KenFM über: Der Freie Markt

Von Ken Jebsen.

Totale Freiheit würde vor allem denen nützen, die aus dem alten System kommend aus einer besseren Position starten würden und könnte man nur verhindern, indem man all diese Personen von diesem Planeten entfernt. Aber auch diese Maßnahmen würden eine Wettbewerbsverzerrung nur verzögern, nicht aber verhindern.

Was den Libertären bei ihrer Idee des freien Marktes bis heute entgangen zu sein scheint, ist die Natur des Menschen. Der Mensch ist des Menschen Feind. Das zieht sich als roter Faden und für jeden unübersehbar durch das, was der Mensch Geschichte nennt, nur dass diese Geschichte die Geschichte des Menschen meint, als gäbe es sonst keine andere.

Das einzige, auf das man sich bei der Natur des Menschen verlassen kann, ist die Tatsache, dass alles, was ein Mensch heute ist, wie er lebt, was er mag, was er ablehnt, sein Geschmack, seine Moral, dass das alles so schnell wechseln kann wie die angesagten Styles bei H&M. Man kann sich beim menschlichen Verhalten in der Zivilisation nur darauf verlassen, dass es mit der Mode geht, während der größte Teil der ursprünglichen Natur des Menschen immer dann zutage tritt, wenn ein staatliches Korrektiv wegbricht.

Gemordet, vergewaltigt oder gebrandschatzt wird entweder auf Befehl, noch eher aber wenn der Täter davon ausgehen kann, nicht bestraft zu werden. Dann mutieren ganz normale Menschen über Nacht zu abscheulichen Bestien. In jedem von uns schlummert ein massenmordender Sadist. Die Umstände halten ihn in Schach. Ändern sich die Umstände, ändert sich der Mensch. Der Wahnsinn liegt 24 Stunden am Tag auf der Lauer.

Der Libertäre selber ist der Fehler im System, der die Idee des Libertarismus zum Scheitern bringen würde, denn auch der Libertäre ist ein Mensch, der sich in der Gruppe und zu Macht gekommen, völlig anders verhalten würde als zuvor angenommen und propagiert.

„Die Sauberkeit der Revolution dauert höchstens vierzehn Tage“
– Jean Cocteau

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24 Kommentare zu: “KenFM über: Der Freie Markt

  1. Der sogenannte ‚freie Markt‘ ist ja schon allein deswegen eine billige Chimäre, weil er ein System benötigt, dazu Systemverwalter, Systemrepräsentanten u.ä., die allesamt ja allein schon deswegen Unfreiheit erzeugen, weil sie dazu konstruierte Regeln aufstellen müssen, diese mit monopolistischer Gewalt als allgemeine Zwangreferenz implementieren müssen und dann auch noch permanent diesen Markt an seinen Stellschrauben manipulieren müssen, damit er überhaupt ‚funktionsfähig‘ ist und nicht gleich jeder vom Fleck weg erkennt, was für ein gigantisches Hütchenspiel der Laden ist.

    Ein ECHTER freier Markt, der diesen Namen verdiente, wäre ja nur unter anarchistischen Gesichtspunkten überhaupt nur denkbar – inwieweit er möglich wäre, müsste eruiert werden, sobald man sich darauf verständigen könnte, dass dies die einzige, weil folgerichtige From eines freien Marktes nur sein KANN.

    Das einzige Äquivalent zur Idee der ‚Anarchie‘ ist die der ‚Selbstorganisation‘.

    Wer also einen wirklich freien Markt will – und damit letztlich Freiheit für alle – , der muss verstehen, wie Selbstorganisation funktioniert, welche Prämissen dafür nötig sind und wie ein Bedingungsrahmen auszusehen hätte, der dies ermöglichte, entwickelte und zu erhalten imstande wäre.

    Alles andere ist fauler Kokolores zum Thema.
    Die ‚Natur‘ ist so ein freier Markt, denn niemand regiert hier oder stellt Regeln auf bzw. sorgt hier für irgendeine Form von ‚Ordnung‘.
    Hier ist für alle Platz, jeder kann hier seine Nische und damit Auskommen finden und niemand dominiert hier irgendwen oder -was, da es IMMER eine reziproke Abhängigkeit aller von allem gibt und damit eine selbstregulierende Rückkopplung ohne Bestimmer.

