KenFM am Set: Nie wieder Krieg! – Delegation für Frieden und Kooperation auf der Krim

Am 8. Mai 1945 endete der 2. Weltkrieg mit dem Sieg über Hitler-Deutschland. Den höchsten Blutzoll dieses Krieges zahlte die Sowjetunion mit 27 Millionen Toten. Als sich das Ende der Nazi-Diktatur abzeichnete, trafen sich vom 4. bis zum 11. Februar 1945 die alliierten Staatschefs Franklin D. Roosevelt (USA), Winston Churchill (Vereinigtes Königreich) und Josef Stalin (UdSSR) in Jalta, um die Nachkriegsordnung Europas gemeinsam zu beschließen.

Es wurde bewusst die Sommerresidenz des letzten russischen Zaren Nikolai II. als Ort für diese historische Zusammenkunft gewählt, die auch als „Krim-Konferenz“ oder „Konferenz von Jalta“ in die Geschichte einging.

Die Region auf der Krim wurde während des Krieges lange von den Deutschen besetzt. Da aktuell das Verhältnis zwischen Russland und „dem Westen“, somit auch zu Deutschland, mehr als angespannt und ein neuer kalter Krieg bereits im Gange ist, sprechen wir im Rahmen unserer Krim-Reise mit den Teilnehmern der Delegation für Frieden und Kooperation Willy Wimmer, Andreas Maurer und Erwin Thoma.

Lehre und Botschaft der gemeinsamen Geschichte kann nur sein, dass wir Jalta als Mahnung verstehen: Nie wieder Krieg!

Statt aufeinander zu schießen, reden zivilisierte Nachbarn miteinander. Denn wo ein Wille ist, ist immer auch ein Weg.

Unser Gästebucheintrag in Jalta:

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43 Kommentare zu: “KenFM am Set: Nie wieder Krieg! – Delegation für Frieden und Kooperation auf der Krim

  1. Ich habe gestern auf ORF 2 eine wahrhaft schreckliche Dokumentation gesehen. Wie soll angesichts solcher Aussagen russischer „Denker“ und Oligarchen und der Unterstützung rechter Bewegungen in Europa durch Russland das deutsch-russische Verhältnis sich verbessern? Das die Absicht der Destabilisierung von Europa nur zu verständlich ist wird auch kaum jemand interessieren.
    Und es werden wieder alle möglichen Aussagen und Standpunkte in einen Topf geworfen und daraus eine rechte Suppe gebraut.
    Ich wäre über eine Reaktion über diese Dokumentation von Ken Fm sehr dankbar.
    http://tvthek.orf.at/profile/Weltjournal/5298609/WELTjournal-Europas-Rechte-Putins-voelkische-Fans/13927763/WELTjournal-Europas-Rechte-Putins-voelkische-Fans/14036293

  2. Ich kann dem hier gesagten nur beipflichten. Kein _Mensch_ braucht/will Krieg.

    Ergänzend möchte ich Paul Craig Roberts zitieren:
    „[…] The questions before us could not be any clearer: Will Russia and China break and give in to Washington? If not, will Washington become a good world citizen for the first time in America’s history, or will Washington issue more threats, thereby convincing Russia and China that their alternative is to wait for Washington’s preemptive nuclear strike or deliver one themselves?
    This is the only question that the world faces that is worth our attention. I spent a quarter century in Washington. The evil that is in control there at the present time is unprecedented. I have never seen anything like it.
    Can the world survive the evil that is concentrated in Washington, evil that has the support of the governments of the Western world?“
    http://www.paulcraigroberts.org/2017/04/26/trump-now-captive-deep-state/

    • Ich versuch das mal *g*:

      „Zum Besuch der deutsch-österreichischen Delegation an ein einem Ort [,] der uns zu Frieden, Freundschaft und Zusammenarbeit maht.
      [unlesbar]“

      „Jalta ist eine Mahnung: Nie wieder Krieg!
      [unlesbar]“

      „Mit Respekt an unsere Nachbarn, das große Russische Volk, [unlesbar] Staatssekretär a. D.
      |“

      ;o)

    • „Zum Besuch der deutsch-österreichischen Delegation an einem Ort [,] der uns zu Frieden, Freundschaft und Zusammenarbeit mahnt.“
      Erwin Thoma

      „Jalta ist eine Mahnung: Nie wieder Krieg!“
      Ken Jebsen

      „Mit Respekt an unsere Nachbarn, das große Russische Volk.“
      Willy Wimmer, Staatssekretär a. D.

