KenFM am Set: Marc Sallas über den Generalstreik in Katalonien

Was tut sich in Katalonien? Worum geht es im Konflikt mit dem spanischen Zentralstaat? Wie beurteilen ganz normale Leute die Situation?

KenFM wollte das wissen, denn wir sind ungern davon abhängig, was uns die Medien an Einschätzungen präsentieren.

Deshalb haben wir ein Team nach Barcelona entsandt, um vor Ort Stimmen einzufangen.

In diesem ersten Bericht besuchte Florian Kirner eine Pressekonferenz von Gewerkschaften, die die Unabhängigkeit Kataloniens unterstützen. Die Gewerkschaften gaben dabei Informationen zum neuerlichen Generalstreik am 8. November 2017 bekannt.

Wir sprachen anschließend mit Marc Sallas. Er ist in der Gewerkschaft Intersindicale CSC tätig – und nachdem er in Freiburg studiert hat, spricht er fließend Deutsch.

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5 Kommentare zu: “KenFM am Set: Marc Sallas über den Generalstreik in Katalonien

  1. Spanien gleicht viel mehr das ehemalige Joegoslaviën als wir gewöhnt sein zu denken.
    Ein Buch über warum es ein Spanischer Bürgerkrieg gab fangt etwa 1500 an.
    George Orwell beschreibt die Gegensatze zwischen das sozialistische Barcelona und das fascistische Madrid im Bürgerkrieg.
    Dazu was ein Katalanischer Bürgemeister in Brussel sagte ‚wir sind ein Volk mit eine tausend Jahre alte Geschichte, Kultur und Sprache, warum können wir nicht unabhängich sein ?‘.
    George Orwell, Homage to Catalonia.
    Gerald Brenan, ´The Spanish Labyrinth, an Account of the Social and Political Background of the Spanish Civil War’, Cambridge, 1960

    • Dazu könnte ich eine Menge antworten, ich beschränke mich u.a. auf die Verdrehung: „George Orwell beschreibt die Gegensatze zwischen das sozialistische Barcelona und das fascistische Madrid im Bürgerkrieg.“

      Ich habe Orwell nicht gelesen, aber es gab keinen Gegensatz vom faschistischen Madrid und sozialistischem Barcelona.

      Selbst im deutschen Wikiedia kann man nachlesen, wie Franco mit der Einnahme von Madrid zunächst gescheitert war. (Warum wohl?) Nachdem es den Faschisten gelungen war, Barcelona einzunehmen, krochen dort natürlich die Faschisten aus den Löchern. Der Kampf Faschismus gegen die Republik wurde in ganz Spanien geführt. Wie immer im 20. Jahrhundert verlief die wirkliche Spaltung nicht zwischen Nationen, sondern zwischen Klassen. Das wurde in Spanien im Unterschied zum 2. Weltkrieg superdeutlich! Mit Wonne zitiere ich eine Komplikation in diesem Kampf Republik gegen Faschismus aus Wikipedia:“Hinzu kamen die Bestrebungen des katalanischen und baskischen Bürgertums, den kastilisch dominierten Zentralstaat zu verlassen.“ (Hervorhebung von mir)

      Und was soll das mit der tausend Jahr alte Geschichte? Die Allemannen haben eine noch ältere Geschichte – Soll Baden Württemberg jetzt auch ein eigener Staat werden? Sollen die entsprechenden Teile aus der Schweiz dazukommen?

      Der französische Teil Kataloniens wird von den spanischen Separatistas ja immer vergessen oder kommt das noch?

      Geschichte ist wichtig, um zu verstehen, aber selten, um zu begründen! Sonst Deutschland in den Grenzen von1937? Juden ins biblische Land?

  2. Es werden wohl noch weitere Beiträge aus Katalonien folgen. Dieser hier war wenig interessant, finde ich. Wie hj_allemann zurecht anklingen lässt: Was ist denn das Konzept, außer der Unabhängigkeit? Wie soll das denn funktionieren, wenn man sogar weiterhin Teil des kapitalistischen Systems und globalen Freihandels bleiben will?

  3. Gute Idee, vor Ort zu recherchieren!

    Leider hat hier der Interviewer verpaßt, genau nachzufragen. Zum Beispiel: Wie soll ein unabhängiges Katalonien denn die Armut von 30% beseitigen, die Jugendarbeitslosigkeit? Das sollte doch ein zentrales Anliegen eines Gewerkschafter sein, oder? Außerdem: Wie soll es sich zur NATO verhalten? Sollte sich die katalonische Armee an den gleichen Auslandseinsätzen wie die Spanier beteiligen?

    Bitte jetzt als nächstes keinen PP-Nationalisten interviewen. Der läßt nur den gleichen Nationalbläh raus wie Marc Sallas, nur andersrum.

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