KenFM im Gespräch mit: Dr. Daniele Ganser (Teil 2: NATO-Terror, 9/11, Ausblick und Lösungsansätze)

Dr. Daniele Ganser gehört zu den namhaftesten Historikern im deutschsprachigen Raum. Sein Buch „NATO-Geheimarmeen in Europa – Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung“ wurde 2005 veröffentlicht und in zehn Sprachen übersetzt. Es gilt als das Standardwerk zum Thema staatlich organisierter Terror. Diese Publikation machte ihn international bekannt.

Ganser leitet außerdem das Swiss Institute for Peace and Energy Research (SIPER – http://www.siper.ch), das auf dem Gebiet der Friedens- und Energieforschung tätig ist. Darüber hinaus lehrt der Schweizer Historiker Forschungen zum Fall 9/11. Allein die Existenz dieses Forschungsfeldes sorgte nicht nur in der Schweiz immer wieder für heiße Diskussionen. Auch Anrufe aus Washington blieben nicht aus.

KenFM traf Dr. Daniele Ganser in Basel und sprach mit ihm über NATO-Politik, Ressourcen- und Wirtschaftskriege, die Causa 9/11 und die globalen Vorgehensweisen des amerikanischen Imperiums.

Die zentrale Erkenntnis des Gesprächs: Wir befinden uns in einem Informationskrieg, und jeder, der über Zugang zum Netz verfügt, befindet sich an der Front.

http://www.siper.ch
http://www.danieleganser.ch

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2 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Dr. Daniele Ganser (Teil 2: NATO-Terror, 9/11, Ausblick und Lösungsansätze)

  1. Ich würde gerne auf zwei Punkte eingehen, die sich vor allem mit Lösungen befassen.

    Eine Sache, die mir immer wieder bei Beiträgen auffällt und die auch hier wieder aufkommt, ist die Rolle der Medien in der Frage der Lösungsansätze.

    Wenn über die Nachrichten im Fernsehen oder die großen Zeitungen gesprochen wird, wird eigentlich immer zu Recht festgestellt, dass diese nur noch einseitig berichten. Leider folgt darauf auch fast immer sinngemäß die Aussage: Aber die klassischen Medien sterben ja sowieso aus und wir haben ja jetzt zum Glück das Internet – dort können sich die Leute selbst das raussuchen, was sie interessiert.

    Das ist für mich ein bisschen so, als kümmert man sich nicht mehr um den Atomausstieg, weil die Leute ja alle anfangen, bei sich Solaranlagen zu installieren und Elektroautos zu fahren.

    Mal davon abgesehen, dass das Internet viele Aspekte beinhaltet, die mit Vorsicht zu genießen sind, halte ich es für sehr wichtig, die Wirkung und Wichtigkeit der klassischen Medien, vor allem des Fernsehens, nicht zu unterschätzen!

    Was kann man tun, damit wieder frei berichtet wird? Leider kenne ich mich mit den Strukturen in diesem Bereich nicht so aus, aber das würde mich mal interessieren.

    Mein zweiter Punkt, der ebenfalls immer wieder auftaucht und sich auch mit Lösungsansätzen befasst, sind die dezentralen Strukturen.

    Der Kapitalismus ist ein System, dass sich exponentiell entwickelt und auch seine Probleme (Werteverlust, Ellenbogengesellschaft, etc.) entwickeln sich exponentiell. Ich befürchte, dass wenn wir zu lange warten und nichts unternehmen, automatisch der andere Weg, den Dr. D. Ganser beschreibt, eingeschlagen wird: Dass wir Ressourcenkriege führen und uns gegenseitig umbringen.

    Es wird immer wieder der Fehler gemacht, nicht für die breite Masse zu denken. Die breite Masse interessiert es nicht, ob sie sich gerade vorm Fernseher bildet oder unterhält. Wenn sie könnte, würde sie sich nur unterhalten. Und die breite Masse hat nicht die innere Energie, sich gegen dieses System aufzulehnen.

    Diese dezentralen Strukturen und Lösungen sind natürlich nichts Schlechtes, doch sie reichen meiner Meinung nach einfach nicht aus, um genug zu bewegen. Die wahre Veränderung muss entweder von oben kommen oder wenn sie von unten kommt, dann braucht sie irgendeine Art von Führung oder Medium, das auch ein Gefühl der Gemeinschaft erzeugt.

    Ich denke, die Verhältnisse müssen geändert werden (-> Verzicht ist nicht sexy) und der Mensch passt sich an (hat z.B. beim Rauchverbot ja auch geklappt), nicht umgekehrt. Das denke ich nicht generell, aber für die aktuelle Situation sind wir in einem zu weit fortgeschrittenem Stadium, als dass wir nur von unten ein paar Änderungen versuchen und das, was oben passiert, einfach laufen lassen könnten.

    Ich verstehe auch nicht, warum sich nicht schon längst die „zweite Alternative für Deutschland“ (vielleicht nicht unbedingt mit diesem Namen) gegründet hat. Geben Sie mir die Leute und die Strukturen und ich schmeiße sofort mein jetziges Leben hin und gründe diese Partei!

    Danke für Eure Arbeit!

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