KenFM über: Kultur

von Anna Zollner.

Kultur ist das Betriebssystem des Menschen. Ohne Kultur ist der Mensch wie ein Rechner ohne User.

Wir leben in sehr berechnenden Zeiten. Alles wird daraufhin überprüft, ob es sich rechnet. Auch Kultur. Kultur im 21. Jahrhundert ist vor allem Kulturbetrieb. Ein Betrieb, der ständig danach trachtet, Mitarbeiter zu entlassen, um zeitgleich die Produktion hochzufahren. Dieses Hochfahren ist die eigentliche Hochkultur unserer Kultur. Popkultur. Shopkultur. Das Streben nach dem grössten gemeinsamen Markt! Quotenkultur.

Was heute zählt, ist das Wissen über die Beschaffenheit der Masse. Die Masse ist träge. Kultur für die Masse ist schwer zu ertragen. Wenn wir heute etwas über Masse und damit über uns als Individuen wissen wollen, lassen wir Kundenprofile erstellen. Immer nach Jägern und Sammlern, getarnt als Käufer – Verkäufer. Gefischt wird heute mit dem Internetz.

Unsere Kultur, die digitale Kultur, dient nicht dem Einzelnen das Leben zu begreifen, sondern zunehmend dem Staat, uns in den Griff zu bekommen. Wo man hinkommt: Überwachungskameras. Orwell war ein Optimist. Ihm wäre das Lachen längst vergangen. Wir haben vorgesorgt. Comedy is King. Formatiert halten wir unsere Kultur in Form – am laufenden Band.

Mit Lachen, das vom Band kommt. Kultur diente dem Menschen mal dazu, der Natur eine Antwort entgegenzuhalten, eine Antwort auf eine Frage, die die Natur so nie gestellt hatte. Warum???

Warum ist out. Warum ist analog.
In ist: digital. In ist, wer drin ist.
Auf der Höhe der Zeit. Willkommen im Neanderdigital.
Jede Null kann es heute zur Nummer Eins bringen. Es reicht: Dauerpräsenz.

Im Bild sein, hat Gebildetsein ersetzt. Heute gilt: wir erfahren nichts mehr selber! Wir lassen erfahren!
Wissen ist längst Ware, Massenware. Hergestellt von Massenmedien.

Unsere Kultur kann man mit unseren Autos vergleichen. Sie werden immer komplizierter. Sie werden immer schneller. Sie stehen immer häufiger im Stau, sehen alle irgendwie gleich aus und produzieren ganz nebenbei: heisse Luft. Wir sind zu Beifahrern in unserem eigenen Leben verkommen.

Naiv? Ja! Aber mit Navi! Wir glauben zu wissen, wo es lang geht und was immer wir da am Wegesrand entdecken wird von uns in Besitz genommen. Wir verwechseln Finden mit Erfinden.

Das betrifft auch unsere Definition von Kultur. Wir halten Kultur für eine einzigartige rein menschliche Leistung, etwas, was nur unsere Spezies zu schaffen im Stande ist. Nur stimmt das? Muss der Begriff Kultur in Wahrheit nicht auf das Leben an sich ausgedehnt werden?

Was ist Evolution, wenn nicht die Kultur der Natur. Ihre Exponate offenbaren sich im Entstehen der Arten. Der Irrtum unserer Art ist schon sprachlich erkennbar. Der Mensch glaubt ernsthaft, aus der Natur hervorgegangen zu sein. Tatsächlich ist er von ihr eingekreist.

Der maximale Abstand, den der Mensch von der Natur erreichen kann, ist der Abstand Kopf-Erde. Einigen wir uns auf durchschnittlich 1,80. Aber auch wenn wir aufrecht gehen, ist unsere Kultur doch in Wahrheit latent auf Froschperspektive.

Das zeigt sich immer dann, wenn irgendwo ein Krieg ausbricht. Kaum ein paar Wochen vom Hauptserver Kultur, der Zivilisation, abgekoppelt, mutiert das Kulturwesen Mensch zum brutalsten aller Geschöpfe.

Der Mensch, das Projekt K, geht k.o. Schon in der ersten Runde. Unsere Arroganz basiert auf der Annahme, dass wir inzwischen so viel wissen, dass wir nicht mehr wissen müssen, woher dieses Wissen stammt. Wir haben begonnen, unser Wissen auszulagern. Im großen Stil. Stil war mal Haltung. Kultur war mal Geisteshaltung, die man bitteschön mitzubringen hatte.

Das Kulturvolk heute kocht nach Rezept. Es kocht Rezepte nach. Was fehlt ist eigener Geschmack. Um der drohenden Geschmacklosigkeit vorzubeugen, produziert unsere Kultur Werbung. Als Geschmacksverstärker. Werbung ist heute Kunst. Werbung ist KULTUR.

Die Kunst – bei jeglicher Kultur ist nie aus dem Auge zu verlieren, dass Kultur „künstlich“ bleibt. Wer Kultur in die freie Wildbahn aussetzt wird Zeuge, wie erst sie und dann er eingeht.

Wir glauben, dass die Art, wie wir heute Kultur produzieren und vermarkten, dazu beiträgt, uns mit ihr unsterblich zu machen. Masse statt Klasse. Das Resultat ist in Wahrheit:

Massenhaftes Eingehen von Subkultur. Ein Artensterben. Das Sterben von Art.
Was haben eine Grunge-Band aus Potsdam, Stuttgart, Seattle oder Schottland gemeinsam?? Sie klingen alle gleich, sehen gleich aus, beziehen sich auf die gleichen vorher begradigten Einflüsse. Formatiert, sauber, abgepackt, durchschaubar, wie Handgepäck. Kulturbeutel. Gebeutelte Kultur.

Es beginnt immer gleich, mit dem Verlust von kulturellen Nischen.

Die Freiheit sich abzuschotten, existiert für Kulturen heute nur noch in Ausnahmefällen. Es gibt praktisch keine Ecke mehr, die nicht von der Mainstreamkultur kontaminiert und damit platt gemacht wird. Monokultur! Getarnt als Dolby Surround.

Die Kultur des Homo TV Junkies neigt dazu, einen immer kleineren Teil der Gegenwart als das Große Ganze anzustarren. Vorhersehbar wie die Cover von TV-Zeitschriften, konsumieren wir permanent Ausschnittvergrößerungen. Das Große Ganze haben wir im sogenannten Informationszeitalter längst aus den Augen verloren.

Wir wissen jede Belanglosigkeit über die letzen 48 Stunden. Aber nur noch das Nötigste über die letzten 350 Jahre. Unser Horizont wurde datenreduziert.

Kultur ist heute: Google – eine Suchmaschine, die auf alles eine Antwort hat – aber keine einzige Frage stellt.

Kultur fängt mit Fragen an! Die Fragen in unserer Gesellschaft sind derart belanglos, dass wir sie als Quiz verpackt durch Günther Jauch stellen lassen können. „Wer wird Millionär“ interessiert uns mehr als „Wer wird überleben“?

Dabei ist Kultur nur ein anderes Wort für Überleben. Kult, kultische Gegenstände sind nichts anderes als ein Datenspeicher, der überlebt hat.

Unsere Vorfahren waren eben nicht nur primitive Jäger. Sie waren auch vorausschauende Sammler. Selber! Mit dem selber Sammeln haben wir lange aufgehört. Dabei sein ist alles – alles sein lassen – ist die Realität!

Mitmachen hat unsere Kultur durch Zugucken ersetzt. Wir sind von Erzeugern von Kultur zu Zeugen von Kultur geworden. 20.000 Songs auf dem i-pod, aber kein Lied auf den Lippen! MP dreist sind wir alle: Kulturvernichter. Wir zerstören durch Unterlassung!

Kultur dient heute nur noch der Unterhaltung. Miteinander gesprochen wird dabei nur in Ausnahmefällen. Sprache, DIE Basis der menschlichen Kultur, wurde auf SMS-Länge zusammengeschrumpft. 160 Zeichen müssen reichen.

