KenFM im Gespräch mit: Florian Kirner (a.k.a. Prinz Chaos II.)

Links!

Was bedeutet 2016 das Bekenntnis, „links“ zu sein?

Welchen Ursprung hat die politische Verwirrung „links“? Bedeutet „links“ zu sein, gegen „rechts“ zu sein? Wo fängt „links“ an? Wo hört es auf? Sind Befreiungsbewegungen „links“? Passt „links“ sein und hinter dem Imperium zu stehen zusammen?

Sind die Linken in Deutschland nicht längst Teil eines Staates, der klar „rechts“ steht und als Rechtsstaat Linke lokal und global gegeneinander ausspielt?

Einfache Fragen, auf die Ken Jebsen komplexe Antworten erhält. Im Interview mit dem Historiker und Amerika-Kenner Florian Kirner kommt das Gespräch, das im Oktober dieses Jahres aufgezeichnet wurde, auch auf Donald Trump.

Inhaltsübersicht:

00:10:44 Die Räterepublik und der Verrat der SPD an der Arbeiterklasse

00:21:39 Wie glaubwürdig ist Politik heute?

00:31:35 Erstkontakt mit KenFM und eine Analyse der Montagsmahnwachen

00:52:56 Der eigentliche Unterschied zwischen links und rechts

01:12:12 Nationalstaatlichkeit, fließende Grenzen und Europäische Einigung

01:16:22 Wandel der Herrschaftsmethodik: Wie politische Argumente durch soziale Angst und Repression abgelöst werden

01:24:17 Revolutionäre Organisationsstrukturen der Arbeiterklasse

01:30:42 Die „normalen“ Menschen und die Hybris der herrschenden Klasse

01:39:11 Techniken des Siegens: Welche Kämpfe des Humanismus waren erfolgreich und warum?

01:56:00 Prognose US-Wahlkampf: Wer wird nächste/r PräsidentIn, Trump oder Clinton?

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Florian Kirner gibt in dem Interview diverse Literatur- und Quellenhinweise. Nachstehend die Links zu den Hinweisen:

Rosa Luxemburg: Massenstreik, Partei und Gewerkschaften (1906)
Hier als PDF: https://www.marxists.org/deutsch/archiv/luxemburg/1906/mapage/

Robert Michels: Soziologie des Parteiwesens in der modernen Demokratie. Untersuchungen über die oligarchischen Tendenzen des Gruppenlebens. (1911)
http://www.ebay.de/itm/like/322266019792?lpid=106&chn=ps&ul_noapp=true

Nikolai Bucharin: Imperialismus und Weltwirtschaft (1917)
Hier als PDF: https://www.marxists.org/deutsch/archiv/bucharin/1917/imperial/

Wladimir Iljitsch Lenin: Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus. Gemeinverständlicher Abriß (1917)

Michele Foucault: Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses (1975)
https://www.amazon.de/Überwachen-Strafen-Gefängnisses-suhrkamp-taschenbuch/dp/3518387715

Doug Sounders: Arrival City. How the Largest Migration in History Is Reshaping Our World (2010). Die gleichnamige Deutsche Ausgabe hier: https://www.booklooker.de/Bücher/Saunders+Arrival-City/

Dokumentarfilm „Do not resist“: http://www.donotresistfilm.com

Meinhof-Biografie von Jutta Ditfurth: http://www.buecher.de/shop/biografien/ulrike-meinhof/ditfurth-jutta/products_products/detail/prod_id/23841520/

Peter Kropotkin: Die Große Französische Revolution 1789 – 1993
Band 1: http://gutenberg.spiegel.de/buch/-2977/1
Band 2: http://gutenberg.spiegel.de/buch/-2976/1

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55 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Florian Kirner (a.k.a. Prinz Chaos II.)

  1. Ei, wie der Linke doch wie ein Wahnsinniger darum kämpft (anstatt Nichtkampfprinzip), dass der Frieden, das Wissen um den Kapitalismus, etc. ihm alleine gehört. Und das ging und geht (leider immer noch) soweit, dass wenn Leute gut laufende Aktionen hinbekommen kritisiert, sofort besucht und „aufgeklärt“ werden.

    Und leider immer noch nicht eingesehen, darauf eingegangen, warum dann übernommene Aktionen unter dem Linken dann einfach nicht weiter (hoch) bzw. überhaupt irgendwie weiter laufen wollen.

  2. Zwischen den Zeilen lesen:
    Ab ca. Min. 2.00 die für mich deutliche Reaktion auf die Wahl eines Donald Trump. Die Elite lernt. Das ist unbestritten. Die Beschneidung der , noch, öffentlich zugänglichen, alternativen Medien wird kommen. Vielleicht ist es schon beschlossen. Die Umsetzung läuft an. Wirklich „zwischen den Zeilen“ muss man nicht „lesen“, bei den Ausführungen unserer Kanzlerin.
    Generaldebatte zur Regierungspolitik auf YouTube.
    https://www.youtube.com/watch?v=U4ev_0R2Xqo

    Mich durchfloss ein Schrecke, als ich die Rede von Frau Merkel hörte. Ganz abgesehen von der unsäglichen Verdrehung der Realität in Deutschland, Europa und der Welt. Die Anmerkungen zur „Meinungsmache“ in der veränderten Medienlandschaft ist erschreckend.

    • Nachtrag:
      Interessant ist der Beitrag von Sahra Wagenknecht. Für mich eine recht gute und treffende Zusammenfassung der aktuellen Situation in Deutschland, Europa und der Welt.
      Sehr aufschlussreich ist die Reaktion der Vertreter von CDU/CSU, SPD auf die Ausführungen von Frau Wagenknecht ab ca. Min. 18.00
      https://www.youtube.com/watch?v=j9d4xOKfgME
      Hier wird deutlich: Um Sachfragen und dem Versuch Politik für die Menschen zu gestalten, geht es schon lange nicht mehr. Sachdiskussionen werden bereits im Anfangsstadium ad absurdum geführt. Hier zeigen die Lakaien der Eliten wie weit sie sich vom „normalen Menschen“ entfernt haben und wie verächtlich man über die zu Regierenden denkt.
      Frau Wagenknecht reagiert hervorragend auf die Reaktionen aus den Reihen der Regierungsparteien.

