KenFM im Gespräch mit: Kai Stuht – BLVD 0.1

Kai Stuht verdiente seine Brötchen lange als Starfotograf. Als Fan des Radsports waren es seine Bilder, die das unter Jan Ullrich extrem erfolgreiche Telekom-Team weltweit in Szene setzten. Stuht wurde Teil des Teams, bekam Dinge mit, die später als Dopingskandal den Ruf des Radsports schwer beschädigten. Tiefer als Ullrich fiel vor allem Lance Armstrong, den Stuht ebenfalls privat erlebte.

Kai Stuht ist als Kind dem Tod von der Schippe gesprungen, er besiegte den Krebs. Diese extreme Erfahrung prägt sein Leben bis heute. Kai Stuht kennt den schmalen Grat zwischen Ehrgeiz und Besessenheit.

Im Gespräch mit KenFM stellt uns der Fotograf sein neuestes Projekt vor. Zudem starten wir mit ihm eine neue Serie: KenFM-BLVD – Das alternative Boulevardmagazin! Gäste, die der Bildzeitungsleser kennt, werden sowohl von Jebsen als auch von Stuht getrennt interviewt!

Seid gespannt!

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45 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Kai Stuht – BLVD 0.1

  1. Ich finde, das Kai sich dem Ablichten des lebendigen Ausdrucks, insbesondere von Kleinkindern, zuwenden sollte. Wir sollten mehr davon erfahren, was uns Kinder sagen, bevor sie anfangen wie wir zu sprechen. Ursprünglichkeit offenbaren, und dies im großformatigem Portrait. Für uns gilt es was wiederzuentdecken, was wir längst aus den Augen verloren haben.

  2. Ich kannte Herrn Stuht bisher nicht. Während beim ersten Video, dass ich von Ken gesehen hab (über Wahlen) gleich klar war, der ist authentisch hoch 10 und mutig nie gesagte Dinge beim Namen zu nennen und das auch noch öffentlich. Leider empfnde ihn Herrn Stuht kein bisschen authentisch, aber vielleicht überzeugt mich später mehr. Ich lass mich überraschen.

  3. Dieses Interview hat mich sehr bewegt. Es gab in dem Gespräch für mich einige Impulse, ganz stark war das Wort „Authentizität“. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Ich denke, es gibt viele, nicht alle, aber dennoch viele, die immer bestrebt sind es anderen „recht“ zu machen, so zu sein, wie andere einen gerne hätten. Im Glauben, das wäre richtig…oder gut. Und wenn man dann so ist, wie man ist, wird man als nicht „normal“ betitelt oder „krank“. Ich habe nun mal nicht die Sichtweisen oder Einstellungen beispielsweise meiner Eltern. Immer musste ich in „ihr Muster“ passen. Das führte oft zu heftigen Auseinandersetzungen, aber das will ich hier auch nicht breit treten. Ich wollte nur nochmal erwähnen, gerade als Wort fiel, fingen bei mir im Kopf an diverse Kugeln loszurollen. Ich bin dankbar für dieses Video, für mich persönlich waren einige Punkte dabei, die mir neue Türen oder Sichtweisen aufgezeigt haben.

  4. Hallo

    Ich habe mir die ganzen 3std Doppel Interview angehört.
    Vielen Dank
    Kurz danach bin ich über Booooooooom auf Denis Cherim gestossen
    http://www.booooooom.com/2016/05/17/photographer-spotlight-denis-cherim/
    Das passt wunderbar zum schwarzen Fleck
    Denis Cherim spricht so viel ich heraus finden konnte spanisch
    Leider wird das wohl auch eher schwieriger zum transformieren…
    Ein Sprachfleck
    Da würden die meisten wohl nur spanisch verstehen
    Aber sonst wäre das sicher einen oder eine..? interessante Interview Partner……

    bin gespannt auf weitere Folgen.

  5. Apropos:
    Was heißt hier eigentlich „Gäste, die der Bildzeitungsleser kennt“?
    Woher soll ich denn als einigermaßen vernunftbegabter Mensch wissen, wen Bildzeitungsleser kennen? Dieses Schmierblatt ist mir schon ein Ärger, wenn ich es beim Bäcker auf dem Tresen liegen sehe. Also bitte keine Anspielungen auf dieses Hetzorgan.

    Mit dem Spiegel ist es leider ähnlich. In den letzten Tagen habe ich einige kritische Kommentare zur Troika, Griechenland und der imperialistischen Politik Amerikas abgegeben. Kein einziger hat es durch die Online-Zensur geschafft. Gerade habe ich meinen Zugang löschen lassen, nicht ohne nochmal Dampf an die Redaktion abzulassen.

  6. Danke viel mals für dieses spannende und erfrischende Interview!! Ein sehr sympatischer Kerl, der Kai! Freu mich auf Interviews mit ihm, von ihm.

    Danke Ken dass du das Thema der Verschlüsselung hier wieder angesprochen hast. Das finde ich einen sehr wichtigen Punkt. Verschlüsselung muss für jeden Pflicht sein! Ich fände schön, wenn wir das irgend einmal wirklich auch für jeden verwirklichen könnten. Dass es also auch für jeden handhabbar und umsetzbar wird! Weil ich selber halt eine EnigmaBox verwende und die Idee einfach genial finde ruf ich hier einfach nochmals alle dazu auf an diesem Bahnbrechenden Projekt oder „Experiment“ mitzumachen. Mein Traum wäre, dass das einst für jeden einsetzbar wird und es garantiert nicht an den Finanzen scheitern muss. Ich zerbreche mir schon lange den Kopf, wie man dieses Projekt nachhaltig unterstützen kann und es vielleicht dereinst auch kostenlos für die breite Masse zur verfügung stellen kann. Auch wenn die nötige Infrastruktur überschaubar ist, benötigt sie halt trotzdem auch finanzielle Mittel und die Entwicklung ist aufwändig und muss auch irgendwie bezahlt sein. Vielleicht hat ja da draussen jemand eine durchschlagende Idee, wie man das ganze boosten könnte. Ich stell mir z.B. vor, dass ein eigenes YouTube eine möglichkeit wäre das Projekt so zum Selbstläufer zu machen. Ein wichtiger Schritt wäre sicher auch ein eigenes neues Zahlungssystem im Enigma-Netzwerk zu etablieren das vielleicht neue Ideen und Ansätze eines Geldsystems verwirklicht. Es wäre soo viel möglich und in unserer Hand…

    • Die Enigmabox kann ich auch nur empfehlen. Es gibt so viele Leute die nicht wissen wohin mit dem Geld. Meine Bitte an alle, die sich die Box leisten können: bitte schaffen Sie sich die Box an – hätte Obama sie gehabt, hätte man ihn nicht mit Veröffentlichung der besuchten Sex-Seiten erpressen können. Je mehr Leute hier investieren, umso günstiger wird die Produktion und umso mehr können sich die Box leisten. Es ist wahrscheinlich momentan das Beste für Netzsicherheit, das es gibt. Michel: schöne Ideen mit YouTube und Zahlungssystem. Apropos Youtube – es gibt auch rutube http://www.rutube.ru, eine russische Seite – wäre evtl. auch für KenFm Videos interessant.

