KenFM im Gespräch mit: Dirk Pohlmann (Deutsche U-Boote im Kampf gegen Schwedens Neutralität?)

Geschichte wiederholt sich doch. Wie in den 80er Jahren wird jetzt erneut mit Hilfe von Falschmeldungen über russische U-Boote in den schwedischen Schären Außenpolitik gemacht.

Damals wie heute wird unter Zuhilfenahme der Medien eine Konfrontationspolitik mit Russland durchgesetzt. Damals wie heute wird dabei mit der Gefahr eines 3. Weltkrieges gespielt.

Damals, um die „Gemeinsame Sicherheitspolitik“ von Olof Palme, Egon Bahr, Willy Brandt und später Michail Gorbatschow zu verhindern. Mit dem Amtsantritt von Gorbatschow war die „Gefahr“ eines Erfolges der sozialdemokratischen Entspannungspolitik massiv angewachsen. Denn Gorbatschow war bereit, diese Ideen auch zur sowjetischen Sache zu machen.

Der Mord an Olof Palme 1986 beendete die Möglichkeit einer neuen Weltordnung, die auf einer Herrschaft des Rechts in einer blockfreien Welt zielte, statt auf imperiale Politik einer einzigen Supermacht.

Heute wird erneut versucht, mit angeblich russischen U-Booten Politik zu machen. Und wieder sind es PsyOps, Operationen der psychologischen Kriegsführung.

Der schwedische Verteidigungsminister hat vor wenigen Tagen in einem Interview mit dem schwedischen öffentlich-rechtlichen Radio offiziell mitgeteilt, dass es sich bei den U-Boot-Sichtungen von 2014 und 2015 nicht um russische U-Boote handelte, sondern um ein schwedisches und ein deutsches!

Tagelang hatten die deutschen Medien und Rundfunksender über die angeblich russischen U-Boote berichtet, in aller Ausführlichkeit und Ähnlichkeit. Dementis aus Moskau wurden höhnisch kommentiert. Die gültige Weisheit in den Redaktionen hieß: „Dem Russen ist alles zuzutrauen!“

Jetzt, angesichts der Tatsachen schweigen die deutschen Medien, der Gleichschritt ist befremdlich, keine einzige Publikation schert aus.

Was steckt hinter dieser Tatsachenverweigerung? Eine Frage, die die deutschen Medien beantworten müssen. Es geht nicht mehr um Interpretationen. Es geht um Tatsachen, um die Wahrheit. Die Qualitätsmedien haben eine üble Verschwörungstheorie verbreitet, eine Lügengeschichte, die große Wirkung erzielt hat. In Schweden wird jetzt ein NATO-Beitritt diskutiert, er gewann angesichts der russischen U-Boot-Bedrohung immer mehr Anhänger, der schwedische Verteidigungshaushalt wurde um 600 Millionen Euro aufgestockt und wie zufällig zeigt das schwedische Fernsehen gerade eine eigenproduzierte Serie, in der Norwegen von den Russen besetzt wird.

Russland und sein Präsident Putin werden in den westlichen Medien täglich dämonisiert. Warum? Was soll damit erreicht werden?

Das alles erinnern doch sehr an die „Perception Management“ Kampagnen, die dem Vietnamkrieg, dem ersten Golfkrieg oder der Invasion des Irak vorausgingen. „Perception Management“ und „Strategic Communication“, andere Wörter für Kriegspropaganda gehören zum Werkzeugkasten aller Streitkräfte und Geheimdienste.

Warum gehören sie auch zum Werkzeugkasten der deutschen Mainstreammedien?

Damit steht zwei Fragen im Raum:

  1. Warum machen die deutschen Medien als willige Helfer bei der Eskalation mit und verschweigen die Wahrheit, die deeskalierend wirken würde?
  2. Welche Rolle spielen das deutsche Verteidigungsministerium und die Bundeswehr? Nehmen sie an Operationen der psychologischen Kriegsführung teil, die die Spannungen mit Russland verschärfen und letztlich die Kriegsgefahr in Europa erhöhen?