      Mit dem Versuch sachlicher Diskussionen werden wir nichts verändern. Für mich ist das lange schon klar. Der Unterschied zwischen dem Lügner und dem Verlogenen? Der Lügner weiß, dass er die Unwahrheit sagt….. Hier haben wir es schon lange nicht mehr mit Lügnern zu tun. Der Versuch zu Überzeugen und so positive Veränderungen zu erzielen, mit diesen „Gesprächspartnern“, ist bereits beim ersten Atemzug zum Scheitern verurteilt. Nahe am Realitätsverlust, ist bei diesen Menschen glatt untertrieben. Und die Frage nach der Gesundheit derer, die diese Meinungen und die Politik der letzten Jahre verteidigen, sollte gestellt werden dürfen.

  3. Die Geschichte der Eisenbahnbrücke, die in England dazu benutzt wurde, beidseitig ein Transparent aufzuhängen auf dem steht, das die Brücke eine Streiklinie der Gewerkschaft der Bergarbeiter sei, fand ich Klasse!
    Super war das Verhalten der Lokomotivführer die ihre Dampfrösser anhielten, weil Sie sagten: Finden wir Klasse, wenn das eine Streiklinie der Gewerkschaft der Grubenarbeiter ist, dann fahren wir nicht dazwischen!

    Wie war der Spruch einmal bei Uns: Wenn dein starker Arm es will, stehen Alle Räder still!???? Lang ist es her!!!!!
    Wer hat Uns verraten? Sozialdemokraten!!!!!????? Oder waren es die vom Volk mehrheitlich demokratisch gewählten Volksvertreter der koalierenden Parteien, die sich gegenseitig in den manipulativen Talkshows dazwischen fahren?
    Klasse ist, das vom Volk immer mehr die 1. und 2. Reihe beidseitig von ARD und ZDF bestreiken!!!!!!!

    Ob sich eine Galionsfigur wie Jutta Dittfurth oder ein anderes politisches Zugpferd beliebigen Colors hinstellt, ist egal!
    Wer andere dahingehend beeinflusst, nicht an Veranstaltungen anderer Veranstalter teilzunehmen, weil Ihr die Meinung nicht in den Kram passt, versucht ja manipulativ zu verhindern, dass man sich eine eigene Meinung bildet, um eventuell bei einer Abstimmung nach eigenem Ermessen eine Gewissensentscheidung abgeben zu können.

    Und wer Andere bei Veranstaltungen einseitig beeinflusst, dass diese sich durch die einseitige Berichterstattung keine eigene Meinung bilden können, um bei einer eventuellen Abstimmung eine eigene Entscheidung zu treffen, versucht ja als Veranstalter manipulativ auf das Gewissen der Teilnehmer Einfluss zu nehmen, weil Ihm die mögliche Meinung nicht in den Kram passt, dass er als Veranstalter dahingehend auf die Geschicke der Wähler manipulativ Einfluss nimmt.

    Da auf diesem Planeten Alles mit Allem zusammenhängt, sollten Wir Alle lernen uns gegenseitig zu unterstützen, von einander zu lernen und uns unser Wissen gegenseitig mitteilen, indem wir einander zuhören und nicht dazwischen fahren, wenn uns jemand versucht zu erklären, wo die Streiklinie der bewegenden Ereignisse verläuft, damit wir den Dingen auf den Grund gehen und die Synapsen erkennen. Florian Kirner konnte seine Analyse des politischen Geschehens jedenfalls recht gut darstellen.
    Gut das es KenFm gibt

    Viel Grüße, Der Hund, Autor der Bücher „Scheiße – Voll angepisst!“ und „Scheiße – Voll beschissen!“ , Beide 2016 auf den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt veröffentlicht

  4. Jetzt habe ich mir auch den Rest angehört, und finde alles sehr aufschlussreich. Alles sehr interessant, alles erwähnenswerte Aspekt, gehe hier nur kurz auf das Ende des Interviews ein.
    Als „Funktionär des Optimismus“ erarbeitet Herr Kirner eine Strategie des Siegens. Wir müßten uns aus der Wahrnehmung befreien, immer nur verloren zu haben, da das nicht stimmt. Daß die herrschende Klasse feindliche Brüder sind, die sich super verstehen, so lange sie uns ausbeuten, aber sobald die Beute auf dem Tisch ist will jeder was für sich. Pessimismus ist Intellekt und Optimismus ist Willens.

  5. Es wird sich kein Aas um meinen Beitrag „scheren“! Gut so.
    Das interview mit Prinz Chaos ist in der Analyse zur Vergangenheit, gerade mit der der SPD hoch interessant und sehr gut vermittelt!
    Aber das stereotype „Geplapper“ über die AFD und die Rechten und die Faschisten heutzutage, ist total nervig, das sage ich als alter, bekennender politisch Linker.
    Radikale aus dem „Hasenzüchterverein“ der ( z.B.) NPD (und anderen rechten Gruppen) nebst Anhang sind genauso brutal und radikal wie mittlerweile die der Schlägertrupps der Antifa!
    Leute wie die der Antifanten und Pseudolinken demonstrieren mit Plakaten auf denen steht „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“ oder „we like Volkstod“….und dann muss ja quasie eine AFD entstehen….oder?…wo ist das Problem……………?
    Sapere aude Prinz Chaos………..

