KenFM am Telefon: Mathias Bröckers zu den anhaltenden Versuchen der USA dem Iran einen Krieg aufzuzwingen

Was haben der Putsch im Iran 1953 durch die CIA und die aktuelle Ermordung des iranischen Generals Qassem Soleimani bei einem offiziellen Staatsbesuch miteinander gemeinsam? Immer sind es die USA, die versuchen, das politische Personal der Perser zu bestimmen und wenn es ihnen nicht (mehr) gefällt, ggf. dieses Personal auch wieder beseitigen. Politischer Mord gehört zum Tagesgeschäft jener Nation, die dem Rest der Welt suggerieren möchte, sie wäre als Weltpolizist vor allem nötig um internationales Recht zu wahren und durchzusetzen.

Das genaue Gegenteil ist der Fall. Die USA haben sich zum brutalsten Schläger auf dem Planeten entwickelt. Ihr Politikstil entspricht dem der Mafia. Man verstößt chronisch gegen geltendes Recht, erpresst seine Nachbarn und ermordet jeden, der nicht umgehend spurt. Diese Form amerikanischer Außenpolitik hat große Teile des Nahen Ostens in eine Trümmerlandschaft verwandelt und kostete am 8.1.2020 176 Zivilisten einer ukrainischen Boeing 737 das Leben. Die Maschine war von Teheran aus gestartet, hatte technische Probleme und wurde beim Umdrehen Richtung iranischer Hauptstadt für eine feindliche Rakete gehalten.

Die iranische Luftabwehr schoss den Flieger nach neuesten Entwicklungen versehentlich ab. Wer verstehen will, warum diese Gemengelage genau das ist, was sich das Pentagon für den Iran wünscht, muss einen großen Schritt zurück machen.

Der Iran ist ein wesentlicher Baustein des chinesischen Jahrhundertprojektes Seidenstraße. Da die USA die Atommacht China nicht angreifen können, um die Seidenstraße zu verhindern, werden Länder, durch die diese Seidenstraße verlaufen soll, destabilisiert. Der Iran ist hier Ziel Nr. 1.  Denn wer zudem Öl an China verkauft und sich dieses nicht in US-Dollar bezahlen lässt, ist ein US-Feind und muss attackiert werden.

KenFM spricht mit dem freien Journalisten und Buchautor Mathias Bröckers über das falsche Spiel der USA mit dem Iran und welche fatale Rolle die EU und speziell Deutschland spielen, wenn beide sich der intriganten Politik der USA fügen. Käme es zu einem amerikanisch-iranischen Krieg, würden erneut Millionen Flüchtlinge aus dem Mittleren Osten nach Europa, also auch nach Deutschland, kommen.

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21 Kommentare zu: “KenFM am Telefon: Mathias Bröckers zu den anhaltenden Versuchen der USA dem Iran einen Krieg aufzuzwingen

  1. Mir kam vor Jahren ein exzellenter Vortrag im Radio zu Ohren, in dem ein Geschichtsprofessor dezidiert nachgewiesen hat, dass die Psychologie Amerikas, seit den Konquistadoren bis heute, aus Verdrängung und Projektion besteht. Leider finde ich den Vortrag nicht im Net. – Heute, mehr denn je, besteht die ganze Welt, im Auge Amerikas, aus bösen und gefährlichen „Indianern“, heutigen Terroristen, deren man sich erwehren, die man bekämpfen, zum Frieden erziehen und dann in Kolonien verfrachten muss. Verdrängung – Projektion. Verdrängung ist die Folge einer puritanischen Religiosität, die nur das GUTSEIN an sich gelten lässt, obwohl jeder Mensch unweigerlich auch irgendwo ein „Arschloch“ ist. Es gibt keine menschlichen Engel. Jeder Mensch ist auch ein bisschen Teufel. Das ist der normale zwischenmenschliche Nervpegel, der auf Erden nie ganz auszuschalten sein wird, den das humoristische Herz aber mit zeitlichen Abstand in Lachen umzuwandeln weiß. Das wird alles anders, wenn die Menschen irgendwann mal nur noch von Lichtnahrung leben. 😉 Pilgrim Fathers (Verdränger) und kriminelle oder verkrachte Existenzen (Projizierer) zusammen geeint, bilden den Urgrund Amerikas. Verdrängung+Projektion=Verdräktion. Dabei gibt es eine Art der malignen Projektion, die nicht locker lässt, die tolle Dramen erzeugt und erst Ruhe gibt, sobald der projizierte Teil des eigenen Schattens, sich im Projektionsopfer schließlich als Faktum tatsächlich ausgeprägt und manifestiert hat. Die „Anderen“, die Projektionsopfer, werden dann durch die Heftigkeit solch einer malignen Projektion wirklich zu dem gemacht, was vom verdrängenden Projektor auf sie „vorgeworfen“ wurde. Sie werden zum Sündenbock des Projektors zusammengestaucht. Der Projektor, als absolutistischer Regisseur eines Dramas, verteilt mit Brutalität die Rollen, die seinem eigenen Schatten entsprechen. Dieser aus einem Gefühl des Exzeptionalismus heraus ausgeteilte Projektionsstempel Amerikas für den Rest der Welt, besteht aus Aufrüstung, Gewalt und Krieg, aber natürlich nur der anderen, der vielen, vielen Terroristen, die einen bedrohen und bekämpfen.

