KenFM-Spotlight: Prof. Rainer Mausfeld über die Sichtbarmachung des unsichtbaren Feindes

Ausschnitt aus dem Gespräch mit Prof. Rainer Mausfeld – in voller Länge hier zu sehen: https://kenfm.de/rainer-mausfeld/

Wenn es einer sehr kleinen und übersichtlichen Gruppe von Menschen gelingt, die Massen global und über Jahrzehnte für die eigenen Ziele arbeiten zu lassen, kann das nur dann erfolgreich bewerkstelligt werden, wenn diese Eliten die Techniken der Gehirnwäsche auf allen Ebenen konsequent zur Anwendung bringen. Schon der Umstand, dass Völker sich für Krieg begeistern lassen, zeigt die Macht dieser Technik.

Seit dem römischen Prinzip „Teile und Herrsche“ haben sich die Werkzeuge der Gehirnwäsche extrem verfeinert. Ein großer Teil der sogenannten Sozialforschung wurde im Auftrag der Eliten finanziert, um den Menschen als Wesen, das nur im Kollektiv überleben kann, im Anschluss in seine Bestandteile zerlegen zu können, ihn gefügig zu machen.

Der Grad der Manipulation ist viel größer, als die meisten von uns auch nur ahnen. Aber gerade darin liegt die Macht dieser Elitentechnik. Massenmedien sind dabei eines der wichtigsten Werkzeuge, um die Realität zu verschleiern und unsichtbar zu machen. Wer darauf aufmerksam macht, wird vom System gnadenlos attackiert, lächerlich gemacht und ausgegrenzt. Das finale Ziel ist immer die Vernichtung derer, die die Tarnung der Eliten auffliegen lassen.

Der Soziologe Prof. Rainer Mausfeld hat sich intensiv mit den Techniken der Verschleierung und des Gefügigmachens auseinandergesetzt. Seine auch im Netz veröffentlichen Vorträge, u. a. mit dem Titel „Warum schweigen die Lämmer“, wurden zu Blockbustern in Netz.

KenFM sprach mit Rainer Mausfeld über den Status Quo einer auf den neoliberalen Kurs eingeschworenen Gesellschaft, die sich in gegenseitigen Lagerkämpfen an die Gurgel geht, während die Geldeliten weiter die Strippen ziehen. Die Manipulation ist extrem perfide, denn sie beleidigt den Menschen an sich, der nicht wahrhaben will, dass er wie Vieh zur Schlachtbank geführt werden kann und wird, indem man ihn mit den pervertierten Techniken der Demokratie davon abhält zu sehen, in welcher Situation er sich tatsächlich befindet.

Die Zeit des Erwachens steht unmittelbar bevor. Sie wird nicht ohne Schmerzen zu haben sein. Die Medienrevolution ist wie eine Geburt. Wir müssen da durch, um ein autarkes Leben wirklich beginnen zu können.

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14 Kommentare zu: “KenFM-Spotlight: Prof. Rainer Mausfeld über die Sichtbarmachung des unsichtbaren Feindes

