KenFM am Telefon: Peter König zum Brexit und Scheitern der Eliten

Das Scheitern der Eliten.

Wer glaubt, der Brexit sei nichts weiter als der Verlust eines EU-Mitgliedstaates, ist naiv. Politik kann Jahrzehnte lang völlig abgekoppelt vor sich hin regieren, meist gegen den eigentlichen Souverän. Das Volk scheint sich für seine Elite kaum zu interessieren.

Doch dieser für die herrschende Klasse bequeme Zustand hat nicht nur Vorteile für sie. Ihnen kommt das abhanden, was man den Kontakt zu Straße nennt. Dekadenz macht sich breit. Das ist der Anfang vom Ende.

In der jüngsten deutschen Geschichte konnte man diesen Effekt und seine enorme Dynamik zuletzt beim Zerfall der DDR erkennen. Als die Bürger das Land mit der längsten Betonpraline der Welt z.B. über die Grüne Grenze Ungarns in Scharen verließen und vor den Botschaften der BRD Flüchtlingslager entstanden, waren es vor allem politische Symbole, die die Kettenreaktion und damit das Ende der DDR auslösten. Etwa der Besuch des damaligen Deutschen Außenministers Hans-Dietrich Genscher auf einem Balkon in Prag.

Der Brexit könnte ein ähnliches Potential entfalten. Was die Briten können, können die Griechen, die Franzosen, die Österreicher, die Spanier oder Portugiesen auch!

Warum sich weiter von einer EU gängeln lassen, die über Brüssel den Bürgern nicht nur Daumenschrauben anlegt, sonder die vor allem das verrät, was Europa maßgeblich nach der Französischen Revolution geprägt hat – der Wunsch nach Freiheit.

Brüssel ist das Gegenteil von Freiheit. Hier hat vor allem der Bürger Europas kaum etwas zu melden. Chef am Set sind eher Großkonzerne aus Übersee.

Wo Brüssel drauf steht, ist meist Washington und Wall Street drin. Spätestens seit TTIP ist klar: Europa ist eine Mogelpackung, die nur durch das vollständige Weglassen der permanent beschworenen Transparenz auf das jetzige Niveau sinken konnte.

Es gärt schon lange in der Union, und die Köpfe in Brüssel erinnern eher an Bücklinge amerikanischer Großkonzerne, denn an Europäische Staatsmänner.

Immer mehr Bürger in der EU haben schlicht keinen Bock mehr auf dieses zum Narren gehalten werden, und die damit einhergehende Demontage der Demokratie. Sie wollen raus aus dem Zwangsbündnis, aber sie wollen auch ihre lokales politischen Personal loswerden, das vor allem durch Mittelmaß und Verrat glänzt.

Der Brexit ist daher weit mehr als eine EU ohne England, denn die EU und die NATO haben eine Menge miteinander zu tun. Wer mit der EU geködert wird, bekommt sehr schnell Besuch von Vertretern der NATO – und die hat sich längst zu einem Angriffsbündnis gewandelt, das auch mit Krieg auf dem Europäischen Kontinent keine Probleme mehr hat.

Der Brexit hat neben er EU eben auch die NATO in Frage gestellt. Das aber kann nicht im Sinne Washingtons sein. Die NATO ist auch ein Abnehmer amerikanischer Rüstungsgüter und wird noch gebraucht, um neben Europa auch Russland und China in Schach zu halten.

Wären die britischen Eliten doch nicht auf die Schnapsidee gekommen, das eigene Volk zur EU zu befragen, nur um sich untereinander zu profilieren. Aktuell unternimmt D.C. alles, um die Folgen des Brexit einzudämmen. Ob das britische Parlament auf Drängen der USA die Wahl der Briten am Ende vielleicht für ungültig erklärt? Begründung: Nicht gut für England! Vielleicht wurde ja auch falsch ausgezählt?

KenFM spricht mit Peter König über Europa nach dem Brexit. König ist Schweizer und hat 30 Jahre für die Weltbank gearbeitet. Seine Einschätzung über diese Organisation kommt der der EU sehr nahe. Korrupt und vom Dollar kontrolliert.

Nichts währt ewig. Schon gar keine Währungsunion. Dank des Internets gelingt es den gelenkten Massenmedien immer weniger, die Bürger im Sinne der Eliten zu erziehen.

Widerspruch ist die höchste Form des Patriotismus.

40 Kommentare zu: “KenFM am Telefon: Peter König zum Brexit und Scheitern der Eliten

  1. Als erstes mal ein großer Dank KenFM für die tolle Arbeit, die hier geleistet wird. Als zweites entschuldige ich mich gleich für sämtliche Fehler in meinem Text, Deutsch ist nicht meine Muttersprache. Die Form dürfte sowieso kein Maßstab für die Richtigkeit und Logik der dahinterstehende Argumente aber es ist online oft nicht der Fall – hoffe allerdings nicht hier.

    Nun denn zu meinem Anliegen. Bin ich der einzige hier der findet, dass Herr König sich zu einigen Themen mit extremen Aussagen ohne irgendwelche Belege zu haben bzw. ohne diese bekannt zu geben äußert?!? Und zwar ziemlich in random form was mir so einfällt:

    – die EZB sitze in Brüssel

    Die EZB sitzt nicht in Brüssel sondern in Frankfurt und ja mein Gott ist es gar nicht tragisch, wenn man so einen kleinen Fehler macht; aber wenn er nicht im Laufe der Sendung oder mit einem Kommentar am Ende ausgebessert wird, finde das nicht viel anders als Qualunquismo und Meckern gegen die EU, was wir schon in genügender Menge haben und nicht brauchen.

    – Mr Draghi wäre nichts anderes als die erweiterte Hand von Goldmann Sachs weil er dort davor executive war

    Das ist auch keine logisch-gültige Argumentation und bei weitem keinem Beweis. Es ist auch keine unübliche Praxis, dass die Leute die Statalfunktionen haben, davor in der Industrie ausgebildet worden sind, denn dort kann man das nötige Wissen erwerben. Dass in der Finanzindustrie nicht so viel Know-How erforderlich ist, würde ich aber nicht bestreiten

    – Die USA hätten sie 2008/2009 Krise geschaffen um Europa und den Euro runterzudrücken?