Da die deutschen Medien zurzeit flächendeckend versagen und eine Desinformations-Querfront gebildet haben, übernimmt jetzt KenFM mit diesem Gespräch zwischen Ken Jebsen und Dirk Pohlmann kommissarisch die Grundversorgung der Bevölkerung mit wahrheitsgemäßer Information zum Thema „Schwedische U-Boot-Affäre reloaded“

Bitte beachten: Mehr als 8 Milliarden GEZ-Gebühren bekommen ARD und ZDF für ihre Propagandatätigkeit und Kriegsvorbereitung. Die journalistische Arbeit erledigen wir. Mit Bordmitteln.

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19 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Dirk Pohlmann (Deutsche U-Boote im Kampf gegen Schwedens Neutralität?)

  1. Dirk Pohlmann ist eine Perle. Er hat mir -genauso wie Daniele Ganser- die Augen geöffnet. An die U-Bootsichtungen vor Schwedens Küsten in den 1980er Jahren kann ich mich sehr gut erinnern. Eine Hysterie gegen die Sowjetunion damals, ähnlich der heutigen gegen Russland.

    Auch das Attentat auf den Bahnhof in Bolognia 1980, bei dem 85 Menschen starben und mehr als 200 Menschen verletzt wurden, organisierten nicht -wie damals behauptet- die linksextremen Roten Brigaden sondern Neofaschisten, die Kontakte zum italienischen Militärgeheimdienst pflegten – und mit dem NATO-Projekt Gladio in Verbindung standen.

    Beide Geschehnisse haben mich damals sehr bewegt.

    Deshalb sehe ich das derzeit durch deutsche Main-Stream-Medien organisierte Russlandbashing mit anderen Augen. Alles, was der Diskreditierung Russlands und Herrn Putins dient wird als geeignet angesehen. Noch die kleinsten „Nebensächlichkeiten“ werden aufgebauscht, um den Hass in der deutschen Bevölkerung auf Russland und Putin zu steigern. Erschreckend, wie viele Scharlatane sich da andienen bei ARD, ZDF, Stern, Spiegel, Zeit usw.. Diese Medien haben meine Wertschätzung weitestgehend verloren. Die deutschen Bürger sind nicht so „dumm“ und lehnen diese leicht zu durchschauende Propaganda mehrheitlich ab. Glücklicherweise gibt es Internetportale wie die NachDenkSeiten und kenfm als Alternative.

    Besonders beeindruckt hat mich Dirk Pohlmann mit seinem Film „Täuschung Die Methode Reagan“. 2015 lief gerade mal wieder die Masche „Russische U-Boote vor Schwedens Küsten“ in den deutschen Main-Stream-Medien. Dann kam sein Film über die Ereignisse in den 1980er Jahren, in dem er aufklärt, dass U S A und Nato hinter den damaligen Aktionen standen. Und plötzlich trat diesbezüglich zu den aktuellen U-Boot-Sichtungen Ruhe in den deutschen Main-Stream-Medien ein. Klassischer hätten sich diese und die dahinter stehenden Dienste nicht selbst demaskieren können.

    Daniele Ganser, Dirk Pohlmann aber auch Rainer Rothfuß haben recht, wenn sie empfehlen, dass man sich nicht zu Hass auf andere Völker und Religionen aufstacheln lassen sollte. Kriege in der heutigen Zeit sind nicht gerechtfertigt. Wir, der Westen, haben nicht das Recht, anderen Völkern vorzuschreiben, wie sie zu leben haben. Den Krieg, mit dem wir diese Völker überziehen(Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Libyen … ) bringt Tod, viel Leid, Chaos und Abhängigkeit für diese Völker von ausländischen Mächten. Wir sollten uns dagegen zur Wehr setzen. Zeigt „kriegslüsternen“ und für Waffenexporten eintretenden Politikern die rote Karte! Tretet aber auch aktiv für Völkerverständigung und Frieden ein

    • Ja Dirk Pohlmann ist eine Perle und ich würde mich Wahnsinnig freuen wenn es ein Format „Doku“ von ihm gäbe. Gibt. Hoffentlich bald 🙂