  1. Es gibt die Brüllaffengeschichte, die darin besteht, große Ereignisse grob in einer bürgerlichen Lesart zu präsentieren, die nur so vor Framing strotzt.
    Framing. Schönes Wort – das habe ich vom Daniele Ganser gelernt und finde es sehr, sehr gut! Toll, dass er uns das erklärt hat! Danke nochmal an Daniele Ganser und KenFM!
    Also, es gibt die Brüllaffengeschichte, die ungefähr so funktioniert:
    „Dieses und Jenes, das sehen wir ja an der französischen Revolution!“ …….. Ja…. was genau?
    Wenn Prof. Jur. Med. Dent. Vet. von und zu Mausfeld etwas vom Vorbild der französischen Revolution redet, dann doch bitte nicht in der Manier eines Brüllaffen, sondern bitte in der Manier eines Beobachters, der versucht dem Framing zu entgehen, in welchem wir heute befangen sind.
    Ich rede hier bewusst vom Framing, nicht davon „objektiv“ oder „subjektiv“ zu sein – seit unserer Geburt als Subjekt sind die Würfel dafür sowieso schon gefallen.
    Also zurück zum Vorbild der französischen Revolution: In der französischen Revolution wurden die feinen Herren des Bürgertums auf den Gemälden abgebildet, aber waren sie es, die die Masse darstellten, die den Adel letztendlich in die Knie zwang? Waren es die gebildeten Exponenten des avantgardistischen Bürgertums allein, die es vollbrachten in den militärischen Auseinandersetzungen den Adel vernichtend zu schlagen?
    Ehmmm Liebes linkes Bürgertum… das war der Pöbel.
    Und dieser Pöbel, die heute als Lohnabhängige, genauer Proleten, Arbeiter beschrieben werden, dieser Pöbel war die eigentliche Kraft, ohne die die „radikalen Sätze“ des „aufgeklärten Bürgertums“ schöngeistige Literatur geblieben wären.
    Und jetzt gehen wir mal in der Geschichte weiter…. gab es zwischen diesem Pöbel und den Bürgern vielleicht immer die Einigkeit, die die Revolution gegen den Adel erst möglich machte, oder gab es da auch Spannungen und wenn ja, wie gingen diese Spannungen aus? Was war mit dem Koalitionsrecht der Arbeiter zu der Zeit? Hatte der „ungebildete Pöbel“ ebensolchen Zutritt zur Nationalversammlung, wie die Bürger?
    Ich weiß nicht so Recht.
    Und Jebsen redet davon, dass jeder „Zutritt zur Politik“ haben solle…. Ich frage, wenn doch jeder „gleichwertig“ sei, wie kann es dann einen geben, der anderen Zutritt zur Politik verwehrt / ermöglicht?
    Wirkt auf mich entweder wie nicht eingehend mit der Materie beschäftigt oder doch sehr widersprüchlich.
    Und was ist Politik überhaupt? „Politik“ im Frame des Staates denken heißt automatisch, sie der Masse zu entreißen und in die Hände von denen zu legen, die den Staat bilden – wo bleibt da die Gleichwertigkeit, liebe Linke????

    DAS ist LINKES Framing! Der Frame ist das Parlament / der Parlamentarismus der frz. Revolution, die Nationalversammlung. Innerhalb dieses Frames denken, bedeutet, dass Nationalismus, Macht (die von Jebsen sonst angegeriffene Macht-Pyramide) erhalten bleiben. Man nennt das Zentralismus.

    Und die Jakobiner und einige weitere politisch linke Sekten des frz. Bürgertums hatten in der Revolution nichts eiligeres zu tun, als neue, absolutistische Sekten und Kirchengebilde zu erschaffen, in „Parteien“ und anderen Gruppierungen, die teilweise ein linkes Papsttum wollten!

    Über die Sozialdemokratie, Marx und andere sickerte dieses zentralistische Denken in den Sozialismus ein und vergiftete alle sozialistischen Bestrebungen mit der Drachensaat der Diktatur. Bolschewismus heißt das, nicht „Sovjetkommunismus“. Ich hoffe es ist bekannt, was überhaupt ein Sovjet ist, und dass eben diese Sovjets im Bolschewismus entmachtet wurden und nur noch Vorzeigefunktionen im „Arbeiter- und Bauernstaat“ hatten – also sinnentleert wurden. Nach der Verstaatlichung war nichts mehr mit Organen der Selbstorganisation der russischen Arbeiter und Bauern!!!

