nachdenKEN über: Wirtschaftsflüchtlinge

Alle reden über Wirtschaftsflüchtlinge. Wir auch.

Wir alle sind mehr oder weniger Wirtschaftsflüchtlinge. Wir sind auf der Flucht vor den verheerenden Folgen unseres Wirtschaftssystems. Weltbank, IWF, Troika, NATO, EU, FED, EZB etc, sind nur Werkzeuge einer immer kleiner werdenden Elite, die den Turbokapitalismus, umgangssprachlich Globalisierung, durchsetzen möchte. Dieses Wirtschaftssystem hat 99% der Menschheit im Visier. Wir sind mehr oder weniger im Weg, mehr oder weniger zu viel, und bestenfalls Konsumenten. Der Neoliberalismus wird wie eine Religion propagiert. Wir müssen erkennen, dass wir uns auch in immer größeren Teilen Europas in postdemokratischen Gesellschaften befinden.

Was wir aktuell in Griechenland erleben, was auch in unserem Namen in Syrien passiert, ist nichts anderes als ein Test, der unsere Passivität abklopfen soll. Wie weit kann man uns dazu bringen, untereinander die Solidarität aufzugeben? Es ist wie wenn Rudel Hyänen eine Herde Antilopen angreift, um ein Tier zu isolieren. Der einzelne aus der Gruppe Herausgelöste hat nicht den Hauch einer Chance. Nur wenn wir als Spezies begreifen und uns nicht durch ultrareiche Eliten untereinander an die Gurgel gehen, hat der Frieden eine Chance und lässt sich die Restdemokratie retten.

Quellen:
Die Utopie leben!
https://www.youtube.com/watch?v=0uNSj…

Mein Katalonien. Von George Orwell
http://www.diogenes.de/leser/katalog/…

KenFM Geldsendung / Das Wunder von Wörgl
https://vimeo.com/33908662

Wer hat Angst vor Silvio Gesell:
http://www.amazon.de/Silvio-Gesell-Zi…

Kanalinseln: Das Wunder von Guernsey
http://www.freiwirte.de/texte/guernse…

5 Kommentare zu: “nachdenKEN über: Wirtschaftsflüchtlinge

  1. Ich habe oft genickt, während des Vortrages aber ein paar Fragen hätte ich da doch. Ich glaube, wir sind uns darüber einig, dass der Flüchtlingsstrom durch die NATO-Kriege in den arabischen Ländern losgetreten wurde und zwar nicht als Nebeneffekt, sondern ganz gezielt. Somit konnten gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. 1) diese Länder sind wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich für Jahrzehnte zerstört und damit leichte Beute für die US-Erdöl-/Rohstoffindustrie. 2) Widerstand und Wiederaufbau sind nahezu unmöglich, weil die halbwegs gebildeten, arbeitsfähigen und wohlhabenderen Teile der Bevölkerung geflüchtet sind. Die wirklich Armen und Schwachen mussten zurückbleiben 3) Europa und vor allem Deutschland wird durch die Migrationswelle, manche sprechen auch von einer Migrationswaffe, destabilisiert. 4) Terroranschläge, Vergewaltigungen und sonstige Kriminalität nehmen zu und führen zu dem Wunsch nach mehr Sicherheit. Die Lösung wird uns dann auch gleich in Form von Totalüberwachung und Polizeistaat präsentiert. Die Mehrheit des durch ARD, ZDF, Spiegel und Co. verblödeten Volkes wird diese Einschrängungen als Preis für seine Sicherheit weitestgehend kritiklos akzeptieren. Ist es also nicht so, dass wir durch unsere Willkommenskultur und Refugees Welcome Bekundungen diese Entwicklung auch noch unterstützen? Wieviele Migranten oder Flüchtlinge kann Deutschland sozial, finanziell und sicherheitstechnisch verkraften, bevor ein Bürgerkrieg ausbricht? Sollen wir wirklich aufgrund einer uns eingeredeten Verantwortung oder gar Mitschuld unser Land, unsere Sicherheit und unsere Zukunft unwiderrufbar aufgeben? Schuld sind nicht – wie sie sagen – wir, sondern die Eliten aus Banken, Rüstungsindistrie und korrupten Politikern. Wir sollen den Preis zahlen für deren Verbrechen? Können wir, so stark unsere Schaffenskraft auch sein mag, das schaffen? Ich bin dazu nicht bereit. Ich will nicht, dass meine Kinder und Enkel in amerikanischen Verhältnissen aufwachsen müssen. Deutschland war trotz der ungeheuerlichen Einschränkungen, Bevormundungen und Beraubungen durch seine Besatzer ein sicheres und starkes Land. Das wird bald für immer vorbei sein.