    – Die USA hätten die Brexitergebnisse manipuliert?

    Diese 2 Aussagen sind so derart krass, dass ich selbst (offener Mensch, Skeptisch und sokratisch in dem Sinne „Ich weiß, dass ich nicht weiß“) als Verschwörungstheorie bezeichnen würde. Die Vorwürfe, die Mr König in der Luft stehen lässt ohne irgendein Beweis, Quelle, Schlagwort für weitere Recherche ist einfach frech, auch wenn er dazu sagt es ist seine persönliche Meinung. Ja die zuschauer und zuhörer, die den Beitrag aufgerufen haben möchten auch gerne wissen, worauf diese Meinung basiert.

    – Öxit: Es gäbe eine österreichische intellektuelle Bewegung, die den Öxit befürworten würde?

    ist diese Bewegung jemandem unter euch bekannt? Ich lebe in Österreich und habe nichts mitbekommen. Es wurde in den konventionellen Medien nicht erwähnt (dann sagen Sie „Ja klar!“) Eine seichte Internetrecherche liefert keine Ergebnisse. Alle meine Freunde und bekannte die in der Politik engagiert sind, wissen nichts drüber. Sogar die FPÖ hat nach dem Brexit ein Referendum über den Öxit ausgeschlossen, aber das eher aus politischen Gründe um keine Stimme zu verlieren, denn in Moment merken die Leute, wie schwierig ein Austritt aus der EU sich gestaltet.

    – die Idee der Europäische Union pflanzte die CIA 1944 in Europa geheim.

    Dass Amerika einen Markt für sich und eine Pufferzone gegen Russland haben wollte, finde ich nachvollziehbar und wird auch z.b in Friedman 2015 belegt. Aber die Idee war auch schon davor in Europa present z.b. das Manifest von Ventotene 1941, oder 1924 die Gründung der ältesten europäischen Einigungsbewegung „Pan-Europa“ durch Coudenhove-Kalergi.

    – Amerika produziere selbst keine technologie mehr, sondern nur noch Waffen

    Das sollte Mr König auch belegen… technologische Innovation stammt fast ausschließlich aus Amerika (Silicon Valley) und wir Europäer (DE v.a.) sind die gute ausgebildete billige arbeitskräfte, die ihre Ideen zum Teil dann verwirklichen. Noch dazu Internet, GPS, Handys: diese Technologie stammen aus der Raumfahrt- und militärforschung.
    Kurze extrakt aus wiki: „Manufacturing in the United States is a vital sector, although its importance to the U.S. economy has been declining for the past forty years. Major increases in the construction, finance, insurance and real estate, and services industries played a significant role in reducing manufacturing’s impact on overall U.S. production.“ und ja ich kenne die dunkle Seite des Wikipedia aber in gewisser maßen vertraue ich ihm noch.

    – Nato Ausdehnung nach Osten:

    Auch wenn ich selbst es sehr problematisch finde es bleibt ein bestrittener Punkt: also ob ein Versprechen von der NATO tatsächlich gab, da beide Seiten eine unterschiedliche Meinung vertreten (Gorbachev, Kramer, Zoellick) und keine Beweise vorliegen somit kann man es als Fakt nicht darstellen. Es wird sogar bestritten ob Gorbachev selbst es gemeint hätte!

    Und ich würde gerne auch wissen, ob ich der einzige bin der ein „Problem“ hat mit Ken selbst. Also ich finde als Moderator hat man eine Gewisse Verantwortung gegenüber den Zuschauern; Ken macht crowdfounded, nicht-embedded Journalism, (und das finde ich Toll und extrem wichtig) und die beide sagen selbst in der Sendung, dass Sie im Gegensatz zu anderen Medien die Wahrheit verbreiten wollen. Und das will ich weiterglauben. Nun ist das Moment gekommen – wo ich kritisch über jemanden, der uns fördert kritisch nachzudenken – nachdenken muss.

    Warum haben Würde Herr König nie unterbrochen? Warum hat zb Ken nie z.b. gesagt „Herr König, da bin ich mit Ihnen einverstanden aber diese Aussage müssen Sie für unsere Zuschauer besser begründen. Wie kommen sie dazu, auf welche Fakten basiert diese Meinung?“

    Denn wenn das kritische Hinterfragen fehlt, – auch wenn ich verstehen kann, dass das Format es nicht so leicht erlaubt wie in einem vis-a-vis Gespräch – verliert man in meinen Augen Glaubwürdigkeit als Journalist und es wird nicht besser als Meinungsverbreitung der Mass-medien, es wird lediglich eine andere Meinung verbreitet.

    Ich wollte dies ursprünglich als Email an Herrn König und Jebsen per Email schicken nur die finde ich nirgends und der Email-button öffnet nur einen leeren Broswertab.. also falls wer da mir auch weiterhelfen kann 🙂

    Freundlichen Grüße

  2. Nach wie vor überlege ich auch, ob der Brexit nicht doch von USA geplant war und eine weitere Kriegsvorbereitung in Wrklichkeit darstellt.
    Heute in den Nachrichten: Nato -Generalsekretär Jens Stoltenberg hat vor einer Gefahr durch Russland gewarnt:
    „Wir stehen vor unvorhersehbaren Gefahren und Komplexen Herausforderungen, einschließlich eines Russlands, das bereit ist, Gewalt anzuwenden, um Grenzen zu verändern“, sagte er der „Bild am Sonntag“.
    Um dann mit der typischen Widersprüchlichkeit der manipulativen Auftragslügerei als Beruhigungspille fürs dumme Volk anzufügen: „Der kalte Krieg ist Geschichte, und das sollte auch so bleiben.“

