KenFM am Set: Vor Ort die Welt retten

Die Segel setzt man nicht mit Worten. Handeln ist angesagt, soll die Wende auf diesem Planeten klappen und sie muss klappen, schließlich haben wir keinen anderen Planeten im Kofferraum.

Nur, wie fang‘ ich es an? Wie finde ich als Einzelner zurück zur Natur?

Wie erlerne ich als Generation @, was Oma noch wusste? Wie werde ich Schritt für Schritt wieder autark?

All diese Fragen stellte sich schon vor Jahren der Historiker Florian Kirner und sang sich als Liedermacher „Prinz Chaos II.“ den Mut dazu an.

Dann kaufte er auf Pump ein „Schloss“ in Thüringen, was eher einem Steinhaufen glich. Wichtiger war ihm das Land, was er dazu bekam.

Was zaghaft im Osten des Landes begann, kann sich inzwischen sehen lassen.

Florian Kirner und eine immer größer werdende Gruppe von jungen Menschen, die sich im Schloss Weitersroda einquartiert haben, zelebrieren hier nicht den Ausstieg aus der Zivilisation, sondern den Einstieg in eine nachhaltige Lebensweise. Laptop & Love. Im Team ist es gelungen, sich der Selbstversorgung zumindest zu nähern.

Unter dem Motto „Vor Ort die Welt retten“ veranstaltete Kirner im Juli einen Tag der offenen Tür, um gemachte Erfahrungen mit jedem, der interessiert war, zu teilen.

In einer gemeinsamen Fishbowl, einer Gesprächsrunde an der jeder Gast vor Ort spontan teilnehmen konnte, wurden Themen der konkreten Veränderung des eigenen Lebensraumes offen diskutiert und mit einem begeisterten Publikum in Weitersoda geteilt.

Diese Fishbowl-Beiträge können für jeden Einzelnen als Anleitung verstanden werden, selbst ein „Macher“ im eigenen Leben zu werden. Ein Macher, der Macht hat, weil er etwas macht und nicht, weil er nur darüber redet, was „man“ besser hätte tun sollen.

Unsere Serie „Die Macher“ geht hiermit in die nächste Runde. Werde auch DU ein Macher.

Unterstütze das crowdfinanzierte Grundeinkommen für den Schlossgärtner in Weitersroda. Hier die Bankverbindung:

IBAN: DE90 8405 4040 1501 0867 11
BIC: HELADEF1HIL
Bank: Kreissparkasse Hildburghausen
Kontoinhaber: Florian Kirner (Schloss Weitersroda)
Stichwort: Schlossgärtner

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

62 Kommentare zu: “KenFM am Set: Vor Ort die Welt retten

  1. Seit ein paar Monaten ist ein interessantes Buch „Tokoglifos“ auf dem Markt, das die großen gegenwärtigen Problemlagen in der Welt offen beschreibt und auch Lösungsansätze bereitstellt. Ich bin beim googeln zufällig darauf gestoßen – wahrscheinlich wird es von den Medien missachtet – und finde, es beinhaltet Informationen, die vom Mainstream nicht mehr vermittelt werden. Ein Buch das dem Leser zuruft: Mensch, wach endlich auf!

  2. Hallo liebes Team von Weitersroda,
    ich habe den Text schonmal verfasst unter dem Bericht über das autarke Leben in Weitersroda. Ich finde aber, an dieser Stelle passt er auch nochmal.
    Ich finde Euer Engegagement und Eure Ideen wunderbar. Das sind auf jeden Fall gangbare Alternativen. Das einzige, was ich zu überdenken bitte, ist die Tierhaltung (auf Weitersroda z.B.). Ich habe mich mit diesem Thema wirklich eingehend beschäfigt, zig Bücher gelesen und auch mir vor Ort einige Modelle der Tierhaltung intensiv lang angeschaut. Ich war nur auf einem Demeter-Vorzeige-Bauernhof und niemals in einem „Viehmästerbetrieb“, das habe ich mir nicht angetan. Ich war jedoch in den letzten Tagen auf dem Gnadenhof „die wilde Hilde“ bei den 2 fähigsten unglaublichsten Frauen, die ich je kennengelernt habe. Melanie Vogelei und Nicole Tschierse. 2 Frauen, die im Grunde den ganzen Gnadenhof alleine schmeißen. Jeden Tag, immer, für immer. 98 Rinder, Schweine, Ziegen, Hunde- die meisten die ärmsten “Schweine“, die sich finden ließen. Für nichts, absolut sinnlos, bringt wirklich niemand was, außer den Tieren und natürlich den Menschen, die den Schmerz der untersten unserer Gesellschaft nicht ertragen. Denn Tiere sind ja vor unserem Gesetz Sachen. Wie auch immer, ich wußte ja, was das für eine unglaubliche Arbeit ist. Dennoch konnte ich das Ausmaß bisher nicht so ganz überschauen. Aber jetzt. Natürlich haben die beiden immer wieder Besucher, die helfen. Aber letztlich sind das halt Besucher, Paten, etc. Die beiden haben auch Fachwissen und Erfahrung ohne Ende. Nicole Tschierse ist Tierärztin und hat im Schlachhof gearbeitet, in einem kleinen Betrieb (beim Metzger des Vertrauens quasi) und hat versucht, das Elend und das schreckliche Leid dort zu verringern. Oft hat sie es nicht ausgehalten und hat Tiere freigekauft und mitgenommen. So hat sie ihren ersten kleinen Gnadenhof in der Nähe von Augsburg aufgebaut. Der wurde zu klein und zu teuer. Also hat sie sich mit der “Wilden Hilfe“ zusammen getan.
    Ich kann mir eine Kritik vorstellen im Sinne von: “Erstmal muss man doch den armen Menschen helfen, bevor man sich in Unkosten für einen schwerbehinderten Hund stürzt“. Das ist Speziesismus. Es gibt glücklicherweise Menschen, die besser Tieren helfen können als menschlichen Tieren. Wenn man sich lang und intensiv mit dem Thema der Tierhaltung auseinandersetzt, kommt man immer wieder zu dem Punkt, zu sehen, dass es nicht geht, zumindest nicht flächendeckend, für ALLE. Und wer bekommt dann keine Tierprodukte? Weil es nicht für alle machbar ist? Die Frage kann man sich leicht beantworten.
    Im konkreten Fall Weitersroda. Da wird die Dame gefragt, warum Hühner Eier legen und sie antwortet, weil sie halt einfach so Eier legen würden (sinngemäß), weils halt raus muss. Das ist schon hart. Hühner legen bekanntlich ursprünglich deswegen Eier, um sie auszubrüten um ihre Nachwuchs aufzuziehen. Da sie die Hühner von einem Züchter haben, ist davon auszugehen, dass die bereits so gezüchtet sind, dass sie mehr Eier geben als ein unmanipuliertes Huhn (Petra sprach ja von „Legehenne“). Das Ei ist quasi die Hennenperiode, wenn es nicht befruchtet wurde. Es ist richtig, dass nicht alle Hühner immer gleich viel Lust auf brüten haben, aber grundsätzlich wollen sie das (auch wenn Petra richtig festestellt, dass diese Hühner gar nicht mehr so genau wissen, was sie mit den Eiern anfangen sollen). Ich könnte noch lange zu den Hühnern und ihren Eigenschaften und ihrem Leben schreiben und dass es evtl. möglich wäre, sich ab und zu ein Ei zu sichern, ohne dem Huhn zu schaden, was bei der Milch schon schwieriger, eigentlich unmöglich ist.
    Die Kuh muss eigentlich ein Kälbchen haben, für das die Milch bestimmt ist. Ist das Kalb abgestillt, versiegt der Milchfluss, selbst wenn man die Kuh weitermelkt. Bei den heutigen (ver)züchteten Kühen kommt wahrscheinlich noch länger Milch nach dem Abstillen, aber sehr sehr viel weniger und schließlich würde auch das versiegen. Also was tun? Schwängern, mit Stier oder künstlich. Neues Kalb, gleiches Spiel. Evtl. kommt ein Bulle? Dann gibts keine Milch. Was dann mit dem Bullen tun? Bestimmt kastrieren (sonst zu wild und taugt auch nicht für Fleisch) und dann muss er mit durchgefüttert werden. Oder doch zum Schlachter? Dieses Spiel ließe sich endlos fortsetzen. Kühe fressen, trinken, und scheiden aus, dass es nur so kracht. Das ist die Hauptaufgabe auf so einem Gnadenhof. Scheiße wegmachen. Dann füttern und tränken. Unmengen an Futter, Unmengen an Wasser.
    Tiere halten für die Ernährung?
    Keine Chance. Das war eine der schlechtesten Ideen, die wir je hatten. Und ich rede hier nicht von den Inuit, die nur Fisch haben und den zum überleben brauchen und trotzdem nicht sehr alt werden… Und ja, es gab in Deutschland mal eine Kälteperiode, in der die Menschen überlebt hatten, die das Enzym hatten, durch das Lactose gespalten werden konnte. Die haben das dann auch weitervererbt, weil sie dadurch überlebt haben. Wir haben aber keine deartige Notsituation. Wir hier schon gar nicht.
    Man könnte natürlich auch argumentieren, dass die Tiere, die hier für uns domestiziert wurden und von uns ja gefüttert und unterhalten werden, auch eine Gegenleistung bringen müssen. Quasi arbeiten. Das Argument hat durchaus seine Berechtigung. Dennoch: die Gewinnung von Milch und Eiern greift einfach zu stark in den Hormon-und Energiehaushalt der Tiere ein. Es verlangt den Tieren einfach zuviel ab und dient numal ausschließlich der Fortpflanzung. Es würde den Tieren einfach körperlich schaden. Das ist doch genau etwas, was wir vermeiden wollen: anderen zu schaden.
    Nochmal zurück zu dem Lebenshof. Dieser Hof ist eine unglaubliche Leistung. Man kann dort für 15 Euro pro Nacht “Urlaub“ machen. So etwas könnte ich mir auch als ein Modell für Arbeitsplätze in der Zukunft vorstellen. Nach und nach muss aber die Tierhaltung gänzlich sehr sehr stark reduziert werden. Es wäre ja ein Unding, jetzt die Tiere weiterhin in diesem Ausmaß zu züchten und sie dann auf einem Gnadenhof zu parken. Nun ja, das wird eh nicht passieren. Man schaue sich die Zahl der Tiere auf solchen Höfen an und die die jährlich geschlachtet oder für Tierversuche oder anderes “verbraucht“ werden. Die Ressourcen und das Klima werden kapitulieren, wenn die Zahl der “Nutz“tiere nicht drastisch zurückgefahren wird.
    Hier noch die links zum Hof.

    https://www.youtube.com/watch?v=Irqt4VlTWjw
    https://www.youtube.com/watch?v=9-xtAL7MdrI
    https://www.youtube.com/watch?v=MzEzuVy8HGU

    • Ich bin Angi K sehr dankbar für diesen Kommentar. Mir als bewusst vegan lebendem Menschen ist das Problem mit der alt hergebrachten Tierhaltung hier natürlich auch durch den Kopf gegangen. Auch aus meiner Sicht kann ein Leben mit Nutztierhaltung heute nicht mehr in eine wirklich innovative Alternative führen, sondern ist nur das Aufwärmen von etwas, in dessen logisch folgenden Exzessen wir heute leben. Es ist da erstaunlich wenig Wissen über die wahren Zusammenhänge vorhanden.
      Ken Jebsen spricht z.B. auch lustvoll vom „Fischen“ und ich frage mich, ob er sich irgendwann einmal darüber näher informiert und nicht nur einfach eine zünftige romantische Männerbeschäftigung dabei im Sinn hat. Die ganze Umweltverschmutzung mit ihren gesundheitlichen Gefahren ist für ihn scheint’s kein Thema, geschweige denn die Tierrechte/ das Tierleid. Außerdem wird Fisch heute durch die Verunreinigung der Gewässer meines Wissens als das giftigste Lebensmittel überhaupt eingestuft. Es ist heute kein angenehmer Job, immer wieder auf diese Dinge hinzuweisen, weil die Mehrheit immer noch lieber all das verdrängt und man dann gern als Miesmacher verstanden wird. Aber so war es ja immer in unserer Geschichte und deshalb ist auch immer weiter das Leben an die Wand gefahren worden, bis jetzt.

