KenFM-Spotlight: Ernst Wolff über private Geldschöpfung durch Banken

Ausschnitt aus dem Gespräch mit Ernst Wolff – in voller Länge hier zu sehen: https://kenfm.de/m-pathie-ernst-wolff/

Ernst Wolff, „The Wolff of Wall Street“, ist in China geboren. Seine Eltern verließen China mit ihm während der Kulturrevolution, wo seine Großeltern ein größeres Unternehmen aufgebaut hatten. Nach einem kürzeren Zwischenstopp in Hamburg zog es die Familie wieder zurück nach Asian, diesmal nach Südkorea. Das dort neu aufgebaute Geschäft ermöglichte seinen Eltern und ihm ein wohlhabendes Leben. Dieser selbst erlebte große Wohlstand wurde ihm in seiner Kindheit ein prägendes Erlebnis. Die Unterschiede zwischen dem, was er als Kind in Südkorea sah, zum einen die Wohlhabenden und zum anderen die fast schon bettelarmen Menschen, empfand der noch junge Ernst Wolff als extrem ungerecht.

Dieser Unterschied ließ ihn bis heute nicht mehr los. Er empfand diesen Unterschied als ungeheuerlich und unmoralisch, so dass er zu einem Kritiker des Finanzwirtschaftssystems wurde, mit einem Durchblick über die Weltwirtschaft, wie sie nur wenige Menschen im Laufe ihres Lebens entwickeln können. Ernst Wolff ist ein gefragter Mann und viel gebuchter Vortragender in Fragen der Weltwirtschaft, zu der er auch mehrere Bücher geschrieben hat.

Seine Beiträge über die Hintergründe zur sogenannten Corona-Krise sind niederschmetternd, tiefgründig und sie beschreiben den wahren Grund dieser Krise, bei der es sich um eine Umstrukturierung der Finanzmärkte und um eine Bereinigung der Weltfinanzkrise handelt, die nicht 2008 mit der Bankenrettung und deren Rettungsschirmen endete.

Wer sich mit seinen Schriften und Beiträgen auseinandersetzt, der wird zu einer der unbequemsten Wahrheiten über unser politisches und finanzwirtschaftliches System kommen und verstehen, warum Kriege entstehen und wie das gesamte Elend der Menschen sogar in Wetten auf den Märkten zu Milliarden Dollar oder Euro von Gewinnen führt.

Mehr von Ernst Wolff hier: https://kenfm.de/autoren/ernst-wolff/

und hier: https://kenfm.de/sendungen/the-wolff-of-wall-street/

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15 Kommentare zu: “KenFM-Spotlight: Ernst Wolff über private Geldschöpfung durch Banken

    • Was halten sie von dem Entwurf von Herrn Diesel ? Ich finde das Konzept des Solidarismus , was die Banken und Gemeinwesen betrifft, für stimmig. Nun bin ich aber auch von der astrologischen Programmierung her Sozialist.

  1. Lieber Ernst Wolff
    (Lieber citoyen invisible unten)

    danke für die Beiträge!

    Nach meiner Meinung ist die Reduktion der Quelle dessen,
    woraus duch (Buch-)Geldschoepfung etwas erschaffen wird,
    auf ein `Nichts` zumindest stark verkürzt und vor allem
    den Kern der diesen `Akt` betreffenden `Juristerei`, besser Bilanzierung, verschleiernd.

    (Buch-)Geldschoepfung bei Kredit(-vergabe) bedeutet:

    – NACH der Unterzeichnung eines Kreditvertrag wird Buchgeld erzeugt
    – diese Buchgeld war vorher dem `Geber` NICHT eigen, es wird jedoch nicht! aus dem `Nichts` geschöpft
    – das Finanzinstitut nutzt ein gesetzlich UNgeregeltes PRIVILEG
    bzw erfüllt die vom Recht vorausgesetzte `Fähigkeit`,
    die im Kreditvertag durch den `Kreditnehmer` (mit dinglicher Sicherheitsgarantie) zugesicherten Zahlung
    in Höhe von … über eine Zeit von … als Wert zu seinen Gunsten zu bilanzieren
    und schreibt daraus einen Anteil dem `Nehmer` ; ) auf einem Konto o.ä. gut

    – Grundlage für diesen Geldschöpfungsprozess ist nur der Vertragsabschluss zwischen 2 `Parteien`.

    – im Kreditvertrag einigen sich die Vertragspartner auf eine Leistung und die entsprechende Gegenleistung.

    1) Leistung des `Kreditgebers`:

    – das Erzeugen bzw. zur Verfügungstellen des (Buch-)Geldbetrages auf dem Konto des Kreditnehmers

    – die Nutzung eines `normativ faktischen`, jedoch nicht auf einer gesetzlichen Grundlage stehenden `Privilegs`,
    die Rückzahlungsverpflichtung des Kreditnehmers in ein Wertpapier umzuwandeln

    2) Gegenleistung des `Kreditnehmers`:

    – Verpflichtung zu (Rück-)Zahlungsraten mit Zugriffsrecht auf dingliche Sicherheiten im Nicht(-rück-)zahlungsfalle

    Oder?

    Viele Grüße in die Runde

    … die Zeit ist reif für ein HUMANes Geldsystem 😉

    • rhabarbeer, genau das meinte ich. Wie die Geldschöpfung in der Bilanz erscheint, ist nur eine andere Form der Darstellung. Die Erfassung auf den Konten bei Bank und Kunde beschreibt nur buchhalterisch die Tatsache, dass rechtlich eben zwei gegenseitige Verpflichtungen entstanden sind.