  3. Der Brexit scheint der EU auch neue Perspektiven zu eröffnen. Das sollte einen beunruhigen!

    EU-Globalstrategie und deutsch-französische Militarisierungsoffensive

    Überschattet von der Brexit-Abstimmung verabschiedeten die europäischen Staats- und Regierungschefs beim Gipfeltreffen in Brüssel Ende Juni 2016 nahezu unbemerkt eine neue EU-Globalstrategie (EUGS). Das seit über einem Jahr unter der Ägide der EU-Außenbeauftragten Federica Morgherini ausgearbeitete Papier namens „Gemeinsame Vision, gemeinsame Aktion – ein stärkeres Europa“ ersetzt die bisher gültige „Europäische Sicherheitsstrategie“ (ESS) aus dem Jahr 2003. Die EUGS steckt als Grundlagendokument die allgemeinen Ziele ab, die die Europäische Union mit ihrer Außen- und Sicherheitspolitik verfolgen möchte und liefert damit die Grundlage, um nun – wahrscheinlich in einem späteren Weißbuch – eine konkrete Militarisierungsagenda zur Umsetzung dieser Ambitionen auszuarbeiten. Paradoxerweise könnte sich hier der – mögliche – Brexit als regelrechter „Segen“ für die Propagandisten einer „Militärmacht EUropa“ erweisen, da Großbritannien bislang Initiativen in diese Richtung stets ablehnend gegenüberstand. Jedenfalls gingen die Außenminister Deutschlands und Frankreichs unmittelbar nach dem britischen Referendum mit einem gemeinsamen Papier in die Offensive, in dem sie eine Reihe von Vorschlägen unterbreiten, um die EUGS mit militärischer Substanz anzureichern.

    der ganze Text: http://www.imi-online.de/2016/07/06/eu-globalstrategie-und-deutsch-franzoesische-militarisierungsoffensive/

    • KenFM@ Frage:
      Warum werden manchmal Kommentare geprüft und manchmal nicht?
      Gibt es dafür Regeln?
      Wenn geprüft wird und es manchmal Stunden dauert (nachts), taucht der Kommentar bei aktuellen Beiträgen nicht auf.
      Die Diskussion ist dann oft schon weiter.

    • Ich glaube, die Wartezeit hat mit eingefügten Links zu tun…

      Zum Thema:

      Eine Nachricht von gestern: a href=“http://orf.at/stories/2348644/2348645/“>EU und NATO rücken zusammen…

      Angesichts der wachsenden Bedrohungen durch Konflikte und Krisen haben die EU und die NATO eine stärkere Zusammenarbeit vereinbart. Beide Seiten unterzeichneten am Freitag am Rande des NATO-Gipfels in Warschau eine gemeinsame Erklärung, um ihrer „strategischen Partnerschaft“ einen neuen Schub zu verleihen.

      Das wirft für mich als Österreicherin zusätzliche Fragen auf: Und was uns? Unserer angeblichen „Neutralität“? Hat eigentlich uns als Nicht-NATO-Staat jemand gefragt, ob wir das wollen? Gibt’s ein opt-out? Oder muss ich ins Exil in die Schweiz? Als „Neutralitäts-Flüchtling“?

    • Interessant… DER Kommentar mit dem tatsächlich funktionierenden Link wurde nicht freigegeben, der mit dem falschen schon.

      Ich versuch’s also ein 4. Mal: EU und NATO rücken zusammen…

      – – – – – – – – –

      Und ein weiterer Artikel: NATO will keine Konfrontation…

      Stoltenberg: „Alles, was wir tun, ist defensiv, angemessen und transparent.“

      Die USA wollen laut Präsident Barack Obama darüber hinaus im kommenden Jahr eine Panzerbrigade nach Europa verlegen, deren Hauptquartier in Polen eingerichtet werde. In Polen werde NATO-Personal „mit der modernsten Militärtechnik“ eingesetzt. […]

      Befragt zu einer vertieften Partnerschaft Österreichs mit der NATO, verwies Doskozil [österr. Verteidigungsminister] auf die Neutralität. Österreich habe Interesse an einer engen Zusammenarbeit mit dem Verteidigungsbündnis etwa im Bereich Terrorismusbekämpfung, aber die Neutralität sei ein „hohes Gut“. Dieses dürfe nicht durch die Partnerschaft mit der NATO angegriffen werden.

      Bla bla bla…

    • Das mit den „guten“ Nachrichten reißt ja gar nicht ab:

      NATO weitet Unterstützung für die Ukraine aus

      Die Staats- und Regierungschefs des Bündnisses verabschiedeten bei ihrem Gipfeltreffen gestern in Warschau ein Paket, durch das die Armee und Sicherheitsorgane „leistungsfähiger“ werden sollen.

      Gleichzeitig verurteilten sie erneut die „illegale und unrechtmäßige Annexion der Krim“ und „die anhaltende Destabilisierung der Ost-Ukraine durch Russland“[…]

      Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko dankte der NATO für die „transatlantische Solidarität“ mit seinem Land. Die Zahl der NATO-Berater in der Ukraine werde nun weiter steigen, sagte er. Bei den Gesprächen in Warschau sei auch die Haltung der Ukraine geteilt worden, „dass Russland voll verantwortlich dafür ist, dass die Umsetzung des Minsker Abkommens an Fahrt verloren hat“.

      Es sieht erst einmal nicht so aus, als ob Brexit auf die NATO eine schwächende Wirkung hätte – ganz im Gegenteil: JETZT ERST RECHT!

  4. Schöne Schwätzerei von Herrn König. Aber bitte er solle sich lieber in der Schweiz mit seinen rechtsradikalen Gruppierungen treffen! Die EU ist ein Friedensprojekt, wer dies verkennt, ist nicht bei Trost. Ein Europa der Kulturen, was ist das für ein Schmarrn! Sie sprechen vom Frieden vor der EU und NATO? Welchen Frieden meinen Sie? Erster und Zweiter Weltkrieg? Was wir brauchen ist eine globale (überkulturulle) Bewegung.

  5. Bin voll dabei. Nun muss sich zeigen, für welchen Weg sich das UK entscheidet. Ich hoffe für Nachbarschaft. Mit Theresa May könnte es klappen „Brexit bedeutet Brexit“. Alles andere wäre aus meiner Sicht unbritisch. Dann positionieren sich auch noch weitere EU-Länder. Viel wird auch von deutschinternen Entwicklungen zur Überwindung dieser Regierung abhängen. Schauen wir mal. Klar ist vor allem eines, die US-Imperialisten werden Europa keinesfalls zur Gänze vom Haken lassen. Um keinen Preis der Welt. Irgendein Deal muss für sie bei rausspringen, sonst folgt ein forcierter Einwanderungstsunami aus Afrika als Quittung. Die europäischen Länder tun vielleicht ganz gut dran, die NATO auszuladen und sich anderweitig zu sichern. Den US-Imperialisten geht sowieso bald die Luft aus. Ab dann gehts in Richtung Zukunft.