    • Hallo Angi K, hallo Specht,

      vor ab möchte ich feststellen, dass jeder so leben sollte, wie er es für richtig hält. Ich finde es auch gerechtfertigt, Misstände anzuprangern. Wenn es dazu auch Lösungsvorschläge gibt. Die vermisse ich leider. Als Reakion darauf fällt mir spontan das Lied der Ärzte „Protestsong“ ein.
      Was mich immer wieder ärgerlich macht, ist dieser von aussen aufoktruierte und lediglich moralisch begründete MASOCHISMUS, der von meist links-liberal eingestellten, weiblichen Gutmenschen ausgeht, die diesen dann auch auf die Allgemeinheit übertragen wollen.

      Genug geärgert, zwei Argumente gegen oben geschriebenes.

      1. Kein Fleisch essen, um niemanden zu verletzen oder gegen seinen „Willen“ zu behandeln? OK, wenn ihr konsequent seit, was haben euch die Pflanzen getan? Nur weil die nicht über Laute kommunizieren und nicht laufen können haltet Ihr sie für minderwertig genug, um sie zu töten und aufzuessen? Die Früchte die Sie abwerfen, dienen der Vermehrung, Ihr Barbaren.
      2. Ich habe mal einige Jahre auf dem Bau gearbeitet. 50 Stunden die Woche Montag bis Freitag. Dann hörte ich in den Nachrichten, dass man nicht mehr 500g Fleisch- und Wurstwaren zu sich nehmen sollte und viel Obst und Gemüse. Mitte der zweiten Versuchswoche nahm meine Leistungsfähigkeit rapide ab.
      Ich gehe davon aus, dass euch harte körperliche Arbeit fremd ist. Auf dem Bau gibt es keine Vegetarier.
      Eine Frage:
      Wohnt ihr in lebstgebauten Hütten im Wald oder richtigen Häusern aus Stein? Das wäre inkonsequent und nutzt die Leistung derer aus, die Ihr anprangert.
      Kühe geben im übrigen weniger Milch, wenn sie sich unwohl fühlen. Der Landwirt hat ein Interesse an viel Milch.

      Und an all die Meckerer und Zauderer da draußen:
      Es wurde auch in diesem Beitrag mal erwähnt. Das alles Scheiße ist wissen wir schon, Lösungen wollen wir und die werden hier angeboten. Wer damit nicht einverstanden ist soll bessere Vorschläge und Angebote machen oder aufhören Energie mit dem PC zu verschwenden und die Chatliste unnötig lang zu machen. Ihr seit doch gegen Energieverschwendung, oder?

    • Hallo Irgend jemand,

      ich habe meines Erachtens die ganze Zeit Lösungen angeboten.
      Ich greife auch nur 2 ihrer Argumente heraus und lasse andere antworten.

      Zu der These, dass ohne Fleisch kein schwere körperliche Arbeit verrichtet werden kann.
      https://www.youtube.com/watch?v=NosZTNIZ9L0

      Zu der These der Leidensfähigkeit von Pflanzen.
      https://www.youtube.com/watch?v=-sdyQy28-c8

      Woher weißt Du, dass uns körperliche Arbeit fremd ist? Die Arbeit auf dem Gnadenhof ist jedenfalls ein Knochenjob. Schon allein das tägliche Misten … und das ist nur die Spitze des Eisbergs.
      Zugegeben, ich arbeite in der Regel nicht auf dem Gnadenhof, aber deren Betreiberinnen…die sich komplett pflanzlich ernähren.
      Hoffnungsvolle Grüße, dass Du Dich mit den Argumenten auseinandersetzen mögest.

    • – Muttermilch enthält im Durchschnitt 1,4 % Eiweiß.
      Gibt es irgendeinen Grund anzunehmen, daß diese Nahrung NICHT optimal für uns war?

      – Dr K. Eimer entdeckte, daß sich die Leistung von Athleten, die ihren Proteinverzehr von 100 Gramm tierischen Eiweißes auf 50 Gramm PFLANZLICHES(!) Eiweiß reduzierten, verbesserten.

      – Die Forschungen von Experten auf der ganzen Welt weisen darauf hin, daß unser täglicher Eiweißbedarf bei 25 – 30 Gramm liegt. (Dr. Ragnar Berg, Schweden; D.V.O.Siven Finnland; beide kamen unabhängig voneinander zu diesem Schluß – weiter: Dr. Hegstedt, Harvard Universitiy; Dr. Kuratsuen, Japan; Dr. Chittenden: „30 -50 Gramm reichten in Versuchen mit Soldaten und Athleten aus, um eine maximale physische Leistungsfähigkeit sicherzustellen.“)

      – Die Wendt-Doktrin: Die Wendts konnten in 30-jähriger Forschungsarbeit neben vielem anderen feststellen, daß überschüssiges Protein die Basalmembran verstopft. (Eine Filtermembran, die sich zwischen den Kapillaren und den Zellen befindet) Wodurch das ganze System (der menschliche Organismus) langsam erstickt. Folge: Chronisch-degenerative Erkrankungen, Mißbildungen aller Art, Bluthochdruck, Diabetes, etc. p.p.

      – In vielen spirituellen Traditionen (und die waren ja nicht NUR schlecht!) wird die Ernährung unter dem Gesichtspunkt betrachtet, daß man sich so ernähren solle, möglichst wenig an „Tattwas“ (Elementen) zu zerstören. Auch vegetarische Ernährung zerstört ja Leben, das der Pflanzen.
      In Pflanzen sind die Kombinationen der Tattwas jedoch von niedrigerem Bewußtsein. Der Mensch enthält alle fünf Elemente, die Tiere enthalten unterschiedlich viele, je nach Evolutionsstufe. Der Pflanze werden nur zwei zugesprochen.
      Für mich selbst: Ein glücklicheres Leben, weniger Leiden, weniger Schicksalsschläge, bessere Gesundheit, mehr Energie, klarerer Geist, leichterer Zugang zu Seele und GEIST.

    • Diese fadenscheinigen Vorwürfe und „Argumente“ wie hier von „Igrend jemand“ kommen immer wieder – und es sind tatsächlich immer wieder die selben. ich freue mich, dass Ihr beide noch nicht so ermüdet davon wart, wie ich.
      Es gibt ja in Wirklichkeit kein einziges vernünftiges Argument mehr für Tierhaltung und omnivore Menschenernährung, aber unendlich viele für vegan.
      Was die Kraftleistung ohne tierisches Protein betrifft, hier noch einmal 2 Beispiele. Der „stärkste Mann“ Deutschlands, Patrick Baboumian, hat aus Tierliebe vor Jahren auf vegan umgestellt und hat seine Kraftleistungen damit enorm verbessert. Er hat es allerdings auch genauso im Kopf. Er hält gute Vorträge und lernt andere Kraftsportler an, die es ihm mit der Ernährung gleich tun wollen und auch ihre Leistung verbessern wollen.
      Anfang des 20, Jahrhunderts, als es in Deutschland und Russland in der Ernährungsforschung einige namhafter Persönlichkeiten und Wissenschaftler gab, die erstmalig ernsthaft und auch in der Öffentlichkeit die bisher verkehrte Ansicht über den angeblich besseren Nährwert tierischer Proteine für den Menschen anzweifelten, wurden z.B. Testwanderungen veranstaltet. Es wurden 2 Gruppen auf den Weg geschickt, von denen die einen den bis dahin üblichen, angemessenen omnivoren Proviant mit dabei hatten, während die andere Gruppe rein pflanzlich ausgerüstet war. Beide wurden vorher und nachher gründlich auf ihre körperliche Fitness untersucht.
      Gewonnen haben dabei immer mit deutlichem unwiderlegbarem Abstand die mit dem rein pflanzlichen Proviant.
      Ferner hat man alte Knochen ehemaliger Gladiatoren untersucht und dabei festgestellt, dass diese überhaupt keine tierliche Nahrung zu sich genommen hatten. Es gibt außerdem unter den weltbekannten Spitzen- Leistungssportlern und Weltmeistern immer mehr Veganer. Das ist bekannt und das kann jeder recherchieren.
      Als ehemalige Omnivorin kann ich mich noch heute genau daran erinnern, wie schlapp ich damals nach dem reichhaltigen Frühstück mit Ei, Käse, Butter und Schinken war, dass ich mich oft am liebsten gleich wieder hingelegt hätte. Und an das Völle- und Schwere-Gefühl nach jeder größeren Mahlzeit und auch nach dem Kaffe und Kuchen bzw. Torte.
      Diese Genüsse kann ich alle heute genauso haben, nur noch feiner und ohne das belastende Völlegefühl, dafür aber mit einem erfrischenden Gefühl des Gestärkt- Seins.

    • Den Link zu dem Kraftsportler hatte Angi K. bereits angeführt.

      Vor einigen Tagen habe ich (klingt in meine Ohren fast ein bißchen pervers) „Ente vegan“ gegessen.
      Es war für mich inzwischen wirklich so gut wie kein Unterschied mehr zu schmecken zu dem,
      wie ich tierische Ente in Erinnerung hatte. Es gibt in der Tat inzwischen zu sehr vielen Fleischgerichten
      die vegane Kopie, den veganen Ersatz, die vegane Alternative.
      Am Anfang litt ich sehr unter dem Verzicht. Aber ich hatte eben nur nicht die nötigen Informationen. Gibt es nämlich längst fast alles vegan. Verzicht so gut wie gar nicht mehr nötig.
      Das wäre natürlich Werbung, wenn ich jetzt den Link zu meinem Lieblinslieferanten angebe. Aber vielleicht kann die Moderation ja mal eine Ausnahme machen. Anfänger bzw. Nahrungsumsteller kennen die guten Hersteller bzw. Großhändler ja meist noch gar nicht.
      https://veganfitness.de/Startseite_1

    • Danke für den link! Man kann davon nicht genug kennen. Es gibt jetzt ja schon so viele gesunde vegane Rohköstlichkeiten, Nüsse, Samen und Kerne über Internet zu bestellen, dass wir irgendwann nur noch für frisches Obst und Gemüse einkaufen brauchen und selbst die großen Supermärkte auf dem Land haben schon sehr viel Veganes. Ich finde übrigens mittlerweile die „veganen Ersatzprodukte“ im Geschmack viel feiner als alles Tierliche.
      In Berlin gibt es eine vegane Pizzeria, die alle bisher bekannten Pizzen in vegan hat. Die schmecken alle nicht nur besser, als die tierlichen, sondern sind natürlich viel bekömmlicher. Der Käse schmeckt tatsächlich voll deftig käsig, ist aber auf Kartoffelbasis und deshalb nicht so fett und schwer im Magen. Und mit den veganen Torten kommen die aus Eiern und Milchprodukten sowieso nicht mit. Meine Lieblingssüßigkeit ist die vegane Kokos-Milch-Schokolade mit Kokosblütenzucker. Die hat nur den einen Nachteil, dass sie sehr teuer ist. Aber dafür schmeckt sie auch noch dreimal so gut und ist dreimal so gesund wie die tierliche. Zum Frühstück essen wir jetzt gerade immer Brot mit Butter aus Kokosfett und Olivenöl mit frischen Tomatenscheiben, Kokosraspeln und frischem Basilikum. Das ist sehr erfrischend.