    • @spreenemo: Weil Sie Daniele Ganser erwähnen: Sowohl Herr Pohlmann als auch Dr. Ganser haben etwas gemeinsam: Sie haben weder Nutzniesen noch Interessen, die sie vertreten. Sie wollen Geschehnisse aufklären, wie sie sich abgespielt haben. Man könnte auch sagen, sie suchen die „Wahrheit“. Es ist traurig genug, dass ein solch engagiertes Vorgehen überhaupt nötig ist. Leben wir in einer Welt, die nur noch aus Täuschung, Lug und Trug besteht? Offenbar ja.

      Dies bewegt mich seit Jahren. Wenn man sich die Fotos der Apollo Missionen anschaut, sieht man unseren blauen Planet in wunderschöner Pracht. Aus dieser Perspektive ist es nicht plausibel, dass es überhaupt so etwas wie Grenzen oder Bezeichnungen wie „wir im Westen“ usw. gibt. Es ist schlichtweg unlogisch. Wir alle bewohnen den gleichen Planet. Ich bin gespannt, wann die Einsicht siegt, dass wir tatsächlich alle gleich sind.
      Die Macher der Science Fiction Serie „Perry Rhodan“ haben es schon in den 60ern als Vision vorgemacht. Dort sprach man von den Bewohnern der Erde als „Terraner“. In gemeinschaftlicher Kooperation und gleichzeitiger Vielfalt unterschiedlicher Völker. Es ist aktueller denn je.

      Auf heute übertragen muss ich sagen, dass beispielsweise Dr. Ganser in einer fiktiv vorstellbaren „Weltregierung“ einer meiner Wunschkandidaten in beliebiger Position wäre. Etwa als „Friedensminister“ (und nicht „Verteidigungsminister“), denn, wie schon Gustav Heinemann sagte: Der FRIEDEN ist der „Ernstfall“

  2. Zum angesprochenen Thema „Russland und sein Präsident Putin werden in den westlichen Medien täglich dämonisiert“….und weil mich gerade auf SPON die Schlagzeile empfängt „Russland hat sich bis auf die Knochen blamiert“…..und weil ich zu der auf ziemlich allen Kanälen laufenden Dämonisierung von Putin (und den „RUSSEN“), gestern einen eigenen Artikel von Ende Febr. 2015 gefunden habe …der mich wegen seiner (leider) ungebrochenen Aktualität doch sehr eigenartig ‚anspricht’… füge ich den hier ganz einfach mal an.
    Man muss eigentlich nur einige Schlagzeilen- und Talkshow-Belange austauschen…..und schon ist man.. Top-Aktuell!…!!
    Also im freien assoziativen Tagesgeleit:

    Dämon Putin – Ein Feindbild
    Man könnte gerade nur ein paar Schlagzeilen aus einigen Blättern oder Titel aus Talkrunden nehmen, sie auf eine Postkarte schreiben und unter „Grüße aus dem Tollhaus“ verschicken. Das wäre mit Sicherheit eine ebenso kurze wie bezeichnende Situationsbeschreibung. Die ganze Welt hat einen Zentral-Dämon – und der heißt: Putin! Putin. Putin. Putin und nochmal Putin. Man wartet fast nur noch auf die Schlagzeile „Putins kalter Atem: Eisbär im Moskauer Zoo erfroren!“