  6. Herr könig ich hätte eine frage an sie: »von welcher gruppe in österreich sprachen sie, als sie von einer ›gruppe von intellektuellen‹ in österreich redeten?«

    Meinten sie als »intellektuelle gruppe« vielleicht die junge studentische initiative »jes« — als untergliederung einer größeren, übergeordneten bestrebung? Dachten sie da namentlich an die »paneuropäische bewegung in österreich« — angeführt vom hause habsburg-lothringen? (denn sie sprachen von der länderkonstellation in europa vor dem ersten wk).

    • @lwzs

      Nun: nehme an, daß herr könig die kommentare zu seinem interview überfliegt, und vielleicht findet herr könig ja demnächst zeit, unsere frage zu beantworten. Bräuchte ja keine lange ausführung zu sein.

    • Ein fragment.

      Als k. nach langem wieder versuchte, trotz der quälenden kälte in der schule und ausgesetzt den ständigen erniedrigungen der lehrerin vor allen schülern, einen brief mit fragen in das schloß zu bringen, begegnete ihm erneut der dorfvorsteher und bedrängte ihn mit der frage über die zulassung und ermächtigung, die er, k., ja vom schlosse bekommen haben müsse um weiter im dorf zu verweilen und gelegentlich im gasthaus herrenhof zu schlafen, wo auch zu bestimmten tagen die herren vom schloß arbeiteten und übernächtigten.

      Von seinen gehilfen, die k. schon seit langem verjagt hatte, wußte k., daß der könig im schloß, dessen nächster vertrauter und höchster beamte klamm war, den er auch schon durch ein fenster im herrenhof gesehen hatte und von dem ihm auch frieda, die ständig nach gründen suchte k. näher zu kommen, berichtete, daß ihm klamm mit sicherheit fragen beantworten könne; wenn er nur etwas geduld hätte, sie würde ihm schon bald zugang zu klamm verschaffen, dessen zeitweigige geliebte sie ja immerhin sei, und wenn ihm schon klamm nicht helfen wolle, vielleicht würde erlanger ihm weiterhelfen, der ohnehin nach betätigung suche — vielleicht könne eben erlanger beim könig ein gutes wort für ihn einlegen, damit ihm die fragen beantwortet würden.

      In der zwischenzeit hatten sich schon mehrere dorfbewohner um k. versammelt und bedrängten ihn ständig mit fragen, fragen, die er doch in seinem brief an den könig miterwähnen könne; schließlich sei er doch der landvermesser der vom schloß beauftragt wurde und sich mit erlaubnis des schlosses hier aufhalten dürfe und so auch ihre fragen an den könig stellen könne. Denn hier im dorf wußte man, daß der könig ihnen nie fragen, und seien sie noch so berechtigt, beantworten würde.

  7. Ich bin begeistert und kann Peter König in allen Punkten nur zustimmen. Ich hoffe, dass Europa noch die Kurve kriegt und dass die NATO immer entbehrlicher wird. Ein Europa von Lissabon bis zum Ural und möglicherweise ein Eurasien weiter bis Wladiwostok.
    Eine echte Freundschaft zum amerikanischen Volk (USA) muss dabei nicht aufgegeben werden. Von Russland geht keine Gefahr aus. Auch ein ausgedehntes Europa incl. Russland will niemand bedrohen und beherrschen.
    Alles läuft möglicherweise auf eine multipolare Welt hinaus die friedlich mit sich im Gleichgewicht ist.
    Zum Wohle der Menschheit.

  8. passt gerade auch noch zum Thema von Herrn König, der am Rande erwähnt, dass es bei der Flüchtlingskrise mit Deutschland auch nachträglich noch zum Nachteil für Deutschland werden könnte:

    Flüchtlingskrise: Weiterhin Spannungen unter der Oberfläche

    https://www.youtube.com/watch?v=Wp2drabozUs

    Die Antwort, wie das Thema Gewalt durch Flüchtlinge, oder Terroristen gelöst werden kann, gab es schon viel zu lesen im Internet.

    Aber: ( These) es scheint gewollt zu sein, weiter Druck durch solche Situationen eskalieren zu lassen und aufbauen zu wollen.

    Wobei KenFM schon einige Male den Zusammenhang (sinngemäß) herstellte: „Wieso wundern wir uns über Flüchtlinge aus Ländern, wo wir Bombenteppiche zuvor gelegt haben?“

    Da hat Jürgen Todenhöfer auch schon einige, wie ich finde, passende Antworten zur ernsthaften Lösung formuliert.

    Darauf möchte ich auch nochmal hinweisen:

    Der Westen hat aus Afghanistan nichts gelernt. 14 Jahre lang bombardierte er die Taliban. Doch sie wurden nicht schwächer, sondern immer stärker. Und schlagen immer härter zu.

    Wir werden grauenvolle Attentate erleben. Wir werden unsere Bombenkriege, die unzählige Zivilisten töteten, mit jahrzehntelangem Terrorismus bezahlen. Es sei denn, wir reißen den kriminellen Angriffskriegern genauso die Maske vom Gesicht wie den anti-islamischen Terroristen. Und bekämpfen den IS endlich mit einer klügeren Strategie.

    http://juergentodenhoefer.de/aktuelle-beitraege/

    In seinem letzten Beitrag ( Auszug des Zitats) gibt es auch ein Video, was Lösungen anbietet, wenn mehr Menschen dies sehen, mehr Menschen dies einfordern , dann gibt es vielleicht ( bei genügend Druck der Bevölkerung) auch ein einlenken oder anerkennen bei der Politik.

    Wobei: so schwer kann es eigentlich nicht sein, zu wissen: schlage ich Jemanden, tue ich Jemandem dadurch weh – schlägt er zurück, weil ich ihn geschlagen habe , ist es nachvollziehbar – löse ich die Gewaltspirale dann auf, indem ich seine Städte bombardiere, oder indem ich ihm die Hand zur Versöhnung reiche?