Schon morgen gibt es das gesamte Kulturangebot auf einem einzigen Gerät! Ein Gerät! Für immer dasselbe.

Anne Will ist Jack Bauer, ist McDonalds, ist Madonna ist: Kult – In der Politik haben wir das schon. Was verharmlosend die bürgerliche Mitte heisst, ist in Wirklichkeit Mittelmaß.

Eine Hochkultur zeichnete sich bisher immer auch dadurch aus, dass sie den Aufstand nicht nur probte, sondern dass sie auch aufstand! Z. B. für kulturelle Minderheiten, dass sie demonstrierte. Demo-kratie.

Der Gedanke dahinter war die Überzeugung, dass zwar alle Menschen gleich sind, aber deshalb noch lange nicht die gleichen Rechte geniessen. Die Würde des Menschen ist eben nicht unantastbar! Ein Kulturvolk wie die Deutschen hat darin reichlich Erfahrung. Waren mal Markt-Führer für Unkultur.

Wer aber geht in unserer Kultur noch auf die Strasse, wenn es Kulturen an den Kragen geht? Nicht dass die Strasse nicht beliebt wäre. Wir haben die Loveparade, wir haben den Berlin-Marathon. Brot & Spiele-Kultur.

Die Frage nach der Ur in Kultur darf gestellt werden. In Realtime. Zeit braucht Raum ok. Aber wir räumen die Kulturräume. Die Zeit an sich läuft in unsere Kultur ein. Und wir? Wir laufen aus! In 50 Jahren wird unsere Kultur den Hafen, von dem sie losfuhr, vergessen haben. Nachfahren ohne Vorfahren. Schlichtes Sein, statt kompliziertes Bewusstsein. Alles was unsere Kultur hinterlassen wird, ist ein gigantisches Fragezeichen. Die Frage dazu wird nicht mehr aufzutreiben sein. Unsere Höhlenmalerei wird sich versendet haben! Aber mit Top-Quoten!

Das Merkwürdige an unserer Kultur ist, dass wir das, was uns an Unkultur bedroht, gar nicht mehr als Bedrohung wahrnehmen. Ihr könnt uns unsere Würde nehmen – aber der Fernseher bleibt stehen. 16:9. Immer gegen uns und schön flach, wie die Inhalte.

Innehalten heisst heute Zappen. Abschalten durch Umschalten. Wegsehkultur – Fernsehkultur. Kult-Serien, die ständige Wiederholung von Klischees.

Ein Schlussbild? Gibts schon lange nicht mehr. Ein Schlusswort? Schon.

Am Anfang war das Wort, dann kam der Urknall – sprich der Ton und das Licht dazu. Noch bevor es die GEMA gab, verpackten die Menschen Kultur in Musik. In Lieder, in Geschichten. Musik ist keine Ware – Musik ist eine Chance.

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34 Kommentare zu: “KenFM über: Kultur

  1. Das höchste kulturelle Gut, das gefördert und geschützt werden muss, ist das eigenständige unabhängige individuelle Denken. Ohne dieses erstickt jede Kultur an ihren eingefahrenen Regeln. Dazu hier noch einmal das Zitat von der eigenständigen Denkerin und mir Schwester im Geiste Hannah Arendt, es kann nicht oft genug bedacht werden:

    “ Was sie verstört ist, dass meine Argumente und Herangehendsweise sich von dem unterscheidet, was sie gewohnt sind: mit anderen Worten: das Ärgerliche ist, dass ich unabhängig bin. Damit meine ich einerseits, dass ich zu keiner Organisation gehöre und immer nur für mich selber rede, und andererseits, dass ich großes Vertrauen habe in Lessings Selbstdenken, für das meiner Meinung nach keine Ideologie, keine öffentliche Meinung und keine Überzeugung ein Gesetz sein kann“.

  2. Danke Andreas S. Gesierich.
    Zeitlose Gebote, zeitlose Gesetze eindeutig negativ konnotiert!!!
    Da muss ich mich wohl s e h r mißverständlich ausgedrückt haben!
    Im Gegenteil: ich bin erstaunt und erkenne bewundernd an, dass sich Kulturelles
    so wirkmächtig zeigt, obwohl gerade kein Zwang nötig ist (auch kein Nudging).
    Das was es geschafft hat, in den ‚Kanon des Weitersagenswertes‘ einer Gemeinschaft
    zu kommen, muss wohl einen w e s e n t l i c h e n Nerv bei den Menschen jener
    Gemeinschaft treffen, so dass gerade keine darüber Gesetze nötig sind!
    Ich will sagen, dass es neben universell geltenden Gesetze und Gebote (10 Gebote,
    UN-Charta für Menschenrechte) regionale oder nationale Traditionen einer Gruppe
    eigen sind und dort ausgelebt werden, die aber nicht mit den universellen Gesetzen
    in Konflikt kommen dürfen/sollen.
    Fasziniert hat mich, als mir einmal einer erzählte, dass in seinem Dorf früher galt,
    dass wenn ein Haus zur Zwangsversteigerung anstand, man als Dorfbewohner und
    Nachbar nicht mitsteigerte, weil man sich nicht am Unglück eines anderen bereichert.
    (Die Bank fand dann andere Möglichkeiten, aber der Bewohner konnte im unver-
    käuflichen Haus bleiben).

    Zur individuellen Freiheit: In meiner Jugend war Jean Paul Satre und Simone de Beauvoir
    so etwas wie Vorbilder. Das Problem des Existenzialismus war aber, dass sich jeder gerne
    seine Erfolge zuschreibt, aber wie kommt man mit den eigenen Mißerfolgen klar?
    Und heute unter kapitalistischen Verwertungsgesichtspunkten ist Existenzialismus mega-
    out und Solidarität, Gemeinwohl angesagt.

    Ja ich mache Musik, weil ich lieber etwas mache als zuschaue, auch beim Sport –
    Fussball nur gucken – nichts für mich!
    Ich bin aber nicht gut, habe auch erst spät den Mut aufgebracht, selbst ein Musikinstrument zur Hand zu nehmen. Aber das Tun ist wichtig, weil ungeheuer befreiend!
    Meine Gruppe ist eine Blasmusikkappelle. Wir gehören zu den Vereinen einer Gemeinde und tragen auch zur Traditionspflege bei. Das ist alles! und soll auch so bleiben.

    Betonen möchte ich noch, dass alles was mir so einfällt, in letzter Zeit zugeflogen ist, bzw.
    ich irgendwo aufgeschnappt habe, und noch nicht einmal immer genau weiß, wo und wie.

  3. Danke für die Information über die Autorenschaft. Das freut mich!
    und nochmal Danke für den Artikel, habe diesen mittlerweile mehrfach gelesen und verteilt.

    Stellvertretend wird am Schluss auf die Musik verwiesen, was mir besonders gut gefällt, da Musik über Sprachbarien und alle anderen Grenzen hinweg gehört werden kann und ihre Wirkung entfaltet. . . .
    gleichwohl – und so ist es hier aus meiner Sicht in dem Artikel ja auch wohl gemeint – hier auch das Reden, Zuhören, Machen und Umgehen miteinander genannt werden kann. All das bietet ebenfalls eine Chance, wenn es nicht durch den ökonomisierten Effizienzschredder gejagt wird.
    Ob nun an der Universität im Umgang mit Studenten, Zuhause oder im Freundeskreis, bedarf es schon seit geraumer Zeit einer gewissen Standhaftigkeit, Geduld und der Vermittlung, dass googeln nicht Wissensaneigenung ist, das sms und email keine persönl. Gespräche ersetzen und die scheinbar „kuhle“ celebrierte Unverbindlichkeit ein Einlassen auf etwas fast unmöglich macht.
    Dennoch lohnt sich der Aufwand und ich kann nur jeden ermuntern es einfach anders zu machen und die Anderen versuchen mitzunehmen.

