KenFM-Spotlight: Roberto De Lapuente über Gutes am Kapitalismus und Ausstiegsmöglichkeiten

Ausschnitt aus dem Gespräch mit Roberto De Lapuente – in voller Länge hier zu sehen: https://kenfm.de/roberto-de-lapuente/

9,2 Prozent der Stimmen erhielt die Linkspartei bei der letzten Bundestagswahl in 2017. Kann dieses Ergebnis zufriedenstellen? In Anbetracht der angespannten sozialen Lage, in der sich große Teile der Menschen in diesem Lande befinden, erscheint das Ergebnis doch eher bemerkenswert bescheiden. Man sollte meinen, dass Missstände wie Hartz IV, der größte Niedriglohnsektor Europas oder auch Alters- und Kinderarmut, dem linken politischen Spektrum einen idealen Nährboden liefern müssten. Stattdessen erleben wir jedoch in ganz Europa ein Erstarken rechter Bewegungen und Parteien. Lega Nord in Italien, Le Pen in Frankreich, AfD in Deutschland, um nur einige zu nennen. Wie lässt sich dieses Paradoxon erklären?

Der Autor und Blogger Roberto De Lapuente hat sich in seinem Buch „Rechts gewinnt, weil Links versagt“ eingehend mit dieser Frage beschäftigt. Im Gespräch mit KenFM legt er zahlreiche Gründe dar, die seiner Ansicht nach für die heutige Schwäche der Linken mitverantwortlich sind.

Da wären beispielsweise die ständigen Grabenkämpfe über die Frage nach den „wahren“ linken Werten. Diese haben dafür gesorgt, dass das linke Lager in unzählige Splittergruppen zerfallen ist, welche politisch jedoch so diffus positioniert sind, dass es von außen betrachtet kaum noch nachvollziehbar ist, wer oder was Links eigentlich ist.

Oder der endgültige Abschied der SPD in den Neoliberalismus, mit dem, um es mit den Worten De Lapuentes auszudrücken: „…die SPD aufgehört hat, eine Alternative für Deutschland zu sein“. Wo auch immer die Fehler liegen, eines ist sicher: Wenn linke Bewegungen in Zukunft mehr sein wollen, als nur eine Randerscheinung, führt kein Weg daran vorbei, die Lager der „rechten Linken“ und der „linken Linken“ zu versöhnen. Dabei müssten sich zwar beide Seiten von einigen ihrer Ideale verabschieden, doch gleichzeitig könnten sie voneinander lernen, um mit vereinten Kräften zu neuer Stärke zu finden.

Politik ist Konsensbildung und Konsensbildung beginnt nicht erst außerhalb der eigenen Partei. Wenn es den Linken also gelingt, die eigenen inneren Fronten aufzuweichen, könnten sie tatsächlich ein kleiner Hoffnungsschimmer am Parteienhimmel werden.

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29 Kommentare zu: “KenFM-Spotlight: Roberto De Lapuente über Gutes am Kapitalismus und Ausstiegsmöglichkeiten

  1. W a r u m bauen wir uns keine g r u n d l e g e n d auf G e d e i h l i c h k e i t setzenden R e g u l a t i o n s s y s t e m e, die f ü r a l l e denkbar ü b e r s i c h t l i c h dafür sorgen, dass die so tief eingeübten & täglich verhängnisvolleren Vorteilsnahme-Praktiken unserer Tage – unaufgeregt einzel-maßnahmen f r e i – zumindest ein großes Stück weit ins Leere laufen, wollte man weiter auf sie setzen ? !!
    .

    … z.B. über eine Besteuerung n i c h t l ä n g e r der E r w e r b s a r b e i t (!!) … ,

    … sondern : der P r o d u k t i o n s p r o z e s s e und G e d e i h l i c h k e i t s q u a l i t ä t der hierzulande gehandelten P r o d u k t e & Di e n s t l e i s t u n g e n – – über eine INDEX-STEUER nämlich !

    .

    Maßstab: ein für alle Verkäufer auf deutschem Boden geltendes – via Parlamentsausschuss geregeltes und kontrolliertes – K e n n z i f f e r – & B e r e c h n u n g s – S y s t e m , das die entsprechenden S t e u e r a n t e i l e pro W a r e bzw. D i e n s t l e i s t u n g genau auswiese …

    … – schiedsgerichtlich abklärbar.

    Denn: Steuerlicher Hauptregelungsbedarf besteht vorderhand sicher im Bereich der Erzielung von Planetentauglichkeits-Effekten – angesichts der offenbaren und sich beschleunigenden Vernichtungskapazitäten unserer aktuellen Wirtschafts- und Lebensweisen und der an sie gekoppelten Machtkämpfe (!!) … !

