KenFM am Telefon mit Christoph Hörstel über: Wahl in Venezuela

Die Macht der Vereinigten Staaten bröckelt.

Allein 2012 gab die USA 682 Mrd. Dollar für Rüstungstechnik aus. Doch der bloße Besitz von Hightech-Waffen beschert noch keine Siege. Im Gegenteil. Während an der Heimatfront Millionen US-Amerikaner auf staatliche Unterstützung, vor allem für Lebensmittel, angewiesen sind, begehren immer mehr der Länder, die bisher klar von den USA dominiert wurden, gegen die Supermacht auf.

Der Verzicht auf Lebensqualität im Inland führt nicht zu Erfolgen im Ausland. Und eine aufstrebende Macht wie China ist mit dem Konzept militärischer Übermacht ohnehin nicht mehr einzudämmen. Aber auch Länder, die im Vergleich zur Volksrepublik China wie Zwergstaaten wirken, brüskieren immer offener das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Nordkorea, Syrien, Irak, Iran. Jüngstes Beispiel: Venezuela. Der von Amerika mitunterstützte Putschversuch gegen Hugo Chavez vor ein paar Jahren ging nach hinten los. Das extrem erdölreiche Land trotzte und trotzt der amerikanischen Vorherrschaft. Unter Chavez wurde das Öl verstaatlicht, und Venezuela zu einem sozialistischen Land, direkt vor der Haustür des kapitalistischen Riesenreichs.

Hugo Chavez starb an Krebs, doch sein vor wenigen Tagen ins Amt gewählte Nachfolger Nicolás Maduro wird Chavez‘ Politik weiterführen. Während die West-Presse seinen Wahlsieg nur belächelt, da er in der Tat sehr knapp war, konzentriert sich KenFM im Gespräch mit Christoph Hörstel auf die Fakten, die wesentlich sind. Geopolitische Fakten.

Venezuela steht nicht allein, sondern ist zahlreiche Allianzen auf dem eigenen Kontinent sowie in Afrika eingegangen. Am bekanntesten sind hier die ALBA-Gruppe

http://de.wikipedia.org/wiki/Bolivari…ür_Amerika

und die ASA-Allianz.

http://amerika21.de/2013/02/78866/koo…

Des weiteren ist die größte Südamerikanische Konkurrenz für Nordamerika der Verbund der BRICS-Staaten, zu dem unter anderem Brasilien, China und Indien gehören.
http://de.wikipedia.org/wiki/BRICS-St…

Auch hier fühlt sich Venezuela freundschaftlich verbunden und ist mit seinem enormen Ölvorkommen wirtschaftlich interessant. Der Sieg Nicolás Maduros hat von daher mehr als nur symbolischen Charakter. Während sich die USA vor allem in Middle East immer mehr verzetteln, entsteht vor der eigenen Haustür ein immer selbstbewussterer Staatenverbund, der Amerika, einem Riesen, der wirtschaftlich auf tönernden Füßen steht, immer dreister die Stirn bietet. Geopolitik spannend wie ein Krimi.

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