  3. Diese Herren tun das Vernünftigste, was man nur tun kann in dieser Situation. Außerdem gehen sie mit gutem Beispiel voran. Man kann nur hoffen, dass viele ihnen folgen werden.

    • Ja, in der Tat. Ein Lichtblick am richtigen Ort in einer Zeit voll bekloppter Politiker.
      Möge die Geschichte diese Delegation für Frieden und Kooperation auf der Krim auf eine Gedenkmünze verewigen.

  4. Antwort auf A.S.CRANE
    Ich bin Pragmatiker, ich kann nicht anders. Aber ich muss sagen Ihr Bild stimmt. Es ist wirklich eine Schande es zu zerstören.

    Noch in den 1980gern dachte ich, o geil, jetzt haben wir es bald geschafft. Die CNC Technologie schafft die Arbeit ab. 35 Stunden Woche war auch schon angepeilt. Bald leben wir im Paradies. Dann kam der Mauerfall. Erste Probleme. Aber die SPD und die Grünen werden es schon richten.
    Haben sie dann auch. Aus der Traum. Von da ab verschlimmerte sich unsere Situation von Jahr zu Jahr. Dieser Verrat hat alles verändert. Alles Gute wurde in einer großen Depression begraben.
    Wem es gelingt uns daraus zu holen hat die Massen hinter sich.

    • Ihre Antwort freut mich, Peter, danke. Dann müßten wir uns eigentlich nur noch auf eine Definition von „Pragmatiker“ einigen. Ich sehe auf dem Video nämlich vier radikal-optimistische Pragmatiker bei der Arbeit
      🙂

      Wußten Sie, daß KenFM zur Zeit pro Tag so um über 40 Abonnenten zulegt auf you tube? Da sehe ich eine
      Exponentialfunktion entstehen…..

    • Antwort auf A.S.CRANE
      Als Werkzeugmacher (Fachrichtung Kunststoff), kommt es auf die Entformbarkeit an. Ich gehe den Dingen auf den Grund und suche nach Lösungen. Das ist für mich ein Pragmatiker.

    • Das ist eine schöne Definition, die Sie da haben, Peter. (Waren Sie zufällig an der FHD in Vaihingen? Dann hätten wir eine Gemeinsamkeit mehr.)
      Darf ich ein paar Fremdsynapsen bemühen? Ich fand unter ‚pragmatiker.org‘ einen rundum ansprechenden Text:

      „Was ist pragmatisch?

      Wenn ein Mensch pragmatisch genannt wird, dann zeichnet ihn nach der allgemeinen Definition vor allem gesunder Menschenverstand und ein Blick für das Machbare aus. Pragmatisch ist jemand auch dann, wenn er über einen guten Geschäftssinn und gleichzeitig über Flexibilität im Denken und Handeln verfügt.

      Das Wort pragmatisch stammt vom griechischen Wort “Pragma” und bedeutet Handlung oder Sache. Was immer ein Pragmatiker tut, er lässt sich von den tatsächlichen Gegebenheiten leiten, pocht nicht auf Grundsätze und unverrückbare Prinzipien.

      Pragmatisch zu sein ist in der Wahrnehmung der meisten Menschen eine positive Charaktereigenschaft. Oft hilft es bei Alltagsproblemen, wenn jemand in der Lage ist, eine Situation nüchtern zu überdenken und dann eine vernünftige Lösung zu finden, ohne ideologisch oder dogmatisch vorzugehen.
      Wenn jemand pragmatisch ist, kann er eine Situation nüchtern überdenken und dann eine vernünftige Lösung finden.
      Das Handeln ist in dem Fall wichtiger als das Denken und Fühlen (Anm.: Ich plädiere für das integrale Handeln, das Denken und Fühlen nicht abkoppeln oder unterordnen will)).
      Trotzdem (?) ist es nicht immer positiv, pragmatisch zu handeln. Gerade in der Politik und Gesellschaft kann nicht immer nur nach “Nützlichkeit” und pragmatisch entschieden werden. Täte man das, gäbe es keine Visionen, keine Utopien, keine rein ethischen Entscheidungen, keine Ideale, für die es zu streiten lohnt und kein Scheitern einer großen Idee, die den Weg für Neues freigibt. Pragmatisches Handeln erreicht genau an dieser Stelle seine Grenzen in Theorie und Praxis.

