KenFM am Set: Valentin Falin in Moskau

Valentin Falin ist mehr als ein interaktives Geschichtsbuch, er ist einer der letzten Zeitzeugen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts und hat als russischer Diplomat, Berater und Autor große Teile der europäischen Geschichte mitgestaltet. Falin war immer ein Friedensaktivist, kein kalter Krieger. Geboren 1926 im damaligen Leningrad begann Falin, in Moskau internationale Beziehungen zu studieren. Zu seinen Nebenfächern gehörte Völkerrecht und Deutschlandkunde. In der UdSSR erwarb er sich den Ruf des Deutschlandexperten.

Falin war Mitglied der Sowjetischen Kontrollkommission in der neu gegründeten DDR, arbeitete später für das sowjetische Außenministerium und stieg in der KPDSU zum Europaexperten für die Region Österreich und Deutschland auf. 1961 zählte Valentin Falin zum persönlichen Beraterstab von Nikita Chruschtschow und war damit ganz oben in der Weltpolitik angekommen. Hier blieb er sein Leben lang.

Falin war u. a. Ansprechpartner für Kennedy und Willy Brand und beriet, als es um die Wiedervereinigung Deutschlands ging, den damaligen sowjetischen Präsidenten Michael Gorbatschow.

Von 1992 bis 2000 lebte die Legende Falin in Hamburg als Mitglied des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik. Egon Bahr hatte ihn eingeladen. Nach 2000 lehrte er als Dozent an seiner alten Hochschule, dem Staatlichen Moskauer Institut für Internationale Beziehungen.

KenFM traf Valentin Falin im Oktober 2016 in der russischen Hauptstadt. Der Zinoviev Club hatte geladen, um mit internationalen Geisteswissenschaftler über die sich abzeichnende multipolare Welt zu sprechen. Am Rande dieser mehrtätigen Veranstaltung gelang es uns, den 91-jährigen über den Status Quo in Europa und zu seiner Meinung, vor allem über die aktuelle Haltung der BRD zu Russland, zu befragen. Die Antworten, die wir erhielten, waren bestechend und klar. Falin warnt vor einem Atomkrieg, der aus Versehen ausgelöst werden könnte. Die Situation ist brandgefährlich und erinnert ihn zunehmend an die Kuba-Krise, die um ein Haar im Auslöschen der Spezies Mensch geendet hätte. Längst haben Militärs die Kontrolle über die obszöne Vernichtungsmaschine an Computer outgesourced.

„Wenn Roboter die Kriege führen, werden die Hauptopfer dieser Kriege die Menschen, die Völker, bleiben. Darum wird die Vervollkommnung der Kriegstechnik unweigerlich eine umso grausamere Kriegsstrategie nach sich ziehen. Die einzige Möglichkeit, die Beziehungen unter den Völkern zu humanisieren, besteht darin, die Instrumente der Gewalt zu zerstören und das Bewusstsein umzubauen. Das ist der schwierigste Teil der Konversion des Denkens.“

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Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://www.kenfm.de/kenfm-unterstuetzen/

32 Kommentare zu: “KenFM am Set: Valentin Falin in Moskau

  1. @nuevo1

    „Was die ehemals Großen sagen, wie die, die KenFM manchmal interviewt ist unwichtig, weil es ja die einfache Bevölkerung ist, die Arbeiterklasse, die gehört werden muss und die gleichermaßen zuhören muss.“

    Gehören die zur „einfachen Bevölkerung“? Sind diese Leute einfach genug?

    Über politisches Bewusstsein
    https://www.youtube.com/watch?v=tbKEnivnGNw

    Kritik, Protest, Widerstand
    https://www.youtube.com/watch?v=CruUFTLjVJM

    Über Hartz IV
    https://www.youtube.com/watch?v=YRo7E_jP7KM

    Ene, mene, mu, raus bist du
    https://www.youtube.com/watch?v=dWExMThrNYU

    Selbstermächtigung der Armen
    https://www.youtube.com/watch?v=wMhqnr1RrNg

    Oder oder oder …
    https://www.youtube.com/channel/UCU6hkVZ37R6L4PuWYw_qDiQ

  2. Kurze Anmerkung: „… den damaligen russischen Präsidenten Michael Gorbatschow …“ => sowietische Präsident. Ansonsten: Weiter so! Danke für diese Mengen an Interviews von Menschen, die nicht jeder kennt aber wichtig sind und/oder waren.

