskette“. Das sind höchstens Siegmar Gabriel und Konsorten.

  9. Das, was Torsten hier gesagt hat, geht mir ständig im Kopf herum: Hier wird sich ständig über die von oben herbstampfende Unterdrückung beklagt. So weit ja zurecht. Aber nicht, wenn man selber derweil die ganze Zeit das selbe praktiziert, was die Superprofitöre mit uns machen. Nämlich, denjenigen, die sich gegen uns alle nicht wehren können, das Recht auf Leben und Lebenserfüllung abzusprechen, mehr noch, sie zu benutzen und benutzen zu lassen als seien sie empfindungslose Gegenstände, deren wirkliche Lebendigkeit man aber obendrein noch benutzt, um diese unschuldigen Wesen in ihrer Qual und Sklavenschaft auch noch mit organisierter, ausgeklügelter Dauervergewaltigung in eine Selbst-Reproduktion hinein zu zwingen, damit ihre Qualen und ihr glückloses Dasein sich auch noch verendlost. Und das alles, um sich am Ende an dieser mit großem Aufwand geschaffenen Hölle für Tiere krank zu essen! Pfui Teufel, kann ich da ganz ehrlich nur noch sagen!
    Da, wo jeder wirklich etwas ohne Mühe und Gefahr – sogar mit großem Gewinn an Gesundheit und Wohlgefühl- verändern könnte, wird stur auf dem kranken Traditionalismus beharrt, während man sich vor Durch-und Scharfblick in Richtung nach oben geradezu überschlägt und damit seine Energie, um wirklich etwas zu verändern, sinnlos verpulvert und sich dann wundert, dass nirgends mehr eine starke Friedensbewegung, eine gute, solide, breite Graswurzelbewegung mehr entsteht. Mich kann das leider nicht mehr wundern!

    • Und bei der Frage, die erstaunlicherweise immer nur von den Tiervernutzern kommt, wer da ein besserer Mensch ist, fragt doch einfach mal in Gedanken Eure Opfer, die ständig eine Vielzahl der ganzen Weltbevölkerung ausmacht! Was würden die da wohl antworten, wenn Sie für Euch eine Stimme hätten?

    • Dazu ganz passend ein Spruch von Albert Einstein:

      DIE REINSTE FORM DES WAHNSINNS IST ES, ALLES BEIM ALTEN ZU BELASSEN UND GLEICHZEITIG ZU HOFFEN, DASS SICH ETWAS ÄNDERT.

    • Wahnsinn: Katzen streicheln, Hunde lieben, Schweine essen, Kühe tragen.

      Ich kann übrigens Heike sehr gut verstehen, daß sie es müde ist, ihre Kenntnisse und ihr Wort immer wieder gegen diese ……. ……. …….. (Selbstzensur) zu erheben, die schon aus dem Grund Gewalt nicht mehr wahrnehmen können, weil sie selbst zu Gewalt geworden sind. Auf einem schwarzen Hemd lassen sich schwarze Flecken eben nicht mehr wahrnehmen. Der geistige Zustand des Fleischessers IST dieses schwarze Hemd. Man glaubt, man wäre klar und könnte klar denken. Man glaubt, man trüge ein weißes Hemd. Das ist jedoch nicht der Fall. Man lebt in Umnachtung, ohne es überhaupt zu merken.

      Und dann wieder das Argument, daß schließlich auch Mönche Fleisch essen. Ja, die gibt es. Ich weiß aber, daß Meditierende, die Fleisch essen (weil sie sich nichts anders leisten können oder aus anderen Gründen darauf angewiesen sind, etwa im Gebirge), jeden Tag ca. 2-3 Stunden länger meditieren müssen, um denselben Effekt zu erzielen wie vegane Mönche.
      Was aber, wenn man überhaupt nicht meditiert? Wenn es überhaupt keinen Ausgleich für Fleischesserei gäbe und sich diese Schuld (dieses Karma) folglich jeden Tag in uns ansammelte?

      Dann werden wir den Krieg ernten, nach dem unsere inneren Friedhöfe geradezu verlangen …

    • Christian Morgenstern: Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt.

      Wäre irgendwie gerecht, oder?

      Oftmals habe ich auch hier bei KenFM diese teils verächtliche Bemerkung gelesen, dass sich die Leute, anstatt sich mit den wahren Problemen auseinander zu setzen, lieber Katzenbilder ansehen. Warum ausgerechnet dieser Vergleich herangezogen wird, verstehe ich nicht, da fielen mir ganz andere sinnfreie Dinge ein (vor allem sinnloser Konsum, das Übernachten vor Apple-Stores am Tag vor der Einführung des neuesten Modells, etc.).

      Wer sich hingegen ab und an auch mal Videos über Katzen, Hunde, Schafe, Ziegen, Kühe, Pferde anschaut, müsste zwingend erkennen, wie ähnlich sie uns Menschen in ihren Emotionen und Gefühlen sind, der müsste die abgrundtiefe Traurigkeit in den Augen misshandelter Tiere erkennen können und auch die unbändige Lebensfreude der geretteten Tiere. Wer sich all dem achselzuckend entziehen kann, kann unmöglich empathisch sein.

      Heike

    • Ja, liebe Heike, wie hab ich gestaunt, als ich zum ersten mal gesehen habe, dass frei gelassene Kühe Luftsprünge vor Freude machen, wenn sie aus einem Stall auf eine saftige Wiese hinaus gelassen werden! Ich musste selber vor Freude und Rührung weinen, genau wie die, die direkt dabei standen.

  10. Jedenfalls hat Herr Ess recht, wenn er sagt, daß man da ansetzen sollte, wo man tatsächlich etwas verändern kann. Beim Deep State und seinen Kriegen und der Vergiftung der Natur einschließlich Menschen kommt die Veränderung – wenn überhaupt – nur durch einen extrem langsamen Bewußtseinswandel. Bei der alltäglichen Gewalt gegen Tiere und die Natur kann jede(r) seinen/ihren kleinen Beitrag ohne allzu große Anstrengung sofort leisten, und deshalb sollte man das auch tun. Wenn eine Mehrheit der Menschheit auf die Tierunterdrückung verzichten würde, wäre dies ein starkes Signal, daß Unterdrückung im allgemeinen nicht ok ist. Im Moment sendet die Menschheit mehrheitlich die Botschaft aus, daß für sie Unterdrückung ok ist, und dementsprechend wird sie auch von den Mächtigen behandelt. Wie man es auch dreht und wendet, vegane Ernährung ist einer der Schlüssel zum Frieden, und deshalb sollte er auch genutzt werden.

    • Lieber Torsten! Wie schön, wieder mal Text von Dir zu sehen! Es ist immer wieder das selbe: Du sprichst hier genau das aus, was ich auch schon im Hinterkopf hatte, aber aus irgendwelchen Gründen dann doch nicht bis zum Ausdruck brachte. Du hast da einen schönen, geraden Blick fürs Wesentliche! Ich danke Dir! Ich möchte sogar sagen, vegane Ernährung ist die unabdingbare erste Stufe für uns in ein friedlicheres Dasein.

    • Lieber Freund, schau mal, was ich heute Nacht bei Youtube entdeckt habe: Gib dazu den Suchbegriff „EX Bänker Ronald Bernards über Satanismus und rituelle Opferung von Kindern“ ein. Es geht in dem Interview nur relativ kurz um Satanismus, es ist ein sensationeller Türspalt-Einblick in den Deep State und seine Mentalität.
      Es gibt noch mehr Teile des Interviews bei Youtube.
      Ronald Bernard wäre der perfekte Gesprächspartner für Ken.

  11. Also ich brech jetzt hier mal die goldengrüne Hanflanze für Ken !

    Das Format ist einmalig und klasse.

    Und ich finde es gut, dass sich das nicht einfach so wegkonsumieren lässt, auch wenn drei Stunden schon echt lang sind.

    Ich hätte mir gewünscht das Interview mit ein paar Einspielern zu strukturieren (vielleicht sogar passend zu den Kapiteln), wäre auch ne gute Gelegenheit mehr von den veganen Fruchtaktivitäten des Herrn Ess zu zeigen, als nur den Laden, seine Glatze und die strahlend weißen Zähne (ok, sieht schon echt verdammt gesund aus der Mann, whow!!).

    Ok, Ken hat ein bischen die Tendenz schon beantwortete Fragen zustellen, aber bisher sind seine Interviewpartner in der Regel tough genug, um nicht einfach nur zuzunicken, sondern geben dennoch eigene Antworten (is ja auch ne Messlatte, die da angesetzt wird und last but not least ein Zeichen von Qualität) und . .
    … und die Interviewer kommen in diesem Format ( wie in anderen Formaten auch schon) auch als Menschen ganz nah, Sie überzeugen in der Regel durch ein hohes Maß an Authenzität und zeigen auch ihre Grenzen und ihre Eigenheiten.
    Für mich ist das eine Offenheit und Ehrlichkeit, die muss man(n) (Ken) auch erstmal hinbekommen und schaffen.
    Danke dafür!
    Ich fand Herrn Kess schon einen gnadenlosen Grenzgänger (wir können eben nicht halt alle mal Lamborgini fahren, um erst dann festzustellen: . . hey es könnt ja auch anders gehen . .. ) Aber sei´s drumm, ich fand ihn einen absolut sympathischen Typen mit einer gnadenlosen Ehrlichkeit und klar, weiß er sich zu verkaufen, aber das Interview hat auch gezeigt, was hinter der Verpackung ist oder eben auch nicht.

    also für alle, die nicht nach fertigen perfekten Vorbildern oder fertigen Rezepten suchen, sondern auf ihrem eigenen Ding unterwegs sind, ist das hier eine sehr anregende Kost (und wer´s nicht verträgt, muss sich das ja nicht gleich in voller Länge geben . . .. . ..

  12. Nun ja – insgesamt finde ich es gut, dass es dieses Boulevard-Format gibt und dadurch hoffentlich eine breitere, v.a. jugendlichere Zielgruppe angesprochen wird. Auch Karl Ess halte ich für recht sympathisch, lernfähig und in jedem Falle mutig.

    Aber müssen es wirklich fast 3 Stunden sein? Bleibt denn die erhoffte neue Zielgruppe überhaupt so lange dran? Wäre es da nicht besser, nur eine Stunde zu machen und weniger Themen abzuklappern?

  13. „Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.“ Zitat Huxley

    Bettina von Arnim: „Selbstdenken ist der höchste Mut. Wer wagt, selbst zu denken, der wird auch selbst handeln.“

  14. Was mir als ethisch motivierte Veganerin immer wieder die Eingeweide zusammenzieht: Wenn Leute wie hier Kristana und Mamomi, gegen Veganismus argumentieren und gleichzeitig selber behaupten, sie hätten etwas für Tiere übrig.
    Wer Mitleid mit den Tieren empfindet, kann nur vegan werden und wer nicht vegan wird, kann auch nicht bewusst Mitleid mit den Tieren haben, geschweige denn über Veganer herziehen. Ehrlich wäre es, wenn Fleischesser oder wenigstens Ovo-Lacto -Vegetarier wenigstens sagen würden, dass ihnen das Leid und die Qual der Tiere so lange nichts ausmacht, als sie es nicht mit ansehen müssen. Und damit leben sie aber schon in der Lüge gegen sich selbst. Ich habe immer schon gesagt, dass die Lüge unzertrennbar mit der Gewalt zusammenhängt und umgekehrt. Ich finde, es gibt zwischen Menschen keine tiefere und gewissenlosere Beleidigung wie die Lüge. Man sagt ja auch ganz passend: „Jemand aufs Glatteis führen“ dazu. Nee.Leute, so kommen wir nie und nimmer in eine bessere Welt. Was ich an diesem Karl Ess sympathisch finde, ist übrigens nicht unbedingt sein selbst zugegeben nur egoistisches Motiv für vegane Ernährung, sondern sein Bemühen um Aufrichtigkeit. Das erkenne ich jedem Menschen hoch an, denn es ist ja so oft viel bequemer im Moment, zu lügen. Man braucht nur seinem Gewissen immer wieder einen Betäubungsschlag zu versetzen. Und an diesen Betäubungsschlägen ist die ganze zivilisierte Menschheit mittlerweile degeneriert.

