Positionen 7: Journalismus oder Propaganda – Wenn Recherche zum Risiko wird

Bis in die Achtziger Jahre war politischer Journalismus in Deutschland einfach. In den Parlamenten gab es echte Lager. Wer zwischen schwarz, rot, grün und gelb unterscheiden wollte, musste kein Experte sein.

Personen und ihre bekanntesten Köpfe standen sich frontal gegenüber. Helmut Kohl und Joschka Fischer waren kein „Team“, so wie Herbert Wehner und Franz-Joseph Strauss nie im selben Lager standen.

Was also tat der politische Journalist in der Regel? Er setzte sich nicht zwischen alle Stühle, sondern entschied sich für eine der ihm bekannten Seiten. Zu diesen Seiten gab es die entsprechenden Gazetten, Sender und Redaktionen. Man musste nicht groß recherchieren oder Gegenrecherche leisten, um im Geschäft zu bleiben. Es reichte z.B., in der FAZ oder der WELT eher konservative Positionen als „richtig“ zu verkaufen, während man beim SPIEGEL oder STERN linken oder liberalen Politikern nach dem Mund redete.

Sicher gab es immer auch investigative Reporter, die lagerübergreifend nach dem großen Skandal suchten und diesen auch fanden – nur war das immer die Ausnahme. Dieser Journalismus machte immer extrem viel Arbeit, und er konnte nicht auf einem betonierten Weltbild aufbauen. Wer im Dreck wühlte, wurde berühmt, aber eben auch berüchtigt. Die Politik mag solche Journalisten nicht.

Mit dem Entstehen der großen „Mitte“ in der Politik – alles ist verhandelbar und wenn es um die Macht geht, sind auch sämtliche Positionen jederzeit ins Gegenteil drehbar – hat der Journalist ein Problem. Er kann sich nicht mehr zurücklehnen, sondern muss die Realität tatsächlich erforschen, um sie autark medial zu erschaffen. Medienrealität. Nur wie macht man das?

An diesem Punkt scheitern die meisten Kollegen heute, denn sie haben es nie gelernt. Erschwerend hinzu kommt, das mit dem Internet das Informationsmonopol der Mainstream-Medien und damit des Staates verloren gegangen ist. Dieser Verlust fester Orientierungspunkte, der Medienmacher und Medienkonsumenten gleichermaßen verunsichert, hat zum Verlust dessen geführt, was man früher Vertrauen nannte, was in Wahrheit aber nur ein deutlich kleinerer Ausschnitt der Wirklichkeit war.

2016 leben wir in einem Informations-Overkill. Wahrheit und Propaganda sind kaum noch zu unterscheiden, und echte Recherche wird kaum noch bezahlt. Wenn sie dennoch stattfindet, kann sie zum Berufsrisiko werden, das die journalistische Karriere vorzeitig beendet.

Die 7. Ausgabe von POSITIONEN beschäftigt sich mit dem Thema: „Journalismus oder Propaganda – wenn Recherche zum Risiko wird.“

Unsere Gäste Frieder Wagner, Aktham Suliman, Jochen Scholz und Walter van Rossum wissen, was es bedeutet, den Beruf des Journalisten so auszuüben, dass man auch dann noch recherchiert, wenn man erkennen muss, dass man dabei ins Fadenkreuz der Mächtigen gerät.

Inhaltsübersicht:

ab 00:03:44     Vom Verschwinden des Pluralismus in den deutschen Medien

ab 00:08:14     NATO-Militärpolitik: Ethische Grundlagenverschiebung ab 1990

ab 00:15:49     Tabuthema Uranmunition: Wie die tödlichen Wirkungen dieser Kriegswaffen durch Politik und Medien  verschwiegen werden

ab 00:29:31     Das System Journalismus: Wie weit reicht die journalistische Motivation zur „ehrlichen“ Arbeit? Zwischen Sprachregelungen und Rudelführertum

ab 00:54:14     Kriegsberichterstattung: Georgien, Irak, Syrien. Wie verlässlich sind medial verbreitete „Beweise“?

ab 01:01:11     Wahlkampf 1998: Schröder vs Kohl. Politische Absprachen im Vorfeld des Kosovo-Krieges?

ab 01:05:10     Die deutsche Presse seit Ende des Kalten Krieges: Konformismus und Qualitätsverlust

ab 01:14:51     Die Konstruktion von Narrativen im Journalismus: „Gut gegen Böse“

ab 01:33:26     Alpha-und Gamma Journalisten: Möglichkeiten und Grenzen im Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk

ab 01:49:00     Berichterstattung über: Irak, Lybien, Syrien/ Leserkommentare als Hoffnungsträger

ab 02:00:00     Vom infantilen Umgang mit Flüchtlingen: positiver Rassismus nicht besser als negativer Rassismus

ab 02:04:00     Gute Bomben aus den USA – Schlechte Bomben aus Russland

ab 02:14:29     Die Definition von Terrorismus: Wer terrorisiert eigentlich wen?

ab 02:19:29     Die Aufkündigung der souveränen Rechtsstaatlichkeit: USA erlässt den „National Defense Authorization Act“

ab 02:23:42     Ursprünge und Auswirkungen des positiven Amerika-Bildes nach 1945 in Deutschland

ab 02:29:10     Alternativen zum Mainstream: Neue Wege zur Durchsetzung journalistischer Glaubwürdigkeit

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97 Kommentare zu: “Positionen 7: Journalismus oder Propaganda – Wenn Recherche zum Risiko wird

  1. Auch das hier, weil es passt:

    Zwischen den Zeilen lesen!
    Generaldebatte zur Regierungspolitik vom 23.11.2016 auf YouTube.
    https://www.youtube.com/watch?v=U4ev_0R2Xqo

    Ab ca. Min. 2.00 die für mich deutliche Reaktion auf die Wahl eines Donald Trump. Die Elite lernt. Das ist unbestritten. Die Beschneidung der , noch, öffentlich zugänglichen, alternativen Medien wird kommen. Vielleicht ist es schon beschlossen. Die Umsetzung läuft an. Wirklich „zwischen den Zeilen“ muss man nicht „lesen“, bei den Ausführungen unserer Kanzlerin.

    Mich durchfloss ein Schrecke, als ich die Rede von Frau Merkel hörte. Ganz abgesehen von der unsäglichen Verdrehung der Realität in Deutschland, Europa und der Welt. Die Anmerkungen zur „Meinungsmache“ in der veränderten Medienlandschaft ist erschreckend.

    Interessant ist in dieser Generaldebatte des Bundestages der Beitrag von Sahra Wagenknecht. Für mich eine recht gute und treffende Zusammenfassung der aktuellen Situation in Deutschland, Europa und der Welt.
    Sehr aufschlussreich ist die Reaktion der Vertreter von CDU/CSU, SPD auf die Ausführungen von Frau Wagenknecht ab ca. Min. 18.00
    https://www.youtube.com/watch?v=j9d4xOKfgME
    Hier wird deutlich: Um Sachfragen und dem Versuch Politik für die Menschen zu gestalten, geht es schon lange nicht mehr. Sachdiskussionen werden bereits im Anfangsstadium ad absurdum geführt. Hier zeigen die Lakaien der Eliten wie weit sie sich vom „normalen Menschen“ entfernt haben und wie verächtlich man über die zu Regierenden denkt.
    Frau Wagenknecht reagiert hervorragend auf die Reaktionen aus den Reihen der Regierungsparteien.

    Mein Fazit, nicht erst seit diesen Vorkommnissen:
    Mit dem Versuch sachlicher Diskussionen mit den Verantwortlichen in Wirtschaft und Regierung, werden wir nichts mehr verändern. Für mich ist das lange schon klar. Der Unterschied zwischen dem Lügner und dem Verlogenen? Der Lügner weiß, dass er die Unwahrheit sagt….. Hier haben wir es schon lange nicht mehr mit Lügnern zu tun. Der Versuch zu Überzeugen und so positive Veränderungen zu erzielen, mit diesen „Gesprächspartnern“, ist bereits beim ersten Atemzug zum Scheitern verurteilt. Die Situation in der Welt und die Politik ist genau so gewollt! Eine andere Schlussfolgerung ist für mich nicht zu erkennen.
    Egal welche Themen man sich vornimmt. Es gibt hinlängliche Beweise und Ergebnisse in allen Bereichen wie: Kriege der letzten 50 Jahre, Geopolitik und Geostrategie, Umweltzerstörung, Gründe für Flüchtlingsströme, Fals-Flag-Strategien, „Terrorismus“, Bankenrettungen, Troika, Steueroasen, Verteilungsungerechtigkeit weltweit, moderne „Sklaverei“ durch Großkonzerne in 3t. Weltländern, völliger Realitätsverlust (Verlogenheit?)in den (Mainstream-)Medien, was eine haarsträubende Berichterstattung nach sich zieht usw. usw…. Kurz: Der Planet und die Welt-Gesellschaft fliegt uns früher oder später um die Ohren! Ich, Bj. ’75, erlebe das sicher noch mit!
    Und die „Eliten“? Medien, Führungskräfte in Wirtschaft und Politik, Musiker, Filmstars und sonstige Persönlichkeiten mit „Reichweite“? Wo sind sie? Machen die Beine breit für den Kapitalismus und schirmen sich in ihren Welten ab. Lange wird auch das nicht mehr gehen. Aber wann realisieren die Menschen das? Nahe am Realitätsverlust, ist bei diesen Menschen glatt untertrieben. Und die Frage nach der Gesundheit derer, die dieses Verhalten, diese Meinungen, die Politik und das arrogante Verhalten gegenüber dem Rest der Welt der letzten Jahre verteidigen, sollte gestellt werden dürfen.

    Aber auch der normale Bürger muss sich fragen, welchen Beitrag er leistet zu all diesem Schrecken. Durch unser aller Konsumverhalten und Unwillen den „Will – mehr – haben – Drang“ abzuschütteln und sich auf die Schönheit der Welt und der Vielfalt zu beschränken und uns auf das wirklich Wichtige zu konzentrieren, Verzicht zu üben, lamentieren wir lieber. „Die da oben! Die sind schuld!“ Verantwortung abgegeben und schön weiter machen wie bisher…. Bloß nicht weiter denken! Dann findet sich schon ein Schuldiger!
    5000 Teilnehmer bei „Stopp Rammstein“ 2016……. 5000…wenn es denn wirklich soviel waren. Ein Witz! Unsäglicher Streit innerhalb „Der Friedensbewegung“… Wer soll das sein? DIE Friedensbewegung? Hat da nur einer recht, wenn er gegen Krieg ist? Was soll dieser Blödsinn! Links! oder Links?…. Was ist hier los! So wird das nix werden.

  2. Mein Kommentar ist, schreibt mehr kritische Kommentare!
    Wie aus der Sendung unter anderem hervor geht kann es die kritischen Zuschauermeinung sein die als Sand im Getriebe funktioniert. Der Autor/in wird gezwungen nochmals Seinen/ Ihren Standpunkt zu bekräftigen. Andere Zuschauer / Leser werden so unmittelbar andere Meinungen aufgezeigt.

    Tolle Sendung – Eventuell das Publikum noch mit einbeziehen bei der letzten Phase der Sendung bzw. Nachfragen zulassen.

  3. Teil 2

    DAS ENDE DES RECHTSSTAATES (und des Völkerrechts)

    Auch sehr wichtig war die Erwähnung des NDAA durch Herrn van Rossum, dessen enorme Bedeutung aber weder von ihm noch von Herrn Jebsen dem Publikum näher erklärt wurde.

    Die „Aufkündigung der Rechtsstaatlichkeit“ (Aberkennung ziviler Rechte, willkürliche Verhaftung, Verschwinden in geheime Gefängnisse, Folter , Mord weltweit – das alles darf die USA wegen der „Terrorgefahr“) fand natürlich in den USA nicht erst nach 911 statt, sie musste aber ab diesem Zeitpunkt nicht mehr so aufwendig verborgen werden.

    Hier hätte man als historischen Kontext den Namen Carl SCHMITT („Der Führer schützt das Recht!“) erwähnen müssen, den er ist die Leitfigur für das NDAA, den „Patriot Act“ und andere Gesetze, die unter dem Vorwand der Terrorgefahr immer mehr zivile Rechte untergraben (auch bei uns).

    Herr Scholz bemerkte ja, dass die „indispensable nation“ mit ihrem „exceptionalism“ sich ja schon länger das Privileg herausnimmt, Völkerrecht und Menschenrechte als politische Waffe einzusetzen, sich aber selbst nicht daran hält … und alle schweigen dazu.

    AKTUELLES BEISPIEL: das US-Militär hat am 18. September 62 syrische Soldaten getötet und über 100 verletzt – wohlgemerkt nicht in einer Kampfsituation, sie waren eingekesselt von den IS-Terroristen – ein klares KRIEGSVERBRECHEN.

    „An anonymous Centcom official told the New York Times that US surveillance aircraft tracked the Syrian army units “for several days” BEFORE US fighters attacked them. “The attack went on for about 20 minutes, with the planes destroying the vehicles and gunning down dozens of people in the open desert, the official said …“

    Das ist ein doppelter Skandal: erstens, weil die USA überhaupt KEIN Recht hat, in Syrien militärisch einzugreifen (da ohne UN-Mandat und ohne Zustimmung der syrischen Regierung) und zweitens, weil sie ja erst vor kurzem EINE WAFFENRUHE vereinbart hatte (die ußenminister Kerry u. Lavrov). Wie der russische UN-Botschafter Vitaly Churkin feststellte, war die Bombardierung ganz und gar kein „Versehen“:

    “It was quite significant and not accidental that it happened just two days before the Russian-American arrangements were supposed to come into full force,” he said. “The beginning of work of the Joint Implementation Group was supposed to be September 19. So if the US wanted to conduct an effective strike on Al Nusra or ISIS, in Deir ez-Zor or anywhere else, they could wait two more days and coordinate with our military and be sure that they are striking the right people… Instead they chose to conduct this reckless operation.”

    “One has to conclude that the airstrike has been conducted in order to derail the operation of the Joint Implementation Group and actually prevent it from being set in motion“

    (Gaby Weber’s Film wird dadurch brand-aktuell … denn Amerika treibt immer noch das gleiche, tödliche Spiel …)

    Aus diesem Grund hat Russland ja auch eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates verlangt. Was aber passierte dort? Die amerikanische UN-Botschafterin SAMANTHA POWER hat sich einen unglaublichen Auftritt geleistet:

    Sie hörte gar nicht zu, als Churkin sprach, sondern gab zur gleichen Zeit eine Pressekonferenz: Sie tat so, als ob dieser feige Angriff keine große Sache sei (ein bedauerliches „Versehen“ – was natürlich eine Lüge ist, denn das Gebiet wird ständig von US-Aufklärungs-Drohnen überwacht und es sind ja auch „special forces“ am Boden im Einsatz) und griff ihrerseits Russland heftig an:

    Es habe sich auf Seite des „Assad-Regimes“ (gewählte Regierung) geschlagen und dessen brutale Methoden übernommen:

    Bombardierung von Krankenhäusern, von Flüchtlingslagern, absichtliches Hungern der Zivilbevölkerung, etc. also selbst zahlreiche Kriegsverbrechen begangen und deshalb sei die Beschwerde vor der UN ein „stunt“, also eine billige Show, eine Heuchelei, die man nur verurteilen kann.

    Für diese Vorwürfe gibt es NULL Beweise, (wir WISSEN aber, dass das US-Militär z.B. in Afghanistan ein MSF-Krankenhaus bombardiert hat und dass die USA und ihre schäbigen Vasallen den Krieg in Syrien herbeigeführt haben, die Terroristen sind ihre Schachfiguren …), aber es genügt, dass ein amerikanischer Politiker oder Diplomat sie vorträgt.

    Dann wird das ganze tausendfach von den Papageien-Journalisten wiederholt und schließlich als „wahr“ akzeptiert.

    Russland ist also am Leiden und Sterben in Syrien schuld, weil es den bösen Assad unterstützt … dieses absurde Märchen soll davon ablenken, dass die USA der größte Verbrechensstaat ist, der je auf diesem Planet existiert hat, was man auch mit historischen Fakten belegen kann.