    • Zitat „Leute wie die der Antifanten und Pseudolinken demonstrieren mit Plakaten auf denen steht „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“ oder „we like Volkstod“….und dann muss ja quasie eine AFD entstehen….oder?…wo ist das Problem……………?“
      Ich sehe das Problem darin, dass hier wieder (durch die AfD) dafür gesorgt wird, dass der Widerstand gegen dieses Gesellschaftssystem in die Irre geleitet und/oder gespalten wird und damit die Machtverhältnisse für weitere (zu viele) Jahre zementiert werden.
      Die AfD propagiert den Neoliberalismus (wie er heute verstanden wird), schürt Fremdenangst, verhindert Solidarität. Sie zeigt mit dem Finger auf die Arbeitslosen und Ausländer, statt auf die Bankster und andere Verbrecher, agitiert gegen Flüchtlinge, nennt aber nicht die Ursachen. Sie gaukelt den Unzufriedenen eine Alternativer vor, die sie nicht ist.

  6. Florian Kirner hat auf wichtige Bücher für das dialektisch-historische Zeit-/Politikverständnis hingewiesen.
    Das Buch von Robert Michels: „Zur Soziologie des Parteiwesens in der modernen Demokratie. Untersuchungen über die oligarchischen Tendenzen des Gruppenlebens“ halte ich für besonders hervorhebenswert. Es ist hoch aktuell, besonders das von Michels dargestellte „Ehere Gesetz der Oligarchie“: Große Menschengruppen, z.B. Parteien, Gewerkschaften, Verbände, NGO’s bilden aus Effizienzgründen eine bürokratische Organisation heraus; Bürokratien führen zur Herausbildung einer Machtelite; die daraus folgende Oligarchisierung führt zur Korrumpierung dieser Machtelite.
    Mein Vorschlag wäre, selbiges im KenFM-Buchshop anzubieten und bei Gelegenheit zu besprechen.

  7. Interessant auch, was ich noch über die frühere SPD gelernt habe. Diskutabel ist von den politischen Vokabeln da für mich nur noch „Anarchismus“, wenn überhaupt. Man sehe sich doch mal die Lebensführung des italienischen Anarchisten Errico Malatesta an! Vorbildlich und hoffnungsträchtig waren doch immer nur einzelne Individuen! Brandt und Wehner in der SPD und Petra Kelly bei den Grünen. Rudi Dutschke und heute noch Lafontaine und seine Sarah und früher Heinrich Böll, damals Rosa Luxemburg. Und natürlich immer noch ein paar mehr. Aber die letzteren würden sich wohl im Grabe umdrehen, wenn sie sähen, was aus den Stiftungen geworden ist, die ihre Namen tragen!
    Eine große Bewegung oder Partei, die das Heil bringen kann, hat es noch nie gegeben. Es gab nur immer einzelne Leuchtpunkte in der glanzlosen Menge, die „heilig“ waren. Und die hoben sich deshalb so heraus, weil sie die seelische Benebelung hatten weitgehend durchdringen können, die sich die Menschheit mit diesen und jenen Gewaltsystemen geschaffen hat, in und mit denen sie jeweils mehr oder weniger komfortabel sich hat einrichten können. Bisher. Dass diese Gewalt-und Unterdrückungssysteme auf der Welt nur zur All- Katastrophe führen können, war den „großen Warnern“ in der gesamten Menschheitsgeschichte immer klar. Und jetzt ist es an der Zeit, dass sich diese Erkenntnis ausbreitet! Gewalt und Unterdrückung darf nirgends mehr akzeptiert werden. Wenn das gelingt, entsteht ganz von selbst das richtige „System“ überall. Nämlich Ko-Operation. Das Leben ist auf Ko-Operation aufgebaut und nicht auf gegenseitige Vernichtung. Nicht auf Kriegsführung und Ausgrenzung oder Ausmerzung von Leben irgendwelcher Art. Nirgends. Das ist nur eine Erfindung unserer erkrankten Art.

  8. Ich hatte früher immer gedacht „prinz chaos – was ist das für ein kasper?“ und habe mich nie mit ihm befasst. Ich wollte eigentlich auch dieses interview nicht anschauen. Irgendwie hatte ich heute abend aber so gar nichts zu tun und dann hab ich doch mal angefangen zu schauen, innerlich schon am grummeln „warum soll ich mir jetzt dieses interview anschauen, wenn es nur um die person kirner geht“. Aber dann wurde es interessanter und interessanter und war ein wirklich super angenehm zu schauender beitrag.

    • Danke.
      Dem kann ich nur beipflichten. Mir ging es genauso. Empathie, Kompetenz, Differenziertheit, und Verhältnismässigkeit scheinen bei Florian Kirner keine Fremdwörter zu sein. Ich werde die kommenden Beitrage von oder mit Florian Kirner nicht versäumen.

    • @Guten Abend Herr Martin (Jens Martin Schlatter?),
      sind Sie möglicherweise der Wikipedia-User J-m.s (https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Jensmartinschlatter.jpg).

      Wenn ja, können Sie mir bitte Ihre Beweggründe nennen, weshalb Sie sich auf diesem Portal aufhalten die Interviews, deren Veröffentlichung Sie teilweise zu verhindern versuchen, kommentieren?

      Beispiel:
      Der o. g. J-m.s hat direkt nach dem Interview von Professor Mausfeld mit Ken Jebsen in Wikipedia zur Person Professor Mausfeld folgendes geschrieben:

      „Vertreter einer Verschwörungstheorie“
      https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Rainer_Mausfeld&diff=156753409&oldid=156250482

      Und dann auch noch die Links zu dem Beitrag „warum schweigen die Lämmer“ und dem Interview mit Ken Jebsen in Wikipedia gelöscht und damit keiner die Änderung rückgängig machen kann folgenden Hinweis eingefügt : „Ich werde hier eine Teilsperrung des Artikels wegen Editwar beantragen.“ (23:41, 13. Aug. 2016 )?

      Wenn Sie nicht der User J-m.s sind, dann bitte ich Sie die Frage zu entschuldigen, sie ist auf keinen Fall unterstellend, sondern ausschließlich informativ gemeint. Ich werde diese Frage weiterhin trotzdem so häufig stellen müssen, bis ich eine nachvollziehbare Stellungnahme erhalte.

    • @Guten Abend Herr Holister (Klaus Jürgen Holister?),
      sind Sie möglicherweise der Wikipedia-User KlausH.

