KenFM am Set: Ken Jebsen auf der Kundgebung „Es reicht!“ am 01.10.2016 in Berlin („Die Macher“)

Danke an alle, die dem Aufruf der KenFM-Redaktion nach Berlin gefolgt sind. Ziel war es, ein persönliches Zeichen der Empörung zu setzten. Der Kriegskurs der Bundesregierung, ihr Kotau vor den Imperialisten, ist unerträglich. Wer in der Demokratie von Alternativlosigkeit faselt, hat an der Spitze eines Landes nichts zu suchen. Europa und die Welt müssen dem Neoliberalismus „Lebe wohl sagen“ oder dieser Planet geht vor die Hunde.

Der Ast, auf dem wir sitzen, und an dem „unsere Art zu leben“ sägt, bricht bereits. Wir alle müssen von passiven Zuschauern repräsentativer Demokratie zu Machern einer direkten Demokratie werden. Wir müssen lernen, als Spezies zu denken. Der 1. Oktober 2016 war der Startschuss einer neuen Bewegung, die ohne Führung auskommt. Wir alle, die wir es am 1. Oktober 5 vor 12 vor das Kanzleramt geschafft haben, erklären uns ab sofort auch für das verantwortlich, was wir zulassen.

Lehnen wir uns kollektiv und jeder für sich auf. Lasst uns jetzt parallel agieren und für immer Aktivisten sein. Macher. Suchen wir uns eine lösbare Aufgabe und wachsen wir an ihr. Denken wir positiv. Verändern wir, was wir verändern können. Zeigen wir, dass wir der Wandel sind, den wir sehen wollen.

Die Zeit des Abwartens, und des Delegierens ist vorbei.

KenFM dankt allen, die es in die Hauptstadt geschafft haben und baut jetzt gemeinsam mit euch an einer neuen Struktur des Friedens.

Die Plattform der Macher.

“Du veränderst die Dinge nicht, indem du die bestehende Realität bekämpfst. Um etwas zu verändern, entwirf ein neues Modell, dass das existierende überholt erscheinen lässt.” [Buckminster Fuller]

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Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://www.kenfm.de/kenfm-unterstuetzen/

92 Kommentare zu: “KenFM am Set: Ken Jebsen auf der Kundgebung „Es reicht!“ am 01.10.2016 in Berlin („Die Macher“)

  1. Bei Minute 11:50 wird eine Homepage bzw. eine Email-Adresse (?) erwähnt. Zitat: „Wir sind die Macher“
    Ich kann diese leider nicht finden und nehme an, sie ist noch in der Mache. Weiß jemand mehr?

    Ich bin daran sehr interessiert, weil ich mir dachte: „Wo geht es nach dem Gründungstreffen weiter?“
    „Wie und wo bleiben wir in Kontakt und Austausch?“

    Ich nutze kein Facebook und habe mich jetzt erstmal hier auf der Seite angemeldet. Aber ich denke eine übersichtliche Hauptseite und Hauptanlaufstelle für Macher, Entschlossene, noch Unentschlossene, Interessierte, Anregungs- und Hilfesuchende ist sehr wichtig und sinnvoll.
    Unter den Videos von KenFM auf YouTube blieben meine Fragen nach EINER „Masterplan“-Website bislang unbeantwortet.
    Was meine ich mit Masterplan-Website?
    Eine Communityseite mit Forum/Chat (z.B. ähnlich der Exopolitik-Community), mit Anregungen, Anleitungen und einem Masterplan. Etwas Einschlägiges wie widerstand.de, besserewelt.de, mensch.de, frieden.de oder wirsinddiemacher.de.

    Jegliche Aspekte für eine bessere Welt sollten berücksichtigt werden. (Ökologische Alltagsfragen/-tipps/-infos, Konsumfragen [Supermärkte meiden/ Begründung], Aktionsvorschläge/-beispiele/-anleitungen, …, und ein Verzeichnis (Adressen lokaler Biobauern, Wochenmärkte, Gruppen, Projekte etc.).

    Als Youtube-Content wären tatsächliche Tutorial-Videos sinnvoll. (Viele, Alte, Junge wollen, aber wissen nicht wie genau.)

    Das ganze wirkt ein bisschen wie: „Hier, mach mal jemand!“ Aber es würde eben das Gegenteil von übersichtlich und leicht zugänglich werden, wenn ich als „noob“ oder mehrere versuchen so etwas aus dem Boden zu stampfen. Dann lieber Profis bzw. Erfahrene, die wissen was die tun.

  2. Hallo! Ich bin mit diesem Kommentar ein wenig offtopic, aber irgendwie dann doch wieder nicht. Geht’s irgendwem auch so bei den Entwicklungen bezüglich Syrien in den letzten Tagen, dass er das Gefühl bekommt, „der Zug ist abgefahren“? Das hält keiner mehr auf…?

    USA verlieren Geduld mit Russland!
    USA brechen Gespräche ab!
    Russland installiert Abwehrschirm in Tartus!
    USA prüfen nach Bruch mit Russland Alleingänge in Syrien!

    (Als ob’s darum schon die ganze Zeit gegangen wäre – endlich ein guter Grund, nun auch wirklich dort einzumarschieren…?)

    • Die tatsächlichen Absichten werden wir wohl nie erfahren und können nur raten.
      Am Ende zählt für die Machtinhaber doch mur, wie wir die Geschichte glauben und hinnehmen.
      Ausbaden müssen es die 99% in irgendeiner Form.

    • hallo claudia,
      ich denke, das war eigentlich alles vorherzusehen. es sollte dich nicht überraschen. mich überrascht es jedenfalls nicht.
      für mich gibt es nur eine große frage, welche antworten hat russland parat.
      ich weiß genau in welche richtung das spiel läuft und ahne welche konsequenzen das hat.
      sicher kennt du eugen drewermann. hör ihn dir immer wieder an. für mich ist er der „weiseste“ und was er sagt deckt sich mit meinen empfindungen.
      ich bin sehr pessimistisch. aber das will ich hier nicht weiter ausführen. will nicht mutlos machen und kann mir den „aufschrei“ vieler anderer auch vorstellen.
      aber natürlich kann ich dir eines sagen, „wer nicht kämpft hat schon verloren“ …… das kennst du ja.
      und das kann es nicht sein. ich könnte noch einiges dazu ausführen, da aber vieles doch dem wiederspricht, was ken am samstag gesagt hat, lasse ich es lieber. will den zorn der leute nicht unbedingt auf mich ziehen.
      ist ja auch schön, wenn man träume hat.

    • Mich überrascht es auch nicht wirklich, leider. Trotzdem gibt es einen Teil von mir, der das alles sehr ungläubig zur Kenntnis nimmt…

      Mensch kann doch nicht so blöd, kurzsichtig, rücksichtslos, verschlagen,,… sein? Offenbar doch.

      Naja, will hier auch nicht die Stimmung vermiesen. Ich fühl‘ mich momentan nur echt erschlagen von dem allen.

    • Hallo Claudia,

      ja, es ist bedrückend…

      und Klaus:

      Ja, ich kenne Eugen Drewermann. Er ist ein ganz besonderer Mensch. Was ihn ausmacht, seine „Weisheit“, ist seine unglaubliche Bildung in Breite und Tiefe, die jedoch keine Wissensansammlung ist, sondern entstand aus seinem tiefen Bedürfnis seiner Seele und seines Herzens, zu verstehen. Hier speist sich seine Weisheit, seine Gelassenheit, seine Kraft. Eugen Drewermann ist ein Vorbild. An ihm können wir uns orientieren, weil er immer das Ganze im Auge hat.

      Du hast Recht, Eugen Drewermann ist auch nicht überzeugt, dass wir in Kürze Veränderungen bewirken können. Er ist aber ebenso der Ansicht, dass Demonstrationen, Bewegungen für eine Veränderung dringend notwendig sind.

      Die Menschen auf der Demo waren voller Liebe und Freude, dies gab und gibt mir den Hoffnungsschimmer, dass wir niemals verlieren können.

      Liebe strahlt, Liebe wärmt, Liebe heilt. Und so wird früher oder später eine Veränderung eintreten. Unsere Aufgabe könnte unter vielen anderen Aufgaben eben auch diese sein: nicht aufgeben, für Liebe in unseren Herzen sorgen, diese Liebe nach außen tragen, um damit Menschen zu trösten, Menschen zu erreichen.

      Das ist nicht „Nichts“, das ist viel, sehr viel, was wir tun können, und es hat konkret und sofort Wirkung. Auch, wenn wir diese Wirkung vielleicht nicht sehen können.
      Dies sieht Eugen Drewermann bestimmt ebenfalls so.

      Ganz liebe Grüße und viel Mut an alle
      Brigitte Schneider aus Worpswede

  3. Und hier der nächste Witz von unserer Kriegstreiberin von der Leyen:

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-08/intergration-fluechtlinge-bundeswehr-ausbildung-wiederaufbau-syrien-arbeitsmarkt#comments

    Erst schießen die Bundeswehrsoldaten die syrische Flüchtlinge zu uns und sollen hier lernen Mauern zu bauen, um zurück zu gehen und an den Grenzen Mauern zu bauen, oder was? Was für eine Verarschung. Vermutlich gehört zu den handwerklichen Grundlagen auch das Schießen. Das gehört doch zu der Ausbildung der Bundeswehr, oder nicht?

    • Schön die Kirche im Dorf lassen. Bis jetzt hat noch kein Bundeswehrsoldat, einen Schuss, in Syrien abgefeuert. Hoffen wir, dass es so bleibt und der Wahnsinn generell auf der Welt, ein sofortiges Ende findet. Wir liefern Waffen und Logistik, dass stimmt. Und wenn Flüchtlinge, ausgebildet weden, was ist da wieder so schlimm daran? Sinnvoller, als in einem Lager dahin vegetieren und kaum Perspektiven für die Zukunft zu haben. Ken hat bei seiner Rede, die Plätze 4 und 1 der Waffenexporteure benannt.Aber Plätze 2 und 3, wurden ausgelassen. Ein Schelm wer dabei böses denkt. Egal welche Nation sich an Kriegen beteiligt und völkerrechtswiedrig oder nicht. Krieg bleibt Krieg! Diese verfolgen auch nur ihre wirtschaftlichen und geostrategischen Interessen. Vielleicht mal drüber nachdenken.

    • Gut, da hast du das wieder auf du das schießen auf die die Gooldwaage gelegt. Hätte es vielleicht so schreiben müssen „schiessen“. Also indirekt. Wer Aufklärerflugzeuge oder sonst was da hinschickt, gilt für mich daran beteiligen. Ob man nun schießt oder unterstützt dass ein ander schießt, ist für mich völlig wurscht. Für mich schiessen dann beide. Kannst du gerne anders sehen und genau halten.
      Gut finde ich, wenn sich die Bundeswehr an Hochwassereinsätzen wie damals bei dem Jahrhunderthochwasser.
      Scheise finde ich, wenn sich die Bundeswehr in jeglicher Form an Kriege beteiligen.

      Es mag sinnvolle Aufgaben in der Bundeswehr geben. Ob die immer humanistisch Zwecken dienen ist oft zu hinterfragen. Der Schwerpunkt der Bundeswehr liegt definitiv woanders und das weiß jeder hier und muss nicht diskutiert werden. Sprich schon aus, dass du Russland meinst, die vielleicht auf Platz 2 sind. Alles zu viel. Aber du hast Ken dann doch nicht zugehört. Man soll erst seine Scheisse vor der Tür lösen und nicht immer auf andere zeigen. Da denkt keiner was böses. Es ging da um Deutschland und was wir machen müssen, nicht warten was andere villeicht machen werden.

    • Korrigierte Version:

      Gut, da hast du das Schießen auf die Gooldwaage gelegt. Hätte es vielleicht so schreiben müssen „schiessen“. Also indirekt. Wer Aufklärerflugzeuge oder sonst was da hinschickt, gilt für mich daran beteiligt. Ob man nun schießt oder unterstützt dass ein anderer schießt, ist für mich völlig wurscht. Für mich schiessen dann beide. Kannst du gerne anders sehen und genau halten.
      Gut finde ich, wenn sich die Bundeswehr an Hochwassereinsätzen wie damals bei dem Jahrhunderthochwasser daran teilnehmen.
      Scheise finde ich, wenn sich die Bundeswehr in jeglicher Form an Kriege beteiligen.

      Es mag sinnvolle Aufgaben in der Bundeswehr geben. Ob die immer humanistischen Zwecken dienen, ist oft zu hinterfragen. Der Schwerpunkt der Bundeswehr liegt definitiv woanders und das weiß jeder hier und muss nicht diskutiert werden. Sprich schon aus, dass du Russland meinst, die vielleicht auf Platz 2 sind (wer weiß schon die genauen Zahlen!). Alles zu viel. Aber du hast Ken dann doch nicht zugehört. Man soll erst seine Scheiße vor der Tür lösen und nicht immer auf andere zeigen. Da denkt keiner was böses. Es ging da um Deutschland und was wir machen müssen, nicht warten was andere villeicht machen werden!

      Und glaube nicht, dass diese Flüchtlinge in der Bundeswehr wirklich geholfen wird. Das wird ein PR Gag bleiben! Da wird mehr Geld ausgegeben, dass es in den Medien erscheint, als dass es den Flüchtlingen irgendetwas bringt. Und über sinnvoll oder nicht, braucht man sich auch nicht mehr zu unterhalten.