  7. Man könnte jetzt sagen, dass Fotos die Widerspiegelung des Seelenlebens von Herrn Kai Stuht sind. Ich finde seine Fotos, wie einige Andere hier auch, bisschen düster… Es ist schon merkwürdig, warum in dieser Branche so viel von dieser … Symbolik verwendet wird. Wie dem auch sei.
    Eine Weltkarte aus Bilder wo sich die Menschen eine Kugel geben finde ich mehr als bedenklich. Was soll dem Empfänger vermittelt werden? Oder wozu soll er angeregt werden? Soll das ein Aufruf der bekanntesten Gesichter zum Weltweitem Suizid werden??? Also wirklich. Der Slogan mag so gut sein, aber erst mal erschlägt den Betrachter die Vielzahl, die Wiederholung dieser Symbolik. Der Slogan verschwindet irgendwo im Nirgendwo.
    Ansonsten ist das Interview in einigen Aspekten schon interessant. Die Botschaft aber wie gesagt bedenklich…

  8. Wenn ein Imperium „per Definition“ lügt, wie Ganser, meiner Meinung nach richtig sagt, gehört es auch „per Definition“ nicht zu den Guten. Die USA wollen einen 3.Weltkrieg in Europa provozieren. Gemessen an den verheerenden Auswirkungen, wird das Thema nicht genügend von den alternativen Medien behandelt. Wir sind da zu abwartend, erfüllen Junkers Erklärung, die da sinngemäß war: „Wir machen was, (Manöver an der russischen Grenze), warten ab, was passiert, (Aufstand im Volk), und wenn nichts passiert, greifen wir die Russen unter einem Vorwand an. Chronologisch gesehen, kommt jetzt also der Aufstand in den USA oder (und) in Europa, oder der 3. Weltkrieg. Also: NICHT ABWARTEN!!!

  9. Interessanter Interview-Komplex, ein wenig mehr Empathie könnte nicht schaden. Einige Anmerkungen dazu:

    Ich fürchte der Begriff der Ratio wurde fehlerhaft interpretiert. Die Ratio das vernunftgeleitete Denken und Handeln ist nicht, wie im Interview angesprochen, im Übermaß präsent.

    Im Gegenteil, die Ratio in dieser Welt glänzt durch fast vollkommene Abwesenheit. Viel mehr haben wir ein Übermaß negativer Emotionalität. Neid, Mißgunst und Gier.
    Wegbereiter der Degeneration, des Niedergangs. Praktiziertes Chaos.
    Ein Stillstand, eine Bewahrung des Status Quo ist das lange nicht mehr.

    Rationalität im ureigentlichen Sinne ist integraler Bestandteil des Lebens, zusammen mit der Intuition.
    Es gibt kein Herz ohne Hirn und umgekehrt.

    Die Propfen-Ratio im Interview muss wohl die aus diesem pervertierten System resultierende Ratio sein. Ebenso wie die Demokratie die keine ist.

    Das führt zur angesprochenen Gefahr der Diktatur. Wann war diese nicht vorhanden? Ich meine die Diktatur nicht die Gefahr.
    Dieser Tage fällt es nur immer deutlicher auf, daß wir alle diese Jahre eine Anscheindemokratie gelebt haben.
    Es ist wie im Spielfilm „Sie Leben,“ setzt man die Brille auf, erkennt man daß auf dem Geldschein geschrieben steht „das ist dein Gott.“

    Zum Begriff der Esoterik, den man oft gebraucht um „Unerklärliches“ zu erklären:

    „Nichts kann im Widerspruch zur Natur bestehen, nur im Widerspruch zu dem was wir wissen.“

    Da manche sich immer gerne auf Twain berufen um Reisen zu rechtfertigen, berufe ich mich immer gerne auf Kant der das überhaupt nicht tat.

    Für verschiedene Menschen, gibt es verschiedene Wege zu menschlichem Denken und Handeln.

    • Interessanter Interview-Komplex, ein wenig mehr Empathie könnte nicht schaden.

      Möglicherweise erkennen Sie Kai Stuhts Empathie nicht. Das liegt daran, dass er das nicht so wie andere Menschen zeigt. Stattdessen verhält er sich ungewöhnlich, was verwirrt, er setzt zum Beispiel als Gesprächsführer einen Hut auf. Ich halte das für „Ich verstehe nicht, wie du dich verhältst, also mache ich jetzt mal etwas, was du nicht verstehen wirst.“.
      Kai Stuht hat selbst gesagt, autistische Züge zu haben, was Fachchinesisch für genau dieses Phänomen ist. Leute, die das nicht kennen, verwechseln das gewöhnlich mit Empathielosigkeit.

    • Streng Geheim: Ich denke, dort gibt es ein Missverständnis. Ich verstehe Box so, dass er das Thema: mehr Empathie in die Gesellschaft bringen, interessant findet.