    • Alter, seid Ihr Veganer schnell pissed! Owei… Ist ja wie bei den Religionen. Nur kein Stress hier meine Lieben! 🙂
      Ich argumentiere nicht gegen Veganismus, sondern für Humanität. Das zum ersten. Zum zweiten, es ist anmaßend und unverschämt zu unterstellen, wer Fleisch isst, hat nichts für Tiere übrig. Dann bin ich jetzt mal genauso unverschämt. Wer nen Rechner besitzt hat nichts für Menschen übrig. Na wie klingt das?
      Und wer hat eigentlich bewiesen, das Pflanzen keinen Schmerz empfinden, wenn wir sie ernten und essen? Leben tun sie schließlich auch. Und Bäume z.B. kommunizieren sogar.

      Ihr spaltet mit Eurer Missioniererei und merkts nicht mal…

      Aber Ihr bringt mich auf ne unglaubliche Idee. Vielleicht ist das ganze Vegan-Geschrei eine Erfindung der Herrschenden mit drei goodies am Ende. Wir können die Gewalt aufs Fleisch essen schieben und weg vom Kapitalismus, bringen die Menschen dazu Analogkäse und künstliches Fleisch (neueste Erfindung von Wiesenhof) zu essen (den Dreck den man sonst nicht so einfach los würde) und spalten können wir damit die Gesellschaft auch noch. Eine win-win-win-Situation.

    • Das ist ja unglaublich, was einem da an Gewalt entgegen starrt! Arme Menschheit, arme Tierwelt , arme Pflanzenwelt, armer Planet!

    • Und was sich Karl Ess sich – im Gegensatz zu manchen anderen hier – nach meinem Eindruck bewahrt, bzw. erarbeitet hat neben dem Willen zur Wahrhaftigkeit: Agressionslosigkeit – eine ziemlich bedingungslos freundliche Haltung gegenüber seinen Mitmenschen und auch gegenüber der ganzen Welt.

      Dass ich das Bodybuilding völlig überflüssig finde und die Resultate davon alles andere als schön, steht auf einem anderen Blatt. Ich wundere mich immer wieder über den eifrigen Verunstaltungswillen von Menschen im Sinne einer angeblichen Schönheit. Die Frauen treiben es ja fast noch schlimmer mit ihren operativen Brustvergrößerungen.

  15. Diesmal ist mir die Fragetechnik von Ken Jebsen allerdings auch mal ein bisschen auf den Geist gegangen-obwohl ich nach wie vor finde, dass er eine große Interviewer -Begabung hat- zu diktatorisch.

  16. Noch ein wenig unreif, der Herr Ess, aber das war ich in seinem Alter auch.
    Wären seine Obst- und Gemüsesäfte aus Bio-Ware gemacht worden, wäre er bei Ken vielleicht als „Macher“ durchgegangen. Aber so ist es nicht mehr als eine gute Geschäftsidee, die in die Zeit passt.
    Bei 9/11 sehr inkonsequent, also angepasst an das politisch generierte Weltbild. Auch der vegan lebende Opa, der sich in Thailand, oft genug bei Minderjährigen austobt, ist mir unangenehm aufgestoßen. Kann der Herr Ess die Welt verbessern? Ja sicher, er ist und bleibt (wie er sagt),auf der Suche. Solange er nicht findet, wird er die Welt verbessern.

  17. Der junge Mann ist ganz offensichtlich so ein ein Superdynamiker, der die ganze Selbstoptimierungsliteratur verschlungen hat, vom Entrepreneur-Gedanken durchdrungen ist und sich ziemlich ambivalent und undogmatisch zwischen AfD, Libertarismus und der LINKE bewegt und sich hier öfter mal widerspricht.
    Die AfD ist schliesslich neoliberaler als die FDP.

    Seine Haltung zur deutschen Erinnerungskultur finde ich allerdings sehr schlimm und flach.
    Evtl. sollte sich Karl mal fragen, ob für die Kinder und Enkel der Schoahopfer die „Sache“ auch bereits erledigt ist, weil sie ja persönlich nicht verfolgt wurden. Für einen 28-Jährigen sind 70 Jahre vielleicht eine lange Zeit, aber die Nachfahren der Opfer leiden über Generationen.
    Ziemlich empathielos.

    Man merkt ihm im Gespräch an, dass er geistig schon eine ziemliche Entwicklung durchgemacht hat, sich die richtigen Fragen stellt und vor allem sehr ehrlich und undogmatisch daherkommt.
    Eher unüblich ausgeprägt bei solchen Geldleuten ist dann ja schon das soziale Gewissen und Verantwortungsgefühl.

    Auch wenn ich seine Äusserungen teilweise ein bisschen unausgegoren finde – wir brauchen definitiv solche optimistisch eingestellten und undogmatischen Energiemenschen…
    Insofern finde ich diesen Crossover von KenFM mal wieder super, um mit anderen, jüngeren Zielgruppen – wie Karls Fanclub – ins Gespräch zu kommen.
    Gute Strategie…

    • Ich bin aber auch nicht mehr für diese beschränkte „deutsche Schuld-Erinnerungskultur“, sondern vielmehr für eine Planetare Schuld-Erinnerungskultur der Diktatoren- und Kolonialisierungsgeschichte der Menschheit. Ich kann in dem Punkt keine Empathielosigkeit des Herrn Ess finden. Eher in seiner Aussage, dass sein Motiv, vegan zu werden, „ganz egoistisch“ nur mit seinem Gesundheitsbewusstsein zu tun hatte.

  18. Nur mal ne kleine Anmerkung bzgl Mittäter, und das ist man schon wenn man sich dem Finanzsystem hingibt und/oder für diesen Staat brav seine Steuern zahlt. Denn der Grossteil seiner monitär abrechenbaren Leistungen kommt der Maschinerie Turbo-Kapitalismus zu gute und füttert ihn… Ich sage das nur, nicht um zu verurteilen, sondern um ein wenig das Denken darüber anzuregen; vllt als Alternative neue Geschäftsmodelle um das Geld herum entwickeln?

  19. Glyphosat-Demo Berlin, 20.1.18 11h, Washingtonplatz

    Ein bißchen off-topic, aber dann eigentlich auch wieder nicht, da uns vegane Ernährung letztlich nur etwas weniger schnell dahinsiechen und in unseren letzten Tagen etwas weniger aggressiv und geistig dumpf sein läßt – wenn auch das vollständig vergiftet würde:

    „Glyphosat – wir haben es satt!“, tönt es durch Berlin. Tausende Menschen fluten die Straßen, hunderte Trecker fahren auf und eine riesige, tote Biene schwebt in der Luft. Die größte Agrarwende-Demo Deutschlands – das ist unsere Antwort auf Christian Schmidts Glyphosat-Manöver. (Anmerkung von A.S.G: Solche Märchengläubigkeit zeugt von einem Mangel an Durchblick, oder nicht?) Fünf weitere Jahre Glyphosat gehen auf seine Kappe. Wir sind sauer und zeigen das am Samstag in einer Woche, den 20. Januar auf der „Wir haben es satt“-Demo in Berlin.

    Noch können wir Glyphosat ganz aus Deutschland verbannen. CSU-Agrarminister Schmidt hat das Ackergift zwar in Brüssel durchgewunken, aber Deutschland muss noch jedes einzelne glyphosat-haltige Produkt genehmigen. Und die SPD will sogar ganz auf das Pestizid verzichten. (hört hört) Das könnte das Aus für Glyphosat sein, doch wir wissen: Chemiekonzerne wie Bayer oder Monsanto geben alles, um ein nationales Verbot zu verhindern.

    Deswegen müssen wir jetzt noch einmal alles geben: Unseren Protest für eine ökologischere und bäuerliche Landwirtschaft – und ein bundesweites Glyphosat-Verbot – tragen wir in einem breiten Bündnis mitten ins Regierungsviertel. Damit wir gehört werden, müssen wir richtig viele sein. Das klappt nur, wenn Sie, ….. …….. dabei sind.

    Bitte sagen Sie uns jetzt, ob Sie kommen. Das ist sehr wichtig, damit wir die Demo weiter erfolgreich planen können.

    Ort: Berliner Hauptbahnhof, Washingtonplatz, 10557 Berlin

    Zeit: Samstag, 20. Januar 2018, 11 Uhr“

    • Da der Eingangssatz leicht mißverstanden werden könnte: „Be vegan and safe the planet!“
      Da liegt ein klarer Zusammenhang vor.
      Die Weise Suma Ching Hai sagte beispielsweise einmal sinngemäß: Wenn nur zwei Monate lang jeder auf der Welt vegan leben würde, dann würde sich alles ändern. Das ganze Energiefeld der Erde würde sich wandeln. Kriege würden aufhören, das Klima würde sich normalisieren,

      Ein Gedankenspiel zwar, da die Idee völlig unrealistisch erscheint; aber sie deutet auf eine Möglichkeit hin, das Ruder doch noch mal herumzureißen.

    • Für mich ist das schon lange kein Gedankenspiel mehr. Ich bin mittlerweile tief davon überzeugt, dass die ganze Gewalt, die von unserer Spezies ausgeht und uns und unseren Mutterplaneten zerstört, direkt verknüpft ist mit der fälschlicherweise als artgerecht angesehenen blutigen Ernährung. Das ist auch das grundlegende Thema von Will Tuttles Buch: The World Peace Diet/ Ernährung und Bewusstsein. Gandhi: die gewaltsamste Waffe der Welt ist die Ess-Gabel.
      Der klassische Veganer, für den diese Bezeichnung auch erfunden wurde, lebt nicht nur aus gesundheitlichen Gründen so, sondern vor allem aus Mitgefühl mit den Tieren.

    • @Enttäuschung
      … überzeugt, dass die ganze Gewalt … verknüpft ist mit der … blutigen Ernährung.

      Ich esse kein Fleisch, bin aber nicht frei von Gewalt, wenngleich friedliebend.

      Ich weise auch darauf hin, dass Hitler bereits sieben Jahre vor Kriegsausbruch kein Fleisch mehr aß.

    • Karl Ess ist noch jung und will etwas bewegen! Und wer noch nie Fehler gemacht hat, werfe bitte den ersten Stein. Von der Firma Vemma hat er sich schon 2015 distanziert, jedenfalls behauptet das „Bild.de“ http://www.bild.de/byou/2015/energy-drink/abzocke-vemma-42408824.bild.html
      Vielleicht ist ja nicht alles gelogen, was dort zu lesen ist 😊
      Leider ist es eine Illusion, das „klassische“ Veganer friedlicher sind als Omnivoren. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist Colin Goldner https://www.tierbefreiungsoffensive-saar.de/literatur/colin-goldner/ und https://www.antiveganforum.com/wiki/Colin_Goldner
      Goldner ist ein Hetzer gegen alles, was auch nur den Hauch von „Spiritualität“ beinhaltet. Er behauptet, dass die „Neurechten“ die Veganer-Szene unterwandert hat und sie für ihre Zwecke missbraucht.
      Seine Vorträge auf YouTube sind für mich unerträglich! Er mischt Wahrheit und Lügen wild durcheinander…

      Ich selbst lebe vegan, doch nicht, weil ich glaube, dass so die Welt friedlicher wird, sondern weil ich nicht will, dass für meinen Konsum Tiere sterben müssen. Zudem ist es für mich auch ein Beitrag für unsere Umwelt.

      Allerdings ist mir der Frieden viel wichtiger, als die Ernährung anderer Menschen! Und ein Mensch der auf tierische Produkte nicht verzichten will, ist nicht weniger friedlicher als Menschen, die sich entschieden haben, darauf aus ethischen und moralischen Gründen zu verzichten.

      Was mir natürlich auch klar ist, wenn alle Menschen friedlicher werden, doch wir keinen Planeten mehr haben, auf dem wir als „Menschenfamilie“ leben können, nutzt uns auch der Frieden nichts mehr…
      Insofern freue mich über jeden Menschen, der auf tierische Produkte verzichtet, weil das zumindest für unsere Umwelt ein wichtiger Beitrag ist. Also soll der Colin Goldner halt seinen Blödsinn reden, zwar trägt er nicht zum Frieden bei und schafft immer wieder neue Feindbilder, aber für die Umwelt tut er etwas.