    • Das der Wiederaufbau schon lange vergeben ist, ist mir auch klar und diese Flüchtlinge natürlich nie dazu verwendet werden. Das brauchst du mir nicht zu erzählen. Ich hab schon genau auf Kens Rede gehört, keine Sorge. Ja es geht um Deutschland und um alle anderen Beteiligten am Krieg! Nach jetzigen Stand sollen russische, chinesische und eventuell auch iranische Baufirmen den Zuschlag bekommen. Die Filetstücke sind also aufgeteilt. Ist doch hoch lukrativ Waffen zu exportieren, mit zu bomben und am Wiederaufbau auch zu verdienen. Natürlich werden auch westliche Baufirmen beteiligt sein. Es ist genug für alle da.

  4. Hallo,

    mich würde einmal interessieren, ob wir uns hier in diesem Forum überhaupt auf Ziele einigen können, die wir gern erreichen möchten und für die wir uns auch engagieren würden.

    Ich mache mal ein paar Vorschläge (ohne Gewichtung):

    1. Aufklärung von Menschen außerhalb der Reichweite von KenFM und anderer alternativer Medien über:

    (a) die bedeutendsten Konflikte auf der Welt (Afghanistan, Irak, Syrien, Lybien u.a.) – so wie wir diese Konflikte sehen.

    (b) die Funktionsweise des Geldsystems sowie seine wirtschaftlichen und sozialen Folgen

    2. Korrektur der deutschen Außenpolitik

    (a) sofortige Einstellung jeglicher Unterstützung von völkerrechtswidrigen Einsätzen der Bundeswehr und unserer Partnerländer
    (b) Völkerrecht als Rahmen und Richtschnur wieder in Kraft setzen.

    3. Unterstützung/Entwicklung alternativer Geldsysteme

    4. Entwicklung/Unterstützung alternativer Wirtschaftssysteme, bei denen Kooperation und Ressourcenschonung im Mittelpunkt stehen.

    5. Kontakte zu Gleichgesinnten im Ausland knüpfen

    Die Liste kann natürlich erweitert werden. Allerdings halte ich es für sinnvoll, sich anfangs auf 1-2 wesentliche Punkte zu konzentrieren, um gemeinsam wirklich etwas zu erreichen.

    In einem zweiten Schritt müßte man Einigung über die Methoden zur Umsetzung dieser Ziele erlangen.

    • Ja, da stehe ich hinter. Bin sehr froh über diesen konkreten und hilfreichen Kommentar. Danke. Über die reihenfolge muß ich länger nachdenken.

    • Den meisten Punkten können KenFM-Anhänger sicher ohne weiteres zustimmen. Das ist eigentlich keine Frage, sollte man meinen. Dennoch kann solch eine Zusammenfassung von Zielen nützlich sein.

      Am wichtigsten scheint mir zu sein, möglichst viele Schweigelämmer aufzuwecken. In dieser Hinsicht bin ich ziemlich pessimistisch in dem Sinne, daß die Anzahl der Aufgewachten zwar noch ansteigen wird, daß aber eine signifikant große Menge voraussichtlich nicht zu erreichen ist. Den Lämmern geht es noch zu gut. Wenn wir überhaupt etwas erreichen wollen, müssen wir wahrscheinlich andere Organisationsformen und Aufklärungswege finden, insbesondere auch außerhalb des Internets.

      Einigung über Methoden zur Umsetzung der Ziele dürfte der entscheidende Knackpunkt sein. Denn meiner Meinung nach kann keins der Ziele innerhalb des jetzigen Herrschaftssystems umgesetzt werden. Alternative Geld- und Wirtschaftssysteme kann man zwar fördern, aber sie werden immer nur kleine isolierte Inseln sein, von „Spinnern“ geleitet, die für die Herrschenden keine Gefahr darstellen. Sobald irgendeine Bewegung den Herrschenden gefährlich wird, werden sie mit aller Macht zuschlagen. Wer das nicht sieht, ist noch nicht ganz wach.

      Letztlich ist es immer eine Machtfrage.

    • Wollte eben auch in ähnlicher Form anstoßen und möchte einen Workshop anregen.

      Ich selbst bin durch das Geldsystem auf die Missstände und letztendlich auf KenFM gestoßen.
      Ken Jebsen hat es auch am 01.10. gesagt, dass 90% aller Probleme mit einem anderen Geldsystem abgeschafft wären (hoffe die Bedeutung war jetzt sinngemäß richtig).
      Ich hab mich vorher schon viel gefragt, was wir WIRKLICH bewegen/machen können. Gegen das jetzige System anzukämpfen ist sehr mühselig und vermutlich sehr aussichtslos. Aus persönlicher Erfahrung ist außerdem schwierig, das Umfeld überhaupt annähernd an die Gedanken zu bringen, die ich selbst so habe, weil viele einfach so extrem in den systemischen Konstrukten gefangen sind.
      Ich denke, man kann die meisten nur da abholen, was ihnen „lieb und teuer“ ist.

      Wir sollten ein alternatives Geldsystem parallel zum jetzigen von uns ausgehend schaffen. Es kann mit relativ wenig Aufwand und durch einfache Strukturen in der Gemeinschaft demokratisch geregelt und dadurch auch ein tatsächliches Vertrauen aufgebaut werden.
      Dies wird nicht von heute auf morgen klappen, muss es aber auch nicht.

      Es darf nicht wie ein Chiemgauer durch eine bestehende Währung gekoppelt, also gedeckt sein. Es sind wirklich lediglich reine bedruckte Zettel, so wie Prof. Franz Hörmann es richtig sagt.
      Zum Anderen kann es wirklich jeder nutzen und man kann quasi auch ein bedingungsloses Grundeinkommen darüber einführen. Die, die es nutzen sollen selber begriffen haben, warum sie es nutzen und was es für Vorteile hat. Da wäre die Überzeugungsarbeit durch die Macher zu gefragt.

      Ich stelle mir vor, verschiedene Phasen umzusetzen, wobei diese von Ort zu Ort völlig unterschiedlich voran schreiten können und auch unabhängig sein können. Wir sollten lediglich uns auf einen „Namen“ für diese neue Währung einigen.
      Zunächst wird es eher „beworben“ werden müssen. Eine Teilnahme ist ohnehin für jeden kostenlos, so dass jeder das Geld, welches einfach an die Menschen verteilt wird, mitführen kann.
      Parallel dazu müssen Geschäfte, Bauern und einfach Betriebe davon überzeugt werden, in gewissem Maße wie sie davon überzeugt sind mitzumachen, sprich ggf. nur einen bestimmten Anteil ihrer Erzeugnisse gegen diese Geld als Bezahlung zu akzeptieren, da auch diese noch Kosten in Euro bezahlen müssen.
      Sobald jedoch die ersten tatsächlichen Zahlungen vollzogen wurden, entsteht hoffentlich ein „Aha-Effekt“. Weiterhin kann ohnehin jeder Leistungen gegen dieses Geld, also eigene Arbeit anbieten kann, wie z.B. einfach Hilfen im alltäglichen Leben etc. und alles ohne dafür Steuern theoretischerweise bezahlen zu müssen.
      Insgesamt muss dadurch ein Gewöhnungseffekt erzeugt werden, der langsam aber sicher und ohne die Möglichkeit es verbieten zu können, da es Niemanden als einzelnen konkret gibt, der es lenkt und kontrolliert, ein vernünftiges Geldsystem etabliert wird.

      Es lebt natürlich letztlich vom mitmachen. Selbstverständlich müssen die meisten ihre Miete und Steuern weiterhin in Euro zahlen, aber das sehe ich nicht als Widerspruch. Es soll vielmehr eine Option sein und wenn unser derzeitiges Finanzsystem irgendwann crasht, steht eben eine Alternative direkt bereit. Eben UNSER Geld.

      Wenn ich dies dann weiter spinne und immer mehr Leute weniger bis gar nicht mehr arbeiten müssten, weil sie ihr Leben ohne Euro bestreiten, könnten auch irgendwann Kleinunternehmer und Mittelständler darauf einsteigen und auch damit den Druck auf die Politik und die Konzerne ausüben, die auch in irgendeiner Form von der Basis abhängig sind, nämlich von den Arbeitskräften.

      Dies sind Alles noch sehr ungeordnete Gedanken, weswegen wir uns als „Macher“ diesbezüglich mal treffen sollten. Mit der richtigen Abstimmung und der koordinierten Verteilung und Überzeugung für diese Sache sehe ich gewisse Chancen. Es ist immerhin ein Versuch, der Wellen schlagen könnte und sei es, dass sich am Ende einige Menschen mehr mit Geld beschäftigen.

      Bin gerne auf Eure Meinungen dazu gespannt. Gerne sonst auch als PN. Bei konkretem Interesse an einem kleinen Treffen, bitte auch einfach mal ein Rückmeldung. Je nach Feedback werde ich dann einen Termin und Ort festlegen und die Organisation übernehmen.

    • @ Wolfgang Gerber:
      Stimme Dir vollkommen zu. Halte Demos auf Marktplätzen auch für sehr aussichtslos, da viele dadurch verschreckt werden und man gar keinen Zugang bekommt ihnen Gedankenanstöße mitzugeben.
      Deswegen muss es „geschickt“ angestellt werden und so, dass man es nicht mehr stoppen kann durch einfache Verbote oder durch den „Wegfall“ einzelner Personen.
      Auch wenn ich selbst die Schwierigkeiten sehe, weigere ich mich aufzugeben und mein Leben unterworfen in diesem System zu leben. Genau das ist die Message vom 01.10.

    • Um einmal ganz ehrlich zu sein, bin bereit ir allen Zorn aufzuladen, doch was machen wir?
      Reden, schreiben, versuchen Leute zu überzeugen,Ideen formulieren.Doch so lange der Bauch voll ist, wird es mühselig bis hin zu zwecklos.
      Damit steige ich aus aus dieser Denkmaschinerie..schwätzen ist einfach zu wenig!

    • Das kann jeder von heute auf Morgen machen. Ich mach das schon länger. Ich bin gestern aus Berlin zurück gekommen. Habe noch Verwandte besucht und natürlich haben mich alle gefragt, was ich da gemacht und dann ware ich gleich im Thema und mit erstaunlichen Reaktionen:

      1.) Aufklärung von Menschen außerhalb der Reichweite von KenFM und anderer alternativer Medien über.

      Ich gehe wirklich nacheinander alle durch Familie, Freunde, Bekannt, auf der Straße, wenn man in Gespräch ist. Mir ist es wurscht, wenn man mich für einen Spinner hinstellt. Dafür ist das Thema zu wichtig.

      2.) GiroKonto bei der Postbank gekündigt (sind ja mit der deutschen Bank verquickt). Das sollte man nicht unterstützen. Girokonto bei der GLS Bank eröffnet. Ja, ich kenne die Geschichte mit der „Bandbreite“ und habe bei der Eröffnung auch gleich ein Schreiben aufgesetzt, um nochmal eine Stellungsnahme zu dem Vorfall zu bekommen und wie sie das in Zukunft handhaben wollen. Das habe ich nur deswegen gemacht, weil ich der Bank ihren Fehler immer mal wieder vor Augen führen möchte. Das Netz vergisst nie. Natürlich steige ich damit nicht aus dem Geldsystem aus, aber es ist vermutlich die das kleinste Übel aller Banken in Deutschland oder jemand weiß noch eine bessere.

      3.) Von dem Postbankkonto ging immer die GEZ-Gebühren weg. Mit der nächsten Abbuchung werden die bemerken, dass das mit mir so einfach nicht mehr zu machen ist :-). Wenn das jeder macht, das tut den Medien dann richtig wer. Sie können ja nicht 100000 Leute von heut auf Morgen einsperren. Dann müssten die erstmal Gefängnisse bauen.

      4.) Alltagsdinge lokal einkaufen (beim Bäcker der noch selber backt, Hofladen, Biokisten usw.) Mache ich schon viel länger als ich KEN entdeckt habe. Damit meine ich nicht lokal bei Aldi & Co. einkaufen!

      Die Dinge kann jeder, der dabei war ab sofort machen. Bei Pkt. 1 habe ich ich fast nur possitive Erfahrungen gemacht. Erst am WE in Brandenburg. Was Ken => natürlich kenne ich den von Fritz Radio . Früher (heute 26 Jahre!!) immer gehört. War eine super Sendung. So der weiß es jetzt auch.

      Also fangt einfach an, ohne zu überlegen, ob das was bringt oder nicht. Je mehr Punkt 3 machen => das wird schon etwas bringen! Einfach machen und schauen was passiert!

    • ….und seid optimistisch und lasst euch nicht unterkriegen. Das macht Spass auch wenn es nur schrittweise geht. Jeder wird da eine Weg finden.

    • Wolfgang Gerber: Es reicht 5-10% zu überzeugen, die anderen laufen dann mit. Nur die, denen es gut geht, können was ändern (das Problem ist eher, es wird zu viel Zeit in unsinnige Arbeit investiert, die den Leuten dann fehlt). Wem es schlecht geht, kümmert sich zuerst um sich selbst und nur um heute. Seien wir froh, daß es uns gut geht!

      Exponentielles Wachstum ist erst ganz langsam, dann immer schneller. Der Anfang ist am schwersten, daher versuchen die Dienste ja, genau hier schon einzugreifen – die Anstrengungen im Kleinen sabotieren. Und genau das zeigt mir, daß dies der richtige Weg ist. Wenn all die kleinen Bäche nämlich dann später zusammenfliessen, ist der Strom nicht mehr aufzuhalten. Autonome Zellen sind das gefährlichste fürs System – an vielen Stellen Netze aufbauen, die dann zusammenwachsen.