    Tatsache ist, dass die USA (seit vielen Jahren) ihre eigenen Verbrechen auf ihre politischen Gegner projiziert um damit das eigene Gewissen zu beruhigen und die eigene kriminelle Gewalt und Subversion als gerechtfertigt hinstellen zu können. Klartext: Amerika mordet immer für den guten Zweck und immer als Reaktion auf andere Schurken.

    Diese unerträgliche BIG LIE wird seit Jahrzehnten von den Medien kritiklos übernommen: die USA machen höchstens „Fehler“ in ihrer Außenpolitik, aber NIEMALS werden sie für Verbrechen zur Rechenschaft gezogen (für die 1945 in Nürnberg scharf geurteilt wurde). Der WAR ON TERROR ist eine Riesen-Lüge

    http://www.theguardian.com/politics/2003/sep/06/september11.iraq

    Jochen Scholz: „Die wissen alle, dass die Amerikaner den Terrorismus für ihre Zwecke benutzt haben, seit Jahrzehnten“ (siehe youtube-link in Teil 1)

    Des Kaisers neue Kleider im dritten Jahrtausend …. der amerikanische Kaiser ist nicht nur nackt, er zieht eine Blutspur hinter sich her .. aber niemand von den Journalisten will das sehen …

    Herr WAGNER ist ein Held für alle, die seit vielen Jahren gegen die Atom-Mafia kämpfen und es ist traurig zu sehen, dass er nicht einmal wagt, die Namen jener mutigen Kollegen in den Mainstream-Medien zu nennen, die auf seiner Seite stehen.

    Herr SULIMAN ging mir enorm auf die Nerven, denn er hat wohl gedacht, hier handelt es sich um einen Fall von Info-tainment. Das blöde Gerede von der „Systemtheorie“ und die widerliche Story vom Friseur haben nichts zu einer sinnvollen Debatte beigetragen.

    Dass er, als Syrer, nichts zu den ungeheuerlichen Verbrechen gegenüber seinem Volk zu sagen hatte, außer „nach 500 Jahren gewöhnt man sich daran“ und zu den dramatischen Schilderungen von Frieder Wagner „Sie haben uns das schwarz gemalt, wir hatten doch auch was positives, den Arabischen Frühling..“ ist einfach nur erbärmlich.

    Der „Arabische Frühling“ war ja auch eine Illusion, eine politische Inszenierung (wie der „Maidan“ in Kiew), doch Herr Jebsen greift nicht ein, um das klarzustellen. Weiß er es selbst nicht?

    Die einzig wichtige Aussage von Suliman war diese: (Journalisten – wie er – sind)

    „…froh über jede Möglichkeit, schnell an Informationen heranzukommen“ auch dann, wenn der Wahrheitsgehalt nicht überprüft wurde (oder überprüfbar ist) – und wenn alle wissen, dass es eine Lüge ist …

    Bemerkenswert finde ich, dass bei einer Runde mit diesem Thema die PRESSEAGENTUREN nicht einmal ERWÄHNT wurden, obwohl diese den Großteil der „Meldungen“ liefern, die die Journaille dann nur verarbeitet. Ein echtes Versäumnis.

    Ganz zu schweigen von künstlichen Verteilern, die sich als seriöse Presse-Quellen darstellen, aber nur für Propagandazwecke erschaffen wurden: z.B. SITE (pro-israelisch, verbreitet und „findet“ alle Videos von IS), Aleppo Media Center (von Frankreich gesteuert) oder die „Syrische Beobachtungstelle für Menschenrechte“ (SOHR) die alle deutschen Medien als Quelle benutzen, obwohl dahinter nur ein einziger Mann steht (der in Coventry, im Norden Englands ein Kleidergeschäft betreibt und dessen echten Namen sie nicht einmal kennen), der seit vielen Jahren nicht mehr in Syrien war und dessen „Informationen“ von keinem Journalisten je überprüft wurden ..

    http://journal-neo.org/2015/12/12/the-syrian-observatory-for-human-rights-is-a-tool-of-western-propaganda/

    Wir haben Orwell in unserer künstlichen Medienwelt schon längst überholt …

    • Das was Du hier schreibst, wird grundsätzlich ergänzend und aufklärend nicht nur durch folgenden Vortrag von Daniele Ganser bestätigt:
      :https://youtu.be/Vcp7Q1gC-ws
      Ein Vortrag, den ich für mich selbst als politisch relativ Unbedarften und Uninteressierten, eher an der Psychologie des Menschen interessierten und von meiner Natur her eher Passivist neben anderen, gerade auch denen von Ken jebsen gut gefallen, so dass mein Interesse geweckt war, den Geschichten und Ausführungen – hier von Daniele Ganser bis zum Ende zu folgen. Das liegt wohl auch daran, dass Herr Ganser mir als guter Sprecher erscheint, wie auch Ken Jebsen, allerdings auf anderer Weise.
      Durch die Art des Sprechens fühle ich mich von Herrn Ganser freundlich an die Hand genommen, von Herrn jebsen eher freundlich mit guten? Absichten geohrfeigt, damit ich endlich klarer sehe….

    • Hallo Agape,

      das was Du hier schreibst, wird grundsätzlich ergänzend und aufklärend nicht nur durch folgenden Vortrag von Daniele Ganser bestätigt:

      :https://youtu.be/Vcp7Q1gC-ws

      Ein Vortrag,

      der mir als politisch relativ Unbedarften und Uninteressierten, eher an der Psychologie des Menschen interessierten und diesbezüglich von meinem Charakter her eher Passivist,

      gut gefallen hat und gefällt, wie auch einige Sendungen von kenfm.de und anderen, so dass mein Interesse geweckt war, den Geschichten und Ausführungen von Daniele Ganser bis zum Ende zu folgen. Das liegt wohl auch daran, dass Herr Daniele Ganser mir als guter Sprecher erscheint, wie auch Herr Ken Jebsen, allerdings auf anderer Weise.
      Durch die Art des Sprechens fühle ich mich von Herrn Ganser freundlich an die Hand genommen, von Herrn Jebsen eher freundlich mit guten? Absichten geohrfeigt, damit ich endlich klarer sehend mich besser selbst schützend und vielleicht anderen beistehend könnend durch die Welt gehe, wie sie hier auf der Erde nun mal ist, ob es gefällt oder nicht….

      mit freundlichen Grüßen
      Stefan

      ps:

      Liebe Kommentarprüfer,

      bitte löscht meinen ersten Antwortkommentar. Den habe ich ein wenig voreilig ungeprüft abgesendet und ist voller grammatischer Fehler.
      Mit freundlichen Grüßen
      Stefan

  4. Wenn man die Diskussionsbeiträge in dieser Runde nach ihrer Wichtigkeit und Klarheit bewerten müsste, wie sähe das Ergebnis dann aus? Ich komme zu folgendem Ergebnis:

    Die rhetorische Nr. 1 ist für mich eindeutig HERR SCHOLZ, der leider nicht sehr oft zu Wort kam. Ich könnte diesem Mann stundenlang zuhören, weil er Eigenschaften hat, die für die richtige Beurteilung der US/ NATO-Außenpolitik extrem wichtig bzw. für die Zuschauer sehr hilfreich sind:

    • er kennt den historischen u. geopolitischen Hintergrund (Weltkriege, Kalter Krieg, PNAC, etc.)
    • er (er)kennt die Methoden der Geheimdienste (false flags, Infiltration, gesteuerter Terror, Gladio, etc.)
    • er verfügt über hohe analytische Kompetenz und strategisches Denken
    • er formuliert prägnant und eindrucksvoll (& kann alles belegen, was er sagt)

    Was waren seine wichtigsten Aussagen?

    „Die USA ist an den allermeisten Konflikten dieser Welt ursächlich beteiligt“ (seit Jahrzehnten…)

    Das ist die Crux aller Gewaltprobleme* auf diesem Planeten (seit 1945), doch sie ist in den Medien tabu. Leider hat Herr Jebsen diesen Faden NICHT aufgenommen, sondern das Thema gewechselt („lassen Sie uns zum Journalismus zurückkehren“) – ein Riesenversäumnis.

    (*Siehe auch „My country is the GREATEST PURVEYOR OF VIOLENCE in the world today“ Martin Luther King in seiner „Beyond Vietnam“-Rede, 1968 – für die er letztlich ermordet wurde … der Satz gilt heute mehr denn je… und die Nobelpreis-Rede von Harold Pinter, zweite Hälfte)

    SOFT-POWER: In welchem Ausmaß die USA die deutsche Zivilgesellschaft nach 1945 (bis heute) unterwandert und manipuliert hat, deutete Herr Scholz ebenfalls an (CIA-Projekte wie Congress of cultural freedom, Kontrolle der linken Intellektuellen, der Presse etc. – heute durch „Think-tanks“ etc.). Doch wieder hat Herr Jebsen das Thema NICHT weiter vertieft …

    Zur Rolle der NATO als verlogene „humanitäre“ Kriegsmaschine:

    • „Die USA wollen ihre Gewalt-Projektion weiter ausbauen“ (klare Aussage)
    • „Jugoslawien-Krieg (samt Kosovo-Konflikt) von A bis Z erlogen“ (ditto)
    • Kosovo war ein Wendepunkt, weil damit die deutsche Loyalität zur Politik der USA bewiesen wurde (wichtiger als Völkerrecht!)

    (Ich hätte gerne jemand wie Herrn Scholz als Bundespräsident … Intelligenz, Integrität, Ehre, Ethik und Charisma in einer Person, wo findet man das noch? Aber genau deshalb würde man das nie zulassen…)

    Inhaltlich sehr wichtige Aussagen machte auch HERR VAN ROSSUM, aber leider rhetorisch ungeschickt (viel Sarkasmus, verharmlosende Umschreibungen, wenig Kontext, zu plakativ, keine klare Sprache wie sie Herr Scholz benutzt …)

    Was waren seine wichtigsten Aussagen?

    Die erschreckende GLEICHSCHALTUNG DER JOURNALISTEN (nicht nur) in Deutschland hat er nicht so genannt, sondern ironisch (und verharmlosend) “leidenschaftlicher Konformismus“.

    Dieser PAPAGEIEN-JOURNALISMUS legitimiert Völkermord, Krieg und Staats-Terror.

    Wenn er gesagt hätte „die kritiklose Übernahme der arroganten, größenwahnsinnigen Position der USA (zur Legitimierung ihrer verbrecherischen Außenpolitik) durch unsere Journaille ist ein Skandal“
    hätte das jeder verstanden. Stattdessen formulierte er seine Kritik so:

    (Die Journalisten) „tun, als wären die USA Ersatz für die UN, als ob sie ein völkerrechtliches Mandat hätten“
    Als Beispiel führte er die „Rote Linie“ von Obama an, deren Überschreitung die USA auf keinen Fall hinnehmen wollte.

    GUTES GIFTGAS – BÖSES GIFTGAS

    Er meinte damit, dass die (gespielte) moralische Empörung Washingtons über „Giftgas“ in Syrien (das NICHT von Assad eingesetzt wurde, sonden von den „Terror-Rebellen“ – siehe dazu Seymour Hersh, MIT und Carla Ponte) von der Presse sang- und klanglos als authentisch übernommen wurde, ohne darauf hinzuweisen, dass die USA selbst wiederholt chemische Waffen eingesetzt hat: z.B. massenhafter Einsatz von Agent Orange, Napalm in Vietnam unter deren Folgen, die Bevölkerung noch heute leidet (weil die Chromosomen geschädigt sind– wie auch durch Uran-Munition im Irak, wie Frieder Wagner ja eindrucksvoll gezeigt hat).

    Das (deutsche) Giftgas für Saddam im achtjährigen Krieg gegen Iran war auch für die USA kein Problem, denn diesmal wurden ja die „richtigen“ damit umgebracht: iranische Soldaten (viele davon noch Teenager), wie Herr van Rossum ja andeutete.

    Tatsächlich setzten die vom Westen unterstützen „Rebellen“ mehrfach chemische Waffen in Syrien ein (z.B. Chlorgas), aber das interessiert doch unsere Papageien-Journaille nicht. Wenn die USA sagt, es war Assad, dann war es Assad…

    KLARTEXT: Die ungeheure ANMAßUNG UND HEUCHELEI der USA (als selbst-ernannte, oberste moralische Instanz, die stets gegen (oft selbst erschaffene) Bösewichte für das Gute kämpft) WIRD IN DEN MEDIEN NIE KRITISIERT …

    stattdessen werden nur die statements von Obama, Kerry & Co. wiedergegeben, als ob diese nicht anzuzweifeln sind.
    Leider hat es Herr van Rossum nicht so deutlich ausgedrückt, sondern mit solchen, geschwollenen Formulierungen die Resonanz im Publikum untergraben:

    „Das Phatasma der journalistischen Objektivität“ … (ist eine Illusion) und es gäbe „nur perspektivisches Sehen“.

    KLARTEXT: die Journalisten übernehmen (routinemäßig) die extrem-verzerrte, einseitige Perspektive der USA (und Israels), wenn sie über außenpolitische Themen und Kriege „berichten“, auch dann wenn sie damit den „größtmöglichen Blödsinn“ und „Billig-Narrative“ (Assad, Putin die „Bösen“ USA / NATO die „Guten“) verbreiten, wie es Herr van Rossum ausdrückte.

    LEIDER: Ken Jebsen greift auch diesen Punkt nicht auf, obwohl das ein praktisches Beispiel für das „Empörungsmangement“ von Herrn Mausfeld ist und ein zentraler Angriffspunkt gegenüber den Medien.

    Die wahre Rolle der USA seit Jahrzehnten (als notorischer Lügner, Massenmörder und weltweiter Bedrohung echter Demokratie) offenzulegen, das wäre dringend nötig, doch auch Herr Jebsen hat offenbar nicht den Mut, diesen Stein ins Rollen zu bringen.

    Die Beschreibung der Tagesschau als „groteskes Sammelsurium aus fragmentierter Information, Halb-Wahrheiten, Platitüden und Fehldeutungen, etc.“ ist herrlich sarkastischer Balsam auf unseren Wahrnehmungs-Wunden.

    Das Zitat von Scholl-Latour – seit 911 sei die Presse einer Gehirnwäsche unterzogen worden, haben die anwesenden Journalisten unfreiwillig bestätigt, denn auch sie vermieden es, das Thema näher zu durchleuchten. Herr Scholz hat dazu ja schon früher extrem WICHTIGE Aussagen gemacht

    https://www.youtube.com/watch?v=x_KtLZ32-6U

    (eingebettet in historischen und geopolitischen Kontext), die aber leider NICHT zur Sprache kamen. Wenn man nur dieses eine Video ansieht, lernt man mehr über die wahren Hintergründe der Außenpolitik als nach 100 Stunden ARD und ZDF. (Übrigens, was am 11. September mit WTC 4, 5 und 6 passierte – das ist der wirkliche „Big Deal“ nicht WTC 7…)

    >>> Teil 2

  5. Sehr geehrtes KenFM-Team,

    ich würde gerne einen Tehmenvorschlag für dieses Format bringen. Soweit ich das momentan beurteilen kann, gibt es zwei grundsätzliche Unterschiede in der „Truther“- Bewegung, wie sie sich ab und an selbst gerne bezeichnet. Auf der einen Seite stehen die Friedensdemos und bspw. die Wissensmanufaktur. Auf der anderen bspw. Parteien wie die Humanwirtschaftspartei oder die Deutsche Mitte. Beide unterscheiden sich in einer Position annähernd grundsätzlich. Nämlich in der Beantwortung der Frage, wie geselschaftlicher Wandel in der derzeitigen Situation zu realisieren sei. Während die einen die Politik ausklammern möchte und einen Wandel durch massive Vernetzung erreichen will, sehen sich die anderen einer gewaltigen Macht in Form medialer Kontrolle gegenüber, die gegen sie arbeitet. Erstere haben in meinen Augen letztlich keine Antwort mit letztendlicher Konsequenz parat, denn schon heute wird zu wichtigen Themen in den Parlamenten diametral zu der erfassten Volksmeinung entschieden. Letztere können keinen klaren Ausblick liefern die Schwierigkeiten des Parteiensystems und die offene Konfrontation mit bestehenden Machtstrukturen meistern zu können.
    Dieser Vorschlag könnte in einem Aufmacher wie „Politik oder nicht?“ gründen. Nebst den genannten Parteien stehen auch noch weitgehend neutrale auf dem Feld wie bspw. abgeordnetenwatch, Neues Geld GmbH oder die Monetative. Sie kämpfen für altenative Gesellschaften und möchten ihre Überparteilichkeit in jedem Falle bewahren. Welche Meinungen hier vertreten sind, wird nicht kommuniziert.