    • Hi Specht, ich glaube, wir gehen den anderen so langsam auf die Nerven 😉
      Ich fasse mich daher kurz: Kokosblütenzucker, das ist ein Gedicht ohne Worte.

    • Nur eins noch: Gedämpftes Gemüse auf dem Tajine-Topf ohne alles … eine Aroma-Explosion ohnegleichen. Dann der ganze Rest dazu …

  3. Ich schrieb ja unten als erstes Kommentar, dass mich diese tapferen aufrichtigen Leutchen tief angerührt haben. Damit das auch richtig verstanden wird, möchte ich noch zusetzen, dass es mir aber auch bestätigt hat, wie es alle Menschen hier zunehmend schwer haben durch die lebensfeindliche und völlig irrsinnige Politik. An jedem Gesicht konnte ich ablesen, dass alle zu leiden haben, einschließlich Ken Jebsen und Prinz Chaos. Die allerfröhlichste war die kleine alte Dame, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass sie ihre längste Lebensstrecke schon hinter sich gebracht hat. Ich bin auch froh und dankbar, dass ich nicht mehr jung bin. Sie sagt, sie hat zu Gott gefunden. Ich sage, wir sollten uns alle gegenseitig das Leben erleichtern und gemütlich machen, indem wir uns in tiefer Einsicht und Verzeihung üben und alles immer wieder mit gutem Humor betrachten, so wie der Staubsauger- Reparierer. So lebt es sich immer noch am besten. Am Ende sind wir alle damit die wahren Glücklichen. Schuld ist die schwerste Last. Damit müssen die Abzocker leben.

  4. Alles gut und schön, jedoch , sieht man erst einmal genauer hin, bemerkt man sehr schnell, es sollen Trauminseln hergestellt werden, denn alles Elend und ich meine nicht damit die Welt, die Armut, belogen, betrogen zu werden, Tote produzieren damit die Waffenindustrie immer mehr herstellen kann, daneben die kleine heile Welt, die , das ist sicher, von den Übeltätern unserer Nation, irgendwann überrollt werden!
    Und oh nein, es wird nie Krieg in Deutschland geben, es lebt sich sicher und gut hier…
    Wird man nun auch hier auf den Arm genommen?

  5. Ken Jebsen, Prinz Chaos und die anderen sind alles sympathische Menschen, ich finde auch dieses Projekt rund um das Schloss toll. Allerdings ist es mir so langsam ein bisschen viel Aktivismus durch die „Macher“, insbesondere stört mich folgendes:

    1. Diese Lebensweise funktioniert nur für wenige Menschen.

    – Viele sind dafür z.B. zu alt, zu krank, zu behindert – man kann evtl. ein paar „Sozialfälle“ mit durchbringen, aber sicher nur sehr wenige… Was ist mit denen? Ist es hilfreich, diesen Menschen ständig vorzubeten, dass es doch ganz einfach sei, man müsse es nur ausprobieren und „machen“?

    – Viele haben vielleicht auch einen Partner, der das nicht mitmachen möchte oder kann. Muss man dieses Opfer dann eben bringen und sich trennen…? Oder ein Ultimatum stellen?

    2. Der politische Kampf ist viel wichtiger, auch wenn er aussichtslos erscheint. Herr Trautvetter und Frau Bonath schreiben hierzu gute Texte. Ein Atomkrieg, Bürgerkrieg oder ähnliches macht auch vor Südthüringen nicht Halt. Und wäre das dann eigentlich noch lebenswert, wenn die restlichen 95% der Menschheit im Elend versinken?

    3. Prinz Chaos meint, es würde sich gesamtgesellschaftlich nichts verändern, „bevor es knallt“. Das kann sein, muss aber nicht – und ich verstehe so eine Aussage von einem selbstbekennenden Aktivisten nicht. Die Verelendung geht ja schleichend vor sich und motiviert deswegen auch mehr Leute (hoffentlich), radikal umzudenken. So ziemlich jedes andere Land ist da auch schon weiter, finde ich. In den USA und UK z.B. hätten ja fast die Richtigen gewonnen. (Grob vereinfacht gesagt, ist schon klar.) -> Was wir brauchen, ist eine Bewegung (keine bestehende Partei), die einen möglichst gewaltfreien Umsturz hinbekommt, mit einem klaren Konzept für eine Neuordnung der Gesellschaft.

    4. Ken Jebsen wirkt auf mich ausgelaugt von der ständigen Recherche und Berichterstattung zu düsteren Themen. Das verstehe ich menschlich voll und ganz! Und er fährt ja auch ein extremes Pensum. Die inhaltliche Arbeit von KenFM ist aber unverzichtbar! Und auch wenn KJ sich selbst vielleicht manchmal langweilt, weil er das alles schon kennt – die Mehrheit der Leute weiß immer noch viel zu wenig, und man muss die gleichen Wahrheiten immer und immer wieder wiederholen. Das Ziel muss es sein, die Reichweite zu steigern.

    @Herr Jebsen:
    Wenn ich mir das anmaßen darf – vielleicht sollten Sie mal 3 Monate Auszeit nehmen und einige andere bei KenFM mehr Verantwortung übernehmen lassen, ggf. auch dauerhaft. Danach haben Sie bestimmt wieder mehr Kraft, um Ihre erstklassige Arbeit weiterzumachen! „Die Macher“ sind ja auch ein gutes Format. Aber bitte nicht nur noch das, und v.a. nervt mich diese immer häufigere Ansprache, dass doch Veränderung ganz einfach sei, wenn man nur mal anfange, usw. Das stimmt für viele so nicht. Auch Sie sind in dieser Hinsicht privilegiert.

    • Es wird wirklich alles ausgeblendet, die Tendenz hin zu immer mehr Niedriglöhner, Leiharbeiter….sollen die ein Startkapital von ihren Verwandten erbetteln, um den Machern hier, nachzuahmen?
      Zudem ist es leichter nur für sich verantwortlich zu sein, ein Experiment mit Familie im Hintergrund, wagen wohl die wenigsten Macher!
      Das ist mir alles zu realitätsfern, vielleicht unterstützt man sich nur gegenseitig…denn ein Normalo kann damit nichts anfangen!

    • @ Benjamin:

      , insbesondere stört mich folgendes:

      1. Diese Lebensweise funktioniert nur für wenige Menschen.

      – Viele sind dafür z.B. zu alt, zu krank, zu behindert – man kann evtl. ein paar „Sozialfälle“ mit durchbringen, aber sicher nur sehr wenige… Was ist mit denen? Ist es hilfreich, diesen Menschen ständig vorzubeten, dass es doch ganz einfach sei, man müsse es nur ausprobieren und „machen“?

      – Viele haben vielleicht auch einen Partner, der das nicht mitmachen möchte oder kann. Muss man dieses Opfer dann eben bringen und sich trennen…? Oder ein Ultimatum stellen?

      Die Antwort dazu wird schon zu Beginn des Videos gegeben:

      https://www.youtube.com/watch?v=3v71nU42Odw&t=1m35s

      … deswegen vor Ort die Welt retten; wie das jetzt funktioniert, also konkret ja; bis in letzte Detail, das kann ich jetzt auch nicht bis ins letzte Detail sagen.

      Und das kommt ja direkt schon zu Beginn. Und Sie persönlich stört es.

      Ich könnte auch eine Menge dazu antworten.

      Konzentrieren möchte ich mich dabei auf einen Gedanken: die Gemeinschaft aller Menschen / die Gesellschaft.

      , insbesondere stört mich folgendes:

      1. Diese Lebensweise funktioniert nur für wenige Menschen.

      Und Sie selbst sind auch Teil der Gesellschaft.

      Wenn Sie etwas besonders stört, können Sie als Teil der Gesellschaft sich auch angesprochen fühlen, mit nach gemeinschaftlichen Lösungen zu suchen.

      Nur weil Ken Jebsen keine allumfassende Antwort schon in den ersten Minuten zugibt zu wissen, heisst es nicht, dass Sie, Benjamin, kein Teil der Gesellschaft sind.

      Sie sind immer noch Teil der Gesellschaft, selbst wenn Ken Jebsen eine vollständige Antwort wüsste, oder keine vollständige Antwort wüsste.

      Ihr Denken und ihre Suche nach Lösungen und ihr Austausch mit anderen Menschen innerhalb der Gesellschaft, kann ganz ohne Ken Jebsen stattfinden.

      Sie haben die Möglichkeit dazu, selbst auch Ihren Teil der Lösungssuche dazu beizutragen.
      Indem Sie sich mit anderen Menschen über Probleme, Ideen und Lösungsgedanken austauschen.

      Lösungen für viele Menschen werden viel schneller kommen können, wenn immer mehr Menschen als nur Ken Jebsen sich als Teil der Gesellschaft verstehen; und die gemeinsam miteinander die Probleme erkennen, aber auch Lösungen sehen, gemeinsam danach suchen und entwickeln wollen.

    • @E-b-G:
      Der entscheidende Punkt meiner Kritik ist folgender:

      Wenn ich höre, es sei eigentlich ganz einfach, wichtige Dinge (oder gar sein ganzes Leben) zu ändern, man müsse nur anfangen, etc. -> Dann wirkt das auf mich so, dass ich mich schuldig mache – bzw. jede(r) einzelne – wenn ich mein Leben nicht ändere. Das ist aber nicht so, wir sind v.a. Opfer dieses menschenverachtenden Systems, in dem wir leider unser Dasein fristen verdammt sind! Es ist absolut kontraproduktiv, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen auf unserer Ebene.

      Man kann ja mal eine Reportage einstreuen über die Selbstversorger um Prinz Chaos, schaue ich mir gerne an. Aber man sollte nicht ständig auf der Schiene rumreiten, dass man ja so viel ändern könne durch ganz viele kleine Aktionen, usw. Ich habe dagegen überhaupt nichts, aber das viel wichtigere Thema ist der politische Kampf! Und die Entwicklung der Grundzüge eines Programms. Man kann sich nicht auf dezentrale Rettungsoasen flüchten, solange man in ein zentralistisches, hierarchisches Imperium und System eingebettet ist. Das verstehe ich auch unter dem berühmten Satz: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“

      -> Fazit: Die Schuld für unser (menschliches) Elend liegt nicht beim einzelnen. Sondern bei den Eliten, die es zu bekämpfen gilt. Darauf müssen wir m.E. unsere Energie konzentrieren und darauf, ein politisches Konzept für ein alternatives Gesellschaftsmodell zu entwickeln und dann die Massen davon überzeugen. Wenn wir das nicht tun und nur unsere lokalen Projekte verfolgen, werden wir alle hinweggefegt. Auch wenn man das gerade in Südthüringen vielleicht noch nicht so spürt.