    Ganz besonders gediegen sind dieser Tage Sendetitel wie jüngst bei „Maischberger“ mit „Zar Wladimir I. Da pfeift m.E. die letzte Dumpfheit so aus dem letzten Loch, dass man sich fragt, ob bei manchem Titel-Suchen der Verstand oder die Volltrunkenheit Pate gestanden hat.
    Aber auch manch anderes, das im Gestus politischer Ernsthaftigkeit die Medien-Bühne betritt, hat es durchaus in sich. Da sei nur als Beispiel der Titel bei Phoenix genannt: „Schein und Sein – Wer ist Putin?“ Diskutiert wurde: “Wer ist der Mensch hinter der Macht? Was will Putin? Wie wurde er was er heute ist?“ (Sendung vom 25.02.15)
    Schön, das kann man durchaus thematisch ausleuchten. Dagegen sei nichts gesagt. Aber kann man nicht erwarten, dass wenigstens ein Mal, nur ein einziges Mal und vielleicht auch zur besten Sendezeit, wie namentlich „Mensch Putin“, der Blick in die transatlantischen Interessen-Gefilde gelenkt wird? Warum gibt es in diesen brenzligen Zeiten, in denen sich gewaltige Interessen-Konglomerate auf einen großen Krieg in Europa zu bewegen, nicht auch mal eine Sendung zu: „Schein und Sein“ „Wer ist FRIEDENS-Nobelpreisträger Obama?“ “Wer ist der Mensch hinter der Macht? Was will Obama? Wie wurde er was er heute ist?“ (Eine Sendung im intellektuellen Format von „Mensch Putin“ möchte man ja nicht mal seinem größten Kontrahenten wünschen)
    Und da all das nicht kommt, da das nicht mal als Frage erscheint, oder da wo es ganz kurz in die wahrzunehmende Unvermeidlichkeit tritt, wie in der genannten Maischberger-Sendung, gleich wieder weggeputzt wird, kann man leider nur von „eingebundenem Journalismus“ sprechen. Und das ist noch zurückhaltend und freundlich formuliert (Man beachte, als Beispiel journalistischer Ausblendung, die Passage in der Frau Maischberger sagt: „Es gibt einen interessanten Punkt…der spielt sich zwischen den Amerikanern und den Europäern ab,..hinter den Kulissen. Die Amerikaner drängen darauf, dass hier eingegriffen wird, aus welchen Gründen auch immer!“

    Was ist da los in den Medien? Warum wird das „Drängen Amerikas“ so komplett ausgeblendet? Warum verschwindet eine so zentrale Frage mit „aus welchen Gründen auch immer“ sofort im Off des Nebensächlichen. Keine Fragen? Keine einzige große Frage an die großen Interessen Amerikas? Nicht ein einziger Hauch einer auch umgekehrt möglichen Frage: „Was will Obama wirklich“? (Wenn man schon die Interessen-Cluster auf jeweils eine Person reduziert) Ist man also angesichts des ausschließlichen Putin, Putin, Putin genötigt, das Kürzel RAF einer neuen assoziativen Bestimmung zuzuführen? Redaktions-Armee-Fraktion?
    Leider ist in aller Ernsthaftigkeit festzustellen, dass zur Zeit mit allen Mitteln die Bevölkerung buchstäblich auf Putin eingeschossen wird. Das Feindbild ist strategisch unausweichlich und wird über alle Kanäle unter die Hirnkappen der Menschen geschoben und gekippt! Wenn dem nicht so wäre, hätten wir andere ‚Nachrichten‘ und andere Sendetitel!
    Die Medien kann man also im Großen und Ganzen als in ‚konstitutiver Assistenz‘ verorten. Wenn man den Terminus von der „Lügenpresse“ vermeiden will, so kann man wohl durchaus sachgerecht von ‚Konstruktionsbüros für installierte Wirklichkeiten‘ sprechen. Denn es wird ja eindeutig nicht nur über Ereignisse berichtet, sondern die Berichterstattung erfolgt in der konstruktiven Handhabung des Geschehenen und – nur bei gelungener Ausblendung übersehbar – im Signum handfester politisch-ökonomischer Interessen. Diese wiederum sind bei unseren ‚Leitmedien‘ durchaus im ‚Transatlantischen‘ zu verorten. Und wie man speziell bei MH17 mitsamt „Stoppt Putin Jetzt“ sehen konnte (ganz besonders in der sofort auftauchenden Frage „Ist das Europas 11. September?“) wird nichts ausgelassen, um eine Front in Stellung zu bringen.
    Nach der ökonomischen mit ihren Sanktionen soll nun offensichtlich die militärische Front, trotz aller – hier mal positiv unterstellten – deutsch-französischen Gegenläufigkeiten, in vollzugsfähige Stellung gebracht werden. Das darf man in diesen Tagen, da 300 Meter vor der russischen Grenze die Amerikaner sich zur Militärparade einfinden, die Truppenverlegungen gen Osten erfolgen, die „Berater“ angekündigt werden und die Militär-Transporte laufen, als ziemlich gesicherte Erkenntnis abhaken. Ein Friede in der Ukraine widerspricht einer schon längst gesetzten und über die nächsten Jahre angelegten erweiterten transatlantischen Strategie
    Die Frage steht also im Raum, ob mit einem ‚Hebel-Ereignis‘ zu rechnen ist, das geeignet ist den derzeitigen Kriegs-Unwillen in Westeuropa (namentlich Deutschland) zu überwinden?! Die Möglichkeit, dass nach ‚In Stellung bringen‘ der Waffen, noch der große Konflikt-Hebel herbeiereignist wird, ist, unter Anbetracht der kriegsauslösenden Funktionalität schon mancher False-Flag-Aktion, leider nicht von der Hand zu weisen. So dürfte man derzeit gut beraten sein, wenn man ein gewaltiges Hebel-Ereignis zumindest nicht ausschließt….und, ohne in Angst oder Panik zu verfallen, (oder diese zu schüren) sich zu Wachheit und geschärftem Augenmerk einfindet. Es könnte in Europa ein anderer Hebel konfiguriert werden als eine „Brutkasten-Geschichte“!