    Und weil Linke genauso diktatorisch sein können wie Rechte – und ich beziehe mich jetzt hier genau auf die französische Revolution, die in ihr blutiges Gegenteil durch eben diese linken gekehrt wurde!!!!!!!!!!!!! – deshalb verläuft die Grenze N I C H T zwischen diesen von Mausfeld willkürlich gezogenen Linien, der Aufklärung und des Universalismus, sondern zwischen Föderalismus – der Selbstorganisation der Menschen in Organisationen die sich selbst aufbauen und abbauen, wenn sie ihren Zweck erreicht haben; und dem Zentralismus in dem von Oben herab entschieden wird und politische Macht nach Dauerhaftigkeit strebt! „Solange es einen Gott im Himmel gibt, bleiben wir hier auf der Erde Sklaven.“ Bakunin.

    Ein anderer Kommentator hat dazu ehrlich und tapfer seine Gedanken dargestellt:

    „Wenn wir das Farbenspiel „links“ und „rechts“ beobachten, also mit der absoluten Hierarchie gegenüber der gleichwertigen Einflussmöglichkeiten, müssen wir doch zu dem Schluss kommen, dass die Demokratie ein absolut linkes Konstrukt ist. Die „repräsentative“ Demokratie, welche derzeit (oder auch seit Anbeginn des deutschen Parlamentarismus) ausgeübt wird, fällt tatsächlich aber eher in das Muster einer „repräsentativen“ Diktatur. Das wird spätestens dann deutlich, wenn über den Kopf der Masse „hinweggemerkelt“ wird, weil alles andere „alternativlos“ ist.

    Was mir bei dem Interview-Schnipsel durch den Kopf gerannt ist, ist die Tatsache, dass ich mich als überzeugtem „Linken“ immer für die RAF geschämt habe. Wenn ich die transportierte Information aber tatsächlich mit bewusster Unterdrückung meiner pavlovschen Reflexe verarbeite, komme ich zu dem Schluss, dass die RAF eine militarisierte, absolute Hierarchie war, die weit mehr „rechte“ Werte ausgelebt hat als „linke“.“

    Und deshalb ist die Lösung nicht „links“ in diesem Sinne des Bürgertums zu sein, sondern Föderalist! Und zwar auch nicht im Frame des Staates – wir kennen das Wort Föderalismus nur im Frame der politischen Macht – aber es kann eine ganz, von GRUND AUF ANDERE Gesellschaftsstruktur bedeuten!!! Lest die Föderalisten, Pi Y Margall zum Beispiel, Proudhon usw.

    Und da verläuft die Grenze – nicht innerhalb eines Raumes in dem die „Rechten“ und die „Linken“ einträchtig versammelt sind, wärend die Armen draußen schuften müssen!!!!

    Die historischen Lehren, die die anarcho-syndikalistische Arbeiterbewegung mit den Linken (linke Geschichtsklitterung schafft sich auch ihre angenehmsten Frames) gemacht hatte, sind vielfältiger Art.
    Intellektuelle Marxisten, die einträchtig mit den Anarchisten und dem spanischen Proletariat in den Schützengräben gegen die Faschisten kämpften, wurden von den Stalinisten ebenso einträchtig in Massengräber gelegt. Wie sie zur Militarisierung standen weiß ich nicht, aber die linken Machthaber haben in der Spanischen Revolution dazu geführt, die Arbeiter in militärischen, dem staat unterstehenden Organisationen zusammenzufassen, was ihre Schlagkraft hemmte und den Faschisten als Kanonenfutter auslieferte – Aber viel wichtiger: Die linken haben durch das Mittel einer scheinbaren antifaschistischen Allianz den Arbeitern IHRE REVOLUTION unmöglich gemacht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Sie haben vorgeschoben, dass ERSTMAL die Faschisten bekämpft werden sollen, dann solle….. was auch immer, aber bestimmt keine proletarische Revolution stattfinden!
    Doch die Arbeiter ließen sich drauf ein! Und wurden massenhaft getötet – von Stalinisten, die „Säuberungen“ unternommen haben, und von Faschisten, die über sie von der anderen Seite herfielen.
    Man muss verstehen, dass dieses linke und rechte Lager Teil der bürgerlichen Herrschaft über uns Arbeiter ist!