    • @Benjamin:

      Wenn ich höre, es sei eigentlich ganz einfach, wichtige Dinge (oder gar sein ganzes Leben) zu ändern, man müsse nur anfangen, etc. -> Dann wirkt das auf mich so, dass ich mich schuldig mache – bzw. jede(r) einzelne – wenn ich mein Leben nicht ändere. Das ist aber nicht so, wir sind v.a. Opfer dieses menschenverachtenden Systems, in dem wir leider unser Dasein fristen verdammt sind! Es ist absolut kontraproduktiv, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen auf unserer Ebene.

      Da sind, aus meiner Sicht, zwei unterschiedliche Dinge drinnen.
      Darauf möchte ich gerne konkret eingehen.

      Erstens:

      Wenn ich höre, es sei eigentlich ganz einfach, wichtige Dinge (oder gar sein ganzes Leben) zu ändern, man müsse nur anfangen, etc. -> Dann wirkt das auf mich so, dass ich mich schuldig mache – bzw. jede(r) einzelne – wenn ich mein Leben nicht ändere. Das ist aber nicht so,

      Das sehe ich anders, was das Thema „verändern“ oder den Begriff „Schuld“ angeht.

      Schuld hört sich für mich als Wort sehr negativ an.
      Ich finde den Begriff Verantwortung passender.
      Verantwortung heisst im idealfall für mich: ich bin mir sämtlicher Handlungen und Unterlassungen meinerseits voll bewusst und stehe dazu.

      Wenn ich höre, es sei eigentlich ganz einfach, wichtige Dinge (oder gar sein ganzes Leben) zu ändern, man müsse nur anfangen,

      Wichtige Dinge mal eben per Knopfdruck, oder Fingerschnippen zu ändern, ist (meiner Ansicht nach) so nicht möglich.

      Was aber möglich ist, so verstehe ich z.B. auch den Hinweis von Ken Jebsen beim Beispiel des eigenen Brotbackens, dass jeder Mensch kleine Dinge in seinem Leben ausprobiert zu verändern.

      Und allein kleine Veränderungen machen schon etwas mit jedem Menschen. Das kann Stolz sein auf kleine Sachen, Zufriedenheit – in jedem Fall geschieht etwas interessantes: es kommt ein Gefühl von Handlungskompetenz auf „ich kann Brot backen – ohne Hilfe“ z.B. – „ich brauche kein Brot mehr zu kaufen..“ – solche Gedanken kommen dann und die sind anders als „Das Brot ist alle – ich muss wieder zum Bäcker gehen, um welches zu kaufen“ – das mag banal wirken, ist es aber nicht, weil es dem Menschen in einer bestimmten Situation ein Gefühl von Unabhängigkeit, Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit bewusst macht.

      Und meine Meinung ist: es gibt manche Menschen generell in der Gesellschaft, die meinen, sie könnten rein garnichts verändern. Das Beispiel mit dem Brotbacken ist schon eine Unterschiedsbildung. Es passiert also etwas ganz anderes, als sonst der Alltag ist.

      wir sind v.a. Opfer dieses menschenverachtenden Systems, in dem wir leider unser Dasein fristen verdammt sind! Es ist absolut kontraproduktiv, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen auf unserer Ebene.

      Opfer als Gedanke bedeutet für mich: ich kann als Opfer nichts tun. Bin immer von anderen Menschen abhängig. Habe keinerlei Einflussmöglichkeiten.

      ist das so, Benjamin? Können Sie bei sich ( überspitzt formuliert) in Ihrem Leben garnichts verändern? Keine Winzigkeit, etwas mal anderes zu machen, als sonst?

      Wenn das in Ihrem Leben so ist, dass Sie rein garnichts in keinster Weise ändern können, dann stimme ich Ihnen zu und Sie sind ein Opfer, was nur passiv sein kann.

      Es ist absolut kontraproduktiv, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen auf unserer Ebene.

      Wenn Sie den Satz beispielsweise auf mich münzen möchten, so würde ich mir davon nichts annehmen wollen, weil ich eine ganz andere Intention habe, als sich Vorwürfe zu machen.

      Vorwürfe heissen nämlich für mich: Ich halte Jemandem etwas vor, was er tun soll und bin selbst keinen Deut anders; und bin schlimmstenfalls noch der Mensch, der nichtmal eine Lösung oder Idee wie es besser / anders gehen könnte, aufzeigen kann.

      Sollte ich so ein Mensch sein, der keine Lösungsgedanken mitliefert, die perspektivisch etwas anderes als die Ohnmacht anzubieten haben, stimme ich Ihnen zu , dass es nur Vorwürfe sein könnten.

      Mir geht es vor allem, um das Bewusstsein. Die Möglichkeit, einem jedem Menschen anzubieten, zu überprüfen, ob er Einfluss auf seine eigenen Handlungen und Ansichten nehmen kann.
      Festzustellen, ob seine Einstellungen und Handlungen immer identisch sind, oder ob es Unterschiede im Verhalten, der Stimmung, der Gedanken und der Einflussnahme gibt.

      Sobald ein Mensch bei sich feststellen kann, dass er minimale Unterschiede in seinem eigenen Leben erzeugen kann, ist er ausserhalb des Gefühls „ich kann nichts verändern..“

      Und darauf kommt es mir im Wesentlichen an. Diese Handlungskompetenz jedem Menschen möglichst nahe zu bringen, um diesen einen Weg aus der gefühlten Ohnmacht und Opferrolle zu zeigen.

      Man kann ja mal eine Reportage einstreuen über die Selbstversorger um Prinz Chaos, schaue ich mir gerne an.

      Okay. Dann ist das für Sie (vermutlich) reiner Unterhaltungswert. Ist ja eine Möglichkeit, wie ein Beitrag angeschaut wird.

      Aber man sollte nicht ständig auf der Schiene rumreiten, dass man ja so viel ändern könne durch ganz viele kleine Aktionen, usw.

      Ich sehe es so, dass jeder Mensch eine unterschiedliche Perspektive einnimmt.

      Schaue ich auf einen 3.000 Meter hohen Berg hoch und sage : „Wow…da komme ich niemals hoch.“

      oder schaue ich eben auf die 10 Zwischenstationen zum Berg mit Übernachtungsmöglichkeiten: „Ah. Bei Station 1 sind es 100 Meter – bei Station 2: 300 Meter – bei Station 3: 450 Meter… ich komme der Sache langsam näher…“

      Das ist für mich der Unterschied in der Betrachtung von kleinen Aktionen oder dem großen Ziel, was unerreichbar scheint, wenn die kleinen Aktionen ausgeblendet werden.

      Ich habe dagegen überhaupt nichts, aber das viel wichtigere Thema ist der politische Kampf! Und die Entwicklung der Grundzüge eines Programms. Man kann sich nicht auf dezentrale Rettungsoasen flüchten, solange man in ein zentralistisches, hierarchisches Imperium und System eingebettet ist. Das verstehe ich auch unter dem berühmten Satz: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“

      „politischer Kampf“ ist auch eine Definitionssache.

      Was ist für Sie „politischer Kampf“? Woraus besteht der Kampf? Wer gegen wen?
      Grundzüge eines Programms entwickeln? Wer entwickelt für wen was, wie und warum?

      Ich möchte dazu schreiben:

      „Kampf“ ist für mich ein Begriff, der mit zwei Lagern zu tun hat: die eine „Klasse“ und der „politische Gegner“.

      Aber: auf beiden Parteien sind Menschen.

      Ein „Kampf“ wäre für mich auf Dauer ein Begriff, den ich ungern verwenden wollen würde.

      Für mich ist mehr der Begriff von „Alternativen“ ein passenderer Begriff.

      Um allerdings die „Grundzüge eines Programms“ zu entwickeln, bräuchte es auch Menschen, die solche Grundzüge mittragen und mitgehen würden.

      Also letzlich die Ideen unterstützen würden.

      Und in diesem Beispiel bei „Grundzügen eines Programms“ ist auch wieder die Handlungskompetenz und die Vernetzung und die Einigkeit von mehreren Menschen, die aus der Ohnmacht führt.

      Im Grunde ( aus meiner Sicht) dieselbe Situation wie mit den kleinen Aktionen.

      Denn Grundzüge eines Programms sind automatisch noch keine Veränderung, sondern erstmal ein Sammeln interessanter Gedanken. Ähnlich wie: kleine Veränderungen im eigenen Leben vornehmen. So verstehe ich es zumindest.

      Man kann sich nicht auf dezentrale Rettungsoasen flüchten, solange man in ein zentralistisches, hierarchisches Imperium und System eingebettet ist.

      Anscheinend kann Prinz Chaos es doch tun.

      Wenn Sie damit aber meinten: das die systemischen / staatlichen Umstände unverändert bleiben, auch wenn Jemand nun separat sich auf einem Bauernhof oder Schloss ansiedelt, dann stimme ich zu.

      Denn durch die Ansiedelung sind keine günstigeren Gesetze entstanden. Durch den Anbau von Tomaten kommt kein globaler Frieden zustande.

      Ich persönlich sehe es so: Auch wenn noch kein Weltfrieden durch die Ansiedelung auf einem Schloss, auf Bauernhöfen geschieht, wenn Tomaten angebaut werden, so wird zumindest eine Atmosphäre und Ausstrahlung vermittelt, dass dies eine Möglichkeit ist, von vielen alltäglichen, städtischen Einkaufszwängen sich ein Stückweit zu lösen; und das ist in jedem Fall für einige Menschen mit Sicherheit eine tolle und gute Option.

      So ordne ich das Video mit dem alternativen Konzept in Weitersroda für mich ein.

      Das verstehe ich auch unter dem berühmten Satz: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“

      Ich musste dabei an einen Cartoon denken, wo zwei unterschiedlich farbige Menschen sich unterhalten:

      Mensch A: „Du schwarz!“ Mensch B:“ich weiss.“

      Kein richtiges Leben im Falschen.

      Jeder Mensch trifft eine Bewertung durch perspektivisches Sehen.

      Ich sehe, dass die Menschen im Video unterschiedliche Konzepte vorgetragen haben und zum Teil auch noch leben. Der Mensch mit der Staubsaugerreparatur zum Beispiel.

      Ist es jetzt ein falsches Leben gewesen, dass er 10 Jahre lang Staubsauger repariert hat, weil viele andere Menschen sich neue Staubsauger stattdessen gekauft haben?

      Ich verstehe dieses Zitat irgendwie nicht.

      Ich bin da beim Gedanken des Konstruktivismus und des perspektivischen Sehens. Das jeder Mensch sich durch perspektivische Sichtweise eine Welt konstruktiv erschafft und die kann mit anderen Menschen gemeinsam größer werden; wenn viele andere Menschen seine Gedanken teilen, oder die kann zu Dissens führen, wenn es viele unterschiedliche Sichtweisen von Realität und Veränderungsmöglichkeiten gibt.

      Lieben Gruß Ihnen.

    • Benjamin

      Die Schuld für unser (menschliches) Elend liegt nicht beim einzelnen. Sondern bei den Eliten, die es zu bekämpfen gilt…
      Das sehe ich anders, denn bisher hat die Bevölkerung mehr als genug damit zu tun, sich Vorteile zu erhaschen und auch zu bekriegen!
      Man hat was man verdient hat.!!!

    • @E-b-G:
      Danke, dass Sie so ausführlich auf meinen Beitrag eingegangen sind.

