KenFM-Spotlight: Uli Gellermann über Seriosität und Russophobie in der Tagesschau

Ausschnitt aus dem Gespräch mit Uli Gellermann – in voller Länge hier zu sehen: https://kenfm.de/ulrich-gellermann/

Die Tagesschau ist die erfolgreichste Nachrichtensendung im Deutschen Fernsehen. Meldungen, die es in die Tagesschau geschafft haben, sind relevant oder genauer geben vor relevant zu sein.

Neutral im Sinne von ausgewogen oder unparteiisch ist und war die Tagesschau nie. Das aber konnte den Machern stets egal sein, denn die Quoten sind bis heute extrem hoch und extrem stabil. Damit leistet das Produkt Tagesschau das, was die Erfinder dieser Nachrichtensendung als Ziel vorgaben. Die Massen sollten auf ein neues Feindbild eingeschworen werden. Den Kommunismus. Es ging um variable Konditionierung.

Den Kommunismus als DAS Böse kannten die Deutschen noch von Adolf Hitler. So lag es nahe, die seinerzeit ihm Propaganda-Ministerium geschulten Fachkräfte auch bei der Tagesschau zu beschäftigen. Die DNA der Tagesschau ist die Deutsche Wochenschau, die von 1940 bis 1945 in den Kinos gezeigt wurde, um die Nation auf Linie zu bringen. Die neue Gehirnwäsche begann konkret im Dezember 1952 und war für viele Bürger der BRD lange alternativlos.

Mit dem Internet gibt es längst die Möglichkeit, auch das Nachrichten-Flaggschiff der ARD zu hinterfragen, zu kritisieren und sogar unter Feuer zu nehmen. Und wer tut das? Ulrich Gellermann. Sein Buch „Die Macht um acht“ muss man als Abrechnung mit der Tagesschau bezeichnen, die umso brisanter ist, da Gellermann als langjähriger Mitarbeiter der ARD zwei „Whistleblower“ als Co-Autoren verpflichten konnte. Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer. Beide haben zusammen rund 40 Jahre direkt für oder im Umfeld der Tagesschau ihre Brötchen verdient.

Das Gespräch mit Ulrich Gellermann soll nicht als Rache am ehemaligen Arbeitgeber verstanden werden, sondern als Inanspruchnahme eines Rechts, das jeder hat, der GEZ-Gebühren bezahlen muss. Kritik am gelieferten Produkt. In diesem Fall der Tagesschau.

Es wird Zeit, dass die Tagesschau ihr tägliches Tun deutlich kritischer hinterfragt und sich nicht weiter als Propagandawerkzeug missbrauchen lässt. Wer die Lizenz zum Senden hat, hat eben nicht automatisch die Lizenz zum Töten. Er kann sich auch nicht darauf herausreden, er würde nur umsetzen, was andere ihm befohlen hätten, in den Äther zu pumpen.

Nachrichtenredakteure und Journalisten, die sich nach 1945 immer noch hinter der Ausrede „Befehlskette“ verschanzen, haben in einem öffentlich-rechtlichen Sender einer demokratischen Nation nichts verloren. Sie sollen sich bei der Pressestelle der Bundeswehr oder direkt beim Pentagon bewerben. Hier kann man es ohne ein Rückgrat weit bringen. Bis an die Front.

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7 Kommentare zu: “KenFM-Spotlight: Uli Gellermann über Seriosität und Russophobie in der Tagesschau

  1. Die Kulturwissenschaftler Dennis Gräf und Martin Hennig von der Universität Passau haben in einer wissenschaftlichen Analyse der Sendungen „ARD Extra – Die Coronalage“ und „ZDF Spezial“ gezeigt, wie journalistische Formate Weltbilder aufbauen. Dabei gelangen die beiden Autoren zu Schlussfolgerungen über den Corona-Krisenjournalismus von ARD und ZDF, die sie unter dem Begriff „Verengung der Welt“ zusammengefasst haben.

    Zwei wesentliche Punkte daraus:

    • Krisenerhaltung durch Rhetorik der Krise: Die Krise ist zum einen Thema der Sendungen, zum anderen auch das leitende erzählerische Muster, das durch eine sich wiederholende krisenhafte Bildsprache verstärkt wird. Die aus den jeweiligen Themen resultierenden Problemstellungen würden „auf der Inszenierungsebene im Zusammenspiel zu einer vollständig negativen Weltsicht übersteigert, die kein primär inhaltliches, sondern ein rhetorisches Phänomen bildet“ – und zugleich die Legitimation für weitere Sondersendungen in dichter Taktung liefere.