    Die Politik und die Rüstungsindustrie in Verbindung zur Politik haben da bisher eine Antwort, die weit weg vom gesunden Menschenverstand ( der für das Wohl aller Menschen auf der Welt ist – so verstehe ich den Gedanken „gesunder Menschenverstand“) ist.

    Oh Moment. Eine Einschränkung.

    Die Linke bereitet eine Resolution zur Auflösung der Nato vor:

    Sahra Wagenknecht kritisiert NATO – „Europa würde einen militärischen Konflikt nicht überleben“

    https://www.youtube.com/watch?v=hA1XTMWKmQ0

    Davon ist mehr zu wünschen und zu begrüßen. Bei allen anderen Parteien auch.

    • „Weit weg vom gesunden Menschenverstand“ war auch der US- Plan des atomaren Erstschlags während der Kuba-Krise, genannt SM 129-56, der dieser Tage in den Massenmedien ausgeplaudert werden darf. Was da so alles in Kauf genommen wurde von diesen Militärplanern, sollte sich jetzt jeder mal durchlesen, der unsere Gesamtsituation als Deutsche, Europäer und Weltbevölkerung realistisch einschätzen will. Und dabei ist ja noch nicht einmal das in der Zwischenzeit fieberhaft weiterentwickelte Waffenarsenal mit einbezogen, bei dem der Planet Erde selbst als Kriegswaffe missbraucht wird. Darüber wissen ja nur erst die wenigsten etwas. Ich kann da immer nur noch sagen, dass ich auf Wunder hoffe. (Buch: „Kriegswaffe Planet Erde“, Dr.Rosalie Bertell). Diese Wirklichkeit ist ja so, dass eigentlich kein gesund fühlender Mensch sie seelisch mehr verkraften kann.

    • Sehr gut und besonnen, was und wie Sahra Wagenknecht das hier sagt!
      Ich verstehe übrigens nicht, weshalb nun gerade Sie hier abgeschaltet worden sind! Das finde ich schade und tut mir leid. Was haben Sie verbrochen?
      Wenn ich hier einmal abgeschaltet werden sollte, würde ich es ganz einfach als Zeichen nehmen und mich damit abfinden. Dann wüsste ich, dass es jetzt richtig ist für mich, hier nichts mehr zu schreiben.

    • @ Veganislove:

      ich habe nichts „verbrochen“. Einmal bin ich emotional ausgerastet – das wurde, KenFM sei Dank, rausgeschnitten aus meinen Beiträgen.

      Und ich entferne mich generell häufiger, weil ich manchmal große Zweifel an der generellen Einflußnahme politisch wie medial habe.

      Das habe ich allerdings auch schon manchen Autoren hier geschrieben, erläutert – auch was die Verantwortung angeht, die Leser betreffend.

      Will heissen: wenn ein Autor schreibt ( sinngemäß) “ Ja… es ist düster.. das Geldsystem… oder die Kriegsmahnung…hoffnungslos…etc..) – dann schreibe ich teils auch so negativ. Manchmal erwähne ich eben Sachen wie die von Sahra Wagenknecht. Was eher positiv ist.

      Die Linke hätte eine Demo begleiten müssen, „Raus aus der NATO“, als der Vorschlag zur Auflösung der NATO im Parlament besprochen wurde – direkt 5.000 Leute aus der Ramsteindemo vor dem Parlament mit „Raus aus der NATO“ – hätte noch eine andere Wirkung gezeigt und politisch mehr Wirkung entfachen können.

      Aber: wir lernen ja alle dazu – vielleicht wird es beim nächsten Mal ja eine Absprache der Partei mit Demonstranten geben – zu Befürworten wäre es, wenn es um Friedensangelegenheiten geht.

      Erfreulicherweise, positv gemeint, sind hier noch manche User die ebenfalls Autoren kommentieren, sobald die Beiträge tendenziell negativ oder aussichtslos verfasst worden sind.

      Facebook hatte dazu mal eine Studie verfasst. Das ist vielen KenFM-Autoren von Beiträgen wohl entgangen.

      Ich zitiere es daher kurz:

      Datenschutz-Aktivisten gehen gegen Facebook-Experiment vor

      Facebook hatte 2012 den Nachrichtenstrom von 690.000 Nutzern manipuliert. Das US-amerikanische Electronic Privacy Information Center hat sich darüber nun bei einer Aufsichtsbehörde beschwert.

      Datenschutz-Aktivisten in den USA gehen gegen Facebook wegen des umstrittenen Psycho-Experiments vor. Die Gruppe EPIC (Electronic Privacy Information Center) reichte eine Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde FTC ein. Sie kritisiert, Facebook habe mit dem Test Anfang 2012 gegen geschäftliche Regeln und eine Vereinbarung mit der FTC zum Schutz der Nutzerrechte verstoßen.

      Bei dem einwöchigen Experiment im Januar 2012 sollte ermittelt werden, wie sich Emotionen in Netzwerken ausbreiten. Entsprechend wurden für Nutzer ohne deren Wissen die Einträge ihrer Facebook-Freunde vorgefiltert: Den einen wurden mehr positive Nachrichten angezeigt, den anderen mehr negative. An der Studie waren rund 690.000 Nutzer beteiligt.

      EPIC weist unter anderem darauf hin, dass Facebooks Erklärungen zur Datenverwendung zum Zeitpunkts des Experiments noch nicht auf einen möglichen Einsatz für Forschungszwecke hinwiesen. Außerdem habe Facebook gegen eine FTC-Regel verstoßen, die Handlungen verbietet, die Verbrauchern Schaden zufügen könnten. Facebook hatte bereits nach vorherigen FTC-Ermittlungen zum Umgang mit der Privatsphäre und Datenschutz Auflagen wie langjähriger Aufsicht zugestimmt. Auch britische und irische Aufseher schauen sich das Experiment bereits genauer an.

      Wie passt dieses Experiment nun zu einigen KenFM-Autoren?

      Nun: das Experiment hat bei Facebook vielen Usern nur negative oder positive Meldungen Ihrer Freunde gezeigt.

      Ergebnis: wer mehr negatives sah, reagierte im Schnitt negativer.

      Übersetzt auf manche KenFM-Autorenbeiträge heisst das ( aus meiner Sicht):

      – Wenn ein Autor inhaltlich sehr negativ etwas beschreibt – wie wird dann hauptsächlich die Leserschar seines Beitrages reagieren?