    Ich bedanke mich fürs Lesen!

    mit freundlichem Gruß
    Holger Detering

  6. Ich bin von dieser Gesprächsrunde wieder ziemlich begeistert. Eine Sternstunde des wahren Journalismus, könnte man sagen. Natürlich muß man nicht jedem einzelnen Satz, der gesagt wurde, zustimmen – wäre ja auch seltsam.

    Herausgreifen möchte ich aber eine Äußerung von Aktham Suliman zu den grapschenden Flüchtlingen. Selbstverständlich gehört es auch in Syrien nicht zu den akzeptierten „Werten“, Frauen sexuell zu belästigen. Wer es dort tut, wird bestimmt Schlimmeres erleben als hier in Deutschland. Das Problem liegt aber darin, daß die „Orientalen“, besonders Moslems, mit unserer Freizügigkeit nicht zurechtkommen. Das sind sie nicht gewohnt. Leichtbekleidete Frauen sehen sie als Huren an, als den letzten Dreck. Deshalb glauben sie, diese Frauen ungestraft angrapschen zu können. In ihren Augen haben die Frauen sie provoziert (hört man manchmal auch von deutschen Sexualtätern). Für Homosexualität haben die Moslems noch viel weniger Verständnis als für Mädchen im Minirock; letztere können sie wenigstens heimlich anstarren.

    Insofern gibt es doch unterschiedliche „Werte“. Angesichts der anwachsenden Islamisierung sogar der angeblich integrierten Moslems (AKP-Anhänger usw.) glaube ich nicht, daß hier etwas zusammenwachsen kann, was nicht zusammengehört.

    • Das sind genau die Aussagen, die dem Konzept „Teile und Herrsche“ auf den Leim gehen. Woher wissen Sie, dass Moslems leichtbekleidete Frauen als Huren betrachten?“. Wurde Ihnen dies durch mehrere Moslems genau so bestätigt, oder haben Sie direkt gehört, dass sie solche Äusserungen gemacht haben, oder ist es einfach das übliche hirnlose Weiterverbreiten von Stereotypen? Ich vermute letzteres.

      Es sind genau die Aussagen, die es zu vermeiden gilt.
      Man könnte den Spiess auch umdrehen und sagen, dass Problem liegt darin, dass die Amerikaner und Europäer mit der Freizügigkeit eines Grossteils der arabischen Welt und damit mit den Moslems, selbst über ihre Ressourcen verfügen zu können, nicht zurechtkommen und deren Länder daher, um daran zu kommen, in Schutt und Asche legen.
      Da kann man tatsächlich sagen, es bestehen unterschiedliche Werte..

    • Wolfgang Gerber: Es müßte geprüft werden, ob es überhaupt stimmt, daß, wie unterstellt, Flüchtlinge/Muslime mehr grapschen als andere Männer. Das beste Mittel um das herauszufinden, ist muslimische Männer kennenzulernen und zu fragen.

    • Es ist ja doch aber in Beurteilung des Vergehens eigentlich egal, aus welchen Gründen z.B. die Frauen in Köln „begrapscht“ und ausgeraubt wurden. Tatsache ist, dass diese Männer überhaupt keine Achtung vor den Frauen hatten, denn sie wussten genau, dass sie diese Frauen terrorisierten und schädigten, himmelherrgottnochamal! Warum immer diese komplizierten Hintergrunderklärungen und Relativierungen? Fakt ist, dass diese Art von Verächtlichkeit gegenüber Frauen hier für uns ein absolutes Novum war und von gesund empfindenden Menschen als Verbrechen empfunden wurde! Und da hatte ich damals auch Ken Jebsen nicht verstehen können, wie er dazu sagen konnte: „naja, es ist ja niemand gestorben!“ Wer weiß, was da alles gestorben ist in der Psyche so manch eines jungen Mädchens! Auf jeden Fall der Glaube daran, dass es hier in der Öffentlichkeit vom Staat vor solchen Übergriffen geschützt wird!

    • Leichtbekleidete Frauen – und überhaupt nichtislamische Frauen – sind für Moslems der letzte Dreck – natürlich nicht für alle Moslems, aber für allzu viele. Gehen Sie mal nach Kreuzberg und fragen die dort herumhängenden Araber. Fragen Sie sie, was sie davon hielten, wenn ihre Schwester sich mit einem Deutschen einlassen würde! Gesittete Moslems, die für „integriert“ gehalten werden wollen, werden sich natürlich nicht so direkt äußern.

      „Es sind genau die Aussagen, die es zu vermeiden gilt.“
      Nein, das muß unbedingt geäußert werden. Der Islam gehört nicht nach Europa!

      Es stimmt, daß „die westliche Wertegemeinschaft“ die Länder mit Krieg überzogen hat, wodurch viele Menschen zur Flucht getrieben wurden. Den Gedanken, daß dies möglicherweise auch mit unserer Freizügigkeit zusammenhängt, finde ich originell.

      Ich habe seit fünf Jahrzehnten mit Moslems zu tun. Viele nette Leute, aber etliche AKP-Fanatiker darunter, von denen viele sich erst in den letzten Jahren neu islamisiert und fanatisiert haben. Da braut sich etwas zusammen, mehr davon brauchen wir keinesfalls.

    • Oben schrieb ich, daß viele Moslems nicht wollen, daß sich ihre Mädchen sich mit deutschen Männern abgeben. Das war insofern mißverständlich, als es eigentlich um deutsche Frauen ging. Aber ich wollte ausdrücken, daß viele Moslems auch deutsche Männer nicht akzeptieren.

      Wer das nicht glaubt, hat sich wirklich noch nie mit den „integrierten“ Moslems befaßt. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber die meisten Moslems wollen keinen Nichtmoslem als Ehepartner für ihre Kinder. Oft ist es so, daß die einzelne Familie eigentlich relativ „liberal“ ist und einer Mischehe nicht völlig abweisend entgegensteht, daß sie aber dem sozialen Druck nicht widerstehen kann, der vom islamischen Umfeld ausgeübt wird. Diesen Druck können sich ahnungslose Deutsche gar nicht vorstellen.

      In den letzten Jahren ist es nicht besser geworden, sondern schlechter.

    • Wolfgang Gerber: Sie sagen, dass Sie seit vielen Jahren mit Moslems zu tun haben und schreien dann gleichzeitig, dass der Islam nicht nach Europa gehört. Dürfen jetzt die „netten Moslems“, die Sie kennen, ihrer Meinung nach bleiben? Denn sie gehören ja auch zum Islam. Oder müssen auch sie gehen? Ich kann da nicht ganz mithalten.

      Die Aussage könnte direkt von der AfD kommen. Ob Moslems, bzw. der Islam nach Europa gehört, steht gar nicht zur Debatte. Es zeugt einfach von einer eigennützigen und absurden Froschperspektive, wenn man eine solche Aussage heraustrompetet, währenddem die nicht-islamischen Nationen USA und deren Europäische Verbündeten genau in deren Länder einfallen, und diese verwüsten, aus geostrategischen Gründen und um an die Ressourcen zu gelangen.

      Weshalb deklarieren Sie nicht mit Fettdruck: Die USA und andere westliche Nationen gehören nicht in islamische Länder?
      Es sind genau deren Kriege und die Auswirkungen davon, die einen Großteil der Ursachen für die Flüchtlingsströme und damit die von Ihnen befürchtete Islamisierung setzen.

    • „Dürfen jetzt die „netten Moslems“, die Sie kennen, ihrer Meinung nach bleiben?“

      Es wäre besser, sie gingen. Die vielen netten Erdoğan-Anhänger (über 60% der Türken) sind hier nicht wirklich „integriert“, obwohl es bei oberflächlicher Betrachtung so ausgesehen haben mag. Sie gehören zur großen Manipulationsmasse der Islamisten und können bei Bedarf mobilisiert werden.

      Es ist ein großer Unterschied, ob die Moslems eine kleine Minderheit bilden oder eine große und immer größer werdende! Das wollen unsere Islamversteher nicht sehen. Je mehr die Moslems werden, desto mehr Forderungen werden stellen, daß wir uns anpassen. Es ist egal, ob die AfD das auch so sieht, es ist richtig! Wer das nicht so sehen will, ist grünlich-gutmenschlich verblendet, höflich ausgedrückt.

      Weshalb deklarieren Sie nicht mit Fettdruck: Die USA und andere westliche Nationen gehören nicht in islamische Länder?

      Das deklariere ich ohne weiteres mit Fettdruck, aber der Islam gehört auch nicht nach Europa!

      Die USA und andere westliche Nationen gehören nicht in islamische Länder?
      US-Imperialisten raus aus Europa und aus allen Ländern, wo sie nicht hingehören!

      Gut so?

    • Korrektur: Die USA und andere westliche Nationen gehören nicht in islamische Länder!
      Da sollte ein Ausrufezeichen stehen, kein Fragezeichen.

      Noch etwas zur AfD: Wer die AfD für schlimmer hält als die NATO-Kriegsparteien CDU, CSU, SPD und die widerlichen Grünen, fällt eigentlich auf deren Propaganda herein. Wer sich vorrangig auf die AfD einschießt, ist selber grünlich oder ein „Antideutscher“ oder zumindest eine Stütze des herrschenden Systems, auch wenn er das entrüstet zurückweist.

      Man muß den US-Imperialismus verurteilen und sehen, daß er Kriege anzettelt und Flüchtlingsströme verursacht, vielleicht als absichtlich eingesetzte Migrationswaffe. Man kann aber gleichzeitig erkennen, daß der Islam dennoch nicht nach Europa gehört, sondern eine Gefahr darstellt! Wir müssen uns in jedem Punkt eine eigene Meinung bilden, wir sollen nicht irgendwelchen Vorgaben folgen, weil diese als „links“ oder „rechts“ oder sonstwas gelten. Wenn ein Selbstdenker in den meisten Punkten eher „linke“ Positionen vertritt, kann er trotzdem in einigen Punkten „rechte“ vertreten, ohne deshalb ein „Nazi“ zu sein. Die schematische Einteilung ist sowieso ziemlich unsinnig geworden.

      Wenn die Migration als Waffe gegen uns eingesetzt wird, dann müssen wir uns dagegen verteidigen! Die Menge macht den Unterschied! Es ist völlig normal, daß ein Volk sich gegen eine Masseninvasion wehrt. Unnormal ist, wenn ein gehirngewaschenes Volk sich nicht mehr wehrt und die Ankömmlinge sogar mit Applaus begrüßt.

      Natürlich sind die Flüchtlinge Opfer. Wenn wir können, müssen wir uns gegen die eigentlichen Verursacher wenden und die weltweite Aggression beenden. Können wir das? Wenn wir es nicht können, müssen wir trotzdem vorrangig – im Zweifelsfall nur – unsere eigenen Interessen wahren, soweit wir noch dazu in der Lage sind.

      Flüchtlinge braucht man nicht zu „integrieren“. Sobald die Gefahr vorüber ist, müssen sie in ihre Heimat zurückkehren. Und die netten Erdoğan-Fans sollten auch hingehen, wo ihr Idol herrscht.

    • Die Islamisierung von Europa will wohl niemand. Aber diese Botschaften hören wir tagtäglich in den Mainstreammedien. Wann hören wir ebenso oft, dass man die treibenden Kräfte dahinter anprangert, nämlich Terrorstaat Nummer 1, USA, und alle, die sich bei deren Ressourcen Kriegen beteiligen? Da können wir warten bis zum Sankt Nimmerleinstag.
      Die Alternativmedien, wie Kenfm, sind daher die einzigen Hoffnungsschimmer.

    • Ich finde die hier aufgekommene Diskussion sehr interessant. Sie zeichnet den momentan brisantesten Graben in der Bevölkerung hierzulande. Im Grundsatz gebe ich im übrigen beiden, Stefan Brenken und Wolfgang Gerber, recht.

      Der Leitkerngedanke, der hier die linke Position anfeuert, ist der universelle Humanismus, der postuliert (absolut zu recht!) alle Menschen sind gleichwertig. Der Fehler, den Linke heute in Bezug auf die Migrationsdiskussion machen, liegt in der Ableitung dieses Satzes. Aus ihm geht hervor, dass die Migranten/Flüchtlinge zunächst Leidende sind, um die sich um jeden Preis gekümmert werden müsse. Die gleichen Ansprüche würden wir schließlich (zumindest schätzen wir uns selbst so ein) auch Jedem „Deutschen“ zukommen lassen. Dieser Anspruch allerdings wäre auch erfüllt, hätte man nicht im Vorfeld die Finanzierung des Welternährungsrogramms radikal beschnitten, was dazu führte, dass Menschen aus Krisenregionen die gefährliche Flucht aus ihrer Heimat antreten mussten. (auch hier war natürlich Deutschland mit einer größeren Summe beteiligt) Gleichsam kann dieser Anspruch wieder durch erneute Refinanzierung erfüllt werden.

      So klingt die Forderung keinerlei Obergrenze bei der Flüchtlingspolitik einzurichten zunächst absolut rechtens und mitfühlend. Folgende Punkte werden dabei allerdings vergessen:

      – Nicht nur das Migrationsland, sondern auch das Emigrationsland sind betroffen. So ist die syrische Armee in den letzten Jahren drastisch reduziert worden, was nach Ansicht einiger Militärs in dieser Größenordnung keinesfalls auf die Kämpfe selbst zurückzuführen ist. Weiterhin fliehen vor allem junge Männer, die letztlich vor Ort für den Wiederaufbau eines stabilen Syriens, sollte es zu stabilen Machtverhältnissen kommen, fehlen würden.

      – Die grundsätzlichen kulturellen Unterschiede zwischen v.a. arabischen jungen Männern und der hiesigen Bevölkerung sind vorhanden und stellen eine Menge zündstoff dar. Ich behaupte, dass die Schwierigkeiten, die sich hier in Bezug auf eine tiefere Integration ergeben, von Linken i.d.R. unterschätzt bis verleugnet werden. Man will hier weder sehen, dass diese Differenzen bestehen, noch das die Migrationswelle natürlich auch Kriminalität und eine potentielle Bevölkerungsspaltung mit sich bringt. Die Kehrseite der Medaille ist eine aufkeimende rechtsextremistische Gewalt, deren Bekämpfung sich jedoch nicht aus der Motivation eines Feindbildes, sondern aus der Vernunft heraus ergeben sollte und daraus hevorgehend nicht zu einem Feindbild eines durchschnittlich rechtsorientierten Bürgers führen sollte mit dem Ziel, diesen zu isolieren und ihm jegliche gesellschaftliche Relevanz absprechen zu wollen. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass eben dies ebenfalls eine bedenkliche Doppelmoral darstellt, da hier zum teil dem rechtsorientierten Bürger ein niedrigeren Wert beigemessen wird als einem Flüchtling.

      – Eine grenzenlose Einwanderung öffnet Extremisten, wie schon von ettlichen Stellen bestätigt, Tür und Tor. Sieht man grundsätzliche Schwierigkeiten einer gelingenden Integration ein, muss man zudem eine Anpassung an die Strukturen einsehen, welche die Integration gewährleisten sollen. Eine völlig verfehlte Integration führt zu Ghettobildung. Es gibt durchaus Stadteile in Deutschland, die einen relativ rechtsfreien Raum darstellen, eben wegen solcher Entwicklungen. Zurückgreifend auf den universellen Humanismus würde ich hier postulieren, dass ich mich dafür einzusetzen habe, solcherlei Entwicklungen den eigenen Bürgern nicht zumuten zu müssen.

