KenFM im Gespräch mit: Diether Dehm (Die Linke)

Diether Dehm ist Pop und Politik. Während die von ihm geschriebenen Songs oft Chart-Erfolge wurden, kommt die Partei Die Linke, deren Vorgänger-Partei PDS er seit 1998 angehört, partout nicht an „die Spitze“. In der Bundesrepublik ist die globalisierungs- und kapitalismuskritische Partei durchgehend in der Opposition.

In einer Art parteiinternen Opposition sieht sich Dehm auch seit dem Aufkommen der als „neurechts“ verunglimpften Mahnwachen für den Frieden, auf deren Bühne er mehrfach auftrat und auch bei der Demonstration gegen die Kriegstreiberei des Bundespräsidenten Gauck teilnahm.

Über seine politische Laufbahn, die seit über einem Jahr anhaltenden Auseinandersetzungen und vieles mehr sprach er mit Ken Jebsen in einer weiteren Ausgabe von KenFM im Gespräch.

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3 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Diether Dehm (Die Linke)

  1. Ich habe mittlerweile schon einige Videos der Serie „KenFM im Gespräch“ angeschaut und bisher waren auch alle gut bis sehr gut. Das Interview mit Dieter Dehm allerdings war das Erste, welches mich wütend gemacht hat. Genau gesagt geht es um die Stelle, an der Herr Dehm sich dazu geäußert hat, dass es in Ordnung ist, sich gegen Gesetze zu wiedersetzen, wenn es aus dem richtigen Grund geschieht. Das Beispiel war Martin Luther King, der sich damals gegen die Rassentrennung wiedersetzt hat, was seiner Meinung nach in Ordnung ist. Das zweite Beispiel waren die Castor Transporte. Herr Dehm ist der Ansicht, dass es legitim ist zur Blockierung der Bahntrassen und der Behinderung des Transportes aufzurufen, weil seiner Ansicht nach die Atomenergie so gefährlich ist, dass sie abgeschafft werden muss und um das zu erreichen ist es in Ordnung gegen Gesetze zu verstoßen. Da frage ich mich allerdings, wer dann die Grenzen zieht? Bei welchen Themen darf man gegen das Gesetz verstoßen weil man es aus den richtigen Gründen und gegen ein falsches Vorgehen tut? Hat ein Sonder- und Heilpädagoge genug physikalische Kenntnisse um zu beurteilen, dass die Kernenergie derart gefährlich ist, dass es legitim ist, im Kampf gegen diese Kraftwerke gegen das Gesetz zu verstoßen? Ich bin da klar der Meinung, dass das nicht richtig ist. Wenn wir anfangen ein solches Verhalten zu tolerieren wird das im Chaos enden, weil jeder gegen alle möglichen Gesetzte verstößt, da er es aus den (in seiner Sicht) richtigen Absichten tut.
    Mir persönlich wird in diesem Beitrag zu locker mit dem Thema „Gesetzwidrige Handlungen“ umgegangen. Außerdem… die Arroganz über Kernenergie zu urteilen, ohne ein (auch nur annähernd) technisches Studium absolviert zu haben, ist für mich unbegreiflich.

    • @ Magnus Gohn: „…solches Verhalten zu tolerieren, wird das im Chaos enden,…“

      Was will man denn von Linken anderes erwarten, als dass sie ins Chaos führen ? Wer eine Neue Welt ORDNUNG schaffen will, muss erstmal ein CHAOS erschaffen, dass so gross wird, bis alle nach der neuen Ornung betteln.
      Und die Ideologie der Linken ist der historische und der dialektische Materialismus, durch den in letzter Konsequenz der Mensch in die Vertierung geführt werden soll. Tiere kennen zwar Naturgesetze und markieren ihre Reviere.
      Aber nur die schwächeren Tiere müssen die Duftmarken der Alphatiere respektieren !

      Hätten wir einen Rechtsstaat, müsste es doch so laufen: Richter, die die Gleichheit aller vor dem Recht durchsetzen sollen, ziehen in wissenschaftlichen Spezialfragen einen unabhängigen Gutachter zu Rate.
      Da sieht man, warum das Freiheitsprinzip bei der Wissenschaft gut aufgehoben ist.
      Es müsste eine unabhängige Wissenschaft die Frage der Atomenergie objektiv klären, und gemäss der Erkenntnisse, die zweifelsfrei sind, müsste dann der Richter im Sinne aller die dem gemässe Entscheidung durchsetzen.
      Und es kann in solchem Rechtsstaat keine Ueberwachung in dem Ausmass geben, wie wir sie heute haben, weil das Ideal der Gleichheit aller vor dem Gesetz verbildlicht ist durch die Justitia mit der Augenbinde.
      In der Wissenschaft hat Freiheit, Forschungsfreiheit am Objekt den ihr gemässen Ort. Da gehört keine Augenbinde hinein ! Wo Forschung betrieben wird, darf keine Augenbinde in Mode kommen.
      Die Augenbinde der Justitia macht dort Sinn, wo es darum geht, von der real existierenden Ungleichheit abzusehen, wo es darum geht, Ungleichheiten persönlicher Art auszublenden, um Gleichheit aller zu realisieren.
      Sie muss im Rechtsleben in Mode bleiben.