    – k e i n e Erwerbsarbeitsbesteuerung vermag hier zu wirken !! Sie macht auch wohl unter den hier vorgeschlagenen Paradigmenwechseln künftiger Gesellschaftlich-& Staatlichkeit keinen rechten Sinn mehr…

    – eine E i n z e l – P r o d u k t – B e s t e u e r u n g gemäß deren je einzelnen Index-Kennziffern e r ö f f n e t e hier k l a r e W i r k u n g s – B e d i n g u n g e n mit landesspezifischen Bedingungssetzungen s o g a r für Anbieter von außen – auf der Basis parlamentarisch durchgearbeiteter und schiedsgerichtlich für den Verstoß- bzw. Versäumnis-Fall beklagbarer Kennziffer-Systeme und etwaigen Melde-Betrug.

    .

    vgl ausführlicher:
    https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2019/10/01/brauchen-wir-messlatten-gesellschaften/

  2. "…Wenn es den Linken also gelingt, die eigenen inneren Fronten aufzuweichen.."

    "…Diese Herren sind schlechte Genossen: jähzornig, eitel und selbstsüchtig wie Deutsche und, was noch schlimmer ist, wie deutsche Schriftsteller, die sich bekanntlich durch vollständiges Fehlen von Geschmack, Menschenachtung und sogar von Selbstachtung auszeichnen. Sie haben den Mund immer voller Beleidigungen, gehässigen und hinterlistigen Andeutungen, tückischen Bosheiten und der gemeinsten Verleumdungen gegen alle, die das Unglück haben, nicht unbedingt in ihrem Sinne sich zu geben und zu wollen, die vor ihnen nicht die Flagge streichen können."
    Quelle: Michail Bakunin; Historische Sophismen der doktrinären Schule der deutschen Kommunisten (1871)

  3. Der immer wieder gelobte Wettbewerb hat erst kürzlich 346 Menschenleben gekostet.
    O-Ton Boing: "Es war der mörderische Wettbewerb mit Airbus, der uns veranlasst hat die 737Max8 so zu bauen".

    Ich bin mir nicht sicher, ob Wettbewerb so ne tolle Idee ist.

    • Immerhin ist Airbus dank des Kapitalismus nicht der alleinige Anbieter auf dem Markt, da könnte man sonst nur noch mit dem Todesbomber fliegen.
      Ist doch gut, dass ich mir das dann aussuchen könnte.
      Ob sich ohne Wettbewerb die Sicherheit erhöht?

    • @ noein

      "Ob sich ohne Wettbewerb die Sicherheit erhöht?"

      Googeln Sie mal "Race to the bottom" (Unterbietungswettlauf).

      "In der Spieltheorie lässt sich ein race to the bottom als Version des Gefangenendilemmas beschreiben. Es stellt alle Handelnden insofern vor ein Dilemma, als dass es sich für den einzelnen Akteur nur dann lohnt zu kooperieren, wenn er sicher sein kann, dass alle anderen auch kooperieren; sobald ein Einzelner davon ausgeht, dass die anderen nicht kooperieren – etwa WEIL ES KEINEN INSTITUTIONALISIERTEN KOOPERATIONSDRUCK GIBT –, ist es für ihn lohnender, ebenfalls nicht zu kooperieren und stattdessen den Abwärtswettlauf zu beschleunigen, indem er seinerseits Standards unterbietet. Anders formuliert stellt sich das Dilemma so dar: Die individuell vorteilhafter erscheinende Handlungsoption – nicht kooperieren – erzeugt am Ende ein für alle Handelnden unvorteilhafteres Ergebnis: Man trifft sich am Ende am „bottom“, beim kollektiv schlechtestmöglichen Ergebnis."

      Daher kooperieren große Unternehmen, wenn es um ein gemeinsames Projekt geht.

    • Nur Leben wir nicht in einem System des freien Wettbewerbs, denn diese Firmen sind alle korporatistisch in den Staat eingewoben.
      Kurz: Bauen die Scheiße, werden sie gerettet, bekommen Steuervergünstigungen und informelen Zugang zu den Märkten, fliegen also mit dem Kanzler nach China o. ä. und fädeln auf Staatsbürgschaften deals ein.

      Kommt es zu einem Prozess,dan stellt genau dieser Staat den Richter. Was wird wohl rauskommen?

      Das ist das Gegenteil von freier Marktwirtschaft.

    • handelsblatt.com/politik/international/nach-wto-entscheidung-usa-kuendigen-wegen-airbus-subventionen-strafzoelle-auf-eu-importe-an/25079444.html?ticket=ST-22653598-mepYAdgDZ2DvbHtu00FZ-ap4

      Also Airbus scheint mir kein Spieler auf dem freien Markt zu sein, sondern quasi ein Staatskonzern mit besonderem Schutz.
      Wenn man solche Unfälle dem freien Markt unterschiebt, dann kann man auch sagen, dass dieser an 9 / 11 Schuld trägt, den man hätte die Türme auch stabiler bauen können.