      Die Frage der Kreditsicherheiten haben Sie und pachamama natürlich zu Recht angesprochen. Ich habe sie aber ganz bewusst deshalb nicht eigens erwähnt, um die Sache nicht unnötig zu verkomplizieren und den Sachverhalt so einfach wie möglich zu erklären. Die Kreditsicherheiten sind ja ohnehin in der von mir erwähnten Zwangsvollstreckung mit erfasst, wobei ich auf das komplexe System der Zwangsvollstreckung eben ganz bewusst auch nicht näher eingegangen bin, um so klar und verständlich wie möglich zu bleiben.

      Und pachamama, die weiteren von Ihnen genannten Aspekte treffen natürlich auch zu. Jedoch wäre die Verständlichkeit meiner Erläuterung endgültig verloren gegangen, wenn ich auch diese Aspekte noch mit ausgeführt hätte. Und soweit die Bank "mehr darf" als der Handwerker, liegt genau darin die politische Problematik, die ich meine, dass die Politik eben die Banken durch ihre Gesetzgebung entsprechend bevorzugt behandeln.

      Die rechtliche und finanztechnische Seite der Geldschöpfung kann man erklären. Gerechtfertigt ist sie damit jedoch noch lange nicht. Viel wichtiger aber als die Frage, wie das Ganze vor sich geht, ist die Frage, ob man eine solche Geldschöpfung politisch überhaupt wollen soll, ja ob man sie überhaupt wollen darf.

    • Und, rhabarbeer, weil Sie ein "HUMANes Geldsystem" ansprechen:
      Vielleicht haben Sie auch das sehr empfehlenswerte Buch gelesen "Die Humane Marktwirtschaft" von P. Haisenko und Hubert von Brunn. Das grundlegende Problem dieses hervorragenden Konzeptes "Humane Marktwirtschaft" ist aber ein rein praktisches: es setzt eine Umverteilung von oben nach unten voraus. Und da stellen sich zwei Fragen: 1. Wer soll das machen, diejenigen die (zu) viel haben, dazu bewegen, ihr Zuviel an die abzugeben, die nicht zu viel haben? 2. Und selbst wenn jemand diese politische Herkulesaufgabe in Angriff nähme: Wann in der Geschichte haben jemals die Reichen, abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen, freiwillig, also kampflos von ihrem Reichtum wirklich etwas für Zwecke des allgemeinen Wohls abgegeben?

    • Hallo citoyen invisible

      zu deinen zwei Anmerkungen:

      `Die Erfassung auf den Konten bei Bank und Kunde beschreibt nur buchhalterisch die Tatsache, dass rechtlich eben zwei gegenseitige Verpflichtungen entstanden sind.`

      – gegenseitige Verpflichtungen, jup! Nur ….
      … zu im Kern tatsächlich gleichwertigen Leistungen?

      Zum `HUMANen Geldsystem`:

      – das erwähnte Buch kenne ich, habe es abernur `überflogen` … 😉

      `es setzt eine Umverteilung von oben nach unten voraus`
      – das ist in meiner Wahrnehmung der Ansatz an der `falschen Seite`, an der im Ergebnis der
      im Kern gesetzlich UNgeregelten (Buch-)Geldschöpfung im Rahmen der VORfinanzierung
      `unseres` UMVERTEILUNGspiels sich `Geld` entsprechend den vorhandenen `Regeln`
      bereits `konzentriert` hat

      Ich sehe die wirkliche Chance eher `auf der Seite`, die die Entstehung / Schöpfung von `Geld` betrachtet, den Status Quo wahrnimmt und diesen ausspricht und ändert …
      … auch wegen `Recht und Ordnung` und so

      … für mich das Wesen eines HUMANen Geldsystems die im Kern tatsächlich gleichwertige BILANZIERUNG eine BEDINGUNGSLOSEN Einkommens

      Hatte ua hier schon mal
      https://kenfm.de/am-telefon-zur-corona-krise-dr-wolfgang-wodarg/#comment-181230
      mal (m)ein Brainstorming dazu formuliert
      und kopiere es nochmal hier her 😉

      ***
      Ich greife mal etwas vor, was aus meiner Sicht im Kern `vernebelt werden soll`
      …Link… Interview mit Prof. Hörmann
      https://www.youtube.com/watch?v=HKVWS_itj84&t=21m03s
      `Kredit` ~ `Schuldscheintausch` bei 24:55
      `Wer ist hinterher* wem noch etwas schuldig?
      Niemand! dem anderen!`
      (* Bewusstwerdung ? 😉 )

      Brainstorming in diesem Kontext als (m)eine Erläuterung

      1 Die `kommende katastrophale Krise` ist das Ergebnis `unseres` wirtschaften/bilanzieren/legitimieren und basiert (nicht nur) im `Kapital-is-muss` im Kern auf VORfinanzierung in/bei `unserem` UMVERTEILUNGsspiel.

      2 `Unser` Umverteilungsspiel ist gekleidet in `Recht und Ordnung` (Gesetze vs Normativ Faktisches).