  2. Oh, ein Aufruf zur Übernahme der Betriebe, Selbstverwaltung, Anarchismus, Volksherrschaft!

    R E V O L U T I O N !

    Gute Idee, machen wir! – Aber die politische Macht kommt aus den Gewehrläufen. Ohne Volksmacht keine Volksherrschaft. Ohne Gewalt kein Umsturz der Herrschaftsstrukturen. Es gibt keine „gerechte Verteilung“ innerhalb des kapitalistisches Herrschaftssystems und weltweit keinen Frieden mit diesem System. Der Kapitalismus muß beseitigt werden.

    Wenn irgendwo das Volk die Macht erringt, muß es sie nach allen Seiten verteidigen, auch gegen innere Feinde, die vom bisherigen System profitierten. Die Verteidigung wiederum geht ebenfalls nur mit Gewalt, was nach aller Erfahrung die Demokratie gleich wieder einschränkt. Wenn das Volk nicht wehrhaft ist, wird es seine gerade errungene Freiheit bald wieder verlieren.

    Die Spanische Republik wurde von Faschisten zerstört. Das Volk hat sich heldenhaft verteidigt, aber die Kräfte reichten nicht aus. Wenn sich heute ein Volk erheben würde – nehmen wir die Griechen als Beispiel – müßte es unweigerlich gegen die US-Imperialisten und ihre EU-Vasallen kämpfen, und zwar wirklich mit Panzern und Kanonen. Man würde nicht lange zusehen, wie das Volk die Kapitalisten zum Teufel jagt und seine demokratische Anarchie errichtet. Das US-Regime läßt ja nicht einmal die südamerikanischen Staaten in Ruhe, die eine irgendwie „linke“ Regierung haben, obwohl diese von einer wahren Volksherrschaft weit entfernt sind.

    Was ergibt sich daraus? …..

  3. Was ist DAS denn..??? Für mich einer der BESTEN Beiträge und kein einziger Kommentar..??
    Also ich finde besonders die Thematik mit der ANARCHIE super! Es ist an uns und besonders an Dir, verehrter Ken, den Leuten die ANGST vor dem Wort ANARCHIE zu NEHMEN. Bei den meisten Deutschen löst dieses Wort immer noch total NEGATIVE Gedanken aus. (wie auch früher bei mir) Ängste vor einem totalen Chaos ohne ordnende Hand. Dabei haben die Spanier ja gezeigt, dass es womöglich die BESTE Staatsform ist..! Ich würde mich sehr FREUEN, wen KenFM dieses THEMA einmal bei „Positionen“ behandeln würde. Als Gäste würden mir spontan Andreas Popp und Georg Schramm einfallen. Frank König (Aufstand von unten) und auch Michael Vogt würden dazu passen..!
    Danke..!!

    • Ich wollte noch hinzufügen, dass auch Oliver Janich „Nach der Krise kommt der libertäre Anarchismus?“ ein interessanter Gast sein könnte. Ich habe mir gerade bei NuoViso-TV ein Interview mit ihm angesehen und er schildert den Anarchismus recht logisch und vor allem VERSTÄNDLICH..!

    • Bei solch einer Diskussion hätte ich gerne jemanden von der MLPD dabei oder wenigstens von der DKP. Eine demokratische ANARCHIE kann man sich wie Utopia ganz schön ausmalen, aber es wäre sinnvoll, dabei auch die MACHTFRAGE zu bedenken.

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