      – Nach Schätzungen werden für die Versorgung der Flüchtlinge hier 25 Mrd. benötigt. Für deren Versorgung vor Ort in teils sogar besserer Qualität wären lediglich 25 Millionen benötigt gewesen. Bedenkt man jetzt noch, dass man mit einem Betrag von rund 25 Mrd. sogar die grundsätzliche Ernährung weltweit aller durch das Welternährungsprogramm erfassten Hungerleidenden für ein Jahr hätte gewährleisten können, gerät die Obergrenze zur vollendeten Farce der Doppelmoral.

      Der Leitkerngedanke, der hier die rechte Position anfeuert, ist der Schutz der eigenen Grenzen.

      – Häufig wird hier die Flüchtlingswelle als Migrationswaffe gesehen, was Linke i.d.R. für „Verschwörungstheorie“ halten, gegen die es sich zu wehren gilt. Ich halte es auf Grund der dazu vorhandenen Literatur und Strategiepapiere und ihrer tatsächlichen Auswirkungen nicht für „Verschwörungstheorie“. Nichtsdestotrotz sollte dies nicht zu einem abkapselnden Nationalismus führen. Die AfD zielt leider genau darauf ab. Wir befinden uns in einer stark vernetzten Welt und leben in Symbiose mit all unseren Nachbarn. Eine Abkapselung unseres Landes wird uns meiner Meinung nach ebenfalls auf einen falschen Pfad führen.

      – Die AfD bedient sich teils starker Parolen um dem Bürger, der sich durch die Migranten in seiner Wohlfühlzone bedrängt sieht, eine „Alternative“ zu bieten. Leider Gottes kommt dadurch eine extrem neoliberalistische Partei durch die eigentlich gerechtfertigterweise aufgestaute Empörung der letzten Jahrzente an die Macht. Genau diese Bürger müssen sich in Bezug auf die Umbequenlichkeiten in Bezug auf die Migranten die Frage gefallen lassen, warum sie im Vorfeld der Politik der letzten Jahrzente nicht ihrer Verantwortung als Bürger dieses Landes nachgekommen sind und die entsprechende Politik unterbunden haben. Denselben Fehler begehen sie jetzt, wenn sie die AfD wählen, denn ihr Programm wird mittlefristig zu weiterem Leid hierzulande führen. Als Beispiel sei hier die Aussage des Führers des rechten Flügels der AfD von 2013 erwähnt, wonach wirtschaftlich Notleidende doch ihre Organe verkaufen können sollten um ihrer Notsituation zu entkommen! Im mindesten Falle findet sich hier also der Rassismus des „Reichen“ gegen den „Armen“ – ein neoliberaler Grundgedanke.
      Und mit „die da oben hören eh nicht auf uns“ ist die Rechenschaft leider nicht ausreichend abgelegt.

      – Bei allem Schutz der Grenzen muss gesagt sein, dass eine eher linke Gesinnung dem Gelingen der Integration klar zuarbeitet, während die rechte Position diese nur erschwert! Den größten Vorwurf, den ich dem stereotypen rechten Wähler machen würde, wäre der seiner offensichtlich engen Wahrnehmung, einhergehend mit seiner Bequemlichkeit. Sie verleitet ihn zu der Vorstellung, er hätte letztlich für Nichts Verantwortung, was er selbst nicht sieht. Und der ein oder andere Punkt in Fragen der Integration muss vor dem Hintergrund, dass wir als Land klar mitverantwortlich sind, schlicht ertragen werden können. Eine Position, die hier Nichts anderes zu sehen meint, als das eigene „Leid“ durch die Migrationswelle, entspringt ebenfalls einer bedenklichen Doppelmoral.

      Abschließend und in Puncto „Teile und Herrsche“ bleibt festzustellen, dass die Angriffsfläche hierfür hauptsächlich die menschlichen Schwächen der Doppelmoralbildung, der Kurzsichtigkeiten, Bequemlichkeiten und der Neigung zu Feindbildern darstellt. Nicht allerdings, wie von Brenken postuliert, die vorauschauende Diskussion um Schwierigkeiten an sich. Indem wir dies wissen, können wir es aber auch verhindern oder mindestens abschwächen.
      Beide Lager unterliegen natürlich grundsätzlich manigfaltigen medialen Manipulationen/ Einflüssen. Dieser Umstand mag die „Fehler“ nicht wiedergutmachen, sie aber immerhin erklären und in jedem Falle ein großes Problem für das gesamte Land darstellen!

    • Sehr interessante und selten so offen geäußerte Sicht.
      Mir gegenüber haben dies so ähnlich schon viele Muslime sehr offen geäußert, vor zwei Wochen erst ein irakischer Christ und Kenner des nahen Ostens. Er sprach sehr deutliche und warnende Worte.

      Zusätzlich herrsche die Ansicht, europäische, vor allem deutsche Männer seien nicht willens oder in der Lage, ihre Frauen adäquat zu schützen. Deutsche Männer würden als weich und ohnmächtig wahr genommen.

  7. Ich fand die Diskussionsrunde wie jedes andere Positionen ausserordentlich interessant.

    Zu der durch Jochen Scholz angesprochenen Softpower der USA geht mir schon lange durch den Kopf, dass die ganze Hollywood-Industrie dabei eine sehr gewichtige, aber selten erwähnte Rolle spielt. Sie vermittelt die USA meist als ideale Welt und Gesellschaft, die gegen das Böse kämpft (Kriegsfilme Vietnam, etc.), voller Helden (Aktionfilme/Thriller), Romantik (Liebesfilme) und faszinierender Technik (Top Gun, etc.) ist. Meiner Meinung ist das die perfekte Methode, die junge Generation schon früh und rechtzeitig „auf den richtigen Kurs zu trimmen“. In Asien, wo ich berufshalber mehrere Jahre lebte, wurde dies für mich sehr klar. Amerika wird dort von vielen jungen Menschen „als Traumland Nummer 1“ bewertet, meiner Meinung nach hat da Hollywood kräftig mitgemischt.
    Noch zu einzelnen Kommentaren:
    Zu Eiszeit: Das „viele Blabla“ das Herr van Rossum angeblich von sich gegeben haben soll, entgeht mir. Er machte sogar solch gewichtige Aussagen, dass ich sie mir spontan notieren musste, „Wer die Welt dauernd beschiesst, darf sich nicht wundern, wenn gelegentlich zurückgeschossen wird…für solche Sätze muss ich im WDR wochenlang kämpfen“. Diese Aussage geht beispielsweise geradezu zum Kern des Themas und spricht Bände über die ganze heutige Mainstreammedienlandschaft.
    Ich bin weiter keineswegs der Meinung das „9/11 als ein Schlüsselelement“ jederzeit auf den Tisch muss. Das ewige Wiederholen desselben macht die Sache eintönig. Zudem müssten dann auch alle anderen Verbrechen der USA, die journalistisch schöngeredet wurden auch jedes Mal lückenlos erwähnt werden, wie die falschen Vorwände der Massenvernichtungswaffen bei der Irak-Invasion, der Tonkin-Zwischenfall, beim Beginn des Vietnamkrieges, Lybien, Syrien, und, und, und….

    • Zum Thema Hollywood: Hildegard Knef erzählt in ihrer Biografie „Der geschenkte Gaul“, wie sie als Schauspielerin in Hollywood von einem Film-Produzent empfangen wurde: Er klopfte erst einmal auf seine Zähne, was hieß, dass sie den Mund aufzusperren und auseinanderzuziehen hatte, damit zuerst einmal ihr Gebiss begutachtet werden konnte.

  8. Meine kleine Kritik kommt „from a place of love“, wie es so schoen auf Englisch heisst:
    In einer Gespraechsrunde, die nur aus Maennern besteht, fiel es mir umso unangenehmer auf, als Ken Sabine Christiansen als „ehemalige Stewardess“ bezeichnete. Das ist einfach nicht in Ordnung, denn dass Frau Christiansen mal in ihrer Jugend Stewardess war, disqualifiziert sie nun wirklich nicht.
    Ich bin ein bisschen erschrocken ueber Kens Aussage, dass nur 1% der Nutzer bezahlen. Ich finde, wenn man eine Sendung/Leistung regelmaessig „konsumiert“, sollte man auch dafuer bezahlen, und wenn es nur eine kleine Summe ist.
    Ich schliesse mich der Meinung einiger Kommentatoren an, dass es schwer zu verstehen ist, dass man in einer Sendung ueber Medien und „Propaganda“ nicht ueber 9/11 redet, das spricht Baende. Ich gebe Ken Recht, wenn er sagt, dass dieses Thema weiterhin unter den Tisch gekehrt werden wuerde, selbst wenn die Schuldigen sich bekennen wuerden. Es ist wirklich wie Voldemort: der Name, der nicht genannt werden darf. So richtig erklaeren kann ich mir das nicht, es ist eine der grossen Fragen, die mich umtreiben.

  9. Tolle Sendung, vielen Dank. Nur eine von vielen Aussagen möchte ich herausgreifen da es für den Journalistenmainstream wichtig ist, und mich Herrn Scholz anschliessen der sagt, daß Konformität ein großes Problem ist. Wer traut sich, anders zu sein? Wer hat so viel Vertrauen in sich selbst, seiner eigenen Wahrnehmung, daß er dem Druck der Gruppe widersteht? Ein kleines Experiment dazu https://www.youtube.com/watch?v=11_xWZOjlMg

    Herr Jebsen und seine Gäste sind ganz klar solche, die sich das trauen. Sie hatten wahrscheinlich Eltern, die ihren Kindern vertraut haben.

    • Jochen Scholz mit seiner offenen, klugen, „druckreifen Argumentation“, seinem gesunden Äußeren und seiner schönen Stimme tut dem Image des Militärs ausgesprochen gut. Ich frag mich bloß, ob er nicht dann doch lieber harte, interne Auseinandersetzungen für sich behalten wollte(vielleicht ist dies ja auch gesetzlich vorgeschrieben?).

    • Hallo Veganislove, denke auch, dass er nicht alles erzählen darf. Eine wichtige Äusserung von dem sympathischen Mann fand ich auch, daß jeder Soldat seinen Dienst verweigern darf wenn die Vorschrift gegen geltendes Recht verstösst.

      Was mich etwas stört insgesamt, daß in dieser Sendung keine konkreten Vorschläge kamen, wie die Medienrevolution weiter vorangetrieben werden kann. Ich würde mir wünschen, daß sich jeder Gast vorher zu Hause Lösungen überlegt, egal ob realistisch oder abgehoben, egal ob man sie selbst realisieren kann oder nicht – irgendwer da draussen greift vielleicht eine Idee auf.

    • Aber die Herren sind doch schon Teil der alternativen Medien und sie wollen auch alle weitermachen. Gesagt werden sollte vielleicht noch in allem Ernst und in aller Anerkennung(vor allem Frieder Wagners), dass das Recherchieren und Aufdecken und breit Veröffentlichen in dieser Richtung auch immer lebensgefährlich ist oder werden konnte (siehe Prof.Dr. Günther und Prof.Asif Duracovic und andere). Das beste Rezept dagegen ist, Vielfältigkeit entwickeln, Solidarität in aller Öffentlichkeit zeigen und keine Angst haben. War es nicht Owe Schattauer, der mal erzählt hat, dass seine Oma gesagt habe, wer etwas Gutes tut, hat keine Angst und muss auch keine haben?

    • Da es für einige in der ersten Reihe lebensgefährlich ist die Wahrheit zu sagen, wünsche ich mir, daß viele Menschen viele kleine Schritte tun, weil es (vielleicht) die Gefahr für die „Großen“ mindert, die dann nicht ganz so viel wagen müssen. Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob es gut ist, die Gefahren zu betonen (die Methoden der Erpressung, Drohungen etc. müssen aber ans Licht) da Journalisten dann auch im vorauseilenden Gehorsam handeln und eben übervorsichtig die Klappe halten, obwohl sie mit ihrer Aussage vielleicht gar nichts zu befürchten hätten.

      Ja, die Gäste machen alle weiter mit Recherchen etc., weil sie daran glauben etwas ändern zu können. Steht im Widerspruch dazu, daß sie am Ende hoffnungslos wirken. Vielleicht fällt ihnen gerade nichts ein auf die Frage: Wie kommen wir raus? Und sagen deshalb mehr oder weniger, daß sie keine Hoffnung haben…. Deswegen meine Bitte, daß sich die Gäste ihre Antwort vorher in Ruhe zu Hause überlegen.

    • Zu der Frage, wie „alternative Medien“ weiter voran kommen könnten… – wie wäre es eine Marke zu erschaffen, die aus noch festzulegende, strenge journalistische Prinzipien heraus Formate einlädt teil ihres Paketes zu werden. So könnte man alle mit einem kleinen monatlichen Beitrag fördern und dem Zuschauer für sein Geld ein breiter aufgestelltes Angebot anbieten. Gleichzeitig würde die Marke einen Druck auf neue Formate ausüben eben ihren Standards zu genügen.
      Der Vorschlag ist natürlich nicht ohne Gefahren, bietet aber eine Perspektive!

    • Zu der Finanzierung alternative Medien möchte ich noch einen weiteren Aspekt aufgreifen. Es gibt mittlerweile etliche Medienformate und NGOs, welche nur über crowdfunding funktionieren wollen. Ich behaupte, der durchschnittliche Nutzer würde gerne die meisten Formate zumindest erhalten sehen wollen. Dabei steht er allerdings vor dem Problem, dass er nicht alle gleichzeitig unterstützen kann/will und nicht weiß, wie die aktuelle finanzielle Situation eines Formates aussieht. Dies verleitet letztlich zu einer möglicherweise relativ ignoranten Haltung des Nutzers gegenüber der Finanzierung. Man könnte dieses Problem entschärfen, indem man, wie bei vielen crowdfunding Projekten üblich, die Finanzierung teilweise offen legt und Etappenziele vorgibt.

  10. Hallo Ken und Team,
    eine interessante Talkrunde. Man merkt OTL a. D. Jochen Scholz die Stabsoffiziersausbildung bei der Luftwaffe deutlich an. Der denkt strategisch und analytisch. Ein Hinweis an Dich Ken: In manchen (wenigen) Situationen merkt man Dir deutlich an, dass Du den Gast mittels Art der Fragestellung (u.a. Suggestivfragen, voraussetzende Fragen) zu gewissen Themen in eine gewisse Antwortrichtung bekommen möchtest. In diesen Situationen wirkst Du kurze Augenblicke ziemlich aufgeregt und unsouverän. Das finde ich nicht so schön und das ist aus meiner Sicht auch gar nicht nötig. Ansonsten: eine Talkrunde mit hoher Gesprächskultur und -wieder mal- interessanten Gästen, die sich wohltuend von den Pseudo-Talkrunden in den öffentlich-rechtlichen Sendern abhebt.
    Grüße an die gesamte Redaktion kenfm, der man anmerkt, gute Arbeit leisten zu wollen und auch zu leisten
    CommanderPerkins

    • Da muss ich jetzt aber -auch bei erneuter Gefahr, von Bernhard Meyer der Lobhudelei für Ken Jebsen bezichtigt zu werden, deutlich widersprechen. Ganz im Gegenteil zu dieser Kritik: ich finde Jebsen den besten Interview- und Gesprächsführer, den ich bisher je erlebt habe! Dass er den Gästen ganz gezielte Fragen stellt, ist sein gutes Recht und für den Zuschau-Hörer kommt dabei immer Interessantes zutage. Wenn dann jemand nicht spontan antworten kann oder verduzt ist(wie z.B. bei der Frage an Jochen Scholz, was er denn von unserem BP hält) lenkt er sofort geschickt zum nächsten Gesprächspartner um und hat sogar noch stimmungsvolles, schallendes Gelächter aufgerührt! Ist doch klasse! Das soll ihm mal einer nachmachen! ich sage: Besser geht’s gar nicht! Jebsen ist da ein Supertalent! Meine aufrichtige Meinung, ohne Hudelei! Ich kann ihn durchaus woanders auch kritisieren, wenn ich’s für nötig halte, aber hier nun mal gar nicht!

