KenFM im Gespräch mit: Hannes Hofbauer („Feindbild Russland“)

„Journalismus ist etwas zu veröffentlichen, was andere nicht wollen, dass es veröffentlicht wird. Alles andere ist Propaganda.“ – George Orwell.

KenFM traf sich mit Hannes Hofbauer in Wien. Hofbauer ist Wirtschafts- und Sozialhistoriker und hat als Autor aktuell das Buch „Feindbild Russland“ veröffentlicht.

In diesem Buch wird bewusst nicht ein weiteres Detail der Krim-Krise in noch kleinere Teile zerlegt, um es begutachten zu können, es geht viel mehr um das Verhältnis Europas zu Russland an sich.

Dieses Verhältnis erinnert immer mehr an eine Langzeit-Ehe, bei der Mann und Frau weder miteinander, noch ohne einander können. Nur müssen sie sich dennoch zusammenraufen, da sie sich eine gemeinsame Wohnung teilen.

Hannes Hofbauer begann vor Jahren als Autor beim Promedia-Verlag und ist dort nun auch als Verleger tätig. Der Schwerpunkt des Hauses liegt vor allem beim politischen Sachbuch. Dazu wird Kulturgeschichte und sozialwissenschaftliche Literatur verlegt.

Hofbauer und der Promedia-Verlag haben ein Händchen für gedruckte Perlen. Man spürt bei jedem Buch, das sie verlegen, dass die Österreicher nicht den Massenmarkt anpeilen, sondern Bücher unter die Leute bringen möchten, die eher bildenden Charakter haben. Dieses Konzept geht auf.

Wer nach all den Mainstream-Veröffentlichungen zu Russland etwas sucht, das unser europäisches Verhältnis zu Russland größer klammert und dabei den Horizont erweitert, ist mit „Feindbild Russland“ auf einer Seite, die er noch gar nicht als solche erkannt hat.

Inhaltsübersicht:

ab 00:09:00 „Feindbild Russland“ – Einführung in eine historische Rezeptionsgeschichte

ab 00:22:10 Machiavelli-Politik – NATO-Osterweiterung und die Bedeutung der Krim für die Ukraine

ab 00:30:38 Europäischer Kolonialismus und eine gespaltene Ukraine

ab 00:36:19 Stepan Bandera zwischen nationalistischer Heldenverehrung und Angstfigur

ab 00:41:21 Politik Putins: Jelzins Erbe und das Bestreben für einen Ausgleich zwischen Volk und Kapital

ab 00:52:58 Maidan 2014: Europäische Unterstützung für den Putsch in Kiev

ab 01:02:53 Putins Syrien-Politik und der gemeinsame „Krieg gegen den Terror“

ab 01:11:58 Russlands Umgang mit Homosexualität

ab 01:15:37 Die Krim – Annexion oder Sezession?

ab 01:21:09 Wider der Vernunft: EU-Sanktionspolitik gegen Russland

ab 01:25:19 Umorientierung – Russlands neue politische Partner

ab 01:40:41 „Wir leben in gefährlichen Zeiten“- Krieg oder Frieden in Europa

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34 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Hannes Hofbauer („Feindbild Russland“)

  1. Strategische Kommunikation der EU, um gegen sie gerichteter Propaganda,von Dritten entgegenzuwirken

    In der Erwägung, dass sich die EU dazu verpflichtet hat, sich bei ihrem Handeln auf
    internationaler Ebene von Grundsätzen wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Achtung
    der Menschenrechte und der Grundfreiheiten, Medienfreiheit, Zugang zu Informationen,
    Meinungsfreiheit und Medienpluralismus leiten zu lassen, wobei Letzterer jedoch
    gemäß dem Völkerrecht, einschließlich der Europäischen Menschenrechtskonvention,
    bis zu einem gewissen Grad eingeschränkt werden kann;

    http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//NONSGML+TA+P8-TA-2016-0441+0+DOC+PDF+V0//DE

  2. „Krater für den Frieden
    Wie der militärisch-industrielle Komplex die Abrüstung überlebte
    Nach offizieller Lesart tragen die Sowjets bis heute die Alleinschuld an der deut-
    schen Teilung, dem Kalten Krieg und dem Rüstungswettlauf. Doch: 1959 war die
    Erd-Atmosphäre durch die Atomtests radioaktiv verseucht und der sowjetische
    Staatschef, Nikita Chroustschow, forderte vor den Vereinten Nationen ein Ende
    des Rüstungswettlaufs und ein Ende aller Atomtests.
    Gleichzeitig wollte er einen Friedensvertrag für ein vereinigtes und neutrales
    Deutschland. Diese Vorschläge sollten auf einer Gipfelkonferenz im Mai 1960 in
    Paris von den alliierten Siegermächten verhandelt und beschlossen werden.
    Doch durch gezielte Provokationen änderten die USA den Lauf der Geschichte zu
    Lasten Russlands, Deutschlands und Europas für die nächsten 29 Jahre. WIE? und
    WARUM? Wie gelang es den USA, die Abrüstung und ein neutrales Gesamt-
    Deutschland zum Scheitern zu bringen? Warum werden wichtige Atomversuche in
    Patagonien bis heute verschwiegen, dafür aber eine „heldenhafte Entführung“
    eines Nazi-Kriegsverbrechers durch den Mossad erfunden?
    Auch das Erdbeben 1960 in Chile, das bisher stärkste in der Menschheitsgeschichte,
    gilt nach wie vor als Naturkatastrophe – und nicht als durch die US-Atomversuche
    ausgelöst. Bis heute wird die Weltöffentlichkeit über diese Katastrophen schamlos
    belogen.
    In den Archiven der USA, der Bundesrepublik, Argentiniens und der Katholischen
    Kirche indessen, finden sich Dokumente, die ein Licht auf die wahren Ereignisse
    und auf die Machenschaften von CIA und Pentagon werfen. Aus den Recherchen
    zu den Hintergründen entstand der Dokumentarfilm „Krater für den Frieden“, der
    mit Zeitzeugen und frei gegebenen und eingeklagten Dokumenten bisher sorgfältig
    versteckte Zusammenhänge aufdeckt…“

    • Krater für den Frieden

      1:11 „… eine Welt ohne Waffen …“

      https://www.youtube.com/watch?v=UFzVn740rf8

  3. Ja
    die Arbeit von Kenfm eine gegen Öffentlichkeit zu schaffen ist Prima,
    Eine Plattform wo gegensätzliche Meinungen diskutiert werden ist begrüßen
    zu Informator2 Ich bin hier einer der ganz wenigen, die die US-Politik fundiert kritisieren
    sie lügen geht’s noch was für ein Stil
    Peinlich ich bin zwar nicht einverstanden mit allen von Kenfm aber persönliche Diffamierungen sollten unterlassen werden
    Grundsätzlich sollte differenziert werden die Russen, die Amerikaner gibt es nicht!!!!! Es ist immer eine Klicke in der Supermacht Nr. 1 ist der industrielle militärische Komplex die das sagen haben
    in der geschrumpften UDSSR sind Großmacht Träume die von der alten Größe Traumen so ähnlich wie in der Türkei
    in den Ländern wird die Bevölkerung für dumm verkauft
    wer glaubt die Nato ist demokratisch sollte keine Drogen nehmen ein ex USA-Botschafter sagte im deutschen TV
    die NATO Länder können beschließen was sie wollen am Ende macht die USA was sie will!!!!!
    ZU den Boykott gegenüber Russland bin ich skeptisch
    Trifft das arme Volk sehr hart, nicht den reichen wie im jeden Land
    Den Militär Strategen kümmern das nicht wer nicht nach ihrer Pfeife tanzt
    Wird mit der Warnung konfrontiert machst du den Boykott nicht mit dann werden wir dir Schwierigkeiten bei den Importen in den USA machen und schon gibt es keinen Wiederstand
    So einfach geht es. Bitte Aufhören mit Menschenrechten in der Türkei, Arabien, China oder sonst wo
    Hautsache der Profit stimmt, Die Industrie möchte ihre Waffen verkaufen da werden Länder in die Steinzeit zerbombt ob mit Mandat oder ohne, da ist die Übernahme der Ukraine von den Machthabern aus Russland leider zu vernachlässigen. Es geht um Macht, Genau wie in Syrien
    Den Menschen ist es egal unter welchen Waffen sie leiden ob aus Russland/USA oder sonst wo
    Ihr Heuchler im Mittelpunkt steht der Mensch das alleine zählt
    Zu den Wahlen in den USA sollte man die Sendung von Maybrit Illner vor 2 Tagen anschauen
    Kaum zu glauben mit interessanten Gästen wer eine Witznummer abgegeben hat war Graf Koks
    Unter dem Motto die größten Flaschen nach Europa hat sich der größte Deep zu Wort gemeldet dafür waren die anderen Gäste top
    Ich bin ein Anhänger vom russischen, amerikanischen einfachen Volk
    Das wichtigste ist der Mensch