      3 Der Kern der Vorfinanzierung bei 1 (die Geldschoepfung).unterliegt KEINER gesetzlichen Regelung wie 2.

      ***
      Inhaltlich habe ich dieses Brainstorming schonmal fromuliert
      zb …LINK…
      https://kenfm.de/tagesdosis-11-10-2019-goldene-zeiten-in-der-aera-des-wirtschaftskomas/#comment-172312
      https://kenfm.de/tagesdosis-9-3-2020-finanz-tsunami-jetzt-kommt-das-derivate-beben/#comment-180646
      ***

      … als Gedankenspiel versuche ich mal folgende „Übertragungen“ von der

      . a) Kreditvergabe (entsprechend dem aktuellen Status Quo)
      . als These zur ! Bilanzierung ! eines
      . b) Bedingungsloses Grundeinkommen

      a) Kreditvergabe bedeutet:

      – nach der Unterzeichnung eines Kreditvertrag wird Buchgeld erzeugt
      – diese Buchgeld war vorher nicht dem `Geber` eigen, es wird jedoch nicht! aus dem `Nichts` geschöpft
      – das Finanzinstitut nutzt ein gesetzlich UNgeregeltes Privileg, bzw erfüllt die vom Recht vorausgesetzte `Fähigkeit`, die im Kreditvertag durch den `Kreditnehmer` (mit dinglicher Sicherheitsgarantie) zugesicherten Zahlung in Höhe von … über eine Zeit von … als Wert zu bilanzieren und schreibt daraus einen Anteil dem `Nehmer` ; ) auf einem Konto o.ä. gut

      – Grundlage für diesen Geldschöpfungsprozess ist nur der Vertragsabschluss zwischen 2 `Parteien`.

      – im Kreditvertrag einigen sich die Vertragspartner auf eine Leistung und die entsprechende Gegenleistung.

      1) Leistung des `Kreditgebers`:

      – das Erzeugen bzw. zur Verfügungstellen des (Buch-)Geldbetrages auf dem Konto des Kreditnehmers,
      dies kann im wesentlichen keine Leistung darstellen, denn diese (Buch-)Geldmenge hat es vorher nicht gegeben

      – die Nutzung eines `normativ faktischen`, jedoch nicht auf einer gesetzlichen Grundlage stehenden `Privilegs`,
      die Rückzahlungsverpflichtung des Kreditnehmers in ein Wertpapier umzuwandeln

      2) Gegenleistung des `Kreditnehmers`:

      – Verpflichtung zu Rückzahlungsraten mit Zugriffsrecht auf dingliche Sicherheiten im Nichtrückzahlungsfalle

      b) Übertragung in den Kontext Bedingungsloses Grundeinkommen:

      – unter a) besteht die Leistung des `Kreditgebers` darin, die Rückzahlungsverpflichtung des Kreditnehmers in ein Wertpapier umzuwandeln, welches jedoch ohne gesetzliche Grundlage Anwendung findet

      – daher eine These zu einer tatsächlich gleichwertigen ! Bilanzierung ! eines BGE:

      Eine `Leistungsverpflichtung` des Einzelnen kann in einer Art `Eigenvertrag`
      (nicht InSichGeschäft sondern FürAlleGeschäft 😉 )
      auf Grundlage einer gesetzlichen Regelung
      als `Wertpapier` für Alle bilanziert werden
      und als BGE den Einzelnen gutgeschrieben werden.

      (… diese Konten zu führen wäre eine wirklich sinnvolle Tätigkeit für Banken/Finanzdienstleister ; ) )

      – Teil der gesetzlichen Grundlage ist eine `lebenslange` Laufzeit und die vollständige Nichtübertragbarkeit auf andere.

      – die Lebensleistung des Einzelnen wird als ausreichender Ausgleich für die erhaltene `bedingunslose Geldleistung` angenommen/bilanziert

      Damit würde `Etwas wie Geld` nicht mehr
      durch Schuld (im Rahmen von `Tausch`) sondern
      durch Leben (im Rahmen von Kooperation)
      dem Wesen des menschlichen Zusammenlebens tatsächlich `gerecht` werden ; ) …

      … als Ergänzung ein Ausschnitt eines Interviews mit Fanz Hörmann:
      (Idealism Prevails `Die Grundlagen des Schuldgeldsystems`)

      Zitat:
      "Ein ethisches System*, in dem ich die Menschen dafür motiviere,
      dass sie sich an Verträge halten, kann kein `NullsummenSpiel` sein,
      weil der worst case ist, das alle ehrlich sind und sich alle an die Verträge halten.
      Und dann kann ich Niemandem das wegnehmen, was ich für die Belohnung brauche.
      Und man achte auch auf folgenden Unterschied:
      im `PlussummenSpiel` entsteht die Belohnung einfach durch aufschreiben,
      also durch bewerten der Leistung **.

      D.h. wenn wir menschliche Leistungen*** definieren, denen einen Wert geben
      und es wird die Leistung *** erbracht,
      dann kann ich durch Gutbuchung auch den Wert entstehen lassen."

      (…LINK… https://www.youtube.com/watch?v=DvXAsTs4snk&t=30m04s)
      * HUMANes Geldsystem ?!
      ** Bilanzierung ?!
      *** das Leben an sich ?! bedingungslos … 😉

      dito!

      `Von Jedem für alle`
      … ein bedingungsloses Lebenseinkommen
      … on Earth

      … `nur`! eine Frage der tatsächlich gleichwertigen Bilanzierung 😉

      in diesem Sinne / Sound: `Core` on … aah

      ***

      Viele Grüße in die Runde!

    • rhabarbeer, die buchhalterischen Aspekte usw., die Sie darlegen, hatten wir hier bei KenFM neben den rechtlichen in einer ausführlicheren Diskussion behandelt am 14./15.1.2020 zwischen Bernhard Meyer, volume, Box und mir zu dem KenFM-Beitrag "Positionen 20: Der große Finanz-Crash – Das Ende der Demokratie" vom 12.1.2020.

    • Danke citoyen für den Hinweis.