      AlexR: Mache mit bei dem neuen Geldsystem. Je mehr es davon gibt, umso besser.

      Carsten K: Genau, jetzt schon tun, nicht warten. Alles was man braucht, ist schon da.

    • @KenFMFan: Super! Schreib Dich gleich mal an.

      @ alle: Das wirklich so gemeint, dass ich konkret eine „Neue D-Mark“ oder wie das auch heißen mag planen und umsetzen möchte. Notfalls im Alleingang, aber dann dauerts halt länger und wird nicht so gut. Vielleicht können wir mit einer bestimmten Größe auch die richtigen Experten dazu holen.
      Sobald wir hier hoffentlich eine Art Forum haben, falls das wirklich so eingerichtet wird, werde ich auch nochmal einen Thread dazu aufmachen.

      Parallel dazu kann man auch alle anderen Maßnahmen, die Benno Blaulicht oder sonst wer hier in den Kommentaren schon aufgezeigt haben, umsetzen.

    • Hallo Benno,

      Deine Auflistung passt sehr gut in das von mir angestoßene Projekt „Regional und zeitgleich“, in dem ich Aktionen starten möchte, die auf die vielen Schräglagen in allen Lebensbereichen (Hintergrund Neoliberalismus) aufmerksam machen sollen.

      Die Aktionen sollen regional und, abgesprochen mit den anderen Gruppen im Land, auch zeitgleich ausgeführt werden.

      Daneben sollen Aktionen der Aufklärung vordergründig sein, z. B. das Abspielen in öffentlichen Einrichtungen, Vereinen, vielleicht sogar in Schulen, von Vorträge und KenFM-Sendungen.

      Das würde doch zusammen passen. Oder was meinst Du?

      Habe noch weitere Ideen, die in die hoffentlich bald bestehenden Gruppen (ich mag das Wort irgendwie nicht so richtig, wem da eine Alternative einfällt…) einfließen sollen. Zum Beispiel auch Meditatives, um die häufig niederschmetternden Infos zu verarbeiten, und ganz besonders, um den inneren Frieden zu fördern. Also, um uns alle stark zu machen bzw. zu halten.

      Liebe Grüße
      Brigitte Schneider aus Worpswede

    • Oh Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaa! Estas Tonne! Ein Engel! Mit dem haben wir schon eine ganze Nacht vor dem Rechner durchgemacht bis zum Morgengrauen! Aber dieses friedliche Menschenmeer kannte ich noch nicht! Sehr schön!

  5. Hallo alle miteinander!
    Ich arbeite in der Landwirtschaft, die als “Bio“ klassifiziert wurde.
    Was ich dort tagtäglich erlebe ist für unsere Gesellschaft ebenso symptomatisch wie erschreckend.
    Im englischen Wort für Landwirtschaft (“agriculture“) wird deutlich wo Kultur anfängt.
    Heutzutage sind wir sowohl beim konventionellen als auch bei “Bio“ vollkommen von Erdöl abhängig.
    Landwirtschaft heute geht weit über den verbraucht von Benzin und Diesel für die Maschinen hinaus. Zwischen Landwirtschaft und ölverarbeitender Industrie hat sich eine regelrechte Symbiose entwickelt. Sei es Plastikherstellung für Bewässerungssysteme und Folientunnel, Pestizide, Herbizide, Düngemittel, Unkrautvernichtungsmittel etc. (Ohne Öl keine Biolebensmittel).
    Um diese regelmäßigen Betriebskosten (sowie Kredite für Maschinen) decken(abbezahlen) zu können bleibt den Landwirten heutzutage nichts anderes übrig als kurzfristig zu planen. Dadurch wird nur in Massen das angebaut, was mit möglichst wenig Lohnkostenaufwand mit einem Schnipp geerntet werden kann. Etwas, das möglichst schnell wächst, um es dann schnell wieder ernten zu können, um dann das Feld erneut bepflanzen zu können. Ein brach liegendes Feld bedeutet innerhalb unseres Systems Verlust.

    Das heist nach dem Abernten wird über den “Rest“ gemäht und der Boden erneut gehäckselt. Jetzt ist die Erde plan, unkrautfrei und steril. Schnell wird eine neue Monokultur gepflanzt. Individualität wird nicht zugelassen und so gut es geht unterdrückt (vgl. auch Schulsystem).
    Ich nenne diese Art zu wirtschaften: SYSTEM DER EINJÄHRIGEN MONOKULTUR.
    Und es ist nicht so, dass die Bauern von diesem System überzeugt wären. Sie werden in eine Situation gedrängt, wo Mehrjährigkeit keinen Sinn mehr macht oder schlichtweg zu risikoreich ist. Bäume anpflanzen grundsätzlich ja, aber wenn diese erst nach dem dritten Jahr zum ersten mal nennenswerte Ernteerträge bringen, kann dies bereits den Bankrott bedeuten.

    Der Begriff des Unkrauts wurde vom Menschen selbst gewählt und klassifiziert Pflanzen, die das SYSTEM DER EINJÄHRIGEN MONOKULTUR gefährden.

    Unsere Kultur verkommt immer mehr zu einer Monokultur. Der eigene Individualität auszuleben wird einem tendentiell immer schwieriger gemacht (In der Agriculture: Die Unkrautvernichtungsmittel entwickeln sich von Jahr zu Jahr weiter und werden von Chemiekonzernen perfektioniert)
    Monetärer Erfolg wird maximal bis zum 31.12. berechnet, bis es im nächsten Jahr wieder von vorne losgeht.

    Als ich uns am 01.10. in Berlin gesehen habe wurde mir klar: Das “Unkraut“ (bitte positiv verstehen) wächst durch und bedroht endlich das System der EINJÄHRIGEN MONOKULTUR. Jetzt gilt es für uns weiterzumachen und als “Unkräuter“ alle gemeinsam auszusamen und endlich wieder unsere natürliche Schönheit der Individualität und die Stärke der Biodiversifität mit einhergehenden symbiotischen Kräften für uns zu nutzen.

    Um zu wissen, wie man das System verändern kann ist zunächst einmal die Frage:
    Was ist das Gegenteil von Einjährigen Monokulturen ? – Mehrjährige Polykulturen!
    Pflanzt Birnen-, Apfel-, Nussbäume nebst Erdbeeren, Himbeeren etc.
    Ken sprach von einer Energieautarkie in Mitteleuropa. Ein wichtiger Bestandteil einer solchen ist in meinen Augen eine gewisse Nahrungsmittelautarkie!
    Nahrungsmittel aus der Region zu kaufen bringts nicht, wenn die gesamte Lebensmittelindustrie ohne den Treibstoff Öl nicht funktionieren kann.
    Kann man zum Beispiel mit dem Bürgermeister der Stadt reden, ob es leerstehende Flächen gibt, die mit Fruchtbäumen/Sträucher bepflanzt werden können?
    Kann man (evtl. eine Bürgerinitiative gründen und) gemeinsam Bäume pflanzen, einen Gemeinschaftsgarten für Jedermann anlegen?
    Gibt es Erfahrungen !?
    Gibt es kluge Tüftler, die aus Traktoren, die mit fossilen Energieträgern fahren, Elektrotraktoren machen könnten?
    Einen großen Vorteil haben Landwirte: Sie haben Platz! Crowdfundingfinanziert könnte man zum Beispiel mit ihnen gemeinsam Solarpanele/ Windkrafträder installieren. Wir verhelfen ihnen in Form von Strom zu einer ölfreie(ren) Lebensmittelproduktion und Überschüsse (Entweder Strom, oder Nahrung) könnten an die Gemeinde ausschüttet werden.

    P.S.: Falls euch jemand mit Ausländerfeindlichkeit begegnet, und behauptet “Die klauen unsere Jobs“ könnt ihr aus erster Hand berichten, dass ohne die Hilfe von polnischen, rumänischen und bulgarischen Arbeitskräften Obst und Gemüse Made in Germany in deutschen Supermärkten so gut wie nicht mehr vorhanden wäre!!!

    • Ein schönes Bild, Michael: Wilde Pflanzen die aussamen und das System der Monokultur gefährden.
      Alles gute Anregungen. Ich finde Friedensbewegungen und ökologisch sinnvolle Projekte sollten sich zusammentun.
      Haben Sie schon mal bei Solawi mitgemacht? Ohne Zertifikat, selbstorganisiert, Absicherung für Bauern, Konsumenten direkten Bezug zum Hof.

    • Hallöchen Michael, sehr guter Beitrag, sehr gutes Bild: „Als ich uns am 01.10. in Berlin gesehen habe wurde mir klar: Das “Unkraut“ (bitte positiv verstehen) wächst durch und bedroht endlich das System der EINJÄHRIGEN MONOKULTUR. Jetzt gilt es für uns weiterzumachen und als “Unkräuter“ alle gemeinsam auszusamen und endlich wieder unsere natürliche Schönheit der Individualität und die Stärke der Biodiversifität mit einhergehenden symbiotischen Kräften für uns zu nutzen.“ – ich bin gerne >Unkraut< oder eine Dorne die im System schmerzt *lächel*. Ich bin "wir" und "wir sind Viele" und ich merkel jetzt ma ein wenig rum und mache aus ihrem "wir schaffen das" ein "WIR BEWEGEN WAS!!!!!!!!". DANKE an KenFM & Team für diese Plattform und Eure Arbeit, Danke Michael für dieses Bild.

      Ken oder ein anderer aus der Community, hat irgendwer nen Mitschnitt vom offenen Mirko wo der Arzt sprach der aus dem "Verein" Bundeswehr austreten will und kann diesen hier verlinken? Habe gehofft auf youtube was zu finden, is mir aber nicht gelungen.

      liebe Grüße und fühlt Euch gedrückt

    • (Diesen Kommentar habe ich versehentlich unter einen anderen Kommentar verfasst. Er gehört natürlich hierher!! Sorry.)

      Hallo Michael,

      ja, die Landwirtschaft ist ein riesiges System innerhalb des Systems. Auch die Abhängigkeit, zum Beispiel auch betreffend Saat und Verwendung von Pestiziden, ist unglaublich. Von Demokratie kann da keine Rede sein.

      Es ist wichtig, dass diese armen Leute da herauskommen. „Arm“ meint hier natürlich nur die psychisch-seelische Existenz, materiell sind es diejenigen, die Systemkonform arbeiten, nicht. Das weiß ich aus „zweiter“ Hand. Zum Beispiel auch, dass diese konventiellen Landwirte für den Eigenbedarf Vieh gesondert halten, weil sie das Fleisch aus der Massentierhaltung selbst nicht essen. Das hat Aussagekraft, finde ich!! Es ist ein weiterer Hohn an die Würde des Menschen (und der Tiere!), dass dieses Fleisch an Menschen verkauft wird, die arm sind, wenig Geld haben. Sie werden vergiftet, materiell wie seelisch (Leid!). Auch die Pestizidvergiftung auf Gemüse und Obst ist enorm. Es ist ein Teufelskreis.

      Deine Anregungen finde ich gut. Es gibt ja auch vereinzelt die solidarische Landwirtschaft, in der feste Kunden auch gleichzeitig landwirtschaftliche Helfer sind – auch eine super Idee für alle!

      Würdest Du mit Deinem Hof eine Zusammenarbeit auf Deinem Hof denn begrüßen? Könntest Du Dir vorstellen, Menschen dort aufzunehmen, um gemeinsam etwas „wachsen zu lassen“?

      Herzliche Grüße
      aus Worpswede
      Brigitte

    • Ein schöner Kommentar. Wenn ich die Landwirtschaft hier in Ostholstein betrachte, ist die Monotonie traurig und bedrückend. Mais und Raps, wohin man auch schaut, dazwischen einige Getreidefelder. Sehr selten etwas anderes.
      Aber es gibt sie. Einige Landwirte haben ihre Liebe zur Natur noch nicht dem Preisdruck geopfert. Wenn ich Felder sehe, auf denen eine Wildblumenwiese und Kräuter in einer Pracht und Vielfalt gedeihen dürfen, berührt mich das zutiefst. Ein Kleinod in einer Wüste.
      Die EU zwingt viele Bauern finanziell in die Knie. Landwirte die keinen Mais anbauen wollten, sondern einfach nur Grünland sich selbst überlassen wollten, damit es sich regenerieren und erholen kann, drohte die massive Abwertung ihres Landes. Eine skrupellose Politik, die die Interessen der großen Konzerne vertritt. EU-Politik ist Monokultur.
      Manchmal stelle ich mir vor, wie es wäre, wenn die ganzen Gifte auf den Feldern farblich sichtbar wären. Eine bunte Welt ohne Leben. Die Artenvielfalt verkümmert. Der Begriff Unkraut für diese wunderbar lebendigen Pflanzen, schmerzt mich immer etwas. Wildkraut ist sehr viel passender und drückt die Ursprünglichkeit und Natürlichkeit aus. Die Manipulation durch die Sprache ist bezeichnend. Das eigentliche Unkraut ist der genmanipulierte Mais, die vergifteten Pflanzen, die das Land dominieren.
      Die Rückkehr zu kleinen, überschaubaren Einheiten in Form von Selbstversorgerhöfen und nachhaltiger Landwirtschaft ist dringend notwendig. Kein Mensch braucht Kartoffeln aus Ägypten oder Erdbeeren aus China.
      Wer einen Garten hat und Gemüse selbst anbaut, der weiß um die Bedeutung der Rhythmen in der Natur. Der weiß auch, wie wichtig das Zusammenspiel aller Kräfte ist. Statt den Kindern bereits im Grundschulalter den Umgang mit dem Computer beizubringen, wäre es viel wichtiger ihnen den achtsamen Umgang mit der Natur wieder näher zu bringen. Schulgärten anzulegen und ihnen bewusst zu machen, dass wir durchaus ohne Handy und Computer leben können, aber nicht ohne die Natur. Sie verdient unseren allergrößten Respekt. Wir müssen nicht in die Steinzeit zurückkehren, aber wir haben den Bogen schon deutlich überspannt und sollten langsam aufwachen und uns auf das Wesentliche besinnen. Jeder Schritt in diese Richtung ist ein guter Schritt und jeder Mensch kann ihn gehen. Er müsste es einfach nur tun.
      Das Paradies auf Erden ist ein geklärter Geist, der die Vollkommenheit in sich selbst erkennt.