      Sie haben ja mit einigen Punkten Recht, natürlich hat jeder gewisse Einflussmöglichkeiten und ist nicht nur „Opfer“. Aber erstens bin ich für plakative Sprache, um Sachverhalte für eine Diskussion prägnant rüberzubringen. Deswegen halte ich auch nichts davon, jeden Halbsatz dreimal zu sezieren und zu interpretieren. Und zweitens habe ich viel zu wenige Einflussmöglichkeiten! Und mit mir sicher die Mehrheit der Bevölkerung. Wenn man gegenüberstellt, was an Veränderung dringend notwendig wäre – gerade aus ökologischer Sicht ist das ja ziemlich objektiv darstellbar – und was als Einzelner möglich ist, fällt diese Bilanz verheerend – und unter dem Strich eben recht deprimierend – aus.

      Der Glaube, ohne Kampf – ich bleibe bei dem Begriff – gegen die Eliten irgendetwas zu verändern, ist doch naiv. Der Kampf sollte nicht blutig sein, aber es bleibt ein Kampf. Klar sind auf der anderen Seite auch Menschen, aber ziemlich fehlgeleitete. Man kann es natürlich auch für naiv halten, die Massen für etwas Vernünftiges und Konkretes zu mobilisieren – einverstanden. Aber wenn das nicht gelingt, ist alles andere nicht ausreichend.

    • @Annette318:

      Also erst mal sind ja lange nicht alle Mitmenschen so.

      Und die, die sich so egoistisch verhalten, wie Sie schreiben: Gut, die machen sich dadurch auch schuldig. Allerdings werden sie ja durch die Eliten – und deren Medien, Bildungssystem, etc. – ständig auf so ein Verhalten konditioniert und blöd gehalten.

      Eine Passage aus einem Kinderlied gefällt mir gut: „Doof geboren ist keiner, doof wird man gemacht. Wer behauptet „doof bleibt doof“, vor dem nimm Dich in Acht!“

    • @benjamin:

      Aber erstens bin ich für plakative Sprache, um Sachverhalte für eine Diskussion prägnant rüberzubringen. Deswegen halte ich auch nichts davon, jeden Halbsatz dreimal zu sezieren und zu interpretieren.

      Ich kann diese Sicht nachvollziehen. Mir persönlich ist daran gelegen, wirklich zu verstehen, wie Jemand etwas meint, den ich nicht persönlich kenne und generell dessen Sicht nur ungenau kenne; daher die Sätze Stück für Stück analysieren von meiner Seite.

      Und zweitens habe ich viel zu wenige Einflussmöglichkeiten!

      Ok. Wenn das Ihr Glaube ist, ist es eben Ihre Meinung.

      Ich sehe das anders, was jeden Menschen angeht.

      Und mit mir sicher die Mehrheit der Bevölkerung.

      Das sehe ich anders.

      Wenn man gegenüberstellt, was an Veränderung dringend notwendig wäre – gerade aus ökologischer Sicht ist das ja ziemlich objektiv darstellbar – und was als Einzelner möglich ist, fällt diese Bilanz verheerend – und unter dem Strich eben recht deprimierend – aus.

      Deswegen ja meine lange Erklärung mit dem Bewusstsein.
      Das es nicht um den Einzelnen auf Dauer geht. Global, Gemeinschaftlich sind alle Menschen betroffen.

      Das da ein Einzelner wenig für Alle bewirken kann, ist mir klar.

      Es geht um Vernetzung. Und Vernetzung, bzw. gemeinsame Lösungssuche und gemeinsame Ideensammlung geschieht dann, wenn Menschen daran glauben, dass sie etwas verändern können.

      Wenn ich selber mir einrede oder daran glaube : „ich alleine kann nichts verändern“ – wird es dann automatisch besser in einer Gruppe?

      Es wird dann besser, wenn es viele in einer Gruppe gibt, die dem Menschen seine Einflussmöglichkeiten allein und auch in der Gruppe verdeutlichen.

      Dafür meine lange Erklärung.

      Der Glaube, ohne Kampf – ich bleibe bei dem Begriff – gegen die Eliten irgendetwas zu verändern, ist doch naiv.

      Manchen Menschen gibt ein bestimmtes Hierachiedenken große Sicherheit.

      Ich habe weiter unten, bei den Kommentaren folgendes geschrieben:

      ich setze alles auf die Karte mit dem Namen „Bewusstsein: ich verstehe mich als ein Teil des Ganzen – und auch meine Mitmenschen ( einige davon) verstehen dies ebenfalls und gemeinsam sehen wir eine Chance darin, mehr zu bewegen, wenn wir uns sinnvoll vernetzen.“ …

      Erst, wenn einige Menschen bei sich selbst die ständigen Wechselwirkungsprozesse zwischen Ihnen und anderen Menschen erkennen, gibt es die Möglichkeit darüber hinaus zu sagen: „hey.. ich habe ständig Einfluss auf andere und Andere haben ständig Einfluss auf mich – lass uns gemeinsam mal größeres zusammen aufbauen; ich hab Lust dazu…“

      Und darum geht es mir.

      Das jeder Mensch sich selbst und anderen dessen Einflussmöglichkeiten bewusst macht.

      Dann lassen sich „Grundzüge eines Programms“ gemeinsam entwickeln.
      Wenn es jeder auch für sich und für andere glaubt.

      So sehe ich das.

      Lieben Gruß

  6. Hallo liebes Ken FM Team

    Hallo liebe Macher und solche die es werden wollen 😉

    Vielen Dank für die Super Fischbowl Runde und Aufruf zu aktivien Vernetzung sowie eure Arbeit.

    Wir der http://www.Altruismus-eV.de vertreten die Philosophie dass es GEMEINSCHAFTLICH LEICHTER geht als ALLEINE!

    Altruismus = Gegenteil von Egoismus

    Wir sind das Volk ! Doch dafür muss sich das Volk wieder vereinen also vernetzen.

    Der Altruismus e.V. steht für die aktive Vernetzung bestehnder Vereine, Organisationen und Intressens Gemeinschaften, welche Lust haben, durch aktive Vernetzung , Wissenaustausch und Solidarität ein Autarkes Netzwerk aufzubauen welches dann sich konkret auf die Lösung zur Erfüllung eines Ehrenvollen Lebens eines jedes Lebewesen auf diesen Planeten konzentrieren kann.

    Es gibt nichts Gutes, außer man TUT ES ! 😉

    Sei die Veränderung die Du sehen willst.

    Schau auf unsere Webseite und trage Dich im Newsletter ein und werde MNitglied in unsere Facebook Gruppe.

    Genügend vereinte Leute können gemeinnützige nachhatlitge Projekte finanzieren und auch realisieren.

    Jeder kann ein Macher sein! Bring auch Du Deinen Teil ein.

    Hierfür gibt es einen wunderschönen Guts Hof Nähe Hof .

    Dieser befindet sich gerade im Aufbau für eine Selbstversogergemeinschaft mit Solidarischer Nachhaltiger Landwitschaft incl 800qm Gewäachshaus und Permakultur auf den Freiflächen.

    Werkstätten für den Bau Autarker Ökologischer Tiny Homes sowie für Workshops für Nachhaltige Energie finden sich hier ebenfalls.

    Wir freuen uns auf jeden Macher, also Dich 😉

    und über jeden der sich kostenlos und unverbindlich in unserern Newsletter einträgt damit wir gemeinschaftlich nachhaltige gemeinnützige Projekte verwirklichen.

    Herzlichst Amir Nasser

    http://www.Altruismus-eV.de

    • Danke für den Hinweis. Der erste Eindruck beim Betrachten Eurer Website ist äußerst positiv.
      Dann bin ich mal gespannt, was noch folgen wird…

  7. Das Zitat von Herrn Jebsen „Die Eliten sind momentan untereinander zerstritten, sie merken selbst, dass es nicht mehr so weiter geht“ tue ich mir sehr schwer, mit den Fakten in Einklang zu bringen.

    Denn weder die massive Umverteilung von unten nach oben (Zertrümmerung des Sozialstaates), noch der Abbau der Bürgerrechte (Aufbau des Überwachungsstaats), noch die Rüstungsausgaben (von Trump nochmal erhöht auf ca. 650 Milliarden nur (!) das Pentagon Budget), noch die Kriege gegen den Terror, noch die Abhängigkeit vom Erdöl, noch die Kriegsrhetorik und Propaganda der Massenmedien lässt irgendwie nach.

    Ganz im Gegenteil: wenn man sich die Fakten ansieht, dann merkt man, dass die Richtung der Eliten „Alle Macht für uns, keine für die anderen“ nicht nur ungehemmt weiter geht, sondern fast schon totalitären Charakter angenommen hat. Nur mal zwei Beispiele: das Zensurdurchsetzungsgesetz von Herrn Maas und die Ewigkeitshaft in Bayern, beide innerhalb der letzten Monate beschlossen. Wir sehen also eine Zuspitzung und Beschleunigung der ganzen Entwicklung. Wenn überhaupt, dann sind sich die Eliten so einig wie nie zuvor.

    Befremdlich fand ich auch den Widerspruch bzgl. der Demonstrationen. Wurde zuvor richtigerweise darauf hingewiesen, dass man seinen Standpunkt klarmachen und auch demonstrieren soll, wird jetzt behauptet, das ganze sei „total sinnlos“. Diese Haltung teile ich nicht, ich glaube, Demos sind wichtig.

    • Liebe(r) volume, ich zitiere kurz etwas von Ihnen und dann setze ich mich in Beziehung dazu:

      Befremdlich fand ich auch den Widerspruch bzgl. der Demonstrationen. Wurde zuvor richtigerweise darauf hingewiesen, dass man seinen Standpunkt klarmachen und auch demonstrieren soll, wird jetzt behauptet, das ganze sei „total sinnlos“. Diese Haltung teile ich nicht, ich glaube, Demos sind wichtig.

      Bezüglich der Demos sind unterschiedliche Sichtweisen geäußert worden; so wie ich verstanden habe, findet Herr Jebsen findet dies wenig sinnvoll, Prinz Chaos würde z.B. gerne in Faschingskostümen demonstrieren.

      Was zunächst wie ein Widerspruch für Sie vielleicht aussieht, ist für mich ein Ausdruck von Meinungspluralität.

      Ich kann beide Seiten verstehen, da ich selbst eine zeitlang den Sinn von Demonstrationen hinsichtlich kurzfristigem Erfolg und konkreter Veränderung hinterfragt habe.

      Eine Demonstration für sich allein, die nur Menschen zusammenbringt, die anschließend wieder ganz normal in Ihrem Alltag leben, ohne da mal Ihr Verhalten an manchen Stellen zu ändern, oder wenigstens zu hinterfragen, fänd ich ersparenswert.

      Wenn aber eine Demonstration als Ausdruck dient, dass viele Menschen sich zusammenfinden, die generell schon vieles im Leben überdenken und einiges davon vielleicht ändern, ist das absolut begrüßenswert, finde ich.

      Das heisst für mich konkret:

      – Jemand hat ein eigenes Projekt / eine Idee
      – Jemand stellt seine Idee anderen Menschen vor und arbeitet unabhängig vom Zuspruch anderer Menschen an seiner Idee ( wer sich anschließt, ist herzlich willkommen – Derjenige glaubt in jedem Fall an seine Idee)
      – Jemand unterstützt vor Ort z.B. durch Bürgervereine mit Aktionen für den Frieden
      – Jemand vernetzt sich in seinem Umfeld und im Internet mit Gleichgesinnten
      – Jemand macht medial über Videos und Internetseiten auf seine Ideen und Anliegen aufmerksam
      – Jemand geht gemeinschaftlich zu Demonstrationen, die seine Anliegen unterstützen

      Also, wenn in diesem Kontext Demonstrationen stattfinden, dann kann ich die in jedem Fall nur begeistert anerkennen und begrüßen.