      In der Philosophie ist der Pragmatismus eine Denkrichtung, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Amerika entstand und deren Väter Charles Peirce, William James und John Dewey sind.

      Diese Denkrichtung geht davon aus, dass auch das Philosophieren und Reflektieren lebens-praktisch sein muss und beschäftigt sich vor allem damit, welchen Nutzen Handlungen und Ideen haben.

      ALLE (uff!) Urteile, Vorstellungen, Anschauungen und Begriffe handelnder Menschen sollen sich als Regeln für das Tätigsein erweisen. Im Sinne dieser philosophischen Strömung muss das gesamte intellektuelle Schaffen immer wieder an der realen Welt gemessen werden und sich dort als nützlich und praktikabel erweisen.

      Das verlangt auf der einen Seite eine große persönliche Verantwortungsbereitschaft und auf der anderen Seite immer neue Regularien, die das Zusammenleben der Menschen ordnen. Auch die Wahrheit (Anm.: Oha, sogar die Wahrheit?) wird dabei zum Kriterium der Nützlichkeit, oder wie der Philosoph James es ausdrückte: “Eine Vorstellung ist wahr, solange es für unser Leben nützlich ist, sie zu glauben”. “ (Anmerkung: Ganz ganz gefährlicher Satz,) .

      Soweit der zitierte Text. Bis auf den James-Spruch nicht schlecht, oder? Warum nicht auch mal ein idealistisches Bild von einem Pragmatiker zeichnen? Positiv aufgefallen ist mir vor allem dieser Satz: „Was immer ein Pragmatiker tut, er lässt sich von den tatsächlichen Gegebenheiten leiten, pocht nicht auf Grundsätze und unverrückbare Prinzipien.“

      Das könnte mich zu der Anstiftung verleiten, jemandem, der sich als Pragmatiker bezeichnet, zu sagen, er möge doch bitte nicht auf diesem Selbstbild beharren … als ein Pochen „auf Grundsätzen und unverrückbaren Prinzipien“. Mit denen sich dann alles rechtfertigen läßt. Vor allem Trägheit und Pessimismus. In Rubikon durfte ich bei Prof. Dr. Klaus-Jürgen Bruder lernen:

      „Die Macht zeigt sich als Souverän, indem sie agiert, handelt, ihren „Willen“ durchsetzt – gleichgültig, was die Bevölkerung will und davon hält. Bereits Carl Schmitt (1923) beschrieb diese „Emanzipation der Macht“.
      Die Erfolglosigkeit von Bürger-Protest ist ein wichtiger „Lernerfolg“ im Curriculum der staatlich intendierten Bewusstseinsbildung – nicht nur, aber verstärkt in der „Postdemokratie“ (vgl. Agnoli 1968, Crouch 2004, Blühdorn 2013, Bruder 2013).
      Ebenso sind es die staatliche Überwachung der Kommunikation, die Datenspeicherung, die dem Bürger klarmachen, wer hier „Souverän“ ist.“

      ttps://www.rubikon.news/artikel/psychologische-kriegsvorbereitung

  5. Ich weiß, alles was für den Frieden unternommen wird ist umsonst. Aber man muss es wenigstens versuchen. Der Kapitalismus ist am Ende. Die nächste Rationalisierungswelle wird innerhalb kürzester Zeit über 50% der produktiven Arbeitsplätze wegfallen lassen. Was die Oligarchie dann braucht, ist Krieg. Nicht um des Profits Willen, sondern um die Welt weiter zu beherrschen. Wir können nicht gewinnen. Dafür steht zu viel auf dem Spiel. Sie brauchen uns nicht mehr. Viele sind einfach nur unnütze Esser. Die moderne Technik ermöglicht es hochkomplexe Produktionsstätten mit wenig Personal sogar in Ländern wie z. B. in Biafra zu betreiben. Das ist ein Werteverfall sondergleichen. Die alten Feil und Drehbolde haben ausgedient. Deutschland und andere Staaten haben an Wert verloren. Sie sind nicht mehr wichtig. Das ist auch der Hauptgrund weshalb die Infrastruktur vernachlässigt wird.