    • Dank auch von mir für diesen Kommentar! Ja, diese schrecklichen Monokulturen! Ich erinnere mich noch schmerzlich genau an ein Erlebnis vor zig Jahren im einstmals so wunderschönen Elsass: Da wanderten wir an einem unübschaubar großen Sonnenblumenfeld entlang und all die zahllos vielen, dicht an dicht stehenden Blumen ließen die Köpfe hängen und sahen todtraurig aus! Wie ein riesiges, völlig entkräftetes, vom Durst ausgetrocknetes Heer von Kriegsheimkehrern ohne jede verbliebene Hoffnung! Dieses traurige Bild, das ich bis jetzt in mir herumtrage und an das Du mich mit Deinem Kommentar erinnert hast, tut mir heute noch weh! Die Menschheit ist mit dieser herrschaftlichen Viehzüchterkultur da in eine Lebens-und Naturverachtung hineingerutscht, die nur noch Unheil anrichten kann!
      Die meisten begreifen das wahrscheinlich nur deshalb immer noch nicht, weil es schon so lange geht. Sie denken und sagen: Aber das war doch schon immer so! Aber das eben stimmt so nicht! Unsere Art Zivilisation ist zwischen 7 -und 10 000 Jahre alt und die sog. „Erste Hochkultur“ darin, das Alte Ägypten, war in seinen hochherrschaftlich perversen Denkstrukturen schon unserer heutigen überzivilisierten Welt sehr ähnlich.
      Aber diese feudalistische Kultur wird heute immer noch vorwiegend bewundert und angehimmelt ihrer monumentalen und immer noch unerklärten Werke halber! Es muss da ein grundsätzliches Umdenken stattfinden!
      Reichtum, Macht, monumentale Bauwerke, Schlösser usw. sollte nicht mehr Gegenstand von Bewunderung sein, sondern sollte geächtet, besser noch am Ende verlacht und bemitleidet werden!

  6. Ich bin gerade dabei, mir die Reden von Ken Jebsen auf den Mahnwachen anzuhören, von denen ich 2014 noch nichts wusste. Ich kannte keinen Lars Mährholz und keinen Ken Jebsen.

    Ja, schade, dass diese Bewegung so zerschlagen wurde, wie ist das eigentlich passiert? Ist es so, dass der Mainstream so eine Macht hat…?
    Hat die „alte“ Friedensbewegung ihren Anteil daran? Waren wirklich so viele Nationalsozialisten auf diesen Demos?

    Ich glaube, das es ganz wichtig ist, dass wir uns selbst organisieren und nicht darauf warten, das wir eine Art „Führungsperson“ bekommen, die uns sagt, was wir machen sollen!
    Doch leider sind die meisten von uns so erzogen, dass uns immer gesagt wurde, was wir zu tun und zu denken haben…das ist tief in uns verwurzelt!

    Es wird also Zeit autonom zu handeln, damit daraus dann ein konstruktives Miteinander wird!
    Ich würde mir für mich wünschen, dass wir uns regional vernetzen und dann einfach schauen, was wir auf die Beine stellen können.
    Auf der Demo waren viele Menschen, aus ganz unterschiedlichen Regionen und sogar Ländern und jetzt sollten wir uns regional vernetzen und uns auch persönlich treffen, um weitere Schritte zu überlegen.

    Ich komme aus dem Raum Hildesheim – Hannover und wer Interesse hat, sich mit mir zu vernetzen, den möchte ich bitten, mir eine persönliche Nachricht zu schreiben, dann können wir gemeinsam überlegen, was wir MACHEN wollen und wo unserer Fähigkeiten und Möglichkeiten liegen!

    Ich würde mich sehr freuen, bald Nachrichten in meinem Postfach hier zu finden!

  7. Hallo Ken FM…
    erstmal wollte ich euch danken …es gibt in meinen Augen viel zu wenige wie euch!!!! Da es keinen Orden oder Preis in Deutschland für ernsthaften Journalismus gibt, bin ich mir dennoch sicher das auch eure Arbeit irgendwann gewürdigt wird ..
    Seit 12 Jahren lebe ich in der Schweiz und betrachte meine Heimat von hier aus und bin einfach nur fassungslos wie 80 Millionen Menschen zu schauen und ihr leben einfach wegschmeissen anstatt es in die Hand zunehmen und zu kämpfen
    auch ich bin extra ein paar Kilometer angereist(Zürich) um mir ein Bild darüber zumachen wie vielen Menschen es eigentlich bewusst ist in welcher Situation wir uns befinden und leider war ich enttäuscht das doch so viele nicht begreifen welche Macht die Masse hat,
    aus diesem Grund möchte ich gerne aktiv dazu beitragen um weitere Menschen dazu zu bringen auf zustehen und zu kämpfen ..
    könnt ihr mir zufällig dabei helfen aktive Leute in der Schweiz zu finden oder ist euch eine Internet Plattform bekannt wo ich mich an Leute wenden kann die mir weiter helfen können..
    ich danke euch für euer bemühen und für die ehrlichsten Worte am Kanzleramt seit dem Bau dieses sinnlosen Gebäudes ..

    • Hiermit hast Du einen Kontakt aus Deiner Region 🙂
      Allerdings vermisse ich noch – wie von vielen hier schon angesprochen – das von Ken Jebsen angesprochene „Macher Portal“. Denn das ist genau das was uns fehlt damit wir uns vernetzen und letztlich zu erfolgreich friedensfördernden „Machern“ werden können.

    • Ken hat doch gesagt. Er wird sie demnächst einrichten. Lass ihn doch mal ein paar Tage durchschnaufen. Wenn er wieder gesund wird und nicht mehr mit Krücken laufen muss, dann wird es vermutlich auch wieder schneller gehen ?.

  8. Guten Abend
    als ich am Samstag mit Brigitte Schneider ihr alte Geschichten aus Berlin erzählte, fiel mir wieder ein, dass sehr sehr viele Menschen vor und während des 1. Irakkiegs von 1990 bis 1991 weisse Bettlaken aus Protest an ihre Fenster hingen. Bei mir in Kreuzberg sogar mehr als in anderen Bezirken. Sie waren zum Teil beschriftet mit Antikriegsparolen und Peace Emblemen. Ich fand das damals ziemlich Klasse. Ich machte damals gerade mein Abitur und Herr Ströbele kam zu uns auf die Schule, um dieses Thema zu diskutieren. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich Ströbele angriff (verbal natürlich), als er eine Position vertrat, dass Israel durch seine Unterdrückungspolitik gegenüber den Palästinensern die Scud Angriffe von Irak selber zu verantworten habe. Ich sagte ihm damals mit lauter Stimme, warum er überhaupt auf die Idee käme als Friedensbewegungs-Politiker (er war Mitglied der alternativen Liste) für eine Seite Partei zu ergreifen, wenn auf beiden Seiten Menschen starben. Die weissen Bettlaken an den Fenstern bedeuteten, dass niemand sterben sollte für Öl und Einfluss. Vielleicht sollten wir diese Bettlaken Aktion wiederholen und so ein sichtbares Zeichen gegen Kriege im Allgemeinen setzen. Was haltet ihr davon ??

    • Hey pooler 1970,

      das ist eine schöne Idee.

      Man könnte alternativ auch eine weiße Flagge nehmen (ich wohne im Erdgeschoss auf dem Land, da wird sich keiner um ein Bettlaken kümmern, die weiße Flagge kann ich vorne an der Straße positionieren!). Und ich glaube, es wäre sinnvoll, dies nur zu bestimmten Zeiten zu tun, damit das Auge (und damit der Geist) sich nicht daran „gewöhnt“, denn es soll ja Aufmerksamkeit erzeugt werden.

      Ich halte also sehr viel davon!

      Liebe Grüße
      Brigitte

  9. Hallo Herr Jebsen,

    Ich bin eigentlich auf KenFM vor längerer Zeit gestoßen wegen der Interviews mit Autoren, da ich so manches Buch lese.
    Ich habe mir die letzten Monate das meiste der Arbeiten von KenFM angeschaut, vor allem die Sendung Positionen finde ich sehr gut.
    Auch diese Kundgebung, Respekt vor allem den Leuten die da waren und auch Ihnen.

    Es mag nun nicht so ganz zu dem Thema passen, aber Sie sagen: Man sollte mit allen reden !
    Was ich so mitbekommen habe haben Sie früher sehr wohl mit einem Jürgen Elsässer geredet nun nicht mehr . ?!
    Sie sprechen auch nicht mit einem Andreas Popp.
    Ich höre Ihnen zu, ebenso einem Popp und auch Elsässer und anderen.
    Sie mögen in manchen Themen nicht einig sein aber in den wichtigsten klingt es für mich sehr wohl danach das alle auf einen gewissen Nenner kommen würden (lassen wir die AFD usw. mal weg wobei dort und auch bei einer Pegida sicher viele Menschen sind die wirklich weder Links noch Rechts stehen).
    Was ich nicht verstehe ist warum in den Gewissen Grundfragen ob NATO oder Finanzwesen wo Ihr alle Euch einig seit, Ihr Eure Kräfte nicht bündelt. Denn ein Jeder hat 1.000de Leute die kommen. So wären es dann 10.000de !

    Ich komme aus Österreich, genauer aus Vorarlberg. Wir hier haben auch verschiedene Gruppen die gerade dabei sind Kontakte zu knüpfen, Interessensunterschiede auszublenden und in den Wichtigsten Punkten versuchen werden nun zusammen zu arbeiten. Dies wird so denke ich einiges mehr an Wirkung entfalten.

    Grüssle aus dem Ländle

    • Dazu fällt mir ein, daß alle Gruppen, die sich in dem Thema: Frieden, einig sind, ihre Standpunkte zu Themen in denen sie auseinandergehen, aufschreiben könnten, und in den Gemeinsamkeiten zusammen Demos organisieren. Das Verfassen eines offiziellen Papiers würde schützen vor Attacken wie von der Brenner Stiftung. Die Unterschiede beibehalten, autonom, dennoch zusammenarbeiten, ja das fände ich gut. Es schützt vor Zentralisierung/Zerschlagung/Kapern des Gesamten und gibt allen Teilnehmern Orientierung, wo sie sich am besten einordnen. Ein offizielles Papier, auf das man verweisen kann wenn nötig. Eine Allgemeine erklärung der Friedensbewegung, aus der niemand ausgeschlossen wird.

  10. Obwohl hier schon so viel schönes und positives über die Demo berichtet wurde, möchte ich dennoch berichten, wie es mir auf dieser Demo ergangen ist. Es war einfach schön so viele Menschen zu treffen, die sich die gleichen Gedanken machen wie man selbst und versuchen die Dinge zu ändern. Gerade die Reden von Ken haben mich sehr berührt, da er mich auch rhetorisch sehr anspricht und ohne viel Federlesen uns immer wieder den Spiegel vorhält. Besonders berührt, mir liefen die Tränen, war ich von dem Auftritt der Amerikanerin (den Namen weiß ich leider nicht mehr). Sie hat mir so viel Hoffnung gemacht, dass ganz viele Amerikaner friedvoll sind und genauso kämpfen wie wir und sie vor Ort kämpfen, so dass es keine weiteren Kriege gibt. Sie hat sich bedankt, dass wir alle da sind und somit ein Signal in die USA schicken; und da habe ich einfach meinen Tränen freien lauf gelassen; das war schön!
    Ich würde mir ihren Auftritt gerne noch einmal anschauen, habe aber leider bis jetzt nichts gefunden wo ich das sehen könnte. Habt ihr da vielleicht Ideen?
    Anschließen möchte ich mich auch mit einer kleinen Kritik, die auch schon Prinz Chaos geäußert hatte, dass es einfach zu viel „Frontveranstaltung“ war, statt zwischendrin Pausen zu machen, indem sich die Leute einfach austauschen und kennenlernen können. Beides parallel zu machen, fand ich selber schwierig, da mich die Vorträge schon sehr interessiert haben, dem ich dann aber nicht folgen konnte.
    Abschließend möchte ich fragen, ob ihr wisst ab wann die Seite „die Macher“ aktiv geschaltet wird, um dort „zu machen“?
    Ganz herzliche Grüße aus Idstein und vielen Dank all denen die den Samstag zu einem so schönen Ereignis gemacht haben.
    Viktor

  11. Hallo Herr Jebsen,
    Sie erwähnten ein Portal „Die Macher“, das es von jetzt an geben soll. Habe ich das falsch verstanden?
    Ich denke, wir sollten uns alle vernetzen. Sie haben auch so wunderbare Interviews und Gesprächsrunden geführt. Können Sie nicht alle Menschen, die dort zu Gast waren, mit in dieses Netz einbeziehen, und Ihre ganzen Unterstützer in ganz Deutschland. Ich denke, auf diese Weise würden wir eine Menge Leute zusammen kriegen und es würden täglich mehr. SO muss man heutzutage Kampagnen angehen. Demos und Kundgebungen sind wichtig, reichen allein aber nicht. Wir sollten das Internet zu unserem Vorteil nutzen. Es hat nämlich auch Nachteile: Dadurch, dass jeder seine politischen Ansichten im Netz kundtut, erachten die Leute es nicht mehr als notwendig, auf die Straße zu gehen. Verkehren wir diesen „Nachteil“ des Netzes in positive Energie und vernetzen uns alle!! Das ist mein Vorschlag. Am 1.10. war ich dabei – es war eine tolle Sache!
    Danke!