  2. Gesara vom 16.1. 13:33
    Keine schlechte Argumentation, Gesara. Nur leider setzt sie Äpfel mit Birnen gleich.
    Sie vergleichen den Marx'schen Materialismus mit dem Newton'schen Gesetz und behaupten, dass beide nur zu den Ergebnissen führen können, die in ihnen angelegt sind. Das ist bei Newton richtig. Denn er bezieht sich auf natürliche Vorgänge, die unabhängig sind von der Betrachtung durch den Menschen. Das Newton'sche Gesetz bringt immer Ergebnisse hervor, die objektiv messbar sind. Es ist also vollkommen schnuppe, was die Menschen dazu meinen und denken, ob ihnen das Ergebnis passt oder nicht. An diesen Ergebnissen gibt es nichts zu deuteln. Das Naturgesetz bringt alles auf den Boden der Wirklichkeit und Wahrheit. Da ist kein Spielraum für Interpretation und Rechthaberei. Entweder die Berechnung einer Brücke stimmt oder sie bricht zusammen.
    Anders aber ist es beim Marx'schen Materialismus. Da handelt es sich nicht um eine Wissenschaft, die sich mit den unverrückbaren Kräften der Natur auseinandersetzt. Er setzt sich mit der Entwicklung von Gesellschaft und damit von Geschichte auseinander, also mit Gegenständen, die in erster Linie durch das Handeln der Menschen bestimmt sind. Das aber ist der entscheidende Unterschied. Denn dieses Verhalten ist nicht bestimmt durch unverrückbar Naturgesetze, dafür gibt es keine objektiven Messverfahren. In der Natur gelten deren Gesetze, in menschlichen Gesellschaften geht es um Interessen und Sichtweisen.
    In der Betrachtung von Gesellschaft und Geschichte ist die subjektive Wahrnehmung von großer Bedeutung. Hier spielen Interpretation und Rechthaberei eine sehr große Rolle, wenn man denn nicht dem sich verpflichtet fühlt, was Marx angetrieben hat und auch Grundlage des Materialismus ist: das Erkennen der Wirklichkeit und der Wahrheit dahinter. Dem Marx'schen Materialismus ging es um das Erkennen der Kräfte, die in der Gesellschaft wirken. Dort hat er Berührungspunkte mit der Naturwissenschaft, weshalb sich auch der Materialismus als Wissenschaft bezeichnet. Es geht um Erkenntnis, es geht darum, Wissen zu schaffen. Aber da liegt auch das Problem, weshalb es im Erkennen der Wirklichkeit so viele unterschiedliche Ansichten gibt. Die Frage ist: „Was ist Wirklichkeit? Was ist die „wirkliche“ Wirklichkeit? Also nicht das, was sich der einzelne Betrachter wünscht, sondern das, was unabhängig von seinem Weltbild und seinen Erkenntnisfähigkeiten besteht.
    Ein Beispiel soll das verdeutlichen: Der Erde war es egal, ob die Menschen sie für ein Scheibe hielten. Sie war trotzdem eine Kugel. Nur für die Menschen war diese Erkenntnis über die wirkliche Gestalt der Erde ein erheblicher Fortschritt, der die Entdeckung neuer Welten erst ermöglichte. Aber an diesem Beispiel erkennen wir das Problem des Erkennens der Wirklichkeit. Denn oftmals geht es nicht um das Erkennen der Wirklichkeit selbst, sondern darum ob man wahr haben will, was an Erkenntnis geschaffen wurde. Für die Herrschenden der damaligen Zeit zerfiel mit dem neuen Weltbild auch eine Legitimationsgrundlage, weshalb sie mit allen Mitteln der Verbreitung zu verhindern suchten.