    • Teilweise Fiktionalisierungsstrategien: Unter diesem Begriff fassen die beiden Forscher ästhetische Prinzipien zusammen, die „auf die Bildwelten apokalyptischer Endzeiterzählungen verweisen“ – z.B. Bilder verwaister Orte und Geschäfte oder das „aus Virenthrillern gespeiste Motiv des zeitlichen Wettlaufs um die Entwicklung eines Impfstoffes“. Am Beispiel eines ZDF-Beitrags über die Situation in New York zeigt die Analyse im Detail auf, wie mit Inszenierungsstrategien gearbeitet wurde, die üblicherweise nicht in Dokumentationen, sondern eher in Hollywood-Blockbustern zu finden sind.

    https://www.uni-passau.de/bereiche/presse/pressemeldungen/meldung/detail/die-verengung-der-welt-passauer-studie-ueber-corona-berichterstattung-von-ard-und-zdf-sorgt-fuer-leb

    Das sind wichtige Erkenntnisse. Jedoch sehe ich ähnliche Muster auch in dem, was die alternativen Medien zu Corona bringen und gebracht haben. Auch hier dominieren oft – wenn auch spiegelverkehrt, unter den entgegengesetzten Vorzeichen – eine vollständig negative Weltsicht und mit Corona verknüpfte apokalyptische Endzeiterzählungen. Die Darstellung ist nicht Virenthrillern oder Hollywood-Blockbustern entlehnt, sondern eher dem Genre der Fantasy. Gute Helden kämpft gegen ein übermächtiges Böses. Ob sie gewinnen werden, ist allerdings äußerst ungewiss.

    Insofern ist es eher Dark Fantasy: „Dunkle Mächte sind in Dark Fantasy mehr oder weniger etabliert. …Die Welt ist entweder von Anfang an mit Finsternis überzogen oder die dunklen Mächte werden im Laufe der Geschichte immer stärker und verwandeln sie zu einem Ort des Schreckens. … Alles, was sich in dieser Welt aufhält, hat eine gute Chance, böse zu sein. Von grausamen Menschen zu korrupten Regierungen, von dunklen Hexenmeistern zu bösen Göttern. Krieg beutelt die Menschen, Landschaften werden zerstört, Völker vernichtet.“ (Christian Milkus)

    • Was dürfen wir diesem Dankgottesdienst ans System, was auch sonst bei Dir Werbefachfrau, nun eigentlich entnehmen?
      Was ist die Nachricht, die Botschaft die zur Übermittlung ansteht. Wir machen hier alle Dark Fantasy? Dann stellt sich doch wohl die Frage was Deinen Aufenthalt hier begründet. 30 "Dark Silbertaler"?

      Mal wieder "wichtige Erkenntnisse", "ähnliche Muster", "mit Corona verknüpfte apokalyptische Endzeiterzählungen" usw. Wahrlich wenig beeindruckender Gehirnschmutz, der mal wieder Deiner möchtegernmanipulierenden Systemfeder entspringt.

      Du führst hier ein paar schöne Texte auf, was bitte hat dies mit dem Thema zu tun, mir fehlt hier ein wenig der Zusammenhang. Was dürfen wir Deinem Beitrag entnehmen? Was sollte hier ausgedrückt, vermittelt werden?
      Fragen über Fragen…………………….. 👍

    • Nun, Frank Rudolf, ich las über diese Studie, auf die hier ja kürzlich hingewiesen wurde (Du wirst Dich vielleicht erinnern). Ich fand sie wichtig, hatte aber eben den Eindruck, dass die darin formulierten Erkenntnisse auch auf die alternativen Medien zutreffen könnten, nur eben unter umgekehrten Vorzeichen. Es wäre interessant, wenn Dennis Gräf und Martin Hennig auch mal die Corona-Berichterstattung der „Alternativen“, etwa hier bei KenFM, wissenschaftlich untersuchen würden. Ich denke, die Internetmedien sollten an sich selbst die Standards anlegen, die sie bei den Mainstream-Medien vermissen. Dazu könnten solche Studien beitragen.

      Dark Fantasy – ja, den Eindruck hatte ich hier schon öfter. Es gibt schon auch politische Analyse, aber auch sehr dystopische oder sogar apokalyptische Vorstellungen werden formuliert.

      Deine spezielle Dark Fantasy Welt scheint besiedelt von bösen, gehirnverschmutzenden Werbefachfrauen… 😊

    • Da Deine Anwesenheit kaum zu übersehen, würde ich das "scheint" bei der Anwesenheit von Spahns Kampagnen – Mitarbeitern einfach streichen. Dann passt das – nicht zu übersehen. 👀

    • Anja-Troll, typische "Kinderreaktion" wenn sie bei einer Untat erwischt werden: "aber, aber die Anderen haben doch auch geklaut!" Aber es gibt einen Unterschied zwischen den öffentlich Gleichgeschalteten und den Alternativmedien, denn die Alternativen wähle und sortiere ich freiwillig aus, die ÖRGM erpressen von mir Geld, um mich im Interesse illegitimer Interessenten zu manipulieren, wie Sie ja selber diesmal richtig aufzeigen!

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