  12. Es waren zwei bewegende Tage in Berlin, und zwar im doppelten Sinn.

    Bewegend, anrührend, ans Herz gehend:

    „Ken Jebsen, Du scheinst mir sehr authentisch zu sein, und wenn ich zwar meistens, aber nicht immer Deiner Meinung bin, und auch, wenn Du mir – als öffentliche Person in der Öffentlichkeit – manchmal zu emotional erscheinst (was ich aber total verstehe!!), so empfinde ich eben gerade dieses „sich der totalen Versachlichung verweigern“ und wieder Gefühle zu leben, zu zeigen und vor allem auch in Entscheidungen einfließen zu lassen, als ganz besonders wichtig für eine positive Veränderung!

    Denn ich selbst habe aufgrund meiner eigenen Biographie erfahren und erkannt – im Sinne von Weisheit, die mehr ist, als „Verstandeswissen“ -, dass jede Entscheidung, die das Herz und unsere Gefühle ausklammert, zumindest eine unvollständige Entscheidung ist. Eine mit dem Herzen getroffene Entscheidung bleibt immer richtig, selbst wenn der Gegenstand der Wahl sich wieder verflüchtigt, selbst wenn eine Entscheidung schwer fällt, schmerzt und traurig macht.“

    Bewegend also, weil auf der Demo ganz viel Gefühl da war, nicht nur bei und vor allem auch nicht nur durch Ken Jebsen, sondern unter den Menschen. Die mich umgebenden Menschen war friedlich, freundlich, hatten strahlende und liebende Augen. Sie waren gleichermaßen herzlich und entschlossen. Das war einfach herrlich positiv und sehr bewegend in meinem Inneren, anrührend an mein Herz, das überzuschwappen drohte vor lauter Freude, Mitgefühl und Liebe.

    Bewegend auch, jetzt neben den von mir bereits seit Jahrzehnten gelebten, persönlich vollzogenen Konsequenzen in Bezug auf den lebensverachtenden Geist der führenden Politik und Wirtschaft noch aktiver für meine Mitmenschen da zu sein. Obwohl ich mich schon lange offen äußere – und dafür einiges an Sanktionen hinnehmen muss und musste – werde ich noch nachlegen.

    Zum Beispiel kann ich mich anbieten, auch die Wünsche und Gedanken derer in Worte zu fassen, die es selbst nicht hinbekommen. Davon gibt es viele – ich weiß es, weil viele es mir sagen. Das übernehme ich gerne, wenn es jemand wünscht, damit auch das von ihnen Gefühlte, Empfundene, Widerfahrende, Erlebte und Angestrebte in den großen „Veränderungskreis der Entschlossenen“ offen einfließen kann.

    Lasst uns alle gemeinsam schauen, wo die schwachen – besser gesagt die geschwächten – Menschen sind. Wir müssen ihnen helfen, einen authentischen Weg zu gehen, denn das macht stark und immun gegen Drohungen. Kleine Schritte natürlich, nur kleine Schritte. Übrigens – ich gehöre ja auch zu den Geschwächten. Wir alle sind die Geschwächten, und wir stehen nun gemeinsam und Jede und Jeder für sich auf. Und wir unterstützen uns gegenseitig, damit wir stärker werden können – damit meine ich auch Ken Jebsen, Owe Schattauer, Florian Kirner, Dirk C. Fleck, Eugen Drewermann, Daniele Ganser, Rainer Rothfuß (alles Männer fällt mir gerade auf), und alle, die schon stärker sind oder scheinen, und ebenso Unterstützung brauchen. So wie Ken es formulierte: Wir alle sind die Sonne….

    Ich kann zuhören und Trost spenden, nicht nur allein, sondern mit der liebenden und ganzheitlichen Energie meiner Pferde. Kommt her und überzeugt Euch selbst, bzw. wen es interessiert, kann ich auch darüber berichten, über uns, über sie, unser kleines Paradies. Es hat heilende – und damit stärkende – Wirkung, auch wenn wir immer wieder angegriffen werden, mit dem Ziel, es zu vernichten. Liebe kann man nicht vernichten.

    Gerne unterstütze ich praktisch meine Mitmenschen in meinem Umfeld. Ich werde die von Ken geführten Gespräche, also seine Sendungen, weiterleiten an Leute, die noch nicht im Internet sind. Es gibt mehr davon, als wir glauben. Gemeinsam solche Gespräche zu verfolgen, regt zum anschließenden Austausch an. So werden sich neue Wege eröffnen, der Kreis wird größer. Ich werfe den berühmten „Stein ins Wasser“.

    Ja, und ich finde es sehr gut und sehr wichtig, dass so viele wie nur möglich tatsächlich „Gesicht“ zeigen. Mut gehört dazu, und Mut macht Stark!

    Deshalb: Hut ab Anna Papadopoulou!
    Auch Du hast gerade einen Stein ins Wasser geworfen, andere werden Dir in Deinem Tun folgen.

    Eine weitere Aktion meinerseits soll sein: Ich suche Euch in meiner Nähe! Also wer ist in der Nähe von Bremen / Worpswede? Wir könnten uns regelmäßig treffen und gemeinsam Aktionen (wie die oben erwähnten Vorführungen) starten.

    Mahatmi Gandhi sagte, die Aufgabe eines Bürgerrechtlers sei, zu provozieren, um Ungerechtigkeiten sichtbar zu machen.

    Gewaltfrei natürlich – und eben auch im Bewusstsein, Schläge einzustecken ohne auszuteilen, was keine moralische Handlung bedeutet, sondern wohl bedacht ist:
    Es geht darum, das verletzliche Herz derer freizulegen, die hart, stumpf, taub geworden sind. Wenn wir mit ihrem Aktionismus antworten – also mit Ellenbogen, mit harten Argumenten, mit Schlägen, mit Erniedrigung, mit Verhöhnung, mit Hass, mit Verleumdung, mit Rechthaberei, mit Würdelosigkeit, mit Rache – dann begeben wir uns auf ein Niveau, welches die Fronten verhärtet.

    Ken sagte es bereits: Seien wir wie Wasser!

    „Entschlossene Grüße voller Liebe“ an Alle
    Brigitte Schneider aus Worpswede

    • Du sagst viele gute und richtige Dinge wie z.B. „Eine mit dem Herzen getroffene Entscheidung bleibt immer richtig!“
      Und „Liebe kann man nicht vernichten!“. Thanks for beeing alive!
      Aber zu emotional war mir der Ken Jebsen noch nie! Ich liebe das und genau das ist es, woran es gerade hier in Deutschland so mangelt. Seien wir froh, dass wir unseren Ken Jebsen haben, der das ein bisschen ausgleicht! 🙂

    • Hallo Veganislove,

      danke!

      Und was die Emotionalität angeht: ok, da habe ich mich in dem ersten Satz nicht ganz richtig ausgedrückt. Ich meinte, dass eine öffentliche Person immer etwas aufpassen sollte, weil sie leicht angreifbar ist. Allerdings habe ich im nächsten Halbsatz auf die Notwendigkeit von Gefühlen und geöffneten Herzen hingewiesen. Ja, und wir haben nicht nur den Ken Jebsen, der seine Gefühle zeigt. Ich habe am Samstag viele gesehen, die ebenso gefühlvoll sind. Ich glaube nicht, dass wir ausgleichen sollten, sondern einfach authentisch sein und unsere Mitmenschen so versuchen, zu erreichen. Mehr noch: ich hoffe immer darauf, dass ich meine Mitmenschen durch meine Art, offen mit den „eigenen“ Gefühlen umzugehen, irgendwann ermutige, es auch zu tun – langsam, Schritt für Schritt, und wenn das gelingt, ist es ganz besonders schön.

      Liebe Grüße… 🙂

    • Ja, genau! Sich immer weiter selbstkritisch auf die Schliche kommen und sich nicht scheuen, das selbst entdeckte Wissen mit Gefühlen und allem Drum und Dran zu zeigen: Authentisch sein, Gesicht zeigen. Nur wer im Begriff ist, etwas schlechtes zu tun, muss Angst haben und nur wer etwas Ungutes denkt, muss es verstecken.

    • Ist vielleicht auch nicht für jeden leicht, wenn man hier teilweise seine privaten Dinge aufschreibt. Ähnlich wie bei Charlotte, die vor so vielen Leuten sehr private Dinge kund tat. Das war mutig und nicht jeder kann das in dieser Weise nicht. Da versteckt der ein oder andere sich eher mal.

  13. Es war gut dagewesen zu sein. Aktiv dabei gewesen zu sein und Verantwortung übernommen zu haben. Ich will Menschlichkeit, Mitgefüh, Freude und Liebe auf dieser Einen Welt mehren, meinen Teil zum Ganzen hinzugeben … Ich will hinsehen was Ist,.. und nicht mehr hinnehmen was gegen Leben ist und zeige offen mein Gesicht, meinen Namen, beginne zu zeigen was in mir ist und es zu teilen für und nicht gegen, mit den Worten von Sophokles gesprochen:
    Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da

    …ich hatte bereichernde, berührende Kontakte gehabt und erlebste ein wohlwollendes miteinander was mir neben den gesprochenen Worten z.B. von Herrn Rainer Rothfuß sehr gefallen und gut getan hatte… Es war mehr als schön dass wir alle da gewesen sind, wir hatten von Spiritualität, von Christus, vom Licht, von Einem Gott gesprochen… und ich habe mich daran erinnert obwohl ich keiner Religion angehöre, dennoch tief gläubig bin…was unter Matthaeus in der Bibel zu finden ist: Weiter sage ich euch: wo zwei unter euch eins werden, warum es ist, daß sie bitten wollen, das soll ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen – …

    • Ich danke Dir, dass Du so offen über das sprichst, was Dich im Innern bewegt und was Dich antreibt! –
      So wie Du bin auch kein Kirchenmitglied. Die Quelle meiner Kraft, meiner Motivation und Inspiration liegt aber auch in etwas „Religiösem“, in etwas,das man „Spiritualität“, „Mystik“ oder einfach „Verbundenheit“ nennen könnte.
      Dein Name lässt mich vermuten, dass Du wohl griechische Wurzel hast. Da fällt mir das KenFM-Video über „Solidarity 4 All“, der griechischen Graswurzelbewegung wieder ein. „Solidarity 4 All“ ist für mich eine große Ermutigung. Deshalb empfehle ich dieses Video wärmstens.

  14. Ich weiß, es ist nicht mehr originell und jeder kennt es. Aber leider scheinen immer noch viel zu wenige es zu begreifen:
    „So lange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben!“

    • du wirst recht haben mit deiner annahme.
      ich halte jedoch dagegen und sage, „solange es menschen gibt, wird es auch schlachtfelder geben“.
      davon bn ich überzeugt.
      übrigens esse ich fleisch. führe seit jahren trotzdem meinen kampf für die tiere. habe mal ein jahr kein fleisch gegessen, kam damit aber nicht klar.
      habe viele jahre kein geflügel gegessen, wollte mich nicht mitschuldig machen. kaufe jetzt, aber nur bio. ich glaube, das ist zu verantworten.
      und …… was ist mit naturvölkern, die sich vielleicht vom fischfang ernähren? oder den eskimos?
      und glaube mir, ich liebe tiere.

    • Vielleicht geht es gar nicht darum, ob ich noch Fleisch esse oder nicht, ob ich Eier esse oder nicht, sondern vielmehr darum, dass Tiere so schändlich missbraucht werden!

      Wenn jeder Mensch selbst für seinen Fleischkonsum sorgen müsste, d.h. selbst schlachten müsste…ich bin mir ziemlich sicher, viele Menschen würden auf Fleisch verzichten!
      Meine Großeltern hatten einen Bauernhof und ja mein Großvater hat selbst geschlachtet und meine Großmutter hat die Hühner geköpft…puh, und wenn ich mich an die Bilder erinnere, wie das Huhn ohne Kopf noch geflattert ist, dann erinnere ich mich auch an die Gefühle, die ich hatte…
      Die waren verwirrend, nicht verstehend, mich fassungslos machend, wie meine, doch so liebe Großmutter, so etwas tun konnte…
      Auch das Schlachten eines Schweines war furchtbar für mich…an die Bilder mag ich gar nicht mehr denken!

      Doch meine kindliche Psyche hat diese Bilder erfolgreich verdrängt…sie tauchen erst jetzt wieder auf, seitdem ich mich mit diesem Thema befasse…
      Was ich in mir spüre, dass ich diese kindlichen Gefühle immer noch nicht ganz zulassen kann…weil es so schrecklich für mich war…Ich sah, wie das Tier aufgeschnitten wurde, das Blut raus floss und aufgefangen wurden und ständig gerührt werden musste…und ja, mir fehlen auch Einzelheiten…

      Ich war nur einmal bei einer Schlachtung dabei und dann nie wieder…ich habe auch meinen Erinnerungen nach nur einmal erlebt, dass meine Großmutter einem Huhn den Kopf abgeschlagen hat…

      Die Tiere meiner Großeltern hatten bis zu ihrer Schlachtung sicherlich ein gutes Leben! Sie konnten sich frei bewegen und die Eier mussten täglich gesucht werden. Die Schweine hatten einen großen Auslauf und viel Platz und die kleinen Ferkel habe ich geliebt…die waren so süß!