    Dass dem Marx'schen Materialismus der Anspruch auf Unfehlbarkeit unterstellt wurde, ist in erster Linie auf die zurückzuführen, die ihn nicht verstanden haben oder nicht verstehen wollten. Das sind zum einen seine Gegner gewesen, die Behauptungen zu widerlegen glaubten, die von ihm gar nicht aufgestellt wurden. Das sind zum anderen auch jene Anhänger gewesen, die glaubten, alles unkritisch bestreiten zu müssen, was von den Gegnern des Marxismus gegen ihn in Stellung gebracht wurde. Das sind aber auch die Gesundbeter gewesen, die jede Kritik mit einem passenden Marxzitat glaubten zertrümmern zu müssen, die also Bibeltreue und Bibelfestigkeit glaubten beweisen zu müssen.
    Der Marx'sche Materialismus ist zuerst eine Methode zur Analyse gesellschaftlicher Vorgänge. Darin kann man irren, weil es ein schwieriges Gebiet ist. Nur: zur marx'schen Analyse gehört auch das Eingeständnis des Irrtums, denn der Irrtum führt uns näher an die Wirklichkeit, indem er Falsches ausschließt. Den marxistischen Materialismus macht aber zweitens auch aus, dass er eine gesellschaftliche Perspektive über den Kapitalismus hinaus zu entwickeln versucht, den Sozialismus. Und das ist eigentlich, was auf solchen Foren wie diesem hier gesucht wird, ohne es zu wissen. Die Menschen suchen nach einer Perspektive, die ihnen der Kapitalismus nicht mehr bietet. Nur wollen sie dabei das Wort „Sozialismus“ nicht mehr in den Mund nehmen. Sie wollen nicht mit ihm in Verbindung gebracht werden, weil sie auch nicht die Vorgänge verstehen, die mit ihm in Verbindung stehen.
    Die Geschichte des Sozialismus ist über die Vorwürfe des Unrechtsstaates hinaus nie wirklich aufgearbeitet worden. Das ist das Thema meines Buches. Da findet keine Gesundbeterei statt, aber auch keine plumpe Verteufelung. Der Sozialismus in der UdSSR wird untersucht anhand der Bedingungen, unter denen er stattgefunden hat. Das bedeutet materialistisch, untersuchen anhand der materiellen Bedingungen, die vorgefunden werden.
    Wie die derzeitigen Auseinandersetzungen um China zeigen, ist der Sozialismus ist nicht tot, auch wenn er im Ostblock untergegangen ist. China versteht sich unter anderen Bedingungen auch als sozialistischer Staat. Und diese Form von Sozialismus ist es, die den Herrschenden im Westen solche Sorgen bereitet, dass sie wieder eine Systemkonkurrenz ausrufen. Sie kommt aus dem WEsten. Denn dieser Sozialismus stellt sich anders dar. Er ist wirtschaftlich erfolgreich. Und: er mauert seine Bürger nicht mehr ein, auch wenn die westliche Propaganda sich alle Mühe gibt, den Eindruck von Unfreiheit zu vermitteln.
    Aber Chinesen sind überall in der Welt anzutreffen. Sie bereisen die Welt, sie bevölkern die Elite-Universitäten im Westen. Sie machen Geschäfte und investieren überall in der Welt. Sie lieben Luxus und Wohlstand. Sie werden reich. Und es war gerade die kommunistische Partei, die sie dazu animiert hatte. Wieso also glauben die Propagandisten im Westen, dass solche weltoffenen Menschen nicht unterscheiden können, was die Vorteile ihres Systems sind und die des westlichen? Vermutlich wissen sie es besser als die meisten im Westen, die bisher niemals China bereist haben im Gegensatz zu den Chinesen. Bisher haben die Chinesen sich für ihr Land und ihr System entschieden, denn die meisten sind nach ihren Auslandsaufenthalten zurück gekehrt.

