KenFM-Spezial: COEXIST – Der Taoismus

COEXIST – Eine Produktion von Alexander Knöller

COEXIST soll eine Möglichkeit sein, Religionen etwas besser kennen zu lernen und zu verstehen. Die Sendereihe beansprucht weder Vollständigkeit aller Religionen, noch ein allumfassendes Abbild einer speziellen Religion zu sein.

COEXIST soll vielmehr als eine Tür oder ein Fenster verstanden werden, welches man aufmacht und hindurchschaut, um zu erkennen, dass es auf der anderen Seite etwas gibt, von dem man noch nichts wusste.

Es geht weniger um Politik, als um ein grobes Verständnis von verschiedenen Glaubensrichtungen.

Die Sendereihe ruft zum Dialog auf und soll zu Gemeinsamkeit, Verständnis und Toleranz ermutigen.

Auf dass in der Zukunft aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt wird.

Wir leben in einer Welt, die bunt, facettenreich und groß genug ist für alle Menschen, Völker und Religionen.

Der Taoismus.

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25 Kommentare zu: “KenFM-Spezial: COEXIST – Der Taoismus

  1. Ausser diesem schönen Bertold Brecht-Gedicht
    http://www.rohanda.de/fileadmin/data/PDFs/Geschichten/25_TaoTeKing.pdf
    glaubte ich, nichts aus dem Taoismus zu kennen.
    Aber Achtsamkeit, innere Harmonie, wo habe ich das vor
    langer Zeit gelernt: vom Quigong-Lehrer an der VHS.
    Auch wenn man die Übungen nicht mehr macht, weil
    es einem auch so gut geht, etwas bleibt und vielleicht
    sind die Übungen deshalb nicht nötig. man hat gelernt
    auf seine Körpersignale zu hören und steuert schon
    automatisch gegen, wenn es stressig wird.

    Die TCM traditionelle chinesische Medizin hat schon
    Eingang gefunden in unsere Kliniken. Ein Ärzteteam,
    in dem Schulmedizin und alternative Medizin zusammen
    arbeiten, würde ich herkömmlichen Teams vorziehen.

    Bei chronischen Krankheiten, besonders dann wenn die
    Psyche eine große Rolle spielt, wie bei Depressionen,
    Autoimmunerkrankungen, Allergien, ungeklärte Schmerz-
    zustände können die erlernten Übungen, welche Blockaden
    auflösen, sehr hilfreich sein.
    Ein paar lange Atemzüge bis tief in den Bauch – wer erinnert
    sich dabei jedesmal, dass dies eine Übung ist? – sind schon
    Reflex geworden.

    • Sehr guter Tipp! Ich finde sein kleines evolutionskritisches Handbuch vorher sehr empfehlenswert, um vorher ein paar eingeschliffene Meme abzubauen wie den Darwin-Glauben. Siehe meinen Beitrag unten.

    • PaulPeter: Wobei ich glaube, dass dieser sog. Darwin-Glaube erst so richtig von anderen dazu gemacht wurde mit der Aussperrung der geistigen Welt. Darwin selbst war halt ein Kind seiner Zeit und es war die Zeit der Abwendung vom Kirchenglauben, sodass das Pendel erst einmal ins andere Extrem ausschwang, wie Risi es auch beschreibt. Sodass soz. das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wurde. Über verirrte Darwin- Interpretationen kann man übrigens auch etwas nachlesen in dem Buch: Schmerzgrenze von Joachim Bauer. Er beschreibt darin die Irrtümer von Sigmund Freud und und Konrad Lorenz als „darwinistischer wie Darwin selbst“.

  2. Ich prüfe jede Kultur daraufhin, wie sie mit ihren schwächsten Mitgliedern umgeht, und die schwächsten in jeder Gesellschaft sind die Tiere.
    Christliche, muslimische und jüdische Kulturen bringen Tiere massenhaft um und sind daher untauglich für eine Verbesserung der Verhältnisse.
    Besser schaut es beim Buddhismus aus.
    Die chinesische Gesellschaft ist bei den vielen Menschen natürlich sehr vielschichtig. Der Vertreter des Taoismus stellt seine Religion aber als typisch für China dar und betont die Friedfertigkeit dort. Wie schaut es in China mit der Behandlung der Tiere aus? Es werden Hunde und Katzen gegessen. Hunde werden vorher gefoltert, weil das Adrenalin den Geschmack verbessern soll. Frische ist wichtig, deshalb werden manche Tiere (ich vermute: Fische) noch lebendig zum Essen serviert. In der Pelzindustrie wird Tieren bei vollem Bewußtsein das Fell abgezogen. Sie verenden jämmerlich.
    Nein, die chinesische Kultur überzeugt mich nicht und deshalb der Taoismus auch nicht.
    Den Lackmus-Test hat bisher nur eine Kultur bestanden: Die der Bishnoi in Indien.