      Zumal jeder Mensch ja auch stimmungsmäßig ständig Einfluss durch gute oder schlechte Laune auf sich und andere Menschen hat.

      Das lässt sich sogar physikalisch messen. Ein Dr.Klaus Volkamer hat dies mit einer Messwage belegt. Das selbst Gedanken Energie sind.

      Lieben Gruß Ihnen

    • @ volume
      Lassen Sie sich von der Systemkonformalität nicht beirren. Wenn man den Ursprung bzw. die Wurzel einer Sache ergründet, kann man das Wesen dieser besser verstehen und zugleich Manipulationen der eigenen Person sowie Gesellschaft erkennen;
      Demonstration leitet sich ab vom lat. demonstrare: zeigen, erklären, darstellen, beweisen.
      So wenn man das jetzt weiss, ist es nicht so, dass das Projekt „Die Welt vor Ort retten“ eine Demonstration ist?
      Für mich ist das die „Gras“Wurzel-Demonstration, weil man ist mit etwas unzufrieden und will zeigen oder beweisen, dass es auch anders geht.
      Was die Menschen momentan in der totalen Systemverwirrung über das Wort Demonstration meinen zu wissen, ist genau dem System angepasst. Für eine Demonstration muss ich mich beim System anmelden bzw. anbiedern oder um Einverständnis erbetteln, damit ich etwas zeigen, erklären, darstellen, beweisen darf; wo ist da bitteschön die Logik der Aufklärung – der Ausgang aus seiner SELBSTVERSCHULDETEN Unmündigkeit?

      Meiner Erkenntnis nach gibt es vier bzw. mehre Formen dieser Art von Demonstration. Zwei habe ich bereits genannt.
      Die weiteren zwei sind die gewaltbasieren Revolution oder Bürgerkrieg und der passive gewaltminimale Volkszorn – der Generalstreik.
      Hier ist die metaphorische Referenz auf das Zitat „man wählt das bequeme geringere Übel“, ergo man lässt sich auf die systemkonforme Demonstration ein und bastelt sich schöne Schilder damit man sich gegeneinander zeigen kann mit was man unzufrieden ist.
      Finde ich unheimlich ambitioniert. Übrigens das betrifft auch die geplante Ramstein-Demo. Solange diese nicht die Größenordnung eines Volkszorns Inne hat, gehen wir dorthin nur um Symbolik zu zeigen und für mich die schöne Naturlandschaft dort in Form eines Wochenendausfluges zu genießen.

  8. Tut mir schrecklich Leid, wenn ich allen hier widerspreche, ich fand das Gelaber fürchterlich! 20 Minuten hab ich zugehört und gehofft, dass Herr Jebsen endlich aufhört mit diesem und unstoppbaren Redefluss (medizinisch: Logorrhoe), wo er sich manchmal schon im übernächsten Satz widersprach. Ich hab das nicht länger ausgehalten. Die andere Sendung vom Schloss war gut, da hat er auch mal den Mund gehalten nur kurze Fragen gestellt und andere reden lassen.

    • Ich find schade, dass Sie das nicht durchgehalten haben bis die tapferen „Vor -Ort- Weltenretter“ aus dem Publikum zu Wort kamen. Versuchen Sie das doch noch einmal. Ich muss zugeben, dass Ken Jebsen sich in letzter Zeit zu oft in seinen Aussagen wiederholt und er macht auf mich auch hier keinen zufriedenen Eindruck mehr.
      Aber es ist ja jetzt nur menschlich, dass wir alle unsere Probleme haben. Wer kann in diesem Zustand, in dem sich die Welt gerade befindet, schon durchgehend glücklich und zufrieden sein? Das wäre ja schon fast pervers.
      Die Gefahr besteht allerdings dabei , dass manche anfangen, sich im Kreis zu drehen.

    • Lieber Herr Meyer, nach etwas über 1 Stunde Video sprechen dann die Gäste. Deren Aussagen können Sie nicht kennen. Das lohnt sich in jedem Fall. Auch für Sie, nehme ich an.

      Lieber Specht,

      Ich muss zugeben, dass Ken Jebsen sich in letzter Zeit zu oft in seinen Aussagen wiederholt und er macht auf mich auch hier keinen zufriedenen Eindruck mehr.

      Diesen Eindruck habe ich so nicht, dass er unzufriedener als sonst wirkt.
      Es liegt vielleicht auch an der Perspektive. Ich bin mir nicht sicher, wo Sie meinen könnten, dass er besonders zufrieden gewirkt hat; um da einen gravierenden Unterschied festzustellen.

      Wer kann in diesem Zustand, in dem sich die Welt gerade befindet, schon durchgehend glücklich und zufrieden sein? Das wäre ja schon fast pervers.
      Die Gefahr besteht allerdings dabei , dass manche anfangen, sich im Kreis zu drehen.

      In meiner Sichtweise, zu Ihrem Zitat, ist es so, dass ich an einem Punkt angekommen bin, wo ich einiges in den Zusammenhängen der Welt verstanden glaube.

      Und so sehr verstanden glaube, dass ich mittlerweile nur noch an den gemeinsamen, vernetzten Gedanken glaube.

      Was ich so zwischen den Zeilen lesen konnte, in unterschiedlichsten Videos mit Herrn Jebsen, dass er auch schon ziemlich lange den Gedanken der Vernetzung, Schwarmintelligenz und gemeinsamer Lösungssuche hat.

      Und es braucht eben Zeit, dass es bei mehreren Menschen auch zu dieser Sichtweise kommt:
      1. Politische Zusammenhänge zu überblicken; ob durch viele Bücher, viele Gespräche – wie auch immer.

      2. Die Einsicht, dass eine globale Welt mit globalen ökologischen Problemen und globalen Wirtschaftskriegen nicht von einem Menschen alleine gegen einige tausend Herrschende gelöst werden kann.

      3. die weiterführende EInsicht, dass die Vernetzung von vielen Menschen miteinander der Weg in Richtung Lösung ist.

      4. Das Bestreben, auf eine freundliche, einladende und intelligente Art mehreren Menschen die Sinnhaftigkeit von gemeinschaftlicher Vernetzung nahezubringen.

      Fazit: Es geht ( aus meiner Sicht) darum, über seine eigene Sichtweise hinaus, mit anderen Menschen eine dritte Sichtweise zu bilden, die zwischen der eigenen Sichtweise und der Sichtweise des anderen Menschen entsteht – und im Idealfall eine solche Sichtweise ist, die sich noch mehr Menschen anschließen könnten, wenn sie friedlich und lösungstauglich ist.

      Lieben Gruß

      p.s.: das im Kreis drehen hört auf, wenn sich viele Menschen vernetzen, weil es dann viele Lösungsgedanken geben kann -wenn die Lösungssuche strukturiert abläuft; also das Lösungsideen gesammelt und diskutiert werden.

  9. Hallo Zusammen,

    ich kann meinen Vorrednern nur Zustimmen. Das ist auch aus meiner Sicht der richtige Weg.
    Positive Zeichen setzen und damit Ängste nehmen.

    Eventuell könnte man ja auch auf KenFM so etwas wie die MACHER für Communitymitglieder einrichten.
    Unter dieser Rubrik können Leute ein kurzes Video 30 min hochladen und dann ihre eigene Projekte oder Erfahrungen teilen. Ich könnte mir vorstellen, dass würde das Ganze noch etwas befeuern.
    Ob eine Kommentarfunktion an der Stelle dann sinnvoll sein wird, müsste man kontrovers diskutieren.

    Grüße!

    • Gibt es bereits, Herr Richter. Ist allerdings wenig bekannt. Und es erfordert auch noch einmal eine extra Anmeldung; (falls Sie Probleme hätten, einzutreten – obwohl sie im Hauptforum bereits eingeloggt sind – und nicht gleich merken, woran es lag.)
      http://forum.kenfm.de/forums/

    • @Richter:

      Ich finde die Idee sehr gut.
      Im Grunde braucht es nur eine Überschrift wie z.B. gerade hier: KenFM am Set: Vor Ort die Welt retten

      Und die wäre dann vielleicht : Die Macher- Dein Projekt/Eure Projekte

      Und was darunter kommt, ist das wie ein Communitytext.

      Zum Beispiel:

      Ich , Ein-bewusster-Gegenentwurf, habe die Idee mit einer neuen Kommunikation zwischen den Politikern und den Bürgern,

      ich stelle mir das als Grundidee so vor:

      2. 299 Kamerateams ( für jeden Direktkandidaten / Wahlkreis ein Team) in Gesamtdeutschland
      3. Berichterstattung über kommende Gesetze – und regelmäßige Interviews des gewählten Politikers ( denn der ist den Bürgern verpflichtet – also warum sollte das verboten sein, diesen regelmäßig zu Gesetzen zu befragen)
      4. Jedes Kamerateam ist in Kontakt mit den jeweiligen Ortsverbänden der Parteien vor Ort: so besteht immer ein Draht zum jeweiligen Politiker.
      5. Es bräuchte auch vor Ort so eine Friedensverein oder ähnliches, der mit 20 oder 50 Menschen oder so regelmäßig vor Ort der Parteizentrale auftaucht, um ein Gespräch zu suchen, sobald der Politiker gegen den Willen des Wahlkreises entschieden hat.
      6. Sämtliche Interviews werden zu den jeweiligen Politikern und Gesetzen gefilmt, hochgeladen und auf der Website veröffentlicht – das hat den Vorteil, dass später ein Nutzer sich über ganz Deutschland ( alle Wahlkreise) informieren kann; anhand der Videos.
      7.Es hat noch einen weiteren Vorteil: Politiker lieben oft die Medien – und durch regelmäßige Interviews werden diese an Popularität gewinnen können, sich Ihrer Verpflichtungen gegenüber den Wählern bewusst werden können – oder eben ziemlich schnell ins Abseits geraten, wenn Sie regelmäßig Ihre Entscheidungen gegen die Wähler ihres Wahlkreises treffen.

      8. Und wie ein Politiker bei Gesetzen entschieden hat, sollte auch transparent sein für den Wählerkreis – denn er repräsentiert ja den Willen der Wähler vor Ort.

      Im Grunde ist das alles machbar.
      Und weil es regional aufgeteilt ist, braucht es regional nur maximal 1-2 für ein Kamerateam – 1-2 Leute, die regelmäßig vor Ort dann die kommenden Gesetzesbeschlüsse prüfen und ggf. Kontakte zur Friedensbewegung / anderen Organisationen vor Ort herstellen, falls ein Politiker sich anders entscheidet.

      Eine WordPress-Seite, ist glaube ich, im Unterhalt nicht sehr teuer.

      Und ich habe zu dieser Idee schon ein Video erstellt, um es deutlicher zu erklären, wie das aussehen kann:
      https://www.youtube.com/watch?v=PyxQYWkFN30&t=85m37s

      Oder:

      Ich, Ein-bewusster-Gegenentwurf, möchte gerne den Menschen dabei helfen, sich Ihrer eigenen Macht und ihren eigenen Einflusses ständig bewusst zu machen.

      Und ich habe dazu als Erklärung ein Video hochgeladen:
      https://www.youtube.com/watch?v=PyxQYWkFN30&t=77m17s

      Meine Kontaktdaten für Menschen mit Interesse zur Umsetzung findet Ihr im Video, oder sind… Mail… , Telefon …etc.

      Wenn es dann die Community schafft, wirklich sich die Videos anzuschauen, wenn als Vorabinfo ein kurzer Erklärungstext stattgefunden hat und entweder im Video oder hier Kontaktmöglichkeiten bestehen ( z.B. auch nur Privatnachricht, um in Kontakt zu treten), dann kann es ein fruchtsames Unterfangen werden.