      Box: Ja, ich sehe es auch so, es gibt zu viel negative Emotionalität und dazu oberflächliche/leicht von aussen steuerbare Emotionalität. Aber Stuth hat glaube ich nicht gesagt, dass Emotionalität fehlt, sondern Intuition, Inspiration, ein „innerer Blick“. Denken und Intuition befruchten sich gegenseitig, das sehe ich wie Sie (und wahrscheinlich Kant), und denke, dass Herr Stuth das auch so sieht – kam für mich zumindest so rüber. Stimmt, das Bild vom Korken ist da nicht so passend…

  10. Ja, das ist wunderbar! Herzlichen Glückwunsch zur ersten Folge – diese und weitere Folgen sind Er-folge.

    Fotografie ist angewandte Philosophie und Wahrnehmungspsychologie, Zen-sehen. Herr Stuth hat so viele wertvolle Einsichten ausgedrückt, die wir brauchen, um die Blockaden zu lösen. Einige zusammengefasst:

    Wer die Intuition abspaltet, vermindert seine Wahrnehmung und behindert damit sein Verhalten. Empathie ist der Schlüssel zur Intuition, und löst die Ignoranz auf (unser größtes Problem), die wie ein Blinder Fleck auf der Retina an dieser Stelle die Realität nicht abbildet, also interpretiert man selbst was dazu. Wahrnehmung ist immer gefärbt durch individuelle Erlebnisse, Emotionen, Rationales. Was wir Erleben (und ich denke, Herr Stuth meint damit das Rational Erlebte), sitzt wie ein Korken auf der Flasche, der unsere intuitive Energie nicht heraus lässt. Herr Stuth möchte diesen Korken ziehen, die Empathie in der Gesellschaft wieder beleben, die Ignoranz auflösen, die uns davon abhält, andere Seiten anzuschauen, und uns ängstlich im Rationalen gefangen hält. Im Rationalen gibt es keine Sicherheit. Intuition ist Befreiung – ohne Angst.

    Ich freue mich so auf alle intuitiven Interviews die noch kommen. Viel Glück auf dem Weg und vielen Dank, daß Sie “die Zuschauer” mitnehmen – Herr Stuth und Herr Jebsen und das ganze Team – um eine Landschaft von vielen Standpunkten aus abzubilden. Falls es noch keine Verbindung zu Wayseer gibt http://www.wayseermanifesto.com/ ….das würde gut passen.

  11. Die Krux bzw. das Dilemma liegt darin, dass die Wahrheit sehr unangenehm sehr schmerzhaft und sehr bitter ist, aber doch die Weitentwicklung oder Entfaltung eines Individuums garantiert. Während die Lüge an sich sehr schön klingt sowie sehr komfortabel ist, dennoch das Scheitern vorprogrammiert.
    Wer kann von sich schon behaupten, dass er ohne Schmerz und Trauer auskommt, wenn er oder ein geliebter Mensch vor dem Tod steht? Der Tod ist halt die ultimative Wahrheit und die ist sehr schmerzhaft.
    Es bringt rein gar nichts den belogenen Menschen zu zeigen bzw. zu „predigen“, dass sie in einer Lüge leben. Sie müssen diese Lüge selber erleben („learning by doing“). Daher kommt immer die Einsicht erst vor dem eigenen Tod, weil das halt die ultimative Wahrheit ist.

  12. Zum Thema „Lachen wenn man die Anstalt schaut“. Ich kann weder lachen noch weinen, meistens bin ich nur entsetzt über das Ausmaß an Manipulation, die dort aufgedeckt wird. Da bleibt doch das Lachen im Halse stecken.

  13. Das waren drei Stunden, und ich kommentiere die für mich interessanten Stellen der Reihe nach.

    berühmte Leute

    Da sind einige Namen gefallen. Die Hälfte von denen kannte ich nicht. Jan Ullrich war mich ein Begriff. Über den kam dauernd etwas in der veröffentlichten Meinung. Der fuhr Fahrrad. Aber wer ist Lance Armstrong?
    So einen Trubel, wo über hundert Fotografen auf solche Leute lauern, meide ich. Das ist nicht meine Welt.
    Ist auch immer die Frage, wen man für berühmt hält. Als Steve Jobs starb, war das wochenlang in den Medien. Aber Dennis Ritchie kennt kaum einer.

    80 tausend Mark bezahlt für Lizenz aber kein Geld für fahrtüchtige Auto

    Seltsam.

    Die Eltern haben Angst und der Dreijährige spürt, dass sie Angst haben, hat selbst keine Angs – andere Wellenlänge

    Ist das Autismus, oder ist das ein Ereignis, was zum Autismus führen kann?
    Da erlebt ein Kind etwas Lebensbedrohliches und steht daneben als Beobachter.

    Beim Kabarett lachen statt weinen

    Menschen lachen, wenn etwas überraschend sinnvoll wird. Das braucht kein freudiges Ereignis zu sein. Es gibt auch schreckliche Dinge, die, wenn sie einem klar werden, einen so mitnehmen, dass man weder sprechen noch weinen kann, und dann bleibt nur ein Lachen, möglicherweise ein irres Lachen.

    911-Aufklärung

    Was würde passieren, wenn jetzt Obama öffentlich verkündet, dass 911 von der US-Regierung inszeniert worden sei, um einen unmittelbar bevorstehenden wirtschaftlichen Zusammenbruch zu verhindern?
    Nichts würde passieren. Und die Kammerherren werden gehen und die Schleppe tragen, die gar nicht da ist.

    NSA-Skandal als Überraschung, Rolle von Snowden

    Dass die NSA alles und jeden abhören will, war auch vorher klar. Das ist die Aufgabe eines Geheimdienstes.
    Die Frage ist nur, in welchem Umfang sie das bereits tut. Und da muss man wissen, dass die US-Regierung Poker spielt. Im Gegensatz zu den Russen, die Schach spielen. Die Wirkung des NSA-Skandals kann sogar beabsichtigt sein. Mit so etwas kann man sehr gut Leute disziplinieren. Wie bei 911 ist die Entscheidung zwischen „Wir sind überrascht worden.“, „Wir haben es geschehen lassen.“ und „Wir haben es beauftragt.“ nicht zu fällen.
    Ist Snowden in Moskau nützlich oder schädlich für die US-Regierung?

    Kotau wegen unerwünschter Äußerungen

    Für mich war das Gespräch zwischen Pedram Shahyar und Ken Jebsen, wo es um die Formulierung „Endlösung der Palästinenserfrage“ ging, ein solcher Kotau.

    Internetzensur China Deutschland

    Chinesen erzählten mir, dass man in China wüsste, wie man an Information herankommt, um das Goldene Schild zu umgehen. Es würde aber kaum jemand tun.
    Das ist wie in Deutschland. Youtube sagt „Das Video ist in deinem Land nicht verfügbar“, und man kann sogar im Web finden, wie man das umgeht, aber tut kaum jemand. Wenn man einen Text im Web sucht, reicht es, sich an ungewöhnliche vier hintereinander folgende Wörter zu erinnern. Bei Texten von rechtsextremen Musikgruppen findet Google aber nichts. Man kann leicht herauskriegen, wie man das umgeht, aber das tut kaum jemand.

    Google droht Obama mit Veröffentlichung seines Websurfverhaltens

    Google kann auch Poker spielen.