    • Danke, Torsten, für die Erinnerung. Vergessen wir aber bitte nicht, daß das, was wir heute als Religion kennen, eine völlige Degeneration und Verzerrung der ursprünglichen Lehren jener Weisen sind, auf die die Religionen sich berufen.
      Ach ja: Beten Sie eigentlich?
      ++++++++++++++

      Bishnoi:

      1. Großmütige und achtungsvolle Beziehung zwischen Frau und Mann
      2. Töte niemals ein Tier, egal wie klein es ist!
      3. Iß niemals Fleisch!
      4. Schafe und Ziegen nicht als Haustiere halten, da sie irgendwann geschlachtet werden [müssen]!
      5. Kastriere nicht einen Bullen, da er dir neues Leben schenkt!
      6. Sei immer zufrieden!
      7. Denke, bevor du sprichst!
      8. Habe Verständnis, zu vergeben!
      9. Stiehl nicht!
      10. Lüge nicht!
      11. Kritisiere nicht ohne Grund!
      12. Entsage Habgier, Egoismus, Zorn und Ärger!
      13. Vergleiche nicht andere mit dir!
      14. Bete dreimal jeden Tag!
      15. Das Lob Gottes jeden Tag erwecken!
      16. Verwende nur Brennmaterial wie Kokosnuß-Schale, geklärte Butter, Dung!
      17. Jede mondlose Nacht fasten!
      18. Innere und äußere Reinheit
      19. Bade jeden Tag!
      20. Nur Nahrung zu sich nehmen, die von irgendjemandem zubereitet wurde, der Bishnoi-Anhänger ist!
      21. Vor dem Gebrauch befreie Milch, Wasser und Tierdung (Brennstoff) von allen lebenden Wesen!
      22. Habe Mitgefühl mit allem, was lebt!
      23. Fälle niemals einen Baum, beschneide keinen grünenden Baum!
      24. Kein Opium rauchen!
      25. Keinen Tabak rauchen, gleich [in] welcher Form!
      26. Keinen Alkohol trinken!
      27. Keine blauen Kleider tragen!


      ++++++++++++++++++++++
      Quelle: albertmartin.de

    • Danke, Rayo, für Deine Antwort. Ja, ich weiß, daß das Christentum mal ganz anders gestartet ist als das, was wir heute erleben, oder gar das, was in seinem Namen vor Jahrhunderten an Grausamkeit gemacht wurde. Nur, was nützt das, wenn die alten Inhalte längst aufgegeben sind und nur noch als Worthülsen weitergereicht werden.
      Ich bete nicht, ich bin Atheist.
      Ich sage auch nicht, daß alles, was der Bishnoi-Glaube von seinen Anhängern verlangt, sinnvoll ist. „Keine blauen Kleider tragen“ gehört meiner Ansicht nach nicht zu den primären Tugenden und ist nicht einzusehen. Aber es ist im Kern eine lebensbejahende Religion (die einzige?), die auch tatsächlich so gelebt wird, und die deshalb meinen Respekt bekommt.