      Wenn ja, können Sie mir bitte Ihre Beweggründe nennen, weshalb Sie sich auf diesem Portal aufhalten die Interviews, deren Veröffentlichung Sie teilweise zu verhindern versuchen, kommentieren?

      Beispiel:
      Der o. g. KlausH hat direkt nach dem Interview von Professor Mausfeld mit Ken Jebsen in Wikipedia zur Person Professor Mausfeld folgendes geschrieben:

      „Vertreter einer Verschwörungstheorie“
      https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Rainer_Mausfeld&diff=15653409&oldid=156250482

      Und dann auch noch die Links zu dem Beitrag „warum schweigen die Lämmer“ und dem Interview mit Ken Jebsen in Wikipedia gelöscht und damit keiner die Änderung rückgängig machen kann folgenden Hinweis eingefügt : „Ich werde hier eine Teilsperrung des Artikels wegen Editwar beantragen.“ (23:41, 13. Aug. 2016 )?

      Wenn Sie nicht der User KlausH sind, dann bitte ich Sie die Frage zu entschuldigen, sie ist auf keinen Fall unterstellend, sondern ausschließlich informativ gemeint. Ich werde diese Frage weiterhin trotzdem so häufig stellen müssen, bis ich eine nachvollziehbare Stellungnahme erhalte.

  9. Ich nehme zentrale Punkte ab etwa 1:21:00 Min. wahr.

    Wo bei etwa 1:25:00 erneut von Herrn Jebsen gefragt wird, wie denn nun etwas zu organisieren ist. Ob die Menschen es einfach nicht merken.

    Die Antworten auf die im Interview gestellten Fragen, möchte ich gerne etwas anders ergänzen, bzw. beantworten.

    Es liegt nicht an der möglichen Intelligenz oder den fernbleiben ausreichender Intelligenz der Menschen, sondern an der Summe verschiedener Informationsstücke, die als Fragmente schwer verständlich sind.

    Was es aus meiner Sicht dazu bedarf: Kooperation, Vernetzung , Information und Lösungsansätze präsentieren.

    Information – auf der Ebene alternativer Medien und Berichterstattung kann den Menschen manches Unklare erklärt werden.

    Das reicht allein jedoch nicht.

    Denn welche Informationen sollen verbreitet werden?

    – ich schrieb vor kurzem schon in einer Antwort auf einen „Susan Bonath“-Beitrag etwas ähnliches, was ich hier kurz einfliessen lassen möchte.

    In dem Struktursystem, in welchem, wird häufig in Interviews von Herrn Jebsen die Frage gestellt, ob denn der einzelne Bürger das nicht merken würde, was gerade so schief läuft etc….

    Das etwas schief läuft, merken sehr wohl viele.

    Aber; es fehlen:

    1) die 72 Zeitungen ( die im Gespräch mit Florian Kirner erwähnt wurden), die erstens Informationen für und nicht gegen das Volk verbreiten. Also das Volk über einen bestimmten Sachverhalt umfassender aufklären.

    2) es fehlen die Ökonomen, die sich als Arbeitsgemeinschaft für und nicht gegen die Masse des Volkes verstehen. Die Ökonomen sollten kommende Lohnniveaus in Bezug zu steigenden Lebenshaltungskosten vernetzen und so ein kommendes Ungleichgewicht der Gesellschaft analytisch begründen.

    3) es fehlen die Rechtsanwälte, welche sich als Anwälte für die Bevölkerung der meisten Deutschen verstehen – welche nach der präzisen und vorausgegangenen Analyse ( der Lebenshaltungskosten & Lohnniveaus etc.) der Ökonomen die Gesetzesgrundlagen finden, welche gegen geltende Rechte der Menschen verstoßen.

    4) Es fehlen mindestens 1000 bis 10.000 Menschen, die den Anwälten eine Vollmacht für eine Sammelklage gegen geltende Rechtsverstöße erteilen, damit entsprechender Handlungsbedarf bei Gerichten, bzw. beim BVG ersichtlich wird.

    5) Die Informationen über vorhandene Missstände müssten noch stärker aufgeschlüsselt werden:
    – das kann in Gewerkschaften, Ortsverbänden – neu gegründeten Vereinen geschehen.

    -> wenn erst einmal eine Struktur in den jeweiligen Städten, kleineren Orten und Kommunen innerhalb Deutschlands geschaffen worden ist, die aktiv auf Missstände hinweist ( aber nicht einseitig, wie in Beitragen von Frau Bonath, wonach alles immer schlechter wird) und neben dem Hinweis der Missstände gleichzeitig die Analyse der Ökonomen [ siehe 2) ] miteinfliessen lässt, sowie im Anschluss an die Information auch das Angebot der Massenklage unterbreitet, dann bin ich sicher… kommt ein gewaltiger Stein ins Rollen…

    Es liegt im Grunde nur an den Menschen selbst – wer traut sich zu, die verschiedenen Berufsschichten miteinander zu vernetzen; wer die lokalen Ortsverbände etc. zu Gründen, bzw. dann auch die Verbindung zu Anwälten herzustellen?

    Es ist im Grunde logisch, wenn Menschen aus 3 verschiedenen Berufsständen ( Journalisten, Ökonomen, Anwälte) zusammenarbeiten auch etwas für die Massen herauskommen kann, wenn jede diese Branchen in sich organisiert ist und willens für das Volk als Lobby zu arbeiten und nicht für das schnelle Geld von Wirtschaftsindustrien.

    Das wäre aus meiner Sicht die Beantwortung der ab 1:21:00 gestellten Fragen.

    Jetzt liegt es nur daran, wieviele Menschen meine Gedanken verstehen und sich vernetzen können und wollen, damit es in Deutschland mehrere Anlaufstellen mit Informations- und Klagemöglichkeiten gibt.