    • Hohen Respekt für Ihre Gedankenarbeit und die Mühe, die Sie sich gemacht haben, auf meine Kritik zu antworten.
      Danke dafür.

      Innerhalb Ihres Systems mögen Sie einer der besten Geister sein, die sich diesem angenommen haben.

    • Menschen benötigen überhaupt kein System mehr,insofern es sich um denkende Menschen handelt.
      Jedem Menschen muss doch offensichtlich sein,dass die Systeme "Kapitalismus"und "Sozialismus"von denen erschaffen wurden,die die Welt seit ewiger Zeit spalten und von dieser Spaltung profitieren,weil sie selbst das Geldsystem kontrollieren und das der wahre Schlüssel zur Kontrolle der Menschheit ist. Da sie beide Systeme "finanzierten"über Schulden,generiert jeder Krieg , in den sie die Systeme schicken,eine neue Verschuldung und das bedeutet dasss ihre Banken wachsen und wachsen.,
      Egal wie viele Menschen auf beiden Seiten sich die Köpfe einschlagen-ihr Profit steigt. Und die Menschen glauben es bekriegen sich zwei unterschiedliche Systeme-dabei sind sie entworfen wurden vom selben kranken Kopf.

      Wer heute noch ernsthaft an diesen Hokuspokus glaubt,lebt der wirklich im 21. Jahrhundert?
      Menschen werden geboren mit den gleichen natürlichen Rechten an Boden und allen anderen Ressourcen.
      Jeder Mensch hat das gleiche Recht auf ein gutes Auskommen,auf Entfaltung und Anteilnahme an den erschaffenen Gütern,welche die Menschen herstellen.
      Dazu bedarf es keines Systems,sondern nur der Proklamierung des Menschen und seiner wahren ,natürlichen Rechte,die ihm bis auf den heutigen Tag durch Betrug entzogen wurden.

    • Insofern hat es auch nie einen Krieg zwischen bestimmten Ländern gegeben,wie einen Weltkrieg zwischen Russland ,USA,England gegen Deutschland . Das sind nichts weiter als Hirngespinste,wo die unschuldige Bevölkerung dieser Staaten als Kanonenfutter benutzt wird,von denen,die das Geld kontrollieren.

      Kein Russe hatte da eine Fehde mit einem Deutschen,kein Amerikaner mit einem Japaner-sie werden nur benutzt von denen,die diese Regierungen der Länder über das Geld- Schuldsystem kontrollieren und diese dann durch verschwörerische Handlungen in Kriege hineinmanövrieren.

      Wenn die Menschheit einst befreit ist von dieser Kabale,dann sollte es einen weltweiten Nürnberger Prozess geben,der die wahren Täter oder deren geistigen Nachfolger auf der Anklagebank zeigt.
      Dann würde es um Milliarden Menschenleben gehen und tausende Jahre verlorene Kultur-Menschheitsgeschichte.

    • Gesara, vielen Dank für Ihre Wertschätzung, vor allem aber dafür, dass unsere unterschiedlichen Ansichten nicht zu Rechthaberei und Feindseligkeit geführt haben. Einen schönen Tag noch

  3. Gesara
    "Zukunft Sozialismus", ach, von daher weht der Wind…..

    Welcher Wind weht denn da nach Ihrer Meinung? Oder ist das nur ein Diffamierungsversuch im Bild-Zeitungs-Stil? Andeutungen machen, die Stimmungen wecken (sollen), aber selbst nichts ausdrücken, auf das man festgelegt werden könnte. Da kann man dann immer den Hals aus der Schlinge ziehen, und anderen den schwarzen Peter zuschieben, wenn die Stimmungsmache Folgen hat.

    • Das Werkzeug, das Sie verwenden, um die Historie der Menschheit zu beschreiben und zu analysieren, ist der dialektische und historische Materialismus nach Marx, habe ich verstanden.
      Nun kann dieses Werkzeug Sie aber nur zu den Ergebnissen führen, die bereits in ihm angelegt sind. Es kann sich selbst nicht transzendieren.