  3. Also Leute, ich muss es nochmal sagen: Rein akustisch schon habt Ihr diese Religions-Serie ganz schlecht gemacht. Ich habe jedes mal wieder den selben Horror vor dem Klappern und dem Pfeiffen, das am Anfang der Erläuterungen meine Hörorgane maltraitiert, sodass ich gleich von vorn herein mich überwinden muss, das Video anzustellen. Ich habe jetzt getestet, dass ich bei Minute 2,5 anstellen muss, um den quälendsten Geräuschen zu entgehen. Aber selbst was danach kam, war bisher auch nicht unbedingt hörenswert. Naja, vielleicht für andere, die sich sowieso noch nie für Religion interessiert haben, wie derjenige, der das Buch dazu geschrieben hat und diese Serie iniziierte. Aber warum sollten die sich nun ausgesprochen durch diese Serie plötzlich für die Religionen interessieren? Das sympatischste und interessanteste war für mich bisher der von einer Frau gesprochene Text über Buddhismus.
    Was die Akustik betrifft, möchte ich noch anfügen, dass diese sowieso allgemein viel zu sehr ignoriert und missachtet wird. Die positiven sowie und vor allem auch die negativen Auswirkungen werden viel zu wenig ins Bewusstsein gerückt. Mit Akustik kann man töten und zerbrechen sowie auch aufbauen und heilen. Bestimmte Frequenzen unserer von Technologien durchzogenen Lebenswelt dringen ständig zerstörerisch in unser Hirn. Beispiel: Wenn ich früh morgens hier Kommentare formuliere und mein Mann hat in der Küche das Radio an, dann dringt diese Frequenz so destruktiv in mein Hirn ein, dass mir die Sätze im Kopf zerschnitten werden und ich die bestimmte Konzentration, die ich zum Schreiben aufbringen muss, gar nicht mehr zustande kriege. (Er macht’s dann aber immer auch gleich aus)
    Deshalb finde ich es besonders oberflächlich, eine Serie über so etwas wie Religionen oder auch überhaupt mit einer solchen quälenden Akustik zu beginnen. Da ist doch von vorn herein kein ganzheitliches Denken am Werk. Das gerade sollte sein bei einer Informationsserie über Religionen.

  4. Alles Sprechen über Religion muß Spekulation bleiben, so lange dieses Sprechen nicht aus dem lebendigen Kern von Religion genährt wird: aus der meditativen Praxis oder der Erkenntnis dieses Kernes.
    Aus der eignen Ersthanderfahrung also.
    Im Sprechen und Schreiben über etwas, bewegen wir uns in Konzeptwelten aus zweiter, dritter, vierter, fünfter Hand.
    Aber das ist nicht nur bei Religion so, sondern bei grundsätzlich ALLEM, was uns Menschen bewegt. Schlimm nur, wenn diese Konzeptwelten dann für die Realität gehalten werden, so wie bei den Politikern häufig der Fall, bei Journalisten, bei Philosphen und Ideologen.
    Und die Gesprächspartner hier sind auch keine Menschen, denen man in die Augen schauen könnte,
    und deren Tonfall man hören könnte.
    Das, was wir in unsere Worte hineinlegen und unsere Körpersprache sind aber manchmal viel bedeutsamer, als die Wörter selbst, da fast jeder mit seinen Wörtern andere Erfahrungen und also andere Bedeutungen verbindet, als sein Gegenüber, das es im Internet noch nicht einmal gibt.

    Folge: Monologe, die für Dialoge gehalten werden.

    Mehr als ein Fingerzeig kann also alles Sprechen nicht sein, wenn es nicht dem wahren Kern entspringt, den jeder in sich trägt, aber längst begraben und vergessen hat.

    Die Religion, wie sie von den Meistern und Propheten gemeint war (also nicht als Institution oder Denksystem, sondern als unmittelbare Erfahrungswissenschaft) kann da überhaupt nichts dafür.

    Religionsgründer waren immer nur die unerleuchteten Nachfahren.

  5. was soll dieser unsinn? wieso soll ich jetzt Religionen verstehen wollen?
    ist mir doch völlig egal, an was die unaufgeklärten menschen glauben! ob nun an das christentum, den freien markt, menscheninduzierten klimawandel, Faschismus oder sonst irgendein Unsinn.
    da halte ich mich doch lieber an historische Fakten oder um es mit machiavelli`s worten zu sagen (kein zitat, meine worte): Religion (Ideologien) haben schon immer eine staatstragende Funktion gehabt!

    • Weil der Versuch „den Anderen“ zu verstehen, der erste Schritt zur Selbsterkenntnis ist!
      Religion als „staatstragende“ Funktion funktioniert nur, weil man selbst glaubt, „die Anderen“ sind auf dem falschen Dampfer, oder wie du es formulierst „unaufgeklärte Menschen“.
      Solange man sich über die Anderen erhebt und meint, die hätten alle nur Stroh im Kopf, man selbst hätte aber im Gegenteil dazu die Weisheit mit Löffeln gefressen (weil man sich ja nur an „Fakten“ hält und sie richtig zu interpretieren versteht), bereitet man den Grund für das heute bestimmende spaltende Bewusstsein, das der eigentliche Faktor ist, warum Religion als staatstragendes Intrument funktioniert.