  4. Scheint,in D gibt es noch viel zu viele Informator`s 2.Die Strategie ist immer gleich-die boesen Russen,Amis gut.Es zeugt ueber wenig wissen und zu viel „Kalk“.Ja,was tut man alles fuers Geld.Der,der behauptet,NATO un EU sichert unsere freiheit und „Wohlstand“ hoert eigene Glocken nicht.

    • Schon vor einigen Tagen wies ich darauf hin, daß Informator2 hier gezielt Desinformation im Sinne der US-Imperialisten, der Zionisten und ihrer Vasallen betreibt. Er versteckt seine Desinformation hinter partieller Scheinkritik an den USA, aber die eigentliche Aussage ist immer, daß die USA die „Guten“ sind, Israel sowieso (in früheren Posts) und daß unser Merkelland als Verbündeter dieser Verbrecher „gut fährt“. Natürlich gehört für den Desinformator auch die kriminelle Kriegstreiberin Clinton zu den „Guten“, während Putins vorsichtige Reaktion auf all die US-Provokationen als „Kriegspolitik“ diffamiert wird. Hinter der zur Schau gestellten Scheinkritik, taucht stets die Propaganda der gleichgeschalteten Lügenmedien auf. Dabei geht der angeblich „Unabhängige“ so weit, die lächerliche Behauptung von „bezahlten Putintrollen“ hervorzukramen.

      Unsere Erkenntnisse über die USA, über Clinton, Putin, Medien, Propaganda usw. müssen hier nicht ausführlich wiederholt werden, weil sie auf der Gesamtheit aller Beiträge bei KenFM (und anderer Quellen) einschließlich aller Interviewpartner und ihrer Bücher mit zahllosen Begründungen beruhen – vom Christdemokraten Willy Wimmer über die Jüdin Evelyn Hecht-Galinski und Prof. Mausfeld bis zum Kommunisten Rainer Rupp. Nach Meinung des Desinformators sind sie wohl alle „bezahlte Putintrolle“.

      Natürlich sage ich nicht, daß grundsätzlich andere Meinungen hier nicht zu Wort kommen sollten. Nein, aber dieser Desinformator, der sich als „Informator2“ ausgibt, tut so, als ob er irgendwie dazugehören würden. Das tut er überhaupt nicht. Er ist ein Troll, der auf getarnte Weise die Propaganda der Herrschenden und ihrer Lügenmedien verbreitet!

  5. Tolles Gespräch!
    1:16:18
    „Prof. Dr. Reinhard Merkel, Professor für Strafrecht und Rechtsphilosoph zur
    Frage, „Hat Russland die Krim annektiert?…“
    https://www.youtube.com/watch?v=ZPQVjH7jHho
    +
    „Armin Siebert befragte Reinhard Merkel, Professor für Strafrecht und Rechts-
    philosophie an der Universität Hamburg zu völkerrechtlichen Aspekten der
    Ukraine Krise. Merkel nahm 1968 als Schwimmer an den Olympischen Spielen
    in Mexico teil, wurde dort über 400 Meter Lagen Sechster.“
    https://www.youtube.com/watch?v=cQk0JEpoPRI

  6. Fortsetzung meiner Antwort auf Informator2
    das liegt aber mehr am ungebührlichen Verhalten und der exzessiven Saufereien der Urlauber an den Stränden.
    „Was wollen Sie konkret??“
    Ich will raus aus dieser unsolidarischen EU-Gemeinschaft in der es jeder nur auf seinen eigenen Vorteil abgesehen hat.
    Ich will raus aus der NATO weil ich nicht will, dass Deutsche in der ganzen Welt für andere Größenwahnsinnige den Kopf hinhalten und sich an weltweiten Kriegseinsätzen beteiligen m ü s s e n.
    Unsere Freiheit und unser Frieden werden hier bei uns, an unseren Grenzen verteidigt und nicht am Hindukusch, nicht im Nahen und Mittleren Osten, nicht am Horn von Afrika, nicht südlich der Sahara und nicht in den Baltischen Staaten und der Ukraine.

    • Hier ein kleiner Spot in die Schwatzbude der EU.
      https://www.youtube.com/watch?v=0VQ3vJAHqlY
      Eine EU die im Verbund mit der NATO in aggresiver Weise ihre Krakenfangarme ausdehnt, und die im Einsammeln immer neuer Pleitestaaten den Hals nicht voll kriegt. Montenegro, Serbien, Türkei, Albanien, Mazedonien stehen auf der Tageskarte. Bosnien-Herzegowina und Kosovo sind in Vorbereitung. Armenien, Aserbeidschan, Georgien, Moldawien, Ukraine und Weißrussland sind weitere potentielle Beitrittskandidaten. Womöglich auch noch Russland 🙂
      Diesen aufgeblasenen Apparat wollen diese Typen wie Juncker, Schulz, Stoltenberg und Konsorten lenken und führen? Zum Wohle aller dieser Völker?
      Nein! Zu diesen beiden größenwahnsinnigen Clubs im Dienste der US-Geopolitik möchte ich nicht gehören.
      Ich will raus.

  7. Im Grunde ist es ganz einfach: Es kommt im Umgang mit schwierigen, aber militärisch und / oder wirtschaftlich starken Nationen ganz besonders darauf an, dass Grundrechte wie Reisefreiheit, offene Grenzen, Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit für die betroffenen Bürger beider ‚Seiten‘ gelten.
    Bezüglich Russland ist das nicht optimal, aber Klassen besser als z.B. bezüglich Saudi-Arabien. Wann kommt dazu mal was neo KenFM? Deckt KenFM die Neocons und ihre Arabienpolitik?

    Natürlich ist es wichtig und völlig unabdingbar, dass Deutschland in der NATO bleibt und dass die NATO weiter funktioniert, aber es muss sichergestellt sein, dass Russland und die Ukraine sinnvoll mit der EU assoziiert werden. Hier haben die Vertreter/innnen der USA schlichtweg kein Recht, so EU-feindlich zu intervenieren wie es etwa Victoria Nuland (Zitat ‚Fuck the EU‘) tat. Natürlich war die Annexion der Krim und natürlich ist der Krieg in der Ostukraine even blanker Krieg (dafür gibt es nur dieses Wort). Und Russland hat kein Recht, z.B. Estland die NATO-Mitgliedschaft streitig zu machen. Oder die Ukraine daran zu hindern, in die NATO einzutreten. Das ist simpelstes Recht, egal wie such ‚prorussische‘, in Wahrheit rechtspopulistisch verlogene Propagandisten winden.

    • „egal wie such ‚prorussische‘, in Wahrheit rechtspopulistisch verlogene Propagandisten winden.“

      Und ich dachte mal, es waren die Rechten, die damals antirussisch drauf waren. Heute prorussisch?