      Weil: wer wirklich Interesse hat zu machen, der kann sich vernetzen.

      Ich bin der Ansicht, dass es dabei keine extra Diskutiermöglichkeiten braucht, denn es geht um das machen.
      Weil wenn Jemand schreibt: „ich finde Deine Idee ja gut, aber…das sind die Schwierigkeiten dabei… oder : mach Du mal, ich komm dann irgendwann vielleicht dazu…“

      das bringt wenig.

      Deswegen: wenn die Kontaktmöglichkeiten von jedem Menschen, der sein Projekt vorstellt, entweder im Video genannt werden, oder derjenige schreibt, dass hier über Privatnachrichten in den Austausch kommen möchte, kann das echt eine super Möglichkeit sein, um Macherprojekte zu verstärken.

      Lieben Dank für die tolle Idee, Richter.

      (ps. Weitere Ideen und Gedanken habe ich unter:https://kenfm.de/heinz-josef-bontrup/#comment-120640 schon erwähnt. – das p.s. ist mehr für mich, denn da habe ich schon einiges gesammelt in dem Kommentar)

      Wer dann sich mit der Person

    • @ A.S.CRANE
      Danke für den Link!
      Super, dass es das bereits gibt! Eventuell könnte man dies, wie Ein-bewusster-Gegenentwurf schildert, auf der Hauptseite besser in „Szene“ setzen. Denn ich muss ehrlich gestehen, selbst wenn ich das Forum über die Hauptseite suche, kann ich es nicht finden oder liegt es an mir?

    • Hi André, war interessant, mal Deine Sprechstimme zu hören:
      „Und ich habe zu dieser Idee schon ein Video erstellt, um es deutlicher zu erklären, wie das aussehen kann:
      https://www.youtube.com/watch?v=PyxQYWkFN30&t=85m37s

      Du bist ja rhetorisch ziemlich fit. Ich lese ab jetzt Deine schriftlichen Beiträge gewiß noch mal ganz anders.
      Leider kommen Deine Folien (die in dem Video von Kulturstudion.TV eingeblendet werden) ganz schlecht rüber. Ich konnte kaum etwas erkennen. Und Folie 2 wird gar nicht gezeigt. Kann man die Folien vielleicht über Deine Email-Adresse bekommen? Oder gibt es eine Plattform, wo sie einzusehen sind?

      299 Kamerateams. Das klingt nach ziemlich viel Arbeit 😉

      Punkt 3 ist vermutlich der Knackpunkt Deiner Idee. Die Frage ist, wie oft sich die „uns verpflichteten“ Politiker einem Journalisten stellen werden, der unangenehme Fragen auspackt und wie sehr die Politiker wirklich an Transparenz interessiert sind.

      (Dr. Volkamer habe ich auf einem Vortrag in Tübingen vor 25 Jahren kennenlernen dürfen. Er hatte schon damals die wissenschaftliche Versuchsanordnung entworfen, durch die das Feinstoffliche bewiesen werden kann.
      Natürlich ist der Mainstream darauf nicht eingestiegen und ich weiß nicht, ob er noch Geldgeber gefunden hat, die sein damaliges Projekt finanzierten.)

    • Hi Andreas,

      die Folien sind von der Reihenfolge vertauscht. Und eine Folie ist in bei dem Video ins schwarzweiß, die in der Powerpointpräsentation in Farbe ist. Ich kann Dir die Präsentation gerne zuschicken, wenn Du die mal lesen willst.

      299 Kamerateams. Das klingt nach ziemlich viel Arbeit 😉

      Ja und nein. Wenn einmal die Grundstruktur steht, wo dann die Bundesländer, Städte und Bundestags- / Landtagsabgeordnete ausgewählt werden können, steht ein Teil der Struktur, der grundsätzlich erstmal gleich bleibt.

      299 Kamerateams klingt auch ziemlich viel. Relativiert sich aber, wenn es 1-2 Freiwillige Menschen gibt, die über die reine Fähgkeit emotionaler Empörung „was alles schief läuft, bei der Politik“ sich engagieren möchten.

      Grob gesagt: ich setze alles auf die Karte mit dem Namen „Bewusstsein: ich verstehe mich als ein Teil des Ganzen – und auch meine Mitmenschen ( einige davon) verstehen dies ebenfalls und gemeinsam sehen wir eine Chance darin, mehr zu bewegen, wenn wir uns sinnvoll vernetzen.“

      Wenn Du so willst, ist mein Gespräch bei : https://www.youtube.com/watch?v=PyxQYWkFN30&t=77m17s

      der Einstieg und die Vorbedinung für den Gedanken mit den Kamerateams.

      Erst, wenn einige Menschen bei sich selbst die ständigen Wechselwirkungsprozesse zwischen Ihnen und anderen Menschen erkennen, gibt es die Möglichkeit darüber hinaus zu sagen: „hey.. ich habe ständig Einfluss auf andere und Andere haben ständig Einfluss auf mich – lass uns gemeinsam mal größeres zusammen aufbauen; ich hab Lust dazu…“

      Und ab dann ist die Idee mit den Kamerateams nicht mehr weit weg.

      Denn wenn z.B. 5 Menschen 100 Stunden brauchen würden, um ein Boot zu bauen, so sind es bei 50 Menschen vielleicht nur 2 Stunden.

      Anders gesagt: wenn es viele Menschen gibt, dann kann die Idee für ganz Deutschland funktionieren. Denn ich kenne den ein- oder anderen Menschen, der gerne über die Politik schimpft; nur mit dem Handeln und den Lösungen der Einflussnahme hapert es noch – aber vielleicht lässt sich das ja ändern, wenn die Alternativen und Möglichkeiten klarer formuliert sind.

      Punkt 3 ist vermutlich der Knackpunkt Deiner Idee. Die Frage ist, wie oft sich die „uns verpflichteten“ Politiker einem Journalisten stellen werden, der unangenehme Fragen auspackt und wie sehr die Politiker wirklich an Transparenz interessiert sind.

      Das ist relativ.

      Ein Politiker liebt normalerweise die Publicity. Und die Idee lebt mit den Kamerateams von der Transparenz und ständigem Kontakt.

      Wenn ein Politiker sich verweigert – macht es nichts. Es wird ja per Kamera aufgezeichnet und dokumentiert.

      Verweigern sich sämtliche Politiker und Parteizentralen macht es auch nichts. Es wird ebenfalls per Kamera dokumentiert.

      Es erzeugt eine Sogwirkung, wenn immer wieder die Emotionen und Entscheidungen von Politikern abgebildet werden.

      Entwedern die kümmern sich dann tatsächlich um die Interessen der Wähler und der Parteiprogramme, oder Sie stehen nach kurzer Zeit ziemlich blöd da.

      Denn der Unterschied bei regelmäßigen Kamerateams ist: Du bekommst als Wähler viel aktuellere Bilder und Entscheidungen mit, als wenn Du nur alle 4 Jahre wählen gehen würdest.

      Klar mag es auch Politiker geben, die sich verweigern möchten; aber es hat auch für Politiker Vorteile. Sie werden aus den Verlockungen und Verführungsversuchen durch Lobbyisten stärker durch die Kamerateams geschützt. Sie bekommen sozusagen medial die Erinnerung an die Entscheidungen Ihres Wahlkreises zu denken.

      Und es hat denn letztlich einen fundamental anderen Charakter innerhalb der Kommunikation zwischen Wählern, Bürgern und Politikern als es bisher der Fall ist.

      Politik zum Anfassen – sozusagen.

      (Dr. Volkamer habe ich auf einem Vortrag in Tübingen vor 25 Jahren kennenlernen dürfen. Er hatte schon damals die wissenschaftliche Versuchsanordnung entworfen, durch die das Feinstoffliche bewiesen werden kann.
      Natürlich ist der Mainstream darauf nicht eingestiegen und ich weiß nicht, ob er noch Geldgeber gefunden hat, die sein damaliges Projekt finanzierten.)

      Wow. Das ist ja bewundernswert – da freue ich mich mit Dir.

      Also der Vortrag von ( ich glaube 2011) scheint mir schon ganz okay zu sein.

      https://www.youtube.com/watch?v=KO9ncHqkG5A
      (Der feinstoffliche Körper und seine universelle Verschränkung – Vortrag von Dr. Klaus Volkamer )

      Lieben Gruß Dir.

      André

    • „Wenn ein Politiker sich verweigert – macht es nichts. Es wird ja per Kamera aufgezeichnet und dokumentiert.“

      Hab verstanden.

      (Meine Email in Privatnachricht.)

      Tolles Engagement!

      Sehr positive Inspiration. Ich werde Zeit brauchen, das, was Du hier vorschlägst, mit dem, was ich gerade bei Joseph Beuys über Direkte Demokratie lese und lerne, in Verbindung zu bringen. Du arbeitest ja an nichts Geringerem, als ein Organ für die Ausübung Direkter Demokratie zu entwickeln, das mithelfen solle, das Volk wieder als den wahren Souverän einzusetzen, ja?

      https://www.youtube.com/watch?v=aLj5ZX46KB8

    • Du arbeitest ja an nichts Geringerem, als ein Organ für die Ausübung Direkter Demokratie zu entwickeln, das mithelfen solle, das Volk wieder als den wahren Souverän einzusetzen, ja?

      Hast Du richtig verstanden. Das ist die Idee dahinter.

      Tolles Engagement!
      Sehr positive Inspiration. Ich werde Zeit brauchen, das, was Du hier vorschlägst, mit dem, was ich gerade bei Joseph Beuys über Direkte Demokratie lese und lerne, in Verbindung zu bringen.

      Ist ein schöner Link von Dir, was die Eurythmistin und Joseph Beuys betrifft.

      Ich hab da künstlerisch auch etwas als fortführende Antwort, die vielleicht eine Antithese oder Synthese auf künstlerische Weise darstellen kann:
      https://www.youtube.com/watch?v=WN4zicRv-uk

      Veröffentlicht am 04.05.2010

      Prof. Dr. Peter Kruse ist ein deutscher Psychologe, Unternehmensberater und forscht auf den Gebieten Komplexität, Entwicklung neuer Methoden zur Förderung und Nutzung kollektiver Intelligenz sowie zur Analyse von Verhaltensmustern in sozialen Systemen, Unternehmensorganisationen und im Internet. Er bezieht OUBEYs Bild adhoc auf netzwerkende selbstorganisierende Systeme und in den Kontext des Internets, in dem Informationen ihre Bedeutung erst durch die Resonanz der Nutzer erhalten. Für ihn ist OUBEYs Bild ein Überraschungsgast mit einer Mission.

      Prof. Peter Kruse ist geschäftsführender Partner der nextpractice GmbH und Honorarprofessor für Allgemeine und Organisationspsychologie an der Universität Bremen.