    • Ihre Art „sicheren“ Wissens, Peter Probst, kostet mich Energie und schadet. Statt das gute Bild aufzunehmen, das uns durch die Initiative von vier (nicht zu vergessen Crew und Mitarbeiter) wunderbaren Menschen in diesem Beitrag gegeben wird; statt dieses Bild in sich aufzunehmen, dort zu bewahren und zu nähren; statt sich mit dem positiven Feld an lebens- und friedensbildenden Kräften dieses Bildes zu verbinden und schließlich sogar etwas von dem beizusteuern, was auch in Ihnen noch hoffnungsvoll, aufbauend, standhaft und tapfer ist – statt dies zu tun, „WISSEN“ Sie lieber, daß sowieso alles sinnlos ist; gehen Sie also dem Alten auf den Leim, das dabei ist, sich aus dieser Welt zu verabschieden: dem Hängen am Unglück; der Faszination durch das Schlechte, Enge, Destruktive, Finstere, Ausweglose, Gewalttätige. Es ist nicht leicht, sich dieser Faszination zu entziehen. Die Gewohnheit ist mächtig. Von Kindheit an haben wir unseren unglücklichen Emotionalkörper mit dem gefüttert, was wir für „interessant“ hielten, für erregend, für spannend, für aufregend und „belebend“. Und vor allem die Massenmedien haben uns mit diesem erregenden Übel täglich versorgt. Und darüber sind wir zu Masochisten geworden. Denn nur selten haben wir uns mit dem genährt, was Herz und Seele stärkt und was wir in Wahrheit sind. Und wir brauchen jetzt tatsächlich sowas wie ein Wunder, uns aus der Besessenheit durch das Unglück wieder zu lösen. Zu oft sind diese negativen Gedankengänge bereits in uns geschaltet und gestärkt worden. Auch Pieter Kamp ist, meines Erachtens, leider in diesem negativen Sumpf stecken geblieben und nicht mehr in der Lage, das schöne Bild zu sehen, das uns retten könnte. Als Künstler betrachte ich aber es als meine Aufgabe, die Krankheitsbilder dieser Welt in Bilder des Gesunden umzuwandeln. Das ist ein anstrengender Prozeß, der so manche Träne kostet, viel Zorn auf sich zieht und auf massiven Widerständ stößt. Aber er ist der Mühe wert. Schließlich geht es im Moment ja tatsächlich um nicht mehr und nicht weniger als das Überleben des Menschen und seiner Erde, oder? Und das müßte doch eigentlich den vollkommenen Einsatz wert sein. Einen Einsatz, wie ich ihn voller Dankbarkeit auf dem schönen Bild „da oben“ wahrnehmen kann. Wollen Sie daran nicht lieber mitwirken, Peter Probst?

    • „Ich weiß, alles was für den Frieden unternommen wird ist umsonst.
      Aber man muss es wenigstens versuchen.“
      .
      Was für ein dämliches, sinnloses Gelaber.
      .
      @A.S.CRANE:
      Vergeude deine Zeit und Energie nicht damit, auf solche Müllkommentare auch noch umfangreich zu antworten. Der erste Satz war schon komplett ausreichend 😉

    • Habakuk: Ich finde Deins hier jetzt aber erst recht sinnlos. auf welchem Podest stehst Du denn, dass Du hier andere meinst, zurecht weisen zu müssen, wie und auf was sie hier nicht kommentieren sollen?

    • Mein Kommentar bezog sich vor allem auf „was für ein dämliches, sinnloses Gelaber“ seitens Habakuk, was mit dem unbewusst benutzten frauenfeindlichen Ausdruck „dämlich“ noch eine doppelte Bewusstlosigkeit verrät, dabei aber ganz im Gegenteil für sich in Anspruch nimmt, auf der Position des weitesten geistigen Überblicks hier zu stehen.

    • Wer finden will, der findet im Internet: „Die Frage ist, ob das Wort „dämlich“ (für albern oder dumm) sprachgeschichtlich mit „Dame“ irgendetwas zu tun hat. Ich habe diese Behauptung jetzt schon des öfteren gehört, aber bis jetzt habe ich nirgendwo eine Bestätigung dafür gefunden.
      Antwort des Ethymologen: NEIN, es kommt von „dumm“ , mittelhochdeutsch „toum“ = Qualm, Dunst, also einer, der etwas benebelt ist. Frühere sprachgeschichtliche Formen sind „däme-lig“ und „dämisch“ in der Bedeutung von dumm, albern, benebelt. Siehe auch: „Dämlack“ mundartlich für „Blödmann“ usw.
      Man könnte also auch vermuten, dass, wer „dämlich“ von Dame ableitet, in seinem eigenen begrenzten Geist etwas benebelt sei…“

    • Aha! Ganz schön kompliziert. Auf die Idee muss man erst mal kommen, dass mit „dämlich“ womöglich gar nicht dämlich gemeint ist, sondern Qualm oder Dunst! Und wie ist es dann mit „herrlich“?