    • Eigentlich stellen sich hier die Leute nur FRAGEN, nach dem Motto:
      „Der auf den Grund geht gehorcht sich selbst, Unwissenheit tut was ihr gesagt wird.“

      Aber endlich mal ein INFORMATOR der uns Informiert was man denken soll.
      Danke.

    • 1. Deutschland muss aus der NATO, aus der EU und aus dem EURO austreten
      2. Russland wäre doch doof und dämlich würde es sich in die EU drängen um dort assoziiert werden zu wollen.
      3. Der Assoziierungsvertrag mit der Ukraine wurde bereits abgeschlossen. Damit hat sich die EU einen teuren Klotz
      für die nächsten Generationen ans Bein gebunden. Gegenüber Russland war es unsensibel, unfreundlich und
      eigentlich unverschämt. Was in der Ukraine geschieht bestimmen die USA.
      4. Die Krim wurde nicht annektiert. Es handelte sich um eine Sezession, um eine Heimholung eines Chrustschow-
      Geschenks. Hätte Russland das nicht so eingefädelt, dann wäre heute die NATO in Sewastopol.
      5. Estland ist seit 2004 NATO-Mitglied und stellt neuerdings NATO-Truppen 150 km vor St. Petersburg auf. .
      6. Die Ukraine hat in der NATO nichts zu suchen, Recht hin oder her, es wäre jedenfalls höchst hinterfotzig.
      7. Deutschland sollte sich mit der Türkei und mit Russland verbünden.

    • USA als Schutzmacht? Wenn es hart auf hart gekommen wäre in der Konfrontation gegen Russland, dann wäre Deutschland (Ost und West) Aufmarschgebiet und Kampfplatz für einen Krieg gewesen. Die USA hätten Deutschland ohne Not verheizt um zu verhindern, dass die Russen bis zum Atlantik vordringen. Hier bei uns lagen und liegen immer noch die US-Atomraketen und werden z. Zt. modernisiert. Ein Angriffsziel ersten Ranges, ebenso wie Ramstein.
      Die Kombination NATO und EU entscheidend für den Frieden? Die EU und die NATO schieben sich im Auftrag der USA höchst aggressiv gegen Osten, gegen Russland, vor. Das ist seit der deutschen Wiedervereinigung eine stetige Provokation Russlands und trägt nicht zu einer vertrauensvollen Partnerschaft/Nachbarschaft zwischen Russland und Europa bei. Seit dem Jugoslawienkrieg 1999 ist die NATO eine weltweit bereite Angriffsmaschine im Auftrag der USA.
      Der Deutschen Fleiß, Leistungsfähigkeit und Innovationskraft haben Deutschland seit 1945 dahin gebracht wo es z. Zt. steht, nicht die EU. Deutschland war schon zu DM-Zeiten Leistungsfähiger Player auf allen Weltmärkten, das hat mit dem EURO überhaupt nichts zu tun. Das war und ist „Made in Germany“.

    • Die Deutschen sind immer schon viel gereist, auch ohne Euro. Man hatte halt manchmal mehrere Geldbörsen für die Fremdwährungen dabei. Das ging doch gut.
      „Die offenen Grenzen der EU sind eine historische friedenssichernde Errungenschaft“ – das sieht man gerade ganz deutlich. Zäune, Zäune, Zäune und höchst unsichere EU-Außengrenzen.
      „Würden zum Beispiel Spanien, Italien oder auch Griechenland die Grenzen schließen, wäre das für Deutsche katastrophal“.
      Warum? Dann zeige ich halt an der Grenze meinen Ausweis. Deutsche und ihre DM waren und sind überall willkommen. Auf Mallorca gibt es jetzt eher Einschränkungen;

    • das liegt aber mehr am ungebührlichen Verhalten und der exzessiven Saufereien der Urlauber an den Stränden.
      „Was wollen Sie konkret??“
      Ich will raus aus dieser unsolidarischen EU-Gemeinschaft in der es jeder nur auf seinen eigenen Vorteil abgesehen hat.
      Ich will raus aus der NATO weil ich nicht will, dass Deutsche in der ganzen Welt für andere Größenwahnsinnige den Kopf hinhalten und sich an weltweiten Kriegseinsätzen beteiligen m ü s s e n.
      Unsere Freiheit und unser Frieden werden hier bei uns, an unseren Grenzen verteidigt und nicht am Hindukusch, nicht im Nahen und Mittleren Osten, nicht am Horn von Afrika, nicht südlich der Sahara und nicht in den Baltischen Staaten und der Ukraine.

    • Tachschen Kannellos

      (aka; C7U irgendwas, R Zwo D Zwo, C 3 P O, Informator2 und was Dir künftig noch an Pseudos auf die Füsse fällt.)

      Krudes Zeug, unbewiesen, banal, wirr, nicht kommentationswürdig und eine halbwegs ausgeprägte Intelligenz zutiefst beleidigend. Immer schön den Beipackzettel beachten und nicht Alles auf einmal schlucken !

  8. wie immer – top !
    Doch wie raus aus dem Schlamassel um endlich HANDELNDE zu werden statt GETRIEBENE zu sein?
    M.E. bleibt es dabei.
    Energie – und das Geldsystem sind die Schlüssel zur Beendigung der Kriege um Öl, Mord, Intrigen und Macht über andere, – einzig auf Grund eines Mangels.
    Mal etwas positiv fantasiert.
    Wenn Solar-Energie nicht nur direkt verbraucht, sondern auch als weltweite und 100% gedeckte „kilowatt / kw-Währung“ via „EC-KARTE“ untereinander digital HANDELBAR wäre, könnte jeder auf der Welt seine eigene „geldschöpfende Bank“ sein und mit selbstgemachten Strom-Grundeinkommen auch einkaufen gehen.

    Statt wie bisher via Banklizenz und Laptop – bei 1% Mindestreserve, „Papier- oder Buchgeld-Kredite aus dem Nichts“ zu erzeugen und vom Zins aus Luft bestens zu leben – wäre es besser „kilowatt / kw-Geld aus dem Nichts“ via Solarpaneel herzustellen. Das ist 100% realistischer, kein Betrugsmodell und zumindest als Parallelwährung tauglich..
    Ein Rückumtausch der kilowatt / kw-Währung in deckungslose Euros ist nicht notwendig. Das kann jeder gebrauchen, ist also ein eigener unabhängiger Kreislauf.
    Und der Anreiz für jeden, selbst mehr „kw-Geld“ durch Solar-Energie zu erzeugen, (das Netz ist der Speicher), würde der Solar-Energietechnologie weltweit endlich Beine machen und das blockierende Kartell der too-big-too-fail Monopol-Unternehmen wäre beendet. Nachhaltiger Fortschritt von kleinen Start-Ups statt Raubbau, Klimawandel und Tod durch mächtige Konzern-Dinos möglich.
    Verarmte Bewohner im Süden kämen (kurzfristig) in Genuss der Rente mit 25.

    Stell Dir vor – Der Konflikt mit Russland könnte ungeahnt positive Weichen stellen. Denn sollte RU, China, Indien ihre BIPs nicht in paranoide Aufrüstung stecken, sondern stattdessen den Weltmarkt mit preiswerten Solarpanelen u. E-Mobilen (TATA) fluten, wäre der Geldhahn der Kriegstreiber zugedreht, da Blut für Öl sinnlos wäre.
    Die „Freihandel-Befürworter“ und ihre marktbeherrschenden Konzern-Giganten hätten endlich Konkurrenzdruck, denn das wollen sie doch verhindern.
    Krisen bei VW, DeuBa, Bayer & Co. sind auch eine Hoffnung auf Wandel.

    https://de.aliexpress.com/w/wholesale-prepaid-energy-meter.html

  9. Gut, dass es dieses Buch jetzt gibt! tatsächlich haben wir hier im deutschsprachigen Raum nie eine wirklich neutrale und von da her gerechte durchgehende gut recherchierte Beschreibung dieses Teils der russischen Geschichte gehabt. Ich habe neulich eine Biographie über Rasputin gelesen und von da her noch einen tieferen und genaueren Einblick in die Gegebenheiten bekommen, die zu dieser gelenkten russischen Revolution geführt haben. Mit genau den selben Vorurteilen wie Rasputin, der typische russische gesunde und ursprüngliche Bauernsohn, bei uns zum größten Teil verrissen und zu einem groben, triebhaften Monster stilisiert wurde, ist auch das ganze Russland immer wieder bei uns verrissen worden und seit dem ersten Weltkrieg auch mit kräftiger Unterstützung der Anglo- Amerikanischen Mächte aus ihren geopolitischen Interessen heraus. Man wollte auf jeden Fall schon immer einen allmächtigen Ost-West-Block verhindern. Und dafür gibt es natürlich nichts wichtigeres, als den Deutschen Russland madig zu machen.