      Wie das Orakel von Delphi schon sagte: „Erkenne dich selbst“ – oder anders formuliert, pack dir erst mal selbst an die eigene Nase und erkenne die dogmatischen Meme, die dich bestimmen. Danach wird dir der Hochmut vergangen sein, mit dem Finger auf den Anderen zu deuten, ob seiner angeblichen Unaufgeklärtheit.

    • @ PaulPeter
      ist meine Anmerkung so schwer verständlich? oder was?
      wie o.beschrieben, mir ist es völlig egal, wenn jemand der Meinung ist religös zu sein oder an Ideologien glaubt!
      muß ich hier den unterschied zwischen toleranz und Akzeptanz erklären?
      ich toleriere andere Ideologien werde diese dennoch nicht akzeptieren!

    • Mir scheint, du hast meine Antwort nicht richtig verstanden/gelesen.
      Deine beschriebene „völlig egal-Mentalität“ würde ich nicht als Toleranz-Haltung, sondern eher als Ignoranz-Haltung sehen.
      Ich meinte nicht, du sollst unbedingt gleich die Meinung anderer akzeptieren, sondern die eigene Meinung nicht gleich als „der Weisheit letzter Schluss“ akzeptieren und stets auch die eigene „ach so tolerante“ Position immer mal kritisch hinterfragen und auf unhinterfragte Meme abklopfen.

    • PS Wollte hier keine große Diskussion starten. Was ich ausdrücken wollte:
      Es ist nicht wichtig, ob dich die Frage umtreibt, ob „jemand der Meinung ist religös zu sein oder an Ideologien glaubt“, die Frage, die du dir Stellen solltest ist, ob du der Ansicht bist „nicht religiös“ und deshalb „frei von Ideologien“ zu sein.

      Nix für ungut und schönen Gruß!

    • @ PaulPeter
      womit wir wieder beim anfang sind! du widersprichst dich doch selbst.
      schon gemerkt, dass meinerseits Religionen in einem Kontext gesetzt wurden?

      grüsse und weiter so

    • Wenn du Widersprüche monierst, solltest du sie schon benennen. Ich verstehe jedenfalls nicht, auf welche meiner Aussagen du dich beziehst. Ich habe eher den Eindruck, wir reden aneinander vorbei.

      Ich denke dein nicht näher definierter „Kontext“ von dem du in deiner letzten Antwort sprichst, ist das Problem.
      Meine Kritik an deinem Kommentar bezog sich ja darauf, dass du deine eigene Haltung als „nicht religiös“ definierst. MMn ist aber jedes Weltbild (auch atheistische) zwangsläufig religiös, weil es von bestimmten a priori-Annahmen ausgehen muss, an die man eben „glaubt“, ohne sie zu hinterfragen. Bei materialistisch/atheistischen Weltbildern eben z. B. die Evolutionstheorie oder die materialistische Schulwissenschaft. Womit ich tatsächlich wieder bei meinem ersten Kommentar bin: Ich empfehle Armin Risis Materialismus-Kritik in den erwähnten zwei Büchern.

      Oder ich frage mal anders: Du hast in deinem Kommentar aufgezählt, an was für verschiedenen „Unsinn“ die anderen glauben. Du hast aber kein einziges Beispiel gebracht, für einen „Unsinn“, an den DU glaubst. Du hast nur abstrakt von „Fakten“ gesprochen. Aber „Fakten“ muss man dem eigenen Weltbild entsprechend „interpretieren“. Und wie diese Interpretation am Ende ausfällt, hängt von deinem „Weltbild“ sprich „Glaubenssystem“ ab.

    • @ PaulPeter
      na gut, dann fangen wir mal an:
      „ob nun an das christentum, den freien markt, menscheninduzierten klimawandel, Faschismus oder sonst irgendein Unsinn.“
      aus diesen satz wird klar, dass ich religion mit anderen ideologien GLEICH setzte!
      daher sind deine anmerkungen nicht nachvollziehbar.

