KenFM am Telefon: Prinz Chaos II. zur Nominierung Hillary Clintons als Präsidentschaftskandidatin

Clinton oder Trump – Das ist hier die Frage.

Am 8. November 2016 wählen die Vereinigten Staaten ihren neuen Präsidenten. Offiziell besteht die Wahl zwischen nunmehr zwei Kandidaten – Hillary Clinton und Donald Trump. Doch egal wie sich die Amerikanischen Bürger entscheiden werden, der Verlierer steht schon fest: Es ist die amerikanische Demokratie.

Wer in den Vereinigten Staaten mitbestimmen möchte, muss vor allem extrem vermögend sein, oder aber Kontakte zu extrem vermögenden Personen und ihren Lobbies besitzen. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen Clinton und Trump. Trump ist ein mehr oder weniger erfolgreicher Multi-Milliardär, während der Clinton-Clan es in einer beispiellosen Karriere des Kriechens geschafft hat, sich von „überzeugten 68ern“ zu Hardcore-Fans des Establishments zu wandeln.

Einen ähnlichen Verrat an den vor sich hergetragenen Werten kennen wir von Joschka Fischer seinerzeit bei den Grünen, der als Friedensapostel Karriere machte, um später für den Jugoslawien-Krieg der amerikanischen Rüstungsindustrie zu trommeln, während Bill Clinton im Weißen Haus saß. Später wurde seine Frau Außenministerin unter Barack Obama und setzte sich persönlich für die Bombardierung Libyens ein.

Bernie Sanders, ebenfalls Demokrat, hat vor wenigen Wochen das Handtuch geworfen und sich dafür ausgesprochen, die Frau zu wählen, die während ihres gesamten Wahlkampfes permanent unterhalb der Gürtellinie schlug, um den Rivalen in den eigenen Reihen loszuwerden. Dass Sanders sich heute für Clinton ausspricht, da er sie für das geringere Übel hält, empfinden seine Unterstützer als vollkommenen Verrat. Im Telefonat mit dem Historiker und Amerikakenner Prinz Chaos II. analysieren wir den Status Quo unmittelbar nach der Nominierung Hillary Clintons zur Präsidentschaftskandidatin der Demokraten.

6 Kommentare zu: “KenFM am Telefon: Prinz Chaos II. zur Nominierung Hillary Clintons als Präsidentschaftskandidatin

  1. Nach jedem Telefonat mit Prinz Chaos wächst meine Begeisterung für diesen Interviewpartner. Das nenne ich Expertise: kenntnisreich, klug, unaufgeregt und nebenbei auch noch wahnsinnig sympathisch. Hoffentlich bleibt er uns als Analyst erhalten, auch wenn die US-Wahlen gelaufen sind. Jedenfalls herzlichen Dank für die vielen Telefonate, die ich hochinteressant und sehr bereichernd finde.

    Und lieber Ken, Sie haben wirklich ein Händchen, für Ihre Themen die richtigen Leute zu finden. Eine halbe Stunde Telefonat mit Prinz Chaos, Herrn Wimmer u.a. macht uns alle schlauer als 100 Artikel in den MSM. Tolles Konzept, tolle Alternativen zum Mainstream, Wie schön, dass es KenFM gibt, das ich weiterhin natürlich finanziell unterstütze.

  2. Bernie Sanders ist eine große Enttäuschung. Er hätte als Unabhängiger gegen Trump und Clinton gewinnen können. Ich vermute, daß er in sich nicht mehr genug Kraft für den schweren Kampf spürte. Doch selbst wenn es so sein sollte, ist seine Unterstützung für Clinton mehr als nur ein Fehler, es ist Verrat! Falls Sanders tatsächlich nicht sieht, daß Clinton ein noch größeres Übel als Trump ist, muß man an seinem politischen Durchblick zweifeln.