    Verschlüsselung verpflichtend machen

    Dann fangt mal bei KenFM an! Wo ist der OpenPGP-Schlüssel, damit man euch verschlüsselt emailen kann?

    Bin Ladens Truppe mit Stift und Papier

    War das ironisch gemeint? Dann ist es mir entgangen.
    Wenn nicht, dann frage ich mich, wieso Ken Jebsen auf einmal die offizielle Verschwörungstheorie glaubt.

    • Lance Armstrong ist auch ein ehemaliger Profi-Rennfahrer, der des Dopings überführt wurde. Kann man „googlen“.

      Ich habe einen Freund, der auch ein sehr berühmter Fotograf und Pantomime war. Er hat für viele große Stars wie Andy Warhol, Ingmar Bergman, Roman Polanski, John Neumeier, Rainer Werner Fassbinder u.v.a. gearbeitet.
      Heute ist er überwiegend als Motivationstrainer und Dozent für Kommunikation tätig, weil Fotografen dieser Art kaum mehr gefragt sind. Er sagte mir, dass heute kaum noch jemand Interesse an Kunstfotografie hat. Es müsse alles schnell und digital sein. Auf hohe Qualität legt man scheinbar nicht mehr viel Wert. Deshalb hat er damit aufgehört.

      Was politisches Kabarett angeht, so bin ich zwar ein großer Fan, mich stören allerdings oft zwei Dinge:
      Ich mag es nicht, wenn Personen beleidigt werden oder man sich über sie lustig macht.
      Und ich denke, dass beim Kabarett zwar oft sehr unbequeme Wahrheiten offen ausgesprochen aber eben auch ins Lächerliche gezogen werden, was zur Verharmlosung der traurigen Realität beiträgt.

    • zu 1: Wesentlich war die besondere Nähe zu den Celebrities und wie dies realisiert wurde.

      zu 2: Es kann von einer verantwortungsvollen Risikoabwägung ausgegangen werden.

      zu 3: Entscheident für ein solches Urvertrauen in die Welt sind die Eltern. Wenn sie dieses vermitteln konnten, dann haben sie es auch, und ihre Angst konnten sie überwinden.

      zu 4: Wer weint, kann sich von Verdrängtem befreien; wer über Schreckliches lacht nicht oder er ist bzw. wird irr, wenn er nicht gleich, erschrocken über sich selbst, betroffen schweigt.

      zu 5: Die stetig zunehmende Zahl der Zweifelnden würde sich zugunsten der bewussten Systemgegner verringern. Vielleicht würden dann sogar Verzweifelte zu Zweifelnden.

      zu 6: Beides. Aber mit dem Potenzial zunehmender Machterosion durch Glaubwürdigkeitsverlust.

      zu 7: Wenn etwas zu lange gekocht wird, dann wird es auch für den Koch ungenießbar.

      zu 8: Wer Umwegen vertraut, wiegt sich in falscher Sicherheit.

      zu 9: Media-Wrestling vor der Präsidentenwahl zur Imagepolitur.

      zu 10: Ist seit 25.11.2015 leicht zu realisieren. Doch: die Programmgestaltung macht das KenFm-Team, für Anregungen und Kritik gibt es die Kommentare; wozu eigentlich Ressourcenverbrauch durch Mailkorrespondenz?

      zu 11: Assoziations-Akrobatik pur.

    • @ hanneshonest

      zu 1: Wesentlich war die besondere Nähe zu den Celebrities und wie dies realisiert wurde.

      Ich finde es nicht überraschend, dass berühmte Leute auch Menschen sind. Diesen Trubel um berühmte Leute finde ich schrecklich. Hätte einer von den hundert, die damals die Spitzensportler belagert haben, es überhaupt erkannt, wenn sie einem von denen beim Wandern in den Alpen begegnet wären? Wer interessiert sich eigentlich heute noch für Jan Ullrich?

      zu 2: Es kann von einer verantwortungsvollen Risikoabwägung ausgegangen werden.

      Wozu dann die Erwähnung, dass man es mit schrottreifen Autos geschafft habe, und sich kein anderes habe leisten können? Ich finde das Seltsam. Ich hätte es auch mit den schrottreifen Autos gemacht, aber ich wäre so zahlungsfähig gewesen, mir, wenn ein Auto verreckt, ein anders zu besorgen.

      zu 4: Wer weint, kann sich von Verdrängtem befreien; wer über Schreckliches lacht nicht oder er ist bzw. wird irr, wenn er nicht gleich, erschrocken über sich selbst, betroffen schweigt.

      Wieso sollte man sich über sich selbst erschrecken, wenn man bei Überraschungen lacht? Wohl weil man meint, dass Lachen ein Zeichen von Freude sei, aber das ist falsch.
      Wenn das Schreckliche so schrecklich ist, dass man es nicht wahr haben will, dann ist oder wird man irr. Das ergibt sich aber erst nach der Überraschung oder hier besser Enttäuschung.
      Bei vielen radikal Religiösen ist Lachen verboten. Der Grund könnte sein, dass dadurch Überraschung und Enttäuschung verhindert werden soll.

      zu 5: Die stetig zunehmende Zahl der Zweifelnden würde sich zugunsten der bewussten Systemgegner verringern. Vielleicht würden dann sogar Verzweifelte zu Zweifelnden.

      Wir sind bei 911 schon lange, eigentlich schon seit 911, vom Zweifeln abgekommen. Es herrscht Abspaltung. Das ist ein Trauma. Es ist sehr schwer, sich einzugestehen, viele Jahre lang an der Nase herumgeführt worden zu sein.
      Es bringt nichts, Leuten, die unterstellen, dass unsere geliebten Führer so etwas niemals tun würde, etwas von WTC 7 zu erzählen. Nicht die Aufklärung von 911 führt zur Systemgegnerschaft. Es ist anders herum. Systemgegenerschaft führt dazu, die offizielle Verschwörungtheorie zu bezweifeln.

      zu 6: Beides. Aber mit dem Potenzial zunehmender Machterosion durch Glaubwürdigkeitsverlust.

      Glaubwürdigkeitsverlust?!
      Was zum Teufel soll eigentlich noch passieren, bis Traumatisierte die Enttäuschung wagen? Das funktioniert so nicht. Solange das derzeitige System das ist, wovon sich die Menschen Schutz erhoffen, werden sie jede Lüge, egal wie groß oder offensichtlich sie ist, glauben.

      zu 8: Wer Umwegen vertraut, wiegt sich in falscher Sicherheit.