      Habe den Dialog hier
      https://kenfm.de/positionen-20/#comment-177700
      gerade mal überflogen 🙂

      … Aussagen zu dem `normativ faktischen`, jedoch gesetzlich UNgeregelten BilanzierungsPRIVILEG der (Buchgeld-)`Kredit`gebenden Finanzinstitute, das im Kern eine nicht gleichwertige Gegenüberstellung von Leistung und Gegenleistung in einem Vertrag erst möglich macht, erscheint mir nicht wirklich berücksichtigt.

      Empfehle dazu die aus meiner Sicht sehr wesentlichen Ausführungen von Prof. Franz Hörmann,
      hier mit dem Zeitstempel auf eine wesentliche Essenz
      https://www.youtube.com/watch?v=HKVWS_itj84&t=21m03s
      jedoch zur eigenen Einordnung ruhig das ganze Vid ansehen.

      Da ich mit die Aussagen schon für einen anderen Anlass aufgeschrieben hatte, mal hier als Ergänzung.

      Zitat Prof. Hoermann
      (zum o.g. Vid)

      `Die Geldschöpfung ist genau genommen im bestehenden System von der Logik des Systems her gar nicht möglich.
      Es geht gar nicht. Und genau darin liegt der Mangel. Also man versucht buchungstechnisch – und zwar als Schuld – etwas darzustellen, was immer schon da war.
      Und wenn es noch nicht da war, dann borgt man sich dass, was es noch gar nicht gibt, bei Jemandem aus.
      Und weil dann eine Schuld existiert, wird sozusagen die Sicherheit der Schuld als Wert behandelt,
      der dann in Umlauf gebracht wird.
      Sicherheiten von Schulden – das sind unsere heutigen Zahlungsmittel.
      Das ist natürlich langfristig völlig unsinnig. Man kann das rechtlich sehr massiv hinterfragen.
      Die Bankenkredite, die wir heute haben, sind, wenn man sie von der Bilanzierungstechnik her
      betrachtet, keine Darlehen. Können sie gar nicht sein.
      Es ist ein Schuldscheintausch. Denn ein Unternehmer, der bilanziert und der seinem
      Freund, der auch bilanzierender Unternehmer ist, 1000 euro borgt, der bucht natürlich Forderung an Kassa.
      Forderung und Kassa sind beides Aktivposten, Vermögensgegenstände.
      Er nimmt 1000 Euro aus der Kasse. Die Kassa wird um 1000 auf weniger.
      Stattdessen hat er jetzt seine Forderung, die auch ein Vermögen ist, deswegen auch auf der Aktivseite der Bilanz.
      Dass heißt, es ist ein Aktivtausch. Die Bilanz verlängert sich nicht.
      Es sind die 1000 euro bildlich gesprochen von der Kassa in die Forderungen gewandert.
      Das ist die Gläubigerbuchung. Ein Gläubiger muss so buchen, denn der Gläubiger eines
      Darlehens zeigt ja durch die Buchung, dass er eigenes Vermögen seinem Schuldner gegeben hat.
      Also kann das nur ein Aktivtausch sein, bilanztechnisch.
      Der Schuldner bucht hingegen anders. Der legt die 1000 Euro in die Kasse, wird also mehr.
      Gleichzeitig hat er aber 1000 Euro Verbindlichkeiten.
      Dass heißt, auch die Passivseite, das Fremdkapital, erhöht sich um denselben Betrag.
      Die Bilanz verlängert sich. Genauso bucht übrigens auch der Schuldner einer Bank,
      der bei der Bank einen Kredit aufnimmt.
      Auch der hat ein Bank-Guthaben auf der Aktivseite und in gleicher Höhe eine Bankverbindlichkeit,
      weil er sich das Geld bei der Bank ausgeliehen hat, wie die Banker das gerne bezeichnen.
      Jetzt schauen wir uns aber an, wie die Geschäftsbank das verbucht.
      Und das ist interessant! Die Geschäftsbank verbucht auf der einen Seite eine Forderung,
      weil sie sagt, sie hatte da einen Schuldner, betrachtet sich selbst als Gläubiger,
      bucht aber jetzt keinen Vermögenswert von der Aktivseite weg, also keinen Aktivtausch,
      wie ein Gläubiger es eigentlich müsste, der Vermögen hingibt, sondern bleibt das,
      was hier verliehen wird, ganz offensichtlich selbst wieder schuldig.
      Denn sie buch die Gegenbuchung bei den Sichteinlagen.
      Und die Sichteinlagen der Banken, egal ob das die Gelder der Sparer sind oder die vergebenen Kredite,
      stehen als Giralgeld / Buchgeld immer auf der Passivseite der Bank im Fremdkapital.

      Was haben wir da?

      Da haben wir bilanz-rechtlich eindeutig zwei Schuldner,
      weil beide die Bilanzverlängerung gegen Fremdkapital buchen.
      Zwei Schuldner können aber gar keinen Darlehensvertrag miteinander abschließen.
      Da brauche ich einen Gläubiger und einen Schuldner.
      Welches Rechtsgeschäft können aber zwei Schuldner sehr wohl miteinander abschließen?

      Jetzt wird's interessant: einen Schuldscheintausch!