  3. Dieses Interview fand ich sehr aufschlussreich über die Dinge, wie liefen und welchen Einfluss sie auf unsere jetzige Situation haben!

    Doch zeigt es auch wider, dass wir die Machtverhältnisse wieder vollkommen umkehren müssen!!!
    Die Macht geht vom Volke aus heißt für mich, dass sie aus den Kommunen kommen muss, aus den Gemeinden, dort, wo die Menschen leben! Und die Repräsentanten eines Staates, wie unsere FDJ-Mutti, darf nur noch aussprechen, was aus den Gemeinden in der Mehrheit entschieden wurde!
    Würden wir eine solche Art der Regierung haben, dann wäre sie auch wieder repräsentativ. Dazu gehören natürlich auch die Volksentscheidungen, die bei uns nach dem schweizer Modell eingeführt gehören.
    Dazu gehört natürlich auch eine wirklich unabhängige Presse, die gemäß dem Rundfunkstaatsvertrag berichtet!!!

    • Ja, aber erst einmal muss doch von der gesamten Weltbevölkerung eine Ächtung der gröbsten Menschenrechtsverletzungen ausgehen. Und die besteht meiner Ansicht nach schon lange im konsequenten Brechen aller internationalen Menschenrechtsverträge des militärisch und wirtschaftlich immer noch mächtigsten Global Players USA! Das ist es, worauf Valentin Valin hier hinweist und das mit Fug und Recht!

  4. Das, was der Mann vorbringt gilt genauso für die Sovjet-Union. Ein so großer mächtiger Raum brach nicht nur wegen äußerlicher Verschwörungen auseinander, sondern vor allem wegen innerer Widersprüche des bolschewistischen Faschismus, der dort herrschte und Millionen Opfer forderte, in der Zeit seines Bestehens.
    Wenn der Herr dort im Video von Gewerkschaften redet, dann stößt mir das sofort auf, denn die selbstorganisierten Gewerkschaften Russlands wurden von der bolschewistischen Machtelite zerschlagen um dann eine Scheingewekrschaft unter kommunistischer Führung aufzubauen. Die anarcho-syndikalistischen Kräfte wurden von den roten Faschisten ermordet und inhaftiert. Also bei jedem Wort, dass dieser verstaubte Joseph Fouché von sich gibt ist genauso Vorsicht geboten, wie wenn es Hillary Clinton sagen würde.
    Es gibt keine „guten“ Machtmenschen – weder jenseits, noch diesseits der Grenzen.
    Diese Menschen sind nicht unsere Führer. Wenigstens ist der Opa ehrlich, denn er gibt wenigstens zu, dass er das, wovon er Jahre lang vorgegeben hat, es zu beherrschen, GAR NICHT versteht und NICHTS am Lauf der Dinge zu den positiven Wendungen die er erwähnt zu unternehmen im Stande war!
    Das ist toll und zeigt wie sinnlos der Staat im Leben der Gesellschaft ist, denn die positiven Wendungen für die Völker werden nur von den Menschen selbst erkämpft, oder aber die Völker werden ausgebeutet, durch die Machtelite und die Eigentümer an den Produktionsmitteln, den Kirchen und den Militärs.
    Also wenigstens gut, dass er gleich am Anfang sagt, mit über 90 immernoch nichts über die Staatsmaschine und ihre Funktionsweise zu „verstehen“. Das heißt für mich, dass das alles nur Lug und Trug ist und das Leben der Gesellschaft nicht durch einen Staat gelenkt werden darf, weil es dadurch nur ins Unreine und ins Chaos gestürzt wird, wie es seit Bestehen des Staates der Fall ist.
    Das selbe gilt für die weniger im Fadenkreuz der Kritik stehende Institution des Eigentums. Staat und Eigentum und damit auch der Kapitalismus bilden einen umfassenden zentralistischen Gesellschaftsentwurf, den unsrigen.
    In diesem zentralistischen Regime gilt das selbe für das Eigentum und die Eigentümer, was für den Staat und seine Büttel gilt.
    Niemand hat das Recht, Dinge in seinem Besitz zu wahren, die andere woanders bräuchten, um sich glücklich einzurichten, während der Besitzer von eben jenem Gut selbst mehr als genug für sich hat… dem widerspricht der Kapitalismus, in dem er Menschen mit Macht durch Eigentum ausstattet, die vollkommen unkontrollierbar wächst und von Person zu Person springt. Chaos eben.
    Diese Institutionen müssen aus dem Leben der Gesellschaft ausgeschaltet werden, weil sie unser Leben ins ungeordnete Chaos stürzen.
    Ich meine mal im Ernst: Wer würde sich schon in Fragen des täglichen Geschmacks an unseren Opa da oben wenden? Aha. Bei so unwichtigen Dingen, wie der Tischdekoration oder der Kleidung würden wir Opi ja auch nicht für uns entscheiden lassen… abr bei wirklich wichtigen Dingen, würden wir uns auf Gedeih und Verderb Machtpolitikern wie Merkel und anderen Parasiten ausliefern??? Oder Andrea Nahles? Die hat noch nie eine Schubkarre von a) nach b) gefahren und soll irgendwas von Arbeit verstehen????
    Also euer ganzes Lügensystem ist eine Farce, ein Widerspruch in sich – hört auf mit diesen lächerlichen abstrakten Phrasen, von wegen „Patriot, der was für das eigene Volk“ usw. Einfach nicht weiter reden und erstmal das eigene Leben Revue passieren lassen – warum diese ganzen Psychosen und Fälle von Realitätsverweigerung überhaupt mit sich schleppt usw. und dann nochmal überlegen, ob man wirklich seine Freiheit an „Experten“, „Politiker“, „Priester“ o.ä. abgeben sollte…..