    Der Fokus liegt wirklich auf: Sammelklagen. Nicht auf den zunächst einzelnen Interessen. Denn eine einzelne Klage gibt es häufiger in Deutschland. Sobald aber mehrere Tausend wirklich eine Sammelklage in Auftrag geben, bekommt die Sache ein anderes Gewicht…

    • Zu deinem Punkt 2: Diese Ökonomen gibt es, nur werden sie von den Massenmedien praktisch ignoriert. Und es sind wahrscheinlich zu wenige, dank unseres hervorragenden Bildungssystems (ironisch).

    • Und dann zu Punkt 4: Kann sein, dass es da Möglichkeiten gibt, wenn derartige Klagen überhand nehmen, aber diverse Gerichtsurteile lassen mich befürchten, dass man sich da zu viel verspricht.

    • Vielleicht auch noch die (zumindst vorläufige) Verhinderung eines großen Krieges der NATO gegen Russland, wobei andere Völker da auch ihren Beitrag dazu geleistet haben.

  10. ich habe meinen Kommentar zu diesem Interview schon oben hinterlassen.
    Wer noch über Weihnachtsgeschenke nachdenkt.
    1. Abo für KenFem
    2. Abo für Free21

    Ich konnte schon viele Menschen durch Free21 überzeugen.
    http://www.free21abo.de/

    Wer sich dem Konsum mit unseren Lebensmitteln (genannt Füllstoffe) entziehen möchte, hier eine Seite
    https://www.solidarische-landwirtschaft.org/de/startseite/

    Bin da selbst aktiv dabei. Freue mich immer wieder jede Woche darüber, dass ich Lebensmittel erhalte und dafür keine MwSt bezahlen muss. Ausserdem habe ich viel Freude in dieser Gemeinschaft und lerne sehr viel.
    Ein kleiner Beitrag um aus dem System auszusteigen.

    • Deine Vorschläge sind wirklich gut. Möchte ich bekräftigen. Für Lebensmittelkonsum gibt es vielerorts auch Einkaufskooperativen, die überwiegend regionale Produkte vertreiben. Da gibt es verschiedene Modelle. Wo es dies Möglichkeiten nicht gibt, könnte man sich auch überlegen, selber was aufzuziehen. Vorhandene entsprechende Initiativen in der weiteren Umgebung können da beratend helfen.

    • Ergänzung: Auf dem obigen Link (Soli.-Landwirtschaft) gibt es sicher auch dafür Rat und Ideen. Habe da erst mal nur kurz reingesehen.

  11. Ich bin jetzt bei Minute 106 und kann schon sagen, dass ich mich dem Tenor der bisherigen Kommentare anschließen kann, was das Niveau und das Informationspotenzial dieses Gespräches betrifft. Dass Prinz Chaos ein aufrichtiger intellektueller „Erheller“ ist mit viel selbst durchlebtem Wissen, denke ich, seit ich die ersten Videos mit ihm gesehen habe. Auf Konkretes möchte ich hier später noch eingehen.

    • In dem Kommentar von „wiebitte“ finde ich die bisher größte Ähnlichkeit mit meinen Gedanken und Bedenken. Mir fehlt bei dem ganzen klugen Gerede über politische Fakten und Strömungen hier wie auch sonst die Betrachtung der Menschheit insgesamt. Wenn immer nur die „Schuldigen“ oder die „Fehldenker“ oder die „Fehlhandler“ ausgemacht werden sollen, die natürlich dann alle „da oben“ sitzen und wie man gegen sie gewinnen kann, genügt das nicht. Es dreht sich damit dann immer nur alles erneut im Kreise, jedesmal mit ein bisschen mehr von diesem begrenzten politischen Wissen, aber doch letztendlich wieder ergebnislos und ratlos. Ich wünsche mir endlich eine weit tiefer gehende, größer gefasste Debatte über die offensichtliche Fehlentwicklung dieser Zivilisation, die mit dem Zeitalter der Technik, basierend auf der descartianischen Vorstellung einer Welt als Megamaschine im 17. Jahrhundert sich in rasender Geschwindigkeit weiterentwickelt hat. Dass dem allem der Fehlgriff der Menschheit zur bedingungslosen Gewalt gegenüber der Schöpfung schon lange vorausgegangen ist mit dem Beginn der patriarchalen Viehzüchterkultur, wird immer noch nur von den wenigsten gesehen, oder wird es willentlich übersehen?
      In diesen politischen Debatten wird immer von Unterdrückung geredet. Ist ja auch so weit 0.K. Aber was bedeutet den diese Unterdrückung überall? Es bedeutet die generelle Akzeptanz von Gewalt! Und da frage ich mich schon immer wieder, warum eigentlich nie tiefer greifende philosophisch-psychologische Gespräche über Gewalt an sich geführt werden? Über dasjenige Grundprinzip, dass seit tausenden von Jahren auf diesem Planeten vorherrscht? So sehr, dass die Mehrheit inzwischen zu glauben scheint, dass Gewalt dem Menschen eingeboren sei? Ich glaube dies nicht und ich kenne auch etliche andere, die das nicht glauben. Ist es also folglich gar nicht erst wert, diskutiert zu werden? So lange dieser Fehlglaube an Gewalt nicht mehr angerührt wird und sich dabei nicht jeder an seine eigene Nase fasst, wird es keine heilende Wende geben.

    • Ich gebe 3 Stichworte: 1.Chemtrails(Geo-Engineering) – 2. Satanismus – 3. Taditionelle,hochtechnisierte, ständige Abschlachtung gewaltgezüchteter und vergewaltigter Lebewesen für eine Ernährung, die krank macht und die ganze Welt verwüstet und vergiftet!
      Warum werden diese drei Krebsgeschwüre unserer Spezies in den Debatten über Politik -in den Köpfen der Debattierenden so konsequent als Thema ausgegrenzt?
      Prinz Chaos ist ein gut gewählter Name, denn in dieser Art Ordnung ist das Chaos noch immer das Beste.

      Prinz Chaos nennt die Gefahr der Umweltvergiftung und als Beispiel das Aluminium in den Deos. Doch solche Deos muss man ja nicht benutzen, aber die Luft, die womöglich mit Aluminiumpartikeln in Nanogröße geschwängert ist, müssen wir alle einatmen!

