KenFM im Gespräch mit: Lars Mährholz (März 2015)

„Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“

Im Frühjahr 2014 stieß der bis dato „Otto-Normal-Bürger“ Lars Mährholz auf die Kernbotschaft des Mannes, der wie kein anderer für die Aufklärung unserer Gesellschaft steht. Immanuel Kant.

Lars Mährholz machte sich auf. Er meldete eine Demonstration an. Die erste in seinem Leben. Über Nacht wurde aus dem bis dahin unpolitischen Leistungssportler in der Disziplin Fallschirmspringen der Initiator der Mahnwachen, die sich binnen weniger Monate zu einer bundesweiten Bürgerbewegung entwickelten.

In den Anfangswochen sprach Mährholz über die Ungereimtheiten des Geldsystems, wenig später beschäftigte er sich mit den Machenschaften der NATO, um sich im Anschluss mit der sogenannten freien Presse zu beschäftigen, die aus ihm innerhalb weniger Wochen einen radikalen rechten Verschwörungstheoretiker kreiert hatte.

Hier handelte es sich um vorsätzliche Verleumdung. Rufmord im Auftrag einer Elite, die zunehmend erleben muss, dass mit dem Internet und der daraus resultierenden Macht sozialer Netzwerke ihr Geschäftsmodell ins Wanken gerät. Dieses Geschäftsmodell basiert vor allem auf der Unmündigkeit der Bürger durch Informationskontrolle. Selig sind die, die geistig arm sind. Ohnmacht als Basis des Machtmissbrauchs.

Mährholz brachte einen Stein ins Rollen. In über 100 Städten entstanden spontane Mahnwachen von bisher unpolitischen Bürgern. Eine neue Friedensbewegung.

Lars Mährholz wurde so zu einer Gefahr. Er hat als Bürger vorgemacht, wie leicht es ist, sich zu erheben, um sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.

Wenn dieses Beispiel Schule macht, und danach sieht es aus, fällt die Macht-Pyramide in sich zusammen. Erst dann ist Demokratie möglich. Nicht alle sind von dieser Idee begeistert. So bekam Mährholz 2014 auch enormen Gegenwind von Mitgliedern der alten Friedensbewegung und aus dem politischen linken Lager. Sie alle misstrauten Mährholz, da sie es bis heute nicht für möglich halten, dass ein einzelner Bürger ohne politische Agenda oder Vergangenheit eine derartige Bewegung erzeugen kann. Noch immer ist den meisten alten Friedensaktivisten die Macht des Internets nicht im Ansatz klar. Sie sind zu weiten Teilen bis heute Neandertaler.

Wir trafen Lars Mährholz ein Jahr nach der ersten Mahnwache in Berlin, um mit ihm über seinen persönlichen status quo und das einjährige Jubiläum der Mahnwachen am 16.3.2015 in Berlin zu sprechen.

Wir erlebten einen Menschen, der sich enorm weiterentwickelt hat. Die politische Naivität ist der Erkenntnis gewichen, dass man Verantwortung in Zeiten der digitalen Revolution nicht delegieren muss. Lars Mährholz hat sich zu einem echten Aktivisten entwickelt, der gelernt hat, weit über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken. Mährholz hat Kant nicht bloß wahrgenommen, er versucht auch, dessen Appell aus eigenen Stücken umzusetzen. Sapere aude.

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3 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Lars Mährholz (März 2015)

  1. Toller Typ, schönes Gespräch, wenn auch nicht ganz aktuell. Was macht er jetzt so?
    Er hat eine lockere Art sich auszudrücken, ungestelzt, und vermag es trotzdem, die Dinge auf den Punkt zu bringen.

  2. Ja, Lars Mährholz ist ein wacher initiativer Mann, der auch sich selbst hinterfragt und nicht nur mit Fingern auf andere Menschen zeigt, um die an einen Pranger zu stellen. Er hat wohl erkennen können, in welchem Absurdistan wir heute leben, wofür Jutta Ditfurth sorgte. Und mir kommt da eine Synchronizität von Ereignissen zum Bewusstsein: Einerseits ist da eine Politik, die zur Bankenrettung die „Rettungsschirme“ erwähnt, was auf Abgrund und Fallhöhe hinweist. Andererseits ist da der Fallschirmspringer Lars Mährholz, der sich mit Rettungsschirmen super gut auskennt, und der kritisiert die Bodenlosigkeit des Finanzsystems. Kann das Video nur empfehlen.
    Eine Idee des Lars Mährholz ist die, einen reichen Unternehmer zu finden, der grosse Werbeflächen mieten könnte, um per Friedens Werbung usw. Menschen bewusstseinsmässig voran zu bringen. Ken Jebsen sagte, man könne diese Aktion auch per Crowdfinanzierung durchführen. Das wäre nicht so ganz billig. Bin keine reiche Unternehmerin. Aber im Rahmen meiner realen Möglichkeiten würde ich auch das Projekt mit tragen. Wäre auch ein bischen Egoismus, weil: Wer kann schon von sich selbst in Wahrheit behaupten, zu Friedensstiftern zu gehören ?
    Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.

  3. Lars Mährholz ist ein sympathischer Aktivist um die Montagsdemos und Mahnwachen. Ich bin 77 und war noch nie in meinem Leben auf einer Demo. Wenn man Herrn Mährholz zuhört, bekommt man direkt Lust sich auf einer der nächsten Montagsdemos einfach dazuzustellen und Flagge für den Frieden zu zeigen. Tausend Themen brauchen 1000×1000 und mehr Menschen die alle die Fakten aufzeigen und öffentlich diskutieren die dem Weltfrieden entgegenstehen.
    Ich kann Lars Mährholz und seinen Initiativen nur zurufen – bleibt in Bewegung!

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