      Der Kreditnehmer unterschreibt den Kreditvertrag, der den Wert hat, der da drin steht.
      Denn das ist die Forderung der Bank. Die Bank bucht ja das auch dann in die Bilanz ein.
      Mit dem Kreditvertrag hat also der Kreditnehmer seinen Schuldschein abgegeben
      und die Bank liefert den Schuldschein, den elektronischen Schuldschein Giralgeld an den Kreditnehmer.
      Denn sie bleibt ja das Bargeld, das einzige gesetzliche Zahlungsmittel, das wir haben
      – Münzen und Scheine.
      Das ist dass gesetzliche Zahlungsmittel.
      Das Giralgeld der Banken ist kein gesetzliches Zahlungsmittel.
      Es ist eine Forderung auf gesetzliche Zahlungsmittel und das ist ebenfalls nur ein Schuldschein,
      der natürlich den gleichen Betrag hat, den gleichen Wert wie der Kreditvertrag des Kunden –
      schuldig. (Anm.)
      Und wenn jetzt zwei Menschen zwei Gegenstände, die den gleichen Wert haben, miteinander tauschten,
      stellt sich die Frage (da die Werte ja gleichwertig sind):

      Wer ist hinterher wem noch etwas schuldig?
      Niemand! dem anderen!

      So zerlegt und hinterfragt wären sowohl Zinsen als auch Tilgungen der sogenannten Bankkredite ohne Rechtsgrundlage.
      Das ist, kann man nur sagen, höchst brisant! Höchst brisant!`

      Zitat-Ende

      Und viele Grüße in die Runde

  2. "Geldschöpfung aus dem Nichts“ muss man erklären. Sie hat nichts zu tun mit Zauberei sondern mit Juristerei.

    Wenn eine Bank Geld verleiht, an eine Privatperson, an ein Unternehmen oder an den Staat, geschieht folgendes:
    Die Bank schließt einen Kreditvertrag (= Darlehensvertrag). Die Bank verpflichtet sich in diesem Vertrag als Kreditgeberin, dem Kreditnehmer Geld zu leihen. Der Kreditnehmer verpflichtet sich, dieses Geld plus Zinsen in Raten zurückzuzahlen.
    Wenn man so will, wird damit sozusagen etwas "aus dem Nichts“ geschaffen.

    Aber damit entsteht nicht etwas Mysteriöses, Irreales, sondern etwas sehr Reales: nämlich juristisch ganz schlicht und einfach eine gegenseitige Zahlungsverpflichtung. Die Bank und der Kreditnehmer sind einander verpflichtet, ihre jeweilige Zahlungsverpflichtung zu erfüllen. Verpflichtung heißt, ein Vertragspartner kann den anderen zwingen, das zu tun, wozu der sich verpflichtet hat, notfalls auch gerichtlich. Und dann bleibt dem anderen vernünftiger Weise gar nichts anderes übrig als seiner Pflicht nachzukommen.

    Denn würde die Bank den Darlehensbetrag nicht auszahlen, könnte sie verklagt und zur Zahlung verurteilt werden. Dadurch würde die Sache für sie viel teurer als wenn sie das Darlehen gleich ausbezahlt hätte. Denn es kämen Prozesskosten und Schadensersatzzahlungen an den Kreditnehmer hinzu. Die Bank wird also tunlichst ihre Zahlungspflicht erfüllen.

    Würde der Kreditnehmer seinerseits den Vertrag nicht erfüllen, nachdem er das Darlehen erhalten hat, würde er also die vertraglich vereinbarten Raten nicht zahlen, würde die Bank das Darlehen kündigen. Die Bank würde dann die volle Rückzahlung des noch nicht zurückgezahlten Darlehens von ihm verlangen, plus Zinsen plus Schadensersatz. Zahlt der Kreditnehmer nicht, verklagt sie ihn und er wird verurteilt, all das zu zahlen und außerdem noch die Prozesskosten. Zahlt der Kreditnehmer auch dann noch nicht, kommt die ganze Zwangsvollstreckungsmaschinerie in Gang, mit der die Bank den Kreditnehmer gerichtlich zwingt zu zahlen. Zahlt er trotzdem nicht, kann ihm die Bank so ziemlich alles nehmen und bis auf ein relativ bescheidenes Existenzminimum auch jeden Monat sein Einkommen, so lange, bis sie alles bekommen hat (oder er nichts mehr verdient außer dem Existenzminimum).

    Der Kreditnehmer, der auf diese Weise alles verliert, bekommt also sehr deutlich zu spüren, dass eine vertragliche Verpflichtung etwas sehr Reales ist und keineswegs nur eine Luftnummer. Es entsteht gleichsam aus dem Nichts etwas sehr Reales.

    Dabei ist es nicht einmal etwas Ungewöhnliches, dass Menschen kraft ihrer Fähigkeiten etwas gleichsam "aus dem Nichts“ schaffen, Auch ein Handwerker schafft ein Werk sozusagen aus dem Nichts. Denn solange er nichts tut, ist das Werk nicht da. Erst wenn er seine Arbeitskraft und seine Fähigkeiten einbringt, entsteht das, was es vorher nicht gab.

    Der entscheidende Unterschied ist der:

    Während das Werk des Handwerkers einfach da ist, also real existiert, ist das, was die Bank durch den Darlehensvertrag erhalten hat, nur eine Verpflichtung des Kreditnehmers. Der Kreditnehmer (also die Privatperson, das Unternehmen oder der Staat) kann diese Verpflichtung erfüllen oder auch nicht. Erfüllt er sie nicht, ist er pleite und die Bank hat Geld vergeben, bekommt es aber nicht wieder. Es ist also "nicht mehr da“.

    Die Frage ist: was passiert denn jetzt?