  12. Endlich erhalten wir die Gelegenheit auch mal die Person hinter der sympathischen Stimme von „Prinz Chaos 2“ kennen zu lernen. Meine, ohnehin nicht so geringen, Erwartungen wurden weit übertroffen. Florian Kirner hat mich doch sehr beeindruckt als auch begeistert. Für mich persönlich zugleich das bisher interessanteste und spannenste KenFM-Gespräch. Vielen Dank dafür!
    Was mich bei all dem Politgeschwurbel immer wieder den Kopf schütteln lässt, ist, dass zwar viel über Geschichte, Politik, Religion, Wirtschaft usw. geredet und dort verortet wird, aber die all dem zugrunde liegende Realität der irrationalen Natur des Menschen nicht als der eigentliche Gestalter der ganzen Geschehnisse identifiziert wird. So als gelte es, dieses letzte Eingeständnis als ein ewig zu hütendes Tabu stets zu bewahren. Ist der Mensch und seine Irrationalität an den Pranger zu stellen? Nein! Aber was soll es bedeuten, ewig und in immer neuer Form an Systemen des Wirtschaftens und Zusammenlebens rumzudoktorn, statt zu einer Selbsteinschätzung zu kommen, wie wir im Grunde eben ticken und daraufhin geeignete Regeln des Zusammenlebens abzuleiten? War den der Marxsche Ansatz als auch die Gewaltenteilung jemals was anderes als eben dahingehende Versuche? Kann irgendwas, was vom Menschen kommt denn nicht sozialer Natur sein? Dann Bitteschön, reden wir doch auch von Soziologie und nicht von irgendwelchen akademischen Götzen!
    Ein Autor schrieb jüngst, das die heutige Krise in Wahrheit eine ethische Krise sei. Ja! Und das war sie doch schon immer! Nun, im Bestreben zu einer Weltordnung, wird dies besonders deutlich. Lässt sich das Scheitern der hegemonialen Bestreben denn ernsthaft anders interpretieren? So intellektuelle Stilblüten wie Geopolitik ist heute in aller Munde, aber für eine weltweit idiotisch vernachlässigte Sozialität finden sich keine Worte. Meint denn wirklich irgendjemand ernsthaft, das sich eine Weltordnung auf Raffgier, Rücksichtslosigkeit und Überhebung Weniger aufbauen ließe? Oder auf Ideologien? Wie doof ist das denn?
    Und so finden sich zum Abschluss dieses Gesprächs auch die richtigen Empfehlungen an die Zuhörerschaft: „normale Leute wie Rosa Parks“. Oder wie Ken es am kürzesten bringt: „Nö“.

    • „Meint denn wirklich irgendjemand ernsthaft, das sich eine Weltordnung auf Raffgier, Rücksichtslosigkeit und Überhebung Weniger aufbauen ließe?“

      Sehr schön. Langfristig haben diese Methoden keine Chance.

  13. „Globalität gibts schon länger“ Min. 1:02:30

    Ja, aber schon viel länger als Coca Cola und Siemens. Man kann zwar nicht den genauen Zeitpunkt bestimmen, aber man weiß ab wann genau Globalisierung/Globalität zum ersten mal auftrat.

    Nämlich ab dem Zeitpunkt, als sich die Ersten zwei Menschen zum ersten Mal begegnet sind. Das dürfte auch der Anfang der Wirtschaftsglobalität gewesen sein.

    Globalisierung ist so alt wie die Menschheit selbst.

    Sie hat sich einfach nur entwickelt, aufgrund technischer Neuerungen und Zuwachs an Menschenkindern – so einfach ist das.

    • Einspruch:
      Globalisierung – da steckt das Wort Globus drin.

      „der Vorgang, dass vor allem wirtschaftliche Fragen nicht mehr nur innerhalb eines Landes relevant sind, sondern eine weltweite Ausdehnung bekommen.“

      Mit 2 sich begegneten Menschen hat das nichts zu tun. 🙂

    • Einspruch abgelehnt

      Was werden die ersten Menschen wohl gemacht haben wenn sie sich das erste mal begegneten?

      Sie haben nicht nur Erfahrungen getauscht, sondern auch Waren geteilt, verteilt oder/und getauscht. So ist der Mensch nun mal gestrickt. Als Eigenbrötler oder Eremit hätte er sich auch nicht weiterentwickeln können. Jedenfalls nicht in dem Ausmaß und Geschwindigkeit.

      Weltweiter Handel ist so alt wie die Menschheit. Selbst dann wenn es nur 2 Menschen gab und diese sich nur 20 km entfernt voneinander aufhielten/lebten/wohnten.

    • Es geht um Definitionen von Begriffen – und nicht um Rechthaberei.
      Man kann natürlich alles sebst definieren, dann weis der andere aber nicht mehr über was gesprochen wird.
      Das ist nicht zielführend.
      Nach Ihrer Logik müssten dann Globalisierungsgegner gegen das Handeln von 2 Personen sein, die 20 km von einander entfernt sind. Das ist nicht schlüssig. 🙂

    • Versuche eine andere Perspektive als Vermittlung: jeder Mensch ist „globalisiert“, sogar darüber hinaus, trägt er den ganzen Kosmos in sich, zum einen wegen der kosmologischen Zusammenhänge die zur eigenen Existenz führen (z.B. würde es kein Leben auf der Erde geben, wenn die Sonne weiter weg oder näher wäre etc.) als auch wegen der Materie die uns aufbaut (Sternenstaub). Genauso tragen wir die Erde/ Globus in uns, die uns ernährt etc. Wir tragen auch den Globus in unserer Menschheitsgeschichte, wir kommen aus Afrika und sind viel gewandert…

      Ich bin trotzdem gegen Globalisierung (wirtschaftspolitischer Definition), weil ich gegen die Ausbeutung von Mensch „und“ Natur bin. Wenn wir in kleinen, für uns überschaubaren Zusammenhängen und Regionen leben würden, wo wir sofort und vor Ort sichtbar eine Rückkopplung unserer ausbeuterischen Aktionen hätten, wäre die Gefahr eines Riesenknalls viel geringer. Die Rückkopplungen wären schneller und mit kleineren Auswirkungen, unsere Umwelt würde Ausbeuter direkt abstrafen. Momentan stauen sich viele negative Eingriffe an, in irgendwelchen vergessenen Teilen der Erde und wir merken es nicht…bis es knallt.