      Informationsbeschaffung ist möglich, aber sie wird nicht genutzt. Das hat nichts mit falscher Sicherheit zu tun. Was soll denn richtige Sicherheit sein? Jemand, der einem explizit erlaubt, sich jede Information zu beschaffen? Wer dumm fragt, kriegt ne dumme Antwort, zum Beispiel Grundgesetz Artikel 5 Absatz 2.

      zu 10: Ist seit 25.11.2015 leicht zu realisieren. Doch: die Programmgestaltung macht das KenFm-Team, für Anregungen und Kritik gibt es die Kommentare; wozu eigentlich Ressourcenverbrauch durch Mailkorrespondenz?

      Wenn jemand hier kommentiert, dann ist das für jeden gedacht, der das lesen will. So etwas zu verschlüsseln wäre Unsinn. Es kann aber auch mal sein, dass jemand etwas sagen will, das nicht öffentlich werden soll. Dazu wird er auf Impressum oder KENtakt klicken. Und da geht es nur unverschlüsselt.

  14. Ja die Meinungsfreiheit am Arbeitsplatz….das ist ein Thema für sich.

    Eigentlich sollte man darüber lachen….sich bewusst machen, dass eben wenn man vom Chef oder Vorgesetzten signalisiert bekommt, dass man austauschbar ist, jederzeit ersetzt werden kann. Aber dann geht es einem finanziell an den Kragen…
    Jemand der mehr als 2000 € netto hat, will das ja auch nicht verlieren (verständlich)….allein was heute mal ein Ferienlager oder Schulausflug kosten kann… so kann man seinen Kindern (ich habe keine) doch mal etwas anderes bieten als zu Hause zu bleiben oder die Küchen der Welt in Restaurants probieren (falls man nicht kochen kann), denn selbst die Zutaten können eine Menge kosten. Kultur in jeder Form scheint fast unbezahlbar geworden zu sein und jeder leidet drunter…
    Beispiel:
    Ein Kind das keine Kultur in Form von Theater, Ausflug, Reisen, Nahrungsvielfalt etc erleben konnte wird sich stets benachteiligt fühlen, weil es das auch wurde. Suggeriert bekommt es, das es nichts kann und nichts weiß, am Ende auch für Dumm gehalten und dazu erklärt wird. Schulischer Erfolg kann solche Diskrepanzen nur bedingt kompensieren. Es hatte vielleicht auch nie die Möglichkeit gegebene Talente auszuleben oder erst gar zu entdecken. Im Berufsleben versauert es dann…ein komplettes Leben oder auch das einer Familie vom Einkommen abhängig zu machen, ist wirtschaftlicher und letztendlich auch sozialer und kultureller Mord. Dieser Kreislauf setzt sich fort, bis eben jede Bevölkerungsschicht, die aus finanziellen Gründen sich Kreativität nicht leisten kann, ausgeblutet ist. (Ich muss dazu anmerken, dass ich eine tolle Kindheit hatte, in der mir alles ermöglich wurde, wenn ich denn etwas probieren wollte.) Dieses Phänomen beobachte ich seit ca. 7 Jahren.
    Jeder Mensch, der im Niedrig-Lohn-Sektor beschäftigt ist und eben trotz Arbeit auf keinen grünen Zweig kommt, sollte zusehen das er nicht mehr arbeiten geht und sich ggf. mit Einschränkungen arrangieren! Ich habe mir das fest vorgenommen, werde es realisieren und dem Staat auf der Tasche liegen, bis zu dem Tag an dem jegliche Arbeitso bezahlt wird, das man auch davon leben kann! Vielleicht finde ich auch dann endlich, während ich Zeit für mich habe, meinen Mut…und mache hörbar für alle anderen meinen Mund auf… Jean Ziegler und auch Volker Pispers sagten ja sinngemäß: es ist ihre Aufgabe die Leute zu bewaffnen…. und wie auch Herr Jebsen im Interview fragte, fragte ich mich auch schon:
    Warum heulen die Leute eigentlich nicht im Kabarett? Wie kann man nur gut gelaunt aus einer Veranstaltung gehen die einem sämtliche Grausamkeiten offenbart die einen direkt oder nur indirekt angehen sollten? – Sie lachen nicht, weil sie es nicht anders ertragen, sondern weil sie in ihrer Dummheit es einfach nicht mehr merken…

    P.S. ich freue mich schon sehr auf die Interviews von Herrn Stuht.

  15. „Wenn man Dinge auf drei Sätze zusammenfalten kann, ja dann ist das meistens falsch.“ (2:29:18)

    Ähm – nein. Das Gegeteil ist meistens richtig. Wenn Dinge nicht auf drei Sätze zusammengefaltet werden ! dann meist mit dem Hintergrund der künstlichen Verkomplizierung um daraus – wiederum meist – persönliche Vorteile ziehem zu können.

    Es soll keiner oder kaum einer mehr durchblicken können, um dann in diesem nebulösen Umfeld ungehindert kriminell wirken zu können.

    Mensch wird geboren. Mensch lebt. Mensch stirbt. Ein ganzes Menschen-Leben zusammengefaltet auf 3 Sätze in 7 Worten. Wahrer ist nicht möglich – kürzer vielleicht.

    • Sorry, aber das ist doch albern.
      Kommentieren Sie das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien etwa auch so:
      Mannschaften betreten das Spielfeld – der Ball wird hin- und her geschossen – Mannschaften verlassen den Platz.
      Sehr informativ. Ein ganzes Fußball-Spiel zusammengefaltet auf 3 Sätze in 15 Wörter. Mehr ist Fußball nicht.

    • „Kommentieren Sie das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien etwa auch so:“

      Deutschland – Argentinien 1:0 (wäre mein Kommentar dazu)

  16. Sehr interessantes Interview mit Ken Jebsen (ich habe mit dem zweiten Teil begonnen). Ich bin positiv überrascht über seine Lebensweisheiten und auch spirituelle Ausrichtung. Möge Gott ihn und seine Familie beschützen.

    Auf eine Frage habe ich allerdings gewartet, die ich ihm gern gestellt hätte:

    Ist es nicht auch so, dass die meisten Menschen wirtschaftlich abhängig und deshalb wenig bereit sind, gegen den Strom zu schwimmen? Viele sind zusätzlich verschuldet und müssen eine Familie versorgen. Wenn man da nicht gerade aus reichem Hause stammt, beruflich unabhängig oder wie ich (Früh-)Rentner ist, kann es riskant sein, nonkonformistisch zu sein. Die meisten Arbeitgeber sehen das gar nicht gern. Ich musste in meinem Berufsleben deshalb häufiger den Arbeitgeber wechseln. Das ging auch nur deshalb, weil ich Single bin, keine Familie zu versorgen hatte, eher ein einfaches Leben führe und möglichst schuldenfrei bin.

