KenFM-Spezial: PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung)

PTBS – die posttraumatische Belastungsstörung ist eine psychische Erkrankung, die entsteht, wenn Menschen extremen Situationen ausgesetzt werden.

Unter US-Soldaten gilt PTBS lange als Berufskrankheit. Im Gegensatz dazu ernannte die Bundeswehr erst 2010 einen PTBS-Beauftragten, um sich diesem Tabu-Thema endlich zu stellen, denn bis zu 20% der bislang 300.000 Soldaten, die bis heute an Auslandseinsätzen teilgenommen haben, kommen mit PTBS zurück. KenFM hat sich mit PTBS-Spezialisten getroffen. Darunter Ärzte, Soldaten und Angehörige!

2 Kommentare zu: “KenFM-Spezial: PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung)

  1. Heute bin ich über diesen Beitrag gestolpert. Nur kurz habe ich hineingehört und musste mich dann verabschieden. Zur PTBS habe ich keine gute Meinung und bin da sicher auch voreingenommen.
    Die Fälle von PTBS häufen sich, seit die Bundeswehr im ISAF-Einsatz in Afghanistan ist (seit 2002 bis 2013). Von anbeginn an war die Bundeswehr in Afghanistan nicht im Krieg. In von Stacheldraht und Sandsäcken abgeschotteten Standorten, weitab vom Schuss, verteidigte man unsere Freiheit am Hindukusch. Im Verlauf der Jahre hat sich die Situation in Afghanistan zugespitzt und auch die Soldaten der Bundeswehr wurden mehr und mehr in Scharmützel mit den Taliban verwickelt. In den zehn Jahren bis 2012 sind 52 Soldaten der Bundeswehr gestorben, davon 18 bei Unfällen.
    2009 sprach Karl-Theodor zu Guttenberg erstmals von „kriegsähnlichen Zuständen“.
    Die Fälle von PTBS häuften sich von Jahr zu Jahr bis auf über 1000 und wenn man alle Einsatzgebiete der Bundeswehr in der Welt berücksichtigt, dann waren es bis 2015 1750 Fälle (incl. Simulanten die sich damit frühzeitig in den Ruhestand abmelden möchten).
    Dass Soldaten allein wegen der stumpfsinnigen Auslandseinsätze krank werden ist kein Wunder. Wenn man z. B. den Maliern erklären will wie man ein Gewehr auseinandernimmt und wieder zusammenbaut dann kann man einige Leute aus Mali nach Deutschland zum Lehrgang einladen und ihnen das erklären. Die können es dann ihren Kameraden in Afrika weitergeben. Wir müssen deshalb nicht mit einem Tross von Mann und Maus in maroden Transportflugzeugen nach Mali ziehen und uns dort in inem geschützen Lager eingraben bzw. in der Hauptstadt Bamako einquartieren.
    Im Beitrag werden Standbilder aus dem zweiten Weltkrieg gezeigt. In einer solchen Kriegssituation befand sich die Bundeswehr bisher nie und nirgends.
    Bewegt hat die Bundeswehr in Afghanistan und anderswo in der Welt nichts.
    Das sind alles teure und blödsinnige Einsätze.
    Deutschland sollte sich aus der NATO verabschieden und sich auf die Verteidigung des eigenen Landes konzentrieren.

    Wenn aber Deutschland mithelfen möchte, dass Ressourcen in fremden Ländern für die eigene Ausbeutung erhalten und gesichert werden sollen (Öl, Gas, Mineralien etc.) dann sollte man das der Welt auch deutlich sagen und nicht heuchlerisch von Frieden, Freiheit, Demokratie und Menschenrechten faseln.

    • Mit dem Kampf gegen den Terror haben wir im eigenen Land genug zu tun.
      George W. Bush am 20. September 2001 vor dem Kongress:

      „Unser Krieg gegen den Terror beginnt mit Al-Qaida, aber er endet nicht dort. Er wird nicht enden, bis jede terroristische Gruppe von globaler Reichweite gefunden, gestoppt und geschlagen ist.“

      Deutschland sollte sich aus diesem erklärten weltweiten Krieg gegen den Terror sofort verabschieden.

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