      Antwort: auch eher negativ.

      Und das ist, was ich meine.

      Positivere Formulierungen, etwas Hoffnung in den Beiträgen.

      Erfordert auch vom Autoren gewisse Sichtweisen.

      Ansonsten: negative Presse findet sich hauptsächlich in den Nachrichten.

      Um allerdings auch positive Gedankenräume zu schaffen, positive Akzente zu setzen, empfehle ich vielen ( teils auch an manche Autoren gerichtet) Videos von Daniele Ganser zu Medienkompetenz:

      https://kenfm.de/kenfm-zeigt-dr-daniele-ganser-medienkompetenz-wie-funktioniert-kriegspropaganda-23-10-2015/

      Dort spricht er am Schluß etwas sehr positives aus.

      Könnten manche Autoren sich gedanklich auch eine Scheibe davon abschneiden, gäb es vielleicht gedanklich hier manchmal mehr Räume für Diskussionen.

      Aber: ich sollte auch vor meinen eigenen Türe kehren – oft habe ich hier auch zu negativ geantwortet, wenn ich einen Beitrag kommentiert habe…

    • @Demo: Komisch, jetzt haben Sie neu geschrieben, aber sind schon wieder verblichen! Was Sie da schreiben über negative und positive Einträge, finde ich interessant. Habe dazu aber eine etwas andere Sicht. Ich empfinde als negativ nur Unaufrichtigkeit und eitle Gesteltztheit. Wenn jemand sich Mühe gibt, seine Gefühle und entsprechenden Gedanken so genau wie möglich wiederzugeben, dann empfinde ich das nie als negativ, egal, ob der oder diejenige nun gerade verzweifelt oder froh und optimistisch ist. Mit den gesteltzten Texten kann man ja sowieso nichts anfangen und sie sind auch immer in irgendeiner Weise manipulativ, also negativ, haben negative Auswirkung. Entweder sind sie von Eitelkeit getragen, also dass der oder diejenige sich als etwas darstellen will, was er oder sie gar nicht ist, oder, zusätzlich noch und schlimmer noch: es will jemand Dich oder jemand anders im Forum absichtlich oder aus blindem Hass anschwärzen. Solche „Wadenbeisser“ müssten meiner Ansicht nach immer sofort entfernt werden, denn sie wollen Träger einer ihnen nicht genehmen Weltsicht aushebeln und nicht darüber diskutieren, was ja der gute Sinn der ganzen Forenschreiberei sein sollte und das ist faschistisch. Ich sehe natürlich ein, dass dies eine intensive Nachlesearbeit erfordert, aber an sich ist es für einen klaren Kopf und ein reines Herz ganz leicht, solche zu erkennen. Dabei denke ich, dass die betreffenden, die hassen oder aus Minderwertigkeitsgefühlen heraus schreiben, sich dessen meist gar nie richtig bewusst sind. jedenfalls dann nicht, wenn sie keine bezahlten Agenten sind. Und insofern ist es dann auch für diese eher etwas heilsames, oder kann es sein, wenn man ihren Account löscht. Aber so etwas sollte die Redaktion ganz alleine entscheiden, interne Beschwerden halte ich nicht für so sinnvoll. Wenn sie das auf Dauer nicht tut, kann ein Freies Meinungsforum zur Schreibhölle werden. Auf jeden Fall für einzelne, aber auch insgesamt. Dann werden die Empfindsameren als erste hinausgeekelt und dann wird es unergiebig und langweilig. Ich habe das in einem anderen, angeblich „linken“ Forum schon erlebt und beobachtet.

    • @ Veganislove:

      ich hab Ihnen das alles persönlich geschrieben. Es ist aus meiner Ansicht dazu alles gesagt.

      Und was die „Schreibhölle“ hier oder woanders evtl. angeht; ja: das ist die Frage.
      Aber im Grunde ist ( aus meiner Vermutung heraus) jedes größere Medienformat, was Kommentare erlaubt und teilweise auch andere politische Meinungen diskutieren lässt, eine Gefahr für alle die ein Interesse an der bisherigen Stabilität des vorherrschenden Systems haben – insofern werden die kritisiert, welche das System kritisieren.

      Mal offensichtlich – mal verdeckter – das es hier sowas zum Teil auch gibt, davon gehe ich aus.

    • @Demo: Genau das meine ich ja: je tiefer jemand in die Kritik unserer Gesellschaftssysteme hinabtaucht, desto öfter und heftiger wird er angegriffen, bzw. falsch verstanden, selbst in einem solch freien Meinungsforum wie diesem hier. Aber da kommt es eben darauf an, wen die Betreiber unterstützen: den „Tieftaucher“, oder den Konservativen, der sich um seinen festen Sitz im Sattel der festgetretenen Traditionen sorgt und blind auf alles neue einschlägt. Gerade jetzt in dieser Zeit muss man ALLES BISHERIGE in Frage stellen dürfen, denn die Systeme, in denen immer noch gelebt wird, haben uns ja in diese Misere geführt. Es ist doch beschränkt und einseitig, wenn immer nur allein diese etwa 60 Superreichen in der Welt für alles verantwortlich gemacht werden. Wir Menschen haben doch allesamt unsere Geschichte nun zu hinterfragen und unser persönliches Verhalten.

  9. Man erfährt immer präziser, was man im Prinzip schon weiß. USA wird jetzt in dem Maße immer gefährlicher und verrückter, wie es von innen am Verfall ist und dazu sein bisheriges Image in der Welt verliert. Aber es bringt ja nichts, bzw. ist von allem das Gefährlichste für Deutschland und Europa, in einer „Hypnotisierten Kaninchenstarre“ zu verharren. Das müssen alle nun endlich einmal einsehen. Ich hoffe auch, dass die Bürger Amerikas in Masse die nächste Wahl verweigern und damit ein deutliches Signal aus dem Innern der USA selbst an die Strippenzieher geht. Es kann ja Hoffnung machen, dass England nun zum 2. Mal aus der Planung der US-Strategen ausgeschert ist. Das 1. war die Verweigerung, Syrien aufgrund der Fals-Flag- Giftgas- Campagne vor ein paar Jahren anzugreifen. So muss man heute wohl nicht mehr, wie früher, von den „Anglo-Amerikanischen Mächten“ sprechen, oder?