      So, wie Newtonsche Physik immer nur zu dem führen kann, was sie enthält. Obwohl beispielsweise die Quantenphysik ganz andere Wirklichkeitsbeschreibungen entwickelt.
      Unter anderem die, daß es der Betrachter ist (und in diesem Fall also Sie), der bestimmt, wie und was das Gesehene ist.
      Das Meßgerät zur Messung der Lichtgeschwindigkeit mißt also nicht diese, sondern es mißt sich selbst.
      Und Teilchen sind im Cern nur an den Orten Teilchen, wo die Physiker hinschauen und die Elementarteilchen durch einen Doppelschlitz schicken.
      Davor und dahinter, sind sie, so wie alles, Wellen.
      Mehr als diese metaphorischen Andeutungen über meine Ansicht zum Marxismus werden Sie aber aus mir nicht rauskriegen.
      Egal, wie sehr Sie mich jetzt vielleicht noch glauben, provizieren zu können.

      "Zukunft Sozialismus", ah, daher weht der Wind…..

  4. A.Eberl
    Ich zitiere Sie: „Alle drei warnen vor einem geschlossenen Wirtschaftsraum Eurasien, denn dann wären die anglo-amerikanischen Seemächte außen vor. Mit der Seidenstraße könnte dieses blühende Eurasien Wirklichkeit werden. Das wollen manche in den USA nicht und deshalb destabilisieren sie ganze Regionen.“
    Nur weil sich einige „Experten“ oder Intellektuelle zu solchen Themen äußern oder vor Entwicklungen warnen, ist das noch lange keine Wirklichkeit. Heute fühlt sich jeder berufen, zu allem Möglichen seinen Senf zu geben. Und selbst wenn es Pläne und Konzepte geben sollte, heißt das noch lange nicht, dass sie auch umsetzbar oder gar im Begriff der Umsetzung sind. Nicht alles, was angedacht oder ausgedacht wird, wird auch Wirklichkeit. Wirklichkeit ist das, was außerhalb der Köpfe geschieht. Das scheinen einige Intellektuelle zu verwechseln, für die Wirklichkeit im Ausdenken von Plänen, Konzepten und Theorien besteht. Wirklichkeit ist handfest, Pläne dagegen oft sehr flüchtig.
    Zudem: Die Destabilisierung des Nahen Osten hat andere Gründe. (Siehe dazu: Rüdiger Rauls – Krieg um Syrien). Als diese begann mit den Kriegen gegen Afghanistan und den Irak, war von der Seidenstraße noch gar keine Rede. Die wurde erst etwa 10 Jahre später in Angriff genommen. Es entspricht also nicht den historischen Tatsachen, wenn man beide versucht, in Verbindung zu setzen, auch wenn es sich wie eine ganz tolle Theorie anhört. Aber mit der historischen Realität hat das nichts zu tun. Die aber scheint für viele Denker und Kommentatoren keine Rolle zu spielen. Mitunter kann die Wirklichkeit schon sehr lästig sein.
    Desweiteren: Die aktuelle Seidenstraße wie auch die historische verlaufen nördlich der zentralasiatischen Gebirgsmassive von Himalaya und Hindukusch. Von einer südlichen Route, die hier von einigen immer wieder ins Gespräch gebracht wird zur Stützung ihrer krausen Phantasien, ist in China weder die Rede noch gibt es dazu konkrete Umsetzungsansätze. Vielmehr setzt China in seiner handelspolitischen Wirklichkeit südlich der Zentralgebirge auf den Seeweg. In der Wirklichkeit werden besonders die Häfen und deren Infrastruktur entlang der südlichen Küsten des Kontinents von China ausgebaut oder in Angriff genommen. Nicht umsonst hat China in Dschibuti seinen ersten und einzigen Militärstützpunkt außerhalb Chinas errichtet. Er befindet sich am Ausgang von Suezkanal und der Nähe zum Persischem Golf zum Schutz der eigenen Interessen besonders auf den Seewegen. Der Seeweg der südlichen Route endet in Piräus. Eine Konkurrenzroute auf dem Landweg südlich der Zentralgebirge dürfte da keinen Sinn machen angesichts der zu erwartenden Kosten, der politischen Schwierigkeiten mit Indien und einem Schienen- und Straßennetz in Südasien, das sehr zu wünschen übrig lässt. Auf der Nordroute konnte man da auf dem Transportnetz aufbauen, das noch aus sowjetischer Zeit vorhanden war.
    Es sind keine chinesischen Absichten und Ankündigungen einer südlichen Trasse erkennbar, die die These stützen, dass es den Amis und dem Westen im Nahen Osten um die Durchführung eines sehr filigran ausgetüftelten Planes geht, etwas zu verhindern, das niemand vorhat.