    Ich kann die Menschen gut verstehen, die Angst vor wirtschaftlichem Abstieg haben und deshalb lieber den Mund halten. Und das muss nicht unbedingt heißen, sich lediglich keinen Luxus mehr leisten zu können. Es geht u.U. um die nackte Existenz. Ich weiß, was es bedeutet, mit wenig Geld auskommen und auf viele Annehmlichkeiten verzichten zu müssen. Da wird man in unserer Konsumgesellschaft schnell einsam und vielleicht sogar krank.

    Vielleicht ist es ja ein Prinzip dieses Wirtschaftssystems, die Menschen durch ständige Konsumreize, Statussymbole, Wachstumsgelaber, drohende Arbeitslosigkeit und Angstmacherei in Abhängigkeit zu halten. Wer selbständig nachdenkt und daraus seine Schlüsse zieht, geht also ein hohes Risiko ein.

    Ich kenne ja die finanzielle Situation von Ken Jebsen nicht. Aber was würde er tun, wenn sich das mit KenFM nicht mehr rechnet und die Rücklagen aufgebraucht wären? Er sagte, er könne sich auch vorstellen, ins Kloster zu gehen. Mit Frau und Kindern?

    Fazit: Man kann sich in unserer Gesellschaft nur eine kritische Meinung leisten, wenn man mehr oder weniger wirtschaftlich unabhängig ist.

    • Du brauchst gar nicht fragen oder so vage formulieren. Es ist genau so wie Du es beschreibst – und natürlich noch viel schlimmer.

      „Er sagte, er könne sich auch vorstellen, ins Kloster zu gehen. Mit Frau und Kindern?“

      Die Aussage ist symbolisch zu betrachten und steht für: „Etwas anderes machen“.

    • @Der Souverän:
      Ja, das alte Menschheitsproblem:
      Manche nehmen die Worte (z.B. in der Bibel) wörtlich und andere betrachten sie symbolisch.

      Egal, ob er jetzt vor hat, ins Kloster zu gehen, Seifen im Bauchladen zu verkaufen oder doch noch eine Ausbildung zum Friseur zu machen. Ich hoffe, er bleibt uns noch lange mit dem erhalten, was er gerade macht.

    • In der Bibel – wie mystisch oder schwer verständlich sie auch sein mag – lässt sich recht gut verstehen was symbolisch zu verstehen ist und wörtlich genommen werden muß. Oftmals wird Symbolik durch ein Gleichnis beschrieben.

    • @Der Souverän

      In der Bibel – wie mystisch oder schwer verständlich sie auch sein mag – lässt sich recht gut verstehen was symbolisch zu verstehen ist und wörtlich genommen werden muß.

      Das sagen Sie! – Aber andere sagen etwas anderes und schon ist das Problem da. Wenn man statt Bibel KORAN setzt, ist das Problem vielleicht noch ein Stückchen größer. Daß man die Texte in den angeblich heiligen Büchern überhaupt so oder so „auslegen“ kann, ist ein Grundübel dieser Heilsbotschaften.

    • „Das sagen Sie! – Aber andere sagen etwas anderes und schon ist das Problem da.“

      Vielleicht wäre es hilfreich, wenn diese Anderen die Bibel auch mal lesen bevor sie sie interpretieren…

    • „Daß man die Texte in den angeblich heiligen Büchern überhaupt so oder so „auslegen“ kann, ist ein Grundübel dieser Heilsbotschaften.“

      Wenn man die Bibel STUDIERT – das schafft man nicht in sechs Semestern – dann bleibt kaum noch etwas „Auslegungssache“.

    • @ Der Souverän: Hier etwas, wodurch vielleicht erkennbar werden kann, warum diejenigen, welche die „Bibel“ hochhalten, also gewisse Pfaffen, auf Rudolf Steiner „allergisch“ reagieren.

      Zitat Steiner, Vortrag vom 18.April 1910 in Palermo: “ Die Menschen, welche im 20. Jahrhundert das Ereignis von Damaskus erlebt haben werden, werden das direkte Wissen vom Christus bekommen, sie werden nicht notwendig haben, sich auf Dokumente zu stützen, um den Christus zu erkennen, sondern sie werden das direkte Wissen haben, wie es heute nur der Initiierte besitzt.“
      Und weiter: “ Der Christus wird nicht wieder in einem physischen Leib verkörpert sein, sondern er wird in einem ätherischen Leib erscheinen, wie auf der Strasse nach Damaskus.“

      Weiter folgendes: “ Die Menschen, welche diese Fähigkeiten besitzen, werden sogar als fantastisch und krank betrachtet werden.“

    • @ Der Souverän: P.S. Quelle der Steiner – Zitate ist : „Das Ereignis der Christus – Erscheinung in der ätherischen Welt“, Rudolf Steiner GA (Gesamt-Ausgabe pdf) 118

    • Ich bin da sicher nicht fanatisch drauf, habe aber mal die Bibel studiert. Eigentlich bleibt da nichts was Auslegungssache wäre. Aber es bleiben Fragen auf die es immer nur eine korrekte Antwort geben kann – wir wissen es nicht.

    • Natürlich ist die Bibel voller Symbolik. Oder glaubt jemand wirklich daran, dass Adam und Eva die ersten Menschen waren, Moses das Meer teilte, Noah die Arche gebaut hat und Christus auf einer Wolke in den Himmel gefahren ist? Es handelt sich um Gleichnisse, deren geistige Bedeutung viel interessanter ist als der Versuch, solche Dinge wörtlich zu nehmen und damit seinen Verstand zu beleidigen.

      Zu dem Zitat von Rudolf Steiner möchte ich sagen, dass er sich damit gewaltig geirrt hat.
      Erstens ist der Mensch nicht in der Lage, das Bewusstsein eines Jesus Christus, Mohammed, Moses oder Buddhas zu erlangen, denn dies waren von Gott auserwählte Männer, mit dem unfehlbaren Auftrag, die Menschheit zu führen. Die Gottgesandten sind zwar leiblich Menschen, stehen aber geistig auf einer viel höheren Stufe als der Mensch. Die Pflanze kann unmöglich die Stufe des Tieres erreichen. Das Tier unmöglich die des Menschen. Und der Mensch unmöglich die Gottes und Seiner Gesandten.