    Vor dem Hintergrund dieser unerschütterlichen Erkenntnis ist das Video für mich nur ein weiterer Beweis, wie ohnmächtig und sinnlos diese kleinen Figuren doch auf dem großen Schachbrett internationaler Politik und Geheimdiplomatie sind.
    Inhaltlich hier nach dem „Wahren“ zu suchen, hieße nichts anderes, als in das Labyrinth der Herrschenden einzusteigen und damit aufzuhören, den eigenen Lebensweg zu beschreiten. Mehr „Info“ kann man hier nicht raus ziehen. Was die ehemals Großen sagen, wie die, die KenFM manchmal interviewt ist unwichtig, weil es ja die einfache Bevölkerung ist, die Arbeiterklasse, die gehört werden muss und die gleichermaßen zuhören muss.
    Ich würde gerne mal einige Leute aus der Arbeiterklasse hören, wie die die Vorgänge erlebt haben. Ich meine der Opa erzählt nur von irgendwelchen uninterressanten Winkelzügen, aber im Grunde interessiert das doch keinen.
    Was wirklich wichtig ist, ist doch WIE diese Lügerei (auf beiden Seiten) das Leben der Menschen beeinträchtigt hat.
    Das ist doch viel wichtiger…. und das kann mir nur einer sagen, der das erlebt hat. Also nicht vor dem Schreibtisch in einem Staatsgebäude sitzend, sondern schuftend in einem Stollen oder ächzend auf dem Bau oder schwitzend in einer Wäscherei.
    Es kommt nur auf die Basis der Gesellschaft an – diese Gockel mit ihren bunten Federn sind nicht representativ.

    Ich habe einen Bekannten, der hat eine Rundreise durch die USA unternommen. Er berichtete von Ghettoisierung im großen Stil, alle Bevölkerungsanteile betreffend, von Gegenden, wo die Schulkinder sauberes Wasser von der Schule mitnehmen nach Hause, weil es zu Hause durch den Industriekapitalismus und seine blinde Raffgier bleiverseucht ist… usw. Also richtig krank.
    Von dort wünschte ich mir mal einen Gesprächspartner für Ken Jebsen, der uns mal so richtig erklären kann, wie es nun wirklich dort zu leben ist. Diese ganzen Drittmeinungen über Trump oder Clinton… also das sagt gar nichts aus…. und genauso ist es mit diesen russischen Machtpolitikern. Einfach nicht representativ. Es wäre super, wenn Ken FM ein „Am Set“ Video drehen würde mit einem US-Amerikaner der Arbeiterklasse, der einfach mal darstellt, wie das Regime dort auf den Schultern der Bevölkerung lastet und der auch ein Gesprü dafür hat. Jemand von der IWW vielleicht, der auch die kapitalistische Unterdrückung der Gewerkschaften kennt usw.
    Das würde das Programm so ein wenig ausgleichen – das man schon diese angeblich „Großen“ auf dem Bildschirm hat, aber auch was über die eigentliche Lebensrealität der Menschen erfährt, aus dem Mund eines Menschen in der ähnlichen Situation, wie man selber.