    Das hängt davon ab, was der Politik die Wertschöpfung der Bank durch Darlehensvergabe wert ist. Bei dem Handwerker wird man unschwer bejahen, dass das, was er erschafft, sinnvoll ist, und dass er deshalb den vollen Schutz des Rechts verdient hat.

    Es stellt sich die Frage, ob die Bank in gleicher Weise schützenswert ist wie der Handwerker. Denn schafft man Geld "aus dem Nichts“, bedeutet das noch lange nicht, dass damit etwas Sinnvolles entstanden ist, das durch das Recht mit allen Mitteln verteidigt werden muss. Diese Frage stellt sich in aller Brisanz, wenn die Bank sich die Rückzahlung von jemandem (von einer Privatperson, von einem Unternehmen oder vom Staat) versprechen lässt, obwohl ungewiss ist, ob der das Geld zurückzahlen kann.

    Ist eine Rechtspositionen schützenswert, wenn der Inhaber dieser Rechtsposition weiß, dass ihr kein realer Gegenwert gegenübersteht? Die Bank kann eine Privatperson oder ein Unternehmen (wenn es nicht zu groß ist) durch Zwangsvollstreckung zur Rückzahlung zwingen, solange sie/es etwas hat. Bei großen Unternehmen oder gar beim Staat kann der Verlust jedoch Dimensionen annehmen, dass die Bank ernsthaft in Schwierigkeiten gerät und selber vor der Pleite steht. Müssen dann die anderen einspringen, die Steuerzahler, mit deren Steuergeldern die Bank "gerettet" wird? Und wenn die Politik das so will: wie lange kann das gut gehen, wenn es immer weitere Kreise zieht, wenn immer mehr solcher Banken leichtfertig Kredite vergeben und später dann "gerettet" werden wollen?

    Es ist also an den Politikern, entsprechende gesetzliche Regelungen zu treffen und damit zu entscheiden, was denen mehr wert ist: das von den Bürgern sauer verdiente Steuergeld oder die Leichtigkeit des Bankerseins. 2008 schon hat sich die Politik für letzteres entschieden und tut es anscheinend auch weiterhin. Bis keine Steuergelder mehr da sind. Was aber dann?

    • Üblicherweise lässt sich die Bank in das Grundbuch eintragen und verlangt Bürgschaften, die verlangt also Sicherheiten sonst bekommen sie gar keinen Kredit.

      Und noch ein Unterschied, die Bank schafft den Rohstoff den sie verkauft aus dem nichts mit null Arbeit und Null Kosten, verkauft diesen aber dann weil andere ihn brauchen(Zinsen). Hmmm? kann das ein Handwerker auch ??? Und nicht nur dass, die Bank kann sich selbst Kredite aus dem nichts schaffen und damit Zocken oder was kaufen.

      Maximal Länder die viel Öl haben und die behaupten dass das Öl ihnen gehört kann man noch mit Banken vergleichen. Da benötigt es aber zumindest noch Wissen und Technik um das Öl hochzupumpen.

    • pachamama, die von Ihnen genannten Aspekte treffen natürlich auch zu. Jedoch wäre die Verständlichkeit meiner Erläuterung endgültig verloren gegangen, wenn ich auch diese Aspekte noch mit ausgeführt hätte. Und soweit die Bank "mehr darf" als der Handwerker, liegt genau darin die politische Problematik, die ich meine, dass die Politik eben die Banken durch ihre Gesetzgebung entsprechend bevorzugt behandelt.

      Die rechtliche und finanztechnische Seite der Geldschöpfung kann man erklären. Gerechtfertigt ist sie damit jedoch noch lange nicht. Viel wichtiger aber als die Frage, wie das Ganze vor sich geht, ist die Frage, ob man eine solche Geldschöpfung politisch überhaupt wollen soll, ja ob man sie überhaupt wollen darf.

    • Ich kann bei der Argumentation von Ernst Wolff, wie sonst meistens auch, keine Fehler erkennen, aber bei den Argumenten von Citoyen invisible durchaus.

      Es ist durchaus ungerecht, dass Banken Geld aus dem Nichts schöpfen dürfen.
      Die Banken haben ihr Geldschöpfungsprivileg nicht deshalb, weil dies nachvollziehbar und sinnvoll wäre, sondern weil sie sich die weltweiten Regierungen regelrecht kaufen.

      Wir sehen es in den USA, dass die dortigen Präsidentschaftskandidaten völlig unglaubliche Geldsummen mit zwielichtiger Herkunft annehmen, um ihre Wahlkämpfe zu bestreiten. Etwa das Wahlkampfbudget von Joe Biden knackt doch wieder sämtliche Rekorde. Diese Art von Wahlkampf ist jedoch äußerst bedenklich, weil die Wahlen in den USA wegen der Geldentstehung als "Schuld bei den Bank mit entsprechenden Betrugs- und Kriegsabsichten gewonnen werden.

      Sowohl Donald Trump als auch Joe Biden hätten ein besonders hohes Engagement bei Rüstung und Kriegen angekündigt.

      Wir wissen es jedenfalls, dass die USA eine erhebliche Gefahr für den Weltfrieden sind.
      Etwa Dr. Daniele Ganser beschäftigt sich doch sehr viel mit diesem Thema und er hat auch fast immer recht.
      Was ist etwa davon zu halten, dass ein Freund von Allen Dulles im Zusammenhang mit dem JFK-Attentat den sog. Zapruder-Film erworben hatte?
      Mit diesem Film wäre die Einzeltäter-These von Oswald nicht mehr aufrechtzuerhalten gewesen.
      Warum aber war Allen Dulles dermaßen daran interessiert, dass Oswald ein Einzeltäter hätte gewesen sein müssen?