    Nur der Mensch hat sich über seine Technik, die er seinen enormen Defiziten verdankt, aus diesem Rückkopplungskreis ausgeklinkt und dünkt sich darüber erhaben – werch ein Illtum.

    Ohne dass eine Idee, welcher Couleur auch immer, DAS als ultimative Prämisse begreift, nämlich, dass der Mensch sich wieder einfügen muss in Rückkopplungseffekte und diese weder negieren, noch ignorieren oder gar ausmerzen darf, wird es keine Lösung für das menschliche Dilemma geben.

  2. guten Tag an alle Nutzer hier, bin neu angemeldet in diesem Forum. Finde es lobenswert welche Arbeit Ken Jebsen betreibt und zudem ist es sehr wichtig für ein neue gesellschaftliche Ordnung einzustehen, so wie er es tut. hab mir natürlich zahlreiche Interviews angesehen und bin dann auf die Gegendarstellung von Charles Krüger mehr oder weniger gegen ken jebsen gerichtet ,gestoßen….die freie Marktwirtschaft usw.
    ich muß sagen , dass der Stil Herrn krügers etwas unterbelichtet daherkommt, seine Argumente aber durchaus zum Nachdenken anregen, weil sie eben nicht so schnell und direkt widerlegbar sind. er macht das sehr geschickt, muß man zugeben.
    dennoch wird deutlich , dass seine Annahmen fast schon religiös sind, das heisst , das freie marktwirtschaft auf ein fortschrittliches empathisches Verständnis des Menschen beruht, welches ständiges Selbstreflexioniertes verhalten voraussetzt ( ist in der Diskussion ja schon deutlich geworden) .dies wiederum setzt ein überaus hohes Maß an Ethik und Moral voraus. die jetzige Gesellschaft ist in meinen Augen nicht im Ansatz dazu in der Lage, diese Anforderungen zu erfüllen. dafür müssten die Werte , die uns auszeichnen , völlig neu „kalibriert“ werden. ich glaube nicht, dass ein freier Markt in naher zukunft funktionieren kann. aber ich denke , dass Demokratie bzw. Staat an sich ,wesentlich besser funktionieren könnte. freiheitlicher Gedanke hin oder her , in einer Gruppe gibt es schlichtweg nur begrenzte Freiheit für jeden einzelnen. das ist prinzipiell auch nicht das Problem, weil eine gruppe ebenso pflichten jedes einzelnen für sich beanspruchen muß. bemerkenswert ist , dass unsere Psychologie erlebtes recht und Unrecht ziemlich gut erkennen kann, wenn es ûberschauhbar bleibt….und das ist das, woran wir scheitern, sobald Strukturen nicht mehr durchschaubar sind, schaltet der Mensch sofort in eine Art selbstschutzmodus bzw. Egoismus um. dieses Verhalten zeigt sich entweder durch Aggression oder Rückzug. also müssen wir Strukturen klein halten oder dafür sorgen, dass sie durchschaubar bleiben. das kann Demokratie schaffen…der freie Markt meines Erachtens nicht.

  3. Ich bin das erste Mal hier registriert und habe eine Bitte an KenFM auch andere „Positionen“ in einer Diskussion zu zulassen. In den vielen Videos die ich bisher von Ken Jebsen seit Anfang 2014 bis heute auf YouTube gesehen habe decken sich viele Ansichten mit dem Libertarismus. Da es nie wirklich eine sachliche Auseinandersetzung mit einem Libertären gab, sondern nur ein Solo-Video, worin der Libertarismus wiederlegt werden soll, finde ich dies jedoch persönlich etwas intellektuell zu dünn.

    Ich bin weder pro noch contra für den Anarchokapitalismus, aber ich kann nicht nachvollziehen, warum Ken sich einer Diskussion verweigert.

    Ich würde mir gerne ein Gespräch mit Ken Jebsen und Peter Müller (von freiwilligfrei.info) wünschen. Ist so ein Gespräch nicht in naher Zukunft realisierbar?