      Außerdem, woher will Rudolf Steiner wissen, dass Christus lediglich in einem „ätherischen Leib“ wiederkommen wird? Jesus selbst hat Hinweise über die Umstände seiner Wiederkunft gegeben. Und da stand von „ätherischem Leib“ kein Wort. Ich glaube auch nicht, dass er persönlich wiederkehrt. Aber der Geist Gottes, der in ihm und den anderen Offenbarern war, wird in einer neuen Gestalt wiederkehren.

      Warum ich mir so sicher bin?
      Für mich hat die Wiederkunft Christi bereits stattgefunden und Er ist wiedergekehrt „in der Herrlichkeit des Vaters“. Die Prophezeiungen der Heiligen Schriften und Überlieferungen aller Religionen hinsichtlich des Erscheinens des „Friedensfürsten“ ging mit dem Erscheinen „Bahá’u’lláhs“ im Jahr 1863 in Erfüllung. Das ist mein Glaube, meine Gewissheit. Wer möchte, kann den Anspruch Bahá’u’lláhs selbst überprüfen.

    • @ Joachim Schuster: „Zu dem Zitat von Rudolf Steiner möchte ich sagen, dass er sich damit gewaltig geirrt hat.“

      Lieber Joachim Schuster,

      in dem Punkt möchte ich Ihnen hierdurch ganz entschieden widersprechen, denn seit einem gewissen Zeitpunkt darf ich sicher wissen, dass Rudolf Steiner betreffs dieser Dinge die Wahrheit sagte. Da ist ein Staunen in mir, seit mir bekannt ist, dass Steiner schon 1910 auf diese Möglichkeit hinwies, die mir viel später bei meinem Damaskus erlebbar wurde.
      Es ist Pfingsten und vergessen Sie nicht: Bei Gott ist alles möglich. Bei Gott ist kein Ding unmöglich.
      Alles Liebe !

    • Joachim Schuster sagt: 16. Mai 2016 at 22:11
      „Natürlich ist die Bibel voller Symbolik. Oder glaubt jemand wirklich daran, dass Adam und Eva die ersten Menschen waren, Moses das Meer teilte, Noah die Arche gebaut hat und Christus auf einer Wolke in den Himmel gefahren ist?

      Das hat doch überhaupt nichts mit Symbolik zu tun. Das sind Tatsachen an die ein paar milliarden Menschen glauben – Glaubenstatsachen. Das sind die Grundlagen der Bibel, des Christentums. Diese Beispiele haben Null mit Gleichnis oder Symbolik zu tun.

    • @Der Souverän

      Das hat doch überhaupt nichts mit Symbolik zu tun. Das sind Tatsachen an die ein paar milliarden Menschen glauben – Glaubenstatsachen. Das sind die Grundlagen der Bibel, des Christentums. Diese Beispiele haben Null mit Gleichnis oder Symbolik zu tun.

      Es ist grauenhaft, erschreckend, wenn auch nicht überraschend, mit welcher anmaßenden Selbstgefälligkeit hier die eigene Sichtweise als allgemeingültig und als einzig richtige hingestellt wird!

      Obwohl vermutlich gleichzeitig von „Toleranz“ geredet wird, bleibt in dem christlich-fundamentalistischen Weltbild in Wirklichkeit kein Platz für Juden, Moslems, Hindus, Buddhisten oder gar Atheisten. Da ist aber auch kein Platz für Christen mit abweichender Meinung, die die Bibel nur oder überwiegend symbolisch verstehen. „Die sollen die Bibel lesen“, wird gesagt, als ob sie das nicht täten! Als ob man nur durch Lesen nur zu einer Auslegung kommen könnte und keinesfalls zu irgendeiner anderen. Daß in der Realität durch Lesen die unterschiedlichsten Auffassungen entstehen, wird einfach ignoriert. Die eigene Sichtweise ist „richtig“, alles andere ist „falsch“! Basta!

      Das ist typisch für religiöse Fanatiker, das ist die Grundlage für Glaubenskriege! Religionen schaffen Unfrieden!

      @Michaela

      Außerdem wäre es angenehmer, wenn nicht bei jeder Gelegenheit dieser Steiner ausgebuddelt würde. – Ich denke, dies ist nicht der richtige Ort für religiöse Dispute, erst recht nicht für einseitige religiöse Propaganda.

      —–

      Allerdings zeigt dieser Disput, wie schwer es ist, selbst KenFM-„Anhänger“ (nenne ich mal so) unter einen Hut zu bringen. Eigentlich müßten wir doch in vielen Dingen aufgrund eines ähnlichen Informationsstandes ähnliche Auffassungen haben, die uns vom propagierten Mainstream unterscheiden. Trotzdem scheinen uns Welten zu trennen, was sich spätestens dann auswirkt, wenn die ähnlichen Auffassungen in gemeinsames Handeln umgewandelt werden müßten.

      Das ist etwas ernüchternd. – Kann sein, daß es mit religiösen Fanatikern besonders schwierig ist, weil sie nicht die Spur eines Selbstzweifels in sich aufkommen lassen und andere Auffassungen stets mit irgendwelchen Phrasen abtun.

    • @ Wolfgang Gerber: „Steiner ausgebuddelt“ und „einseitige religiöse Propaganda“

      Sie vermögen offenbar gar nicht zwischen Religiösem und Geisteswissenschaft zu unterscheiden. Mir scheint, dass der „Hut“, unter den Sie die „KenFM – Anhänger“ bringen wollen, unbedingt Ihr Hut sein soll.
      Hütchenspiele sind nicht so mein Ding. Manche wollen unbedingt Meinungsfreiheit ver-hüten, indem sie alle unter einen Hut bringen wollen.
      Es ist ein Hüter, den Sie noch nicht kennen. Ueberlassen Sie doch Wolfgang Schuster, Der Souverän und meiner Wenigkeit selbst, worüber wir wie kommentieren und ggf. wen wir zitieren.
      Wir sind hier nicht beim Zentralkommitee einer Hütchenspielerpartei, die immer Recht hat.

    • Wolfgang Gerber sagt: 17. Mai 2016 at 11:19
      @Der Souverän
      „Das hat doch überhaupt nichts mit Symbolik zu tun. Das sind Tatsachen an die ein paar milliarden Menschen glauben – Glaubenstatsachen. Das sind die Grundlagen der Bibel, des Christentums. Diese Beispiele haben Null mit Gleichnis oder Symbolik zu tun.