      Zudem sind solche Abstürze mit Vorsicht zu genießen. Die "Probleme" der Riedierungsmaschinen in den letzten Monaten sehen für eher nach deep state-Warnungen aus. Vielleicht auch der Crash jetzt?

      Was das statement von Airbus angeht: Das ist doch keine Erklärung oder ein Geständnis, das ist ein politisches Statement.

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/noein/' rel='nofollow'>@noein</a>
      Es ist sehr schwer, sich als Erwachsener etwas vorzustellen, was man vorher nie erfahren hat..

      Heutige Flugzeuge könnte man niemals auf dem freien Markt entwickeln. Luftfahrt ist eine typische Staatsaufgabe, die erforderlichen Investitionen sind für jeden Unternehmer viel zu groß.

      Jedoch wird trotzdem Profit von den Unternehmen erwartet und damit konkurrieren sie mit den Staatsunternehmen der anderen Länder (in Folge Argument Tony)

      Zur Beschreibung der enormen Schwierigkeit, im Erwachsenenalter neuartige Erkenntnisse zu integrieren möchte ich auf das Gespräch verweisen
      https://kenfm.de/positionen-13/ Zusammenhang ab 2:02:00, insbesondere Dieter Dehm 2:05:00 – 2:05:30

    • @ Teilchen

      Was haben "Erwachsenenalter und Schwierigkeiten im Erwachsenenalter neuartige Erkenntnisse zu integrieren" mit diesem Thema zu tun?

    • Genauso, wie im BWL Lehrbuch 1. Semester ganz selbstverständlich beschrieben wird, daß die Wirtschaft immer wachsen muß, man mittlerweile die Augen aber nicht mehr davor verschließen kann, daß das wohl falsch ist, da man unmittelbar von Resourcenknappheit betroffen ist, ist auch die Behauptung, Konkurrenz und freies Unternehmertum sei überall anzustreben eine Erzählung.
      Es gibt nur in sehr engen Bereichen freie Märkte und das war schon immer so, nur nicht so augenfällig, da ständig eine Marktausweitung möglich war. Die Vorstellung, daß freie Märkte (der ungebremste Kapitalismus) alles am Besten regelt, halte ich für eine "Doktrin" von der auch nur schwer zu lassen ist.

      Zitat noein "Wenn man solche Unfälle dem freien Markt unterschiebt,…"

      Mag sein, ich bin über's Ziel hinausgeschossen.

    • In einem freien Markt würde doch so ein kriminelles Unternehmen verschwinden. Keiner würde freiwillog mehr mit Airbus fliegen.
      Da wir keinen freien Markt haben schafft es auch kein Unternehmen ohne Staatskriecherei eine Maschine auf die Rollbahn zu bringen.

      Wir leben in einem Koporatismus, in dem es darum geht, den Markt geschlossen zu halten und Markteintrittshürden ohne Ende aufzuziehen.
      Und ist der Staat Täter. So wie jeder Staat Täter ist. Früher oder später etabliert sich eine Funktionärselite und herrscht.
      Ergebnis: Die Reste freien Wirtschaftens verschwinden. Und das Verhängnis nimmt seinen Lauf.

      Airbus oder Boing? Telekom oder O2? Aldi vs. Lidl. Und all jene sind quasi Staatsunternehmen. Ohne Staat wären die nicht so mächtig.
      Ohne Staat gäbe es nicht diese Monopolwirtschaft.
      Eismann oder Bofrost?
      Dollar oder Tod?
      Hitler oder Stalin?

      Wenn es darüber hinaus keine Wahlmöglichkeit gibt, dann ist das Ergebnis nicht dem freien, sondern dem unfreien Markt geschuldet.

      Markt gibt es immer. Die Exportwirtschaften des Osltblocks waren ganz verrückt nach Teilnahme am Markt.

    • noein

      Warum nicht mit Airbus? Abgestürzt sind die Boing-Maschinen.

      Da kommen wir nicht zusammen, mmn kapern die großen Player den Staat und nicht umgekehrt. Zwangsläufig entstehen Monopole ohne staatliche Eingriffe und es gibt keinen Wettbewerb.

      Flugzeuge/Schlüsseltechnologien sind immer staatlich subventioniert, das ist sicherer und wo Staatsgeld(=Steuergeld) reinfließt, sollte es auch wieder zurückfließen.


      "Die Exportwirtschaften des Osltblocks waren ganz verrückt nach Teilnahme am Markt." Natürlich waren sie das, schließlich brauchte man Devisen für bspw. nicht vorhandene Rohstoffe, Bohnenkaffee … usw.

      Es war auch nicht ausschließlich ein System von Oben-nach-Unten. Vorschläge aus der Belegschaft zur Produktionsverbesserung mußten bspw. nachweisbar geprüft und beantwortet werden.