    Daher mein Appell an dich Ken Jebsen! Bitte lasse auch andere Menschen mit anderen Weltanschauungen in deiner Sendung zu. Nur so kann eine echte konstruktive Kontroverse möglich sein.

    Stehe für Fragen+Antworten per E-Mail zur Verfügung: chesspower0008@gmail.com

    • Eine solch konstruktive und auch respektvolle Diskussion zwischen den Machern von freiwilligfrei und KenFM würde ich auch sehr befürworten. Vielleicht unter der Rubrik „Positionen“? Ich persönlich könnte mir vorstellen aus einem derart gehaltvollen Gespräch viel Erkenntnis ziehen zu können.

    • so eine Diskussion zwischen ken Jebsen und den libertaristen wäre sinnlos.
      das Problem Ken jebsens ist, dass seine Analysen mit „Zeitzeugen“ , die aktuellen Probleme sehr gut analysieren, es aber zu keinen fortschritten im System kommt , so verfällt Ken Jebsen manchmal in Ideologien, das ist gefährlich….denn dann ist er genau auf dem Niveau von libertaristen. man kann nicht einfach eine neue ,heile Welt beschwören und die jetzige inhaltlich so vernachlässigen, denn genau das machen libertaristen. der Staat ist halt nicht an allem schuld , weil der Staat theoretisch wir alle sind , nur wie wir es leben ist falsch und das erkennt Ken jebsen, die libertaristen nicht. ken muss einfach weiter Aufklärung betreiben , was mit uns bürgern gemacht wird, wie wir verarscht werden. auch wenns auf dauer an die Moral geht. Leute die ihrer Zeit voraus sind , haben halt das Problem.

  4. Die Formel: libertär = freiheitlich = Anarchie geht leider nicht auf. Der Sinn der Wörter ist jeweils ein anderer, laut Duden.
    Sie verstehen oder definieren, abgesehen vom Duden, aus Ihrer Perspektive, die Begriffe sicher anders, als ich sie verstehe.
    da unsere jeweilige Lebenserfahrung ja unterschiedlich ist.
    Voraussetzung für eine freiheitliche Gesellschaft ist Gleichheit vor dem Gesetz, was in den westlichen „Demokratien ja nicht gegeben ist. Das Recht ist bekanntlich hier käuflich. Rosa Luxemburgs Freiheitsbegriff, „Freiheit, ist immer die Freiheit des andersdenkenden“, für mich die beste Definition, setzt allerdings Respekt für den Anderen voraus. Wir haben hier nur Gehorsam von „unten“ nach „oben“.
    Wie ich weiter oben schrieb: „Kontrolle dem Selbst, Vertrauen und Respekt den anderen“, d.h. über die Selbstkontrolle zum Selbstbewusstsein finden, müsste meiner Ansicht nach das A und O in der Erziehung sein, schon mit der Muttermilch eingesogen werden. Dann wären humane Gesellschaftsordnungen, die auf Zusammenarbeit beruhen, zwangsläufig die Folge.
    Wenn der Mensch nicht dem Menschen ein Feind sein soll, muss das Gerüst, (Strukturen und Gesetze) soweit möglich, unzweideutig definiert sein. Erst jetzt lässt sich Freiheit leben.

    • Nuja, meiner Meinung nach ist die Duden-Definition der Anarchie falsch! Anarchie beschreibt die Abwesenheit von Herrschaft. Nicht mehr, nicht weniger… Ergo ist der Mensch doch 100% frei wenn er nicht mehr beherrscht wird!? oder nicht? Ich bin aber auch der Meinung das Bedingung einer funktionierenden, konstruktiven Anarchie unter anderem auch unbedingt Bildung beinhaltet. Sprich: das jeweilige Erkennen des einzelnen, Nutzen daraus zu gewinnen….wenn man so will aus sozialem Egoismus heraus. Oder bin ich da ganz und gar auf dem Holzweg? Es macht für mich eben einfach Sinn.