  3. 1. regel: deutsche sog. leit(!)-medien = PRESStitutes !
    2. regel: ard u zdf = staats-fernsehen = propaganda-schnauzen !
    daher bitte
    >>> keine zeitungen mehr kaufen, keine tages-schlau mehr sehen !
    nullius in verba

  4. „Damit stehen zwei Fragen im Raum“. So isses!..!!….und die zwei Fragen haben es in sich!
    Man darf in beiden Fällen auf eine Beantwortung gespannt sein.
    Die Frage nach den „deutschen Medien als willige Helfer bei der Eskalation mit und verschweigen die Wahrheit“, dürfte wohl bei eben diesen „deutschen Medien“ begraben werden. Zumindest dem Versuch nach.
    Da würde alles andere verwundern. Nur gut, dass mit der Aufdeckung der ‚Konstrukt-Mär‘ von den ‚russischen U-Booten vor Schwedens Küste‘ die konfliktbefördernde Lügen nun auch faktisch belegt sind.

    Die zweite Frage, sollte eigentlich geeignet sein, WENIGSTENS eine umfassende Klärung im Bundestag einzufordern. Denn die Beteiligung eines deutschen U-Bootes an einer solchen ‚Eskalations-Fahrt‘ dürfte wohl kaum zu den Aktivitäten gehören, auf die im ‚Hohen Haus‘ die Amtseide geschworen werden: Nämlich „Schaden vom Deutschen Volke abzuwenden“. Verdeckte Manöver zur ‚Feindbild-Genese und Aggressions-Unterstellung‘ dürften wohl kaum dazu gehören.

    • Hier seine ARTE-Doku:
      Eine sehr aufschlussreiche und hervorragende Doku! Man sieht sehr schön, das den Hintermännern und Dienstherren der US-Imperialistischen Bestrebungen nicht wirklich bewusst ist, was sie da eigentlich anrichten. Wähnen sich sehr schlau dabei Russland zunehmend in Bedrängnis zu bringen und die Eurasischen Länder für ihr krummes Spiel zu missbrauchen. Als ob es bloß ein Spiel sei, das es zu gewinnen gälte. Wie gelingt es diesen Herren bloß die Millionen Tote, Verwaiste, Verletzte und Vertriebenen und die Zerstörungen der Nationen als Folge ihres Intrigenspiels von ihrem Gewissen fern zu halten? Fragt sich niemand von denen, was damit gewonnen wäre, wenn am Ende Russland und China in Trümmern lägen bzw. in Eurasien nur ein Gegeneinander herrschen würde? Sogar Atomwaffen zum Einsatz kamen? Wäre dies eine gelungene Globalisierung? Dank Weltmacht USA? Ist da noch niemand der Gedanke gekommen, das dieses skrupel- und bewusstlose Imperialgehabe nur zur Einigkeit aller Nationen gegen einen gemeinsamen großen Gegner führt? Wieviel Leid muss noch her, bis die besonders Schlauen mal realisieren, das aus ihrer eingebildeten Schlauheit bisher noch nie was Gescheites resultierte.

