KenFM am Set: Demo „Berlin invites Europe – Fest für Freiheit und Frieden“ am 29.08.2020 (Teil 1)

Ab 9:30 Uhr füllten sich zügig die Straßen zwischen dem Brandenburger Tor, Unter den Linden, Friedrichstraße bis hin zur Torstraße.

Es war der Wunsch aller Teilnehmer, einen sonnigen Tag mitzunehmen, nicht nur im Herzen.

Diese Euphorie bekam durch das Verhalten der Polizei sehr schnell erste Dämpfer. Anstatt den Demozug ungehindert starten zu lassen, wurde die erzwungene Eskalationsstrategie aus dem Roten Rathaus pflichtbewusst umgesetzt.

Spätestens gegen 13:00 Uhr war allen anwesenden Menschen auf der Gesamtlänge der Friedrichstraße klar und bewusst – dieser Tag entwickelt sich leider nicht so, wie von Hunderttausenden erwünscht und erdacht.

Bürgermeister Müller und Innensenator Geisel wollten mit ihrer Macht schöne Bilder aus Berlin verhindern. Nicht als Message um die Welt schicken.

Sie wählten den Weg der Provokation. Über Stunden wurden die Menschen an ihrem Grundrecht, sich frei zu bewegen, ihren Unmut über die Corona-Politik der Regierung kundzutun und auf die Straße zu bringen, durch polizeilichen Maßnahmen daran gehindert.

Im Beitrag die ersten Eindrücke des Morgens und des Vormittags.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Abonniere jetzt den KenFM-Newsletter: https://kenfm.de/newsletter/

+++

Unterstütze uns mit einem Abo: https://www.patreon.com/KenFMde

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

9 Kommentare zu: “KenFM am Set: Demo „Berlin invites Europe – Fest für Freiheit und Frieden“ am 29.08.2020 (Teil 1)

  1. Ich gebe gerne zu : ich lag falsch.

    Es war falsch zu meinen, es wäre das Beste diesen ganzen faulen Zauber zu ignorieren, weil etwa die Assange Mahnwachen seither leer sind, wenn sie überhaupt stattfinden und vorher das Thema Assange allmählich und endlich Fahrt aufgenommen hatte. Alles, aber wirklich alles wurde von der Pandämonie weg gewischt sogar positiverweise und vorläufig Defender2020.

    Und es ist vielleicht zu viel von den vielen, die jetzt zum ersten Mal auf die Strasse gegangen sind, zu verlangen, dass gleich alles auf dem Schirm haben, trotzdem Assange braucht wieder etwas mehr Aufmerksamkeit, er soll immer noch ausgeliefert werden dafür, dass er Kriegsverbrechen ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt hat !

  2. 6:38: Ich glaube, die deutsche Polizei versucht sich hier in Taktiken, welche bereits aus Frankreich bekannt sind. Das wurde doch so gegen die Gelbwesten eingesetzt: Demonstrationsmarsch, alle laufen, vorneweg Polizisten, hinten her auch Polizisten. Dann bleiben die Polizisten vorne stehen, die hinten gehen weiter, der Demonstrationszug wird dadurch gequetscht, das Gedränge wird größer. Dann, wenn aufgrunddessen kleinste Anzeichen von Tumulten zu sehen sind, greift die Polizei durch.

    Es würde mich nicht überraschen, wenn sie das versuchten, aber der Gedanke macht mich sehr wütend.

    Und ich lese heute morgen noch einen Artikel auf medium, in welchem es heißt, dass Proteste bei uns in den letzten Dekaden gezielt uneffektiv gemacht wurden.

    Ein Auszug:
    "It is precisely through governments that the prevailing system has, over the last several decades, carefully built-up a special resistance to the power of street protests. This is why the largest demonstrations failed to derail the Iraq War. Counterinsurgency doctrines fine-tuned in theatres of war have been increasingly applied in domestic settings to counter, disrupt and neutralise all forms of protest action. The fear of what Samuel Huntington once called the ‘crisis of democracy’ has meant that governments have dedicated themselves to ensuring that direct protest action has as little tangible impact as possible."

    https://medium.com/insurge-intelligence/escaping-extinction-through-paradigm-shift-83e33d4cb548

    "Counterinsurgency" = Aufstandsbekämpfung. Demzufolge, wenn ich das richtig verstehe, haben wir den zunehmend autoritäreren Kurs unserer Regierung (und Medien) dem Krieg zu verdanken. Super.

    Die Berichterstattung der "Leid"-Medien über das Thema jedenfalls kann ich nur als schmutzigen Medienkrieg bezeichnen.

  3. Aus den Medien lerne ich: Da waren ca. 30 000 – 40 000 Demonstranten in Berlin – die Hälfte davon Randalierer. Und so erfährt das die Masse der Bevölkerung, die nach täglichem Gebrauch für mindestens eine Woche ihre Maske am Wochenende vielleicht mal wieder in die Waschmaschine wirft, damit sie sie ab Montag wieder fleißig aufsetzen können. Diese Realität sollte man vielleicht auch nicht übersehen.

  4. Kenfm wird immer noch besser. Die Berichte und Interviews defacto live aus Berlin waren hervorragend. So bekommt man eine gute Übersicht über die Demo und die Teilnehmer. Dank an das gesamte Kenfm-Team.

    Main-Stream-Medien, die dann von Chaoten berichten und nicht erwähnen, das Robert Kennedy jr. gesprochen hat, machen sich höchst lächerlich.

    • Ganz "toll" fand ich ja N-TV, die haben es tatsächlich geschafft das Filmmaterial dermaßen zu vermanipulieren, das sah aus als ob eine Horde Rechter unter Gebrüll und mit Reichkriegsflaggen den Bundestag stürmt.

      Allerdings, erstaunlich, man muss ihnen zugute halten dass sie diesmal differenziert berichtet haben, extra mit Hinweis auf mehrere Demos, und dass die Demo der Aluhutträger, Sonstwasleugner usw. friedlich vonstatten ging.

      Vielleicht bewegt sich ja in den Köpfen auch langsam etwas, vielleicht wünsche ich mir das auch nur.

Hinterlasse eine Antwort