    • Siggi
      Für mich ist Anarchie die Abwesenheit von Zwängen, denen man unterworfen ist. Abwesenheit von Herrschaft setzt dauernde Selbstreflexion voraus. Das „leben“ aber allenfalls Intellektuelle. Die unbewusste Unterwerfung, wie auch das unbewusste Unterwerfen, wird es, unabhängig von der Gesetzgebung, immer geben, nicht durch körperliche, sondern durch psychische Gewalt. Die Gesetzgebung, solange sie eingehalten wird, (was bei uns nicht der Fall ist), schützt den Schwachen vor dem Starken. Freiheit muss den Willen des Gegenübers berücksichtigen, muss „all-gemein“ verständlich sein. (durch die Gesetzgebung definiert), wenn sie von allen respektiert werden soll.

    • @hotteki: Sehr, sehr kluge Worte welche mich arg zum Nachdenken brachten und zugegebenermaßen meine utopische Wunschvorstellung stark ins Wanken bringen…..
      Wäre denn für dich eine konstruktive und kollektive Anarchie als Endlösung in weiter Ferne denkbar? Natürlich nur mit vorangegangenem starken Anzug von Bildung (insbesondere Ethik/Moral) und Abschaffung des Kapitalismus bzw. wieder Umwandlung von Geld in ein reines Tauschäquivalent, so dass Geld wieder den Menschen dient und sie nicht beherrschen kann.

    • Eine „Zielidee“ ist wohl notwendig, wir sollten diese so formulieren, dass Abweichungen und Änderungen leicht möglich sind. (Versuch und Irrtum). Die Ideen der Wissensmanufaktur ,
      http://www.wissensmanufaktur.net/media/pdf/plan-b.pdf
      wären einen Versuch wert. Mir gefallen auch die Ideen von Prof. Dr. Franz Hörmann, die meiner Ansicht nach allerdings weniger praktikabel sind.
      http://www.informationsgeld.info/
      Vielleicht sollten wir zuerst mal die zumeist uninformierte Parlamentsfüllmasse, die auf die wirklich wichtigen Entscheidungen keinen Einfluss mehr hat, durch Volksabstimmungen zunehmend ersetzen. Nach etwa drei „Übungsjahren“ in Demokratie dann zum Plan B, mit den vier Komponenten übergehen.
      Es wird Zeit, dass sich da was tut. Der vom Westen initiierte Kriegsterror im nahen Osten und der Ukraine muss unbedingt gestoppt werden. Sonst brauchen wir uns über zukünftige politische Systeme keine Gedanken mehr zu machen.

    • ich denke da ähnlich

      ich glaube es gibt eine wesentliche Komponente , die unser „sein“ wirklich prägen müsste und die unser Handeln , moralisch positiv beeinflussen könnte. die da wäre:
      wie kann ein Mensch würdevoll alt werden?…wir müssten unsere Gesellschaft aus Sichtweise der älteren Generation betrachten, denn das sind jene Menschen, die uns ihre Werte und Erfahrungen vermitteln sollten. eine junggeneration könnte auf diesen Erfahrungen, gesellschaftlich immer weiter aufbauen….Altersarmut darf in einer fortschrittlichen Gesellschaft nie ein Thema sein. wenns den alten schlecht geht, das heisst , wenns sie ums Überleben kämpfen, werden die jüngeren noch stärker dagegensteuern , um dem zu entfliehen. eine Situation der Angst entsteht, wie auch in Deutschland zu beobachten. ich muß ja mit 30 Millionär sein, also bevor ich krank werden könnte…..
      konkret heisst das: jeder Heimplatz sollte umsonst sein, gezielte Förderung von Senioren Wohngemeinschaften, das Einbringen der jüngeren Generation zur Hilfe älteren geht vor deren hauptamtlicher Arbeit und bringt gemeinschaftliche Vorteile .finanziert muß dieses Modell durch Verzicht werden, es
      muß aber sicherstellen , dass es immer greift für jeden. altern in würde und das fùr alle , mit gleichen rechten und pflichten. so ein punkt gehört in die Verfassung.

      unser jetziges rentensystem wird unsere Gesellschaft irgendwann moralisch und ethisch zerreißen, es definiert gesellschaftliche Werte neu und das ist gewollt in unsrer auf Konsum aufgebauten superwachstumswirtschaft, in dem jeder ältere zu Abfall dekradiert wird.