      Also beides ist richtig. Globalisierung gab es bereits als sich 2 Menschen trafen (und schon davor) und wirtschaftlich erst seit „kurzem“ (so die letzten 500 Jahre sich beschleunigend).

    • „Nach Ihrer Logik müssten dann Globalisierungsgegner gegen das Handeln von 2 Personen sein, die 20 km von einander entfernt sind. Das ist nicht schlüssig.“

      ??? Hä??

      Du solltest dich mal mit dem Begriff Logik und Logik als solcher auseinandersetzen.
      Es ging darum ab wann es Globalisierung gibt. Der frühest mögliche Zeitpunkt ist der, als Menschen (Plural!) auf der Erde wandelten. Zweite Vorraussetzung ist eine gewisse räumliche Distanz zwischen mindestens zwei Menschen die sich noch nicht begegenet sind. In dem Moment als sie sich begegneten, fand zum ersten mal in der Menschheitsgeschichte Globalisierung statt – das ist doch völlig klar.

      Räumliche Distanz, z.B. 1000 oder 5000 km ist keine Bedingung für Globalisierung.
      Mal wieder das „weise“ Lexikon

      Globalisierung, die |Globalisierung|
      weltweite Verflechtung in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Kultur !!!u. a.!!!
      die Gobalisierung der Finanzmärkte, der Wirtschaft | das Zeitalter der Globalisierung

      Wenn sich nun die ersten beiden Menschen auf der Erde trafen, trat genau das ein – Globalisierung.
      Auch dann wenn sie nur 20 km entfernt voneinander ihren „gewöhnlichen Aufenthalt“ hatten.

  14. Herzlichen Dank an Florian Kirner für diese wunderbaren, informativen zwei Stunden. Sehr interessant und lehrreich sind die geschichtlichen Zusammenhänge, die er immer wieder herstellt. Gerne mehr davon! :o)

    Außerdem finde ich es erfrischend, dass er sich beharrlich weigert, auf den „wir super – die anderen dämlich“ – Zug aufzuspringen.

    Menschen haben viele Beweggründe, Dinge zu tun oder eben nicht – die kann man persönlich vielleicht nicht nachvollziehen, aber das macht den anderen nicht zwangsläufig „dumm“ oder „blind“ oder „feige“.

  15. Wie, kein intelligentes Sie? Stattdessen ein dummes Du?

    Wenn jetzt noch die Erkenntnis folgt – am besten hervorgerufen oder erabeitet durch ein Studium über die Entstehung, Verwendung, Anwendung und Zweck des Duzens und Siezens – warum Siezen (vorsichtig ausgedrückt) nachteilig für und auf Zusammenhalt wirkt, dann bin ich guter Dinge, das Ken irgendwann das dumme Du aus seinem Wortschatz streicht.

  16. danke für dieses sehr interessante Interview. Und Florian Kirner hat recht, wenn er darauf hinweist, dass es auch schon sehr viele erfolgreiche Dinge gegeben hat, die vom Bürgertum bzw. von den Menschen ausgingen.
    Wieder mal viel gelernt und gute Hinweise bekommen, wo ich mein Wissen noch erweitern kann.
    Zu Hartz IV – damit das Versicherungsgesetz ausgehebelt. Sagte ich auch immer – Versicherungsbetrug.

  17. Kirner beschreibt auch meine Erfahrungen: Die „Macher“ werden von den meisten (antikommunistischen) Berufs-Linken nur ungläubig beobachtet, nach dem Motto „Links von uns gibt es nichts“, und „wir passen mal auf dass das nicht faschistische Ausmaße annimmt“.

    Kern des Antikommunismus ist „der Mensch ist in seinem Wesen schlecht“ – folglich „immer schön beobachten“.

    Das macht die „verbildete“ Linke in meinen Augen viel gefährlicher und dogmatischer als den unvoreingenommeneren Afd-Wähler.
    Nicht umsonst wurden die Sozialdemokraten auch als „Steigbügelhalter“ der NSDAP bezeichnet.

    Damit der Mensch sich selbst vertrauen kann, muss er erstmal die ganzen Vorurteile über sich loswerden, die ihm 24/7 in Film und Fernsehen vorgesetzt werden. – das Internet macht es möglich.

    Aber auch das System muss sich ändern, denn der „Spielraum“ den der Mensch im Kapitalismus zur Verfügung hat, ist nun einmal ein Spielcasino, in dem Empathie höchstens ein guter Bluff ist.

    • „Sozialdemokraten auch als „Steigbügelhalter“ der NSDAP“

      Dieser Punkt ist mir auch aufgefallen.
      Schnell wird der Zusammenhang zwischen deutsch-völkisch-nationalsozialistisch hergestellt,
      das völkische Israel wird nur halbherzig kritisiert und von großen Teilen der Linken das völkische Projekt Kurdenstaat aktiv unterstützt.
      Hingegen wird der Weg des Nationalsozialismus über den Sozialismus hintangehalten. Aussagenz.B von Göbbels (“Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir deutsche Linke! Nichts ist uns verhasster als der rechtsstehende nationale Bürgerblock”) belegen diesen Zusammenhang.
      Die Globalistische Linke , die in der Praxis wieder die Vereinigung von Kapitlinteressen in der Politk wiederspiegelt (durch Finanzierung wunderbar gelenkt) ist in ihrem Internationalsozialismus dem Nationalsozialismus durchaus ähnlich.
      „Die offene Gesellschaft“ dient in der Praxis der Kumulation des Kapitals und folglich der Macht, die Masse der Menschen wird der Willkür der Macht ausgesetzt.