    • Ich sehe jetzt das es in Vlaanderen nicht viel besser ist, aber in die Niederlände ist es doch besser.
      Leider, ich finde es bei uns auch traurig, in Diskussionen wird nur wiki benützt, fast nie wird een Buch genannt.
      Und fast gar nicht ein Buch in eine andere Sprache als holländisch, weil doch an Uni’s viel in english gelehrt wird.
      Aber es erschienen Artikel das auch die Lehrer englisch ungenügend verstehen, und sprechen, natürlich.
      https://www.vrt.be/vrtnws/nl/2017/12/05/vlaamse-leerlingen-lezen-minder-goed-dan-10-jaar-geleden-/
      Sarrazin schrieb Deutschland schafft sich ab, ich frage mich ob da ganze Westen sich abschafft.
      Es gibt Artikel wo geschrieben wird das USA militäre technische Entwicklung weit hinten die von Russland und China ist.
      Nicht das ich Waffen liebe, im Gegenteil, aber es sind leider Waffen wo am meisten technische Entwicklung geschieht.
      Die JSF’en die wir kaufen müssten, ob die Fliegen können ?
      Ich sah noch nie eine fliegen, oder hörte sie, es scheint ein schrecklicher Lärm zu sein.

  4. Kultur, ein Begriff, den ich ganz selbstverständlich benutze: Debatten-Kultur, Streitkultur, Gartenkultur.
    Ja aber was ist Kultur? In erster Näherung: etwas überzeitlich gültiges, nicht in Gesetze gegossen wie die 10 Gebote, unser Grundgesetz, die UN-Charta, die Charta von Paris.
    Eher so etwas wie geübte Praxis, wie das Völkerrecht! Oder das Weltethos von Hans Küng.

    Kultur ist das Gedächtnis einer Gemeinschaft.
    Als es noch keine Bücher gab, wurde die Kultur mündlich überliefert (tradiert).
    Wir kennen von unserem eigenen (individuellen) Gedächtnis, dass je länger ein Ereignis zurücklegt, desto kürzer die Erzählung. Aber es ist das WESENTLICHE, das hängenblieb.

    Was ist nun das Wesentliche im Gedächtnis einer Gruppe, Gemeinschaft?
    Es ist das, was zum Überleben entscheidend beigetragen hat: also die besten Jagdmethoden, die besten Heilmethoden, die besten Regeln des Zusammenlebens, die schönsten Glückserfahrungen.
    Ganz selbstverständlich tradiert man so die Erfahrungen, die es zu pflegen gilt und solche, die man besser vermeidet!

    Kultur ist aber auch die Klammer, die Vergangenheit mit der Gegenwart und diese wiederum mit der Zukunft verknüpft.
    In unserem Gemeinschaftsgedächtnis verehren wir unsere Helden, unsere Götter, gedenken wir unserer Vorfahren, die uns den Weg geebnet haben zu unserer heutigen Existenz.
    Feiern wir unsere Feste, möglichst so dass alle mitmachen können, muss der Kult allen bekannt sein!
    Ausdruckformen sind Gebäude (Pyramiden, Tempel, Paläste, nationale Denkmäler), Literatur (Epos, Sagen, Volksmärchen, Religion, Philosophie), Musik & Tänze (Volksmusik, Opern, Jazz).
    Kunst ganz allgemein wird dann zu Kunst, wenn sie mehr ist als ein bloßer Ausdruck einer momentanen Befindlichkeit.
    Sie muss etwas in uns bewegen, zum Schwingen bringen, anregen. Sie aktiviert uns und setzt Kräfte frei, ganz besonders natürlich wenn Kunst gemeinschaftlich erlebt wird.
    Es sind deshalb die – allgemein gültigen – ‚Wahrheiten‘.
    Reine Unterhaltung ist mehr der Mode unterworfen, hat ihre Zeit.
    Theodorakis Canto General ist mehr, weit mehr!
    https://www.youtube.com/watch?v=mMp5PF7jems
    Händels Halleluja aus dem Messias, das ist Jubel, Freude!
    https://www.youtube.com/watch?v=usfiAsWR4qU
    Berry McGuires Eve of Destruction
    https://www.youtube.com/watch?v=qfZVu0alU0I
    wüst und laut gespielt, hat etwas Befreiendes für mich,
    während Pete Seegers Where Have All The Flowers Gone?
    https://www.youtube.com/watch?v=1y2SIIeqy34
    mich immer wieder tief berührt.
    Was macht diese ‚Qualität aus?
    Sie hat irgendwie einen besonderen Platz, einen Sitz im Leben und ist nicht nur „dass man so tut, als ob“, wie im Theater.
    Danke ‚Enttäuschung‘. Habe mir
    Kaleo – „Way Down We Go“: https://www.youtube.com/watch?v=0-7IHOXkiV8
    angehört. Es wird wiederholt!

    Bisher habe ich nur von meiner/unserer Kultur gesprochen. Jede Gemeinschaft hat ihre Kultur. Unsere Toleranz besteht darin, diese ebenso zu achten, wie die eigenen Werte. Fremden Kulturen auch untergegangenen Kulturen begegnen wir mit tiefem Respekt, oft mit Bewunderung und Staunen.

    Falsch ist, Kulturen einzuebnen.
    Um St. Martin herum (11.11.) war ich Gast in einem Kindergarten, hatte Spaß mit den Kindern zu musizieren. Zunächst spielten wir deren Lieder, „Ich geh mit meiner Laterne“ und „Komm, wir wollen Laterne laufen“. Dann sollte ich mein Lieblingslied spielen „Weißt Du wieviel Sternlein stehen … Gott der Herr hat sie gezählet …“
    Ein Junge fragte, wann wir wiederkämen. Ich antwortete: „Wir sehen uns beim Martinszug, nehme ich an.“
    „Martin? Wer ist denn das?“
    Ich: „Also bis bald, und hoffentlich bekommt ihr Besuch vom Nikolaus.“
    Unbeabsichtigt beging ich hier gleich 3 x einen Faux pas.
    Das spürte ich an der Stimmung der Erwachsenen und ich denke, dass wir nicht mehr eingeladen werden. Zuhause hörte ich mir mehrmals „Paule Puhmanns Paddelboot“ an.
    https://www.youtube.com/watch?v=IEOgMwS7Uzo

    Wie sollen Kinder Toleranz lernen, wenn man Unterschiede verschweigt und ‚Gemeinplätze‘ zu einem seelenlosen Einerlei vermengt?

    In der Ukraine zeigte sich im Sommer 2016 wie groß die Volksfrömmigkeit und der Wunsch nach Einheit ist. Eine aus 3 Orten losgezogene Prozession traf nach Tagen in Kiew ein und feierte dort gemeinsam einen Gottesdienst.
    https://deutsch.rt.com/europa/39538-ukraine-nationalistische-politiker-und-rechter/
    https://www.youtube.com/watch?v=dvPGX6o4Sek
    Und jetzt sollen die Kinofilme in Englisch mit ukrainischen Untertiteln gezeigt werden.

    Ich habe erlebt, wie ein neuer Kantor den Gläubigen die Lieder nahm und seine einführte. Aus dem Mund von 400 Menschen gesungene Weisen wurden abserviert und von ihm und seinem Chor neue eingeführt.
    An Ostern stimmte dann ein Hilfskantor „Das Grab ist leer, der Held erwacht an, plötzlich lautstark wie früher „der Tod s i i e e g reich überwunden“
    Ich war begeistert, also das geht noch, die Weisen sind noch da – nun gut dieser „SiegesSong war nicht so das Wahre“. Aber im Gedächtnis der Menschen bleiben die alten Weisen offenbar, und hoffentlich gibt ihnen der nächste Kantor (diesmal aus ihrer Region) ihre Weisen zurück.

    Im Netz fand ich einen Artikel von 2012:
    http://www.haz.de/Hannover/HAZ-Themenwoche-Schule/Brauchen-wir-einen-Kanon

    über einen Bücherkanon für Schulen. Es geht darum, was Schüler lesen sollten, um zu einem eigenen Urteil zu gelangen.