      Was ich von mir behaupten kann, dass ich niemals ein Tier schlachten könnte, was ich konnte, war melken! Ich habe die Kühe meines Großvaters gemolken! Und ja, ich habe die Eier mit gesucht und eingesammelt!
      Ich liebte die frische Milch und die Dickmilch, die meine Großmutter machte…Wurst und Fleisch habe ich als Kind nicht gegessen, auch daran erinnere ich mich wieder…
      Ich erinnere mich, dass ich immer Kartoffeln mit Soße as…und für meine Eltern war das auch okay, es gab eh nur wenig Fleisch…meistens nur sonntags.

      Auch Käse mochte ich als Kind nicht…am liebsten as ich ein Butterbrot mit Salz!
      Viel später habe ich mich an Fleisch und Wurst gewöhnt, wann das genau anfing, weiß ich nicht mehr!
      Jetzt bin ich dabei, mich wieder „zurück“ zu gewöhnen…
      Doch ob es mir jemals gelingen wird auf Eier zu verzichten, weiß ich nicht…Ich liebe Eier und bin mit meinem Mann ernsthaft am überlegen, ob wir uns nicht selbst ein paar Hühner anschaffen…den Platz hätten wir!
      Allerdings sind das noch unausgegorene Gedanken…
      Doch die Vorstellung, hier Hühner zu haben, die mit ungestutzten Flügeln auch auf Bäumen sitzen können, hat was…

      Was ich nicht weiß, wie alt Hühner werden…da scheint es keine einheitliche Meinung zu geben! Hühner gelten als Nutztieren, werden also in der Regel mit zwei Jahren geschlachtet, damit das Fleisch noch genießbar ist.

      Und was ich inzwischen auch in Erfahrung bringen konnte, dass ein Hahn wichtig ist! Er sorgt wohl dafür, dass sich die Hühner nicht gegenseitig bekämpfen…
      Jedenfalls sagte eine Freundin von mir, deren Freundin Hühner hat und keinen Hahn genehmigt bekam, dass sie die Hühner wieder abschaffen wird, weil sie die Kämpfe unter den Hühnern, die ziemlich brutal sind, nicht mehr aushält…

      Also alles nicht so einfach…Die einzige sinnvolle Lösung wäre wohl, auf diese ganze Nutztierhaltung zu verzichten! Und zwar im Großen, also Massentierhaltung und auch im Kleinen, also die Selbstversorgung…

      Ich bin mit „Haustieren“, also Hunde und Katzen aufgewachsen und auch mit „Nutztieren“…Zurzeit habe ich nur „Haustiere“ also Hunde und Katzen…d.h. nur noch einen Hund, unseren Buster, weil unsere Tara im letzten Jahr in unseren Armen gestorben ist…Tara war unsere heißgeliebte und oftmals auch verfluchte Irishsetterhündin…Ihre Sturheit hat uns so manches Mal verzweifeln lassen…

      Und nach ihrem Tod macht ich zum ersten Mal die Erfahrung, dass auch Tiere trauern können…Tara ist fünfzehn Jahre alt geworden, ein stolzes Alter…und Buster kam als Welpe zu uns, als Tara zwei Jahre alt war und beide haben sogleich ein „Team“ gebildet…Mein Hundetrainer sagte mir zwar, das solle ich unterbinden, weil es wichtiger wäre, das Buster eine Bindung zu uns bekommt und sich nicht an Tara orientiert…doch mir war es wichtig, dass er eine Bindung zu Tara und so uns hat. Und so war es dann auch…
      Nach dem Tod von Tara ist jetzt so, dass mein Mann zum wichtigsten Lebewesen für Buster geworden ist. Ich komme für ihn erst an zweiter Stelle und das ist für mich auch okay so!

      Was ich auch mit meinen Beitrag ausdrücken will, dass die Bindung von Menschen und Haustieren eine andere ist, als zu „Nutzieren“…Würden Menschen zu „Nutztieren“ auch eine Bindung aufbauen, könnten sie sie nicht schlachten…Als Kind macht man diese Unterschiede nicht…und baut zu allen Tiere eine Bindung auf, so wie ein Kind das kann…
      Und die Schlachtung hat dann eine traumatisierende Wirkung, d.h. als Kind verdrängt man diese Gefühle, weil sie in der erwachsenen Welt als nicht angemessenen gelten…Doch das gilt nicht nur für Tiere!

      Als mein Vater die kleine Tanne in unserem Garten fällte, mit der ich aufgewachsen bin, war ich auch zutiefst unglücklich und habe Rotz und Wasser geweint…so erging es mir auch, als der Kirschbaum dran glauben musste…
      Doch es gab keinen Erwachsenen, der meinen Schmerz und meine Trauer verstanden hat, also habe ich diese Gefühle tief in mir vergraben…Zwar wurde mir erklärt, warum diese Fällungen nötig waren, doch als Kind habe ich diese Erklärungen nicht verstanden!

      Die Gefühlswelt von Kindern ist irrational und statt Erklärungen, hätte ich den Trost meiner Eltern gebraucht, doch den konnten sie mir nicht geben…

      Den bekam ich auch nicht, als meine Urgroßmutter, die bei uns im Haus lebte, starb, als ich neun Jahre alt war!
      Meine Eltern haben das Trauern als Kriegskinder komplett verdrängt, weil sie mit Tod und Verlust aufgewachsen sind…
      Mein Schmerz um ein Schwein, ein Huhn oder eine Tanne empfanden sie als lächerlich und der Tod meiner Ur-Omi, war für meinen Vater so schlimm, weil sie seine einzige und echte Bindungsperson war, dass er meinen Schmerz nicht auch noch aushalten konnten…Und meine Mutter war mehr damit beschäftigt meinen Vater zu trösten als mich…

      Früh „Erwachsen“ zu werden, bedeutet auch, Gefühle zu rationalisieren…nur so konnten meine Eltern den Kriegswahnsinn überleben und diese Überlebensstrategie haben sie mir weiter vermittelt!

      Ud ja, diese Strategie brauche ich auch heute noch…sonst könnte ich meine Arbeit nicht machen, sonst würde ich mich selbst auflösen und in Trauer und Schmerz versinken, wenn mir Klienten ihre Geschichte erzählen…die jeden „normal“ denkenden und fühlenden Menschen an den Rand der Fassungslosigkeit bringen würden!

      Doch genug jetzt…
      Zu Letzt noch, wir können uns nur verstehen, wenn wir unsere Biografien verstehen und die sind so unterschiedlich, wie sie nur sein können…und wenn wir uns unserer eigenen Biografie stellen…Ken Jebsen tut das, damit hat er mein Vertrauen gewonnen, auch wenn ich ihn nicht persönlich kenne! Und ich erkenne in ihm einen Menschen, wie ich selber auch einer bin…Mit ganz bestimmten Fähigkeiten und auch mit Schwächen, so wie wir Menschen uns aufgrund unserer kindlichen Prägungen halt entwickelt haben…

      Und ja, das betrifft auch die „sogenannte“ Elite…die sind auch nicht anders als „wir“! Das sind auch „nur“ Menschen…geprägt von ihren Eltern und ihrer Biografie…
      Und wir haben nur diese eine Welt, die wir uns alle miteinander teilen müssen…egal wo wir geboren wurden…
      Und wenn wir weiter gegeneinander agieren, statt miteinander, dann ist das unser Ende als Menschheit auf diesen Planeten.
      Vielleicht kennt ihr diesen Witz: Treffen ich zwei Planeten im Weltraum und dem einen geht es richtig schlecht. Und er wird gefragt, was denn mit ihm los sei? Er antwortet: ich habe Mensch! Daraufhin der andere Planet: Ach so, mach‘ dir keine Sorgen, das geht vorbei!

      Was ich jetzt nicht, weiß, ob der Zusammenhang, dessen was ich geschrieben habe, verständlich ist…doch ich lasse es jetzt einfach mal so stehen!
      Und nehme Missverständnisse in Kauf…

    • Boah veggylove hör doch mal was ken gesagt hat: es geht nicht um …fleischesser…wir sind ein team. Unter jeden beitrag egal welches thema er behandelt musst du deine veggyparolen drunterschreiben. Du bist wie ein religiöser fanatiker der die anderen scheltet wegen ihrer verkommenheit.du machst aus mir keinen veganer auch wenn du noch eine millionen ihr fleischesser seid so schlimm postest.

      was ändert eine bockwurst nicht zu essen an bombenteppichen?

    • Ich antworte immer spontan, direkt nach dem Lesen. So auch hier, obwohl so vieles im Einzelnen zu diskutieren wäre. Was mir also beim ersten Überblick auffällt bei allen drei Kommentaren: Es fehlt die Logik! Sie fehlt übrigens auch bei Ken Jebsen in seiner Rede, wenn er sagt, es gilt für ihn der einfache Satz: „Du sollst nicht töten!“ Töten heißt, einem empfindsamen Lebewesen sein Lebensrecht und sein Lebensglück zu nehmen! Es in die schlimmste aller Ängste zu versetzen, ihm den Schlimmsten aller Schmerzen zuzufügen! Dazu hat nach meinem Empfinden, das ich mir glücklicherweise bewahren konnte, kein Mensch das Recht!
      Wir Menschen müssen Klarheit in uns schaffen, damit direkt von Herz zu Herz gesprochen werden kann. Bei Kens Rede war das für mich so. Nur in diesem einen Punkt nicht. Und deshalb musste ich es erwähnen, um der Wahrheit die Ehre zu geben und um des unermesslichen Leidens und der unbeschreiblichen Qualen und des unerträglichen Unrechtes Willen! Ob man mir deshalb Missionieren vorwirft oder Spalten oder was was auch immer, spielt für mich angesichts dessen schon lange keine Rolle mehr! Ich glaube an das, was ich von Herzen empfinde und das sollte jeder Mensch tun, Frau Assel! Mit dem berühmten „Rationalisieren“ haben wir den eigentlichen inneren Wert des Lebens im Stich gelassen!

    • @daniwhite hat Recht. Durch Vorwürfe gewinnt @veganislove keine weiteren veganen Mitstreiter – sondern nur durch Vorleben.

      „Wir sollten lernen als Spezies zu denken“ – „Du sollst nicht töten“

  15. Helfen, da sein, sich um andere Bürger kümmern, eine Selbstverständlichkeit?!
    Irgendwo ja, jetzt und heute…
    Wo waren all diese guten Menschen vor der Flüchtlingswelle,setzten sie sich für die deutschen Hilflosen ein?
    Mir wird anhand von vielen tragischen Erlebnissen bei unseren deutschen Mitbürgern ganz schlecht,schlimmer noch, sie tun mir unendlich leid, wenn sie nun erleben müssen, Flüchtlinge kommen auf die Bühne..sie selbst dürfen ihren neuen Job als Toilettenfrau , Parkreiniger fristen.

    • anette, vermische es bitte nicht. beides sind arme teufel. der junge, auf den du anspielst ist auch nur ein opfer. ein opfer unter anderem der deutschen politik die mit dazu beigetragen hat, dass er jetzt hier ist.
      und der größte fehler wäre sie gegeneinander auszuspielen.
      beides hat miteinander zu tun, aber auf ganz andere art und weise.
      ursache ist nach dem zerfall des ostblocks die globalisierung der welt, betrieben durch die usa und die westeuropäischen länder. d liegt das übel.

    • Liebe Annette,
      Sie haben in einem anderen Beitrag geschrieben, dass Sie gar nicht dabei waren, als diese drei Menschen die Bühne betreten haben?
      Und ich weiß natürlich nicht, was diese Frau, die sich so sehr für die beiden Jungs einsetzt, zuvor gemacht hat, doch was ich mit Bestimmtheit weiß, dass sich die Menschen, die ich kenne, auch schon vorher um hilfsbedürftige Menschen gekümmert haben…
      Und ja, es ist schlimm, dass es hier in dem reichen Deutschland, immer mehr Menschen gibt, die am Rande der Existenz leben müssen! Doch etwas haben wir hier noch… und wir wissen nicht wie lange noch: So etwas wie Frieden, unsere Städte sind noch heil und wir MÜSSEN noch nicht flüchten…

      Doch wenn das – was ich niemals hoffe – eintreten sollte, dass auch Deutschland wieder bombardiert wird, dann wünsche ich mir, dass es in Ländern, die nicht davon betroffen sind, Menschen gibt, die sich so sehr für meine Kinder und Enkelkinder einsetzen, wie es diese Frau es tut…

      Ich mag auch diesen Begriff „Flüchtlingswelle“ nicht…was ist das für ein Unwort, was ständig durch die Presse geht, oder auch „Flüchtlingsströme“. Das sind Menschen, wie Sie und ich!
      Ich weiß nicht, wie alt Sie sind und ob Ihre Eltern den Krieg noch mit erlebt haben? Meine Eltern gehören in die Kriegskindergeneration und ihre traumatischen Erlebnisse haben auch Auswirkungen auf mich!
      Vielleicht hören Sie sich einmal dieses Interview mit Ken Jebsen an: https://www.youtube.com/watch?v=DvEweXTsI00 .
      Ca. bei Min. 46:00 spricht er darüber, was die traumatischen Erlebnisse seiner Mutter für Auswirkungen auf ihn hatten
      Und ja, so ist es! Auch ich musste viel früher „erwachsen“ werden, als es mir eigentlich gut getan hätte!
      Ken Jebsen spricht auch darüber, dass die „Betondecke“ im Alter immer brüchiger wird! Auch damit hat er Recht! In vielen Altersheimen „tobt“ der Zweite Weltkrieg und die Altenpfleger sind damit völlig überfordert!