    • Dein Vorschlag wäre ein eigenes Medium wert. Bei KenFM gingen diese Interview unter, und ein kompletter Formatwechsel ist unrealistisch. Warum baust du nicht selst eine Informationsplattform, auf der du deine Vorstellungen konsequent umsetzt? Dein Beitrag zur Revolution.

    • Hallo nuevo1,
      ich kann ihren Unmut sehr gut vestehen, dass Gesprächspartner aus den ehemaligen Eliten wie Herr Falin zum Beispiel die Welt mit anderen Augen sehen als der ausgebeutete Arbeiter. Das Beispiel Falin zeigt, wie sie vortrefflich nochmal gesagt haben, dass selbst in den obersten Etagen Entscheidungen gefällt wurden und werden, die man nicht verstehen kann, wenn man die wahrscheinliche Hauptdoktrin der Ausbeutung und Unterdrückung nicht als Hauptantriebsfeder der Mächtigen zu Grunde legt. Entweder man spielt mit dem Wissen darüber mit und macht sich damit schuldig oder man meidet die Konfrontation und schaut zu, wie man sich sein kleines Kuchenstückchen davon abschneiden kann. Die dritte Option, dagegen anzukämpfen, ist die schwierigste und schmerzhafteste Option. Zu welcher Gruppe er angehört, kann jeder für sich selber entscheiden und ist auch ,wie nuevo1 sagt, ziemlich unwichtig. Die Vergangenheit kann man nicht ändern. Und wenn ich Rudolf Rocker richtig verstehe, dann kann man aus der Vergangenheit auch schwer Rückschlüsse auf die Zukunft ziehen. Rocker widerspricht nicht der allgemeinen Theorie, dass Wissentschaften über die Naturgesetze, die Psychologie und die Wirtschaft die Welt und seine Gesetzmäßigkeiten zwar beschreiben können, aber Prognosen daraus abzuleiten, meistens in die Irre führen. Das Individuum und seine unberechenbaren und mannigfaltigen Entscheidungen spielen eine größere Rolle als im allgemeinen anerkannt wird. Ob nun Gorbatschov, Hitler, Katharina die Große oder auch der ausgebeutete Arbeiter, jeder und jede von ihnen hatte sehr individuelle und von Aussen nicht immer nachvollziehbare Gründe, bestimmte Entscheidungen zu treffen, die seine Umgebung und Umwelt beeinflusst haben und weiterhin beeinflussen. Wenn wir diesen anarchistischen Ansatz zu Grunde legen, ist immer Chaos das Ergebnis. Es ist also im Prinzip vollkommen egal, wenn wir interviewen oder wesen Sichtweise wir uns genauer anschauen. Auch der ausgebeute Arbeiter kann in eine Position kommen, um über andere zu herrschen, wie bei Hitler oder Erdogan zum Beispiel. Welche Lehre ziehen wir nun daraus ? Das wir wissen, dass wir nichts wissen ? Oder das jedes einzelne Individuum die große Verantwortung hat, so zu leben und zu entscheiden, dass möglichst kein Schaden entsteht ? Ist dies überhaupt möglich ? Widerspricht es nicht der Natur des Lebens ? Ich muss gestehen, dass ich darauf noch keine Antwort habe, was vielleicht darin begründet liegt, dass ich bis jetzt keine innere Erleuchtung hatte wie manch andere Zeitgenossen. Ich weiss nur, dass ich weiter daran arbeiten sollte, mich zu entwickeln. Ob ich dann mit 90 Jahren dann sagen kann, dass ich als Pessimist oder Optimist diese Welt verlasse, kann ich heute nicht beurteilen. Aber es ist doch trotzdem verdammt interessant zu hören, wie die heute 90jährigen denken nach all den Erfahrungen und Entwicklungen, die sie gemacht haben. Ob man ihnen dann Glauben schenkt oder nicht spielt keine Rolle. Jede Geschichte hat seine Berechtigung erzählt zu werden. Es ist auch egal, ob man daraus Lehren ziehen kann oder nicht. Sie dienen mitunter auch nur der Unterhaltung und dem Zeitvertreib. Wieviel jeder Bereit ist, seine Zeit dafür zu opfern, ist jedem selber überlassen. Ich persönlich verbringe viel Zeit mit solchen Geschichten momentan, was mich ein Wenig zum Nachdenken gebracht hat, ob ich das momentan brauche, weil ich vielleicht damit versuche, mich von mir selber abzulenken ? Mal sehen.
      pooler1970

    • Für mich war das Interview mit Valentin Falin aufschlussreich.
      Der Mann ist klug und weis wovon er spricht, auch wenn er noch keine Schubkarre (was ich nicht weis) geschoben hat.
      Ich mache nicht den selben Fehler, wie viele der sogenannten Intelligenz, die auf den „Arbeiter“ herunterschauen und ihn verachten – blo? anders herum.
      Wenn jemand mit über 90 Jahren noch so einen Durchblick hat, ist Respekt das mindeste was ich erwarte.