    • „….dass Du den Gast … zu gewissen Themen in eine gewisse Antwortrichtung bekommen möchtest.“
      Nicht so wirklich. Habe dem vielfach aufgelauert es bisher aber nicht bestätigt gefunden. Auch nicht, das sich die Gesprächspartner etwa darauf eingelassen hätten. Zu KenFM kommen selbständige Geister, die sich offensichtlich auch nicht mundführen lassen. Daher ein großes Kompliment an alle Teilnehmer bislang bei KenFM. Ich habe den Eindruck, das Ken Jebsen auch Wert auf genau solche Teilnehmer legt. Klebers sind hier nicht gefragt. Kinn und Rückgrad zeigen sich insbesondere beim Gespräch mit Jean Ziegler.

    • Ich weiß was du meinst, Commander, werte das aber anders.
      Ken hat seine persönliche Sichtweise der Dinge, woraus er überhaupt keinen Hehl macht. Er bekommt es dennoch gut hin, abweichenden Meinungen Geltung zu verleihen. Dass der Puls ein bisschen hochgeht, wenn man sich in einem Thema besonders wieder findet, oder einen bestimmten Punkt einmal mehr bestätigt bekommt, ist menschlich und stört nicht. Ich sehe da kein Drängen in eine bestimmte Richtung, zumal Kens Gäste das meist ohnehin nicht mit sich machen lassen würden.

    • @Katzenshaun:
      Keine Frage, dass man das auch anders bewerten kann. Mir fiel es bei Ken nur in wenigen Momenten auf: Als das Thema auf das Narrativ (also die offizielle „Geschichte“) zu 9/11 kam, welches scharf be- und überwacht wird und bei dem WTC 7 schlicht nicht stattfindet. Dieses Narrativ beruht auf dem “commission report”, welcher selbst in den Vereinigten Staaten von einer Vielzahl von (Fach-)Leuten mit seriöser Reputation immer stärker angezweifelt wird.
      Wie heißt es doch so schön ? “Wahre Macht ist, eigene Wirklichkeiten zu erschaffen”. Und diese auch eifersüchtig zu “bewachen”, wie ich hinzufügen möchte. Bis heute haben es nur ganz wenige Journalisten, Wissenschaftler, Militärs, Feuerwehrleute etc. ebenso wie Leitartikler GEWAGT, gegen das offizielle Narrativ von 9/11 anzuschreiben. Das dürfte GUTE Gründe haben ! Ken weiß selbstverständlich, dass OTL Jochen Scholz sich als Stabsoffizier der Luftwaffe mit den Prinzipien der taktischen und strategischen Luftverteidigung der NATO bestens auskennt und ein Kritiker des Narrativs zu 9/11 ist, ja aufgrund seiner fachlichen Reputation sein muss. Ich hatte den Eindruck, Ken wollte OTL Scholz dort ein kleines Stöckchen hinhalten, über das der dann am Ende nicht so ganz gesprungen ist. Aber ich gebe Dir Recht, dass sind insofern Wertungsfragen bzw. sogar am Ende Geschmacksfragen, welche die Qualität der Sendung in keinster Weise mindern.

  11. Der Journalismus wird nicht aus seiner Lethargie erwachen, solange selbst in einer so verdienten Runde keiner der Gäste den Mund zu 9/11 aufbekommt. Es ist ja keine Sachfrage: Die Frage, ob man zu diesem Kern unserer Orwell’schen Welt weiter schweigt, ist einzig die Frage danach, ob man sich als Journalist weiter der Macht unterordnet.
    Mit Ausnahme Herrn Jebsens haben leider alle am Tisch diese Frage (schweigend) mit „ja“ beantwortet.

    Herr van Rossum hatte ja recht, Peter Scholl-Latour zu zitieren, seit 9/11 seien die Journalisten hirngewaschen – aber wieso war ihm dann, nur einen Moment später, die Frage nach WTC7 nicht zielführend? (1h7m50s)
    Aus Feigheit, natürlich.
    Und da ist dann auch keine Hoffnung.

    • Hallo marvin,
      Du schreibst u.a.:
      „… keiner der Gäste den Mund zu 9/11 aufbekommt …“

      Es steht zu dem nachfolgenden Video:
      „Oberstleutnant der Luftwaffe erklärt: „11.September ist eine Lüge“ 1 / 3
      Jochen Scholz, Oberstleutnant der Luftwaffe (NATO) erklärt in einem Interview,
      das es unmöglich sein kann, das 19 Amateure aus einer Höhle- das beste Luftver-
      teidigungssystem der Welt ausgetrickst hat!“

      https://www.youtube.com/watch?v=4iY6HBXAk1k

    • Ich bin ganz deiner Meinung. Viel Blabla und keine Haltung vom Herrn van Rossum. Das 9/11 ein Schlüsselelement ist muss auf den Tisch. Die Verbrechen müssen auf den Tisch und die Verantwortlichen dafür verurteilt werden. Dafür brauchen wir den Journalismus.

    • Danke für den Hinweis, @ DEUSSEMPERMAJOR. Dass Herr Scholz da mal so vorbildlich unterwegs war, hatte ich gar nicht auf dem Plan. Um so trauriger finde ich allerdings, dass er innerhalb der Linken anscheinend kaum jemanden damit erreicht hat. In dieser Partei herrscht leider der gleiche Beton wie sonst überall auch.

      Auch Scholz hat diese Runde leider nicht damit behelligt, obwohl es sich wahrlich angeboten hätte, denn 9/11 ist nunmal die ultimative Bankrotterklärung des Mainstream. Wer erklären möchte, wie unsere Presse dermaßen gleichgeschaltet werden konnte, muß in Wahrheit erklären, wie es sein kann, dass in New York drei Gebäude frei fallen – der physikalische Beweis einer Sprengung – und trotzdem alle unisono den offiziellen Scheiß nachbeten. Dieser Bückling, darüber zu schweigen, ist dermaßen tief, dass es danach keinen „richtigen“ Journalismus mehr geben kann: Denn jeder hat selbst zugetreten oder zugesehen, wie andere fertig gemacht wurden.
      Wer im Journalismus schweigt, stimmt nämlich nicht nur zu. Er wird zum Täter.

  12. Das Warten auf das neue Positionen hat sich gelohnt. Jeder der Teilnehmer hat seine Perspektive und Erfahrungen locker einbringen können, ohne sich durchkämpfen zu müssen. Eine durchwegs gute und verträgliche Gesprächsrunde die viele interessante Aspekte und Informationen lieferte. Und endlich mal ein Positionen bei der man nicht allein e-damfen musste. 🙂 Wenn auch wenig Hoffnung, so gab diesmal doch einige ganz klare Botschaften. So schält Aktham Suliman in seiner Schlussrede das Thema Journalismus auf seinen harten Kern ab. Worte, über die sich ernsthaft und intensiv nachzudenken lohnen. Sind wir bei all der Informationsflut am Ende wirklich informiert? Und was nehmen wir darüber hinaus wirklich mit? In der Tat lässt sich fragen, ob z.B. Schlagzeilen wirklich irgendein informatorischer Wert zukommt? Diese mal im Vergleich zu umfangreichen Dokumentationen, wie z.B. Karin Leukefeld und viele Weitere Autoren sie aufbringen. Meinen persönlichen KenKen hat in diesem Positionen Frieder Wagner. Sein beständiger Wille das Thema Uranmunition einer breiteren Öffentlichkeit zuzuführen gibt Mut und Hoffnung. Bomben explodieren nur einmal, Kugel treffen nur einmal aber Uranmunition quält und tötet vielfach, über viele Generationen. Auch wenn die Kriege längst schon vorbei sind. Die Hölle auf Erden! Das, müssen wirklich alle wissen!

  13. Hoffnung ?
    Um endlich aus der Opfererolle raus zukommen, warum lernen wir nicht von den Profis??
    „Feindliche Übernahme“ heißt doch das hoffnungsvolle Zauberwort, um Andere dazu zu veranlassen das zu tun, was der „Geldgeber / Eigentümer“ will.
    Wir beklagen zu Recht eingenordete Medien. Doch wie wäre folgendes?
    Einen gemeinsamen „Chrowdfunding-Fond“ mit dem Ziel der „feindlichen Übernahme“ von z.B. Sat 1 / Prosieben auflegen und 51% der Aktienmehrheit erwerben.

    Was würde das rechnerisch bedeuten bei 8,5 Mrd. Stammkapital und dem aktuellen Kurs von 39,- Euro?
    Je ein Invest von ca. 1000,-€ von allen kritischen Geistern in D. Und die mediale Presche für eine allgemeine Bildungsoffensive wäre eröffnet.
    Wäre das nicht ein erstes Thema für eine bessere Zukunft, wenn man wieder im SENDER ist?
    http://www.finanzen.net/aktien/ProSiebenSat1_Media-Aktie

  14. Hallo,

    Das beste fand ich, als Ken Jebsen dazwischen grätschte: lassen sie uns zum Jeurnalismus zurück kehren, denn sie machen grad das fass auf………echt super gesagt!.

    Was ich aber nicht nachvollziehen kann warum man denn GEZ bar zahlen sollte? zahlst du es denn Bar Ken?
    Ich zahle keine GEZ, obwohl ich arbeite und ganz normal an der gesellschaft teilnehme.
    Es geht also doch, es ist nur eine frage der Möglichkeiten die man hat, GEZ nicht zu bezahlen.

    • Ich hoffe, dass Sie niemals dazu gezwungen werden den Beitrag zurückzuzahlen. Es wäre schade um Ihren Aktivismus. Ich finde es nicht kleinlich, wenn jemand GEZ-Gebüren nicht zahlen will, es ist aber auch nicht die Tat eines William Wallace, sondern einfach eine selbstbewusste, freiheitliche Position. Falls Sie noch nicht ein Schreiben von der GEZ bekommen haben, also Gerichtsvollzieher, Drohung das Geld einzuziehen etc., dann können Sie ja versuchen die „Demokratieabgabe“ weiter zu ignorieren, oder Sie zahlen die notfalls fälligen Beiträge zurück und die kommenden Beiträge verlangen Sie bar zu bezahlen. Viel Erfolg. Ich zahle, aber ehrlich gesagt nur auf Zwang. Das Angebot der Privaten nutze ich nie, muss aber auch nicht zahlen, dass der öffentlich-rechtlichen vielleicht fünf Mal im Jahr, da sind die fast 200 Euro unverschämt.

    • Wer gewillt ist seinen Beitragsservice , so heißt es ja unlängst, in Bar zu zahlen wird schnell die Antwort erhalten das, dass nicht möglich sei^^ Man könne ja schließlich nicht das Geld per Post zusenden oder gar abholen lassen. – Der Witz eben dabei, das rechtlich nur Bargeld, Scheine und Münzen offizielles Zahlungsmittel zum einen sind und eben wohl man kein Interesse daran hat, dafür zu sorgen das eben dieses Geld Zahlungswilliger ankommt. Herr Häring (aus KenFM im Gespräch, das Interview ist ebenfalls online) hatte eben das versucht. Doch man scheint nicht jedes Geld zu wollen.

    • Es ist vollkommen außergerichtlich ohne Gerichtsvollzieher etc, und ich bekomme auch nur 1 schreiben im jahr, das ich beantworte, und dann ist 1 jahr wieder ruhe. Und das kann jeder machen.

    • Also bei uns in Österreich ist es so das man die Erpressungsgelder nur zahlen muss wenn ein Empfänger vorhanden ist. Ich verweigere diesen Empfang und bin dadurch auch nicht verpflichtet diese Erpressungsgelder zu entrichten. Einfach angeben das man keine Möglichkeiten hat die Propaganda zu empfangen und das ist es.
      Niemals anmelden denn da kommt man nicht mehr raus, denn dazu müsste man umziehen und im neuen Heim angeben das man keine Möglichkeit hat die Propaganda zu empfangen. Es sollte jeder auch das Handy verweigern, genauso wie Facebook und Microsoft verweigert werden müssen. Es ist so wie mit den Drogen, wenn den Scheiß keiner kaufen würde dann gäbe es sie auch nicht. Wer mündig ist und über einige Gehirnwindungen verfügt verweigert die Teilnahme. Ach das ist unbequem, ja genau darum geht es ihr müsst den Scheiß verweigern auch wenn es unbequem ist und man sollte auf bösartige Dinge verzichten können. Nein, Nein, nein, Nein, nein, Nein, Nein, Ihr müsst lernen Nein zu sagen!

  15. Жаль! Мне Россияне не хватало в этом раунде. Мне Иван Родионов не хватало! Но ничего! Я читаю и комментирую тем временем в РИА Новости.
    Schade! Mir fehlten die Russen in dieser Runde. Mir fehlte Ivan Rodionov! Aber das macht nichts! Ich lese und kommentiere mittlerweile in der RIA Novosti.

  16. Positionen #7 ist eine herausragende Veranstaltung. Sehr empfehlenswert!

    Es macht Spass, das eigene Gehirn zu benutzen. Mit Frieder Wagner, Aktham Suliman, Jochen Scholz und Walter van Rossum können unterschiedliche Typen frei reden. Das Thema ist brisant und jeder trägt aus eigener Erfahrung zur Aufklärung bei.

    Hier wird sehr deutlich, wie armselig es in den öffentlich-rechtlichen Anstalten bei Diskussionsrunden zugeht. Kein Politikergelaber mit vorgestanzten Worthülsen, kein inhaltsloses Geschwätz und kein Moderator, der der „vermeindlichen“ politischen Korrektheit genüge tut und bei „vermeindlichen“ unliebsamen Äußerungen dem Diskutierenden ins Wort fällt!

    Herrn Friedel Wagners Tätigkeit beim Aufdecken der Schäden, insbesondere der Langzeitschädigungen, die durch Uranmunition hervorgerufen werden und wurden, ist ein echter Beitrag zur Friedenspolitik. Wer als Politiker gegen den Einsatz solcher Munition nichts unternimmt, macht sich der unterlassenen Hilfeleistung schuldig. Gegen Länder, die solche Munition einsetzten sind die schärfsten Sanktionen zu verhängen und die politisch Verantwortlichen vor einen internationalen Strafgerichtshof zu stellen. An die Sendung von Klaus Bednarz „Es begann mit einer Lüge“ kann ich mich sehr gut erinnern.

    Herr Aktham Suliman bringt seine überaus interessante Sicht mit sehr schönen Gleichnissen ein (Dass Gute gewinnt zuletzt). Seine Erfahrungen über die einseitige Nahost-Berichterstattung macht sprachlos. Auch die Beispiele über positiven und negativen Rassismus sind aus dem Leben gegriffen. Beides ist natürlich negativ. Der positive Rassismus will vermeindlich helfen. Einfach -Menschen als Menschen zu betrachten- hilft.

    Herr Walter van Rossum weist zu Recht auf das breitere politische Spektrum der Parteien in der Vergangenheit hin. Heute sind die Parteien derart zusammengerückt, das sich viele Wähler nicht mehr wiederfinden und dann auf solch unselige Organisationen wie Pegida und AFD anspringen. Boris Nemzow wird vor dem Kreml erschossen und die Tagesschau und alle anderen Main-Streammedien machen Herrn Putin dafür verantwortlich. Zurecht weist Rossum darauf hin, das es blöder nicht mehr geht. Solch Beispiele gibt es zu Hauf (Ukraine, Syrien usw.)und das führt zu dem massiven Glaubwürdigkeitsverlust der Main-Streammedien.

    Herr Jochen Scholz macht noch einmal deutlich, wie verlogen deutsche Auslandseinsätze der Bundeswehr orchestriert werden. Beim Jugoslawienkrieg 1998/99 ging es um völkerrechtswidrige, verbrecherische „Schutzverantwortung“. Die verantwortlichen deutschen Politiker sind für das damalige Morden nie zur Rechenschaft gezogen worden.

    Herr Jebsen moderiert sehr souverän und kann mit seinem Wissen überzeugen. Wichtig sind ja immer die Gesamtzusammenhänge.

    • sehr schön zusammen gefasst. Dem schliesse ich mich gerne an.
      Mein Dauerauftrag zur Unterstützung läuft schon länger und ich hoffe doch sehr, dass es noch mehr Menschen gibt, die dem folgen.