    • "Zukunft Sozialismus", ach, von daher weht der Wind…..

      https://www.bookrix.de/_ebook-ruediger-rauls-zukunft-sozialismus/

  5. Von anhaltenden Versuchen der USA zu sprechen, dem Iran einen Krieg aufzuzwingen, ist eine seltsame Formulierung. Was soll damit ausgedrückt werden? Soll das heißen, dass die USA den Iran provozieren wollen, einen Krieg zu beginnen? Wenn das so gemeint war, stellt sich die Frage nach dem Warum. Beide Seiten haben immer wieder betont, dass sie keinen Krieg wollen – aus verständlichen Gründen. Denn er dürfte für keine der beiden Seiten zu gewinnen sein. Das wissen die Amerikaner. Nicht umsonst haben besonders die Militärs immer wieder vor militärischen Abenteuern gewarnt. Unter den gegebenen Umständen können die USA keinen konventionellen Krieg gegen den Iran gewinnen. Sie können das Land mit Raketen und Bomben belegen. Aber es fehlen ihnen die Bodentruppen, um einen konventionellen Krieg auszutragen. Das ist die Schwachstelle der USA in allen aktuellen Militäreinsätzen. Nur Einsätze auf Sparflamme sind möglich, begrenzte Kontingente wie in Afghanistan und auch noch im Irak. Groß angelegte Kampagnen wie die Kriege in Vietnam und Korea sind nicht mehr durchführbar. Die Bevölkerung der USA ist der Unsicherheitsfaktor. Sie ist kriegsmüde und wahrscheinlich nicht mehr so patriotisch, dass sie die eigenen Kinder opfert für undurchsichtige Kriegsziele. Und ob ein solch begrenzter Krieg gegen den Iran zu führen wäre, das auszutesten, scheint allen Verantwortlichen in den USA zu riskant. Deshalb halten sich alle Beteiligten weitgehend zurück in Aktionen, die zu einer unberechenbaren Eskalation der Lage führen könnten. Deshalb auch das Zugeständnis der USA an den Iran vorab. Wir halten still, wenn ihr Vergeltung übt für den Mord an Soleimani, wenn dieser Gegenschlag nicht zu Opfern führt, für die wieder wir Vergeltung üben müssen. Denn beide haben sich gegenüber der eigenen Bevölkerung sehr weit mit ihren Drohungen gegenüber dem Gegner aus dem Fenster gelehnt. Der iranische Gegenschlag hatte das Augenmaß, das es Trump ermöglichte, die Füße still zu halten, ohne als Maulheld dazustehen.
    Hätte also eine der beiden Parteien, besonders die USA, ein Interesse an einem ausgedehnten Waffengang, so hätte es bereits Gelegenheiten genug gegeben. Der bisherige Verlauf der Konfrontation macht nicht nur in Worten sondern auch in Taten deutlich, dass keine der beiden Seiten den Krieg will, den hier immer wieder diejenigen an die Wand malen, die sich als Friedensfreunde dastellen. Seltsamerweise redet niemand so oft von Krieg wie diejenigen, die gegen ihn zu Felde ziehen. Da wäre Besonnenheit und sachliche, an den Realitäten orientierte Analyse manchmal die besser Lösung als das ständige Menetekel eines Dritten WK.
    Dass weder die USA noch der Iran einen flächendeckenden Krieg wollen, zeigen ja gerade auch diese ständigen Versuche, sich gegenseitig zu schwächen. Man will den jeweils anderen mit gegenseitigen Nadelstichen mürbe zu machen, ohne ihn soweit zu reizen, dass es zum großen Flächenbrand kommt.