    • @Sebastian Mühl

      Was Sie schreiben sind alles Auswirkungen. Aber Auswirkungen von WAS ?

      Es gibt eine alte russische Lebenszeitersparnisformel:

      – Was ist das Problem ?
      – Was ist zu tun ?

    • @blue project

      ich halte die Diskussion über freie Marktwirtschaft für viel zu abstrakt und ich bin mir sicher, wenn wir als Gesellschaft das jetzige Geldsystem überwinden wollen und es unser Ziel ist, nicht in ein nächsten feudales System zu geraten, dann spielt die soziale Einstellung zu uns Menschen. die zentrale Rolle. eine reformierung des geldsystems oder staatlicher stellen wird nicht genügen, wenn wir die Leistungen nicht auf den Menschen ausrichten. ich denke ohne eine Besinnung auf menschliche Werte , vorallem der würde des Menschen , ist kein Erfolg möglich. was mir bei Ken FM häufig fehlt, ist die soziologische herausarbeitung bestehender Zwänge und deren Folgen. denn das ist der wichtigste punkt!! unsere jetzige gesellschaft ist so stark manipuliert, dass zum beispiel. themen über unsere umwelt zu keinerlei rationalen Debatten mehr führen kann. ich denke ,dass einzige was für uns noch greifbar ist, ist unsere einstellung zu unserer ältesten lebenden generation, denn das sind wir irgendwann. wenn wir es als Gesellschaft wieder hinbekommen , dass das ansehen eines Menschen über die gesellschaftlichen Leistungen, die direkt für den menschen erbracht werden definiert wird und nicht darüber, wie viel Eigentum er anhäuft, dann könnte man von einem bewusstseinssprung reden. solang wir unsere sozialen Berufe abwerten, unsere Familien Strukturen aufweichen , denken unsere Identität aus wirtschaftlichen gründen beschneiden zu müssen, solang wird uns Geld beherrschen. ohne eine Aufwertung des Dienstes am Menschen sind wir nicht in der Lage, das System zu reformieren.
      das ist meine feste Überzeugung . mir fallen da eine Menge Maßnahmen ein, die sofort umgesetzt gehören….

  5. Hallo, ich verfolge seit längerer Zeit KenFM, Wissensmanufaktur, Freiwilligfrei, Oliver Janich und Jasinna bei youtube. Und konnte schon von jeder Quelle positive Erkenntnis für mich gewinnen. Spitzenreiter sind da für mich ganz klar KenFM und Jasinna! Nur hab ich in letzter Zeit leider die Erfahung machen müssen, dass Freiwilligfrei zu unrecht (warum kann ich mir selbst nicht erklären) Ken Jebsen diffamieren, Ken Jebsen dem Oliver Janich keine Chance zu einer Diskussion einräumt und so weiter….. Das stimmt mich recht traurig und unzuversichtlich wenn es schon an solch einfachen Dingen scheitert! Wie seht ihr das? Bin ich da allein mit der Meinung? -Peace and freedom, Siggi

    • Oliver Janich ist ja der Typus, den Ken als Libertär beschrieben hat. Ich habe mir, vor etwa 2 Jahren Janichs Buch: „Das Kapitalisten-Komplott“ gekauft. Bin selten mal von einem Buch so enttäuscht worden. Ohne Substanz.
      Da kann ich schon verstehen, dass Ken ihn nicht zur Diskussion einlädt.

    • Mich nervt, dass Ken sich hinreißen lässt, zu antworten und überhaupt darauf Bezug zu nehmen.

      Genauso nervt, „beweisen“ (*Kopfschüttel*) zu wollen (am besten mit „Logik“, *Kopfschüttel*), ob ein System, eine Ideologie in Zukunft funktionieren kann oder nicht.