  17. Ich kann Suliman an einer Stellen nicht einschätzen. Ist eine Aussage von „positiven und negativen Rassismus“ auf ironischer Basis? – Da er die meiste Zeit so agiert. – Positiver Rassismuss ist ein Widerspruch an Wertigkeit des Wortsgehaltes –
    Meines Erachtens gibt es nur latenten und offenausgelebten Rassismus. Den latenten Rassismus haben „Gutmenschen“, welches als Unwort des Jahres gekürt wurde, inne.
    Aber gemäßt Arno Gruen, verstehe ich das so: ein Mensch der ein gutes Gewissen durch vermeintlich gute Taten erkauft, aber in Wahrheit nur seine Gönnerhaftigkeit, Arroganz sowie Verachtung versteckt, der ist ein Gutmensch.
    Also, oft muss man sich von den genannten Menschen anhören, dass sie doch so vieles machen und spenden, um den doch allzu armen Vertriebenen zu helfen, ohne einen einzigen Gedanken darüber zu verlieren, Wer bei deren Vertreibung mitgewirkt hat!

    • Sorry, aber was mich da auch immer wieder nervt, ist die völlige Inoranz gegenüber der Frauenunterdrückung im Islam! Mag ja sein, dass es in Syrien mit der Verteidigung der Frauenrechte so wunderbar bestellt ist, wie Herr Suliman hier beschreibt, aber in den anderen Ländern, wo die Scharia das Gesetz ist, ist das nicht so! Und das müsste Herr Suliman ja auch wissen! Und wir wissen auch, dass „Vertriebene“-und zwar vorwiegend junge Männer- aus diesen Ländern zu uns nach Europa kamen oder kommen. Ich erinnere mich noch daran, dass selbst damals die ersten italienischen Gastarbeiter damit nervten, dass sie sich erst daran gewöhnen mussten, dass sie nicht mit jedem solo rumlaufenden Mädchen „spazierengehen“ konnten, obwohl das vergleichsweise harmlos war und meines Wissens solche respektlosen Zudringlichkeiten bzw. Vergewaltigungen wie in Köln nie vorgekommen sind. Man sollte die Diskrepanz der verschiedenen Lebensgewohnheiten nicht einfach ignorieren, sondern im Gegenteil möglichst genau benennen und das Problem ganz offen angehen!

    • @ Veganislove – Frauenrechte hin, Frauenrechte her – das ist und bleibt die Entscheidung der dort lebenden Bevölkerung, dies aus eigenem Antrieb zu ändern oder beizubehalten, denn genau diese Einmischung von außen würden wir hier auch nicht dulden oder tollerieren. Der Schlüssel für Veränderung ist Bildung und nicht das exportieren fremder Strukturen.

    • @veganislove: Zitat „Sorry, aber was mich da auch immer wieder nervt, ist die völlige Inoranz gegenüber der Frauenunterdrückung im Islam!“
      Ist insofern logisch, als dass die Unterdrückung der Frau in unserer Gesellschaft auch nicht thematisiert wird. Sie ist zwar subtiler aber deswegen nicht besser.
      Wenn man die Professorenquote in Deutschland mit der im Iran vergleicht, so steht dieser besser da. Und das ist nur ein Beispiel.

    • Sepke, Sie haben mich nicht ganz richtig verstanden. Meine Kritik bezog sich auf die Handhabung bzw. Verteidigung der Menschenrechte hier in Deutschland bzw. in Europa. Zusätzlich noch möchte ich unser Recht auf freie Meinungsäußerung nennen, das sorgsam gehütet und verteidigt werden muss! Dies sind neben dem Recht auf körperliche Unversehrtheit die beiden wichtigsten Menschenrechte, die nicht verwässert werden dürfen: Das Recht auf freie Meinungsäusserung(auch und gerade in Bezug auf alle Religionen) und die Gleichberechtigung!

    • vizero, Sie sagten, das sei hier nicht Thema. Aber Thema eines Gesprächsvideos ist für mich alles, was es da zu hören und zu sehen gibt. Und aus den Bemerkungen des Herrn Suliman konnte man deutlich heraushören und sollte man auch, dass es mit den islamischen Frauenrechten ganz prima aussähe! Wenn es im Iran mehr Professorinnen gibt, als in Deutschland ist das schön, aber die ehemalige Muslima Mina Ahadi kämpft meines Wissens von Österreich aus unter Einsatz ihres eigenen Lebens immer noch für Frauen in ihrem Heimatland, die aus für uns nichtigen Gründen zur Steinigung verurteilt sind. Und sie ist nicht die einzige, die erzählt, dass vollverschleierte Frauen in streng islamischen Ländern sich in öffentlichen Verkehrsmitteln z.B. gefallen lassen müssen, von wildfremden Männern angegrabscht zu werden. Warum darf man eigentlich über diese Dinge nicht diskutieren, ohne gleich als extreme Frauenrechtlerin oder Rassistin oder Nazi eingestuft zu werden? Mich nervt das unsäglich immer wieder und meinen Mann nervt es genauso! Es ist ein krankes Redetabu! Und damit möchte ich diese Diskussion abschließen, denn ich sehe schon, wo das wieder hinführt!

    • Zitat „Ist eine Aussage von „positiven und negativen Rassismus“ auf ironischer Basis?“
      Das ist wahrscheinlich so gemeint, dass es Rassismus ist, der nicht (pauschal) abwertet, sondern im Gegensatz dazu (pauschal) aufwertet, was ja auch nicht richtig ist. Insofern ist dierser „positive “ Rassismus auch etwas negatives.

    • @ veganislove: Zitat „wie Herr Suliman hier beschreibt, aber in den anderen Ländern, wo die Scharia das Gesetz ist, ist das nicht so!“
      Das sind aber „unsere“ Verbündete, wäredn die islamischen Länder, in denen die Frauen gut, z. T. besser als bei uns, gestellt sind, nach und nach zerstört werden.

    • Das stimmt doch gar nicht. Und Sie wissen das genau! Oder haben Sie etwa noch nie etwas über die „Jungfrauenprüfung“ gehört, die so gern und oft wie möglich auf Ägyptens Straßen bzw. Plätzen verübt wurde?
      Ich bin dieses ganze Rassissmusgeschwätz jetzt wirklich leid! Wie kann jemand, der für das gleiche Recht für alle sensibel ist und eintritt, überhaupt in den Verdacht geraten, rassistisch zu sein? Das ist doch paradox! Es neeeervt unendlich und macht doch alles nur noch schlimmer! Merken Sie das gar nicht?

    • @ Veganislove
      Warum muss sich ein Moslem dumme Fragen gefallen lassen? Würden Sie Ihren Italiener auf die Frage, ob die Pizza geschmeckt habe mit der Mafia kommen? Wahrscheinlich nicht. Frauen die das Kopftuch tragen sollen sich für Frauen ohne Kopftuch einsetzen heißt es gerne, aber würde man Homosexuelle die eine Aufweichung der Ehe fordern ebenfalls auffordern, sie müssten im Atemzug die Ehe als Verbindung von Mann und Frau verteidigen? Woher kommt dieser Hirnschrott? Ist das Narrativ Islam, das im 19. Jahrhundert eine Rechtfertigung zum Kolonialismus der islamischen Welt war und im 21. Jahrhundert für die imperiale Macht der Vereinigten Staaten ist, nicht längst hässlich genug geworden? Und Herr Suleiman hat nichts beschrieben, er hat auch nicht die Frauenrechte in Syrien gelobt, sondern ein Beispiel referiert. Eher sind Sie es, die glaubt in der Beschreibung ließe sich die begrüßenswerte Situation der syrischen Frau finden. Ist Ihnen nicht aufgefallen wie einschränkend die Situation der Frau sein muss, wenn Männer Frauen wie Eltern ihre Kinder verteidigen? Wo ist die Eigenverantwortung der Frau und braucht sie jene Männer, die ihre Beschützer oder vielmehr ihre Bewacher sind? Aber Sie finden das eine positive Darstellung der Situation weiblicher Existenz in Syrien, wenn ich Sie richtig verstanden habe?

      Natürlich kommen Männer, sie sind kräftiger, selbstständiger und aktiver als die Mehrheit der Frauen, es ist eine Kosten-Nutzen-Rechnung, für das Ankommen einer Frau hätten vielleicht Dutzend Männer kommen können. Verabschieden Sie sich vom „Flüchtling“ wie vom „Vertriebenen“, es sind Menschen und Menschen verfolgen Ziele, wofür sie manches bereit sind auf sich zu nehmen, nicht nur die Flucht. Ein besseres, schöneres Leben hat schon seit Jahrtausenden Massen in Bewegung gesetzt und wird es morgen tun. Der Wirtschaftsflüchtling ist vielleicht die Urzelle des Flüchtlings. Bevor Krieg die Fluchtursache gewesen ist, war es blanke materielle Not (Dürre, Flut, Plage) oder die Hoffnung auf ein besseres Leben. Stadtluft macht frei hieß es im späten Mittelalter und im 19. Jahrhundert wollte die Mehrheit der Bevölkerung lieber Arbeiter statt Bauer sein. Es wäre gut, das anzuerkennen, denn sonst ließe sich das Problem zumindest nicht begreifen.

      @Son-Snow
      Positivier Rassimus ist als Widerspruch deutbar, doch das wäre ein Fehlschluss. Positiver Rassismus ist ein positiv artikulierter Rassimus, beispielsweise Schwarze hätten den Rhythmus im Blut. Oder die Auffassung Ausländer können keine Rassisten sein, Menschen mit jüdischer Abstammung keine Antisemiten und mit muslimischer keine Muslimfeinde. Der negative Rassimus ist der gewöhnliche, offen zur Sprache kommende Rassismus, wie Neger haben eine animalische Potenz. Jedoch ist es immer vom Kontext abhängig. „Die Deutschen sind ein sauberes, ordentliches Volk“ kann positiver Rassimus sein. Sagt es ein Deutscher, dann ist es oft Koketterie und wenn eine deutsche Kellnerin es betrunkenen italienischen Gästen sagt, dann negativer Rassimus. Latenter Rassimus dagegen bezeichnet eine rassistische Einstellung die dem Anderen keine scheinbar positive Seite zubilligt und verklausuliert herkommt: „Achmed ist ein Schüler mit Migrationshintergrund in der fünften Generation“. Die Verleihung des Integrationsbambi an Bushido (Der Mann ist Sohn einer deutschen Mutter. Sido ist der Sohn einer Sinti, aber weil man es ihm nicht ansieht, weil er keine dunkle Hautfarbe hat, wird er nicht als jemand markiert, der auf eine Integration angewiesen ist. Weiterhin kommt hier die patriarche Vorstellung zum Tragen, die mütterliche Herkunft sei gegenüber der väterlichen zweitrangig.) Oder die Haltung ein schwarzer Schauspieler sei gerade für Othello sehr gut geeignet, während man ihn gleichzeitig andere Rollen verwehrt. Latenter Rassimus ist aber auch die Darstellung des Nazis durch Deutsche in US-Filmen, als hätten nicht genug Ukrainer, Kroaten, Franzosen, Ungarn etc. Juden mitermordet und somit gezeigt, dass es an der Herkunft allein nicht liegt. Die Vorstellung nur ein Mustergermane könne einen Nazi glaubhaft spielen ist eine rassistische Haltung. Dafür hat man beispielsweise einen mittelmäßigen Schauspieler mit zwei Oscars belohnt.

      Wer Menschen vorwirft Heuchler zu sein, muss die Reinheit Jesu besitzen. Leicht lässt sich einem Anderen Böses unterstellen. „Gutmenschen“ lassen sich nicht auf latenten Rassimus reduzieren. Es gibt einige, die mit ihrem paternalistischen Verhalten einen latenten Rassimus zeigen, andere sind nur Idioten, wiederrum sind genügend recht edle, hilfreiche und gute Menschen. Wie gesagt, unterstellen lässt sich viel, aber es ist nicht die Wahrheit, sondern die Einfachheit der Fabel die uns überzeugt. Der Gutmensch mit seiner Spendenfreundlichkeit und Ablehnung von Flüchtlingsheimen in der eigenen Wohngegend ist viel zu schmackhaft, als wäre nicht längst ein Journalist auf diese Geschichte gekommen. Ist sie wahr? Einige ja, andere nicht. Und nicht überall wo ich einen Widerspruch zu finden glaube, ist einer. Manchmal ist es nur der Widerspruch meiner getrübten Sicht.

    • @ Fritz „viele Wahrheiten sind widersprüchlich.“ Meiner Ansicht nach gehört Rassismus zu der Begriffskategorie: Mord oder Holocaust, hierbei darf es nie in die Einteilung positiv bzw. negativ gelangen da sonst die lebensverachtende Reflexion des Wortes auf die Umwelt verwässert wird. Rassismus ist halt die Vorstufe von den beiden genannten Wörtern.
      Was Sie beim „positiven Rassismus“ als Beispiele anführen, nennt man Vorurteile, ist aber noch lange nicht Rassismus.

      Ich finde es nicht sehr logisch seine gesamte Energie dafür einzusetzen nur das Leiden eines kranken Patienten zu lindern, wenn ich die Krankheit erkenne und sie auch heilbar ist.
      Was ich damit sagen will, diese überaus sehr hilfsbereiten freiwilligen Helfer die die Drecksarbeit der Zuständigen Organe erledigen, die habe ich nicht bei Ramstein oder andere Veranstaltungen für Frieden wahrgenommen.
      Naja, sie bekommen Balsam für ihr Engagement wenn „Mutti“ einen Lob ausspricht.

    • Veganislove hat absolut Recht. Es gibt so viele schreckliche Situationen, die in hardcore Islamischen Ländern zum täglichen Leben gehören. Wer da ein paar Einblicke von einem Augenzeugen benötigt, sollte sich die Bücher von Abdel Samad durchlesen. Da erfährt man dann von der Beschneidung der weiblichen Klitoris (was für ein Barbarischer / Menschenverachtender Akt) oder auch wie in der Hochzeitsnacht die Familie vor der Zimmertür steht, und das Blut des durchrissenen Jungfernhäutchens in einem Taschentuch aufgesogen wird und der versammelten Manschaft als Beweis für die „Reinheit“ der Frau präsentiert wird.

      Über solche Misstände sollte offen gesprochen werden dürfen.

      Ich finde die Rassismuskeule wird wie ein Reflex eingesetzt. Und zwar so inflationär, dass jeder direkt als Rassist abgestempelt wird. Und somit verliert das Wort Rassist seine wirkung, da ja absolut jeder Rassist ist, der eine kritische Meinung laut äussert.

      Ich finde auch, dass solche harten Themen von mir als Europäer als menschenverachtend bezeichnet werden dürfen. Egal, ob ich damit meine „Meinung / Werte exportiere“. Es gibt universale Menschenrechte, die auf jeden Menschen zutreffen sollten, egal aus welchem Teil der Erde er / sie stammt.

      Die Frauen in Deutschland sind für ihre Rechte vor einigen Jahrzehnten auf die Straße gegangen. Diese Errungenschaften sollten nicht rückgängig gemacht werden, indem wir ein Frauenbild importieren, wo Frauen sich äußern wie glücklich Sie unter ihrem Ganzkörperkondom sind. Die sind so Gehirngewaschen, dass sie ihre eigene Unterdrückung feiern.

      Alle Religionen (und vor allem in der langen Blutigen Geschichte des Christentums) haben doch unterm Strich für viel mehr Hass und Mord und Unterdrückung unter den Menschen gesorgt, als dass sie etwas positives erreicht hätten. Alle Menschen sollten sich einig sein, dass der Mensch einen Wert an sich darstellt, der ihm nicht durch Andersgläubigkeit genommen wird.