  10. Ein gutes Interview. Danke. Zwischen vielen altbekannten Fakten gab es einiges das für mich neu war, und Denkanstöße gegeben hat, aber auch „Einsprüche“.

    *Sanktionen gegen Russland sind eigentlich die Sanktionen gegen Deutschland, dachte ich mir beim Hören, als eine Strafe für eigenständige (mit Frkr) Aktionen für MinskII. Frieden ist in den Augen des Militärindustriellen Komplexes eine Waffe gegen sie. Die Waffe (Friedensabkommen MinskII) haben sie dann umgedreht und als
    Wirtschaftswaffe gegen die gerichtet, die sich erdreistet haben, eigene Wege zu gehen. So funktioniert die Erziehung.

    *Es war geplant, nach Hiroshima und Nagasaki, noch 20 Atombomben auf russische Industriestädte zu werfen. Was hat die Amerikaner davon abgehalten? Was haben sie stattdessen gekriegt? Erinnert mich an eine (soweit ich weiß unwidersprochene) Drohung aus 2015 eines israelischen Parlamentariers 30 Atombomben auf Deutschland und Iran zu werfen, und Ruhe wäre für 1000 Jahre.

    *Verbot von Werbung für Homosexualität etc. finde ich, im Gegensatz zu Hofer, richtig. Nicht zu verwechseln mit einem Verbot von Homosexualität! Die Auswüchse der Werbung hier sind grotesk – mit dem Ziel identitätsverwirrende Desorientierung Heranwachsender zu schaffen – da favorisiere ich lieber die Förderung klassischer Familien.

    *Die Wiedervereinigung mit der Krim fand ich richtig. Es ist maßgeblich, wie die Bevölkerung abstimmt! Es wäre gefährlich für die Bewohner der Krim geworden, wenn der Kreml sie nicht vor dem faschistischen Kiewer Regime gerettet hätte.

    * Aus welchen Gründen wird der Import/Export mit Erdgas und IT-Technologie bisher nicht unterbunden? Weil man dann noch was in der Hand hat?

    * Ramstein ist auch gegen Dtl. gerichtet. Das können sie jederzeit gegen uns richten wenn wir nicht kuschen.

    * Das Problem in der EU, daß es ökonomische Konvergenz bei gleichzeitiger sozialer Divergenz gibt…Hat Drewermann verständlicher als Lösung gefordert: Für gleiche Arbeit muß überall auf der Welt der gleiche Lohn gezahlt werden.

    • Zitat „Was hat die Amerikaner davon abgehalten? “
      Ganz einfach, sie hatten die 20 Bomben noch nicht, die beiden auf Japan waren die einzigen, die bis dahin fertig waren. Sie hätten auch mindestens 40 Bomben gebraucht, weil sie mit rechnen mussten, dass die Hälfte der Bomber vorher abgeschossen worden wären, Raketen gab es ja noch nicht mit genügend Tragfähigkeit und/oder Reichweite.

    • Zitat „Ramstein ist auch gegen Dtl. gerichtet. Das können sie jederzeit gegen uns richten wenn wir nicht kuschen.“
      Dafür ist Ramstein nur am Rande nötig, denn die USA haben da ganz andere Mittel. Ihre 5. Kolonnen, die Antifa (mit antideutschen Tendenzen, nicht alle), die Nazis (NSU+ Verfassungsschutz+BND, zumindest wichtige Teile dieser Dienste), Pegida und dann noch ihre NATO-Geheimarmeen.

  11. Warum und wieso diese Buchbesprechung an dieser Stelle?
    Zitat: „…Japan und Deutschland sollten schnellstens die Rettungsboote aufsuchen…“
    Das finde ich, besonders für Deutschland, auch
    Ja, Deutschland sollte schnellstens die EU, den EURO und die NATO verlassen und sich mit der Türkei und Russland verbinden. Dieses Dreieck scheint mir kraftvoller und zukunftsträchtiger als das in früheren Tagen favorisierte Weimarer Dreieck aus Frankreich, Deutschland und Polen, oder generell ein Europa der zwei Geschwindigkeiten. Die Verquickung von NATO und EU gerade im Blick auf die Osterweiterungen gefährdet den Weltfrieden und verliert das Wohl aller Europäer aus dem Blick. Deutschland sollte bei dieser US-gesteuerten Einschnürungs- und Einkreisungspolitik gegenüber Russland nicht mitmachen. Russland bedroht niemanden und hat das Ziel, dass sich das eigene Land weiter gut entwickelt und dass sich die Lebensverhältnisse für alle Russen auf Dauer peu à peu verbessern.

    • Ist nicht als Buchbesprechung gedacht, sondern schlicht als Information.

      Ich kenne Batras Schriften seit 1993 und verfolge seine Entwicklungsprognosen seit 2 Jahrzehnten. erstaunlich ist doch, das der Text und die Bücher eben auch aus der Zeit vor 9/11 stammen. Auch die beschriebenen 3 Zyklen sind absolut zutreffend, aktuell für jeden nachzuvollziehen.

      Und Batra hat natürlich Recht. Zukunft vorherzusagen bedarf keiner seherischen Fähigkeiten, sondern einfach nur Logik und klares Denken.

      Die Treffergenauigkeit der Vorhersagen, sinkt naturgemäß mit der zeitlichen Entfernung. Es ist aber so, das sich die Ereignisse der Geschichte DIE SICH IMMER UND STÄNDIG WIEDERHOLEN jedem bekannt sind der die Vergangenheit analysiert. Zwar gibt es (kleinere) Abweichungen und Nuancen, aber der Kern, die Basis bleibt immer wiederholend gleich.

      Ob wir mit Mistgabeln Krieg führen oder mit Kalaschnikows, ist für den Krieg und die Toten unerheblich.

    • Prognosen sind schwierig zu erstellen, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.
      (Mark Twain)

  12. „Orientieren sich die Russen um?“

    Ich sagte es schön öfter, ich befinde mich in einer Zeitschleife, einer ständigen Deja vu Praxis.
    Die Menschen sind/scheinen in jeder 2. oder spätestens 3. Generation – also ca alle 40 bis 60 Jahre – dazu verdammt, ihre Fehler zu wiederholen. Sie vergessen schlicht was sie gelernt haben, oder/und werden durch die KÜNSTLICHE VERKOMPLIZIERUNG so kirre gemacht, das sie nicht mehr klar denken können, sie nicht mehr wissen wo ihnen der Kopf steht. Sie müssen das Rad immer wieder neu erfinden und tun es auch – nur schlechter…

    Ja, die Russen waren zwar relativ faul und bequem, aber nicht blöd. Natürlich wird es kein zurück vor der Sanktionszeit geben. Wir sagen dazu: Das war mir eine Lehre.

    Da die Russen nicht dumm sind, haben auch sie ganz schnell gelernt und besinnen sich auf ihre Stärken. Sie machen das einzig Richtige in einer Volkswirtschaft! Sie machen (wieder) Volkswirtschaft.