      Es ist grauenhaft, erschreckend, wenn auch nicht überraschend, mit welcher anmaßenden Selbstgefälligkeit hier die eigene Sichtweise als allgemeingültig und als einzig richtige hingestellt wird!“

      *
      Hier wird nichts hingestellt aus eigener Sichtweise, sondern die Schöfpungsgeschichte so wie sie in der Bibel geschrieben steht „zitiert“. Und dan der gibt es nichts zu deuteln, völlig unabhängig davon ob man sie glaubt oder als Märchen oder sonstwas betrachtet.
      *

      „Obwohl vermutlich gleichzeitig von „Toleranz“ geredet wird, bleibt in dem christlich-fundamentalistischen Weltbild in Wirklichkeit kein Platz für Juden, Moslems, Hindus, Buddhisten oder gar Atheisten. Da ist aber auch kein Platz für Christen mit abweichender Meinung, die die Bibel nur oder überwiegend symbolisch verstehen.“

      *
      Sehr richtig. Für falsche Darstellungen ist bei mir überhaupt kein Raum – nicht mal im Nanomillimeterbereich.
      *

      „Die sollen die Bibel lesen“, wird gesagt, als ob sie das nicht täten! Als ob man nur durch Lesen nur zu einer Auslegung kommen könnte und keinesfalls zu irgendeiner anderen.“

      *
      Wiederum sehr richtig. Nur wenn man weiß worüber man spricht, kann/sollte man mitreden.
      Wenn man über den Inhalt eines Buches spricht, sollte man diesen auch kennen, also gelesen haben. Du siehst das offensichtlich anders, was dir unbenommen sei – nur Gesprächspartner bist Du dann bei dem Thema (für mich) nicht.
      *

      Daß in der Realität durch Lesen die unterschiedlichsten Auffassungen entstehen, wird einfach ignoriert. Die eigene Sichtweise ist „richtig“, alles andere ist „falsch“! Basta!

      *
      Ignoriert wird eben nicht die unterschiedliche Auffassung, sondern dargelegt das eine Auffassung falsch ist. Würde man sie ignorieren, spräche man gar nicht darüber.
      Insgesamt bist Du doch sehr schwammig und ungenau in deiner Sprache.
      *

      „Das ist typisch für religiöse Fanatiker, das ist die Grundlage für Glaubenskriege! Religionen schaffen Unfrieden!“

      *
      Völlig falsch. Menschen schaffen Unfrieden, nicht Religionen.

      *

    • Es hat keinen Sinn, den Disput hier fortzusetzen. Ich bin sowieso der Meinung, dies ist der falsche Ort für religiöse Streitfragen, sofern es dafür überhaupt einen „richtigen“ Ort gibt. – Atheisten tragen nicht bei jeder Gelegenheit vor „Die Lösung liegt in der Gottlosigkeit!“ oder dergleichen. Dagegen fällt es religiösen Fanatikern schwer, eine vergleichbare Zurückhaltung an den Tag zu legen; das liegt in der Natur ihres Missionierungswahns.

      Jeder kann sich selber eine Meinung zu den Ausführungen des Souverän und zu meinen Ausführungen bilden. Es kommt ja darauf an, aus die Menge unterschiedlicher Informationen und Stellungnahmen sich möglichst zu jedem einzelnen Punkt eine eigene Meinung zu bilden, nichts unbesehen zu glauben. Zumindest das müßte jeder KenFM-„Anhänger“ begriffen haben.

    • Ich habe hier gar keinen Disput. Als Agnostiker fühle ich mich auch überhaupt nicht angesprochen. Auch wenn für mich die Existenz eines Erschaffers aus logischen Gründen gegeben ist.

    • @ Wolfgang Gerber:“…der falsche Ort für religiöse Streitfragen“ Bin für Geistesfreiheit. Wer anderen Menschen direkt oder indirekt vorschreiben will, welche Fragen sie stellen dürfen und welche nicht, ist ein Geistdespot.
      Mich interessiert schon, was Der Souverän zu sagen hat. Und mir selber geht es um Geisteswissenschaft, welche gerade durch Religiöse, durch Kleriker gezielt abgeschafft wurde, was meiner Auffassung nach die Probleme, die heute durch den einseitigen Materialismus der Denkweise da sind, begünstigten.
      Frageverbote sind nicht das Ding, was uns zu Lösungen hinbringt.

      Es braucht doch Menschen, die frei sind, selbständig zu denken, selbständig bestehende Verhältnisse in Frage zu stellen und um Lösungen zu ringen. Würde man sagen: “ Jesuitismus darf nicht hinterfragt werden.“, würde man durch solches Frageverbot verhindern, dass aufgedeckt werden kann, welche Verbindungen zwischen dieser Geheimgesellschaft und anderen Logen de facto da sind.

      Und würde man sagen: “ Rudolf Steiners Geisteswissenschaft darf nicht hinterfragt werden.“, würde man dadurch geradezu verhindern, dass die konkret vorhandenen Lösungsansätze aufgefunden werden können.
      Bin zwar keine offizielle Anthroposophin, doch z.B. Daniele Ganser ist intern anthroposophischer Kreise ein grosses Thema, und der hielt u.a. auch Vorträge im Goetheanum in Dornach/Schweiz. Habe mich jahrelang autodidaktisch mit der Dreigliederung des sozialen Organismus befasst und auch mit diversen Bänden „Zeitgeschichtliche Betrachtungen“ usw. und meine, dass diese Dinge es wert sind, hinterfragt zu werden.
      Frageverbote sind Denkverbote. und Denkverbote bringen uns nicht zur Erlangung von Erkenntnissen, die wir erlangen müssen, wenn wir Dinge verändern wollen.

  17. Beschuht trifft Unbeschuht!

    Trotz Tischplatte konnte einem durchdringenden Blick nicht verborgen bleiben: Ken war beschuht, Kai unbeschuht. Wer barfuß geht, achtet sorgsam auf spitze Steine, der geschützte Fuß kickt sie einfach weg. Der Eine bewegt sich, hochsensibel für den Nahbereich, zwangsläufig langsamer; der Andere fixiert sein Ziel und strebt ihm schnurstracks entgegen. Den längsten Teil der Gesprächsstrecke gingen der beschuhte Ken und der unbeschuhte Kai Hand in Hand und es war schön und spannend, dabei zu sein. Solche Geher braucht das Land!

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