KenFM am Set: #Candles4Assange (Uli Gellermann)

Seit Sommer diesen Jahres treffen sich jeden Mittwoch um 19:00 Uhr Menschen vor der US-Botschaft auf dem Pariser Platz am Brandenburger Tor in Berlin, um ihre Solidarität mit dem Wikileaks-Gründer Julian Assange zu demonstrieren.

So versammelte sich auch am gestrigen Mittwoch das Bündnis „#Candles4Julian“, welches es in mehreren deutschen Städten sowie auch in verschiedenen Ländern wie Österreich, England und Australien gibt.

Knapp 200 Unterstützer des Whistleblowers zeigten vor der Amerikanischen Botschaft Ihren Protest über den menschenverachtenden Umgang mit Julian Assange.

Am 19. Juni 2012 flüchtete der australische Enthüllungsjournalist in die ecuadorianische Botschaft in London und beantragte dort politisches Asyl, um eine Auslieferung in die USA zu verhindern.

Seit April 2019 halten die britischen Behörden den Wikileaks-Gründer im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in Isolationshaft.

Der UN-Sonderberichterstatter über Folter, Nils Melzer, hat Assange in der Haft besucht und gibt in seinem Bericht u.a. Auskunft über den aktuellen Gesundheitszustand von Assange. Dieser ist alarmierend: neben massiven Angststörungen sei Assange schwer traumarisiert und habe extrem an Gewicht verloren. Zusammen mit zwei Ärzten hatte Melzer Assange im Gefängnis besucht und sagte: „Was wir gefunden haben ist effektiv eine Person, die alle Symptome eines Folteropfers – wir sprechen hier von psychologischer Folter. Wenn man an ein Land ausgeliefert wird, wo einem ein Schauprozess droht und dann nachher lebenslange Haft oder sogar die Todesstrafe, das kann Angstzustände auslösen, die fundamental sind und die auch anerkannt sind als äquivalent mit Folter“.

Um auf dieses Unrecht aufmerksam zu machen und den Tod des Journalisten zu verhindern, war KenFM am Set und ruft alle Bürger auf sich mit Julian Assange zu solidarisieren und ihm jede mögliche Unterstützung zukommen zu lassen!

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4 Kommentare zu: “KenFM am Set: #Candles4Assange (Uli Gellermann)

  1. Vielen Dank den Rednern für die klaren Worte.

    Da hier alle Säulen des Systems zu versagen scheinen, laßt uns nicht müde werden zu erzählen, was dort geschieht. Auf dem Weihnachtsmarkt, im Buchladen, am Buffet beim Sonntagsbrunch.

    Warum kann Julian Assange Weihnachten nicht zu Hause im Kreis seiner Freunde und Familie feiern?
    Ist er rechtskräftig verurteilt? NEIN
    Ist er in England angeklagt? NEIN
    Eine Auslieferung nach US kann nur erfolgen, wenn er nach britischem Recht schuldig ist. Ist er das? NEIN
    Wofür sitzt dieser Mann im Gefängnis, sogar in Isolationsfolter?

    Freie Presse ist unabdingbar wenn man sich Demokratie nennen will.

  2. Danke, Uli und Ihr anderen vor Ort Aktiven! Es geht um die Solidarität mit einem Freiheitskämpfer, der die Menschheit über Verbrechen aufklärt/e. Wenn die Regierung ihn zum Verbrecher deklariert, so lässt sich mit E. Snowden sagen, dann werden wir von Verbrechern regiert. Es ist klar, dass eine Klassengesellschaft von einer Klasse beherrscht wird, die ihre Pfründe mit aller Macht sicher zu stellen versucht. Das bedeutet, dass ihre Herrschaft mit Reaktion, also mit autoritärem Law and Order, Repression, Beschneidung der Menschenrechte, Gewalt und Lüge verbunden ist. Gegen sie ist das Menschenrecht zu verteidigen. Es geht hier auch um die freie Meinungsäußerung, die informationelle Selbstbestimmung, um die Verteidigung der Demokratie.

  3. Get up stand up …. Freut mich das zu sehen!
    Mich macht es aber gleichzeitig traurig den Protest so dünn besetzt zu sehen. Wo sind all die F4F und Druschba Fahrer usw?

    Hoffentlich hat die "Alternative Szene" auch bald Ihr eigenes Kuratorium und wir dürfen uns freuen wenn dann Julian Assange zur alternativen Person des Jahres gekürt wird.

    Aber das können Sie Herr Gellermann ja dann bei der Macht-um-Acht vielleicht machen als Gegenstück zur Pappnase.

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