    In „KenFM im Gespräch mit …“ bekommt man regelmäßig mit, welches die (ethisch-moralischen) Leitplanken im Denken des Gegenüber sind. Das ist höchst interessant und meine spontane Sympathie für einen Diskutanten hängt sehr stark davon ab, inwieweit er seine Meinung auch begründet (welcher Ethik, Moralphilosophe er anhängt).

    Umgekehrt habe ich bei Frau Merkel noch nie erlebt, dass sie das, was sie äußert irgendwie mit etwas unterfüttert, das so was wie Gültigkeit über den Tag oder das aktuelle Problem hinaus
    hat.
    Ein Gegenbeispiel ist Helmut Schmidt: Seine „Hausapotheke“ bestand aus:
    Marc Aurel (römischer Kaiser 121-180 n.Chr. Ziel ist ein Einssein mit sich selbst, was immer auch passiert), Kant (Kategorischer Imperativ), Max Weber (Unterscheidung Verantwortungsethik, Gesinnungsethik), Sir Karl Popper (Es führt kein Weg mit Notwendigkeit von irgendwelchen Tatsachen zu irgendwelchen Gesetzen. Popper entwickelt den Gedanken der sog. Stückwerk-Sozialtechnik in Abgrenzung zu politischen Ideen, die der Geschichte einen Sinn zuschreiben wollen).
    Prof. Mausfeld „Wie sich die „verwirrte Herde“ auf Kurs halten lässt – Vortrag zu den Pleisweiler Gesprächen, als Video. In Std. 1:16:27 Das Ende der Ideologie
    hat mich aber mehr überzeugt.

    In unsere Gesetzgebung, in unser Recht, in unsere Verfassung sind kulturelle Traditionen (römisches Recht z.B.) eingeflossen.

    • So ein schöner Beitrag, Phlox. Habe ich mit großer Freude gelesen. Sind Sie Musikerin? Wer ist dieses „Wir“, das vermutlich in jenem Kindergarten nicht mehr eingeladen wird? Gibt es einen Link zu einer Musikgruppe, der Sie angehören?

      Wie schade aber, daß Sie, neben all den Perlen, die Sie hier vor uns ausbreiten, die zeitlosen Gebote, ja, die zeitlosen Gesetze, eindeutig negativ konnotieren: „überzeitlich Gültiges, nicht in Gesetze gegossen wie die 10 Gebote,“

      Niemand möchte sich von irgend jemandem sagen lassen, was er zu tun habe.
      Niemand aus jener Schar, die den Individualismus als absolute Freiheit betrachtet – gibt es einen Unterschied zwischen Freiheit und zu tun und zu lassen, was man möchte? oh ja – würde einem anderen Wesen das Recht zugestehen, ihn zu belehren oder hilfreiche Empfehlungen zu geben. Daran scheitern die unglücklichen Kinder des Hyperindividualismus. Jeder sein eigener Chef und auf dieser Erde fast so viele Chefs, wie Menschen, die auf ihr leben.
      MEIN Wille geschehe, und befände ich mich auch erst am Anfang einer annähernd unendlich anmutenden Entwicklungsspirale; und kämen jene Gebote, die so zäh bekämpft werden, auch vom Ende, vom Omegapunkt des dem Menschen zugänglichen Potentials.
      Wodurch dann mein allerhöchstes Selbst gesprochen hätte, und nicht irgend etwas, was außerhalb von mir liegt und mich knechten oder klein halten möchte.
      Was, wenn in diesen Geboten die Essenz zu einem vollkommenen menschlichen Glück läge?

      Aber nein: du sollst, du sollst nicht, oder, schlimmer noch: Du mußt! So etwas hält das aufgeblasene, gebildete, kulturbeflissene Ego nicht aus.
      Und dabei stehen wir heute vor dem Phänomen, daß es Menschen auf der Erde gibt, die vollkommen mit dem verschmolzen sind, was uns in die Wiege gelegt wurde und als Entwicklungsziel bestimmt war- leider allzuoft als Gurus verunglimpft und gemieden –
      wie auch Menschen, auf einer Stufe tiefer noch als die Tiere;
      neben Menschen, die man gar nicht mehr als Menschen bezeichnen möchte, in ihrer gewalttätigen, verblendeten, größenwahnsinnigen, selbstsüchtigen Maschinenhaftigkeit (die „Eliten“).

      Die anderen erkennen und durchschauen wir jedoch immer nur bis zu dem Grad, in dem wir selbst die Evolutionsleiter hinaufgeklettert sind.

      Du kannst nicht sehen, was außerhalb Deiner Bewußtseinsebene liegt.
      Du kannst nicht denken, was außerhalb Deiner Bewußtseinsebene liegt.
      Du kannst nicht verstehen, was außerhalb Deiner Bewußtseinsebene liegt.
      Du kannst nicht wissen, was außerhalb Deiner Bewußtseinsebene liegt.
      Du kannst nicht lieben, was außerhalb Deiner Bewußtseinsebene liegt.
      Du kannst nicht sehen, daß Deine eigene Seele zu Dir durch die Gebote spricht und wie sehr sie Dir daher im tiefsten Inneren entsprechen und Deine eigene Güte, Bestimmung und Kraft sind, und wie sehr sie auf Dein vollkommenes Glück deuten, das sie enthalten.

  5. Ausgezeichnetes zeitkritisches Essay zum Thema Kultur; – herzlichen Glückwunsch dazu und – weiter so!!! – Klasse auch, daß sich – wie hier zu sehen – offenbar immer mehr Menschen für dieses Thema und auch seine vielen Unterthemen interessieren; es besteht/entsteht (!!!) also ungeachtet des vielen Schwachsinns heutzutage gleichzeitig sehr wohl auch viel Hoffnung!

  6. Maximierte Kulturvernichtung .
    Wie im Sykes-Picot-Abkommen Palästina und der arabische Raum ohne Rücksicht auf tradierte Kulturen und Gesellschaften strategischen Interessen untergeordnet wurden,
    sind heute die europäischen Kulturen zum Abschuß freigegeben .
    Von der relevanten Politik wird eine eigene Kultur in Deutschland bereits bestritten und analog der Zionistischen infiltration in Palästina wird Deutschland als Siedlungsgebiet für Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten freigegeben .
    Und nicht anders als in Palästina wird vornehmlich Deutschland nicht nur durch US Besatzuingsinteressen bestimmt sondern durch importierte Kulturen .
    Es ist höchst erfolgreiche Gehirnwäsche, wenn ein Volk in seiner Kultur keinen Wert mehr erkennen kann und darüber hinaus einen Wert auch abstreitet .

    • Frans Timmermans, niederländischer Diplomat und seit 1. Nov. 2014 Erster Vizepräsident der EU-Kommission und EU-Kommissar für „Bessere Rechtssetzung … … …“ hat in einer Rede während des sogenannten Grundrechte-Kolloqiums der EU die Mitglieder des EU-Parlaments aufgefordert, ihre Anstrengungen zu verstärken, „monokulturelle Staaten auszuradieren“ und den Prozess der Umsetzung „multikultureller Diversität“ bei jeder einzelnen Nation weltweit zu beschleunigen.
      Die Zukunft der Menscheit, so Timmermans, beruhe nicht länger auf einzelnen Nationen und Kulturen, sondern auf einer vermischten Superkultur… (…) Die Masseneinwanderung von muslimischen Männern nach Europa sei ein Mittel zu diesem Zweck. Kein Land solle der unvermeidlichen Vermischung entgehen, vielmehr sollen die Zuwanderer veranlasst werden, auch „die entferntesten Plätze des Planeten zu erreichen, um sicherzustellen, daß nirgends mehr homogene Gesellschaften bestehen bleiben.“

      Thierry Baudet, in seinem Buch „Oikophobie – Der Hass auf das Eigene und seine zerstörerischen Folgen“:

      „Der Oikos, das Eigene, wird durch verschiedene Phänomene zerstört. Durch den Multikulturalismus und die offenen Grenzen, durch die jedes Jahr weitere zigtausend Immigranten in unser Land kommen und durch die Jedes Jahr unser sozialer Zusammenhang weiter unter Druck gesetzt wird. Durch die Europäische Union, die die Einwohner unseres Landes entmündigt und ihnen einen Apparat aufzwingt, der das Parlament auf fast jedem Gebiet überstimmen kann. Aber auch durch die Kunst wird der Oikos zerstört. Am Anfang des 20. Jahrhunderts brach der Modernismus mit der Schönheit und stellte die Heimatlosigkeit in den Mittelpunkt. Kunst sollte keine Geborgenheit mehr vermitteln, sondern schockieren. Die verfremdeten Klänge atonaler Musik; die unbegreiflichen Stellagen und Farbstriche in modernen Musee; die abschreckenden Bauwerke, die in jeder Stadt emporragen – sie alle sind ebenso aus einer Feindschaft zum Oikos entstanden – so wie der Multikulturalismus und das europäische Projekt. (…)
      Oikophobie (die Abneigung gegen, die Abkehr vom Eigenen; ja, der Haß darauf) ist eine normale Phase, die jeder Pubertierende durchlebt. Eine Phase, die allerdings auch überwunden werden muß. „Aber in allen westlichen Ländern ist diese Geisteshaltung seit dem Zweiten Weltkrieg vorherrschend, und besonders dominant ist sie bei den inellektuellen und politischen „Eliten“ “ (Roger Scruton)
      (Anmerkung: Anführungszeichen um „Eliten“ von A.S.G. Das sind für mich keine Eliten. Es sind größtenteils Verblendete ohne Kontakt zum Leben; oftmals Zombies näher als einer positiven Führungsschicht, die noch weiß, was sie tut.)
      Weiter Baudet. „Modernismus, Multikulturalismus und das europäische Projekt: sie schaffen eine undefinierbare Lebensumwelt, in der undefinierbare Bevölkerungsgruppen in seelenlosen Gebäuden den Regeln einer formlosen, abstrakten Entität unterworfen sind. Eine heimatlose Welt.
      (…)
      Von den Politikern hören wir, daß nationale Souveränität zum Krieg führe; dass weltweite Migrationsströme eine nationale Identität unhaltbar machen oder dass wegen der Entstehung neuer Märkte das europäische Projekt notwendig sei. Keines dieser Argumente ist seriös. Es handelt sich lediglich um Beschwörungsformeln. Losungen, die als Legitimation der Politik dienen. Die eine Entschuldigung, eine „Erklärung“ liefern sollen, die aber das wahre Motiv, das sich dahinter verbirgt, verhüllen. Hierbei geht es nicht um ein Komplott. Auch nicht um eine Ideologie – es geht um Pathologie. Eine krankhafte Abneigung gegen die Geborgenheit, die unsere Heimat bietet, unsere Gewohnheiten und Gebräuche, die Nation, die Schönheit und Harmonie traditioneller Künste und Architektur. Sie erklärt die Begeisterung für alles, was unsere Heimat unterminiert und zerstört.
      (…)
      Was erklärt die Abkehr vom Eignen, die sich durch unsere ganze gesellschaftliche „Elite“ (Anführungszeichen wieder von mir) hindurchzieht?
      Diese Frage verdient es, diskutiert zu werden.
      Eine Antwort darauf könnte dann einen Weg zur Genesung aufzeigen.“

      „Es geht den Wortführern der europäischen „Eliten“ also nicht um das Entstehen einer gemeinsamen europäischen Kultur – es geht vielmehr um deren Verschwinden.

      Schwächung der nationalen Identität eines der Ziele der EU …
      ..
      Verwässerung der nationalen Identitäten ….

      Derekt Scott, ehemaliger Berater von Tony Blair: das Euro-Projekt werde durch die europäische Nomenklatur geleitet; „Diese handelt nicht im Sinne des Volkes. Nein, sie hat einen Traum: einen europäischen Superstaat. Dieser Traum ist zu einer Religion geworden.“
      Derek Scott erörtert die tragische Gegebenheit, dass nahezu alle politisch-intellektuellen „Eliten“ in Europa dieses gigantomanische Projekt unterstützen. Peter Sutherland steht exemplarisch für die Vernetzung der „Eliten“ in Ökonomie, Politik und Universitäten – oft sind sie untereinander eng verbunden und finden sich in ihrem gemeinsamen Kampf gegen den Nationalstaat wieder. Ihr Ziel ist es, diesen durch eine technokratische Leitung für den ganzen Kontinent zu ersetzen – in der sie selber zweifellos wichtige Schlüsselpositionen einnehmen könnten.“

    • Einwanderung ist gar nicht erforderlich, um „unsere“ Kultur zu zerstören. Das haben wir längst selbst erledigt.

    • @Andreas S. Gesierich
      Die Globalisierung ist ein pures Machtprojekt .

      Das ist eine klare Aussage :

      „Kein Land solle der unvermeidlichen Vermischung entgehen, vielmehr sollen die Zuwanderer veranlasst werden, auch „die entferntesten Plätze des Planeten zu erreichen, um sicherzustellen, daß nirgends mehr homogene Gesellschaften bestehen bleiben“

      … Die totale Nivelierung, ermöglicht durch Massenwanderung und gezielt eingesetzte Integration . Monokultur, – Monsantokultur – die Voraussetzung für totale Beherrschbarkeit .
      Wie offen eingestanden und ob der Deutlichkeit wieder aus der Öffentlichkeit verschwunden : Der Mensch reduziert auf Humankapital .
      Es ist nicht sicher der Schluß zu ziehen, aber vor Kurzem hat der Timmermans von seiner schrecklichen Vergewaltigungserfahrung als Kind berichtet . Kindesmißbrauch scheint in der globalistischen Elite gehäuft aufzutreten . Brüssel (Marc Dutroux) Washington (Pizzagate) und einschlägige Rituale wie bei Skull&Bones .

      Die globalistischen Interessen werden seit Jahrzehnten (und länger) durchgezogen .
      Machtpositionen sind von Personen,die diese Interessen vertreten, besetzt . Angefangen bei der UNO (Guterres) über das internationale Kapital, das z.B. NGOs finanziert , der NATO die Armee des Kapitals und seiner Unterorganisation EU bis hin zu Merkel oder Schulz .
      Besetzt sind die Öffentlichkeitearbeit und die Universitäten und die Experten .
      Es scheint die Folge der konzentrierten Macht und der damit verbundenen Propaganda, dass die Globalisierung, die heute niemals Internationale Solidarität ist, noch immer als Ziel akzeptiert ist, toleriert wird und mit Eifer verteidigt wird .

      @ Toni .
      Wer frei von Schuld ist, der werfe den ersten Stein .
      Wir haben gut gelebt und die offene Kultur bis in die 1980er Jahre waren auch Bereicherung (Wenn wir auch nicht die versteckte Intention ,wie von „Gesierich“ beschrieben, verstanden haben – Schuld durch Naivität ?).

      Wenn ich schreibe, schreibe ich nicht gegen Offenheit , sondern gezielt gegen die Erpresste Offenheit, um die Interessen des Internationalen Kapitals durchzusetzen .
      Die hier gerne unter „links“ verbreitete Verteidigung der Offenheit ist in der Praxis nur Handlangerdienst des Kapitals . Da ist Gerede und Aktionismus der das Internationale Kapital in ihrer Absicht in keiner Weise behindert und einmal vermutet, vom Internationalen Kapital (mit)finanziert wird , weil eine Opposition, die leicht beherrschbar ist .
      Echte Opposition kommt aus Selbstbestimmung und Souveränität einer Gesellschaft, die es von den Wurzeln her versteht, die eigenen Interessen zu wahren und folgend – deswegen wird sie auch primär bekämpft – den Internationalen Interessen den Zugriff auf regionale Recourcen als auch den Zugriff auf die Arbeitskraft verweigert .