    Denn nur die Volkswirtschaft ist in der Lage für das DAUERHAFTE! Wohlergehen des Volkes zu sorgen.

    Das war auch vor 30, 60 und 300 Jahren nicht anders. Da sprach man von Kreislaufwirtschaft.
    Wenn man wie Rußland aufgrund der Größe, geographischen Lage und Ressourcenreichtum völlig unabhängig vom Rest der Welt leben kann, tut man gut daran wenn man es auch tut. Denn in der klassischen Volkswirtschaft gibt es weder Arbeitslose noch Armut.

    Die Russen haben innert kürzester Zeit ihre Landwirtschaft massiv ausgebaut und geben weiterhin vollgas. Denn sie wissen das sie noch lange nicht da sind wo sie hinwollen – in die Unabhängigkeit.
    Präsident Putin ist da die treibende Kraft und predigt dem Volk das ständig ein.

    Wenn die USA es nicht schaffen Rußland in einen großen Krieg oder gar Atomkrieg zu treiben, oder sie in etliche kleinere lokale Kriege zu zwingen, wird Rußland in absehbarer Zeit auch im Technologiesektor, Computer und Robotortechnik, Maschinenbau usw Weltrang erreichen.

    Das größte Problem was Rußland hat – wenn man von aufgezwungenen kriegerischen Feindseligkeiten absieht – ist die tatsächliche Bevölkerungsarmut.

    • Zitat „Sie vergessen schlicht was sie gelernt haben, oder/und werden durch die KÜNSTLICHE VERKOMPLIZIERUNG so kirre gemacht“
      Nennen wir es so: Propaganda, die immer besser geworden ist und auch besser wirken kann, wenn die Menschen mit unmittelbarer Kriegserfahrung ausgestorben sind.
      Erstaunlich und erfreulich, dass sie, zumindest in Deutschland, trotzdem nur bedingt wirkt

    • Das ist sicher richtig – nur meinte ich das nicht (nur).

      Was ich vergesen sehe, ist dieses alltägliche, das was uns unsere Eltern mit auf den Weg gegeben haben. Diese Weisheiten die wir auch so manches mal aus Trotz oder sonstwas ausgeschlagen haben.

      Wenn ich sehe wieviel hundertausende Stunden verklärend auf die Erklärung des Geldsystems ver(sch)wendet werden, wird mir übelst. Was wir mit im Alter von 15 Jahren WUSSTEN, weil Eltern oder Lehrer uns es beibrachten, wird heute selbst von Fachleuten zerpflückt, atomisiert.

      Dabei gehen sie so dermaßen verkomplizierend vor, das man den Ursprung, die Basis, die Fakten aus dem Sichtfeld verliert.

      Beispiel: Heute sagt dir jeder der ein paar Buchstaben zu einem Satz aneinandereihen kann – ebenso wie hochrangige Fachleute – das die Banken aus dem Nichts Geld generieren. Quasi unmengen, wann und soviel sie wollen.

      NOCH NIE HAT HIER EINE BANK GELD GENERIERT!!!

      DAS machen AUSSCHLIEßLICH Geld-Druckmaschinen – und nicht eine Bank hat so ein Ding im Keller rumstehen.

      Es ist auch nicht so, das die Bank wenn du ihr 1.000 € auf den Tresen legst, da mittels Knopfdruck oder Mausklick oder sonstwas plötzlich 10.000 € draus macht. Das ist der totale hanebüchene Schwachsinn.
      Aber alle behaupten es, gerne auch „Experten“ und tatsächlich aber auch Leute vom Fach – unglaublich aber wahr.

      Ich könnte ein tausend Seiten Buch über das was vor 40, 30, 20 Jahren alles völlig klar war und auch heute noch völlig klar ist, heute aber wortreich, höchst verkomplizierend dargestellt wird, so das etwas völlig anderen – bestenfalls – bis Nichts mehr rauskommt. Wie gesagt, obwohl sich nach wie vor daran nichts ge oder verändert hat.

      Weitere tausend Seiten könnte ich darüber schreiben was die Menschen schlicht vergessen haben, oder es ihnen gar nicht erst gelehrt wurde. So einfachen Wissen welches für uns früher ganz normal war.
      Das ist aber auch bekannt. Altes Wissen geht verloren und irgendwann vielleicht beschäftigt sich jemand damit und gräbt das ein oder andere aus, oder „erfindet es neu“ – immer mühsam und aufwändig.

  13. Im Großen und Ganzen nichts neues. Die Themen sind auch hier alle schon ausführlich behandelt worden. Und immer noch und immer wieder die Sezession der Krim.

    Es sollte doch langsam mal verstanden werden, das eine Verfassung nicht grundlegendes Menschenrecht aushebeln oder negieren kann. Ist eine Verfassung so ausformuliert, ist sie in dem Punkt gesetzwidrig – so einfach ist das.

  14. Der GAU im Jahre 2002

    „Nisenninen-no Daiboraku – 60nen-ni Ichido-no Kokunan-ga Nihon-wo Osou — Der GAU im Jahre 2002 – Alle 60 Jahre wird Japan von einer Staatskrise heimgesucht“, heißt das derzeit letzte Werk von Ravi Batra. (Erstauflage: 18. Juli 2001, ISBN: 4-901318-02-0). Bereits im Jahre 1994 hat Batra „Die große Depression von 1995-2010“ publiziert; eine Besprechung erfolgte erstmals im Rahmen der Serie TOKO Zeit-Kompass am 19. Januar 1996.

    Erstellt in japanischer Sprache entsprechend den spirituellen Gedankenmustern Ostasiens wurde das Buch durch das „Triumvirat“
    Ravi Batra (Jahrgang 1943, US-Bürger indischer Abstammung, Professor für Wirtschaft an der Southern Illinois Universitiy, USA)
    Pema Gyalpo (Jahrgang 1953, Tibeter, 1959 mit seinen Eltern indisches Exil, seit 1965 in Japan ansässig, Direktor des Tibetischen Kulturforschungszentrums), sowie
    Naoya Fujiwara (Jahrgang 1960, Diplom-Ökonom, Wirtschaftsanalyst, u.a. bei Salomon Brothers tätig gewesen, nunmehr selbständiger Wirtschafts- und Finanzberater).

    Ravi Batra legt Wert darauf, als Prognostiker und nicht etwa als Prophet verstanden zu werden. Seit jeher hat er bei seinen Forschungsarbeiten auf eine ganzheitliche „Problem-Näherung“ Wert gelegt, wobei bei ihm neben den üblichen Analyse-Instrumenten der Wirtschafts-„Wissenschaftler“ heutiger Provenienz, wie beispielsweise Wirtschaftsgeschichte und Computer-Simulations-Modelle, die Spiritualität, verbunden mit täglicher vielstündiger Meditation zur Anwendung gelangen.

    Batra ist der Überzeugung, daß er sich so geistig dem „Göttlichen Szenario“ nähern und eine Art „Weltbewußtsein“ bzw. sogar „Kosmisches Bewußtsein“ erlangen kann, welches sich aufgrund der universalen Schwingungen in stets wiederkehrenden gleichartigen Ereignissen offenbart, und zwar deshalb, weil die Menschheit als ganzes bis heute nicht lernfähig bezüglich der vielfältigen Warnungen des Himmels/der Natur geworden ist und daher unfähig blieb, ihr Leben – und das ihrer soziologischen Konstrukte – diesen Rhythmen entsprechend zu gestalten.

    Batras besonderes Augenmerk gilt daher den Zyklen, wobei der seit Urzeiten bei den Mystikern Ostasiens bekannte 60jährige „Kanreki-Zyklus“ nebst seinen „Unterzyklen“ das Zentrum seiner Studien bildet. (Anmerkung: Der sowjetische Wissenschaftler Kondratieff hat unabhängig vom Gedankengut ostasiatischer Mystik in der frühen Stalin-Zeit die nach ihm benannten Zyklen etwa gleicher Länge entdeckt; er wurde erschossen, nachdem er in seiner Forschungsarbeit den Untergang der Sowjetunion prognostiziert hatte).