    • Herrlich kommt angeblich auch nicht von „Herr“, sondern von „hehrlich“. Hinterfotzig kommt übrigens auch nicht von Fotze, sondern von…ach, ich hab’s vergessen. Leider weiß das heute alles keiner mehr, wenn es ausgesprochen wird und wer weiß, ob’s überhaupt alles stimmt. Am besten, man lässt so zweideutige Schimpfworte einfach weg.
      Was die Kriege betrifft, gibt es allerdings im Gegenteil etliche schönmalerische Worte. Zum Beispiel „bombig“ oder „Bombenwetter“.

  6. Exzellente Analyse zum Thema: WW III , oder was ist sonst los?

    http://kai-ehlers.de/2017/04/trump-und-co-unberechenbarkeit-als-prinzip-die-andere-osterbotschaft/

    Auszug:

    Konkret passiert nichts anderes, als dass die USA in ihrer Situation der niedergehenden Weltmacht wie ein wildes Tier um sich schlagen, so wie, um ein altes Bild aus der chinesischen Politik zu gebrauchen, der Tiger, der in die Enge getrieben wird, um sich schlägt.

    Aber was bedeutet das? Bedeutet das, dass wir morgen den großen, den dritten Weltkrieg zu erwarten haben? Vermutlich trotz allem nicht, nicht in der Art jedenfalls, die wir von den beiden großen vorangegangenen Weltkriegen kennen. Nur kann dies keine Entwarnung sein. Unsere Vorstellungen vom Krieg müssen neu gedacht werden. Es muss neu wahrgenommen werden, wie Krieg heute geführt wird. Heute geht es nicht mehr um Landnahme, wie noch im zweiten Weltkrieg, wie selbst noch unter Bush, der in den Irak einmarschieren ließ. Alles Gerede, von wegen ‚einmarschieren in Syrien oder nicht einmarschieren‘, kann man getrost als hohle Propaganda beiseitelassen. Darum geht es nicht. Heute geht es darum, die möglichen Gegner zu diffamieren, klein zu machen, einzudämmen, zurück zu drängen, zu schwächen, seine Gesellschaft lahm zulegen und zu spalten, Unfrieden zwischen ihnen zu schüren, damit sie sich möglichst gegenseitig bekämpfen etc. pp.

    Den großen Krieg zu führen, das hieße den Atomkrieg zu riskieren. Das wäre der totale Widersinn auch für die, die einen solchen Krieg beginnen sollten. Widersinnig bleibt es selbst unter der Voraussetzung, dass heute ‚nukes‘ existieren, deren Einsatz örtlich begrenzbar ist. Ein solcher Einsatz müsste in jedem Falle eine Eskalation nach sich ziehen.

    Schauen wir genau hin: Das Gerede um die Modernisierung der NATO: Was wird da modernisiert? – Modernisiert wird die NATO als Kriseninterventionsinstrument im globalen Maßstab, auf der Ebene des Cyberkrieges, des Internetkrieges, des Weltraumkrieges, des sog. ‚hybriden Krieges‘, das heißt, des entgrenzten, vielstufigen Krieges. Was sich heute entwickelt, ist der unerklärte Krieg, in dem Krieg oder Frieden fließend ineinander übergehen, in dem nicht mehr klar zu unterscheiden ist, wo Frieden aufhört und wo Krieg schon begonnen hat. Der Krieg beginnt bereits im Kindergarten, in der Schule, in den Medien, in der Propaganda, in der Wirtschaft. Er steigt über all diese Ebenen hinein bis in die sog. „Innere Sicherheit“, bis in die Generalprävention gegenüber einer täglich beschworenen globalen Bedrohung.

    Irreführende Feinderklärungen

    Von wo kommt die Bedrohung? Von Russland? Von China? Vom Islam? Von Korea? Vordergründig mag das so scheinen. Langfristig gesehen kommen die Bedrohungen jedoch nicht von Russland, nicht von China, erst recht nicht von Korea. Jedenfalls nicht primär. Diese Konflikte sind konjunkturell und können geregelt werden, wenn man sich einig ist in der Hauptsache. Die Hauptsache aber heißt: Die eigentliche Bedrohung kommt aus der Masse der Menschen, die heute aus den Industriegesellschaften ausgegrenzt werden. Hier hat denn auch die Kritik ihre tiefere Ursache, die von den wichtigsten der heutigen ‚player‘, also von Russland, ebenso wie von China gegen die US-Politik vorgebracht wird, nämlich, dass die USA nicht bereit seien, gemeinsam gegen ‚den‘ Terrorismus vorzugehen.