    • @ Wasserader

      „Im Sonntagsblatt vom 6. August 1967 erschien ein Aufsatz von Geno Hartlaub, der nach einem Russlandbesuch über Gespräche mit jungen Russen über die zeitgenössische westdeutsche Literatur berichtet, die niemand im östlichen Ausland stärker repräsentiert als Heinrich Böll. Charakteristisch ist , was Hartlaub über die spezifische Böll-Rezeption in Russland mitteilt. Böll erscheine in seinen Romanen als mutiger Einzelgänger, der gegen die Gesellschaft Position beziehe, die in Westdeutschland bereits wieder restaurative ideologische Züge trage. Er zeige in seinen Romanen als Anwalt des kleinen Mannes den einzelnen im Kampf mit diesem ihm feindlich gesonnenen Staatssystem.“ (Manfred Durzak; Der deutsche Roman der Gegenwart).

      Die Böll-Rezeption in Deutschland, typisch: Von den Konservativen bis in die Elite (Adenauer) als linker Radikaler verfemt; von den „Linken“ attackiert, weil „kaum parteipolitisch engagiert“, obwohl er zum linken Flügel der Gruppe 47 gehörte, sich in verschiedenen Äusserungen als einer der schärfsten Kritiker Nachkriegsdeutschlands der Adenauer-Ära zeigte.
      Manfred Durzak:
      „Als Reich-Ranicki 1967 Böll nach den Motiven für diese Abstinenz in Sachen politischer Aktivität befragte, gab Böll folgende Gründe an: ‚Im Jahre 1965 konnte einer noch, was er heute beim besten Willen nicht mehr kann: auf die SPD hoffen. In einem Land, in dem es keine Linke mehr gibt, nur noch linke Flügel von drei überwiegend nationalliberalen Parteien, ist es sinnlos, Zeitverschwendung, sich parteipolitisch zu organisieren. Als Schriftsteller kann einer nur mittelbar politisch wirken, und er muss auf diese mittelbare Wirkung vertrauen. Sonst muss er Politiker werden…„

      Wer wissen will, der kann recherchieren, daß Böll bei zahlreichen Demonstrationen und politischen Aktionen dabei war.

      Böll ist einer auf einer langen Liste von deutschen Gesellschaftskritikern, die in ihrer eigenen Heimat zwischen den deutschen Partikularismus und Parteienstreit gerieten. Die Böll-Rezeption in Russland ist ein Beispiel, dass dies ein deutsches Problem ist.

      Schuld durch Naivität? Gewiss nicht. Ich schließ mich selbst auch aus, als jemand, der sich anhören musste, dass „Hitler den Langhaarigen die Haare geschnitten“ hätte; wusste, dass noch überall die alten Nazis saßen; APO und RAF erlebte; schließlich Thatcherismus und das heimliche Abwickeln des Hayek-Projekts. Schon vor meine Studium der Geschichte wollte ich verstehen, wie es zu Hiroshima und Nagasaki kam. Danach wusste ich, daß es ein Laborversuch und eine Demonstration für die Welt war, während die Welt glaubte, der 2. Weltkrieg sei beendet. Na, ja, es ging auch gleich weiter mit Korea…..

      Resümee? In Deutschland haben sich die sozialkritischen Fraktionen links der Mitte schon immer selbst zerlegt . Böll, beispielsweise, hat den grössten Teil seines Lebens daran gelitten.
      So mancher Deutsche galt mehr im Ausland als in der eigenen Heimat.
      Karl Kraus dazu: „In der deutschen Bildung nimmt den ersten Platz die Bescheidwissenschaft ein.“

    • Wahrscheinlich hat sich der Böll in seinem seinem Engagement ernst genommen .
      Es gibt aber Behauptungen, auch bei ihm hat die CIA angeschoben wie die westliche Kunst seit den 1950er Jahren im ideologischen Kampf als wesentlich erkannt auch aus der Umgebung der CIA angeschoben wurde .
      Der westliche Kapitalismus brauchte zum Sozialismus ein tragbares Gegenkonzept . Und da war Böll auf Linie . Ich habe dieses Sozialgetue immer als etwas aufgesetzt empfunden . Sicher war der soziale Gedanke damals noch tragend für die Politik und soziales Engagement für die Gesellschaft prägend .
      Bezeichnend ist die Entwicklung von Böll, der heute lange tot in der Heinrich-Böll-Stiftung von den Grünen für billigste brachiale Propaganda für Globalisierung und Anti-Russlandhetze mißbraucht wird .

    • wasserader:Ich habe mich bisher nicht mit der von Ihnen hier beschriebenen Spekulation in Bezug auf Heinrich Böll befasst und noch nicht einmal eins seiner Bücher durchgelesen, aber dass sie hier seinen Missbrauch post mortem als Indiz für seine zu seinen Lebzeiten angeblich versteckte, wenn auch vielleicht unwissentliche Mit-Täterschaft an unlauteren politischen Machenschaften anführen, finde ich jedenfalls sehr abenteuerlich. Dieses Argument, das Ihre Vermutung noch bekräftigen soll, macht Ihre Spekulation hinsichtlich Böll für mich eher unglaubwürdig. Denn: wer wurde denn an nachweislich aufrichtigen, klugen und gutwilligen Menschen post mortem nicht missbraucht? Ich traue da z.B. noch nicht einmal der Rosa-Luxemburg-Stiftung noch über den Weg, seit ich weiß, wer dort schon so alles vorgesessen hat.

  7. Die erste Macht im Staate
    17. Januar 2015 Tomasz Konicz

    Ein kurzer Überblick über Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Massenmedien

    Das ganze Potenzial an Massentäuschung, ideologischer Indoktrination und Demagogie, das die sich rasant entwickelnden Massenmedien boten, wurde erstmals während des 1. Weltkrieges offenbar, als die Zeitungen in ihrer Kriegshetze zu regelrechten Propagandakompanien der jeweiligen Militärapparate verkamen. Der Schriftsteller Karl Kraus widmete aufgrund dieser Erfahrungen einen großen Teil seiner publizistischen Tätigkeit der ätzenden Kritik an der „Journaille“, am Personal des Medienbetriebs, das die Weisungen seiner Auftraggeber als die eigene Meinung auszugeben hat. Die Form, das Blendwerk, tritt so an die Stelle der Aufklärung über gesellschaftliche Zusammenhänge: „Keinen Gedanken haben und ihn ausdrücken können – das macht den Journalisten“, so Kraus.

    Seit den von der Journaille angefachten Massenschlachten der Weltkriege haben sich die Massenmedien in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu dem zentralen Pfeiler kapitalistischer Herrschaftssicherung entwickelt. Die Theoretiker Theodor Adorno und Max Horkheimer prägten den Begriff der Kulturindustrie für diese kapitalistische Medienmacht, die sukzessive alle Gesellschaftsbereiche okkupierte und so kritisches Denken erfolgreich marginalisierte. Medienkonzerne bilden die ideologischen und machtpolitischen Knotenpunkte, an denen sich Kapitalinteressen in politischen Druck und öffentliche Stimmungen umwandeln. Durch Medienkampagnen können breite Bevölkerungsschichten dazu gebracht werden, entgegen ihren ureigensten Interessen zu handeln. Politische Kräfte können aufgebaut oder zerschlagen werden.
    https://www.heise.de/tp/features/Die-erste-Macht-im-Staate-3369346.html

    Ein Beispiel:

    Mark Zuckerberg: ‘We want to get a billion people in virtual reality’
    by Chaim Gartenberg@cgartenberg Oct 11, 2017, 1:47pm EDT

    Today, at Oculus’ Connect conference, Facebook CEO Mark Zuckerberg announced his company’s ambitious goal for VR growth: 1 billion users.
    https://www.theverge.com/2017/10/11/16459636/mark-zuckerberg-oculus-rift-connect

    This Mark Zuckerberg picture could show our terrifying dystopian future
    By Helena Horton
    22 February 2016 • 11:20am

    A photo of Mark Zuckerberg walking with a slightly inhuman smile on his face, past a sea of people wearing virtual reality headsets, has caused a stir online.
    http://www.telegraph.co.uk/technology/2016/02/22/this-mark-zuckerberg-picture-could-show-our-terrifying-dystopian/

    Ein Ausblick:

    HYPER-REALITY (~ 6 Min.)
    Keiichi Matsuda

    Am 19.05.2016 veröffentlicht

    Hyper-Reality presents a provocative and kaleidoscopic new vision of the future, where physical and virtual realities have merged, and the city is saturated in media. If you are interested in supporting the project, sponsoring the next work or would like to find out more, please send a hello to info@km.cx.
    https://www.youtube.com/watch?v=YJg02ivYzSs

    Aber das hilft bestimmt oder man kann es für Keiichis Video verwenden:

    Emma-Lee- Shot in The Dark [With Lyrics]
    https://www.youtube.com/watch?v=bKCO0FOxVoo

    • Antonio Gramsci und Kulturelle Hegemonie!