      „Es ist nicht wichtig, ob dich die Frage umtreibt, ob „jemand der Meinung ist religös zu sein oder an Ideologien glaubt“, die Frage, die du dir Stellen solltest ist, ob du der Ansicht bist „nicht religiös“ und deshalb „frei von Ideologien“ zu sein.“

      oder

      „Religion als „staatstragende“ Funktion funktioniert nur, weil man selbst glaubt, „die Anderen“ sind auf dem falschen Dampfer, oder wie du es formulierst „unaufgeklärte Menschen“

      den 2. teil, meiner kleinen Zusammenfassung, bezog sich auf den staatszusammenbruch Frankreich`s (15. Jahrhundert), dass natürlich auch machiavelli erkannt und sehr gut begründet hat.

      das du zu solch ein urteil kommst, zeigt meine überaus grosse Toleranz 🙂
      „Solange man sich über die Anderen erhebt und meint, die hätten alle nur Stroh im Kopf, man selbst hätte aber im Gegenteil dazu die Weisheit mit Löffeln gefressen “

      im ganzen komm ich zum schluss, dass du nicht mal im Ansatz mein Kommentar verstehst!
      den anlass diesen, meinen ersten Kommentar überhaupt abzugeben, liegt daran, dass das medium kenfm, meiner Auffassung nach, sich von seinem Ursprung verabschiedet hat.
      nicht nur, dass in letzter zeit, leute eingeladen werden, die ihr micro-Weltbild verkünden. jetzt sehe ich, dass die eine Ideologie (Religion) in einem fantastischen licht leuchtet, wohingegen die andere Ideologie (freier markt, neoli.) verpönt wird.

      grüsse, weitermachen

    • Puh… typischer Fall von aneinander vorbei reden bzw. den anderen nicht verstehen wollen…

      Was du mein „Urteil“ nennst und „Beweis deiner Toleranz“:
      „Solange man sich über die Anderen erhebt und meint, die hätten alle nur Stroh im Kopf, man selbst hätte aber im Gegenteil dazu die Weisheit mit Löffeln gefressen “

      war nur eine Paraphrase deiner eigenen Aussage:
      „ist mir doch völlig egal, an was die unaufgeklärten menschen glauben! (…) da halte ich mich doch lieber an historische Fakten.“

      Ich wollte doch nur darauf hinweisen, dass du genauso einer Ideologie/Religion nachhängst, wie jeder andere auch. Da man ohne Weltbild nicht existieren kann….

      Na dann, Grüsse und ebenfalls weitermachen. 🙂

    • keeneahnung: Du hälst Dich also an „historische Fakten“. Woher nimmst Du den Glauben, dass diese immer richtig kolportiert wurden und nicht auch nur im Sinne von Macht und Gewalt? Ich habe in der Schule z.B. als „historische Fakten“ hauptsächlich die Daten von Schlachten oder Kriegen auswendig lernen müssen und jedes Land schreibt seine eigene Historie. Alles, was Du erfährst von draußen musst Du mit Deinem inneren Erleben verknüpfen und prüfen und ordnen. Sonst entsteht kein wirklich eigenes, selbst aufgebautes Weltbild. Diese innere Erlebniswelt des Menschen ist im Laufe dieser Zivilisation immer mehr ausgegrenzt und von „Fakten“ plattgewalzt worden. „Fakten“ werden nicht nur von der Geschichtswissenschaft aufgestellt als solche, sondern auch von allen anderen Fachwissenschaften. Und da sollte man sich nicht sorglos an angeblichen Wahrheiten bedienen, wie Du das vielleicht möchtest. Das ist es ja, woran alles krankt. Das Fachidiotentum.
      Dabei wissen wir doch alle schon längst, dass alle „Wissenschaften“ ihre „Fakten“ immer wieder revidieren müssen. Ich besinne mich da immer wieder gern auf den weisen Sokrates: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.

  6. @Name: Bist du sicher, dass du dir da nicht selbst etwas vormachst? Kann man wirklich „frei“ von Religion sein? Bzw. ist der Atheismus/Materialismus wirklich keine Religion?

    Ich poste hier einfach nochmal meinen Tipp vom letzten Coexist-Beitrag rein:

    Zunächst mal möchte ich das Anliegen Herrn Knöllers grundsätzlich honorieren, zur Aufklärung beizutragen, indem er sich mit „atheistischer“ Grundhaltung dem Gegenüber nähert. Dafür schon mal Hut an! Allerdings fehlt mir bei dem zusammengetragenen Titel „COEXIST“ das A des Atheisten/Agnostikers.

