Keinen Krieg! – Ein Gedicht

Ein Gedicht von Wolfgang Bittner.

Die Deutschen wollen keinen Krieg,
glaub’s mir, sie woll’n in Frieden leben,
die Alten wissen noch vom „Endsieg“,
von Breslau, Berlin und Stalingrad,
vom Lied: Ich hatt‘ nen Kamerad‘,
von Millionen Toten, Invaliden,
von Witwen, Waisen und von Briefen,
in denen stand:
Gefallen auf dem Feld der Ehre
für Führer, Volk und Vaterland.
Sie kennen noch die Leere,
wie Stimmen nachts nach ihnen riefen
von irgendwo in „Feindesland“,
dort aus der Gräber Tiefen.

Die Russen, auch sie woll’n keinen Krieg,
auch sie woll’n friedlich leben,
sie brauchen weder Streit noch Sieg,
den Vätern haben sie vergeben.
Die Jungen auch sie, woll’n keinen Krieg,
sie wollen keine Heuchelei,
keine Hetze, kein Hurrageschrei,
kein Morden, keine Metzelei,
keinen Krieg, sie wollen Frieden!
Glaub’s mir, sie haben sich entschieden!
Und auch die Russen wollen Frieden.

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Kürzlich erschien im Westend Verlag Wolfgang Bittners neues Buch „Die Abschaffung der Demokratie“. https://www.westendverlag.de/autoren/wolfgang_bittner/

Siehe auch KenFM im Gespräch mit Wolfgang Bittner: https://kenfm.de/wolfgang-bittner/

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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4 Kommentare zu: “Keinen Krieg! – Ein Gedicht

  1. Letzte Woche ist meine Mutter qualvoll an Krebs gestorben. Ich habe zu gesehen wie sie starb. Es war schrecklich, sie war noch so jung! Sie hat mich mit 17 Jahren bekommen, stand ohne elterliche Unterstützung da, hat ihr Abitur erfolgreich abgeschlossen und studierte, als sie meinen Stiefvater kennengelernt hatte Jura mit Prädikat. Mein Stiefvater war selber Anwalt und Notar, er war gewalttätig. Er hat mich, meine Geschwister und meine Mutter fast immer Krankenhausreif geschlagen. Unsere Nachbarn haben weggesehen! Meine Mutter hat sich umsonst abgerackert, nur um in ein krankes System mit kranken Menschen, die nicht mehr wissen was „normal“ ist, anzukommen. Alles nur um „etwas“ zu sein. Immer weiter besser, weiter….
    Das war nie was für mich! Ich bin ein Versager, so würde mich die „Gesellschaft“ bezeichnen. Aber das ist eine Ehre für mich. Niemals will ich in so einem Wahnsinn meinen Platz finden. Keine Ahnung was ich jetzt machen werde. Der Mensch ist zu allem bereit. Ja, er würde auch töten! Der Mensch ist wahnsinnig geworden.

    • Gimli, bewegende persönliche Worte zu einem zu einem schwierigen Thema. Ich wünsche Dir, dass Du Deine Lebensmitte hältst und Dir in der Bewältigung Deiner bedrückenden Vergangenheit eine Kraft erwächst, die Dir neue Horizonte eröffnet und deren Sinn nicht im Haben, sondern im Sein besteht.

    • Ja, wenn wir ganz direkt sprechen, kommt auch endlich die Wirklichkeit wieder zutage. Die Menschheit muss einsehen, dass sie mit jeglichem Missbrauch immer auch direkt sich selbst missbraucht in diesem dadurch entstandenen Missbrauchssystem. Jeder einzelne Mensch sich selbst.

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