    • @sontungtran
      Kommen Sie bitte, das lässt sich nicht so eindeutig definieren. Mord oder Völkermord sind im Rassismus zwar angelegt, aber als letzte Konsequenz. Dazwischen gibt es Diskriminierung, Entrechtung, Sklaverei. Ich will Rassismus nicht kleinreden, aber nicht jeder Rassist ist gleich ein Mörder. Und Vorurteile können auch rassistisch sein. Ich finde Ihren Rassismusbegriff radikal (im Wortsinne). Dadurch wird zwar der Rassismus in seiner Schrecklichkeit sofort kenntlich und muss doch gleichzeitig unverstanden bleiben. Ihr Vergleich zeigt ja die Radikalität Ihrer Rassismusdefinition. Was die Helfer angeht, sie haben das ihre getan, tun wir das unsere. Möge sich niemand moralisch über den anderen erheben, das ist unfair. Und sicher hat mancher geholfen und demonstriert, verlieben Sie sich nicht in Ihrer Fabel, deren Attraktivität einzig im Paradoxon und der moralischen wie intellektuellen Überlegenheit liegt.

    • @ Fritz Ich hoffe Sie sehen die logischen Schlussfolgerungen Ihrer Aussagen. Da Mord das letzte Glied dieser Verkettung ist, muss logischerweise etwas den Anfang bilden; in diesem Fallbeispiel Rassimus. Wenn Sie den Punkt außer Acht lassen, dann stimmt etwas gewaltiges nicht.
      Ich kann nur mit den Worten von Herr Ganser darauf hindeuten „Jeder Krieg beginnt mit einer Lüge!“. Da können Sie jetzt argumentieren, nimmt das Wort „Lüge“ doch nicht so ernst, jeder Mensch lügt doch; das ist richtig. Aber eine unbedeutende kleine Lüge kann verheerende Konsequenzen haben.
      Wie gesagt, es ist Paradox, wie so kleine unbedeutsame Dinge fatale Auswirkungen haben können, wenn sie gezielt angesetzt werden. Aber wahrscheinlich rede ich nur esoterischen Quatch.

      Meine Vergleiche sind nicht radikal (da ich ja die Wurzeln/den Ursprung nicht immer kenne), sie sind extrem, um zu verdeutlichen, dass man die Dinge bei ihrem Name bzw. Wesen nennt und nicht so drum rum drücken. Die Sprache bietet mir ein Werkzeug das ich auch dafür einsetzen muss.

      Nun zur Moral: ich habe lediglich gesagt, dass ich es nicht logisch finde seine gesamte Energie einzusetzen nur um die Symptome zu lindern. Soll doch letztendlich jeder entscheiden, was er kurz vor 12 machen will.

    • Bei der ganzen Diskussion mit Ihnen @ Fritz ist mir jetzt aufgefallen, welcher Gruppe das Wort Flüchtlinge passt.
      Bei uns, wir sind nämlich alle Systemflüchtlinge, zumindest einige von uns hier auf dem Portal, maße ich an zu behaupten. Angefangen bei den Leidmedien, also zumindest von meiner Person aus, habe ich mich von den Leidmedien zu den Alternativen geflüchtet, ich wurde ja nicht vertrieben, die wollen mich ja immernoch als Konsument haben.
      Also ich würde mich als Systemflüchtling definieren, da ein kleiner Wicht sich nicht die „Wertegemeinschaft“ einordnen will.

    • Ja Son_Snow leider ist ihr Kommentar typisch. Ich finde Herrn Suliman hat voll Recht. Es gibt Menschen die wegen Krieg und Terror flüchten und Hilfe brauchen und es gibt Menschen die Krieg und Terror bringen wollen. Die einen sagen es gibt nur Verbrecher, das ist negativer Rassismus. Die anderen sagen es sind alles ganz arme hilfsbedürftige Menschen, das ist der positive Rassismus und der ist genauso schlecht wie der negative.
      Es findet leider extrem beider Rassismus statt und nur wenige sind bereit mal nachzugeben und der Realität ins Auge zu schauen.

      Veganislove hat vollkommen recht wobei ich hier nicht Herrn Suliman das vorhalte sondern generell „WIR“ vorhalte das diese Diskussion nicht erlaubt ist. Der Einwand von Sepke ist falsch. Natürlich hat Saudi Arabien, Kuwait, Irak, Türkei, Iran das Recht das sich niemand in ihre inneren Angelegenheiten einmischt. Um so wichtiger ist es das „WIR“ hier bei uns das nicht zulassen. Ein komplettes Verbot des Islam in Europa ist meine Meinung nach notwendig. Solange es so grauenhafte islamische Staaten gibt hat der Islam bei uns nicht verloren. Genauso ist bei den Muslimen weit Verbreitet die Einstellung das sie Europa erobern wollen.
      Es ist eine einzige Kriegsführung und sie sind sich sehr siegessicher. In der nächsten Generation wird es in Deutschland mehr muslimische Kinder geben als andere. Sogar Gaddafi hatte das erkannt, „Es scheint als würde Allah Europa den Muslimen geben ohne einen Krieg“. Erdogan ruft die Muslime in Deutschland dazu auf so viele Kinder wie möglich zu bekommen. Es findet ein heimlicher Krieg statt und in zwei Generationen herrscht in Deutschland die Scharia wenn nicht so wie ich befürchte es vorher zu einen Atomkrieg kommt. Dann wird in Deutschland wohl nichts mehr herrschen.
      Wer für Religionsfreiheit und gegen Rassismus ist muss als erstes den Islam verbieten. Es ist leider so.
      Und das ist genauso unser Recht zu sage das „WIR“ den Islam nicht wollen wie es das Recht von Saudi Arabien ist zu sagen das sie nur den Islam wollen.
      Zu visero kann man nur sagen das er die Mainstream Gender Propaganda verbreitet. Wer behauptet das Frauen in Europa benachteiligt liegt falsch. E kommt immer das Beispiel mit Jobs in Spitzenpositionen.
      Wenn auf eine Stelle 100 männliche und 1 weiblicher Bewerber kommt so kann man nicht erwarten das dort eine 50:50 Verteilung herrscht und darf diese auch nicht fordern denn das wäre eine totale Ungerechtigkeit. Die Ungerechtigkeit herrscht zwischen schlecht bezahlten und gut bezahlten Berufen und davon sind sowohl Männer wie auch Frauen betroffen.
      Es ist sogar so das in Europa die Frauen mehr Rechte haben als die Männer. Den Wehrdienst müssen Frauen nicht leisten, eine absolute Ungerechtigkeit, ist leider so. Bei jeder Scheidung werden die Männer über den Tisch gezogen. Also visero schicken wir unsere Frauen doch mal nach Saudi Arabien mal schauen wie es ihnen dort gefällt, und Fritz fahren Sie auch gleich mit und schauen sich den Islam mal an.

    • Ich möchte hier noch einen Gedanken hinzufügen. Es ist ja nun durchaus nicht so, dass der Islam die Frauenunterdrückung erfunden hat. Deshalb bei der Diskussion um Gerechtigkeit auch nicht primär um den Islam, sondern darum, dass wir schon seit über 7000 Jahren in der Welt ein weiblichkeitsunterdrückerisches Patriarchat in der Welt haben und alles, was lebt unter diesem Ungleichgewicht leidet. Männlich und weiblich sind zwei Hälften des Ganzen und die müssen in Harmonie miteinander sein. Wenn ein Teil unterdrückt und mindergeachtet ist, ergibt das aber niemals Harmonie, sondern immer wieder Kriege! Es genügt aber auch nicht, nur innerhalb unserer eigenen Spezies Gerechtigkeit und Harmonie anzustreben, denn wenn Leben erst einmal routinemäßig unterdrückt und mindergeachtet wird, setzt sich diese Unterdückung immer weiter fort. Rassismus hat im Grunde mit der Domestizierung von Tieren schon begonnen. Das wollen die meisten aber immer noch nicht zugeben, obwohl es ganz offensichtlich ist. Wenn diese geistige Beschränkung bzw. Verstümmelung nicht durchbrochen bzw. geheilt wird, dann wird es hier nie wieder in Richtung Harmonie gehen können.

    • Weltpolitik, Religion, Lebensart, dürfen nicht vom Sexualtrieb dirigiert werden. Das ist ein Offenbarungseid an die Menschlichkeit! Wir brauchen „Die Renaissance der Liebe“.
      Patriarchat=(Gewalt-)Herrschaft= Hierarchie= Faschismus= Rassismus= Unterdrückung= Lebensverachtung=permanente Kriegsgefahr=Weltuntergang.
      Nur die Rückkehr zur All-umfassenden Liebe erlaubt uns Heilung und geistige Weiterentwicklung. Es ist so einfach:
      Wer Augen hat, der sehe selbst. Wer Ohren hat, der höre selbst. Wer Hirn hat, der nutze es zum Selberdenken. Wer ein Herz hat, der fühle es. Nur selbstbewusste Menschen können eine friedliche Welt erschaffen.

    • Die Geschichten aus Silvester Köln sind doch absolut unglaubwürdig – eine Nacht und tausend Araber, tausendundeine Nacht. Das war m.E. der Auftakt am Jahresanfang um in Deutschland eine Realität heraufzubeschwören die einige gerne hätten. Probleme innerhalb Deutschlands und mit Nachbarländern forcieren. Es gibt keine Beweise (Anzeigen kann jeder stellen). Das war eine Falle für Frau Merkel (die den Herren der Welt wahrscheinlich nicht mehr hörig genug ist).

    • Das ist doch völliger Schwachsinn! Köln als False-Flag-Operation, um Frau Merkel zur Raison zu bringen, weil sie den Herren der Welt nicht mehr hörig genug sei? Wie kommst Du denn auf diese Idee?

  18. Ich finde Herr Suliman macht es sich zu einfach. Sicher liegen auch im System „Journalismus“, die von ihm geschilderten Ursachen der Probleme. Aber wenn in der gesamten Mainstream- Presse die gleiche Meinung über Neoliberalismus, Bundeswehreinsätze im In- und Ausland, Putin-Bashing, Desinformation über Ukraine und Syrien um nur einige Beispiele zu nennen, konsens ist, dann steckt da mehr dahinter wie nur gegenseitiges abschreiben oder dilettantische Arbeit der Assistenten.
    Man muss sich nur anschauen, wer die Mainstream-Medien besitzt, wer ARD und ZDF kontrolliert, welche Journalisten in welchen Thinktanks mitwirken um hier eine klare Vorgabe für die zu veröffentliche Meinung zu erkennen. Die Fernsehshow „Die Anstalt“ hat das klar heraus gearbeitet

  19. Also jedes Mal, wenn jemand das Wort „Flüchtling“ verwendet, dann bringt es mich aus der Fassung. Rainer Mausfeld erklärt doch so schön, „man alles pervertieren!“. Das Wort an sich ist nicht verräterisch, es beschreibt ganz genau das Wesen dieser Tatsache, doch der Kern ist ein anderer Kontext. Verräterisch ist wer es großflächig populär machen will, ergo zum Wort des Jahres erklärte. Weil hier die Propaganda fruchtet, wenn alle das Wort so selbstverständlich aussprechen ohne sein Wesen zu erkennen. Der Wortstamm setzt sich doch aus Flucht, flüchten mit dem Suffix „ling“ zusammen. Hier auf dem Portal würden viele User „Flucht“, eher mit Flucht vor Hunger, Krieg sowie andere Katastrophen assoziieren. Meine These ist, wenn eine Umfrage über die Assoziation des Wortes „flüchten“ in der breiten Masse durchführt, dass sehr wahrscheinlich viele eher das Bild eines Verbrechers oder Gefangen der vor dem Gesetz „flüchtet“.
    Nun zum Suffix „ling“, dieser hat die Funktion des „Verniedlichen“ also etwas das harmlos ist wie z.B. Säugling oder Schmetterling. Daher soll mit der Propaganda „Flüchtling“, das Bild eines vor Krieg, Tod und Zerstörung fliehender Mensch verharmlost werden.
    Und wenn ihr es so unachtsam benutzt, seid ihr auch dieser Propaganda erlegen.
    Dies war (ist) das Land der Dichter und Denker, daher war (ist) Deutsch eine sehr korrekte Sprache, die das Wesen der Dinge exakt beschreibt.
    Ich bevorzuge bei diesem Thema eher das Wort „Vertriebene“.

    • Das nehme ich gern in meinen Wortgebrauch auf: „Vertriebene“ anstatt „Flüchtlinge“! Verständlich, dass unsere Regierenden das nicht so sagen mögen, weist es doch direkt auf ihr Mittun an der Sache hin. Man könnte auch von den „Entheimateten“ sprechen. Sprache ist verräterisch, ja.

    • Ich finde nicht, daß Häft-ling oder Wider-ling verniedlichend klingt. Beim Bestehen auf die vermeintlich richtige Bezeichnung geht es nicht wirklich um die Sache, sondern um einen Nebenschauplatz. Es stimmt, die Flüchtlinge wurden durch Kriegshandlungen aus ihrer Heimat vertrieben, zur Flucht genötigt. Aber im Deutschen hat das Wort „Vertriebene“ eine besondere Bedeutung, die sich auf Ereignisse nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bezieht. Das war eine erzwungene Umsiedlung, eine gezielte Vertreibung aus der Heimat. Die heutigen Vorgänge sind anders. Wer vor Kriegshandlungen flieht, ist ein Flüchtling.

      Aber letztlich ist nicht besonders wichtig, wie man die Menschen nennt. Die Fluchtgründe müssen/müßten beseitigt werden.

    • Der Diminutiv war früher wahrscheinlich neutral. Ein Tischlein ist halt kein Tischl und ein Schränkchen kein Schrank. Er hat also nicht per se die Funktion etwas zu Verniedlichen, siehe Wüstling oder Feigling. Nehmen Sie das Wort „Männlein“ für einen 30-Jährigen, verniedlichend oder beleidigend? Warum heißt es Emporkömmling? Ist der Homus Novus der Nobilität unangenehm? Flüchtling hat aber anders als Säugling eine aktivische Bedeutung. Vor was er flieht ist nicht von Belang, er flieht. Habe im Duden reingesehen, da ist es ab dem 17. Jahrhundert gebräuchlich und kommt vom Verb flüchten, ahd. fluthic. Durch das Aktiv liegt die Bedeutung nah, dass er selbst geflohen ist, also die Ursache nicht bekannt oder unbedeutend ist, wie Sie es sagen. Nur überlagert sich durch das Aktiv nicht auch die Fluchtursache auf den Flüchtling selbst, als wäre er aus freien Stücken gegangen? Andererseits gibt es aber auch das Fluchten in der Jägersprache, als Springen des Wildes. Daher kommt möglicherweise die negative Bedeutung im Flüchtling, so in der Bedeutung des flüchtenden Kriminellen, denn nicht umsonst heißt es, dass Verbrecher gejagt werden. Aber genaueres lässt sich nur durch das Quellenstudium herausfinden, d.h. alte Quellen lesen. Vielleicht war die aktivische Bedeutung ein Vorwand, um den Fliehenden kein Obdach anzubieten, gingen sie doch aus freien Stücken. Andererseits, 17. Jahrhundert, Religiöse Ausgrenzung, Intoleranz etc. Da war ein Flüchtling jemand, der von sich aus die Initiative ergriffen hat. Aber wie geschrieben, Quellenforschung ist angesagt.