    • @ Veganislove:

      In den USA tobt derzeit ein Stimmungssturm unterschiedlicher Lager, die zum Teil für Hillary sind, teils noch für das Rückkehren von Bernie Sanders, oder für Trump um Hillary zu verhindern.

      Beispielhaft ( gibt noch zig andere Quellen zu finden) mal eine Zeitung:

      https://www.washingtonpost.com/news/the-fix/wp/2016/07/05/hillary-clintons-email-problems-might-be-even-worse-than-we-thought/#comments

      Da sind über 4.800 Kommentare vorhanden, zu dem Thema Emailskandal, bzw. nun auch, dass James Comey ( FBI-Direktor) zwar einige Verstöße bei Clinton wg. Ihres schlechten Umgangs mit sensiblen Daten erkennt, aber dennoch von einer Anklage absieht.

      Ebenso das Treffen von Bill Clinton mit der Justizministerin Loretta Lynch.

      Da gibt es ganz unterschiedliche Kommentare zu lesen. Aber tendenziell ( mein Eindruck) gibt es genügend, die eine Verschlechterung für die Welt und für Amerika sehen, wenn Hillary Clinton an die Macht käme.

      Bei uns in Deutschland wird der BND mehr Rechte zur Spionage bekommen – die NSA-Affäre ist noch immer nicht beendet, aber es soll trotzdem mehr gespäht werden dürfen; und in den USA regen sich viele Bürger darüber auf, dass Hillary wohl über dem Gesetz zu stehen scheint.

      Ob die nun alle nichtwählen? Ich hoffe, Bernie kehrt zurück. – BernieorBust

    • @Veganislove:

      „Ich hoffe auch, dass die Bürger Amerikas in Masse die nächste Wahl verweigern…..“

      NICHT WÄHLEN ist die einzige Chance, dem System die Legitimation zu entziehen. Das trifft auf die USA zu – genauso aber auch auf Deutschland bzw. Europa

    • Natürlich ist da Bernie Sanders immer noch der Wunschkandidat aller auch nur halbwegs Vernünftigen. Aber die Wirklichkeit lehrt, dass einzelne „Widerständler“ in dieser unmenschlichen Gewaltmühle der US-Weltpolitik nie lange funktionstüchtig bzw. am Leben bleiben. Edward Snowden ist da ja eher die Ausnahme, die die Regel bestätigt.
      Noch etwas anderes: Ich hatte lange vor dem Brexit immer das Gefühl, dass der Brexit eher von USA(und den englischen Strippenziehern) gewollt sei, weil ich immer noch die Rolle der „Anglo-Amerikanischen Mächte“ in den zwei letzten Weltkriegen im Kopf hatte. Ich dachte, dass der Brexit dann die letzte Vorbereitungsmaßname für ein gemeinsames Losschlagen gen Osten sei. Aber ich hoffe sehr, dass ich da falsch lag!
      Sicher wissen kann man ja in dieser durchlogenen Welt heute gar nichts mehr, man kann oder muss letztendlich bei aller Informiertheit die Wirklichkeit nur noch „fühlen“.

    • @Veganislove: Sicher ist, dass in der Politik nichts aus Zufall geschieht. Mit dem britischen Volk hat der Brexit überhaupt nichts zu tun. Das war schon alles so geplant. Nur warum können wir natürlich nicht wissen

    • @ Veganislove:

      Ja, ich verstehe, was Sie meinen könnten.

      Im Grunde war es auch zu Brief&Siegel-Zeiten so, dass unklar war, ob entsprechendes Schreiben rechtzeitig bei Kaiser und König ankommt.

      Einen richtig empirisch-haptischen Beweis, was nun kommen wird, gibt es so kaum.

      Selbst die Kräfte wie George Friedman, die gerne den Keil zwischen Russland und Deutschland mit Leidenschaft sehen wollen, können nicht mit Sicherheit sagen, ob das geschieht.

      Ebenso hier in Deutschland – NSA-Affäre läuft noch, aber Deutschland soll mehr Überwachung bekommen. Der Protest gegen die NSA-Affäre war anscheinend nicht stark genug und so denkt die Regierung „kann man ja mal machen – ist gut für das Volk“.

      Welche Einflussnahme wirklich möglich ist, was den Brexit angeht – ob Deutschland selbst noch zum Dexit kommt, wenn immer mehr Fragezeichen entstehen, oder ob die „Darsteller“ der Regierung uns noch rechtzeitig zu Politikern erscheinen, oder doch lieber mit Lobbyarbeit etwas tun, was in den Rahmen von Schauspielerei passt ( im Sinne von Darstellen), das wird immer deutlicher.

      Schauspielerei dient , was die modernere Kunst angeht, der Unterhaltung.

      Anders als zur Zeiten des antiken Theaters : https://de.wikipedia.org/wiki/Theater_der_griechischen_Antike

      dort wurden noch Masken getragen.

      Heute tragen viele diese Masken als Politiker so authentisch, dass sie selbst nicht darum zu wissen scheinen.

      Doch es wird immer deutlicher, wenn Brexitdiskussion im Eu-Parlament oder sämtliche Gesetze der Bundesregierung während der EM 2016 getroffen werden.

      Die Korrekturfunktion, dass was z.T. die Medien tun sollten – ein Korrektiv sein: auf Unstimmigkeiten bei der Regierung und Ihren Entscheidungen hinweisen, wird weitestgehend durch die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten als einhellige Aussage präsentiert. Mal ein anderer Kommentator, mal ein etwas anderer Satzbau, mal ein etwas anderes Sendeformat.

      Inhaltlich werden die Sendeanstalten von den Eigentümern der Sendeanstalten geleitet, in welche Richtung es gehen soll.

      KenFm hat dazu schon zweimal Wolfgang Herles zitiert, der betont hat, es ist „Regierungsjournalismus“.

      Dadurch wird es schwer bzw. schwieriger sich eine unabhängige Meinung zu bilden. Allein schon die Meinungsbildung bleibt auf der Strecke.