      Für mehr Informationen rund um OUBEY und das Projekt OUBEY MINDKISS besuchen Sie: http://oubey.com/

      OUBEY Encounter 3: Prof. Dr. Peter Kruse
      Beruf: Professor der Psychologie

  10. Wieder eine Meisterleistung. Den Prinz finde ich wirklich wirklich super! Zum Schloss komme ich auch mal. Das sieht sehr einladend aus. Habe meine Projekte hier daheim. 14 Hühner im Garten. Ich muss auch nie mehr im Supermarkt vor dem Eierregal stehen. Ich hole die mir aus dem Nest im Garten. Die Eier schmecken extrem gut. Die Hühner ziehen auch Kücken auf. Vor allem für meine kleinen Kinder sehr schön. Die wissen, dass die richtigen Eier nicht der Osterhase versteckt. ;-). Auch den Fernseher verbannt. Wie die Frau im zweiten Teil sagt: Wenn die Flimmerkiste weg ist, dann entdeckt man andere schöne Dinge. Ich muss mir Abends nun jedes Mal eine Geschichte ausdenken und meinem Sohn erzählen. Ich fange an aus meiner Sicht eine banale Geschichte auszudenken und zu erzählen. Denke immer, dass die aber langweilig sein muss. Mein Sohn findet es aber spannend und möchte immer wieder eine erzählt bekommen. Wenn ich mal sag, mir fällt nichts ein, dann sagt er: Streng dich an dir wird schon was einfallen. Und dann fange ich halt wieder an. Ich kann alles von dem Gesagten nur bestätigen. Fangt an eure eigenen Gedanken zu äußern und dazu zu stehen, egal wenn es vom Mainstream abweicht. In meinem Job sage ich immer meine Meinung und lasse mich nicht verbiegen. Auch wenn Kollegen mir raten, dass kannst du nicht machen oder sagen oder schreiben. Ich mache es trotzdem, wenn ich es für richtig halte. War schon öfters Hauptthema in den Führungsebenen. Querulant halt. Aber nur deswegen kann ich die Arbeit noch machen, ohne eine Doppelmoral zu leben. Es gibt immer Wege, um die Vorgaben und Regeln so auszulegen, dass Positive zu drehen. Das ist mein Ehrgeiz. Sozusagen die Lücken eines Systems, was nicht gut ist, auszutricksen, dass es positiv wird.

  11. Supi, Ken und Florian, ihr sprecht immer das aus, was ich denke.. Im Moment bin ich wieder zurück im Hamsterrad, aber das Ziel ist die Teilselbstversorgung auf dem Land mit Gleichgesinnten. Und zuvor gehe ich seit langer Zeit mal wieder wählen und zwar das BGE!
    Dank euch für Eure Arbeit!

  12. Ein kanz tolles Video. Es müßte möglich sein, dass sich Leute in den Städten vernetzen um ähnliches auf die Beine zu stellen. Wäre gerne dabei, wohne in der Nähe von Hamburg. Bei uns gibt es seitens der Ev.Kirche 1 mal im Monat ein Repair Cafe. Das ist einfach toll. Dort können Menschen vom Fahrradreparieren, über Lampen, PCs Notebooks. Musikanlagen, Reißverschlüsse, Kleinmöbel etc. reparieren lassen. Ein kleiner freiwilliger Geldbeitrag ist schön, wird aber nicht erwartet. Man bekommt einen Zettel, da schreibt man den Namen drauf, das Gerät und erhält dann eine Nr. Die wird dann aufgerufen, Man kommt dann mit und hilft und schaut zu .Während man auf den Aufruf der Nr. wartet kann man ein das kleine Cafe gehen und für kleines Geld Kaffee und Kuchen bekommen. Ich finde diese Idee wunderbar und es freut mich immer dort einmal hinzugehen, weil es eine besondere Atmosphäre ist und man auch nette Leute kennen lernt,

  13. Herzlichen Dank, sehr schön. Es ist wichtig, Selbstversorgernetze aufgebaut zu haben (zumindest weitgehend, um nicht Verhungern zu müssen), bevor das Wirtschafts- und Finanzsystem zusammenbricht. Weitermachen, da sein, damit andere davon lernen können.

    Aufs Land, am Rand, mit Hand Herz und Verstand.

  14. Bei der Herausforderung mit den Schnecken gibt es viele verschiedene Ansätze. Ihr habt die ungünstigste der Vielen herausgesucht. Sie zu sammeln und dann wieder weiter entfernt auszusetzen; ist die zeit- sowie engerieanwendigste Variante die man nur wählen kann.
    Wenn ihr die schon gesammelt habt, dann gebt diese doch den Hühner als Futter; proteinreiche Nährstoffe für die Tiere und spart zusätzlichen Geldaufwand für weiteren Futtererwerb. Das ist eine Variante, wenn die Hühner nicht frei im Gemüsegarten herumlaufen dürfen oder sie nie gelernt hatten Schnecken zu „jagen“.
    Eigentlich wenn man, Geflügel wie Hühner, Enten oder Gänsen auf seinen Hof hat, sind diese wahre Schnecken- sowie Insektenvertilger, nur müssen diese auch von klein auf gelernt haben, dass diese Futter sind.

  15. “ Wie werde ich Schritt für Schritt wieder autark? “
    Diese Frage erinnert mich an das zweite Weltkrieg Plan für Deutschland, von Morgenthau jr, ein Plan aus Rache.
    Es wurde damals geschätzt das von den etwa 36 millionen noch lebende Deutschen durch diesen Plan nochmals zehn Million durch Hunger sterben wurde.
    Churchill verhinderte das Plan, was Roosevelt bereits unterzeichnet hatte, mit die Wörte ‚das er nicht an eine Leiche gekettet werden wollte‘.
    Es waren tatsâchlich die Briten die die VW Produktion starteten.

    Autarkie ist völliger Unsinn, Menschen handelten immer, schon Tausende Jahre vor Christ wurde aus den heutigen Indonesiën Handel getrieben mit Afrika.
    Friese im Römischen Reich bedeutete ‚freie unabhängige Kaufmann‘.

    Wovon die Welt gerettet werden muss, es ist mich völlig unklar.
    Was uns am meisten bedroht ist die Überbevölkerung.
    Wahr ist das Autarkie die Überbevolkerung sehr schnell reduzieren wird.

    • Deutschland’s Problem war immer das es selbst seine Bevölkerung nicht nähren konnte.
      Die Briten hatten dasselbe Problem, aber hatten ein Weltreich.
      Das das deutsche Unterricht diese Fakten nicht lehrt wird vermutlich dadurch verursacht das Deutsche sich für immer schuldig fühlen müssen.

    • Sie glauben also, von Deutschem Boden könnte sich die Bevölkerung nicht ernähren und der deutsche Schuldkomplex kann nie mehr aufgelöst werden? Diejenigen, die jetzt ein autarkes Leben ansteuern sind glaub ich in diesem Sinne schon nicht mehr „deutsch“ und es gibt in Deutschland viele fruchtbare Gegenden. Außerdem werden immer mehr Methoden bekannt, wie man guten Mutterboden herstellen kann und Anbau -Methoden, wie man gesundes Gemüse ohne Kunstdünger und Gifzspritzerei erzeugen kann – hier in Deutschland. Wir haben hier von Natur aus viele Nüsse, Beeren und Äpfel und Kartoffeln und Kohlsorten gedeihen hier an vielen Orten gut. Kartoffeln sogar in trockeneren Böden.
      Die größte Gefahr für das autarke Leben hier ist das Imperium mit seinem Gifthandel und seinen „Owning- The -Weather“- Plänen und die Deutschen Politiker, die sich dem allem beugen und Gesetze machen, die den Ämtern in Deutschland immer mehr kriminelle Übergriffe auf die Bürger ermöglichen.

    • Das passiert den Kopfmenschen gar nicht selten: Sie begegnen einer einfachen Weisheit und halten sie für Naivität.

  16. Was für ein geniales Video mit unglaublich tollen und herzlichen Menschen.

    Mir geht das Herz bei diesem Video echt auf. Weil es die einzelnen Menschen zeigt und gleichzeitig auch gegenseitige Lernerfahrungen und Möglichkeiten offenbahrt.

    Vielleicht schreibe ich nochmal ausführlich, aber es kann auch sein, dass ich einfach schweige und genieße.

    Was für eine tolle Energie und was für tolle Menschen.

    Ein herzliches Dankeschön und
    einen Lieben Gruß an Euch Alle.

    • Dem kann ich mich voll und ganz anschließen. Hier wird uns vor Augen geführt, wie ein friedliches, intelligentes und liebevolles Zusammenleben und Zusammenwirken zwischen Menschen aussehen könnte.
      Die immer wieder eingeblendete Vogelperspektive (durch Drohnenkamera hergestellt?) zeugt metaphorisch vom Überblick und vom Weitblick der in Weitersroda Wirkenden.

      Wenn Ihr in Schneckencountry wohnt , dann empfiehlt es sich, vor allem hochwachsende Gemüse anzupflanzen, wie etwa Bohnen-, Erbsen-, Linsengewächse, Tomaten. (Kohlrabi, Zucchini und andere wohlriechende Bodengemüse tun sich schwer. Schneckenzäune helfen nicht viel. Manchmal glaubt man fast, die großen Roten könnten fliegen.)

      Und vor allem Sträucher gedeihen auch im Schneckenland gut: Stachelbeeren, Rote und Schwarze Johannisbeeren. Himbeeren.
      Unsere Himbeerhecke, die gerade blüht, war heute übrigens voller Bienen. Und das, obwohl überall um uns herum die pervertierte Milchwirtschaft stattfindet. (Man hört immer wieder die Schmerzensschreie der Mutterkühe, denen man ihre Kälbchen weggenommen hat.)
      Auch unsere Apfelbäume tragen heuer wieder Früchte satt – nachdem sie letztes Jahr pausiert hatten.
      Es gibt also immer noch viele Bienen hier und die freuen sich über jede Wiese, die nicht auf Golfrasen getrimmt wurde.

      Mit herzlichen Grüßen aus dem Allgäu an die Radikalen Optimisten von Weitersroda,
      und weiterhin gutes Gelingen!!!

    • Jeder Mensch kann etwas,ich kenne keinen Menschen der überhaupt nichts kann.
      Für mich heißt Kooperation in einer Gemeinschaft das jeder sich mit dem einbringt was er kann,und selbst wenn es ein Alter Mensch ist der nur noch zum Laub harken im Stande wäre,wäre er ein teil der Gemeinschaft.
      Leistung zu bemessen wäre doch genau der weg den wir doch eigentlich nicht mehr wollen.
      Denn Abends am Tisch hat dieser Alte Mensch genauso viel Anrecht auf Nahrung bis er satt ist wie derjenige der den ganzen Tag für die Gemeinschaft Holz gehackt hat.!

  17. Ich bin begeistert und auch überrascht das es nicht nur mir so ergeht wie den Menschen deren Engagement mit allen mitteln behindert oder gar Verhindert wird.
    Meine Geschichte wäre zu lang um sie hier wieder zu geben.
    Aber ich versuche seit vielen Jahren mit anderen Menschen eine Gemeinschaft zu gründen die auf Kooperation,in und mit der Natur leben und vor allem so weit es geht auf ein Leben ohne Geld basiert.
    Nur es Passiert nur immer wieder das es Menschen zu mir treibt die nur ein Nest suchen Kiffen und von Gartenarbeit überhaupt nichts halten.
    „Essen ja Arbeiten Nein“
    Hatte schon Menschen in einer Saison (Beeren Ernte und Verarbeitungszeit) hier,die gingen wieder weil sie wie sie sagten nicht den Rest ihres Lebens Konfitüre und Marmelade machen zu wollten.
    Wie gesagt wäre eine sehr Lange Geschichte.

  18. Schön, einmal solchen tapferen lieben und einsichtigen Menschen zuhören zu dürfen, die sich wahrlich und wahrhaftig mit Leib und Seele für das einsetzen, an das sie glauben – komme was da wolle! Herzlichen Dank und alles Glück der Welt für Euch! Es hat mich tief berührt!

Hinterlasse eine Antwort