    Die japanische Geschichte der Neuzeit aus Kanreki-Sicht:
    Auch ohne Japanischkenntnisse sind die zyklischen Ereignisse verständlich, wenn ein Geschichtsbuch zur Hand genommen wird. Wesentliche Jahreszahlen sind die Jahre 1868 (Meiji-Restauration), 1929 (Große Depression) sowie 1990 (Börsencrash Tokio), ferner das Pearl-Harbor-Jahr 1941, welches laut Batra ein gleichartiges Ereignis noch für das Jahr 2001 erwarten läßt. Im Jahr 2005 ist seiner Ansicht nach der „Höhe- und Löse-Punkt“ der derzeitigen Krise zu erwarten.

    Der „GAU im Jahre 2002“ erschien erstmals am 18. Juli 2001; am 23. September (nach dem symbolischen Pearl Harbor-Ereignis vom 11. September 2001) war bereits die achte Auflage verkauft, so daß dem TOKO Institut das Rezensions-Exemplar erst Ende Oktober 2001 zur Verfügung stand.
    Ravi Batra hat nach eigenen Aussagen seit den frühen 70er Jahren 33 (sic!) Prognosen publiziert, wovon mittlerweile 31 in Erfüllung gegangen sind, so etwa der Fall des Schah-Regimes, das Ende der Sowjetunion und der Crash der Tokioter Aktienbörse mit allen wirtschaftlichen Konsequenzen im Gefolge.

    Auf ihre Erfüllung warten noch die beiden letzten: Der Untergang des Kapitalismus und das Ende der USA als Weltmacht heutiger Prägung. (!!!)

    Zyklisch verläuft nach Batra seit jeher auch die Herrschaftsstruktur von Staaten, wie er bereits in seinem Buch „Die Große Depression von 1995-2010“ ausführlich dargelegt hat.
    Jeweils drei Herrschafts-Zyklen wechseln regelmäßig einander ab; alle Zyklen durchlaufen regelmäßig die Stadien Aufstieg – Höhepunkt – Abstieg, dem dann revolutionäre Umwälzungen folgen.

    1. Im Zyklus I wirken Waffenträger (Polizei- bzw. Militär-Staat) persönlich auf das Staatsgeschehen ein, während

    2. im Zyklus II Intellektuelle (Religionsführer) ihren Geist als Waffe benutzen und Waffenträger befehligen (Beispiel: Mullah-Regime).

    3. Der Zyklus III ist dadurch gekennzeichnet, daß Superreiche (Geld-Adel) ihre finanziellen Mittel zum „Ankauf und Unterhalt“ von Intellektuellen und Waffenträgern benutzen, um mittels deren Fähigkeiten ihr Imperium zu unterhalten und zu sichern.

    Die „Geldadel-Ära“ zeichnet sich durch besondere ethisch-moralische Verkommenheit der Gesellschaft – insbesondere am Ende ihres Zyklus – aus.

    Die von den USA inspirierte sogenannte Westliche Welt befindet sich laut Batra derzeit im Übergangsstadium vom dritten in den ersten Herrschaftszyklus; US-Präsident Bill Clinton gehe als das letzte – vom „großen Geld gekaufte“ – typisch-korrupte, gesetzlose Marionetten-Symbol der Geldherrscher in die Zyklus-Geschichte eines „Neuen Sodom“ ein.

    Die Ära George W. Bush/Powell läute zwar den Übergang in den „Krieger-Zyklus“ ein; Präsident Bush sei aber kein typischer Vertreter der „Krieger-Kaste“, da auch er noch mit Hilfe des „großen Geldes“ zur Macht gelangt sei, deren Vertreter von ihm den Erhalt ihrer Herrschaft – im Bedarfsfalle auch durch den Einsatz polizeilich-militärischer Macht – erwarte.

    Darüber hinaus habe Bush die letzte Stufe ins Weiße Haus nur durch eine Gerichtsentscheidung überwinden können. Dieses Beispiel demonstriere überdeutlich die Verlumpung des Rechtes in den USA, die sich zu einer „Klägernation“ (jeder überzieht jeden mit Schadensersatz-Ansprüchen) entwickelt hätten, wobei durch zahllose Rechtsanwälte das Recht rechtlos gemacht und das „Alte Amerika“ mit seinen typischen Tugenden zerstört worden sei.

    Die „geistige Rückführung“ der Jetztzeit ende bei dem Dualismus Newtons und Nietzsches, welcher zwischen „Formhaftigkeit“, d.h. Dinge, die mit den Augen sichtbar, mit den Händen greifbar, zählbar und meßbar seien, und „Formlosigkeit“ unterscheide. Die heutige Gesellschaft habe sich der „Formhaftigkeit“ in ihrer niedersten Schwingung, der Materie, verschrieben. Geld und damit erwerbbare Güter seien für die Masse und deren gelebte Vorbilder zum Maß (aller Dinge) geworden, während die „Formlosigkeit“ in ihrer höchsten Ebene – Liebe und Bescheidenheit – selbst im Sprachgebrauch kaum noch zu finden, d.h. quasi zum Tabu geworden sei.

    Der derzeitige „Raubtierkapitalismus“ (Batra hebt hervor: Wortprägung des ehemaligen BRD-Kanzlers Helmut Schmidt!) habe im Verlauf von etwas mehr als 20 Jahren das Gleichgewicht der Seele zerstört. Unersättliche Gier habe die Moral vernichtet, Dinge würden produziert, die nicht zum (Über)Leben benötigt würden, sondern um ein übertriebenes Geltungsbewußtsein zu befriedigen.

    Die „Harvard-Perversität“, d.h. die Lehre von der Gewinnoptimierung durch „Restrukturierung“ (= Mega-Fusionen, Massenentlassungen, etc.), hat eine Manager-Generation nach oben gespült, welche ihre Mitmenschen auf die Stufe der wieg- und meßbaren Materie herabzieht, anstatt sich selbst in ihrer Existenz in Frage zu stellen. Im „Vorbildland“ USA arbeiten 30-40 Millionen Amerikaner, die keine Familie alter Tradition unterhalten können, sind Zehntausende obdachlos, ohne medizinische Betreuung, während gleichzeitig immer mehr Reichtum in immer weniger Taschen fließt.

    Vor diesem Hintergrund, der mit „konventionellen ökonomischen Mitteln“ nicht mehr reparabel sei, bleibt für Präsident Bush nur eine Lösung: KRIEG (um Rohstoffe), den die USA alleine aus wirtschaftlichen Gründen etwa alle 15 Jahre benötigten.

    Noch im Jahr 2001 werde ein Schockereignis die Welt heimsuchen, welches möglicherweise den Ausgangsherd für einen Weltkrieg III bilden, und an welchem sich die NATO beteiligen werde. (!!!)

    Explosionsgefährdete Spannungsgebiete seien auf der ganzen Welt mehr als reichlich vorhanden, angefangen im Nahen Osten (wo mit Sharon bereits ein Krieger-Symbol entsprechend Zyklus I an die Macht gelangt sei), über Zentral-Asien, wo die Staaten Indien und Pakistan „Stellvertreter-Kriege“ austragen könnten, bis nach Ostasien mit seinen politisch fragilen Ländern (Nord-)Korea und Taiwan.

    Aber auch Rußland und China würden im Falle eines „Großen Krieges“ wahrscheinlich nicht verschont. Sollte es zu einem Kriegsszenario diesen Ausmaßes kommen, werde sich in dessen Verlauf Europa von den USA lösen, Rußland mit den arabischen Ländern verbünden. (!!!)