    DAS dürfen wir nicht mehr länger hinnehmen!!!! Wir müssen diesen linken, pazifistischen, selbsternannten Aristokraten von der Uni und aus deren Chefetagen einfach den Gehorsam kündigen! Nicht mehr für sie arbeiten! Mal sehen, ob sie dann noch Zeit haben, statt sich mit der Geschichte zu beschäftigen schöngeistige Tiraden zu schwingen, um zu verstecken, dass nur sie es gerne wären, die die Macht hätten. Die Macht über uns!!!!

    Und dann komme ich gerne auch noch mal auf Ken Jebsen zu sprechen, der zu Beginn von einem diffusen „Wir“ gesprochen hat: Wir gehen zur Arbeit, zum Arbeitsamt, sind lethargisch, nehmen Medikamente, …

    Warum sind wir denn lethargisch? Weil wir lethargisch gemacht werden!
    Ich und lethargisch! Wir sind schon als Kinder randalierend durch die Käffer gezogen, in denen wir lebten, haben uns im Wald zusammengerottet und unseren Hass gezeigt, diesem ekligen vorbestimmten bürgerlichen Frame gegenüber!
    Und dann gingen die lustigen Kinderjahre vorbei – die Arbeit – ich denke das Wort, das Ken Jebsen suchte war Lohnarbeit, naja das fing dann an…. und zu guter letzt waren wir alle Alkoholiker, im Knast, bekamen Kinder, lethargisch und depressiv!!!
    Und warum??? Weil nämlich das scheiß Bürgertum immer meint, uns unser Leben im besten möglichen aufgeklärten Sinne vorbestimmen zu müssen!
    Darauf habe ich aber keinen Bock! Frei sein… Leben….. Leben!!! So einfach klingt’s und keiner kann’s – sagte schon Oskar Maria Graf!
    Lethargie kommt davon wenn in einem Nationalstaat Politiker ähnlich den Priestern der Religion die Politik für alle in die Hand nehmen, selbstlos versteht sich. Damit die anderen nicht an ihrer Lieblingsbeschäftigung gehindert werden: LOHNARBEIT!!!! Hauptsache Arbeit!
    Der eine Schulattentäter hat das mal schön zusammengefasst, warum er sich und andere getötet hat. Er nannte das S.A.A.R.T. Schule – Ausbildung – Arbeit – Rente – Tod. Das ist der Fram, der uns lethargisch macht!
    Und naja – es gibt von Jebsen und den Kommentatoren und auch den Gästen keine andere Idee, als eben diesen linken Frame, der bereits alles in die Scheiße geritten hat! Es kommt von denen einfach nichts – die Lösungen liegen auf dem Teller der Geschichtsschreibung serviert, aber niemand hat den Mut sie zu lesen!

    Anderes Beispiel: Ukraine, Makhnotschina. Ist ein Begriff? Ich will damit nur andeuten, dass die katastrophalen Auswirkungen politischer und wirtschaftlicher Macht auch von den linken vertreten werden! Und daher sind sie nicht besser, als das, was sie rechte nennen. Sie beide gehören zur Macht! Und Macht macht alles kaputt.

    Und wie sieht es mit dem sogenannten „sozialen Unterschieden“ aus? Ich höre dass der Kapitalismus ja auch beibehalten werden könne… nur eben die paar Großkonzerne müssten unter politische Kontrolle gestellt werden…. interessant!
    Und wer hat dann die Kontrolle?
    Also wir fürchten uns vor der Macht…. klingt logisch, denn Macht (und der fatalistische Glaube an sie!) haben in der Geschichte der menschlichen Evolution ja auch viel Schaden nagerichtet… und unsere Linken bieten als Lösung an:
    Kontrolle!
    Klasse – Also vor Macht schützt uns nur noch mehr Macht. Das hätte ich mir denken sollen! Ich hab kein Problem mit Alkohol, nur ohne….