    Der Iran will die Amis aus dem Nahen Osten raus haben. Das ist verständlich, haben doch die USA seit der Vertreibung des „Hüters der Menschenrechte“, dem Schah, im Jahre 1979 keine Gelegenheit ausgelassen, die alten Verhältnisse wieder herzustellen. Vergeblich. Zudem haben die USA ein gewaltiges Bedrohungspotential an Militärstützpunkten rund um den Iran aufgebaut. Hinzu kommen die Sanktionen, die die wirtschaftliche Entwicklung des Landes schwächen. Es ist im Interesse des Iran, die USA zu schwächen, wo immer das möglich ist, vielleicht sogar sie aus der Region zu vertreiben, ohne dass es zum Krieg kommt. Dass der Iran mittlerweile so einflussreich geworden ist, haben sich die USA letztlich selbst zuzuschreiben.
    Denn sowohl die USA als auch die Regierung in Bagdag waren auf den Iran angewiesen, als der IS 2014/15 schon vor den Toren Bagdads stand. Die irakische Armee war nicht bereit zu kämpfen und hatte trotz mehrfacher Überlegenheit, Mossul in Panik verlassen und alles Militärgerät zurückgelassen. Wären nicht die Milizen der Volksmobilisierung gewesen, die mit Unterstützung des Iran, den IS bekämpften, hätten die USA vermutlich schon längst die Flinte ins Korn geworfen im Irak oder aber einen verlustreichen Krieg gegen den IS führen müssen. Dass diese Situation so glimpflich für Bagdad und Washington ausging, hat man im wesentlichen dem Iran zu verdanken. Andererseits hat natürlich der Iran die Schwäche der USA und deren politisch-militärische Unfähigkeit ausgenutzt, um den eigenen Einfluss in der Region auszubauen. Wer kann ihm das verdenken. Oder ist das etwa allein amerikanisches Vorrecht, die eigenen Interessen zu verfolgen? Der Iran macht dasselbe wie die USA, nur erfolgreicher. Genau so wie Russland hat er jeden diplomatischen und politischen Fehler der USA ausgenutzt, um den Erzfeind USA zu schwächen. Nichts anderes versuchen auch die amerikaner. Nur sind deren Möglichkeiten begrenzt. Sie können keine großen Verbände an eigenen Soldaten oder sonstige Kräfte aktivieren, die bereit sind, für sie zu kämpfen. Die einzigen sind vielleicht die Kurden. Aber auch deren Kampfbereitschaft für die amerikanischen Interessen schwindet. Zu oft schon haben die Amis sie zugunsten der irakischen Regierung oder zugunsten der Türkei hängen lassen.
    Die Amerikaner sind nicht beliebt in der Region. Nun droht auch noch der Rauswurf aus dem Irak. In Syrien haben sie den Krieg vermutlich verloren, wenn es ihnen nicht gelingt, neue Kämpfer zu finden. Nicht nur das. Sie haben zudem den NATO-Partner Türkei in die Armee Russlands getrieben und damit die NATO geschwächt. In Afghanistan würde man lieber heute als morgen die Koffer packen. Aber die Taliban geben ihnen nicht den gesichtswahrenden Abzug, den sie so dringend brauchen. Die Amerikaner brauchen eine Garantie für das Überleben der afghanischen Regierung. Denn sonst fragen sich die Leute in den USA, warum man fast 20 Jahre Krieg führte und Milliarden von Dollars verpulverte, wenn am Ende wieder eine Taliban-Regierung steht. Aber diese Garantie für die derzeitige afghanische Regierung wollen die Taliban nicht geben, weil sie diese Regierung als ein Gebilde der Besatzer ansehen.
    Was das alles mit der Seidenstraße zu tun haben soll, erschließt sich vermutlich nur denen, die diese Vermutung immer wieder ins Spiel bringen. Dafür sollten dann auch einmal konkrete Hinweise aufgezeigt werden, die diese Vermutungen und Behauptungen in der Realität bestätigen, nicht irgendwelche Konstrukte in irgendwelchen Köpfen.