    • Zitat von „Name“: „Ich weise auch darauf hin, dass Hitler bereits sieben Jahre vor Kriegsausbruch kein Fleisch mehr aß.“

      Ich bitte um Angabe Ihrer Quelle, damit ich das nachrecherchieren kann. Nach meinem Kenntnisstand war Hitler mindestens bis 1937 Fleischesser.
      Nicht aus ethischen Gründen, denn das widerspräche diametral seinen politischen Handlungen. Bei ihm waren es die gesundheitlichen Gründe. Schließlich kann auch ein skrupelloser Massenmörder die gesundheitlichen Vorteile der fleischfreien Ernährung für sich nutzen.

    • Mamomi: Merken Sie eigentlich gar nicht, wie widersprüchlich Sie immer wieder werden, wenn Sie über Veganismus fabulieren? Ethisch motivierter Veganismus ist die klarste Absage zur Gewalt an sich und zum Missbrauch aller Lebewesen. Wer folgerichtig denkt, schließt daraus, dass die Welt insgesamt in dem Maße gewaltfreier wird, wie diese Art von Veganismus sich ausbreitet. Was ist denn für Sie die Urform von Gewalt?
      Für mich ist es willkürliches, mitleidloses und unbedenkliches Blutvergiessen.

    • Nur mal kurz zur Gewalt:
      Die Anthropologen haben festgestellt, dass die Gewalt erst mit der Sesshaftigkeit anfing, also mit dem BESITZ. Skelette aus Funden vor 10.000 v.Chr. zeigen keinerlei gewalttätige Todesursachen.

      Und ganz allgemein zum Veganismus:
      Ich glaub niemand hat was dagegen, wenn sich Menschen vegan ernähren. Aber dieses ständige „Wissen“, dass durch Fleischkonsum das Böse in die Welt kommt und die mehr oder weniger versteckte Missioniererei bringen gar nichts. Eher das Gegenteil! Es spaltet!

      Und wie wärs mal zur Abwechslung mit Menschenschutz zusätzlich zum Tierschutz? Ich finde wir sollten auch den Menschen diese Aufmerksamkeit zukommen lassen. Nicht mehr und nicht weniger. Und solange Massenmenschhaltung zur Herstellung von Smartphones existiert, möchte ich keinen Veganer mehr sehen und hören, der ein Smartphone in der Tasche hat, vor nem Rechner sitzt, am Verkehr teilnimmt, Kleidung trägt usw.

      Unser KOMPLETTER Lebensstil geht auf Kosten Anderer (Menschen), nicht nur auf Kosten der Tiere!

    • Puuh, da muß ich erst mal tief durchatmen, wegen der Gewalt, die ich durch die vorhergehende Mail aufgenommen habe, bzw. die durch mich durchgeflossen ist beim Lesen der Zeilen von K.

      Es zeigt sich ja leider immer sehr schnell, wer Fleischkonsum verteidigt und also am tötenden Prinzip und der Gewalt in den Ernährungsgewohnheiten festhält.

      Und ich weiß nicht, was ich schlimmer finde: diese weibliche Selbsterregungsoper von K. die leider fast immer mit Absurdität und Unlogik einhergeht (Wenn ich A mache, das erwiesenermaßen schädlich ist, dann darf ich nicht B machen (also vegan machen), das erwiesenermaßen gut ist. Bevor ich nicht heilig über die Erde schwebe, ist es sinnlos, etwas Positives zu tun. Das steckt in der Aussagelogik von K. Nur: wie anfangen? Wo ist der Einstieg?)

      Diese absurde Selbsterregungsoper also oder die männliche Variante, den Konfekt-Konzeptionalismus, den ich bei M. sehe.

      Also wenn ich ein UBoot wäre, das versuchte, Veganismus schlecht zu machen, dann wäre meine glaubwürdigste Methode, der vermutlich am meisten Menschen auf den Leim gehen, genau das, was eine Kommentatorin hier macht: Ich behaupte, daß ich aus Tierliebe vegan lebe, und im gleichen Atemzug prangere ich Menschen an, die Veganer sind, aber ganz schlimme Dinge getan oder gesagt oder geschrieben haben. Ganz dreist wird es, wenn diejenige, die einen Menschen dafür kritisiert, daß er sich gegen Spiritualität ausspreche, wenn sich jene also zuvor – und noch nachlesbar in diesem Forum – als Atheistin geoutet hatte.

      Leut, Leut, Leut …..
      (Sollte ich mich im zweiten Fall übrigens geirrt haben, dann gleich vorab meine Entschuldigung. War nur so ne Idee…..)

    • Außerdem: Be vegan, make peace and save the planet.
      (Save, nicht safe, wie oben fälschlicherweise geschrieben.)

    • Leider wird in dem Video, zu dem ich per Link hingewiesen habe, und das vielleicht in diesem Moment noch nicht angezeigt wird, CO2 als Hauptursache für den Klimawandel angesehen. Und eine der Sprecherinnen ist sogar mit oder beim IIPC aktiv gewesen, den Erfindern dieser Mär zusammen mit Al Gore. Es ist schlimm, daß sogar auf diesem Video die CO2-Lüge weiterverbreitet wird und ich bereue, ehrlich gesagt, diesen Link gepostet zu haben, bevor ich es mir ansah.
      Dennoch: nur weil dieser eine Teil mit Gewißheit falsch ist, bedeutet das ja noch nicht, daß alles andere, was gesagt wird, ebenfalls falsch ist.
      Manchmal muß man die Menschen auch dort abholen, wo sie stehen. Und das CO2-Märchen ist uns ja dermaßen eingeimpft worden, daß man vermutlich schwerlich gleich mit Rosalie Bertell kommen kann.

    • Na lieber Andreas 🙂
      getroffene Hunde bellen und mit Ubooten kennste dich ja aus, gell?

      Richtig lesen hätte geholfen. Ich will Euch Euren Veganismus nicht schlecht reden und die „Gewalt“, die dich zum Durchatmen animiert hat, haste dir schlicht eingebildet. Ich hab lediglich die MISSIONIEREREI satt. Nicht der Kapitalismus ist verantwortlich für die Gewalt auf der Erde, sondern die Fleischesser. *gröhl*

    • Eigentlich halte ich mich mittlerweile aus all diesen Diskussionen rund um die Themen Tierschutz und Veganismus weitgehend zurück, da ich in vielen Jahren größtenteils auf Unverständnis oder Ignoranz in Form von Provokationen dümmlichster Art gestoßen bin, die eine wirkliche Diskussion meinst a priori unmöglich machen. Da wird Toleranz für die „persönliche Entscheidung Fleisch zu essen“ eingefordert, da wird darauf verwiesen, dass auch „Pflanzen Gefühle hätten“ (ein Grund mehr, keine Tiere zu essen, aber dazu reicht das logische Denkvermögen meist nicht), und da kommt fast automatisch der als Vorwurf gemeinte Satz: „Denkt doch lieber an die Menschen – wahlweise Kinder!“

      Das ist, wie zu sagen „Ich interessiere mich nicht für Tiere, weil es wichtiger ist, dass man sich um die Probleme der Menschen kümmert“, so als ob Ersteres automatisch Letzteres ausschließen würde…!

      Allerdings sind diejenigen, die derartige Standpunkte vertreten, gerade die, die üblicherweise keinerlei Beitrag leisten, weder für Tiere, noch für Menschen! Als ob wir uns nicht auch für die Probleme unserer Spezies interessieren würden … Als ob wir unsere menschlichen Ressourcen nur zum Nutzen der Tiere einsetzen würden; als ob es nicht möglich (und wünschenswert) wäre, sich um die einen wie um die anderen zu kümmern!

      Haben etwa herausragende Persönlichkeiten der Geschichte, wie Franz von Assisi, Albert Schweitzer, Leonardo da Vicni, Pythagoras, Schopenhauer, Gandhi, Einstein, Edison, ecc., die Liebe und Respekt für Tiere gefordert hatten, etwa in irgendeiner Weise die Interessen der Menschen außer Acht gelassen? Was aber bringt uns dazu zu denken, dass die Probleme der Menschen wichtiger seien, als die Probleme der Tiere? Unser Ethikverständnis zwingt uns zu handeln, zu helfen und zwar nicht aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Spezies, sondern aufgrund des Ausmaßes an Ungerechtigkeit und Schmerz, das die Opfer erdulden müssen.

      Jeder findet einen Grund, der seiner Sichtweise und der Sensibilität seines Gewissens entspricht.
      Andernfalls gäbe es keinen Grund für das Bestehen all jener Organisationen von Freiwilligen, die nicht unmittelbar für die Verteidigung der Menschen arbeiten. Die Logik der Prioritäten würde die Lösung des Problems der Tiere der Lösung sämtlicher menschlicher Probleme unterordnen, was bedeuten würde, dass es niemals gelöst werden würde.

      Wir kümmern uns um Tiere, weil es nicht darum geht, einige wenige fühlende Wesen zu verteidigen, sondern Milliarden von Geschöpfen, die seit Jahrtausenden auf verschiedenste Weise von einem winzigen und gleichzeitig unvergleichlich grausamen Teil der Schöpfung misshandelt werden;
      Wir kümmern uns um Tiere, weil es bereits ein ganzes Heer von Menschen gibt, die sich umfassend um die Belange der Menschen kümmern;
      weil die Tiere keine Stimme haben, um der Welt ihren Schmerz und die Ungerechtigkeit ins Gesicht zu schreien, die sie ertragen müssen;
      weil, auch wenn Menschen manchmal unschuldig sind, Tiere sind es immer!

      Gerade heute wurde dieser letzte Satz wieder brutal bestätigt: https://www.peta.de/wolle-australien-2017#thx
      Wer danach immer noch fähig ist, ein „Aber …“ über die Lippen zu bringen, um sein Konsumverhalten zu rechtfertigen … also, ich kann es nicht … definitiv nicht.

      Was die schonungslose Darstellung von Fakten mit „missionieren“ zu tun hat, erschließt sich mir nicht.
      Selbstverständlich sind Veganer per se nicht die „besseren Menschen“, aber sie TUN wenigstens etwas. Dass die zunehmende Zahl von Veganern eine Wirkung hat, kann man jeden Tag bei Aldi, Edeka, Lidl und all den anderen Supermärkten bestaunen, die ihr Sortiment stetig um vegane Artikel erweitern – sicher nicht, weil sie plötzlich ihr Herz für Tiere entdeckt hätten. Aber da entdeckt der Fleischesser doch glatt das Haar in der Suppe: Oh, wie furchtbar, Analogkäse! Abgesehen davon, dass der auf den meisten Fertigpizzen verwendet wird (also auf den nicht-veganen!), ist niemand gezwungen, derartig stark verarbeitete Produkte zu kaufen – Veganer nicht und Allesesser auch nicht. Und wo bleibt eigentlich die entsprechende Skepsis und Kritik bei nicht-veganen Fertigprodukten und den Schweinereien (im Wortsinne!), die darin verarbeitet wurden?? Ich denke da nur an Gelatine (iiiiiiehhhhh!).

      Wenn es um vegane Ernährung geht, sind plötzlich alle Experten in Sachen „Gesund“ oder „Nicht gesund“, wobei sie das (meistens) bisher nicht die Bohne interessiert hat … Ach, was reg‘ ich mich auf?!

      In Anerkenntnis der Tatsache, dass ich nicht immer alles „richtig“ machen kann, dass ich bei allem guten Willen, mittelbar mit verantwortlich bin für Leid, versuche ich, nach dem Motto zu leben: Vermeiden des Vermeidbaren und da bewirken Veganer jeden Tag schlicht und einfach mehr als die meisten Nicht-Veganer.

      Gute Nacht
      Heike

    • Liebe Heike! Vielen Dank wieder einmal für eine Deiner klugen und kenntnisreichen Ausführungen! Lass doch Deine Stimme bitte immer wieder ertönen! Wir, die wir an dieser unbeschreiblichen Ungerechtigkeit gegenüber unseren empfindsamen, unschuldigen Mit-Lebewesen tagtäglich genauso leiden, wie Du und eben gerade auch die genannten, brauchen gerade solche Stimmen wie Deine! Alles Gute Dir!