    • Jedenfalls ist die künstliche Verkomplizierung, die Verwirrung, die Spaltung nahe an der Perfektionsgrenze angelangt.

      Links ist Rechts, Rechts ist Links, Nazis sind Friedensaktivisten, Friedensaktivisten sind Nazis und ein X ist ein U. Sanktionen sind All-Heilmittel und Heilmittel sind Gifte.

      Wir haben es wahrlich weit gebracht…

    • Die Aussage von Göbbels :
      “Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir deutsche Linke! Nichts ist uns verhasster als der rechtsstehende nationale Bürgerblock”
      Was soll das beweisen? Das ist doch Manipulation und Propaganda in Reinkultur.
      Glauben sie den Reden eines Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda?
      Mit solchen Aussagen (heute) versucht man sich rein zu waschen und alle Sauereien den Linken in die Schuhe zu schieben!
      „Alle Linken sind Faschisten“ – das ist dann die Erkenntnis!?

    • „Jedenfalls ist die künstliche Verkomplizierung, die Verwirrung, die Spaltung nahe an der Perfektionsgrenze angelangt.“

      Das ist Tarnung & Verwirrung und soll die Orientierung erschweren.

    • „Nicht umsonst wurden die Sozialdemokraten auch als „Steigbügelhalter“ der NSDAP bezeichnet.“
      Das ist sicher richtig.
      Aber ist den die SPD links?
      Klares „NEIN“.
      Davon sollten wir uns verabschieden.
      Wenn man die SPD als links sieht, ist es nur ein kleiner Schritt dann auch der NSDAP als linksfaschistisch zu sehen.
      An Ihren Taten sollt ihr sie erkennen.
      Das trifft auch leider in Teilen auf „Die Linke“ zu.

    • @ schwarz ist weiß

      Der Göbbels hat das genau so gemeint, denke ich.
      Der Sozialismus bietet die Möglichkeit zu Kontrolle unter dem Vorwand und tatsächlichen Handlung der sozialen Gerechtigkeit . Die soziale Gerechtigkeit ist eine Frage der Definition und die Praxis des Sozialismus ist von Ausschluß begleitet. Die totale Kontrolle unter dem Vorwand sozialer Gerechtigkeit und Sicherheit ist auch aktuell Thema.

    • „Der Göbbels hat das genau so gemeint, denke ich.“
      Schau mal wer die Nazis finanziert hat. Deutsche Linke? Absurd!
      Die Linken sollten geködert werden.

      „Der Sozialismus bietet die Möglichkeit zu Kontrolle unter dem Vorwand und tatsächlichen Handlung der sozialen Gerechtigkeit . Die soziale Gerechtigkeit ist eine Frage der Definition und die Praxis des Sozialismus ist von Ausschluß begleitet. Die totale Kontrolle unter dem Vorwand sozialer Gerechtigkeit und Sicherheit ist auch aktuell Thema.“

      Von sozialer Gerechtigkeit kann ich in der Gesellschaft NICHTS erkennen.
      Der Kapitalismus bietet die Möglichkeit zu Kontrolle unter dem Vorwand der Sicherheit und des Kampfes gegen den Terror!
      Das passt schon eher in die Zeit.

      Die Kontrolle im Sozialismus war in erster Linie der Existenz des Kapitalismus geschuldet und wurde dann zum Selbstläufer. Damit will ich nichts beschönigen. Das war ganz klar menschenverachtend.
      Man hatte Angst vor einer Konterrevolution und wollte die Fäden in der Hand behalten.
      Auch niedere Beweggründe der Leute von der Sicherheit spielten eine Rolle, die sie als Verteidigung des Sozialismus tarnten.

  18. Herr Kirner ist ein Fundus an Wissen und Einsicht. Es ist eine Freude seinen Ausfürungen zuzuhören und daraus eigene Möglichkeiten zur Aktivität abzuleiten.

    Als Randnotiz; sehr schön auch gegen Ende die Erwähnung des nahezu vergessenen Thomas Müntzer im Gegensatz zum überhöhten Martin Luther, der sich dem Adel andiente und das Himmelreich einmal mehr auf’s Jenseits verschob.

    Passend auch zum erwähnten aufs Schild gehoben werden.

    Ein ausgezeichnetes Interview.

  19. Der Florian Kirner übernimmt die von den Neocon-Globalisieren vorgegebene Sichtweise zur Massenmigration, die von bedauernswerten Flüchtlingen spricht.
    Belegt ist die Planung und sichtbar die Wirkung der Massenzuwanderung als Mittel der Zerstörung der Gesellschaft. Spalte und herrsche. Der Erfolg dieser Spaltung ist unübersehbar. Wenn heute keine Grossdemonstrationen gegen die sich bedrohlich ausweitenden Kriege Zustande kommen, ist dies auch eine Folge der Migrationspolitik, die von den „Neocon-Linken“ begeistert mitgetragen wird.

    • Ich denke Herr Kirner, KenFM, sowie die meisten Gäste und Nutzer von KenFM sind sich der Tatsache bewußt, daß Massenmigration durch interessierte Kreise instrumentalisiert wird.

      Es gibt bei KenFM zahlreiche Erwähnungen. Auch über Feindbildgenese und Identitätsstiftung.

  20. Von Prinz Chaos hatte ich eigentlich keine oder nur eine verschwommene Wahrnehmung.
    Nch diesem Gespräch muss ich sagen, sehr sympathisch, sehr kenntnisreich, geschichtsbewusst und höchst aktiv auf vielen Ebenen. Ich wünsche Prinz Chaos II. viel künstlerischen Erfolg auf vielen Bühnen und hoffe, dass uns Florian Kirner seine lebendigen Analysen und Einschätzungen des politischen Geschehens in der Welt noch recht oft darstellen kann.
    Ich habe gerne zugehört, habe viel gelernt und wurde animiert den uns bewegenden Ereignissen mehr auf den Grund zu gehen. Alles hängt mit allem zusammen.

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