    ‚Gemeinsam gegen den Terrorismus‘ heißt im Kern eben nichts anderes, als gemeinsam gegen die Unterprivilegierten, die Ausgestoßenen, die in ihrer Ohnmacht, Wut und Verblendung zu Terror greifenden Minderversorgten und zivilisatorisch Zurückgestauten vorzugehen, um sie niederzuhalten, sie wenn nötig nieder zu bomben. Da liegt das Ziel der NATO, die sich anschickt eine Weltorganisation zur Krisenprävention werden zu wollen. Da liegt die eigentliche Struktur, um die es heute geht – lokal wie global. Hier sei nur an Sbigniew Brzezinskis Warnungen vor dem „awakening of people“, dem Erwachen der Völker und Personen erinnert.[2] Alles andere sind vordergründige Techtelmechtel, sind Ablenkungen, Ersatzkämpfe, auch wenn sie brutal daherkommen und immer wieder die Schlagzeilen der Presse füllen.

  7. Ein tolles Gespräch mit sehr guten Protagonisten. Das dient deutlich dem Frieden und der Völkerverständigung. Es ist gut, das es solche positive Gegenposition zur deutschen Regierungsauffassung, die ich scharf verurteile, gibt. Den Willen der Bevölkerung der Krim sollte man akzeptieren und vernünftige Beziehungen aufbauen.

    Erstaunlich und besonders löblich ist der Aktionsradius des kenfm-Teams. Ohne kenfm wäre die Medienwelt ganz erheblich ärmer.

  8. Hallo Team,

    mich würde sehr interessieren in wie fern diese Friedensdelegation die Korruption in Russland anspricht. Diese ist mit ein Grund warum Russland nicht richtig Fuß fassen kann in der westlichen Wertegemeinschaft.
    Hr. Thoma hat erwähnt, dass er einfach so mit Ministern reden durfte. Dann schließe ich daraus, dass die Minister in Russland generell sehr volksnah sind. Dies ist eben äußerst gefährlich und öffnet Korruption Tür und Tor.

    • Hallo Heintz,
      ich gehöre zwar nicht zum Team, das Sie hier ansprechen, möchte Sie aber trotzdem fragen, ob für Sie oben unten ist, Frieden Krieg und Schwarz Weiß?
      Volksnähe wäre gefährlich? (Fragt sich nur, für wen?)
      Volksnähe sollte der Korruption Tür und Tor öffnen?
      Seltsam: In meinem Weltbild ist es genau umgekehrt.

      Was bitte, sind denn die Werte Ihrer „westlichen Wertegemeinschaft“ wert, wenn sie nichts mit dem Volk zu tun haben und möglichst nicht in direktem Kontakt zu diesem kommuniziert werden dürfen?

      Haben Sie Angst vor dem Leben, Heintz?

      ************************************************************************************
      Bernhard Loyen schrieb: „Armut ist den Politikern eine fremde Welt, von der sie nichts wissen wollen.

      Sicherlich muss man differenzieren, zwischen dem lokalen Bezirkspolitiker, der im Bestfalle noch Kontakt zur Basis und seinen Bürgern sucht und findet. Alles ab Bundestagsebene aufwärts, speziell in den Spitzengremien und medialen Selbstdarstellern der jeweiligen Landes- bis Bundesregierung muss man schlicht unterstellen – sie bewegen sich weit weit weg von der bundesrepublikanischen Realität.“

      Ken Jebsen schreibt im Vorwort seiner Analyse der absurden und weltfremden Rede eines hohen Tieres:

      „Das Dilemma eines Berufspolitikers besteht vor allem in dem Umstand, dass er auf dem Weg nach oben zwangsläufig den Kontakt zur Straße verliert.“

      ttps://kenfm.de/me-myself-media-spezial-neujahrsansprache-angela-merkel/

    • @Heintz:
      Da haben sie vermutlich Recht. Die Korruption ist in Russland leider(?) bei weitem nicht so ausgefeilt und fortschrittlich gediehen wie im Westen. Da besteht sicher noch immenser Nachhohlbedarf, um in der westlichen Wertegemeinschaft Fuß fassen zu können.