    Erst in einem solchen Umfeld würde – ohne eine durch die Geld-Elite lancierte sogenannte freie Wahl – in den USA ein Militär-Machthaber aus dem feuerspeienden Inferno emporsteigen, ein Mensch etwa von der „Beschaffenheit“ eines McCain. John McCain (Jahrgang 1936), derzeitiger (republikanischer) Senator von Arizona, entstammt einer „Navy“-Familie. (Hillary ick hör dir trapsen…)

    Marine-Flieger McCain, abgeschossen im Vietnam-Krieg, verbrachte fünfeinhalb Jahre in (nord-)vietnamesischer Gefangenschaft, ertrug heroisch Dunkelhaft und Folter.
    Sein japanisches Pendant hinsichtlich geistig-sittlicher Qualität wäre eine Persönlichkeit wie der heutige Gouverneur von Tokio, Shintaro Ishihara, meint Batra. Zusammen mit dem Präsidenten von Malaysia, Mahathir, hat Ishihara im Jahre 1994 ein Buch mit dem Titel „NO-to Ieru Ajia – Tai-Oo-Bei-no Kaado — Asien, das NEIN sagen kann – Die Trumpfkarte gegen Europa und die USA“ (ISBN: 4-334-05217-7) herausgebracht.

    Auch dieses interessante Buch wurde leider (aus verständlichen Gründen?) nur in japanischer Sprache aufgelegt. Als Gouverneur von Tokio hatte Ishihara Aufsehen erregt, als er öffentlich den Einsatz der Selbstverteidigungskräfte (JI-EI-TAI) gegen illegale Einwanderer forderte.
    Die durch Menschen ausgetragenen Kriege fänden auf der spirituell-ganzheitlichen Ebene ihre „natürliche“ Entsprechung, meint Batra, wie die Klima- und Naturkatastrophen, die Zunahme der Erdbevölkerung gepaart mit chronischen Hungersnöten bei gleichzeitigem Massensterben, uns deutlich machen wollten: die Schöpfung demonstriert dem Menschen symbolhaft sein Tun, nämlich die Sinnlosigkeit und nachfolgende Leere unnötiger Produktion und unnützen Konsums.

    Wie das mittlerweile offenbar in Vergessenheit geratene Erdbeben der Stärke 8 auf den Kurilen quasi als Vorbote vorgeführt habe, so werde ein „großes Beben“ mit 300-400.000 Toten in der Kanto-Region (Tokio) immer wahrscheinlicher. Auch der Vulkan des Berges Fuji (= „Fujiyama“) könnte wieder ausbrechen – mit allen negativen Konsequenzen für die dortige wirtschaftlich bedeutsame Region im Großraum Nagoya (= „Toyota-City“!).

    Die Ursache der gegenwärtigen politischen Spannungen sind, wie Batra zu beweisen versucht, im Weltwirtschafts- und Weltwährungssystem zu suchen, welche zu einer weiter eskalierenden Umverteilung des Wohlstandes in die Hände von immer weniger Gruppen und Individuen führen.
    Gemeinhin heißt es jene Staaten seien arm und jene reich. Doch was die „großen“ Nationen anbelangt, so ist – als Staat gesehen – lediglich Japan eine „reiche“ Nation, die übrigen „Weltnationen“ – an der Spitze die USA – sind hochverschuldet. Im Gegensatz zu den USA, wo insbesondere die Verschuldung der privaten Haushalte unvorstellbare Höhen erreicht hat, gehören die japanischen Haushalte zu den gesündesten „sozialen Unternehmen“.

    Ein Teil des „Reichtums“ Japans steht allerdings auf schwankenden Fundamenten, nämlich auf US-Staatspapieren, welche zum Teil wiederum als „Aktiva“ bei den Lebensversicherungsunternehmen (und Banken) geführt werden. Ein anderes Problem ist die hohe Staatsverschuldung Japans. Doch alles in allem gesehen, ergibt sich – selbst unter Berücksichtigung „fauler“ Kredite – per Saldo eine positive Bilanz des „Hauses Japan“, welche eine gute Ausgangsbasis für einen nationalen Neuanfang nach einer monetären (oder sonstigen) Krise darstelle.

    Eine von Staaten in der Vergangenheit immer wieder geübte Praxis einer „Haushaltssanierung“ ist die Monetarisierung, d.h. (Hyper-)Inflationierung der Zahlungsmittel. Solche Maßnahmen zerstören das Vertauen in die Glaubwürdigkeit und Fähigkeiten der betreffenden Staatsführungen, wie sie Japan bereits zweimal – nämlich 1876 und 1946 – erlebt hat. In Frage käme ferner ein Schuldenmoratorium, wobei die Zinszahlungen eingestellt und die Laufzeit der Anleihen „gegen unendlich“ verlängert werde.

    Ausführlich geht Batra auf die beiden „YIN-YANG-Geschwister“ Sozialismus/Kommunismus und Kapitalismus ein, welche in ihrer „inneren Struktur“ – vor allem aber hinsichtlich des Endergebnisses – identisch sind. Beide Theorien hören sich, insbesondere für „intellektuell Minderbemittelte“, erfolgversprechend an:

    1. YIN = Kommunismus: Das Versprechen, den Wohlstand aller durch die Werktätigkeit aller zu vermehren und gleichmäßig = „gerecht“ zu verteilen, erzeugte im Ergebnis eine neue brutale Herrschafts-Clique, die sogenannte Nomenklatura.
    Da die Masse der Nicht-Werktätigen sich rapide vermehrte, und dabei gleichzeitig immer mehr Ressourcen jeder Art zum Zwecke der Aufrechterhaltung eines Kontroll- und Unterdrückungs-Apparates verbraucht wurden, exterminierte sich das „Kommunistische Manifest“ in seiner realen Existenz.
    Am Beispiel der Sowjetunion ist weiterhin deutlich geworden, daß der Sozialismus/Kommunismus für sein Überleben einer kontinuierlichen Größenzunahme bedarf; die Einwohner kleiner kommunistischer Staaten ohne Expansionsmöglichkeiten, wie etwa im früheren Albanien oder im jetzigen Nord-Korea, erleben daher als Endstadium nicht das versprochene „kommunistische „Paradies auf Erden“, sondern den Hungertod. Batra wörtlich: „Bei Sozialismus, Kommunismus und Planwirtschaft handelt es sich um einen tödlichen Traum“.

    2. YANG = Das „Theorem“ des Kapitalismus ist auf den ersten Blick ebenfalls überzeugend: Wer die Nachfrage durch das Anbieten von Gütern und Dienstleistungen befriedigt, erhält dafür „vom Markt“ einen „gerechten“ Lohn in Form eines „Mehrwertes“, d.h. einer Differenz zwischen seinem Aufwand und dem Erlös. An diesem „Erfolg“ beteiligt sich der Staat mittels Steuern und verwendet diese Einnahmen zur Aufrechterhaltung seiner „Schutzverpflichtungen“ gegenüber seinen Bürgern.

    Aber der Kapitalismus mündet in seinem Endstadium zwangsläufig in eine „leere Wirtschaft“ ein. Die Börsen werden zum Selbstzweck, zu einer Hülle, ausgefüllt mit „Chip-Vermögen“ (Aktien, Anleihen, Kontengeld = Buch-Reichtum) und uneinlösbaren Versprechungen und Wetten auf die Zukunft (Optionen, Futures, Derivate). Das Platzen einer solchen Kapital-Blase ist unvermeidlich, mit den „Geldproduktions-Unternehmen“ gehen auch deren Gläubiger (= „Anleger“) unter und vergrößern das Heer der „Restrukturierungs-Opfer“. Gewinner dieses Spieles sind jene „Dunkelmächte“, welche die wirkliche Befehlsgewalt über Art und Verwendung des „Kapitalismus-Kapitals“ besitzen. „Kapitalismus sei daher eine tödliche Illusion“, meint Batra.
    Im Gegensatz zur „Industriellen Revolution“ vor etwa zwei Kanreki-Zyklen (= 120 Jahre), welche einen wahren Fortschritt eingeleitet habe, weil sie die Produktion von sinnvollen Gütern und deren Verteilung (Beispiele: Elektrizität, Telegraphie, Auto) ermöglicht habe, sei die „IT-Revolution“ ein Traum. Bekanntlich will der derzeitige Präsident Koizumi mit seinem Slogan „E-Japan“ sein Land bis zum Jahre 2005 aus der Wirtschaftsflaute führen. Batra fragt: „Wofür braucht man „Hochgeschwindigkeits-Zugänge“ für die Tele-Kommunikation, wenn im Durchschnitt nur ca. 20 Minuten der 24 Stunden eines Tages (in Japan) telefoniert wird?