    • „Was die ehemals Großen sagen, wie die, die KenFM manchmal interviewt ist unwichtig, weil es ja die einfache Bevölkerung ist, die Arbeiterklasse, die gehört werden muss und die gleichermaßen zuhören muss.“

      Die wirst Du bei KenFm nich hören. Sie erfüllen keinen der Standards die es braucht um von KenFm interviewt zu werden.
      1. du mußt mindestens bekannt sein – besser ist eine bekannte „Persönlichkeit“
      2. du mußt eine Prof oder Dr Titel haben
      3. du mußt mindestes ein Buch geschrieben haben das Ken lesenswert hält

      Allein beim Querlesen hier fallen mir ad hoc ein Dutzend „Autoren“ auf die ich gerne mal im Interview hören würde. Aber dies ist Ken’s geschäft und somit müssen wir akzeptieren „was uns vorgesetzt wird“, oder andere Seiten aufsuchen – wo das „normale Volk“ ebenfalls nicht interviewt wird…

      „Es kommt nur auf die Basis der Gesellschaft an – diese Gockel mit ihren bunten Federn sind nicht representativ.“

      Tja, wenn genug Souveräne das mal verstehen oder einsehen, dann darf gehofft werden.

      „Es wäre super, wenn Ken FM ein „Am Set“ Video drehen würde mit einem US-Amerikaner der Arbeiterklasse, der einfach mal darstellt, wie das Regime dort auf den Schultern der Bevölkerung lastet und der auch ein Gesprü dafür hat.“

      Den Wunsch könnte Dir am Samstag den 05.11.2016 um 17:10 Uhr Arte Reportage erfüllen – am Set in Amiland.

      info.arte.tv/de/arte-reportage

    • pooler1970 sagt: 29. Oktober 2016 at 19:23

      Ich erlaube mir mal Dir – wahrscheinlich nicht als Erster oder Einziger – einen Tip zu geben.

      Mach mal nen Absatz.

      Spätestens ab der 10en Zeile wird lesen mühsam wenn durchgängig geschrieben wird.

    • . Ohne solche Köpfe, die auch mal auf die Bremse treten, hätten wir wahrscheinlich schon ein großes Loch in unserem Planeten.
      Aber das können wir ja anschließend mit unseren Schubkarren wieder zu kippen.

    • Guten Abend Souverän,

      sie sind der erste und einzige,
      der mir diesen Tip mit den Absätzen gegeben hat.

      Und ich gebe ihnen vollkommen Recht damit.

      Werde mir in Zukunft mehr Mühe geben.

      Pooler1970

    • Hallo und guten Morgen pooler

      Die große Masse schweigt – und leidet 🙂

      Ähnlich „unlesbar“ wird ein Text, wenn der linksseitige Freiraum wegfällt. Probier es mal am PC oder durch umknicken, beschneiden der linken Seite eines Blattes mit viel Text. Blattanfang Links = Buchstabenanfang. Das nervt so, das es mir verleidet den Text zu lesen, fast egal wie interessant/wichtig er ist.

    • Dieser Text von „nuevo 1“ kommentiert doch gar nicht den inhalt dieses Gespräches. Es geht hier in der kurzen Redezeit darum, dass USA niemals irgendwelche Verträge mit anderen Völkern oder Staaten eingehalten hat, um die Getäuschten anschließend umso besser niedermachen zu können und sich trotzdem erdreistet, öffentlich zu behaupten, die Welt könne nur befriedet werden unter einer all-einzigen Herrschaft: der der USA!

  5. Ein feiner, kluger, trauriger und verzweifelter welterfahrener Mensch, der Valentin Falin. Und er hat natürlich in allem recht, was er hier sagt. Sehen wir hier das personofizierte Verlöschen aller guten Hoffnungen und dies aus besten Gründen?