    • Was die Großeltern meiner Kinder aus Ihrem VEB erzählen, legt eine vorsichtig ausgedrückt sehr schwierige Praxis diesbezüglich nahe.
      Da gab es ziemlich klare Hierarchie und undsichtbare Sperrschichten – v.a. nach oben.
      Und beide waren schon eher in leitender Funktion tätig.
      Aber oben war immer der gefährliche Gegner / Feind.

      Ich kenne das nicht persölich und Erzählungen sind stets subjektiv. Dennoch erhalte ich dieser ersten Hand ein Bild, das mir nicht gerade großen Bock auf dieses Experiment macht.

    • noein
      und wie finden sie das heutige System?

      Das es da eine Umgehungsmöglichkeit gab ist mir tatsächlich neu. Falls sie als Betriebsleiter gearbeitet haben mußten sie sich natürlich dabei mit der Partei und den immerwährenden fehlenden Resourcen herumplagen..

      Ich bediene im Alltag meist auch nur die üblichen Vorstellungen. Im Forum hier bin ich ausversehen in die Werbung hineingeraten und das Alte wiederherstellen will ich auch nicht.
      Weiß zwar nicht, wie das in Behörden heute zugeht, aber die Planung der Haushalte in Kommunen und Bund wird auch nicht grundsätzlich verschieden sein, (vom Vorgehen her meine ich, die Kenngrößen waren natürlich andere, statt BIP zBsp Material-Produkt-System) Perspektiven und Förderprogramme werden da auch aufgelegt..

      Ich stoße mich halt immer wieder an der heutigen Scheinwelt. (CumEx läuft jahrelang weiter, Produktionen werden nicht vorm Ausverkauf geschützt während man eine Finanzindustrie, die sich mittlerweile auf mehr als das 12fache der Realwirtschaft aufgebläht hat, gewähren lässt, in der Nahrungsmittelproduktion werden die minderwertigsten Lebensmittel subventioniert … schier unendliche Aufzählung…)

    • Gerade die höchstkriminelle Spekulation ist doch ein Beispiel dafür, dass es ohne Staat gar nicht laufen würde.

      Wenn dieses Firmen das Risiko frei abdekcen müssten, dann wäre das heute heute auf morgen tot.

      Die kriegen billiges Zentralbankgeld zum Spekulieren und wenn es kracht, werden sie gerettet.

      Das ist doch kein freier Markt.

      In einem freien Markt bietet mir jemand seine bunt bedruckten Zettel als Zahlungsmittel an. Aber ich kann wechseln, wenn dieser Anbieter unmoralisch ist / wird oder ich sonstwie kein Vertrauen mehr habe.

      Ich kann heute aber aus der Euro nicht aussteigen. Versuchen Sie mal ihre GEZ mit Rubel zu bezhalen. Oder Dollar. Oder Bitcoin.

      Könnten die Menschen "ihre" Währug selbst frei wählen, dann würden die Betrüger, Verbrecher und Sackgesichter zwar mitspelen, aber ich müsste denen ihr dreckiges Zeug nicht abnehmen.

      Wenn ich heute in die USA reise, dann muss ich Blutgeld benutzen. Das verstehe ich nicht unter Freiheit. Dieser Markt ist nicht frei.

      Jetzt kann man sagen, der Staat ist vom Monopol okkupiert und nicht mehr handlungsfähig.

      Aber welcher Staat / welche Funktionärskaste hat nicht früher oder später die Interessen der Großen durchgesetzt und alles Kleine kaputt gemacht.

      Der Staat wird es nicht für uns regeln. Nie. Zumindest nicht lange.

      Die Idee, man bräuchte nur einen neuen, einen anderen Staat, die ist mir sehr fremd.

    • noein
      Das habe ich schon bemerkt, nur ist die Vorstellung ein Zusammenleben derzeit ohne Staat zu ermöglichen überhaupt nicht vorstellbar.
      … Wer ist heute bereit zu teilen? Wenn niemand teilt, wie ist die soziale Frage zu lösen? doch nicht über einen Kapitalmarkt bei Zins unterworfenem Geld? …
      (sind nur rethorische Fragen)

    • Tja, der Übergang, der Ausstieg aus dem jetztigen System. Geht das überhaupt?
      Beim Zins bin ich gespalten. Ich denke, der Zins ist nicht das Problem. Das Verleihen des Geldes ist ja ein Vorgang, der Kosten produziert. So eine Bank braucht Mitarbeiter, Büros, Computer oder altmodisch Zettel, egal. Jedenfalls sind diese Kosten ja schonmal da. Hinzu kommt das Ausfallrisiko. Da kann man jetzt oraklen, aber 2-3 % sind das schon einmal.
      Diese Kosten müssen getragen werden. Man kann es Zins nennen oder Gebühr wie beim Banling im Islam.

      Wenn aber Banken die Spekulationsverluste auf den Zins umlegen, dann wird es kriminell. Das ist Enteignung oder Diebstahl.