      Falls Sie nicht in irgendeiner Weise auch von den Auswirkungen des 2. Weltkrieges betroffen sind, sondern Großeltern und Eltern haben, die nichts Traumatisches erlebt haben, dann können Sie sich glücklich schätzen! Ich habe in meinen bisherigen Leben noch niemanden getroffen…

      Von daher bin ich auch wenig skeptisch, wenn Owe Schattauer so sehr seine glückliche Kindheit betont und seine sich liebenden Eltern…
      Doch vielleicht gehört es tatsächlich zu den wenigen Menschen, deren Eltern nicht traumatisiert waren…
      Doch das glaube ich erst, wenn ich ein Gespräch dazu mit ihm geführt habe – ob das jemals der Fall sein wird, weiß ich nicht – doch solange bleibe ich skeptisch! Allerdings mag ich seinen „Zorn“, weil ich mich selbst darin wieder finde!

      Von daher ist so wichtig, dass wir den Menschen, die zu uns kommen, zumindest ein bisschen Sicherheit geben und das hat diese mutige Frau auf der Bühne getan und für die beiden Jungs war das sehr, sehr wichtig!

      Wir können uns doch nicht daran zerreiben, wer jetzt mehr Hilfe braucht und wer sich wie und wo einsetzt! Wichtig ist doch, dass wir überhaupt etwas tun und zwar entsprechend unseren Fähigkeiten und Möglichkeiten!

      Und was ich Ihnen auch mit Sicherheit sagen, diese guten Menschen gab es auch schon bevor so viele Menschen hier zu uns kamen und jetzt gibt es noch mehr Menschen, die ihre Hilfsbereitschaft einsetzen!

      Mich hat diese Szene sehr berührt und mir standen die Tränen in den Augen!

      Das sind meine Gedanken und ja, es kann auch sein, dass ich Ihren Kommentar völlig missverstehe…leider ist der schriftliche Austausch nicht immer leicht, weil ein wirkliches Gegenüber fehlt – halt die Mimik und die Gestik!
      Das ist einfach ein großer Nachteil…doch dies lässt sich in einem Forum halt einfach nicht vermeiden!

      Wir hätten uns gestern kennenlernen können…Schade! Vielleicht klappt es ein anderes Mal…

      Liebe und friedliche Grüße
      Birgit Assel

    • Klaus,

      ich hatte es anders gemeint, wollte nur darauf hinweisen, dass der Einsatz von deutschen Bürgern gegenüber ihren Mitbewohnern, doch recht kläglich aus fällt.Im Gegenteil, die Stigmatisierung gegenüber denen die vom Staat zum verbalen Abschuss gebracht wurden, gibt es schon gut 10Jahre….!

      Natürlich wird es keinem besser gehen, würden die Flüchtlinge schlecht behandelt werden, sie gegeneinander ausspielen, kam mir nicht in den Sinn.Es geht mir um den Aktionismus, den ich für richtig halte…frage nur, weshalb ist den Deutschen der Deutsche nicht so viel wert, denn da vermisst man ihn immer noch.
      Fazit:In erster Linie geht s um Menschen die in Nor und Elend gebracht werden…um alle die bei uns leben…denn die Welt können wir nicht retten..

  16. Mein Mann und ich waren gestern vor dem Kanzleramt!
    Mich hat sehr gefreut, dass auch Reiner Braun gesprochen hat und sagte, dass diese „Spalterei“ aufhören muss, wer denn nun die richtigen und die falschen Friedensdemonstranten sind. Er plädierte dafür, dass wir nur gemeinsam stark sind!

    Dem kann ich nur zustimmen und ich gehe davon aus, die meisten Menschen, die gestern dort waren, sehen das auch so…Jetzt hoffe ich, das Reiner Braun am kommenden Wochenende in Berlin auch entsprechende Worte findet und die Vorurteile endlich der Geschichte angehören.

    Mich hat vieles gestern bewegt und bewegt mich jetzt noch!
    Heute habe ich mit einer Kollegin telefoniert, die genauso wie ich, traumatherapeutisch arbeitet und Fortbildungen gibt, für Erzieher, Lehrer und Sozialpädagogen, wie man traumatisierte Flüchtlinge gut begleitet und sie sagte mir, dass diese Menschen ganz oft mit dieser Herausforderung überfordert sind. Und auch die vielen ehrenamtlichen Helfer kommen schnell an ihre Grenze, weil immer wieder Situationen entstehen, die sie hilflos und ohnmächtig machen.

    Die Betreuerin, die mit den beiden geflüchteten Jungen die Bühne betreten hat um ganz klar zu sagen, dass sie sich für diese beiden jungen Männer einsetzt und wenn sie abgeschoben werden sollen, dann nur über ihre Leiche!
    Die drei standen vor mir und die jungen Männer strahlten, als sie hörten, dass sie mit auf die Bühne durften.

    Ken Jebsen sagte folgerichtig, dass wir viel zu wenig dafür tun, dass kriegstraumatisierte Menschen psychologische Begleitung bekommen und das ist eindeutig so und hinzu kommt noch, dass nur wenige psychologische Betreuer in der Psychotraumatologie ausgebildet sind.
    Das kann fatale Folgen haben, weil ein Trigger unberechenbare Situationen auslösen kann.

    Weiter sagte Ken Jebsen, dass jeder für sich schauen sollte, was er in seinem persönlichen Umfeld tun kann und das ohne wenn und aber!
    Häufig höre ich: ich würde ja gerne, aber…
    Kommt ein „aber“, dann kann das Gespräch getrost beendet werden, weil dem ersten „aber“ immer mehr „aber“ folgen werden…Ich gehe davon aus, das kennen wir von uns selbst auch!?
    Ich selbst sage auch immer noch viel zu oft: Aber!

    Und als erstes habe ich mir vorgenommen, jedes „aber“ was sich über meine Lippen schleichen will, sofort zu nach seinem Wahrheitsgehalt zu überprüfen! Ein „aber“ bedeutet in der Regel: Ich will das nicht! Okay, dass darf ja auch sein, ich muss nicht alles wollen…Es kann auch bedeuten: ich kann das noch nicht! Okay, dann ist die Fragen, will ich es lernen?

    Wenn wir jedes „aber“ was wir in uns selbst spüren oder von unserem Gesprächspartner hören, überprüfen, dann kann ich mir gut vorstellen, dass sich ganz neue Handlungsoptionen ergeben!
    Und gleichzeitig könnte das dazu führen, dass wir ehrlicher miteinander umgehen!

    • Ein “ aber ist bequem, sogar relativierend , entschuldigend einzusetzen, denn wurde ein Fehler begangen, darauf angesprochen, vielleicht sogar um eine Erklärung gebeten, die erhält man dann in folgender Form:Richtig, es war falsch von mir….aber…der andere usw usf…und schon ist alles nicht mehr so schlimm, man muss nicht einmal mehr drüber nachdenken!
      Da ist es hilfreich einfach vor dem „aber“,Punkt zu denken,.der Satz ist zu Ende!

  17. Hallo !
    Gute Rede und wichtige Aktion !
    Alles Gute nachträglich zum Geburtstag !
    Ich hoffe immer wieder , das wir nie live erleben ( müssen ) , wie schlimm die
    beschriebenen Situationen sind und werden können – die angesprochen wurden .
    Da ich weder Clinton noch Trump auch nur ansatzweise wirkliche politische ( friedliche ) Kompetenz zutraue , bekomme ich trotz Euren wichtigen Aufwach-Aktionen erhebliche Probleme , wenn ich an die Wahl im November denke .
    Und bitte und bete darum – das noch etwas Hirn auch bei denen ankommt – die solche Dinge entscheiden ….
    Euch weiterhin alles Gute !

    • margret,
      trump ist bestimmt unberechenbar. aber trotzdem sicherlich das kleinere übel. clinton ist eine kriegsverbrecherinund sucht ihn gerade zu krampfhaft.
      sollte sie an die macht kommen, sieht es mit sicherheit düster aus.

  18. danke an Euch alle.
    Seit Jahren stolperte ich meist für mich allein durch ein Dickicht von Informationen und schrieb des nachts, um wieder schlafen zu können.
    Es hat soooooo gut getan, unter Euch zu sein am Samstag.
    Ich denke, es geht überhaupt und die Herzkraft des Teilens, die in uns allen wohnt. Die hat man uns abtrainiert, sie ist aber die natürlichste Intuition, einander in Frieden zu begegnen.
    Ich blicke noch nicht so recht, wie ich mich hier jetzt aktiv einbringen kann. Aber ichteile gern mit Euch, was ich in den letzten Jahren so schrieb zu all dem, was uns alle angeht. Auf meinem Blog findet Ihr meine Musik, meine Kunst, meine Zeilen und meine Liebe. Ich teile sie gern mit Euch. Danke an die Frau, die Samstag ihren Schirm mit mir teilte. Danke an den Mann, der mir Geld für den Bus zurück nach Hamburg geben wollte. Danke an alle, die mit mir gemeinsam im Regen standen und den Mut haben, Idealisten zu sein. John Lennon hat von oben auf uns heruntergelächelt 🙂
    Eure Lina
    http://linahawk.com/?page_id=2776

    • Dein Blog ist super, habe dich in meine Favouriten und in mein Herz gespeichert. Wenn du wieder mal nach Berlin kommst, melde dich auf jeden Fall bei mir.

      Danke Lina
      Liebe Grüsse

    • Ja, toll! Ein gutes Beispiel! Lasst das KenFM-Portal virtuelle Kinder kriegen! Ich überleg’s mir auch, obwohl ich in dieser ganzen Technologie noch eine Niete bin!

  19. Ein toller Auftakt der wirklich nur begeistern kann! Und es hat Publikum! Sogar viel mehr als es jetzt noch erscheint:
    RT Deutsch, Epoche Times und Christoph Hörstel (Deutsche Mitte) berichten über diesen Auftakt! Das heisst: es gibt wieder mediale Aufmerksamkeit. Das Dogma des verschwörerischen Ausschweigens der Mainstream-Medien ist damit gebrochen. Es wird wieder berichtet und informiert. Und es wird mehr werden. Eine Presse, die schweigt, die braucht nämlich kein Mensch.
    Macher zu sein, heisst auch Machen zu können. Aktive Bürger können das tun, in dem sie ihre Wahrnehmung für das politische Geschehen in ihrer unmittelbaren Umgebung erweitern. Auf die Politik des Ortes und der Gemeinde. Da kann man was machen, da kann man hingehen und nachschauen. Diese Politiker sitzen nicht weit weg in Brüssel oder Berlin. Da kann man was machen für Kinder in Kindergärten, für Schüler in Schulen. Für Jugentliche die Ausbildung suchen. Für Alte und Alleinstehende die nicht am Rand unserer Gesellschaft leben, sondern bei uns sein wollen. Für die Bewahrung von Handwerksbetriebe und örtlichen Unternehmen die Arbeitsplätze und Einkommen bieten. Für eine bessere Verwendung von Steuergeldern und Gebühren usw. usw. Wahre Demokratie wurzelt in Ihren Bürgern, nicht in dessen Abgeordnete. Stadt und Amt sind nicht mehr tabu. Man braucht sie nicht mehr bloß zu beschimpfen, man kann hingehen, sich informieren, mit ihnen reden und auch klären, wie man was ändern kann. Politiker wollen die Welt mitgestalten. Wir auch!

  20. Ken sagte: „Wir sind nicht unterschiedlich…“.
    Das stimmt nicht.
    Wir sind alle unter schiedlich – zum Teil sogar sehr- zum Glück.
    Aber was er wahrscheinlich gemeint hat und womit er absolut richtig liegt ist, dass unsere Kernbedürfnisse und damit unsere Kerninteressen nicht unterschiedlich sondern exakt die gleichen sind.
    Denn alle Menschen brauchen saubere Luft zum Atmen, sauberes Wasser zum Trinken und saubere Nahrung zum Essen.
    Außerdem wünschen sich (fast?) alle Menschen, in Frieden leben zu können.

    • Bei allem Respekt für Deine Individualität: Der Satz war gemeint, dahin zu schauen wo wir uns gleich sind, und nicht worin wir uns unterscheiden. Dann erkennen wir, dass wir viel mehr gemeinsam haben und für die dieselbe Sache „kämpfen“: Frieden, Glück, Freiheit, Humanismus

  21. als ich meinen kommentar abgegeben habe, war wohl diese seite noch nicht online. deshalb steht er unter:

    nachdenKEN über: Gründungstreffen der „Entschlossenen“ am 1.10. um 5 vor 12 in Berlin

    wen es interessiert, kann gern dort lesen was ich zu sagen hatte. ist aber nicht nur lob ^^

    • Lieber Klaus (wenn ich Dich mal so nennen darf),
      mir ist wichtig , was Ken über diese neue „Bewegung der Macher“ am Schluß sagte: Sie soll keinen „Kopf“, keinen „Anführer“ haben. Ken ist ein guter Motivator. Er ist aber nicht wichtiger als jeder und jede von uns. – Erzähl‘ doch einfach auch Deine Geschichte. Was wirst Du anpacken?