      Kulturelle Hegemonie bezeichnet nach Antonio Gramsci die Produktion zustimmungsfähiger Ideen.
      Stephen Gill (ed.), „Gramsci, Historical Materialism and International Relations“, 1993, Cambridge University Press, Cambridge
      Ernesto Laclau and Chantal Mouffe „Hegemony and Socialist Strategy. Towards a Radical Democratic Politics“, 1985, Verso, London (deutsch: Hegemonie und radikale Demokratie. Zur Dekonstruktion des Marxismus, Wien 1991)

      Quelle Wikipedia:
      In der bürgerlichen Gesellschaft werde Herrschaft nicht allein durch bloßen Zwang erzeugt, sondern die Menschen würden überzeugt, dass sie in der „besten aller möglichen Welten“ lebten: Die stabilen Formen kapitalistischer Herrschaftssysteme würden durch Konsens, durch „Hegemonie“ in der Zivilgesellschaft (societas civilis) vermittelt sowie durch deren Hegemonieapparate, wie Erziehungs-, Integrations- und Bildungssysteme und Vereinigungen: (Schulen,.., Massenmedien, Kirchen, Wohlfahrtsverbände..).

      Hegemonie heißt für Gramsci, „dass die herrschende Gruppe sich auf konkrete Weise mit den allgemeinen Interessen der untergeordneten Gruppen abstimmen wird und das Staatsleben als ein andauerndes Formieren und Überwinden von instabilen Gleichgewichten zu fassen ist […], von Gleichgewichten, in denen die Interessen der herrschenden Gruppen überwiegen, aber nur bis zu einem gewissen Punkt, d. h. nicht bis zu einem engen ökonomisch-korporativen Interesse“[1]

      Wikipedia, Herrschaftsbegriff:

      Für Gramsci waren die Erfahrungen der russischen Revolution nur begrenzt auf Westeuropa übertragbar: Sollte es zu einer grundlegenden Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse in den Industrieländern kommen, so werde diese eher den Charakter eines „Stellungskrieges“ als den eines „Bewegungskrieges“ um die vorherrschenden Ideen haben: Es komme nicht nur auf das ökonomische Kräfteverhältnis an, sondern auch auf das in der Politik und in den Massenmedien. Hier erforschte Gramsci besonders die Geschichte und Theorie der Intellektuellen mit einem sehr weit gefassten Intellektuellenbegriff: Jeder sei ein Intellektueller, weil jeder die Fähigkeit zu denken habe; aber nicht jeder habe die Funktion eines Intellektuellen. Gramsci spricht hier von „organischen Intellektuellen“ (die ihre Erkenntnisse in den Hegemonieapparaten dominierend verbreiten können und dürfen).

      Im Laufe seiner Rezeptionsgeschichte hat der Hegemoniebegriff Eingang in viele Felder der Sozialwissenschaften gefunden:

      Gramscis Konzept der kulturellen Hegemonie wird beispielsweise zunehmend auch in der feministischen Diskussion aufgegriffen, um damit die Funktionsweisen geschlechtsspezifischer Unterordnungsverhältnisse zu erklären. So würden sich die komplexen Strukturen, die durch geschlechtsspezifische Herrschaftsverhältnisse aufrechterhalten werden, mit Gramscis Vorstellung von Herrschaft durch Konsens, d. h. durch die Verinnerlichung der Herrschaftsverhältnisse, weitaus glaubwürdiger erklären lassen als mit der Theorie von Gewalt und Zwang als Ursache dieser kulturellen Hegemonie. Daher wird hier auch von hegemonialen Geschlechterverhältnissen gesprochen.

      Gramscis Hegemoniekonzept wurde vor allem durch Ernesto Laclau und Chantal Mouffe in die postmarxistische Diskussion eingebracht. Besonders seiner Kritik an dem in der marxistischen Diskussion seinerzeit vorherrschendem extremen Dualismus zwischen materieller Basis und ideellem Überbau, welchen er mit seiner Betonung der Bedeutung von Ideologie überwinden half, ist dies zu verdanken.

      Im Bereich der internationalen Beziehungen hat der spezifisch gramscianisch geprägte Hegemoniebegriff (in Abgrenzung zum gängigen, eher politisch-militärischen) spätestens seit Beginn der 1990er einen festen Platz gefunden.

      Eine Reformulierung und weitere Ausarbeitung des Hegemoniekonzepts finden wir in Pierre Bourdieus Arbeiten über die „Symbolische Gewalt“.

      Deutsche Wikipedia, Kulturelle Hegemonie
      Englische Wikipedia, Cultural Hegemony
      Deutsche Wikipedia, Antonio Gramsci

  8. Was für ein wunderbarer Text und tolle Bestandsaufnahme! (auch die beschriebenen Zustände ein echt dickes Brett ansprechen und man das Schaudern kriegen könnte).
    Mag ein jeder für sich seine Schlußfolgerung herausziehen und es als Anregung und Motivation ansehen es anders zu machen und bestärkt seinen eigenen kulturellen Beitrag zu leisten und zu leben.

    Vielen lieben Dank!!!

    Leider ist keine Autorenschaft angegeben?
    Da wäre ich wirklich Neugierig.

    • Die Autorenschaft ist eindeutig. Kein anderer bringt es fertig, in der vorliegenden Frequenz, Begriffe durch wiederholte Sätze mit umgesetzten Wörtern oder Silben, zu ihrer Wurzel zurückzuführen, dabei ständig „AHA“-Effekte hervorzurufen wie Ken Jebsen himself.

      Sollte klar sein seit dem Links-Rechts-Brainstorm, der diesem mindestens gleichwertig ist (https://kenfm.de/rechts-links/).

    • lo0mit: Was für ein trauriges Beispiel Sie hier abgeben für die westlichen „Chefs“, die immer gleich alles wissen und das dann auch noch mit einer Sicherheit und Dreistigkeit vortragen, die nur noch durch die Fehlerhaftigkeit dessen, was sie behaupten, nur noch durch ihre Arroganz und Selbstherrlichkeit überboten werden, mit dem sie auf das pochen, was sie zu wissen glauben.

      So etwas kann nur Ken Jebsen. Kein anderer bringt das fertig. Jammm jamm jammm.

      „Die autorschaft ist eindeutig,“ Eindeutig, Heia Safari!!!!:

      Anna Zollner wars.

      So etwas kann nur
      Kein anderer kann….

      Der totalitäre Elitengeist in Reinform. Früh übt sich, wer zu den Herrschenden gehören will.