    • @ Fritz Wir sollten uns nicht darüber auseinandersetzen, was zu erst war, „das Ei oder das Huhn?“. Glauben Sie mir an dieser Propagandamaschinerie arbeiten überaus geniale Sprachwissenschaftler/-propagandisten, davon haben wir beide überhaupt wenig Ahnung. Worauf wir darauf achten sollen, ist dass wir nicht einfach so leichtfertig diesen Sprachgebrauch benutzen, wenn es im Mainstream verbreitet wird.
      Ein Wort ist ein Mittler, Übertragungsmedium einer Information, Bild oder Idee. Das man alles pervertieren kann, hat uns ja Prof. Rainer Mausfeld erklärt, aber es gibt einzelne Ausnahmen bei denen es sehr schwer ist diese zu pervertieren, nur wenn es völlig mit einem anderem Zusammenhang missbraucht wird. Beispiele: Shoa, Krieg, Vergewaltigung uvm.
      Allein für sich haben diese Wörter eine gravierende Bedeutung und zeigen ein sehr negatives Bild. Oder versuchen Sie mal ein diese Wörter schöner darzustellen.
      Beispiel für die Perversion bzw. Missbraucht ist: „Der Saddam hat Massenvernichtungswaffen und betreibt damit Völkermord! Also müssen wir in den Krieg ziehen und diesen beseitigen!“

    • @ Fritz Es mag sein, dass das Wort „Flüchtling“ von der Wertigkeit neutral in seinem Ursprung war. Doch im Context dieser geopolitschen Machtkriege, ist es nur ein „Verwässerung/Vernebelungswort“. Die „westlichen Wertebürger“ wissen dann nicht, welche Umstände dazu führten, dass diese Menschen fliehen mussten, wenn dieses Wort gebraucht wird. Sind das Taxierungsflüchtlinge bzw. Menschen die in das Wohlstandland Germany fliehen (hierbei wird aktiv Initiative ergriffen) , oder sind es Menschen die vor NATO Terror fliehen (hier ist es beim gesunden Menschenverstand ersichtlich warum man fliehen muss).
      Man kann ja nun beobachten welches Bild das Wort „Flüchtling“ bei den „westlichen Wertebürgern“ auslöst, wohl eher nicht positiv sowie neutral, sondern negativ.
      Diese Technik sollte bekannt sein, man benutzt gezielt „Vernebelungswörter“ um den Kern einer Tatsache zuverschleiern.

    • Das Linguisten daran arbeiten, vielleicht. Solange wir das nicht belegen können ist der Vorwurf zwecklos. Ja, man sollte vorsichtig mit seiner Wortwahl sein, aber es sollte jenen verziehen werden, die das nicht können. Das ist nämlich ziemlich aufwändig und einfach wäre es, wenn man ähnlich wie die Verwirrer vorgeht, d.h. namhafte Personen setzen dies durch ihre Autorität durch. Krieg: Intervention ist als Euphemismus bekannt. Vergewaltigung? Nötigungsbeischlaf? Aber Sie bringen mich noch auf ganz schlechte Ideen. Aber Flüchtling ist mal ein hochkomplexer Begriff und was soll es stattdessen geben „Refugees“, Geflüchtete, Fluchtfrau, Fluchtmann???

    • @ Fritz Ja, es ist mühsam immer auch die Kleinigkeiten zu achten. Aber auf die Kleinigkeiten kommt es an, was für folgenschwere Ereignisse sich anbahnen. Daher sitzen die alten Herren (nicht Abwerten zu betrachten :)) hier und diskutieren, wie es so weit gekommen konnte, dass das System oder die Systeme im System zerfallen. Die Alten haben ihre Kontrollfunktion aus Bequemlichkeit außer Acht gelassen, weil man ja nicht mit dem „Klein Klein“ beschäftigen wollte. Auf die Jungen will ich erst gar nicht ansprechen.

      Ich meine ab einen gewissen Niveau der Bequemlichkeit beginnt die Dekadenz (klingt ziemlich paradox).
      Ob Terrorflüchtling, Kriegsflüchtling, Wirtschaftsflüchtling oder „weiss Gott was“ es noch an Flüchtlingen gibt, nennen wir doch die alle „Flüchtlinge“, dann ist es einfach und bequem; stimmt.

    • Für die meisten aus Syrien und Irak ist das Wort Vertriebene meiner Meinung nach ganz richtig. Sie wurden einer geisteskranken Geopolitik geopfert. Wie soll wir es anders nennen als vertrieben. Wenn dein ganzer Ort zerstört wird, dein ganzes Land, was ist das denn. Natürlich sind die Jesiden vom IS vertrieben worden. Natürlich sind viele Muslime durch amerikanische Bomben, russische Bomben, deutsche Aufklärungsflugzeuge, türkische Terroristen, israelische Unterstützung vertrieben worden. Aber eigentlich sind sie nur vertrieben worden weil einige geisteskranke Menschen eine Pipeline bauen wollten und ich bin überzeugt das diese Menschen den Krieg geopfert wurden weil Syrien keine Schulden beim IWF hatte. Die Achse des Bösen, Libyen, Syrien, Iran, Nord Korea.
      Es gibt Muster. Und ein Muster ist das Geldsystem dem sich die Staaten der Achse des Bösen nicht unterordnen wollen. Durch das Geldsystem und Gier vertriebene Menschen das ist die richtige Bezeichnung für mich.
      Die Merkel weiß ganz genau was sie macht, sie ist nur total verlogen und falsch.

  20. Ich möchte es nicht versäumen, mich für diese gute Sendung zu bedanken. Spritzig mit hohem Lacherfolg die Frage von Ken an Jochen Scholz, was er denn von unserem gegenwärtigen Bundespräsidenten hält!
    Mit meiner Kritik kann ich mich gut an Bernhard Meyer anschließen.
    Besonders gefreut hat es mich, dass dieses Verbrechen DU-Munition hier wieder zur Sprache kommt. Als so um 2008 oder 2009 im damals noch genießbaren ZEIT-Forum ein besonders gut informierter user immer wieder darauf hinwies, wurde er gesperrt. Und die Lügen des Herrn Sommer darüber haben mich damals auch empört. Schlimm auch, wie es dem Arzt Dr. Günther ergangen war, nachdem er die Uranmunition im Irak entdeckt hatte und ein Stückchen davon als Beweismittel mit nach Deutschland gebracht hatte, damit es untersucht würde. Nach dem Jugoslavienkrieg gab es auch einen US-Amerikanischen Arzt, Dr.Asif Duracovic, der dieses Verbrechen anhand der erkrankten US-Soldaten aufgedeckt hatte. Zum Dank dafür wurde er vom Pentagon gefeuert. Es gibt ein Video davon im Netz.
    Herrn Aktham Suliman, der sich um seine Gesundheit sorgt, möchte ich eine tiereiweißfreie Ernährung ans Herz legen!
    Auch für die anderen beiden übergewichtigen Herren wäre dies ein Segen! Mich wundert es immer wieder, wie wenig echtes Wissen über gesunde Ernährung sogar bei hochgebildeten Personen vorhanden ist. Die Fehlinformationen der Ernährungsindustrie, die jetzt erst begonnen haben, aufgedeckt zu werden, sollte hier auch einmal thematisiert werden, denn Ernährungspolitik ist genauso brisant wie Weltpolitik!

    • Zitat „Schlimm auch, wie es dem Arzt Dr. Günther ergangen war, nachdem er die Uranmunition im Irak entdeckt hatte und ein Stückchen davon als Beweismittel mit nach Deutschland gebracht hatte, damit es untersucht würde.“
      Für die, die es noch nicht wissen: Es wurden mehrere Mordanschläge auf ihn verübt, der Letzte war fast erfolgreich- danach war er ein Pflegefall und inzwischen ist er auch mit an den Folgen des letzten Anschlags gestorben.

    • „Besonders gefreut hat es mich, dass dieses Verbrechen DU-Munition hier wieder zur Sprache kommt. Als so um 2008 oder 2009 im damals noch genießbaren ZEIT-Forum ein besonders gut informierter user immer wieder darauf hinwies, wurde er gesperrt. Und die Lügen des Herrn Sommer darüber haben mich damals auch empört. Schlimm auch, wie es dem Arzt Dr. Günther ergangen war, nachdem er die Uranmunition im Irak entdeckt hatte und ein Stückchen davon als Beweismittel mit nach Deutschland gebracht hatte, damit es untersucht würde. Nach dem Jugoslavienkrieg gab es auch einen US-Amerikanischen Arzt, Dr.Asif Duracovic, der dieses Verbrechen anhand der erkrankten US-Soldaten aufgedeckt hatte. Zum Dank dafür wurde er vom Pentagon gefeuert. Es gibt ein Video davon im Netz.“

      Wie man mit Dr. Günther umgegangen ist, war mir bekannt. Aber danke, dass sie darauf hinweisen für die anderen Leser.
      Das von Dr. A. Duracovic ist mir nicht bekannt. Habe danach gesucht, aber leider gibt es da nur englisch sprachige Sachen. Oder gibt es doch was auf deutsch, das ich übersehen habe?

      Die Verbrechen mit der gefährlichen Munition müssen weiter in die Öffentlichkeit vordringen.

      Zu Ernährung gibt es einen interessanten Vortrag von Dr. Andreas Noack
      Dr. Andreas Noack – Geheimakte Lebensmittel
      https://www.youtube.com/watch?v=yh-jO1ja7fo

    • palina, die Videos hab ich auch seltsamerweise grad nicht wiedergefunden(gestern waren sie noch da), aber die „Zeiten-Schrift“ hat einen sehr informativen Artikel darüber: ZeitenSchriftVerlagGmbH(CH)http://www.zeitenschrift.com/news/uran-munition-denn-sie-wissen-genau-was-sie-tun#.V86-2p5CTkw

      „Der amerikanische Arzt Dr.Asaf Duracovic war einst Oberst und Kommandant einer Sanitäter-Einheit im Golfkrieg von 1991. Er war auch Professor für Radiologie und Nuklearmedizin an der Georgetown Universität von Washington.Heute lebt er nicht mehr in den USA, weil man ihn dort mit dem Tod bedroht hatte, falls er seine Forschungen über das Golfkriegssyndrom weiterführe. (….) Seit damals hat der Mediziner handfeste Beweise für die Gefährlichkeit der im Golfkrieg und im Kosovo eingesetzten Urangeschosse vorliegen und an die Behörden weitergegeben. Die NATO gibt zu, 1999 im Kosovokrieg 31000 solcher panzerbrechender DU-Geschosse(DU-depleted Uranium)verschossen zu haben….“

      Dr.Duracovic und Dr. Günther haben sich auch damals noch getroffen und ausgetauscht-ich habe gestern noch ein Video darüber gesehen, aber nicht ganz angesehen, leider nicht notiert. Ich schau nochmal nach.

    • Hier noch ein Video über DU allerdings amerikanisch, in dem u.a. Dr.Duracovic am Telefon über seine Arbeit erzählt und dass er vom Pentagon gefeuert wurde, dass Proben verschwunden sind etc.:
      https://www.youtube.com/watch?v=hpotcDsX74c

      Die Forschung und das Aufdecken von Verbrechen im Bereich der Machenschaften des Miltärisch-Industriellen Komplexes ist jedenfalls lebensgefährlich.

    • In der sog. „Freitags-Community“ gibt es am 05.01.2015 einen Beitragsartikel zu Uranmunition(„Der stille Todesengel“) von EXNHILO. Der hat allerdings nur ein einziges Kommentar bekommen. Diese Linken dort scheinen sich für die größten und bedrohlichsten Verbrechen gegen die gesamte Schöpfung genauso spärlich zu interessieren, wie die user hier(siehe Chemtrail-Diskussion auf dem längsten blog hier).

    • Veganislove, vielen Dank für deine informativen Links, leider immer erschreckend und ich würde mir hier bei KenFM eine „Hall of Fame“ wünschen in der den Ermordeten noch eine letzte Ehre erwiesen wird und ihre Recherchen und Leistungen der Öffentlichkeit präsentiert werden. Wir werden Rom nicht vergessen, wir werden eure Morde und Verbrechen nicht vergessen, an keinem Kind, an keinem Erwachsenen und an keinem Land.

  21. Eine wahnsinnig tolle Sendung!

    Die Gäste so unterschiedlich und gleichzeitig korrelierend. Vielleicht sollte Herr Jebsen selbst nochmal erzählen wie er aus dem System geworfen worden ist und warum und wie es eben zu KENFM kam…besonders für Neueinsteiger durch BLVD.

    Einziger Kritikpunkt für mich ist, das dieses mal zu wenig auf die Geschichte des Journalismus eingegangen wurde… Es hätte mich sehr interessiert wie das in Europa noch vor 200 bis 300 Jahren ausgesehen hat. Ich glaube nicht, nur das weil Monarchien den Alltag bestimmten, nicht auch andere Meinungen zugelassen wurden. Zensur in Preußen wurde ja schließlich durch den Alten Fritz gelockert…also, für mich kam der historische Aspekt einfach nicht zum Zuge und den vermisste ich eben. Auch das Journalismus-Studium ob sich da wesentliches in den letzten 50 Jahren geändert hat (von der Schnelllebigkeit mal abgesehen). Vielleicht gibt es dazu ja auch mal irgendwann eine Sendung – der Journalist ist ja Teil des Systems und kann es so kaum durchdringen, wenn auch sein Professor entsprechend indoktriniert wurde.

    Ansonsten hoffe ich sehr, dass Herr Wagner die nötigen Gelder bekommt um sein Projekt mit KENFM zu realisieren.

    Danke nochmal an alle, vom Spender bis zum Sender die dieses Programm ermöglichen.

  22. Großes Lob! Seit Positionen 1 und 2 die interessanteste Sendung. Danke!
    Zu den Gästen: ganz unterschiedliche Typen, die sich prima ergänzten. Weil ich sein Buch gelesen habe „Die Tagesshow. Wie man in 10 Minuten die Welt unbegreiflich macht“, habe ich mich besonders über Walter vam Rossum gefreut. Fand aber dann doch, dass er in schriftlicher Form genießbarer ist. Der General immer druckreif korrekt, den Syrer habe ich nicht immer verstanden, wenn aber doch, dann glänzend und den „Tödlicher Staub“- Macher fand ich einfach sehr interssant. Übrigens die KenFM-Radiosendung „Ich & DU – Uranmunition“ ist hervorragend auf einer langen Zugfahrt mit Ohrstöpsel zu „genießen“ – vielleicht am 08.10. zur Friedensdemo nach Berlin.

  23. Ich hab da meine Zweifel, ob es früher einfacher war. Der normale Bürger konnte im Prinzip ja gar nichts überprüfen.
    Im wurde durch die Medien eine recht primitive Welt vorgestellt. Über Aussenpolitik hat er nur Vordergründiges erfahren.
    Aldo Moro wurde von den Roten Brigaden erschossen und warum Olof Palme erschossen wurde, wusste kein Mensch, warum Nicolae Ceaușescu recht schnell tot war, wurde in den deutschen Medien sicher auch nicht erklärt.
    Was z.B. zur Zeit bei Telepolis über Allen Dulles steht, hat der Normalbürger sicher nie erfahren.

    • Guten Abend Herr Martin (Jens Martin Schlatter?),
      sind Sie möglicherweise der Wikipedia-User J-m.s (https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:J-m.s), der direkt nach dem Interview von Professor Mausfeld mit Ken Jebsen in Wikipedia folgendes geschrieben:

      „Vertreter einer Verschwörungstheorie“
      https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Rainer_Mausfeld&diff=156753409&oldid=156250482

      und die Links zu dem Beitrag „warum schweigen die Lämmer“ und dem Interview mit Ken Jebsen gelöscht und damit keiner Ihre Änderung rückgängig machen kann folgenden Hinweis eingefügt hat: „Ich werde hier eine Teilsperrung des Artikels wegen Editwar beantragen.“ (23:41, 13. Aug. 2016 )?

      Wenn ja, können Sie mir bitte Ihre Beweggründe nennen:
      – Weshalb Sie Professor Mausfeld für einen Vertreter einer Verschwörungstheorie halten?
      – Weshalb Sie die die Links zu dem Kenfm-Interview und dem Beitrag „warum schweigen die Lämmer“ gelöscht haben?
      – Weshalb Sie sich auf diesem Portal aufhalten und die Interviews, deren Veröffentlichung Sie zu verhindern versuchen, kommentieren?

  24. Juhu Positionen #7. Damit wäre das Sonntagabendprogramm dann geklärt. Aber habt ihr denn keine Familien, die vielleicht am WE mal was von euch sehen will?

    Also an alle Partnerinnen und Partner der Mitglieder der KenFM-Redaktion, die auch am WE anschaffen: Vielen Dank, dass ihr das aushaltet. Ung ganz toll, dass ihr eure Lieben so sehr unterstützt bei dem was sie tun. Aber falls ihr doch mal nicht so ganz erbaut darüber seid, dass eure Liebste oder euer Liebster oder euer Papa oder eure Mama am Sonntag mal wieder keine Zeit hatte – dann macht das ruhig deutlich. Ich hätte meinen Sonntag abend auch irgendwie anders rum bekommen. Vielleicht oder so 🙂

    Achja, und der Redaktion natürlich auch vielen Dank! 😉

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