KenFM am Set: ‚Solidarity 4 All‘ in Athen

Wie reagiert ein Volk, dem die sozialen Sicherheiten unter den Füßen weggerissen werden? Was tun Menschen, die sich auf nichts mehr verlassen können, als darauf, von den Mächtigen verlassen zu sein?
In Griechenland gibt es darauf viele Antworten. Verzweiflung und eine explodierende Selbstmordrate ist leider eine dieser „Antworten“. Wir gedenken auch diesen Opfern eines weltweiten sozialen Krieges von oben.
Eine andere Antwort heißt: Massenhafte Selbstorganisation. Aus der blanken Not geboren, ergreifen Menschen eigenmächtig die Initiative. Sie werden aktiv und organisieren sich, in vielerlei unterschiedlichen Formen. Sie beantworten damit auch die Frage: Was können wir in diesen Tagen von den Griechinnen und Griechen lernen?

KenFM-Reporter Pedram Shahyar sprach in Athen mit Christos Giovanopoulos. Er arbeitet in der Koordination von „Solidarity4all“. Dieses Netzwerk spricht nicht nur von Solidarität und Hoffnung: Solidarity 4 All ist radikal praktisch uns praktisch radikal! Als Netzwerk zahlreicher selbstorganisierter Projekte in ganz Griechenland lindert Solidarity 4 All nicht nur die ganz konkrete Not – sondern baut mitten in einer verzweifelten sozialen Krise auch an jener Alternative zum turbokapitalistischen Irrsinn, die es angeblich gar nicht gibt.

Sicherlich: Auch diese Art der massenhaften Selbsthilfe beantwortet noch längst nicht die Machtfrage in einem System der gnadenlosen Ausbeutung. Aber Solidarity 4 All ist durch und durch politisch. Und Strukturen massenhafter Selbstorganisation könnten am Ende durchaus mehr sein, als nur eine Notlösung in schlechter Zeit. Solidarität für alle, die Selbstorganisation von einfachen Menschen für die Bedürfnisse einfacher Menschen, könnte ein entscheidender Faktor sein im Kampf für eine bessere, gerechtere Welt.

Solidarity 4 All auf Facebook: https://www.facebook.com/sol4all?fref=ts
Website: www.solidarity4all.gr
Kontakt: info@solidarity4all.gr

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