    • Möchtest Du denn, dass die Dummheit weiter regiert und die Unwissenheit und die Verdrehung der Wirklichkeit, wie sie diese Leute betreiben?

    • Vegan4Life

      Auch hier hätte LESEN geholfen.
      Ich habe deutlich geschrieben AUCH Menschenschutz. Nicht Menschen statt Tiere, sondern beide Spezies!!!

      Welchen Teil von dem Wort „Missioniererei“ kann man nicht verstehen? Ich wehre mich dagegen, dass die Veganer sich als gewaltlos hinstellen und den Fleischkonsum mit der Gewalt auf der Welt verknüpfen. Aber wie gesagt, es ist ne Religion und an den Reaktionen merkt man, wie verbohrt Veganismus die Menschen macht.

      Ganz einfacher Tipp: Wenn Ihr angreift, müsst Ihr mit den Reaktionen auch leben lernen.

    • Hallo „Enttäuschung“ – danke für Deine aufbauende Antwort!

      So ganz aufgegeben habe ich ja noch nicht, auch wenn ich zugeben muss, dass die Frustrationsgrenze stetig sinkt – in jeder Hinsicht, nicht nur beim Thema Tierschutz. Als ich unter der Tagesdosis vom 4.1.2018 den Link zu einer Dokumentation über Amazon-User und „Alexa“ fand, die ich mir auch angesehen habe, war ich versucht zu denken „Das hat alles keinen Zweck, das wird nichts mehr“ – Woher soll man auch angesichts solch unfassbarer Dummheit noch die Zuversicht nehmen, dass hier ein positiver Wandel stattfinden könnte?

      @ Kristana
      Der Sinn Deines Einwands

      Ich habe deutlich geschrieben AUCH Menschenschutz. Nicht Menschen statt Tiere, sondern beide Spezies!!!
      ist mir nicht klar. Wenn Du neben den Menschen auch die Tiere schützen willst, wäre es interessant zu erfahren, wie Du Letzteres konkret machst – irgendwie will sich mir nicht erschließen, wie man Tiere durch deren Ausbeutung, Verzehr und Verarbeitung zu Kleidungsstücken oder Gebrauchsgegenständen „schützt“, aber das wirst Du mir jetzt sicher erklären können…

      Den dezenten Hinweis „LESEN hätte geholfen“ darf ich an dieser Stelle zurückgeben, wobei ich mich auf meine Aussage beziehe, dass „Veganer nicht per se die besseren Menschen“ seien und dass sie, wie alle Menschen, Fehler machen, die teils auch bei allem guten Wollen unvermeidbar sind, aber dann wird natürlich im gleichen Atemzug wieder die „Religion“ bemüht – na ja, wenn man sonst keine Argumente hat, dann muss eben ein Totschlagargument her (nach dem bewährten Muster: Verschwörungstheorie, Fanatismus, Dogma u. ä. mehr).

      Um es mir etwas leichter zu machen, krame ich mal meine zu diesem Thema bereits früher geschriebene Antwort hervor und poste sie hier erneut (wie in meinem Eingangspost schon erwähnt: Man wird es irgendwann leid, immer und immer wieder mit denselben Plattitüden konfrontiert zu werden und immer und immer wieder dieselben Antworten geben zu müssen):

      Das mit dem Dogma ist auch wieder so ein Totschlagargument, gerne werden auch die Begriffe „fanatisch“ und „extrem“ verwendet, wo doch eigentlich – so sehe ich das – die Vokabel „konsequent“ viel angebrachter wäre. Veganer haben einen Missstand erkannt und handeln konsequent, ohne faule Kompromisse. Was daran soll eigentlich falsch sein?

      Sobald es um das Thema „Veganismus“ geht, wird den Vertretern dieser Weltanschauung (es geht ja nicht nur um Ernährung) regelmäßig und vorhersehbar Dogmatismus, wahlweise religiöse Ideologieverbreitung und Fundamentalismus vorgeworfen. Eigentlich erstaunlich, dass hingegen die Ansichten der „Fleischesser-Fraktion“ allgemein als undogmatisch und ideologiefrei bewertet werden… Nicht selten ist „undogmatisch“ nur ein beschönigender Ausdruck für „willkürlich“, „inkonsequent“ und „gleichgültig“.

      Dazu noch Folgendes: Die meisten Menschen finden es bewundernswert, wenn andere sich konsequent und engagiert gegen Ungerechtigkeit und Gewalt engagieren, es sei denn man fordert diese Gerechtigkeit nicht nur für Menschen ein, sondern auch für die empfindungsfähigen Lebewesen, die andere Menschen gerne essen und nutzen wollen. Da ist man dann schnell dabei, diese Forderung als blind-religiös oder eben als dogmatisch zu verunglimpfen.

      Selbstverständlich ist es kritikwürdig, ohne gute Begründung auf einer Ansicht zu beharren, aber der Begriff Dogma wird – ähnlich wie „Verschwörungstheoretiker“ – gerne als Kampfbegriff gegen Überzeugungen verwendet, die unbequem sind. Damit kann man Ansichten, mit denen man sich ansonsten auseinandersetzen müsste, und die die eigenen Überzeugungen in Frage stellen, für die man womöglich keine wirklichen Argumente hat, einfach als „Religion“ bezeichnen, um sie damit beliebig zu machen und abzuwerten und die Vertreter dieser Ansichten in die fundamentalistische Ecke zu stellen.

      Wenn jemand keine Tierprodukte konsumiert, weil die Großeltern und Eltern es nicht taten und weil alle anderen es auch nicht tun und es schon immer so war, und weil es normal ist, und wenn er diese Haltung unhinterfragt übernimmt, dann könnte man das eventuell als Dogma bezeichnen, nur ist das bei den wenigsten Veganern der Fall, dafür aber bei praktisch allen Fleischessern.

      Das Festhalten an einer Überzeugung, die man vernünftig anhand von klar nachvollziehbaren Kriterien erläutern, verteidigen und begründen kann, ist kein Dogmatismus.

      Die Forderung, dass es in der Kantine jeden Tag Fleisch geben müsse, könnte man viel eher als dogmatisch bezeichnen, vor allem angesichts der Empörung, die die versuchte Einführung eines FREIWILLIGEN Veggiedays hervorgerufen hatte ….

      Es ist kaum möglich, ein Leben zu führen, ohne auf irgendeine Weise Schaden anzurichten; es liegt aber ein großer Unterschied darin, ob wir bei der Überquerung einer Wiese versehentlich auf einen Käfer treten oder eine Gans wochenlang mästen, um sie dann zu Weihnachten bewusst zu schlachten. Absichtliche Tierquälerei ist absolut inakzeptabel, da sie vermieden werden kann. Veganer behaupten nicht, perfekt zu sein – sie wenden ihre Ethik einfach auf andere Tiere an, ohne künstlich eine Grenze zu ziehen. Einem Ideal kann man sich zumindest annähern, anstatt es gar nicht erst zu versuchen.

      Insofern ist eine vermeintliche Toleranz, die von Fleischessern immer wieder gefordert wird, m. E. nur mangelnde Konsequenz. In meinem Verständnis hat der Begriff „Toleranz“ da nichts verloren, wo es um „Leben oder Tod“ geht – beim Menschen so wenig wie beim Tier. Hier gibt es nur Entscheidungen, Toleranz ist hier fehl am Platze, zumal dieses Wort – Toleranz – vom Lateinischen „tolerare“ stammt (= dulden, ertragen). Man kann leicht tolerant sein, wenn diejenigen, die die sich aus dieser Toleranz ergebenen Folgen „ertragen“ müssen, die anderen sind …

      Heike

    • Sorry für das merkwürdige Format – da ist mit der Formatierung etwas schief gegangen, aber der Sinn sollte dennoch klar werden, hoffe ich.

    • Oh ja, der Sinn muß ganz einfach jedem klar werden, der noch bei klarem Verstand ist.
      Ich danke Ihnen, Heike, von Herzen.
      Angi K. wies auf dem Thread „Die Würde der Tiere“ auf einen Vortrag von Martin Balluch hin.
      https://www.youtube.com/watch?v=–WicQMWVaE
      Sehr empfehlenswert, da ein philosophie-geschichtlicher Hintergrund präsentiert wird, vor dem zu verstehen ist, warum der Mensch sich so exeptionalistisch gegenüber anderem Leben auf dem Planeten verhält.

      (Den USA kreiden wir das als informierte KenFM-User ja gerne an, den sogenannten Exeptionalismus, der sich nicht rechtfertigen muß, der sich nicht an völkerrechtliche Vereinbarungen und Verträge hält, sondern immer das tut, was ihm selbst gerade in den Kram paßt, auch wenn er dabei über Leichen geht. Eine höchst selbstsüchtige, im Grunde absolutistische Position, die jeder hier leicht im amerikanischen Neoliberalismus identifzieren kann. Warum nehmen wir unseren eigenen Exeptionalismus (und Neoliberalismus) den Tieren gegenüber aber nicht wahr?)

    • Vegan4Life

      Willst du mich eigentlich absichtlich falsch verstehen? Von Dogma hab ich mal gar nichts geschrieben. Und der Begriff „Religion“ fiel im Zusammenhang mit Missionieren. Ich hab weder was gegen Eure Ernährungsgewohnheiten, noch möchte ich sie euch ausreden. Im Gegenteil!!! Ich finde das sogar cool!!!

      Aber ich lasse mich nicht als „gewalttätig“ hinstellen, nur weil ich eben einen anderen Lebensstil favorisiere. Ich greife z.B. niemanden an, der Procter&Gamble Produkte konsumiert. Auch wenn ich selbst seit 20 Jahren einen großen Bogen um deren Sachen mache, weil ich mit denen gearbeitet hab und deshalb genau weiß, wie sie die Menschen behandeln. Aber ich käme nie auf die Idee zu behaupten, wer P&G kauft, unterstützt Sklaverei, Gewalt und Steuerhinterziehung auf der Welt.

      Macht euch mal klar, dass für Eure seltenen Erden in den PCs/Laptops/Smartphones ein unfassbares Leid der Menschen in Kauf genommen wird. Das soll dann aber keine Rolle spielen, oder wie? Ich hab z.B. genau aus diesem Grund kein Smartie und mein Rechner ist 10 Jahre alt. Aber weil ich Fleisch esse, bin ich böse. Hä???

      Mich stört der ANGRIFF und die Arroganz des Alleinseligmachenden, den die Veganer praktizieren. Deshalb dieser Aufruf AUCH zum Schutz der Menschen.
      Ihr schützt Tiere, ich schütze Menschen, der nächste macht was anderes, um die Welt schöner zu machen. Meine Freundin z.B. arbeitet ehrenamtlich im Tierheim, isst aber Fleisch und soll sich dann sagen lassen, sie würde lügen, wenn sie sagt, dass sie Tiere mag?

      Und abschließend… Sowohl Enttäuschung, als auch Andreas wissen z.B. beide, dass ich nur Bio-Rind vom Bauern um die Ecke kaufe. Ja die Kuh hieß gestern noch Gundula und war glücklich auf ihrer Wiese. Und dann muss ich mich beschimpfen lassen als Lügnerin, Tierhasserin und Gewalttätige? Nicht euer Ernst…

    • Kristana

      Nein, durchaus nicht. Warum sollte ich? Stimmt, Du hast nicht von Dogma gesprochen, aber von Religion, was semantisch in diesem Kontext so ziemlich auf dasselbe hinausläuft. Wollen wir aber streng bei den Begriffen bleiben, dann ist die Bezeichnung „Religion“ für Veganismus gänzlich abwegig, bedingt Religion schließlich per definitionem den Glauben an etwas Überirdisches, während es beim Veganismus um harte, unwiderlegbare Fakten geht, die mit Glauben nicht das Geringste zu tun haben. Insofern hatte ich mir die interpretatorische Freiheit genommen, Deine „Religion“ mit „Dogma“ gleich zu setzen.