      Gedeckt vom Staat. Und wenn ich meinem Banklackmeier den Kragen umdrehe kommt wieder der Staat und sperrt mich ein. Vor Gericht treffe ich auf Richter und Staatsanwalt, ausgebildet, geprüft und alimentiert vom Staat.
      Selbst mein Verteidiger hat ein Staatsexamen und wenn er mich rausboxt, dann muss er u. U. um seine Zulassung fürchten.
      Überall ist Vater Staat beteiligt. Wenn ich wieder rauskomme schickt ER mir noch den Bewährungshelfer.
      Mehr Monopol ist kaum zu bekommen.

  4. Unsere Marktwirtschaft wird dadurch angetrieben, dass Banken ausgerechnet an reiche Bankkunden Geld aus dem Nichts verleihen und wenige große Akteure im Wettbewerb stehen, dass sie mit immer mehr Reichtum und Geldbesitz immer mehr die exklusive Möglichkeit bekommen, dass sie Schulden tilgen können, weil das viele Geld, das sie einzunehmen versuchen, eine Schuld ist.
    Dieser Wettbewerb der Wirtschaft funktioniert jedoch nur mit immer mehr später nicht mehr abbaubaren Schulden aller anderen Personen.

    Es entsteht jedenfalls bei unserem Geld mit der Zeit eine immer größere Liquiditätslücke, die geschlossen werden muss, was jedoch nur mit der Geldentstehung als Schuld funktioniert.

    Es ist regelmäßig im Zweifel der Staat, der nur neues Geld nachlegen kann.
    Dies bedeutet, dass es immer höhere Pro-Kopf-Staatsschulden geben muss, aber der spätere Abbau dieser sozialisierten Schulden funktioniert doch nicht, weil es zwischen Geld und Schulden in etwa eine Eins-zu-eins-Beziehung gibt und jetzt ausgerechnet wenige reiche Menschen das viele Geld besitzen, bei dem wir es doch dachten, dass wir damit den Banken ihre aus dem Nichts geschöpften Kredite wieder zurückzahlen können.

    Jedenfalls führt die Bankenpraxis mit Geld aus dem Nichts dazu, dass die Bürger gar nicht am Unternehmenskapital beteiligt sind. Wir schaffen auf diese Weise allenfalls gelegentlich Arbeitsplätze, aber wir müssten die Arbeit doch eigentlich abschaffen, wovon wir weit entfernt sind.

    Dann müssen doch alle Bürger mit ihrem Namen herhalten, damit der Staat immer wieder neue Schulden machen kann, weil nur so neues Geld entstehen kann. Aber es sind doch regelmäßig nur wenige Personen, die das viele Geld kurze Zeit später einnehmen und das Geld damit dauerhaft dem Geldumlauf entziehen.

    Jedenfalls wird Geld mit der Zeit immer mehr zur Illusion, weil sich Finanz- und Realwirtschaft immer schneller voneinander entfernen müssen. Gleichzeitig wird Geld auch immer mehr zum Erpressungsmittel, weil der immer weiter zunehmende Reichtum vergleichsweise weniger "reicher" Menschen dazu führen muss, dass einkommensschwächere Bevölkerungsschichten für einen völlig beliebigen und vor allem immer absurderen Bruchteil einer rasant ansteigenden Geldmenge arbeiten müssen.

    Unsere Marktwirtschaft funktioniert nur mit folgenden Fehlern:
    – der Staat kann seine Liquiditätsprobleme ohne jedes Limit lösen, weil es bezüglich der Staatsschulden keine Kreditwürdigkeitsprüfung gibt.
    – die leistungslosen Einkommen vergleichsweise weniger reicher Menschen werden immer mehr
    – Regierungen können kein Interesse daran haben, dass der Wohlstand gerecht verteilt ist, weil man dann im internationalen Vergleich nicht mehr "wettbewerbsfähig" wäre
    – Regierungen gewinnen, wenn sie am besten unbegrfenzt gute Standortvorteile anbieten oder wenn sie etwa Superreiche am besten sogar gar nicht besteuern
    – gerade weil dies so ist, können Regierungen Superreiche und Konzerne letztlich fast gar nicht besteuern, weil sie dann verlieren würden
    – einmal als Schuld in Umlauf gebrachtes Geld verursacht Zinslasten
    – der Schuldner, vor allem auch der Staat, in dessen Namen das Geld in Umlauf gebracht wurde, kann nichts machen, wenn immer mehr Geld in Steueroasen etc. verschwindet oder wenn immer mehr gespart wird.
    Gleichzeitig kann der Staat doch völlig beliebig immer höhere Schuldenlasten aufhäufen und es gibt zusätzlich auch noch die exponentiellen Zinseszinseffekte, die wir aber derzeit mit der EZB-Geldpolitik völlig unterdrücken können
    – wir haben Wohlstand, weil wenige reiche Menschen ihre leistungslosen Einkommen immer mehr ausbauen und der Staat kann doch wegen der Allianz zwischen Politik und Banken immer mehr Schulden nachlegen.
    – irgendwann wird es aber krachen müssen und wir wissen es nicht, wie es ist, wenn der große Bankencrash erst mal da ist

    – es gibt immer weniger Zeitwohlstand

    Jedenfalls vergleichen unsere politischen Parteien ganz einfach die tatsächlichen Lebensumstände der BRD mit der ehemaligen DDR.

