KenFM am Set: Gilad Atzmon („Being in Time: A Post-Political Manifesto“)

Gilad Atzmon ist ein begnadeter Saxophonist. Wer an Reinkarnation zweifelt, kommt bei Atzmon ins Grübeln. Könnte es sein, dass John Coltrane wieder am Set ist? Atzmons Scheibe „Exile“ wurde 2003 von der BBC zum Jazz-Album des Jahres gewählt, was sich auch in der Anzahl seiner Fans niederschlug. Atzmon wurde international bekannt. Pink Floyd buchten Atzmon!
https://www.youtube.com/watch?time_continue=65&v=B7iwLrMQLP4

Neben dem künstlerischen Ausdruck besticht der 1963 in Israel geborene und heute in London lebende Künstler durch seine politische Haltung.

Gilad Atzmon ist ein Anti-Imperialist. Die Freiheit des Menschen geht ihm über alles und so setzt er sich seit Jahren für das Ende der Unterdrückung der Palästinenser ein. Damit macht man sich nicht nur Freunde. Gerade deshalb schrieb jetzt Glenn Greenwald über ihn: „The criminalization of political speech and activism against Israel has become one of the gravest threats to free speech in the west.”

Als Atzmon dann auch noch in Buchform die Ideologie seiner Heimat, den Zionismus, als rassistisch brandmarkte, bekam er massive Probleme mit der Israel-Lobby. Atzmon wäre aber nicht Atzmon, wenn er hier nicht mit jüdischem Humor reagieren würde. Nach „Der wandernde – Wer?“ legte er 2017 mit „Being in Time: A Post-Political Manifesto“ nach.

Es geht um eine Tiefenanalyse des politisch-wirtschaftlichen Gesamtsystems, das nicht ohne Gewalt auskommt und nur stabil bleiben kann, wenn es den einzelnen Menschen in seiner Ganzheit bis in die letzte Zelle unterdrückt. Weltweit. Rund um die Uhr.

Wie bringt man eine solche Erkenntnis, sein Buch, seine Message und das Motiv dahinter unter die Leute? Indem man vor seinen eigenen Jazz-Konzerten eine Art Stand-up-Comedy durchzieht. Bitter und süß zugleich. KenFM war 2017 Zeuge, als Gilad Atzmon im Berliner Jazz-Club A-Trane auf die Bühne trat, um dieses Experiment durchzuziehen. Im Anschluss gab es den klassischen Gig.

Atzmon ist ein begnadeter Musiker, aber vor allem seine politische Haltung, sein nicht Wegducken, wenn es um Menschenrechte geht, machen ihn zu einer herausragenden Persönlichkeit. Wir raten, ihn live zu sehen.

Hier der Link zu seiner Homepage: http://www.gilad.co.uk

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Ein Kommentar zu: “KenFM am Set: Gilad Atzmon („Being in Time: A Post-Political Manifesto“)

  1. Was ich nicht lese ist seine Ansicht das juden kollektiv Psychotherapie brauchen.
    Ich fürchte das er Recht hat, die jüdische Identität ist ewig Öpfer sein, ewig bedroht zu sein.
    Das sie es selbst verursachen, das können sie nicht sehen.
    Nicht alle Juden sind so, nur die Askenazi, die nicht Semiten, die semitische, die sephardische, haben diese Gedanken viel weniger.
    Ich fürchte das die Kombination von Asische Abstammung, und ein Kultur von 22.000 Gesetze, keine gute war, und ist.
    Nicht viel Leute wissen wie in Israel die Asjkenazi die Sephardic diskriminieren
    Ralph Giordano, ‚Israel um Himmels willen Israel‘, 1993 Köln
    Israelische Identitäts Papiere haben nicht die Bezeichnung ‚Israel‘, aber sie enthälten wovonn mann kommt.
    Ein ‚russischer‘ Jude erzählte mich das, als ich fragte ‚warum ?‘, sagte er ‚um diskriminieren zu können‘.

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