    • Ich hatte die seltsame Chance vorlesungen einer zynischen Professor hören zu können, der vermutlich mehr oder weniger gezwungen wurde ein Tag in die Woche sein Minister zu verlassen, um, weit weg, weltfremde Studenten zu lehren.
      Auch ich war damals, es isst viele Jahrzehten her, sehr weltfremd.
      Als er erzählte über Haager verwickelungen, fragte ich einmal ‚aber es gibt doch ein Regierungs Abkommen‘?.
      Er sagte nur, zynisch grinsend, ‚diese Stadt isst wohl sehr weit von Den Haag‘.

      Dan und wann war er sehr offen ‚das Erste was ein Politiker will is sitzen bleiben auf sein Stuhl‘.

      Jahrzehnte sind vergangen, heute scheint bei uns Politik etwas zu sein für Leute die zu nichts anderes taugen.

      D66 Führer Pechtold, sehr für noch mehr Europa, studierte elf Jahre Kunstgeschichte.
      Er hatte einmal ein Beruf, Job, Kunst verkaufen an wer das meiste bietet.
      Das macht ihn natürlich sehr sachverstandig in Wirtschafts Politik, die Konsequenzen der Euro.

      Der neue Führer unserer Grünen, Groenlinks, Jesse Klaver, wird Jessiah genannt.
      Er hat kaum mehr als sechs Jahre Volksschule, studierte etwas wie Sozial Unternehmer, was das war weiss ich nicht, es wird nicht mehr gelehrt.
      Dann studierte er einige Jahre Politikologie, ohne ein einziges Exam zu bestehen.
      Es mag dan nicht wundern dass viele sagen ‚dieser Mann, mit seinen Grünen Ideeën, will unser Land vernichten‘.

      Dann haben wir Rutte, er studierte Geschichte.
      So gut dass er nicht weiss das die durch ihn gerühmte Verenigde Oostindische Compagnie fast nie
      ein Gewinn machte, das die existierte durch Korruption, Massenmord (Banda Meer), und dass ein Schiff auslief mit etwa 300 Mann, zurück kam mit 100.
      Der Turm in Amsterdam wo die Schiffe abfuhren heisst dann auch Schreierstoren, Turm des Weinen.
      Rutte isst so dumm das EU Ukraine Abkommen zu verteidigen mit die Russische Vater aller Bomben auf Aleppo zu nennen.
      Damit gab er zu was sehr vielen vermuteten, das Ukraine Abkommen isst gegen Russland gemeint.

      So konnte ich noch weiter gehen, aber es hat kein Zweck.

      Ich kann noch ein Bundestag Mitglied zitieren, der, im Bundestag sagt ‚Deutschland verursachte zwei Weltkriege‘ ohne dass jemand ihn korrigiert.

      In Frankreich gelang es ein ehemaliger Rohschildt Bankier die Franzosen glauben zu lassen das er Socialist isst.

      Ein Volk bekommt die Regierung die es verdient‘, sagt man.
      Der Gegenwart bestätigt dass.
      Sarrazin wurde weggeschickt, Gresham’s Gesetz: dass schlechte Geld vertreibt das gute Geld‘.

    • Hallo Heintz! Wollen Sie hier nur stören? Es kann doch nicht sein, dass Sie das selber glauben, was Sie da schreiben! Andernfalls täten Sie mir einfach nur leid.

    • Ach so, eine Satire! Ja, das mit der „westlichen Wertegemeinschaft“ fand ich auch lustig!

    • Dann schließe ich daraus, dass die Minister in Russland generell sehr Volksnah sind. Dies ist eben äußerst gefährlich und öffnet Korruption Tür und Tor.

      Heintz der war gut.!

      Stimmt weil ja unsere Minister soooo Volksnah sind,sind in unserem Lande Tür und Tor für Korruption total geschlossen sind.Das ist doch genau das was wir wollen .Volkshähe.!

    • Sarrazin, ich glaube bereits 2010, sein Buch Deutschland schafft sich ab, wo er schreibt, was wahr scheint, dass Juden eine zehn Punkte höhere IQ haben, was Göring schon dachte.
      Warum dass von Sarrasin so politisch nicht korrekt war dass er gehen konn, ich kann es nicht verstehen.
      Sein zweites Buch, Wir brauchen den Euro nicht, war auch ein gutes Buch.
      Zum ersten mal, ich bin Volkswirt, verstand ich wie wir in den Derivaten Elend kamen.
      Mit Varoufakis hat Sarrazin die zweifelhafte Ehre als guter Fachmann weggeschickt zu sein, und wir die Ehre durch Dummköpfe regiert zu werden.
      In den Niederländen dass Gleiche.