      FBI-Agent Don Adams brach zudem sein Schweigen. Oswald sei nicht der Kennedy-Mörder gewesen.
      Es gibt etwa auch das Milteer-Somersett-Tonband, wodurch es erkennbar wird, dass Joseph Milteer im Vorfeld etwas von der JFK-Ermordung gewusst hatte. Er behauptete es zudem, zum Zeitpunkt der JFK-Ermordung nicht in Dallas gewesen zu sein, aber ein Foto hatte es dann ans Licht gebracht, dass er sogar genau am Tatort war.

      Dann hatte doch Allen Dulles zum Elser-Attentat folgende Verlautbarung herausgegeben:

      Ich hörte, es gäbe Photographien, die einen hohen SS-Offizier zeigen, der neben Hitler mit einer Uhr in der Hand steht, um aufzupassen, dass sein Führer auch noch rechtzeitig entkommt.

      Zwei Anwälte der Wall Street-Kanzlei Sullivan & Cromwell, John Foster Dulles und Allen Dulles, vertraten jedenfalls seit den 1920er Jahren US-amerikanische und deutsche Konzerne, auch während des Hitler-Regimes. Aber es waren doch offensichtlich die großen Konzerne, die den Zweiten Weltkrieg benötigten.

      Wie es Norbert Blüm wohl seinerzeit bei Maischberger treffend gesagt hatte, ist etwa Friedrich Merz ein Mann des Kapitals.
      Es ist bekannt, dass die im Bundestag vertretenen Parteien die meisten Spenden vom Finanzsektor annehmen.
      Die Linke nimmt angeblich keine Spenden vom Finanzsektor an, aber sie lässt ihr undurchsichtiges Stasi-Firmengeflecht verwalten.
      Auf diese Weise hat die Linke ihr besseres Wahlkampfbudget.
      Man könnte es denken, dass die Linke Gerechtigkeitsinteressen vertritt.
      Komischerweise ist aber die Themenarbeit der Linken, in fast allen Bereichen falsch.
      Die Linke fordert etwa eine Lockerung der Schuldenbremse, obwohl sie es damit letztlich fordert, dass wir uns noch mehr Geld von den Banken ausleihen sollen, die das Geld aus dem Nichts verleihen.

      Dann fordert die Linke ein Mindesteinkommen von 1.050 EUR oder etwa den Mindestlohn, womit sie es aber gleichzeitig erkennen lässt, dass sie die Schuldenlogik unseres Geldes wirklich gar nicht versteht. Dabei wäre es doch nicht so besonders schwierig, sich in die Grundprinzipien von Schuld und Entschuldung hineinzudenken.

      Geld ist jedenfalls deshalb Geld, weil es etwas Ähnliches wie ein Schuldschein ist.
      Dabei gibt es jedenfalls bei unserer Politik das Problem, dass Regierungen wegen der Allianz zwischen Politik und Banken nahezu beliebig Schuldversprechen abgeben kann, weil das Bezahlen mit Geld nichts anderes ist. Jetzt hat die EZB dann auch völlig unglaubliche Geldsummen ins System gepumpt, aber Geld ist doch in Wirklichkeit eine Schuld. Jetzt schnürt unsere Politik doch immer größere Konjunkturpakete. Dadurch werden aber unsere später nie wieder abbaubaren Schulden immer weiter ansteigen. Es ist insofern gefährlich, dass unsere beiden ständig im Bundestag vertretenen GroKo-Parteien fast ausschließlich nur Konzerninteressen vertreten, was aber insofern eine Weltkriegsgefahr ist.

      Dann hat doch Sigmar Gabriel seinen mit etwa 500.000 EUR vergüteten Aufsichtsratsposten bei der Deutschen Bank angenommen und er fühlt sich auch bei der Atlantik-Brücke besonders wohl. Das erinnert dann wohl doch eher an einen vor allem auch für uns sehr gefährlichen Dick-und-Doof Film und nicht so richtig an eine Themenarbeit.

      Im Bundestag kenne ich derzeit keinen Politiker bzw. keine Politikerin, die eine annähernd korrekte Themenarbeit leistet. Die Themenarbeit der Kanzlerin (mit vielen Durchhalteparolen) ist zu unserem maximalen Schaden.

      Wenn jetzt der Staat das Geldschöpfungsprivileg selber in die Hand nehmen würde, dann wäre Geld weder ein Wertgutschein, noch eine ernstzunehmende Schuld. Vermutlich würde Geld dann gar nicht funktionieren.

      Jedenfalls produziert unsere vermeintliche Marktwirtschaft mit der Zeit immer mehr später nicht mehr abbaubare Schulden, die bei Staatsschulden allen Bürgern angelastet werden.
      Schließlich ist Geld doch als solches eine Schuld.
      Aber es sind dann ständig wenige Ultrareiche, die dann im Einklang mit den Geschäftsinteressen der Banken ausgerechnet das viele Geld kassieren, womit die Staaten ihre vielen Schulden allenfalls wieder zurückzahlen könnten.

      Auf diese Weise wird Geld immer mehr zur Illusion und wir arbeiten immer mehr für fremde Profite. Dadurch wird auch die spätere Staatsentschuldung immer schwieriger und die Geldmenge weitet sich aus und die Zinslasten, deren Rückzahlung ohnehin nicht beabsichtigt ist, werden immer unbezahlbarer.

      Auf diese Weise werden wir versklavt. Daher ist es wichtig, dass die weltweiten Regierungen endlich damit aufhören, dass sie fremde Kapital-Interessen vertreten.