    Alles Gute von Herzen für Sie, lieber Herr Falin und für Ihre Heimat und alles, was Ihnen und uns lieb ist, die wir diese verbrecherische US-Politik verabscheuen mitsamt der Deutschen Regierung, die diese ganzen Verbrechen mitträgt.

    • Liebe/r Veganislove
      wer eine Antenne für die feine, traurig-verzweifelte Klugheit hat, hat dazu auch Zugang in sich.
      Wir sind jetzt dran, das Menschenmögliche gegen das Verlöschen aller guten Hoffnungen in die Waagschalen des Lebens einzubringen. Pete Townshend schrieb einmal: „After the fire the fire still glows“ – nach dem Feuer glüht die Glut weiter, nun in uns. Versuchen wir, dass dieser Funke überspringt. Das ist schöner, als in Sack und Asche zu verinken. Wir leben doch, um nicht aufzugeben. Allem zum Trotz. Alles Gute auch Dir/Ihnen von Herz zu Herz, von Seele zu Seele.

  6. Dem, was pooler1970 unten schreibt, kann ich vollkommen zustimmen.

    Als patriotischer Russe ist Valentin Falin verwundert darüber, daß die deutsche Regierung keine nationale Politik im Interesse des eigenen Landes und Volkes betreibt, sondern fremden (US-)Interessen dient. Daß die neue, künstlich erzeugte Feindschaft sogar schon zu einem Aufmarsch deutscher Truppen führte, ist ein unerhörter Vorgang, über den Falin mit Recht empört ist. Die Merkel-Regierung ist eine Schande für Deutschland und eine tödliche Gefahr!

    Falin sagt, er sei Pessimist; dann bin ich also nicht der einzige. Er hat darauf hingewiesen, wie nahe die Welt schon mehrmals an einem vernichtenden Atomkrieg stand, der nur mit Glück verhindert wurde. Mir scheint, selbst vielen „Aufgewachten“ fehlt das Gefühl dafür, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, daß ein Atomkrieg in absehbarer Zeit tatsächlich ausgelöst wird. Kriminelle Strippenzieher in Washington leben in dem Wahn, den Vernichtungskrieg außerhalb ihres Territoriums führen zu können, also in Rußland und bei uns. Wenn Rußland auf die ständigen US-Provokationen nicht so vernünftig reagiert hätte, wären wir dem Krieg noch viel näher, aber gefährlich nahe sind wir jetzt schon!

    Frieden und Zusammenarbeit mit Rußland! – Das wäre im Interesse Deutschlands und Europas.

  7. Vielen Dank, ein gutes Interview. Es gibt zwar viele verpasste Chancen, wie Herr Falin sagt, aber neue Chancen können jederzeit neu geschaffen werden wenn der Wille da ist, denke ich.

    Für alle Politiker die hier mitlesen „Sie [Politiker] sollen, sie dürfen, es ist sogar ihre Pflicht, ihr Land in besserem Zustand an weitere Generationen zu übergeben, sonst ist das Leben der Politiker umsonst.“

    • „Der Politker muss sein Land besser an die nachkommende Generation übergeben, als er es übernommen hat. Sonst ist ein Politikerleben umsonst gewesen“.
      Wurde auch schon von „jedermann“ hier geschrieben.

      Dem stimme ich vollkommen zu.

      Leider sind Ethik und Moral für solche Menschen ein Fremdwort. Sie strampeln sich ab im Hamsterrad. Sind glücklich über ihre Karriere, die so manch einer in der freien Wirtschaft hätte nicht machen können, mangels Ausbildung und Kenntnisse.

      Habe mir schon manchmal so meine Gedanken gemacht, wie so manche Leute in verschiedene Positionen reinkommen.
      Einen guten Artikel fand ich hier
      Wie geeignete Personen in entscheidende Positionen gehievt werden
      https://fassadenkratzer.wordpress.com/

    • Palina: „Wurde auch schon von „jedermann“ hier geschrieben.“ Ja, um die exakt gleiche Zeit – die Überschneidung fand ich dann auch recht lustig. Im Übrigen ist der Satz ist so wichtig, denn kann man auch hundert mal schreiben.

      Danke für den Link, dessen Inhalt mir bekannt ist. Frau Eberl hat das ja auch schon hier im Forum geschrieben.