      Herr Janich kann seine Meinung begründen, d.h. er reflektiert auf seine Art seinen Ausschnitt an Wirklichkeit – das kann man nachvollziehen, oder nicht. Als Meinung berechtigt und ok. Aber das ist doch so leeres in die Zukunftgerede, bei dem der einzige Stein des Anstoßes zu hohe Steuern (was für eine ungerechte Unfreiheit *Kopfschüttel*) zu sein scheinen.

    • @Horst Kietzmann: Ok, ehrlich gesagt bleiben mir auch viele Thesen von Oliver Janich ziemlich kryptisch…..ich schrieb das dann aber immer meinem fehlenden Intellekt zu. Nur was ich jetzt wirklich ganz und garnicht verstehe…. Libertär kommt doch von dem spanischen „libertario“ und bedeutet „freiheitlich“ dann können wir das Kind doch auch beim Namen nennen und es mit „Anarchie“ beschreiben, nämlich der Herrschaftsfreiheit und somit der höchsten Ordnungsform der Gesellschaft überhaupt und auch der einzigen Gesellschaftsform die der Tatsache Rechnung trägt, dass Menschen sehr individuell sind. Hab ich denn da etwas missverstanden? Liebäugelt denn nicht auch Ken Jebsen mit dieser konstruktiven Utopie?

  6. Nur gut, dass der Mensch in den Zivilisationen vor unserer ganz anders war. Schon „Natur“ ist keine überhistorische Konstante, sondern immer das, was die jeweilige Zivilisation in ihrer Epoche zu solcher erklärt.

  7. Bis auf, „Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser“, kann ich allem zustimmen.
    Kontrolleure sind in der Regel inhumaner, unmenschlicher als die Kontrollierten.
    Statt dessen:
    „Kontrolle dem Selbst, Vertrauen den anderen“, den Kindern ab KITA- Zeiten eingeimpft, würde Kriege unmöglich machen.
    Ansonsten ein super Artikel.

  8. Zitat von Jean-Paul Sartre
    Ich kann meine Freiheit nicht zum Ziel nehmen, wenn ich nicht zugleich die Freiheit der andern zum Ziel nehme.

    Ich finde dieser Satz sagt eigentlich alles. Diese eine Regel richtig verstanden, könnte tausend andere Regeln ersetzen.

  9. Das Bewusstsein, dass Freiheit an sich erstmal nur ein Schlagwort ist und absolute Freiheit eben den beschriebenen Dschungel bedeutet, ist den libertären leider fremd. Man muss schon definieren wessen Freiheit, was tun zu dürfen gemeint ist, um einschätzen zu können ob sie für einen selbst gut oder nicht ist.

    Klar wurde mir das beim Lesen des Buchs „das Gesetz der Hydra“ von Paul Kirchhof. Das war Schröders „Professor“ der sich, als ehemaliger Verfassungsrichter, mal das gesamte Steuer und sozialsystem anschauen sollte. Er wurde meiner Meinung nach teilweise zurecht wieder aus dem Kompetenzteam geworfen, da seine Überzeugungen eher zur FDP gepasst hätten.

    Aber eine Tatsache blieb dann doch hängen, Freiheiten werden erst durch Gesetze also begrenzte Unfreiheiten ermöglicht. Der Austausch von Waren ist nur möglich weil ein Staat diesen Austausch durch Gesetze z.B. zur Währung, Zahlungsabwicklung, Vollstreckung bei Betrug usw. regelt. Die Freiheit, dass ich an der Ampel über die Straße gehen kann ohne überfahren zu werden, liegt auch daran das es die StVO gibt und sich die meisten an diese Regeln halten, die aber gewisse Freiheiten anderer einschränken.
    Der Staat also der seit der Aufklärung aufkommende Nationalstaat, war eine Reaktion auf die Willkür des Absolutismus bzw. der Feudalherrschaft. Gesetze und Staat sollten der Kollektive Schutz der Bürger gegen Macht und Machtmissbrauch weniger sein.
    Das heißt absolute Freiheit für alle ist unrealistisch und Kollektive Systeme sind nicht generell schlecht weil sie Kollektiv sind wie das gerne von Libertären suggeriert wird.
    Deshalb danke an Ken die Denkfehler der Libertären mal aufzuzeigen.

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