    MMn greift Herr Knöllers Ansatz hier zu kurz und wurde ja auch schon in der Vergangenheit so versucht, ohne an der Wurzel des Problems etwas zu ändern. Zu einem hohen Anteil schon deshalb, weil sich die sogenannten Atheisten/Agnostiker sich für „nicht religiös“ oder „nicht dogmatisch“ halten.

    Das Hund liegt eindeutig tiefer begraben und zwar an dem Punkt, dass es kein einziges Weltbild ohne Grundprämissen existieren kann, an die man „glauben muss“. Monothesistische Religionen (in ihren verschiedenen Ausformungen) und alle möglichen Atheismen (in ihren verschiedenen Ausformungen) leiden insofern an dem gleichen „Bewusstseins-Problem“.

    Deutlich weiter – und daher möchte ich an dieser Stelle eine Lanze für seinen Ansatz brechen – und näher am Kern des Problems ist da meiner Ansicht nach der Autor Armin Risi, der das ganze Themenspektum von der philosophischen Grundlage der Weltbilder aufgreift, die sowohl den Religionen als auch den Atheismen zugrunde liegen.

    Um dies zu Verstehen ohne dass ich hier das Kommentarfeld mit redundanten Abhandlungen vollschreiben muss, empfehle ich daher allen Interessierten zuerst Risis Kritik an dem heute vorherrschenden Evolutionstheorie-Dogma, um erst einmal die eigene materialistische Mauer im Kopf einzureissen:

    http://armin-risi.ch/Buecher/Evolution.php

    Und danach die zusammenfassende philosophische Abhandlung über die den verschiedenen Weltbildern zugrunde liegenden Bewusstseinsausrichtung:

    http://armin-risi.ch/Buecher/Der-radikale-Mittelweg.php

  7. Egal, wie man über eine Religion schreibt, es wird immer zu Konkurrenz oder zu vergleichenden Gedanken führen – das liegt aber daran, dass wir Menschen so ticken. Schreibe ich jetzt: „Der Daoismus beinhaltet mit seiner großen Verbundenheit zur Natur und dem darin innewohnenden Frieden eine sehr gute Grundlage für das menschliche Individuum, um viele der aktuellen Menschheitsprobleme zu lösen“, so werden viele argumentieren „Aber, Religion X doch auch und der Daoismus hier, da und dort nicht.“
    Vergleichen ist gut, solange man im Kern das Gute zu finden versucht und nicht nur das Schlechte aufdeckt (Harmonie-Prinzip).

    Deshalb: Danke für diese inspirierenden Beiträge!
    Versuchen wir doch einmal den vermeintlichen Widerspruch und besinnen uns in einer vollkommen altruistischen Art und Weise auf das Wesentliche: Auf uns selbst. Auf unseren eigenen Körper und die eigene Gesundheit – und dann, mit dieser gewonnenen Energie machen wir einfach das Beste vom Guten daraus. Für uns, für die Menschheit, für die gesamte Welt mitsamt ihrem unvorstellbar großem Universum.
    Vergessen wir nicht, dass unser Leben auf dieser Erde, wissenschaftlich betrachtet, nur ein unbegreiflich riesiger, wunderschöner Zufall ist.

  8. Die ganze COEXIST-Aktion hat wenig Sinn. Die Vertreter der jeweiligen Religion stellen natürlich allesamt ihre Ideologie als ungemein friedfertig, harmonisch und menschenfreundlich dar. Von anderen, wörtlichen, fanatischen, kriegerischen Auslegungen der Schriften ist nie die Rede. Am schlimmsten war es beim Islam-Lobbyisten.

    An ihren Taten sollt ihr sie messen, nicht an ihren Worten!

    Man kann sich mit den „Inhalten“ von Religionen befassen, wenn man nichts Besseres zu tun hat, und als kulturell-historisches Phänomen mögen sie ganz interessant sein, aber man sollte nicht erwarten, daß dadurch irgend etwas besser wird.

    • „Wer Wissenschaft und Kunst besitzt,
      hat auch Religion;
      wer jene beiden nicht besitzt,
      der habe Religion.“
      Goethe
      Zahme Xenien IX

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