    Etwa Linda Teuteberg sagt in der Zeitung Die Welt, 30.08.2019
    „Sozialistische Experimente sind nicht sexy, sondern geschichtsvergessen“

    Ähnliche Auffassungen vertreten etwa auch Bündnis 90/ Grüne.

    Ich lese dort Statements wie:
    Unsere Unternehmen sind global vernetzt und ihre Produkte international gefragt

    Es sind dann meistens eher nur etwas bessere Ökonomen wie etwa Daniel Stelter, die es erkennen, dass der Wohlstand in Deutschland auf tönernen Füßen steht.

    Was die derzeitige SItuation betrifft, wird etwa die sog. Vier-Reiche-Lehre aus dem Buch Daniel in der Bibel vermutlich relevant sein.

    Was wir im Moment als Marktwirtschaft empfinden, ist in Wirklichkeit eine Transformation von Schulden in nicht mehr abbaubare Schulden und unser derzeitiges Wirtschaften erinnert fast schon an kollektiven Sklavenhandel, weil die Politik doch ständig bequem mit Schulden bezahlt, die wir nie wieder zurückzahlen können.

    Es wäre doch mal eine Maßnahme, wenn sich etwa auch Frau von der Leyen wie alle anderen Leute dies auch machen müssen, sich einfach mal in den Feierabend-Verkehr einreiht, anstatt sich neben ihrem Büro wieder ein privates Zimmer einrichten zu lassen.

    Wir kennen doch ihren Arbeitsstil mit ihren vielen Beraterverträgen und wenn sie mit normalen Anfahrten zur Arbeit weniger im Büro ist, dann wird wesentlich weniger schief laufen.

    Aber was leistet Ursula eigentlich für uns? Die einzige Qualifikation, die sie mitbringt, ist doch etwa ihre Teilnahme bei den Bilderberger Konferenzen. Schließlich ist es für die Banken doch wichtig, dass das politische Spitzenpolitik es vermutlich nie bemerken wird, dass die Geldschöpfungen der Banken aus dem Nichts vermutlich in Krieg münden müssten.

    Jedenfalls lässt Ursulas Lebenslauf es nicht vermuten, dass sie überhaupt ein Wirtschaftswissen hat.

    • mMn ist es ein Muß, daß das so aufgebaute System regelmäßig zum Einsturz kommen muß. Nur so kann die Relation zwischen tatsächlich vorhandenem Besitz und ausgegebenem Geld+Zins wiederhergestellt werden.

      Der Staat greift nicht gestaltend ein, es fehlt eine unabhängige "Monetative" (Mausfeld), das Geld wird mit Zins verliehen.

      Ohne staatliche Eingriffe gibt es nicht dauerhaft so etwas wie "Freie Märkte", schon gar nicht die Unterscheidung in sinnvolle / unsinnige Produktion. Durch Gesetze können für alle Marktteilnehmer die Bedingungen ähnlich gestaltet werden, (jetzt gestalten sich die größten Marktteilnehmer die Regeln im eigenen Interesse und die anderen müssen darunter agieren.)
      Von den beiden anderen Punkten langte vmtl. die Umsetzung eines.

      "Aber was leistet Ursula eigentlich für uns? " Nichts. Weil wir uns nicht bemerkbar machen. Die Bevölkerung ist als nicht wehrhaft lang vergessen, Lobbyorganisationen sind täglich präsent.

      (Der Gedanke, daß die Ministerin weniger Schaden anrichten kann, wenn sie nicht da ist, gefällt mir. Ich bin ohnehin dafür, die Nichtwähler zur Partei zu erklären. Dann bleiben – statt ständig wachsender Parlamente – die prozentualen Sitze der Nichtwählerpartei einfach leer. So könnte man zumindest ein Grundinteresse der Politiker an der Bevölkerung wiederherstellen.)

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/teilchen/' rel='nofollow'>@Teilchen</a>
      Staatliche Eingriffe sind nur mit dem fehlerhaften Prinzip "Gewinne privatisieren – Verluste sozialisieren" möglich.

      Unsere Marktwirtschaft ist in Wirklichkeit keine Tauschwirtschaft, sondern eher eine Profitwirtschaft, bei denen die Profite weniger reicher Personen aus den durch die Politik beliebig erweiterbaren, aber auch nicht abbaubaren Schulden aller anderen Personen bestehen.