  8. Valentin Falin war zwar Chefberater von Gorbatschov aber auch ein großer Kritiker von ihm im Nachhinein. Er trauert der ehemaligen UDSSR nach und empfindet einige Entscheidungen zur Wiedervereinigung Deutschlands als schlecht für das Sicherheitsempfinden der Russen. Er plädierte für eine schrittweise Wiedervereinigung Deutschlands und sah dies als Chance auch die Spaltung Europas zu überwinden, indem unter anderem parallel Nato und Warschauer Pakt aufgelöst werden sollten zu Gunsten einer neuen Sicherheitsgemeinschaft. Er sagt auch an anderer Stelle, dass der kalte Krieg auch nach 1990 nicht erloschen ist, sondern dass bis heute die Doktrin von Truman, dass solange dieses große russische Reich existiert, Amerika nicht ruhen wird, bis es endgültig zerstückelt ist, immer noch gilt. Er ist auch der Meinung, dass Stalin nie wollte, dass Deutschland nach 1945 geteilt werden sollte, sondern Verfechter einer Einstaatlösung war. Die UDSSR wurde nach 1947 gezwungen zum Schutz ihrer Interessen diese Position zu verlassen. Im Allgemeinen kann man sagen, dass Herr Falin zwar kein Scharfmacher gewesen ist, aber er war seinem Land gegenüber immer patriotisch eingestellt und verurteilte scharf, wie sein Land dem Ausverkauf nach dem Zusammenbruch der UDSSR anheim gefallen ist. Der beste Satz, den ich von ihm gehört war, dass er Gorbatschov vorwarf, dass er die Marktwirtschaft für einen Basar hielt und nicht für ein gieriges kapitalistisches ausbeuterisches System. Am meisten bedauere ich, dass seine Vorstellung mit der Auflösung der Nato und des Warschauer Paktes nicht Gehör gefunden hatte. Er glaubt, dass das durchaus im Bereich des möglichen gewesen wäre, wenn Gorbatschov nicht bei allem so schnell nachgegeben hätte. Er kann sich bis heute nicht erklären, warum Gorbatschov damals so gehandelt hatte. Er vermutet nur, dass Schewardnadse eine große Rolle dabei gespielt hatte, der ja kein Russe war, sondern Georgier. Aus unserer heutigen Sicht würde ich behaupten, wenn sich seine Ideen durchgesetzt hätten, würde heute einiges anders aussehen. Wir vergessen viel zu leicht, wie schwer auch nach 26 Jahren die Wiedervereinigung von statten gegangen ist und die Ungleichheiten immer noch zu sehen sind zwischen Ost und Westdeuschland. Und vielleicht hätte damals mit entsprechend mehr Druck auch der nachhaltigen Abrüstung der Blöcke mehr als eine Chance gegeben werden können. Er verurteilt ja auch sehr scharf die fortschreitende Automatiserung der Verteidigungssysteme, die durch Fehlbedienungen oder einem Psychopaten Nuklearwaffen zum ungewollten Einsatz verhelfen können. Alles in allem ist Herr Falin für mich ein großer Verfechter des Friedens und bewundernswert in seiner Leidenschaft auch noch mit 90 Jahren aktiv daran zu arbeiten.
    pooler1970

    • Vollkommen d’accord. Ich möchte noch auf den Schlussatz hinweisen. Sinngemäß „Der Politker muss sein Land besser an die nachkommende Generation übergeben, als er es übernommen hat. Sonst ist ein Politikerleben umsonst gewesen“. Großartig!

  9. Hallo, KenFM. Wollte nur mal auf den neusten Aufwachen-Podcat aufmerksam machen. „Lückenpresse“ wurde angesprochen, und Herr Jung meinte, er mag den Begriff nicht (mehr?), da „Herr Gauland und Jebsen und Co.“ ihne nutzen würden. Nur mal so gepetzt, weil hier immer wieder das kleine BPK-Männchen über den grünen Klee gelobt wird.

    • Hi, BITTE KOMMENTARE RICHTIG LESEN UND MITDENKEN! Es geht mir darum, dass Thilo Jung diesen Gauland von der AfD in einem Zug mit Ken Jebsen/KenFm MIT VOLLER ABSICHT genannt und gleich gesetzt hat. Es wird also GEANU die selbe diffamierende Masche des Mainstreams von jemanden genutzt der hier sehr oft als leuchtendes aufklärerisches Beispiel genannt wird.

      (Über Eure 08/15 Antwort mit dem Buchlink bin ich entsetzt.)

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