KenFM am Set: Die Bärensuppe in Ramstein

Die Bärensuppe ist vom 14. August bis 3. Oktober auf Tour.

Auf der Zwischenstation in Ramstein sprachen wir mit der Initiatorin der Bärensuppe, Bilbo Calvez, über den Verlauf und über die Ziele der Tour.

„Geld regiert die Welt!“
Wir alle benutzen es jeden Tag, doch die Wenigsten von uns wissen, was es genau ist. Geld.

Welche Macht Geld besitzt oder besser, mit welcher Macht Menschen Geld ausgestattet haben, begreift der Einzelne immer dann, wenn es fehlt.

Sobald dem Bürger oder dem Staat das Geld ausgeht, gespart werden muss, wird es problematisch.

Wir haben verlernt, elementarste Dinge unabhängig von Geld zu regeln. Alles wird von Geld abhängig gemacht und mit Geld als Masseinheit taxiert. Auch „Zeit ist Geld“, so sagt der Volksmund.

Das ein verzinstes Geldsystem, das exponential wachsen muss, um Zins und Zinseszins zu bezahlen, jede Gesellschaft auf lange Sicht zerstört, spricht sich langsam herum. Nur, wie könnte ein neues Geld oder eine geldlose Gesellschaft aussehen?

Geld hat Vertrauen in der Zivilisation ersetzt. Wer einen Geldschein auf den Tisch legt, bekommt dafür Ware. Eine geldlose Gesellschaft müsste beginnen, auch ausserhalb des Geldes echtes Vertrauen wieder aufzubauen. Dies ist ein Lernprozess, der über Zwischenschritte erreicht werden kann. Das Bedingungslose Grundeinkommen könnte dabei ein erster Schritt sein.

Wer Arbeit und Einkommen von einander trennt, ermöglicht echte Freiheit. Eine Freiheit, die sich nicht nach ökonomischen Regeln richten muss.

Bilbo Calvez ist Künstlerin. Kunst bietet die Möglichkeit, Realität neu zu interpretieren, neu zu denken, Zukunft zu skizzieren.

In 12 Einzelinterviews ist es ihr gelungen, Menschen zu Wort kommen zu lassen, die seit Jahren über Geld und ein Leben ohne unser Geldsystem nachdenken und es zum Teil schon leben.

In der Ausstellung „Bärensuppe“ werden die Erfahrungen dieser Menschen durch eine Metapher geklammert. Alle Gäste kochen an einer Suppe, indem sie Zutaten mitbringen. Vegan. Jeder gibt, was er kann und nimmt, was er braucht. Es reicht für alle und niemand geht leer aus. Die interaktive Ausstellung „Bärensuppe“ gibt den Menschen die Möglichkeit, sich auf das Experiment des gegenseitigen Vertrauens einzulassen. Ein Prozess.

„Gib in die Suppe, was du kannst; iss davon soviel du brauchst.“

Interviews der Bärensuppe:
https://kenfm.de/sendungen/baerensuppe/

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Weitere Infos über den Werdegang der Bärensuppe findet ihr hier:
http://baerensuppe.berlin
https://www.facebook.com/groups/14326…
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https://www.youtube.com/edit?o=U&vide…

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5 Kommentare zu: “KenFM am Set: Die Bärensuppe in Ramstein

  1. Toll, die Tour verbindet Menschen, die an guten Projekten arbeiten.

    Dass Kriege umso eher kommen, je mehr darüber geredet oder sich gesorgt wird, ist wohl auf die Leute bezogen, die schon aufgeklärt sind, über das aufgeklärt-sein aber nicht hinauskommen, nicht ins Tun kommen. Für alle anderen denke ich, dass Kriege auch der Ignoranz, der Unaufgeklärtheit der Masse entspringen. Beides ist wichtig, aber das kam auch gut rüber.

    Gute Fahrt und viele schöne Begegnungen.

  2. Bilbo, du bist einfach nur gut!!!
    Ich mag deine offene und ehrliche Art.
    Schon mutig zu sagen:“ Ich mag keine Suppe.“
    Frage:“ Arbeitest du nicht mehr bei KenFm?“

    Wünsche dir ganz viele schöne Menschen-Begegnungen auf deiner Tour. Aber das hast du ja schon gehabt.

    Eine Welt ohne Geld, davon kann man nur träumen.
    Ich denke wichtig ist, dass man bei sich selbst anfängt mit der Veränderung. Seinen Konsum überdenkt und vieles andere mehr. Jeder Kassenzettel ist ein Wahlzettel.

    Leider habe ich zu spät gesehen, dass du auch in Kaiserlautern bist. Sonst hätte ich dich gerne zu uns eingeladen. 30 km von Kaiserslautern entfernt.
    Wir haben uns vor 3 Jahren Land von einem Bio-Landwirt gepachtet und von den Mitgliedsbeiträgen einen Gärtner eingestellt.
    Der ist die gute Seele unseres Vereins. Wer helfen kann, der ist auf dem Feld, wenn es Arbeit gibt. Es gibt auch Leute, die das nicht leisten können. Funktioniert super gut. Und jede Woche bekommen wir eine reichlich gefüllte Kiste mit köstlichem Gemüse. Jetzt fange ich schon an einzukochen, einzulegen für den Winter und Kräuter zu trocknen.

    Gerne hätten wir mit dir die Suppe gekocht.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Tatendrang für dein Projekt.

  3. „Zu viel Aufklärung macht krank“ sagt Bilbo Calvez.

    Interessante und wahre Sichtweise.

    Ich hoffe, die Menschen hören auf Ihre Herzen und nicht bloß auf den Inhalt des (vermutlich) bald kommenden Vortrags von Dr. Daniele Ganser in Ramstein.

    Wenn die Menschen auf die Inhalte hören und nicht bloß die Inhalte konsumieren, wird eine Veränderung stattfinden.

    Dessen bin ich mir sicher.

    • die Erkenntnisse aus der Aufklärung sind für mich wichtig. Drüber nach-denken. Und dann ins Tun kommen.
      Ich denke so war das von dir gemeint. Jedenfalls habe ich das so verstanden.

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