    • Doch, das hat geostrategisch mit der Seidenstraße zu tun und mit der Lage des Iran als zentralasiatischem Land, das an der neuen Seidenstraße liegen würde. Was die anglo-amerikanischen Seemächte am meisten fürchten, ist ein geschlossener Handelsraum Eurasien, denn dann könnten sie als Seemacht einpacken – ihr Weltmachtsanspruch wäre dahin, denn dieser geballten Kraft eines friedlichen, wirtschaftsstarken Eurasiens, wo die meisten Menschen leben und die meisten Rohstoffe sind, wären sie nicht gewachsen.

      Konkrete Hinweise in dieser Richtung sind die Aussagen vom britischen Geostrategen Sir Halford Mackinder und vom US-Amerikanischen Geheimdienst-Berater George Friedman, früher bei Stratfor, siehe hier: http://www.cashkurs.com/kategorie/meldungen/beitrag/us-denkfabrik-stratfor-vorbehalte-gegen-deutsch-russische-kooperation/ und vom amerikanischen Marine-Geostrategen Alfred Thayer Mahan. Alle drei warnen vor einem geschlossenen Wirtschaftsraum Eurasien, denn dann wären die anglo-amerikanischen Seemächte außen vor. Mit der Seidenstraße könnte dieses blühende Eurasien Wirklichkeit werden. Das wollen manche in den USA nicht und deshalb destabilisieren sie ganze Regionen.

  6. Amazing Polly scheint zu wissen, dass an Bord der Maschine Nuklearwissenschaftler auf dem Weg nach Canada waren. Im nächsten Video kann sie hoffentlich mehr dazu sagen und nachweisen, wo sie die Information her hat. https://www.bitchute.com/video/zCI4hyl113Q/

  7. Entschuldigung, aber die deutsche, US geführte Marionettenregierung, wird einen feuchten D***k unternehmen sich gegen die imperialistischen US Kriegspläne zu stellen. Schon mal einen Bundesadler, dem man die Flügel gestutzt hat und der mit den Füßen an eine US Tretmine gefesselt ist gesehen, daß der wegflattert?

    Die Frage, ob die Amerikaner sich jetzt beeindruckt zeigen oder nicht, ist in meinen Augen völlig irrelevant. Es gehört zu der Einschüchterungspolitik der Kriegsvorbereitung dazu. Es sind noch nicht alle US Truppen in Europa und an den Grenzen Russlands genug verteilt und aufgefahren und der Peak-$ Zeitpunkt für einen Wirtschaftscrash ist noch nicht erreicht.

    • Zum Thema Propaganda Zirkusveranstaltung: RegPK

      Ehrliche Sätze die ich in der RegPK schmerzlich vermisse:

      "Wir müssen erst noch die Anweisungen aus Washington abwarten."

      "Die US Thinktanks haben hierzu noch keine Texte vorbereitet."

  8. D I E USA gibt es seit mindestens drei Jahren nicht mehr.

    KenFm fährt jetzt offenbar alles auf, was es kann, um das überkommene, veraltete Deutungsmuster irgendwie aufrecht zu erhalten.
    Ich glaube Euch nicht mehr!

    • Der Artikel scheint mir eher einer der anhaltenden Versuche zu sein, die Realität zu ignorieren.

      Kein Krieg Dank Trump – so sieht es doch aus.

      Und im Iran soll es nicht nur fromme Lämmer geben, aber der Gedanke ist scheinbar undenkbar.

      Herr Mischka hat heute einen Standpunkt angenommen, der für mich eher aufzeigt, dass er an seiner Déjà-Vû-Fähigkeit arbeiten sollte.

    • Auf einer Pressekonferenz in der letzten Woche sagte Trump,dass er nun mit dem Iran zusammenarbeiten möchte,wenn dieser den Terrorismus nicht mehr unterstützt.
      Außerdem sagte er,dass die USA das Öl des Iran nicht mehr brauchen,weil die USA nun energieunabhängig sind.
      Können die USA mit Schieferöl länger als 10 Jahre unabhängig sein oder deutet das auf die Eröffnung der Freien Energie?!
      UFO-Technologien sollen schon veröffentlicht wurden sein,sagt David Wilcock-in den USA.

      Deutschland scheint der Ort der Ahnungslosen zu sein,was die Propaganda der Kabale betrifft und deren guter Zufluchtsort?
      Mergel und Macron-die letzte Bastion.

    • Sehe ich genauso!
      Bröckers hat sich als ernst zu nehmender Journalist ohnehin seit Klimagate disqualifiziert.
      Und auch kenFM kann ich immer weniger ernst nehmen.
      Wer sich besser informieren möchte, dem empfehle ich die neuen 2 videos von amazing Polly.
      Was kenFM inzwischen bringt ist ganz ehrlich gesagt: armselig!

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