  22. Prima Ansprache von Ken Jebsen, emotional und mitreißend.
    Ich bin gespannt was „DIE MACHER“ in der Zukunft werden machen können und wollen; gespannt auch darauf
    was der Mainstream der Medien zu dieser Aktion sagen wird und ob er überhaupt etwas sagt.
    Egal: Hauptsache die ENTSCHLOSSENEN machen was, bleiben dran und werden stark, stark im Widerstand gegen den Wahnsinn dieser Welt.

  23. Wieder so eine tief bewegende Rede von Ken. Es treibt einem die Tränen in die Augen- und das sind nicht nur die Worte selbst. Trotzdem kleine Kritik unter Freunden, Ken: „Veganer“ werden immer noch in der Menge unvergleichlich mehr ausgegrenzt, als „Fleischesser“! Und ich sag Dir meine Meinung ganz ehrlich, gerade weil ich Dich so mag: Mit dieser Tiere-Vernutzerei ist eine friedliche Welt nicht zu schaffen! Davon bin ich tief und fest und unumkehrbar überzeugt. Du siehst noch erstaunlich gut aus für 50 Jahre Tiere-Essen! Aber damit bist Du auch eher eine Ausnahme! Prüft es doch mal nach, wenn Ihr es nicht glaubt!

    • Sorry aber Selbstversorger die kein Massentierhaltungsfleisch kaufen,aber ihre Nahrung selbst herstellen,auch (Fleisch) werden von Veganern immer noch in der Menge unvergleichlich mehr ausgegrenzt als „Militante Veganer“.

    • Der Ausdruck „militante Veganer“ ist genauso falsch und unlogisch wie „militante Pazifisten.“ Also schreiben Sie doch bitte beim nächtenmal lieber „streitbare Veganer“. Das ist das eine. Das andere ist dieses seltsame Satzkonstrukt: „…werden von Veganern in der Menge unvergleichlich viel mehr ausgegrenzt als „Militante Veganer“.
      Fakt ist doch nachweislich und unbestreitbar, dass die Veganer überall-bis auf die vegan-vegetarischen Gemeinschaften oder Websites, eine kleine Minderheit sind, auch bei KenFM. Und Fakt ist auch, dass sie überall mit mehr Vorurteilen, Skepsis und Agressionen rechnen müssen, als diejenigen Mehrheitlichen, die sich noch sklavisch an die Ernährungstradition unserer patriarchalischen Viehzüchterkultur halten. Dass die Veganer diejenigen nerven, die möglichst wollen, dass alles so bleibt, wie es ist und nur eben der Weltfrieden einziehen soll, ist auch logisch. Wer ein bisschen drüber nachgedacht hat, muss unweigerlich zu dem Resultat kommen, dass dieser Weltfrieden nicht von außen zu uns kommen kann, sondern dass er im Herzen jedes Menschen entstehen muss durch Selbstreflexion. Und diese Selbstreflexion sollte logischerweise dazu führen, dass jede Art von Gewalt und Lebensverachtung von jedem von uns geächtet wird und dass das Leben überall geschützt und gepflegt wird. So entsteht Friede in der Welt und nur so. Das ist Grundbedingung. Ohne Selbsterkenntnis geht gar nichts.

  24. – klasse dass ken das hier gemacht hat ( und recht hat er)
    – klasse dass so (viel) wenige da waren !
    aber
    wenn das alle friendens freunde in berlin sind, dann ….. gibt es krieg ! soviel ist sicher
    scheisse
    semper vigil

    • Nein, das täuscht! Klassische „Demo“ ist einfach 70er.
      Ich war damals sehr engagiert und auf jeder wichtigen Demo mit dabei – und habe sehr genau beobachtet was es gebracht hat:
      Sobald eine Bewegung zu groß wurde, kamen diese militärisch organisierten schwarzen Blocks – sehr medienwirksam – zerstörten einiges an Infrastruktur, lieferten sich eine Schlacht mit der Polizei und verschwanden wieder wie sie gekommen waren. So wirklich verhaftet und verknackt wurde nicht einer – in all er ganzen Zeit nicht – aber die Medien wussten über was sie zu berichten hatten und die Politiker, über was zu entscheiden war: Einer immer fieseren Einschränkung von Versammlungs- und Demonstrationsrecht.
      Ich habe im Laufe der Jahre vor allem eines gelernt: Wer nach einer Regierung ruft die etwas verbessern soll, wird eine bekommen, die ihn noch mehr bescheisst als die letzte. Alle wollen Veränderungen und Keiner will SICH verändern. Das geht so nicht.
      Ich bin also ganz bei Ken wenn er sagt, die Veränderungen müssen AUS UNS kommen. Entsprechen habe ich damit vor sehr langer Zeit schon angefangen. Und das Tolle dabei ist: Jeder kann die Punkte unterstützen die IHM SELBST wichtig sind. Wer eben wie ich ein Problem mit Massentierhaltung hat, der darf kein Fleisch essen. Ganz einfach. Wer gegen die Privatisierung von immer weiteren Wasservorräten ist, sollte kein Wasser in Flaschen heimschleppen. Ich habe es auch in der Hand welche Unternehmen ich unterstütze. Ganz Deutschland regt sich darüber auf, dass Amazon, Apple und Starbucks (und einige mehr) hier am Fiskus vorbei operieren aber kaufen deren Produkte. WARUM? ICH NICHT.
      Ich glaube den Meisten von uns ist ihre Macht nicht bewusst! WIR sind die 99%. Und WIR hätten es in der Hand jedes beliebige Unternehmen innerhalb kürzester Zeit auszuhungern. Das Gilt selbstverständlich für Medien! Ich könnte kotzen wenn ich sehe wie sich die Leute täglich über die Konzernpresse aufregen und den scheiss aber sofort wieder verlinken wenn irgendwas ins Weltbild passt. WARUM? Die kriegen keine Klicks von mir. Schon sehr lange nicht mehr! Und das tut ihnen weh weil WIR NICHT die KUNDEN sind! WIR sind das PRODUKT, das man den Kunden, nämlich der Industrie verkauft! Und genau so behandelt man uns inzwischen auch. Wir müssen einfach nur erwachsen werden und unser eigenes Spiel spielen. Keine Lemminge mehr sein.
      Sie haben uns derart erfolgreich gespalten und zerschlagen dass der Mob bei Streiks inzwischen zusammen mit der Bildzeitung auf der Seite der Konzerne steht. So weit ist es. Es liegt an uns, den Hebel herum zu reissen. Und da eignet sich das Internet in der Tat besser als die Straße.
      Sie werden sich etwas einfallen lassen müssen, weil es mit dieser Strategie auch nicht so einfach sein wird, die Menschen zu spalten. Es ist irrelevant ob jemand politisch „rechts“ oder „links“ steht. Es ist relevant was er möchte, wie er leben möchte, Welche Werte ihm wichtig sind – und entsprechend handelt er.

    • Gut gesprochen, Herr Herrmann. Doch das mit der Demo sehe ich anders. Es kommt auf die Masse an. Jemand, der sich gewegen lässt, auf die Straße zu gehen, trägt viel mehr Entschlossenheit in sich. Des Weiteren geht auf der Straße mehr, als nur die klassische Demo. Kreativität ist gefragt. Mit der Konfrontation auf der Straße treffe ich auch politisch kaum Interessierte. Im Internet hingegen treffe ich in der Regel nur auf Menschen, die sich über Politik austauschen. Man sollte das eine nicht gegen das andere ausspielen. Beides hat seine Berechtigung.

    • Ich stehe auch voll hinter ihrem Kommentar, Uli Hermann.
      Desweiteren bin ich der Überzeugung, dass das obsolete Geld/Geldsystem das GrundÜbel in der Welt darstellt, das alle anderen Übel nach sich zieht.
      Es gibt aber einen Grund, warum dieses menschliche Kostrukt namens Geld/Geldsystem überhaupt existiert.
      Das Geld/Geldsystem basiert auf zwei Säulen: Gier und Mißtrauen.
      Und damit spiegelt es eins zu eins die menschliche Natur wider.
      Die menschliche Natur ist zu sehen als der Ausdruck einer im langen biologischen Überlebenskampf (Evolution) erworbenen und verfestigten – da erfolgreichen – Verhaltensweise.
      Denn, zugespitzt formuliert, konnte nur der gierige und mißtrauische Mensch über die Jahrtausende zu Beginn der Menschheit bestehen, als Nahrung knapp und die Gefahren für das eigene Leben reichlich waren.
      Der Erwerb dieser Verhaltensweisen, die das eigene Überleben und das der Sippe erfolgreicher sicherten als das bei Menschen der Fall war, die nicht so handelten, fand lange vor der heutigen Zivilisation und ihren für die Allgemeinheit nützlichen und überlebenssichernden Errungenschaften (u.a. Wissenschaft und Technik) statt.
      Im Kontext einer exponentiellen Entwicklung der Errungenschaften unserer heutigen Zivilisation ist diese im Laufe der Evolution erworbene menschliche Natur zwar mehr als obsolet geworden, aber nichtsdestotrotz vorhanden und prägt/beeinflußt nachhaltig das Verhalten aller Menschen – jetzt zum Nachteil der Allgemeinheit.
      Es ist auch nicht einmal die Masse an Menschen, die diese extrem ausgeprägte Affinität zu Geld besitzten muss. Dennoch genügt eine die gewisse Anzahl, um das Geldsystem und damit auch das mti ihm gekoppelte Wirtschaftssystem und damit das Leben der Allgemeinheit zu gefährden bzw, zum Zusammenbruch zu bringen.
      Wie immer wieder geschehen und weiter geschehen wird.
      Denn es werden (seltsamerweis?) stets aufs neue (bewußt) die falschen Schlüsse im Nachhinein gezogen, d.h. die Ursache/Schuld am totalen Zusammenbruch nie beim Geldsystem selbst gesucht, sondern immer bei zu Sündenböcken gemachten Personengruppen.

  25. Eine beeindruckende Demo. Ich war dabei. Und die wichtigste Botschaft: Jeder kann etwas tun!

    rt berichtete zeitnah über diese Veranstaltung. In deutschen Mainstreamnedien wird man kaum etwas darüber erfahren.

    Ohne Internetportalnutzun lebt man leider in Deutschland heutzutage wie im „Tal der Ahnungslosen“.

  26. Es war 11.34 Uhr als wir, ein Freund und ich, am Kanzleramt ankamen.
    Und als ich die Anzahl der Leute sah war ich etwas enttäuscht.
    Keine 15 Minuten später, war es so voll, dass wir sehr froh über den Platz direkt an der Bühne waren.
    Ich war sehr überrascht, nun also doch vor einer Bühne mit Rednern und musikalischer Begleitung zu stehen. Aber aus dieser überraschten Haltung heraus ergaben sich eben auch keine Erwartungen & somit war dies die beste Grundlage um alles Gesagte aufzusaugen.
    Es waren vier Stunden, die wir an einer einzigen Stelle verbracht haben, lediglich im Stehen, doch war es das Interesse, was uns nicht zusammen knicken ließ.
    Es war das Herzliche, jede Umarmung zwischen Owe Schattauer und dem zuletzt gesprochenen Redner, das Mitgefühl von uns allen die wir es waren, denen die Tränen in den Augen standen als Owe von der alten Dame in Russland erzählte, die als dreijähriges Mädchen zusehen musste wie ihr die Familie entrissen wurde (…), aber wir es dennoch die gleichen waren, die zehn Minuten später wieder zusammen gelacht haben, weil Ken Jebsen uns wieder daran erinnerte welch grotesker Scheiß hier überhaupt um uns geschieht und abläuft.
    Natürlich möchte ich nun nicht diese ganze Veranstaltung in Worten wiedergeben, doch war es dieses Gemeinschaftsgefühl – zu wissen gewiss nicht allein zu sein – was mich so verzaubert hat. Verzaubert hat, auch mir hierfür nochmal etwas Zeit zu nehmen.
    Denn nach so viel Input am gestrigen Tage musste es schließlich auch verarbeitet werden.
    Ich bin froh am 01. Oktober 2016 vor dem Kanzleramt gewesen zu sein und vom Entschlossenen zum Macher „wach gemacht“ worden zu sein.
    Ken, wenn du redest ist es fesselnd dir zuzuhören und schwer nicht gepackt zu werden. Ich hab‘ noch nie so viel Applaus für etwas Gesagtes aufgebracht wie am gestrigen Tage.
    Und nein, ich weiß, du bist kein Vorbild, sondern die Sonne & von nun an werde auch ich versuchen heller zu scheinen.
    Danke!

    • Hallo Daniel Kadgien,

      ja, so wie Dir ging es mir auch auf der Demo. Es war sehr bewegend. Auch ich war wie verzaubert. Sowohl die Redner auf der Bühne als auch die Menschen um mich herum waren so friedlich, und aus ihren Augen strahlte Liebe. Das hat mich sehr berührt, denn leider finden sich solche Menschen im alltäglichen nur „vereinzelt“, es sei denn, auf Veranstaltungen, die eben nur sie, diese Menschen, anziehen.

      Deshalb ist es mein Wunsch, den Kreis derer, die sich göffnetet haben für eine friedliche Gemeinschaft, Menschen, denen „Menschen“ mehr bedeuten als Macht und Geld und Eigentum und Prestige, zu vergrößern.

      Lasst uns Menschen verzaubern!
      (Anstatt sie anzugreifen und ihre Herzen noch weiter zu verhärten.)

      Liebe Grüße
      Brigitte Schneider aus Worpswede

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