      Was beim Geld gut ist, das ist grundsätzlich die Anreizfunktion.

      Allerdings entfernt sich unser Geld mit der Zeit immer mehr von der Realität und daher wissen wir es bald nicht mehr so richtig, wohin unsere Wirtschaft steuert. Das System benötigt vielmehr einen ständig immer größeren Aufwand für die bloße Selbsterhaltung.

      Statt eine nicht nachvollziehbare Geldwirtschaft zu veranstalten, wäre etwa das Prinzip "Beitragen statt tauschen" möglich.

      Man müsste sich Prinzipien ausdenken, mit denen Fleiß belohnt wird.
      Wer mehr leistet, der bekommt vom großen Kuchen etwas mehr ab.

      Aber eine Marktwirtschaft funktioniert gar nicht. Es ist etwas schade, dass unsere Politik nur sehr zögerlich darauf kommt, dass es so ist.

    • Was meinst du mit "Beitragen statt Tauschen"?

      Ein Leistungsprinzip umzusetzten halte ich für gar nicht so schwer, man bräuchte nur dafür zu sorgen, daß sich Vermögen nicht ins Endlose kumulieren kann, so daß alle mit ähnlichen Ausgangsbedingungen im Leben starten. So etwas wie keine Privilegienvererbung, dann gäbe es auch wieder mehr Anerkennung für Erfolg.

      Natürlich ist das schwer zu vermitteln, wenn reale Existenzangst demgegenüber steht.

      (Im Nachgang bin ich erstaunt, daß ich mich gleich an der Kapitalismusdefinition festgebissen habe, im Gespäch steht wohl eher die Einigung der Linken im Vordergrund .. )

    • Nur Leben wir nicht in einem System des freien Wettbewerbs, denn diese Firmen sind alle korporatistisch in den Staat eingewoben.
      Kurz: Bauen die Scheiße, werden sie gerettet, bekommen Steuervergünstigungen und informelen Zugang zu den Märkten, fliegen also mit dem Kanzler nach China o. ä. und fädeln auf Staatsbürgschaften deals ein.

      Kommt es zu einem Prozess,dan stellt genau dieser Staat den Richter. Was wird wohl rauskommen?

      Das ist das Gegenteil von freier Marktwirtschaft.

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/noein/' rel='nofollow'>@noein</a>
      Der Staat wurde von den großen Playern gekapert, nicht umgekehrt.
      z. Bsp. Abschaffung Trennbankensystem

    • Teilchen

      Zitat
      Was meinst du mit "Beitragen statt Tauschen"?

      Ein Leistungsprinzip umzusetzen halte ich für gar nicht so schwer, man bräuchte nur dafür zu sorgen, dass sich Vermögen nicht ins Endlose kumulieren kann, so dass alle mit ähnlichen Ausgangsbedingungen im Leben starten. So etwas wie keine Privilegienvererbung, dann gäbe es auch wieder mehr Anerkennung für Erfolg.

      Zitatende

      Es gibt zum Thema "Beitragen statt Tauschen" Veröffentlichungen von Sigrun Preissing oder Friederike Habermann.

      Die Welt ohne Tausch könnte etwa mit Commons basierter Peerproduktion möglich werden.

      Sobald wir aber nicht mehr das derzeitige Finanzwesen hätten, dann gäbe viele offene Fragen.

      Wir wissen es dann erstmal nicht, was produziert werden soll.

      Es wird meist bezweifelt, dass ein zentrales Planungsbüro eine Wirtschaft in geeigneter Weise steuern könnte.

      Aber das derzeitige Finanzwesen funktioniert wirklich gar nicht.

      Bei diesem kann man etwa nur sparen, wenn andere Leute vorher Schulden gemacht haben. Sobald dann aber tatsächlich gespart wird, können die anderen Personen ihre Schulden in eben dieser Höhe nicht mehr abbauen.

      Beim jetzigen System scheint es nur darum zu gehen, dass Banken Geld aus dem Nichts verleihen wollen. Diese Art von Finanzpolitik hat jedoch die Nebenwirkung, dass wir irgendwo versklavt werden, weil wir mit der Zeit immer mehr für fremde Profite arbeiten müssen. Bei uns sind die meisten Bürger praktisch gar nicht am Unternehmenskapital beteiligt.

      Selbst wenn sie dies wären, dann funktioniert unser Geld in vielen Bereichen mit einer völlig absurden Logik.

      Etwa auch Politiker/ innen der FDP werben für die Marktwirtschaft. Aber die kassieren doch deutlich mehr Geld im Monat als die meisten von uns und sie haben trotzdem ihr politisches Amt unabhängig vom Funktionieren ihrer Inhalte sicher.

      Gleichzeitig warnen selbst Notenbanker vor der ultralockeren Geldpolitik.

      Wie weit die möglichen Alternativen zum jetzigen System funktionieren, kann ich nicht wissen.