    Die historische Sozialdemokratie mit ihren unendlichen Grabenkämpfen und ihrem Niedergang im Parlamentarismus IST das historische Erbe der Linken, das uns allen zeigt, es nicht nochmal mit der Erringung der Macht zu versuchen, sondern mit ihrem Abbau!

    ENDLICH NEUE WEGE

    Aus der Geschichte der Linken zu lernen, heißt, „links“ und „rechts“ als zentralistisch zu begreifen, als Seiten der selben Medaille. Das zeigt die Geschichte der französischen Revolution. Der russischen Revolution. Der Spanischen Revolution. Der deutschen Sozialdemokratie mit ihren tausenden Spaltungen und Grabenkämpfen. Das Zeigt die Geschichte der marxistischen Bewegungen bis heute! Sackgasse. In der selben Sackgasse stehend prügeln sich linke und rechte für ihre Machtvollkommenheit über die Arbeiterklasse – und ich wende mich ab und will neue Wege gehen!

    Dazu ist es nötig die alten Glaubensbekenntnisse an Staat, Eigentum, Macht, Gott usw. fallen zu lassen, die Linke und Rechte in ihrer Machtgeilheit und ihrem nationalen Größenwahn miteinander verbindet.
    Wir müssen den Frame „Rechts-Links“ komplett verlassen – auch in der Geschichtsschreibung. Wir müssen anfangen die Bewegungen jenseits des Rechts-Linksschemas wahrzunehmen und aus ihren Erfahrungen mit Faschisten und Bolschewisten, also mit Bürgerlicher Herrschaft im Allgemeinen, lernen.
    Es gibt nochwas anderes im Leben!!! – auch wenn die Rosaluxemburgstiftung und die Friedrich Ebertstiftung das nicht so sagen! Denkt selbst!, Lest es einfach!
    Es wartet ein Leben auf uns – wir können es als Sklaven begehen, von rechten oder linken Schlagworten und als Sklaven des politischen und wirtschaftlichen Monopols, oder aber als freie Persönlichkeiten, die im Einklang mit ihresgleichen eine freie Gesellschaft aufbauen, die diesen Namen auch verdient hat!

    Literatur dazu:

    „Absolutistische Gedankengänge im Sozialismus“ Rudolf Rocker
    „Johann Most“ Rudolf Rocker
    „Nationalismus und Kultur“ Rudolf Rocker
    „Über das Wesen des Föderalismus im Gegensatz zum Zentralismus“ Rudolf Rocker
    „Machno-Bewegung“ Peter Arschinoff, lustiger Name 😉
    „Machno – Zeugnisse einer Bewegung“ Hrsg. von Valentin Tschepego
    „Föderalismus – Ein Beitrag zur Geschichte der Freiheit“ Helmut Rüdiger
    „Zur Geschichte des französischen Syndikalismus“ Eugen Naef
    „Was ist das Eigentum“ P. J. Proudhon
    „Gott und der Staat“ Michael Bakunin

    Belege:

    1. 00:30 (Jebsen) „Arbeit bekommen“, „Lethargie“, „Medikamente“, „Feind“
    2. 00:39 (Mausfeld) „unsichtbarer Feind“, „historisch noch nie“
    3. 01:08 „Wir trafen Entscheidung die Großkonzerne mit Rechten auszustatten“
    4. 01:19 „totalitärer Charakter Gebilde inmitten unserer Gesellschaft“
    5. 01:29 „Öffentlichkeit“
    6. 02:03 „Kapitalismus beibehalten“, „Großkonzerne Teil des Neoliberalismus“
    7. 02:09 „Neoliberalismus“
    8. 02:20 „historische Erfahrungen in der Linken“
    9. 02:30 „Rahmenerzählung“, „Wofür kämpfen“
    10. 02:50 „man hat unsere Rahmenerzählung zerstört“, „Sozialismus kaputt“, „Kommunismus kaputt“
    11. 03:10 „Sovjetkommunismus“
    12. 03:30 „Demokratie > Gründerväter > Vorbild frz. Revolution > Plutokratie“
    13. 03:40 „Argument funktioniert nicht hatten wir schon“
    14. 03:46 „neue Rahmenerzählung“
    15. 03:58 „historischer Kern des Linksseins = Aufklärung = Univerlasimus, menschliche Gleichwertigkeit“
    16. 04:20 „Radikaldemokratie“
    17. 04:27 „Ich habe einen gewissen (später ‚fairen‘) Anteil über mein Schicksal“
    18. 04:44 „Großkonzerne müssen dieser politischen Kontrolle unterliegen“
    19. 04:50 „Strukturelle Analogie zum Faschismus“
    20. 05:10 „pathologisch“
    21. 05:20 „perverse Strukturen“ die das „Zentrum unserer Gesellschaft ausmachen“
    22. 05:32 „Aufklärung > ‚illegitim'“, „abgeschafft werden“
    23. 05:48 (Jebsen) „Menschen sind gleichwertig“, „sollen Zugang zur Politik haben“
    24. 06:03 (Mausfeld) „Rechts“, „Links“
    25. 06:20 „rechts = anti-universalistisch“,
    26. 06:45 „Gruppen mehr Rechte als andere“
    27. 07:00 „Rahmenerzählung für heute“
    28. 07:13 „Intellektuelle“

    • Man müsste mal verstehen,dass die ganze Sache,die mit Parteien zu tun hat ,eine gekaufte Sache ist.
      Genau wie die Sache mit Bolschewiken eine gekaufte Sache ist, bezahlt von denen ,die dann Russland im Anschluss an die „Revolution“ mit einer Zentralbank kontrolliert haben.Eben alles ein Witz, wo das Volk rein nichts mit zu tun hat.
      Das Volk weiß nicht mal ,von wem es regiert wird.

      „Aus Angst um den Beuteanteil entstand in den großherzoglichen Samtsesseln und in den Kneipen von Weimar die deutsche Republik,keine Staatsform,sondern eine Firma.
      In ihren Satzungen ist nicht vom Volk die Rede,sondern von Parteien,nicht von Macht ,von Ehre von Größe,sondern von Parteien.Wir haben kein Vaterland mehr,sondern Parteien,kein Ziel,keine Zukunft mehr,sondern Interessen von Parteien…“
      Oswald Spengler ,1924, „Untergang des Abendlandes“

      Ich hätte da auch ein paar dutzend Literaturempfehlungen,aber was soll das nützen.
      Ein Werk von Dostojewski würde vielleicht alles zusammenfassen“Die Dämonen“

  2. Ich fand das vollständige Interview mit Prof. Mausfeld sehr erleuchtend, aber dieser Ausschnitt hat mich erneut geistig beflügelt.

    Wenn wir das Farbenspiel „links“ und „rechts“ beobachten, also mit der absoluten Hierarchie gegenüber der gleichwertigen Einflussmöglichkeiten, müssen wir doch zu dem Schluss kommen, dass die Demokratie ein absolut linkes Konstrukt ist. Die „repräsentative“ Demokratie, welche derzeit (oder auch seit Anbeginn des deutschen Parlamentarismus) ausgeübt wird, fällt tatsächlich aber eher in das Muster einer „repräsentativen“ Diktatur. Das wird spätestens dann deutlich, wenn über den Kopf der Masse „hinweggemerkelt“ wird, weil alles andere „alternativlos“ ist.

    Was mir bei dem Interview-Schnipsel durch den Kopf gerannt ist, ist die Tatsache, dass ich mich als überzeugtem „Linken“ immer für die RAF geschämt habe. Wenn ich die transportierte Information aber tatsächlich mit bewusster Unterdrückung meiner pavlovschen Reflexe verarbeite, komme ich zu dem Schluss, dass die RAF eine militarisierte, absolute Hierarchie war, die weit mehr „rechte“ Werte ausgelebt hat als „linke“.