      Und diese Linken wollen einerseits Gesetze machen, dafür ist die Politik da. Doch uns Private wollen sie dann dazu bewegen, die Gesetze zu übertreten. Sie wollen nicht die Wissenschaft entpolitisieren, sondern sie wollen der wissenschaftlichen Forschung die Augenbinde überstülpen, bis nichts mehr erkennbar ist, bis nur noch ein Gender Schwachsinn dabei herauskommt, der leugnet, dass es Frauen und Männer gibt, der auch uns schwarz für weiss und grün für rot erklärt. Sie wollen keine UNABHAENGIGE Hochschule, in die weder Politik noch Wirtschaft reinpfuscht, sie wollen der Politik – also sich selbst – Exklusivrechte der Verwaltung der Hochschulen einräumen, so dass der Private Gründer einer Hochschule abgeschafft ist.

      Sie sind eine ABM Massnahme für Gerichte. Sobald das Chaos erst gross genug ist, haben Richter viel Arbeit.

  2. Lieber Ken,

    das ganze Gespräch und vor allem dein Gesprächspartner ist sehr interessant. Ich habe was die Kritik an deiner Person angeht eine ganz klare Meinung:

    Unrecht sollte benannt werden dürfen. Egal, wer dieses Unrecht ausübt. Auch eine provokante Formulierung sollte drin sein. Unter Meinungsfreiheit verstehe ich genau das. Das schlimme ist, dass man versucht aus solchen Formulierungen absolute Killer zu formen, die dich als Person und wirtschaftlich kaputt machen sollen.
    So missbraucht man falsche und bis ins extreme / perverse gesteigerte Politically correctness, um einen Menschen an den Rand zu drängen und kaputt zu machen. Diese Diffamierung sollten wir uns verbieten. So werden doch viele Kritiker des Systems an den Pranger gestellt, als verrückt / Verschwörungstheoretiker der Lächerlichkeit preisgeben. Das ist eine Meinungsdiktatur, die von den Mächtigen Meinungsmachern von oben nach unten durchgereicht wird.

    Aus diesem Grunde finde ich es großartig, dass das in den Sand treten bei dir nicht so funktioniert hat, wie sich das deine vorherigen Arbeitgeber vorgestellt hatten. Sondern, dass du dir deinen scharfen verstand, und auch eine scharfe Formulierung und Diskussionsführung beibehalten hast. Gerade das sind wichtige Werkeuge als Journalist und noch mehr als Mensch.
    Gerade diese Haarspalterei, war das jetzt angemessene Kritik oder bin ich eine Haaresbreite zu explizit, das ist doch ein Eiertanz. Wenn man sich über so mini Nuanzen bis in die Extase aufregt, erzeugt man doch einen super angepassten, und gehorsamen Menschen.
    Ich finde gerade deinen Ansatz genial. Der in Kritik weder vor linken, noch rechten, noch anderen Ländern oder deinem eigenen Land halt macht. Du bist, so wie ich das in den vielen Stunden in deinen Interviews erkennen kann, ganz generell gegen Ungerechtigkeit, Doppelmoral und Gewalt ganz egal, von welcher Seite. Ob dies den eignen Bundespräsidenten betrifft oder ferne Länder. Ich weiss nicht was an diesem Ansatz (Gleiches Recht für alle / Gleicher kritischer, gesunder Menschenverstand gegen alle) auch nur im entferntesten falsch sein soll.

    Was du für ein Kaliber bist hast du ja gezeigt mit der Qualität der Interviews, den herrausragenden Gesprächspartnern, der länge der Beiträge, dass du mal so eben 250.000 € für Griechenland gesammelt hast, was für ein riesen Erfolg. Und dass du dich seit Jahren halten kannst, durch freiwillige Spenden. Ich finde das spricht doch eine ganz deutliche Sprache, was dich angeht und deine Zuschauer.
    Und ich wurde durch deine Aufzeichnungen inspiriert, war das erste Mal in Düsseldorf auf einer Friedensdemo und werde auch nach Rammstein am 10.06.2016 kommen. Das du sogar bei dem einen oder anderen Zuschauer diesen Call for Action auslösen kannst, das sollte doch auch mal Erwähnung finden.

    Ich weiß, das war jetzt viel Positives am Stück… Negatives lässt sich so leicht äussern und das wird in unserer Gesellschaft in aller ausführlichkeit praktiziert… dann kann ich mir auch mal die Zeit nehmen, das Positive zu beleuchten.

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