      Es ist schön, dass Du Veganismus im Grund gut oder – wie Du schreibst „cool“ – findest. Gleichzeitig verstehe ich dann nicht, warum Du es nicht einfach machst!? Warum Du stattdessen einen „anderen Lebensstil favorisierst“ ??? Einen Lebensstil also, der unweigerlich mit Leid und Gewalt verbunden ist, einen Lebensstil, den Du einfach nur favorisierst (warum auch immer) und also ganz einfach ändern könntest? Versteh‘ ich nicht …

      Es geht auch nicht darum, aufzurechnen, wer hier was tut. Den Gebrauch von PC und Smartphone (für manch Einen beruflich unerlässlich) mit dem vermeidbaren Genuss von Fleisch und Milchprodukten zu vergleichen, ähnelt dem berühmten Vergleich von Birnen mit Äpfeln – er bringt nix. Zu vergleichen ist der Wert bzw. der Nutzen von „Vegan“ versus „Nicht vegan“. Punkt. Es ist aus meiner Sicht auch nicht zulässig zu sagen: Also ich verzichte schon mal auf’s Autofahren, dafür darf ich dann getrost weiter Fleisch essen. Neee, oder?

      Es lag übrigens nicht in meiner Absicht, per se alle Nicht-Veganer als gewalttätig und alle Veganer als gewaltlos zu bezeichnen. Das ist dummes Zeug. Ich lebe seit rd. 20 Jahren vegan, habe aber dennoch meine Wut, meinen Zorn und bin keineswegs „heilig“. Es lässt sich aber schwerlich leugnen, dass für die nicht vegane Lebensweise ein Höchstmaß an Gewalt zur Anwendung kommt und dass eine Welt, in der pflanzliche Nahrung die Norm wäre, mit absoluter Sicherheit eine friedlichere Welt wäre – meinst Du nicht?

      Kommen wir zu Deinem „Bio-Argument“:
      98% allen Fleisches kommt aus der Massentierhaltung. Das ist ein Fakt. Aber als Veganer trifft man seltsamerweise immer nur auf die 2%, die nur Bio kaufen, nur ganz wenig Fleisch essen und auch nur vom Metzger an der Ecke, wo sie sich persönlich davon überzeugen, dass es den Tieren gut geht. An der Massentierhaltung sind halt immer nur die anderen schuld, die anderen nicht so „bewussten“ Fleischesser, die Regierung, die das zulässt, die Discounter oder der Kapitalismus an sich.

      Auch Biofleisch stammt von vorsätzlich getöteten, hilflosen, leidensfähigen Lebewesen. Auch die bio-eingesperrten und bio-ausgenutzten Tiere werden nicht nur „ein bisschen getötet“. Bei Tieren ist „Bio“ nicht mehr als ein Label zur Gewissensberuhigung, denn das Leid, das die Tiere in ihrem viel zu kurzen Leben vor ihrer gewaltsamen Tötung erdulden müssen, ist kaum von dem ihrer konventionell gehaltenen Artgenossen zu unterscheiden. Die Schlachtung am Ende ist identisch. Es ist eine Illusion, dass Bio gleichbedeutend mit einem „freien“ und „idyllischen“ Tierleben sei, wie das so schön in der Werbung dargestellt wird.

      Auch Biotiere bekommen einen Bolzenschuss ins Hirn und werden dann zum Ausbluten aufgeschlitzt. Übrigens kann jedes Lebewesen nur bei schlagendem Herzen, sprich: LEBENDIG ausbluten, das Herz muss das Blut aus dem Körper pumpen!!

      Da wird einfach zu kurz gedacht: vielen Menschen reicht es offenbar aus, theoretisch ihr Fleisch bei einem theoretischen Vertrauensmetzger kaufen zu können, wo man theoretisch nachfragen könnte, wie es denn dem Gehackten früher so ging, um damit zu argumentieren und sich womöglich selbst einzureden, dass man das praktisch auch immer so tut.

      Du schreibst, dass Du NUR Biofleisch kaufst. Prüfen kann ich das nicht, will ich auch nicht, allein, mir fehlt der Glaube. Also nicht mal eben einen Döner am Imbiss an der Ecke, die Einladung bei Freunden, die vielleicht nicht so konsequent sind, das Essen in der Kantine, usw.?? Was ist mit den Eiern in Teigwaren (garantiert aus Legebatterien)? Wie auch immer, wie schon oben ausgeführt, ist das Leben sogenannter Biotiere nicht wirklich anders als das der konventionell gequälten Tiere und ihr Tod schon gar nicht, insofern macht es eh keinen wirklichen Unterschied. Die Endstation im Schlachthof ist für alle Tiere gleich und dort wird nicht danach unterschieden, ob sie von einem eventuell besseren Leben auf einem Demeter-Hof kommen (auch hier sind Zweifel mehr als berechtigt. Dass es immer wieder Vorzeigehöfe und Alibivideos gibt, sollte doch hoffentlich bekannt sein).

      Jedes Tier versteht selbstverständlich, was auf es zukommt, allein die Schreie und das Blut der Artgenossen – dass hier Stresshormone im Spiel sind, dass diese Tiere Todesangst haben, kann nur jemand leugnen, der es sich wirklich schönreden muss, weil er vielleicht zu schwach ist, das Offensichtliche zu erkennen und die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen.

      Und nochmals: Es geht nicht darum, besser zu sein, sondern darum, besser zu handeln!

      Ist aber eine vegane Lebensweise besser und macht sie denjenigen, der sich dafür entscheidet, zu einem besseren Menschen als er es vorher war? Eindeutig: JA!

      Betrachten wir das Ganze vom Standpunkt einer nicht-wertenden Logik: Der Veganer gibt sich selbst und anderen bewussten Lebewesen einen moralischen Wert, der Fleischesser gibt nur seiner eigenen Spezies und vielleicht noch seinen Haustieren einen moralischen Wert und damit handelt der Veganer objektiv betrachtet logisch konsequent und der Fleischesser nicht.
      Wer also selbst nicht bereit ist, sich für triviale Zwecke töten zu lassen und gleichzeitig nicht bewusst vegan lebt, der lebt entweder unbewusst oder bewusst unlogisch.
      Klar soweit?

      Ja, es gibt unzählige, schwergewichtige Probleme in unserer Zeit, die meisten davon werden wir vielleicht auch nicht lösen, aber dieses hier, dazu kann jeder jetzt und sofort einen spürbaren Beitrag leisten, indem er sich einfach weigert, weiterhin Teil dieses Problems zu sein. Einfach machen, es kostet nichts und man muss sich beim Essen nicht länger fragen, wie das, was auf dem Teller liegt, wohl gestorben ist …

      Heike

    • Liebe Heike! Du verstehst es unglaublich gut, Klarheit und Ordnung in unlogische Argumentationslinien zu bringen! Das bewundere ich immer wieder. Du fragst hier Kristana einfach mal: „Wenn Du es cool findest, warum machst Du es dann nicht? Verstehe ich nicht“. Das ist genau das, was ich auch immer nicht verstehe. Und ich möchte es doch so gern verstehen. Man kommt glaub ich immer am besten hinter alles dahinter durch Selbstreflexion. Und wenn ich da Unlogik in meinem eigenen Handeln entdecke, dann werde ich auch fündig-in einem anderen Bereich, aber man kann es trotzdem vergleichen. Ich schaffe es z.B. immer noch nicht, in meiner Wohnung Ordnung zu schaffen, obwohl ich selbst schon fast mein Leben daran leide. Da könnte man genauso fragen: Wenn Du Ordnung cool findest, warum schaffst Du sie Dir denn dann nicht? Gut, ich gebe, im Gegensatz zu den meisten Tierevertilgern zu, dass dies ein großer Fehler bei mir ist und das ist, so hoffe ich, der erste Schritt. Man sagt ja: Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. Und ich habe ja auch den notwendigen Leidensdruck zur Veränderung, denn ich lebe ständig in einem mehr oder weniger starken Horror-Zustand davor, dass ich plötzlich unerwartet Besuch kriegen könnte, zum Beispiel. Und wenn das ganz selten mal geschah, dann musste ich mich immer nachhaltig schämen. Es ist also erst mal klar, dass lange eingeübte Verhaltensmuster – bei mir das Nicht-genügend Aufräumen- sehr sehr schwer zu durchbrechen sind. Es gilt, sich und sein Leben zu erforschen, woher diese verkehrten Verhaltensmuster kommen. Da habe ich vor vielen Jahren einmal ein Erlebnis gehabt, was mir ein wenig die Augen geöffnet hat. Ich spürte nämlich eines Tages, nachdem ich mich unter Aufbietung übergroßer Willenskraft dazu gezwungen hatte, aufzustehen und an das Verhasste Aufräumen zu gehen, einen starken Seelenschmerz und musste sogar weinen. Seitdem ist mir klar geworden, dass meine Unfähigkeit zum Ordnung schaffen zum größten Teil auf eine verkehrte Erziehung zur Ordnung zurückzuführen ist. Ich kannte nämlich die Aufforderung zum Ordnung machen immer nur in Kombination mit niederschmetternder Schuldzuweisung meiner Mutter. Deshalb muss sich bei mir mit der Zeit eine immer dicker werdende Mauer an Widerstand gegen das Aufräumen herausgebildet haben. Dies ist mein eigenes Problem und ich kann es nur -und am besten- selber wieder auflösen.
      Das Tiere-Vernutzen ist allerdings ein kollektives, über viele Jahrtausende eingeübtes Fehlverhalten der größten Teile der Menschheit, so dass die meisten der Tiervernutzer glauben, es sei „schon immer“ so gewesen und müsse deshalb zwangsläufig richtig sein und „was die meisten tun, kann ja wohl nicht verkehrt sein“.
      Was hierbei gefragt ist, ist wiederum eine individuelle Selbstreflexion jedes einzelnen Menschen. Ein ehrliches Bemühen um das Erkennen aller Zusammenhänge des Lebens. Die Menschen brauchen sich ja nur die einfache Frage stellen, warum denn der Planet von uns Menschen derart zugrunde gerichtet wurde, wenn immer alles richtig gewesen sein soll, was die Mehrheit getan hat, wie die Mehrheit gelebt, geglaubt und sich ernährt hat.
      Da muss man ja doch zu dem Resultat kommen, dass die Mehrheit da grundlegend etwas verkehrt gemacht haben muss, dass unsere Zivilisation(eine patriarchale Hirtenkultur)im Grunde auf tönernen Füßen steht. Es gilt nicht, hier oder da etwas zu verbessern, sondern es gilt, die eingefahrenen Traditionen, die Sitten und Bräuche zu hinterfragen. Wer sich damit – in Kombination mit tief greifender Selbstreflexion-aufrichtig befasst, kann eigentlich nur zu dem Resultat kommen, dass es die Gewalt ist, die von der Menschheit ausgegangen ist und die damit einher gehende Missachtung des Lebens an sich. Der Glaube, unsere Spezies habe das Recht(„macht Euch die Erde untertan“), alles und jedes in der Welt für sich zu vernutzen- und nicht etwa die Pflicht, aus Dankbarkeit für das eigene Leben, das ja einzig und allein diese Erde mit ihren natürlichen lebenserhaltenden Systemen hervorgebracht hat, alles andere genauso zu achten und zu pflegen, wie sich selbst. Unsere Ernährung spielt dabei die zentrale Rolle.
      Nichts beeinflusst uns seelisch und körperlich stärker als unsere Ernährung. Und die meisten Menschen sind sich wohl immer noch nicht klar darüber, was das mit der Psyche macht, wenn die Ernährung traditionell -und somit in den Köpfen der Mehrheit- direkt mit Unterdrückung, Qual und Mord an Wehrlosen tagtäglich zusammenhängt. Ich frage mich, warum sich nicht schon längst die Psychologie- die moderne Hirnforschung, z.B. anhand von Computertomographie, nicht durch Tierversuche- wissenschaftlich damit befasst hat. Das ist mal dringend an der Zeit! Sie konnte ja sogar schon feststellen, wie sich z.B. permanentes Lügen auf die Hirnstruktur auswirkt. Warum gibt es noch keine Vergleichsstudien zwischen Hirnen von Pflanzenessern und denen von Tiervertilgern? Am Äusseren kann man ja z.B. den Unterschied schon sehr deutlich erkennen. Veganer haben z.B. kein Übergewicht, tragen keine „Speckmaske“ auf dem Gesicht und haben auch im Alter noch einen erkennbaren Hals. Sie haben auch keine fettig glänzende, großporige Haut mit Mitessern. Ist das eigentlich nicht schon deutlich genug? Permanente Gesichtsröte wegen Bluthochdruch und Kurzatmitkeit gibt es bei Veganern auch nicht. Wieviel sichtbaren Beweise dafür, welches die richtige Ernährung für Menschen ist, soll es denn noch geben? Kuckt Euch nur mal den Ess an.