  9. In diesem Land dreht es sich nur um Schulden. Wer muß hier wem Schulden leisten.
    Bis vor kurzem wurden die Schulden aus dem 1. Weltkrieg endlich abbezahlt. Und die aus dem 2. Weltkrieg ?
    Wer kennt da schon die Bedingungen. Als Hitler den 4 Jahresplan erstellte, und sich nicht an die Handelsvorgaben gehalten hat, wurde Druck ausgeübt. Nach dem 2. Weltkrieg hat man daraus gelernt. Die jenigen die nun die Macht hatten, hatten zu bestimmen, und feilten das Ganze sogar noch weiter aus.
    Wer hier die Regeln bestimmt, dem geht es nicht um Kultur, sondern um die Ausschöpfung wirtschaftlicher Macht.
    Das ist doch auch eine Kultur. Ich glaube das nennt man Leit Kultur..
    Ungeachtet dessen.. . Deutschland steht immer noch im „Waffenstillstand“.
    In Wahrheit ist Deutschland ein besetztes Land. Und wer bestimmt hier die Regeln?
    Das Google & Co. . hier soweit verbreitet ist, hat nur mit der Unterwerfung dieses Staates zu tun.
    Leider ist es so.. . Ja.., wir haben die Pest am Hals und der grösste Teil der Bevölkerung merkt es nicht einmal.. .
    Oh.., was für eine widerliche Pest.. .
    Eine weitere Krankheit ist die Korruption. Solange diese nicht verschwunden ist, wird es immer so sein das man Unterworfen wird. Also.., hier ist eine weitere Form der Pest, die nicht zu bekämpfen ist.
    Von wegen Kultur.. .
    Es Funktioniert doch alles ganz Einfach. Das ist wie in der Tierwelt.. .
    Der Stärkere hat das sagen.. .
    Tust du nicht auch was dein Chef dir sagt ?
    Immerhin.., bald ist Weihnachten.. . Da kann man sich von dem ganzen Unterwerfen einmal erholen.. .
    Ist das nix ? Da kann man doch für ein paar Tage von einer schönen Kultur träumen.. . Immerhin..

  10. Zustandsbeschreibungen allein – auch wenn sie noch so kunstvoll formuliert sind – können mich schon lange nicht mehr vom Hocker reißen. Aber im letzten Satz, wo auch der höchst zweifelhafte „Urknall“ erwähnt wird, kommt dann ja aber doch noch ein Vorschlag: Musik. Guter Ansatz auf jeden Fall. „Musik ist die Sprache der Liebe“ habe ich hier im Forum einmal gelesen bei Marika Schächtlin, die hier leider schon lange verblichen ist. Ja, Musik ist eines der Kulturgüter mit dem größten Verbindungspotenzial. Ich habe einmal für kurze Zeit in einem Musikstudio gearbeitet und dort erlebt, dass gerade unter den bekannteren Musik- Schaffenden viel weniger Hierarchiedenken herrscht, als in irgend einer anderen mir bekannten Branche. Also ein höheres, freieres Bewusstsein, als „normal“. Es ist auch von der Hirnforschung her bekannt, dass bei kleinen Kindern, die sich intensiv in irgendeiner Form mit Musik beschäftigen, sei es mit eigenem Gesang oder dem Erlernen von Musikinstrumenten, oder Tanz, sich zusätzliche Synapsen im Gehirn bilden. Man kann also sagen, Musik erweitert das Bewusstsein.

    Dennoch möchte ich hier auch auf die essentiellste Kulturform hinweisen: Unsere Ess-Kultur. Ich bin schon lange tief und unumkehrbar davon überzeugt, dass das größte Übel aller bisherigen Kulturformen unsere blutige Ess- „Kultur“ ist. Ich habe hier bekanntermaßen unter anderen Namen schon sehr viel darüber geschrieben und möchte mich nicht immer nur wiederholen. Wer über dieses Denken ein umfassend recherchiertes Buch lesen will, dem empfehle ich immer wieder „TheWorldPeaceDiet“ von Will Tuttle. Gibt es seit einiger Zeit auch in Deutscher Übersetzung“Ernährung und Bewusstsein“.
    Die neue vegane Kultur kann man in Deutschland sehr gut in Berlin studieren, der angeblichen „Hauptstadt des europäischen Veganismus“. Hier gibt es sehr viele vegane Orte- Restaurants und Cafés, wo in der Regel ausschließlich biologische Produkte verarbeitet werden. Überhaupt ist das Körper-und Gesundheitsbewusstsein bei Veganern in der Regel ungleich größer und tiefer, als das der Traditions -Esser. Es werden auch in der veganen Küche viel mehr frische Zutaten und feine, gesunde Gewürze verarbeitet, als in der Traditionsküche.
    Die Geschmacksknospen bilden sich bei der veganen Ernährung wieder stärker und feiner aus. Atilla Hildmann, einer der bekanntesten Veganköche und studierter Physiker, schreibt sogar jetzt zu seinen Rezepten die gesundheitliche Wirkung der Zutaten mit hinein. Ich finde es immer wieder schade, dass das Thema Gesundheit hier überhaupt nicht behandelt und diskutiert wird. Es ist doch tatsächlich unser höchstes Gut. Am Zustand der Gesundheit kann man den Zustand der Kultur(des einzelnen und der Menge) genau bemessen.
    Wie tief das allgemeine Bewusstsein durch die Traditionskost gesunken ist und wie sie auch den Bereich Wissenschaft negativ beeinflusst, kann man z.B. daran ablesen, dass tatsächlich von Seiten der Ernährungsmedizin erfolgreich verbreitet werden konnte, dass unsere Ernährung ÜBERHAUPT NICHTS mit unserer Gesundheit zu tun habe.
    Erst seit es die vegane Bewegung gibt, hat sich da in der westlichen Hemisphäre begonnen, etwas zum besseren zu wenden. Dennoch glaube ich , dass es auch heute noch kaum Kassenärzte gibt, die ihre Patienten fragen, was sie denn so alles essen.
    Dabei müsste es doch jedem logisch denkenden Menschen schon ganz von selbst klar sein, dass die tägliche Nahrung nicht nur „etwas mit der körperlich-seelischen Verfassung zu tun“ hat, sondern diese maßgeblich beeinflusst.

    • Hauptsache fettig, salzig oder verzuckert und dann massenhaft reingeschlungen. Nach 5 Miuten, wenn der Blutzuckerspiegel wieder fällt, das selbe Spiel.
      Die Menschen sind konditioniert wie Pawlowsche Hunde.
      Die wenigsten haben auch nur noch einen Funken Widerstandskraft in ihren erschlafften Psychen.

    • Mittlerweile ist der weiße Industriezucker von allen Ernährungsforschern als Ernährungsgift identifiziert worden, nichtsdestotrotz wird er immer noch fleißig in den meisten hergestellten Lebensmitteln verarbeitet. Da in Bezug auf die Ernährung und unsere Gesundheit die Politik genauso versagt, wie in allen anderen Bereichen, bleibt der Bevölkerung nur noch die eigene Kontrollmöglichkeit. In diesem Bereich können wir alle noch WÄHLEN und zwar tatsächlich zu unserem eigenen Nutzen. Das gehört auch zu einem Kulturvolk. Wenn niemand mehr den mit Zucker vergifteten Scheiß kaufen würde, dann würde die Industrie etwas ändern MÜSSEN. Karies bräuchte es dann gar nicht mehr geben! Dabei gibt es jede Menge gesündere Alternativen zum weißen Industriezucker. Allerdings ist der braune Zucker und Honig auch nicht gut für die Zähne. Am besten war für uns immer das, was draußen in der Natur ohne Herbi-Fungi-und Insektizide wächst. Jedenfalls noch im letzten Jahrhundert, als hier noch keine Chemtrails geflogen wurden. Jetzt muss ich schon auch alles, was direkt von draußen kommt, gut mit EM(effektive Mikroorganismen) spülen, damit ich nicht zu schnell von den giftigen Nanopartikeln der Chemtrails vergiftet werde. Bald haben sie es geschafft, dass überall nur noch Hölle ist wie jetzt schon an etlichen Orten der Welt, z.B. in Argentinien, das „Versuchskaninchen für Glyphosat“.

  11. Genial!!!

    Am besten gefallen hat mir:

    „In 50 Jahren wird unsere Kultur den Hafen, von dem sie losfuhr, vergessen haben.
    Nachfahren ohne Vorfahren.
    Schlichtes Sein, statt kompliziertes Bewusstsein.
    Alles was unsere Kultur hinterlassen wird, ist ein gigantisches Fragezeichen.“

    Alles was unsere Unkultur hinterlassen wird, ist ein ein gigantisches Fragezeichen, dass aber wohl (leider?) von keinem der geistig und kulturell degenerierten Menschen gesehen werden wird.

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