    • Ralf Becker

      Danke für den Hinweis, ich bin überrascht, daß das aktuell ein Thema zu sein scheint. Ich kenne derzeit nur 2 kleine Projekte, die so etwas leben: Wohngemeinschaften, die ihre Einnahmen zusammenlegen.

      In Dorfgemeinschaften soll so etwas vor langer Zeit auch üblich gewesen sein, ein Leben ohne Geld. Habe ich mir immer so vorgestellt, daß es wesentlich den langen gegenseiten Bezug vorraussetzt und es möglicherweise eine Art Zeitäquivalent gegeben hat.

      Das von S.Preissing beschriebene BOP finde ich ganz erstaunlich, meine Erfahrungen mit der ortsansässigen Solawi sagen, obwohl offener angelegt pendeln sich die Beziehungen der Mitglieder annähernd beim Tauschäquvalent ein.

  5. Solange man ein Gewinner des Systems ist, wird man es auch ok finden oder nicht abändern wollen.

    Aber leider führt dieses System dazu, das es immer mehr Verlierer und dem gegenüber eine verschwindet geringe Menge Maximum-Gewinner gibt und diese sind umgeben von einer Schicht Menschen die die Krümel auflesen und sich noch für den Erhalt miteinsetzen.

    Es ist nicht der Kapitalismus oder sonstein Ismus der das Problem darstellt sondern das Pyramidensystem, die Machtzentralisierung und das Umverteilungssystem von 99%->1% und wohl noch weniger, denn 1% von 7,6 Milliarden Menschen ist noch viel zu viel, als das man es so sehen könnte. Wir reden hier wohl eher am Ende von 0,00irgendwas Prozent, die wirklich aktuell alles mitnehmen und noch dazu die Regeln machen.

    Was wir brauchen ist eine dezentrale Gewalt, eine echte Demokratie und natürlich das endlich die geschaffenen Werte durch Fortschritt immer mehr und mehr auf die Masse an Menschen zurückverteilt wird, damit diese immer freier von Zwängen und Nöten wird.

    Wenn man sieht wie wir aktuell in der Überproduktion stecken, davon die Hälfte wieder wegschmeißen, oder damit in anderen Ländern die Systeme kaputt machen, oder es gleich auf den Feldern verrotten lassen weils nicht für den Verkauf hübsch genug ist, wenn wir aus Profitgründen brandroden, sinnlose Produkte auf den Markt werfen, wenn ich sehe welche sinnlosen Arbeiten Leute tun müssen, oder wie sinnlose Bürokratie Unsummen kostet, wie wenn ich dagegen die Automatisierung sehe und die Effizienz durch Technik und Maschinen..
    Diese ganzen Werte, auch die Werte der Arbeitskraft die man so aufteilen könnte, bringt uns zu einer noch nie dagewesen Freiheit, die von dem System aggressiv unterdrückt wird und man sogar ausgebeuteter ist als jemals zuvor.. Wir haben verdeckte Sklaverei und Dumping für alle.. Nur offene Sklaverei dürfte schlimmer sein.

    Ich blicke in die Gesichter der Menschen, ich sehe in ihre Augen und in ihre Seele. Ich sehe durch die Bank weg, leidende, vereinsamte und unfreie Menschen, die nicht wissen wie sie das ändern können. Es gibt keine Angriffsfläche und die dazukommende Letargie tut ihr übriges.

    Dieses System mag seine guten Seiten haben, aber die sind im Gegensatz zu den negativen Folgen einfach nicht haltbar.

    Ein wärmendes Feuer ist auch künstlich, kann aber hilfreich sein, jedoch nicht wenn es alles um mich herum und mich am Ende mit verbrennt.
    Und das ist Kapitalismus/Neoliberalismus und das zentralisierte Machtsystem dahinter. Es mag in sich ein wärmendes Feuer tragen, es ist aber nicht haltbar, wenn es dafür alles zerstört..
    Auch mag ein demokratisches System und ein dezentrales Machtsystem Fehler haben. Aber ich würde es gerne mal ausprobieren und daran wachsen, als mich von Feuer des jetzigen Verbrecher- und Machtsystems weniger Menschen verheizen zu lassen.

  6. Roberto De Lapuente: "Natürlich geht es immer um Wachstum, aber wir müssen auch gleichzeitig entschleunigen."

    Immerwährendes Wachstum kann nicht entschleunigen. Es BRAUCHT neue Märkte und daher kann es nicht fragen – sind die sinnvoll? Wer nicht mehr wächst, wird "geschluckt".

    Die Mähr des Kapitalismus sind die freien Märkte.

    Den Kapitalismus kann nur der Staat per Gesetz einbremsen. Dann haben wir vielleicht einen kapitalistischen Sozialismus..

    (Das ist den Sozialismus betreffend eine Laienmeinung, ich müßte wirklich bald mal Marx lesen..)

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