    • Lieber Pieter Kamp.
      Sarrazin hatte unter Theo Weigel und Horst Köhler die Ehemalige DDR abgewickelt und 200 Milliarden DM Steuergelder an Westliche Banken geschenkt.
      Wodurch viel Betriebe im Osten Deutschlands den Bach runter gingen.
      In seinem Buch (Deutschland schafft sich ab) prangert er die Dinge an die er selbst Verursacht und angeschoben hat.
      https://www.youtube.com/watch?v=w7WkHnpz4gk
      Gibt es auch noch genauer nur das finde ich gerade nicht.

    • Pieter Kamp.
      Danach wurde Horst Köhler als danke schön Bundespräsident und musste gehen weil er in einem Interview die Wahrheit sagte.!
      Sarrazin ist und bleibt für mich jemand der gerne Dinge die er selbst verursacht hat anderen in die Schuhe schiebt und daher sehr bei Menschen ankommt die keine Migranten mögen.
      Und nicht hinterfragen warum diese Menschen zu uns kommen.

  9. Bravo, bravo, bravo!!!

    ***************************************************************************************
    „Und wenn noch einmal ein größenwahnsinnig gewordenes Beamtentum und eine Clique geldgieriger Kanonenfabrikanten, Brotwucherer, reklamierter Redakteure, abgedankter Fürstlichkeiten mit ihren eitlen, ruhmsüchtigen Frauen zum Kriege hetzen, dann möge der anständigere Teil der deutschen Nation,
    dann möge die gesamte Arbeiterschaft wie ein Mann aufstehen, ihnen Helm und Fahne aus der Hand
    schlagen und, belehrt durch Blut, gehärtet durch Leid in den Ruf ausbrechen:
    Nie wieder Krieg!“

    Kurt Tucholsky 1.8.1922

    Ignaz Wrobel

    Freiheit, 01.08.1922.

    • Leider musste ich lachen als ich der Titel sah.
      Gerade hat der EU ein Vertrag mit Ukraine abgeschlossen, wir in den Niederländen stimmten bei Referendum dagegen, wass Dummkopf Rutte verteidigte, als er dass Referendum demokratisch beiseite schob, wie immer bei Referenda, die drei von 2005 dasselbe, mit als Begrundung die Russische Mutter aller Bomben auf Aleppo.
      Also, dass Ukraine Vertrag isst gegen Russland, es enthält eine militärische Paragraph.
      NATO kann weiter gehen, Frankreich wird nichts dagegen tun.

      Meine Hoffnung gegen Krieg isst noch immer Trump, und Putin, er machte klar dass er die 1600 Raketen notfalls abschiessen wird, dass Ende der ganzen Welt.
      Ob Trump wirklich Frieden will, oder nur eine Show sehen lässt, ich weiss es noch immer nicht.
      Aber wenn er wirklich Frieden will, dann muss er sich gegen Deep State durchsetzen.

      Wie schwierig dass isst erzählte auf Niederländisches Fernsehen Amanpour, eine CNN Propagandistin, sie erzählte dass die ‚legitime‘ Media wie Washington Post und New York Times mehr Lesers haben.
      Also, USA Lesers sind genauso dumm wie die meisten Europäischen.

      Dass Soros Juncker und Tusk besuchen kann, Ungarn will seine Indoktrination Universität schliessen, niemand begreift daraus anscheinend die Machtsverhältnisse in der Welt.

    • Ich besuchte 1978 Tucholsky’s Grab in Schweden, erinnere mich nicht mehr genau wo, südlich von Stockholm.
      Erinnere mich nicht mehr wann er starb.
      Aber die Bücher
      Heath W. Lowry, ‚The story behind Ambassador Morgenthau’s Story‘, Istanbul 1990
      und
      Charles Callan Tansill, ‚Amerika geht in den Krieg‘, Stuttgart 1939 (America goes to War, 1938)
      und
      Edward Mead Earle, Ph.D., ‘Turkey, The Great Powers and The Bagdad Railway, A study in Imperialism’, 1923, 1924, New York
      las er nicht, sonst wusste er warum es den ersten Weltkrieg gab.
      Hass gegen das antisemitische Deutschland, und Öl.
      1916 war das erste GB turbinen Dreadnought, mit Öl gefeuert.

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