      Gelingt es z.B. über „KenFM“ , den „Nachdenkseiten“ oder ähnlich seriösen Formaten sich ein stimmigeres Bild der Politik zu machen, so entstehen nach einiger Zeit immer mehr Fragezeichen.

      Welche Form der Einflussnahme auf die Politik durch Bürger ist möglich?

      Welche Form ist nötig?

      Welches Thema ist gerade wichtig?

      Und das Thema „Referenden für Deutschland“ oder „Dexit“ oder „CETA“ etc..

      dazu braucht es auch wieder Informationsstrukturen, die fernab des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erfolgen können und erfolgen müssen, da ein Interesse bei den Sendeanstalten dem Volk Informationen über die Einflussnahmemöglichkeiten an die Hand zu geben, sehr sehr begrenzt ist.

      Im Grunde bleibt es eine ständige Selbstinformation, obwohl dies im Rundfunkauftrag so vermerkt ist, dass dies die Aufgabe der Rundfunkanstalten ist.

      So bleibt zu hoffen, zu wünschen und sich selbst, wenn möglich, dort zu engagieren wo Vernetzungen möglich werden.

      Es braucht viel mehr Protest in Deutschland, damit die Regierung zumindest eine Ahnung bekommt : es ist nicht okay, was hinter dem Rücken der Bevölkerung ( während der EM) beschlossen wird – vieles trifft nicht den Nerv der Bürger.

      Auch wenn es, wie in Frankreich aktuell, doch zum „Durchdrücken“ von Reformen führt – wenn Protest auf der Strasse ist, wird zumindest optisch deutlich, dass die Menschen etwas anderes wünschen.

      Das fehlt mir in Deutschland. Aber ich arbeite daran, aus meiner Sicht, dass es besser wird.

      In dem Sinne, Veganislove – Hoffnung gibt es noch

    • „Schauspielerei dient , was die modernere Kunst angeht, der Unterhaltung.“

      Das ist klar: Politik ist Unterhaltung. Wir haben ein Parteien System. Wer denkt, wir hätten Demokratie liegt ganz falsch. Parteien System und Demokratie lassen sich nicht miteinander verbinden. Wir bekommen also Unterhaltung innerhalb einer Diktatur. Diese Art von Unterhaltung kann man auch beschreiben mit „Volk unten halten“

  10. Danke für ein unaufgeregtes und aufklärendes Gespräch über ein wichtiges Thema.
    Ich finde die Ideen gut und habe Hoffnung, dass es diese Wende nimmt. Nicht nur charmant, sondern m.M. nach durchführbar, dass wir zurückkommen zu kleineren Einheiten mit einem Wirtschaftsdenken, das sich auf die regionalere Ebene (also uns und unsere Nachbarn) konzentriert (die überregionale aber ja nicht ausschließen muss).
    Ich finde die versuchte Angstmache zum Brexit lachhaft. Natürlich geht es ohne England, ohne den Euro, ohne Europa. Und natürlich ohne die usa und die nato.

  11. Der Marshallplan wird in diesem Interview am Rande erwähnt. Deshalb möche ich hier meine Frage dazu loswerden ;D

    Ich weiß nicht was ich davon halten soll, aber der von der Bundesregierung beauftragte Wirtschaftshistoriker Abelshauser vertritt die These, dass es den Marshallplan so wie ihn die meisten wahrscheinlich in der Schule erklärt bekommen haben nicht gegeben hat.

    Der Marshallplan sei in großen Teilen nur Propaganda gewesen. Wiederaufbaumaschinen oder ähnliches wurden nicht an Deutschland geliefert. Lediglich wurde Baumwolle und Tabak an Deutschland verkauft.

    Was haltet ihr davon?

    Hier die ARD-Doku aus der ich die Information habe: https://www.youtube.com/watch?v=y-jwKVVJjpk (siehe 15:40-17:30).

    • Der Tenor der Doku klingt für mich deutlich nach antideutscher US-Propaganda … ‚ach wie toll sind die Amis und wir haben ihnen doch alles zu verdanken‘. Alles deutsche wird runtergemacht – sogar am VW Käfer wird minutenlang rumgemäkelt. Konkrete Zahlen werden kaum geliefert – stattdessen wird viel mit wertenden Begriffen wie „unbedeutend“ oder „kaum dazu beigetragen“ etc gearbeitet. Propaganda eben.

    • Danke für deine Einschätzung,

      mir ging es jedoch weniger um die ganze Doku, als um die Aussage, von Abelshauser, dass es den Marshallplan der USA so nicht gegeben hat, wie er im allgemeinen Gedächtnis verankert ist.

      Da zeigt sich ja dann auch der Grundtenor der Doku, der wie ich finde ist, dass die USA Deutschland nicht geholfen hat und wenn sie es doch taten, dann nur als Mittel zum Zweck, nämlich um den Koreakrieg zu führen und die Kommunisten zu bekämpfen. Auch wird gezeigt, dass Erhard nicht die D-Mark eingeführt hat, sondern die USA, was ja die Souveränität Deutschlands in Frage stellt.

      Natürlich wird auch gezeigt, dass das Wirtschaftswunder wenig verwunderlich war, bedenkt man die damaligen Verhältnisse – könnte man natürlich als antideutsch bezeichnen.

      Ich stimme dir auch zu, dass die Doku nicht sonderlich informativ, sondern emotional gestaltet ist.

    • Nach den Zahlen auf Wikipedia waren die Zuwendungen tatsächlich eher bescheiden (und England und Frankreich haben deutlich höhere Summen aus dem Marshall-Topf erhalten). Wenn man das damit vergleicht, was uns immer Grossartiges von der US-Hilfe erzählt wurde, dann stimme ich dir auf jeden Fall zu, dass es sich hier zum guten Teil um einen bewusst verbreiteten Mythos handelt.

      In dem Kontext ist es natürlich auch wichtig zu sehen, dass der Marshallplan keine humanitäre Hilfe war, sondern ein politisches Instrument. Zuerst wurde Hitler u.a. mit anglo-amerikanischer Hilfe aufgebaut, dann gegen Russland geschickt, und nachdem 70 Millionen Menschen tot waren, hat man mit dem Marshallplan zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Erstens konnte man direkt Einfluss auf ein neu gestaltetes Europa nehmen und sich zweitens als Retter darstellen.

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