    • Kristana schreibt: Meine Freundin arbeitet im Tierheim und isst Fleisch und soll sich dann sagen lassen, dass sie keine Tiere mag?

      Das erinnert mich an ein Erlebnis aus meiner Jugend in den 1970er Jahren. Da hatte ich die ersten Fotos aus einer Hähnchemastanlage gesehen -und damit einen Blick in die Hölle getan. Hahnchen, die ich bis dahin sogar oft und gern gegessen hatte, waren seit diesem Moment an für mich tabu. Aber ich war immer noch so stark verstrickt in das gesellschaftliche Verhaltensmuster, dass ich erst mal noch gar nicht auf die Idee kam, überhaupt kein Fleisch mehr zu essen, geschweige denn auf Eier und Milchprodukte zu verzichten. So kauften wir dann nur noch Fleisch von Tieren, von denen wir uns einbildeten, sie hätten ein gutes Leben gehabt und ein leichtes Sterben. Also Wild und Fisch. Für mich waren damals die Tierversuche das Allerschlimmste und ich hatte mich voll als Aktivistin dagegen engagiert. Telefonierte deshalb überall herum, betreute eine „Katzenwohnung“ und nahm an jeder Demo gegen Tierversuche teil, organisierte sogar mit anderen eigene Demos. Einmal sind wir mit Kunstblut-bespritzten weißen Kitteln über den Ku-Damm in Berlin gezogen und in die Kaffees rein und an die erschrockenen Kuchenvertilger Prospekte mit den Wahrheiten über Tierversuche verteilt mit den schrecklichen Fotos und Beschreibungen. Aber eines Tages telefonierte ich mit einer älteren Tierschützerin, die genauso aktiv gegen Tierversuche arbeitete, wie ich und erzählte ihr, dass ich noch Fleisch esse. Da sagte sie: „Was, sie arbeiten für den Tierschutz und essen noch Fleisch?“ Da musste ich erst einmal schlucken und war schon fast beleidigt, dass mein Engagement für die geliebten Tiere so herunter gewürdigt wurde, wie ich meinte. Später habe ich dann natürlich verstanden und war ihr nur noch dankbar dafür. Und dann erfuhr ich, dass auch Wild und Fische kein gutes Leben gehabt haben mussten und definitiv nicht Schmerz-und Qual-los gestorben sind. Und dass wir von Natur aus gar nicht für die Ernahrung zu tierlicher Nahrung ausgestattet sind, sondern organisch zu der Gattung der „Frucht-und Blatt-Esser“ gehören, wie die Menschenaffen, erfuhr ich dann auch. Mit Fleisch war dann 100% Schluss bei mir, lebte aber trotzdem noch nur „vegetarisch“. Das Wort „vegan“ kannte man da bei uns noch gar nicht. Erst nach der Tschernobyl -Katastrophe, als es hieß, dass auch Milch kontaminiert sei und als ich in einem Bio-Laden eine Broschüre fand, in der beschrieben war, wie grausam die neugeborenen Kälbchen ihren armen Müttern weggenommen werden und dass beide oft noch lange nacheinander rufen, begriff ich, dass auch das Milchtrinken genauso pervers ist, wie das Fleisch-Essen und trank keine Milch mehr. Aber inkonsequenterweise aß ich dann immer noch Bio-Eier und Bio-Käse, wenn ich bei letzterem auch darauf achtete, dass er nicht mit Kälberlab gemacht war, sondern mit pflanzlichem. Wie grausam die Gewinnung von Kälberlab vor sich geht, wusste ich auch schon. Dass ich dann endlich vegan wurde, verdanke ich allen anderen im Tierschutz und in der echten Ernährungswissenschaft engagierten Menschen, die schon noch mehr wussten, als ich.

      Ich erzähle das alles, um klarzustellen, wie fest wir seit langer Zeit und durch unsere Erziehung eingebunden sind in die Tradition der Tiervernutzerei. Aber heute durch das Internet geht Information viel schneller. Jeder user kann heute, wenn er ernsthaft am Wohl der Tiere interessiert ist, wissen, was überall wirklich mit ihnen geschieht. Da gibt es die Ausrede, man habe es nicht gewusst, nicht mehr. Ich verstehe das auch gut, dass heute viele junge Menschen von einem Tag auf den anderen vegan werden. Ich wäre sicher unter ihnen, wenn ich jünger wäre. Warum es heute immer noch so viele Menschen gibt, die glauben, Tiere zu lieben, sich aber trotzdem an ihrer Vernutzung und Vernichtung und Entwürdigung beteiligen, verstehe ich immer noch nicht ganz. Das ist ein gesellschaftliches Problem. Sie trauen sich wohl nicht aus der Masse und aus ihrem Umfeld heraus. Da kann ich nur sagen: Mehr Mut zu sich selbst und zum eigenen Urteil! Das eigene Empfinden ist unser wichtigster Wegweiser. Das soll man – genauso zum eigenen Wohl – nicht unterdrücken.

    • Seufz…
      Es ist zwecklos und das find ich, ganz aufrichtig, sehr schade!

      Ihr argumentiert und argumentiert. Immer wieder mit den gleichen Argumenten, die auch völlig ok sind. Aber Ihr geht überhaupt nicht auf meine Argumente ein, nicht einmal ein kleines Stückchen. Leben und Leben lassen. Toleranz, Akzeptanz… Alles nicht in Eurem Repertoire. Zwecklos… 🙁

    • Und was ist mit den Tieren? Die haben Deiner Meinung nach zu leben, um zu sterben? Werden sogar dauervergewaltigt und dauergeschwängert, nachdem sie in ihr kurzes, freudloses Dasein hineingezwungen wurden. Eine schlimmere Existenz für ein empfindsames Lebewesen gibt es ja wohl nicht mehr. Wo ist da denn Deine Tierliebe?
      Mit Logik hat das alles nichts zu tun, was Du hier schreibst, sorry. Ich habe schon lange den Verdacht, dass die tierischen Proteine das klare Denken vernebeln.

    • Kristana

      Ähem, Du findest mich einigermaßen sprachlos … und das kommt selten genug vor.

      Meinst Du das jetzt ernst??! Hörst Du Dir auch schon mal selbst zu bzw. schreibst Du das bei vollem Bewusstsein? „Leben und leben lassen“ – Halloooooo! Finde den Fehler!! Das muss ich doch jetzt nicht erklären, das springt einem doch regelrecht ins Gesicht.

      Ich bin echt fassungslos, Tschuldigung, will Dir nicht zu nahe treten, aber diese Ignoranz dieses so offenen Widerspruchs in sich fasse ich einfach nicht.

      Und zum Thema „Toleranz“ hatte ich mich sehr wohl geäußert – aber vielleicht war die der Text zu lang, dafür hier nochmals:

      „Insofern ist eine vermeintliche Toleranz, die von Fleischessern immer wieder gefordert wird, m. E. nur mangelnde Konsequenz. In meinem Verständnis hat der Begriff „Toleranz“ da nichts verloren, wo es um „Leben oder Tod“ geht – beim Menschen so wenig wie beim Tier. Hier gibt es nur Entscheidungen, Toleranz ist hier fehl am Platze, zumal dieses Wort – Toleranz – vom Lateinischen „tolerare“ stammt (= dulden, ertragen). Man kann leicht tolerant sein, wenn diejenigen, die die sich aus dieser Toleranz ergebenen Folgen „ertragen“ müssen, die anderen sind …“

      Und damit hat sich das an dieser Stelle wohl echt erledigt – es hat keinen Sinn, ich geb’s auf. Wer nicht will, will eben einfach nicht, auch wenn es noch so offensichtlich ist.

    • Heike, Du hast es mal wieder haarscharf auf den Punkt gebracht mit : Wer nicht will, will eben einfach nicht, auch wenn es noch so offen sichtlich ist. Bitte verlass uns hier nicht in Tierrechts-Fragen, ich lerne durch Deine Texte selber noch immer viel dazu!

      Ich habe an die Um-jeden-Preis-auf-ihre – Tiervernutzerei -Besteher nur noch eine einzige Frage:
      Wozu das ganze Elend eigentlich? Warum sollen wir eigentlich überhaupt Tierzucht betreiben? Um so viele wie mögliche Kreaturen noch zusätzlich in die Welt zu bringen, die die Erde mit kahl fressen und verseuchen, bevor wir uns dann selber an ihnen krank essen? WOZU?

    • Die höchste Vernunft, schrieb Enttäuschung sehr schön auf einem anderen Thread, ist allumfassende Liebe.
      An dieser Stelle hier geht es schon längst nicht mehr um den Austausch von Argumenten, es geht schon lange nicht mehr um ein Sachthema, es geht, zumindest auf der einen Seite, um das Rechthabenmüssen; das ist: der mentalen Überlebenskampf.
      Wir Veganer dürfen uns darin üben, auch jene in der bedingungslosen Liebe zu umarmen, die nicht bereit sind, diesen Ego-Kampf aufzugeben; die nicht bereit sind, zu springen in den Abgrund des Schmerzes, der mit der Erkenntnis, was wir den fühlenden Mitwesen angetan haben – und wovon wir nich lassen wollen – in unserem Inneren aufbricht. Ich bin hier überhaupt nicht fassungslos. Das Schwarze Hemd in Aktion. Es gehört Reife dazu, zu seinem eigenen MInd eine beobachtende Position einzunehmen und sich zu sagen: ich bin das nicht. Ich bin ein unermeßlich schönes Seelenwesen. Dieser Mind, das ist eine falsche Identität. Ein künstlich erzeugtes und sehr sterbliches Fäulnisprodukt. Also passiert mir auch nichts, wenn ich loslasse; wenn ich ihn gehen lasse. Wenn ich nicht an dem festhalte, was er für sein Überleben braucht, aber nicht ich: den mentalen Kampf.
      Wir können in diesen Abgrund, in diesen Moment ungeschminkter Wahrhaftigkeit, niemanden hineinschubsen. Schon gar nicht, wenn der Mind mit dem Rücken zur Wand steht. Das aktiviert die Furie nur noch mehr.
      Die Menschen müssen selber springen.

      Ishwar Puri: The MInd speaks. The Mind cannot listen. The soul listens. The Mind speaks.

      Er sagt, daß mit dem Mind (Gemüt und denkender Geist) identifizierte Menschen gar nicht in der Lage sind, andere wirklich zu hören. Erst auf der Seelenebene findet Hören statt. (Und auf der Ebene des Herzens, möchte ich hinzufügen.)

      Be vegan, make peace and save the planet!

      Andreas

    • „Den Menschen scheint es leichter zu fallen, gegen etwas zu sein. (Auch ein Jein ist ein Nein.)
      Das liegt an der Dominanz des Verstandes, der auf dem unglücklichen Emotionalkörper gründet. Statt uns für etwas einzusetzen, es zu fördern und zu stärken, verharren wir bei einem kindlichen Nein zu dessen Gegenteil.
      „Nein, ich will nicht!“
      Warum nicht?
      „Weil ich nicht will!“
      Und warum willst Du nicht?
      „Darum!“

      Zitat von Seite 31 aus dem Buch „Der multidimensionale Energiestern“, Edition Sternklar, 2006 Leonberg; von meinem Lieblingsautor, hihi.
      (A.S.G 😉 )

    • Hihihi….
      Also eins habt ihr jedenfalls jetzt erreicht. Das, sich am Horizont abzeichnende, ganz leicht schlechte Gewissen, dass sich bei mir zu bilden anfing, habt ihr vernichtet. Wenn ich eins niemals im Leben mehr werden will, ist das Vegetarier oder gar Veganer. Neeee danke. So mag ich nicht sein.