    Ich glaube der letzte überzeugte „linke“ beteiligte Zeitzeuge ist Ströbele. Mit dem hätte ich gerne ein KenFM Interview, bevor es zu spät ist ;).

    • Die RAF war der Versuch mit Gewalt das System zu bekämpfen und zu stürzen.
      In wie weit die Akteure in einer absoluten Hierarchie lebten (die rechten Ursprungs ist) vermag ich nicht zu sagen.
      Wiedersprüche gibt es da bestimmt.

    • Ich frag mich nur warum dann von der LINKE niemals eine Direkte Demokratie gefordert wird? Nur von den ganz rechten Parteien wie der AfD, Marie Le Pen, FPÖ, die wollen mehr direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild.
      Das einzige was den Linken dazu einfällt ist das wäre ja nur Populismus, nur liebe LINKE warum macht ihr es nicht, dafür gibt es keinen Grund außer ihr gebt etwas vor was ihr gar nicht seid.
      Zusätzlich frage ich mich wie die Antifa und deren linke Kollegen mit anderen Meinungen umgehen, siehe Daniele Ganser, Ken Jebsen, Andreas Popp usw. das links rechts Schema gibt es so nicht und es hilft auch nicht sich auf die Französische Revolution zu beziehen.
      Sinnvoller wäre es mit diesem links-rechts Rassismus endlich aufzuhören. Die Linken tun ja so als ob die rechten gar keine Menschen wären und werden dadurch ja noch schlimmer wie die Rechten. Fakten, konkrete Problem, miteinander und nicht gegeneinander endlich anzugehen mit den Menschen für die Menschen was den Menschen und den Planeten, Natur und Tierwelt hilft und rettet.

    • Ja in diesem Fall habe ich die Partei die LINKE gemeint. Ok ist gut, hoffentlich steht das auch im Parteiprogramm.
      zB eine verpflichtenede Volksabstimmung wenn so und so viele Stimmen zusammenkommen, ich habe von der LINKE bis jetzt nie was in diese Richtung gehört. Mit der EDV wäre sowieso mehr direkte Demokratie möglich, die Regierung entwirft ein Gesetz und die Menschen stimmen darüber ab ob es angenommen wird oder nicht. Wer sich nicht beteiligt ist auch ok, zählt die Stimme gar nicht, und wer eine Meinung hat der wird auch gehört.

    • aus dem ersten Entwurfes des Wahlprogramms 2017 (14.01.17)

      Wir wollen Volksinitiativen, Volksbegehren und
      Volksentscheide ausweiten. Die Ausweitung der
      Mitbestimmungsrechte schließt auch die Einführung
      von Referenden ein, d.h. die Bürgerinnen und Bürger
      können gegen parlamentarische Entscheidungen ein
      Veto einlegen.

  3. Was der Mann und sein Lehrstuhl als Thinktank-Gegenpol zu der ganzen Neoliberalismusmaschinerie leistet ist unfassbar.

    Es braucht viel mehr solche Mindpower, Think Tanks mit wirklich klugen Köpfen die genau studieren und offenlegen, wie das System funktioniert.
    Guter Mann, tolle Leistung, hat meine volle Zustimmung.

  4. Ich möchte hier nur mal anmerken das die Regierungen das gleiche Vokabular benutzen wie in großen Konzernen gesprochen wird und dass auch das Denken und Handeln gleich ist wie in den großen Konzernen, Der Staat wird nur noch als Konzern betrachtet. Eine der schlimmsten Aussage für mich ist wenn führende Politiker sagen „wir müssen unsere Hausaufgaben machen“. Die sind doch nicht mehr in der Schule, die haben ihre Arbeit zu machen, und ihre Arbeit ist es für die Menschen da zu sein und gute Entscheidungen im Sinne der Menschen zu machen. Bei einen Konzern spielen die Arbeiter keine Rolle, und in der Politik spielen die Menschen keine Rolle mehr. Was zählt ist die Kohle.

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