    Es ist schwer vorstellbar, wie eine „alternative“ Präsidentenfigur gegen die wahren Machthaber ankommen könnte. Dennoch ist wohl nicht völlig egal, wer im Weißen Haus logiert. Wir sehen ja, daß die US-Kriegsverbrecher und ihre europäischen Speichellecker unbedingt die „bewährte“ Killary haben wollen.

    Man kann unmöglich für Trump, muß aber auf jeden Fall gegen Clinton sein! Mehr Auswahl mit realistischer Chance bietet die grauenhafte US-„Demokratie“ nicht.

    Also Trump!

  3. Ich hoffe das es Trump macht. Für mich ist das ne Wundertüte, es kann komplett nach hinten losgehen, aber es kann sich viell auch einiges durch Ihn zum Guten wenden. Ich denke da an die Normalisierung mit Russland und die radikale Bekämpfung und Auslöschung der Isis (event. mit Russland ?). Man muss Ihm die Eigenfinanzierung seines Wahlkampfes hoch anrechnen, ich denke das ist ne gute Basis, um „seine“ Politik machen zu können; und wenn er ne Mauer bauen will, mein Gott, dann soll er halt seine Mauer bauen. Wenn sich dafür die Beziehung zu Russland stabilisiert kann ich mit dem Kompromiss gut leben.

    • Drumpfy-Chan ist ein hoch verschuldeter Mensch der keinesfalls seinen Wahlkampf eigenfinanziert!

      quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-hat-riesige-schulden-bei-der-deutschen-bank-a-1096242.html

      Ebenso ist es nicht seine Aufgabe oder gar sein Ziel das Verhältnis mit Russland zu verbessern,
      das ist die Aufgabe der BRD, welche klipp und klar die USA ermahnen muss das Verhaeltniss der EU und Russland nicht weiter zu belasten!

      Dumpfy-Chan und Clinton sind beide unbrauchbar, der eine groessenwahnsinning
      und die andere eine Berufsverbrecherin!

    • Schlagfertig isser ja, der Trumpy 😉 Seit heute bin ich zaghafter Fan von ihm (hätte ich bis vor 2 Wochen entrüstet zurückgewiesen). Er hat Interessantes gesagt:

      1.) Die reflexartige Schuldzuweisung an Russland seitens Clinton bez. deren E-Mail Affäre hat er derart pariert, dass mir unwillkürlich Gysi einfiel, der dagegen rhetorisch sogar „alt“ aussieht.
      2.) In gleicher Argumentation rief er Russland zu (das hat noch nie jemand so gemacht) „Russland, wenn ihr die restlichen 30.000 Mails findet, die noch fehlen, sagt mir Bescheid“. Ich meine…das ist doch DER Knüller, oder? Es war völlig klar, dass diverse Leute daraufhin sofort aus der Deckung kamen und meinten „ein offener Aufruf zur Spionage“.
      Ja, ganz genau! An dieser Stelle war ich hellwach! Erstmals kam mir in den Sinn, dass seiner Vision „I will make America great again“ sogar zuzustimmen wäre! Denn KOOPERATION würde bedeuten, dass Spionage überflüssig würde, sofern er das vorantriebe.

      Ein weiterer Knüller wäre für mich, wenn er im Falle eines Wahlsieges Bernie Sanders den Posten eines „secretary of state“ anbietet (NICHT Clinton). Utopisch? Vielleicht. Aber damit hätte er einen Großteil des Volkes hinter sich und diese verkrustete 2-Parteienlandschaft würde aufgebrochen.

  4. Das Argument welches Ken ab Minute 20:50 einbringt ist wie ich finde ein ganz wichtiges, welches viel mehr in die politischen Diskussionen zu diesen US-Wahlkampf eingebracht werden sollte! Großes Lob für den Beitrag allgemein, aber vor allem für dieses Gedankenspiel von Ken, welches tatsächlich paradox ist, wenn man die Doppelmoral der westlichen „Zivilisation“ außer Acht lässt. Danke!

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