      Und jetzt lass ich mir völlig gewissenlos ein Carpaccio schmecken (uuuuhhhhh rohes Fleisch), steck mir ne Kippe an und trag heut nachmittag beim Gassi gehen meinen Nerz!

      Und eure posts lese ich einfach nicht mehr! Schönes Leben noch…

    • Ja, lieber Andreas. Das stimmt. Bei mir war es allerdings damals so, dass ich schon lange vorher furchtbar gelitten habe, bevor ich Stück für Stück das Tiervernutzen aufgab. Ich war nach der Kleinkinderzeit lange ein manisch-depressiver Mensch gewesen, wobei die manischen Phasen nur kurze Einsprensel zum seelischen Atemholen ausmachten. Ich habe, ohne es konkret zu wissen, schon lange unter der Gewalt in unserer Gesellschaft gelitten, nur habe ich das lebensfeindliche immer an mir selber vermutet. Wie kann man auch anders, wenn man noch nicht durchschaut, was da wirklich läuft. So war die Erkenntnis, wie brutal Menschen mit Tieren umgehen, eigentlich der erste Lichtstrahl der Wahrheit, der durch den Spalt einer Türe fiel, die ich noch nicht ganz geöffnet hatte. Je mehr ich mir darüber bewusst wurde, dass diese Gesellschaft von Gewalt regiert wird, desto mehr klärte sich mein ganzes Bewusstsein und ich verstand Stück für Stück, warum ich da kaum irgendwo mithalten konnte, mich in dieses System nirgends wirklich einklinken konnte. So war denn auch meine Ernährunsumstellung Stück für Stück pure Erleichterung -im wahrsten Sinne des Wortes. Die umfassendste und schönste Veränderung erlebte ich aber nicht nach meinem Schritt von omnivor zu vegetarisch, sondern nach dem Schritt zu vegan. Das Vegetarische ist nach meiner Einschätzung nur mehr oder weniger eine Augenwischerei. Es nützt nichts in Bezug auf die ganze elende Tiervernutzung, weil dann eben anstatt Schweine und oder Fische, mehr Rinder und Vögel vernutzt werden und deren Leben ist auch nicht besser, wie das der reinen Schlachttiere, die Qual hält nur noch etwas länger an. Und vom Gesundheitlichen für uns Menschen ist es auch nicht so eine starke Verbesserung.
      Dass vegan die ideale Ernährung für uns ist, merkt man dagegen ganz deutlich an Körper, Geist und Seele. Erst seit ich vegan bin, kann ich mich in mir selbst wieder so geborgen fühlen wie in meiner Kleinkinderzeit. Bin wieder bei mir selbst angekommen. Das Fremde und Tödliche ist raus.

    • Auf dem nächsten Thread wird übrigens ganz munter zitiert, ohne auch nur im Geringsten auf die Idee zu kommen, das Zitierte auf sich selbst anzuwenden:

      „Sie haben aufgehört zu fühlen und zu sehen“,

      Diese Bösen da oben!

    • Ich bin gespannt, ob ich in meinem kurzen verbleibenden Leben hier noch eine maßgebliche Entscheidung zum Guten erlebe. So eindeutig positiv eingestellte Menschen voller guter Hoffnun wie der Karl Ess kommen mir immer vor wie aus einer anderen Welt. auf jeden Fall findet ein Bewusstwerdungsprozess statt. Sogar der Ex-Banker Ronald Bernhards, der durch die Hölle gegangen ist – die Geld-Hölle kennen gelernt hat- ist jetzt ganz, da er sich davon befreit hat, guter Hoffnung. Und er trägt keine Fettmaske und hat noch einen sichtbaren Hals. Sieht eigentlich ganz gesund aus.

    • Diese Entscheidung haben doch schon mindestens zwei Menschen getroffen durch Ihren Einsatz, Enttäuschung. Und vermutlich sind es viel mehr. Das können wir nicht wissen. Auch die Samenkörner die Sie und andere, Torsten, Vegan4life, Angi K, Deussempermajor ausgestreut haben und die irgendwann aufgehen werden, dürfen wir nicht als nutzlos erachten. Sie werden irgendwann aufgehen und Blüte tragen.
      Ich habe das damals mitverfolgt. Einer von diesen Zweien steht mit mir noch in Kontakt und ist inzwischen zu 90% vegan. Wenn das nichts ist? Direkt der große Sprung vom Fleischesser zum Veganer. Keine Übergangsphase als Vegetarier!!
      Also bitte niemals aufgeben.

    • Ach nein, aufgeben werde ich nie. Was soll ich denn auch aufgeben? Höchstens noch ein paar Fehler in meinem eigenen Verhalten. Wo das Licht ist, sehe ich ja und alles andere ist dann nicht mehr so wichtig.

  20. Kannte Karl Ess nicht. Hab ein paar Videos angesehen. Sehr ambivalent, aber er scheint eine Entwicklung durch zu machen. Jedenfalls jemand, der sein Handeln mehr und mehr zu hinterfragen beginnt und die Auswirkungen desselben versucht zu erkennen. Insgesamt sehr positiv. Wenngleich der Aufruf zur Gewalt natürlich NICHT unter (legale) „freie Meinungsäußerung“ fällt. Aber da korrigiert er sich selbst ja auch, wenn er meint dass dann die Justiz einschreiten muss.Verstehe all die Posts nicht, die meinen das Interview sei zu lang. Erstens sehe ich ja die Gesamtzeit schon vorher und Ken beendet das Interview auch erst nachdem alles gesagt wurde, und so gehört sich das auch.

  21. Hallo Ihr :-)) wünsche allen ein gutes 2018 !

    Ganz zum Schluss geht es um Exitstrategien.
    Zitat, gegoogelt: „Unter einem Exit wird der geplante Ausstieg eines Investors oder Gründers aus einem Unternehmen verstanden“.
    Weiß jemand mehr darüber für „Normalos“ in künftig strammen Zeiten ? Ist darunter sowas wie Krisenvorsorge gemeint ? Kann „man“ aussteigen….wie kann man unter dem Radar (weiter-)fliegen ?
    Buchtipp, Forum ??! Vielen Dank !

  22. Ich kann es nicht verstehen, wieso der Mann hier teilweise so angegriffen wird. Ich finde seine Stimme ok, und sowas gehört hier auch nicht hin.

    Plastikflaschen und konventionelles, belastetes Grünzeug, das ist immer ein Argument, und auch mir sehr wichtig. Aber es geht nunmal nicht immer alles perfekt. Was kostet denn ein Smoothie, aus Giftzeugs, aber immerhin in Glasflasche, im Supermarkt? Sehr teuer auf die Dauer. Irgendwer muss den Kram nunmal auch kaufen können. Das Perfekte kann man in den engen Grenzen des Systems doch gar nicht erreichen. Besser jemand versucht es so gut es geht, als es dann ganz zu lassen, und vielleicht ist die Sache ja noch ausbaufähig.
    Und für alle ist es allemal besser pestizidbelastetes Obst und Gemüse zu konsumieren, als ebenfalls belastetes Fleisch oder Milch aus Qualhaltung.

    • Zuerst mal, wo war denn da ein Angriff, liebe Meinungspolizei? Unsympathisch ist kein Angriff.

      Aber: Smoothies zum Preis von 7,- bis 9,- aus Pestizid-Grünzeug verkaufen, mit Hunterttausenden prahlen, von der fetten Kohle Ferrari/Lamborghini fahren, Markenbotschafter sein für Schneeballsysteme und Vid’s veröffentlichen mit dem Titel „Wie du Menschen manipulierst, zu tun was du willst“…

      Ach ja mensch, jetzt fällts mir auf, wie konnt ich das übersehen. Hochsymphatisch der Typ. Tolles Vorbild!

    • Jemanden aufgrund seiner Stimme zu kritisieren ist aber schon was anderes.
      Die andere Meinung möchte ich Dir natürlich nicht nehmen.

      Ich kenne den Menschen erst durch diese Sendung, persönlich schon gar nicht, kann auch zu den anderen Punkten nichts Konkretes beisteuern.

      Aber Menschen sind verschieden. Manch einer geht seinen Weg so wie DU, andere machen vielleicht einfach etwas weniger, und behalten auch den eigenen Vorteil im Blick, oder sind in manchen Punkten noch nicht so weit.

      Eigentlich wollte ich nur sagen:
      Wenn man zu radikal alles abrasiert, was den eigenen Standard nicht erfüllt, bleibt am Ende nichts mehr übrig, was sich verbessern ließe.

      Ist nicht bös gemeint!
      Rede vielleicht auch ein wenig aus eigener Erfahrung. Manche meiner Freunde interessieren sich gar nicht für sowas, andere ein bisschen. Wann immer aber ein Versuch da war, das eigene Leben ein Stück in die bessere Richtung zu verschieben, war auch ich schon da, um aufzuzeigen, warum das alles trotzdem nicht reicht, und ohne dies und jenes eh nichts bringt. Das führte dazu, dass es irgendwann keiner mehr hören wollte:)

    • @schwarz ist weiß
      Was willste mir denn damit sagen? Wenn Boulevard drüber steht, will Ken uns zeigen, wie man auf Kosten anderer reich wird? 😉

      @Timse
      Das mit der Stimme war eigtl nur als Erklärung, warum ich mir den Beitrag nicht zu Ende anschauen konnte. Habs ehrlich versucht, weil normalerweise die Beiträge hier immer sehr bereichernd und weiterbildend sind.
      Hab auch erst kommentiert, nachdem ich Hr. Ess recherchiert hatte. Reine Antipathie hätte nicht ausgereicht für nen negativen Kommentar.
      Wenn diese ganze Idee mit den Smoothies was weltverbesserndes gehabt hätte, würd ich nicht motzen. Aber das Gespräch ist ne Werbeveranstaltung für den Status Quo und den mag ich nicht so gern beibehalten. Ich seh da nix Neues, in dem was Hr. Ess macht. Saftbars gibts in den Städten doch seit zig Jahren. Und wenns nix Neues ist, gibts auch keine potentielle Veränderung, die ich mit meiner Kritik abwürgen könnte.

    • Wenn Boulevard drüber steht, dann ist das wohl eher für Leute gedacht, die über YouTube ihren „Helden“ folgen und sich im Nachhinein auch auf KenFm andere Beiträge anschauen.
      Der Mann ist wohl erfolgreich im Netz unterwegs. Ich kannte ihn nicht.
      Eine Werbeveranstaltung „wie man auf Kosten anderer reich wird“ war das für mich nicht.
      Mich stört ein bisschen an dem Interview, das Ken (wie fast immer), die Leute direkt auf „seine“ Themen lenkt, die Gäste nicht von alleine angesprochen hätten.
      um es konkret zu machen:
      Muss ich jeden und jede fragen, wie Er oder Sie 11. September beurteilt? Brauchen wir das als Selbstbestätigung für unser Weltbild?

    • schwarz ist weiß

      Ach so, Werbung für Kanal Ken durch solche YT-„Stars“. OK, schlaue Idee.

      Hihi… Dann warte ich jetzt mal gespannt auf das Interview mit den Kardashians. Also gut, ne Nummer kleiner – Interview mit Pietro Lombardi.

    • PS: ich glaub das mit dem nine-eleven ist so ne Art Lakmustest. Dann weiß man direkt, wo der Andere informationstechnisch steht. Ich seh das als kleine Hilfe bei der Einschätzung des Gegenübers. Wie tickt mein Gesprächspartner, welche Info’s hat er und welche nicht usw.

  23. Junge, Junge knapp 3 Stunden…
    Gott sei Dank, gibts ne Kapitel-Inhaltsübersicht. Wenn man live bei „Positionen“ ist, sitzt man die 3h ohne Pause auf einem Stuhl (-; Wobei das eigentlich auch ging, weil die Gespräche sehr interessant waren.