  5. Eine Randnotiz noch, da die Sendung hauptsächlich von „U-Booten“ handelte und Bernie Sanders in einem Satz Erwähnung fand:

    Clinton and Sanders Meet, Pledge Party Unity. “It’s Clear Where Sanders Stands”
    By Stephen Lendman
    Global Research, June 16, 2016

    Following her District of Columbia win, concluding the long primary/caucus season, Clinton met privately with Sanders at a downtown Washington hotel – discussing rapprochement and party unity to defeat Trump in November.
    (…)
    Unity is certain, including Sanders endorsing Clinton, likely promised a high-level position in her administration if she’s elected in November, maybe offered the vice-presidency.

    At the same time, his rhetoric rings hollow, saying “the time is long overdue for a fundamental transformation of the Democratic (sic) party” – while doing virtually nothing to achieve it throughout his 30-year political career, largely supporting business as usual.

    His voting record belies his rhetoric, consistently saying one thing and doing another – on the wrong side of too many major issues to ignore.

    Most disturbing is his pro-war advocacy, despite claiming otherwise and opposing Bush’s 2003 Iraq war. He supported:
    (…)
    It’s clear where Sanders stands – an opportunist willing to go along to get along, largely supporting business as usual while claiming otherwise.

    http://www.globalresearch.ca/clinton-and-sanders-meet-pledge-party-unity-its-clear-where-sanders-stands/5531049

  6. Pohlmann ist die Figur mit dem größten Input für KenFM. Bei einer Positionen Ausgabe saß ich neben ihm und konnte nach der Veranstaltung zwei,drei Worte mit ihm wechseln. Er ist nicht nur ordentlich gebildet, sondern auch ein offenener freundlicher Mensch.
    Ich würde mir mehr KenFM International Ausgaben mit ihm wünschen, er verfügt über ein gutes Netzwerk an interessanten Leuten und legt mit seinen Dokus die Finger in die Wunde.

    • In dem Interview wird gesagt, dass China vor kurzem die Atomwaffen auf „high alert“ gesetzt, also Sprengkopf (warhead) und Träger (weapon) zusammengeführt, während USA und Russland die Waffen immer schon auf „high alert“ hatten

    • @ Richtig!
      Pilger sagt, daß US und R schon immer Status „high alert“ haben. „Stand der Info“ bezieht sich auf MSM, die das meines Wissens nicht veröffentlicht haben. Schlecht formuliert. Danke!

  7. Ein herzliches Dankeschön an Dirk Pohlmann für dieses aufschlußreiche Gespräch und sein Engagement für Aufklärung und Kriegsvermeidung. Er fragt nicht, ob noch Chancen bestehen die Kriegstreiberei aufzuhalten sondern handelt, weil einfach gehandelt werden muss. Sehr gut!!

  8. Die Frage ist doch wie weit die USA mit ihren Atomwaffen und Atomwaffenabwehr jetzt ist? Hat die USA schon die Möglichkeit einen atomaren Schlag zu verteidigen? Und zwar so, dass die USA selber nicht betroffen ist, sondern höchstens die „Freunde“ in Europa und Asien betroffen sein werden? Hat die USA schon Atomwaffen im Sortiment, die nur eine schwache atomare Verstrahlung hinterlassen? z.B. Wasserstoffbomben, die mit Laser gezündet werden.

    • Einen nuklear geführten Krieg zu gewinnen ist, was es schon immer war, ein Mythos. Das wissen die Verantwortlichen auch sehr genau.