    Wem nutzt die „Sony-Manie“ (klingt wie Sony-Money!) wirklich? Bekanntlich gehört Sony zu den 13 (!) Unternehmen, die sich der „Digitalisierung des Menschen“ widmen, angefangen bei der „Smart-Card“, welche gleichzeitig die Funktionen von Ausweis, Schlüssel, Geld und letztlich ärztlicher Betreuung erfüllen soll. Kann die Smart-Card wirklich Menschen heilen? Der totalen Überwachung, dem Betrug und schließlich dem „Cyber-Terrorismus“ stehen durch eine solche Digitalisierung alle Türen offen. Und wieder sind es die Anständigen und Schwachen, welche zu Opfern des „Fortschrittes“ werden.

    Zu den Schwachen gehören auch die Kinder. Zunehmend wird in den USA über neue IT-Erkrankungen berichtet, nämlich Krämpfe und Erblindung. Schließlich führt die totale Digitalisierung zur Intellekt-Degeneration („Schubladen-Blick“), welche eine ganzheitliche Betrachtung von Problemen unmöglich macht, von einem Verlust der Spiritualität ganz zu schweigen.

    Japan sollte sich auf die Herstellung von nützlichen Gütern konzentrieren, wobei neben der Elektronik, insbesondere die Metallverarbeitung einen qualitativ hohen Stellenwert einnimmt. So trage die herstellende und verarbeitende Industrie etwa 25% zum Bruttosozialprodukt bei, der verlustreiche Problemsektor „Finanzwirtschaft“ dagegen nur knapp 5%. Bei der Aufgabe, das Auto-Mobil (und andere Verkehrsmittel) wirklich auto-mobil zu machen, könnte die IT-Branche allerdings Unterstützung leisten.

    Wie bereits in früheren Publikationen, insbesondere in seinem hier erwähnten Buch „Die Große Depression von 1995-2010“, fordert Batra eindringlich die Einführung einer neuen Wirtschafts- und Finanzordnung. Während er anscheinend vor Jahren noch auf die durch ehrenwerte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens „aktivierte Selbstheilung“ der Gemeinwesen baute, hat er bezüglich der Fähigkeiten und des Willens des „Harvard-Virus-infizierten Wirtschafts- und Polit-Pöbels“ offenbar längst alle diesbezügliche Hoffnung aufgegeben. Eine neue Ordnung könne nur nach der endgültigen Niederlage des jetzigen Systems, etwa im Jahre 2005 (siehe Kanreki- Tabelle) geboren werden.

    Sein Modell einer wirklich demokratischen Wirtschaftsordnung nennt Batra „PROUT = Productive Utilization Theory“. Deren Hauptforderung ist eine strikte Trennung von Politik und Geldwesen, wodurch bereits eine tiefgreifende Veränderung eingeleitet würde. Weiterhin sollten Besitz und Handel mit Grund und Boden, der Eigentum aller ist, verboten und durch eine Art Erbpacht ersetzt, d.h. eine Trennung zwischen Besitzrechten und Nutzungsrechten eingeführt werden, so wie dies in der „EDO-Zeit“ Japans der Fall war. (Theorien der gleichen Art werden in Europa beispielsweise von den Anhängern eines Gottfried Feder vertreten und als „Ergokratie“ bezeichnet).

    Die neue Ordnung muß von „unten nach oben“ aufgebaut sein, so wie ein Gebäude auch nicht vom Dachstuhl her errichtet wird. Problemlösungen dürften nicht den Politikern, Bürokraten und Ökonomen überlassen werden, sondern allen beteiligten Menschen. (!!!)

    Nur kleine Einheiten ermöglichten in einer echten Leistungsgemeinschaft wirkliche demokratische Entscheidungen und Kontrolle. Manager ohne Moral hätten kein „Bleiberecht“. Vorbild ist für Batra das Elektro/Elektronik-Unternehmen Matsushita mit etwa 13.000 Mitarbeitern unter der Führung von Nakamura; Unternehmens-Losung: „In unserem Haus gibt es keine Flickschusterei“.
    Batra ist überzeugt, daß (das ethnisch homogene) Japan die erste Nation sein wird, welche das geistig in Indien geborene PROUT-System einführen wird, wobei der Grundstein hierzu möglicherweise von Shintaro Ishihara, welcher die Chance habe, bei den Parlamentswahlen im Juni 2002 als Sieger hervorzugehen, gelegt werde. Bis in alle Einzelheiten wurde in dem hier vorgestellten Werk bereits ein „Schatten-Kabinett“ unter Ishihara vorgestellt.

    Bereits zwischen 1950 und 1972 existierte in Japan ein Wirtschafts- und Sozialsystem, welches die Wesenszüge von PROUT aufwies: Die Wirtschaftsführer waren in geistig-seelischem Gleichgewicht, die Nation lebte in ausgewogener spiritueller Symbiose des „Alten Japan“ – YAMATO – nämlich gleichzeitig als friedfertige „Shotoku-Taishi- und kriegerische Budo-Shi-Seele“. Als Folge davon waren die Löhne „im Lot“, d.h. die Lücke zwischen den (individuellen) Arbeitsentgelten klein, die Produktqualität hoch und schließlich herrschte ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern.

    Jeder konnte das erwerben, was den wahren Bedürfnissen seiner Seele entsprach, und das war all das, was er letztlich auch wirklich benötigte.
    Dann ereignete sich im Jahre 1973 der erste „Öl-Schock“. Japan übernahm die Management-Methoden der USA und mutierte zur Exportnation für Güter und zur Importnation für „bedrucktes Papier“ (US-Schulden). Auf dieser „Titanic“ mit einem US-Kapitän als Schiffslenker nähern sich die mit „westlichem Geist“ beseelten Länder kontinuierlich dem riesigen Eisberg. Japan und Deutschland sollten schnellstens die Rettungsboote aufsuchen, beide Länder haben vor nunmehr bald 60 Jahren ihre Talente bei einer „Auferstehung aus Ruinen“ unter Beweis gestellt.
    Osamu Nishi, am 1. Januar 2002

    • Warum und wieso diese Buchbesprechung an dieser Stelle?
      Zitat: „…Japan und Deutschland sollten schnellstens die Rettungsboote aufsuchen…“
      Das finde ich, besonders für Deutschland, auch
      Ja, Deutschland sollte schnellstens die EU, den EURO und die NATO verlassen und sich mit der Türkei und Russland verbinden. Dieses Dreieck scheint mir kraftvoller und zukunftsträchtiger als das in früheren Tagen favorisierte Weimarer Dreieck aus Frankreich, Deutschland und Polen, oder generell ein Europa der zwei Geschwindigkeiten. Die Verquickung von NATO und EU gerade im Blick auf die Osterweiterungen gefährdet den Weltfrieden und verliert das Wohl aller Europäer aus dem Blick. Deutschland sollte bei dieser US-gesteuerten Einschnürungs- und Einkreisungspolitik gegenüber Russland nicht mitmachen. Russland bedroht niemanden und hat das Ziel, dass sich das eigene Land weiter gut entwickelt und dass sich die Lebensverhältnisse für alle Russen auf Dauer peu à peu verbessern.

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