  24. Danke, Ken Jebsen, ganz grundsätzlich für das große Meinungsspektrum.
    Dieses Gespräch ist sehr lang und ich brauche erst einmal eine Pause.
    Mir kam der Gedanke, dass es höchst anregend für alle Beteiligten sein müsste,
    wenn Karl Ess einmal eine Ökonomen-Runde wie z.B. den SVR (Sachverständigenrat
    zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, kurz die „Fünf Weisen“)
    aufmischen würde.
    Minute 58:52 Grenzen der Meinungsfreiheit. Von einem Intellektuellen und/oder
    einem Philosophen wie z.B. Richard David Precht – dessen täglich Brot solche Fragen sind –
    hätte man hier natürlich spontan eine eindeutige Aussage erwartet. Ich bleibe also neugierig
    auf die diesbezügliche Haltung von Herrn Ess.
    Sehr spannend die Stunde 1:14.
    Hier berührt Karl Ess ein höchst aktuelles Thema, nämlich die Lieferung von militärischer Ausrüstung Deutschlands/EU an afrikanische Staaten (Jürgen Wagner, IMI-Institut, hat dazu
    publiziert). Aber Herr Ess beleuchtet auch den Zusammenhang Entwicklungshilfe und den
    Rückfluss eines hohen Anteils für (Rüstungs)-Aufträge an Firmen der Geberländer, die dann
    bei der Armutsbekämpfung fehlen, Stichwort 0,7%-vom-BIP-Versprechen, und die doch
    das Geld der Steuerzahler sind.

  25. Seh ich das richtig? Plastikflaschen??? Obst u Gemüse ausm Großmarkt, so mit Pestiziden und so? Mhmmm lecker!

    Ich kanns mir nicht zu Ende anschauen, leider. Dieser Typ ist mir so unfassbar unsymphatisch und die Stimme geht mir durch und durch (wie Kreide auf Tafel).
    Immer wenn mir etwas unerklärlicherweise so zuwider ist, recherchiere ich…
    Sehr suspekter Typ. Markenbotschafter für Vemma (sehr suspekte Firma) und noch so’n paar Details.
    Neeeeeeee, den muss ich nicht haben.

    • Das verstehe ich nicht. Könnt Ihr das mal konkretisieren? Gut, Plastik und konventionell angebautes Obst und Gemüse ist mal ein Argument, das bedenkenswert ist.
      Aber sonst? „Unfassbar unsympathisch“? Was hat er den Schlimmes gesagt?

    • Hallo liebe Enttäuschung 🙂 und nochn frohes Neues Jahr!

      Ich kanns ganz schlecht „greifen“, warum ich ihn so unsymphatisch finde. Deswegen hab ich ja unerklärlich geschrieben. Er strahlt – für mich! – eine eigenartige Aggressivität und Arroganz aus.

      Aber, wie gesagt, ich hab es nicht weiter als 20 min geschafft zuzuschauen.

    • Komisch, bei mir kam der im Gegenteil sympathisch, sehr um Aufrichtigkeit bemüht, rüber, auch, wenn ich ein paar Kritikpunkte anzumelden hatte. Seine Stimme fand ich auch gar nicht wie Kreide auf Tafel(dagegen war ich übrigens auch immer hoch allergisch als Schulkind).

    • Enttäuschung

      Das ist doch auch gut so, dass er für dich anders rüberkommt. Es kann nicht jeder mit jedem. Und unsere Wahrnehmung wird ja auch immer beeinflusst von Erfahrungen und Meinungen und diesen ganzen Sachen. Bei dir hat er schon Sympathiepunkte, weil er vegan lebt. Das ist völlig verständlich. Wenn ich jemanden sehe, der sofort Arno Gruen zitiert, hat er auch erstmal meine Symphatie (so als Beispiel).

    • Von Arno Grün hab ich auch einige Büchlein hier zu hause. Aber Erich Fromm finde ich in Bezug auf unsere Psyche noch umfassender.
      Ich als Veganerin würde hier übrigens am liebsten als Botschafter den David Ekwe-Ebobisse sehen. Aber der ist dem Ken wohl zu abgefahren, zu konsequent.

    • Nun für mich hat der Mann sehr viel Glyphosat etc. intus.
      Wir wissen doch alle das es KEIN BIO mehr gibt und selbst mein Eigenanbau ist aller höchstens Gift reduzierter als der Dreck im BIO-Laden.Aber wenn man hier zu lande sagt das wir von oben Vergiftet werden ist man ein Spinner und mehr.
      Alleine eine Ananas lagert im schnitt bis zu 18 Verschiedene Pestizide in sich.
      Bananen-Mandarinen-Orangen-Granatäpfel werden Gewachst und mit Giftigen Reife Gasen besprüht,selbst der Aufkleber auf jeder zweiten Frucht gibt (Kleber)Gifte in kleinen mengen an die Früchte ab und es wären wenn wir die Aufkleber sammeln würden ca:140 Tonnen Abfall im Jahr.
      Und von den Plastik Flaschen erst gar nicht zu reden.
      Höre jetzt auf sonst Klappen einige ihre Scheuklappen nach vorne weil es für viele Menschen zu viel auf einmal ist.
      Denn sonst müsste man auch noch sein ändern,wäre ja so schlimm.

  26. Wie schon gesagt, sehr unterhaltsam. Ein schöner Mensch-auch von innen her. Das meiste, was er sagt, kann ich gut nachvollziehen. Nur an 2 Punkten nicht. einmal bei 9/11, da hat’s mich gewundert, dass das für ihn überhaupt noch fraglich ist, ob inside job oder nicht. Und dass er, der sonst doch einen sehr klaren Blick hat, nicht gesehen hat, dass diese Türme ganz unabhängig von den Flugzeugen, in sich zusammen gesackt sind. Und von wegen es gab keine Zeugen: Es gibt schon allein im Internet ein Video, wo das mysteriöse Sterben von mindestens 20 Personen dokumentiert ist mit Namen, Beruf etc., die nicht bereit waren, zu schweigen. Außerdem weiß man, dass vielen Leuten horrende Summen an Schweigegeldern geboten wurden und demnach auch gezahlt worden sein müssen. Ach, es gibt ja doch nur und nur Argumente, die beweisen, dass es ein Inside job gewesen sein MUSS. Ich kenne kein vernünftiges Argument für etwas anderes.Dass Chomsky dazu schweigt, kann ich mir nur mit persönlicher Bedrohung erklären, Bedrohung seiner Kinder oder Kindeskinder. Und wenn der Vater Ess tatsächlich meinte, dass die Türme von den Flugzeugen hätten so einstürzen können, dann kann ich nur sagen, dass der erstaunlich wenig Verständnis in der Sache hatte.
    Das Zweite, was ich nicht nachvollziehen kann, ist die Sache mit dem Ameisenhaufen und dass wir als Menschheit so unwichtig seien. Das widerspricht eigentlich auch seiner ganzen Lebenshaltung, indem er doch wirklich versucht, die Welt zu verbessern. Wir sind immerhin so wichtig, dass wir es als einzige Spezies geschafft haben, einen ganzen Planeten in den Ruin zu treiben. Und wer den Herzenswunsch hat, dass das Schöne und das Gute erhalten oder wieder neu belebt wird, der kann von sich eigentlich nicht denken, dass er so unwichtig ist. Und schon gar nicht in der massiven Auswirkung als Spezies. Von wo aus sollte denn jemand diese Frage überhaupt stellen? Von einer Obergalaxie, von wo man alles überblicken kann, oder wie? Ein Mensch, der hier unten lebt, kann die Frage nach dem Dasein nicht von woanders aus stellen. Es ist schön, wenn das Leben ein Spiel sein kann, aber oft ist es für viele definitiv kein Spiel mehr. Nämlich für Kreaturen, die in Leid und Qual leben müssen. Da ist das Leben ganz bestimmt kein Spiel mehr. Und das ist sehr sehr traurig und Trauer ist nicht unwichtig, genauso wenig wie das Mitleiden. Dieses Schlimme geschieht einfach durch falsches Verhalten von Menschen. Und das ist alles nicht unwichtig und auch nicht nur ein Spiel.

  27. Wir haben erst etwa bis zur Mitte zugesehen. Sehr unterhaltsam, der Herr Ess und rührend, wie er sich drum bemüht, wirklich aufrichtig zu sein und eben kein langweiliger Besserwisser. Mit der Kritik am veganen Sextouristen hat Caro schon irgendwie recht. Aber ich glaube, das könnte man Herrn Ess auch irgendwann mal klar machen -er ist ja noch jung und für alles offen.
    Auf die Frage nach der Grenze der Meinungsfreiheit hätte ich eine ganz klare Antwort gehabt: Es ist alles erlaubt, außer Gewalt(in Worten) und Aufrufe zur Gewalt. Gewalt in Worten ist übrigens das Lügen auch.

  28. Also lautet die Botschaft an männliche Sextouristen: Esst vegan! Das erhält potent-auch wenn ihr schon über 70 Jahre alt seid. So könnt ihr es den Frauen bzw. Mädchen richtig „besorgen“ und ständig neue Freundinnen „beglücken“.

    Die offensichtlich unbedarfte Bewunderung für einen alten Mann, der sich durch vegane Ernährung seine Fleischeslust auf 12-jährige (und jüngere) asiatische Zwangsprostituierte erhält, ist schon erstaunlich. Hat Karl doch auch kritische Sichtweisen, wenn es um sein Geschäft geht. Vitamine und Säfte auf Basis von Gemüse und Obst gehen mit der narzisstischen Körperkultur der heutigen Zeit einher. Sie sind das Steckenpferd einer Gesellschaft, die immer perfekt sein muss und will. Mag auch richtig sein, wenn man auf seine Physis achtet. Aber Karl, der kein „Bambi-Streichler“ ist, scheint es auch nicht zu stören, wenn kleine asiatische Mädchen mit Bambi-Augen von veganen und deshalb ultrapotenten Sexprotzen zerstört werden. Diese Werbung sollte sich der junge Newcomer und kluge Start-upler noch einmal überlegen. Welcher männliche Veganer möchte sich schon mit einem Sextouristen (auch wenn er ein interessanter Sieben-Tags-Adventist aus Californien ist) vergleichen?
    Mir jedenfalls wird nicht nur im Vaginalbereich übel, wenn ich solche Aussagen höre. Das erhabenste Motiv sich vegan zu ernähren, ist für mich immer noch der Schutz der Tiere und nicht die Potenzerhaltung alter Männer. Vegane und auch vegetarische Ernährungsweisen führen zum Frieden- und darüber hinaus zu einem schöneren Körper und einer gesünderen Umwelt. Das sollte die Message sein! Zumindest ist das meine Meinung.
    Doch Kunden gewinnt man wohl eher mit der Aussicht auf Lifestyle-Fitness und ewige Potenz. Aber tragt eure durch vegane Ernährung gewonnene Dauererektion bitte nicht nach Asien zu den kleinen unschuldigen Mädchen, die ihre Familie ernähren müssen. Der Ausdruck Sextourismus, der hier so einfach benutzt wird, bedeutet das nämlich.

    Meine Familie ernährt sich übrigens auch schon seit Jahrzehnten aus Tierschutzgründen vegetarisch/vegan. Wir fühlen uns ganz normal potent und sind nichts Besonderes.

    • Dass ein Mann mit 75 noch so gut kann, mag ja ein Zeichen von Gesundheit sein, aber es kann auch ein Zeichen von Dummheit sein. Es gibt ja nicht umsonst den Spruch: Dumm fickt gut.

    • Osho: Sexualität ist eine Dummheit. So ab 47 könnte man allmählich da aussteigen ….

      Barry Long: Sex is hell.

      John der Ruiter: Sexuality is not yours. If you are using it for yourself, you are dishonest. The only disease, that really exists, is dishonesty.

    • Die Antwort ist ganz einfach: weil Honig die essentielle Nahrung der Bienen ist. Menschen brauchen keinen Honig. Ich esse auch schon lange keinen mehr. Auch deshalb, weil Honig nicht gut für die Zähne ist. Es gibt da viele vegane Alternativen, die alle nicht so an die Zähne gehen. Sehr lecker ist Kokosblütenzucker(schmeckt ein bisschen karamellig), Agavensirup, Birkenzucker oder auch Xucker genannt(soll sogar gut für die Zähne sein), Apfel-oder Birnendicksaft und mehr. Es gibt übrigens einen rohköstlichen Apfeldicksaft, der wie Apfelblütenhonig schmeckt.

    • die frage war an hr. ess. und ja ihr habt total recht. das ist mir alles bewusst. bis auf eine gaaanz kleine kleinigkeit. könnte ins auge gehen

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