    • citoyen, ja ok, zur Zeit können die Banken über das Kreditgeschäft kaum Gewinne machen (niedriger Zins oder negative Zinsen), insofern sollte ja auch immer ein komplexeres Bild besprochen werden. Gewinne kommen ja noch auf andere Weise zustande, wie eben auch Dividenden und Mieten. Es läuft immer auf einen ungleiche Verteilung von Besitz hinaus. Auf Bevorzugung und Benachteiligung.

      Das Geldsystem ist ja nichts anderes als eine Infrastruktur, so wie die Straßen. Es sollte also von der Allgemeinheit bereitgestellt werden und der Allgemeinheit zu gute kommen. Das ist halt das Problem wenn man jetzt sagt das Banken mit dem Nullzins eh keine Gewinne mehr machen. Nur ist es so das wenn Kredite vergeben werden schon Zinsen notwendig sind als Ausgleich. Daher ist das Vollgeldsystem dem Nullzins vorzuziehen. Mit dem Euro könnte man schon Europaweit vieles regeln nur der Wechselkurs zum Dollar ist da halt noch zu betrachten. Wenn jetzt die EZB die Gelddruckmaschine anwirft und dem gedruckten Geld der EZB keine realen Werte mehr entgegen stehen(alle Ramschpapiere, Anleihen werden von der EZB aufgekauft) wird der Euro gegenüber dem Dollar abwerten. Die ganze Industrie ist aber vom Öl abhängig das in Dollar gekauft werden muss. So könnte es zu einer starken Inflation kommen. Ebenso wenn die EZB Helikoptergeld direkt an die Menschen vergibt, dann werden die Produkte im Euroraum selber teurer.

      Man kann es drehen und wenden wie man will, wir geben mehr aus als wir eigentlich haben und die Verteilung ist massiv ungerecht. Wenige zahlen in den Topf ein, viele nehmen heraus (nicht Leistungslos) Beamte, Lehrer bringen schon eine Leistung nur sie werden aus dem Topf bezahlt. Leistungslos sind Dividenden, Mieten, Zinsen (die sind weg).
      Durch den ganzen Gelddruck wird nur das System am laufen gehalten so lange es noch irgendwie geht. Aber prinzipiell müsste es jedem einleuchten dass man mit nichts nicht auf großen Fuß leben kann, das tun wir aber.
      ich vermute dass die BWL eine Scheinwissenschaft ist, hier werden viel zu viele Annahmen gemacht die den Sachverhalt nicht richtig abbilden. Außerdem sind die Probleme ja dem Wachstumswahn geschuldet und der Wachstumswahn ist ja nur notwendig wegen den Schulden (Geldsystem).

    • "Geld ist jedenfalls deshalb Geld, weil es etwas Ähnliches wie ein Schuldschein ist."
      Genau, Ralf Becker. Durchaus genau das besagten meine Ausführungen. Es ging um eine rein rechtliche Erläuterung, abgesehen von einem politischen Seitenhieb am Ende. Ist Ihnen gar nicht aufgefallen, Ralf Becker, dass meine Kritik mit diesem Seitenhieb genau in dieselbe Richtung zielte wie die Ihre? Wenn Herr Wolff, bei allem selbstverständlichen Respekt vor seiner wirtschafts- und finanzwissenschaftlichen Kompetenz, immer wieder von "Geldschöpfung aus dem Nichts" spricht, klingt das so mysteriös, dass ich es notwendig und hilfreich fand, die "Geldschöpfung aus dem Nichts" einmal auf einer realen Grundlage darzustellen und damit zu "entmystifizieren". Keineswegs sollten meine Darstellungen die wirtschaftliche Problematik erschöpfend abhandeln. Wo sehen Sie da einen Fehler?

  3. Die Banken sind die einzigen die den Rohstoff den sie verkaufen selbst aus nichts herstellen können.

    Häufig wird angeführt dass die Zinsen ja das Geschäftsmodell der Banken sind, zB von Herrn Prof. Sinn.

    Nur wie ist das denn jetzt eigentlich wenn die Zinsen bei Null sind oder negativ ? Was haben die Banken denn dann für ein Geschäftsmodell?

    Und jemand der einen Kredit aufnimmt verschafft sich ja einen Vorteil gegenüber ALLEN Anderen. Also wenn ein betrieb 10 Jahre produzieren muss um sich Geld anzusparen mit dem er dann zB bessere Maschinen kaufen und der Konkurenzbetrieb nimmt einen Kredit auf, soviel wie der andere in 10 jahren ansparen kann, und kauft die maschinen sofort und produziert doppelt so viel, ähmm ja das ist schon ein Vorteil. Also der Zins an sich ist nicht das Problem sondern ein Ausgleich nur muss der Zins allen anderen zu Gute kommen und nicht nur einem Reichen Bankbesitzer.

    Und wenn die Banken ein anderes Geschäftsmodell brauchen dann müssen sie halt all ihre Manager kündigen, aufhören zu spekulieren, die Buchungen macht ein Computer, fallen also nur die Betriebskosten für die Server an. Das war es eigentlich schon mehr Aufwand haben die nicht, die gehen ja nur pleite weil sie völlig überbezahlte Manager und Angestellte haben die das Geld in ihrem Wahn an der Börse verzocken. Und dann darf nochmals der Steuerzahler einspringen, weil Merkel das so will. oder Macron, oder Kurz, Pröll usw.

    Und trotzdem wählt die große Mehrheit noch immer diese Verbrechergestallten. Den Medien von ARD bis ZDF sei Danke,

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