      Russland müßte im Falle eines US-amerikanischen Nuklearangriffs noch nicht einmal eine eigene Atomwaffe zum Einsatz bringen.
      Im Hinblick auf die Auswirkungen der „kleinen“ Bomben von Hiroshima und Nagasaki, auf die zivilen Unfälle Tschernobyl und Fukushima, würde der Fallout den gesamten Globus nachhaltig verseuchen.
      Daß eine Seite nicht das Feuer erwidert oder nicht erwidern kann ist auch gerade im Hinblick der Vielzahl der Möglichkeiten ein Mythos. Hier sollte man auch und gerade die Nuklearwaffen auf U-booten berücksichtigen.

      Diese Ausführungen berücksichtigen auch nicht die Verhaltensweise der übrigen Nuklearmächte bei Beginn eines Schlagabtauschs.

      SDI zur Zeit Reagans war schon eine Schimäre und das ist ebenso heute die „Raketenabwehr.“ Wobei der Begriff Abwehr ein Euphemismus ist.
      Die neuen „Raketenabwehrbasen“ der USA in Europa können genauso mit Offensivwaffen bestückt werden.

      Einer der eigentlichen Gründe der Aktion ist es, Russland und natürlich auch China in einen neuen Rüstungswettlauf zu treiben und so zu destabilisieren.
      Ebenso spielen die enormen Profitmargen der Rüstungsindustrie dabei eine Rolle, ungeachtet ob die Systeme überhaupt funktionieren.
      Gleichfalls die Konsolidierung der eigenen Reihen.

      Dennoch bleibt es natürlich ein Spiel mit dem Feuer, es wurde bereits davor gewarnt, was wäre wenn Russland die US-amerikanischen Drohungen irgendwann einmal ernst nimmt.

  9. „Das Ende des Kalten Krieges, die gewachsene Interaktion zwischen Asien und Amerika und der relative Machtverlust der USA brachten also den „Kampf der Kulturen“ zwischen den USA und Japan und anderen asiatischen Gesellschaften zum Vorschein und befähigten letztere, amerikanischem Druck zu widerstehen. Der Aufstieg Chinas stellte eine grundsätzlichere Herausforderung für die USA dar. Die Konflikte der USA mit China betrafen ein viel breiteres Spektrum von Streitfragen als die Konflikte mit Japan, nämlich wirtschaftliche Fragen, Menschenrechte, Tibet, Taiwan, das Südchinesische Meer und Waffenweiterverbreitung. Es gäbe fast keine größere politische Frage, in der die USA und China gemeinsame Ziele verfolgt hätten.

    Die Unterschiede gehen querbeet. Wie bei Japan wurzelten diese Konflikte großenteils in den unterschiedlichen Kulturen der beiden Gesellschaften. Die Konflikte zwischen den USA und China beinhalten jedoch auch grundlegende Machtfragen. China ist nicht bereit, eine Führungsrolle oder Hegemonie der USA in der Welt zu akzeptieren; die USA sind nicht bereit, eine Führungsrolle oder Hegemonie Chinas in Asien zu akzeptieren. Mehr als zwei Jahrhunderte lang haben die USA den Versuch unternommen, das Entstehen einer dominierenden Macht in Europa zu verhindern. Fast hundert Jahre lang, seit der Politik der „offenen Tür“ gegenüber China, haben sie das gleiche in Asien versucht. Zur Erreichung dieser Ziele haben die USA zwei Weltkriege und einen kalten Krieg gegen das kaiserliche Deutschland, Nazi-Deutschland, das kaiserliche Japan, die Sowjetunion und das kommunistische China geführt. Dieses amerikanische Interesse besteht fort und wurde von den Präsidenten Reagan und Bush bekräftigt. Die Entwicklung Chinas zu dominierenden Regionalmacht in Ostasien stellt, wenn die andauert, dieses zentrale amerikanische Interesse in Frage. Die eigentliche Ursache des Konflikts zwischen Amerika und China ist die grundlegende Meinungsverschiedenheit darüber, wie das künftige Machtgleichgewicht in Ostasien aussehen soll.“

    Quelle: Samuel P. Huntigton in „Kampf der Kulturen“,München, 9. Auflage, S. 368f.

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